1) Ab wann ist man eigentlich ein Verkaufsprofi

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1) Ab wann ist man eigentlich ein Verkaufsprofi?
Marc M. Galal: Sobald man die Fertigkeiten der Überzeugung
beherrscht - denn nur, wer anderen Menschen, in diesem Fall, die
Kunden überzeugen kann, wird das Produkt oder die
Dienstleistung letztendlich auch an den Mann oder die Frau
bringen. Natürlich gehört dazu im ersten Schritt eine gute Kenntnis
der Produkte oder Dienstleistungen, dass man sich in Menschen
hineinversetzen und u. a. durch gute Fragen und genaues
Zuhören, deren Wünsche herausfinden kann. Der Verkaufsprofi
steuert außerdem seine Verkaufsaktivitäten effizient und
resultatorientiert.
2) Wie stelle ich an mir fest, ob ich ein guter Verkäufer bin oder
nicht?
Marc M. Galal: Sie erkennen es an Ihren Ergebnissen. Wie viele
Kundegespräche haben Sie und wie viele führen zum Erfolg,
sprich Verkauf/Abschluss. Dieses Ergebnis vergleichen Sie mit
Ihrem Verkaufsteam. Gute Verkäufer können schnell eine sehr
gute Kundenbeziehung aufbauen, d. h. der Kunden schenkt
Ihnen sein Vertrauen. Ein guter Verkäufer sind Sie dann, wenn Sie
auf dieser Basis zielorientiert zum Abschluss gehen. Das bedeutet,
manchmal auch etwas beharrlicher zu sein – immer natürlich mit
dem Ziel, Ihrem Kunden zu helfen.
3) Welchen Fehler sollte man im Umgang mit Kunden niemals
machen?
Marc M. Galal: Sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Seine Launen
an den Kunden auslassen.
4) Kann man den geschickten Umgang mit Menschen lernen wenn ja, wie kann ich üben?
Marc M. Galal: Selbstverständlich kann man das lernen. Ob SmallTalk oder Verkaufstechniken – alles beginnt mit dem ersten Schritt,
Ihrem Willen, etwas zu verändern. Doch vor dem Üben brauchen
Menschen erst einmal die richtige Anleitung, das Know-how.
Dieses kann man sich z. B. von guten Kollegen abschauen, oder
man sucht gezielt Weiterbildungsmöglichkeiten. Durch Übungen
in Rollenspielen wird man immer sicherer und kann das gelernte
und trainierte Wissen auch in der eigenen Verkaufspraxis
anwenden. Fast jeder kann lernen, zu verkaufen, mit Menschen
geschickter umzugehen und seine Überzeugungskraft erheblich
zu verbessern.
5) Gibt es eine Möglichkeit festzustellen, wie man auf Kunden
wirkt?
Marc M. Galal: Das Wichtigste im Umgang mit Kunden ist, dass Sie
die emotionale Verfassung des Kunden positiv beeinflussen. Ihr
Ziel sollte es sein, dass sich jeder Mensch nach einem Gespräch
mit Ihnen emotionaler viel besser fühlt. Erkennen können Sie das
an körpersprachlichen Signalen: Glänzende Augen, Lächeln im
Gesicht (nicht nur Mund, sondern auch Augen), offene
Körperhaltung, der körperliche Abstand verringert sich, Lachen,
Kopfneigung. Wenn ein Gespräch gut läuft, werden Sie merken,
dass sich der Kunde ihnen zuwendet, körperliche und verbal
positive Zeichen aussendet.
6) Was ist wichtiger - Kleidung, Wortwahl, Kompetenz?
Marc M. Galal: Das wichtigste ist Sympathie und Vertrauen. Und
bei aller fachlichen Kompetenz, dürfen wir nicht die Macht des
ersten Eindrucks vergessen. Kleider machen nun einmal Leute. Ein
Mensch, der wenig Zeit hat, Sie einzuschätzen, beurteilt Sie als
erstes nach Ihrem Aussehen. Ist diese Hürde erst einmal
genommen, ist im weiteren Gespräch natürlich die Wortwahl und
Kompetenz gefragt.
7) Gibt es einen Leitfaden, wie man ein optimales
Kundengespräch führt oder ist das immer vom Einzelfall
abhängig?
Marc M. Galal: Ja, es gibt Phasen für ein optimales
Kundengespräch, im Einzelfall kann die Reihenfolge der Phasen
allerdings etwas anders sein. Bei jedem Verkaufsgespräche gibt
es die Aufmerksamkeitsphase (Beziehung, Interesse wecken),
Analysephase, Angebotsphase, Argumentationsphase und die
Abschlussphase. Und für jede Phase gibt es wieder zahlreiche
Faktoren, die man berücksichtigen sollte. Von einem Leitfaden zu
sprechen, wäre allerdings zu einfach – da kommt es immer noch
auf den einzelnen Fall an. Ist der Verkäufer allerdings
grundsätzlich fit in den Verkaufstechniken, wird er mit diesem
Wissen jedes Kundengespräch bestmöglich führen.
8) Gibt es Produkte, die sich von selbst verkaufen?
Marc M. Galal: Nein. Verkaufen sich Produkte scheinbar wie von
selbst, wird meistens starkes Marketing gemacht. Dann ist das
emotionale Verlangen sehr groß und die Kunden kaufen einfach.
