nach: Blace m NN 385 - silkroad

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Donnerstag, 13. September 2012
Heute vor zwei Jahren
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Heute vor zwei Jahren kommen wir an einer Autobahn vorbei, die Emirat Kuwait (arabisch ‫الكويت‬,
DMG al-Kuwait, deutsch auch: Kuweit), USA und Ägypten (arabisch ‫ مصر‬Miṣr, offiziell Arabische
Republik Ägypten) bauen und einem Flughafen, gebaut von den Vereinigten Arabischen Emiraten
(arabisch ‫المتّحدة‬
‫اإلمارات العربيّة‬, DMG al-Imārāt al-‘Arabīya al-Muttaḥida).
Wikipedia:
Das Potential für Flugverkehr ist im armen albanischen Nordosten nicht groß. Ein Businessplan wurde
von Regierungsseite noch nicht erstellt.[5] Insbesondere seit der Eröffnung der Autobahn von Durrës
nach Kukës fehlt der Bedarf an inneralbanischen Flügen:[6] Reisen mit dem Auto in die albanischen
Zentren an der Küste sind dadurch um viele Stunden kürzer geworden und sehr günstig.
Dank der neuen Autobahn steht der Flughafen aber in direkter Konkurrenz zum Flughafen Tirana, der
nur etwa anderthalb Stunden entfernt ist.[5] Ein weiteres mögliches Potential besteht im
internationalen Reiseverkehr nach Kosovo. Kukës, das 45 Kilometer von Prizren entfernt ist, könnte als
Verkehrsflughafen für den Südwesten Kosovos dienen und so den Flughafen Prishtina entlasten, der
auch wegen ungünstiger Wetterbedingungen immer wieder geschlossen werden muss.[1][5]
Ursprünglich soll der Flughafen vor allem für Warentransporte errichtet worden sein.[7]
Internationale Flüge können zur Zeit aber ab dem Flughafen Kukës nicht durchgeführt werden.
Hochtief Airport, die Betreiberin des Flughafens Tirana, hat sich 2004 vertraglich ein Exklusivrecht für
20 Jahre zusichern lassen, dass alle internationalen Flüge nach Albanien über den Flughafen Tirana
gehen müssen.[8] Die Betreiber des Flughafens Tirana dementierten 2006, sie hätten ein Interesse,
auch den Flughafen Kukës zu betreiben. Sie würden aber die verantwortlichen Behörden bei der
Entwicklung des Flughafens unterstützen.[9]
Das Exklusivrecht ist laut Vertrag aber nur bis zu einer bestimmten Passagierfrequenz am Flughafen
Tirana gültig, die zwischenzeitlich überschritten worden ist.[5] Hochtief Airport und die albanische
Regierung verhandelten im Dezember 2010 die Details des Konzessionsvertrags neu aus mit dem Ziel,
nicht nur den internationalen Flugbetrieb in Kukës aufnehmen zu können, sondern auch einen neuen
Flughafen bei Saranda bauen zu können.[10]
Es wurden auf dem Flughafen auch schon Hubschrauber der albanischen Luftwaffe gesichtet.[11]
Geschichte
Eine erste Landepiste wurde in der Zwischenkriegszeit unter König Zogu auf dem Fusha e Meteorit
südlich von Kukës (353 müA[12]) eingerichtet.[13] 1941 wurde sie von den italienischen Besatzern zu
einem kleinen Flugfeld ausgebaut, das mit der Zeit rund 17 ha einnahm.[14] Während des
kommunistischen Regimes wurde dieses nur für militärische Zwecke und Notfälle genutzt und blieb
auch danach noch militärisches Sperrgebiet.[13]
Als während des Kosovokriegs Zehntausende albanische Flüchtlinge aus Kosovo in Kukës strandeten,
rückte der Ort ins internationale Interesse. Dabei wurde auch die sehr schlechte Verkehrsanbindung
des Berglands im albanischen Nordosten augenfällig, die eine Versorgung der Flüchtlinge erschwerte.
