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BUILDING
VISIONS
—
DORMA. THE ACCESS.
DORMA im Geschäftsjahr 2012/13
BUILDING VISIONS
Unsere Mission
DORMA ist der zuverlässige weltweite Partner für PremiumZugangslösungen und -Serviceleistungen, die bessere Gebäude
ermöglichen.
Unsere Erfolgsformel
Produkte
Präsenz
Service
Partnerschaft
Hochwertige
Weltweit
Vor Ort –
Gemeinsam
und innovative
immer nahe
immer für unsere
erfolgreich,
Zutrittslösungen
beim Kunden
Kunden da
weil Vertrauen
aus einer Hand
bindet
Prozesse
Schnell und flexibel liefern – weltweit
Mitarbeiter
Talentiert, weltoffen und lösungsorientiert
Die wichtigsten Ergebnisse im Geschäftsjahr 2012/13 auf einen Blick
. Fünf Akquisitionen weltweit
. Einführung des neuen Markenauftritts
. Eröffnung neuer Design Centren in New York und Dubai
. Verdopplung der Präsenz in China
. Zahlreiche Auszeichnungen
. Rückstellungen für weltweites Strukturprogramm MOVE
Finanzdaten der DORMA Gruppe
(in Mio. 1)
2012/13
2011/12
1.031,9
1.001,8
Bruttomarge vom Umsatz
Personalaufwand
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Bilanzsumme
425,0
388,0
346,3
649,4
995,7
403,9
368,0
317,8
586,7
904,5
Eigenkapital absolut
Eigenkapital in % der
Bilanzsumme
436,7
537,3
43,9
59,4
EBIT
EBIT in % vom Umsatz
65,1
6,3
80,2
8,0
EBITDA in % vom Umsatz
10,3
11,4
Operativer Cashflow
103,2
117,6
Durchschnittliche Anzahl
Mitarbeiter
7.085
6.738
Außenumsatzerlöse (netto)
1
VORWORT
SEHR GEEHRTE
DAMEN
UND HERREN,
—
die Bevölkerung in Städten wächst rasant. Laut Prognosen werden
im Jahr 2030 fünf Milliarden Menschen in Städten wohnen, leben
und arbeiten. Schon heute – so das McKinsey Global Institute –
werden 60 % der weltweiten Wirtschaftsleistung in den sogenannten
Megacitys, Städten mit mehr als 10 Millionen Einwohnern, erbracht.
Doch nicht nur die Bevölkerung in diesen Städten wächst. Speziell
in Asien und vor allem in China sprießen neue Millionenstädte buchstäblich aus dem Boden. Weltweit rechnen Experten mit einer
Verdopplung der derzeit ungefähr 300 Millionenstädte.
VORWORT
—
MEGACITYS
HERAUSFORDERUNG UND WACHSTUMSMOTOR
—
DORMA IN DEN STÄDTEN
DAS COMEBACK DER WOLKENKRATZER
—
MARKENFÜHRUNG
ARCHITEKTUR UND MARKE – EINE WECHSELBEZIEHUNG
—
NETWORKING
PARTNERSCHAFT SCHAFFT VERTRAUEN
—
INNOVATION
„INNOVATION IST, WAS KUNDEN NUTZT“
—
DORMA 2020
MIT DER WELT UND DEN STÄDTEN WACHSEN
—
TOP-PROJEKTE, TOP-LÖSUNGEN
—
ZAHLEN UND FAKTEN
Seite 03
Seite 04
Seite 11
Seite 30
Seite 36
Seite 43
Seite 48
Seite 55
Für DORMA bietet diese Entwicklung große Chancen und auch
Herausforderungen. Chancen, weil sich Investoren und Architekten
bei renommierten Bauprojekten schon seit Jahrzehnten für uns
entscheiden und damit der Marke DORMA ihr Vertrauen aussprechen. Herausforderungen, weil die Anforderungen an Gebäude und
die verbauten Produkte stetig steigen. Design & Ästhetik, Komfort,
Mobilität, Sicherheit und Nachhaltigkeit sind die Trends, die es
aufzugreifen und zu bedienen gilt.
Mit unserer Zukunftsvision und Wachstumsstrategie DORMA 2020
haben wir im Jahr 2010 begonnen, uns diesen Anforderungen
konsequent zu stellen. Damit aus Herausforderungen Chancen und
Möglichkeiten werden – zum Wohl unserer Kunden, unserer
Mitarbeiter und zum Wohl von DORMA. Der Kern unserer Vision und
Mission ist, dass wir weltweit Zugangslösungen und Serviceleistungen anbieten, die einen echten Mehrwert bieten. Mit unserer
Kompetenz und unseren Produkten rund um das Öffnen und Schließen von Zugängen wollen wir bessere Gebäude ermöglichen. Und
noch mehr: Wir wollen unseren Beitrag leisten, dass neue Visionen
realisiert werden können, die das Leben und Wohnen in Städten und
Gebäuden schöner, komfortabler, sicherer und nachhaltiger machen.
Seite 68
Dass wir bei ,Building Visions‘ und mit der Umsetzung von DORMA
2020 auf einem guten und vor allem richtigen Weg sind, präsentieren
wir Ihnen auf den nächsten Seiten unserer aktuellen Unternehmens-
—
Karl-Rudolf Mankel, geschäftsführender Gesellschafter, und Thomas P. Wagner, CEO
broschüre. Die Ergebnisse und Highlights aus dem am 30. Juni 2013
abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 dokumentieren unsere Fortschritte bei der Weiterentwicklung von DORMA in ein 100%ig
markt- und kundenorientiertes Unternehmen. Und sie zeigen, dass
wir von Schanghai über Dubai, London und New York bis hin nach
Rio de Janeiro ein gefragter Partner bei der Umsetzung von atemberaubenden Bauprojekten sind.
Der mit der Umsetzung unserer Vision einhergehende Wandel,
speziell vor dem Hintergrund einer nach wie vor angespannten und
schwankenden Weltwirtschaft sowie einer schwachen Konjunktur in
Europa, ist mit spürbaren Herausforderungen verbunden. Wir möchten uns daher besonders bei unseren Kunden und Geschäftspartnern
auf der ganzen Welt bedanken, die uns ihr Vertrauen schenken, uns
auf unserem Weg begleiten und uns täglich anspornen, immer besser
zu werden. Und wir möchten uns bei unseren rund 7.000 Mitarbeitern
bedanken, die die Veränderungen nicht nur mittragen, sondern aktiv
mitgestalten. Ohne ihre Leidenschaft, ihren Einsatz und ihre Treue zu
DORMA wären die folgenden Seiten leer geblieben.
Unseren Kunden, Geschäftspartnern sowie Kolleginnen und Kollegen
haben wir es zu verdanken, dass wir die Umsatzmilliarde aus dem
Vorjahr nicht nur gefestigt, sondern im Vergleich zum Geschäftsjahr
2011/12 um 3 % auf rund 1.032 Mio. 1 ausgebaut haben.
Im neuen Geschäftsjahr 2013/14 werden wir konsequent an der
weiteren Umsetzung unserer DORMA 2020 Strategie, an unseren
Konzepten und Innovationen arbeiten. Denn die Welt und mit ihr die
Städte wachsen unaufhörlich weiter. Allein die chinesische Hauptstadt Peking wächst jedes Jahr um 100.000 Menschen. Das sind
wieder 100.000 Gründe mehr, unseren Beitrag zu besseren Gebäuden
zu leisten.
Karl-Rudolf Mankel
Thomas P. Wagner
DORMA
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MEGACITYS
BUILDING VISIONS
MEGACITYS
—
60 % der weltweiten Wirtschaftsleistung werden in den Megacitys erbracht. Und
die Stadtbevölkerung wächst kontinuierlich, laut Prognosen auf fünf Milliarden
Menschen in 2030. Schon heute ist DORMA in über 40 % der Top-Metropolen
mit Niederlassungen vertreten. Bis 2020 sollen es 50 % werden. Denn Städte
sind unsere Zukunftsmärkte.
—
Die zwölf am schnellsten wachsenden
Megacitys weltweit:
Lagos, Nigeria
Bevölkerung 2011: 11,2 Mio.
Bevölkerung 2025: 18,9 Mio.
Zuwachs: 68 %
Schanghai, China
Bevölkerung 2011: 20,2 Mio.
Bevölkerung 2025: 28,4 Mio.
Zuwachs: 40 %
Dhaka, Bangladesch
Bevölkerung 2011: 15,4 Mio.
Bevölkerung 2025: 22,9 Mio.
Zuwachs: 49 %
Manila, Philippinen
Bevölkerung 2011: 11,9 Mio.
Bevölkerung 2025: 16,3 Mio.
Zuwachs: 37 %
Shenzhen, China
Bevölkerung 2011: 10,6 Mio.
Bevölkerung 2025: 15,5 Mio.
Zuwachs: 46 %
Mumbai, Indien
Bevölkerung 2011: 19,7 Mio.
Bevölkerung 2025: 26,6 Mio.
Zuwachs: 35 %
Karatschi, Pakistan
Bevölkerung 2011: 13,9 Mio.
Bevölkerung 2025: 20,2 Mio.
Zuwachs: 45 %
Istanbul, Turkei
Bevölkerung 2011: 11,3 Mio.
Bevölkerung 2025: 14,9 Mio.
Zuwachs: 32 %
Delhi, Indien
Bevölkerung 2011: 22,7 Mio.
Bevölkerung 2025: 32,9 Mio.
Zuwachs: 44 %
Kairo, Ägypten
Bevölkerung 2011: 11,2 Mio.
Bevölkerung 2025: 14,7 Mio.
Zuwachs: 31 %
Peking, China
Bevölkerung 2011: 15,6 Mio.
Bevölkerung 2025: 22,6 Mio.
Zuwachs: 44 %
Quelle: UN World Urbanization
Prospects 2011
Guangzhou, China
Bevölkerung 2011: 10,8 Mio.
Bevölkerung 2025: 15,5 Mio.
Zuwachs: 43 %
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MEGACITYS
BUILDING VISIONS
MEGACITYS:
HERAUSFORDERUNG UND
WACHSTUMSMOTOR
—
„Es wird Zeit, dass sich was dreht“, so klang die
Hymne zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in
Deutschland. Und weiter: „Wer jetzt nicht lebt, wird
nichts erleben“. Und tatsächlich, alles verändert
sich rasend schnell, in allen Bereichen. Auch die
Städte sind von dieser Dynamik erfasst. Schaute
man früher nach Paris, London oder New York, so
spielt die Musik heute in Städten und Regionen,
deren Namen wir früher noch gar nicht kannten, in
China, Indien und Südamerika zum Beispiel. Hier
werden Trends bestimmt, hier sind die neuen Märkte.
DORMA hat dies früh erkannt und ist heute ganz selbstverständlich
weltweit aktiv. In über 50 Ländern. Tendenz steigend. Seit 2011
wurden zehn neue Länder erschlossen: Indonesien, Thailand, Philippinen, Malaysia, Kuwait, Korea, Uruguay, Ghana, Kenia, Marokko.
Wir sind immer noch und immer wieder begeistert von den Möglichkeiten, die sich für die Menschen und auch für uns als Unternehmen
ergeben. Denn der Trend zur Urbanisierung bietet allen enorme
Wachstumschancen. Daher sehen wir prosperierende Ballungszentren als zukünftige Kernmärkte.
—
Galaxy Soho, Peking, China
Eröffnung: Oktober 2012
Architekt: Zaha Hadid Architects
Foto: Hufton + Crow
DORMA Lösungen: Türschließsysteme,
Glasbeschlagtechnik
6
DORMA
7
MEGACITYS
BUILDING VISIONS
Nicht jede Millionenstadt ist eine Megacity. Als Megacitys werden
Städte und Ballungsräume bezeichnet, die mehr als 10 Millionen
Einwohner haben. Vergleichbar mit den Einwohnerzahlen von
Ländern wie Belgien, Ungarn, Tschechien oder Portugal.
37 Megacitys im Jahr 2050
1970 gab es weltweit nur zwei Megacitys, und zwar New York und
Tokio, die nach wie vor größte Stadt der Welt. 2011 waren es bereits
23 Megacitys und im Jahr 2050 werden es laut Schätzungen 37
sein. Megacitys wachsen mit enormer Geschwindigkeit, wobei es
natürlich große regionale Unterschiede gibt. Tokio beispielsweise
nimmt heute mit 37 Millionen Einwohnern den Spitzenplatz ein.
Doch Tokio wird nur noch leicht wachsen. Bis 2025 sollen laut
Schätzung in Japans Hauptstadt knapp 39 Millionen Menschen
leben, also „nur“ etwa 2 Millionen mehr als heute.
Andere Megacitys werden weiter explodieren: Peking, von heute
rund 16 Millionen Menschen auf rund 23 Millionen bis 2025.
Schanghai, von derzeit rund 20 Millionen Menschen auf rund
28 Millionen Menschen, Delhi, von derzeit rund 23 Millionen auf
rund 33 Millionen. Die Dimensionen sind schwindelerregend. Städtebauliche Entwicklungen, die in Europa und Nordamerika mehr als
ein Jahrhundert dauerten, vollziehen sich in anderen Teilen der Erde
in kürzester Zeit, manchmal sogar in wenigen Jahren. Megacitys
werden bald keine Seltenheit mehr sein, sondern zur Normalität
gehören. Und wirklich außergewöhnlich sind sie eigentlich nie gewesen. Bereits in den alten Hochkulturen gab es Städte, die in Relation
zur Gesamtbevölkerung eines Landes eine „Megacity“ darstellten.
Babylon zählte um 1800 vor Christus etwa 300.000 Einwohner und
im chinesischen Xian lebten 900 nach Christus sogar über 1 Million
Menschen. Megacitys waren auch Theben, Rom oder Angkor in
anderen Teilen der Erde.
Megacity: Herausforderung und Wachstumsmotor
600 Millionenstädte weltweit
Manchmal muss man sich die Fakten, die „nackten Zahlen“,
noch einmal vor Augen führen, um zu begreifen, worum es geht.
Nach Projektionen der Vereinten Nationen und der Weltbank
werden im Jahre 2050 rund 9,1 Milliarden Menschen unseren
Planeten bevölkern.
Bereits 2030, also in nicht einmal 20 Jahren, leben schätzungsweise fünf Milliarden Menschen in Städten und Metropolen.
In den kommenden Jahren wird es rund 600 Millionenstädte
geben.
Schon heute werden 60 % der weltweiten Wirtschaftsleistung
alleine in den Megacitys erbracht.
.
.
.
.
8
Die Entwicklung der Megacitys bringt vielen Ländern und Bevölkerungsgruppen einen Zuwachs an Wohlstand und kultureller Vielfalt.
Städte bieten den Menschen nicht nur Arbeit und Wohnraum. Hier
finden sie auch Schulen, Universitäten und Krankenhäuser. Hier
verbringen sie ihre Freizeit. Megacitys bieten die Rahmenbedingungen, um Wohlstand zu erwerben. Zugleich sind sie Wachstumsmotoren für das ganze Land. Mexiko-Stadt und São Paulo erwirtschaften
zum Beispiel 50 % des landesweiten Einkommens. Megacitys bieten
die Möglichkeit, Güter und Dienstleistungen effizient bereitzustellen,
stehen aber gleichzeitig vor besonderen Herausforderungen, zum
Beispiel bei der Wiederaufbereitung von Trinkwasser oder bei der
Abfallentsorgung. Flughäfen sorgen für die globale Vernetzung, der
lokale Individualverkehr muss mit effizienten Verkehrssystemen
gesteuert und begrenzt werden. Wichtigste Grundlage für das Funktionieren von Megacitys ist daher eine reibungslos ablaufende
Verwaltung.
DORMA investiert in Ballungsräume
Bauboom in Asien
Die rasante Entwicklung der Städte und damit die ungeheuren
Dimensionen der Bauvorhaben lassen DORMA positiv in die Zukunft
schauen. Schon heute sind wir in über 40 % der Top-Metropolen mit
Niederlassungen vertreten. 2020 möchten wir in 50 % der bedeutendsten Städte präsent sein.
Im Vergleich zu den Developing Markets entwickeln sich die Emerging Markets wesentlich dynamischer. Studien prognostizieren, dass
sie künftig knapp 50 % zum globalen Wirtschaftswachstum beitragen werden. Von den etwa 1,35 Milliarden Menschen, die heute in
China leben, zählen bereits 300 Millionen zur neuen Mittelschicht.
Das bedeutet, sie verfügen für dortige Verhältnisse über ein gutes
Einkommen, das zwischen 12.000 und 60.000 US-Dollar beträgt.
Der Bedarf an Infrastruktur steigt kontinuierlich. Angesichts dieses
immensen Wachstumspotenzials hat DORMA seine Präsenz in China
in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt und ist nun in 27 Städten
mit eigenen Niederlassungen vertreten.
Natürlich konzentrieren wir uns dabei nicht ausschließlich auf die
Emerging Markets. Wichtig sind für uns auch die sogenannten
Developed Markets, speziell die USA und Kanada. Dort haben wir
acht Schwerpunktregionen gebildet, rund um die Zentren New York,
Los Angeles, Toronto, Baltimore, Chicago, Houston, Vancouver und
Calgary. In diesen Zentren erhöhen wir unsere Präsenz, um an den
geplanten großen Bauvorhaben zu partizipieren. Die Vorzeichen für die
wirtschaftliche Entwicklung sind gut: Allein die Stadt Los Angeles
weist ein ähnlich hohes Bruttoinlandsprodukt auf wie die gesamte
Türkei, die im Jahre 2011 auf ein Volumen von rund 775 Milliarden
US-Dollar kam.
Marktchancen bedeuten auch Verantwortung, denn gerade Großstädte bringen besondere Probleme mit sich. Der Mensch ist Auslöser und Betroffener zugleich. Er hat die Prozesse des globalen
Wandels angestoßen, um seine Lebensqualität zu verbessern. Nun
wird er mit den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Folgewirkungen konfrontiert.
Metro Teams
Verantwortung für Nachhaltigkeit
Um die vielfältigen Anforderungen unterschiedlicher Kunden speziell in
den Städten noch besser zu erfüllen, geht DORMA in der Projekt- und
Kundenbetreuung neue Wege. Wir bilden Kompetenzteams aus Experten verschiedener Fachrichtungen, die den Kunden interdisziplinär
beraten: von der nachhaltigen Gebäudeplanung (Objektberater) über
die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen (Specification Writer) bis
zur technischen Umsetzung (Vertrieb und Verarbeiter) und späteren
Wartung. Im Fokus stehen Großprojekte in urbanen Zentren. Hier
braucht man einen leistungsstarken Partner wie DORMA, hier sind
Systemlösungen gefordert, bei denen der DORMA Mehrwert „Alles aus
einer Hand“ kaufentscheidend sein kann.
