empfängnisverhütung aktuell - MSD

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WOMN-1033645-0006 12/14
MSD SHARP & DOHME GMBH, Lindenplatz 1, 85540 Haar, www.msd.de
EMPFÄNGNISVERHÜTUNG AKTUELL
DIE GÄNGIGSTEN VERHÜTUNGSMITTEL IM ÜBERBLICK
HORMONELLE VERHÜTUNG
MECHANISCHE VERHÜTUNG
Tägliche Anwendung
Produkt
Pearl-Index#
Wirkweise
Anwendung
Für wen
Nebenwirkungen
Nicht-tägliche Anwendung
Bei Bedarf
Langzeit-Anwendung
Kombinations-Pille
mit einem Östrogen (Ethinyl­estradiol) und einem Gestagen
Kombinations-Pille
mit körper­nahem Östrogen und einem Gestagen
Östrogenfreie Pille
mit einem niedrigdosierten Gestagen
Östrogenfreie Mini-Pille
mit einem niedrigdosierten Gestagen
Das Hormonpflaster
Kombination von einem Östrogen und Gestagen
Der Verhütungsring
Kombination von einem Östrogen und Gestagen
Die 3-Monats-Spritze
Östrogenfrei mit einem Gestagen
Das Verhütungsstäbchen
Östrogenfrei mit einem Gestagen
Die Hormonspirale
Östrogenfrei mit einem Gestagen
Das Kondom
Östrogen- und Gestagenfrei
Die Kupferspirale
Östrogen- und Gestagenfrei
0,1 – 0,9
0,4 – 0,8
0,4
0,5 – 3
0,7 – 0,9
0,6 – 1,0
0,3 – 1,4
0,05
0,2 – 0,3
2 – 12
0,9 – 3
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in
die Gebärmutter erschwert wird.
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in
die Gebärmutter erschwert wird.
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in
die Gebärmutter erschwert wird.
Hauptwirkungen:
• Störung der Eireifung
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in
die Gebärmutter erschwert wird.
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in
die Gebärmutter erschwert wird.
Hauptwirkung:
• Unterdrückung des Eisprungs.
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in
die Gebärmutter erschwert wird.
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in
die Gebärmutter erschwert wird.
Hauptwirkung:
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in
die Gebärmutter erschwert wird.
Hauptwirkung:
•Verhindert den Eintritt der Samenzellen in den
Körper der Frau.
Hauptwirkungen:
• Kupfer hat eine spermienabtötende Wirkung.
• Stört die Spermien-Eizelle-Annäherung.
• Verhindert die Einnistung der Eizelle in die Gebär­
mutterschleimhaut.
• 1-mal täglich.
• 21 Tage im Monat, dann 7 Tage Pause.
• 24 Tage im Monat, dann 4 Tage Pause.
• 1-mal täglich.
• 24 Tage im Monat mit wirk­stoff­haltigen Pillen,
dann 4 Tage mit wirkstofffreien Pillen.
• 26 Tage im Monat mit wirk­stoffhaltigen Pillen,
dann 2 Tage mit wirkstofffreien Pillen.
• 1-mal täglich.
• 28 Tage im Monat ohne Pause.
• 1-mal täglich, immer zum gleichen Zeitpunkt.
• 28 Tage im Monat ohne Pause.
• 1-mal pro Woche.
• 3 Pflaster pro Monat, die alle 7 Tage gewechselt werden,
danach eine Woche Pause.
• 1-mal pro Monat.
• 3 Wochen verbleibt der Ring in der Scheide,
danach eine Woche Pause.
•Die Injektion erfolgt alle 3 Monate (12 – 14 Wochen)
in den Muskel oder unter die Haut, abhängig vom
Präparat.
• 1 Implantat (im Oberarm) mit einer Liegedauer von
bis zu 3 Jahren.
•Die maximale Liegedauer beträgt je nach Produkt
3 bis 5 Jahre.
•Bei Bedarf wird das Kondom vor dem Geschlechts­
verkehr über den erigierten Penis geschoben.
• Wird von einem Facharzt in die Gebärmutter
eingesetzt.
• Die Spirale kann bis zu 5 Jahre in der Gebärmutter
bleiben.
• Zuverlässige Methode.
• Regelmäßiger Zyklus.
• Abhängig vom Präparat mögliche zusätzliche Wirkungen,
z.B. gegen Hautunreinheiten und bei Pro­blemen mit der
Regelblutung.
• Zuverlässige Methode.
• Enthält ein Östrogen, das dem natürlichen Hormon
im Körper gleicht.
• Kurze und leichte Regelblutung mit hoher Zyklusstabilität.
• Zuverlässige Methode.
• Enthält kein Östrogen.
• Niedrigere Gestagendosierung im Vergleich zu den
kombinierten oralen Verhütungsmitteln.
• Kann in der Stillzeit eingenommen werden.
• Enthält kein Östrogen.
• Geringe Hormondosis.
• Kann in der Stillzeit eingenommen werden.
• Zuverlässige Methode.
• 3-mal im Monat Aufkleben/Entfernen nötig.
• Gute Hafteigenschaften, auch beim Sport und in
der Freizeit.
• Gute Zykluskontrolle.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall /
Erbrechen beeinträchtigt.
• Zuverlässige Methode
• Anwendung 1x im Monat
• Gleichmäßiger Hormonspiegel über 3 Wochen
• Geringe Östrogendosis
• Gute Zykluskontrolle
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall /
Erbrechen beeinträchtigt.
• Zuverlässige Methode.
• Anwendung alle drei Monate.
•Östrogenfrei.
• Gleichmäßige Gestagendosierung.
• Während der Stillzeit anwendbar.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall /
Erbrechen beeinträchtigt.
• Zuverlässige Methode.
• Anwendung alle drei Jahre.
•Östrogenfrei.
• Gleichmäßige Gestagendosierung.
• Niedrige Gestagendosierung.
• Während der Stillzeit anwendbar.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall /
Erbrechen beeinträchtigt.
• Zuverlässige Methode.
• Anwendung alle 3 bis 5 Jahre.
•Östrogenfrei.
• Gleichmäßige Gestagendosierung.
• Niedrige Gestagendosierung.
• Während der Stillzeit anwendbar.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall /
Erbrechen beeinträchtigt.
• Rezeptfrei und an vielen Stellen erhältlich.
• Frei von hormonellen Risiken.
• Effektiv bei konsequenter und korrekter Anwendung.
• Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
• Kontrazeption durch den Mann.
• Anwendung alle 5 Jahre (je nach Produkt).
•Hormonfrei.
• Während der Stillzeit anwendbar.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall /
Erbrechen beeinträchtigt.
• Tägliche Einnahme erforderlich.
• Die Zuverlässigkeit kann durch Durchfall / Erbrechen
beein­trächtigt werden.*
• Tägliche Einnahme erforderlich.
• Die Zuverlässigkeit kann durch Durchfall / Erbrechen
beeinträchtigt werden.*
• Tägliche Einnahme erforderlich.
• Die Zuverlässigkeit kann durch Durchfall / Erbrechen
beeinträchtigt werden.*
• Änderung des Blutungsmusters möglich (keine monat­
liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
• Tägliche Einnahme (Korrekte zeit­liche Einnahme un­
bedingt erforder­lich (Zeitspanne: 3h)).
• Die Zuverlässigkeit kann durch Durchfall / Erbrechen
beeinträchtigt werden.*
• Änderung des Blutungsmusters möglich (keine monat­
liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
• Hautreizung möglich.*
• Das Pflaster ist sichtbar.
• Bei Frauen über 90 kg Körper­gewicht kann die ver­
hütende Wirkung vermindert sein.*
• Scheidenentzündung möglich.*
• Fremdkörpergefühl möglich (selten).*
• Sollte vom Arzt oder von medi­zinischen Fachpersonal
gespritzt werden.
• Entfernung der Hormondosis nicht möglich (Depot­
wirkung).
• Fruchtbarkeit kommt möglicherweise erst verzögert
zurück.*
• Bei Langzeitanwendung kann es bei Frauen aller
Altersgruppen zu einer Verringerung der Knochen­
dichte kommen.*
• Änderung des Blutungsmusters möglich (keine
monat­liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
• Kleiner ambulanter Eingriff mit lokaler Betäubung
zum Einsetzen und Entfernen des Stäbchens
erforderlich.
• Bei Übergewicht kann sich die Wirkdauer von
3 Jahren ent­sprechend verringern.*
• Änderung des Blutungsmusters möglich (keine
monatliche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
•Muss vom Arzt eingesetzt und entfernt werden.
•Regelmäßige Ultraschallkontrolle empfohlen.
•Änderung des Blutungsmusters möglich (keine monat­
liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
• Mäßiger Verhütungsschutz.
• Kann beim Sex stören.
• Bei einer Latexallergie nicht anwendbar.
• Einige Befeuchtungsmittel in Kondomen enthalten
samenabtötende Substanzen, die den Schutz erhöhen sollen. Sie können die Haut des Penis reizen.*
•Muss vom Arzt eingesetzt und entfernt werden.
•Regelmäßige Ultraschallkontrolle empfohlen.
•Änderung des Blutungsmuster möglich (keine
monat­liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
•Ab­stoßung der Spirale möglich.
•Erhöhtes Risiko für Unterleibs­infektionen,
besonders im 1. Monat nach dem Einlegen.*
• Für gesunde Frauen, für die kombinierte hormonelle
Verhütungsmittel in Frage kommen.
• Nicht für stillende Mütter, starke Raucherinnen,
stark übergewichtige Frauen und bei einigen Grund­
erkrankungen.*
• Für gesunde Frauen, für die kombinierte hormonelle
Verhütungsmittel in Frage kommen.
