Hals - Institut für Anatomie I

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Kurs I – Bewegungsapparat - Hals
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2. HALS
Der Hals verbindet den Kopf mit dem Rumpf und
beinhaltet wichtige anatomische Strukturen. Im
Inneren des Halses sind die Halseingeweide, wie
z.B. der Schlund (Pharynx), der Kehlkopf (Larynx),
die Speiseröhre (Ösophagus) und die Luftröhre
(Trachea) untergebracht, die erst in Teil II des
Präparierkurses präpariert werden. Die zum
Bewegungsapparat gehörenden Muskeln, Faszien
und Leitungsbahnen sind Bestandteil von Teil I des
Präparierkurses.
Vor Beginn der Präparation der anatomischen
Strukturen des Halses, sollte man sich mit der
topographischen Einteilung des Halses sowie mit
den komplizierten Faszienverhältnissen des Halses
vertraut machen.
2.1.
2.2.
PRÄPARIERGEBIETE
Die Präpariergebiete ergeben sich aus der Lage der
Hautschnitte. Dabei sind folgende Regionen zu
unterscheiden:
2.1.
2.1.1.
2.1.2.
Regio cervicalis anterior
Trigonum submandibulare
Trigonum caroticum
2.2.
2.2.1.
2.2.2.
Regio cervicalis lateralis
Trigonum colli laterale
Trigonum omoclaviculare
2.3.
Regio cervicalis post. et occipitalis
(siehe auch Präpariergebiet Kopf)
HAUTSCHNITTE
Die Hautschnitte entsprechen den unterbrochenen
Linien in den nebenstehenden Abbildungen Die
Haut wird von medial nach lateral präpariert (nicht
abtrennen!).
Beachte: Das Platysma hat als Hautmuskel keine
eigene Faszie und ist fest mit der Haut verbunden.
Aus diesem Grund sollte man bei der
Hautpräparation versuchen, streng in der Schicht
zwischen Kutis und Subkutis zu bleiben.
OÄ Dr. Rosemarie Fröber - Institut für Anatomie I - UKJ
2.3.
Kurs I – Bewegungsapparat - Hals
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2.1. Regio cervicalis anterior
Die Präparation beginnt
Muskulatur des Halses.
mit
der
mimischen
Das Platysma wird durch Wegnahme des individuell
unterschiedlich dicken subkutanen Bindegewebes
freigelegt. Dann wird das Platysma von der
Clavicula abgetrennt, bis zur Mandibula abgelöst
und nach oben geklappt. Dabei ist vor allem auf die
unter dem Hautmuskel liegenden und durch ihn
durchtretenden Hautvenen und –nerven zu achten.
Die variabel ausgebildete V. jugularis anterior wird
zwischen den nach kaudal divergierenden ventralen
Platysmarändern auf dem oberflächlichen Blatt der
Halsfaszie präpariert.
Die V. jugularis externa verläuft am Hinterrand des
M. sternocleidomastoideus unter dem Platysma
abwärts und mündet variabel in die V.
brachiocephalica, die V. jugularis interna oder V.
subclavia. Die Hautvene wird freigelegt und ihre
variablen Äste bis zum Durchtritt durch die Faszie
verfolgt. Dabei ist auf etwa vorhandene,
oberflächlich gelegene Lymphknoten, die Lnn.
cervicales superficiales, zu achten.
Die Nn. supraclaviculares erscheinen unterhalb des
N. transversus colli und ziehen divergierend nach
kaudal. Entsprechend ihrer Lage unterscheidet man
Rr. mediales, intermedii et laterales.
Besonders beim Abheben des Platysma von der
Clavicula (s.o.) ist auf die Endaufzweigungen dieser
Nerven zu achten.
Der N. occipitalis minor wird oberhalb der
Austrittsstelle der Nn. tranversus colli et auricularis
magnus aufgesucht und in Richtung Regio
occipitalis freigelegt.
