Napoleon Bonaparte als literarisches Spiegelbild von Sehnsüchten

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Germanistik
Marc Hoffmann
Napoleon Bonaparte als literarisches
Spiegelbild von Sehnsüchten, Erwartungen
und Verteufelung
Bachelorarbeit
Philosophische Fakultät
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Bachelor-Arbeit zur Erlangung des akademischen Grades
„Bachelor of Arts (B.A.)”
im Studiengang Germanistik.
Thema: Napoleon in der deutschen und französischen Literatur an
ausgewählten Beispielen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Vorgelegt von
Marc Hoffmann
Sommersemester 2010
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
S. 3
II. J. F. Reichardt: Vertraute Briefe aus Paris
II.1. Napoleonporträt
S. 4
II.2. Die Kontrastfigur
S. 7
II.3. Die Selbstinszenierung
S. 9
II.4. Zur sozialen Ebene
S. 12
II.5. Zur kulturellen Ebene
S. 15
III. F. A. de Chateaubriand: De Buonaparte, Des
Bourbons
III.1. Zu den Eigenschaften
S. 19
III.2. Zur politischen Situation
S. 23
III.3. Militärisierung
S. 26
III.4. Gesellschaft und Heilung
S. 29
IV. Mythologisierung
S. 31
IV.1. E. T. A. Hoffmann: Die Vision auf dem Schlachtfelde S. 32
bei Dresden
V. Ch. D. Grabbe: Napoleon oder die 100 Tage
V.1. Idealisierung und „Heiland“
S. 34
V.2. Versuch der Deformierung
S. 39
V.3. Zur Napoleonauffassung des Volks
S. 42
V.4. Kollektivsymbolik und Intensivierung
S. 46
VI. Alexandre Dumas: Napoleon Bonaparte
VI.1. Zum Weltherrscher und Patriarchen
S. 49
VI.2. Politik ohne Grenzen
S. 53
VII. Schluss
S. 56
1 VIII. Literaturangaben
VIII.1. Primärliteratur
S. 60
VIII.2. Sekundärliteratur
S. 60
VIII.3. Internet
S. 61
2 I. EINLEITUNG
Napoleon I., der sich selbst zum Kaiser krönte, gilt als Bahnbrecher an der
Schwelle zu einer neuen Zeit.1 „Napoleon gelang es, eine Legende bei
Lebzeiten zu schaffen, aber erst nach seinem physischen Ende zum
Mythos zu werden.“2 Er spielt in der gesellschaftlichen Realität des 19.
Jahrhunderts eine außergewöhnliche und bedeutsame Rolle.3 Anhand der
Darstellungsweisen der Persönlichkeit Napoleons sind verschiedene
Deutungsmuster zur Person entstanden. In der vorliegenden Arbeit werde
ich untersuchen, wie Napoleon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
beschrieben wird. Im ersten Teil der Arbeit werde ich anhand eines
Vergleichs
zweier Texte von J. F. Reichardt4 und von F. A.
Chateaubriand5 analysieren, wie Napoleon noch zu Lebzeiten literarisch
auf deutscher und französischer Seite dargestellt wird. In der Analyse
werde ich auf Napoleon eingehen und auf seine Wirkung im Volk, um
einen Einblick zu bekommen, wie seine Stellung als Politiker und Mensch
in der Gesellschaft ausschaut. Im Folgenden werde ich kurz auf die
Anfänge der Mythologisierung eingehen und dies durch einen kleinen
Beispieltext von E. T. A. Hoffmann6 veranschaulichen. Im letzten Teil der
Analyse werde ich einen Text von Grabbe7 und einen von Dumas8
vergleichen und erörtern, um zu sehen, ob und wie eine Mythologisierung
nach dem Tod des Staatsmannes stattfindet. Hier werde ich, ähnlich wie
auch im ersten Teil, auf Napoleons Darstellungsweise eingehen und
1
Vgl. Ute Planert: Wann beginnt der „moderne“ deutsche Nationalismus? Plädoyer für eine nationale Sattelzeit. In: Jörg Echternkamp/Sven O. Müller (Hrsg.): Die Politik der Nation. Deutscher Nationalismus in Krieg und Krisen. 1760‐1960. München 2002, S. 26. 2
Eckart Kleßmann: Napoleon. Ein Charakterbild. Weimar 2000, S. 5. 3
Vgl. Barbara Beßlich: Der deutsche Napoleon‐Mythos. Literatur und Erinnerung 1800‐1945. Darmstadt 2007, S. 11. 4
Johann Friedrich Reichardt: Vertraute Briefe aus Paris. 1802/1803. Herausgegeben und eingeleitet von Rolf Weber. 1. Aufl. 1981. [Verlag der Nation Berlin]. Im Text fortan als „VBP“ angegeben. 5
F. A. de Chateaubriand: De Buonaparte, des Bourbons, et de la nécessité de se rallier à nos princes légitimes, pour le bonheur de la France et celui de l`Europe. Paris 1814. Im Text fortan als „BB“ angegeben. 6
E.T.A. Hoffmann: Die Vision auf dem Schlachtfelde bei Dresden. In: Hartmut Steinecke (Hrsg.): E.T.A. Hoffmann Fantasiestücke in Callot´s Manier Werke 1814. Band 2/1. [DKV]. Im Text fortan als „DKV“ angegeben. 7
Christian Dietrich Grabbe: Napoleon oder die hundert Tage. Nachwort von Alfred Bergmann. Stuttgart 2005. [RUB; 258]. Im Text fortan als „Grabbe“ angegeben. 8
Alexandre Dumas: Napoléon Bonaparte, ou Trente ans de l´histoire de France. In: Répertoire du Théâtre français à Berlin. N° 203. Berlin 1839. Im Text fortan als „NB“ angegeben. 3 
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