Standardpflegeplan "Pflege von sterbenden Bewohnern"

Sterbebegleitung ist die Betreuung eines Sterbenden durch Pflegekräfte, Angehörige, ehrenamtliche oder professionelle
Helfer.
 Sie umfasst einerseits die emotionale Unterstützung des Sterbenden und seines familiären Umfeldes. Sie bereitet alle
Beteiligten auf die unvermeidliche Trennung vor und ermöglicht es, letzte wichtige Angelegenheiten zu klären.
 Parallel dazu ist es die Aufgabe der Pflegekräfte, die Lebensqualität des Bewohners in seinen letzten Tagen und Stunden
auf einem möglichst hohen Niveau zu erhalten. Dazu müssen insbesondere Schmerzen und andere Beschwerden
spürbar gelindert werden.
Anmerkung:
 Standardpflegepläne geben für spezielle Pflegeprobleme die typischen pflegerischen Maßnahmen vor, so etwa wie in
diesem Beispiel für den Sterbeprozess. Standardpflegepläne umfassen generelle und potentielle Pflegeprobleme,
Pflegemaßnahmen und Pflegeziele.
 Aus diesem Grund erleichtert ein Standardpflegeplan zwar die Pflegedokumentation, aber er ersetzt auf keinen Fall eine
individuelle auf den Bewohner / Patienten bezogene Pflegeplanung.
 Jede Pflegefachkraft ist gehalten, diese generellen Pflegeprobleme, Pflegemaßnahmen und Pflegeziele auf Relevanz zu
überprüfen und auf die individuellen Einschränkungen und Ressourcen des jeweiligen Bewohners / Patienten
anzupassen. Wichtig ist auch beim Einsatz von Standardpflegeplänen, diese in regelmäßigen Abständen zu überprüfen
und ggf. zu überarbeiten, da sie immer auf dem aktuellen Stand sein sollten.
Pflegeproblem
Pflegemaßnahmen
Pflegeziel
Kommunizieren

Der Bewohner ist nicht
mehr in der Lage zu
sprechen.


Wir achten auf nonverbale Kommunikation.
Mögliche Formen:
o Der Bewohner blinzelt. Dieses kann
auf störendes Licht, trockene Augen
oder verklebte Augenlider hinweisen.
o Der Bewohner sucht Blickkontakt.
Seine Lippen formen stimmlos Worte.
o Der Bewohner hebt seine Hand und
zeigt auf etwas; beispielsweise den
Becher bei Durstgefühl.
o Der Bewohner leckt sich über die
Lippen und zeigt damit an, dass er
Durst hat.
o Der Bewohner macht
Schmatzgeräusche als Zeichen von
Hunger.
o Der Bewohner schüttelt den Kopf als
Zeichen der Verneinung oder nickt
zustimmend.
o Der Bewohner verändert seine
Körperhaltung und zeigt damit z.B.
Schmerzen an.
o Der Bewohner macht fahrige
Handbewegungen als Zeichen von
Unruhe oder Überforderung.
o Der Bewohner schließt die Augen und
signalisiert, dass er in Ruhe gelassen
werden möchte.
Wir nutzen die basale Aktivierung, um Gefühle
zu kommunizieren. Dazu zählen Berührungen,
Geräusche oder Musik.

Die Pflegekraft und der
Bewohner finden einen
Weg, auch ohne Worte zu
kommunizieren.
Anstrengende Pflegemaßnahmen werden
besser über den Tag verteilt. Ggf. werden
beschwerliche Pflegemaßnahmen von Pausen
unterbrochen.

Der Bewohner wird vor
Überforderung geschützt.
Wir vermeiden den
Eindruck, dass wir den
Sich bewegen

Der Bewohner leidet
zunehmend unter
Müdigkeit und
Erschöpfung.



Selbst einfache
Pflegemaßnahmen
erschöpfen seine Kräfte.


Der Bewohner ist
vollständig immobil. Es
droht die Entwicklung
eines Dekubitus.

