Katakomben_1 - BRG Krems Ringstraße

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Katakomben
Katakomben sind unterirdische Gewölbekomplexe, die der Bestattung von Toten dienen. Sie
können eine Ausdehnung von mehreren Kilometern erreichen. Katakomben sind
unterirdische Begräbnisstätten mit oft weitverzweigten Stockwerken mit einzelnen aus der
Wand gehauenen Senkgräbern oder Grabkammern für mehrere Tote. Mitunter wurden aus
Platzgründen auch Nischen in die Gänge eingearbeitet. In der Regel wurden die Toten jedoch
nicht direkt dort beigesetzt wie in einer Gruft, sondern die Gebeine aus den Friedhöfen
exhumiert und in die Katakomben überführt, welche somit die Funktion eines Beinhauses
übernahmen.
Römische Katakomben dienten verfolgten Christen zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert als
Zufluchtsstätten.
Krypta der Päpste, Calixtus-Katakombe, Rom
Nutzungen:
Entgegen dieser von einschlägigen Romanen und Filmen herrührenden Vorstellung wurde
durch Forschungen inzwischen festgestellt, dass die Katakomben fast nie für christliche
Versammlungen oder gar als Verstecke genutzt wurden. Ihr Entstehen ist ganz einfach darin
begründet, dass im Römischen Reich innerhalb der Stadtmauern keine Erdbestattungen
stattfinden durften und Feuerbestattungen der damaligen christlichen Glaubensauffassung
widersprachen. Daher wurden im Lauf der Zeit von befreundeten römischen Familien
Christen zur Verfügung gestellte Grabstätten unterirdisch erweitert und ausgebaut, wobei
die Anlage in weichem Vulkantuff-Gestein dem Ausbau entgegenkam
Domitilla-Katakomben in Rom mit in den Fels gehauenen Grabkammern
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