Es folgt die Säuberung der Lamina superficialis
fascia colli. Zur Darstellung der Einscheidung des
M. sternocleidomastoideus durch das oberflächliche
Blatt der Halsfaszie wird der äußere Teil der Faszie
gespalten. Anschließend wird die gesamte Hülle
entfernt und der Muskel vom Ansatz bis zu seinem
Ursprung mobilisiert.
Die sensiblen Äste des Plexus cervicalis gelangen
im mittleren Drittel des Hinterrandes des M.
sternocleidomastoideus unter die Haut. Dieser
Perforationsort der Faszie wird als Punctum
nervosum (Erbscher Punkt) bezeichnet. Die
Hautäste
sind
am
Hinterrand
des
M.
sternocleidomastoideus aufzusuchen und in ihrem
Verlauf wie folgt darzustellen:
Der N. auricularis magnus wird oberhalb des N.
transversus colli am hinteren Rand des M.
sternocleidomastoideus aufgesucht, durch Spalten
des oberflächlichen Faszienblattes nach kranial
verfolgt und seine Aufzweigung in den R. anterior et
R. posterior präpariert.
Der N. transversus colli wendet sich, bedeckt vom
Platysma, über die Außenfläche des M.
sternocleidomastoideus, gabelt sich in mehrere
Äste, die das Platysma durchbohren und die Haut
des Halses versorgen. Der Nerv wird im
oberflächlichen Blatt der Halsfaszie lokalisiert und
so weit wie möglich nach medial durch Spalten des
Bindegewebes verfolgt. Sein oberster Ast geht eine
Verbindung mit dem R. colli n. facialis ein (Ansa
cervicalis superficialis). Dieser Ramus colli n.
facialis wird im Winkel zwischen Ramus mandibulae
und vorderem Rand des M. sternocleidomastoideus
aufgesucht und dargestellt.
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Kurs I – Bewegungsapparat - Hals
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2.1.1. Trigonum submandibulare
Im zweiten Schritt erfolgt die Präparation des
Trigonum submandibulare.
Grenzen dieser Region sind: Venter anterior et
posterior m. digastricus, Unterrand der Mandibula).
Diese Region enthält die Glandula submandibularis
und die Versorgungsbahnen für Zunge, Gaumen,
Gaumenmandel und Gesicht. Sie wird vom
Unterkieferrand, vom Venter posterior und vom
Venter anterior m. digastrici begrenzt.
Zuerst werden am Rande der Mandibula die Lnn.
submandibulares aufgesucht.
Dann wird die Lamina superficialis fascia cervicalis
entfernt. Dabei ist besonders auf die bereits
präparierten epifaszialen Strukturen - R. marginalis
mandibulae n. facialis, R. colli n. facialis, Ansa
cervicalis superficialis - zu achten.
Anschließend kann der N. hypoglossus und seine
Begleitvene am Unterrand der Ansatzsehnen des
M. stylohyoideus und des V. posterior m. digastrici
im Bindegewebe des M. hyoglossus aufgesucht
werden. Der Nerv wird unter Beachtung der
Unterkreuzung des Venter posterior m. digastrici
sowie des M. stylohyoideus bis zum Hinterrand des
M. mylohyoideus dargestellt.
Abschließend wird im hinteren oberen Winkel des
Trigonum submandibulare der N. glossopharyngeus
aufgesucht. Dabei dient der M. stylopharyngeus als
Leitmuskel. Der Nerv zieht an der lateralen Fläche
des Muskels abwärts, überkreuzt ihn ventral und
gelangt zwischen M. stylopharyngeus und M.
styloglossus zur Schleimhaut des hinteren Drittels
der Zunge.
Danach wird die Glandula submandibularis aus ihrer
bindegewebigen Loge (gebildet vom oberflächlichen
Blatt der Halsfaszie) herausgeschält. Dabei muss
auf die A. und V. facialis geachtet werden. Der
Ductus submandibularis wird so weit wie möglich
unter die Glandula sublingualis verfolgt und diese
durch
Entfernung
des
sie
umgebenen
Bindegewebes dargestellt.