Bei der Entwicklung individueller Lösungen greifen zum Beispiel in
den USA sogenannte Metro Teams auf das gesamte DORMA Portfolio zurück, abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kunden. Dabei
sprechen die Metro Teams mit allen Zielgruppen, die in die
Planungs- und Umsetzungsphase involviert sind: Bauherren, Generalunternehmer, Architekten, Händler, Handwerker, Nutzer. Der
direkte Kontakt zu allen Projektverantwortlichen ermöglicht die
kundenorientierte und ganzheitliche Betrachtung. So kann auch der
Instandsetzungs- und Wartungsbedarf persönlich und individuell
eruiert und beantwortet werden.
Speziell beim Thema Service profitieren wir von einer urbanen
Marktbearbeitung, denn Wartung und Reparatur sind in der Regel
ein lokales Geschäft. Weltweit sind über 700 Servicemitarbeiter im
Einsatz. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen
in Rumänien und Australien tragen dazu bei, das DORMA Servicenetz immer dichter zu spannen.
DORMA hat in seiner Unternehmenskultur, aber auch in jedem einzelnen Gebäude selbst das Thema Nachhaltigkeit fest verankert. Als ein
„Baustein“ der globalen Stadtentwicklung tragen wir mit konsequenten Schritten zur Langlebigkeit, Wohnqualität und Energieeffizienz
von Gebäuden bei. Zahlreiche DORMA Produkte aus den Bereichen
Türschließer, Drehflügeltürantriebe, Schiebetürantriebe und mobile
Trennwände sind bereits mit einem „Nachhaltigkeits-Siegel“, einer
sogenannten „Environmental Product Declaration“, zertifiziert. Diese
Umwelt-Produktdeklaration (EPD) basiert auf einer ganzheitlichen
Ökobilanz gemäß ISO 14040/14044 und wird für die Berechnung der
Nachhaltigkeit von Gebäuden herangezogen – eine wichtige Voraussetzung für die Produktanwendung im wachsenden Bereich Green
Building, insbesondere bei öffentlichen Auftraggebern.
HIGHLIGHTS IM GESCHÄFTSJAHR 2012/13:
—
. Auszeichnung mit dem Axia-Award von Deloitte für
Internationalisierungsstrategie
. Verdopplung der Präsenz in China (27 Städte)
. Weltweit nun in 255 der Top-600-Städte vertreten
. Etablierung von acht Metro Teams in Nordamerika
DORMA
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DORMA IN DEN STÄDTEN
BUILDING VISIONS
DORMA IN DEN
STÄDTEN
—
Die Verknappung des innerstädtischen Baugeländes und der Wunsch nach Prestige lassen Gebäude in die Höhe schießen. 600 Gebäude mit einer Höhe von
mindestens 200 Metern sind weltweit im Bau. Spektakuläre Architektur prägt
die Skyline vieler Städte. Im Auftrag der öffentlichen Hand entstehen Vorzeigebauten, die zum Wahrzeichen von Städten werden: Flughäfen, Bahnhöfe,
Stadien und Museen. Wir sind stolz darauf, Partner dieser Objekte zu sein. Eine
Auswahl der renommiertesten Neubauten präsentieren wir Ihnen auf den folgenden Seiten.
10
DORMA
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DORMA IN DEN STÄDTEN
BUILDING VISIONS
DAS COMEBACK
DER WOLKENKRATZER
—
Städte sind Ausdruck der ungeheuren Dynamik
unserer Zeit. In kaum einem anderen Bereich ist
Globalität so selbstverständlich. Die schnelle Expansion der urbanen Zentren löst einen Boom von
Großprojekten aus, von Banken und Geschäftsvierteln. Der Markt hat sich jedoch gewandelt. Wo noch
vor einigen Jahren Großprojekte so manches Mal
auch ohne weitgehende Prüfung durchgezogen
wurden, werden Bauvorhaben heute viel gründlicher
vorbereitet.
Gerade die Wolkenkratzer erleben derzeit ein unglaubliches Comeback. Während sich die Weltwirtschaft schrittweise erholt und die Finanzkrise nicht
mehr die Top-Meldungen bestimmt, wollen Investoren und Architekten wieder hoch hinaus. Das
Interesse an Hochhausbauten ist zurückgekehrt.
Weltweit sind 600 Gebäude mit einer Höhe von
mindestens 200 Metern in Bau bzw. in Planung. Die
Anzahl der Wolkenkratzer wird sich somit in den
kommenden zehn Jahren nahezu verdoppeln.
600 Gebäude mit mindestens 200 Meter Höhe
Wunsch nach einem starken, zuverlässigen Partner – gerade, wenn
es um Qualität, Komfort und Sicherheit geht. Bei Hunderten von
Stockwerken können die Stückzahlen in die Tausende gehen. Als
branchenführendes Unternehmen bieten wir unseren Kunden
Planungssicherheit, Flexibilität und lokale Präsenz. Unsere Referenzen zählen zu den bekanntesten Gebäuden der Welt. Einige renommierte Neubauten zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten.
Doch die Wolkenkratzer sind nur die Spitze des Eisbergs. Die
Verdichtung der Lebensräume und das Zusammenspiel von Arbeiten,
Wohnen und Leben bieten DORMA als Hersteller von Zugangslösungen zahllose Anwendungen. Alle Gebäude müssen betreten und
verlassen werden. Die Menschen, die sie bewohnen, müssen
geschützt und ihr Eigentum gesichert werden. Ein- und Ausgänge
müssen kleine und große Besucherströme komfortabel aufnehmen
und sicher lenken, im Normalfall, aber auch im Notfall. Sie müssen
nationale und internationale Sicherheits- und Umweltstandards
erfüllen, aber gleichzeitig dem Auge gefallen. Denn Städte sind auch
Kulturräume. Design & Ästhetik spielen eine große Rolle, sind
Ausdruck der kulturellen Identität. Aus der Fülle dieser Anforderungen leitet sich der Anspruch von DORMA ab: zuverlässiger weltweiter Partner für Premium-Zugangslösungen und -Serviceleistungen,
die bessere Gebäude ermöglichen. Für lebenswerte Städte.
Wolkenkratzer als Landmarken
In Hochglanzmagazinen sehen wir meist nur die spektakuläre
Skyline der Megacitys. Wir sehen die Wolkenkratzer als Landmarken.
Für den Bewohner und Nutzer stehen dagegen das Innenleben der
Gebäude im Vordergrund sowie eine hochwertige Ausstattung und
zuverlässige Technik. Je größer das Gebäude, umso größer der
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—
Jing An Kerry Centre, West Shanghai,
China
Im höchsten Wolkenkratzer befindet
sich das Luxushotel Jing An Shangri-La.
Restaurants und Spa befinden sich in
den unteren vier Etagen, die Zimmer in
den oberen 29.
Hoteleröffnung: Juni 2013
Architekt: Kohn Pedersen Fox Associates
Foto: Shangri-La Hotels and Resorts
DORMA Lösungen: Türschließtechnik,
Automatiktüren, Raumtrennsysteme
—
Shanghai Tower
Eröffnung: 2014 (geplant)
Architekt: Gensler Architects
Foto: Gensler Architects
DORMA Lösungen: Türschließsysteme,
Automatiktüren
Schanghai, Chinas Tor zur Welt
Wir beginnen unsere Weltreise in China. Die Volksrepublik bietet
weltweit eines der größten Experimentierfelder für Architekten und
Projektentwickler.
Der Shanghai Tower, entworfen von dem Architekturbüro Gensler, ist
eines dieser Megaprojekte in einer Megacity. Der Tower befindet
sich in einem Gebiet, das vor 20 Jahren noch Ackerland war. Mit
einer Höhe von 632 Metern ist er das höchste Gebäude Chinas und
das zweithöchste der Welt. In schwindelerregenden 556 Metern
befindet sich eine öffentliche Aussichtsplattform, die höchste öffentlich zugängliche der Welt. Die Etagen darunter sind, wie soll es bei
diesen Dimensionen auch anders sein, für verschiedene Nutzungen
vorgesehen, für Büros, Hotels, Shopping etc. Die Fassade dreht sich
wie eine Spirale um 120 Grad nach oben. Der Turm ist nicht nur
funktional „top“, er ist auch schön und unverwechselbar.
DORMA
13
DORMA IN DEN STÄDTEN
BUILDING VISIONS
—
JW Marriott Marquis Hotel Dubai,
Vereinigte Arabische Emirate
Eröffnung: Februar 2013
Architects: Archgroup
Fotos: JW Marriott Hotels & Resorts
DORMA Lösungen: Karusselltüren
im Haupteingang, Türschließsysteme,
Automatiktüren, Raumtrennsysteme
Das Jing An Kerry Centre in Schanghai; entworfen vom Architekturbüro Kohn Pedersen Fox Associates hat noch größere Dimensionen,
mit 500-Zimmer-Hotel und Event-Center. Im Erscheinungsbild ist es
klassisch-transparent, eine von Weitem sichtbare, markante Landmarke.
Superlative in Dubai, Singapur, Marseille und London
Das JW Marriott Marquis Hotel in Dubai, von dem Architekturbüro
Archgroup entworfen, wird vom Guinness Buch der Weltrekorde mit
355 Metern als höchstes Hotel der Welt geführt. Ursprünglich war das
Hotel nicht mit zwei, sondern mit nur einem Turm geplant. Nun sind
die insgesamt 1.600 Zimmer und Suiten auf beide Türme verteilt.
Mit der d’Leedon-Wohnanlage in Singapur kommt die weltweit
renommierte Architektin Zaha Hadid ihrem revolutionären Anspruch
an Architektur schon sehr nahe. Die sieben Türme wirken wie zufällig in die Fläche „hineingeworfen“. Die Fassaden sind in ständiger
Bewegung, erweitern oder verjüngen sich nach oben hin. Sie
verschieben sich nach vorn oder springen zurück, fast wie ein Korallenriff unter Wasser. Hierdurch entstehen immer neue und sehr individuelle Wohnkonstellationen, kein Grundriss gleicht dem anderen.
Zaha Hadid gestaltet „von klein nach groß“, jede Veränderung eines
Elements hat Auswirkungen auf einen anderen Bereich. Auch die
Innenraumgestaltung und die zwischen den Türmen gelegene
Gartenanlage tragen eindeutig die Handschrift von Zaha Hadid. Das
Entwurfsmuster erinnert an die frühen konstruktivistischen Bilder
der Architektin.
Bleiben wir bei Zaha Hadid. Der CMA CGM Tower in Marseille ist im
oberen Abschluss eher konventionell, im unteren Drittel der Fassade
erreichen die Architekten jedoch eine Dynamik, die ihresgleichen
sucht. Die Fassade scheint sich nicht wie von Hand gezeichnet,
sondern wie vom Wind bewegt zu öffnen.
—
d’Leedon, Singapur
Eröffnung: 2014/15 (geplant)
Architekt: Zaha Hadid Architects in
Kooperation with RSP (lokale Architekten)
Fotos: Zaha Hadid Architects
DORMA Lösungen: integrierte
Türschließer, Glasbeschläge (Duschen),
Automatiktüren
14
DORMA
15
DORMA IN DEN STÄDTEN
BUILDING VISIONS
Für den vertikalen Rahmen waren allein 1.172 verschiedene Geo metrien nötig, die fast unsichtbar zwischen den Schichten der zweischaligen Fassade versteckt wurden. Mit dem tanzenden Turm hat
Marseille nicht nur eine neue städtebauliche Ikone, sondern auch
einen gut hörbaren Startschuss für die geplante Aufwertung des
gesamten Stadtgebiets gegeben.
Gerade noch rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen 2012
ist The Shard in London, entworfen von Renzo Piano, fertig
—
CMA CGM Tower, Marseille, Frankreich
Emporis Skyscraper Award 2010
(3. Platz)
Eröffnung: 2011
Architekt: Zaha Hadid Architects
Fotos: Hufton + Crow
DORMA Lösungen: 600 integrierte
Türschließer
geworden. Der in der Nähe der London Bridge gelegene Turm überragt mit seinen 310 Metern jedes andere Hochhaus in London. Im
Wettlauf um die Krone des höchsten Gebäudes in Europa hatte es
wenigstens für eine kurze Zeit die Nase vorn. Über 10.000
Menschen sollen hier einmal arbeiten. The Shard sieht aus wie die
Spitze eines Eisbergs, der Turm ist hell und transparent, eine klare
und eindeutige Form. Wurde der „Eisberg“ einst als ein irrwitziges
Rekordprojekt verspottet, so gilt er heute als Vorbild für den Traum
von einer nachhaltig vertikalen Stadt.
—
The Shard, London, Großbritannien
Eröffnung: 2012
Architekt: Renzo Piano
Foto: Hufton + Crow
DORMA Lösungen: Türschließsysteme,
Automatiktüren, elektromagnetische
Schiebetür (CS 80) zur Aussichtsplattform auf der 68. Etage
—
Feuerschutztür von Stewart Fraser Ltd.
mit DORMA Bodentürschließern
im The Shard, London
Foto: Pete Stevens
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DORMA
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DORMA IN DEN STÄDTEN
BUILDING VISIONS
One World Trade Center
Mobil in den Städten
In New York haben die Arbeiter, knapp zwölf Jahre nach den
Anschlägen vom 11. September, nun die Spitze auf das neue One
World Trade Center gesetzt. Das 541 Meter hohe Gebäude wurde
von dem Architekten David Childs vom amerikanischen Architekturbüro Skidmore, Owings and Merrill entworfen. Grundlage war ein
Entwurf von Daniel Libeskind. Einziehen werden hier vorwiegend
Finanzinstitute mit ihren Büros. Der obere Quader des Gebäudes
wurde in einem Winkel von 45 Grad gedreht, sodass das obere
Quadrat in das untere hineinpasst. Die Fassade erscheint hierdurch
nicht zu verspielt, wirkt kraftvoll und dynamisch. Nach US-Maßen
ist der neue Turm am Ground Zero 1.776 Fuß hoch und hat daher
auch einen symbolischen Hintergrund. Im Jahr 1776 erklärten die
USA ihre Unabhängigkeit. Derzeit wird das höchste Gebäude der
USA nur von zwei anderen Gebäuden übertrumpft, dem Burj Khalifa
mit 829 Metern in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, und dem
Shanghai Tower mit 632 Metern in China.
Im Jahr 1970 gab es weltweit noch rund 200 Millionen Autos, 2006
waren es bereits 850 Millionen und 2010 rund 1 Milliarde. Bis 2030
wird noch einmal von einer Verdopplung ausgegangen. Während in
Europa der Automarkt nahezu gesättigt ist, wächst die Zahl der Autos
in China, Indien und Brasilien und anderen Schwellenländern rasant.
Dies gilt insbesondere für die Megacitys. Die Folgen sind uns mittlerweile sehr vertraut. Jedes Auto bedeutet mehr Co2-Emissionen. Die
Bilder vom Smog vernebelten Peking haben deutlich vor Augen
geführt, das auch die Chinesen nicht mehr nur Fahrrad fahren. Der
nur 1.700 Euro teure „Volkswagen“ des indischen Herstellers Tata ist
ein Verkaufsschlager. Die Mittelschicht holt die Motorisierung nach.
Hat man die Bevölkerungszahlen in Indien oder China im Vergleich zu
Deutschland vor Augen, so lassen die Zahlen der Motorisierungsrate
aufhorchen. In China liegt die Motorisierungsrate bei zehn Autos und
in Indien bei sechs Autos pro 1.000 Einwohnern. In Deutschland sind
auf 1.000 Einwohner dagegen 546 Autos zugelassen.
In Calgary, Kanada, haben Foster + Partners das 236 Meter hohe
Bürogebäude The Bow verwirklicht. Der Bow-River fließt direkt an
dem Gebäude vorbei. Das Gebäude verfügt über 53 Etagen Bürofläche, Restaurants und Aussichtsplattformen. Das kanadische
Energieunternehmen EnCana Corporation hat hier seinen Sitz. Ganz
anders als die verspielten Fassaden asiatischer Hochhäuser oder
manch anderer europäischer Stararchitekten ist die Fassade nur
durch ein einfaches Muster von diagonalen Streben gegliedert.
Das schnelle Wachstum der Städte und die rasante Stadtentwicklung bieten aber auch Chancen, die Stadtstrukturen nachhaltig zu
verändern und entsprechende Infrastrukturen zu schaffen. Megacitys mit ihren neuen Geschäftszentren brauchen in erster Linie ein
modernes Nahverkehrssystem und ein funktionsfähiges Netz für den
nicht motorisierten Verkehr. Wenn intelligente Verkehrssysteme
vorausschauend aufgebaut werden, kann auch der Autoverkehr
begrenzt werden.
—
Cycle Hub, Manchester, Großbritannien
Eröffnung: 2012
Architekt: Aedas
Fotos: Steve Townsend
DORMA Lösungen: platzsparende
Automatiktüren
Eine solche intelligente Lösung befindet sich auch in Manchester.
Die Cycle Hubs sind ein großflächiges Netz von Fahrradboxen.
Diese sind jedoch nicht, wie man es aus manch anderer Großstadt
kennt, klein, dunkel und muffig. Die Cycle Hubs sind großräumig,
hell und sicher. Sie stehen nicht in einer hinteren Ecke der
Vorplätze, abseits der Eingänge, sondern sind gut sichtbar und ins
Städtebild integriert.
—
One World Trade Center, New York, USA
Eröffnung: 2014 (geplant)
Architekt: David Childs von Skidmore,
Owings and Merrill, Erstentwurf von
Daniel Libeskind
Fotos: Silverstein Properties
DORMA Lösungen: 22 Karusselltüren
an den Haupteingängen und diverse
andere Zutrittslösungen
DORMA IN DEN STÄDTEN
BUILDING VISIONS
Ein weiteres Beispiel ist der PHX Sky Train in Phoenix, Arizona. Hier
werden Verkehrsplaner-Träume wahr. Das Bahnsystem ist kostenlos
und läuft 24 Stunden. Die bisher vom Flughafen aus eingesetzten
Shuttlebusse wurden durch den Sky Train ersetzt. Das neue System
wird gut angenommen. Schon drei Monate nach der Eröffnung ist
die Auslastung um 40 % höher als prognostiziert.
