Newsletter Nr. 03-04 2010 - Österreichischer Astrologenverband

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news
Newsletter des Österreichischen Astrologenverbandes
03-04 / 2010
Einzelpreis: € 2,50
Die Messe „La Donna“ in der Wiener Stadthalle
vom 29. September bis 3. Oktober 2010
Mag. Maria Luise Mathis
Die Gewerblichen Astrologen von
Wien konnten mit ihrem nach
modernsten Richtlinien gestalteten
Messestand auf der Messe „La
Donna“ einen großen Erfolg
verbuchen. Peter Fraiss, dem Vorsitzenden der Berufsgruppe der
Astrologen, ist es gelungen, dass
die erheblichen Kosten für den
Standaufbau dankenswerter Weise
von der Fachgruppe der Dienstleister
der
Wirtschaftskammer
Wien übernommen wurden.
über professionelle Astrologie zu
informieren und zu beraten.
Mag. Maria Luise Mathis hielt einen
Vortrag über Partnerschaftsastrologie unter dem Titel: „Wenn die
Venus mit dem Mars tanzt.“
Eva Kamhuber referierte zum
gleichen Thema mit der Überschrift: „Neuer Wind in Beziehungen.“
Partnerschaftsastrologie dem teilnehmenden Publikum - d.h. überwiegend den Frauen, aber auch
einigen neugierigen Männern näher gebracht.
Die Messe „La Donna“ war sehr
gut besucht und so konnte einmal
mehr die Öffentlichkeit über die
Möglichkeiten der professionellen
Astrologie
aufgeklärt
werden.
Zahlreiche Astrologen und Astrologinnen nutzten die Gelegenheit,
in diesem Ambiente, mit astrologischen
Beratungsgesprächen
und Werbefoldern Werbung für Ihre
Dienstleistung zu machen.
Mag. Martina Groer sorgte für den
reibungslosen Ablauf der Standbetreuung.
H. Dörfler, K. Dotter, G. Günsberg,
P. Fraiss, M. Fritsch, B. Kafai, E.
Kamhuber, M. Kovarik, Mag. M. L.
Mathis, C. Pogats, W. OpielaMartinek, M. Rausch, N. Starkel
und B. Tesar, wechselten einander
ab, um die interessierten Messebesucher und Messebesucherinnen
Foto © Mag. Maria Luise Mathis
Beide
damit
ihre reichen
von
links: haben
Besucherin,
Eva Kamhuber,
Mag. Martina Groer, Mag. Maria Luise Mathis
Erfahrungen auf dem Gebiet der
express *** express *** express *** express *** express *** express
Seite 4-5:
Dr. Peter Schlapp - Der
sinnliche Tierkreis
Seminar-Rückblick von
Dr. Michael MartzakGörike
Seite 8-9:
Ist Astrologie Kunst
oder Wissenschaft?
Eine philosophische
Betrachtung von
Dr. Edith Altmann
Seite 10-12:
Iss was dir die Sterne
weisen…
Richtige Ernährung mit
Hilfe des Horoskops
Ursula Jacoby-Daul
Seite 13-14:
Mitunter erscheint
nichts ferner als die
Nähe - Künstlerische
Fotografie
Regine Haunschmidt
Abo-Service: 2344 Maria Enzersdorf, Tel. +43 (0)676 930 4135, E-Mail: [email protected]
2
news 03-04 / 2010
aktivitäten
Wellness & Life Style Messe in der „Arena Nova“
vom 17. bis 19. September 2010 in Wiener Neustadt
Mag. Maria Luise Mathis
Wieder einmal hatten die NÖ
Gewerblichen AstrologInnen einen
gemeinsamen Auftritt bravourös
gemeistert. Der Messestand befand sich in bester Lage, und die
großen Darstellungen des Fixsternhimmels informierten schon von
weitem, dass es hier um die Sterne
und deren Bedeutung ging.
Zahlreiche Kolleginnen nutzten die
gute Gelegenheit, sich für die
Information der Öffentlichkeit über
professionelle Astrologie einzusetzen. Die meisten von ihnen
führten nonstop die sehr gefragten
Kurz-Beratungen durch. Auffallend
viele Messebesucher äußerten sich
lobend über die Professionalität der
Gespräche und waren erstaunt,
wie erhellend und hilfreich selbst
sehr kurze astrologische Beratungen sein können.
v.l.: Erika Racky, Susanne Eder, Dr. Evelyn Felder, Sandra Bohac, Mag. Maria Luise Mathis
über: „Astrologie in 5-SterneQualität“. „Herbst: Tag- und Nachtgleiche - die Balance“ war das
Thema von Karoline Plasonig.
„Horoskope und Prognose“ war
Erika Racky ein Anliegen und
schließlich trug Mag. Gabriela
Steiner „Astrologie und Familienstellen“ vor.
Die Standbetreuung durch Sandra
Bohac, Susanne Eder, Dr. Evelyn
Felder, Mag. Maria Luise Mathis,
Karoline Plasonig, Erika Racky,
Ingeborg Schiessler und Mag.
Gabriela
Steiner
funktionierte
bestens.
Es machte allen Beteiligten Spaß
am Erfolg eines gemeinsamen
Auftrittes der Gewerblichen AstrologInnen mitzuwirken.
v.l.: Mag. Gabriela Steiner u. Besucherinnen
Zusammenfassend kann man sagen, dass sehr viele Interessenten
den Messestand der NÖ Gewerblichen AstrologInnen besuchten
und ansprechendes Werbematerial
mitgenommen haben.
Ebenso
trugen
verschiedene
Vorträge dazu bei, über die Arbeit
der Gewerblichen AstrologInnen zu
informieren. Susanne Eder sprach
über: „Zeitungshoroskop - wie wird
das gemacht? Wo liegt der
Unterschied zum persönlichen?“
Mag. Maria Luise Mathis referierte
v.l.: Erika Racky u. Karoline Plasonig
Wir danken der Kammer der
Gewerblichen Wirtschaft für die
großzügige Unterstützung.
Impressum:
News des Österreichischen Astrologenverbandes, Erscheinungszeitraum: vierteljährlich
Herausgeber und Verleger: Österreichischer Astrologenverband, vertreten durch Mag. Maria Luise Mathis und Mag. Gabriela Steiner;
eingetragener gemeinnütziger Verein, ZVR 301914806
2344 Maria Enzersdorf, Riemerschmiedgasse 5a/4, Tel.: +43 (0)676 930 41 35
Mail: [email protected]
Website: www.astrologenverband.at
Chefredaktion: Mag. Erwin Frank
Layout:
Inge Schiessler
Autoren:
Dr. Edith Altmann, Regine Haunschmidt, Ursula Jacoby-Daul, Dr. Michael Martzak-Görike, Mag. Maria Luise Mathis,
Wolfgang Peterat, Mag. Gabriela Steiner
Die Artikel und Berichte sind persönliche Sichtweisen und Erfahrungswerte und liegen im Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.
Die jeweiligen Quellen wurden bei den Fotos vermerkt. Sollten sich Personen in ihrem Urheberrecht verletzt sehen, bitten wir um
Kontaktaufnahme unter [email protected].
köpfe
Das
news 03-04 / 2010 3
-Team stellt sich vor:
Helene Hausmann -
Weltoffen und
kommunikativ
Vertretung des Kassiers
Mag. Gabriela Steiner
Um eine Kontinuität der Kassaführung beim Österreichischen
Astrologenverband zu gewährleisten, hilft ein wahrhaft „guter
Geist“ seit einigen Monaten als
Unterstützung der beiden beruflich
sehr engagierten Kassiere tatkräftig mit.
Es bedurfte einer verlässlichen und
genauen Persönlichkeit, die wir mit
Helene gefunden haben: Mit Mond
im Zeichen Stier kann man sich
immer auf sie verlassen - der
Bezug zu den Finanzen ergibt sich
aber auch aus ihrem KrebsAszendenten. Da sowohl der Mond
als auch die Venus dem Geld
zugeordnet
werden
können,
wundert es wohl nicht, dass auch
eine dreifache Waage-Besetzung
in der Verbandsbuchhaltung für
wahrheitsgetreuen Ausgleich der
Soll- und Haben-Stände sorgt.
Sowohl Krebs-Aszendent als auch
Mond in Stier legen die Vermutung
nahe, dass ein ausgeprägter
Familiensinn vorhanden ist, und
tatsächlich: Schon sehr früh in
ihrem Leben widmete Helene ihre
ganze Zeit und Kraft ihrem Ehemann und den 3 Kindern. Und
auch die Gartenarbeit hat der
naturverbundenen Helene immer
viel Spaß bereitet.
Erst
nachdem
ihre
Kinder
allmählich erwachsen wurden,
stieg sie nach einer Buchhaltungsausbildung ins Finanzwesen ein
und unterstützte zunächst tatkräftig
ihren Mann in seiner eigenen
Firma.
Helene ist immer noch fit wie ein
Turnschuh, denn, so meint Helene:
„ein bisschen Sport und Nordic
Walken, das muss einfach sein!“
Ansonsten ist sie vor allem mit
Kunst, Kultur und der Musik beschäftigt.
