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Beyond vSphere
APM Experts
White Paper:
Garantierte Performance für virtuelle
Server-Landschaften
Bernd Harzog
CEO – APM Experts
September 2010
Beyond vSphere
Executive Summary
Wollen Unternehmen ihre geschäftskritischen Anwendungen virtualisieren, dann muss die IT-Organisation für eine
entsprechend hohe Performance der IT-Infrastruktur sorgen.
Weltweit Marktführer bei der Bereitstellung von skalierbaren Virtualisierungsplattformen für Unternehmen ist
VMware vSphere. Virtualisierte Geschäftsanwendungen erfordern jedoch die Bereitstellung einer extrem hohen
Performance für alle Applikationen. So stellt VMware zwar eigene Ressource Monitoring- und PerformanceManagement-Werkzeuge zur Verfügung, die jedoch an den tatsächlichen Anforderungen eines umfassenden
Performance-Managements nicht genügen.
Speziell das Performance-Management der geschäftskritischen Anwendungen erfordert die Bereitstellung eines
Virtualisierungsmanagements oberhalb der Virtualisierungsplattform. Das Virtualisierungsmanagement erstreckt
sich dabei auf die folgenden Bereiche:
•
Sicherheit,
•
Konfigurationsmanagement,
•
Service- und Kapazitätsmanagement,
•
Provisioning & Lifecycle-Management und
•
Backup bzw. Recovery.
Virtualisierungsplattformen
Eine Virtualisierungsplattform ist weit mehr als nur der Hypervisor. Bei einer Virtualisierungsplattform handelt es
sich im eigentlichen Sinne um ein Betriebssystem, welches direkt auf der Hardware im Rechenzentrum arbeitet,
kombiniert mit einer Reihe von Schnittstellen und Diensten, auf welche die darauf arbeitenden Anwendungen
zugreifen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Betriebssystem bestehen die Anwendungen auf einer virtuellen
Plattform aus Betriebssystemen, welche auf der jeweiligen virtuellen Maschine arbeiten.
Eine Virtualisierungsplattform basiert auf den Funktionen des Hypervisors. Hierzu gehören:
•
Die Virtualisierungsplattform muss eine Reihe von Schnittstellen für Lösungen, die auf der Plattform
arbeiten bereitstellen. Hierzu gehören beispielsweise die Sicherheit, die Speicherung, das Management
und natürlich auch die notwendigen Schnittstellen zu den CPU-, Speicher-, Netzwerk- und StorageRessourcen. Natürlich stellt eine Virtualisierungsplattform auch eine Managementkonsole zur
Konfiguration und Verwaltung der Virtualisierungsumgebung bereit.
•
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Sonder- und Zusatzfunktionen. Diese sorgen für die Realisierung
von virtuellen Netzwerken innerhalb von virtuellen Hosts, für das umfassende Konfigurationsmanagement
und für das Thin Provisioning. Sie stellen Mechanismen zur Verwaltung von Gästen auf den virtuellen
Rechnern bereit, verschieben die für Gäste oder Gastgruppen reservierten Speicherbereiche zwischen
Hosts, realisieren das Load Balancing und das Leistungsmanagement und gewährleisten eine hohe
Fehlertoleranz und Verfügbarkeit.
2 Beyond vSphere
Komponenten einer umfassenden Virtualisierungsplattform
VMware ist mit VMware vSphere in der derzeit aktuellen Version 4.1 der weltweite Marktführer im Bereich der
Virtualisierungsplattformen im Enterprise-Bereich. vSphere stellt eine Vielzahl von Schnittstellen und Treiber für
unabhängige Software-Hersteller zur Verfügung und legt damit die Grundlage für die problemlose Erweiterungen
der Plattform. Hierzu gehören
•
eine Managementkonsole in Form eines vCenter Servers,
•
Ressourcendaten für ein entsprechendes Performance-Management und Schnittstellen zur Bereitstellung
zusätzlicher Funktionalitäten wie beispielsweise VMotion, HA, FT, DRS, DPM und
•
der VMware vSwitch.