—
PHX Sky Train, 44th Street Station,
Phoenix, Arizona, USA
Auszeichnung: LEED-NC Gold
und First Prize, Transportation –
International Design Awards
Eröffnung: April 2013
Architekt: HOK Architects
Fotos: Bob Perzel
DORMA Lösungen: Automatikschiebetüren an den Eingängen
Die neuen Verkehrsbauten benötigen immer neue und kreative
Lösungen, um die Menschen schnell und problemlos von A nach B
zu befördern, aber auch, um schnell in Gebäude hinein- und herauszukommen. DORMA ist auch in diesem Bereich der zuverlässige
weltweite Partner, bei kleinen und großen Vorhaben.
So wichtig ein funktionierendes Nahverkehrsnetz ist, so unabdingbar
ist die schnelle Anbindung an den Rest der Welt. Zu den größten
und ambitioniertesten Bauprojekten gehören daher stets die Flughäfen. Im März 2013 wurde in Amman das neue Terminal des jordanischen Hauptstadt-Flughafens eingeweiht – ausgelegt für 3,5 Millionen Fluggäste. Derzeit, denn das modulare Baukonzept erlaubt den
sukzessiven Ausbau bis zu einer Kapazität von 12 Millionen. 6 %
jährliches Wachstum sind einkalkuliert, denn der Flughafen soll ein
internationales Drehkreuz werden. Wie ein riesiger Skorpion mit
geöffneten Scheren liegt das von Foster + Partners entworfene
Gebäude in der Landschaft. Aus der Luft muten die von palmenartigen Betonsäulen getragenen Kuppeln wie ein Panzer an. DORMA
stattete den Flughafen mit modernster Türtechnik aus. Ein zuverlässiger Partner ist DORMA unter anderem beim Bau des neuen Flughafens von Mumbai und bei der Erweiterung des Dubai International
Airports.
—
Queen-Alia-International-Airport,
Amman, Jordanien
Eröffnung: März 2013
Architekt: Foster + Partners
Fotos: Foster + Partners
DORMA Lösungen: automatische
Schiebetüren an den Gates und
im VIP-Bereich, Spezialtüren im
Hochsicherheitsbereich
20
DORMA
21
DORMA IN DEN STÄDTEN
BUILDING VISIONS
Bildung und Gesundheit – das Fundament des Fortschritts
Zu den wichtigsten kommunalen Bauten jeder größeren Stadt zählen
Schulen, Universitäten und Krankenhäuser. Auch dieser Bereich ist
architektonisch stark im Umbruch, denn heute weiß man: In guten
Schulgebäuden lernt man besser, und in schöner Umgebung wird
man schneller gesund. Architektur und Raumgestaltung beeinflussen unsere Psyche, daher sind individuelle und inspirierende
Konzepte gefragt.
Ein außergewöhnliches Schulgebäude ist vor Kurzem in der deutschen Stadt Bochum entstanden. Das Neue Gymnasium Bochum
besteht aus zwei ringförmigen, ineinandergreifenden Baukörpern,
die die Eingangshalle und einen begrünten Innenhof umschließen.
Ein transluzentes Folienkissendach bringt Licht, und offene Galerien, geschwungene Wände sowie versetzte Bodenflächen schaffen
eine dynamische, auf Austausch und Kommunikation ausgerichtete
Atmosphäre. Die luftdichte Fassade mit außen liegendem Sonnenschutz, die Nutzung der Nachtluft zur Kühlung sowie die Speichermasse der Betondecken und eine Solaranlage tragen dazu bei, dass
das Schulgebäude den Standard eines Passivhauses erreicht.
Zukunftsweisend ist auch der von Denton Corker Marshall und
SKM-S2F entworfene Neubau des Walter + Eliza Hall Instituts in
Melbourne, Australien, einer renommierten medizinischen Forschungseinrichtung. Alle Elemente der Innenausstattung entsprechen
dem aktuellen Stand der Technik: Das Gebäudemanagement-System,
die deckenmontierten Laboreinrichtungen sowie die LED-Beleuchtung
und fortschrittliche Lichtsteuerung sind nur einige Beispiele. DORMA
lieferte hierzu hochmoderne Türschließsysteme.
—
Neues Gymnasium Bochum,
Deutschland
Eröffnung: Oktober 2012
Architekt: HASCHER JEHLE
Fotos: Andreas Molatta (oben),
Maximilian Meisse (unten)
DORMA Lösungen: Türschließund Fluchtwegsysteme
22
—
Walter and Eliza Hall – Institute of
Medical Research, Melbourne, Australien
Eröffnung: November 2012
Architekten: Denton Corker Marshall und
SKM-S2F
Fotos: Gollings Photography (oben),
Shannon McGrath (unten)
DORMA Lösungen: Türschließsysteme
DORMA
23
DORMA IN DEN STÄDTEN
BUILDING VISIONS
Sport und Kultur – Prestigeobjekte der öffentlichen Hand
Menschen wohnen und arbeiten nicht nur in den Städten, sie wollen
sich auch vergnügen und in ihrer Freizeit erholen. Stadien, Theater
und Museen sind Orte, mit denen sich Menschen identifizieren. Sie
sind das Herz einer Stadt, vielfach Prestigeobjekte, von denen sich
öffentliche Auftraggeber im Wettbewerb der Städte Vorteile erhoffen. Oft entstehen sie in Zusammenhang mit Großereignissen, die
gigantische Infrastrukturmaßnahmen in Gang setzen. 2014 wird
Brasilien aufgrund der Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft die
modernsten Stadien der Welt errichtet haben. DORMA ist an vielen
dieser Bauten unmittelbar beteiligt.
Das Maracanã-Stadion des Architektenbüros Fernandes Arquitetos
ist mit seinem weit vorkragenden, scheinbar schwebenden Dach ein
altes und zugleich neues Wahrzeichen der Stadt Rio de Janeiro. Hier
wird am 13. Juli 2014 das Endspiel der WM angepfiffen, und hier
wird 2016 die Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen
Sommerspiele stattfinden. Das 1950 erbaute Stadium wurde dafür
vollständig umgebaut. Ähnlich wie beim Olympiastadion Berlin
gehen alte und neue Teile des Stadions harmonisch ineinander über.
Der Neubau betraf vor allem die Konstruktion des Daches, das
ursprünglich nur die oberen Sitzreihen überdeckte. Um das äußere
Bild des Stadions möglichst wenig zu verändern, wurde ein Ringseildach entworfen, das wie ein Speichenrad konzipiert ist und aus
einer leicht gefalteten, textilen Membranhaut besteht.
24
—
Maracanã-Stadion, Rio de Janeiro,
Brasilien
Retrofit winner, MIPIM Architectural
Review Future Project Awards 2013
Eröffnung: April 2013 (nach Umbau)
Architekt: Fernandes Arquitetos
Fotos: Fernandes Arquitetos
DORMA Lösungen: Glasschiebewände
in den VIP-Logen, Glasbeschlagtechnik,
Türschließ- und Fluchtwegsysteme,
Automatiktüren
DORMA
25
BUILDING VISIONS
—
Museum of Tomorrow, Rio de Janeiro,
Brasilien
Auszeichnung: LEED (geplant)
Eröffnung; Dezember 2014 (geplant)
Architekt: Santiago Calatrava
Foto: Santiago Calatrava
DORMA Lösungen: Türschließsysteme,
Glasbeschlagtechnik, Glasschiebewände
Brasilien wird die Welt nicht nur mit neuen Stadien beeindrucken.
Das neue Museum of Image and Sound in Rio de Janeiro, direkt am
Strand gelegen, ist ein echter „Hingucker“. Das New Yorker Büro
Diller Scofidio + Renfro hat den Wettbewerb für sich entschieden.
Von einer Fassade im herkömmlichen Sinn kann man hier nicht
sprechen. Das Gebäude öffnet sich zur Fassade in einer Mischung
aus Skulptur und Freitreppe. Das lichtdurchflutete Innere wird mit
Ausstellungen, Bars und einem Freiluftkino auf dem Dachgarten
wohl ein Touristenmagnet werden.
—
Museum of Image and Sound (MIS),
Rio de Janeiro, Brasilien
Eröffnung: Juli 2014 (geplant)
Architekt: Diller Scofidio + Renfro
Fotos: Diller Scofidio + Renfro
DORMA Lösungen: Karusselltür,
Automatiktüren, Glasbeschläge,
Türschließ- und Fluchtwegsysteme
26
Das neue Museum of Tomorrow ist noch einzigartiger, noch spektakulärer. Es ist Teil des großen städtebaulichen Projekts, das Rios
Uferpromenade in eine blühende Kultur- und Wohnlandschaft
verwandeln soll. Santiago Calatrava hat in Rio de Janeiro damit eines
seiner wenigen Kulturbauten umgesetzt. In keinem Bericht über
Brasilien wird das Museum zukünftig fehlen. Direkt am Ufer gelegen, schiebt es sich auf einem Steg förmlich ins Wasser hinein.
Seine Form lässt viele Assoziationen zu, vom Krokodil bis zum Ufo.
Das prägnante Gebäude wird ein neues Symbol von Rio de Janeiro
werden – vergleichbar mit der Oper in Sydney, die heute ein weltweit
bekanntes Wahrzeichen ist.
Der Name ist Programm. Das Museum of Tomorrow wird auf 5.000
Quadratmetern Ausstellungen zur Zukunft der Erde zeigen und Technologien vorstellen, die unsere Zukunft und unsere Erde prägen
werden. Zukunftsorientiert und energieeffizient wird das ganze
Gebäude sein. Fotovoltaik-Module werden das Dach bedecken und
sich nach dem Stand der Sonne drehen. Die umgebenden Gärten
können aus Becken mit recyceltem Regenwasser bewässert werden.
DORMA
27
BUILDING VISIONS
Zu den aufsehenerregendsten Neubauten im europäischen Kultursektor gehören das von Zaha Hadid Architects konzipierte Riverside
Museum in Glasgow und das von 3XN entworfene Blue Planet Aquarium in Kopenhagen, Dänemark.
—
Riverside Museum, Glasgow, Schottland
Eröffnung: Juni 2011
Architekt: Zaha Hadid Architects
Fotos: Hufton + Crow
DORMA Lösungen: Glastüren,
Bodentürschließer, architektonische
Beschläge
Im Mai 2013 wurde das Riverside Museum in Glasgow vom Europäischen Museumsforum in Belgien zum „Europäischen Museum des
Jahres 2013“ gekürt. Es ist das erste von Zaha Hadid Architects in
Großbritannien realisierte öffentliche Großprojekt. Der dynamische
Entwurf passt zum Thema des Museums – Transport, Verkehr und
Reisen – und verleiht dem brachliegenden Hafenareal neue Frische.
Die unregelmäßig gezackte Dachlinie erinnert an alte Industriehallen,
während der geschwungene Grundriss wie eine Flussbiegung anmutet.
Die zentrale Ausstellungsfläche kommt ohne Stützen aus – eine Ingenieursleistung, die bereits mit dem britischen Structural Steel Design
Award ausgezeichnet wurde. DORMA stattete die Museumsräume mit
Glastüren, Bodentürschließern und architektonischen Beschlägen aus.
Wasser, Flüsse, Seen und Meer sind die Themen des Blue Planet
Aquarium, eines der größten Aquarien Europas. 20.000 Fische und
Meerestiere bevölkern das künstliche Ökosystem im Inneren. Worum
es in diesem Gebäude geht, wird auf den ersten Blick ersichtlich.
Wie ein glitzernder, sich bewegender Meeresstrudel scheint das
Gebäude die Besucher zu verschlingen. Von einem Whirlpool, der die
Museumsgäste hinabziehe, spricht Kim Herforth Nielsen vom Architekturbüro 3XN. Denn im Zentrum des Strudels befindet sich der
Eingang, von dem mehrere Routen in verschiedene Richtungen
abzweigen. Die mit rautenförmigen Aluminiumpaneelen verkleidete
Fassade spiegelt das Tageslicht wider, vergleichbar mit einer glatten
Wasseroberfläche. Fünf Jahre nach dem Entwurf wurde das Museum
im März 2013 eröffnet.
HIGHLIGHTS IM GESCHÄFTSJAHR 2012/13:
—
. Vertreten in den renommiertesten Neubauten
. Enge Zusammenarbeit mit namhaften Architekturbüros durch
das globale DORMA Architektenberater-Netzwerk
. Verstärkter Einsatz des kompletten Produktportfolios durch
Gesamtlösungen
28
—
Blue Planet Aquarium, Kopenhagen,
Dänemark
Eröffnung: März 2013
Architekt: 3XN
Fotos: Adam Mørk
DORMA Lösungen: Türschließsysteme,
automatische Drehflügeltüren
DORMA
29
BUILDING VISIONS
MARKENFÜHRUNG
MARKENFÜHRUNG
—
Architektur ist zu einem festen Bestandteil des Stadtmarketings geworden. Man
denke nur an das One World Trade Center in New York oder das Burj Khalifa in
Dubai. Dass sich Investoren und Architekten bei renommierten Projekten seit
Jahrzehnten für DORMA entscheiden, zeigt, dass sie der Marke DORMA vertrauen.
30
DORMA
31
MARKENFÜHRUNG
BUILDING VISIONS
ARCHITEKTUR UND MARKE –
EINE WECHSELBEZIEHUNG
—
Jede Großstadt, jede Weltstadt hat unverwechselbare Markenzeichen, London den Big Ben, Sydney
die Oper, Berlin das Brandenburger Tor. Meist reicht
schon die Silhouette aus, um zu erkennen, um
welchen Ort es sich handelt. Erst mit dem Bau des
Guggenheim-Museums von Frank O. Gehry erhielt
die graue Industriestadt Bilbao ein Gesicht. Der
Museumsbau wurde zum Markensymbol.
Architektur ist zu einem festen Bestandteil des Stadtmarketings
geworden, auch im Unternehmensbereich. Man denke nur an die
BMW Welt in München, den Burberry Flagship Store in Chicago und
die geplante neue Apple-Zentrale in Cupertino: ein flaches, ring-
32
Auch DORMA profitiert von der Bekanntheit und Wiedererkennbarkeit berühmter Referenzen, beispielsweise der Zentrale der Vereinten
Nationen in New York oder des Burj Khalifa in Dubai. Denn renommierte Projekte belegen, dass sich Investoren und Architekten für
DORMA entschieden haben. Sie vertrauen der Marke DORMA, weil
sie wissen, dass DORMA Produkte nicht nur eine hervorragende
Qualität haben, sondern auch höchste Ansprüche an Design &
Ästhetik erfüllen. DORMA Lösungen sind weltweit schätzungsweise
über 150 Millionen Mal im Einsatz.
UNSERE MISSION: „GEBÄUDE BESSER MACHEN“
—
Interview mit Mario Dreismann, Vice President Group Marketing &
Sales, zur Bedeutung der Marke für DORMA
Städte stehen heute in einem immer stärkeren globalen Wettbewerb.
Um sich hierin behaupten zu können, ist es wichtig, das „Einzigartige“ zu bieten. Es sind die Superlative, die besonders herausstechen – höher, größer, kühner. Ein Ende im Wettlauf um den
höchsten Wolkenkratzer ist nicht abzusehen. Derzeit ist der Burj
Khalifa in Dubai mit 829 Metern noch das höchste Gebäude der
Welt, aber schon bald droht Sky City in der chinesischen Stadt
Changsha mit 838 Metern die Führung zu übernehmen. Nicht für
lange, denn 2018 soll der Kingdom Tower in Dschidda, SaudiArabien eröffnet werden. Geplant ist eine „unglaubliche“ Höhe von
über 1.000 Metern. Manchmal muss man zurückblicken, um die
rasante Entwicklung begreifen zu können: Es ist noch gar nicht so
lange her. Das erste Hochhaus der Welt, das Home Insurance Building
in Chicago aus dem Jahr 1885, hatte nur zehn Etagen und eine
Höhe von 42 Metern.
Es ist aber nicht nur die Höhe allein, die Gebäude zu Markenzeichen
macht. Noch wichtiger ist das „gewisse Etwas“, die von Weitem
erkennbare und unverwechselbare Form. Zwei Beispiele in Dubai sind
die charakteristische Segelform des 7-Sterne-Hotels Burj al Arab und
die silberne „Rakete“ des Burj Khalifa. Das World Financial Center in
Schanghai ist auf der ganzen Welt als „Flaschenöffner“ bekannt und
der CCTV Tower in Peking mit seinen in großer Höhe miteinander
verschmolzenen Türmen steht für das „neue Peking“. Design und
Marke gehören untrennbar zusammen.
förmiges „Raumschiff“, das den Innovations- und Designanspruch
von Apple deutlich machen wird. Drei Bauwerke, die Markenwerte
und Erlebniswelten transportieren und für Alleinstellung und Wiedererkennung sorgen.
ist das geschlossene Erscheinungsbild nach außen: Produktdesign,
Verkaufsförderung, Website, Messen, Büros, Vertrieb – alles muss
eine Sprache sprechen. Es geht um Konsistenz in der Kommunikation, denn Marke ist viel mehr als ein Logo. Sie ist ein Leistungsversprechen an die Kunden. Ganz wichtig ist daher, unsere Mitarbeiter
in ihrer Rolle als zentrale Markenbotschafter zu unterstützen, denn
Markenwerte müssen gelebt werden. Dazu haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit Markenworkshops durchgeführt, um
speziell die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schulen, die in
direktem Kundenkontakt stehen oder repräsentative Funktionen und
Aufgaben wahrnehmen. Bisher hat bereits knapp die Hälfte aller
Mitarbeiter diese interne Markenschulung durchlaufen. Für dieses
Konzept und die Umsetzung haben wir den Change Communication
Award 2013 für unseren erfolgreichen Markenrelaunch erhalten.
Welche Bedeutung hat die Marke auf dem Weg zu den mit DORMA
2020 verknüpften Zielen?
Eine starke Marke hilft uns, unsere Ziele zu erreichen. Wir wollen
weltweit der beste Partner für Zugangslösungen sein. Dieses Leistungsversprechen gibt Orientierung und Sicherheit – unseren Mitarbeitern, aber vor allem unseren Kunden. DORMA ist in sehr heterogenen Märkten aktiv, mit Hunderten von Wettbewerbern. Da muss
man herausstechen! Natürlich genügt es nicht, wahrgenommen zu
werden, man muss die Marke auch positiv aufladen und mit Inhalten
füllen. Besonders in neuen Märkten, in denen DORMA noch nicht so
bekannt ist und die Zielgruppen noch keine klare Vorstellung von
unserem Leistungsangebot haben.
