Max Weber 1864-1920

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Hierarchisierung der Welt (weltliche
Ordnung und übergeordnete göttliche
Ordnung)
archaische Religion (z.B.
Konfuzianismus)
die weltliche Ordnung spiegelt die göttliche
Ordnung wider, daher die beste aller
möglichen Welten
Der Mensch muß sich dieser Ordnung
anpassen, um das "Gleichgewicht" der Welt
nicht zu stören)
Weltanpassung
Ahnenkult, Gruppenpartikularismus ,
Kollektivismus, Trennung von Binnen- und
Außenmoral
Spannung zwischen göttlicher und
weltlicher Ordnung
Rationalismus der Sinnfindung in der
Einheit mit der göttlichen Ordnung ->
Meditation
Hinduismus
"Versöhnung" mit der Welt
Diesseitiges Leben ist vergänglich und bringt Leid
Ursache für Leid sind Lebensgier und
Überlebenskampf
Ende des Leids durch Ende der Lebensgier
vollkommene Einsicht in den Ursprung des
Leidens in der Gier nach Leben
welt-immanente Lösung (ewige Ordn u n g
ohne Ungerechtigkeit und Leid, erst der
Mensch greift mit seinen weltlichen
Sehnsüchten in die Welt ein)
vollkommene Bereitschaft, auf individuelle
Sehnsüchte zu verzichten
4 Wahrheiten
vollkommene Rede durch Kontrolle der Leidensch a f t e n
vollkommene Lebensführung durc h
Vermeidung des Erfolgstrebens
Pfad zum Ende des Leids ist der 8-fache
Pfad zur Erlösung
Budhismus
Sakralisierung des Lebens
vollständige Konzentration auf den Weg zur Erlösung
Erlangung heiligen Denkens und Fühlens
Eintreten in den ewigen Frieden des
Nirwana durch vollkommene Konzentrat i o n
Rationalismus der Sinnfindung in der
Einheit mit dem ewigen Frieden des
Nirwana durch Rückzug von der Welt
Problem der Theodizee (perfekte göttliche
Ordnung und unvollkommene Welt)
Weltflucht
Monotheismus
Ethische Religion
Sündenfall -> Welt gilt als schlecht (böse)
Aktivismus
Judentum
Befolgung der Gebote, Eingreifen in die Welt
Rationalismus als aktives Eingreifen in die
Welt nach ethischen Geboten
ethischer Partikularismus
Monotheismus
kein aktives Eingreifen in die Welt
welt-transzendente Lösung
Rationalismus als Anpassung an die Welt
und Einheit mit Gott in mystischer
Kontemplation
Weltversöhnung
Christentum
Paulinische Mission
ethischer Universalismus
hellenistische Philosophie des Naturre c h t s
Naturrecht als Vermittler zwischen göttlicher
und weltlicher Ordnung
keine Spannung zwischen Gott und Welt
innerweltlicher Mystizismus
innerer Frieden bei gleichzeitiger Teiln a h m e
am innerweltlichen Leben
Vorder- und Hinterwelt
(sichtbar/nicht-sichtbar)
magischer Instrumentalismus
Magie
Problem der Erlösung (wie überwinde ich
die unvollkommene Welt)
Magier als Praktiker
außerweltlicher Mystizismus
innerweltlicher Asketismus
Die erste und grundlegende Einwirkung
"religiöser" Vorstellungen auf die
Lebensführung ist stereotypisierend (das
Handeln wird in eine bestimmte "Form"
gebracht)
konstitutive Sinnstiftung
außerweltlicher Asketismus
innerer Frieden durch Rückzug aus dem
weltlichen Leben
ethisch richtiges Verhalten in der Welt