• Nicht für stillende Mütter, starke Raucherinnen,
stark übergewichtige Frauen und bei einigen Grund­
erkrankungen.*
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten
sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke Raucherinnen
und stark über­gewichtige Frauen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Östrogene wünschen.
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten
sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke Raucherinnen
und stark über­gewichtige Frauen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Östrogene wünschen.
• Für gesunde Frauen, für die kom­binierte hormonelle
Verhütungsmittel in Frage kommen.
• Nicht für stillende Mütter, starke Raucherinnen,
stark übergewich­tige Frauen und bei einigen Grund­
erkrankungen.*
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
• Für gesunde Frauen, für die kom­binierte hormonelle
Verhütungsmittel in Frage kommen.
• Nicht für stillende Mütter, starke Raucherinnen,
stark übergewich­tige Frauen und bei einigen Grund­
erkrankungen.*
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten
sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke
Raucherinnen und stark über­gewichtige Frauen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Östrogene wünschen.
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten sollen, wie z.B. stillende Mütter und starke
Rauche­rinnen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Östrogene wünschen.
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten
sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke Raucherinnen
und stark über­gewichtige Frauen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Östrogene wünschen.
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
• Für Männer und Frauen mit dem Wunsch, sich vor
sexuell übertragbaren Krank­heiten einschließlich
der Infektion mit HIV (AIDS) zu schützen.
• Für Männer und Frauen mit wechselnden
Geschlechts­partnern.
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen ver­
zichten sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke
Rauche­rinnen und stark über­gewichtige Frauen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Hormone wünschen.
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
• Bei allen hormonellen Verhütungsmethoden, bei denen
zwei Hormone, ein Östrogen und ein Gestagen, kombiniert
werden, ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels
(Thrombose) erhöht.*
*Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie
bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /
Ihren Arzt oder Apotheker.
• Bei allen hormonellen Verhütungsmethoden, bei denen
zwei Hormone, ein Östrogen und ein Gestagen, kombiniert
werden, ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels
(Thrombose) erhöht.*
*Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie
bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /
Ihren Arzt oder Apotheker.
• Das Thrombose-Risiko ist bei Frauen, die die Pille einnehmen, höher als bei Frauen, die die Pille nicht ein­
nehmen. Es wird angenommen, dass das Risiko unter
der Einnahme von reinen Gestagen-Pillen niedriger ist
als unter der Einnahme von Pillen, die auch ein Östrogen
enthalten (kombinierte Pillen).*
*Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie
bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /
Ihren Arzt oder Apotheker.
• Das Thrombose-Risiko ist bei Frauen, die die Pille einnehmen, höher als bei Frauen, die die Pille nicht einnehmen. Es wird angenommen, dass das Risiko unter
der Einnahme von reinen Gestagen-Pillen niedriger ist
als unter der Einnahme von Pillen, die auch ein Östrogen
enthalten (kombinierte Pillen).*
*Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie
bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /
Ihren Arzt oder Apotheker.
•Bei allen hormonellen Verhütungsmethoden, bei denen
zwei Hormone, ein Östrogen und ein Gestagen, kombiniert werden, ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombose) erhöht.*
*Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie
bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /
Ihren Arzt oder Apotheker.
•Bei allen hormonellen Verhütungsmethoden, bei denen
zwei Hormone, ein Östrogen und ein Gestagen, kombiniert werden, ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombose) erhöht.*
*Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie
bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /
Ihren Arzt oder Apotheker.
• Es wird angenommen, dass das Risiko ein Blutgerinnsel
zu bilden bei der östrogenfreien Spritze niedriger ist
als unter der Anwendung von kombinierten Ver­hü­
tungs­methoden, die auch ein Östrogen enthalten.*
*Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie
bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /
Ihren Arzt oder Apotheker.
• Es wird angenommen, dass das Risiko ein Blut­
gerinnsel zu bilden bei dem östrogenfreien Stäbchen niedriger ist als unter der Anwendung von
kombinierten Verhütungsmethoden, die auch ein
Östrogen enthalten.*
*Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie
bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /
Ihren Arzt oder Apotheker.
• Es wird angenommen, dass das Risiko ein Blutgerinnsel
zu bilden bei den östrogen­freien Verhütungsspiralen
niedriger ist als unter der Anwendung von kombinierten
Verhütungs­methoden, die auch ein Östrogen enthalten.*
*Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie
bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /
Ihren Arzt oder Apotheker.
*Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen
Sie bitte die Produktinformation der einzelnen
Hersteller und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt
oder Apotheker.
*Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen
Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre
Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
Vorwort 5
Vorwort
LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,
der Wunsch nach Empfängnisverhütung ist wohl so alt wie die Menschheit selbst. Bereits in der Antike
nutzte man Pflanzenextrakte wie Akazienblätter mit Honig, Bleisalbe, Weihrauch oder Olivenöl, um bei
vaginaler Anwendung Spermien abzutöten und so unerwünschte Schwangerschaften zu verhindern.
Diese Methoden waren allerdings unzuverlässig und teilweise sogar schädlich. Im 16. Jahrhundert wurde
schließlich das Kondom erfunden – und 1961 kam die erste Antibaby-Pille in Deutschland auf den Markt.
Die Einführung der Antibaby-Pille war für die Frauen ein Meilenstein in Richtung Selbstbestimmung
über ihr (Liebes-) Leben, ihre Berufstätigkeit und ihre Familien­planung. Heute kann jede Frau selbst entscheiden, ob und wie sie verhütet. Sie hat dabei die Wahl aus vielen verschiedenen, modernen Methoden
und Darreichungs­formen – und die Forschung geht weiter. Der aktuelle Forschungstrend befasst sich mit
der Entwicklung von neuen und anders kombinierten Hormonen, geringeren Dosierungen der Hormone,
Verkürzung der hormonfreien Zeit und nicht täglichen Anwendungsformen.
Damit Sie für sich selbst die beste Wahl in Sachen Verhütung treffen können, bieten Ihnen die folgenden
Seiten einen Überblick über die gängigsten medizinisch relevanten Verhütungsmethoden. Die eine passt
dabei vielleicht besser zu Ihnen als eine andere. Deshalb besprechen Sie am besten gemeinsam mit Ihrer
Frauenärztin /Ihrem Frauenarzt, welche Verhütungsmethode für Sie und Ihre persönliche Lebenssituation
am geeignetsten ist.
Verhütung ist ein ebenso wichtiges wie spannendes Thema. Denn schließlich hat es immer mit zwei
Menschen und ihren Emotionen zu tun.
Ihr MSD-Team
Inhalt 7
Männer und Frauen ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Inhalt
Der weibliche Zyklus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ein kleines großes Wunder der Natur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ganz schön hormongesteuert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . So verhindern Hormone eine Schwangerschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
10
12
13
Viele Möglichkeiten dank vieler Methoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Verhütung? Aber sicher! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Grundsätzliches zur hormonellen Verhütung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Alle hormonellen Verhütungsmethoden haben das gleiche Ziel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Welche Nebenwirkungen können hormonelle Verhütungsmittel haben? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Hormonelle Verhütungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Kombinations-Pille mit einem Östrogen (Ethinylestradiol) und einem Gestagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Kombinations-Pille mit körpernahem Östrogen und einem Gestagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Östrogenfreie Pille mit einem niedrigdosierten Gestagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Östrogenfreie Mini-Pille mit einem niedrigdosierten Gestagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Das Hormonpflaster: Kombination von einem Östrogen und Gestagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Der Verhütungsring: Kombination von einem Östrogen und Gestagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Die 3-Monats-Spritze: Östrogenfrei mit einem Gestagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Das Verhütungsstäbchen: Östrogenfrei mit einem Gestagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Die Hormonspirale: Östrogenfrei mit einem Gestagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Grundsätzliches zur nicht-hormonellen Verhütung
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Nicht-hormonelle Verhütungsmethoden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Kondom: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Kupferspirale: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Diaphragma: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Portiokappe: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Spermizide: chemische Verhütung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Symptothermale Methode: natürliche Verhütung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sterilisation: operative Verhütung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
42
44
46
48
50
52
54
Zu guter Letzt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
8 Männer und Frauen ...
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Männer sind anders. Frauen auch! Das ist auch gut so, denn ohne die
Gegensätze der Geschlechter und die damit verbundene Anziehungskraft
wäre die Menschheit längst ausgestorben! Der kleine Unterschied zwischen
Frauen und Männern sorgt dafür, dass die Spezies Mensch überlebt.
Eine raffinierte Funktion der Natur, die sich im Inneren unserer Körper
konsequent fortsetzt – in der Schemazeichnung der äußeren und inneren
Geschlechtsorgane wird das besonders deutlich.
Männer
und Frauen ...
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WAS SO VERSCHIEDEN IST …
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Jeder lebt und liebt heute, wie sie / er es will. Wenn Frau und Mann sich
finden und lieben – wunderbar. Und auch in Sachen Verhütung genießen
wir heute alle Freiheit. Ausreden gibt es damit allerdings nicht mehr!
Wer nicht schwanger werden möchte, findet jede Menge Möglichkeiten,
das zu verhindern. Und natürlich ist das Thema Verhütung schon lange nicht
mehr nur Sache der Frauen, sondern auch das von modernen Männern.
Geben Sie diese Broschüre deshalb ruhig auch an Ihren Partner weiter.
In Sachen Verhütung gemeinsam zu entscheiden, gehört zu jeder zeit­
gemäßen Partnerschaft – und es verbindet.
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… PASST WUNDERBAR ZUSAMMEN!
10 Der weibliche Zyklus
EIN KLEINES GROSSES WUNDER DER NATUR
Es ist schon erstaunlich: Der im weiblichen Körper monatlich stattfindende
Mens­truations­zyklus beschreibt einen komplexen hormonellen Ablauf, der
einem wahren Wunderwerk der Natur gleichkommt.