Was unternimmt DORMA, um die Marke zu stärken?
Wofür steht die Marke DORMA?
„Gebäude besser machen“, das ist unsere Mission. Mit Systemlösungen „rund um die Tür“ oder – wie der interne Leitsatz der Marke
es formuliert – mit „Design the 360° Access Experience“. Erlebbar
und erfüllt wird dieser Leitsatz durch die DORMA Markenwerte:
Qualität – nicht nur im Produkt, sondern in allem, was wir tun; Innovation – in allen Bereichen; Holistic – ganzheitlich, bis zu Ende
gedacht; Hassle-free – einfach, mühelos; Design & Ästhetik. Alles,
was wir tun, bewerten wir nach seinem Beitrag zur Erfüllung dieser
Markenwerte.
Präsenz und Kundenkontakte erhöhen. Durch eine konsequente
Markenführung erhöhen wir die Sichtbarkeit der DORMA Krone. Zum
Jahresbeginn ist weltweit die neue Imagekampagne gestartet. Aber
am wichtigsten sind die persönlichen Kontakte. Beispiel New York
und Dubai. Mit der Eröffnung der Design Centren konnten wir in
diesen wichtigen Märkten ein Ausrufezeichen setzen und bieten jetzt
gleichzeitig Orte für persönliche Begegnungen. Da kommt man ganz
automatisch mit DORMA in den Dialog und erhält gleichzeitig einen
Überblick über das gesamte Leistungsprogramm. Beim Aufbau der
Markenbekanntheit wird uns auch der Claim „DORMA. The Access“
helfen, denn er sagt einfach und klar, wofür DORMA steht. Wir
werden den Claim daher in der künftigen Kommunikation stärker in
den Mittelpunkt rücken.
Welche Leistungsaspekte werden zukünftig wichtig?
—
Burberry Flagship Store, Chicago, USA
Architekt: Barteluce Architects &
Associates
Foto: Bob Perzel
DORMA Lösung: Karusselltür Custom
Crane Series 3000
Markentypisch und weithin sichtbar:
der neue Burberry Flagship Store in
Chicago. DORMA lieferte die Karusselltür für das avantgardistische Eingangsportal aus schwarzem Edelstahl.
Weltweit sind weitere Burberry Flagship
Stores in Planung, sodass hier eine
weltweite Bestückung möglich ist.
Warum hat DORMA seinen Markenauftritt erneuert?
Unser Corporate Design war stringent und erfolgreich, aber nach
zwölf Jahren war es Zeit für eine Auffrischung. Wir haben behutsam
modernisiert, ohne den Kern der Marke aufzugeben. Das Gleiche gilt
für unsere Markenwerte, die wir schon immer gelebt, aber nun explizit formuliert haben. Wichtiger aber als die optische Neuausrichtung
Nachhaltigkeit – Stichwort Green Buildings – und E-Business-Lösungen, bei denen unsere Kunden Produkte online konfigurieren und
bestellen können. Hier wird sich die Branche in den nächsten zwei
bis fünf Jahren stark verändern. Bei beiden Themen spielt die Marke
als Vertrauensstifter und emotionaler Anker eine große Rolle. Aber
auch bei der Rekrutierung guter Mitarbeiter ist eine starke Marke
DORMA
33
MARKENFÜHRUNG
BUILDING VISIONS
unerlässlich. Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie wollen wir
unsere Mitarbeiterzahl von derzeit rund 7.000 auf fast 10.000
Mitarbeiter bis zum Ende des Jahrzehnts steigern. Das geht nur über
eine starke Arbeitgebermarke.
DORMA verfügt über sehr unterschiedliche Kundengruppen, von
Architekten über Händler bis hin zu Handwerkern. Welche Rolle
spielt eine starke Marke bei diesen Kundengruppen?
programm in Deutschland ab, in dem zurzeit mehr als 700 Handwerksbetriebe Mitglied sind. Der Verarbeiter, der mit den Produkten
von DORMA umgehen kann, produziert weniger Aufwand beim
Händler. Unser Anspruch ist es daher, premium zu sein, und das
eben nicht nur beim Produkt selbst, sondern bei allem, was drum
herum ist: Beratung, Lieferung, Verpackung, Montage, Service bis
später zur Entsorgung. Ganzheitlich eben.
Wo ist die Marke DORMA global am stärksten ausgeprägt?
Eine gut geführte Marke vereinfacht die Kaufentscheidung. Im Idealfall signalisiert die Marke ein gebündeltes Versprechen: Qualität,
Design, Zuverlässigkeit – beispielsweise Termintreue. Türen werden
oft als Letztes eingebaut, und man kann sich keinen Verzug leisten.
Hier bietet die Marke DORMA Verlässlichkeit und Orientierung.
DORMA hat – aufbauend auf den fünf Markenwerten – für jede
Kundengruppe einen klaren Leistungsanspruch definiert. Dieser
orientiert sich an den Erwartungen des Kunden, denn natürlich sind
dem Händler andere Dinge wichtig als einem Architekten oder einem
Facility Manager.
Was ist zum Beispiel konkret für einen Händler ausschlaggebend?
Für einen Händler geht es zum Beispiel um Themen wie geringe
Lagerhaltung, d. h., wir müssen schnell liefern, nicht nur Standardware, sondern auch Spezialanfertigungen. Für den Handel müssen
Produkte einfach zu erklären sein, ansonsten sind diese beratungsund damit zeitintensiv. Wichtig ist auch, dass der Kunde des Händlers die Ware aktiv abzieht und die Ware proaktiv nachfragt. Unsere
Aufgabe ist daher auch die Verkaufsförderung bei den Kunden der
Händler. Darauf zielt unter anderem unser DORMA System-Partner—
V. l. n. r. 1 DORMA Mitarbeiter und Gäste bei der Eröffnung des neuen Firmensitzes
von DORMA France in Créteil. 2 Eröffnung des DORMA Design Center New York
3 Eyecatcher auf der Bau: DORMA Produkte rot lackiert 4 DORMA Türschließer
5 Eröffnung des DORMA Design Center in Dubai
34
Der spontane Bekanntheitsgrad ist sicherlich dort am größten, wo
wir große Marktanteile haben und schon lange auf den Märkten
präsent sind, zum Beispiel in Deutschland und in Westeuropa. Seit
1980 sind wir ebenfalls sehr bekannt in Singapur, Australien und
den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Branche orientiert sich an
DORMA. In den USA und Lateinamerika sind wir regional zum Teil
sehr bekannt, aber flächendeckend gibt es hier noch Potenzial.
Wie sieht das DORMA Markenversprechen in den Emerging
Markets aus, in denen aufgrund des hohen Bauvolumens der Preis
ein entscheidendes Kaufkriterium ist?
Zuverlässigkeit und Qualität. Letztendlich ist das, was beim Kunden
hängen bleibt, ja nicht nur das Funktionsspektrum der Produkte,
sondern das ganze Paket: pünktliche Lieferung, gutes Produktdesign, individuelle Kundenbetreuung. Das prägt den Gesamteindruck und baut ein hohes Qualitäts- und Markenimage auf.
Natürlich haben unsere asiatischen Kunden preisbedingt auch einen
anderen Funktionsanspruch an Produkte als unsere Kunden in
Europa oder Nordamerika. Beim Thema Qualität gibt es aber keine
Abstriche. Unsere Lösungen erfüllen die Bedürfnisse unserer
Kunden, und darauf kommt es an. Das Ziel ist doch, unser Produktportfolio und unsere Serviceleistungen den reifenden Märkten und
Kundenansprüchen anzupassen. Gerade als markenbewusstes
Unternehmen müssen wir akzeptieren, dass wir nicht jeden potenziellen Kunden mit unserem Leistungsspektrum erreichen. Eine
starke Marke zu führen heißt auch, Dinge nicht zu tun.
Gebiet ein bis zwei Besuche pro Tag, in der Stadt bis zu sechs oder
sieben. Global sprechen wir daher auch von City Level Planning oder
Presence Building. Es geht darum, sich anzuschauen: Wo ist das
Geschäft, wovon wird es beeinflusst und wo wird es abgewickelt?
Was heißt das konkret?
Wie zahlt sich gute Markenführung aus?
Wir machen keine Kompromisse. Wir würden niemals ein Leistungsversprechen abgeben, das nicht zu unseren Standards passt. Wir
werden unsere Produkte nicht auf Grabbeltischen verkaufen. Und
wir produzieren nicht unter fragwürdigen Arbeits- und Umweltbedingungen. Das allein führt dazu, dass wir höhere Kosten beim Produkt
haben. Und damit sind wir automatisch etwas teurer. Die Kundenzufriedenheitsanalyse hat aber gezeigt, dass unsere Kunden das
akzeptieren. Denn sie wissen, dass höhere Qualität eben auch
höhere Preise bedeutet. Unsere eigenen Produktionsstätten und die
beiden Entwicklungszentren in Asien stellen jedoch sicher, dass sich
die Preise am Markt und an der Nachfrage orientieren.
Generell gilt es, immer vom Kunden her zu denken. Dass die Marke
einen Leistungsanspruch transportieren muss, der für unsere jeweiligen Kundengruppen relevant ist. Und es geht um Konsistenz in der
Kommunikation und darum, die Mitarbeiter als erste Markenbotschafter zu begreifen und viel Wert darauf zu legen, dass die
Mitarbeiter die Marke verstehen und leben können. Denn es sind
unsere Mitarbeiter weltweit, die das Bild von DORMA prägen.
Unterscheidet sich Markenführung in Städten von Markenführung
in der Fläche?
Nicht im Kern, aber sicherlich in den Instrumenten. In den Städten
ist insgesamt eine höhere Zielgruppendichte. Wir sind unseren
Kunden hier sehr viel näher und können persönliche Kontakte
aufbauen. Daher haben wir unsere Design Centren als Orte der
Begegnung konzipiert. Wir haben uns ganz bewusst für eine Stadt
wie New York City entschieden und dort für eine so zentrale Lage,
sodass uns unsere Kunden dort mühelos erreichen können – im
Idealfall sogar zu Fuß. Man kann in Städten viel stärker mit Veranstaltungen arbeiten, bei denen man Menschen zusammenbringt.
Natürlich erreicht unser Außendienst in Städten auch eine wesentlich höhere Kontaktfrequenz – egal, von welchen Kundengruppen wir
sprechen –, einfach dadurch, dass die Reisezeit kürzer ist. In einer
ländlichen Fläche schaffen unsere Vertriebsmitarbeiter je nach
HIGHLIGHTS IM GESCHÄFTSJAHR 2012/13:
—
. Vorstellung des neuen Markenauftritts auf der BAU 2013 in
München
. Knapp 50 % aller Mitarbeiter haben an den internen Markenschulungen teilgenommen.
. Neuer markenkonformer Internetauftritt
. DORMA erhält den Mittelstandspreis Hidden Champion des
.
Nachrichtensenders n-tv in der Kategorie Marke. Damit würdigt
die Jury die kontinuierliche und nachhaltig erfolgreiche Markenführung.
DORMA erhält den Change Communication Award 2013 für
seinen erfolgreichen Markenrelaunch.
DORMA
35
BUILDING VISIONS
NETWORKING
—
Bessere Gebäude entstehen nicht zuletzt dadurch, dass alle an einem Bau
beteiligten Gewerke untereinander einen engen und permanenten Dialog pflegen –
angefangen vom Bauherren über den Generalunternehmer und Architekten bis
hin zu Händlern, Verarbeitern und den Betreibern eines Gebäudes. DORMA
pflegt und intensiviert den Kontakt zu all seinen Anspruchsgruppen und bringt
diese oftmals buchstäblich an einen Tisch.
36
NETWORKING
NETWORKING
BUILDING VISIONS
PARTNERSCHAFT
SCHAFFT VERTRAUEN
—
—
Eröffnung der „World of Access“ an der Sheikh Zayed Road in Dubai, Februar 2013
Aus Kundensicht denken und handeln ist der Kernpunkt der Zukunftsvision- und Wachstumsstrategie
von DORMA und damit die Voraussetzung für das
Leistungsversprechen, der zuverlässige weltweite
Partner für Premium-Zugangslösungen und -Serviceleistungen zu sein, der bessere Gebäude ermöglicht.
Bessere Gebäude entstehen nicht zuletzt dadurch,
dass alle an einem Bau beteiligten Gewerke untereinander einen engen und permanenten Dialog pflegen – angefangen vom Bauherren über den Generalunternehmer und Architekten bis hin zu Händlern,
Verarbeitern und schlussendlich den Betreibern bzw.
Nutzern eines Gebäudes. Die Pflege und Intensivierung der Kontakte zu diesen unterschiedlichen Kundengruppen, aber auch das konstruktive Zusammenbringen der verschiedenen Gewerke in einem
Planungs- und Bauprozess kennzeichnen das partnerschaftliche Prinzip und den Anspruch in der
Zusammenarbeit von DORMA.
38
Herzen von Manhattan gelegen – ihren Anspruch, nicht nur eine
Produkt- und Designausstellung, sondern vielmehr ein Ort der
Begegnung und Kommunikation zu sein. Seit der Eröffnung haben
fast 40 Veranstaltungen stattgefunden, und es haben bislang rund
2.000 Interessierte die „World of Access“ auf Einladung von
DORMA besucht. Akanksha Sharma, Energieberaterin für das amerikanische Ingenieurunternehmen Thornton Tomasetti, bezeichnet die
„World of Access“ als „besten Showroom“ in ganz New York. William
Logan, Senior Principal und Director of Design Consulting bei Israel &
Berger Associates, prognostiziert zukünftig noch mehr Interesse
seitens der Architekturszene.
Auch das Design Center in Dubai, das im Februar 2013 offiziell
eröffnet wurde, hat sich in kurzer Zeit als Treffpunkt für die unterschiedlichen in einem Bauprozess beteiligten Partner etabliert.
Ein erster Höhepunkt in diesem Jahr war das Fastenbrechen (Iftar)
nach dem Fastenmonat Ramadan in den Räumen des Design Center.
Dieser nach dem Opferfest höchste islamische Feiertag wurde
gemeinsam mit Architekten, Generalunternehmern und Geschäftskunden begangen.
Zunehmende Anforderungen in puncto Design & Ästhetik, aber auch
die Vielfalt der Normen und Standards im Baugewerbe sowie steigende Ansprüche bei Umwelt- und Produktzertifizierungen erfordern
einen konstanten Informationsaustausch und die Zusammenarbeit
mit und zwischen den handelnden Akteuren.
—
Podiumsdiskussion mit Architekten anlässlich der Eröffnung des
DORMA Design Center in New York, USA, Dezember 2012
Neue Design Centren in New York und Dubai als Ort der Begegnung
Die im Herbst 2012 und Frühjahr 2013 eröffneten Design Centren
„World of Access“ in den Metropolen New York und Dubai sind als
Orte der Begegnung ein lebendig gewordenes Symbol für eine
Kultur des Dialogs. Ob Vorträge für Planer, Workshops mit Architekten oder Schulungen für Verarbeiter: Seit der Eröffnung Ende
2012 ist das DORMA Design Center in New York Forum für eine
ganze Reihe von Veranstaltungen. Dazu kommen einige Sonderveranstaltungen, wie die regelmäßigen Alumnitreffen des Illinois
Institute of Technology oder die Kunstausstellung des amerikanischen Künstlers und Möbeldesigners Harry Bertoia im Rahmen der
diesjährigen New York Design Week. Mit dieser Programmvielfalt
unterstreicht die „World of Access“ – zentral an der 6th Avenue im
—
Design trifft Kunst: Harry Bertoias Skulpturen im DORMA Design Center, New York, USA
DORMA
39
NETWORKING
BUILDING VISIONS
—
Architekten-Workshop in Frankfurt am Main, Deutschland
Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben
Intensiver Meinungsaustausch mit Architekten
Die für die Planung und Errichtung von Gebäuden verantwortlichen
Architekten nehmen dabei im Bauprozess eine zentrale Rolle ein.
Bei DORMA sind über 50 Architektenberater weltweit im Einsatz,
die die Architekten im Planungsprozess unterstützen. Im Rahmen
dieses Austauschs werden nicht selten auch aktuelle Architekturtrends diskutiert und ihre Auswirkungen auf DORMA Produkte
beleuchtet.
Im Frühjahr 2013 kamen auf Einladung von DORMA eine Gruppe
namhafter internationaler Architekten verschiedener Disziplinen
sowie Vertreter des deutschen Rats für Formgebung in Frankfurt am
Main zu einem Workshop zusammen, um die von DORMA auf der
Messe BAU im Januar 2013 in München präsentierten neuen
Produkt- und Designstudien zu diskutieren. Gerade weil Design &
Ästhetik ein zentraler Markenwert von DORMA ist, sind die Einbindung der Kunden und die Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse
maßgeblich für den zukünftigen Erfolg. Die Architekten bestätigten
in den Gesprächen die Notwendigkeit einer produktübergreifenden
Designsprache und empfahlen, in der Weiterentwicklung der Designsprache die Qualitäten der Marke DORMA – Funktion, Präzision und
Zuverlässigkeit – zukünftig noch stärker herauszustellen.
Beleg für die hohe Akzeptanz bei den Architekten und Planern sind
wiederholte Auszeichnungen – so auch im Jahr 2012 die Verleihung
des Architects Partner Awards und des Architects’ Darling Awards.
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Netzwerken als gelebtes Markenversprechen ist auch die Idee hinter
dem DORMA System-Partnerprogramm in Deutschland. Gegründet im
Jahr 2000 als eine Gemeinschaft für zunächst etwa 100 Betriebe aus
den Bereichen Holz und Metallbau zum Kennenlernen und zur gegenseitigen Unterstützung im Markt, entwickelte sich das Programm
unter dem Motto „Mehr wissen. Mehr leisten. Mehr erleben.“ zu einer
Leistungsgesellschaft mit über 700 Mitgliedsfirmen. So unterstützt
DORMA mittlerweile die System-Partner unter anderem bei der
produktbezogenen Fortbildung, zum Beispiel durch die Schulung von
Auszubildenden, bei betriebswirtschaftlichen oder rechtlichen Fragestellungen mithilfe einer Expertenhotline sowie mit Praxis-Workshops
zu den Kernthemen eines modernen Personalmanagements, speziell
zugeschnitten auf kleinere und mittlere Handwerksunternehmen. Mit
seiner Kompetenz in Markenführung unterstützt DORMA die Partner
zudem bei der Weiterentwicklung der Mitgliedsunternehmen zu eigenen starken Marken in ihrer jeweiligen Region. Damit ist im Laufe der
Zeit aus dem ursprünglichen Marketingprogramm längst ein Partnerentwicklungsprogramm geworden, das sich für die Mitglieder auszahlt.