Sofern sie nicht gerade OmaPflichten für ihre 3 Enkelinnen
übernimmt, findet man sie auf
Ausstellungen
oder
Bildungsreisen, wie etwa letztes Jahr zu
den Loire-Schlössern. Auf ihren
Italienreisen meidet sie ausgetretene Pfade und bewegt sich
gerne abseits des Massentourismus.
Foto © Helene Hausmann
Weltoffen und kommunikativ, wie
sie ist, findet sie überall Gesprächsstoff.
Das braucht sie auch, denn die nach eigenen Worten - seit 21
Jahren „erfolgreich“ geschiedene
Single-Frau war schon immer sehr
freiheitsliebend.
„Geistige Freiheit ist ein hohes Gut“,
meint sie, und schaut sich im Fernsehen ausschließlich Dokumentationen zu interessanten Themen an.
Die Astrologie ist bis heute ihr
Steckenpferd geblieben: Mit einer
fundierten Ausbildung im Hintergrund hilft sie gerne, mit einem
Blick ins Horoskop, Freunden und
Bekannten bei diversen Lebensfragen weiter.
Von Anfang an ist Helene für unser
beruflich viel beschäftigtes oeavTeam eine wertvolle Ergänzung
und Konstante.
Die nächsten Veranstaltungen
WIEN
WEIHNACHTSFEIER des oeav
mit Rahmenprogramm
16. Dezember 2010, 19:00 Uhr
Don Bosco-Haus, St. Veit-Gasse 25
1130 Wien
Freier Eintritt !
Vortrag von
Mag. Maria Luise Mathis
SINGLE-DASEIN – freiwillig oder
ungewollt?
Viele Menschen scheinen sich für das
Single-Dasein zu entscheiden. Fördert
das gesellschaftliche Umfeld diese
Beziehungsform? Anhand einiger Beispiele wird aufgezeigt, dass aus dem
Horoskop die möglichen Ursachen dafür zu erkennen sind.
GRAZ
7. Jänner 2011, 19:00 Uhr
WIEN
12. Jänner 2011, 19:30 Uhr
„Kutscherhof“, Ziehrerstraße 68,
8041 Graz
Vortrag von
Mag. Gabriela Maria Steiner
BURNOUT – Nichts geht mehr!
Österreichischer Naturheilverein,
Esterhazygasse 30, 1060 Wien
Vortrag von
Mag. Silvia Irene Schachner
GESUNDHEIT und LEBENDIGKEIT beginnt im Geist
Immer mehr Menschen geraten in die
modernste und zugleich tückischste
Falle unserer Zeit: Die rasende Beschleunigung unseres Lebens, wachsender Druck in wirtschaftlich instabilen
Zeiten und Perfektionszwang übersteigen das natürliche Anpassungspotential.
Wer ist ein Kandidat für Burnout? Wo
im Horoskop finden sich die Ressourcen für den Weg zurück in ein besseres
Leben?
Tägliche kleine Entscheidungen führen
zu unserem Leben im Morgen. Doch
ohne Handlungen verhallt der beste
Plan im Nichts. Wo werde ich sein, in
einem, in fünf, in zehn Jahren? Unsere
Lebensmuster, unsere Taten von Heute
werden es entscheiden.
Was glauben wir zu wollen und was tun
wir wirklich? Begeben Sie sich in
diesem Vortrag auf eine spannende
Reise in den Geist.
4
rückblick
news 03-04 / 2010
Dr. Peter Schlapp „Der sinnliche Tierkreis“
Seminar vom 29. Mai 2010
Dr. Michael Martzak-Görike
Und als dann das ganze noch in
Verbindung mit einem gewöhnlichen Stuhl demonstriert wird,
können wir uns vor Lachen kaum
noch halten. Selbst der anwesende
Hund spürte mitunter die tieferen
Zusammenhänge...
oben: Beatrix Wendt, unten: Edda Neuberger
Dr. Michael Martzak-Görike
Gleich vorweg: Ich habe noch nie
in einem Astro-Seminar so herzlich
gelacht und mich so köstlich
amüsiert wie bei Peter Schlapps
SINNLICHEM TIERKREIS am
29. Mai 2010 in Mödling bei Wien.
Dr. Peter Schlapp, aus Frankfurt/
Main, astrologisches Urgestein,
Autor des 1996 erschienenen Kultbuches Astrologische Prognosen
zur Jahrtausendwende (1. Aufl.
1996, Freiburg/Breisgau, EbertinVerlag) ist nicht nur Astro- bzw.
Eso-Philosoph,
sondern
auch
Schauspieler und Regisseur.
Und das macht die ganze Sache
natürlich besonders interessant
und spannend. Deswegen ist es
wohl auch so überaus amüsant,
ihm bei seiner Arbeit zuzusehen.
Elegant, schlank und barfuss zeigt
er uns absolut perfekt und kompetent, wie sich die einzelnen
Urprinzipien mehr oder weniger
stellen - stehen - sich bewegen oder - unbewusst präsentieren und wie das körpersprachlich
geübte Auge sie unter Umständen
ganz leicht erkennen kann...
Dr. Peter Schlapp, Mag. Maria Luise Mathis
Wir Teilnehmer dürfen meistens
Vorschläge machen, an deren
Anschluss er uns dann äußerst
charmant die körperlichen Erfahrungen bzw. Erinnerungen der
Zeichen von Widder bis Fische aus
seiner Sicht vermittelt.
Und bei unseren Übungen werden
wir ständig von ihm angehalten,
auch immer ganz genau hinzuschauen.
Reinste Theater-Regiearbeit auf
jenen Brettern, die unter Umständen für uns Astrologen die
Welt bedeuten...
Das Geheimnis der Urprinzipien
liegt dann im Appell an unser
Körpergefühl und in der Reduktion
auf die einfachste, wesentliche
Form...
rückblick
Ja, und falls wir völlig daneben
liegen, was auch oft genug
passiert, demonstriert uns Peter
Schlapp - äußerst gekonnt und
spielend leicht - die „Ideal-Figur“.
news 03-04 / 2010 5
Nun, am besten sollte man dieses
Seminar natürlich in Form eines
Videos präsentieren... noch besser
wäre freilich bei nächster Gelegenheit selbst dieses Seminar zu
besuchen.
Peter Schlapps teilweise beunruhigende Prognosen bis 2050 sind
nämlich tatsächlich bereits voll
eingetroffen.
Was soll man denn auch anderes
erwarten... von einer Sonne im 11.
Haus, Jupiter in den Fischen und
Uranus gradgenau am MC...!?
alle Fotos © Mag. Maria Luise Mathis
rechts: Dr. Peter Schlapp, Gertraut Mezei stellt einen in die Tiefe grabenden Skorpion
dar
Im Laufe des Seminars hält er uns
dazu an, uns zu jeder beliebigen
Situation stets zu überlegen, wie
das jeweilige Zeichen reagieren
könnte.
Fachmitglied werden beim
Mitte: Irena Mihajlovic - stellt eine schwungvolle oder bewegte Waage dar
unten: Dr. Peter Schlapp mit Johanna Payerl,
Beatrix Wendt, Dr. Michael Martzak-Görike
!
Die ersten Fachmitglieder des Österreichischen Astrologenverbandes sind bereits auf der Homepage des oeav gelistet.
Nützen auch Sie die Gelegenheit, auf diese Weise Ihr Know-How und Beratungsangebot einem breiten Publikum zu
präsentieren.
Der Weg dahin ist denkbar einfach: Info-Material unter [email protected] oder Tel. 0676 930 41 35 anfordern
oder direkt von der Homepage herunterladen. Schicken Sie alle Unterlagen an: Österreichischer Astrologenverband,
Riemerschmidgasse 5a/4, 2344 Maria Enzersdorf – und schon sind Sie dabei!
6
planetenzyklen
news 03-04 / 2010
Zeiten der Wende
4. Teil - Die Essenz des Epochenhoroskops
Mag. Maria Luise Mathis
Ein weiteres Datum, der 30.7.2010,
ist spannend. Die kardinale
Klimax, die schon besprochen
wurde (oeav-news 01/2010), findet
ziemlich
genau
auf
Saturn
progressiv statt. Zusätzlich wird sie
durch Mars und Jupiter im Transit
aufgeheizt.
Auch der progressive Mars
quadriert den
Neumond
in
Stier.
Jupiter in Widder heißt seinen
Willen und seine Überzeugungen
um jeden Preis durchzusetzen,
wenn notwendig auch mit Gewalt.
Foto © Mag. Maria Luise Mathis
Und unser Leitmotiv hieß bislang:
Umsatzsteigerung und Gewinnoptimierung. Im Horoskop, mit
Die Frage ist leicht zu beantworten:
Wir erleben es ja täglich - es
kommt zum Stau. Es kommt
zur Umweltverschmutzung,
g1 e0
zum Klimawandel, zu WetterMenschheitshoroskop
katastrophen und in Folge zu
26.4.1892
08° 06°
29°
22:51:34 LMT
g b c 00° 23°
Hungersnöten… Und dabei
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Wien
02°
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fahren noch lange nicht alle
05° h
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mit dem Auto! Von 100
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Progressiv
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Amerikanern haben 50 ein
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30.07.2010
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h 21°19° 24°
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Auto, von 100 Chinesen
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haben jedoch nur 2 ein Auto.