Die nachfolgende Abbildung zeigt die Virtualisierungsplattform vSphere mit allen darin enthaltenen Produkten:
Abbildung 1: Die VMware Virtualisierungsplattform vSphere
Ein Administrator kann über die gleiche Konsole auf die Informationen zur Ressourcenauslastung der gesamten
vSphere-Umgebung zugreifen. Jedoch werden vom System etliche wichtige Funktionen nicht bereitgestellt:
1.
vSphere sammelt keine Informationen zur Performance der Infrastruktur und stellt keine Informationen zu
den Reaktionszeiten bereit. Das vCenter gibt zwar detailliert Auskunft über die Ressourcenauslastung für
einen Host oder einen Nutzer. Der Administrator benötigt für seine Arbeit jedoch auch Informationen über
die Reaktionszeiten der Services, um langsamen Services auf die Spur zu kommen.
2.
vSphere stellt keine detaillierten Informationen im Bereich des Storage bis hinab zu den Festplatten bzw.
Speicher-Arrays zur Verfügung. Die IOPS-Daten1 (Input/Output operations Per Second) werden nur aus der
Perspektive des jeweiligen Hosts und Nutzers gesammelt und ignorieren die Informationen der Logical
1
Input/Output Operations Per Second, kurz IOPS, ist eine Benchmark-Angabe von
elektronischen Datenträgern. Sie gibt an wie viele Ein- und Ausgabe-Befehle pro
Sekunde durchgeführt werden können.
3 Beyond vSphere
Unit Numbers (LUNs)2. Selbst wenn eine zukünftige Version des vCenters die vStorage APIs nutzen sollte,
wird die Datengranularität der IOPS auf der LUN enden und die physikalischen Speicherressourcen werden
weiterhin ignoriert
3.
Das System stellt aus der Perspektive der Anwendung keine dynamisch aktualisierte Ende-zu-EndeDarstellung der verfügbaren Systeminfrastruktur bereit.
4.
Die auf der Systeminfrastruktur entstehenden Verzögerungszeiten können nicht umfassend analysiert und
beseitigt werden, weil detaillierte Ressourceinformationen und die Reaktionszeiten der Anwendungen
fehlen. Die Folge ist, dass die nötige Systeminfrastruktur-Performance für Geschäftsanwendungen auf
einer Virtualisierungsplattform nicht zu gewährleisten ist.
Abbildung 2: Die von VMware vSphere implementierte Virtualisierungsplattform
Basisfunktionen des Ressourcen-Monitorings innerhalb der
vSphere-Plattform
vSphere stellt den Nutzern bzw. den entsprechenden Anwendungen die notwendigen Basisdaten über die
Ressourcenauslastung zur Verfügung. Über diese Schnittstelle können Drittanbietern und vCenter-Administratoren
die individuellen Ressourcennutzungsprofile für jeden Host bzw. jeden Nutzer zu jedem Zeitpunkt darstellen.
2
LUN bezeichnet eine Logical Unit Number und wird zur Zuordnung für die
Ansteuerung von Geräten im SCSI-Bus verwendet. In modernen Storage Area
Networks hat die LUN-Adressierung allerdings an Bedeutung gewonnen, da hier ein
Disk Array viele virtuelle Festplatten zur Verfügung stellen kann. Im Sprachgebrauch
hat sich daher "LUN" als Bezeichnung für eine solche virtuelle Festplatte aus Sicht
eines Betriebssystems eingebürgert.
4 Beyond vSphere
Abbildung 3: Basisfunktionen des Ressourcen-Monitorings im vCenter Server
Ein Administrator kann über die gleiche Konsole auf die Informationen zur Ressourcenauslastung der gesamten
vSphere-Umgebung zugreifen. Jedoch werden vom System etliche wichtige Funktionen nicht bereitgestellt:
1.
vSphere sammelt keine Informationen zur Performance der Infrastruktur und stellt keine Informationen zu
den Reaktionszeiten bereit. Das vCenter gibt zwar detailliert Auskunft über die Ressourcenauslastung für
einen Host oder einen Nutzer. Der Administrator benötigt für seine Arbeit jedoch auch Informationen über
die Reaktionszeiten der Services, um langsamen Services auf die Spur zu kommen.
