Skript „(Psycho-)Therapie bei Schlafstörungen”

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(PsychoPsycho-)Therapie
bei Schlafstö
Schlafstörungen
Referent:
Dr. Dipl.-Psych. Michael Schreiber
Psychologischer Psychotherapeut
Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf -VKKD
Psychiatrische und Psychotherapeutische Abteilung
Programmübersicht
1. Grundlagen des Schlafes
2. Systematik der Schlafstörungen
3. Diagnostische Methoden bei Schlafstörungen
4. Therapeutische Maßnahmen
1
Ist Schlaf
ein aktiver oder passiver Zustand?
• Schlaf ist keine Bewusstlosigkeit
• Unser Gehirn ist während dieser Zeit sehr aktiv.
Schlaf ist ein aktiver, rhythmisch wiederkehrender
Erholungsvorgang und kein passiver Vorgang.
Schlaf – 2 Zustände unterscheidbar:
•REM-Schlaf: (rapid eye movements = schnelle
Augenbewegungen, Schlaflähmung, bei Aufwachen aus
diesem Stadium erinnert man sich zumeist an einen
Traum.
•NON REM-Schlaf: Unterteilbar in 4 Stadien:
- Stadium 1:
Einschlafphase, Leichtschlaf;
Muskelzuckungen,
traumähnliche Erlebnisse
- Stadium 2:
mitteltiefer Schlaf,
Spindelschlaf
- Stadium 3 und 4: Tiefschlaf
Schlafstruktur
W
REM
I
Non-Rem
II
III
IV
0
Schlafdauer in Stunden
8
2
Von
VonEulen
Eulenund
undLerchen,
Lerchen, von
vonLangLang-und
und
Kurzschläfern
Kurzschläfern
Schlaf ist ein Grundbedürfnis, dessen Dauer
von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Der
Großteil der Menschen schläft 7-8 Stunden.
Kurzschläfer schlafen weniger als 5 Stunden
und fühlen sich trotzdem ausgeschlafen. Langschläfer benötigen über 10 Stunden Schlaf, um
sich fit zu fühlen.
Lerchen (Morgentypen) müssen früh ins Bett
und stehen früh auf. Eulen (Abendtypen) hingegen können die „Nacht zum Tage“ machen.
Wichtige Kriterien für die optimale individuelle Schlafdauer und den
idealen Einschlafzeitpunkt sind, dass man sich aktiv fühlt, keine
chronische Müdigkeit verspürt und kein erhöhtes Schlafbedürfnis hat.
Schlaf
Schlaf und
und Alter
Alter
Schlaf
Schlaf und
und Alter
Alter
1.
Individuell können diese Durchschnittswerte jedoch schwanken.
2.
Insbesondere der Tiefschlaf nimmt im Alter deutlich ab, ebenso verringert
sich die Schlafeffizienz.
3
Schlafen
Schlafenund
undWachen
Wachen als
als Biorhythmus
Biorhythmus
Schlafen
Schlafenund
undWachen
Wachen als
als Biorhythmus
Biorhythmus
Verlauf verschiedener physiologischer und psychologischer
Funktionen sowie der Todeshäufigkeit über den 24-Stunden-Tag
(Tagesgang), nach Zulley & Hajak (2005)
4
Schlafen
Schlafenund
undWachen
Wachen als
als Biorhythmus
Biorhythmus
Der
Der richtige
richtige Takt
Takt
1. Innere Uhr: läuft nicht im 24 Stunden Rhythmus,
sondern ca. 25 Stunden. Diese Periodik wird auch
zirkadianer Rhythmus genannt (= ungefähr 1 Tag).
2. Sie muss folglich durch bestimmte Reize auf
unseren 24 Stunden Tag synchronisiert werden.