In frühen Sterbephasen achten wir weiterhin
auf eine aktivierende Pflege; dieses aber nur
soweit, dass der Bewohner dadurch keine
Beschwerden hat.
Die Lage des Bewohners wird regelmäßig
gewechselt. Oftmals können schon kleine
Lageveränderungen Linderung verschaffen.
 In den letzten Sterbephasen sollten
Lagerungen bevorzugt werden, die der
Bewohner als angenehm empfindet.
Ansonsten wird die Dekubitusprophylaxe
soweit möglich fortgeführt.
Hinweis: Die Reduzierung der druckentlastenden
Maßnahmen ist selbst bei einem bald zu erwartenden
Ableben heikel und juristisch riskant. Die Durchblutung
im Sterbeprozess ist soweit reduziert, dass in den
Extremitäten ein fast permanenter Sauerstoffmangel
herrscht und ein Dekubitus noch vor dem Versterben
auftreten kann.
Bewohner aufgegeben
haben, weil wir ihm nun alle
Tätigkeiten abnehmen.


Wir finden einen
Kompromiss aus
Dekubitusprophylaxe und
Lebensqualität.
Falls sich der Zustand des
Bewohners wider Erwarten
deutlich verbessern sollte,
ist die Haut noch soweit
intakt, dass kleinere
Schäden wieder abheilen.
Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten

Der Bewohner ist nicht
mehr in der Lage, die
Körpertemperatur zu
halten. Er hat häufig
Fieber oder
Untertemperatur.





Die Atmung des
Bewohners wird durch
die vermehrte
Schleimabsonderung
erschwert. Der Bewohner
ist nicht mehr in der Lage
abzuhusten.







Der Bewohner hat
Schmerzen.



Wenn der Bewohner schwitzt, wird er mit
dünnen Decken oder Baumwolltüchern
bedeckt. Durchgeschwitzte Leibwäsche wird
gewechselt.
Wenn der Bewohner friert, wird er wärmer
zugedeckt. Kalte Füße werden durch Socken
und (mäßig temperierte) Wärmflaschen oder
Wadenwickel warm gehalten. Kalte Hände
können durch warme Handbäder gelindert
werden.
Die Körpertemperatur wird engmaschig
überwacht.
Der Bewohner wird ein- bis zweimal täglich
gewaschen. Schweiß wird zusätzlich
abgewaschen.

Der Oberkörper des Bewohners wird erhöht
gelagert.
Wir achten auf eine umfassende Mundpflege.
Der Bewohner wird mehrfach am Tag in eine
Seitenlage gebracht, da hierbei das Sekret
besser durch den Mund abfließen kann.
Falls notwendig wird das Sekret abgesaugt.
Wir prüfen, ob sich die Schleimproduktion
durch geeignete Medikamente kontrollieren
lässt (z.B. Scopolaminpflaster).
Pflegekräfte achten darauf, dass sie in der
Nähe des Bewohners selbst ruhig und tief
atmen.

Wir beachten, dass sich das individuelle
Schmerzempfinden objektiven Skalen und
Bewertungen entzieht. Schmerz ist also immer
das, was der Bewohner als Schmerz
wahrnimmt.
Wir führen basierend auf unseren
Beobachtungen und den Angaben des
Bewohners ein Schmerzprotokoll.
Wir achten auf eine angemessene
Schmerzbehandlung. In neun von zehn Fällen




Die Körpertemperatur des
Bewohners wird auf einem
normalen Wert stabilisiert.
Der Zustand des Bewohners
ist jederzeit bekannt, sodass
wir schnell reagieren
können.
Der Bewohner kann frei
atmen.
Der Bewohner wird von
Sekret befreit.
Der Bewohner ist
weitgehend schmerzfrei.
Der Bewohner wird vor
Nebenwirkungen der
Schmerzmittel geschützt.