2.
vSphere stellt keine detaillierten Informationen im Bereich des Storage bis hinab zu den Festplatten bzw.
Speicher-Arrays zur Verfügung. Die IOPS-Daten3 (Input/Output operations Per Second) werden nur aus der
Perspektive des jeweiligen Hosts und Nutzers gesammelt und ignorieren die Informationen der Logical Unit
Numbers (LUNs)4. Selbst wenn eine zukünftige Version des vCenters die vStorage APIs nutzen sollte, wird die
Datengranularität der IOPS auf der LUN enden und die physikalischen Speicherressourcen werden weiterhin
ignoriert
3.
Das System stellt aus der Perspektive der Anwendung keine dynamisch aktualisierte Ende-zu-EndeDarstellung der verfügbaren Systeminfrastruktur bereit.
3
Input/Output Operations Per Second, kurz IOPS, ist eine Benchmark-Angabe von
elektronischen Datenträgern. Sie gibt an wie viele Ein- und Ausgabe-Befehle pro
Sekunde durchgeführt werden können.
4
LUN bezeichnet eine Logical Unit Number und wird zur Zuordnung für die
Ansteuerung von Geräten im SCSI-Bus verwendet. In modernen Storage Area
Networks hat die LUN-Adressierung allerdings an Bedeutung gewonnen, da hier ein
Disk Array viele virtuelle Festplatten zur Verfügung stellen kann. Im Sprachgebrauch
hat sich daher "LUN" als Bezeichnung für eine solche virtuelle Festplatte aus Sicht
eines Betriebssystems eingebürgert.
5 Beyond vSphere
4.
Die auf der Systeminfrastruktur entstehenden Verzögerungszeiten können nicht umfassend analysiert und
beseitigt werden, weil detaillierte Ressourceinformationen und die Reaktionszeiten der Anwendungen
fehlen. Die Folge ist, dass die nötige Systeminfrastruktur-Performance für Geschäftsanwendungen auf einer
Virtualisierungsplattform nicht zu gewährleisten ist.
Virtualisierungsmanagement
VMware vSphere bietet als Virtualisierungsplattform neben einer hohen Robustheit und Skalierbarkeit auch
ausreichend Performance, um unternehmenskritische Anwendungen zu virtualisieren. Jedoch werden wichtige
Bereiche des Virtualisierungsmanagements von der Basisplattform nicht bereitgestellt.
Abbildung 4: Kategorien des Virtualisierungsmanagements
Zu den elementaren Anforderungen an ein Virtualisierungsmanagement gehören:
•
Security Management: Zentraler Angriffspunkt auf einer Virtualisierungsplattform ist das Sperren bzw.
Blockieren des Hypervisors und aller mit dem Hypervisor zusammenhängenden Prozesse.
VMware stellt mit VMsafe eine optimale Schnittstelle für Drittanbieter zur Verfügung, um diese
zusätzlichen Sicherheitsfunktionen an vSphere andocken zu können.
•
Konfigurationsmanagement: Sorgt für die Festlegung der Konfigurationsregeln für Hosts, Gäste,
Betriebssysteme und Anwendungen und gibt dem Administrator die Möglichkeit, schnell und
übersichtlich eventuelle Konfigurationsänderungen zu erkennen bzw. diese zu verhindern.
•
Service- und Kapazitätsmanagement: Der Systemadministrator muss sicherstellen, dass die
kontinuierliche Zunahme an Diensten und Applikationen nicht die Leistungsgrenzen des Systems
übersteigt. Des Weiteren brauchen die Geschäftsanwendungen und Benutzer eine gleichbleibende
Systemleistung, welche unabhängig von der Auslastung der Systeminfrastruktur ist.
•
Provisioning und Lifecycle Management: Sorgt für die Möglichkeit eines Self-Service-Provisioning für
bestimmte Prozesse und für die Verwaltung der VMs über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg.
•
Backup und Recovery: Schützt die virtuellen Umgebungen vor Datenverlusten und beugt Katastrophen
vor.
