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Presseinformation
UNIPOR-Ziegel Marketing GmbH, Landsberger Str. 392, 81241 München
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dako pr, Postfach 180 222, 51347 Leverkusen, Tel.: 02 14 / 20 69 10
05/12-15
Unipor-Ziegel-Gruppe
Ein starkes Team
Sichere Verarbeitung von Außenputz
auf Ziegelmauerwerk
Autor: Dr.-Ing. Thomas Fehlhaber, Unipor-ZiegelGruppe
Außenputze tragen bei der monolithischen Ziegelbauweise
entscheidend zu den bauphysikalischen Eigenschaften der
Außenwand
einschaliges
bei.
Zudem
zeichnet
Ziegelmauerwerk
sich
durch
verputztes
seine
hohe
Verarbeitungssicherheit aus. Wer ein paar grundlegende
Regeln einhält, erhält eine witterungsbeständige und
wohngesunde Bausubstanz mit langer Lebensdauer.
Die mineralischen Baustoffe Ziegel und Putz ergänzen sich in
idealer Weise. Mineralische Putze sind ebenso wie gebrannte
Mauerziegel lösemittelfrei und gemäß Baustoffklasse A1 als
„nicht brennbar“ klassifiziert. Somit unterstützen sie die
baustoffbedingten positiven Eigenschaften des Mauerziegels
ideal. Die für den Putz verwendeten Kalk- oder Kalk-ZementBindemittel erzeugen ein feinporiges und diffusionsoffenes
Gefüge,
das
einen
Mauerwerk ermöglicht.
Feuchteausgleich
in
Fassade
und
–2–
Insbesondere bei monolithischem Ziegelmauerwerk, das nicht
mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) versehen ist,
kommt dem verwendeten Außenputz eine wichtige Bedeutung
zu.
Vor
allem
die
Einführung
hochwärmedämmender
Mauerziegel hat durch geringere Rohdichten der Ziegel die
Anforderungen
an
die
Putzsysteme
verändert.
Diese
berücksichtigt auch das Putzmerkblatt[1]. Denn: Putz und
Unterkonstruktion müssen in Bezug auf Druckfestigkeit und
Steifigkeit
aufeinander
sichergestellt,
dass
abgestimmt
der
Putz
sein.
seiner
Nur
so
Funktion
ist
als
Witterungsschutz für die Fassade nachhaltig und dauerhaft
nachkommen kann. Als Faustregel gilt hierbei der Grundsatz
„weich auf hart“, so dass Druckfestigkeit und Steifigkeit des
Putzgrundes höher sein müssen, als die des verwendeten
Putzes. Der Außenputz muss zudem gemäß DIN V 18550 mit
einer Mindestdicke von zwei Zentimetern aufgetragen werden,
um die zwangsläufigen Verformungen des Untergrundes ohne
Rissbildung abzufangen.
Gefüllte Mauerziegel
Zusätzlich zu ungefüllten wärmedämmenden Hochlochziegeln
sind derzeit verschiedene Arten dämmstoffgefüllter Mauerziegel
erhältlich. Unipor nutzt bei seinen sogenannten Coriso-Ziegeln
einen mineralischen Dämmstoff aus natürlichem Basaltgestein,
der in das kleingliedrige Lochbild aller klassischen Mauerziegel
gefüllt werden kann. „Unsere Dämmstoff-Füllung verbessert
somit
die
Mauerziegel,
bauphysikalischen
ohne
dabei
die
Eigenschaften
traditionellen
bestehender
Vorteile
der
klassischen Ziegelbauweise zu verwässern“, erklärt Dipl.-Ing.
Rudolf Bax von der Unipor-Ziegel-Gruppe. „Deswegen lassen
sich unsere gefüllten Mauerziegel auch unproblematisch
Schlitzen, Bohren und Sägen.“
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–3–
Den richtigen Putz wählen
Die Wahl des Putzsystems ist abhängig von den Anforderungen
und der Beschaffenheit des jeweiligen Mauerwerks. Das
Putzmerkblatt beschreibt die Eignung der unterschiedlichen
Außenputze in Abhängigkeit vom verwendeten Putzuntergrund.
