Stefan Kuster_NewsFlash

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Agenda
1.
2.
3.
4.
Aviäre Influenza A(H7N9)
Novel Coronavirus
Körperwäsche mit Chlorhexidin
Isolationsmassnahmen bei ESBL E.coli
Seite 1
Aviäre Influenza A(H7N9)
Seite 2
Influenza: Hämagglutinin und Neuraminidase
•  Anhaltende Transmission beim Menschen:
H1-3 resp. N1-2
http://www.cdc.gov/h1n1flu/images.htm
Seite 3
Pandemien und zirkulierende Stämme
pH1N1
Palese P. Nat Med. 2004 Dec;10(12 Suppl):S82-7
Seite 4
Angriffspunkte von antiviralen Substanzen
Palese P. Nat Med. 2004 Dec;10(12 Suppl):S82-7
Seite 5
Antigenic shift
http://www.niaid.nih.gov/topics/flu/research/basic/pages/antigenicshiftillustration.aspx
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Aviäre Influenza A(H7N9): Chronologie
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H7N9 erstmals im Menschen nachgewiesen am 19.02.2013
Nachweis in Vögel und Umweltproben von Vogelmärkten
Am 18.04.2013 erstmals in Wildvögeln
Reservoir und Transmissionsmodus unklar
•  Seither:
60 Infektionen
13 (20%) Todesfälle
2 mögliche Cluster in Familien
>1000 asymptomatische Kontaktpersonen
KEIN Nachweis einer anhaltenden Mensch-zu-Mensch Übertragung
http://www.who.int/csr/don/2013_04_15/en/index.html
http://www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=20452
Seite 7
Aviäre Influenza A(H7N9)
•  Sporadische Fälle von milden Infektionen (Konjunktivitis, milde
grippale Symptome) mit aviärer Influenza A(H7) gab es auch früher
schon, diese waren assoziiert mit Outbreaks bei Geflügel
•  N9 zuvor noch nie beim Menschen nachgewiesen
•  A(H7N9) enthält Gene von drei verschiedenen Vogelgrippeviren
•  Genetische Analysen zeigten erhöhte Affinität gegenüber α-2,6Rezeptoren, was die höhere Wahrscheinlichkeit der Infektion von
Säugetieren erklären könnte
•  Die Hämagluttinin-Struktur ist assoziiert mit tiefer Pathogenität in
Vögeln.
http://www.who.int/csr/don/2013_04_15/en/index.html
Seite 8
Aviäre Influenza A(H7N9): Epicurve
•  http://www.who.int/influenza/human_animal_interface/
influenza_h7n9/Data_Reports/en/index.html
http://www.who.int/csr/don/2013_04_15/en/index.html
Seite 9
Aviäre Influenza A(H7N9): Infection Control
http://www.who.int/csr/don/2013_04_15/en/index.html
Seite 10
Novel Coronavirus
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Novel Coronavirus (nCoV): Chronologie
•  nCoV erstmals im Menschen nachgewiesen am 13.06.2012
•  Reservoir und Transmissionsmodus unklar
•  Seither:
17 Infektionen, 11 (65%) Todesfälle
Familiencluster in United Kingdom als Hinweis für Mensch-zuMensch Transmission
Erster Fall in Deutschland am 26.03.2013. 73-jähriger Mann aus den
Vereinigten Arabischen Emiraten, verlegt aus Klinik in Abu Dhabi
nach München am 19.03.2013. Verstorben am 26.03.2013.
http://www.who.int/csr/don/2013_03_26/en/index.html
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Isolationsmassnahmen
•  Tröpfchenisolation
•  Aerogene Isolation bei Aerosol-generierenden Prozeduren
Biosicherheit
http://www.who.int/csr/disease/coronavirus_infections/prevention_control/en/index.html
http://www.who.int/csr/disease/coronavirus_infections/NovelCoronavirus_InterimRecommendationsLaboratoryBiorisk_190213/en/index.html
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Körperwäsche mit Chlorhexidin
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N Engl J Med. 2013 Feb 7;368(6):533-42
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Fragestellung
•  Können tägliche Waschungen mit Chlorhexidin spitalerworbene
Bakteriämien und den Erwerb von multiresistenten Organismen
reduzieren?