Bis zum Jahr 2020 hat sich DORMA das Ziel gesetzt, die Anzahl der
Mitglieder allein in Deutschland bei den DORMA System-Partnern zu
verdoppeln. DORMA pflegt diese enge Partnerschaft in vielen anderen
Ländern wie zum Beispiel in Frankreich und der Schweiz.
—
System-Partner-Jahrestagung in Bonn, Deutschland
Interview mit Claus Schmid, Geschäftsführer der
Holzbau Schmid GmbH & Co. KG und Sprecher des
Beirats der DORMA System-Partner
profitieren. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch die Zusammengehörigkeit zu einer Gemeinschaft Gleichgesinnter. Man spürt, dass
man nicht allein ist mit seinen Sorgen und dass man versucht, sich
gegenseitig zu helfen.
Was sind die heute und in den nächsten Jahren größten Herausforderungen für die Handwerksbetriebe?
Was erwarten Sie von dem System-Partnerprogramm bis zum
Jahr 2020?
Hand und Werk, d. h. etwas selbst mit eigener Initiative zu tun und
dann selbst mit eigenen Mitteln herzustellen und zu vermarkten,
sind heute gefragter denn je. Paradoxerweise mangelt es handwerklichen Produkten und Leistungen gleichzeitig immer häufiger an der
Anerkennung durch den Markt und die Gesellschaft. Das spiegelt
sich häufig im erzielbaren Werklohn wider. Dadurch ist aber die
Zukunftsfähigkeit der Unternehmen bedroht, denn ohne Würdigung,
kombiniert mit fairer Entlohnung, wird es zunehmend schwierig,
junge Menschen für eine handwerkliche Ausbildung zu begeistern.
Über die Jahre hinweg ist das Vertrauen zwischen DORMA und den
System-Partnern spürbar gewachsen. Dazu hat im letzten Jahr auch
die konstruktive Zusammenarbeit im Rahmen eines Produktverbesserungs-Workshops geführt. Die Ergebnisse müssen jetzt schnell
umgesetzt werden, dazu zählt eine noch stärkere Leistungsteilung
zwischen DORMA und den System-Partnern – getreu dem Motto
„Jeder macht das in der Gemeinschaft, was er am besten kann“.
Und dazu zählen natürlich auch neue innovative Produkte.
Welche Auswirkung hat die Globalisierung auf Handwerksbetriebe?
Die zusammenwachsenden Märkte in Europa und die daraus entstehende Harmonisierung der Normen und Anforderungen an handwerkliche Produkte können von Einzelnen kaum noch getragen
werden. Große Betriebe und industrielle Anbieter sind hier eindeutig
im Vorteil – mit der Konsequenz, dass das regionale Handwerk
geschwächt wird.
Welche Unterstützung erfährt ein Handwerksbetrieb durch das
DORMA System-Partnerprogramm?
Ein attraktives und ganzheitliches Produktangebot erweitert auch
unser Leistungsspektrum und trägt somit zur Mehrwertschaffung im
Handwerk bei. Die Unterstützung bei der Aus- und Fortbildung
fördert zudem die Professionalisierung des Berufsstands und bietet
damit weitere Differenzierungsmöglichkeiten. Generell kommt den
Teilnehmern der Leistungsgemeinschaft zugute, dass sie bei verschiedenen unternehmensrelevanten Themen von den Erfahrungen
und dem Know-how eines weltweit anerkannten Marktführers
HIGHLIGHTS IM GESCHÄFTSJAHR 2012/13:
—
. Eröffnung von zwei Design Centren „World of Access“
in New York und Dubai
. Auszeichnung des Design Center Konzepts mit dem
German Design Award
. Über 2.000 Besucher der „World of Access“ in New York
seit der Eröffnung im Dezember 2012
. Auszeichnung mit dem Architects Partner Award und
dem Architects’ Darling Award
. DORMA Tochter Rutherford Controls Incorporated (RCI)
als bester Vertrieb Kanadas ausgezeichnet
—
Claus Schmid, Sprecher des Beirats der DORMA System-Partner
DORMA
41
INNOVATION
BUILDING VISIONS
INNOVATION
—
Forschung und Entwicklung sind eng mit der strategischen Entwicklung des
Unternehmens verbunden. 80 % des DORMA Umsatzes werden außerhalb von
Deutschland erwirtschaftet. Das größte Wachstumspotenzial liegt in Asien. Um
die asiatischen Märkte optimal bedienen zu können, haben wir in Indien und
Singapur Forschungs- und Entwicklungszentren gegründet, in denen wir Produkte
für die lokalen Marktbedürfnisse entwickeln – in enger Zusammenarbeit mit
unseren Kunden. Die dort konzipierten Innovationen können später weltweit zum
Einsatz kommen.
42
DORMA
43
INNOVATION
BUILDING VISIONS
„INNOVATION IST,
WAS KUNDEN NUTZT“
—
Wie werden wir in Zukunft Türen öffnen und
schließen? Welches Design werden Zugangslösungen haben? Wie müssen intelligente und integrierte
Zugangskonzepte von morgen aussehen, damit
sie die gestiegenen Anforderungen an Sicherheit,
Komfort, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit erfüllen? Was bedeutet es für die Weiterentwicklung von
Produkten und Serviceleistungen, dass in knapp
20 Jahren weltweit fünf Milliarden Menschen in
Städten leben werden und es mehr als 600 Millionenstädte geben wird? Bei der Beantwortung dieser
Fragen ist die Innovationskraft eines Unternehmens
entscheidend, daher ist Innovation einer der zentralen
Marken- und Unternehmenswerte von DORMA.
Doch was bedeutet Innovation für DORMA, und wo
setzt das Unternehmen zukünftig seine Schwerpunkte? Dazu ein Gespräch mit Oliver Schubert,
Chief Operations Officer, Franz-Josef Hövener,
Director Group Innovation Management, sowie mit
Karthick Babu und Jackson Leong, Leiter der lokalen
Forschungs- und Entwicklungszentren in Indien und
Singapur.
Seit zwei Jahren verfügt DORMA jeweils über ein eigenes
Forschungs- und Entwicklungszentrum in Indien und Singapur.
Was hat zu dieser Entscheidung geführt?
Oliver Schubert: Forschung und Entwicklung sind bei uns eng mit
der strategischen Entwicklung des Unternehmens verbunden. Wir
erwirtschaften mittlerweile 80 % des Umsatzes außerhalb von
Deutschland. Das größte Potenzial für Wachstum bieten uns Amerika
und vor allem die Länder in Asien. Einige Prognosen sagen voraus,
dass in Südostasien die benötigte Grundfläche für Büros etwa der
Grundfläche von Österreich entspricht, nämlich rund 84.000
Quadratkilometer. Allein in den 14 chinesischen Großstädten an
der Ostküste sollen laut einer Studie von jetzt bis 2016 weitere
40 Millionen Quadratmeter an Bürofläche neu entstehen. Wenn wir
an diesem Wachstum beteiligt sein wollen, müssen wir einen Spagat
zwischen dem Anspruch eines Premium-Anbieters und den lokalen
Marktanforderungen hinbekommen. Daher haben wir uns 2012
entschlossen, die beiden F&E-Zentren in Indien und Singapur zu
gründen, und dort die Kompetenzen aufzubauen, die wir zur Bedienung der lokalen bzw. regionalen Anforderungen benötigen. Das
zeigt, dass wir unsere Innovationen und Weiterentwicklungen aus
den jeweiligen Marktbedürfnissen ableiten, und zwar in enger
Abstimmung und Zusammenarbeit mit unseren Kunden.
Welche Kompetenzen bzw. Themen bündeln Sie in Indien
bzw. in Singapur?
Franz-Josef Hövener: Wir haben die Kompetenzen aufgeteilt. In
Singapur konzentrieren wir uns auf den Bereich der Türschließsysteme, und zwar speziell für das mittlere Marktsegment. Indien
hingegen wird zunächst zum Kompetenzzentrum für Glasbeschlagsprodukte ausgebaut. Des Weiteren sehen wir dort ein großes Potenzial für Glastrennwände, die künftig in modernen Bürogebäuden zum
Einsatz kommen werden. Das eröffnet uns die Möglichkeit, Produkte
rund um die Tür aus einer Hand mit anzubieten, die für Komfort,
Sicherheit und Ästhetik sorgen. Natürlich interessieren wir uns auch
für den Access-Control-Markt, den wir als sehr stark wachsend
einschätzen. Indien ist für seine hervorragenden IT-Experten
bekannt, und die Nähe zu den lokalen IT-Firmen ist eine gute
Voraussetzung für innovative und Erfolg versprechende Partnerschaften. Davon versprechen wir uns eine Internationalisierung unseres bisher überwiegend auf Deutschland konzentrierten Geschäfts
im Electronic-Access-Bereich. Aber das ist Zukunft. Jetzt zählt dort
vor allem das Glasgeschäft, für das wir auch global große Wachstumschancen sehen.
Warum etablieren Sie die Glasbeschlagskompetenz in Indien?
Karthick Babu: Wir haben in diesem Produktsegment eine große
Nachfrage – dazu zählen große Infrastrukturprojekte wie Flughäfen
oder Bürogebäude für die IT-Branche. Zuletzt haben wir die Flughäfen in Mumbai, Chennai und Bangalore neben Produkten der
Automatik- und Fluchtwegtechnologien auch mit Glasprodukten
ausgestattet. Im Office-Bereich sind unsere Glastrennwände gefragt,
weil sich Büroräume so kostengünstig und flexibel umgestalten
lassen. Zugleich werden sie den Designansprüchen der Architekten
und Nutzer gerecht und sind gerade bei den klimatischen Bedingungen in Indien ein nachhaltiges Baumaterial. Für uns sind die Glastrennwände außerdem Träger für weitere DORMA Produkte, denn wir
wollen ja nicht einzelne Komponenten, sondern komplette Lösungen
anbieten. Somit lassen sich die Bürokonzepte ohne Weiteres mit
unseren Türschließern, Schiebetüren, Schließsystemen oder Zutrittslösungen ausstatten.
—
Auf der BAU 2013 in München
präsentiert DORMA im Bereich
„Tomorrow“ Prototypen innovativer
Produkte.
44
—
Mario Dreismann, Vice President
Group Marketing & Sales, präsentiert
eine Designstudie.
Oliver Schubert: Aufgrund des hohen Volumens ist Indien für uns
ein sehr guter Testmarkt für diese Lösungen. Es gibt schon jetzt
Anfragen aus der Region und aus den Vereinigten Staaten. Das
Forschungs- und Entwicklungszentrum in Indien betrachten wir
daher als regionales Zentrum für unsere Area MMA (Mittelmeer/
Mittlerer Osten/Afrika), haben aber klar die Erwartung, dass die dort
konzipierten Innovationen weltweit zum Einsatz kommen.
DORMA
45
INNOVATION
BUILDING VISIONS
und kosteneffiziente Produkte. Ein Beispiel: Der in Deutschland
entwickelte integrierte Türschließer ITS 96 mit seinen zahlreichen
Einstellvarianten trifft nicht immer passgenau die lokalen Bedürfnisse und Anforderungen unserer asiatischen Kunden.
Karthick Babu: Dem kann ich nur beipflichten. Auch bei uns in
Indien müssen nicht alle technisch machbaren und vorhandenen
Funktionalitäten eines Produkts zum Einsatz kommen. Das wissen
wir aus Gesprächen mit unseren Kunden. Wichtig für unsere Kunden
ist es, eine hohe Qualität zu einem für den Markt akzeptablen Preis
zu bekommen.
An was arbeiten Sie augenblicklich in Singapur?
—
Jackson Leong (Mitte), Leiter des Forschungs- und Entwicklungszentrums Singapur,
im Gespräch mit Kollegen
Gilt dieses Prinzip der Reverse Innovation auch für die Produkte,
die Sie am Standort in Singapur entwickeln?
Jackson Leong: Ja sicher! Wobei unser Fokus zunächst auf der
Neuentwicklung lokaler Produkte liegt. Wir arbeiten aber auch schon
an der Verbesserung der Herstellkosten für eine amerikanische
Türschließerserie.
Welche Anforderungen ergeben sich speziell aus der steigenden
Urbanisierung und damit dem Trend zu den sich entwickelnden
Millionenstädten in Asien?
Jackson Leong: Wesentlich wie auch in Indien ist das steigende
Volumen. Allein in China wird für die anstehenden Bauvorhaben in
den Millionenstädten ein zusätzlicher Bedarf von ca. 5 Millionen
Bodentürschließern erwartet. Auch wenn die auszustattenden
Gebäude in diesen Städten generell den Einsatz aller Preis- und
Produktsegmente erlauben, erfordert das schiere Volumen innovative
Jackson Leong: Wir arbeiten zurzeit an einem Projekt, bei dem
unsere Türschließer noch stärker an die lokalen Marktanforderungen
angepasst werden, zum Beispiel in puncto variabler Einsatz bei
unterschiedlichen Türtypen.
Oliver Schubert: Diese Entwicklung würde auch das Glasgeschäft
unterstützen. Anforderungen vom Markt liegen vor, sodass diese
Neuentwicklung zukünftiges Potenzial bietet. Allerdings prüfen wir
noch, in welchen Schritten die Kosten- und Technologieziele in
unseren lokalen Produktionsstätten erreicht werden können.
Franz-Josef Hövener: Wir werden sicherlich noch einen stärkeren
Fokus auf den Einsatz der zu verarbeitenden Materialien legen, ganz
im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens und Umweltbewusstseins.
In diesem Zusammenhang liegt der Gedanke nahe, auch über die
wirtschaftliche Herstellung eines recycelbaren Türschließers nachzudenken. Gerade in Asien, wo die Dauerhaftigkeit der Gebäude ein
nicht so großes Thema ist, wäre das von Bedeutung.
Was haben Sie ganz konkret geplant?
46
Wie würden Sie die Innovationsphilosophie von DORMA
beschreiben?
ist der Premium-Markt. In Deutschland forschen und entwickeln wir
daher die Lösungen, die den höchsten internationalen Anforderungen
entsprechen. Sei es die neue Generation von Türschließern, seien es
die hochmodernen mechatronischen Zutrittslösungen oder sei es die
Linearmotortechnologie für den Automatikbereich. Die Forschungsund Entwicklungszentren in Indien und Singapur hingegen konzentrieren sich auf die Bedürfnisse der Emerging Markets und
ent wickeln hierfür die Lösungen. Somit ist es uns gelungen, ein
F&E-Kompetenzmodell rund um die Welt zu implementieren, bei
dem jeder seine Stärken zum Nutzen unserer Kunden weltweit
ausspielt.
Oliver Schubert: Auch wenn wir bisher viel über Produkte gesprochen
haben, für DORMA bedeutet Innovation mehr als nur das Produkt.
Unser Kunde ist an der Lösung seines Problems interessiert, d. h.
Innovation ist das, was dem Kunden nutzt. Das bedingt eine ganzheitliche innovative Haltung und Denkweise in unserem Unternehmen.
Diese Orientierung zwingt uns, uns ständig zu verbessern und noch
näher am Kunden zu sein. Nehmen Sie unsere 700 Erstanmeldungen
bei den Patenten in den letzten zehn Jahren. Diese Anzahl macht
doch deutlich, dass wir über den Tellerrand weit hinausschauen, dass
wir Innovation in allen Bereichen praktizieren und ermöglichen wollen.
Dazu zählt im Übrigen auch das Thema Nachhaltigkeit.
Inwiefern spielt das Thema Nachhaltigkeit hier eine Rolle?
Welche Themen sehen Sie in Zukunft in Ihrem Kerngeschäft
„Türschließer“?
Oliver Schubert: Der Lebenszyklus von Türschließern liegt bei etwa
25 Jahren. Nach diesem Zeitraum stoßen wir automatisch an wirtschaftliche Grenzen, die dann von uns radikale Innovationen fordern.
Das bedeutet, wir müssen uns von unseren herkömmlichen
Konstruktions- und Produktionsverfahren lösen und ganzheitlich
über neue Ansätze nachdenken. Das ist eine Herausforderung, die
uns die höchste Performance im Ingenieurwissen abverlangt. Wir
sind aber zuversichtlich, die technologische Machbarkeit zu erreichen und damit einen wirklichen Kundennutzen zu erzielen.
—
Karthick Babu, Leiter des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Indien
von ultraflachen Türschließern sowie einem mechatronischen
Schließzylinder und -beschlag haben wir eine Karusselltür mit einem
sehr flachen, getriebelosen und geräuscharmen Direktantrieb vorgestellt. Dieser Antrieb bietet Architekten und Planern neue Gestaltungsmöglichkeiten bei Design und Montage. Durch das flache
Antriebssystem gelingen uns elegante Deckenkonstruktionen, die
aufwendigere Fußbodenarbeiten für die Montage von Unterflurantrieben vermeiden helfen.
Franz-Josef Hövener: Unser Produktinnovationsprogramm umfasst
mehr als 160 Produkte, die wir in den nächsten Jahren entwickeln
und auf den Markt bringen werden. Auf der BAU 2013 in München
haben wir einige Designstudien und Prototypen vorgestellt, die
zeigen, wohin die Reise gehen wird. Neben einer neuen Generation
Franz-Josef Hövener: „Bessere Gebäude ermöglichen“ ist ein ganz
wesentlicher Bestandteil unserer DORMA 2020 Mission. Und
bessere Gebäude sind vor allem auch ökologisch sinnvoll und
ressourcenschonend – sowohl beim Bau als auch in der Nutzung.
Gerade in Großstädten und Ballungsräumen werden Neubauten
heute zunehmend unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten geplant und
zertifiziert. Ein aktuelles Beispiel für ein solches Projekt, bei dem
DORMA die Zertifizierungsanforderungen erfüllen konnte, ist der
Vodafone Campus in Düsseldorf. Der Vodafone Campus, der Ende
2012 fertiggestellt wurde, erhielt die international anerkannte LEEDZertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design) in
Gold. Wir sind stolz darauf, für den Neubau fast 2.000 Türschließer,
Drehtürantriebe, automatische Schiebetüren, horizontale Schiebewände und SVP-Schlösser geliefert zu haben. Diesen Produkten
wurden durch die Verleihung der Environmental Product Declaration
(EPD) eine ressourcenschonende Herstellung und insbesondere ein
geringer CO2-Bedarf in der Produktion bescheinigt. Auch das ist
Innovation im Sinne von erfüllter Kundenerwartung und erbrachtem
Kundennutzen. Denn auch dank des Einsatzes von nachhaltigen
DORMA Produkten hat der Vodafone Campus den Status eines
Green Buildings erreicht.
