4.2. Betalaktam

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Betalaktam-Antibiotika
15
4.2. Betalaktam-Antibiotika
C
H
N
C
H
C
O
HO
O
NH
Betalactam-Ring
Zu den Betalaktam-Antibiotika gehören diejenigen Substanzen, die in ihrer chemischen Struktur einen vier-gliedrigen Betalaktamring besitzen.
4.2.1. Betalaktamase-Inhibitoren
Betalaktamase sind Bakterienenzyme, die die Wirkung von Betalaktam-Antibiotika aufheben, indem sie den Betalaktamring der Antibiotika öffnen.
Bestimmte Betalaktamasen der Bakterien können durch chemische Substanzen, die
Betalaktamase-Inhibitoren, unschädlich gemacht werden. Die Inhibitoren sind in ihrem
Aufbau den Betalaktam-Antibiotika sehr ähnlich und werden daher auch von den Betalaktamasen angegriffen. Die Inhibitoren reagieren mit den Betalaktamasen und blockieren diese.
Die Betalaktam-Inhibitoren verfügen auf Grund ihrer Strukturähnlichkeit mit den Betalaktam-Antibiotika auch über eine antibiotische Wirkung, die jedoch nur in Kombination
mit anderen Betalaktam-Antibiotika bei mittelschweren und schweren Infektionen verwendet werden können.
• Augmentin®
z. B. Augmentin intravenös 550 mg
Trockenstechampullen
Betalaktam-Antibiotika
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Eigenschaften und
Wirksamkeit
Augmentin ist ein Breitbandantibiotikum. Die Hauptbestandteile sind Amoxicillin und Clavulansäure. Amoxicillin verursacht eine rasche Entfernung der
Zellwand von Bakterien. Clavulansäure hingegen besitzt keine antibakterielle Wirkung, schützt aber Amoxicillin vor der Zerstörung durch Betalaktamasen. Weiters werden auch folgende Erreger erfasst: Staphylokokken,
Streptokokken, Enterokokken, Neisserien, Branhamella catarrhalis, Enterobakterien (E. coli, Salmonellen Shigellen ...), anaerobe Kokken, Bacteroides
fragilis, etc. Amoxicillin und Clavulansäure werden hauptsächlich über die
Nieren unverändert ausgeschieden.
Anwendungsgebiete
Augmentin wirkt vor allem auf Bakterien in der Allgemeinpraxis und im Krankenhaus. Da die Betalaktamase-hemmende Wirkung von Clavulansäure das
Wirkungsspektrum von Amoxicillin erweitert, können auch diejenigen Keime
erfasst werden, die gegen andere Betalaktam-Antibiotika resistent sind.
Augmentin wird bei HNO-Infektionen, Infektionen des oberen und des unteren Respirationstraktes im speziellen bei Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) eingesetzt. Weiters wird Augmentin auch bei einer
Verschlechterung der chronischen Bronchitis verwendet. Infektionen des
Urogenitaltraktes, z. B. Zystitis (Harnwegsinfektion) sowie Haut- und Weichteil-Infektionen wie Cellulitis können mit Augmentin ebenfalls behandelt werden. Eine weitere Verwendung findet Augmentin im Bereich der Infektionsprophylaxe nach Operationen im Beckenbereich und im Bereich des Magen
und Darms.
Nebenwirkungen
Es könnten auftreten: gastrointestinale Reaktionen (Übelkeit, Erbrechen,
Durchfall und Verdauungsstörungen), Überempfindlichkeitsreaktionen
(Hautausschlag, Fieber, Gelenksschmerzen und Hautjucken), Blutbildveränderungen (Leukopenie, Thrombozytopenie und hämolytische Anämie) und
Leberveränderungen (bes. bei älteren männlichen Patienten).
In sehr seltenen Fällen kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen. In äußerst seltenen Fällen können auch Nebenwirkungen im Bereich des Zentralnervensystems (Hyperaktivität, Benommenheit und Kopfschmerzen) auftreten. Vor allem bei längerer Anwendung können lokalisierte Venenentzündungen an der Injektionsstelle vorkommen.
Vor einer Augmentin-Therapie sollte der Patient nach einer bekannten ÜberBesondere Warnhinweise zur sicheren An- empfindlichkeit gegenüber Penicillinen, Cephalosporinen oder anderen Allergenen befragt werden. Bei einer hochdosierter Augmentin-Therapie muss auf
wendung
eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und in Folge auf entsprechende Urinausscheidung geachtet werden. Zu beachten ist auch der Gehalt an Natrium
(1,37 mmol pro 500 mg Amoxicillin) und Kalium (0,25 mmol pro 50 mg Clavulansäure) der Infusionslösung. Beim Auftreten allergischer Reaktionen muss
die Augmentin-Therapie abgebrochen werden. Weiters ist bei lang andauernder Antibiotikatherapie das Auftreten resistenter Bakterien bzw. Pilze unbedingt zu überprüfen. Bei schweren Durchfällen kann eine antibiotikabedingte
lebensbedrohliche pseudomembranöse Colitis vorliegen.