6 Beyond vSphere
Virtualisierungsmanagement von VMware
Gemäß seiner Stellung als Marktführer im Bereich Virtualisierung versucht VMware, auch individuelle
Managementangebote zu etablieren und bietet zu den oben dargestellten fünf Managementbereichen folgende
Lösungen an:
•
VMware VShield Zones: Sorgt sowohl für die Konfiguration und die Durchsetzung der
Sicherheitseinstellungen für Prozesse und Gästegruppen wie auch dafür, dass die Sicherheitsfunktionen
beim Verschieben der Prozesse und Anwendungen auf andere virtuelle Rechner mit diesen mitgehen und
eingehalten werden.
•
VMware ConfigControl: Soll ein Policy-Management zur Verwaltung von Rechner- und Gast-Konfiguration
bieten.
Dieses Paket wurde bereits 2009 angekündigt, jedoch bisher nicht ausgeliefert.
•
VMware CapacityIQ: Stellt Kapazitätsplanungsfunktionen zur Verfügung. Hierfür werden die vom
vCenter gesammelten Informationen zur Ressourcenauslastung und zur Kapazitätsplanung genutzt.
Dieser Lösungsansatz reicht in der Praxis jedoch nicht aus, da die Kapazitätsplanung nicht die Daten der
gesamten virtuellen Infrastruktur berücksichtigt. Beispielsweise bleibt der gesamte Storage-Bereich
unberücksichtigt. Außerdem wird die Ressourcennutzung bzw. die Infrastruktur-Performance nur als
Proxy ermittelt, die Reaktionszeiten der gesamten Infrastruktur werden nicht mit einbezogen, so dass
diese Daten nicht zur Kapazitätsplanung zur Verfügung stehen.
•
VMware AppSpeed: Bietet eine Performance Managementlösung zur Unterstützung von
web/J2EE/.Net/SQL Server/Oracle basierten Anwendungen.
AppSpeed berechnet die Ende-zu-Ende-Antwortzeiten aus der Sicht Client – Server für Anwendungen.
Die Reaktionszeiten von Servern und Stoarage Infrastruktur wird nicht mit einbezogen. Aus diesen
Gründen bietet AppSpeed kein praxistaugliches Infrastruktur-Performance-Management.
•
VMware VCB, DR, und SRM: Sorgen für das notwendige Backup und Disaster Recovery.
Abbildung 5: Virtualisierungsmanagement von VMware
7 Beyond vSphere
Service- und Kapazitätsmanagement
Die Bereitstellung eines umfassenden Service- und Kapazitätsmanagements in virtuellen Rechnerumgebungen
gehört zu den wichtigsten Komponenten für den optimalen Betrieb der unternehmenskritischen Anwendung. Ein
umfassendes Leistungs- und Kapazitätsmanagement ist aus folgenden Gründen erforderlich:
•
Die Virtualisierung stellt große Anforderung an das Management der Performance und der
Rechnerkapazitäten. Insbesondere die dynamische Natur von virtuellen Umgebungen erfordert eine
Gesamtbetrachtung der Anwendungs-Performance und der von den Anwendungen genutzten
Ressourcen. Aus diesem Grund nützt es nichts, nur die Ressourcenauslastungen der physikalischen
Systeme zu betrachten, sondern das Management muss die Reaktionszeiten der Ressourcen
einbeziehen.
•
Bei einer virtuellen Rechnerumgebung handelt es sich um ein dynamisches Gebilde. Eine solche
Umgebung wächst und ändert sich in der Regel viel schneller als die klassischen Server-Infrastrukturen.
Daher muss in einer virtuellen Rechnerumgebung die Topologieerkennung kontinuierlich durchgeführt
werden. Nur so hat das Leistungs- und Kapazitätsmanagement die Möglichkeit, die jeweiligen
Komponenten der Anwendungssysteme kontinuierlich zu überwachen und zu steuern.
•
Applikationssysteme werden in der Praxis (zumindest zu Beginn) selten zu 100 Prozent virtualisiert.