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Was passiert, wenn nun jeder
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Natur reproduzieren kann?
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Ein anderes Beispiel betrifft
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34
32
Saturn
(Herrscher des 2.
Hauses) steht
in diesem Horoskop für Geld, Besitz und unsere
Werte. Er steht auch für das, was
uns Sicherheit gibt.
Da sich Saturn im 9. Haus befindet,
geht es möglicherweise auch um
unsere ethische Einstellung zu
Geld. Es geht um unser Vertrauen
in eine funktionierende Marktwirtschaft und um unser Vertrauen in
den Staat. Können wir überhaupt
noch Vertrauen haben? Gibt es
noch eine Struktur an die man sich
halten kann? Gibt es noch den
weisen Alten, den man um Rat
fragen kann? Gibt es noch die
religiösen Grundsätze, an denen
man sich orientieren konnte? Gibt
es noch Politiker, deren ethische
Grundhaltung uns überzeugen
kann?
Sind wir möglicherweise am
Knackpunkt dieses Epochenhoroskops angekommen?
Schütze-AC, Jupiter in Widder und
Saturn im 9. Haus verraten uns die
Essenz dieses Horoskops. Expansion ist das Schlagwort, das
uns die letzten 120 Jahre leitete.
A
7
j3
04
31
32
C
Eine
weitere
Attacke
auf
unseren Besitz
oder ähnliches
könnte bevorstehen. Spätestens dann
wird es notwendig
sein,
umzudenken.
H
R
29
R
48
10
11
Schütze-AC, spielt das 9. Haus die
wichtigste Rolle. Und mit Saturn im
9. Haus drängt sich sofort die
Frage auf: Sind diese unsere
Glaubenssätze auch ethisch vertretbar?
Unsere
Werte-Ethik
richtete sich jeweils nach dem
System, in das wir hineingeboren
wurden. Allein durch die Globalisierung, ebenfalls ein SchützeThema,
prallen
die
verschiedensten Wertesysteme aufeinander - welches hat nun
Gültigkeit? Nun kommt noch eine
ganz andere Ethik zum Tragen: die
Verantwortungs-Ethik! Bedenkt
man nämlich, dass jede Handlung
auch Folgen hat, und dass man für
diese Folgen Verantwortung trägt,
dann müsste man unsere bisherigen Glaubenssätze in Frage
stellen.
Dazu
ein
einfaches
Beispiel: Wenn eine Person allein
in ihrem Auto von A nach B fährt,
um an ihren Arbeitsplatz zu
gelangen, finden wir das ethisch
doch in Ordnung. Im Sinne der
Verantwortungsethik sollten wir uns
jedoch die Frage stellen: Welche
Folgen hat es, wenn dies alle tun?
das Internet. Die Vorteile der
weltweiten Kommunikation und
Information sind unübersehbar.
Aber die Folgen davon, dass jeder
jede Information ins Netz stellen
kann, und diese sich mit Windeseile über den Globus verteilt, sind
unabsehbar.
Denken wir z.B. an Google. Dieses
Unternehmen, 1998 gegründet,
schaffte es rasch zum Medienimperium. Es dauerte nur 10 Jahre,
um selbst große Konzerne wie IBM
oder Coca Cola, ja selbst die Bank
of Amerika oder den weltgrößten
Automobilhersteller Toyota ökonomisch zu überholen. Das Ziel des
Unternehmens, die Informationen
der Welt zu organisieren und
nutzbar zu machen, klingt ethisch
sehr gut. Aber mittlerweile ist
Google weit mehr als eine
Suchmaschine. Google hat z.B. im
Bereich der Onlinewerbung einen
Marktanteil von 80 Prozent. So
mancher Meinungsforscher (wie
z.B. Gerald Reischl) bezeichnet
Google als eine „Datenkrake“, als
eine unkontrollierte Weltmacht im
Internet.
planetenzyklen
Zu Saturn in der Jungfrau fällt mir
das Stichwort Spezialisierung ein.
Wenn jeder das macht, was er am
besten kann, scheint die Welt noch
in Ordnung zu sein. Im Sinne der
Gewinnmaximierung
wird
dort
gemacht - sprich gearbeitet, wo es
am billigsten ist. Damit verbunden
ist auch eine gewisse Unlust,
selbst zu arbeiten - das kann man
doch an Billiglöhnländer delegieren. Jeder will Chef sein. Welche
Folgen hat es, wenn es alle tun?
Eine der Folgen davon ist, dass es
bald nur noch Häuptlinge, aber
keine Indianer mehr gibt. Und
weitere Folgen davon:
Wenn wir in Billiglohnländern
produzieren lassen, bringt der
weltweit steigende Transport der
Güter entsprechende Umweltbelastungen und selbst finden wir
keine Arbeit mehr. Man müsste
sich also auch fragen: Welchen
Preis hat unser Wohlstand? Und
natürlich müssten wir auch fragen:
Wer zahlt den Preis dafür? Soll die
Antwort wirklich so lauten - ein
anderes Land, ein anderes Volk
oder eine andere Generation?
Ende Juli 2010 ist Jupiter, einer
der Hauptakteure des Menschheitshoroskops, an der kardinalen
Klimax beteiligt. Was mag das
bedeuten? Die Uranus-JupiterKonjunktion sollte Mitte 2010
neuen Ideen zum Durchbruch
verhelfen. Ich denke dabei an neue
Energieformen. Immerhin findet
diese Konjunktion in Widder, einem
feurigen Zeichen, statt. Ich denke
dabei an den geplanten Einsatz der
Elektroautos. Das Elektroauto gibt
es ja schon länger, aber die Reichweite der Batterien bzw. die Infrastruktur
der
Ladestationen
scheinen derzeit noch problematisch. Angeblich dauert es noch
10 Jahre bis diese technische Errungenschaft in größerem Stil
eingesetzt werden kann.
Widder entspricht auch dem Kopf
und somit auch dem Gehirn.
Möglicherweise sind die Ergebnisse der Gehirnforschung von
großem Einfluss auf unsere Gesellschaft. Bekanntlich sollen wir
derzeit nur 10 % unserer Kapazitäten nutzen. Stellen Sie sich vor,
wenn wir durch die neuesten Erkenntnisse in der Lage sein
könnten uns z.B. gesund zu
denken - das sind dann ja durchaus positive Aussichten.
4
Im April 2011 finden wir ebenso
eine spannungsgeladene Konstellation.
Pluto-Mars-Eineinhalbquadrat und
Jupiter-Mars-Quadrat und Mars
Quadrat
Sonne-Mond
bleiben
erhalten. Während Neptun, der
Planet des Kollektivs, in sein
eigenes Zeichen, das Zeichen der
Fische, eintritt, geben sich Mars
und Uranus ein Stelldichein auf
1 Grad Widder. Dabei wandert
Neptun durch das 2. Haus des
Menschheitshoroskops. Zu dieser
Zeit könnte unser bisheriges
Sozialsystem eine bedeutende
Wende erfahren. Möglicherweise
treten für unsere Sozialleistungen
derartige Finanzierungsprobleme
auf, dass wir darauf teilweise verzichten müssen. Vielfach können
wir uns ja schon jetzt unsere
medizinischen
Errungenschaften
nicht mehr leisten.
Verunsicherung, Angst, Chaos und
die Flucht in virtuelle Scheinwelten
sind ebenfalls mögliche Entsprechungen von Neptun in Fische.
Wenn
der
Selbstbehalt
bei
medizinischen Leistungen steigt,
werden wir alternierend andere
Ärzte aufsuchen als bisher. Ganzheitliche Heilmethoden könnten
mehr an Bedeutung gewinnen.
Solange sich Neptun noch in
Wassermann befindet, besteht eine
Neigung zu übertriebenen Bestrebungen nach Individualität und
4
Unabhängigkeit. „Jeder darf alles“
oder „Auffallen um jeden Preis“ scheint die Devise zu sein. Je
ausgefallener und abnormer die
Themen und die Gäste einer
Talkshow sind, umso höher sind
die
Einschaltquoten.
Intimste
Lebensäußerungen werden via
Fernsehen veröffentlicht. Der Aufenthalt in virtuellen Welten ist für
immer mehr Menschen Alltag. Es
ist kaum zu glauben, dass man im
Internet einen virtuellen Bauernhof
erstehen und virtuell Felder
bebauen, säen und ernten kann.
Man kann sogar Pferde züchten
(www.virtuellerreiterhof.at).
Virtuelle Pferdezüchter haben dann
kaum noch Zeit, reale Freunde zu
treffen, schließlich bekommt eines
ihrer Pferde gerade ein Junges - im
Internet - versteht sich. Dabei sitzt
so ein „Spieler“ ganz alleine vor
seinem PC. Mit Neptun in Fische
könnte ein Erwachen notwendig
sein, könnte uns die Realität
einholen.