In kurzer Zeit wurde das Flugfeld noch im Jahr 1999 von emiratischen Militäringenieuren notdürftig
ausgebaut, um erste Hilfsflüge ermöglichen zu können. Laut Augenzeugen soll auch eine Boeing
gelandet sein.[13][14] Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan aus den Vereinigten Arabischen
Emiraten offerierte daraufhin eine Spende von 14,2 Millionen US-Dollar zum Bau eines Flughafens in
Kukës,[4][14] womit er auch seine Dankbarkeit für die arme lokale Bevölkerung zum Ausdruck bringen
wollte, die die kosovarischen Flüchtlinge großzügig aufgenommen und unterstützt hatte. Im Mai 2003
erfolgte der Spatenstich für den neuen, nach dem ersten Präsidenten der Vereinigten Arabischen
Emiraten Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan benannten Flughafen.[13][15] Ende 2006 waren die
Bauarbeiten, ausgeführt durch eine seit 1992 in Albanien tätige kuwaitische Firma, im Wesentlichen
abgeschlossen.[16] Der Bau hat aber zu Lasten des albanischen Staats zahlreiche weitere Kosten zur
Folge gehabt und soll rund 30 Millionen US-Dollar gekostet haben.[17][18][19]
Während der Bauarbeiten kam es zu Protesten von Dorfbewohnern aus der Nachbarschaft, die mit
den Entschädigungszahlungen für Enteignungen unzufrieden waren.[1][13]
Radar und andere Einrichtungen der Flugkontrolle wurden erst nach 2006 eingerichtet.[20] Der
albanische Verkehrsminister Sokol Olldashi erklärte, dass der Flughafen seit dem September 2007
bereit sei, um An- und Abflüge abzuwickeln. Damals seien die notwendigen Tests abgeschlossen
worden.[21] Obwohl der Flughafen seither über die Betriebslizenz verfügt, wurden weiterhin keine
Flugbewegungen festgestellt.[18]
Im Mai 2009 wurden erstmals kommerzielle Flüge zwischen Tirana und Kukës angeboten und der
Flugbetrieb somit offiziell aufgenommen.[4][19][8] Ob die angekündigten wöchentlichen Flüge einer
albanischen Firma mit einem kleinen gecharterten Flugzeug[3] regelmäßig durchgeführt wurden, ist
nicht bestätigt.[2] Verhandlungen mit den Betreibern des Flughafens Tirana Ende 2008[22] hatten zu
keinen neuen Resultaten geführt: Noch immer dürfen über Kukës keine internationalen Flüge
abgewickelt werden.
Ende Juni 2010 wurde der Flughafen unter Anwesenheit von Ilir Meta, stellvertretender
Ministerpräsident Albaniens, und Scheich Abdullah bin Zayid Al Nahyan, Außenminister der
Vereinigten Arabischen Emirate und Sohn des Namensgebers, offiziell eröffnet. Die Baukosten wurden
dabei mit 22 Millionen US-Dollar angegeben.[15] Angaben über die künftige Nutzung wurden nicht
gemacht.
Infrastruktur
Piste von Norden
Der kleine Flughafen entspricht der internationalen Kategorie C.[4] Er ist ausgerichtet für die
Abfertigung von mittelgroßen Flugzeugen mit 75 bis 100 Passagieren, von denen vier gleichzeitig
geparkt werden können.[5] Betrieben wird der Flughafen vom albanischen Staat.[23] Da der Flughafen
nicht genutzt wird, ist der Unterhalt problematisch.[5]
Nebst Piste und Vorfeld wurden ein Passagierterminal, eine Zubringerstraße, ein Tower, ein
Lagerhaus, Pistenbeleuchtung und eine Feuerwache errichtet.[16][23] Das 57 Hektar große Gelände ist
von einem rund 5000 Meter langen Zaun umgeben.[22][17] Die Gepäckförderanlagen wurden vom
deutschen Hersteller Hukom geliefert.[24]
Im Sommer 2009 wurden Pläne veröffentlicht, die 1900 Meter lange Piste um 250 Meter zu
verlängern und auf 50 Meter zu verbreitern, damit diese internationalen Standards entspreche.[2][5]
Samstag, 11. Dezember 2010
Kilometer- und Höhenangaben Kosovo
Graphik hier herunterladen
Höhe
max.