Daher ist ein umfassendes Performance- und Kapazitätsmanagementsystem notwendig, welches sowohl
die Auswirkungen der virtuellen und physischen Ressourcen und auf die Infrastruktur-Performance
berücksichtigt. Sind beispielsweise ein Datenbank-Server und ein E-Mail Server virtualisiert, werden
beide so konfiguriert, dass diese die gleichen Festplatten im Speicher-Array nutzen. Ermittelt eine
Service- und Kapazitätsmanagementlösung nur die Leistung der virtuellen Rechner oder der
physikalische Ressourcen, wird diese nie die wirklichen Ursachen eines Problems darstellen können.
Anforderungen an das Service- und Kapazitätsmanagement
Über die vCenter APIs stellt VMware umfangreiche Daten über die Ressourcenauslastung zur Verfügung. Bei vielen
Produkten von Fremdanbietern werden diese Daten für das Trending, die Analyse, das Reporting und zur
Generierung von Alarmmeldungen genutzt. Allerdings repräsentieren diese Daten nur die betreffenden Ressourcen
aus Sicht einer vSphere-Umgebung und geben keine Auskunft über die Performance von Anwendungen oder die
realen Leistungen der Infrastruktur. Zur korrekten Beurteilung der bereitgestellten Services und Kapazitäten
müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:
•
Das System muss die Systemtopologie exakt darstellen und somit für eine dynamische Überwachung aller
Prozesse auf einer Ende-zu-Ende-Basis sorgen.
•
Das System muss die über die vCenter APIs bereitgestellten Informationen zur Ressourcenauslastung im
vollem Umfang nutzen.
•
Das System muss Kapazitätsplanungsfunktionen bereitstellen und hierzu eine Vielzahl von Optionen für das
Kapazitätsmanagement bereitstellen.
8 Beyond vSphere
•
Das System muss neben einer exakten Ressourcenauslastung der virtuellen Systeme auch die Antwortzeit der
relevanten Systemelemente vollständig darstellen.
•
Das System muss sowohl die Daten zur Ressourcenauslastung als auch die Daten zu den Ansprechzeiten in
einem Service-Management zusammenführen und sicherstellen, dass die Infrastruktur die Anforderungen der
geschäftskritischen Anwendungen erfüllt.
Jeder dieser Aspekte mündet in eine Reihe weiterer detaillierter Anforderungen.
Abbildung 6: Anforderungen an das Service- und Kapazitätsmanagement
9 Beyond vSphere
Kategorien des Service- und Kapazitätsmanagements
Man unterscheidet drei grundlegende Arten des Service- und Kapazitätsmanagements:
•
Resource- und Availability Monitoring: Aus den vom vCenter bereitgestellte Daten werden Trends abgeleitet,
Analysen ausgeführt, Berichte erstattet und Alarme ausgelöst.
•
Infrastructure Performance Management: Ergänzt das Resource- und Availability Monitoring durch
zusätzliche Analysefunktionen und ermöglicht die Berechnung der Reaktionszeiten eines Gesamtsystems
bzw. eines Teils der Rechnerinfrastruktur. Auf dieser Basis stellt das Service- und Kapazitätsmanagement die
für den Betrieb von virtualisierten Rechnerumgebung erforderlichen Daten zur Kapazitätsplanung, dem
Kapazitätsmanagement und des Performance-Managements bereit.
•
Application Performance Management: Misst die Ende-zu-Ende-Reaktionszeiten der Anwendungen und gibt
Hinweise auf die Ursachen von Problemen.
Abbildung 7: Überblick über die unterschiedlichen Arten der Service- und Kapazitätsmanagements und deren
Einsatzgebiete.
10 Beyond vSphere
Ressourcen- und Verfügbarkeits-Monitoring
Auf dem Markt des Resource und Availability Monitoring tummeln sich eine Vielzahl unterschiedlicher Anbieter.
Diese Anbieter haben eine Gemeinsamkeit: Alle nutzen die vom vCenter API bereitgestellten Daten. Daher stellen
diese Lösungen auf Basis der vom vCenter API bereitgestellten Daten ein Trending, Reporting, Analyse und eine
Alarmierung zur Verfügung.