Peter Schlapp, Astrologische Prognosen zur Jahrtausendwende, Ebertinverlag
news 03-04 / 2010 7
Womöglich erkennen wir dann die
Täuschung, die uns täglich via
Fernsehen ins Haus gespielt wird.
Wir sind als kollektive Wesen
gedacht und daher auf das Miteinander und die Hilfe unserer
Mitmenschen
angewiesen. Es
sollte uns bewusst werden, dass
nach Bellsches Theorem alles mit
allem verbunden ist. Diese ist nur
eine der Grundaussagen der
Quantenphysik, die maßgeblich für
unsere Epoche ist.
Gleichzeitig stehen Jupiter und
Saturn
in
Opposition.
Die
aufsteigende, mit Wachstum in
Verbindung stehende, Zyklushälfte
ist vorüber. Ein bis dahin
herrschender Optimismus könnte
in Pessimismus umschlagen. Das
Gebot der Stunde heißt aber
Realismus. Wir sollen uns fragen:
Wie authentisch ist unser Leben?
Tun wir das, was uns entspricht?
Haben auch wir einen Kredit
genommen, um etwas zu haben,
was wir uns nicht leisten können?
Am
16.11.2011 erreicht der
progressive Mond den Saturn des
Menschheitshoroskops.
MondSaturn heißt Knappheit der Mittel,
heißt
Nüchternheit.
Mond
(Herrscher von 8) und Saturn
(Herrscher von 2) bedeutet unter
Umständen, dass Schulden nicht
mehr
zurückgezahlt
werden
können. Uranus im Transit befindet
sich noch immer in Opposition zu
Saturn und der laufende Saturn
quadriert Mars - alles zusammen
keine erfreulichen Konstellationen.
Aus diesem Grunde scheint es
vorteilhafter zu sein, anstelle von
Papierwerten auf reale Werte zu
setzen.
Als letzte Progression des Menschheitshoroskops möchte ich den
21.12.2012 beleuchten. (Grafik S.12)
An den Progressionen von Pluto,
Jupiter und Mars hat sich nichts
geändert. Aber der progressive
Mond, auf 8 Grad Waage, bildet
ein Trigon zur Neptun-Pluto-Konjunktion und läuft in die Opposition
zu Jupiter hinein. Jupiter im
Transit, auf 8 Grad Zwillinge, ist
ebenfalls auf dieser EpochenKonstellation gelandet. Weiters
befinden sich Saturn auf 8 Grad
Skorpion und Pluto auf 8 Grad
Steinbock. Die Tatsache, dass sich
4 Planeten – Mond, Jupiter, Saturn
Fortsetzung auf Seite 12
8
news 03-04 / 2010
wissen
ASTROLOGIE als Geisteswissenschaft eine Spurensuche!
Ist Astrologie Kunst oder Wissenschaft?
Dr. Edith Altmann
„Astrologie ist eine höchst
kreative, der Philosophie und
dem Geiste des Humanismus
verbundene Kunst“, schrieb ich
im Jahre 2005 in einem Aufsatz,
um auf die Wurzeln der Astrologie
aufmerksam zu machen.
Unter dem Titel „Über die Liebe zur
Weisheit, philosophisch - astrologische Reminiszenzen“ wurde auf
wichtige geistesgeschichtliche Entwicklungen hingewiesen: Astrologie im Geiste des Humanismus
(„uomo universale“), über das
Staunen (Platons Werk als Grundlage), der Kosmologische Beweis
einer Gottesexistenz (Nicolaus
Cusanus, Nikolaus Kopernikus,
1
Giordano Bruno).
Am 5.11.2010 lud die Stiftung
Astrologie und Erkenntnis (SAE) in
Hannover zu einem Astrologischen
Forschungstag ein, der „Astrologie
als Geisteswissenschaft – eine
2
Spurensuche!“ thematisiert.
Astrologie sei wissenschaftlich
nicht beweisbar - lautet die Antwort auf bisherige statistische Versuche (Gauquelin, Niehenke). Und
selbst Wissenschaftler, die sich
von
wissenschaftstheoretischen
Methoden distanzierten, blieben in
ihrer Vorgangsweise naturwissenschaftlich (Paul Feyerabend, Dieter
Koch). Auf die Frage, warum
Astrologie nicht als Geisteswissenschaft theoretisch untersucht werde, kam die Antwort,
dass Astrologie dann ähnlich
kritisiert werden würde, wie dies
heute der Gesellschaft der Geisteswissenschaften widerfährt. In der
Astrologie-Szene gibt es nicht
wenige kompetente Astrologen, die
sich dieser Debatte dadurch entziehen, dass sie Astrologie als
Kunst praktizieren wollen und letztlich sich mit theoretischen Überlegungen nicht abgeben.
Ist Astrologie nun Kunst oder
3
Wissenschaft?
1
2
3
4
Wie die Universitätsgeschichte
zeigt, schließt Wissenschaft, die
Kunst nicht aus, außerdem waren
Musik - Astronomie - Geometrie
und Arithmetik Fachgebiete der
„Artes Fakultät“, in der bis ins 16.
Jhd. die „7 freien Künste“ („septem
artes liberales“) gelehrt wurden, zu
denen auch Rhetorik - Grammatik Dialektik gehörten. Die Aufteilung
der Studienfächer gibt Aufschluss
über den geistigen Hintergrund und
bis zur Hochrenaissance sah sich
der Mensch als Teil des Kosmos.
Der akademische Ausschluss des
„Astronomus“ (die ursprüngliche
Auffassung des Faches Astronomie, hat mit der heutigen gar
nichts gemeinsam) bedeutet noch
lange nicht, dass die kosmischen
Gesetze aus dem Gedächtnis der
Künstler verschwunden wären.
Diesbezüglich möchte ich von
einem wundervollen persönlichen
Erlebnis kurz berichten:
„Es gehört zum Wesen der Kunst,
dass sie einen geheimen SINN der
NATUR enthüllt, den zu finden dem
Menschen ein uraltes Bedürfnis ist“
schrieb Hermann Hesse, dessen
Werk als „Dichter und Maler“ im
Frühjahr
2007
das
Leopold
Museum in Wien eine Ausstellung
widmete.
In einer Filmdokumentation hörte
ich den norwegischen Übersetzer
Trond Winje sagen: „Hermann
Hesse trifft mit seiner Sprache
immer ein und dieselbe Atmosphäre, sie entspricht der Tonart
„H-Moll“.
Dies notierte ich in meinem Notizbuch. Wenige Tage später hörte
ich im Wiener Konzerthaus bei
„Tonarten und Sternzeichen“ einem Klavierabend mit Stefan
Mickisch - dann folgendes:
„Das Sternzeichen Zwillinge drückt
sich in H-Moll aus; das typisch
Wählerische vom Zeichen Zwillinge
hat J. S. Bach in seiner H-Moll
Messe in Religiosität umgepolt.“
Foto © Dr. Edith Altmann
Weder der Übersetzer noch der
Pianist haben sich mit dem Horoskop von Hermann Hesse befasst,
aber beide sind sich einig gewesen, wodurch sich H-Moll ausdrückt.
Selbstverständlich zeigt sich in
Hesses Horoskop (geb. am
2.7.1877, Calw, 18.30h) eine
Zwillinge Betonung durch eine 3.
Haus Besetzung und dies im Tierkreiszeichen Fische, womit astrologisch die Religiosität und Spiritualität, die sich durch sein Werk
4
zieht, nachvollziehbar ist.
Der Astrologische Forschungstag wirft wichtige Fragen auf, die
einladen sich mit der Zugehörigkeit
der Astrologie, der Geschichte von
Wissen und der daraus erfolgenden Entwicklung zur Wissenschaft intensiver zu befassen. Die
Einordnung der Astrologie in einen
universitären
Rahmen
gehört
schon lange der Vergangenheit an.
Immerhin wurde am 5.1.1586 in
der Bulle „Coeli et terrae creator“
die Ausübung der Astrologie von
Papst Sixtus V. vollends verboten.
Astrologie
setzt
naturwissenschaftliche Beobachtungen (Astronomie, Biologie, Physik, Mathematik, Relativitäts- und Chaostheorie) voraus und versucht diese
in einen geisteswissenschaftlichen
Kontext einzufügen (Philosophie,
Theologie, Jurisprudenz).
Die der Astrologie innewohnenden
universellen
Gesetzmäßigkeiten
äußern sich auch in der bildenden
Kunst oder Musik. Astrologische
Kenntnisse könnten auch für die
universitär
etablierte
Kunstgeschichte, die zu den Geisteswissenschaften zählt, zukünftig bedeutsamer werden. Sind doch vor
allem Kunstwerke bis zur Hochre-
Altmann Edith, Über die Liebe zur Weisheit, philosophisch-astrologische Reminiszenzen; Newsletter des Österreichischen Astrologenverbandes (oeav news) 02/2005, 03/2005, 01/2006
Informationen und Anmeldung: www.astrologie-zentrum-hannover.de
Schendel-Schmale Bianca, Schendel Volker H., Astrologie als Geisteswissenschaft; Meridian 2010/4, S. 52 -53
Altmann Edith, Ton-Arten und Stern-Zeichen, Zwei Klavierabende voller kosmischer Dimensionen; Newsletter des Österreichischen
Astrologenverbandes 02/2007, S. 3 ff.
wissen
naissance inhaltlich nur mit diesem
Hintergrundwissen zu verstehen.