Haltbarkeit und
Abgabe
24 Monate
Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten
Betalaktam-Antibiotika
17
Betalaktam-Antibiotika
17
4.2.2. Penicilline
Allen Penicillinen liegt ein Thiazolidin-Ring zugrunde, der mit einem b -Lactamring kondensiert ist. Die bisher bekannten Penicilline unterscheiden sich nur durch den Substituenten R.
R
4-Thia-1-azobicyclo[3.2.0]heptan-7-on
O
R
C
H
H
6
HN
5
S
4
3
7
O
N
1
2
CH3
CH3
COOH
Penicilline wurden ursprünglich aus den Kulturen des Pilzes Penicillium notatum und
später aus den Kulturen von Penicillium chrysogenum gewonnen. Diese Pilzarten produzieren natürliches Penicillin, um sich vor gewissen Bakterien schützen zu können.
Mittels chemischer Veränderungen an den natürlichen Penicillinen konnte man eine
bessere Verträglichkeit und Wirksamkeit für den Menschen erreichen. Heute ist es
möglich, das chemische Grundgerüst aller Penicilline zu reproduzieren.
Der Wirkungsmechanismus aller Penicilline ist gleich. Diese Gruppe der Betalaktam-Antibiotika wirkt auf jene Bakterien abtötend, die sich in der Teilungsphase befinden und so eine neue Zellwand aufbauen müssen. Penicilline greifen in die Synthese
der Zellwand ein und verhindern die vollständige Neubildung der Zellwand, was ein Absterben des Bakteriums zur Folge hat.
Penicilline dürfen nicht mit anderen Antibiotika, die bakteriostatisch wirken, gemeinsam
verabreicht werden. Die Kombination mit anderen bakterizid wirkenden Antibiotika
(z.B. mit Streptomycin oder Gentamycin) ist aber ohne weiteres möglich. Mit Penicillinen können vor allem andere Antibiotika aus der Gruppe der Betalaktam-Antibiotika,
wie zum Beispiel Cephalosporine kombiniert werden.
Penicilline haben - wie alle Antibiotika aus der Gruppe der Betalaktam-Antibiotika - einen für ihre Wirkung wichtigen Betalaktamring. Der Betalaktamring öffnet sich an einer
Betalaktam-Antibiotika
18
bestimmten Stelle und bindet an ein Enzym, das für die Zellwandsynthese der Bakterien von großer Bedeutung ist. Dieses Enzym wird damit gehemmt.
Aufgrund der Resistenzentwicklung gegen Penicilline wurden Penicilline entwickelt, die
gegen die Betalaktamasen der Bakterien unempfindlich sind. Es werden Betalaktamase-sensitive und Betalaktamase-resistente unterschieden.
• Penicillin G®
z. B. Penicillin G-Natrium „Biochemie“500.000 I.E.-Trockenstechampulle
Eigenschaften und
Wirksamkeit
Penicillin G-Natrium verhindert die Biosynthese der Bakterienzellwand.
Streptokokken wie Streptococcus viridans, Enterokokken, Pneumokokken,
Staphylokokken und Meningokokken gehören zum Wirkungsspektrum des
Penicillin G. Außerdem wirkt das Präparat gegen Keime wie Leptospiren, Treponemen, Borrelien, etc. Weiteres sind auch zahlreiche Anaerobier (wie Peptokokken, Peptostreptokokken, Clostridien etc.) empfindlich.
Bei einer Verabreichung in hohen Konzentrationen werden auch
gramnegative Keime, wie Escherichia coli, Proteus mirabilis, Salmonellen
und Shigellen erfasst.
Anwendungsgebiete
Pencillin G-Natrium wird bei Infektionen, die durch penicillinempfindliche Erreger verursacht werden, verwendet. Dazu zählen: Septikämie, Haut- und
Wundinfektionen, Diphtherie, Pneumonie, Empyem, Perikarditis, Endokarditis, Peritonitis, Meningitis, Hirnabszess, Arthritis sowie Infektionen des Genitaltraktes. Penicillin G-Natrium ist außerdem wirksam bei Infektionen wie
Milzbrand, Tetanus, Listeriose, Gonorrhoe und Syphilis. Penicillin G-Natrium
wird auch bei Lyme-Borreliose, ab dem 2. Krankheitsstadium verwendet, vor
allem dann, wenn eine orale Penicillin-Therapie nicht mehr möglich ist.
