Strategische Umweltprüfung zum

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Strategische Umweltprüfung zum
Hochwasserrisikomanagementplan Oberrhein
(hess. Ried) mit Weschnitz und zum
Hochwasserrisikomanagementplan Neckar
(Hessen)
a) Inhalte und Verfahren der Strategischen Umweltprüfung
b) Voraussichtlicher Untersuchungsrahmen
Büro für Raum- und Umweltplanung
Inhalte und Verfahren
der Strategischen Umweltprüfung
Strategische Umweltprüfung
Warum?
Gesetzliche Vorgaben
Für Hochwasserrisikomanagementpläne sind gemäß Anlage 3, Nr.1.3 UVPG
Obligatorische Strategische Umweltprüfungen durchzuführen.
Aufgabe und Ziele der Strategische Umweltprüfung (SUP)
Auswirkungen bestimmter Pläne und Programme auf die Umwelt sollen
frühzeitig ermittelt, beschrieben und bewertet werden.
Resultierende Umweltauswirkungen sollen möglichst frühzeitig vor der
Annahme von Plänen und Programmen berücksichtigt werden.
Strategische Umweltprüfung
Verfahrensschritte
Wie läuft die strategische Umweltprüfung ab?
Festlegung des Untersuchungsrahmens nach §14f UVPG
Arbeitsschritte:
• Erstellung eines Vorschlags für einen Untersuchungsrahmen einschließlich
Inhalt, Umfang und Detaillierungsgrad der Angaben im Umweltbericht
• Behördenbeteiligung (Scoping-Termin), Sachverständige und Dritte
können hinzugezogen werden
• Auswertung der Stellungnahmen und Äußerungen, Festlegung des
Untersuchungsrahmens
Erstellung des Umweltberichts
Strategische Umweltprüfung
Verfahrensschritte
Erstellung des Umweltberichts nach §14g UVPG
Hauptinhalte:
• Kurzdarstellung der Inhalte und Ziele des Programms (Prüfgegenstand)
• Darstellung geltender Ziele des Umweltschutzes (Prüfkriterien)
• Darstellung der Merkmale der Umwelt, des derzeitigen Umweltzustands
(Ist-Zustand) sowie dessen voraussichtliche Entwicklung bei
Nichtdurchführung des Programms (Referenzzustand)
• Beschreibung der voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt
• Darstellung der Maßnahmen, die geplant sind, um erhebliche nachteilige
Umweltauswirkungen aufgrund der Durchführung des Programms zu
verhindern, zu verringern und soweit wie möglich auszugleichen
• Alternativenprüfung
• Darstellung der geplanten Überwachungsmaßnahmen
Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung
Strategische Umweltprüfung
Verfahrensschritte
Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligungen nach §14h bis 14j des
UVPG
Abschließende Bewertung und Berücksichtigung der Behörden- und
Öffentlichkeitsbeteiligungen nach §14k des UVPG
Bekanntmachung der Entscheidung über die Annahme des
Programms nach §14l des UVPG
Überwachung nach §14m des UVPG
Strategische Umweltprüfung
Untersuchungsrahmen
Voraussichtlicher
Untersuchungsrahmen
Strategische Umweltprüfung
Gliederung des Umweltberichts
1. Einleitung
2. Gegenstand des Hochwasserrisikomanagementplans (HWRMP)
2.1 Kurzdarstellung des Inhalts und der wichtigsten Ziele
2.2 Beziehungen zu anderen relevanten Plänen und Programmen
3. Darstellung der geltenden Ziele des Umweltschutzes
4. Merkmale der Umwelt und des derzeitigen Umweltzustandes
5. Prognose des Umweltzustands bei Nichtdurchführung des HWRMP
Strategische Umweltprüfung
Gliederung des Umweltberichts
6. Darstellung der für den HWRMP bedeutsamen Umweltprobleme
7. Voraussichtlich erhebliche Auswirkungen des HWRMP auf die Umwelt
7.1 Vorgehensweise zur Prüfung von Umweltauswirkungen
7.2 Umweltsteckbriefe zu den Maßnahmengruppen
7.3 Zusammenfassende Bewertung der Umweltauswirkungen
8. Überwachungsmaßnahmen
9. Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben
10. Allgemein verständliche nichttechnische Zusammenfassung
Strategische Umweltprüfung
Inhalte des Umweltberichts
1. Einleitung
- Rechtsgrundlagen und Zweck von
Hochwasserrisikomanagementplänen und SUP
- Grundlage der Bearbeitung:,Muster-Umweltbericht‘ HWRMP Fulda
Strategische Umweltprüfung
Inhalte des Umweltberichts
2. Gegenstand des HWRMP
2.1 Kurzdarstellung des Inhalts und der wichtigsten Ziele
Angemessene Ziele
2 Hochwasserbrennpunkte (HWRMP Neckar)
21 Hochwasserbrennpunkte (HWRMP Oberrhein (hess. Ried) mit
Weschnitz)
Maßnahmensteckbriefe mit Maßnahmenvorschlägen zur Verbesserung
des Hochwasserschutzes an den Hochwasserbrennpunkten
Auswahl der Maßnahmen auf Grundlage des Maßnahmentypenkatalog
‚HWRMP in Hessen‘ (Katalog mit 4 Handlungsbereichen, 15
Maßnahmengruppen mit 49 grundlegenden oder weiterführenden
Einzelmaßnahmen)
Die Maßnahmengruppen sind Prüfgegenstand der SUP!