Eine
Eineinnere
innere Uhr
Uhrbei
beiallen
allenOrganismen
Organismen
(vom
(vom Bakterium
Bakteriumbis
biszum
zumMenschen)
Menschen)
5
Zentrale
Zentrale und
und periphere
periphere Uhren
Uhren
„Uhren“-Gene sind in jeder Zelle
Sitz
Sitzder
derinneren
inneren Uhr
Uhr
Nucleus
Nucleussuprachiasmaticus
suprachiasmaticusim
imvorderen
vorderen Hypothalamus
Hypothalamus
Licht
Licht als
als Taktgeber
Taktgeber
Nucleus suprachiasmaticus und Zirbeldrüse
6
Licht
Licht als
als Taktgeber
Taktgeber
Jung
Alt
Demenz
Der
Dercircadiane
circadianeRuhe-Aktivitäts-Zyklus
Ruhe-Aktivitäts-Zyklus
Zeitgeber
Zeitgeber als
als Therapie
Therapie
Licht
Exogen
verabreicht
Soziales Umfeld
Essen
Tagesstruktur
Körperliche Aktivität
7
Regulation
Regulation von
von Schlafen
Schlafenund
undWachen
Wachen
Das
DasZwei-Prozess-Modell
Zwei-Prozess-Modell von
von A.
A. Borbély
Borbély
1. Prozeß S ist eine homöostatische
Komponente. Sie entspricht der vom
Schlaf-Wach-Verhalten
abhängigen
Schlafbereitschaft beziehungsweise der
Schlaftiefe. Die Kurve steigt also in der
Wachzeit an (zunehmende Schlafbereitschaft) und fällt während des Schlafes ab
(abnehmender Tiefschlafanteil).
2. Prozeß C entspricht dem circadianen
Rhythmus der Schlafbereitschaft, der
von der vorausgegangenen Schlaf- oder
Wachdauer unabhängig ist. Die auf der
Abbildung gestellte Kurve zeigt allerdings
nicht den Prozeß C selbst, sondern sein
Spiegelbild. Diese Kurve kann als
Schwellenwert des Aufwachens betrachtet werden, dessen tiefster Wert
somit dem Maximum der Schlafbereitschaft entspricht.
3. Wenn die Differenz zwischen beiden am
größten ist, tritt Schlaf ein.
Die
Diezyklische
zyklischeAbfolge
Abfolgevon
vonNREMNREM-und
undREM-Schlaf
REM-Schlaf
NON-REM-Schlaf
– Locus Coeruleus*
• Noradrenalin
– Raphe Nuclei**
• Serotonin
*** **
REM-Schlaf
– Brücke**
•
Acetylcholin
8
Warum schlafen wir?
Schlaf hat viele wichtige Funktionen für:
• Immunsystem: Aufbau von Immunstoffen und natürlichen
Killerzellen.
• Zellreparatur: besonders im NON REM Schlaf.
• Befindlichkeit und Vitalität: Auffüllung der Botenstoffe Serotonin
und Noradrenalin
• Lernen und Gedächtnis: REM-Schlaf: Festigung von motorisch
erlernten Fähigkeiten (z.B. Radfahren), im NON REM-Schlaf:
z.B. Festigung von deklarativen Gedächtnisinhalten wie z.B.
Vokabel.
9
Risikofaktor
Risikofaktor Schlaflosigkeit
Schlaflosigkeit
• Die Physiologie von Herz und Kreislauf ist eng mit
der Regulation von Wachen und Schlafen
verbunden.
• Bei jungen Testpersonen, die eine Woche mit nur
vier Stunden Schlaf pro Tag auskommen mussten,
entgleiste der Stoffwechsel deutlich.
-fehlende Stabilisierung des Blutzuckerspiegels
-erhöhter Blutdruck
-erhöhter Spiegel des Stresshormons Cortisol
Möglicherweise:
Verdoppeltes Bluthochdruckrisiko
James E. Gangwisch et al:
Short Sleep Duration as a Risk Factor for Hypertension.
Analyses of the First National Health and Nutrition
Examination Survey. Hypertension 2006,
doi: 10.1161/01
.HYP.0000217362.34748.e0
SCHLAFSTÖRUNGEN
Schlafstörungen
10
Schlafstörungen
• Betreffen etwa 8 Millionen Menschen
(vgl. Leitlinie nicht erholsamer Schlaf, unklare epidemiologische Daten,
Prävalenzen bis 25 % in der Allgemein-Bevölkerung
• Nehmen mit zunehmendem Alter zu
• Betreffen Frauen häufiger als Männer
11
Ursachen für Schlafstörungen
• Psychoreaktive Belastungsfaktoren: Ärger, Sorgen,
Freude, familiäre Probleme, Jobverlust..