Kunstgeschichte ist eine „junge
Wissenschaft“
(seit
1860,
Universität Bonn) - und wird im
Übrigen auch als Grenzwissen5
schaft bezeichnet.
Was ist Wissenschaft? Die
Ursprünge europäischen Denkens
liegen in der frühgriechischen
Philosophie und von dort leiten sich
die Grundlagen für Wissenschaft
und Humanismus ab. Insbesondere zählt die Vorsokratische
Kosmologie zu den tragenden
Säulen westlichen Denkens. Ihre
Fundamente sind in den Forschungsprogrammen der Astronomie, Biologie und Philosophie
der letzten 2500 Jahre deutlich zu
6
erkennen.
Alle ernsthaften Denker vor
Aristoteles machten eine scharfe
Trennung
zwischen
Wissen,
wirklichem Wissen, gesicherter
Wahrheit (die göttlichen Ursprungs
und nur den Göttern zugänglich ist)
und Meinung (die den Sterblichen
zugestanden wird), die manchmal
auch mit Vermutung gleichgesetzt
werden kann. Der erste Denker,
der diese Auffassung nicht teilte,
war wohl Protagoras, der meinte:
„Der Mensch ist das Maß aller
Dinge“. Er bekannte sich dazu,
nichts über die Götter zu wissen
und dass es unmöglich sei,
irgendwelche göttlichen Maße oder
Bewertungen göttlichen Ursprungs
anzugeben. Und so muss das
menschliche Wissen unsere Richtschnur, unser Maßstab sein.
„Naturwissenschaft“ erklärt Platon
(im Timaios), sei bestenfalls wie
die
Wahrheit
(verisimilitudo),
weswegen es dem Wort „wahrscheinlich“ am Nächsten komme.
Platon
benutzt
den
Begriff
„ähnlich“, manchmal auch „abbildhaft ähnlich“. Nach seiner Meinung
können Menschen nur diese Art
von Wissen besitzen.
Wie die Lehre vom „beweisbaren
Wissen“ entstand:
Der entscheidende Umschwung
kommt mit Aristoteles.
news 03-04 / 2010 9
Was bei Platon eine wissenDie Naturphilosophie, die Theorie
der Natur, die ursprünglichen Entschaftliche Hypothese ist, wird bei
Aristoteles beweisbares Wissen.
würfe einer Kosmologie brachen
nach Aristoteles zusammen. Die
Aristoteles ist ein guter Logiker und
Hauptursache war die Erkenntniskommt zur Schlussfolgerung, dass
theorie, die Beweisbarkeit verseine These vom beweisbaren
langte. Die Geschichte hat gezeigt,
Wissen in einen Regress ins
dass die besten Ideen mit BeUnendliche führt und löst dieses
obachtung nichts zu tun haben, wie
Grundsatzproblem mit Hilfe der
„Theorien über die Form und
Doktrin, dass die ursprünglichen
Position der Erde“ zeigten, wobei
realen Prämissen „behauptete
ich insbesondere an die Theorie
Definitionen“ seien.
8
von Anaximander von Milet denke.
Popper schreibt, dass Aristoteles
Über die „Zukunft der Geisteswishierbei einem gespaltenen Besenschaften - eine humanistische
wusstsein oder einer sich selbst
Perspektive“, referierte Julian Nidawidersprechenden Argumentation
9
Mit der Betonung
Rümelin.
erliegt. Denn Definitionen verleihen
„Humanitas“ ist gemeint (laut
Wörtern eine Bedeutung, die auf
Cicero) menschliche Fähigkeiten
Konventionen beruhen und sind
zur vollen Entfaltung zu bringen
deshalb sicher (analytisch, tautound zwar: kognitiv (auf Erkenntnis
logisch). Wenn sie also auf
bezogen), pragmatisch (auf HanKonventionen beruhen und desdeln bezogen) und ästhetisch.
wegen sicher sind, dann müsste
die gesamte „episteme“ (ist ErIm Zentrum der Geisteswissenkenntnislehre, Lehre vom Wissen)
schaften stehe die menschliche
eine Wahrheit aufgrund von
Intentionalität.
Konventionen sein. In der Praxis
Diese naturalistisch aufzufassen,
wird zuerst von der Einzelsei zum Scheitern verurteilt. Leider
beobachtung ausgegangen, erst
geschehe dies in der analytischen
dadurch kommt es zu allgemeinen
Philosophie.
Schlussfolgerungen - dieser Vor7
Die Philosophie wäre prädestiniert
gang wird Induktion genannt.
zur Entwicklung des wissenschaftAristoteles erkannte, dass es unlichen Weltbildes beizutragen und
möglich ist, alle denkbaren Einzelfälle durch Beobachtung zu erfasnaturwissenschaftliche Ergebnisse
sen, deshalb versucht er der Inzusammenzuführen, auch wenn sie
duktion einen höheren Grad von
diese Aufgabe in letzter Zeit verGewissheit zu geben. Er findet ihn
nachlässigte.
darin, dass er bei einem bestimmten Satz untersucht, wie viele
Gelehrte vor ihm
diesen für richtig
gehalten haben,
wodurch diesem
dann
Autorität
zukomme.
Dieses Verfahren
hat Grenzen:
Induktion als Methode der Naturforschung kann
nur
für
denjenigen Wert haben, der der Erfahrung durch die Bild: Philosophenschule von Athen, Raffael, 1510-1511, Stanza della
Segnatura, Vatikan
Sinne vertraut. http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schule_von_Athen
5
6
7
8
9
Dilly Heinrich, Kunstgeschichte als Institution, Studien zur Geschichte, Frankfurt am Main 1979. Es handelt sich um eine Fallstudie zur
Wissenschaftsentwicklung; seine Arbeit konzentriert sich auf den Prozess der akademischen Anerkennung des Faches Mittlere und Neuere
Kunstgeschichte in der Zeit zwischen 1760 und 1870 und um die Suche nach neuen Perspektiven in der Kunstforschung.
Popper Karl R., Die Welt des Parmenides, Der Ursprung des europäischen Denkens, München 2001
Induktion ist das Verfahren einen Satz dadurch zu erhärten, dass seine tatsächliche Geltung an möglichst vielen Einzelfällen aufgezeigt wird.
Zum Beispiel könnte statt „Metalle sind schwerer als Wasser“, auch Gold oder Silber eingesetzt werden. Aber für das Metall „Kalium“ ist der
Satz falsch, denn Kalium ist leichter als Wasser; ob dieser Entdeckung verliert der Satz an allgemeiner Gültigkeit.
Anaximander (ca. 200v.Chr.) verbindet mit Thales von Milet die Frage, wie alles Sein sich auf einen einzigen Ursprung zurückführen ließe.
Was ist der Ursprung der Erde, des Wassers und der Gestirne?
Nida-Rümelin Julian, Zur Zukunft der Geisteswissenschaften - eine humanistische Perspektive, Tonband Mitschrift, European Institute for
International Affairs, 30.1.2003, Heidelberg; www.nida-ruemelin.de/docs/zuk_gei.pdf
10
vortrag
news 03-04 / 2010
Iss, was dir die Sterne weisen….
Vortrag vom 6. Oktober 2010
Ursula Jacoby-Daul
„Lasst Eure Nahrungsmittel Eure
Heilmittel sein und Eure Heilmittel
Eure Nahrungsmittel“ empfahl der
griechische Arzt Hippokrates und
unterstrich damit bereits 400 v.
Chr. die überragende Bedeutung
der täglichen Ernährung für die
Gesunderhaltung des Menschen.
Um diesem Rat folgen zu können,
müssen wir wissen, welche der unzähligen Nahrungsmittel in welcher
Form, Zubereitung und Kombination tatsächlich zu unseren
Heilmitteln werden können. Die
Jahrtausende alten Ernährungslehren des Ayurveda und der
Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sehen den Menschen
als Körper-Geist-Seele-Einheit, die
je nach Konstitution und derzeitigen Lebensumständen einer
individuellen Ernährung bedarf, um
Lebenskraft und Lebenssaft zu
erhalten.
Sie besteht einerseits aus einem
Potential an Säften, Blut, Substanz,
also YIN, andererseits aus einem
Potential an Wärme, Aktivität und
Energie, also YANG.
YIN und YANG unterscheiden sich
durch ihre Eigenschaften: YIN ist
kalt, schwer, dunkel, passiv, nach
unten sinkend, YANG hingegen
heiß, leicht, hell, aktiv, aufsteigend.
Diese
vorgeburtliche
Energie
haben wir von unseren Eltern im
Moment der Befruchtung mitbekommen. Sie stellt den Grundstock an Energie für alle Lebensvorgänge dar und entspricht
unserer
individuellen
Grundkonstitution, wie aus dem Horoskop erkennbar. Ist diese Energie
verbraucht, stirbt der Mensch.