Die V. facialis wird in ihrem Verlauf über die
Außenfläche des Venter posterior des M.
digastricus bis zu ihrer Mündung in die V. jugularis
interna verfolgt.
Die A. facialis betritt verdeckt vom Venter posterior
m. digastricus das Dreieck, windet sich mit
mehreren starken Biegungen unter oder durch die
Drüse und gelangt am vorderen Rand des M.
masseter über den Unterkieferrand ins Gesicht
(weiterer Verlauf siehe Präpariergebiet Kopf). Die
von ihr entspringende A. submentalis ist auf der
Unterfläche des M. mylohyoideus in ihrem Verlauf
neben dem N. mylohyoideus (Ast des N. alveolaris
inf.) bis zum Kinn darzustellen.
Nun ist die Faszie auf dem Venter anterior m.
digastrici abzutragen und dessen Verlauf bis zur
Anheftung seiner Zwischensehne am Os hyoideum
darzustellen. Danach werden der Venter posterior
und der M. stylohyoideus soweit wie möglich
freigelegt.
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2.1.2. Trigonum caroticum
Im dritten Schritt erfolgt die Präparation des
Trigonum caroticum. Grenzen dieser Region sind:
Vorderrand des M. sternocleidomastoideus, Venter
posterior m. digastrici, Venter superior m.
omohyoidei. Diese Region enthält vor allem die
großen Versorgungsbahnen des Kopfes.
Der Gefäß-Nervenstrang betritt das Dreieck im
kaudalen Winkel, am Vorderrand des M.
sternocleidomastoideus und enthält die V. jugularis
interna, den N. vagus, die Radix superior (R.
descendens n. hypoglossi) der Ansa cervicalis
profunda (Radix inferior entstammt dem Plexus
cervicalis) und die A. carotis communis bzw. die A.
carotis interna et externa.
Zur Darstellung dieser Inhaltsgebilde wird die
bindegewebige Vagina carotica (verdichtete Schicht
des sonst lockeren Halsbindegewebes, welches den
Gefäß-Nervenstrang umhüllt und an der mittleren
Halsfaszie verankert ist) gespalten. Vorhandene
Lymphknoten -Lnn. cervicales profundi- werden
dargestellt und gegebenenfalls entfernt.
Nun
wird
am
Vorderrand
des
M.
sternocleidomastoideus die V. facialis aufgesucht
und die V. retromandibularis dargestellt. Die V.
jugularis interna liegt im kaudalen Teil des Trigonum
caroticum ventral der A. carotis communis, gelangt
dann aber im weiteren Verlauf an deren
dorsolaterale Seite. Diese klinisch wichtige
wechselnde Lokalisation der Vene ist entsprechend
darzustellen.
Die bindegewebige Verwachsung zwischen A.
carotis communis und V. jugularis interna ist zu
spalten und der N. vagus aufzusuchen. Der Nerv
sollte durch teils stumpfes, teils scharfes Ablösen
des umgebenden Bindegewebes so weit wie
möglich nach kaudal und kranial verfolgt werden.
Beim Ablösen des Bindegewebes ist die variabel
ausgebildete Ansa cervicalis profunda auf der V.
jugularis interna darzustellen. Hierbei handelt es
sich um die Vereinigung der Radix superior (R.
descendens n. hypoglossi) mit der Radix inferior
(Ast des Plexus cervicalis) zur Innervation der
infrahyalen Muskulatur (mit Ausnahme des M.
thyrohyoideus).
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(Karotisgabel) in A. carotis externa et interna, die
sich in Höhe des 4. Halswirbels befindet,
aufgesucht. Die A. carotis interna zieht mit der V.
jugularis interna und dem N. vagus ohne Astabgabe
zur Schädelbasis. Die charakteristische Astfolge der
A. carotis externa ist darzustellen und die einzelnen
Arterien in ihrem Verlauf soweit wie möglich zu
verfolgen.