Welche Rolle spielt der Standort Deutschland im
Innovationsprozess bei DORMA?
Oliver Schubert: Deutschland ist unser Heimatmarkt, und hier liegen
die Wurzeln unseres Unternehmens. Die Stärke von DORMA war und
—
Oliver Schubert (rechts), Chief Operations Officer der DORMA Gruppe, im Gespräch
mit Franz-Josef Hövener, Director Group Innovation Management
HIGHLIGHTS IM GESCHÄFTSJAHR 2012/13:
—
. Mehr als 160 neue Produkte in der Entwicklung
. Vorstellung Produkt- und Designstudien auf der BAU 2013
. 85 Patente im abgelaufenen Geschäftsjahr (über 700 in den
letzten zehn Jahren)
DORMA
47
BUILDING VISIONS
DORMA 2020
EINE VISION UND WACHSTUMSSTRATEGIE
DORMA 2020
—
Das Beispiel der Entwicklung der Städte und Metropolregionen zeigt, wie rasant
sich die Welt durch die steigende Urbanisierung und die stark wachsende Mittelschicht in den Emerging Markets verändert. Wie können wir als Unternehmen
mit den durch diese beiden Megatrends angestoßenen Veränderungen Schritt
halten und den Anforderungen unserer Kunden in punkto Design, Mobilität,
Sicherheit und Nachhaltigkeit in Zukunft am besten gerecht werden? Wie
können wir mit der Globalisierung nicht nur mithalten, sondern sogar von ihr
profitieren? Die Antwort darauf geben wir mit unserer Vision und Wachstumsstrategie DORMA 2020.
48
DORMA
49
DORMA 2020
BUILDING VISIONS
MIT DER WELT UND
DEN STÄDTEN WACHSEN
—
Das Beispiel der Entwicklung der Städte und
Metropolregionen zeigt, wie rasant sich die Welt
verändert. Viele Städte vergrößern sich kontinuierlich,
und neue Millionenstädte sprießen im wahrsten
Sinne des Wortes aus dem Boden. Damit einhergehend wachsen auch die unterschiedlichen Anforderungen an die Gebäude – ob öffentliche Gebäude,
Büro- oder Wohnhäuser, Hotels, Sportstätten oder
Gesundheitszentren. Allen diesen Gebäuden ist gemein, dass sie vielfach komplexe Zutrittslösungen
benötigen. Menschen erwarten von Türen, dass sie
sich komfortabel und leicht öffnen und schließen
lassen. Und sicher sollen sie sein – im täglichen Gebrauch wie in Notfallsituationen. Und natürlich zuverlässig. Für Architekten sollen die Zugangslösungen die Funktionalität sowie das Design und die
Ästhetik eines Gebäudes maßgeblich unterstützen.
Für die Verarbeiter wiederum ist unter anderem entscheidend, dass Standards und Normen eingehalten
werden und sowohl Einbau als auch Service mühelos
sind. Und für die Betreiber von Gebäuden sind in
erster Linie Kosteneffizienz beim Betrieb und verlässliche Wartung von Bedeutung.
Wie gehen wir auf die verschiedenen Anforderungen dieser unterschiedlichen Anspruchsgruppen ein? Wie stellen wir sicher, dass
jede dieser Anforderungen erfüllt wird? Wie entwickeln wir uns so
weiter, dass wir den durch die Megatrends hervorgerufenen Verände-
50
rungen gerecht werden und Zugangslösungen entwickeln und anbieten, die ihrerseits Vorreiter sind? In unserer über 100-jährigen
Unternehmensgeschichte haben wir uns immer wieder diese und die
beiden Fragen „Wo stehen wir?“ und „Wo wollen wir hin?“ gestellt.
Sich immer wieder zu reflektieren, gleichzeitig zu wissen, wo die
eigenen Stärken liegen und in welche Richtung sich die Welt verändert, sind Voraussetzungen dafür, eine erfolgreiche Vision für die
Zukunft zu entwickeln.
Unsere Vision und Wachstumsstrategie für die Zukunft von DORMA
heißt DORMA 2020. Vision ist ein großes Wort. Für uns bedeutet es,
dass wir unseren Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern auf
der ganzen Welt einen echten Mehrwert bieten wollen. Konkret: Wir
wollen unseren Kunden ganzheitliche Zutrittslösungen präsentieren,
und zwar Lösungen, die über die reine Bereitstellung einzelner
Produkte hinausgehen. Wir wollen unsere fundierte und langjährige
Kompetenz in den Bereichen Türschließtechnik, Glasbeschlaglösungen, automatische Türsysteme, Zeit- und Zutrittskontrollsysteme
sowie Raumtrennsysteme zusammenbringen und so einen ganzheitlichen Beitrag dazu leisten, dass Gebäude immer besser werden.
Besser in puncto Design & Ästhetik, besser in Komfort und Sicherheit und besser in Sachen Nachhaltigkeit. Kurzum: Wir wollen der
zuverlässige weltweite Partner für Premium-Zugangslösungen und
-Serviceleistungen sein, der bessere Gebäude ermöglicht. Wir wollen
das Synonym für Zugangslösungen sein. Oder wie es unser neuer
Markenclaim auf den Punkt bringt: „DORMA. The Access.“
—
DORMA Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beim Brand-Workshop.
Jeder Einzelne soll Markenbotschafter
für DORMA werden.
EINE VISION UND WACHSTUMSSTRATEGIE
DORMA 2020
BUILDING VISIONS
Wandel von DORMA vom international agierenden Unternehmen hin
zu einem echten Global Player vorantreiben. Dazu zählen neben der
noch stärker kundenorientierten Ausrichtung von Vertrieb, Service
und Lieferkette die Optimierung von Produktions- und Logistikstandorten und die Standardisierung von Prozessen, vor allem der Ausbau
der Präsenz in strategisch wichtigen Märkten und in den 600 TopStädten. Hier wollen wir bis zum Ende des Jahrzehnts in über der
Hälfte dieser Städte vertreten sein. MOVE ist somit ein Programm,
das einen wesentlichen Beitrag zum organischen Wachstum und zur
Effizienzsteigerung leistet.
Ausdauer, Beharrlichkeit, Mut und Tradition
Dieses Versprechen einzulösen geht nicht von heute auf morgen. Es
bedarf sowohl der Ausdauer, der Beharrlichkeit als auch des Muts zur
Veränderung. Wir haben uns im Jahr 2010 bewusst für diesen Weg
entschieden. Es waren DORMA Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die
die Vision und die Wachstumsstrategie für die Zukunft des Unternehmens erarbeitet haben. Und darauf sind wir stolz. Genauso stolz wie
auf unsere Herkunft als Familienunternehmen. Als Familienunternehmen stehen wir für Verlässlichkeit und Weitsicht, denn wir denken in
Generationen. Aus Verantwortung für unsere Kunden, unsere Geschäftspartner und vor allem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
denen wir einen spannenden und sicheren Arbeitsplatz bieten wollen.
—
Auf der International Group Conference in New York treffen sich die Führungskräfte aus
aller Welt zu Abstimmungs- und Strategiegesprächen und feiern gemeinsame Erfolge.
Die Herausforderungen auf dem Weg in die Zukunft
Um die Herausforderungen der Zukunft zu verstehen, muss man die
Vergangenheit kennen. Das Unternehmen war jahrzehntelang durch
das Geschäft mit Türschließern geprägt. Damit hat DORMA den
Status eines Weltmarktführers erreicht und das Fundament für den
exzellenten Ruf des Unternehmens und seiner Produkte auf der
ganzen Welt gelegt. Ab 1975 erweiterte DORMA sein Produktspektrum durch Beteiligungen und Unternehmenszukäufe um Automatiktüren und Glastürbeschläge, ab Ende der 80er-Jahre um Sicherungs- und Rettungswegtechnik und ab 2000 um elektronische
Zutrittskontroll-, Zeiterfassungs- sowie Raumtrennsysteme. Insgesamt akquirierte DORMA dabei von 1980 bis heute über 30 Unternehmen, davon mehr als 20 seit der Jahrtausendwende. Damit
einhergehend setzte ab 1978 mit dem Schritt nach Singapur der
Aufbau internationaler Produktionsstätten und Vertriebsgesellschaften ein. Der frühe Schritt nach Asien war mutig und weitsichtig
zugleich, denn er bildet bis heute das Fundament für den weiteren
Erfolg und die konsequente Internationalisierung des Unternehmens.
—
Intensive Kommunikation im Veränderungsprozess
Dieses Wachstum führte dazu, dass DORMA Ende 2009 in knapp
50 Ländern mit mehr als 70 Einzelgesellschaften vertreten war. Das
Ausmaß dieses Wachstums machen auch folgende Zahlen deutlich:
DORMA verfügte im Jahr 2010 über 45 Produktionsstätten weltweit
und über fast 6.000 Zulieferbetriebe. Dazu kamen weltweit rund
100.000 einzelne Produktartikelnummern. Wachstum, Internationalisierung, Akquisitionen sowie eine produktorientierte Organisation
führten somit über die Jahrzehnte auch zu komplexeren Strukturen
und Prozessen.
Kundenorientierter Umbau
Um das Unternehmen weltweit wieder stärker an den steigenden
Markt- und Kundenbedürfnissen auszurichten, haben wir mit DORMA
2020 begonnen, die Organisation zu vereinfachen und unsere
Prozesse zu verschlanken. Ziel war und ist es, dass unsere Kunden
und Partner zukünftig alle Lösungen und Serviceleistungen in einer
Landesgesellschaft aus einer Hand erhalten. Dazu bedarf es auch
einer schnellen, flexiblen, umfassenden und globalen Lieferkette.
52
EINE VISION UND WACHSTUMSSTRATEGIE
2011 haben wir daher zunächst die nach Produktsegmenten unterteilte Organisation stufenweise umgebaut und stattdessen sechs
eigenverantwortliche geografische Regionen, die sogenannten Areas,
geschaffen. Seit 2012 vereinfachen und optimieren wir die über
Jahre gewachsenen Strukturen und straffen so die Prozesse weiter.
So haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr in den USA, Frankreich
und Australien die jeweils unterschiedlichen, parallel arbeitenden
produktfokussierten Gesellschaften (unter anderem Automatik, Glas
und Türschließtechnik) zu je einer DORMA Landesgesellschaft
zusammengefasst. Das Ergebnis ist, dass wir in diesen Märkten
unseren Kunden nun Lösungen und Leistungen unter einem Dach
und unter einer Marke anbieten können. In Frankreich symbolisiert
das neue französische Headquarter nahe Paris, in dem jetzt alle
Mitarbeiter und administrativen Funktionen gebündelt sind, die
erfolgreiche Konsolidierung der vormals unterschiedlichen Gesellschaften in die DORMA France S.A.S. Ebenfalls im abgelaufenen
Geschäftsjahr haben wir begonnen, Produktionsstätten (Frankreich,
Spanien und Belgien) sowie Logistikzentren in Europa zu bündeln
und in Deutschland zusammenzuführen. So entsteht im süddeutschen Zusmarshausen ein hochmodernes europäisches Türenwerk
und in Wuppertal das europäische Logistik- und Ersatzteilzentrum
mit einer weltweit schnellen und zuverlässigen Lieferleistung. Und
auch auf dem wichtigen Heimatmarkt Deutschland haben wir damit
begonnen, die ehemals nach Produkten getrennten Vertriebswege in
eine nach Kundensegment und Vertriebskanal fokussierte Verkaufsund Serviceorganisation zu überführen. Darüber hinaus haben wir
damit angefangen, die Anzahl der Produktionsstandorte zu reduzieren und unsere Kompetenzen gezielt zu bündeln, um zukünftig noch
umfassender auch komplexere Zugangslösungen aus einer Hand
anbieten zu können.
Unser Ziel weltweit ist es, pro Kontinentalregion (Amerika, EMEA
und Asien/Pazifik) über zentrale und effiziente Produktionsstätten
mit entsprechend leistungsfähigen Logistikzentren zu verfügen.
—
Kolleginnen und Kollegen aus allen Ländern werden in Workshops auf die neue
Markenoffensive eingestellt.
Weiter wachsen
Die vertriebliche Präsenz ausbauen, unser Produkt- und Serviceangebot erweitern sowie kontinuierlich und nachhaltig wachsen – dies
wollen wir überwiegend aus eigener Kraft, getragen durch Innovationen und eine starken Marke, schaffen. Wo sich Möglichkeiten für strategisch sinnvolle und gut zu integrierende Zukäufe ergeben, wollen wir
zudem durch Akquisitionen und Kooperationen wachsen. Im letzten
Geschäftsjahr haben wir insgesamt fünf Akquisitionen in Asien,
Europa und Nordamerika getätigt. Mit der Beteiligung am Familienunternehmen ISEO in Italien und der Übernahme der kanadischen
Rutherford Controls Incorporated (RCI) haben wir die größte bzw.
drittgrößte Einzelinvestition in der Geschichte von DORMA getätigt
und gestemmt.
Unsere Vision und Wachstumsstrategie DORMA 2020 haben wir mit
einer wirtschaftlichen Zielmarke verknüpft. Bis zum Ende des Jahrzehnts wollen wir unseren Umsatz auf 2 Milliarden Euro verdoppeln.
Das ist ambitioniert, aber realistisch. Seit dem Beginn unserer
DORMA 2020 Reise liegen wir im Dreijahresdurchschnitt aus organischem und akquisatorischem Wachstum voll auf Kurs. Und nicht nur
das: Die notwendigen Umbauarbeiten hin zu einem kunden- und
marktorientierten Unternehmen sind ebenfalls im Plan und zeigen
erste Erfolge. So entwickeln und wachsen wir täglich mit den Städten
und der Welt.
HIGHLIGHTS IM GESCHÄFTSJAHR 2012/13:
—
. Fünf Akquisitionen weltweit
. Kooperation mit ISEO größte Einzelinvestition von DORMA
. Optimierung und Vereinfachung der Gruppenstruktur durch:
– Erfolgreiche Konsolidierung von Ländergesellschaften
in den USA, Frankreich und Australien
– Zusammenlegung der Produktionsstätten und
Logistikzentren in Europa
– Startschuss für die Neuausrichtung in Deutschland
Gesteuert und koordiniert wird diese umfangreiche Reorganisation
hin zu einem noch stärker kundenorientierten Unternehmen durch
das interne MOVE-Programm. Mit MOVE wollen und werden wir den
DORMA
53
TOP-PROJEKTE, TOP-LÖSUNGEN
BUILDING VISIONS
TOP-PROJEKTE,
TOP-LÖSUNGEN
—
Unseren Marktführungsanspruch dokumentieren wir vor allem mit der Qualität
unserer Produkte. Als „Bausteine“ der globalen Stadtentwicklung tragen DORMA
Zugangslösungen zur Langlebigkeit, Wohnqualität und Energieeffizienz von Gebäuden bei. Zahlreiche DORMA Produkte sind bereits mit dem weltweit anerkannten Öko-Label Environmental Product Declaration (EPD) versehen und bieten
somit beste Voraussetzungen für den Einsatz in entsprechenden Green Buildings.
Eines aber haben alle DORMA Produkte gemeinsam: modernes Design und
zeitlose Ästhetik – vom integrierten, und fast unsichtbaren, Türschließer bis
hin zur eleganten Karusselltür, im großflächigen Bürogebäude wie im exklusiven
Privathaus.
54
DORMA
55
BUILDING VISIONS
TOP-PROJEKTE, TOP-LÖSUNGEN
—
H.R. Owen Ferrari Showroom,
Knightsbridge, London, Großbritannien
Eröffnung: Februar 2012
Architekt: EHW Architects
Fotos: Louise Page
DORMA Lösungen: manuelle
Glasschiebetürsysteme AGILE 150,
Bodentürschließer BTS und
Eckbeschläge für Ganzglasanlagen
Universal
Wenn eine Automarke für hervorragendes Design steht, dann ist es Ferrari.
Die DORMA Glaslösung im Londoner
Nobel-Stadtteil Knightsbridge setzt die
prestigereiche Fahrzeugikone gekonnt
in Szene. Bodentürschließer und Eckbeschläge reduzieren die sichtbare
Technik auf ein Minimum. Das gilt auch
für die Glasschiebetür AGILE 150,
die Showroom und Office-Bereich miteinander verbindet.
Auch andere Automobilhersteller vertrauen auf DORMA, beispielsweise
VW (Autostadt Wolfsburg), BMW (BMW
Welt München), Aston Martin (Showroom München), Porsche (Showroom
Paris) und Audi. In Indien wurden
19 von 20 Ausstellungsräumen der
Marke Audi mit DORMA Lösungen
ausgestattet.
56
DORMA
57
TOP-PROJEKTE, TOP-LÖSUNGEN
BUILDING VISIONS
—
Vodafone Campus, Düsseldorf,
Deutschland
Eröffnung: Januar 2013
Architekt: HPP
Fotos: Ralph Richter (links),
Wilfried Siemes (oben)
DORMA Lösungen: Türschließ- und
Fluchtwegsysteme, Automatiktüren,
Glasbeschlagtechnik und Raumtrennsysteme
58
DORMA Drehflügeltürantriebe (ED 250)
öffnen die seitlichen Haupteingänge der
neuen Konzernzentrale von Vodafone.
Architektur und Innengestaltung spiegeln die auf Kommunikation und Teamarbeit ausgerichtete Unternehmenskultur wider. Zur Nutzerqualität kommt
Energieeffizienz. Ein LEED-Gold-Status
wird angestrebt.
Das Gebäude in Zahlen: 86.000 Quadratmeter auf 19 Stockwerken, Raum für
5.000 Mitarbeiter, 1.800 DORMA
Türschließer an Holz-, Rohrrahmen- und
Brandschutztüren, 30 Drehtürantriebe
(ED 250), zwei automatische Schiebetüren, zwei horizontale Schiebewände
HSW-G und 250 SVP-Schlösser. Der
Bürokomplex beinhaltet einen Querschnitt
des DORMA Produktportfolios. Hier zeigt
sich die Kompetenz des Systemanbieters.