Auch in der Schwangerschaft wird ab dem 2. Stadium der Lyme-Borreliose
Penicillin G in hohen Dosen verabreicht.
Betalaktam-Antibiotika
Nebenwirkungen
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Bei der Therapie mit Penicillin G können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, wobei erwähnt werden muss, dass allergische Reaktionen eher selten
sind. Möglich sind aber Reaktionen wie Urtikaria, Erythema, Dermatitis, Fieber, Gelenksschmerzen, Anaphylaxie oder anaphylaktoide Reaktionen, wie
zum Beispiel Asthma. Im Bereich des Verdauungstraktes können Stomatitis
und Glossitis als Nebenwirkungen auftreten. Wenn während der Behandlung
mit Penicillin G Durchfälle auftreten, sollte an die Möglichkeit einer pseudomembranösen Colitis gedacht werden. Außerdem könnten Veränderung des
Blutbildes (Eosinophilie, hämolytische Anämie, Leukopenie und Thrombozytopenie) in Erscheinung treten. Abgesehen von den bereits erwähnten Nebenwirkungen muss bei intramuskulärer Applikation bei Säuglingen mit
schweren lokalen Reaktionen gerechnet werden. Es empfiehlt sich daher
eine intravenöse Therapie durchzuführen. Bei Infusion hoher Dosen kann es
zu Krampfreaktionen kommen.
Natürlich ist bei Auftreten einer Allergie die Therapie sofort abzubrechen und
Besondere Warnhinweise zur sicheren An- entsprechende Mittel zu verabreichen. Bei einer längerandauernden Behandlung mit hohen Dosen sollten Kontrollen des Elektrolythaushaltes sowie
wendung
Blutbildkontrollen und Nierenfunktionstests durchgeführt werden. Außerdem
muss ein Überwuchern resistenter Keime bei Langzeittherapie beachtet werden. Bei schweren anhaltenden Durchfällen ist an eine pseudomembranöse
Colitis zu denken, vor allem wenn blutig-schleimige, wässrige Durchfälle,
dumpfer, diffuser bis kolikartiger Bauchschmerz oder Fieber als Begleiterscheinungen auftreten. In diesen Fällen ist Penicillin G-Natrium sofort abzusetzen und eine entsprechende Therapie einzuleiten.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Bisher konnten keine Schädigungen von Schwangeren, Föten oder
Neugeborenen nachgewiesen werden. Daher ist eine Anwendung in der
Schwangerschaft und Stillperiode meist unbedenklich. Das einzige Problem
für den Säugling könnte in einer frühzeitigen Sensibilisierung gegen Penicilline liegen. Während einer laufenden Penicillin-G-Therapie sollte die Muttermilch abgepumpt und verworfen werden.
Haltbarkeit und
Abgabe
60 Monate
Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten
Betalaktam-Antibiotika
• Phenoxymethylpenicillin
Eigenschaften und
Wirksamkeit
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z.B. Ospen® 500-Filmtabletten
Phenoxymethylpenicillin ist ein hochwirksames Antibiotikum zur oralen Einnahme. Phenoxymethylpenicillin hat ein ähnliches Wirkungsspektrum wie
Penicillin G und umfasst Streptokokken, Staphylokokken und Neisserien.
Weiters wirkt es gegen Listerien, Corynebakterien und zahlreiche Anaerobier
(wie Peptokokken, Peptostreptokokken, Fusobakterien, etc.).
Die Wirkung von Phenoxymethylpenicillin wird durch Magensäure nicht
beeinflusst. Wegen der raschen Resorption wird eine maximale Konzentration des Penicillins im Gewebe und Serum erreicht. Dadurch haben Ospen
Filmtabletten eine sehr hohe Wirksamkeit.
Natürlich ist bei Auftreten einer Allergie die Therapie mit Ospen sofort abzuBesondere Warnhinweise zur sicheren An- brechen. Bei einer Langzeitbehandlung sollten Blutbild- und Leberfunktionskontrollen sowie Nierenfunktionstests durchgeführt werden. Bei schwerer
wendung
und anhaltender Diarrhoe (u. U. lebensbedrohlich) ist eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Colitis die mögliche Ursache. In derartigen Fällen
muss Ospen sofort abgesetzt und eine dem Erregernachweis gemäße Therapie (z. B. Vancomycin oral 4 x 250 mg) eingeleitet werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Obwohl sich bis jetzt keine Hinweise auf embryotoxische oder mutagene Wirkungen gezeigt haben, sollte Phenoxymethylpenicillin während der
Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Überlegung eingesetzt werden.