Doch der Nutzen vieler dieser Werkzeuge ist begrenzt, da die zugrundeliegenden Daten für eine umfassende
Analyse bzw. Alarmierung unzureichend sind. Da die bereitgestellten Daten keinerlei Informationen über den
Storage-Bereich bzw. über die Reaktionszeiten der Infrastruktur liefern, sind diese Daten als Grundlage für ein
umfassendes Infrastruktur-Performance Management höchst ungeeignet. In der Praxis sollten die Eigenschaften
einer virtualisierten Umgebung auf Basis der Reaktionszeiten und nicht anhand der Ressourcenauslastung bestimmt
werden.
Eine Übersicht über die Kategorien und die Funktionen des Ressourcen- und Verfügbarkeits-Monitorings ist in
nachfolgender Abbildung dargestellt:
Abbildung 8: Kategorien und die Funktionen des Ressourcen- und Verfügbarkeits-Monitorings
Infrastructure Performance Management
Das Infrastructure Performance Management ist eine Obermenge des Ressourcen- und Availability Monitorings.
Lösungen dieser Kategorie sammeln nicht nur die vom vCenter bereitgestellten Daten, sondern ergänzen diese
durch eine zusätzliche Bereitstellung aller für den betreffenden Anwendungsfall notwendigen Informationen.
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Beyond vSphere
Dadurch sind diese Lösungen in der Lage, genau die Reaktionszeiten des Systems beurteilen zu können um daraus
die detaillierten Informationen über die Infrastruktur-Performance zu gewinnen. Eine solche Lösung ist in der Lage
die Ende-zu-Ende-Reaktionszeiten zu bestimmen. Der Detaillierungsgrad der Reaktionszeiten beginnt bei der VM,
auf der die betreffende unternehmenskritische Anwendung arbeitet, bis hinab zur jeweiligen Festplatte auf der die
betreffende Applikation abgelegt ist.
Vor der Einführung von Virtualisierungssystemen war das Infrastruktur-Performance-Management keine
eigenständige Lösungskategorie innerhalb des Resource und Availability Managements. Denn in einer physischen
Infrastruktur richtet sich das Management ausschließlich an der Leistungsfähigkeit der Infrastruktur und der darauf
eingesetzten Anwendungen aus. Anhand der Ressourcenauslastung wird auf den Zustand der gesamten Infrastruktur
und Anwendungen geschlossen.
Die dynamische Natur der virtualisierten Systeme und Anwendungen erfordert jedoch weitaus differenziertere
Managementlösungen. Aus diesem Grund stellt ein modernes Infrastruktur-Performance-Management folgende
Merkmale zur Verfügung:
•
Es werden sämtliche in virtuellen Umgebungen genutzten Anwendungen unterstützt.
•
Zur Ermittlung der genauen Performance-Kennwerte der Infrastruktur und Anwendungen werden
nicht ausschließlich auf die Ressourcenauslastung bezogene Werte herangezogen.
•
Es werden die Reaktionszeiten der gesamten Infrastruktur für die Nutzer und Anwendungen
ermittelt.
•
Es wird eine Leistungs- und Kapazitätsanalytik auf Basis der Infrastructure Response Time (IRT)
bereit gestellt.
•
Die physischen/virtuellen Interaktionen der SAN- und Storage-Ebenen werden aufgezeigt.
•
Es ist bereits auf die für Ende 2010 erwartete Multi-Hypervisor-Funktionen (VMware und Hyper-V
etc.) vorbereitet.
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Abbildung 9: Infrastructure-Performance-Management und dessen Einsatzszenarien
Akorri BalancePoint
Im Gegensatz zu herkömmlichen System- und Element-Management-Werkzeugen, die nur eine physische oder
virtuelle Server- bzw. Storage-Komponente überwachen, sorgt die agentenlose Software von BalancePoint für eine
dynamische Modellierung und Analyse der gesamten Infrastruktur. Daraus ergibt sich eine Transparenz auf einer
Ende-zu-Ende-Basis, die sämtliche Leistungsdaten erfasst und somit die Grundlage für die Optimierung der
Effizienz und der Kosten im gesamten Rechenzentrum bildet.