•Exogene Anlässe: Schlafumgebung, Tag-NachtVerschiebung,...
•Klimatische und meteorologische Einflüsse: Hitze,
Wetterumschwung,...
•Krankheiten: organische Erkrankungen, Sucht,
Substanzmißbrauch, Depression,....
Wann
Wannspricht
spricht man
man von
von Schlafstörungen
Schlafstörungen??
Nacht
ungenügende Menge an
Schlaf
Unterbrechungen des
Schlafes
zu langes Einschlafen
Früherwachen
Tag
und
Schlechte Befindlichkeit
beim Aufwachen/Aufstehen
Tagesmüdigkeit
Konzentrations- oder
Merkfähigkeitsstörungen
Mangelnde Belastbarkeit
Einschlafen gegen den
Willen
und
Min. 4
Wochen
Klassifikation von Schlafstörungen
Es gibt verschiedene Klassifikationssysteme, die die
Diagnose einer Schlafstörung ermöglichen
•ICD-10 (Int. Classification of Diseases) und DSM IV
(Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders)
ICD-10 unterscheidet Organische und Nichtorganische
Schlafstörungen. Verhältnis in Schlafambulanz: 30:70
•ICSD-1 (1999) und ICSD-2 (2005) (Int. Classification
of Sleep Disorders ): spezielles Klassifikationssystem
für Schlafstörungen
12
ICSD
Unterscheidet 88 verschiedene Schlafstörungen:
•Dyssomnien
•Parasomnien
•Schlafstörungen bei körperlichen und
psychiatrischen Erkrankungen
•Vorgeschlagene Schlafstörungen
Klassifikation der Schlafstörungen nach ICD-10
Nicht-organische Schlafstörungen
Dyssomnien:
F 51.0 Nicht-organische Insomnie
F 51.1 Nicht-organische Hypersomnie
F 51.2 Nicht-organische Störung des SchlafWach-Rhythmus
Parasomnien:
F 51.3 Schlafwandeln
F 51.4 Pavor nocturnus
F 51.5 Alpträume
F 51.8 Sonstige nicht-organische
Schlafstörungen
Organische Schlafstörungen
G 25.8 Episodische Bewegungsstörungen und
nächtliche Myoklonien (Restless legs,
Periodische Beinbewegungen)
G 47.0 Organisch bedingte Insomnie
G 47.1 Krankhaft gesteigertes Schlafbedürfnis
G 47.2 Nicht-psychogene Störung des SchlafWach-Rhythmus
G 47.3 Schlafapnoe
G 47.4 Narkolepsie und Kataplexie
G 47.8 Sonstige Schlafstörungen, näher
bezeichnet (z.B. REM-Verhaltenstörung)
13
Schlafapnoe-Syndrom
Durch eine Erschlaffung der Muskulatur im Nasen-RachenRaumes kommt es zu
• Atemaussetzern, die 10 sec. oder länger dauern und
• mit Sauerstoffentsättigungen verbunden sind.
• Man unterscheidet zentrale und obstruktive Apnoen
• Obstruktive Apnoen kommen oft bei Dauerschnarchern vor.
• Apnoen sind oft verbunden mit Mikroweckreaktionen, die den
Schlaf erheblich stören können.
Schlafapnoe-Syndrom
Durch eine Erschlaffung der Muskulatur im Nasen-RachenRaumes kommt es zu
• Atemaussetzern, die 10 sec. oder länger dauern und
• mit Sauerstoffentsättigungen verbunden sind.
• Man unterscheidet zentrale und obstruktive Apnoen
• Obstruktive Apnoen kommen oft bei Dauerschnarchern vor.
• Apnoen sind oft verbunden mit Mikroweckreaktionen, die den
Schlaf erheblich stören können.
Symptome der Schlafapnoe
• Lautes unregelmäßiges Schnarchen, verbunden mit
Atemaussetzern. Wird zumeist vom Partner beobachtet
• Ausgeprägte Tagesmüdigkeit od. Schlafzwang, tritt zumeist
in monotonen Situationen auf. Großes Risiko:Autofahren!
• Konzentrationsmangel
• Bluthochdruck, der oft auch medikamentös nicht in den Griff
zu bekommen ist.
