Gartenlaubkäfer - Verband Wohneigentum

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Gartenlaubkäfer
Der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) ist ein Käfer aus der Familie
derBlatthornkäfer (Scarabaeidae). Oft wird er auch irreführend Junikäfer genannt, ist
äußerlich mit diesem jedoch nicht zu verwechseln.
Merkmale
Gartenlaubkäfer werden 8,5 bis 11 Millimeter lang. Die Flügeldecken sind hellbraun
gefärbt, während der Rest des Körpers metallisch schwarzgrün glänzt. Die Fühler sind sehr
kurz und enden in einem Fächer aus drei Lamellen. Der Körper ist dicht behaart. Kopf und
Thorax sind fein granuliert. Auf jeder Flügeldecke sind sechs Längsstreifen aus Punkten zu
erkennen.
Vorkommen
Die Käfer sind in Mitteleuropa weit verbreitet und häufig. Außerdem kommen sie in Sibirien und in der Mongolei
vor. Man findet sie auf Wiesen und Feldern, in Gärten, Hecken und an Waldrändern.
Lebensweise und Entwicklung
Die tagaktiven Tiere fliegen meist auf der Suche nach Nahrung herum. Sie ernähren sich sowohl von Eichen-,
Hasel- und Birkenblättern, als auch von Kirsch- und Rosenblüten. Selten kommt es bei einem Massenauftreten des
Käfers zu erheblicheren Schäden. Die Larven oder Engerlinge leben im Boden und ernähren sich von
Pflanzenwurzeln. Da sie sehr klein sind, kommt es auch bei zahlreichem Auftreten nicht zu größeren Schäden. Nach
zwei bis drei Jahren verpuppen sie sich im Boden. Aus der Puppe schlüpft der fertige Käfer.
Eine Generation pro Jahr; die Käfer schlüpfen ab Ende Mai in der Nacht. Die Weibchen werden unmittelbar
nach dem Schlüpfen begattet und graben sich in der selben Nacht wieder ein und beginnen im Boden mit der
Eiablage. Etwa 85% der Eier werden jetzt abgelegt.
Nach der ersten Eiablage fliegen die Weibchen nahegelegene Futterpflanzen an. Nach dem Reifungsfraß erfolgt
eine zweite Eiablage. Diese kann 3 bis 4 km vom Schlupfort des Weibchens entfernt erfolgen.
Eine chemische Bekämpfung der Käfer zur Vermeidung von Rasenschäden ist auf Grund dieses Verhaltens
weitgehend wirkungslos, denn wenn der Käferflug bemerkt wird, sind die meisten Eier bereits im Boden abgelegt.
Die nach ca. drei Wochen aus den Eiern schlüpfenden Larven durchlaufen drei Stadien.
Den Hauptschaden verursachen die Larven des 3. Stadiums, indem sie die größeren Wurzeln der Gräser
durchtrennen und so die Wasserversorgung unterbrechen.
Die Larven leben unmittelbar unter der Grasnarbe und sind eine leichte Beute für Vögel und Säugetiere.
Eine umweltgerechte Bekämpfung der Larven ist von Mitte Juli bis Ende
September mit speziellen Fadenwürmern (Nematoden) möglich. Diese werden mit
der Gießkanne ausgebracht. Ein Absterben der Larven (Engerlinge) ist nach 3
Wochen zu beobachten.
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