Anwendungsgebiete
Ospen wird zur Therapie und Prophylaxe von leichten bis mittelschweren Infektionen eingesetzt. Dazu zählen Infektionen des HNO-Traktes, wie z. B.
Streptokokkenangina (Scharlach, Angina tonsillaris, Angina Plaut-Vincent
ect.), Otitis media acuta und Sinusitis. Weiters können mit Ospen Filmtabletten Infektionen der Atemwege insbesondere bakterielle Bronchitis und bakterielle Pneumonie behandelt werden. Ein weiterer Anwendungsbereich sind
Infektionen der Haut (Erysipel, Erysipeloid, Pyodermien, Abszesse, Phlegmone). Phenoxymethylpenicillin wird auch bei Bissverletzungen (z. B. Gesichtswunden oder tiefe Wunden der Hand) und Verbrennungen eingesetzt.
Weiters verwendet man Ospen zur Prophylaxe von Streptokokkeninfektionen
und deren Folgeerscheinungen wie rheumatisches Fieber sowie nach kleinen chirurgischen Eingriffen zur Prophylaxe einer bakteriellen Endokarditis
(Herzinnenhautentzündung). Außerdem wirkt es bei Erkrankungen wie
Pneumonie, Empyem, Sepsis, Pericarditis, Meningitis, und Arthritis.
Nebenwirkungen
Während der Therapie mit Ospen Filmtabletten kann es zu eher seltenen allergischen Reaktionen wie Urtikaria, angioneurotisches Ödem, Erythema,
Dermatitis, Fieber, Gelenksschmerzen oder zu einem anaphylaktischer
Schock kommen. Nebenwirkungen können auch im Gastrointestinaltrakt auftreten (z. B. Übelkeit, Diarrhoe, Erbrechen, Magendruck, Stomatitis und
Glossitis). In sehr seltenen Fällen wurden auch Veränderung des Blutbildes
(hämolytische Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie etc.) beobachtet.
Haltbarkeit und
Abgabe
36 Monate
Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten
Betalaktam-Antibiotika
21
Betalaktam-Antibiotika
21
4.2.3. Cephalosporine
R1
O
R
C
H
H
6
HN
5
Grundstruktur der häufigsten
Cephalosporine
S
4
3
7
O
N
1
CH2R2
4-Thio-1-azobicyclo[3.2.0]hepten-7-on
2
COOH
Cephalosporine ähneln auf Grund ihrer chemischen Struktur der Wirkungsweise von
Penicillinen. Sie hemmen die Bildung von wachsenden Bakterienzellwänden und werden vor allem bei Penicillin-Allergien eingesetzt.
Cephalosporine werden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt, wobei Kriterien wie Betalaktamase-Stabilität und Säurestabilität von Bedeutung sind. Die Grundunterteilung
in Cephalosporine zur parentalen Anwendung (Injektion oder Infusion) und
Oral-Cephalosporinen (oral eingenommen) ergibt sich in der Praxis aus einer unterschiedlichen Resistenz gegen die Magensäure.
Weiters werden die parenteralen Cephalosporine in drei Gruppen eingeteilt:
·
Cephalosporine ohne erhöhte Betalaktamase-Stabilität (Basiscephalosporine)
·
Cephalosporine mit erhöhter Betalaktamase-Stabilität (Übergangscephalosporine)
·
Breitspektrumcephalosporine
Die Oralcephalosporine lassen sich ebenfalls weiter einteilen:
·
Oralcephalosporine ohne erhöhte Betalaktamase-Stabilität
·
Oralcephalosporine mit erhöhter Betalaktamase-Stabilität
Durch die unterschiedliche bakterielle Aktivität unterscheidet man auch mehrere Generationen.
Betalaktam-Antibiotika
22
4.2.3.1. Erste Generation
Cephalosporine der ersten Generation besitzen gegen grampositive Erreger wie z. B.
Staphylokokken und Streptokokken eine gute Wirkung. Jedoch wirken sie gegen aerobe, gramnegative Erreger wie E. coli, Proteus mirabilis und Klebsiella pneumoniae nur
eingeschränkt. Die erste Generation wird auch Cefalotin/Cefazolin Gruppe genannt.
à Cefazolin
Da Cefazolin zur Gruppe der Cephalosporine gehört, hemmt es die Synthese der Zellwand und wirkt daher in der Teilungsphase der Bakterien bakterizid.