ist selbst bei Tumorschmerzen eine effektive
Linderung möglich. Wir bitten den
behandelnden Arzt ggf. auch um Opiate. Das
Vermeiden etwa von Abhängigkeit ist im
Sterbeprozess nachrangig zu betrachten.
Wichtig ist auch zu wissen, dass Opiate den
Tod nicht beschleunigen, die Applikation
dieser Mittel folglich keine Sterbehilfe ist.
Ggf. suchen wir den Kontakt zu einer
Schmerzambulanz.
Der Bewohner erhält die Schmerzmittel
regelmäßig jeden Tag anhand eines festen
Zeitschemas. Er soll nicht um Schmerzmittel
bitten müssen.
Ggf. werden zusätzlich Beruhigungsmittel
appliziert, sofern diese ein waches
Bewusstsein nicht beeinträchtigen.
Die häufigsten Nebenwirkungen von
Schmerzmitteln (etwa Übelkeit bei Opiaten)
werden ggf. prophylaktisch behandelt.
Die Dosis und ihre Wirksamkeit werden in
regelmäßigen Abständen kritisch hinterfragt.
Dieses bedeutet im Sterbeprozess zumeist,
dass die Dosen kontinuierlich erhöht werden
müssen.
Sich pflegen

Der Bewohner ist mit der
eigenständigen
Körperpflege überfordert.




Wir helfen dem Bewohner bei der
Körperpflege. Im Mittelpunkt unserer
Unterstützung steht nicht mehr die
Aktivierung des Bewohners, sondern die
Verbesserung der Lebensqualität in den
letzten Tagen und Wochen. Dieses gilt
insbesondere in fortgeschrittenen
Sterbephasen.
Wir achten auf eine erfrischende Hautpflege.
Wir nutzen Hautfluids oder
Kräuteremulsionen, um den Bewohner damit
einzureiben.
Wir wägen stets ab, ob die Körperpflege
sinnvoll und notwendig ist. In den letzten
Tagen und Stunden ist eine Ganzwaschung oft
entbehrlich und zu qualvoll.
Die Pflegemaßnahmen werden flexibel
durchgeführt, sobald der Bewohner dazu in
der Lage ist. Insbesondere wird der Bewohner
nicht geweckt, um diesen zu waschen.

Die Körperpflege des
Bewohners wird
sichergestellt.

Der Bewohner hat keinen
Lidschlag mehr.

Wir nutzen Augentropfen, um die
Tränenflüssigkeit zu ersetzen.

Die Augen trocknen nicht
aus.

Der Bewohner lehnt
Pflegemaßnahmen ab.

Bei wichtigen Maßnahmen versuchen wir den
Bewohner zu überzeugen.
Entscheidend für die Durchführung ist aber
immer die Zustimmung des Bewohners.
Die Verweigerung wird sorgfältig
dokumentiert.

Die Selbstbestimmung des
Bewohners bleibt erhalten.
Wir bieten dem Bewohner leichte Kost kann,
etwa Rahmsuppen, Kartoffelbrei usw.

Der Bewohner nimmt
ausreichend Nahrung zu


Essen und trinken

Der Bewohner hat kaum
noch Hunger.












Der Bewohner hat keinen
Durst mehr.
Der Bewohner atmet
durch den geöffneten
Mund. Die
Mundschleimhaut ist
ausgetrocknet und
schmerzt.








