„Lieber ungefähr richtig, als genau falsch“, oder: Wieviele Väter hat

Werbung
„Lieber ungefähr richtig, als genau falsch“, oder: Wieviele Väter hat
ein Werbeerfolg? (Von Ingrid Hammerschmidt)
„Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch“, verriet uns Goethe.
Vor allem in der Werbung und in der Kundenansprache stehen Sie vermutlich gerade in der heutigen
Zeit immer wieder vor der Frage, was ist ungefähr richtig, und was ist ganz sicher falsch.
Henry Ford kommentierte dieses Problem einst mit den Worten:
„Fünfzig Prozent der Werbung sind raus geworfenes Geld, man weiß nur nicht, welche Hälfte es ist.“
Und ganz sicher hat er recht behalten, in Zeiten der Print- und Außenwerbung, Radiospots und vielen
weiteren, einseitig kanalisierten Werbemaßnahmen.
Aber die Zeiten haben sich geändert und stehen ausnahmsweise einmal für uns: Nie war es einfacher,
Werbeerfolge messbar zu machen, Wirkungsweisen zu analysieren und den Kunden buchstäblich in
den Kopf zu schauen. Durch Mobil-Marketing folgen wir heute unserem Kunden rund um die Uhr bis
an intimste Orte. Nie war es so einfach, mit dem Kunden 3.0 in den Dialog zu treten.
Nicht, dass Henry Ford einschneidende Fehler gemacht hätte, wenn er, wohlweislich dessen, die
Hälfte seines Werbebudget in den Sand zu setzen, es dennoch getan hat. Nicht nur die Märkte waren
einfacher, denn er genoss die Zeit der Verkäufer-Märkte. Zeiten, in denen der Verkäufer mangels
Alternativen und Nachfragen über das Angebot entschied. Auch die Werbekanäle waren einfach,
überschaubar und eben einseitig. Vom Werbenden zum Kunden! Und nicht zurück.
So gut wie nie haben Werbende zu jener Zeit erfahren, wer die Werbung mit welchem Interesse
gelesen, weiter empfohlen und kommentiert hat. Was derjenige außerdem noch gerne kauft, wann
er Werbung wo wahrnimmt und wie hoch sein durchschnittliches Einkommen ist.
Und genau darin liegt unsere - und Ihre Chance:
Der Erfolg hat viele Väter
Der Erfolg einer Kampagne, egal ob online oder offline, Print, Radio oder TV, Email oder PR steht
niemals für sich allein. Die Kombination, der richtige Zeitpunkt, eine guter Content und das gezielte
Erreichen
der
Zielgruppe
entscheiden
gemeinsam
über
den
Erfolg.
Zieldefinierung
und
Zielgruppenanalyse ist hier der Schweiß, den die Götter im strategischen Marketing vor den Erfolg
gesetzt haben.
Multi-Channel-Marketing
Eine Investition in eine Internetseite ist heute nicht mehr lobenswert, sondern absoluter Standard.
Nicht mehr oder weniger wichtig als die Investition in effektive Produktionsautomatik, ein sicheres
Transportfahrzeug oder einen guten Steuerberater.
Auch hierzu hatte Henry Ford eine nachvollziehbare Theorie: „Wenn Sie einen Dollar in Ihr
Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen weiteren bereithalten, um das bekannt zu
machen.“
Aber was nützt die modernste Internetseite, wenn niemand sie besucht? Nun heißt es trommeln auf
allen ‚Kanälen’. Jede Maßnahme muss den potentiellen Kunden dazu verleiten, Ihre Internseite zu
besuchen. Und was ist da einfacher, als eine Verlinkung; die Verlockung des Mausklicks?
Bestes Beispiel dafür ist das, was Sie in diesem Augenblick tun:
Wenn Sie dies hier lesen, sind Sie der Verlinkung ‚Zum Artikel’ unseres Newsletters gefolgt und uns
ist es gelungen, Sie auf unsere Website zu holen. Nun liegt es an uns, Sie dazu zu animieren, weiter
zu
lesen
und
sich
auf
unserer
Internetseite
umzusehen.
Warum verschenken Sie diese einmalige Chance auf den Kontakt mit Ihren (Neu)-Kunden?
Gleiches ist natürlich auf anderen Plattformen möglich.
Nun heißt es, möglichst jede Plattform, jedes
Medium, Ihre Zielgruppe erreicht, zu bedienen.
Je ungewöhnlicher und einzigartige, desto besser.
