22 Besuch in der Sternwarte Rosenheim

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In den Pfingstferien waren die Nachwuchs-Redakteure
des Zwergerl Magazins in der Sternwarte Rosenheim zu
Besuch. Der Leiter der Sternwarte Prof. Elmar Junker
hielt einen kleinen Vortrag ganz exklusiv für die Zwer-
Besuch in der
Sternwarte
Rosenheim
Interview mit Prof. Dr.
Elmar Junker
ZW: Prof. Junker verraten Sie uns
bitte, was Ihr Spezialgebiet ist.
Was haben Sie studiert ?
EJ: Mein Spezialgebiet ist Wärmetransport, Wärmelehre und die
Bauphysik. Das ist Physik von
Gebäuden. Natürlich noch die
Astronomie, das ist mein Lieblingsfach. Studiert habe ich Physik.
ZW: Wie lange sind Sie schon
Prof. in der Sternwarte?
EJ: Ich bin Prof. seit 2003 und in
der Sternwarte Rosenheim bin ich
seit 2005.
ZW: Unterrichten Sie in der
Sternwarte?
EJ: Ja,ich unterrichte und gestalte Vorträge, leite öffentliche Führungen an jedem Montag Abend
bei klarem Wetter!
ZW: Welche Hobbys haben Sie?
Was ist ihr größter Wunsch in der
Sternwarte?
EJ: Astronomie, Astronomie,
Astronomie und Fahrrad fahren.
Mein größter Wunsch ist, dass ich
mal wieder eine Feuerkugel
sehen kann.
ZW: Was ist eine Feuerkugel?
EJ: Eine Sternschnuppe, die so
hell ist wie der Mond.
ZW: Dann drücken wir Ihnen die
Daumen. Vielen Dank für das
Interview.
-MagdalenaDie Instrumente der Sternwarte
Die Sternwarte wurde 1985
erbaut. Die Idee stammte von
Prof. Nieswandt, dem Vorgänger
von Prof. Junker. Hauptsächlich
wurde sie mit Spendengeldern
erbaut. Elmar Junker, der die
Sternwarte leitet, stellte der
Redaktion viele Instrumente der
Sternwarte vor. Zum Beispiel ein
Schmid Cassegrain. Der Name
kommt aus dem Lateinischen und
bedeutet soviel wie Spiegelfern-
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rohr. Weiter erzählte er über den
Appochromatischen Refraktor,
das Fernrohr mit drei Linsen. Als ein
weiteres Instrument wurde der
Sonnenfilter genannt. Ein Sonnenfilter ist wie eine Sonnenbrille nur
viel stärker. Nur dadurch kann man
die Sonne betrachten. Denn wenn
man die Sonne mit bloßem Auge
durch das Fernrohr betrachten
würde, besteht nämlich die Gefahr
Blind zu werden. Zum Abschied
begleitete Prof. Junker die Nachwuchs-Redakteure zur Kuppel des
D-Gebäudes, um ihnen einen Blick
in das Weltall zu ermöglichen. Weitere Infos unter www.fh-rosenheim.de/Sternwarte.html. -CarlaPluto – Planet oder nicht?
In unserem Sonnensystem gab es
bis 2006 noch neun Planeten.
Jetzt gibt es aber nur noch acht,
da der Pluto als Zwergplanet eingestuft wurde. Auf die Frage,
warum das so ist, erklärte Prof.
Junker folgendes: „Als der Pluto
circa 1950 entdeckt wurde, dachte man, er habe einen Durchmesser von 4000 Kilometer. Jetzt weiß
man aber, dass er nur halb so groß
ist.“ Man fand heraus, dass dort,
wo der Pluto ist, sich noch andere
große Objekte befinden, die ungefähr den gleichen Abstand zur Erde
wie der Pluto und ungefähr die gleiche Größe wie der Pluto haben. Die
Wissenschaftler waren sich einig,
dass man nicht alle diese Objekte
zu neuen Planeten machen kann.
Denn dann würde es statt neun, 18
Planeten geben. Dazu kommt
noch, dass jede Woche neue Planeten entdeckt werden. Schließlich entschied man sich dafür,
dass Pluto ein Zwergplanet ist.