asketischer Rückzug aus dem weltlichen Leben
Religion und methodische
Lebensführung
rationale Theorie
Funktion von Religion
rationale Wissenschaft
rationales Experiment
rationale Beweisführung
Tradition
affektueller Bindung
formal rational: effiziente Allokation von
knappen Ressourcen an gegebene
Bedürfnisse
Legitimität einer sozialen Ordnung
wertrationaler Glauben
Legalität
nur durch Kaufkraft artikulierte Bedürfnisse werden befriedigt
Profit um seiner selbst willen
rationale Organisation
Magie
Kultur
Religion
material irrational
schafft erst die Bedürfnisse, die
wiederumökonomisch befriedigt werd e n
können
an "Sinn"
säkularisierte Kultur
wertrational
Belohnung nur von wirtschaftlicher Leistung
Kontrolle durch Recht
Orientierung des Verhaltens
zweckrational
Selbstdisziplin
"soziales Handeln" (Idealtypen)
Ressourcenmobilisierung zu de n
niedrigsten Kosten
am Verhalten anderer
affektuell
traditional
Information
freie Lohnarbeit
soziales Handeln
Sitte (strengere Sanktionen)
leistungsfähige Arbeitsorganisat i o n
rationale Wirtschaft
Brauch (Gewohnheiten)
rationale ökonomische Handlung e n
Regelmäßigkeiten
Voraussetzungen
privates Eigentum an Produktionsmitteln
freie unternehmerische Entscheidung
Marktfreiheit
Konvention
Recht
Nutzenkalkulation
Marktkonkurrenz
Markttausch
Macht
Kampf
Geldrechnung
Herrschaft
Konkurrenz
Handeln
Typen
Preisinstabilität (Inflation, Deflation)
Vergemeinschaftung
Wachstumskrisen (Rezession)
periodische Krisen
Vergesellschaftung
Arbeitslosigkeit
offen
aussenwirtschaftliche Ungleichgewi c h t e
autonom
Wissenschaft und Technik
heteronom
Unterstützung durch andere Institutionen
Rechtssystem
autokephal
heterokephal
Wirtschaftspolitik und rationale Bürokratie
soziale Beziehung
rationale Verfahren der
Entscheidungsfindun g
Betriebsverband (Ausrichtung auf
spezifische Ziele)
Verband
Verein (basiert auf Vereinbarung und
freiwilliger Mitgliedschaft)
Staat
Anstalt (Ordnung wird innerhalb eines
spezifischen Wirkungskreises jederman n
auferlegt)
Typen
rationales Recht
formale Rationalität
formale Geordnetheit der
Entscheidungsprozess e
Herrschaftsverband (Ordnung wird mittels Macht auferlegt)
hierokratischer Verband
materiale Irrationalität
Natur
Ausdehnung individueller Freiheitsrec h t e
erfasst immer mehr Bereiche des Alltags
mit Rechtsvorschriften, die die indivdiuellen
Handlungsspielräume wieder einschr ä n k e n
Kant
Kultur
Glaube an die Legalität von
Rechtsordnungen und Entscheidungsgew a l t
derjenigen Personen, die zur Herrschaft
berufen wurden
Die Naturwissenschaften galten in der
wissenschaftstheoretischen Debatte des
19. Jahrhunderts nicht wenigen als Inbegriff
und verbindliche Form von
Wissenschaftlichkeit überhaupt. Dies hatte
dazu geführt, dass Disziplinen wie der
Philosophie oder der
Geschichtswissenschaft die
Wissenschaftlichkeit abgesprochen wurde .
Auf diesem Hintergrund steht Wilhelm
Diltheys Bemühen um eine sowohl
inhaltliche als auch methodische
Neubegründung der
Geisteswissenschaften.