Dabei stellt die Rohdichte des Mauerwerks die maßgebliche
Größe für die Auswahl des Putzsystems dar (vgl. Tabelle1).
„Als
Daumenregel
gilt:
Für
wärmedämmendes
Ziegelmauerwerk mit gefüllten oder ungefüllten Unipor-Ziegeln
sind nach DIN V 18550 Leichtputze der Typen I oder II
vorgeschrieben,“ erklärt Matthias Adam, Fachberater beim
Putz-Hersteller Franken Maxit. „Diese Leichtputze zeichnen
sich durch geringe Trockenrohdichten zwischen 600 und 1.300
Kilogramm pro Kubikmeter sowie ein minimiertes E-Modul aus.“
Planziegelmauerwerk – die perfekte Grundlage
Moderne Mauerziegel verfügen über ein Nut- und FederPrinzip, das es ermöglicht, die Stoßfugen knirsch und ohne
Stoßfugenmörtel auszuführen. Die einzelnen Ziegelreihen eines
Mauerwerks aus Planziegeln werden über eine durchgehende
Lagerfuge aus Dünnbettmörtel miteinander verbunden. Sie
benötigen dabei nur eine Mörteldicke von bis zu drei
Millimetern, was sich positiv auf das Schwindverhalten des
Mörtels auswirkt. So erhält man eine planebene und formstabile
Außenwand,
die
sich
ideal
als
Putzgrund
eignet
und
konstruktionsbedingte Risse nachhaltig vermeidet.
Besondere Beanspruchung
Bei besonders beanspruchten Putzflächen, empfiehlt es sich,
auf
einen
Armierungsputz
mit
Gewebeeinlage
aus
kunststoffummantelten Glasfasern zurück zu greifen. Das
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–4–
Gewebe macht das Putzsystem deutlich zugfester, da es die
einwirkenden Spannungen aufnimmt und so ein Reißen des
Putzes verhindert.
Um einen ausreichenden Kraftschluss zwischen Putz und
Gewebe zu realisieren, kommt ein vergüteter Armierungsmörtel
in einer Dicke von fünf Millimetern zum Einsatz. Diese
zusätzliche Lage zwischen Unter- und Oberputz entkoppelt
etwaige Verformungen der Putzschichten und beugt somit einer
Rissbildung zwischen diesen beiden Schichten wirkungsvoll
vor. Armierungsputze sollten außerdem bei feinkörnigen
Oberputzen mit Korngrößen unter zwei Millimetern Anwendung
finden. Zudem beeinflusst auch die farbliche Gestaltung der
Fassade
die
Belastung
des
Putzsystems.
Dunkle
Putzoberflächen erwärmen sich bei Sonneneinstrahlung stärker
als helle Fassaden: Die höhere hygrothermische Belastung
kann ebenfalls einen zusätzlichen Armierungsputz notwendig
machen, der die Verformungen aus Temperatur und Feuchte
minimiert.
Die richtige Grundlage schaffen
Ein homogener Putzgrund bietet ideale Voraussetzungen für
ein dauerhaft beständiges Mauerwerk. Unipor bietet daher eine
Vielfalt von Sonder- und Ergänzungsprodukten an, die helfen,
Mischmauerwerk
darunter
zu
vermeiden.
Diese
Ziegel-Rolladenkästen,
Sonderprodukte,
Ziegelstürze
oder
Laibungsziegel, werden ebenso wie konventionelle Mauerziegel
mit Dünnbettmörtel oder Leichtmörtel verarbeitet. Durch die
notwendige Dämmung von Wärmebrücken ist es trotzdem
oftmals nicht möglich, einen vollständig homogenen Putzgrund
zu
schaffen.