Eine kleine Menge dieser kostbaren Energie verbrauchen wir
Ursula Jacoby-Daul
täglich. Jede Form von Raubbau,
sei es durch Stress, Überarbeitung,
Schlafmangel, Drogenkonsum etc.
erhöht den Verbrauch. Aber es gibt
eine Möglichkeit, den Verbrauch an
vorgeburtlicher Energie möglichst
gering zu halten: über die nachgeburtliche Energiegewinnung im
MITTLEREN ERWÄRMER. Das
Wärmepotential der vorgeburtlichen Energie nährt unser Verdauungsfeuer.
Die Organsysteme Magen, Milz/
Bauchspeicheldrüse und Gallenblase bilden den MITTLEREN ERWÄRMER. Er gleicht einem Kochtopf, in dem der gut gekaute und
eingespeichelte Nahrungsbrei mit
Hilfe des Verdauungsfeuers weiter
In diesen östlichen Ernährungslehren spielt die energetische
Wirkung der Nahrungsmittel, die
sich im Geschmack und den
Eigenschaften widerspiegelt, eine
wichtige Rolle. Wie der Einzelne
die Wirkung der aufgenommenen
Nahrungsmittel nützen kann, hängt
von der jeweiligen Verdauungskraft
ab, die durch die individuelle
Konstitution, wie sie das Horoskop
widerspiegelt, bestimmt ist.
DER DREIFACHE ERWÄRMER
Die chinesische Medizin hat ein
sehr anschauliches Modell entwickelt, mit dessen Hilfe funktionelle Abläufe im Körper - vor
allem die des Verdauungstraktes beschrieben werden können (siehe
Abb.1). Er reguliert die Wärmeverteilung, d.h. die Bewegung der
Körperflüssigkeiten und der Energie (Qi), im gesamten Organismus.
Der
UNTERE
ERWÄRMER
umfasst die Organe Nieren, Leber,
Blase und Darm. Er wird auch als
Sumpf oder Drainagegraben bezeichnet, denn hier finden die
Ausscheidungsprozesse des Körpers statt. Außerdem ist hier die
vorgeburtliche Energie gespeichert:
3 FACH ERWÄRMER
Abbildung 1
vortrag
news 03-04 / 2010 11
verarbeitet wird (= Gärkammer).
Brauchbare und nicht brauchbare
Nahrungsbestandteile
werden
immer wieder voneinander getrennt, bis die Milz und Bauchspeicheldrüse die Nahrung so weit
verfeinert hat, dass sie in Form von
Dampf (= Energie) in den OBEREN
ERWÄRMER aufsteigen kann.
Der OBERE ERWÄRMER mit den
Organen Lunge, Herz, Herzbeutel,
Kopf und Kehle ist der symbolische
Deckel zu dem Kochtopf, an dem
der aufsteigende Dampf kondensiert. Von hier aus wird der feine
Nebel über die Haut verteilt. Die
Lunge befeuchtet den ganzen
Körper mit Blut und Säften. Im
OBEREN ERWÄRMER verbindet
sich außerdem Nahrungsenergie
mit der Atemenergie zum normalen
Qi, das in alle Bereiche des
Körpers eindringt und sie erfüllt.
Sind die Nahrungsmittel überwiegend erfrischend und kalt, muss
das Nierenfeuer stark anheizen,
um den Nahrungsbrei im Kochtopf
des MITTLEREN ERWÄRMERS
zum Köcheln zu bringen. Wer von
seiner Konstitution aus ein starkes
Verdauungsfeuer besitzt, kann
auch solche Nahrungsmittel über
einen längeren Zeitraum ohne
Energieverlust verarbeiten. Im
Falle eines schwachen Verdauungsfeuers kommt es bald zu
Erschöpfung, Kältegefühlen, Verdauungsbeschwerden usw.
Neutrale bis warme Nahrungsmittel
hingegen, evtl. kombiniert mit
erfrischenden Nahrungsmittel, erfordern viel weniger Energie, um
verarbeitet, im Magen „weitergeköchelt“ zu werden. Dies äußert
sich auch darin, dass man nach
dem Essen nur ca. 10-15 Min.
müde und träge ist, danach aber
bereits neue Energie verspürt.
Bei
großen
Mengen
heißer
Nahrungsmittel über längere Zeit
werden die Säfte angegriffen, weil
das Feuer zu stark brennt. Wir
können uns das ähnlich vorstellen,
wie einen heißen Topf auf der
Herdplatte, in den kochendes
Wasser geschüttet wird. Zu starkes
Feuer kann allgemeine Trockenheit, Nervosität, Schlafstörungen
etc. verursachen.
Gestörtes Verdauungsfeuer führt
dazu, dass im Kochtopf des
Mittleren Erwärmers der Nahrungsbrei nicht vollständig verköchelt
wird, sondern unverdaut im Kochtopf liegen bleibt.
Abbildung 2
Feuchtigkeit verdichtet sich infolge
der Körperwärme zu Schleim - in
der westlichen Medizin auch als
Schlacken bezeichnet, der schwer
zu transportieren ist (siehe Abb. 2),
sich leicht festsetzt und zu verschiedenen Krankheiten führen
kann (Ablagerungskrankheiten wie
Rheuma, Arteriosklerose, Gicht
usw., sogar bis hin zu Tumorerkrankungen).
Eine ausgewogene Verdauung ist
außerdem stark abhängig von den
Organsystemen Leber und Gallenblase: Das Organsystem Leber
übernimmt die Aufgabe, die
Energie
und
das
Blut
im
Organismus gleichmäßig zu verteilen. Leber und Gallenblase sind
sehr
energiereiche,
kraftvolle
Organsysteme, die gegenüber unbekömmlicher
Nahrung
(bzgl.
Qualität, Menge, Essverhalten),
Anspannung durch emotionalem
oder zeitlichem Druck und Bewegungsmangel sehr empfindlich
sind. Es kommt zu einer Blockade
im Energiefluss, die sich auch in
vielfältigen Beschwerden nicht nur
rund um die Verdauung äußert.
Alles um uns beeinflusst uns gemäß seiner Eigenschaften und den
damit verbundenen Wirkungen. Je
nach Intensität und Dauer des
Einflusses
nehmen
wir
die
Eigenschaften in uns auf und
reichern sie an. Einseitigkeit verstärkt die Wirkung zusätzlich.
Ein Beispiel: lang andauernde
Kälte und Trockenheit erhöht die
Eigenschaften kalt und trocken in
uns, was je nach Konstitution als
angenehm und vitalitätserhöhend
empfunden wird oder als schwächend.
Verzehren wir über längere Zeit nur
Rohkost, so erhöhen sich die
Eigenschaften der Rohkost - bitter,
kalt, trocken, schwer verdaulich,
gasbildend - in unserem Organismus, was wieder je nach
Konstitution als mehr oder weniger
störend bzw. schwächend empfunden wird.
Die einzelnen Eigenschaften der
aufgenommenen Nahrungsmittel
beeinflussen unser körperliches
und geistiges Gleichgewicht.
Wichtig ist dabei:
Ähnliche Eigenschaften nicht anzuhäufen, sondern durch gegensätzliche Eigenschaften einen Ausgleich zu schaffen.
Beispiele für sich ausgleichende Nahrungsmittel mit gegensätzlichen Eigenschaften:
heiß
<- ->
gegrilltes Fleisch
schwer
<- ->
Topfen
scharf
Chili
kalt
Gurkensalat
leicht
Knäckebrot
<- ->
mild
Melisse
12
vortrag
news 03-04 / 2010
Der Geschmack eines Nahrungsmittels beeinflusst die Intensität
des
Verdauungsfeuers:
süße/
neutrale
und
bitter-herbe
Nahrungsmittel dämpfen das Verdauungsfeuer, während scharfe,
saure und salzige Nahrungsmittel
das Verdauungsfeuer anheizen.
Dabei spielt nicht nur die Zusammensetzung der Mahlzeiten
nach Eigenschaften und Geschmack der Zutaten, sondern
auch die Wahl der Zubereitung
(kochen,
dämpfen,
anbraten,
rösten, roh verzehren etc.) eine
wichtige Rolle.
nissen und Wünschen so angepasst werden, dass sie einen
wichtigen Beitrag zum körperlich geistigen Gleichgewicht liefert.
Ausgehend vom Geburtshoroskop,
das die Grundkonstitution (siehe
vorgeburtliche Energie) widerspiegelt, kann über die Direktionen
und das Solar die aktuelle Situation
betrachtet werden, die evtl. eine
individuelle Ernährungsumstellung
erfordert.
Bei der Betrachtung der Grundkonstitution bzgl. des Ernährungsverhaltens und der Verdauungskraft hat folgendes eine überragende Bedeutung:
Je nach der persönlichen Konstitution und der momentanen
Situation kann die tägliche Ernährung den individuellen Bedürf-
Zeiten der Wende
29
5
15
h
05°
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22°
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C
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20° 32
l
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Progressiv
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2
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bg
02°
21
08
Menschheitshoroskop
26.4.1892
22:51:34 LMT
Wien
50
29°
f8
12
l11°
k10°
R
A
g8
Über die Autorin:
Ursula Jacoby-Daul ist
Dipl. Biologin, Ernährungsberaterin nach TCM / Ayurveda und Astrologin.