Social Media, Blogs oder Suchmaschinen sind hier
sicher als Vorreiter zu erwähnen. Nicht zu
unterschätzen ist jedoch das Netzwerken generell und
die persönliche Empfehlung.
Aber auch traditionelle Außendarstellung im kleinen oder größeren Rahmen kann förderlich sein.
Längst schon haben Bäckereien die Stellenbörse auf der Brötchentüte mit Facebook—Button
entdeckt, Mietwagen locken mit der Aufschrift: ‚Nachmieter gesucht’ und wenn Sie den Aufkleber mit
QR-Code Ihrer Waschanlage auf das Heck Ihres PKW’s kleben, bekommen Sie eine Wäsche gratis.
Alles keine Hexenwerke und die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich. Es kommt auf eine gute
Mischung, die Auswahl der richtigen Medien und auf einen guten, ansprechenden Inhalt an.
Wer sind meine Zielgruppen? Wo treffe ich diese? Welche Sprache spricht sie? Wenn Sie auf diese
Fragen eine Antwort haben, ist der Rest eine Sache des guten Handwerks. (Fast) alles ist erlaubt, was
Ihren potentiellen Neukunden zum Fan, zum Newsletter-Abonnenten oder zum Follower macht.
Haben Sie ihn dazu animiert, liegt es an Ihnen wie gut Sie ihn regelmäßig mit attraktiven Inhalten und
Angeboten versorgen.
Kundendialog versus Werbekanalisierung
Die Wirkung von Anzeigen, Außenwerbung oder Radiospots erfahren Sie nur mittelbar. Ein Kanal
fließt immer in nur eine Richtung und genauso verhält sich auch Ihre Werbebotschaft. Ihre Kunden 3.0
liefern Ihnen hingegen heute mehr als je zuvor: Durch Bewertungen, Likes und Tweets haben Sie die
Chance auf einen 1:1-Dialog. Sie haben die Möglichkeit, sich mit Ihrem Kunden auszutauschen. Zu
erfahren, was Ihre Kunden anspricht und was nicht. Sie erfahren, zu welcher Zeit Ihr Newsletter
gelesen wird und welche Inhalte die längste Verweildauer haben. Sie erfahren, was Ihre Kunden
außerdem bevorzugen. Eine echte Chance, Cross- und Upselling auszubauen. Warum verschenken
Sie dieses Umsatzpotential?
Resümee
Ganz sicher falsch ist es, nichts zu tun. Ausreden wie: „Wir müssten mal oder hätten wir nur…“ sind
schon lange keine Entschuldigung mehr. Sich hinter der Schutzbehauptung: „Das ist nur etwas für
große Konzerne“ zu verstecken, hat spätestens seit der Etablierung von selbststeuerbaren
Werbebudgets für Online-Werbung seine Berechtigung verloren: Nur wer nichts macht, macht keine
Fehler.
Was ungefähr richtig ist, können Sie hingegen selbst entscheiden: Finden Sie Antworten auf die
Fragen: Wer ist meine Zielgruppe? Wo finde ich diese und welche Sprache spricht sie? Stellen Sie
den richtigen Mix in der Marketing-Kommunikation für gelebte Dialoge mit Ihrem Kunden zusammen
und scheuen Sie im Zweifelsfall nicht den Rat eines Fachmanns oder einer Fachfrau.
Sie möchten mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren, Ihre Kunden multimedial zu erreichen? Dann
sprechen Sie uns gerne an.
Kontaktformular
Über die Autorin: Ingrid Hammerschmidt beschäftigt sich seit fast zwei Jahrzehnten mit den
Herausforderungen von Kundengewinnung im Rahmen Ihrer Tätigkeiten als führende Marketing-Kraft
in mittelständischen Unternehmen. Seit der Gründung von profect marketing im Jahr 2007 fasziniert
sie das Erproben neuer Vertriebswege und die revolutionäre Eroberung der ‚Webinierung’ von zum
Teil beratungsresistenten Klein- und mittelständischen Unternehme(r)n.
Speziell der Einzelhandel und deren Vertreter hat sie in der Vergangenheit nicht zuletzt durch
vielfältige Presse- und PR-Veröffentlichungen wachgerüttelt. Dabei scheut Sie nicht,
unattraktive
Themen rund um die Marketing-Kommunikation, und was jeder einzelne dazu tun kann, provokativ,
deutlich und ungeschminkt auf den Punkt, an den Mann oder an die Frau zu bringen.
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