Nr
ZielortTagesGesamt
Höhe
Tagesziel/Ort
KmH Tageshöhenmeter
über
am
Tag
km km
NN
Tag
44 Prizren
45 Prizren
46 Blace
465
68,64 2760
11,82735
753
0
38584,77
284611,36
1337 1553
Montag, 13. September 2010
4.-13. September 2010: Sarajevo-Prizren - 035, 036, 037, 038, 039, 040, 041,
042, 043, 044
13. September 2010 Kukës (albanisch auch Kukësi) – Prizren (albanisch auch Prizreni,
serbisch Призрен/Prizren) 68,64 km 2759,7 Gesamtkm
Datum: 13.9.10
Tag: 44
TagesunterstützerIn:
von: Shemri m NN 753
nach: Prizren m NN 465
km 68,64
Gesamt km 2724,0208
km/h: 11,82
Fahrzeit 05:48
gesamte Fahrzeit: 208:43:00
Anstieg in m pro h 126,72
Anstieg in m 735
Abfahrt in m: 1023
höchster Punkt in m NN 753
Steigung/Gefälle 2,56
Heute Morgen begrüßt uns die Sonne zur Abwechslung, wir haben gestern die Sonnenseite des
Berges erwischt. Über dem Tal liegt der Nebel genau in der Form des Stausees. Wir fahren die ersten
zwei Stunden über eine spektakuläre Bergstraße, die uns immer wieder ins Tal und wieder
hinaufführt und nun wissen wir, wo Outdoor- oder Fahrradherstellende ihre Werbefotos machen
(könnten).
Die Straße endet bei der neugebauten Autobahn, die an der Stelle noch völlige Baustelle ist. Für
einen Moment stehen wir etwas ratlos vor der Straße, da in unsere Richtung zwar ein Schild zeigt,
dieses aber auf die Gegenspur der Autobahn führt. Es hilft nichts, wir fahren als Geisterfahrer auf der
Autobahn, die bald wieder die alte Straße ist. So sehen wir nur die neuen Brücken,
fahren aber selber noch über die alte.
Interessant ist, dass die Autobahn
von Emirat Kuwait (arabisch ‫الكويت‬, DMG al-Kuwait, deutsch auch: Kuweit) unter der Aufsicht von
Ägypten (arabisch ‫ مصر‬Miṣr, offiziell Arabische Republik Ägypten) gebaut wird. Wir erreichen
tatsächlich Kukës (albanisch auch Kukësi), zwischendurch haben wir ja schon fast nicht mehr daran
geglaubt. Es ist ein Stadt mit vielen Banken und Organisationen, steht im Kontrast zur Umgebung.
Von Kukës (albanisch auch Kukësi) führt die neue Autobahn direkt zur Grenze und wir freuen uns
über den guten Asphalt, auch wenn so eine neue Straße doch irgendwie seelenlos ist.
Nett ist, dass auch dort seeleruhig Kühe am Rand grasen oder die Straße überqueren. Wir machen in
einem neuen Café halt, wo wir Getränke bekommen und unser Essen auspacken. Dafür bekommen
wir sogar eine Tischdecke und können uns das Treiben auf der Straße anschauen, das vor allem aus
Tieren besteht. Es fahren wenige Autos. Auf einmal kommt ein Esel über die Autobahn, brav auf der
richtigen Seite. Er verlässt die Fahrbahn und geht zielstrebig auf die liebevoll gepflegten
Grünpflanzen des Cafés zu – der Rest der Gegend ist trocken und braun, wird aber entdeckt und
verscheucht. Kurz danach kommen die Kühe des Besitzers ebenso zielstrebig hinter dem Haus hervor
und werden vom Sohn auf die andere Seite geleitet.
Wir brechen bald auf und fahren zur Grenze, Auf albanischer Seite gibt es gar keine Kontrollen mehr.
Auf der Brücke zwischen den Grenzen kommen uns drei Kühe entgegen – brav auf der richtigen Spur.