Seine erste Periode bekommt ein junges Mädchen in Deutschland im Durchschnitt mit 12,5 Jahren. Diese kann am Anfang noch unregelmäßig sein,
wiederholt sich aber später meist alle 21 bis 35 Tage. Die durchschnittliche
Dauer eines Menstruationszyklus beträgt 28 Tage. Die Monatsblutung dauert
normalerweise zwischen 3 und 7 Tagen, wobei der erste Tag der Regelblutung
auch als erster Tag des Zyklus gilt. Nach dem Eisprung wandert die Eizelle aus
dem Eierstock durch den Eileiter (Tube) in die Gebärmutter (Uterus). Innerhalb
der nächsten 12 bis 24 Stunden kann sie von einer Samenzelle befruchtet
werden, andern­falls stirbt sie nach ca. 24 Stunden ab. Die Samenzelle selber
kann bis zu 7 Tage im weiblichen Körper befruchtungsfähig bleiben.
Wird die Eizelle nicht befruchtet, wird die Gebärmutterschleimhaut abge­
stoßen, die Regelblutung setzt ein und der Zyklus beginnt wieder von vorn.
Im Internet – z. B. auf den Seiten www.femaleaffairs.de (ein Angebot der
MSD SHARP & DOHME GMBH) oder auf www.frauenaerzte-im-netz.de
(herausgegeben vom Bundesverband der Frauenärzte e. V.) – finden Sie
interessante detailliertere Informationen zum Thema Menstruationszyklus.
11
Der weibliche
Zyklus
Wurde die Eizelle befruchtet, beginnt sie schon während ihrer Wanderschaft durch
den Eileiter mit der Zellteilung. In der Gebärmutter angekommen, nistet sich die Frucht
in der Schleimhaut ein (Nidation) und wächst – wenn alles nach Plan verläuft – innerhalb der nächsten 40 Wochen zu einem Baby heran.
Befruchtung
im Eileiter
Zellteilung
der befruchteten Eizelle
Einnistung
in die Gebärmutter
12 Der weibliche Zyklus
13
GANZ SCHÖN HORMONGESTEUERT
Fast jede Frau kennt das: Hormonschwankungen im Laufe des Zyklus sind manchmal nicht ganz einfach zu
ertragen – aber dennoch ganz normal. Denn zentraler Bestandteil des weiblichen Zyklus ist das Zusammen­
spiel verschiedener Hormone, die auch bei der hormonellen Verhütung eine Rolle spielen. Doch was passiert
während eines Zyklus eigentlich im Körper der Frau?
So mischen die Hormone im Zyklusverlauf mit:
Dann gibt es zwei Möglichkeiten, wie es weitergeht:
• Den Startimpuls zur Hormonproduktion an die Hirnanhangdrüse
(Hypophyse) gibt das Hormon GnRH (Gonadotropin-releasing
Hormone, übersetzt Gonadotropin freisetzendes Hormon) im
Zwischenhirn (der entsprechende Bereich nennt sich Hypothalamus)
Bleibt die Eizelle unbefruchtet, bildet sich der Gelbkörper zurück und schüttet 14 Tage
nach dem Eisprung kein Gestagen mehr aus. Die Gebärmutter­schleim­­haut wird abgestoßen und es kommt zur Regelblutung, wobei der Blutverlust im Durchschnitt bei 50 ml
liegt. Die Bildung von FSH und LH wird wieder an­geregt – der Zyklus beginnt von neuem.
• In der ersten Zyklushälfte regt das follikelstimulierende Hormon
FSH aus der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) das Wachstum zumeist einer befruchtungsfähigen Eizelle in den Follikeln (Hülle
der heranreifenden Eizelle im Eierstock) an. In den Follikeln
läuft gleichzeitig die Östrogen-Produktion auf Hochtouren,
um den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zu ermöglichen.
• Wenn der Östrogenspiegel am Ende der ersten Zyklushälfte –
also zwei Wochen vor der Monatsblutung – einen bestimmten
Wert erreicht hat, löst das luteinisierende Hormon LH den
Eisprung aus und fördert die Umwandlung des Follikels in
den Gelbkörper.
• In der zweiten Zyklushälfte bildet dieser Gelbkörper Proges­
teron (ein Gestagen), um die Gebärmutterschleimhaut auf
die Ein­nistung der Eizelle vorzubereiten.
• Gestagen und Östrogen signalisieren dem Gehirn, die Frei­
setzung von FSH und LH zu reduzieren.
Hat eine Befruchtung der Eizelle stattgefunden, so bildet die Fruchtanlage nach der Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut in den ersten Monaten selbst ein Hormon, das
für die Erhaltung des Gelbkörpers sorgt. Danach über­nimmt der Mutterkuchen (Plazenta)
die Bildung von Gestagen. Es verhindert die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut
und sorgt dafür, dass keine weitere Eizelle heranreift und kein Eisprung stattfindet.
SO VERHINDERN HORMONE EINE SCHWANGERSCHAFT:
Nach der Befruchtung einer Eizelle sorgen Hormone aus dem Follikel und später im Verlauf der Schwangerschaft aus dem Mutterkuchen (Plazenta) dafür, dass keine weitere
Eizelle befruchtet wird und sich die bereits befruchtete Eizelle ungestört entwickeln kann.
Dieser Vorgang wird mit hormonellen Verhütungsmitteln wie z.B. der Pille nach­
empfunden – allerdings ohne dass zuvor eine Eizelle befruchtet wurde. Zusätzlich
wird die Möglichkeit des Ein­dringens von Spermien in die Gebärmutter herabgesetzt,
indem die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims erhöht wird.
Insgesamt beeinflussen hormonelle Verhütungsmethoden den Menstruationszyklus
auf unterschiedliche Weise, um eine Schwangerschaft zu verhindern.
14 Viele Möglichkeiten dank vieler Methoden
15
Viele
Möglichkeiten
dank vieler
Methoden
VERHÜTUNG? ABER SICHER!
In Gefühlsdingen gehen Herz und Verstand manchmal getrennte Wege.
Gut, dass es zumindest in punkto Verhütungssicherheit eine unabhängige
Bewertung gibt: den Pearl-Index (benannt nach seinem Erfinder Raymond
Pearl). Er gibt an, wie viele von 100 Frauen statistisch gesehen trotz Ver­
hütung schwanger werden können, wenn sie über ein Jahr hinweg eine
bestimme Verhütungsmethode angewendet haben. Ohne Verhütung liegt
der Pearl-Index bei 20- bis 30-jährigen Frauen über 80. Das heißt, ca. 4
von 5 dieser Frauen werden im Laufe eines Jahres schwanger, wenn sie
nicht verhüten.
Fazit: Je niedriger der Pearl-Index ist, desto zuverlässiger ist
die Verhütungsmethode
Sind Sie Single und wollen den Kinderwunsch vertagen? Oder leben Sie in einer
festen Partnerschaft? Und spielen für Sie
bei der Verhütung auch gesundheitliche
Aspekte eine besondere Rolle? Sie wollen
nicht jeden Tag an die Verhütung denken
oder können nicht zu regelmäßig festen
Terminen eine Pille einnehmen? Für jede
individuelle Lebenssituation gibt es heute
die passende Verhütungsmethode – die
sich deshalb nicht selten im Verlauf des
Lebens auch mal ändert.
Was für alle Frauen beim Thema Verhütung
aber gleichermaßen wichtig ist, ist die Verhütungssicherheit.
Grundsätzlich unterscheidet man die hormonelle und die nichthormonelle
Verhütung sowie eine tägliche und nicht-tägliche Anwendung der Verhütung.
Um eine gute Entscheidung treffen zu können, welche Verhütung am besten
zu Ihnen passt, vergleichen Sie die folgenden Methoden – übersichtlich
gegliedert und nach Steckbriefen sortiert – auf den nächsten Seiten.
Methode
Pearl-Index
Kombinationspille
0,1 – 0,9
Verhütungsring
0,6 – 1,0*
Kondom
2,0 – 12,0
Zum Vergleich: Geschlechtsverkehr ohne Verhütung
85
* Der untere Grenzwert berücksichtigt keine Anwendungsfehler.
Beim oberen Grenzwert sind typische Fehler eingerechnet (wie zum
Beispiel eine vergessene Einnahme der Pille).
16 Grundsätzliches zur hormonellen Verhütung
ALLE HORMONELLEN VERHÜTUNGSMETHODEN
HABEN DAS GLEICHE ZIEL:
Sie sollen eine Schwangerschaft verhindern.
Hormonelle Verhütungsmittel enthalten synthetisch (künstlich) hergestellte
Hormone, die ähnlich wirken wie die körpereigenen Hormone Östrogen und
Progesteron, einem Gestagen. Beide Hormone sorgen für die Verhütungszuverlässigkeit. Präparate, die sowohl ein Östrogen als auch ein Ges­tagen
enthalten, werden Kombinationspräparate genannt. Dazu gehören die
klassische Antibabypille, der Verhütungsring und das Hormonpflaster. Ihnen
ist gemeinsam, dass sie Ethinylestradiol als Östrogen-Komponente enthalten.
Es unterstützt die empfängnisverhütende Gestagen-Wirkung und trägt zu
einem stabilen Zyklus – möglichst ohne Zwischenblutungen – bei. Durch
die unterschiedlichen Gestagenkomponenten unterscheiden sich die verschiedenen Präparate.
Generell geht der Trend zu einer möglichst geringen Hormondosierung –
sowohl bei der Pille als auch bei anderen Verhütungsmethoden, die ein Östrogen und ein Gestagen verwenden. Unter allen Kombinationspräparaten
gehört der Verhütungsring zu den Präparaten mit der am niedrigsten dosierten Ethinylestradiol-Dosis pro Tag. Eine vergleichsweise neue Entwicklung
sind Kombinationspräparate mit körpernahen Östroge­nen, die denjenigen
im weiblichen Körper gleichen.
