Predigt 1 - Bistum Limburg

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5. Fastensonntag A 2017 Misereorsonntag
Einführung 1:
Liebe Gemeinde!
Heute ist Misereor- Sonntag!
Der Sonntag,
da wir über den Tellerrand unseres Lebens hinausschauen,
auf jene, die mit uns die Zeit teilen,
aber denen nicht so viel zu teil wird
wie den Menschen hier in Europa.
Unser Blick wird gelenkt
durch das Hungertuch nach Nigeria.
Unsere Aufmerksamkeit wird gelenkt
auf die Situation der Bauern in Burkino Faso!
Verbunden mit Ihnen rufen wir zum Herrn:
Du Schöpfer aller Menschen. Herr, erbarme dich.
Du Bruder aller Menschen. Christus, erbarme dich!
Du Erlöser aller Menschen. Herr, erbarme dich.
Einführung 2:
Liebe Schwestern und Brüder!
Im Hirtenbrief unseres Bischofs Georg findet sich zu Beginn
so ein schönes Wort.
Der Bischof wird oft gefragt:
„Sind Sie angekommen?“
Und unser Bischof antwortet darauf:
„Ja, jeden Tag etwas mehr!“
Im Grund gilt diese Frage jeder und jedem.
Sind Sie angekommen in ihrem Leben?
Wenn Sie darauf antworten können,
ja, jeden Tag etwas mehr!.
Dann sind Sie auf einem guten Weg.
Rufen wir zum Herrn:
Unser Leben ist ein Geschenk! Herr, erbarme dich!
Unser Leben ist ein Auftrag! Christus, erbarme dich!
Unser Leben ist ein Weg! Herr, erbarme dich!
Hilf uns jeden Tag etwas mehr zu erspüren,
dass unser Leben Geschenk und Auftrag ist,
unser Weg mit Dir, Christus Jesus unserem Herrn. Amen.
Einführung 3:
Schwestern und Brüder!
Was wird so alles getwittert
in unserer Zeit.
Selbst der Präsident der USA
kann es nicht lassen.
Einer seiner Vorgänger,
der 34. Präsident der USA,
Dwight Eisenhower war ein Meister des Briefeschreibens.
In einem dieser Briefe schreibt er diesen Satz:
„Jeder Tag hat zwei Henkel.
Wir können ihn entweder an dem der Zaghaftigkeit anpacken
oder an dem der Zuversicht.“
Gott lädt uns ein
und gibt uns die Kraft,
jeden Tag am Henkel der Zuversicht anzupacken.
Bitten wir ihn,
dass er uns dazu stärke.
Kyrieruf: 164 oder 151
Einführung 4:
Liebe Mitchristen!
Unser Gott ist ein Gott des Lebens!
Das sind das Thema der Lesungen heute.
Er befreit die Menschen aus ihren Gräbern.
Er haucht ihnen ein den lebendig machenden Geist.
Er ruft sie heraus aus dem Dunkel des Todes
in das Licht, das Jesus Christus uns bringt.
Kyrieruf: 764 oder 582, 6
Predigt 1
Schwestern und Brüder!
Das Misereor Hungertuch in diesem Jahr,
zeigt uns zwei Flüsse,
die ineinander fließen,
mit ihren Farben,
Das Bild bringt uns die Botschaft,
dass Wasser leben heißt.
Jede und jeder,
der aufmerksam Nachrichten hört,
sich für diese Welt und das Leben der Menschen interessiert,
der weiß:
Wasser ist so wichtig für das Leben der Menschen.
Und der Kampf der Zukunft wird sein,
um sauberes, gutes Wasser für die Menschen!
Das macht uns die Aktion Misereor in diesem Jahr neu bewußt.
Die Farben der zwei Flüsse zeigen uns zwei Gesichter,
die einander anschauen,
zwei Arme, die ineinander greifen,
die sich ergänzen,
die das Miteinander suchen.
Das macht zum zweiten uns bewußt:
Es geht nur miteinander!
Das Gegeneinander macht kaputt.
Das Gegeneinander zerstört Leben, Menschen, Städte,
die Schöpfung!
Das Evangelium heute zeigt uns auch,
so nebenbei,
das Miteinander von Menschen.
Martha geht Jesus entgegen,
Maria kümmert sich um die Menschen im Haus,
die gekommen sind ihre Trauer mitzutragen.
Martha und Maria,
die kann man nicht auseinander bringen,
auch wenn mal die eine sich über die andere beklagt,
aber das ist normal in einem Geschwisterleben.
Und da ist es auch gut,
wenn man sich mal aussprechen kann bei einem guten Freund.
Jesus ist ein guter Freund!
Für Martha, für Maria, für Lazarus.
Sein Zögern zu Lazarus zu kommen,
so ganz kann ich es nicht verstehen.
Aber ich glaube Johannes wollte mehr uns bewußt machen,
als nur die Freundschaft zu diesen drei Menschen.
