Spindeln speziell für Roboter

Werbung
40
Produktionstechnik
| Bearbeitungseinheiten
Technische Rundschau 9/2012
Spindeln speziell für Roboter
Bearbeitungseinheiten werden immer häufiger auf Robotern eingesetzt – sei es für Bohr-,
Fräs-, Entgrat-, Schleif- oder Bürstoperationen. Für entsprechende Anwendungen auf
Robotern hat Suhner ein Spindelprogramm in drei Ausführungen entwickelt, das speziell
auf deren Anforderungen zugeschnitten ist.
(re) Roboterunterstützte Fertigungszellen arbeiten meist vollautomatisch. Demzufolge muss auch
der Werkzeugwechsel automatisch
erfolgen. Hierzu bietet Suhner drei
Typen von Bearbeitungsspindeln an:
Bei den Spindeln BEX 15 WW-ER 25
und BEX 15 WW-HSK 32 liegt der
Leistungsbereich, bezogen auf eine
Bohroperation, bei Durchmesser
15 mm in Stahl. Die maximal übertragbaren Drehmomente liegen je
nach Ausführung zwischen 12 und
50 Nm. Mit der Spindel MAX 40 CO
lassen sich sogar 400 Nm Drehmoment übertragen, was einer Bohrleistung von Durchmesser 40 mm
in Stahl entspricht.
Auch für innengekühlte
Werkzeuge geeignet
Roboter mit Spindel
MAX 40 CO beim
Schleifen von
Schweissnähten an
Badewannen.
(Bilder: Suhner)
Für die Spindelausführung BEX 15
WW-ER 25 wurde ein spezielles Spannsystem entwickelt. Die
Werkzeugspannung erfolgt mittels sogenannter ER-Spannzangen
der Grösse ER 16 oder ER 25. Die
Spannzange befindet sich in dem
sogenannten Druckkäfig. Zur Spannung wird der Druckkäfig über die
Druckstange und ein Tellerfederpaket in den Spannring gedrückt. Ein
in Achse angebauter Kurzhubzylinder öffnet die Spannung wieder.
Dieses kraftschlüssige Spannsystem
ermöglicht ein übertragbares Drehmoment von immerhin 12 Nm.
Mit dieser Ausführung lassen
sich Werkzeuge mit Zylinderschäften direkt spannen – vorteilhaft für
Bürst- und Schleifoperation. Das
Schleifwerkzeug wird nach jeder
Bearbeitung vermessen, um bei
entsprechender Abnutzung die
Wege des Roboters anzupassen
oder das Werkzeug auszutauschen.
Eine weitere Anwendung ist das
Einbringen von Nietbohrungen an
Flugzeugteilen. Der Vorschub erfolgt hier aus Präzisionsgründen
über einen CNC-Schlitten. Der Roboter erfüllt in diesem Fall lediglich
Positionieraufgaben.
Ein Vorteil der direkten Spannzangen-Spannung ist der nicht
benötigte definierte Spindelstopp.
Somit kann diese Spindel mit normalen Drehstrommotoren ausgerüstet werden. Ein Servomotor ist
für den Antrieb nicht erforderlich.
Für die Spezialausführung
BEX 15 WW-HSK 32 wurde die
Standard-Bearbeitungseinheit
BEX 15 mit dem Spannsystem
HSK 32 Super-Lock von Röhm
modifiziert. Das Verriegelungssystem ist ohne Federpaket selbsthemmend und dient als Bindeglied
zwischen dem HSK-Spannsatz und
der Betätigungsstange. Ein pneumatischer Kurzhubzylinder mit
Endlagenabfragung sowie eine Betätigungsstange öffnen und schliessen die Spannung.
Antrieb grundsätzlich
über Servomotor
Bei dieser Ausführung wird der
komplette Werkzeughalter HSK 32
mit Werkzeug eingewechselt. Dies
ermöglicht eine Voreinstellung der
Werkzeuge ausserhalb der Maschine, was speziell bei Präzisionsoperationen erforderlich ist.
Bei Verwendung von Werkzeugaufnahmen des Typs HSK Form A
Für die Spezialausführung
BEX 15 WW-HSK 32 wurde die
Standard-Bearbeitungseinheit
BEX 15 mit dem Spannsystem HSK 32
Super-Lock von Röhm modifiziert.
und C erhält die Spindel BEX 15
WW aufgrund der erforderlichen
Positionierung einen Servomotor
als Antrieb. Das maximal übertragbare Drehmoment liegt hier
bei 55 Nm.
Mit einem Drehstrommotor
ohne Positioniermöglichkeit werden Werkzeugaufnahmen des Typs
HSK Form E eingesetzt. Das Drehmoment von maximal 16 Nm wird
hierbei kraftschlüssig übertragen.
Bedingt durch das Super-LockSpannsystem, kann die BEX 15
WW-HSK 32 auch für innengekühlte Werkzeuge – mit Kühlung
durch die Spindel hindurch – eingesetzt werden.
Die grösste Bearbeitungsspindel
für den Robotereinsatz ist die MAX
40 CO. Zwei Spindelsysteme, ISO 40
und HSK 63, stehen zur Verfügung.
Bei beiden Varianten ist eine Kühlmittelzufuhr durch die Spindel hindurch möglich. Die Spannung des
Werkzeughalters erfolgt mittels eines Tellerfederpakets. Geöffnet wird
pneumatisch. Der Pneumatikzylinder und das spezielle Greifersystem
(mit Übersetzung) erzeugen
eine Einzugskraft von
12 kN.
Der Prozesssicherheit
wird
hier vollumfänglich
Rechnung getragen.
Vier induktive Näherungsschalter
fragen ab:
• Ist das Werkzeug richtig gespannt?
• Ist das Werkzeug entspannt?
• Ist das Werkzeug vorhanden?
• Befindet sich die Spindel im Stillstand für den Werkzeugwechsel?
Der Antrieb der MAX 40 CO
erfolgt grundsätzlich über einen
Servomotor, da für den automatischen Werkzeugwechsel ein definierter Spindelstopp erforderlich
ist. Ein maximal übertragbares
Drehmoment von 400 Nm ermöglicht anspruchsvolle Bohr- und
Fräsoperationen.
■
Otto Suhner AG
5201 Brugg, Tel. 056 464 28 28
[email protected]
AMB, Halle 3 Stand A 52
100 % Qualität
beim Fügen
und Einpressen!
300-736d-05.12-TU
Technische Rundschau 9/2012
NC-Fügesysteme von Kistler
• Kraft-Weg-Überwachtes Fügen
und Einpressen
• Kompakt, leise, energieeffizient
• Schnell und präzise mit kürzesten
Taktzeiten
• Hoher Output bei 100 % Qualität
• Basic- bis High-End-Systeme
• Kraftbereiche von 10 … 300 kN
Get Better. With Kistler.
Kistler Instrumente AG
Eulachstrasse 22, 8408 Winterthur, Schweiz
Tel. +41 52 224 12 32, Fax +41 52 224 14 21
[email protected]
Mit der Spindelausführung BEX 15 WW-ER 25 lassen sich Werkzeuge mit Zylinderschäften direkt spannen – vorteilhaft für Schleif- und Bürstoperationen. Die
Spindel ist hier mit einem Fächerschleifwerkzeug für Schleifarbeiten an Schweissnähten ausgerüstet.
www.kistler.com
Herunterladen