17
Grundsätzliches
zur hormonellen
Verhütung
Östrogene sind zur Empfängnisverhütung nicht zwingend notwendig. Bei einer Östrogen-Unverträglichkeit, bei erhöhtem Risiko für Blutgerinnsel (Thrombosen) oder in der
Stillzeit können Sie deshalb auch auf wirksame östrogenfreie Alternativen (GestagenMono­präpa­rate) ausweichen.
Zu den östrogenfreien Verhütungsmethoden gehören beispielsweise die östrogenfreie
Pille, die Minipille, aber auch Langzeitverhütungsmittel wie das Verhütungsstäbchen,
die Hormonspirale oder auch die 3-Monats-Spritze. Diese Präparate verzichten auf
Östrogene. Das enthaltene Gestagen wird hierbei ohne Pause verabreicht, die monatliche Regelblutung kann ausbleiben. Zwischenblutungen können jedoch auftreten.
Bevor Sie sich für eine hormonelle Verhütung entscheiden, sprechen Sie auf jeden Fall
mit Ihrer Frauenärztin / Ihrem Frauenarzt, denn hormonelle Verhütungsmittel werden
nur nach ärztlicher Verordnung abgegeben. Wenn Sie ein Präparat zur Empfängnis­
verhütung wünschen, müssen Sie es in der Regel ab dem vollendeten 20. Lebensjahr
selbst bezahlen. Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr bekommen die Kosten
von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.
18 Grundsätzliches zur hormonellen Verhütung
19
WELCHE NEBENWIRKUNGEN KÖNNEN
HORMONELLE VERHÜTUNGSMITTEL HABEN?
Wie alle Arzneimittel können auch kombinierte hormonelle Verhütungsmittel Nebenwirkungen haben, die jedoch nicht bei jeder
Anwenderin auftreten müssen. Dazu gehören beispielsweise Übelkeit, Brustschmerzen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, depressive
Verstimmung, Gewichtszunahme oder Verän­derung des Blutungsverhaltens.
Alle kombinierten hormonalen Kontrazeptiva erhöhen das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels. Das Gesamtrisiko für das
Auftreten eines Blutgerinnsels unter Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums ist gering, allerdings können
Blutgerinnsel schwerwiegend und in sehr seltenen Fällen sogar tödlich sein.
Im Folgenden finden Sie einige wichtige Hinweise zum Thema Risiko für Blutgerinnsel (z. B. im Bein (tiefe Bein­venen­thrombose),
in der Lunge (Lungen­embolie), Herzinfarkt und Schlaganfall) unter Anwendung von kombinierten hormonellen Verhütungsmitteln,
die das BfArM (Bundesinsti­tut für Arzneimittel und Medizinprodukte) herausgegeben hat.
Wann ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels am größten?
•im ersten Jahr der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums
(auch dann, wenn Sie nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen die
Anwendung wieder aufnehmen)
•wenn Sie stark übergewichtig sind
•wenn Sie älter als 35 Jahre sind
•wenn Sie rauchen
•wenn bei einem Ihrer nächsten Angehörigen in relativ jungen Jahren (d. h. jünger als ca.
50 Jahre) ein Blutgerinnsel aufgetreten ist (Gefäßverschlüsse im Bein (Thrombose), in
der Lunge (Lungenembolie) oder anderen Organen, Schlaganfall oder Herzinfarkt)
•wenn Sie vor wenigen Wochen entbunden haben
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihr ganz persönliches Risiko, eine Thrombose, Lungenembolie, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen
zusammen die richtige Methode der Verhütung auswählen.
Achten Sie aufmerksam auf die Symptome
(Anzeichen) eines Blut­gerinnsels und fragen Sie
Ihren Arzt nach Vorbeugungs­maß­nahmen zur
Verhinderung von Blutgerinnseln, besonders
wenn Sie:
•gerade operiert wurden
•über einen längeren Zeitraum bettlägerig gewesen sind
(z. B. aufgrund einer Verletzung oder Krankheit, oder weil
ein Bein eingegipst ist)
•auf einer längeren Reise gewesen sind (z. B. Flüge über
4 Stunden)
Nähere Einzelheiten finden Sie unter www.bfarm.de.
Eine Auswirkung von hormonellen Verhütungsmitteln auf das Auftreten bestimmter Krebserkrankungen wird immer wieder diskutiert. Die Entstehung von Krebs wird meist von vielen Faktoren
beeinflusst und ist deshalb nur schwer auf eine Ursache zurückzuführen. Darum kann auch der Einfluss von Hormonen nur schwer
abgeschätzt werden und bedarf einer ständigen Überprüfung durch
Studien und Register. Beim Brustkrebs wird derzeitig von keinem
Einfluss der unterschiedlichen Verhütungs­hormone ausgegangen.
Für Eier­stock­krebs und Krebserkrankungen der Gebärmutterschleimhaut sinkt das Risiko mit zunehmender Einnahmedauer oraler
Verhütungsmittel. Die Rate dieser Krebsarten ist geringer bei
Pillen-Anwenderinnen. Beim Gebärmutterhalskrebs besteht ein
höheres Risiko, an diesen Tumoren zu erkranken, wenn man
hormon­enthaltende Methoden verwendet.
20 Hormonelle Verhütungsmethoden
21
Hormonelle
Verhütungsmethoden
Auf den nächsten Seiten finden Sie die gängigsten hormonellen
Verhütungsmethoden aufgeteilt nach Hormonzusammensetzung
sowie nach täglicher oder nicht-täglicher Anwendung.
Danach folgt ein Kapitel mit nicht- hormonellen Verhütungs­
methoden.
22 Kombinations-Pille mit einem Östrogen (Ethinylestradiol) und einem Gestagen
Bei der klassischen Pille mit dem Östrogen Ethinylestradiol ist die Dosierung
und Zusammensetzung der beiden Hormone Östrogen und Gestagen je
nach Präparat verschieden. Kombinationspräparate dieser Art schützen
zuverlässig vor einer Schwangerschaft. Bei den meisten Präparaten werden
zunächst 21 wirkstoffhaltige Pillen eingenommen. Dann folgt eine 7-tägige
Einnahmepause. Während der Pillenpause kommt es zur Regelblutung.
Danach beginnt die Einnahme der Pillen aus einer neuen Packung. Es sind
auch Pillen auf dem Markt, bei denen nach 24 wirkstoffhaltigen Pillen 4
Placebos (wirkstofffreie Pillen) eingenommen werden.
23
Kombinations-Pille
mit einem Östrogen
(Ethinylestradiol) und
einem Gestagen
Steckbrief: Kombinations-Pille mit einem Östrogen (Ethinyl­estradiol) und einem Gestagen
Pearl-Index#
0,1 – 0,9
Wirkweise
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird.
Anwendung
• 1-mal täglich.
• 21 Tage im Monat, dann 7 Tage Pause.
• 24 Tage im Monat, dann 4 Tage Pause.
• Zuverlässige Methode.
• Regelmäßiger Zyklus.
• Abhängig vom Präparat mögliche zusätzliche Wirkungen, z.B. gegen Hautunreinheiten und bei Pro­blemen mit der Regelblutung.
• Tägliche Einnahme erforderlich.
• Die Zuverlässigkeit kann durch Durchfall / Erbrechen beein­trächtigt werden.*
Für wen
• Für gesunde Frauen, für die kombinierte hormonelle Verhütungsmittel in Frage kommen.
• Nicht für stillende Mütter, starke Raucherinnen, stark übergewichtige Frauen und bei einigen Grund­erkrankungen.*
Nebenwirkungen
• Bei allen hormonellen Verhütungsmethoden, bei denen zwei Hormone, ein Östrogen und ein Gestagen, kombiniert werden, ist das Risiko
für die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombose) erhöht.*
* Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
24 Kombinations-Pille mit körpernahem Östrogen und einem Gestagen
Die kombinierte Pille ist das älteste und noch immer gängigste hormonelle
Verhütungsmittel. Allen Kombinationspillen ist gemeinsam, dass sie Östrogen
und Gestagen enthalten.
25
Kombinations-Pille
mit körpernahem
Östrogen und
einem Gestagen
In den vergleichsweise neuen kombinierten Verhütungspillen mit körper­
nahem Östrogen wird das in der klassischen Antibabypille enthaltene
Ethinylestradiol durch ein Östrogen ersetzt, das dem in den Eierstöcken
der Frau gebildeten Hormon gleicht. Damit wird versucht, den hormonellen
Eingriff in den Monatszyklus möglichst niedrig zu halten.
Angenehmer Nebeneffekt – neben einem hohen Verhütungsschutz – sind
bei vielen Frauen kürzere und leichtere Regelblutungen.
Steckbrief: Kombinations-Pille mit körpernahem Östrogen und einem Gestagen
Pearl-Index#
0,4 – 0,8
Wirkweise
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird.
Anwendung
• 1-mal täglich.
• 24 Tage im Monat mit wirk­stoff­haltigen Pillen, dann 4 Tage mit wirkstofffreien Pillen.
• 26 Tage im Monat mit wirk­stoffhaltigen Pillen, dann 2 Tage mit wirkstofffreien Pillen.
• Zuverlässige Methode.
• Enthält ein Östrogen, das dem natürlichen Hormon im Körper gleicht.
• Kurze und leichte Regelblutung mit hoher Zyklusstabilität.
• Tägliche Einnahme erforderlich.
• Die Zuverlässigkeit kann durch Durchfall / Erbrechen beeinträchtigt werden.*
Für wen
• Für gesunde Frauen, für die kombinierte hormonelle Verhütungsmittel in Frage kommen.