Er wollte uns bewußt machen,
dass in Jesus Christus Gott wirksam ist
und er manchmal Wege geht,
die selbst seine besten Freunde nicht gleich verstehen.
Und gleichzeitig spricht seine beste Freundin,
Martha, das aus, was wir so oft tröstlich hören,
wenn wir einen lieben Menschen durch den Tod verloren haben.
Jesus ist der Freund des Lebens.
Das ist die Botschaft des Johannes.
Er holt alle seine Freunde und Freundinnen aus dem Tod ins Leben.
Lazarus sind wir.
Jede und jeden von uns
kennt Jesus beim Namen.
Er ruft uns mit unserem Namen zu:
Komm heraus!
Komm heraus aus allem,
was Dich fertig macht,
Dich kränkt und lähmt.
Lass dich befreien von den Binden des Todes
Und durch mich führen zur Freude des Lebens,
hier und jetzt.
Denn Auferstehung geschieht jeden Tag neu.
Jesus ruft uns ins Leben.
Das ist die Botschaft des Johannes.
Martha und Maria, das sind wir,
die aus der Hoffnung leben,
dass Jesus unser aller Tod überwindet.
Gleich nach der Auferweckung des Lazarus,
wird beschlossen Jesus zu töten,
so gestaltet Johannes sein Evangelium.
Er will uns damit bewußt machen:
Jesus, der für uns in den Tod geht,
er holt uns dadurch alle aus dem Tod,
alle seine Freundinnen und Freunde.
Das gilt Martha, Maria, Lazarus,
Dieser Ruf zum Leben gilt allen Menschen.
Das machen wir uns heute bewußt.
Nur in einem fairen Miteinander
können wir das Leben
in dieser Schöpfung würdig gestalten.
Darum schauen nach Burkina Faso
und beschäftigen uns mit dem Kampf
der Bauern ums tägliche Überleben.
Darum schauen wir auf ein Hungertuch,
gestaltet von einem Künstler aus Nigeria.
Der uns bewußt macht,
wie wichtig das Wasser der Flüsse für das Leben der Menschen ist.
Wie wichtig das Miteinander der Menschen
für das Leben ist.
Der Misereor-Sonntag
erinnert uns an unsere Verantwortung füreinander.
Denn allen seinen Menschenkindern
hat Gott seine Schöpfung anvertraut.
Das Motto der Aktion heißt in diesem Jahr:
„Die Welt ist voller guter Ideen.
Lass sie wachsen.“
Ja, Herr lass sie wachsen
diese Solidarität
und das Empfinden dafür,
dass wir uns eine Erde teilen
in Verantwortung vor Dir. Amen.
Predigt 2
Liebe Gemeinde!
Die Worte Jesu,
die er Martha in diesem Evangelium schenkt,
ist ein Geschenk an uns alle,
ein Geschenk für alle Zeiten.
„Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt,
wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird auf ewig nicht sterben.“
Wieviel Kraft steckt in diesen Worten.
Wieviel Trost geben diese Worte.
Gerade Menschen,
die um einen lieben Menschen trauern.
Und gläubige Menschen aus allen Jahrhunderten bezeugen,
dass sie auf dieses Wort ihr Vertrauen setzen.
Und ihr Vertrauen nicht enttäuscht wurde.
Johannes will uns sagen:
Auf diese Worte Jesu ist Verlass!
Wer auf Jesus hört,
der lebt froher, freier, gelassener!
Wer mit ihm lebt und stirbt,
dem wird Auferstehung zu teil.
Aber, was lesen die Menschen heute,
worauf hören so viele?
Twitter, Twitter, Twitter,
das machen die kleinen Leute,
das macht selbst der Präsident der USA.
Und seinen Worten lauscht man aufmerksam,
immer darauf aus,
was twittert er nun wieder an sonderbaren Botschaften.
Es gab aber eine Zeit vor dem Twittern!
Eine Zeit, da schrieb man Briefe,
da sandten Sie und ich Ansichtskarten aus dem Urlaub.
Da überlegten Menschen lange,
was sie den anderen in Briefen schreiben.
Aus dieser Zeit,
stammt dieses Wort,
aber ein Wort,
das es verdient hat,
dass wir darauf hören,
und es mit nachhause nehmen.
Dieses Wort stammt vom 34.
amerikanischen Präsidenten,
Dwight Eisenhower (1890-1969).
Ein Wort nicht aus dem Bauch heraus,
nicht morgens um 5 Uhr getwittert,
sondern erwachsen aus seiner Lebenserfahrung.
Das Wort lautet:
„Jeder Tag hat zwei Henkel.
Wir können ihn entweder
an dem der Zaghaftigkeit anpacken
oder an dem der Zuversicht.“
Martha, Maria, Lazarus,
diese drei sind heute Zeugen dafür,
dass wir Christen,
dass Menschen, die auf Jesus vertrauen,
jeden Tag angehen dürfen mit der Zuversicht,
dass Gott mit uns alle Wege geht.