Wir sind überhaupt erstaunt, wie verkehrssicher die Tiere hier sind.
Die Grenze zum Kosovo (auch der Kosovo oder das Kosovo;[5] albanisch Kosova/Kosovë,
serbokroatisch Kosovo/Косово) sticht vor allem durch viele Polizeiautos hervor, ist aber auch
problemlos und sehr nett. Die 20 km nach Prizren (albanisch auch Prizreni, serbisch Призрен/Prizren
bestehen aus Baustellen, neuen Restaurant, leer stehenden Häusern, neuen Häusern, traditionelle
Ernte von Mais und Getreide, vielen Autos und ihren Werkstätten und vielen, vielen Polizeiautos. Es
sind in jedem Dorf – wie auch schon auf den letzten 100 km in Albanien – vor allem Moscheen zu
sehen. In Prizren (albanisch auch Prizreni, serbisch Призрен/Prizren angekommen, suchen wir ein
Hotel und finden eine schöne Pension. Wir haben sogar Internet und können endlich unsere
Wissenslücken füllen und auch den Block reinstellen.
Freitag, 14. September 2012
Heute vor zwei JAhren
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Heute vor zwei JAhren setzen wir uns mit den Folgen des Krieges auseinander.
Wikipedia:
Belgrad versuchte die Unabhängigkeitsbestrebungen zuerst militärisch zu unterdrücken. So
intervenierte die Jugoslawische Volksarmee (JNA) zuerst 1991 in Slowenien (10-Tage-Krieg) und
daraufhin in Kroatien (Kroatienkrieg). Als dies jedoch misslang, verschoben sich die Kampfhandlungen
zunächst auf die von Krajina-Serben beanspruchten Gebiete in Kroatien. Im Folgenden verlagerte sich
der Krieg dann immer mehr nach Bosnien-Herzegowina (Bosnienkrieg). Letztendlich gelang den drei
Staaten aber die Durchsetzung der Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeitsbestrebungen im Kosovo
(Kosovokrieg) führten 1999 zu Interventionen der NATO auf dem gesamten Territorium der
Teilrepublik Serbien, die schließlich die Einrichtung einer UN-Verwaltung in der Provinz bei
bestehender Zugehörigkeit des Gebietes zur Bundesrepublik Jugoslawien zur Folge hatten.
Dienstag, 14. September 2010
14. September 2010 Prizren - 045
14. September Prizren (albanisch auch Prizreni, serbisch Призрен/Prizren)
Unser erster Eindruck noch am Abend in Prizren (albanisch auch Prizreni, serbisch Призрен/Prizren)
sind die vielen Generatoren, die den Strom liefern. Bei Tageslicht sehen wir, dass vor ganz vielen
Cafés und Restaurants Generatoren stehen und einen unglaublichen Krach machen. Dieser wird
gerne durch laute Musik übertönt, die wiederum regelmäßig von den Muezzin übertönt wird. So ist
es immer wieder einmal unglaublich laut in einer Kombination unterschiedlicher Tonlagen. Prizren ist
im Kosovo-Krieg und danach immer wieder Schauplatz von Auseinandersezungen zwischen Albanern
(albanisch Shqiptarët) und Serben (serbisch Срби/Srbi, altserbisch: Сьрби) gewesen und das
serbische Viertel ist 2004 abgebrannt
Die Stadt ist voller Polizei und Militär. Die orthodoxe Kirche Bogorodica Ljeviška
(serbisch Богородица Љевишка/Bogorodica Ljeviška), das Bischofspalais, das Priesterseminar und
Erzengelkloster (serbisch Манастир Свети Арханђели/Manastir Sveti Arhanđeli) werden oder sind
wieder aufgebaut und renoviert, zum Teil unter Polizeischutz.
Inzwischen ist Prizren zu 94% muslimisch. Es ist eine alte Stadt mit vielen alten Gebäuden
, gleichzeitig bunt und wirkt säkular. Auch hier ist der Krieg gegenwärtig und die Präsenz der Polizei
und Kosovo-Truppe, kurz KFOR (englisch Kosovo Force) geben eine eigene Atmosphäre her.