BalancePoint analysiert die Abhängigkeiten der individuellen Ressourcen in verteilten Rechnerumgebungen auf der
Basis von Cross-Domain Analytics. Durch die Analysefunktionen sind die IT-Administratoren in der Lage, besser zu
kommunizieren, optimaler zusammenzuarbeiten, die Systeme effizient zu verwalten und somit eine an die
Anforderung des Unternehmens angepasste Systemleistung und Servicegarantien zu liefern.
BalancePoint analysiert ob die virtuellen CPU’s in Wirklichkeit auch effizient genutzt werden. Nicht optimale
Konfigurationen werden dadurch entdeckt.
BalancePoint warnt bei überraschend zunehmender Diskauslastung (Überlast) und zeigt welche Applikation dies
verursacht.
BalancePoint ist momentan die einzige IPM-Lösung, welche die Reaktionszeiten der Infrastruktur auf einer Endezu-Ende-Basis ermittelt und daraus für das Performance Management einem Performance-Index (PI) zur Darstellung
der Kapazitätsauslastungen und der Reaktionszeiten generiert. Somit ist Akorri der einzige Anbieter, der zur
Transparenz der gesamten physischen und virtuellen Server-Umgebung beiträgt und die notwendige
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Visualisierungs- und Performance-Funktionen bis hinab zu den Festplatten bzw. Speicher-Arrays zur Verfügung
stellt.
Abbildung 10: BalancePoint im Einsatz
Applications Performance Management
Application Performance Management-Lösungen (APM) sind aus der Welt der Web-basierten Anwendungen seit
vielen Jahren bekannt. Sie nutzen J2EE/.NET auf der mittleren Ebene und im Back-End relationale DatenbankServer und bestehen vor allem aus physikalischen Geräten, die an den Spiegel- bzw. SPAN-Port eines Layer 2
Switches angeschlossen werden. Zusätzlich müssen auf den J2EE/.NET-Servern gesonderte Agenten installiert
werden.
Werden die Web-Anwendungen auf virtuellen Servern genutzt, dann ist dieser Lösungsansatz zur Datenerhebung
von virtualisierungsfähigen Anwendungen geeignet. Dazu lagert man die Funktionen der Web-Performance-Analyse
von einem physikalischen Geräte in eine virtuelle Appliance aus. Die Daten werden über den virtuellen Mirror-Port
auf dem vSwitch von VMware vSphere erfasst. Mehrere Anbieter bieten inzwischen solche Lösungen an. Diese
ermitteln nicht nur die Performance-(Reaktionszeiten) der Anwendungen auf verschiedenen virtuellen Rechnern,
sondern sind auch in der Lage, die Wechselwirkungen zwischen den Unterschiedlichen Komponenten und Services
auf dem gleichen Rechner zu ermitteln.
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Abbildung 11: Performance Management-Anwendungen und deren Einsatzszenarien
VMware AppSpeed
VMware AppSpeed gehört in die Lösungsklasse des Application Performance Managements. Diese wird im Umfeld
von VMware vSphere eingesetzt und dient dem Performance-Management von Web-basierten J2EE/.NETAnwendungen, welche im Back-End mit relationalen Datenbank-Servern (beispielsweise Microsoft SQL Server oder
Oracle-Anwendungen) kommunizieren. AppSpeed stellt Probes für eine virtuelle Appliance zur Verfügung. Diese
müssen auf jedem Host installiert werden. AppSpeed stellt Protokoll-Decoder für HTTP, die .NET- und J2EEProtokolle und die Microsoft SQL Server- und Oracle-Datenbank-Protokolle zur Verfügung. Basiert eine Anwendung
auf den genannten Komponenten, dann liefert AppSpeed für diese Anwendungen eine Hop-für-Hop- und Ende-zuEnde-Darstellung der aktuellen Reaktionszeiten. Bei der Erhöhung der Reaktionszeiten zeigt AppSpeed durch eine
detaillierte Protokollanalyse der Systeme genau auf, wo die entsprechende Verlangsamung auftritt. Aus diesem
Grund eignet sich AppSpeed hervorragend als virtualisierungsbewusst APM-Lösung. AppSpeed genügt jedoch nicht
den Anforderungen eines Infrastructure-Performance-Managements, da die Lösung über keinerlei Informationen
der physischen bzw. der virtuellen Infrastruktur verfügt.