Kontaktdaten:
0699/108 54 049, [email protected]
- Fortsetzung von Seite 7
08°
54
Das Temperament (Feuer-WasserErde-Luft-Zuordnung), das Tier-
kreiszeichen (TKZ) des AC, die
Planeten, die in Konjunktion mit
dem AC stehen und der Mond, im
TKZ und Häuserzuordnung. Ebenso die Aspekte, die der Mond mit
anderen Planeten bildet, und auch
welche Planeten im 4. bzw. 10.
Haus stehen und welche Aspekte
sie zu anderen Planeten bilden,
spielen dabei eine wichtige Rolle.
f
24°
R
59
08
43
10
i0
und Pluto auf 8 Grad befinden und 4 wichtige Planeten des
Menschheitshoroskops wie Sonne,
Mond, Pluto und Neptun ebenfalls
auf 8 Grad stehen, ist ein Hinweis
auf die Bedeutung des Augenblicks.
Es wird notwendig sein, dass wir
noch mehr an friedlichen Lösungen
(Mond in der Waage) arbeiten, um
11
h4
unsere Wirtschaftskrise zu überwinden.
Transit-Saturn im Halbsextil zu
Mond progressiv bei gleichzeitiger
Opposition
zur
NeumondKonstellation sehe ich als einen
Auftrag zur Reduktion, zur Entwicklung
von
mehr
EigenVerantwortung sowie den Sinn für
die Realität zu schärfen. Pluto im
Quadrat zum progressiven Mond
betrachte ich als Chance sich aus
Abhängigkeiten zu lösen und
Autarkie zu entwickeln. TransitJupiter im Trigon zum progressiven
Mond und in Konjunktion zu der
Pluto-Neptun-Konjunktion weist auf
einen hoffnungsvollen Weg hin.
Wir
werden
die
geistigen
Erkenntnisse
dieser
Epoche
endlich zum Wohle aller Menschen
einsetzen können. Es scheint
wichtig, das rein mechanistische
Weltbild, mit seiner Forderung
nach stetigem und unbegrenztem
Wachstum, zu verabschieden.
Es gilt, uns noch stärker in Sachen
Umweltbewusstsein zu informieren
und zu entwickeln, ökologische
Gesetzmäßigkeiten zu berücksichtigen,
uns
gegen
gentechnologische Veränderungen zur
Wehr zu setzen, unsere Wohlstandsgewohnheiten
zu
überdenken und vor allem eine Verantwortungsethik zu entwickeln.
Wenn wir verantwortlich, autark,
liebevoll und würdevoll handeln,
können
wir
aus
den
Abhängigkeiten des Systems aussteigen und selbst zum Steuermann werden.
Schließen möchte ich mit einem
Zitat von Gerhard Cromme:
„Es kommt selten so gut wie erhofft, aber auch selten so schlecht wie befürchtet.“
motivgestaltung
news 03-04 / 2010 13
Mitunter erscheint nichts ferner als
die Nähe
Künstlerische Fotografie - Projekt Nahaufnahme
Regine Haunschmidt
Ich erinnere mich noch sehr gut an
die erste Auseinandersetzung mit
diesem Thema auf meiner Reise
durch Australien. Dort wo unendliche Weite herrscht, habe ich
Nähe gesucht. In der Wüste wird
einem einsam. Mein Blick suchte
Halt, ruhte auf Überschaubarem
und fiel auf Details.
Es ist das Mysteriöse, das mich
antreibt, es immer wieder dort zu
suchen, wo man es nicht vermuten
würde.
Ich entdeckte bizarre Einzelheiten
und war erstaunt über die Vielfalt,
die ich darin finden konnte. Ich war
überrascht, wie fremd und abstrakt
die Dinge aus der Nähe betrachtet
aussehen. Welch Fülle an Formen,
Farben und Strukturen bloße
Steine, Pflanzenwerk und Wasserpfützen hergaben.
Ich nehme Gewohntes aus seinem
ursprünglichen Kontext und gebe
es neu wieder. Meine Fotografien
sind unmanipulierte Abbilder realer
Landschaften und Objekte. Und
doch geben sie Rätsel auf, laden
ein, einen Blick hinter das Offensichtliche zu werfen.
Es ist doch verblüffend, dass die
Spiegelung eines Bootes im
unruhigen Wasser
wie eine
Küstenlandschaft aus der Vogelperspektive aussehen kann und
simple orangerote Flechten wie
tanzendes Feuer erscheinen.
Nach diesen ersten Entdeckungen
begann ich ein Auge für Details zu
entwickeln, für Objekte, die am
Rande der Wahrnehmung liegen.
Das erfordert Konzentration und gleichzeitig
eine entspannte Offenheit,
ich kann nichts erzwingen.
Das Große, das Offensichtliche,
das
einem
förmlich entgegen springt,
lasse ich weg und werde
belohnt mit neuen Welten.
Es wohnt ihnen eine
geheimnisvolle Kraft inne,
ein Leuchten, eine Stärke,
die man nie gesehen
hätte, würde man sich
nicht näher mit ihnen
befassen.
Albert Einstein sagte: „Es
gibt nichts Schöneres als
das Mysteriöse. Aus ihm
entspringt
alle
wahre
Kunst
und
Wissenschaft...“
Ich betrachte meine Arbeiten als
das Eingehen auf das Unscheinbare, während ich das Augenscheinliche unberücksichtigt lasse.
Es liegt im Auge des Betrachters,
im Geiste des Einzelnen. Ich
mache sozusagen aus dem was
mich umgibt eine Nahaufnahme,
unabhängig von der Brennweite
des Objektivs.
Vielleicht ist es aber auch nur der
Versuch, die Phantasie meiner
Kindertage stückweise zurückzuerobern, nämlich in allem etwas
Besonderes zu sehen. Ein Gesicht
Foto © Regine Haunschmidt
eine Geschichte, ein Geheimnis
und vor allem etwas Lebendiges.
Wenn ich auf Motivsuche bin, freue
ich mich jedes Mal wie ein Kind,
etwas entdeckt zu haben, das mich
fesselt.
Ich halte inne, mache kurz die
Augen zu und gleich wieder auf,
nur um den Augenblick nicht zu
verlieren und bete, dass das Licht
hält bis ich meine Aufnahme
gemacht habe. Ich fotografiere
draußen, bin abhängig vom Tageslicht.
Die Arbeit mit der Symbolik der
Tierkreiszeichen, die sich aus einigen wenigen sehr aussagekräftigen
Einzelsymbolen
zusammensetzt, ist faszinierend und
schöpferisch zugleich.
14
news 03-04 / 2010
motivgestaltung
nehme, greife ich hier selbst in den
Prozess der Motivgestaltung ein.
Ich wollte Nahaufnahmen erschaffen, die ein bestimmtes Gefühl
vermitteln, das von diesen Symbolen ausgeht.
Der Widder strebt nach oben wie
ein Springbrunnen und ist dabei
feuerrot.
Zwillinge spiegeln sich im Himmel
Es gibt eine Unzahl von Interpretationen dieser Symbole, diese
Bilder sind meiner Vorstellung entsprungen und es hat Spaß gemacht.
Anders als bei meinen Nahaufnahmen, die ich aus der Natur ent-
Schon die Auseinandersetzung mit
diesem Thema, das Wissen darüber in die Bewusstheit führen, um
es beim Fotografieren wieder zu
vergessen und es einfach geschehen zu lassen, ist in hohem
Grade spannend.
Plötzlich ist die Welt in ein Meer
von Farben getaucht - wunderbare
kräftige Farben. Lassen Sie sich
durch die Betrachtung der Bilder in
diese Welt entführen.
Künstlerische Fotografin
Der Löwe, der im weiten Bogen
seine schöpferische Kraft ausdehnt, liegt im sonnigen Orange.
Es lebe das Leben!
Ursula Haunschmidt
• Geboren am 11. Mai 1966 in Wien.
• Künstlerische Ausbildung an der Kunstschule Wien und
später Ausbildung zur Werbedesignerin mit technischen
Grundlagen zur Fotografie. Sehen gelernt ausschließlich
durch die Natur.
• Die Arbeiten umfassen künstlerische Objekt- und
Landschaftsfotografien auf Leinwand und Acrylglas. Der
künstlerische Aspekt der Fotos besteht im Erkennen und
Hervorheben von Details. Dadurch entstehen außergewöhnliche Motive, die losgelöst vom Objekt ein
faszinierendes Eigenleben entwickeln.
• Ausstellungen und Messen
in Österreich, Deutschland, Schweiz.
Das Fische-Symbol badet im taunassen bläulich-weißem Glas.
• 2009 Gründung von Azur - Kunst &Technik
• Erweiterung der Nahaufnahmen zu Klangbildern
• Entwicklung von Produkten,
die Kunst, Design und Funktionalität vereinen.
• 2004/2005 Ausbildung zur Astrologin im Kepler-Institut
Wien.
