Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums
Eine höchst vergnügliche Geschichte übers Schwindeln, Flunkern und (Not-)Lügen
nach dem preisgekrönten Roman von Salah Naoura. Für alle ab 7 Jahren.
Theaterbuch, Regie, Komposition, Liedtexte: Thomas Sutter. Musikalische Leitung:
Thomas Lotz. Bühnenbild: Jochen G. Hochfeld. Kostümbild: Marie Landgraf. Dramaturgie:
Göksen Güntel, Sonja Kessner. Regieassistenz: Ita Räpke. Ton: Jasper Diederich / Hartwig
Nickola. Licht: Sabrina Münzberg / Ulrich Müller. Mit: Heleen Joor (Mutter von Matti und
Sami), Nina Lorck-Schierning (u.a. Mattis Freund Turo, Tante Marja), Christian-O. Hille (Mattis
Vater: Sulo Pekkanen, Akkordeon), Stephan Hoppe (u.a. Onkel Kurt, Bass), Nicola Indjov
(Gitarre), Kevin Klisch (Sami), Thomas Lotz (Hausbesitzer Marku, Gitarre), Iljá Pletner (Matti,
Violine), Markus Schmidt (Onkel Jussi, Percussions). Aufführungsrechte: Verlag für
Kindertheater Weitendorf GmbH.
Matti wohnt mit seinem kleinen Bruder Sami, seiner oft gestressten Mutter und seinem
wortkargen finnischen Vater, Sulo Pekkanen, in einer beengten Neubauwohnung. Sein
inniger Wunsch, endlich einmal am schönen Kyyvesi-See, der Heimat seines Vaters, Urlaub
zu machen, wird ihm mehrfach abgeschlagen. Als eines Tages sein finnischer Onkel Jussi zu
Besuch kommt, deckt Matti drei Lügengeschichten seiner Eltern auf, was sein kindliches
Weltbild komplett durcheinander bringt. Eine Reihe von Fragen tun sich auf: Darf man
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zurück lügen, wenn man selbst angelogen wurde? Kann man Lügen als „Fehler im
Universum“ korrigieren? Da flunkert auch Matti, mit der ungeahnten Konsequenz, dass
seine Familie plötzlich ohne Arbeit, ohne Geld und ohne Wohnung in der finnischen Natur
strandet.
Der Berliner Autor Salah Naoura hat mit seinem Roman, der für den Deutschen
Jugendliteraturpreis 2012 nominiert war, eine höchst vergnügliche Geschichte übers
Schwindeln, Flunkern und (Not-)Lügen geschrieben. Die Erwachsenen nehmen darin
unterschiedliche Positionen ein. Während es Mattis Mutter mit der Wahrheit nicht
sonderlich genau nimmt, wird Onkel Kurt immer mehr zu Mattis moralischem Gewissen.
Während seine Mutter ihn für seine Wahrheitsliebe mit einem „Mensch, Matti, du bist
päpstlicher als der Papst“ abtut, macht Onkel Kurt auf die Gefahren des Schwindelns hin.
Denn er weiß: „Lügen verbreiten sich wie Bambus. Und der wächst verdammt schnell!
In seiner dritten Regiearbeit hat sich Theaterleiter Thomas Sutter dieser Vorlage mit
einer Thematik, die uns alle tagtäglich berührt, mit großem Engagement angenommen.
Denn die Entdeckung, dass auch Eltern immer wieder zur Lüge greifen, obwohl sie von ihren
Kindern stets mit Nachdruck die Wahrheit einfordern, sind Lern- und Wachstumsprozesse,
die wir alle auf dem Weg ins Erwachsenenleben durchlaufen. In Thomas Sutters
Theaterfassung wird die schwierige Frage, wer, wann, wo, wie und warum schwindelt, von
allen Seiten beleuchtet. Am Ende wird klar, dass Lügen nicht immer kurze Beine haben und
Liebe, Loyalität sowie ein lebendiger Austausch manchmal höher zu werten sind als die
reine Wahrheit.
Musikalisch stellt die Inszenierung den vorläufigen Höhepunkt auf dem Weg des
ATZE Musiktheaters hin zum modernen Sing-Spiel dar. Gesprochener Dialog und Gesang
werden eng miteinander verknüpft, und die Szenen sind komplett durchkomponiert. Die
Musik beinhaltet folkloristische Elemente, Rock und Pop, dazu einen kommentierenden Chor
sowie Anklänge an eine intime „Unplugged Session“. Die Instrumentierung ist mit zwei
Gitarren, Bass, Percussions, Akkordeon und Geige äußerst ungewöhnlich. Oder typisch Atze.