Dilthey ist Begründer der Erkenntnistheorie
der Geisteswissenschaften und einer der
Hauptvertreter der hermeneutischen
Wissenschaften (»historische Schule«). Im
Unterschied zu den Naturwissenschaften, in
denen unabhängig vom menschlic h e n
Handeln gegebene Ereignisse du r c h
theoretische Entwürfe (Hypothesen)
systematisiert und erklärt werden, muss der
Geisteswissenschaftler seinen
Gegenstandsbereich dessen Teil er selbst
ist, die symbolischen Zusammenhänge der
gesellschaftlichen und geschichtlich e n
Wirklichkeit des Menschen, durch
Nachvollziehen dieser Lebensäußeru n g e n
verstehen. Seinen Objektbereich findet er
immer schon gegliedert (organisiert) vor,
seine Analyse geht von den Bedeutungen
aus, die Menschen ihrer Welt gegeben
haben und die sich u.a. in Institutionen,
Konventionen des Redens und Handelns,
geltenden moralischen Wertvorstellunge n ,
Kunstwerken dokumentiert haben. Durch
das Erleben fremder Sinnformen und die
nachfolgende Rekonstruktion ihrer
Entstehung, das heißt durch das
hermeneutische Sinnverstehen, das sich
auf die drei Klassen menschlicher
Lebensäußerungen, nämlich sprachli c h e
Ausdrücke, Handlungen und
Erlebnisausdrücke (mimische, gestisch e
und physiognomische Expressionen )
richtet, erlangt der Mensch ein Verständnis
seiner eigenen Geschichtlichkeit, das ihm
den Bezugsrahmen für eine systematische
Interpretation seiner Erfahrung in der
Gegenwart liefern soll.
Legislative
Gewaltenteilung
Max Weber 1864-1920
nomothetische Wissenschaft
Weber: Vermittlung der Positionen
Exekutive
kontinuierlicher Vorgang, der durch Regeln geordnet wird
Ordnung der Entscheidungskompetenze n
Ämterhierarchie
basiert auf technischen und juristischen Regeln
Organisation
rational-legale Herrschaft
jeder Prozeß wird in einem Aktensystem erfaßt
die Verwaltung ist in einer Bürokratie organisiert
politische Entscheidungen lege n d i e
Rechtsregeln fest
Merkmale
auch der Herrscher muß sich an die Regeln halten
das Recht ist keine willkürliche persönliche
Sache des Herrschers, sondern Grundlage
für das Zusammenleben in der Gesellschaft
Dilthey
Gehorsam richtet sich nicht auf eine
Person, sondern auf ein Amt
Ordnung der Entscheidungskompetenze n
Methodologie
Ämterhierarchie
Aktensystem
Ausbildung des Verwaltungsstabs
Berufung in ein Amt
besondere soziale Anerkennung
hauptberufliche Tätigkeit des
Verwaltungsstabs
Berufung durch übergeordnete Autorität
Einstellung auf Lebenszeit
festes Gehalt in Geldform
Laufbahn nach festen Regeln der Beförderung
Entscheidungsfindung nach allgemein e n R e g e l n
südwestdeutsche Schule:
Windelband/Rickert
Expansion der Geldwirtschaft
Ausweitung der Verwaltungsaufgabe n
Konzentration der Verwaltungsmittel beim
Herrscher -> unparteiische Verwaltung
Deduktion/Induktion
rationale Bürokratie
Weber: Entwicklung weiterer
Handlungstypen
der Beamte hat kein Eigentumsrecht auf sein Amt
jedes Gesetz kann mit dem Anspruch auf
seine Befolgung gesatzt werden
Rickert: Prinzip der Wertrelevanz
Weber: weist auf die Relativität des
Wissens hin, lehnt aber den Evolutionismus
der historischen Schule ab
Verwaltungsstab ist nicht Eigentümer der
Verwaltungsmittel
rationale Herrschaft
Rationalisierung der
Lebensbereiche (soziale
Institutionen)
Neukantianismus
universelle/historische Sozialwissensc h a f t
Judikative
Legitimität durch Verfahren
idiographische Wissenschaft
Untersuchung von Phänomenen in Bezug
auf universell gültige Werte
ökonomische Interessen
politische Interessen
Kirche
politischer Verband
Rechtstheoretiker (Wissenschaft)
evolutionäre Herausbildung au s d e m
Gemeinschaftsrecht
geschlossen
Universalität/Relativität der
wissenschaftlichern Ergebniss e
Rahmenbedingungen als Ursache für die
Ausweitung der Bürokratie
Nivellierung der sozialen und
wirtschaftlichen Unterschiede erlaubt die
Verwaltung ohne Rücksicht auf
Statusunterschiede
unverzügliche Reaktion auf externe Anreize
Methodenstreit im 19. Jh. in Deutschland
(klassische Nationalökonomie vs.