Strategische Umweltprüfung
Inhalte des Umweltberichts
Maßnahmentypenkatalog ‚HWRMP in Hessen‘
1 Flächenvorsorge
1.1 Administrative Instrumente
1.2 Angepasste Flächennutzung
2 Natürlicher Wasserrückhalt
2.1 Maßnahmen zur natürlichen Wasserrückhaltung
2.2 Reaktivierung von Retentionsräumen
3 Technischer Hochwasserschutz
3.1 Stauanlagen zur Hochwasserrückhaltung im Einzugsgebiet
3.2 Deiche, Dämme, Hochwasserschutzmauern und mobiler HW-Schutz
3.3 Maßnahmen im Abflussquerschnitt bzw. Erhöhung der Abflusskapazität
3.4 siedlungswasserwirtschaftliche Maßnahmen
3.5 Objektschutz
3.6 sonstige Maßnahmen
Strategische Umweltprüfung
Inhalte des Umweltberichts
Maßnahmentypenkatalog ‚HWRMP in Hessen‘
4 Hochwasservorsorge
4.1 Bauvorsorge
4.2 Risikovorsorge
4.3 Informationsvorsorge
4.4 Verhaltensvorsorge
4.5 Vorhaltung, Vor- und Nachbereitung der Gefahrenabwehr
2.2 Beziehungen zu anderen relevanten Plänen und Programmen
Landesaktionsplan Hochwasser
Ziele und Grundsätze der Raumordnungsprogramme
Koordination mit Maßnahmenprogramm und Bewirtschaftungsplan (WRRL)
NATURA 2000-Managementpläne
Förderprogramme
Strategische Umweltprüfung
Inhalte des Umweltberichts
3. Geltende Ziele des Umweltschutzes
Zielvorgaben (Rechtsnormen, Programme) für die in §2 UVPG genannten
Schutzgüter (Prüfkriterien!).
Schutzgut
Kurzfassung
Umweltziele
Umweltziele
Tiere und
Pflanzen,
biologische
Vielfalt
Schutz von
Tieren,
Pflanzen und
deren
Lebensräumen
Schutz der naturraumtypischen Eigenart und Vielfalt von
Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräumen
(BNatSchG).
Biologische
Vielfalt
....
Biotopverbund
Entwicklung eines Biotopverbunds, insbesondere
entlang von oberirdischen Gewässern ... (HENatG).