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PRESSESTIMMEN
„Thomas Sutter macht aus Naouras charmantem Jugendbuch ein ebenso amüsantes und
kindgerechtes Singspiel, in dem Songs und Erzählung sehr harmonisch miteinander
verwoben werden. Seine Inszenierung ist mitreißend getimt und in einem tollen Bühnenbild
von Jochen G. Hochfeld angesiedelt. Vor allem aber liefert das Stück Menschen ab 7 schöne
Anstöße, über Lügen, Notlügen oder andere Schwindeleien nachzudenken.“
Der Tagesspiegel
„Die Inszenierung setzt nicht nur auf den Zauber einer Geschichte, sondern zeigt zugleich
die Voraussetzung ihres Erzählens: Es wird eben auch ein bisschen geflunkert, wenn die
Kinder eine Geschichte über Lügen und Notlügen, Flunkern und Schwindeln live sehen.
Insgesamt überzeugt die Musik als wichtiger Bestandteil des Stücks: untermalend,
begleitend, die Handlung forcierend.“ Berliner Zeitung
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„Musik und Text sind eng miteinander verzahnt, Schauspielern und Musikern wird alles
abverlangt – eine Riesenleistung des Ensembles. Zum Glück wird die Moralkeule nicht
ausgepackt, es gibt viel zu lachen und viele Einfälle, die Spaß machen.“
Kulturradio
„Ein musikalisch ausgefuchstes modernes Singspiel mit witzigen Szeneneinfällen und
überraschendem Happy-End.“
zitty
„Ein mitreißender und anrührender Handlungsfluss, der alle denkbaren Theatertechniken
und musikalischen Finessen vereint, um die Geschichte zu erzählen. Das Timing, der Charme
der vielfach begabten Darsteller und das wandelbare Bühnenbild tragen zum einzigartigen
Atze-Touch bei. Die Musik ist dabei eindringlich, leichtfüßig und einprägsam. Thomas Sutter
hat ein Kindertheater geschaffen, das in der Hauptstadt einzigartig dasteht.“
Märkische Oderzeitung
„Dank einer Menge witziger Regieeinfälle und eines in seiner variablen Schlichtheit
grandiosen Bühnenbilds gerät die Aufführung zu einem Paradebeispiel dafür, wie man
gutgläubige Leute durch das gekonnte Vorspiel falscher Tatsachen ganz wunderbar hinters
Licht führen kann. (…) Diese starke Atze-Truppe versteht es wahrlich, Bäume auszureißen.
Die Musik springt dabei durch die Stile (von finnischer Polka bis zur poppigen
Liedbegleitung), um die Geschichte mit ihren Mitteln zu kommentieren, anzureichern,
auszuschmücken.“
Neues Deutschland
„Thomas Sutter als Autor, Komponist und Regisseur hat aus der Buchvorlage eine
mitreißende Bühnenfassung erarbeitet, fügt filigran Text und Ton, Szene und Musik in
einander, zeigt zugleich, wie Theater gemacht wird. Ähnlich sind auch die szenische
Ausstattung und ihre Verwandlungen voller Überraschungen und Pointen.“
Berliner Lehrerzeitung
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ZUSCHAUERSTIMMEN
"Eine schöne und aufregende Inszenierung... Tolles Stück."
Salah Naoura
„Besser konnte die Geschichte nicht erzählt werden. Schlicht, direkt und einfach genial.“
Horst Matrong, Kulturstiftung Matrong
„Eine wunderbare; für Kinder ab 7 Jahren verständliche Geschichte, die auch für Erwachsene
nicht langweilig und gut anzuschauen ist. Mit sehr gutem Bühnenbild und sehr guter LiveBand eine durchgängig bemerkenswerte Inszenierung, die mir außerordentlich gefallen hat.“
Egon Arendt, Intendant des Stadeum (Theater Stade)
„Die Premiere hat uns sehr gut gefallen, besonders der atmosphärische Singspiel-Charakter tolles Ensemble !“
Hans Ackermann, Moderator von Kulturradio
„Ganz wundervoll fand ich das Stück in ganzer Länge! An der Stelle, wo Matti die dritte Lüge
der Eltern aufdeckt, zieht es einem selbst richtig den Magen zusammen. Ich glaube, ich habe
sogar laut "ooohh!" gerufen...“
Judith Kochendörfer, freie Journalistin (InfoRadio, Deutschlandradio)
„Mit dieser Inszenierung ist dem ATZE Musiktheater eine warmherzige und humorvolle
Inszenierung gelungen, die dem erfolgreichen Kinderbuch ganz und gar gerecht wird.