historische Schule)
technische Überlegenheit der Verwalt u n g
unterstützt ihre Etablierung
Kalkulierbarkeit der administrativen
Entscheidungsfindun g
technische Ausbildung der Mitarbeiter
Rationalität/Nicht-Rationalität des Hande l n s
Unparteilichkeit
formale Geordnetheit
Weber: Wertfreiheit/Wertbeziehung
Ökonomie als ethische Disziplin oder als Wissenschaft
Vorherrschaft der Bürokratie kann nicht
mehr gebrochen werden
historische
Idealtypen
nivellierende Auswirkungen; abstrakt e
Unparteilichkeit resultiert häufig in
materialer Ungerechtigkeit
klassifikatorische
Kausal-/Sinnadäquan z
Macht der Bürokratie aufgrund Wissen
Soziologie soll heißen: eine Wissenschaft,
welche soziales Handeln deutend
verstehen und dadurch in seinem Ablauf
und seinen Wirkungen ursächlich erklären
will.
materiale Irrationalität
Herrschaft der Bürokratie umso
wahrscheinlicher, je weniger ausglei c h e n d e
Macht des Parlaments
Herrschaft der Bürokratie impliziert
Vorherrschaft des Verwaltungsdenkens
Soziologie:
stahlhartes Gehäuse der Bürokratie
Bürokratie unterdrückt Autonomie des Individuums
Politik als Sphäre des Machtkampfes
partikularer Interessen
Zentrum kollektiver Beratung und
Entscheidungsfindun g
Demokratie bedarf der Führung
Wettbewerb um Wahlstimmen
starkes Parlament zur Kontrolle von
Regierung und Verwaltung
Sozialisation politischer Führer in Parteiien und Komitees
rationale Politik
Kontrolle der politischen Führung
Institutionalisierung einer
Verantwortungsethik (zwischen Machtpoliti k
einerseits und Gesinnungsethik
andererseits)
Nach Weber sollten, um den Widerspruch
zwischen formaler und materialer
Rationalität aufzulösen, ausgleichen d e
Kräfte institutionalisiert werden, die die
formale Rationalität garantieren und
zugleich die schädlichen Folgen bekämpfen
Übereinstimmung zwischen religiös e r u n d
weltlicher Ordnung
Mittelalter
organische Konzeption des Universums als
hierarchisch geordneter Kosmos
Wiederherstellung einer Spannun g
zwischen Gott und Welt
Mittelalter, Reformation und
asketischer Protestantismus
Luther
Lehre von den 2 Reichen
Beruf als "Pflicht"
Prädestinationslehr e
Kapital immer wieder neu investieren, kein
"Rentnerkapitalismus "
Calvinismus
Rationalismus als Handeln in der Welt nach
ethischen Prinzipien
freiwillige Vereinigung in Sekten,
reformierten Kirchen und Denominatio n e n
Aufklärung: Gott wird durch Vernunft "ersetzt"
effiziente Zweck-Mittel Beziehung
Kalkulierbarkeit
Effizienz
formale Rationalität
Merkmale
Voraussagbarkeit
Technologie
Kontrolle über Ungewissheiten
Rationalismus
Moderne okzidentale Kultur
irrationale Konsequenze n
kulturelles Muster:
materiale Rationalität
Zweck-Mittel Beziehung im Kontext einer
Vielzahl von Werten
Weltbild (Kultursystem)
Rationalisierung auf 3 Ebenen
Institutionen (Sozialsystem)
Lebensführung (Persönlichkeitssyste m )
Aktivismus
Individualismus
Universalismus
dialektische Spannung zwischen Idee und Wirklichkeit
Weber.mmap - - - - Prof. Dr. Hans-Jürgen Aretz
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