Strategische Umweltprüfung
Inhalte des Umweltberichts
4. Merkmale der Umwelt und des derzeitigen Umweltzustandes
Beschreibung des Umweltzustandes für alle Schutzgüter des UVPG in
kurzer Form mit Text und Abbildungen
Grundlage: vorhandene Unterlagen z.B. Geoportal-Umweltatlas Hessen,
Maßnahmenprogramm/Bewirtschaftungsplan WRRL
5. Prognose des Umweltzustands bei Nichtdurchführung des
HWRMP
Prognose unter Einbeziehung der zu erwartenden Wirkungen von anderen
Plänen und Programmen (z.B. Klimawandel, Flächenversiegelung,
Maßnahmenprogramm der WRRL)
Darstellung in kurzer prägnanter Form
Strategische Umweltprüfung
Inhalte des Umweltberichts
7. Darstellung der für den HWRMP bedeutsamen Umweltprobleme
potentielle Zielkonflikte hinsichtlich:
Erhaltungszielen von Natura 2000-Gebieten
Schutz von Kulturgütern
WRRL
Strategische Umweltprüfung
Inhalte des Umweltberichts
8. Voraussichtlich erhebliche Auswirkungen des HWRMP auf die
Umwelt
zentrales Kapitel des Umweltberichts
8.1 Vorgehensweise zur Prüfung von Umweltauswirkungen
Methodik
Form der Alternativenbetrachtung
Abschichtung
Strategische Umweltprüfung
Inhalte des Umweltberichts
8.2 Umweltsteckbriefe
Beschreibung der zu jeder Maßnahmengruppe vorgeschlagenen Maßnahmen
Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der voraussichtlich erheblichen
Umweltauswirkungen (worst case-Betrachtung)
Darstellung von Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von möglichen
negativen Umweltauswirkungen
8.3 Zusammenfassende Bewertung der Umweltauswirkungen
Übersichtstabelle
Strategische Umweltprüfung
Umweltsteckbriefe
Maßnahmengruppe 2.1: ‚Maßnahmen zur natürlichen Wasserrückhaltung’
Ziel ist die Dämpfung von Abflussspitzen und Erhöhung des Rückhaltevermögens
in der Aue durch naturnahe Gewässerentwicklung (2.1.1 – 2.1.5) und durch
Erhöhung des Rückhaltevermögens des Bodens durch Flächenentsiegelung und
Niederschlagsversickerung (2.1.6). Die Entwicklung naturnaher Gewässer-, Uferund Auenstrukturen soll vorwiegend durch Förderung der dynamischen
Eigenentwicklung erfolgen. Die Maßnahmengruppe beinhaltet Maßnahmen des
hessischen Maßnahmenprogramms mit bemerkenswerter Wirkung hinsichtlich des
Hochwasserschutzes.
Strategische Umweltprüfung
Umweltsteckbriefe
Strategische Umweltprüfung
Umweltsteckbriefe
Strategische Umweltprüfung
Inhalt des Umweltberichts
8. Überwachungsmaßnahmen
zentrale und dezentrale Hochwasserdienste
Überwachungsnetze des Bewirtschaftungsplans WRRL
sonstige Umweltmessnetze
9. Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der
Angaben
10. Allgemein verständliche nichttechnische Zusammenfassung
Strategische Umweltprüfung
Untersuchungsrahmen – Zusammenfassung der grundsätzlichen Vorgehensweise
Im vorliegenden Scoping-Papier sind bereits einige Kapitel des
Umweltberichtes ausgearbeitet, so dass sich ein Bild über den vorgesehenen
Inhalt, Umfang und Detaillierungsgrad des zu erstellenden Umweltberichtes
ergibt.
Im Umweltbericht sollen alle wesentlichen Inhalte in kurzer prägnanter Form
dargestellt sein.
Die Gliederung orientiert sich an den Anforderungen des §14g Abs. 2 UVPG.
Im Scoping-Papier wurden Umweltziele festgelegt. Dies sind die Prüfkriterien zur
Bewertung der voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen.
Strategische Umweltprüfung
Untersuchungsrahmen – Zusammenfassung der grundsätzlichen Vorgehensweise
Zentraler Bestandteil des Umweltberichts ist Kapitel 7.
Hier wird für jede der 15 Maßnahmengruppen ein Umweltsteckbrief erzeugt,
in dem die Umweltauswirkungen auf Grundlage der jeweils vorgesehenen
Maßnahmen subsummarisch für jedes Schutzgut und schutzgutübergreifend
ermittelt, beschrieben und bewertet. Es werden Maßnahmen zur Verringerung
und Vermeidung negativer Umweltauswirkungen dargestellt. Diese sind bei
nachfolgenden Prüfverfahren zu beachten.
Die Bewertung der voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen wird mit
vorhandenen Daten / Unterlagen im Sinne einer worst case Betrachtung
vorgenommen.
Der planspezifische Bezug ergibt sich aus der subsummarischen Betrachtung
der in einer Maßnahmengruppe jeweils vorgesehenen Einzelmaßnahmen.
Strategische Umweltprüfung
Untersuchungsrahmen – Zusammenfassung der grundsätzlichen Vorgehensweise
Die lokalen Umweltauswirkungen lassen sich in der Regel nur unter
Berücksichtigung detaillierter Daten mit räumlichem Bezug und nach Kenntnis
von genauen Planunterlagen abschließend bestimmen. Sofern sich erhebliche
negative Umweltauswirkungen ergeben, sind zumutbare Alternativen in den
nachgeordneten Planungs- oder Genehmigungsverfahren zu prüfen.
In den Umweltsteckbriefen sind rahmensetzende Aussagen zur Bewertung der
Umweltfolgen wiedergegeben worden. Dies kann sich auf die Standort- und
Maßnahmenwahl bei der weiteren Konkretisierung auswirken.
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