• 2010 entstand die Idee, sich mit astrologischen Symbolen
auf künstlerisch-fotografischem Weg zu beschäftigen.
Projekt Nahaufnahme
Der Skorpion brodelt in kräftigen
Blautönen.
0676/454 83 66
[email protected]
www.nahaufnahme.at
vortragsreihe
news 03-04 / 2010 15
Wassermann und Fische - aus der Reihe
„Das Theater des Lebens“
Vortrag vom 17. November 2010
Mag. Maria Luise Mathis
Die „symbolon-Astrologie“ hat im
Laufe von 3 Jahrzehnten eine einzigartige Denkweise entwickelt: Die
Tierkreiszeichen und Planeten
nicht mehr nur als abstrakte
Themen, sondern als lebendige
Wesenheiten im Inneren des
Menschen mit bestimmten Aufgabenstellungen zu sehen.
Und so war der Vortrag von Dr.
Peter Orban über die letzten zwei
Teilpersonen aus der Reihe „Das
Theater unseres Lebens“ wieder
restlos ausgebucht.
weitere Personen unseres inneren
„Theater-Ensembles“ lebendig:
Zwillinge - der „Götterbote“ als
Überbringer von Botschaften - und
Krebs - der gefühlvollen und Geborgenheit suchenden Wunschnatur, die Mutter und Kind in einer
Person ist. In der Folge kamen
Löwe - seine Majestät, das Ego,
mit geballter Lebenskraft - und
Jungfrau - die unser Leben mit
Vernunft und Ratio in züchtige,
angepasste Bahnen lenkt.
Weiter spannte sich der Bogen von
Dr. Peter Orban mit den symbolon-Karten
Widder bis Steinbock
diese Personen, diese Kräfte in
mir, wie setzen sie sich durch und
was kann ich tun, damit ich mich in
meinem Inneren mit ihnen versöhnen (oder vertöchtern) kann?
Sie haben den einen oder anderen
Vortrag versäumt? Kein Problem:
Wir haben Mitschnitte von allen
Vorträgen, die Sie beim oeav
(www.astrologenverband.at) erwerben können.
Ab dem Frühjahr 2011 starten wir
mit einer neuen sechsteiligen Vortragsserie mit dem Titel: „Grundlagen der symbolon-Astrologie“.
Beim ersten Abend, am 27. April
2011, geht es um die „Dialektik des
Symbolon“, d.h. um die Verzauberung, den Weg durch dein
Leben und um die Erlösung.
Am zweiten Vortragsabend, am
7. September 2011, werden die
„Arten der Verzauberung“ als Gang
durch die 12 Aszendenten - mit
ihren
spezifischen
Verwünschungen erläutert.
Mit grandioser Darstellungskunst
und lebendigen Geschichten hat
uns Peter Orban letztlich die
schwierigsten „inneren Personen“
des Tierkreises nahe gebracht:
Wassermann - der für die Befreiung aus Bindungen, aus
Meinungen und aus lieb gewonnenen Gewohnheiten sorgt,
und Fische - der Engel, der uns
aus der Gefangenschaft der Illusionen und Lügen erlösen soll.
Damit sind wir an sechs Abenden,
in drei Jahren, durch den gesamten
Tierkreis gewandert.
Begonnen
haben
wir
diese
Vortragsserie im April 2008 mit
Widder - seiner phallischen Kraft
des Täters - und Stier - der anziehenden, attraktiven und sinnlichen Kraft der Geliebten. Beim
nächsten Vortrag wurden zwei
Waage - die einen Teil von sich
nach Außen projiziert und dort die
so genannte „bessere Hälfte“ sucht
- zum verführerischen Skorpion der den Menschen eine Vorstellung
vorgaukelt, wie das Leben eigentlich zu sein hätte (wie es aber nicht
ist!).
Dann entstanden vor unserem
inneren Auge der Schütze - der
Brückenbauer
zwischen
den
Göttern und der Welt - und schließlich der Steinbock - als Macht des
Schicksals, die auffordert Verantwortung zu übernehmen, für das
was der Mensch tut und was ihm
geschieht.
Bei den Vorträgen ging es aber vor
allem nicht nur darum, die inneren
Personen zu beschreiben, sondern
es wurden die viel wichtigeren
Fragen beantwortet: Wie stark sind
In der Folge werden „Die verschiedenen Wege durch dein
Leben“ durch die Verhaltensebenen der 12 Sonnenstände, wie
auch „Die Arten der Erlösung“ als
Gang durch die verschiedenen
Lösungen des MCs näher gebracht.
Dann kommt es in „Die Zusammenschau“ zur Beschreibung von Anlage - Weg - Ziel - als Teil
deines Märchens.
Am sechsten und letzten Abend
dieser Vortragsreihe wird an konkreten Beispielen aus dem Zuhörerkreis dieser Dreischritt angewandt.
Wir sind hoch erfreut, dass wir mit
den bisherigen sechs Abenden und
den nun geplanten weiteren sechs
Abenden eine großartige Einführung in die symbolon-Astrologie
geben konnten bzw. werden.
16
news 03-04 / 2010
astrologiesoftware
Von der „Steinzeit-Computerei“
zur modernen Astro-Software
2. Teil: Effektives astrologisches Arbeiten
Wolfgang Peterat
Dass eine Astrologiesoftware ein
Radix exakt berechnen kann, ist ja
normal. Astrologische „Grundrechnungsarten“ wie Combine, Solare,
diverse Progressionen, etc. sind
auch Standard.
Fein allerdings ist es, wenn man
aus einem großen Methodenreichtum schöpfen kann und genau
die Methoden in der Software
enthalten sind, mit denen man
auch
gerne
arbeitet.
Sehr
empfehlenswert
sind
natürlich
astrologisch gut durchdachte Programme, damit man bei der
astrologischen Arbeit nicht unnötig
vom Programm und dessen Eigenheiten abgelenkt wird. So gibt es
immer noch Programme, bei denen
man das Geschlecht eintragen
muss (!), wobei es die Software
selbst bestimmen bzw. vorschlagen könnte (das ist nur eine
ganze Zeile Programmieraufwand).
10 unnötige Mausklicks sind bei
10 Horoskopen 100 x Zeitverschwendung und so kann schnell
das Gefühl entstehen, dass die
Software bestimmt, was der Astrologe/die Astrologin tun soll – dabei
sollte es ja genau umgekehrt sein.
Eine gute Astrologiesoftware ist in
der Lage, den Anwender richtiggehend zu verwöhnen. So z.B.
auch bei der Prognose oder der
Geburtszeitkorrektur - und natürlich
bestmöglich bei beidem zugleich.
Folgendes Szenario aus dem
Astrologiealltag erklärt das sehr
anschaulich: Sie haben ein Radix
vor sich und sind es gewöhnt, z.B.
die Transite, das Solar und die
Progressionen zu verwenden. Idealerweise natürlich alle Methoden
zugleich und schön übereinander
gereiht. In Astroplus gibt es dafür
den Menüpunkt „Prognosecenter“.
Hier werden Ihre bevorzugten
Prognosemethoden übersichtlich
über dem Radix gezeichnet. Man
sieht somit sofort die langfristigen
Themen der Progression und kann
mit einfachem Klick in der
„Zeitnavigation“ z.B. Transitauslösungen
exakt
dazupassend
timen.
Oftmals passiert es, dass die
Geburtszeit nicht wirklich stimmt.
Nun beginnt die Recherche. Man
vergleicht Ereignisdaten mit dem
Radix, etc. etc., äußerst mühsam...
Stellen Sie sich nun vor, wie das
bequemer ablaufen könnte: Sie
Foto © Wolfgang Peterat
tragen in der „Zeitnavigation“ ein
Ereignisdatum ein und sehen, dass
z.B. der transitierende Saturn nur
ein paar Grad vom Radix-AC
entfernt ist - das wäre ja ein willkommener Hinweis.
Statt mühsam das Radix ein paar
Minuten abzuändern, könnte doch
ein einziger Mausklick reichen,
oder?
Bei Astroplus gibt es genau dafür
eine Zeitleiste von 00-24 Uhr und
die angenommene Geburtszeit ist
da auch bereits markiert. Klickt
man hier auf eine andere Zeit,
ändert sich das Radix samt
verwendeter
Prognosemethoden
entsprechend. Wer diese Einfachheit und Effektivität in der Praxis
erlebt hat, möchte sie wirklich nicht
mehr missen.
Ein weiteres Plus für den astrologischen Alltag: Uranus nähert
sich der Radix-Sonne, schätzungsweise ist die Konjunktion in 5
Monaten exakt. Nun kann man in
den Ephemeriden blättern - oder,
wenn man eine
Astro-Software mit
bequemer
Zeitnavigation
hat,
sich zum genauen
Zeitpunkt „durchklicken“.
Oder - noch bequemer: Man zieht
in Astroplus bei
gedrückter
AltTaste
mit
der
Maus eine einfache Linie vom
Transit-Urans zur
Radix-Sonne und
das Programm liefert sofort den
genauen Zeitpunkt
bzw. bei Rückläufigkeiten
die
exakten
Zeitpunkte.
Fortsetzung folgt
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