Die A. thyroidea superior entspringt oberhalb der
Karotisgabel und wendet sich im Bogen abwärts
zum oberen Pol bzw. zur Vorderfläche der
Schilddrüse. Sie entläßt die A. laryngea superior,
die mit dem begleitenden R. internus n. laryngeus
superior bis zum Durchtritt durch die Membrana
thyreohyoidea zu verfolgen ist.
Die A. lingualis entspringt unmittelbar kranial vom
sicht- und tastbaren großen Zungenbeinhorn. Sie
wird bis zum Verschwinden unter dem M.
hyoglossus verfolgt.
Die A. facialis wird bis zu ihrem Verschwinden unter
dem Venter posterior m. digastrici verfolgt: (weitere
Präparation siehe Trigonum submandibulare).
Die A. sternocleidomastoidea wird ebenfalls
aufgesucht. Sie entspringt aus der A. carotis
externa, überkreuzt den N. hypoglossus und zieht
mit
dem
N.
accessorius
zum
M.
sternocleidomastoideus.
Die A. pharyngea ascendens verläßt die A. carotis
interna als erster dorsaler Ast in Höhe der A.
lingualis dorsomedial, um an der Seitenwand des
Pharynx aufzusteigen.
Die A. occipitalis ist der zweite dorsale Ast der A.
carotis externa, der in Höhe der A. facialis
entspringt.
Die A. auricularis posterior entspringt als dritter
dorsaler Ast der A. carotis externa in der Fossa
retromandibularis und verläuft über den M.
digastricus und den Warzenfortsatz hinweg hinter
die Ohrmuschel.
Im oberen spitzen Winkel des Trigonum caroticum
ist der N. accessorius aufzusuchen und in seinem
Verlauf zum M. sternocleidomastoideus bzw. M.
trapezius darzustellen.
Der N. hypoglossus tritt unterhalb des Venter
posterior m. digastrici zwischen V. jugularis interna
und A. carotis interna in das Dreieck, überkreuzt in
seinem Verlauf die Aa. carotis interna et externa
und verläuft auf der Außenfläche des M. hyoglossus
zur Zungenmuskulatur. Selbst wird er von der
kleinen A. sternocleidomastoidea überkreuzt. Bei
seiner Präparation ist auf den aus ihm
hervortretenden R. thyrohyoideus zu achten.
Die teils schon freipräparierte A. carotis communis
wird durch vollständiges Abtragen der Vagina
carotica in ihrem Verlauf dargestellt und ihre Teilung
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2.2. Regio cervicalis lateralis
2.2.1. Trigonum colli laterale
Grenzen dieser Region sind: Vorderrand des M.
trapezius, M. sternocleidomastoideus, Clavicula.
Nach Wegnahme der Lamina superficialis fascia
cervicalis die teilweise bereits in anderen Regionen
freigelegten Leitungsbahnen verfolgt.
Zuerst
wird
am
Hinterrand
des
M.
sternocleidomastoideus in dessen Mitte der N.
occipitalis minor aufgesucht und bis in seine
Endaufzweigungen
in
der
Okzipitalregion
dargestellt.
Die durch das seitliche Halsdreieck ziehenden
Hautäste
des
Plexus
cervicalis
-Nn.
supraclavicularessind
mit
ihren
Endverzweigungen, Rr. mediales, intermedii et
laterales, darzustellen.
Die V. jugularis externa wird am Hinterrand des M.
sternocleidomastoideus aufgesucht, in ihrem
Verlauf verfolgt und der Zusammenfluss zwischen
ihr und der V. transversa cervicis dargestellt.
Nach dem Auffinden dieser oberflächlich gelegenen
Strukturen und nach Wegnahme der oberflächlichen
Halsfaszie erscheinen als Boden des Dreiecks der
M. splenius capitis, der M. levator scapulae und die
Mm. scaleni. Diese Muskeln werden durch
Entfernen
der
ihr
aufliegenden
Lamina
praevertebralis fascia cervicalis dargestellt.