• Unruhiger Schlaf, starkes nächtliches Schwitzen
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Restless legs Syndrom
• Missempfindungen in den Beinen, meist beidseitig, die als
Brennen, Kribbeln, schmerzhaftes Ziehen etc. Geschildert werden.
• Auftreten vor allem tagsüber in Ruhesituationen, gegen Abend
hin verschlechtert sich Symptomatik
• Es besteht ein Drang die Beine zu bewegen. Bei Bewegung
kommt es zur Linderung der Beschwerden.
• Während der Nacht kommt es aufgrund der Beschwerden zu
massiven Ein- und Durchschlafstörungen
• Durch die Schlafstörung besteht Tagesmüdigkeit
• Im Alter kommt es zu einer Verschlechterung der Symptomatik
Kataplexie
9jähriger Junge, Mutation des pre-hypocretin gens
(courtesy of Dr. Nevsimalova, Prague, Czech republic)
Was ist das ?
REM-Verhaltensstörung, REM-Schlaf ohne Paralyse
15
Auffälligkeiten des Schlafs bei psychischen Störungen
aus: Perrez/Baumann, Lehrbuch Klinische Psychologie – Psychotherapie,Verlag Hans Huber
Für die Psychotherapie besonders relevant
Primäre Insomnie
Kriterien der primären Insomnie nach DSM-IV
•
Die im Vordergrund stehende Beschwerde besteht in Einschlaf- oder
Durchschlafschwierigkeiten oder nicht erholsamem Schlaf seit mindestens
einem Monat.
•
Die Schlafstörung (oder die damit verbundene Tagesmüdigkeit) verursacht
in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in
sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.
•
Das Störungsbild tritt nicht ausschließlich im Verlauf einer Narkolepsie,
einer atmungsgebundenen Schlafstörung, einer Schlafstörung mit Störung
des zirkadianen Rhythmus oder einer Parasomnie auf.
•
Das Störungsbild tritt nicht ausschließlich im Verlauf einer anderen
psychischen Störung auf (z.B. Major Depression, generalisierte
Angststörung, Delir etc.).
•
Das Störungsbild geht nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer
Substanz (z.B. Droge, Medikament) oder eines medizinischen
Krankheitsfaktors zurück.
Circulus vitiosus der Insomnie
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Substanzen und organische Erkrankungen, die
insomnische Beschwerden hervorrufen können
Substanzen
Hypnotika (Benzodiazepine, Barbiturate) –
Rebound-Insomnie/Hangover
Antihypertensiva (z.B.Beta -Blocker) und
Asthma-Medikamente (Theophyllin,
Sympathikomimetika)
Hormonpräparate (z.B. Thyroxin, Steroide
etc.)
Antibiotika (z.B. Gyrasehemmer)
Nootropika (z.B. Piracetam)
Diuretika
Antriebssteigernde Antidepressiva (z.B. MAOHemmer, Serotonin-Reuptake-Hemmer)
Alkohol und andere Rauschmittel
Stimulierende Substanzen (Koffein und
synthetische Substanzen, z.B. Amphetamine,
Ecstasy etc.)
Erkrankungen
Herz und Lungenerkrankungen
Chronische Nierenerkrankungen/MagenDarmerkrankungen
Endokrinologische Erkrankungen
Chronischer Schmerz z.B. bei rheumatischen
Erkrankungen
Maligne Erkrankungen und chronische
Infektionen
Epilepsien
Extrapyramidalmotorische Erkrankungen
Wie kann man Schlaf beurteilen?
1. Subjektiv:
- Mittels Fremdbeurteilungsskalen: jemand anderer (z.B. Partner, Pflegepersonal)
beurteilt den Schlaf
- Mittels Selbstbeurteilungsskalen: Betroffener selbst gibt eine Einschätzung seiner
Schlaf- und Aufwachqualität an. Dafür gibt es auch spezielle Fragebögen
- Mittels Schlaftagebuch: Patient füllt jeden Tag am Morgen Fragebogen zur
Selbstbeurteilung seines Schlafs aus. Dies gibt nicht nur dem Untersuchenden viel Aufschluss über die Schlafgewohnheiten des Betroffenen,
sondern das Führen eines Schlaftagebuchs hilft auch dabei, dass man die
eigenen Schlafgewohnheiten über Tage/Wochen hinweg genau verfolgen
kann. Auf diese Weise kann man leichter heraus finden, was den Schlaf
hindert oder fördert.