Da
unterschiedlichen
das
Mauerwerk
verwendeten
aufgrund
Materialien
der
dann
größeren
Verformungsunterschieden unterliegt als bei einem homogenen
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–5–
Untergrund,
muss
auch
in
diesem
Fall
auf
einen
Armierungsputz zurückgegriffen werden. Armierungsputze sind
auch immer dann sinnvoll einzusetzen, wenn konstruktiv
bedingte Verformungen zu erwarten sind.
Feuchtigkeit vermeiden
Wichtig für eine dauerhafte Verbindung von Außenputz und
Mauerwerk ist eine
trockene Mauerwerkssubstanz
ohne
Verunreinigungen auf der Oberfläche. Daher sollte bereits
während
der
zwischen
Feuchtigkeit
Aufmauerung
den
einzelnen
eindringt.
Eine
sichergestellt
werden,
Verarbeitungsschritten
Plane
zur
Abdeckung
dass
keine
der
Mauerkronen liefert hier gute Dienste und spart zeitintensive
Trocknungsphasen. Als Richtwert bei der Verarbeitung auf der
Baustelle empfehlen sich zwei bis drei Tage Trocknungszeit je
Millimeter Putzdicke. Zudem sollte bei der Verarbeitung eine
Umgebungstemperatur
unter
fünf
Grad
Celsius
nicht
unterschritten werden.
Gute Planung ist die halbe Miete
Bereits die Planungsphase ist wichtig für die Langlebigkeit des
Außenputzes. So sollte beispielsweise bei Betondecken nicht
nur
aus
wärmeschutztechnischen
Erwägungen
die
Auflagefläche auf der Ziegelwand möglichst gering gehalten
werden. Hier empfiehlt sich bei einer Wanddicke von 36,5
Zentimetern eine Auflagefläche von etwa zwei Dritteln der
Wandstärke. Bei einer größeren Auflagefläche würde der
vergrößerte Hebelweg die Eckaufwölbung der Decke erhöhen
und somit Spannungsrisse im Außenputz verursachen können.
Eine Zentrierleiste kann diese Wirkung minimieren und schützt
zudem den Innenputz entlang der Drehkante.
Ca. 6.900 Anschläge
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–6–
Referenzen
[1] Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel e.V. im Bundesverband
der deutschen Ziegelindustrie e.V. / Bundesverband Ausbau
und Fassade im Zentralverband des deutschen Baugewerbes
(Hg.): Außenputz auf Ziegelmauerwerk – einfach, sicher,
wirtschaftlich: Fachgerechte Planung und Ausführung, Ausgabe
09/2009.
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Bildunterschriften
[12-15 Tabelle 1]
Die
Rohdichte
des
verwendeten
Mauerwerks
stellt
die
maßgebliche Größe für die Auswahl des Putzsystems dar.
Quelle: [1], Seite 11, Tabelle 4
[12-15 Planziegelwand]
In
Dünnbettmörtel
knirsch
verlegte
Planziegel
ohne
zusätzlichen Stoßfugenmörtel bieten einen idealen Putzgrund
ohne nennenswertes Schwindverhalten.
Foto: UNIPOR, München.
[12-15 Deckenanschluss]
Eine Auflagefläche der Betondecke von zwei Dritteln der
Wanddicke minimiert das Risiko von Spannungsrissen; Die
Ummauerung der Wärmebrückendämmung der Deckenstirn mit
Mauerziegeln schafft einen homogenen Putzuntergrund.
Foto: UNIPOR, München.
[12-15 Armierung]
Besonders beanspruchte Putzflächen werden mit einem
Armierungsputz versehen, wodurch das gesamte Putzsystem
an Zugfestigkeit gewinnt.
Foto: Franken Maxit, Azendorf.
[12-15 Putzauftrag]
Der
Außenputz wird
mit
einer
Mindestdicke
von
zwei
Zentimetern aufgetragen, um Verformungen des Untergrundes
ohne Rissbildung abzufangen.
Foto: Franken Maxit, Azendorf.
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