Die schlingenartigen Verbindungen der ventralen
Äste der 4 oberen Halsnerven, die wir als Plexus
cervicalis bezeichnen, liegen vor den Ursprüngen
des M. scalenus anterior und des M. levator
scapulae. Sie werden hier aufgesucht und bis zum
Punctum nervosum verfolgt. Der auf dem M.
scalenus anterior absteigende N. phrenicus wird
ebenfalls nach kaudal verfolgt. Dabei muss auf
einen gegebenenfalls vorhandenen Nebenphrenicus
(20-25%) geachtet werden.
Auf dem freigelegten M. levator scapulae wird nun
der zum M. trapezius absteigende N. accessorius
dargestellt.
Darüber hinaus werden folgende supraclaviculären
Äste des Plexus brachialis präpariert:
Der N. dorsalis scapulae ist in der Rinne zwischen
M. levator scapulae und M. scalenus medius
(gelegentlich durchbohrt der Nerv diesen Muskel)
aufzusuchen. Hier werden seine Äste zum M.
levator scapulae und M. rhomboideus dargestellt.
Der N. thoracicus longus durchbohrt meist mit 2-3
Zweigen den M. scalenus medius, vereinigt sich
danach zu einem Stamm, welcher dorsal des
Plexus brachialis zur Achselhöhle verläuft. Der Nerv
ist im seitlichen Halsdreieck bis zum Verschwinden
unter der Clavicula darzustellen und sein weiterer
Verlauf zum M. serratus anterior (siehe Regio
axillaris) zu verfolgen.
Der N. suprascapularis, der die A. transversa
cervicis überkreuzt und aus dem Truncus superior
des Plexus brachialis entspringt, wird soweit wie
möglich nach kaudal verfolgt.
2.2.2. Trigonum omoclaviculare
Grenzen dieser Region sind: Hinterrand des M.
sternocleidomastoideus, Clavicula, Venter inferior
m. omohyoidei.
Hier werden nach Entfernung des oberflächlichen
und mittleren Blattes der Halsfaszie folgende
Leitungsbahen aufgesucht und dargestellt:
Zwischen M. scalenus anterior und M. scalenus
medius (hintere Scalenuslücke) sind die starken
Stämme (Truncus superior, medius et inferior) des
Plexus brachialis aufzusuchen.
Ventrokaudal des Plexus brachialis ist die A.
subclavia darzustellen. Zwischen M. scalenus
anterior und Clavicula (vordere Scalenuslücke) wird
schließlich noch die V. subclavia herauspräpariert.
Zur Freilegung des Truncus thyreocervicalis wird
der laterale Rand des M. sternocleidomastoideus
nach ventral verlagert. Hier ist auch die A.
transversa
cervicis
(A.
transversa
colli)
aufzusuchen, die aus dem Truncus thyreocervicalis
(nicht selten auch direkt aus der A. subclavia)
entspringt. Sie verläuft im seitlichen Halsdreieck
nach lateral, überkreuzt den M. scalenus anterior,
tritt zwischen den Faszikeln des Plexus brachialis
hindurch und teilt sich in einen R. superficialis (A.
cervicalis superficialis) und einen R. profundus (A.
transversa colli).
Die A. suprascapularis ist wie die vorige ventral des
M. scalenus anterior aufzusuchen bevor sie hinter
der Clavicula zum oberen Rand des Schulterblattes
verläuft.
Die weitere Präparation der tiefen Strukturen wird in
Teil II des Präparierkurses (2. Regelsemester)
vorgenommen.
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2.3. Regio cervicalis posterior et
occipitalis
epifasziale Strukturen
subfasziale Strukturen
Zunächst wird der Venter occipitalis m. epicranius
dargestellt. Dabei ist auf die intensive Verhaftung
zwischen Haut und Galea aponeurotica zu achten.
Bei der Entfernung des Subkutangewebes sollten
beide Strukturen unbedingt erhalten bleiben.