• Nicht für stillende Mütter, starke Raucherinnen, stark übergewichtige Frauen und bei einigen Grund­erkrankungen.*
Nebenwirkungen
• Bei allen hormonellen Verhütungsmethoden, bei denen zwei Hormone, ein Östrogen und ein Gestagen, kombiniert werden, ist das Risiko
für die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombose) erhöht.*
* Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
26 Östrogenfreie Pille mit einem niedrigdosierten Gestagen
Die östrogenfreie Pille ist das erste rein gestagenhaltige Verhütungsmittel
in Tablettenform, das den Eisprung verhindert. Zudem erhöht diese Pille
die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims und verhütet deshalb
vergleichbar zuverlässig wie Kombinationspräparate. Die östrogenfreie Pille
bietet ein 12-Stunden-Fenster, in dem die Einnahme einer vergessenen
Pille bis zu 12 Stunden später als der geplante Zeitpunkt möglich ist. Damit
ist sie erheblich zuverlässiger als die im folgenden Kapitel vorgestellte
Mini-Pille, die täglich innerhalb eines Zeitrahmens von 3 Stunden eingenommen werden muss.
27
Östrogenfreie Pille
mit einem niedrigdosierten Gestagen
Steckbrief: Östrogenfreie Pille mit einem niedrigdosierten Gestagen
Pearl-Index#
0,4
Wirkweise
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird.
Anwendung
• 1-mal täglich.
• 28 Tage im Monat ohne Pause.
• Zuverlässige Methode.
• Enthält kein Östrogen.
• Niedrigere Gestagendosierung im Vergleich zu den kombinierten oralen Verhütungsmitteln.
• Kann in der Stillzeit eingenommen werden.
• Tägliche Einnahme erforderlich.
• Die Zuverlässigkeit kann durch Durchfall / Erbrechen beeinträchtigt werden.*
• Änderung des Blutungsmusters möglich (keine monat­liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
Für wen
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke Raucherinnen und stark über­gewichtige Frauen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Östrogene wünschen.
Nebenwirkungen
• Das Thrombose-Risiko ist bei Frauen, die die Pille einnehmen, höher als bei Frauen, die die Pille nicht ein­nehmen. Es wird angenommen,
dass das Risiko unter der Einnahme von reinen Gestagen-Pillen niedriger ist als unter der Einnahme von Pillen, die auch ein Östrogen
enthalten (kombinierte Pillen).*
* Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
28 Östrogenfreie Mini-Pille mit einem niedrigdosierten Gestagen
Die Minipille verwendet ausschließlich ein Gestagen in niedriger Dosierung.
Im Gegensatz zu Kombinationspräparaten und der östrogenfreien Pille
verhindert sie nicht den Eisprung, sondern verdickt den Schleim im Gebärmutterhals, so dass er undurchdringlich für Spermien wird. Damit die
Verhütungszuverlässigkeit gewährleistet ist, muss die Minipille jeden
Tag immer zum gleichen Zeitpunkt eingenommen werden (mit einer Abweichung von höchstens 3 Stunden).
29
Östrogenfreie
Mini-Pille mit einem
niedrigdosierten
Gestagen
Steckbrief: Östrogenfreie Mini-Pille mit einem niedrigdosierten Gestagen
Pearl-Index#
0,5 – 3
Wirkweise
Hauptwirkungen:
• Störung der Eireifung
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird.
Anwendung
• 1-mal täglich, immer zum gleichen Zeitpunkt.
• 28 Tage im Monat ohne Pause.
• Enthält kein Östrogen.
• Geringe Hormondosis.
• Kann in der Stillzeit eingenommen werden.
• Tägliche Einnahme (Korrekte zeit­liche Einnahme un­bedingt erforder­lich (Zeitspanne: 3h)).
• Die Zuverlässigkeit kann durch Durchfall / Erbrechen beeinträchtigt werden.*
• Änderung des Blutungsmusters möglich (keine monat­liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
Für wen
• F ür Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke Raucherinnen und stark über­gewichtige Frauen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Östrogene wünschen.
Nebenwirkungen
•D
as Thrombose-Risiko ist bei Frauen, die die Pille einnehmen, höher als bei Frauen, die die Pille nicht einnehmen. Es wird angenommen,
dass das Risiko unter der Einnahme von reinen Gestagen-Pillen niedriger ist als unter der Einnahme von Pillen, die auch ein Östrogen
enthalten (kombinierte Pillen).*
* Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
30 Das Hormonpflaster: Kombination von einem Östrogen und Gestagen
Ein Hormonpflaster gibt über einen längeren Zeitraum Hormone ab, die
über die Haut aufgenommen werden. Die Wirkung hält 7 Tage lang an,
so dass das Pflaster nach einer Woche – immer am gleichen Wochentag –
gewechselt werden muss. Nach 21 Tagen folgt eine 7-tägige Pause, in der
es zur Regelblutung kommt. Danach beginnt ein neuer Anwendungszyklus.
Für den Empfängnisschutz sorgen dabei zwei Hormone, ein Östrogen und ein
Gestagen. Der Wirkmechanismus besteht hauptsächlich in der Hemmung
des Eisprungs; daneben spielen auch Veränderungen des Gebärmutterhalsschleims und der Gebärmutterschleimhaut eine Rolle.
Schwimmen, Baden und Sport beeinträchtigen die Klebewirksamkeit des
Pflasters in der Regel nicht. Bei Frauen mit einem Körpergewicht von 90 kg
oder mehr kann die empfängnisverhütende Wirkung vermindert sein.
31
Das Hormonpflaster: Kombination
von einem Östrogen
und Gestagen
Steckbrief: Das Hormonpflaster: Kombination von einem Östrogen und Gestagen
Pearl-Index#
0,7 – 0,9
Wirkweise
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird.
Anwendung
• 1-mal pro Woche.
• 3 Pflaster pro Monat, die alle 7 Tage gewechselt werden, danach eine Woche Pause.
• Zuverlässige Methode.
• 3 mal im Monat Aufkleben / Entfernen nötig.
• Gute Hafteigenschaften, auch beim Sport und in der Freizeit.
• Gute Zykluskontrolle.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall / Erbrechen beeinträchtigt.
• Hautreizung möglich.*
• Das Pflaster ist sichtbar.
• Bei Frauen über 90 kg Körper­gewicht kann die ver­hütende Wirkung vermindert sein.*
Für wen
• Für gesunde Frauen, für die kom­binierte hormonelle Verhütungsmittel in Frage kommen.
• Nicht für stillende Mütter, starke Raucherinnen, stark übergewich­tige Frauen und bei einigen Grund­erkrankungen.*
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
Nebenwirkungen
• Bei allen hormonellen Verhütungsmethoden, bei denen zwei Hormone, ein Östrogen und ein Gestagen, kombiniert werden, ist das Risiko
für die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombose) erhöht.*
* Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
32 Der Verhütungsring: Kombination von einem Östrogen und Gestagen
Unter allen Kombinationspräparaten gehört der Verhütungsring zu den Präparaten mit der am niedrigsten dosierten Ethinylestradiol-Dosis pro Tag.
Der flexible Verhütungsring ist genauso zuverlässig wie die Pille. Bei seiner
Anwendung muss nicht täglich an die Verhütung gedacht werden und Einflüsse wie Erbrechen oder Durchfälle beeinträchtigen seine Wirkung nicht.
Der Verhütungsring wird einmal monatlich in die Scheide eingeführt und
verbleibt dort für drei aufeinander folgende Wochen. Danach wird der Verhütungsring entfernt und es folgt eine einwöchige „Ringpause“. Während
der Pause, bei der die verhütende Wirkung bestehen bleibt, kommt es bei
den meisten Frauen zur Monatsblutung. Nach einer Woche Pause wird ein
neuer Verhütungsring – wieder für die Dauer von drei Wochen – eingelegt.
Die Hormone sind in den Kunststoff eingebettet, der sie kontinuierlich an die
Schleimhaut in der Scheide abgibt und so zuverlässig vor einer Schwanger­
schaft schützt. Der Verhütungsring ist einfach anzuwenden.
33
Der Verhütungsring: Kombination
von einem Östrogen
und Gestagen
Steckbrief: Der Verhütungsring: Kombination von einem Östrogen und Gestagen
Pearl-Index#
0,6 – 1,0
Wirkweise
Hauptwirkung:
• Unterdrückung des Eisprungs.
Anwendung
• 1-mal pro Monat.
• 3 Wochen verbleibt der Ring in der Scheide, danach eine Woche Pause.
• Zuverlässige Methode
• Anwendung 1x im Monat
• Gleichmäßiger Hormonspiegel über 3 Wochen
• Geringe Östrogendosis
• Gute Zykluskontrolle
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall / Erbrechen beeinträchtigt.
• Scheidenentzündung möglich.*
• Fremdkörpergefühl möglich (selten).*
Für wen
• Für gesunde Frauen, für die kom­binierte hormonelle Verhütungsmittel in Frage kommen.
• Nicht für stillende Mütter, starke Raucherinnen, stark übergewich­tige Frauen und bei einigen Grund­erkrankungen.*
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
Nebenwirkungen
• Bei allen hormonellen Verhütungsmethoden, bei denen zwei Hormone, ein Östrogen und ein Gestagen, kombiniert werden, ist das Risiko
für die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombose) erhöht.*
* Zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
34 Die 3-Monats-Spritze: Östrogenfrei mit einem Gestagen
35
Bei der 3-Monats-Spritze bildet sich durch das Einspritzen von Gestagen
(entweder in den Gesäßmuskel oder unter die Haut) ein Depot, das drei
Monate lang kontinuierlich das Hormon freisetzt.
