Sternkarte Dezember 2016

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STERNKARTE
Dezember 2016
Der Himmelsanblick über Berlin: 01.12. 0:00 MEZ | 15.12. 23:00 MEZ | 31.12. 22:00 MEZ
WEGA
LEIER
DRACHE
SCHWAN
GR. WAGEN
DENEB
KL. WAGEN
POLARSTERN
KEPHEUS
LÖWE
KASSIOPEIA
POLLUX
PEGASUS
ANDROMEDA
FUHRMANN
KAPELLA
KASTOR
DREIECK
PERSEUS
WASSERSCHLANGE
ZWILLINGE
WIDDER
FISCHE
PLEJADEN
KL. HUND
PROKYON
BETEIGEUZE
STIER
ORION
GR. HUND
SIRIUS
WALFISCH
RIGEL
HASE
Astronomische Höhepunkte in diesem Monat:
Venus und Mars am Abend zu beobachten
Jupiter steht am Morgenhimmel
14.12. Höhepunkt der Geminiden – Sternschnuppen
21.12. Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres
STIFTUNG PLANETARIUM BERLIN
Gestaltung: Luise Wilhelm | www.völligohne.de
STERNKARTE
Dezember 2016
1. VIERTEL
07.12.2016
VOLLMOND
14.12.2016
LETZTES VIERTEL
21.12.206
NEUMOND
29.12.2016
PLANETEN AM NACHTHIMMEL
VENUS wird ihrem Namen „Abendstern“ gerecht, obwohl es sich bei ihr nicht um einen Stern,
sondern unseren Nachbarplaneten handelt. Wir können die Venus am südwestlichen Abendhimmel direkt nach Sonnenuntergang gut beobachten. Im Dezember steht sie mitten im Sternbild
Steinbock. Sie steht insgesamt nicht sehr hoch über dem Horizont, die Beobachtung ist also
einfacher, wenn keine Hindernisse wie Häuser oder Bäume den Blick versperren. Venus ist das
hellste sternähnliche Objekt am Abendhimmel, das wir sehen können, und dadurch einfach von
anderen Planeten oder Sternen zu unterscheiden.
MARS ist nach wie vor eine auffällige Erscheinung am Sternenhimmel. Er ist als rötliches, sternähnliches Objekt nach Sonnenuntergang ziemlich genau in südlicher Richtung zu finden und
wandert dann tiefer in den Südwesten. Im Lauf des Monats bewegt sich dieser Wandelstern (so
nannte man Planeten in der Vergangenheit) vom Steinbock ins Sternbild Wassermann.
MARS
VENUS
HORIZONT
15. DEZEMBER 16:30 UHR
SONNE
JUPITER ist am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang gut zu beobachten. Er geht im Lauf des Monats immer früher auf, um Weihnachten bereits um 01:45 Uhr, so dass er für eine immer größere Zeitspanne am Nachthimmel zu sehen ist. Momentan ist die Raumsonde Juno beim König der
Planeten. Sie ist im August 2016 nach fünfjähriger Reise bei Jupiter angekommen und gerade in
eine Umlaufbahn eingeschwenkt.
JUPITER
HORIZONT
15. DEZEMBER 06:00 UHR
O
S
SONNE
14.12. GEMINIDEN – STERNSCHNUPPEN IM DEZEMBER
Die Geminiden sind zusammen mit den Perseiden im August die eindrucksvollsten Sternschnuppenereignisse des Jahres. Die Sternschnuppen, die wir sehen, sind kleine Staubteilchen, die mit
hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre prallen und die Luft zum leuchten bringen. Die
Geminiden-Sternschnuppen stammen von einem kleinen Himmelskörper namens Phaethon – ein
Asteroid, der vermutlich früher ein Komet mit Staubschweif gewesen ist.
Um die Sternschnuppen zu beobachten benötigt man kein Teleskop oder andere Hilfsmittel, am
besten ist ein dunkler Ort mit freier Sicht auf den Sternenhimmel. Die Sternschnuppen scheinen
aus Richtung des Sternbilds Zwillinge zu kommen, ziehen sich aber weit über den Nachthimmel.
Leider ist in diesem Jahr genau zum Maximum der Geminiden Vollmond. Das hat zur Folge,
dass der Mond die gesamte Nacht über am Himmel steht und uns mit seinem Licht nur die helleren Sternschnuppen beobachten lässt.