Wir sind jetzt seit Wochen im ehemaligen Kriegsgebiet unterwegs und merken, dass uns das langsam
doch an die Nieren geht. Die Gegenwärtigkeit auf der einen Seite, die Frage danach, wie es
weitergeht auf der anderen Seite beschäftigen uns sehr. Gleichzeitig ist im Nebeneinander der
Realitäten so viel Normalität und Neuanfang. Wir haben gestern und heute versucht, uns die Abläufe
und genannten Ursachen der Kriege wieder zu vergegenwärtigen und haben wieder festgestellt, wie
dermaßen verwickelt alles ist. Morgen geht es nach Mazedonien, auch Makedonien, (mazedonisch
Makedonija Македонија, albanisch Maqedonia), amtlich Republik Mazedonien bzw. Republik
Makedonien (maz. Republika Makedonija Република Македонија, alb. Republika e Maqedonisë),
ein weiteres Land in der Kriegsgeschichte.
Und so sieht es denn aus, wenn wir ein Hotelzimmer erobern.....
Samstag, 15. September 2012
Heute vor zwei Jahren
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Heute vor zwei Jahren fahren wir durch Skigebiete für Kanadier und Scheichs.
Mazedonien, auch Makedonien, (mazedonisch Makedonija Македонија, albanisch Maqedonia),
amtlich Republik Mazedonien bzw. Republik Makedonien (maz. Republika Makedonija Република
Македонија, alb. Republika e Maqedonisë) Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (kurz
EJRM, englisch Former Yugoslav Republic of Macedonia, kurz FYROM)
Kosovo (auch der Kosovo oder das Kosovo;[5] albanisch Kosova/Kosovë,
serbokroatisch Kosovo/Косово)
Heute schreibt das Auswärtige Amt zur Türkei:
Terrorismus
Seit Mitte Juli 2011 kommt es wieder verstärkt zu Anschlägen gegen türkische Sicherheitskräfte sowie
Militär- und Polizeieinrichtungen durch die als Terrororganisation gelistete PKK, vor allem im
Südosten des Landes. In einer Erklärung der PKK-nahen Organisation „Freiheitsfalken Kurdistan“ (TAK)
vom 22.08.2011 heißt es, dass auch auf Zivilisten und Touristen keine Rücksicht genommen werde.
Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von Anschlägen
militanter Gruppierungen in der Vergangenheit auch gegen nicht-militärische Ziele, u.a. in Istanbul,
muss in allen Teilen der Türkei weiterhin grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung
ausgegangen werden.
Am 11.09.2012 wurden bei einem Selbstmordattentat vor einem Polizeirevier in Istanbul ein Polizist
getötet und sieben weitere Personen verletzt.
Bereits am 20.08.2012 starben bei einem Anschlag in Gaziantep 9 Personen, darunter 4 Kinder, 69
Personen wurden verletzt. Es wird vermutet, dass der Anschlag einer Polizeistation galt. Die
Betroffenen waren Zivilisten, die zu dieser Zeit an einer Bushaltestelle warteten.
Vor diesem Hintergrund wird bei Reisen in den Südosten des Landes zu größter Vorsicht geraten. Von
Überlandfahrten sollte nach Möglichkeit abgesehen werden. In der Region kommt es weiterhin zu
bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, belebte Plätze im innerstädtischen Bereich, Verkehrsmittel
des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs sowie Regierungs- und Militäreinrichtungen zu
meiden bzw. die Anwesenheiten an solchen Orten auf das unbedingt erforderliche Maß
einzuschränken.
Reisen über Land
In Bereichen nahe der syrischen Grenze ist mit verstärktem Militär- und Jandarmaaufkommen zu
rechnen. Hier sollte beim Fotografieren besondere Sorgfalt beachtet bzw. davon abgesehen werden.
Es wird empfohlen, sich nicht in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze und in grenznahen Dörfern
aufzuhalten und insbesondere türkisch-syrische Grenzanlagen zu meiden und diese auch nicht zu
fotografieren.