Es ist nicht möglich, das Präparat bei etwaigen Nebenwirkungen sofort abzusetzen, da das Gestagendepot erst nach drei Monaten vollständig abgebaut ist. Nach dem Absetzen kann es mehrere Monate bis zu einem Jahr
dauern, bis wieder ein Eisprung und ein regelmäßiger Zyklus eintreten. Für
Frauen, die nur vorübergehend verhüten und danach schnell schwanger
werden möchten, ist die 3-Monats-Spritze daher nicht geeignet. Zudem kann
die 3-Monats-Spritze bei Langzeitanwendung zur Abnahme der Knochendichte und damit zur Zunahme des Osteoporoserisikos führen.
Die Spritze sollte nur bei Frauen mit normalem Zyklus, für die andere Methoden ungeeignet sind, z. B. wegen Magen-Darm-Beschwerden, Östrogenunverträglichkeit oder unzuverlässiger Pilleneinnahme verwendet werden.
Die 3-MonatsSpritze: Östrogenfrei
mit einem Gestagen
Steckbrief: Die 3-Monats-Spritze: Östrogenfrei mit einem Gestagen
Pearl-Index#
0,3 – 1,4
Wirkweise
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird.
Anwendung
•Die Injektion erfolgt alle 3 Monate (12 – 14 Wochen) in den Muskel oder unter die Haut, abhängig vom Präparat.
• Zuverlässige Methode.
• Anwendung alle drei Monate.
• Östrogenfrei.
• Gleichmäßige Gestagendosierung.
• Während der Stillzeit anwendbar.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall / Erbrechen beeinträchtigt.
• Sollte vom Arzt oder von medi­zinischem Fachpersonal gespritzt werden.
• Entfernung der Hormondosis nicht möglich (Depot­wirkung).
• Fruchtbarkeit kommt möglicherweise erst verzögert zurück.*
• Bei Langzeitanwendung kann es bei Frauen aller Altersgruppen zu einer Verringerung der Knochen­dichte kommen.*
• Änderung des Blutungsmusters möglich (keine monat­liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
Für wen
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke Raucherinnen und stark über­gewichtige Frauen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Östrogene wünschen.
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
Nebenwirkungen
• Es wird angenommen, dass das Risiko ein Blutgerinnsel zu bilden bei der östrogenfreien Spritze niedriger ist als unter der Anwendung
von kombinierten Ver­hü­tungs­methoden, die auch ein Östrogen enthalten.*
* Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
36 Das Verhütungsstäbchen: Östrogenfrei mit einem Gestagen
Das Verhütungsstäbchen ist ein 4 cm langes und 2 mm dünnes Kunststoffstäbchen, das die Frauenärztin / der Frauenarzt nach örtlicher Betäubung
direkt unter die Haut an der Innenseite des Oberarms einlegt. Es enthält
ein Gestagen, das kontinuierlich über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren
im Körper freigesetzt wird. Das Stäbchen eignet sich für Frauen, die sich
eine langfristige Verhütung wünschen. Es gilt als zuverlässig, Einflüsse wie
Erbrechen und Durchfall beeinträchtigen seine Wirkung nicht. Bei einem
Kinderwunsch oder Unverträglichkeit kann es jederzeit entfernt werden.
37
Das Verhütungsstäbchen:
Östrogenfrei mit
einem Gestagen
Steckbrief: Das Verhütungsstäbchen: Östrogenfrei mit einem Gestagen
Pearl-Index
0,05
Wirkweise
Hauptwirkungen:
• Unterdrückung des Eisprungs.
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird.
Anwendung
• 1 Implantat (im Oberarm) mit einer Liegedauer von bis zu 3 Jahren.
#
• Zuverlässige Methode.
• Anwendung alle drei Jahre.
• Östrogenfrei.
• Gleichmäßige Gestagendosierung.
• Niedrige Gestagendosierung.
• Während der Stillzeit anwendbar.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall / Erbrechen beeinträchtigt.
• Kleiner ambulanter Eingriff mit lokaler Betäubung zum Einsetzen und Entfernen des Stäbchen erforderlich.
• Bei Übergewicht kann sich die Wirkdauer von 3 Jahren ent­sprechend verringern.*
• Änderung des Blutungsmusters möglich (keine monatliche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
Für wen
• F ür Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten sollen, wie z.B. stillende Mütter und starke Rauche­rinnen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Östrogene wünschen.
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
Nebenwirkungen
• Es wird angenommen, dass das Risiko ein Blut­gerinnsel zu bilden bei dem östrogenfreien Stäbchen niedriger ist als unter der Anwendung
von kombinierten Verhütungsmethoden, die auch ein Östrogen enthalten.*
* Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin /Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
38 Die Hormonspirale: Östrogenfrei mit einem Gestagen
39
Die Hormonspirale:
Östrogenfrei mit
einem Gestagen
Die Hormonspirale bietet einen ähnlichen Grad an Zuverlässigkeit wie die
klassische Pille. Der kleine Kunststoffzylinder wird – meist während der
Regel, weil dann der Gebärmutterhals geweitet ist – von der Frauenärztin /
dem Frauenarzt in die Gebär­mutter eingesetzt. Er verbleibt dort je nach
Produkt bis zu fünf Jahre. Dabei gibt die Spirale das Gestagen in niedriger
Dosierung kontinuierlich in die Gebärmutter ab. Bei Unver­träglichkeit
oder Kinderwunsch kann die Spirale jederzeit entfernt werden.
Steckbrief: Die Hormonspirale: Östrogenfrei mit einem Gestagen
Pearl-Index#
0,2 – 0,3
Wirkweise
Hauptwirkung:
• Erhöht die Undurchlässigkeit des Gebärmutterhalsschleims, wodurch das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter erschwert wird.
Anwendung
• Die maximale Liegedauer beträgt je nach Produkt 3 bis 5 Jahre.
• Zuverlässige Methode.
• Anwendung alle 3 bis 5 Jahre.
• Östrogenfrei.
• Gleichmäßige Gestagendosierung.
• Niedrige Gestagendosierung.
• Während der Stillzeit anwendbar.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall / Erbrechen beeinträchtigt.
• Muss vom Arzt eingesetzt und entfernt werden.
• Regelmäßige Ultraschallkontrolle empfohlen.
• Änderung des Blutungsmusters möglich (keine monat­liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
Für wen
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke Raucherinnen und stark über­gewichtige Frauen.*
• F ür Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• F ür Frauen, die keine Östrogene wünschen.
• F ür Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
Nebenwirkungen
• Es wird angenommen, dass das Risiko ein Blutgerinnsel zu bilden bei den östrogen­freien Verhütungsspiralen niedriger ist als unter der
Anwendung von kombinierten Verhütungs­methoden, die auch ein Östrogen enthalten.*
* Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
40 Nicht-hormonelle Verhütungsmethoden
41
Nichthormonelle
Verhütungsmethoden
GRUNDSÄTZLICHES ZUR NICHT-HORMONELLEN VERHÜTUNG
Für die meisten Frauen ist die Pille das Verhütungsmittel erster Wahl. Nicht jede Frau verträgt jedoch
hormonelle Präparate gleich gut. Daher gibt es eine Vielzahl mechanischer, chemischer, natürlicher oder
chirurgischer Alternativen.
Mechanische Verhütungsmethoden sollen mittels einer Barriere den Kontakt zwischen Spermien und Ei­
zelle verhindern. „Klassisches“, einfachstes und gängigstes Verhütungsmittel ist das Kondom. Weitere zur
Selbstanwendung verfügbare Barrieremethoden sind das Diaphragma und die Portiokappe. Ein weiteres
mechanisches Verhütungsmittel ist die Kupferspirale, welche allerdings vom Facharzt eingesetzt werden muss.
Die Zuverlässigkeit der verschiedenen mechanischen Methoden variiert stark. Allen, bis auf die Kupfer­
spirale, ist gemeinsam, dass ihre korrekte Anwendung viel Disziplin und Erfahrung erfordert. Darin stecken
schwer kalkulierbare Unzuverlässigkeitsfaktoren, die auch zu stark variierenden Pearl-Indices führen.
Chemische Verhütungsmethoden gibt es in Apotheken und Drogerien in Form von Salben, Gelen, Zäpfchen,
Schaum oder Sprays zu kaufen. Alle haben eine spermienabtötende Wirkung und müssen jeweils vor dem
Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden. Um eine höhere kontrazeptive Sicherheit zu erlangen,
werden auch manche der mechanischen und chemischen Verhütungsmethoden miteinander kombiniert.
Natürliche Verhütungsmethoden beruhen auf der Beobachtung des Monatszyklus, um die fruchtbaren Tage
bestimmen zu können. Voraussetzung dafür ist ein stabiler Zyklus.
Zu den operativen Verhütungsmethoden zählen chirurgische Eingriffe wie die Sterilisation des Mannes
oder der Frau.
42 Das Kondom: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung)
Das Kondom, auch Präservativ genannt, ist neben der Pille das wohl am
häufigsten verwendete und bekannteste Verhütungsmittel. Es hindert die
männlichen Samenzellen am Vordringen in den weiblichen Körper. Dazu
wird es vor dem Geschlechts­verkehr über den erigierten Penis gestreift,
wo es auch bis zum Samenerguss bleiben muss. An der Spitze des Kondoms fängt eine kleine Kammer (Reservoir) die Samen­flüssigkeit auf.
Richtig angewandt ist das Kondom eine effektive Verhütungsmethode.
Und es ist das einzige Verhütungsmittel, das vor sexuell übertragbaren
Krankheiten wie zum Beispiel AIDS (Erreger: HI-Virus) schützen kann.
Die korrekte Anwendung muss allerdings vorher geübt werden, sonst
passieren sehr leicht Fehler, die zu einer ungewollten Schwangerschaft
führen können.
43
Das Kondom:
Östrogen- und
Gestagenfrei
(mechanische Verhütung)
Steckbrief: Das Kondom: Östrogen- und Gestagenfrei
Pearl-Index#
2 – 12
Wirkweise
Hauptwirkung:
• Verhindert den Eintritt der Samenzellen in den Körper der Frau.