Im Gegensatz zu den Perseiden kann man die Geminiden auch schon in der ersten Nachthälfte
gut beobachten – Sie benötigen dafür nur klares Wetter und warme Bekleidung.
21.12. WINTERSONNENWENDE – DIE LÄNGSTE NACHT DES JAHRES
Am 21.12. erreicht die Erde auf ihrem Lauf um die Sonne den Punkt, an dem die Nordhalbkugel
das gesamte Jahr über am wenigsten Licht bekommt. Dies geschieht durch die Schrägstellung
der Erdachse. Dadurch haben wir an diesem Datum die längste Nacht des Jahres und die Mitte
des Winterhalbjahrs. Die Sonne geht von der Erde aus gesehen fast im Nordosten auf, erreicht
über Mittag nur eine geringe Höhe über dem Südhorizont und verschwindet recht schnell wieder im Südwesten.
Optimisten können sich nach der Wintersonnenwende bereits wieder auf die Stück für Stück
länger werdenden lichten Tage freuen.
SOMMERSONNE
HERBST/
FRÜHLINGSSONNE
WINTERSONNE
HORIZONT
STERNBILDER Am Abendhimmel kündigt sich der Wechsel von Herbst zu Winter an. Am auffälligsten ist in südlicher Himmelsrichtung das große Herbstviereck, von welchem drei Sterne zu Pegasus gezählt
werden und die linke obere Ecke offiziell zu Andromeda gehört. Häufig werden in bildlichen
Darstellungen alle vier Sterne Pegasus zugeordnet, sie bilden dann den Körper des gefügelten
Pferdes. Mit etwas Phantasie kann man die Vorderbeine und den Kopf des Pferdes erkennen,
allerdings steht das Pegasus-Pferd am Berliner Himmel auf dem Kopf.
Das Sternbild Andromeda schließt sich mit einer Kette von drei Sternen (inkl. der Ecke des
Herbstvierecks) an Pegasus an. Ein Stück oberhalb des mittleren Kettensterns befindet sich ein
besonderes Himmelsobjekt: der Andromeda-Nebel. Es handelt sich dabei um unsere Nachbargalaxie, eine Sternenansammlung ähnlich unserer Milchstraße mit Milliarden von Sternen. Alles,
was wir am Berliner Nachthimmel mit bloßem Auge sehen können, gehört zu unserer Milchstraße. Wenn wir uns an einen Ort außerhalb Berlins ohne störende, künstliche Lichtquellen
begeben, können wir die Andromeda-Galaxie unter guten Sichtbedingungen als schwachen,
länglichen Nebelfleck ohne ein Teleskop entdecken. Ein Lichtstrahl benötigt aus dieser Nachbargalaxie ungefähr 2,5 Mio. Jahre, um zu uns zur Erde zu gelangen.
Nach Andromeda geht jetzt immer früher am Abend das Sternbild Stier auf. Unter den Sternbildern des Tierkreises ist der Stier sehr auffällig, denn wir finden hier einige Besonderheiten.
Der V-förmige Kopf wird durch den linken Augenstern Aldebaran dominiert, der auch schon mit
bloßem Auge als roter Stern erkennbar ist. Es handelt sich um einen alten, roten Riesenstern.
Weiterhin sind bei guter Sicht viele kleine Sterne im Kopf des Stiers zu beobachten, es handelt
sich um den Sternhaufen Hyaden. Ein noch auffälligerer Sternenhaufen befindet sich im Rücken
des Stiers: die berühmten Plejaden, auch Siebengestirn genannt. Der Name Siebengestirn ist
dabei allerdings eine missverständliche Überlieferung, mit bloßem Auge sieht man zwischen
sechs und neun Sterne – genau sieben sind es bei der Beobachtung nie. Es handelt sich dabei
um Sterne, die mit ca. 100 Mio. Jahren noch recht jung sind.
VIEL FREUDE BEI DER HIMMELSBEOBACHTUNG!
Die Teams der Berliner Planetarien und Sternwarten wünschen Ihnen einen klaren Himmel und
viel Freude bei der Himmelsbeobachtung!
Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden: [email protected]
STIFTUNG PLANETARIUM BERLIN
Archenhold-Sternwarte
Wilhelm-Foerster-Sternwarte, Planetarium am Insulaner
Zeiss-Großplanetarium
Alt-Treptow 1 | 12435 Berlin
T +49 (0)30/536 063 719
F +49 (0)30/536 063 721
[email protected] | www.sdtb.de/astw
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