Im Osten und Südosten des Landes kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen
zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften. Die PKK hat in jüngster Zeit ihre Aktionen gegen
die türkischen Sicherheitskräfte intensiviert. Die türkische Regierung hat harte Gegenmaßnahmen
angekündigt. Reisen in diesen Landesteil sind daher mit einem deutlich erhöhten Risiko behaftet.
Auch grenzüberschreitende Militäroperationen gegen PKK-Stellungen im Nordirak sind in den
kommenden Monaten nicht ausgeschlossen. Bei Reisen in den Osten und Südosten der Türkei ist mit
starken Behinderungen aufgrund von Straßenkontrollen und Militärbewegungen zu rechnen.
Der türkische Generalstab hat sechs Gebiete in den Provinzen Siirt, Sirnak, Mardin und Hakkâri zu
zeitweiligen Sicherheitszonen und militärischen Sperrgebieten erklärt, deren Betreten bis auf Weiteres
grundsätzlich verboten ist und die einer strengen Kontrolle unterliegen. Dies betrifft insbesondere das
Gebiet südöstlich von Hakkâri entlang der Grenze zum Irak (in den Bergen, um und zwischen Sirnak
und Hakkari befinden sich mehrere Sperrzonen) sowie nordwestlich von Diyarbakir und südöstlich der
Ortschaft Cizre (Dreiländereck Türkei - Syrien - Irak).
Diese Militärsperrgebiete sind allerdings nicht immer eindeutig gekennzeichnet. Für solche Bezirke gilt
ein absolutes Verbot für das Betreten und Fotografieren. Sollten Sie beabsichtigen, in den
entsprechenden Provinzen, in denen Sicherheitszonen und Sperrgebiete ausgewiesen sind, zu reisen,
wird geraten, vor Reiseantritt das für Ihren Wohnort zuständige türkische Generalkonsulat oder die
türkische Botschaft in Berlin zu kontaktieren, um dort nach der genauen, aktuellen Lage von
Sperrgebieten und Sicherheitszonen in der von Ihnen bereisten Region zu fragen. Außerdem ist es
empfehlenswert, sich während der Reise tagesaktuell bei der örtlichen Jandarma oder der Polizei nach
der Lage dieser Gebiete zu erkundigen.
Zu beachten ist grundsätzlich, dass bezüglich militärischer oder anderer der Sicherheit dienender
Einrichtungen regelmäßig ein Fotografier- bzw. Filmverbot besteht. Auch wenn ein solches nicht
ausdrücklich kenntlich gemacht ist, sollte im Zweifel eher von Foto- oder Filmaufnahmen abgesehen
werden. Ganz besonders gilt dies in Grenzgebieten. Dort wird zu besonderer Vorsicht geraten. Gerade
im türkisch-syrischen Grenzgebiet, aber auch generell an den östlichen Grenzen der Türkei, ist ein
hohes Maß an individueller Sensibilität gefordert. Weisungen türkischer Sicherheitskräfte ist
unbedingt Folge zu leisten.
Samstag, 11. Dezember 2010
Kilometer- und Höhenangaben Kosovo
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Höhe
max.