Anwendung
• Bei Bedarf wird das Kondom vor dem Geschlechts­verkehr über den erigierten Penis geschoben.
• Rezeptfrei und an vielen Stellen erhältlich.
• Frei von hormonellen Risiken.
• Effektiv bei konsequenter und korrekter Anwendung.
• Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
• Kontrazeption durch den Mann.
• Mäßiger Verhütungsschutz durch viele Anwendungsfehler.
• Kann beim Sex stören.
• Bei einer Latexallergie nicht anwendbar.
• Einige Befeuchtungsmittel in Kondomen enthalten samenabtötende Substanzen, die den Schutz erhöhen sollen. Sie können die Haut
des Penis reizen.*
Für wen
• Für Männer und Frauen mit dem Wunsch, sich vor sexuell übertragbaren Krank­heiten einschließlich der Infektion mit HIV (AIDS) zu schützen.
• Für Männer und Frauen mit wechselnden Geschlechts­partnern.
Nebenwirkungen
* Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie bitte die Produktinformation der einzelnen Hersteller und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
44 Die Kupferspirale: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung)
Das Intrauterinpessar (IUP), wie die Spirale auch genannt wird, ist ein Toder hufeisenförmiger Kunststoffkörper, dessen Mittelstück mit Kupferdraht
umwickelt ist. Seine Form dient zur zuverlässigen Platzierung der Spirale in
der Gebärmutter und auch, um sie wieder leicht entfernen zu können. Die
Spirale wird von der Frauenärztin / dem Frauenarzt direkt in die Gebärmutter
eingesetzt – meist während der Periode, da in dieser Zeit der Gebärmutterhals geweitet ist. Nach 3 bis spätestens 5 Jahren wird die Spirale entfernt.
Die Wirkweise der Spirale beruht auf einer hemmenden Wirkung der Kupfer­
ionen, die die Beweglichkeit und Lebensdauer der Samenzellen verringern.
Zudem verursacht die Spirale als Fremdkörper eine sterile Entzündungs­
reaktion, durch die sich die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut
verändert. Frauen, die sich zur Empfängnisverhütung eine Spirale einsetzen
lassen, sollten den korrekten Sitz regelmäßig überprüfen lassen. Ihre Lage
sollte sechs Wochen nach der Einlage und im weiteren Verlauf alle sechs
Monate mit Hilfe von Ultraschall kontrolliert werden. Manchmal kann eine
Spirale ihre Lage verändern und verrutschen oder ausgestoßen werden.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind daher wichtig – auch, um eine
sichere Empfängnisverhütung zu gewährleisen.
45
Die Kupferspirale:
Östrogen- und
Gestagenfrei
(mechanische Verhütung)
Steckbrief: Die Kupferspirale: Östrogen- und Gestagenfrei
Pearl-Index#
0,9 – 3
Wirkweise
Hauptwirkungen:
• Kupfer hat eine spermienabtötende Wirkung.
• Stört die Spermien-Eizelle-Annäherung.
• Verhindert die Einnistung der Eizelle in die Gebär­mutterschleimhaut.
Anwendung
• Wird von einem Facharzt in die Gebärmutter eingesetzt.
• Die Spirale kann bis zu 5 Jahre in der Gebärmutter bleiben.
• Anwendung alle 5 Jahre (je nach Produkt).
• Hormonfrei.
• Während der Stillzeit anwendbar.
• Die Zuverlässigkeit wird nicht durch Durchfall / Erbrechen beeinträchtigt.
• Muss vom Arzt eingesetzt und entfernt werden.
• Regelmäßige Ultraschallkontrolle empfohlen.
• Änderung des Blutungsmuster möglich (keine monat­liche Blutung, ggf. Zwischenblutungen).*
• Besonders in den ersten Monaten kann es zur Ab­stoßung der Spirale kommen.
• Erhöhtes Risiko für Unterleibs­infektionen.*
Für wen
• Für Frauen, die auf die Gabe von Östrogen verzichten sollen, wie z.B. stillende Mütter, starke Rauche­rinnen und stark über­gewichtige Frauen.*
• Für Frauen, die keine Östrogene vertragen.
• Für Frauen, die keine Hormone wünschen.
• Für Frauen, die keine tägliche Einnahme wünschen.
Nebenwirkungen
* Zu weiteren Risiken und Neben­wirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder Apotheker.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
46 Das Diaphragma: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung)
Das (Scheiden-) Diaphragma ist eine Kappe, die aus einem elastischen
Ring mit einer gewölbten Latexmembran besteht. Es muss bei jedem Verkehr höchstens 2 Stunden vorher tief in die Scheide zwischen dem hinteren
Scheidengewölbe und Schambein eingeführt werden, wo es verhindert,
dass die Spermien in die Gebärmutter eindringen. Vor dem ersten Gebrauch
sollte der Einsatz des Diaphragma geübt werden. Die passende Größe muss
individuell von der Frauenärztin / dem Frauenarzt oder einer Hebamme angepasst werden. Geburten oder eine Gewichtsveränderung ab 3 kg machen
eine Überprüfung der Größe erforderlich. Richtig angepasst und eingesetzt
ist das Diaphragma von beiden Partnern nicht zu spüren.
Eine ausreichende empfängnisverhütende Wirkung ist allerdings nur gegeben, wenn gleichzeitig Spermizide (Spermien-abtötende Mittel) verwendet
werden und das Diaphragma frühestens acht Stunden nach dem Geschlechtsverkehr entfernt wird, da die Spermien mindestens so lange lebensfähig sind.
Bei richtiger Anwendung und Anpassung gilt das Diaphragma als effektive
Verhütungsmethode und kann bis zu 5 Jahren verwendet werden. Wegen
der umständlichen Anwendung und der relativ vielen Unsicherheitsfaktoren
wird es heute nur noch selten verwendet.
47
Das Diaphragma:
Östrogenund Gestagenfrei
(mechanische Verhütung)
Steckbrief: Das Diaphragma: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung)
Pearl-Index#
1 – 20
Wirkweise
Hauptwirkung:
• Verhindert das Eindringen der Spermien in die Gebärmutter.
Anwendung
• Bei Bedarf wird das Diaphragma unmittelbar oder höchstens 2 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt und verbleibt noch ca. 8 Stunden nach dem Geschlechtsakt im Körper. Das Diaphragma sollte vorher mit einem Spermien abtötenden Gel
eingerieben werden, da dadurch die Sicherheit erhöht wird. Nach dem Einsetzen sollte durch Tasten überprüft werden, ob das Diaphragma richtig über dem Muttermund sitzt. Er muss durch die Gummihaut hindurch tastbar sein.
• Anwendung bei Bedarf.
• Leicht einzusetzen und effektiv bei konsequenter und korrekter Anwendung.
• Keine Hormonbelastung.
• Entfernung frühestens ca. 8 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr wegen der langen Lebensfähigkeit der Spermien.
• Der exakte Sitz ist für die kontrazeptive Sicherheit wichtig.
• Die richtige Größe muss vom Arzt individuell angepasst werden.
Für wen
• Für Frauen, die gelegentlich Geschlechtsverkehr haben und deshalb nicht dauerhaft verhüten möchten.
• Für Frauen, die die hormonelle Verhütung nicht vertragen
• Für Frauen, die ein gutes Körpergefühl haben und in der Lage sind das Einführen durchzuführen und den richtigen Sitz des Pessars
zu überprüfen. Beides erfordert allerdings Übung und Erfahrung.
Nebenwirkungen
• Gelegentlich vermehrter Ausfluss aus der Scheide (Flour).
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
48 Die Portiokappe: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung)
49
Die Portiokappe:
Östrogenund Gestagenfrei
Die Portiokappe ist eine Alternative zum Diaphragma. Die weiche, glocken­
förmige Latex- oder Silikonkappe muss vor dem Geschlechtsverkehr in die
Scheide eingeführt werden. Dort dichtet sie wie eine Kappe den Muttermund (Portio) ab und verhindert, dass Spermien bis zur Eizelle vordringen.
Wie beim Diaphragma müssen die Größe und Form der Portiokappe von
der Frauenärztin / dem Frauenarzt oder einer Hebamme individuell bestimmt werden.
Nachteil der Portiokappe ist die schwierige Anwendung, die etwas Routine
erfordert. Deshalb sollte vor der ersten Anwendung geübt werden. Dies erhöht die Sicherheit und beruhigt. Richtig angewandt kann die Portiokappe
einen effektiven Verhütungsschutz bieten.
(mechanische Verhütung)
Steckbrief: Die Portiokappe: Östrogen- und Gestagenfrei (mechanische Verhütung)
Pearl-Index#
6
Wirkweise
• Bedeckt den Muttermund. So wird verhindert, dass die Spermien in die Gebärmutter eindringen.
Anwendung
• Die Portiokappe wird vor dem Geschlechtsverkehr mit dem vorderen Ende tief in die Scheide eingeführt und über den Muttermund
gestülpt. Sie saugt sich dort fest und verschließt so den Spermien den Weg.
• Anwendung nur bei Bedarf.
• Keine Hormonbelastung.
• Entfernung frühestens ca. 8 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr wegen der langen Lebensfähigkeit der Spermien.
• Der exakte Sitz ist für die kontrazeptive Sicherheit wichtig.
• Die richtige Größe muss vom Arzt individuell angepasst werden.
• Das Einsetzen und Entfernen erfordert Zeit und Übung.
Für wen
• Für Frauen, die gelegentlich Geschlechtsverkehr haben und deshalb nicht dauerhaft verhüten möchten.
• Für Frauen, die die hormonelle Verhütung nicht vertragen
• F ür Frauen, die ein gutes Körpergefühl haben und in der Lage sind das Einführen durchzuführen und den richtigen Sitz des Pessars
zu überprüfen. Beides erfordert allerdings Übung und Erfahrung.
