Geologische Kartierung des östlichen Westerwaldes zwischen

Werbung
Geologische Kartierung des östlichen Westerwaldes zwischen Haiger
und Flughafen Siegerland, Rheinisches Schiefergebirge, Deutschland
BJÖRN GOLDSCHMIDT
Kartierung: 77 Seiten
Kurzfassung:
Die in dieser Arbeit kartierte Region umfasst ein ca. 40 km2 großes Areal im nordöstlichen
Westerwald, südwestlich des Dilltals. Die Region ist Teil des Rhenoherzynikums und gehört
somit zu den Varisziden, die einen Großteil der mitteleuropäischen Gebirge umfassen.
Die anstehenden devonischen und unter-karbonischen Gesteine zeigen eine ausgeprägte
Schieferung mit einer nordöstlich-südwestlichen Streichrichtung. Diese ist typisch für die Formationen der Mittelgebirgsregion Deutschlands und wird oft als herzynische Streichrichtung bezeichnet.
Die Schichten der anstehenden devonischen und unter-karbonischen Gesteinsformationen
zeigen eine generelle Einfallsrichtung nach Südosten (varistisches Streichen) mit der Bildung
von Spezialfalten. Das generelle Einfallen der Schichten ist mit der Lage des Arbeitsgebietes
auf der Südostflanke des Siegener Hauptsattels begründet.
Die Klüftungen der Gesteinsformationen zeigen zwei verschiedene Hauptsysteme. Dabei wird
unterschieden in ein NW-SE (herzynisch) streichendes synorogenes System, sowie in ein SWNE (varistisch) streichendes postorogenes System.
Diese Kluftsysteme in Verbindung mit der Bildung des Oberrheingrabens gaben den im Tertiär
aufsteigenden basaltischen Magmen die Möglichkeit, bis an die Erdoberfläche aufzusteigen und
großräumige Basaltplateaus zu bilden (Hoher Westerwald, Siebengebirge sowie Eifel), welche
die devonischen und unter-karbonischen Gesteinsformationen diskordant überdecken konnten.
Geochemische und Petrographische Charakterisierung der vulkanischen Gesteine im östlichen Westerwald und angrenzender Bezirke
BJÖRN GOLDSCHMIDT
Laborarbeit: 86 Seiten
Kurzfassung:
Basierend auf den veröffentlichten Altersdatierungen 1978 bis 1984 wurden im Rahmen einer
Diplomarbeit am Institut für Geowissenschaften (IfG) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
in der Region zwischen östlichem Westerwald und Vogelsberg, Deutschland, vulkanische Gesteine beprobt und analysiert.
Die gewonnenen Proben lassen sich petrographisch als Basanite, Picrobasalte, Basalte Trachybasalte und Trachyte klassifizieren. Aufgrund der fraktionierten Kristallisation sind die Gesteine petrogenetisch miteinander verwandt. Die bestimmenden Mineralphasen der Fraktionierung sind Klinopyroxen und Olivin. In den höher entwickelten Gesteinstypen kristallisieren und
fraktionieren zudem Spinelle (Magnetit und Titanomagnetit) sowie Apatit. Feldspäte spielen nur
eine untergeordnete Rolle. Die Kristallisation setzt bei den primitiven Gesteinen bei ca. 1350°C
auf Krustenniveau ein.
Das Magma wurde durch 0,3% bis 3% Aufschmelzung aus einer primitiven bis LSEE geringfügig angereicherten Mantelquelle generiert. Bei höher entwickelten Gesteinen kommt es wahrscheinlich durch langes Verweilen in der Kruste zu einer Kontamination durch Krustengestein.
Der Ursprung der vulkanischen Tätigkeit in der Region lässt sich mit adiabatischer Aufschmelzung während des Riftings aufgrund einer durch das Mitteleuropäische Grabensystem ausgedünnten Lithosphäre begründen.
Ein Vergleich mit geochemischen Analysen von Gesteinen aus den Regionen Eifel, Vogelberg
und Rhön lässt eine vergleichbare Ursache für die Genese der Gesteine annehmen. Entwickelte Gesteinstypen, wie sie im südlichen Westerwald anzutreffen sind, wurden jedoch in diesen
Regionen bisher nicht beschrieben.
Herunterladen