2. Objektiv:
- Mittels Polysomnographie : gibt unter anderem Information über die Wachzeit
während der Nacht, die Schlafkontinuität sowie über Weckreaktionen
(sogenannte Arousals) und Bewegungen im Schlaf.
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Pittsburgh
Pittsburgh Schlafqualitäts-Index
Schlafqualitäts-Index (PSQI)
(PSQI)
• SelbstbeurteilungsFragebogen
• Schlaf im letzten Monat
• 19 Fragen
• 7 Komponenten (jeweils 0 - 3
Punkte)
• Skalenbereich : 0 - 21 Punkte
• PSQI > 5: schlechter Schlaf
Schläfrigkeit:
Schläfrigkeit:Epworth
EpworthSchläfrigkeits-Skala
Schläfrigkeits-Skala(ESS)
(ESS)
Für wie wahrscheinlich halten Sie es, daß Sie in einer der folgenden Situationen einnicken oder einschlafen
würden, - sich also nicht nur müde fühlen?
0 = würde niemals einnicken
1 = geringe Wahrscheinlichkeit einzunicken
2 = mittlere Wahrscheinlichkeit einzunicken
3 = hohe Wahrscheinlichkeit einzunicken
Situation
Wahrscheinlichkeit
einzunicken
Im Sitzen lesend
Beim Fernsehen
Wenn Sie passiv (als Zuhörer) in der Öffentlichkeit sitzen
(z.B. im Theater oder bei einem Vortrag)
Als Beifahrer im Auto während einer einstündigen Fahrt
ohne Pause
Wenn Sie sich am Nachmittag hingelegt haben, um
auszuruhen
Wenn Sie sitzen und sich mit jemand unterhalten
Wenn Sie nach dem Mittagessen (ohne Alkohol) ruhig
dasitzen
Wenn Sie als Fahrer eines Autos verkehrsbedingt einige
Minuten halten müssen
Bitte nicht ausfüllen
Summe
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Schlaftagebuch
• Es geht nicht um eine zeitgenaue Wahrnehmung sondern nur
um eine subjektive Einschätzung vor allen der im
Morgenprotokoll aufgeführten Variablen.
• Ein häufiges Auf-die-Uhr-Schauen wäre eher schlecht, da es
zu einem ungünstigen Konditionierungseffekt führen kann.
• Schlaftagebücher sind ein unverzichtbares Instrument in der
Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen.
• Sie dienen zur Bestimmung des Ausgangszustandes als auch
zur Erfolgsmessung.
Polysomnographie
Video
Biosignale
Mikrofon
Schlaf
Elektroencephalogramm (EEG)
Elektrooculogramm (EOG)
Elektromyogramm (EMG)
Herz/Kreislauf
Elektrokardiogramm (EKG)
Puls
Blutdruck
Körpertemperatur
Sauerstoffentsättigung
Atmung
Nasaler Thermistor
Schnarchmikrofon
Brustatmung
Bauchbewegung
Bewegungen
Körperposition
Elektromyogramm (EMG) Beine
Wann
Wann ins
ins Schlaflabor?
Schlaflabor?
Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin
(DGSM) hat folgende folgende Indikationen definiert
• Schwere Schlafstörungen mit signifikanter Beeinträchtigung der
Befindlichkeit und/oder der Leistungsfähigkeit am Tage.
• Chronische und therapieresistente Schlafstörungen mit negativem
Behandlungserfolg über mehr als ein halbes Jahr.
• Dringender Verdacht auf eine organisch bedingte Schlafstörung (z.B.
Schlaf-Apnoe-Syndrom, Epilepsie, Herzrhythmusstörungen)
• Auffällige Verhaltensweisen unklarer Genese im Schlaf (z.B. Parasomnien)
• Patienten mit hohem Leidensdruck bei einem auf ihre Erkrankung
ausgerichteten diagnostischen und/oder therapeutischen Angebot des
Schlafmedizinischen Zentrums.
• Schwer behandelbare Schlafstörungen mit Komorbidität körperlicher oder
psychischer Erkrankungen, die wahrscheinlich mit der Schlafstörung
interagieren.
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