• Cefazolin „Biochemie“®
z. B.Cefazolin „Biochemie“ 0,5 g-Trockenstechampulle
Eigenschaften und
Wirksamkeit
Cefazolin ist ein halbsynthetisches Cephalosporin und wirkt, wie alle Betalaktam-Antibiotika, durch Störung der Zellwandsynthese. Das Wirkungsspektrum von Cefazolin schließt Staphylococcus aureus, Staphylococcus
epidermidis und einige Streptokokkenstämme ein. Außerdem werden auch
Streptococcus pneumoniae, E. coli, Proteus mirabilis, Klebsiella spp., Enterobacter aerogenes und Haemophilus influenzae erfasst.
Anwendungsgebiete
Cefazolin kann bei einer Reihe von Infektionen, die durch cefazolin-empfindliche Erreger verursacht werden, eingesetzt werden. Dazu zählen Infektionen
des Respirationstraktes wie Bronchitiden sowie Pneumonien. Außerdem
kann Cefazolin gegen Infektionen des Urogenitaltraktes wie Pyelonephritis,
Cystitis, Urethritis und Prostatitis verwendet werden. Weiteres können Infektionen der Haut und der Weichteile, Infektionen der Gallenwege sowie Knochen- und Gelenkinfektionen mit Cefazolin behandelt werden. Auch bei
Endokarditis und septischen Allgemeininfektionen ist das Präparat wirksam.
Nebenwirkungen
Als Nebenwirkungen können Überempfindlichkeitsreaktionen und Allergien
auftreten. Es wurden schon vereinzelt Arzneimittelfieber, Hautrötungen mit
Hitzegefühl, Juckreiz, Urtikaria und anaphylaktische Reaktionen in Zusammenhang mit einer Cefazolin-Therapie beobachtet. Außerdem könnten Veränderungen des Blutbildes wie zum Beispiel Neutropenie, Leukopenie oder
Thrombozytopenie auftreten. Es können auch Appetitlosigkeit, Durchfall,
Übelkeit und Erbrechen auftreten. Bei einer Überdosierung, vor allem bei Niereninsuffizienz kann Cefazolin neurotoxisch wirken. Als Folgen treten häufig
gesteigerte Krampfbereitschaft, Erbrechen und Tachykardie auf. Andere Nebenwirkungen sind genitaler und analer Pruritus, genitale Moniliasis und Vaginitis.
Betalaktam-Antibiotika
23
Bei reduzierter Nierenfunktion ist die Dosierung unbedingt dem Grad der NieBesondere Warnhinweise zur sicheren An- renfunktionsstörung anzupassen. Außerdem müssen die Nierenfunktionen
während der Therapie regelmäßig überprüft werden. Bei einer allergischen
wendung
Reaktion muss das Präparat natürlich sofort abgesetzt werden und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Zu beachten sind außerdem Kreuzallergien mit anderen Cephalosporinen und Penicillinen. Während der
Behandlung mit Cefazolin können (äußerst selten) Blutgerinnungsstörungen
auftreten, vor allem bei Patienten mit Vitamin-K-Mangel. Bei schweren und
anhaltenden Durchfällen ist an eine antibiotikabedingte, pseudomembranöse
Colitis zu denken. Bei langdauernder Behandlung mit Cefazolin können nichtempfindliche Erreger überhand nehmen.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Bisher konnten noch keine ausreichenden Untersuchungen in diesem Zusammenhang durchgeführt werden, daher ist eine Anwendung während der
Schwangerschaft nicht unbedenklich. Cefazolin gelangt in Muttermilch. Während einer Behandlung mit Cefazolin sollte daher nicht gestillt werden. Die
Anwendung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Haltbarkeit und
Abgabe
36 Monate
Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten
4.2.3.2. Zweite Generation
Cephalosporine der zweiten Generation wirken gegen grampositive Kokken ungefähr
gleich wie die Präparate aus der ersten Generation. Hingegen sind Zweitgenerations-Cephalosporine verglichen mit denen aus der ersten Generation aber schon in
niedrigerer Konzentration gegen E. coli, Klebsiella pneumoniae, Proteus mirabilis und
andere Enterobacterien wirksam. Auf Pseudomonas haben sie jedoch keine Wirkung.
à Cefuroxim
Da Cefuroxim zur Wirkstoffgruppe der Betalaktam-Antibitika gehört, hemmt es wie Penicilline, die Synthese der Bakterienzellwand. Das Wirkungsspektrum von Cefuroxim
richtet sich vor allem auf Keime, die gegen Penicillin resistent sind.Gramnegative Erreger, die Betalaktamase produzieren, werden jedoch nicht erfasst.