Dass in Gott mein Leben geborgen ist.
In seinem Hirtenbrief schreibt unser Bischof Georg,
dass er auf die Frage: „Sind sie angekommen?“,
antworte: „Ja, jeden Tag etwas mehr.“
Diese Feststellung unseres Bischofs
gilt eigentlich jeder und jedem von uns.
„Sind Sie angekommen in ihrem Leben?“
Und wenn Sie dann antworten können:
„Ja, jeden Tag etwas mehr.“
Dann sind Sie und ich auf einem guten Weg.
Immer mehr ankommen im eigenen Leben,
immer mehr bei mir zuhause sein in dem Bewußtsein:
Mein Leben ist mir von Gott geschenkt!
Jeder Tag, den ich erlebe,
wird mir von Gott neu anvertraut.
Von dem Gott, der von sich sagt,
wer an mich glaubt, wird leben!
Mit diesem Wort können wir losgehen
und jeden Tag anpacken
mit dem Henkel der Zuversicht,
die im Vertrauen auf Gott gründet. Amen.
Weitere Vorlagen:
www.liturgie.bistum-wuerzburg.de/downloads/lesepredigten
Die Predigt von Frau Dr. Hildegard Scherer ist kurz und knackig, eine sehr gute
Vorlage, bitte aber vorher gut üben!
www.k-l-j.de/predigt_a_fs_05.htm
3. Predigtvorlage, 19. Zeile weglassen.
„Liturgischen Bausteine“ auf der Seite „Fastenaktion Misereor“. S. 30
Gotteselemente, S. 35 eine sehr anschauliche Predigt.
Fürbitten 1 Der Fürbittruf lautet: Erhöre uns, o Herr!
Herr Jesus Christus,
wir glauben und bekennen,
dass wir deine Schöpfung sind.
Du ruhst nicht,
bis wir alle vollendet sind in Dir.
Zu dir beten wir:
Um hoffnungsvolle Zuversicht für alle, die unter Krankheit leiden.
Alle: Erhöre uns, o Herr.
Um gläubige Zuversicht für alle, die um ihres Glaubens willen Nachteile, Spott
und so manches milde Lächeln ernten.
Um frohe Zuversicht für alle, die in dieser Fastenzeit ihren Vorhaben treu
geblieben sind.
Um gelassene Zuversicht für alle, die sich in unseren Gemeinden engagieren
und einsetzen.
In Dir ist die Auferstehung und das Leben. Vollende du unsere Verstorbenen
und lass uns einst mit ihnen feiern die Freude der Vollendung in Dir, Christus
Jesus, unserem Herrn. Amen.
Fürbitten 2
Herr, Du befreist aus den Fesseln des Todes.
Du rufst uns zu: Komm heraus!
Wir beten zu Dir:
Rufe heraus aus ihrer Not alle, die seelisch krank sind.
Erbarme dich, o Herr. Oder Ruf: 307, 5
Rufe heraus aus ihrer Trauer alle, die leiden am Tod eines lieben Menschen.
Erbarme dich, o Herr. Oder Ruf: 307, 5
Rufe heraus aus ihrer Sorge alle, die bedrängt werden von Schulden und
Perspektivlosigkeit.
Erbarme dich, o Herr. Oder Ruf: 307, 5
Rufe heraus aus ihrem Kummer alle, die leiden an ihrer Lebenssituation.
Erbarme dich, o Herr. Oder Ruf: 307, 5
Rufe heraus alle Sterbenden, dass Sie getröstet zu Dir gehen.
Erbarme dich, o Herr. Oder Ruf: 307, 5
Du rufst uns zu: Komm heraus!
Befreie uns und alle, für die wir gebetet haben
Und hilf uns neu leben
Im Vertrauen auf Dich, Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.
Fürbitten 3 Liturgischen Bausteine, Misereor
Fürbitten 4 Lied Nr. 283
Wunsch am Ende1:
„Sind Sie angekommen?“
„Ja, jeden Tag etwas mehr!“
Dass Sie das an jedem Tag
der kommenden Woche sagen können,
das wünsche ich Ihnen!
Wunsch am Ende 2:
Dass Sie jeden Tag der neuen Woche
am Henkel der Zuversicht anpacken,
das wünsche ich Ihnen!
Wunsch am Ende 3:
Auf meinem Kalender stand diese Woche.
„Sterben ist eine Sache der Helden.
Leben eine Aufgabe der Geduldigen!“
Ich wünsche Ihnen,
dass sie in der neuen Woche durch ihre Geduld
eine Heldin, ein Held werden!
Wunsch am Ende 4:
Und schon ist April!
Und schon wieder haben die Kinder Ferien! (Hessen)
Ich wünsche allen einen guten Sonntag,
und den Kindern und ihren Familien schöne Ferien!
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