Weltkrieg - 11 A-LTG

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Weltkrieg;
Definition
Als Weltkrieg wird ein Krieg bezeichnet, der durch sein geographisches Ausmaß über mehrere
Kontinente und durch den unbegrenzten Einsatz aller verfügbaren strategischen Ressourcen
weltweite Bedeutung erlangt oder der im Ergebnis eine grundsätzliche Neuordnung der
weltweiten internationalen Beziehungen mit sich bringt.
Heute wird der Begriff überwiegend mit dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) und dem Zweiten
Weltkrieg (1939–1945) in Verbindung gebracht. Diese beiden Kriege werden auch als „totale
Kriege“ bezeichnet
Erster Weltkrieg
Wann:1914 - 1918
Sieger:die Alliierten (USA, Frankreich, England, Russland)
Kriegsform: Stellungskrieg
Besonderheit: neue Waffen (Panzer, Maschinengewehr)
Der Erste Weltkrieg dauerte von 1914 - 1918, forderte über 9 Millionen Tote und endete
mit dem Sieg der Alliierten. Kriegsschauplätze waren Europa, der Nahe Osten, Afrika
und Ostasien. Der Krieg wurde zwischen den Mittelmächten Deutschland und ÖsterreichUngarn auf der einen Seite und den Entente-Mächten oder Alliierten Frankreich,
Großbritannien und Russland auf der anderen Seite ausgetragen. Im Verlauf des Krieges
traten das Osmanische Reich und Bulgarien auf der Seite der Mittelmächte in den Krieg
ein. Die alliierte Seite wurde verstärkt durch Italien, Portugal, Rumänien und die USA.
Zum Ende des Krieges befanden sich 25 Staaten und deren Kolonien mit insgesamt 1,35
Milliarden Einwohnern (3/4 der damaligen Weltbevölkerung) im Kriegszustand.
Der Ausbruch des Krieges war das Resultat der in Europa weit verbreiteten Ansicht, ein
militärischer Konflikt sei nicht vermeidbar. Die Ermordung des österreichischen
Thronfolgerpaares in Sarajevo war nur der Anlass für den Kriegsbeginn. Der Erste
Weltkrieg war der erste Krieg, der mit einem massiven Maschineneinsatz (Panzer,
Flugzeuge) und mit Massenvernichtungswaffen (Giftgas) geführt wurde. Trotzdem
bewegten sich die Fronten kaum, da sich die gegnerischen Kräfte in einem endlosen
Stellungskrieg aufrieben. Insbesondere auf den Schlachtfeldern von Verdun und Flandern
fielen auf beiden Seiten hunderttausende Soldaten, ohne dass entscheidende
Geländegewinne erzielt werden konnten.
Zweiter Weltkrieg:
Dauer: 1. September 1939 - 8. Mai 1945 (Kapitulation Deutschland)
Folgen: ca. 70 Millionen Tote
Sieger: Die Alliierten (USA, England, Sowjetunion, Frankreich)
Verlierer: Die Achsenmächte (Deutschland, Japan)
Der Zweite Weltkrieg war der bisher größte und verlustreichste Konflikt in der
Menschheitsgeschichte. Auslöser des Krieges war der Angriff von Hitler-Deutschland auf
Polen am 1. September 1939. Nach erfolgreichen Feldzügen u.a. gegen Frankreich
(1940), die die deutsche Wehrmacht durch den Einsatz von modernen Waffen (schnelle
Panzerstöße) allesamt siegreich gestaltete, erlitt sie in der Luftschlacht über England ihre
erste Niederlage.
Der zuerst erfolgreiche Angriff auf die Sowjetunion vom 2. Juni 1941 endete aufgrund
der Größe des Landes und des frühen Wintereinbruchs in einem Desaster für die deutsche
Wehrmacht. Die nicht erfolgte Eroberung von Stalingrad, die mit der fast vollständigen
Vernichtung der 6. deutschen Armee endete, wird als Wendepunkt im 2. Weltkrieg
angesehen.
Durch den japanischen Angriff auf den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor
am 7. Dezember 1941 wurden auch die Vereinigten Staaten von Amerika in den Krieg
hineingezogen. Aufgrund der geballten Kriegsproduktion der USA geriet die japanische
Armee aber bald in die Defensive.
Die Alliierten landeten am 6. Juni 1944 (D-Day) in der Operation "Overlord" an der
französischen Normandieküste. Nun war Hitler-Deutschland von allen Seiten
eingekesselt, trotzdem führte man den aussichtslosen Krieg weiter. Am 30. April 1945,
als die Rote Armee nur noch mehrere hunderte Meter vom Führerbunker entfernt war,
beging Adolf Hitler Selbstmord. Nur wenige Tage später am 8. Mai 1945 kapitulierte die
NS-Führung. Der Zweite Weltkrieg endete daher mit einer vollständigen Niederlage der
Achsenmächte (Deutschland, Italien und Japan) und dem Sieg der Alliierten (USA,
Frankreich, Sowjetunion, Großbritannien).
Der II. Weltkrieg forderte ca. 55 Millionen Menschenleben (im Unterschied zum Ersten
Weltkrieg auch viele Zivilisten) und war durch faschistische Ideologien geprägt. Das
größte Kriegsverbrechen war der Holocaust, in dessen Rahmen 6 Millionen Juden
systematisch in Konzentrationslagern umgebracht wurden. Auch die großflächige
Bombardierung von Wohngebieten und der Abwurf von Atombomben auf die
japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki waren Bestandteile einer Kriegsführung, die
keine Fronten mehr kannte.
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