DORMA
59
BUILDING VISIONS
—
UBS AG, Europaallee 21, Zürich, Schweiz
Eröffnung: Juli 2013
Architekt: Max Dudler
Fotos: Stefan Müller
DORMA Lösungen: Karusselltür,
Automatiktüren, Türschließsysteme
Durch eine DORMA Karusselltür,
flankiert von zwei Drehflügeltüren,
betritt man das neue Hauptfoyer der
Schweizer Großbank UBS in Zürich.
Max Dudler hat das Haus Europaallee
konzipiert und mit strenger Fassade
durch geschosshohe, zweischalige
Fenster gegliedert. Die sachliche Architektur setzt sich innen fort: Dunkle
Böden, Fenster- und Türprofile kontrastieren mit der Wandverkleidung aus
weißem Carrara-Marmor. Automatische
Schiebetüren von DORMA führen ins
Restaurant EASY 21 im Haus Eisgasse.
60
TOP-PROJEKTE, TOP-LÖSUNGEN
—
Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG,
Rheda-Wiedenbrück, Deutschland
Eröffnung: November 2011
Architekt: ATP N+M Architekten und
Ingenieure
Fotos: Stefan Schilling
DORMA Lösungen: automatische
Schiebetüren im Haupteingang,
Drehflügeltür, Türschließsysteme
Einen großzügigen Empfang bietet auch
die Firmenzentrale des Unternehmens
Tönnies Lebensmittel in Rheda-Wiedenbrück. Das für seine innovative Büroarchitektur schon im Entwurfsstadium
ausgezeichnete Gebäude (Office Application Award Best Workplace) wurde von
ATP N+M Architekten und Ingenieuren
entworfen und passt sich mit seiner klaren
kubischen Formensprache harmonisch in
das bestehende Werksgelände ein.
DORMA
61
TOP-PROJEKTE, TOP-LÖSUNGEN
BUILDING VISIONS
—
Effizienzhaus Plus, Berlin, Deutschland
Eröffnung: Juni 2013, davor 15 Monate
von einer Testfamilie bewohnt
Architekt: Werner Sobek vom Institut
für Leichtbau Entwerfen Konstruieren
(ILEK) der Universität Stuttgart
Fotos: Matthias Koslik
DORMA Lösungen: Türschließer TS 93
(EN 5-7) an den straßenseitigen MetallGlas-Türen mit Dreifachverglasung,
den Eingängen zur Wohnung bzw. zum
Hauswirtschaftsraum
Im „Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität“ in Berlin wird zukünftiges
Wohnen getestet. Es wurde im Auftrag
des Bundesministeriums für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung entworfen
und fungiert als Testhaus, Informationsund Veranstaltungsort. Das Effizienzhaus erzeugt mehr Energie, als eine
vierköpfige Familie benötigt; die überschüssige Energie kann für ein Elektrofahrzeug verwendet oder gespeichert
werden.
Als traditions- und werteverbundenes
Familienunternehmen in der vierten
Generation ist DORMA der Nachhaltigkeit verpflichtet: von der ressourcenschonenden Produktion über den nachhaltigen Materialeinsatz bis hin zur
Logistik und zum Recycling. Ergebnis
und Ausdruck dieser zukunfts- und
nutzerorientierten Unternehmensphilosophie ist die Umweltzertifizierung
(Environment Product Declaration [EPD])
zahlreicher DORMA Produkte aus den
Bereichen Türschließer, Drehflügeltürantriebe, Schiebetürantriebe und mobile
Trennwände.
62
DORMA
63
TOP-PROJEKTE, TOP-LÖSUNGEN
BUILDING VISIONS
—
Villa Azuris, Hamilton Island, Australien
Architekt: Renato D’Ettore Architects
Fotos: Kay Szakall von Losoncz
DORMA Lösung: horizontale Glasschiebewand HSW
—
Townhouse, Manhattan, New York, USA
Architekt: Toshiko Mori Architect
Fotos: H.G.Esch
DORMA Lösung: Bodentürschließer
BTS 80 EMB
Höchste Ansprüche an Transparenz,
Offenheit und Ästhetik wurden in
diesem Traumhaus auf Hamilton Island,
Australien, verwirklicht. Die rahmenlosen Glaselemente zwischen Wohnraum
und Innenhof bilden bei kühlen Temperaturen ein großes Fenster und lassen
sich bei warmem Wetter mit wenigen
Handgriffen zur Seite schieben. In der
Park-Position wirken die schlichten
Glasscheiben fast skulptural, passend
zur Modernität und Frische der Raumgestaltung.
Puristische Eleganz prägt auch die
Innenräume dieser privaten Kunstgalerie in Manhattan. Trennen und
verbinden zugleich soll die minimalistische Glaslösung, die mit DORMA
Bodentürschließern verwirklicht wurde.
64
TOP-PROJEKTE, TOP-LÖSUNGEN
BUILDING VISIONS
—
King Abdullah Financial District, Riad,
Saudi-Arabien
Architekt: Gerber Architekten/
FXFOWLE Architects
Fotos: KAFD
DORMA Lösungen: Produkte aus dem
gesamten Portfolio
In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad
entsteht derzeit ein neuer Stadtteil
mit insgesamt 1,6 Quadratkilometern
Fläche und mehr als 40 Gebäuden.
Der King Abdullah Financial District
soll als einer der wichtigsten Finanzplätze im Nahen Osten etabliert werden.
Bei diesem Projekt wird das gesamte
Produktportfolio zum Einsatz kommen.
DORMA profitiert in besonderem Maße
von seiner internationalen Aufstellung,
denn es liefert die Produkte regionsübergreifend.
66
DORMA
67
BUILDING VISIONS
ZAHLEN UND FAKTEN
ZAHLEN
UND FAKTEN
—
68
DORMA
69
ZAHLEN UND FAKTEN
BUILDING VISIONS
UNSERE HIGHLIGHTS
—
Juli 2012 – Juni 2013
Juli 2012
Mit dem Kauf des Serviceunternehmens Door Sistem mit Sitz in Bukarest
stärkt DORMA seine Präsenz in Rumänien und erweitert sein Serviceleistungs-Portfolio.
Nach der internen Eröffnung des „World of Access“ in New York, dem ersten
neuen Design Center von DORMA, wird das Konzept mit dem German
Design Award gewürdigt.
September 2012
„Grow. Together“ ist das Motto der International Group Conference (IGC), zu
der über 100 Führungskräfte in New York zusammenkommen, um Innovationen zu präsentieren, Ideen auszutauschen, Fortschritte zu teilen und
Visionen für die Zukunft zu entwickeln.
Auf der Jahrespressekonferenz gibt DORMA einen neuen Rekordumsatz
bekannt: Im Geschäftsjahr 2011/12 übersteigen die Erlöse erstmals die
historische Grenze von 1 Milliarde Euro.
Anlässlich der IGC in New York wird intern das erste DORMA Design Center
präsentiert, das die Markenwerte „Mühelosigkeit“, „Ganzheitlichkeit“ sowie
„Design & Ästhetik“ sowie „Qualität & Innovation“ repräsentiert. Dieses ist
ausgestattet mit modernster Kommunikationstechnik und als echter Ort der
Begegnung konzipiert.
November 2012
Beim diesjährigen Architects’ Darling Award wird DORMA zweimal ausgezeichnet: In der Kategorie Sicherheitstechnik erhält das Unternehmen den
Award in Gold und in der Kategorie Türen und Beschläge den Award in Silber.
Parallel dazu startet die Area AME (Americas) den Relaunch des neuen
Internetauftritts, der die neue Markenpositionierung stärkt. Die Area GER
(Germany) und die Vereinigten Arabischen Emirate folgen kurze Zeit später
mit der Umschaltung auf den neuen Internetauftritt.
Zur Bundesligasaison 2012/13 verstärkt DORMA sein Engagement bei
Borussia Dortmund und wird offizieller Produktpartner. Im Stadion ist nun
neben zahlreichen DORMA Produkten auch die DORMA Krone auf der
Video-Leinwand integriert.
Auf der Messe Security in Essen verbindet DORMA Sicherheit und Komfort
und stellt anwenderfreundliche Produkte mit neuen Features aus. Dem
Schwerpunkt „Demografischer Wandel“ entsprechend werden Lösungen für
die Bereiche Gesundheit, Pflege und Betreuung gezeigt.
Oktober 2012
DORMA stellt das Zukunftskonzept für den Standort Deutschland vor. Im
Mittelpunkt steht dabei die stärkere Ausrichtung des Geschäfts am Kunden.
Fokus des Konzepts sind die Bündelung von Kompetenzen an weniger
Standorten und eine Neuaufstellung der Vertriebsstruktur. Der Standort der
Unternehmenszentrale in Ennepetal soll zum Kompetenzzentrum Technologie und Mechatronik ausgebaut werden.
DORMA erwirbt 40 % Anteil am italienischen Familienunternehmen ISEO
und erweitert sein Produktportfolio um Schließzylinder und -anlagen sowie
Schlösser und Panikbeschläge. Dies ist die größte Einzelinvestition in der
Geschichte von DORMA.
70
Mit der Übernahme des kanadischen Unternehmens Rutherford Controls
Incorporated (RCI) stärkt DORMA seine Präsenz als Anbieter integrierter
Zugangs- und Servicelösungen auf dem nordamerikanischen Markt. RCI ist
die drittgrößte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens.
Zur Förderung einer offenen Feedback- und Dialogkultur startet das
Programm „DORMA Dialog“. Erstmals werden weltweit alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter befragt. In mehr als 600 anschließenden Workshops
entwickeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Teams Maßnahmen
zur kontinuierlichen Verbesserung des unmittelbaren Arbeitsumfelds.
Zum ersten Mal wird bei DORMA eine internationale Kundenzufriedenheitsbefragung durchgeführt. Mit dem „Customer Engagement Survey“ haben
1.354 Partner in den 23 umsatzstärksten Ländern die Möglichkeit, ihre
Meinung zu DORMA mitzuteilen. Fazit: Insgesamt sehr positiv – vor allem
die Aspekte Produktqualität sowie Verlässlichkeit und Kundenorientierung
werden hervorgehoben.
Dezember 2012
In New York wird das Design Center von DORMA in Anwesenheit von renommierten Architekten, Designern und Journalisten offiziell eröffnet.
DORMA ist zum ersten Mal auf der Messe Security in China mit eigenem
Stand in neuem Design vertreten. Ausgestellt wurden in einem der größten
Märkte für Sicherheitstechnik Lösungen zur Zutrittskontrolle, Panikschlösser
und Türantriebe.
DORMA Produkte sorgen im neuen Ferrari Showroom in London für eine
elegante Fassade und schaffen somit eine würdige Plattform für die Präsentation der anspruchsvollen Fahrzeugreihe.
Grün zahlt sich aus: Aufgrund seiner ressourcenschonenden Herstellung,
dokumentiert durch den Besitz von Umweltzertifikaten, den sogenannten
EPDs (Environmental Product Declarations), ist DORMA mit einer breiten
Produktpalette im neuen Vodafone Campus in Düsseldorf vertreten.
Januar 2013
Auf der Weltleitmesse BAU für Architektur, Materialien und Systeme präsentiert DORMA auf 850 Quadratmetern unter dem Motto „From Today to
Tomorrow“ seinen neuen Markenauftritt sowie zukunftsorientierte Design-
und Produktstudien. Positive Resonanz: Besucher aus 76 Ländern und ein
Anstieg der Messekontakte um 20 % im Vergleich zu 2011. DORMA ist
zudem einer der Sponsoren der Langen Nacht für Architektur.
Nachhaltigkeit im Fokus: Das Institut Bauen und Umwelt verleiht DORMA
während der BAU in München insgesamt zehn Umweltproduktdeklaratio nen (EPDs – Environmental Product Declarations) nach ISO 14025 und
EN 15804.
Die im November 2012 erworbene DORMA Tochter Rutherford Controls
Incorporated (RCI) erhält von der Firma ADI, Nordamerikas größtem Händler
für Sicherheitstechnik, den „Sales Award“ und wird damit für den besten
Vertrieb in Kanada ausgezeichnet.
DORMA übernimmt das in der australischen Hauptstadt Canberra ansässige
Unternehmen Bright Lights Electrical (BLE) und stärkt damit das Serviceund Vertriebsgeschäft für Automatiktüren auf dem australischen Markt.
Das globale Projektteam MOVE nimmt seine Arbeit auf. Das MOVEProgramm bildet das strukturelle Rückgrat für DORMAs Wandel von einem
international agierenden Unternehmen hin zu einem echten Global Player.
Das Spektrum reicht von einer erhöhten Präsenz in strategisch wichtigen
Märkten über die kundenorientierte Neuausrichtung von Vertrieb, Service
und Lieferkette bis hin zur Standardisierung von Prozessen und Implementierung globaler IT-Standards.
Februar 2013
Die erfolgreiche Internationalisierung von DORMA wird mit dem Axia-Award
2012 der Unternehmensberatung Deloitte prämiert.
DORMA baut seine Präsenz in der Area APA (Asia-Pacific/Australia) mit der
Übernahme von Sirick Controls, einem führenden Anbieter von Türtechnik in
Hobart (Tasmanien), weiter strategisch aus.
März 2013
Erfolgreiches Ergebnis einer Befragung von 2.780 Architekten und Innenarchitekten in Deutschland: DORMA erhält den Architects Partner Award
2012 und wird erneut als eines der besten Unternehmen und Partner der
Architekten ausgezeichnet.
April 2013
Mit dem Mittelstandspreis „Hidden Champion 2013“ in der Kategorie Marke
wird DORMA vom deutschen Nachrichtensender n-tv für die exzellente
Markenführung ausgezeichnet. Schirmherr des n-tv-Mittelstandspreises ist
Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler.
Bei dem Workshop „DORMA Product Design meets Architects“ in Frankfurt
diskutiert eine Gruppe namhafter internationaler Architekten verschiedener
Disziplinen sowie Vertreter von DORMA und des deutschen Rats für Formgebung die neuen Produkt- und Designstudien von DORMA.
DORMA und das im November 2012 erworbene Unternehmen Rutherford
Controls Incorporated (RCI) präsentieren sich erstmals gemeinsam auf der
Sicherheitsmesse ISC West in Las Vegas der Fachwelt der Sicherheitsindustrie.
Juni 2013
Für die Neuausrichtung und das strategische Konzept der Marke wird
DORMA mit dem Change Communication Award 2013 in Silber ausgezeichnet, der das erfolgreiche Internal-Branding-Konzept würdigt.
Das neue französische Headquarter in Créteil bei Paris bringt alle administrativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DORMA Gruppe in Frankreich
an einem Ort zusammen und repräsentiert die Marke DORMA sowohl intern
als auch extern. Das neue Headquarter symbolisiert die erfolgreiche Konsolidierung der vormals unterschiedlichen Gesellschaften in die DORMA Group
France S.A.S.
Die Area APA (Asia-Pacific/Australia) hat erstmalig mehr als 1 Million
Türschließer im abgelaufenen Geschäftsjahr verkauft.
Ein weiteres Design Center geht an den Start. Die „World of Access“ in
Dubai an der Sheikh Zayed Road wird offiziell eröffnet. Über 150 Gäste,
unter ihnen Vertreter der Gesellschafterfamilie, wohnen der Eröffnung bei.
DORMA
71
ZAHLEN UND FAKTEN
BUILDING VISIONS
GESCHÄFTSFÜHRUNG
—
—
Michael Flacke, Thomas P. Wagner,
Oliver Schubert (von links)
DORMA Holding GmbH + Co. KGaA, Ennepetal, Deutschland
Geschäftsführung
Internationales Leitungsgremium
Aufsichtsrat
Karl-Rudolf Mankel,
Geschäftsführender Gesellschafter
Albert Crosby
Area President NEE
Jürgen Rauen
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Reith, Österreich
Thomas P. Wagner, CEO
Christoph Jacob
Area President MMA
Michael Flacke, CFO
Oliver Schubert, COO
Nils Meinert
Area President GER
Dieter Sichelschmidt
Area President APA
Will van de Wiel
Area President AME
Rainer Scholzen
Area Director CBP EMEA
Mario Dreismann
VP Group Marketing & Sales
Alfons Wahlers
Director Group IT
72
Clarissa Bader*
Stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats
Gevelsberg, Deutschland
Dr. Hans Gummert
Düsseldorf, Deutschland
Astrid Hamker
Georgsmarienhütte, Deutschland
Prof. Dr.-Ing. Uwe Loos
Stuttgart, Deutschland
Reinhard Seiler*
Lemgo, Deutschland
Dirk Sprakel
Köln, Deutschland
Dr. Frank Thomas*
Schwerte, Deutschland
Ulrich Windmüller*
Kamen, Deutschland
Dirk Ischen*
Velbert, Deutschland
Werner Kreklau*
Apen, Deutschland
Hans Lampert
Harsewinkel, Deutschland
*Arbeitnehmervertreter
DORMA
73
ZAHLEN UND FAKTEN
BUILDING VISIONS
ÜBERBLICK
—
Finanzdaten der DORMA Gruppe (in Mio. 1)
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der DORMA Gruppe (in Mio. 1)
2012/13
2011/12
2010/11
2009/10
2008/09
1.031,9
1.001,8
944,4
856,4
882,2
Außenumsatzerlöse (netto)
Bruttomarge vom Umsatz
Personalaufwand
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Bilanzsumme
425,0
388,0
346,3
649,4
995,7
403,9
368,0
317,8
586,7
904,5
389,0
345,2
358,8
505,5
864,3
339,1
335,1
297,5
542,4
839,9
339,0
331,1
202,4
550,7
753,1
Eigenkapital absolut
Eigenkapital in % der
Bilanzsumme
436,7
537,3
475,5
511,1
470,4
43,9
59,4
55,0
60,9
62,5
65,1
6,3
80,2
8,0
61,2
6,5
53,7
6,3
57,9
6,6
Abschreibung
EBITDA
EBITDA in % vom Umsatz
41,6
106,8
10,3
34,5
114,7
11,4
30,2
91,4
9,7
37,9
91,6
10,7
35,3
93,2
10,6
Operativer Cashflow
103,2
117,6
93,3
115,8
85,9
Außenumsatzerlöse (netto)
EBIT
EBIT in % vom Umsatz
Durchschnittliche Anzahl
Mitarbeiter
74
7.085
6.738
6.546
6.470
6.780
2012/13
2011/12
Δ
Δ%
1.031,9
1.001,8
30,1
3,0
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse
erbrachten Leistung
607,0
597,9
9,1
1,5
Bruttoergebnis vom Umsatz
425,0
403,9
21,1
5,2
Vertriebskosten
216,1
205,1
11,0
5,4
Allgemeine Verwaltungskosten
122,3
108,7
13,6
12,5
Sonstige betriebliche Erträge
33,9
29,5
4,4
14,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen
36,3
35,9
0,4
1,1
Betriebsergebnis
84,2
83,7
0,5
0,6
Finanzergebnis
–6,9
–5,8
–1,1
19,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
77,2
77,9
–0,7
–0,1
–18,0
0,0
–18,0
100,0
Steuern
23,1
16,9
6,2
36,7
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
36,1
61,0
–24,9
–40,8
Außerordentliches Ergebnis
DORMA
75
ZAHLEN UND FAKTEN
BUILDING VISIONS
FINANZEN
—
Umsatz
Im Geschäftsjahr 2012/13 hat die DORMA Gruppe die Umsatzmilliarde nicht nur gefestigt, sondern im Vergleich zum Vorjahr
um 3,0 % auf 1.031,9 Mio. 1 ausgebaut. Diese solide Umsatzentwicklung ist vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur in
Europa sowie der nach wie vor angespannten und schwankenden
Weltwirtschaft positiv zu sehen. Währungseinflüsse haben zu einer
Umsatzsteigerung in Höhe von 10,8 Mio. 1 (dies entspricht 1,1 %
vom Vorjahresumsatz) geführt. Für das Umsatzwachstum im
Vergleich zum Vorjahr haben die in 2012/13 getätigten Akquisitionen einen großen Beitrag geleistet. Durch die Akquisitionen in Australien, Europa und Nordamerika konnten insgesamt zusätzliche
Umsatzerlöse von 39,9 Mio. 1 erzielt werden. Die sehr gute Umsatzentwicklung in Amerika und Asien-Pazifik konnte jedoch den
Umsatzrückgang in Europa als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht völlig kompensieren.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich trotz
erheblicher Sondereinflüsse mit gut 77 Mio. 1 vergleichbar zum
Vorjahr entwickelt. Hier haben sich insbesondere Investitionen in
den neuen Markenauftritt, in die Mitarbeiterentwicklung, in die
Präsenzbildung in unterschiedlichen ausländischen Märkten, aber
auch der Anstieg der Abschreibungen auf Firmenwerte der neu
akquirierten Unternehmen sowie projektbezogene Beratungskosten
ergebnismindernd ausgewirkt. Darüber hinaus haben Restrukturierungsaufwendungen für die begonnene Konsolidierung der Fertigungs- und Logistikstandorte vor allem in der Area Germany dazu
geführt, dass sich das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und
Ertrag (EBT) insgesamt verringert hat. Das Ergebnis vor Steuern
(EBT) ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011/12 von 76,6 Mio. 1
auf 57,6 Mio. 1 gesunken. In Prozent des Umsatzes beträgt das
Ergebnis (EBT) 5,6 % nach 7,7 % im Vorjahr.