Der Bewohner erhält Wunschkost. Wenn er zu
seinen Vorlieben keine Angaben mehr machen
kann, greifen wir auf unsere eigenen
Erfahrungswerte zurück oder befragen
Angehörige.
Die Nahrung wird angenehm präsentiert,
dieses auch, wenn sie zuvor zerkleinert wurde.
Der Bewohner erhält kleinere Portionen, die
wir ihm dafür häufiger am Tag reichen. Dem
Bewohner werden Speisen nur in solchen
Mengen angeboten, die er auch vollständig
verzehren kann.
Wir bieten dem Bewohner auch in der Nacht
Nahrung an. Wir halten für diesen Zweck
kleinere Mahlzeiten bereit.
Wenn der Bewohner die Nahrung verweigert,
akzeptieren wir dieses Verhalten. Wir drängen
jedoch auf eine angemessene
Flüssigkeitszufuhr.
Wir berücksichtigen, dass in der Sterbephase
der Geschmacks- und der Geruchssinn
sensibler sein können. Verschiedene sonst
akzeptierte Gerichte kann der Bewohner jetzt
ablehnen.
Wir vermeiden es, dauernd mit dem
Bewohner über das Essen zu reden oder
diesem gar Vorhaltungen zu machen.
Der Bewohner erhält Süßigkeiten, sofern er
danach verlangt. Ein erhöhter BMI wird
ignoriert.
Wir prüfen, ob unspezifische Medikamente
wie etwa Glukokortikoide das allgemeine
Wohlbefinden und damit auch den Appetit
stabilisieren können.
Wir bieten dem Bewohner Wunschgetränke
an, dieses auch dann, wenn der Konsum
eigentlich nicht empfohlen wird (z.B. Cola oder
Likör).
Wenn der Bewohner unter
Schluckbeschwerden leidet, führen wir die
Flüssigkeit ggf. mit einem Teelöffel oder einer
Pipette zu.
Wir nutzen eine Zerstäuberpumpe, um die
Mundschleimhaut zu befeuchten. Um die
gesamte Mundhöhle zu erreichen, kann ein
Verlängerungsaufsatz verwendet werden.
Ggf. tränken wir einen Pflaumentupfer in
Wasser und lassen diesen vom Bewohner
lutschen.
Wir prüfen, ob die Nutzung einer Babyflasche
im Rahmen der Flüssigkeitsversorgung sinnvoll
sein kann.
Wir halten für den Bewohner kleine Stücke
frischer Früchte bereit, etwa Melonen,
Apfelsinen oder Ananas.
Ggf. nutzen wir Verdampfer oder Vernebler,
um die Atemluft anzufeuchten.
Wir prüfen die Notwendigkeit einer
Flüssigkeitszufuhr via Infusion.
sich.


Die Flüssigkeitsversorgung
des Bewohners wird
gesichert.
Die Mundschleimhaut des
Bewohners wird vor
Schäden geschützt.

Der Bewohner leidet
unter Übelkeit und
Erbrechen.





Wir kontrollieren, ob die Übelkeit auf die
Einnahme von Opiaten zurückgeführt werden
kann. Ggf. prüfen wir die Nutzung alternativer
Medikamente oder die zusätzliche Applikation
von Antiemetika, also von Medikamenten, die
den Brechreiz hemmen.
Bei vielen Medikamenten lässt sich die
Nebenwirkung Übelkeit durch einen anderen
Einnahmezeitpunkt lindern. Acetylsalicylsäure
(ASS) sollte z.B. zusammen mit den Mahlzeiten
verabreicht werden.
In vielen Fällen hat das Erbrechen psychogene
Auslöser, etwa Angst. Durch Gespräche mit
dem Bewohner oder Angst lösenden
Medikamenten versuchen wir die Übelkeit zu
lindern.
Wir halten für den Bewohner
Einwegnierenschalen und Zellstoff bereit,
damit dieser sich ohne Hilfe übergeben kann.
Das Erbrochene wird umgehend beseitigt.
Nach jedem Erbrechen führen wir eine
Mundpflege durch.

Sofern sich der Bewohner nicht in den letzten
Sterbephasen befindet, stellen wir sicher, dass
dieser alle zwei bis drei Tage abführt.
Falls der Bewohner Opiate einnimmt,
applizieren wir gleichzeitig ein orales
Abführmittel.
Wir prüfen durch eine rektale Untersuchung,
ob der Mastdarm gefüllt ist. Falls notwendig
erhält der Bewohner Abführzäpfchen, Klysmen
oder abführende Einläufe.