Nachdem der M. trapezius vollständig freigelegt und
gesäubert wurde, erfolgt nun die Abtrennung des
Muskels
von
den
Dornfortsätzen
der
Halswirbelsäule. Dazu wird die Pars descendens m.
trapezii stumpf unterminiert und gelöst. Dabei ist auf
die bereits präparierten sensiblen Spinalnervenäste
zu achten.
Die meistens mit Blut gefüllte V. occipitalis ist ca.
zwei Querfinger seitlich der Medianlinie im
subkutanen Bindegewebe aufzusuchen. Dabei wird
die mit ihr verlaufende A. occipitalis (Ast der A.
carotis externa) freigelegt.
Zum Auffinden des N. occipitalis major werden die
Vasa occipitalia nach kaudal verfolgt. Am Übergang
zur
Nackenregion
wird
der
die
Gefäße
überkreuzende und teilweise begleitende Nerv
dargestellt. Anschließend werden die Vasa
occipitalia und der N. occipitalis major bis zum
Verschwinden hinter den Ursprungssehnen des M.
trapezius bzw. des M. sternocleidomastoideus
verfolgt. Im Folgenden werden Verlauf und
Verzweigung dieser Strukturen auf dem Hinterhaupt
unter Abtragung des subkutanen Bindegewebes
präpariert.
Der N. occipitalis minor des Plexus cervicalis (siehe
auch Regio colli lateralis) ist aufzusuchen und
darzustellen. Dabei ist auf nervale Anastomosen mit
dem N. occipitalis major zu achten.
Zwischen Ohrmuschel und Processus mastoideus
werden die A., V. und N. auricularis posterior
freigelegt.
Der N. occipitalis tertius, der ca. einen Querfinger
seitlich der Medianlinie den M. trapezius durchbohrt,
ist ebenfalls aufzusuchen.
Schließlich wird der M. trapezius unter Erhaltung
der Hautnerven des Nackens an der Linea nuchae
superior, an der Protuberantia occipitalis externa
und am Lig. nuchae superior abgelöst.
Im nächsten Schritt werden der N. accessorius und
die ihn begleitenden Rr. superficialis et profundus a.
transversa cervicis aufgesucht. Auch die zwischen
M. rhomboideus minor und M. rhomboideus major
austretende A. et V. transversa cervicis ist zu
identifizieren. Nun können die noch von ihren
Faszien bedeckten Mm. levator scapulae
et
splenius capitis inspiziert und isoliert werden.
Die A. occipitalis wird nach kaudal bis an den
Hinterrand des M. splenius capitis verfolgt.
Anschließend wird dieser Muskel präpariert, quer
durchtrennt und seine beiden Teile nach oben bzw.
unten zurückgeklappt. Die Arterie kann nun in ihrem
gesamten Verlauf dargestellt werden.
Der N. occipitalis major wird distal bis zu seinem
Eintritt in den M. semispinalis capitis präpariert.
Dann wird der Muskel quer durchtrennt und dessen
Abschnitte
nach
kranial
bzw.
kaudal
zurückgeschlagen. Nun kann der Nerv bis zum
unteren Rand des M. obliquus capitis inferior
verfolgt werden.
Die tiefen Nackenmuskeln - Mm. obliquus capitis
superior et inferior, Mm. rectus capitis posterior
major et minor - werden durch Entfernen ihrer
Faszien freigelegt. Dabei sind die motorischen Äste
des N. suboccipitalis aufzusuchen.
In dem vom den Mm. obliquus capitis superior et
inferior sowie M. rectus capitis posterior major
begrenzten Trigonum suboccipitale (Trigonum a.
vertebralis) wird der Atlasbogen (Arcus atlantis
posterior) aufgesucht und kranial desselben der
Stamm des N. suboccipitalis sowie die A. vertebralis
dargestellt. Die Arterie wird anschließend bis zur
Membrana atlantooccipitalis posterior verfolgt.
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