Die Umsätze stiegen im Berichtsjahr real und währungsbereinigt
in fast allen Produktsegmenten:
Produktsegment Türtechnik
Produktsegment Automatik
Produktsegment Glas
Produktsegment Raumtrennsysteme
Produktsegment Sicherungstechnik/
Zeit- und Zutrittskontrolle
Sonstige Produkte
5,8 %
1,9 %
–4,8 %
0,4 %
(4,8 %*)
(0,5 %*)
(–5,1 %*)
(– 1,1 %*)
15,8 %
–3,3 %
(15,0 %*)
(–4,6 %*)
–1,8 %
18,8 %
7,6 %
(–1,8 %*)
(17,1 %*)
(3,8 %*)
1,5 %
–5,7 %
(1,2 %*)
(–6,6 %*)
15,0 %
(15,0 %*)
Nettoumsatz (in Mio. 1) per 30.06.2013
1.031,9
1.001,8
944,4
882,2
856,4
806,0
776,8
732,9
667,7
654,4
214,5
202,0
Umsätze nach Areas:
Nettoumsatz (in Mio. 1)
1.031,9
Inland
225,9
21,9 %
Ausland
806,0
78,1 %
76
Area Deutschland (GER)
Area Amerika (AME)
Area Asien-Pazifik/Australien (APA)
Area Mittelmeer/Mittlerer Osten/
Afrika (MMA)
Area Nord- und Osteuropa (NEE)
Geschäftsbereich Raumtrennsysteme
(EMEA)
* währungsbereinigt
2009/10
2008/09
Gesamt
Ausland
225,9
225,0
211,5
2010/11
2011/12
2012/13
Inland
DORMA
77
ZAHLEN UND FAKTEN
BUILDING VISIONS
Investitionen nach Arten (in Mio. €)
Investitionen nach Regionen (in Mio. €)
Inland
8,2
22,7 %
Maschinen/Einrichtungen
21,7
60,2 %
Gebäude/Grundstücke
12,4
34,3 %
Ausland
27,9
77,3 %
Informationstechnik
2,0
5,5 %
Gesamt Total 36,1
Gesamt Total 36,1
Daten zur Bilanz der DORMA Gruppe (in Mio. 1)
2013
Aktiva per 30.06.2013
Mio. 5
%
2012
Mio. 5
%
Anlagevermögen
71,8
32,6
Sachanlagen
154,3
152,5
Finanzanlagen
120,3
132,7
Gesamt
346,3
Immaterielle Vermögensgegenstände
34,8
317,8
35,1
Umlaufvermögen
Investition und Finanzierung
Trotz der nach wie vor in einigen Ländern der Welt unsicheren
Gesamtwirtschaftslage und der anhaltenden Euro-Krise hat DORMA
auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Optimierung der Produktionsstätten und in Wachstumsmärkte investiert. Die Investitionen in
Sachanlagen ohne Berücksichtigung von akquisitionsbedingten Zugängen liegen bei 19,3 Mio. 1. Die Sachinvestitionsquote – das Verhältnis
von Sachinvestitionen zum Umsatz – verringerte sich leicht auf 1,9 %
(Geschäftsjahr 2011/12: 2,2 %). In Relation zu den Abschreibungen
betrug die Quote 73,9 % (Vorjahr: 89,9 %).
Cashflow
Der operative Cashflow ist von 117,6 Mio. 1 im Geschäftsjahr 2011/12
auf 103,2 Mio. 1 in 2012/13 gesunken. Ursächlich hierfür ist im
Wesentlichen das im Berichtsjahr geringere Konzernjahresergebnis.
Der Anstieg der nicht zahlungswirksamen Abschreibungsaufwendungen sowie die Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva haben einen gegenläufigen Effekt.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist durch die Akquisitionen in
2012/13 signifikant höher als im Vorjahr. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist aufgrund einer Darlehensaufnahme in diesem
Geschäftsjahr positiv. Die Quote Working Capital (Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten
78
aus Lieferungen und Leistungen) in Prozent des Umsatzes hat sich
von 28,8 % auf 27,7 % sichtlich verbessert und ist damit auf dem
niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Insgesamt erhöhten sich
die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns zum
Bilanzstichtag um 58,2 Mio. 1 auf 246,1 Mio. 1.
Bilanz
Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um 91,2 Mio. 1 (+10,1 %) auf
995,7 Mio. 1 angestiegen. Dieser Zuwachs resultiert vor allem aus
dem Anteilserwerb der ISEO Serrature S.p.A., Pisogne/Italien, im
Geschäftsjahr 2012/13 (+ 47 Mio. 1). Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen hat sich dabei marginal um 0,3 Prozentpunkte verringert, entsprechend geringfügig hat sich der prozentuale
Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen erhöht. Das Eigenkapital beläuft sich zum 30. 06. 2013 auf 436,7 Mio. 1. Die Eigenkapitalquote bleibt mit 43,9 % (VJ 59,4 %) weiterhin auf sehr hohem
Niveau. Der Rückgang des Eigenkapitals resultiert aus dem gesunkenen Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung und im Wesentlichen aus den Ausschüttungen einiger Tochterunternehmen, die dem
Verrechnungskonto des persönlich haftenden Gesellschafters gutgeschrieben wurden. Das gesamte Eigenkapital der Gruppe überdeckt
das Anlagevermögen um 26 % (Vorjahr 69 %).
Vorräte
153,1
156,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
233,1
231,2
Liquide Mittel
253,0
188,0
10,2
10,7
Sonstige
65,2
649,4
Bilanzsumme
995,7
904,5
Passiva per 30.06.2013
2013
Mio. 5
%
2012
Mio. 5
%
Eigenkapital
436,7
537,3
43,9
586,7
64,9
Gesamt
59,4
Fremdkapital
Pensionsrückstellungen
121,2
114,5
Sonstige Rückstellungen
119,8
106,4
Bankverbindlichkeiten
96,5
22,9
Lieferantenverbindlichkeiten
56,6
52,9
Sonstige Verbindlichkeiten
164,9
70,5
Gesamt
559,0
367,2
Bilanzsumme
995,7
904,5
Verhältnis des Anlagevermögens zum Eigenkapital
79,3
59,1
DORMA
79
ZAHLEN UND FAKTEN
BUILDING VISIONS
PERSONAL
—
Um das gemeinsame Management- und Führungsverständnis
weltweit bei DORMA zu schärfen, haben aktuell rund 250 TopFührungskräfte das Führungskräfteprogramm „Leading DORMA
2020“ durchlaufen. In zwei Modulen geht es im Schwerpunkt um
Führungstechniken und den Umgang mit Veränderungsprozessen.
Parallel dazu wurde ein komprimiertes Programm mit dem Namen
„Leading DORMA 2020 Compact“ ins Leben gerufen. Bislang nahmen
weitere 250 Führungskräfte an 18 Trainings in zehn Ländern teil.
700 Führungskräfte nehmen mittlerweile an dem Talentmanagement@
DORMA Prozess teil, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und
Vorgesetzte regelmäßig über die individuellen Kompetenzen und Leistungen in Form von Selbst- und Fremdeinschätzungen sprechen. Damit
sollen die Stärken und Talente unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter identifiziert, strukturiert erfasst und konsequent gefördert werden.
Das Führungskräfte-Vergütungssystem „Pay for Performance“ wurde
80
plangemäß weiter auf die nächste Führungsebene ausgeweitet.
Damit werden konsequent der Ansatz einer variablen Vergütung
basierend auf effektiven Geschäftsverbesserungen sowie ein leistungsorientierter Dialog gefördert.
Mit 15 hochtalentierten Teilnehmern aus China, Deutschland,
England, Schweden, Südafrika und den USA ist das Entwicklungsprogramm „Perspective“ im November 2012 gestartet. In bisher
drei von insgesamt fünf Modulen haben die Teilnehmer gemeinsam
an realen Fallstudien gearbeitet und Konzepte erarbeitet, um so ihre
strategischen Fähigkeiten und ihre interkulturelle Kompetenz weiterzuentwickeln.
Inland
Mitarbeiter 2.743
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DORMA Gruppe
zum Stichtag 30.06.2013
Ausland
Mitarbeiter 4.201
Gesamt 6.944 Mitarbeiter
Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland
1.000
Ein wichtiger Teil der Nachwuchsförderung bei DORMA ist die
betriebliche Erstausbildung. Derzeit durchlaufen allein in Deutschland 73 junge Mitarbeiter eine technische oder kaufmännische
Ausbildung in den deutschen DORMA Gesellschaften. Vor allem in
Deutschland genießt DORMA einen hervorragenden Ruf als Arbeitgeber, was sich unter anderem in der geringen Fluktuation bzw. der
überdurchschnittlich langen Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigt.
3.995
900
800
3.549
700
600
2.120
500
1.310
2.721
Die Zahl der Beschäftigten in der DORMA Gruppe stieg im
Geschäftsjahr 2012/13 auf durchschnittlich 7.006 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter ohne Auszubildende und 7.085 inklusive Auszubildende (Vorjahr: durchschnittlich 6.738 einschließlich Auszubildende). Darin sind anteilmäßig 290 Arbeitnehmer von ISEO mit
einbezogen.
4.201
1.849
410
310
1955/56
Mitarbeiter
1960/61
700
425
1965/66
1970/71
Mitarbeiter Ausland
780
1975/76
400
2.647
2.600
2.705
2.743
300
2.006
200
855
100
1980/81
1985/86
Mitarbeiter Inland
1990/91
1995/96
2000/01
2005/06
2011/12
2012/13
0
Nettoumsätze in Mio. 1
Die mit DORMA 2020 einhergehenden Veränderungen im Unternehmen gilt es erfolgreich zu gestalten. Um die in Transformationsprozessen notwendige und offene Feedback- und Dialogkultur zu
fördern, ist im abgelaufenen Geschäftsjahr das Programm „DORMA
Dialog“ eingeführt worden. Im Zuge dieses Programms wurden im
November 2012 erstmals alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an
allen Standorten weltweit befragt. In anschließenden Workshops
haben die einzelnen Teams basierend auf den Befragungsergebnissen Maßnahmen entwickelt, mit denen sie ihr direktes Arbeitsumfeld kontinuierlich verbessern werden. Dieser „DORMA Dialog“
Prozess wird in den kommenden Jahren konsequent fortgeführt.
Nettoumsätze
DORMA
81
BUILDING VISIONS
ZAHLEN UND FAKTEN
AREA Mediterranean/Middle East/Africa
(MMA)
DORMA Bulgaria EOOD
Sofia, Bulgarien
DORMA Ghana Limited
Accra, Ghana
DORMA Kapi Sistemleri Sanayi
Ve Ticaret A.S.
Istanbul, Türkei
DORMA Uruguay S.A.
Montevideo, Uruguay
DORMA Romania S.R.L.
Bukarest, Rumänien
DORMA Gulf Door Controls FZE
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
DORMA Kenya Limited
Nairobi, Kenia
DORMA Arabia Automatic Doors
Company Ltd.
Dammam, Saudi-Arabien
DORMA Middle East (LLC)
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
DORMA Croatia d.o.o.
Zagreb, Kroatien
DORMA Door Systems d.o.o. Beograd
Belgrad, Serbien
Modernfold of Nevada LLC.
Las Vegas, NV, USA
DORMA Kuwait for Ready Doors
and Windows WLL
Kuwait, Kuwait
DORMA Slovensko s.r.o.
Bratislava, Slowakei
Aluminum Services Inc.
Scituate, MA, USA
DORMA Ibérica S.A.
Madrid, Spanien
Rutherford Controls Int’l Inc.
Virginia Beach, USA
DORMA South Africa (Pty.) Ltd.
Southdale, Südafrika
DORMA Door Controls Ltd.
Mississauga, Kanada
WELTWEIT
—
DORMA Mexico S. de R.L. de C.V.
Mexico City, Mexiko
DORMA USA Inc.
Reamstown, PA, USA
Modernfold Inc.
Greenfield, IN, USA
Rutherford Controls Int’l Ltd.
Cambridge, Kanada
AREA Germany (GER)
DORMA-Glas GmbH
Bad Salzuflen
AREA North & East Europe (NEE)
DORMA Foquin N.V.
Brügge, Belgien
DORMA Time + Access GmbH
Bonn
DORMA Danmark A/S
Rødovre, Dänemark
DORMA GlasTec GmbH
Detmold
DORMA Finland OY
Vantaa, Finnland
DORMA Automatic GmbH + Co. KG
Ennepetal
DORMA France S.A.S.
Créteil Cedex, Frankreich
DORMA Automatic GmbH + Co. KG
KT-Systeme
Ennepetal/Köln
Fermetures GROOM S.A.S.
Fougères, Frankreich
DORMA Beschlagtechnik GmbH
Velbert
DORMA Polska Sp.z.o.o.
Konstancin-Jeziorna, Polen
AREA Americas (AME)
DORMA Sistemas de Controles
Para Portas LTDA.
São Paulo, Brasilien
DORMA Magyarország Kft.
Budapest, Ungarn
DORMA Italiana s.r.l.
Lissone, Italien
DORMA GmbH + Co.
Kommanditgesellschaft
Ennepetal
DORMA Dverni Technika CR s.r.o.
Prag, Tschechien
DORMA Portugal Sistemas de Controles
para Portas LTDA.
Porto, Portugal
DORMA India Private Ltd.
Chennai, Indien
DORMA Holding GmbH + Co. KGaA,
Ennepetal
DORMA Austria GmbH
Eugendorf, Österreich
DORMA Norge A/S
Oslo, Norwegen
DORMA Rus LLC
Moskau, Russland
DORMA Sverige AB
Askim, Schweden
DORMA Schweiz AG
Thal, Schweiz
DORMA Ukraine LLC
Kiew, Ukraine
AREA Asia-Pacific/Australia (APA)
DORMA Movable Walls Pty. Ltd.
Canberra, Australien
DORMA Australia Pty. Ltd.
Hallam, Australien
DORMA Door Controls Pty. Ltd.
Hallam, Australien
DORMA Door Controls Limited
Hongkong, China
DORMA China Ltd.
Suzhou, China
DORMA UK Ltd.
Hitchin, Großbritannien
Yantai DORMA Tri-Circle Lock Co. Ltd.
Yantai City, China
DORMA Ireland Ltd.
Dublin, Irland
PT.DORMA Far East
South Jakarta, Indonesien
DORMA Nederland B.V.
Dodewaard, Niederlande
DORMA Korea Inc.
Seongnam City, Korea
DORMA Far East SDN BHD
Kuala Lumpur, Malaysia
CBP EMEA, Middle East and
Africa (EMEA)
DORMA Production (M) Sdn. Bhd.
Melaka, Malaysia
DORMA Hüppe Raumtrennsysteme
GmbH + Co. KG
Westerstede-Ocholt, Deutschland
DORMA Hueppe Asia Sdn. Bhd.
Senai, Johor, Malaysia
DORMA NZ Ltd.
Auckland, Neuseeland
DORMA Far East Pte Ltd.
Singapur
DORMA Production GmbH + Co. KG
Singapore Branche, Singapur
DORMA Hüppe Austria GmbH
Linz, Österreich
DORMA CBP Schweiz AG
St. Gallen, Schweiz
provitris GmbH
Rietberg, Deutschland
GLAMÜ Vertrieb von Duschsystemen
und Sanitärartikel GmbH
Rietberg, Deutschland
Modus GmbH Montage von
Duschsystemen und Sanitärartikeln
Rietberg, Deutschland
MAME Türendesign GmbH
Rietberg, Deutschland
Stand: Oktober 2013
82
DORMA
83
WN 05425051532 · 09/13 · D · JP/CL · 7 · 10/13
DORMA Holding GmbH + Co. KGaA
DORMA Platz 1
58256 ENNEPETAL
DEUTSCHLAND
Tel. +49 2333 793-0
Fax +49 2333 793-4950
www.dorma.com
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