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Abbildung 12: AppSpeed im Einsatz
Zusammenfassung
VMware vSphere ist die führende Virtualisierungsplattform. vSphere stellt die notwendigen Leistungs- und
Skalierungsfunktionen für den performanten Betrieb von geschäftskritischen Anwendungen in den Unternehmen zur
Verfügung. Allerdings stellt die Virtualisierungsplattform vSphere nicht alle für den sicheren Betrieb notwendigen
Managementfunktionen bereit. Ohne solche Managementwerkzeuge sind die IT-Administratoren nicht in der Lage,
auftretende Performance-Probleme rechtzeitig zu erkennen und diesen gezielt entgegenzuwirken.
Aus diesen Gründen müssen für jedes Virtualisierungsprojekt und bei jeder Virtualisierung von
Geschäftsapplikationen die nachfolgenden Schlussfolgerungen sorgfältig geprüft werden:
•
Die Virtualisierungsplattform (VMware vSphere) enthält keine Funktionen für ein InfrastructurePerformance-Management.
•
Das Resource und Availability Monitoring reicht nicht aus, um die Performance der
Rechnerinfrastruktur in allen Aspekten zu analysieren und die Performance der Einzelkomponenten
exakt zu ermitteln.
•
Für den optimalen Betrieb von virtualisieren Geschäftsanwendungen ist ein InfrastrukturPerformance-Management eine Grundvoraussetzung.
•
Die wichtigste Kennzahl für das Infrastruktur-Performance-Management ist die Infrastructure
Response Time.
•
Die APM-Produkte eignen sich nur für spezielle Anwendungen und erfüllen nicht die Anforderungen an
ein Infrastructure-Performance-Management.
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•
Eine effektive IPM-Lösung muss die Reaktionszeiten der gesamten virtuellen/physischen Infrastruktur
(Server bis hinab zu den Speicherressourcen) ermitteln.
•
Akorri ist der Marktführer im Bereich des Infrastructure-Performance-Managements für virtualisierte
Systemumgebungen.
Return of Investment
Die Investition in ein Infrastruktur-Performance-Management wie Akorri BalancePoint lässt sich auf verschiedenen
ROI-Ebenen begründen. Der wichtigste Vorteil einer solchen Lösung besteht in der umfassenden Virtualisierung der
Unternehmens-IT und der durchgängigen Virtualisierung von Anwendungen. Dadurch lassen sich die Vorteile der
Virtualisierung auf ein breites Spektrum von Unternehmensanwendungen ausweiten und die Kosteneinsparungen
durch die Konsolidierung der Rechnersysteme weiter vorantreiben. Außerdem profitieren die Unternehmen von
einer erhöhten Agilität der Systeme und Services.
Darüber hinaus trägt die Akorri-Lösung zu einer Reduktion der Betriebskosten bei und mit der gleichen Anzahl an
IT-Administratoren können mehr Systeme und Applikationen virtualisiert werden. Die von Akorri entwickelten
BalancePoint-Werkzeuge reduzieren auch die Know-how-Anforderungen an die für den Betrieb notwendigen
Systemadministratoren. Die verfügbaren Virtualisierungsspezialisten innerhalb einer IT-Organisation können sich
daher auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren und werden vom Alltagsbetrieb entbunden.
Abbildung 13: Vorteile des Infrastructure Performance Managements
Über APM Experts
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Bernd Harzog ist CEO von APM Experts. Das Consulting-Unternehmen beschäftigt sich mit der Analyse von
Herstellerstrategien und den Marktanforderungen im Bereich der Virtualisierungsinfrastrukturen und des
Performance-Managements. Vor seiner Tätigkeit bei APM Experts war Bernd Harzog als Research Director bei der
Gartner Group tätig. Als CEO von RTO Software und als VP of Products von Netuitive analysiert er seit 1980 die
unterschiedlichen Hersteller- und IT-Strategie.
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