Betalaktam-Antibiotika
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• Curocef®
z. B. Curocef 250mg-Trockenstechampullen
Eigenschaften und
Wirksamkeit
Curocef ist ein halbsynthetisches Cephalosporin-Antibiotikum zur parenteralen Anwendung. Es ist gegen die meisten Betalaktamasen resistent. Die bakterizide Wirkung von Curocef umfasst eine große Anzahl grampositiver und
gramnegativer Erreger (gramnegative Aerobier wie Escherichia coli, Klebsiella, Proteus mirabilis, Haemophilus influenzae und Haemophilus parainfluenzae). Auch Moraxella (Branhamella) catarrhalis, Neiseria gonorrhoeae sowie
N. meningitidis und Salmonella typhi werden erfasst. Weiters wirkt Curocef
gegen grampositive Aerobier wie Staphylococcus aureus und S. epidermidis
einschließlich ihrer penicillinresistenten Stämme. Außerdem wirkt Curocef
außerhalb des Körpers gegen grampositive und gramnegative Kokken (z. B.
Peptococcus und Peptostreptococcus spp.), grampositive Erreger (z.B. die
meisten Clostridium spp.), gramnegative Erreger (z. B. Bacteroides und Fusobacterium spp.) sowie gegen andere Keime wie zum Beispiel Propionibacterium spp. und Borellia burgdorferi.
Anwendungsgebiete
Curocef wird dann angewandt, wenn bei der Therapie mit Cefuroxim Resistenzen und in Folge Infektionen auftreten; so z. B. bei Infektionen der Atemwege im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich, der Nieren und ableitenden
Harnwege, der Geschlechtsorgane einschließlich Gonorrhoe, der Haut und
des Weichteilgewebes, der Knochen und Gelenke, sowie bei Sepsis, Meningitis und als Prophylaxe in der Chirurgie, wenn ein erhöhtes Infektionsrisiko
besteht.
Nebenwirkungen
An der Injektionsstelle kann bei höheren Dosen ein vorübergehender
Schmerz auftreten. Entzündliche Reizungen der Venenwand und der Haut
sowie allergische Reaktionen oder Fieber sind aber selten. Durch langsame
Injektionen (3 – 5 Minuten) kann man derartige Beschwerden vermeiden.
Vereinzelt sind Fälle von Hautrötung, Stevens- Johnson-Syndrom und Nierenentzündung beobachtet worden. Nebenwirkungen im Magen – Darmtrakt
wie Durchfall könnten auch auftreten. Besonders bei Patienten mit Lebererkrankungen kann es zu einer vorübergehenden Erhöhung der Leberenzyme
und zum Anstieg des Serum-Bilirubins kommen. An dieser Stelle sollte man
auch die Wirkung auf Blutbestandteile anführen. Möglich wären eine Veränderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (z. B. Eosinophilie, Leukopenie,
Neutropenie) sowie Thrombozytopenie. In Einzelfällen kann es zu einer hämolytischen Anämie kommen. Wie bei allen Breitspektrumantibiotika kann es
zu Superinfektionen kommen. Dies sind Infektionen, die bei noch bestehendem Primärinfekt auftreten und durch den gleichen Erreger verursacht werden. Wie auch bei anderen zur Behandlung der Meningitis gebräuchlichen
Therapien sind leichte Beeinträchtigungen des Hörvermögens berichtet worden.
Betalaktam-Antibiotika
25
Bei länger dauernder Anwendung kann es zu vermehrtem Wachstum von
Besondere Warnhinweise zur sicheren An- nicht-empfindlichen Keimen (z. B. Candida, Enterokokken) kommen, sodass
es unter Umständen notwendig ist, die Behandlung abzubrechen bzw. geeigwendung
nete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Das Blutbild sowie Leber- und Nierenfunktion — vor allem bei langandauernden Behandlung mit hohen Dosen von
Curocef — müssen unbedingt überwacht werden. Bei Anaphylaxie ist die Behandlung abzusetzen und entsprechende Gegenmaßnahmen sofort zu ergreifen.
Schwangerschaft und Stillperiode
Bisher ergaben sich keine Hinweise auf Teratogenität oder Embryotoxizität,
dennoch sollte Curocef während der Schwangerschaft nur in Ausnahmefällen
verabreicht werden, da Cefuroxim in die Muttermilch übertritt.
Haltbarkeit und
Abgabe
Trockensubstanz: 24 Monate; Lösung bis zu 5 Stunden bei Raumtemperatur
(nicht über 25° C) und bis zu 24 Stunden im Kühlschrank (bei 2 – 8° C)
Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe
verboten.
4.2.3.3. Dritte Generation
Cephalosporine der dritten Generation haben eine hohe Stabilität gegen Betalaktamasen und sind dadurch gegen Haemophilus influenzae und Moraxella (Branhamella) catarrhalis aktiv. Außerdem weisen sie gute Aktivität gegen E. coli, Klebsiellen, Proteus
sp. und gegen Neisserien auf. Auch Pneumokokken werden von ihrer Wirkung erfasst.