Doch auch Marketing ist nichts anderen als Verkauf, weil auch
dort mit Überzeugungstechniken gearbeitet wird. Wirklich
einzigartige Produkte sind außerdem inzwischen nur schwer zu
finden. Fast jedes Produkt ist vergleich- und austauschbar.
9) Wie verhält man sich, wenn Kunden sich unhöflich und
unfreundlich verhalten, obwohl man selber ausgesprochen
höflich ist? Muss man da immer darüber hinwegsehen?
Marc M. Galal: Es ist eine sehr schöne Hehrrausforderung, diesen
Kunden in einen positiven Zustand zu versetzten. Und das ist
genau die Kunst, die gute Verkäufer von weniger guten
Verkäufern unterscheidet! Wir reden ja von Dienstleistung und
dafür bezahlen die Kunden. Produkte können sie auch woanders
bekommen. Wenn Sie also unhöflich sind, dann geht der Kunde
einfach in den nächsten Laden und kauft dort. Natürlich muss
man etwas differenzieren: Gibt es den von Grund auf bösen,
teuflischen Menschen? Oder hatte Ihr Gesprächspartner heute
einfach viel Stress und einen schlechten Tag? Dann werden Sie
wahre Wunder erleben, wenn Sie gerade dann sehr freundlich mit
diesem Menschen umgehen.
10) Gehen Sie manchmal Lebensmittel einkaufen? Was fällt Ihnen
da beim Service unangenehm auf?
Marc M. Galal: Das sind immer die gleichen Eindrücke: Kunde
stört nur, keine Freundlichkeit, kein Lächeln (wenn überhaupt
jemand zu entdecken ist), typische Aussage: haben wir nicht,
fragen Sie doch meinen Kollegen in dieser oder jener Abteilung
(wo dann wieder niemand zu finden ist), gibt es nicht (mehr)...,
auch, wenn ich nach kurzem Suchen das gewünschte Produkt
dann doch noch finde.
11) Sind Sie grundsätzlich mit dem Service im Lebensmittelhandel
zufrieden oder sehen Sie da viele Verbesserungsmöglichkeiten?
Marc M. Galal: Ich denke, da gibt es noch sehr gute Chancen,
um sich abzuheben und am Markt positiv zu positionieren.
12) Gilt heute noch der Spruch "Kunde ist König" oder hat
inzwischen
"gleiche Augenhöhe" Gültigkeit?
Marc M. Galal: Verkäufer sollten sich nicht unterwerfen oder
minderwertig fühlen. Dennoch ist der Kunde König oder hat
zumindest die Macht, die dieses Bild ja aussagen will. Der Kunden
bezahlt schließlich Sie als Verkäufer (und nicht nur das Produkt)
und letztendlich kauft er dort, wo er will.
13) Kann jeder ein guter Verkäufer werden oder bedarf es da
einfach
bestimmter Charaktereigenschaften?
Marc M. Galal: Jeder kann verkaufen lernen. Natürlich verfügen
unterschiedliche Menschen über unterschiedliche
Voraussetzungen, d. h. aber nicht, dass Menschen, die besonders
schnell auf andere zugehen können, unbedingt die besseren
Verkäufer sind. Manchmal hat der etwas zurückhaltendere Typ
bessere Chancen, wenn er auf einen Kunden trifft, der nicht
gleich „überrumpelt“ werden will. Kontaktfreudigkeit und
Sympathie zahlen sich natürlich aus. Bestimmte Eigenschaften
kann man aber auch üben. Der Unterschied ist nur: Bei dem Einen
muss man dieses oder jenes eben mehr üben und der andere
bringt gewisse Voraussetzungen schon mit. Die Frage ist also nicht,
ob jemand gut verkaufen kann, sondern ist er bereit zu lernen und
wie lange gibt die Firma oder derjenige selbst sich Zeit zum Üben.
14) Was ist für Sie ganz persönlich "unverkäuflich"?
Marc M. Galal: Unverkäuflich ist ein Produkt für mich immer dann,
wenn es nicht den Bedürfnissen des Kunden entspricht. Also
einfach anhauen – umhauen – abhauen kann es im Verkauf nicht
sein. Geht der Kunde mit einem schlechten Gefühl nach Hause,
weil er dieses oder jenes gekauft hat, was er gar nicht wollte und
es ihm der Verkäufer nur aufgeschwatzt hat, kann vom Aufbau
einer guten Kundenbeziehung nicht die Rede sein. Ansonsten gibt
es natürlich sehr viel, was nicht verkäuflich ist, doch das wäre zu
philosophisch: Da wären die Liebe, Gesundheit, Ideale, Werte,
bestimmte eigene Gedanken oder eine Weltanschauung.
Marc M. Galal ist Vertriebsexperte und lizenzierter NLP-Trainer.
Auf dieser Grundlage hat er das Verkaufskonzept NLS® NeuroLinguistic-Selling entwickelt. Eine einzigartige Verkaufslinguistik
macht NLS® zu einem unentbehrlichen Werkzeug für den modernen, professionellen Verkäufer.
Weitere Informationen Homepage: www.marcgalal.com
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