Wir achten darauf, dass wir in der Nähe des
Bewohners nicht unbedacht reden. Wir
müssen stets davon ausgehen, dass er uns
hören kann, da das Hörvermögen bis in die
finalen Sterbephasen erhalten bleibt.
Wir machen auch Angehörige darauf
aufmerksam, dass sie in Gegenwart des
bewusstlosen Bewohners nicht über dessen
Zustand reden. Insbesondere sollen sie nicht in
der Vergangenheitsform über ihn sprechen.
Im Zimmer des Bewohners sollte nicht
geflüstert werden, da auch dieses den
Bewohner verunsichern würde.
Wir informieren den Bewohner über jede
anstehende Pflegemaßnahme. Dieses auch
dann, wenn er die Informationen
augenscheinlich nicht mehr aufnehmen kann.
Bei Bewusstlosigkeit lagern wir den Kopf zur
Seite, um das Zurückfallen der Zunge zu
vermeiden.

Wir stehen dem Bewohner jederzeit für ein
Gespräch zur Verfügung und helfen ihm dabei,
vorhandene Ängste zu verarbeiten.
Wir prüfen, ob die Applikation von Angst


Der Bewohner überwindet
die Übelkeit.
Die Lebensqualität wird
durch das Übergeben nicht
unnötig beeinträchtigt.
Ausscheiden


Der Bewohner nimmt
Opiate. Diese stören
seine Verdauung.
Der Bewohner leidet aus
anderen Gründen unter
Verstopfungen.




Die Verstopfung wird
aufgelöst.
Der Bewohner kann
beschwerdefrei und
kontrolliert abführen.
Ruhen und schlafen

Der Bewohner ist häufig
bewusstlos.






Der Bewohner leidet
unter Schlafstörungen.



Die Würde des Bewohners
wird auch in der Ohnmacht
gewahrt.
Der Bewohner wird vor
Gesundheitsschäden
geschützt.
Der Bewohner schläft
ausreichend und kann seine
Kräfte regenerieren.

lösenden Psychopharmaka die Nachtruhe des
Bewohners fördern könnte.
Bei einer Schmerzbehandlung wird die Dosis
zur Einschlafzeit erhöht.
Für eine sichere Umgebung sorgen

Der Bewohner ist
immobil. Er ist im
Sterbeprozess auf sein
Bett als Lebensraum
beschränkt.












Wir sorgen für eine angenehme und ruhige
Zimmeratmosphäre. Wir vermeiden grelles
Licht ebenso wie völlige Dunkelheit. In der
Nacht sollte jederzeit ein schwaches Licht
brennen.
Das Zimmer des Bewohners wird mit Blumen
dekoriert, die jedoch nicht zu stark duften
dürfen.
Wir nutzen die Aromatherapie. Wir legen ein
Taschentuch mit einem bis drei Tropfen eines
ätherischen Öls unter das Kopfkissen, etwa
Rosengeranie, Lavendel oder Sandelholz.
Pflegekräfte sollten hektisches Verhalten in
der Nähe des Bewohners vermeiden.
Wir vermeiden unnötige Lärmbelästigung. Ggf.
wird leise Musik gespielt, die wir nach den
Vorlieben des Bewohners auswählen.
Wir stellen sicher, dass die Klingel stets in
Griffweite des Bewohners liegt.
Liebgewonnene persönliche Gegenstände
werden in unmittelbarer Nähe des Bettes
aufgestellt.
Ggf. versehen wir die Tür des Bewohners mit
einem "Bitte-nicht-stören"-Schild.
Der sterbende Bewohner verbleibt in seinem
Zimmer. Ein Mitbewohner wird ggf. in dieser
Zeit in ein anderes Zimmer verlegt, wenn er
dieses wünscht.
Wir halten am Bett des Bewohners bequeme
Sitzgelegenheiten für Angehörige bereit.
Das Zimmer wird regelmäßig gelüftet. Zugluft
wird jedoch vermieden.
Das Zimmer sollte stets sauber und
aufgeräumt sein.

Wir entsprechen dem Wunsch des Bewohners,
auch wenn dieses zu Konflikten mit den
Angehörigen führt.
Ggf. suchen wir den Kontakt zu lokalen
Hospizhelfern.