Nr
ZielortTagesGesamt
Höhe
Tagesziel/Ort
KmH Tageshöhenmeter
über km km
am
Tag
NN
Tag
44 Prizren
45 Prizren
46 Blace
465
68,64 2760
11,82735
753
0
38584,77
284611,36
1337 1553
15. September Prizren (albanisch auch Prizreni, serbisch Призрен/Prizren) – Blace (kyrillisch
Блаце) 84,77 km, 2846,0km
Datum: 15.9.10
Tag: 46
TagesunterstützerIn:
von: Prizren m NN 465
nach: Blace m NN 385
km 84,77
Gesamt km 2808,7909
km/h: 11,36
Fahrzeit 07:27
gesamte Fahrzeit: 216:10:00
Anstieg in m pro h 179,46
Anstieg in m 1337
Abfahrt in m: 1417
höchster Punkt in m NN 1553
Steigung/Gefälle 3,25
Wir starten in Prizren (albanisch auch Prizreni, serbisch Призрен/Prizren) und versorgen uns mit viel
Wasser, da wir fast 1.200 Höhenmeter vor uns haben. Es geht zunächst gemächlich nach oben,
immer am Fluss entlang. Wir kommen am zerstörten Erzengelkloster (serbisch Манастир Свети
Арханђели/Manastir Sveti Arhanđeli) vorbei, dass von der Kosovo-Truppe, kurz KFOR (englisch
Kosovo Force) bewacht wird und gesichert ist. Auch passieren wir zerstörte Gebäude, die von der
KfW (zuvor: KfW Bankengruppe; vollständiger Name gemäß § 1 Abs. 1 S. 1 KfW-Gesetz: Kreditanstalt
für Wiederaufbau) wieder aufgebaut werden. Je höher wir kommen, desto weniger wirkt auf den
ersten Blick zerstört, immer wieder fallen aber abgebrannte Häuser in den Blick. Unser Anblick ruft
Erstaunen und Zurufe aus, es ist wieder die Bergsituation. Wir kaufen in einem kleinen Laden Saft
und trinken den Ayran und essen das Sesambrot, beides haben uns die Pensionsbesitzer mit auf die
Reise gegeben. Sofort werden wir gebeten, auf einer Bank vor dem Friseur Platz zu nehmen und
bekommen noch einen Tisch dazu gestellt. Es ist zur Abwechslung ein ganz normaler Pass, der bald
immer steiler wird. Erstaunlich ist, dass ca. 10 km von Prizren entfernt riesige Villen und
Hotelanlagen gebaut werden. Immer wieder überholt uns eines der internationalen Autos und hält
an einem der Restaurants. Wir denken, das sei alles, bis wir zum Pass kommen. Dort entsteht ein
ganz neues Dorf – ein Feriendorf für Scheiche und Kanadier. Das erfahren wir im Restaurant, wo wir
für das Mittagessen einkehren. Der Wirt hat lange in Duisburg gelebt und erzählt einiges. In der
Gegend vor dem Pass leben fast nur Albaner (albanisch Shqiptarët), muslimische Albaner. Es ist eine
Gegend, die an die Alpen erinnert und dort wird für die muslimische Gesellschaft mit Geld gebaut.
Nun ahnen wir immer mehr, dass der Flughafen in Kukes, den ein Scheich dorthin gebaut hat im Krieg
damit die Hilfsgüter ankommen, weil die Straße so schlecht war und der im Augenblick eingemottet
ist, da Hochtief Airport GmbH (HTA) einen Vertrag für 20 Jahre auf Monopol-Rechte für den
internationalen Flugverkehr in Tirana hat, auch andere Hintergründe haben könnte.
Hinter dem Pass ändert sich plötzlich die Bevölkerung und die Landschaft.
Es sind vor allem serbische Dörfer. Immer wieder sind EU-Schilder zu sehen, die für Rekonstruktionsund Rückkehrer Projekte Geld geben. Wir stellen fest, dass mit jeder Kurve und jedem Dorf die
Sympathien sich ändern. Es gibt zwei große Denkmäler für die UÇK [ˌuː.ʧeːˈkaː] (Kurzform für Ushtria
Çlirimtare e Kosovës, dt.: „Befreiungsarmee des Kosovo“).
Wir kommen fast in der Dunkelheit an der Grenze an und kommen in der Dunkelheit über die
Grenze. Es gibt dort eine riesige Güterabfertigung und extra Hinweise für die KFOR. Der Nachschub
scheint vor allem über Mazedonien, auch Makedonien, (mazedonisch Makedonija Македонија,
albanisch Maqedonia), amtlich Republik Mazedonien bzw. Republik Makedonien (maz. Republika
Makedonija Република Македонија, alb. Republika e Maqedonisë) zu kommen. Mazedonien
begrüßt und damit, dass das Radfahren auf der Straße nach Skopje verboten ist. Es ist stockfinster,
wir haben kein Wasser gefunden und suchen uns auf der alten Straße einen Platz zum Schlafen.
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