Jetzt beginnt die Frische- Vitamine-Kräuter-Zeit

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Biogarten
BIvonOkGARTEN
arl ploberger
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Sieben Tipps für einen
würzigen Erfolg
Tipp
1. DER SONNIGSTE PLATZ IST DER BESTE:
Ob am Balkon oder im Garten. Kräuter sind Sonnenkinder.
Je mehr Sonnenschein, desto intensiver sind die ätherischen Öle,
die sich in den Blättern bilden.
2. KIESIGE ERDE:
Jetzt beginnt
die FrischeVitamine-Kräuter-Zeit
GANZ GENÜGSAM:
KRÄUTER
Ein magerer Boden mit Kies und Sand
durchmischt, wenig Nährstoffe und auch
nicht zu viel an Wasser – das ist der Boden auf dem die würzigsten mediterranen
Kräuter wachsen. Rosmarin, Salbei oder
Thymian sind wahre Hungerkünstler und
entwickeln an besonders heißen, sonnigen Plätzen im Garten oder auch im Balkonkisterl die intensivste Würze und die
meisten Inhaltsstoffe.
ALLROUNDER:
SCHNITTLAUCH
Der Schnittlauch gehört zu den beliebtesten Würzkräutern in der
Küche und wächst im
Blumentopf genauso,
wie im Garten. Halbschattige Standorte
mit einer humosen
Erde, in die Hornspäne und zerdrückte
Eierschalen als Kalkversorgung eingearbeitet werden. Damit die Stöcke Kraft
sammeln können, sollte man nach dem
15. August nichts mehr abschneiden.
PETERSILIE –
SO WÄCHST SIE SICHER
Petersilie ist im Garten oft ein wenig
sensibel: Die Samen keimen nur schwer
und werden oft von den Erdflöhen befallen. Der Trick: Saatgut mit Quarzsand
mischen und in ein Konservenglas füllen.
Etwas befeuchten, verschließen und für
einige Tage auf den Heizkörper stellen.
Das Gemisch aus Sand und Samen dann
in die Saatrillen streuen. Die Keimung
erfolgt dann rasch. Anschließend dünn
mit Rasenschnitt mulchen, das mögen
die Erdflöhe nicht.
Ganz wichtig: Petersilie „mag sich selber
nicht“! Erst nach vier bis fünf Jahren wieder an dieselbe Stelle säen oder pflanzen,
sonst gibt es gelbe Blätter und das Würzkräutlein verkümmert.
BASILIKUM:
LIEBT DAS LICHT
Basilikum liebt bei der Aussaat das Licht.
Das Saatgut nur auf der Erdoberfläche
verteilen und leicht andrücken und angießen. In den ersten Tagen sehr warm
halten, bis die Sämlinge ein, zwei Zentimeter groß sind. Von Beginn an ins Licht
stellen. Nur dann keimen die Samen.
DILL:
DER WÄHLERISCHE
Dill ist oft sehr wählerisch, was den
Standort betrifft. Daher hilft ein Trick die
Pflanzen doch zum Wachsen zu bringen.
Saatgut in die Hand geben, an den Rand
des Gemüsegartens stellen und (mit dem
Wind) so in die Luft streuen, dass sie in
die Beete geweht werden. Im ganzen Garten liegen nun die Samen, die genau dort
keimen, wo es ihnen zusagt.
TEEFENCHEL:
HEILENDE ZIERDE
Kaum eine Pflanze ist so dekorativ wie
der Teefenchel. Bis zu zweieinhalb Meter
werden die Stauden hoch und locken mit
ihren zarten Blüten viele Insekten an. In
Blumensträußen sehen diese Doldenblüten sehr dekorativ aus und lässt man die
Samen ausreifen, dann hat man für den
Winter die Grundlage für einen gesunden Tee. Besonders attraktiv ist übrigens
„Bronze-Fenchel“. Im Staudenbeet ist diese Pflanze ein Blickpunkt und für die Bienen ab dem Spätsommer ein Treffpunkt.
Je durchlässiger die Erde ist, desto wohler fühlen sich die Kräuter –
vor allem die mediterranen Pflanzen. Dennoch sollte auf Humus nicht vergessen
werden. Kompost gehört daher in einer dünnen Schicht im Kräutergarten
oberflächlich eingearbeitet.
3. NICHT ÜBERDÜNGEN:
Die meisten Kräuter sind sehr genügsam.
Daher niemals überdüngen – auch nicht mit biologischen Düngern.
Vor allem die „Kinder des Südens“, wie Salbei, Rosmarin, Thymian,
Bohnenkraut oder Lavendel kommen mit wenig Nährstoffen aus,
wachsen kompakter und sind dann auch langlebiger.
Küchenkräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder auch Basilikum benötigen
dagegen ein wenig mehr Dünger – am besten sowohl in der Erde in Form
von Hornspänen, Kompost oder Flüssigdünger.
4. RICHTIG ERNTEN:
der beste Zeitpunkt für die Ernte ist der späte Vormittag an sonnigen Tagen.
Da sind die Blätter vom Tau abgetrocknet und enthalten durch
den Sonnenschein besonders viele Inhaltsstoffe.
5. BODEN MULCHEN:
Die Erde im Kräutergarten oder auch im Kräuterkisterl sollte immer bedeckt,
also gemulcht sein. Bei den Küchenkräutern verwendet man
dazu Rasenschnitt, bei den mediterranen Kräutern Kies oder Tongranulat.
6. MISCHKULTUR AUSPROBIEREN:
Kräuter sind keine Einzelgänger, sie lieben die bunte Mischung.
Anis gehört zum Beispiel zu den Erdäpfeln, Lavendel zu den Rosen,
Bohnenkraut zu den Bohnen oder die Eberraute als kleine Hecke um die Kohlgewächse, weil sie die Weiße Fliege und auch Schnecken abhält.
7. REGELMÄSSIG SCHNEIDEN:
Viele mehrjährige Kräuter – wie Lavendel, Rosmarin oder Thymian wachsen nur
dann kompakt, wenn sie alljährlich kräftig zurückgeschnitten werden.
Einmal zu groß gewordener Lavendel kann aber nicht mehr geschnitten
werden – er treibt aus dem alten Holz kaum noch aus.
APRIL 2016 I
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