Drittgenerations-Cephalosporine sind jedoch meistens wenig wirksam gegen Staphylokokken und daher für die Behandlung von Haut- und Weichteilinfekten kaum geeignet.
à Cefotaxim
Cefotaxim kann bei allen Infektionen angewendet werden, die schon für die übrigen parenteralen Cephalosporine erwähnt wurden. Wegen des erweiterten Wirkungsspektrums wird Cefotaxim zusätzlich noch bei Infektionen des Zentralnervensystems
angewendet.
Betalaktam-Antibiotika
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• Rocephin®
z. B. ROCEPHIN “Biochemie” 1 g i.m.-Trockenstechampulle mit Lösungsmittel
Eigenschaften und
Wirksamkeit
Ceftriaxon ist ein langwirksames Breitspektrumcephalosporin zur parenteralen Anwendung. Die bakterizide Wirksamkeit von Ceftriaxon ergibt sich aus
der Hemmung der Zellwandsynthese. Ceftriaxon besitzt ein breites Wirkungsspektrum gegen gramnegative und grampositive Erreger. Ceftriaxon ist
gegen die meisten Betalaktamasen in hohem Maße stabil. Es wirkt vor allem
gegen Streptococcus pneumoniae, Streptococcus viridans, Streptococcus
bovis, Aeromonas spp., Escherichia coli, Haemophilus ducreyi, Haemophilus
influenzae, Haemophilus parainfluenzae, Klebsiella spp., Morganella morganii, Neisseria gonorrhoeae, Neisseria meningitidis, Plesiomonas shigelloides,
Proteus mirabilis, Providencia spp., Salmonella spp., Shigella spp., Vibrio
spp., Moraxella (nicht-catarrhalis) spp., etc.
Anwendungsgebiete
Rocephin wird bei Infektionen durch Erreger, die gegen Ceftriaxon empfindlich sind, angewendet (Sepsis, Meningitis, Lyme-Borreliose und abdominalen
Infektionen wie Peritonitis, Infektionen der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Traktes).
Außerdem wirkt das Präparat bei Infektionen der Knochen, Gelenke, Weichteile, der Haut sowie Wundinfektionen, Nieren- und Harnwegsinfektionen,
Atemwegsinfektionen, insbesonders Pneumonien, sowie Infektionen im
Hals-Nasen-Ohren-Bereich, bei Infektionen der Genitalorgane, einschließlich
Gonorrhoe und zur Infektionsprophylaxe nach einer Operation.
Nebenwirkungen
Ceftriaxon ist im Allgemeinen gut verträglich. Seltene Nebenwirkungen sind:
Diarrhoe, Erbrechen, Stomatitis und Glossitis. Außerdem wurden vereinzelt
Eosinophilie, Leukopenie, Granulozytopenie, hämolytische Anämie und
Thrombozytopenie beobachtet. Vereinzelt treten schwere Hautreaktionen,
Kopfschmerzen und Schwindel, Erhöhung der Leberenzyme, Oligurie, Mykose des Genitaltraktes, Fieber, Frösteln und anaphylaktische Reaktionen auf.
Betalaktam-Antibiotika
27
Die Möglichkeit des Auftretens eines anaphylaktischen Schocks kann nicht
Besondere Warnhinweise zur sicheren An- vollkommen ausgeschlossen werden. In einem solchen Fall sind sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten. Schatten, die bei der Ultraschalluntersuchung
wendung
der Gallenblase beobachtet werden, sind Ausfällungen des Calciumsalzes
von Ceftriaxon, die bei Beendigung der Behandlung mit Rocephin verschwinden. Während einer längerdauernden Behandlung soll auch das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden. Weiters könnten schwere und anhaltende
Durchfälle auftreten, wobei unbedingt an eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Kolitis zu denken ist. Wie auch bei anderen Antibiotika können
Superinfektionen mit nicht empfindlichen Erregern auftreten.
Schwangerschaft und Stillzeit
Ceftriaxon passiert die Plazentaschranke. Da Ceftriaxon in niedrigen Konzentrationen in die Muttermilch abgegeben wird, ist in der Schwangerschaft
und bei stillenden Frauen besondere Vorsicht geboten.
Haltbarkeit und
Abgabe
36 Monate.
Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten
• Claforan®
z. B. Claforan 0,5 g-Trockenstechampullen
Eigenschaften und
Wirksamkeit
Cefotaxim ist gegen die meisten Betalaktamasen unempfindlich. Das Wirkungsspektrum schließt eine Reihe von Erregern ein. Dazu zählen Staphylokokken, Streptococcus spp., Neisseria gonorrhoeae (einschließlich
Betalaktam-produzierende Stämme), Neisseria meningitidis, Branhamella
catarrhalis, Haemophilus influenzae, Klebsiella spp., Clostridium perfringens,
Corynebacterium diphtheriae, Proteus mirabilis, Proteus vulgaris, Providencia spp., Salmonella spp., Shigella spp., Morganella morganii.