Dadurch entstand dort eine neue
Kategorie, in der es Zwergplaneten wie Pluto, MakeMake und Eris
gibt, sowie auch KBOs (Objekte
im Kulper-Gürtel). Man vermutet,
dass es dort circa 10.000 solche-
Objekte gibt, die mindestens
einen Durchmesser von 100 Kilometer haben.
-Robin-
Das Zwergerl Magazin in Zusammenarbeit mit
gerl-Nachwuchs-Redakteure, beantwortete alle ihre
Fragen und zeigte schließlich am Himmel die berühmten
Sternbilder. Die Zwergerl Magazin Redakteurin Özlem
Zenker begleitete die wissbegierigen Schreiberling
Die Grenze zum nächsten
Sonnensystem
Jeder kennt unser Sonnensystem, aber nur wenige wissen,
wo die Grenze zum nächsten
Sonnensystem ist. Darauf sagte
Prof. Junker: „Die Grenze zum
nächsten Sonnensystem ist auf
der halben Strecke zum nächsten Stern 'Alpha Centauri'. Dieser ist circa 4,2 Lichtjahre weit
entfernt. Folglich ist die Grenze
bei ungefähr zwei Lichtjahren.“
Zum Vergleich: Das nächste
Sonnensystem ist circa zwei
Lichtjahre entwerft, der Pluto ist
aber von der Sonne nur sechs
Lichtstunden weit entfernt.
RobinVon Sonne, Mond und Sterne
„Punkt, Punkt, Komma, Strich,
fertig ist das Mondgesicht.“
Jeder kennt diesen Spruch, aber
was ist der Mond wirklich? Ein
selbstleuchtender Stern oder
ein beleuchteter Planet? Wie
sieht das Leben eines Sterns
aus? Diese Fragen und weitere
beantwortete Prof. Elmar Junker
der Nachwuchs-Redaktion des
Zwergerl Magazins.
Der Mond ist eher ein Planet, da
er, wie auch die anderen Planeten unseres Sonnensystems,
von der Sonne angestrahlt wird.
Er ist jedoch zu klein für einen
Planeten und wird daher als
„Gesteinsbrocken“, der um die
Erde kreist, bezeichnet. Demnach ist ein Planet ein Himmelskörper, der selbst kein Licht
erzeugt, sondern von den Ster-
nen beleuchtet wird. Ein Stern
ist sozusagen eine selbstleuchtende Gaskugel.
Das Leben eines Sterns beginnt
damit, dass er sich aus Molekülen und Gaswolken bildet. Über
sein Leben hin verbraucht er die
Brennstoffe aus dem Inneren.
Wenn er diese verbraucht hat,
dann stirbt er ab. Hierbei gibt ist
es drei Möglichkeiten von Sternleichen:
Die erste Art der Sternleichen
gilt für Sterne mit kleiner
Masse, wie unsere Sonne. Sie
stoßen ihre Hülle ab und der
Kern zieht sich immer mehr
zusammen bis ein kleiner Stern
übrig bleibt, den man weißer
Zwerg nennt. Die zweite Art gilt
für Sterne mit mittlerer Masse.
Diese stoßen ihre Hülle ebenfalls ab. Bei diesem Vorgang
leuchtet der Stern für kurze Zeit
so hell, dass er über größere
Distanzen sichtbar ist. In diesem Zusammenhang spricht
man von „Supernova“ (lateinisch Nova = neu). Hierbei
dachte man lange Zeit, dass es
sich um einen neuen Stern han-
deln würde. Von der Supernova
bleibt dann ein Neutronenstern
übrig, ein sehr kompaktes
Objekt, so groß wie die Erde
aber mit der Masse der Sonne.
Die dritte Art der Sternleichen
enden in schwarzen Löchern.
Der Stern wirft seine Hülle in
einer Supernova ab und
schrumpft bis er klein und
schwer
wird.
Der
Stern
erscheint uns schwarz, da wir
um etwas sehen zu können,
Licht brauchen. Das schwarze
Loch verschluckt die Lichtteilchen, so dass sie nicht reflektie-Constantinren können.
Die Nachwuchs-Redakteure treffen sich wieder in den Herbstferien. Anmeldung und Info unter:
Tel. 08031.470346 oder [email protected]
Unsere jungen Redakteure:
Magdalena Schmid (10)
Constantin Ellerbrock (12)
Carla Sprenger (12)
Robin Herter (13)
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