Die Wünsche des
Bewohners werden
respektiert.
Wir sorgen dafür, dass das Beisammensein des
Bewohners und seinen Angehörigen möglichst
wenig gestört wird.
Wir helfen den Angehörigen, einen natürlichen
und angstfreien Kontakt zum Bewohner
herzustellen. Wir nehmen den Angehörigen
etwa Schuldgefühle, wenn diese den
Bewohner nicht mehr selbst pflegen konnten.
Wir ermuntern Angehörige, insbesondere
auch die Enkelkinder oder Urenkelkinder mit
in die Einrichtung zu bringen.
Falls der Bewohner unter ansteckenden
Krankheiten leidet, machen wir die

Der Bewohner kann bis zum
Ableben einen Dialog mit
seinen Angehörigen
aufrechterhalten.

Das Lebensumfeld des
Bewohners wird möglichst
angenehm gestaltet.
Der Bewohner wird vor
unnötigen Störungen
geschützt.
Soziale Bereiche des Lebens sichern

Der Bewohner wünscht
keine Angehörigen an
seinem Bett.



Der Bewohner sucht den
Kontakt zu seinen
Angehörigen.




Angehörigen auf das richtige Verhalten und
Vorsichtsmaßnahmen aufmerksam. Wir bitten
diese aber auch darum, keinen übertriebenen
Abstand zu wahren.

Der Bewohner sorgt sich
um seine Finanzen.



Der Bewohner kann seine
finanziellen
Angelegenheiten regeln.
Sofern wir dazu in der Lage sind, kommen wir
den religiösen Wünschen nach. Wir beten z.B.
mit dem Bewohner.
Wir lesen dem Bewohner aus der Bibel vor.
Wir achten auf eine gut verständliche
Aussprache. Wichtig ist, dass die passende
Übersetzung gewählt wird, etwa bei
Protestanten die Lutherübersetzung.
Wir sprechen mit dem Bewohner über seine
religiöse Erziehung und fragen ihn nach
seinem Gottesbild.
Wir singen mit dem Bewohner religiöse Lieder.
Wir nutzen dafür das je nach Konfession
vertraute Gesangsbuch.
Bei orthodoxen Christen bitten wir die
Angehörigen, eine Ikone mitzubringen, die wir
im Zimmer des Bewohners aufstellen können.
Sofern gewünscht platzieren wir ein religiöses
Symbol in der Nähe des Bewohners, also etwa
ein Kreuz, eine Marienfigur oder einen
siebenarmigen Leuchter.
Bei Katholiken: Wenn der Bewohner nach
einem Priester verlangt, stellen wir
unverzüglich den Kontakt zu einem Geistlichen
her. Der Bewohner verbindet damit zumeist
den Wunsch zu beichten.
Wir stellen ein Windlicht auf (als sichere
Alternative zur Kerze).

Der Bewohner findet
spirituellen Beistand und
kann im Reinem mit sich
sterben.
Im Dialog mit dem Bewohner und dessen
Angehörigen versuchen wir zu klären, welche
Schuldgefühle, Wünsche usw. den Bewohner
nicht zur Ruhe kommen lassen.
Wir suchen den Kontakt zu nahen
Angehörigen, Freunden, Ex-Partnern, ExKollegen und ehemaligen Nachbarn und bitten
diese, den Bewohner noch einmal zu
besuchen.
Wir ermöglichen es dem Bewohner, ein
Testament zu erstellen, ggf. auch in Form
eines Nottestaments
("Dreizeugentestament").

Der Bewohner kann
Angelegenheiten, die seine
Seele belasten, abschließen.
Wir stellen ggf. den Kontakt zu geeigneten
Stellen her, die dem Bewohner helfen können.
Wenn der Bewohner etwa sein Haus
verkaufen möchte, bitten wir einen Notar um
einen Hausbesuch.
Wir fragen den Bewohner, ob er einen Blick
auf bereits existierende Dokumente werfen
will, etwa das Testament, Vorgaben zur
eigenen Beerdigung usw.
Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen

Der Bewohner wünscht
spirituellen Beistand.









Der Bewohner möchte
von seinen Mitmenschen
loslassen und wichtige
Angelegenheiten
erledigen.



Herunterladen

Standardpflegeplan "Pflege von sterbenden Bewohnern