Kopiervorlage

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Thema: Wir setzen Zeichen
Zielgruppe:
Jugendliche und Schüler/innen zwischen 12 und 19 Jahren, Sek. I und Sek. II
Ziel/ Kompetenz:
Die Schüler/innen setzen sich mit Zahlen und Fakten zur Situation von Kindern und Jugendlichen weltweit
auseinander.
Sie erarbeiten Ideen für eigene Handlungsansätze zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen, die in materiell
ärmeren Verhältnissen leben.
Material:
Kopiervorlage zu Zahlen und Fakten, PC mit Zugang zum Internet, Zitat für Handlungsmöglichkeiten, Papier,
Stifte
1. Baustein: Einstieg
Kopiervorlage:
Zahlen und Fakten zu Kindern und Jugendlichen weltweit
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Mehr als 600 Mio. Kinder in Ländern des Südens wachsen in extremer Armut auf.
Jedes Jahr sterben weltweit 8 Mio. Kinder unter fünf Jahren an behandelbaren Krankheiten.
26% aller Kinder erhalten in den ersten fünf Lebensjahren keine angemessene Nahrung.
Weltweit gehen 20% der Buben und 23% der Mädchen nicht in die Grund/Volksschule.
45% der in Entwicklungsländern lebenden Kinder müssen arbeiten, um Geld zu verdienen.
Weltweit gibt es rund 300.000 Kindersoldaten/innen in über 30 bewaffneten Konflikten.
150 Mio. Mädchen und 73 Mio. Burschen unter 18 Jahren haben bereits sexualisierte Gewalt
erfahren.
Die Hälfte der von HIV/AIDS Betroffenen sind junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren.
60% davon sind Mädchen bzw. junge Frauen.
Etwa 100 Mio. Kinder leben auf der Straße.
Anmerkung: Die Angaben und Zahlen werden zitiert in: Wir setzen Zeichen. Für die Stärkung von
Kindern und Jugendlichen. Grundlagenpapier der Dreikönigsaktion, S. 8
Die Sätze der Kopiervorlage (evt. einige auswählen, je nach Anzahl der Schüler/innen) werden jeweils
auf ein großes Blatt Papier gedruckt/geschrieben und im Raum verteilt aufgehängt. Die Schüler/innen
teilen sich in gleich große Gruppen auf und je eine Gruppe stellt sich zu einer der Aussagen dazu. Die
Personen der Gruppe lesen sich den Satz durch und notieren sich Fragen oder Kommentare dazu.
Dann gehen die Gruppen im Uhrzeigersinn weiter zur nächsten Aussage usw. Wenn alle bei der
Ursprungsaussage angekommen sind, setzen sich alle nieder und diskutieren die entstandenen Fragen
und Kommentare.
Die für die Gruppe wichtigsten Ergebnisse werden markiert und anschließend in der Großgruppe
präsentiert.
Alternative:
Je eine Aussage wird auf ein Plakat geschrieben, im Raum platziert (am Boden oder an der Wand) und
die Schüler/innen gestalten die Plakate in einem Stummen Dialog (Kommentare, Zeichnungen etc.,
ohne zu reden). Dies kann in fixen Kleingruppen geschehen, die nach einer bestimmten Zeit wechseln
oder die Schüler/innen bewegen sich frei im Raum.
Danach werden die Plakate im Plenum präsentiert und diskutiert.
2. Baustein: Handlungsmöglichkeiten erarbeiten
„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, verändern das Gesicht
dieser Welt.“ (Volk der Xhosa, Südafrika)
Dieser Satz wird groß im Raum projiziert (oder auf Papier geschrieben gut sichtbar im Raum aufgehängt). Die
Schüler/innen nehmen dazu Stellung, wie der Spruch gemeint sein könnte und was das für sie persönlich, in ihrer
Lebenssituation, bedeuten könnte.
Danach werden einige Sätze von Kindern und Jugendlichen aus Ländern des Südens (siehe Kopiervorlage)
aufgelegt und jede/r Schüler/in darf sich einen Satz aussuchen, evtl. kommentieren.
Danach sollen sich die Schüler/innen in einer Einzelarbeit damit auseinandersetzen, was sie verändern würden:
 Als UNO- Chef/in würde ich ...
Alternative:
Je eine Kleingruppe übernimmt die Rolle einer „Weltregierung“ und entwirft mögliche Handlungsoptionen, eine
Art „Regierungsprogramm“.
Kopiervorlage:
Statements von Kindern und Jugendlichen aus Ländern des Südens
„Als Präsident würde ich allen Kindern Schulzugang geben.“ Ngoran Jane Francis, Kamerun
„Ich würde Zwangsarbeit und frühe Heirat für Mädchen abschaffen, außerdem würde ich Latrinen bauen.“ Zuleka
Juma 13, Kenia
„Als Präsidentin würde ich denen helfen, die mit Abhängigkeiten wie Alkohol kämpfen.“ Blanca Estela Damián
Casteneda 12, El Salvador
„Ich würde Verschmutzung beenden. Ich würde als Präsident dafür sorgen, dass Müll getrennt wird und kein Müll
mehr auf die Strände geschmissen wird.“ Mariecon Laroa 13, Philippinen
„Wenn ich Präsident wäre, würde ich ein Schulzentrum bauen, für Waisen wie mich.“ Yusuf Abdalla 15, Kenia
„Wenn ich 35 Jahre alt bin, möchte ich Menschen mit Behinderungen helfen, und sie anstellen, damit sie für sich
selbst sorgen können. Ich würde ihnen helfen, dass sie ihre Talente weiterentwickeln können.“ Veronica Nzaghi
12, Nairobi/ Kenia
„Wenn ich 35 Jahre alt bin, möchte ich einen guten Job haben und armen Kindern helfen.“ Kome Gilber,
Kamerun
„Ich würde die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in den Aktivitäten und Entscheidungen der Regierung
vorantreiben, dass unsere Meinung auf nationaler und internationaler Ebene ernst genommen wird.“ Verónica 17,
Nicaragua
„Als Präsident würde ich allen Eltern Arbeit geben, damit Familien gut leben können.“ José Agustín Jiménez
Mártir 16
„Mein größtes Problem ist zur Zeit, dass wir zu Hause kein Geld haben. Manchmal haben wir zu wenig Reis oder
kein Geld für Schulmaterialien.“ Janina Ravanes 13, Toril District, Philippinen
„Wenn ich Premierminister wäre, würde ich gute Straßen bauen, damit Kinder auch in der Regenzeit gut zur
Schule kommen.“ Kind aus Nordostindien
„In unserem Dorf werden viele Kinder entführt. Sie bekommen Schokolade, Drinks oder dergleichen angeboten,
was für Kinder verlockend ist.“ Abdul Sajid 12, Asad Baba Nagar, Indien
3. Baustein: Abschluss
Aus dem Grundlagenpapier der Dreikönigsaktion, S. 37-41 (Wir setzen Zeichen. Für die Stärkung von
Kindern und Jugendlichen. Grundlagenpapier der Dreikönigsaktion - siehe Punkt Weiterführende
Links auf der Homepage) werden einzelne Bereiche herausgesucht, in denen sich die Dreikönigsaktion
engagiert und in Gruppen werden eigene Handlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten erarbeitet.
In einer nächsten Unterrichtseinheit werden diese Vorschläge weiter ausgearbeitet.
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