Anwendungsgebiete
Claforan wird zur Therapie schwerer Infektionen wie Infektionen des Respirationstraktes, einschließlich Hals, Nase und Ohren, Infektionen der Haut und
Weichteile, Infektionen der Knochen und Gelenke sowie Infektionen der Niere, des Harntrakts und der Geschlechtsorgane eingesetzt. Außerdem wirkt
Claforan bei abdominellen Infektionen, Sepsis, Endokarditis, Meningitis und
wird als perioperative Prophylaxe bei Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko
verwendet.
Betalaktam-Antibiotika
Nebenwirkungen
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Es können allergische Hautreaktionen wie Pruritus sowie Urtikaria und Arzneimittelfieber auftreten. Weiters wurde über anaphylaktische Reaktionen.
bis hin zum lebensbedrohlichen Schock berichtet. Während der Behandlung
mit Cefotaxim können Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall
auftreten. Außerdem ist ein Anstieg der Leberenzyme keine Seltenheit.
Thrombozytopenie, Eosinophilie und sehr selten hämolytische Anämie sind
ebenfalls schon aufgetreten. Es kann auch zu einem vorübergehenden Anstieg von Kreatinin und Harnstoff im Serum kommen. Weiteres wurden auch
Nebenwirkungen im Bereich des Nervensystems wie Bewusstseinsstörungen und Koordinationsstörungen beobachtet. Wie bei allen Injektionen ergeben sich lokale Reaktionen wie Entzündungen und Schmerzen an der
Injektionsstelle.
Bei Patienten mit allergischer Diathese (Neigung zu bestimmten Krankheiten)
Besondere Warnhinweise zur sicheren An- ist bei einer Therapie mit Betalaktam-Antibiotika Vorsicht geboten. Insbesondere starker anhaltender, blutiger Durchfall während oder nach einer Bewendung
handlung mit Antibiotika kann ein Hinweis auf eine durch Clostridium difficile
verursachte Erkrankung sein. Bei Verdacht auf eine pseudomembranöse Kolitis muß Claforan sofort abgesetzt werden. Außerdem müssen bei lang andauernden Therapie Nieren- bzw. Leberfunktion und das Blutbild kontrolliert
werden. Wie bei jeder länger andauernden Antibiotika-Therapie kann es zu
Überwucherung mit unempfindlichen Mikroorganismen kommen. Daher sollte der Zustand des Patienten regelmäßig überprüft werden, um gegebenenfalls bei Auftreten einer Folgeinfektion geeignete Maßnahmen ergreifen zu
können. Cefotaxim liegt als Natriumsalz vor. Daher sollte der Natriumgehalt
pro Dosis beachtet werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Cefotaxim passiert gleich wie Ceftriaxon die Plazenta-Schranke. Das Präparat sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Da Cefotaxim in die Muttermilch übertritt, sollte Cefotaxim auch während der
Stillperiode nicht eingesetzt werden.
Haltbarkeit und
Abgabe
Haltbarkeit der Trockensubstanz: 24 Monate
Rezept-und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten
Betalaktam-Antibiotika
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4.2.4. Andere Betalaktam-Antibiotika
O
C
C
C
- H2O
OH
N
N
O
H
b -Aminosäure
b -Lactam
Meropenem
aus der Gruppe der Carbapeneme
OH
O
H3C
O
S
N
N
NH
CH3
CH3
COOH
Zusätzlich zu den Betalaktamase-Inhibitoren, Penicillinen und Cephalosporinen gibt es
noch zwei weitere Antibiotika, die auf Grund ihrer Struktur auch zu den Betalaktam-Antibiotika gezählt werden.
Der Einsatz der Carbapeneme und der Monobactame erfolgt nicht so häufig, wie die
Anwendung der Penicilline und der Cephalosporine. Deswegen werden sie an dieser
Stelle nur kurz von mir beschrieben.
Das breite Wirkungsspektrum der Carbapeneme umfasst die meisten grampositiven
und gramnegativen Bakterien. Auch Problemkeime wie Staphylokokkus aureus und
Pseudomonas aeruginosa werden durch ihre Wirkung erfasst. Weiters ist die Empfindlichkeit gegen Betalaktamasen eher gering.
Monobactame sind Antibiotika, die von Bakterien selbst gebildet werden. Aztreonam,
bisher der einzige Vertreter dieser Gruppe wird synthetisch hergestellt.
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