Studiendesign
•  Multizentrische, cluster-randomisierte, unverblindete CrossoverStudie
•  9 Intensivstationen und Knochenmarks-Transplantationsstationen in
6 Kliniken
•  2% Chlorhexidin-getränkter Waschlappen vs. Waschlappen ohne
Antiseptikum über 6 Monate, dann crossover auf anderes Produkt
über weiter 6 Monate
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Outcomes
•  Primär: Inzidenzrate (Anzahl/1000 Patiententage) von
spitalassoziieren Bakteriämien
•  Sekundär: Inzidenzrate (Anzahl/1000 Patiententage) von
spitalerworbenen multiresistenten Keimen (MRSA und VRE)
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Resultate
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Resultate
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Resultate: Zeit bis zur Bakteriämie
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Diskussion
PRO
•  Einfach, sicher, kosteneffektiv
•  Reduktion auch von Zentralvenenkatheter-assoziierten bakeriellen
Infektionen und Pilzinfektionen
CONTRA
•  Gefahr der Resistenzentwicklung auf Chlorhexidin, obwohl in der
Studie keine hochgradige Resistenzentwicklung auftrat
•  Hersteller der Chlorhexidin-Waschlappen als Sponsor der Studie
Overdevest I, et al. Emerg Infect Dis 2011; 17:1216–22
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Isolation bei
Escherichia coli ESBL
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Hintergrund
•  Trägertum bei Escherichia coli ESBL ist primär assoziiert mit
gehäuften Vorkommen dieser Keime in Nahrungsmitteln, nur
sekundär via Übertragung durch Kontakt.
•  Übertragung von E.coli ESBL ist häufig assoziiert mit Trägertum,
selten mit klinischer Symptomatik.
•  Oftmals ‘angepasste’ Isolationsmassnahmen bei negativem
Hautscreening für E.coli ESBL
•  Einzelne Spitäler in der Schweiz haben Isolationsmassnahmen bei
E.coli ESBL schon aufgehoben
•  Klebsiella pneumoniae ESBL andererseits führen gehäuft zu
Ausbrüchen klinisch relevanter Infektionen im Spital, speziell auf
Intensivstationen und in der Neonatologie
Overdevest I, et al. Emerg Infect Dis 2011; 17:1216–22
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Literatur
Autor, Journal, Jahr
Kola, J Hosp Infect 2006
Fankhauser, Swiss Med Wkly 2008
Hilty, Clin Infect Dis 2012
Tschudin, Clin Infect Dis 2012
Setting
Keime
Transmissionsrate (%)
MH-Hannover
ESBL
7.9
HUG
ESBL
2.8
Inselspital
Bern
E. coli
K. pneumoniae
4.5
8.3
USB
ESBL
1.5
http://www.who.int/csr/disease/coronavirus_infections/prevention_control/en/index.html
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Vorschlag zum E. coli ESBL Isolationsmanagement
•  Standardmassnahmen statt Isolation am USZ
•  Aktive, prospektive Surveillance für E. coli ESBL
•  Einzelne Abteilungen (Betten- und Intensivstationen) im Turnus
•  Eintritts- und Austrittsscreening aller Patienten per Rektalabstrich
•  Primäre Fragestellung
•  Sekundäre Transmissionsrate
•  Sekundäre Fragestellungen
•  Prävalenz von E.coli ESBL-Trägern bei Eintritt
•  Inzidenz von E.coli ESBL-Trägertum
•  Inzidenz nosokomialer Infektionen durch E.coli ESBL nach
Transmission
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Danke für die Aufmerksamkeit
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