Nebenwirkungen
• Lokale Unverträglichkeiten.
•M
ögliche Allergien gegen Gummi oder Latex (je nach Modell).
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
50 Spermizide: chemische Verhütung
Chemische Verhütungsmittel wie Spermizide (Spermien-abtötende Mittel)
müssen mindestens zehn Minuten vor dem Geschlechtsverkehr tief in die
Scheide eingeführt werden. Die chemischen Verhütungsmittel gibt es als
Salben, Cremes, Gels, Schaumsprays, Zäpfchen oder als Vaginalfilm. Die
meisten Substanzen haben ursprünglich einen wachs- oder gelartigen Zustand, schmelzen durch die Körperwärme und verwandeln sich in einen zähen Schleim oder Schaum, der eine Sperre für die Samenzellen bildet. Zusätzlich enthalten chemische Verhütungsmittel Substanzen, die bewirken,
dass Spermien bewegungs­unfähig oder abgetötet werden. Ihre verhütende
Wirkung hält jedoch nur für einen Samenerguss an und ist nicht sehr zuverlässig. Daher sollten chemische Verhütungsmittel immer in Verbindung mit
Barrieremethoden verwendet werden. Manche Kombinationen vertragen
sich dabei allerdings nicht, da Produkte auf Öl- oder Fettbasis die Gummiwände von Kondomen, Diaphragmas oder Protiokappen angreifen können
und so für Spermien durchgängig machen. Bitte fragen Sie dazu Ihre Frauenärztin / Ihren Frauenarzt oder Ihren Apotheker. Generell kann man chemische Verhütungsmittel als relativ unzuverlässig bezeichnen.
51
Spermizide:
chemische Verhütung
Steckbrief: Spermizide: chemische Verhütung
Pearl-Index#
3 – 25
Wirkweise
• In der Scheide werden die Mittel in einen zähen Schleim oder Schaum umgewandelt, der eine Sperre für die Samenzellen bildet.
Die gängigsten Wirkstoffe in den Spermiziden töten die Spermien ab und machen sie bewegungsunfähig.
Anwendung
• Das jeweilige Mittel muss mindestens 10 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr tief in die Scheide (möglichst nah an den Muttermund)
eingeführt werden. Dort entfalten sie ihre verhütende Wirkung, die nur für einen Samenerguss anhält, am besten.
• Anwendung nur bei Bedarf.
• Kein Eingriff in den Hormonhaushalt.
• Geringer kontrazeptiver Schutz. Sollten am besten mit einer mechanischen Verhütungsmethode kombiniert werden, aber Achtung:
Spermizide können Kunststoffe angreifen.
• Verhütende Wirkung hält nur ca. eine Stunde.
Für wen
• Für Frauen, die gelegentlich Geschlechtsverkehr haben und deshalb nicht dauerhaft verhüten möchten.
• Für Frauen, die einen Zusatzschutz bei Barrieremethoden (Kondom, Diaphragma oder Portiokappe) benötigen oder verwenden wollen.
• Für Frauen, die die hormonelle Verhütung nicht vertragen.
Nebenwirkungen
• Verstärkung des vaginalen Ausflusses (Flour vaginalis).
•M
ögliche lokale Unverträglichkeiten (allergische Reaktionen).
• L okales Wärmegefühl, Brennen, schlechter Geruch.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
52 Symptothermale Methode: natürliche Verhütung
Bei der natürlichen Verhütung (symptothermale Methode) können mithilfe
einer täglichen morgendlichen Temperaturmessung die fruchtbaren Tage
ermittelt werden, an denen dann auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden
sollte. Zudem wird die Konsistenz des Gebärmutterhalsschleims geprüft.
Bei einem regelmäßigen Zyklus lässt sich so die Zahl der unfruchtbaren
Tage im Zyklus auf etwa 7 bis 13 eingrenzen.
53
Symptothermale
Methode:
natürliche Verhütung
Mit dieser natürlichen Methode können Frauen ein gutes Gefühl für den
eigenen Zyklus entwickeln. Krankheiten, Alkoholkonsum, seelische Belastungen oder einfach nur Stress und Überforderung können allerdings zu
Veränderungen im Zyklus führen und die Zu­verlässigkeit der Methode verringern. Zudem erfordert diese Methode ein hohes Maß an Disziplin und
ist vor allem für Paare geeignet, die auf Spontanität im Sexualleben verzichten können.
Es gibt verschiedene Taschen-Computersysteme, die bei der Anwendung
der symptothermalen Methode Unterstützung bieten: Ein Minicomputer
kann mit einem Test­stäbchen die Veränderung der Hormone LH und Östrogen im Urin messen und gibt so Auskunft über die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus.
Steckbrief: Symptothermale Methode: natürliche Verhütung
Pearl-Index
0,3 – 3
Wirkweise
• Es werden die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage der Frau bestimmt.
Anwendung
• Täglich nach dem Aufwachen immer zur selben Zeit (1,5 Stunden Toleranz). Die natürliche Verhütungsmethode basiert auf der
Beobachtung der natürlicherweise bei der Ovulation in Erscheinung tretenden Symptome, wie Temperaturschwankung und
Veränderung des Gebärmutterschleims.
#
• Kein Eingriff in den Hormonhaushalt.
• Keine Hormonbelastung.
• Entwicklung eines guten Körpergefühls.
• Kann mit Computern unterstützt werden.
• Hängt stark von der Motivation ab.
• Aufwendige Lernphase (12 Zyklen beobachten).
• Einschränkung der sexuellen Spontanität.
• Zyklus kann sich durch Stress, Reisen, Alkoholkonsum oder Erkrankungen ändern.
Für wen
• Für Frauen, die diese Methode gründlich erlernt und ihren Zyklus/Körper kennengelernt haben.
• Für Frauen, die mit einem eingeschränkt spontanen Sexualleben umgehen können.
• Für Frauen, die die hormonelle Verhütung nicht vertragen.
Nebenwirkungen
• Keine.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
54 Sterilisation: operative Verhütung
Kaum mehr ein Zurück gibt es bei der Sterilisation, einem operativen Eingriff, der eine dauerhafte Unfruchtbarkeit zur Folge hat. Bei der Frau werden
dazu die Eileiter, beim Mann die Samenleiter chirurgisch unterbrochen bzw.
funktionsunfähig gemacht. Die hormonproduzierenden Drüsen – Eierstöcke
und Hoden – bleiben unangetastet. Durch die Operation wird den Eizellen
bzw. Samenzellen lediglich der Durchgang versperrt.
55
Sterilisation:
operative Verhütung
Rein medizinisch gesehen ist der Eingriff beim Mann viel weniger aufwendig als bei einer Frau. Die Samenleiter des Mannes sind von außen durch
einen kleinen Schnitt zu erreichen, so dass sich der Eingriff ambulant und
unter örtlicher Betäubung durchführen lässt. Die Sterilisation bei der Frau
wird unter Vollnarkose entweder stationär oder ambulant durchgeführt.
Weil die Sterilisation nur sehr schwer und mit schlechten Erfolgsaussichten
rückgängig gemacht werden kann, sollte dieser Schritt gut überlegt und
erst nach abgeschlossener Familienplanung in Erwägung gezogen werden.
Steckbrief: Sterilisation: operative Verhütung
Pearl-Index
0,1
Wirkweise
• Mechanische Unterbrechung des Samenleiters des Mannes bzw. des Eileiters der Frau.
Anwendung
• Einmalige Operation.
#
• Der normale Zyklus der Frau bleibt bestehen.
• Keine Hormonbelastung.
• Relativ einfacher Eingriff beim Mann.
• Kann nur sehr schwer rückgängig gemacht werden.
• Beim Mann dauert es bis zu 5 Monate, bis keine Spermien mehr im Ejakulat nachweisbar sind.
Für wen
• Für Männer und Frauen, die mit der Familienplanung abgeschlossen haben und nicht das Risiko einer Operation scheuen.
Nebenwirkungen
• Operative Risiken.
• Mögliche psychische Probleme bei Frau und Mann.
# Der Pearl-Index ist das Beurteilungsmaß für die Sicherheit / Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln: je kleiner der Pearl-Index, desto sicherer die Verhütungsmethode.
Wenden 100 Frauen ein Jahr lang das gleiche Verhütungsmittel an und treten in diesem Zeitraum drei Schwangerschaften auf, so beträgt der Pearl-Index 3.
56 Zu guter Letzt
DANKE FÜR IHR INTERESSE
Wir hoffen, dass wir Ihnen das Thema Empfängnisverhütung verständlich
und anschaulich nähergebracht haben und Sie bei der Auswahl der für Sie
passenden Verhütungsmethode unterstützen konnten. Bei allen weiteren
Fragen, die Ihre Verhütungswahl oder Ihre Gesundheit betreffen, wenden
Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt.
Auch weisen wir darauf hin, dass diese Broschüre bei aller Sorgfalt keinen
Anspruch auf Vollständigkeit ihrer Inhalte erhebt.
Sie wünschen weitere Informationen?
Dann wenden Sie sich gerne an das MSD Infocenter unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 – 673 673 673. Unsere Servicezeiten sind
Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 18:00 Uhr und Freitag von 8:00 bis
17:00 Uhr. Oder Sie senden uns einfach eine E-Mail an infocenter@msd.de.
Im Internet – z. B. auf unserer Website www.femaleaffairs.de oder auf
www.frauenaerzte-im-netz.de (herausgegeben vom Bundesverband der
Frauenärzte e. V.) – finden Sie weitere umfangreiche Informationen zum
Thema Verhütung.
Zu guter Letzt
WOMN-1033645-0006 12/14
MSD SHARP & DOHME GMBH, Lindenplatz 1, 85540 Haar, www.msd.de
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