Thomas Sutters temporeiche Musik besticht durch großen Charme und finnische
Leidenschaft; besonders der Chor hat mich begeistert: Er kommentiert, hilft, spottet oder
befördert und agiert dabei ganz unaufdringlich aus dem Geschehen heraus. Bühne und
Schauspieler, Musik und Text loten gekonnt die existentiellen Nöte der Figuren aus und
haben zugleich sichtbaren Spaß an den katastrophischen Verwicklungen. Herzlichen
Glückwunsch und vielen Dank für einen berührenden Theaternachmittag.“
Juliane Lachenmayer, Verlag für Kindertheater, Hamburg
„Das Stück ist auf der einen Seite sehr komisch, aber auch nachdenklich und super modern
gespielt. Die vielen Sounds und Effekte; die parallel liefen, die Beteiligung der Musiker am
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Stück (als Darsteller) und die Musik insgesamt haben uns echt gefallen. Insgesamt waren
wir alle sehr begeistert vom Stück, den Darstellern und de Inszenierung... und wir konnten
an vielen Stellen auch wunderbar lachen. Ein abslouter Tipp, den ich hier bei radioeins
vielen weitergegeben habe.“
Michael Dropmann, Radio Eins
„In Matti uns Sami wird geflunkert, aufgeschnitten und gelogen - und das amüsant und mit
erschütternden Folgen. Meine Tochter hatte daraufhin noch im Schlußapplaus das
dringende Bedürfnis, mir eine Lüge zu gestehen, die sie schon über ein Jahr "zwickte". Das
war ein tolles Theaterstück, sagte sie später zu ihrem Vater.“
Cathrin Bonhoff, rbb Abendschau
„Ich fand die Inszenierung richtig toll und hatte lange schon nicht mehr so viel Spaß im
(Kinder-) Theater. Eine sehr schöne leichtfüßige Inszenierung, die ich nur empfehlen kann.“
Anna Scheer, Spielplan-Redaktion der Berliner Zeitung
„Die Aufführung hat mir prima gefallen. Schauspieler und Band haben mit einer Energie und
Laune performt, die absolut ansteckend war. Das Stück hat die Story des Romans auf
unterhaltsame Weise rübergebracht. Ich werde sicherlich noch lange von diesem
vergnüglichen Abend zehren.“
Franziska Hoffmann, Pressereferentin von Beltz & Gelberg
„Wir waren von Beginn des Stückes an „schwer“ begeistert, sofort hellwach und mittendrin.
Wir bewunderten das Bühnenbild und die Spielfreude der Schauspieler, von denen einige
geradezu artistisch agierten (Hut ab!) und manche sogar switchend, als Musiker und
Schauspieler. Alles war im Fluss und gut gesetzt – wie aus einem Guss - Worte, Musik (toll
eingepasst und arrangiert) und Aktion. Applaus! Applaus! Applaus! gab es zu Recht lang
anhaltend vom begeisterten Publikum. Mit einem Hochgefühl verließen wir das Theater.“
Ina Taege, Leiterin Bezirkszentralbibliothek (Kinder und Jugend), Berlin-Weißensee
„Meine Tochter und ich durften am Freitag eine lustige, spannende und sehr unterhaltsame
Uraufführung zu erleben. Wir haben über die Klischees gelacht, und gleichzeitig hat das
Thema über Beschönerung, Lügen und Betrügereien uns sehr nachdenklich gemacht. Die
Musik und deren Texte waren knackig, sehr gut gelungen. Ich empfehle dieses Theaterstück
sehr gern allen Interessenten in der Finnischen Schule weiter.“
Tarja Eklund, Finnische Sprachschule, Berlin
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ZUM ATZE MUSIKTHEATER
Das ATZE Musiktheater feierte bereits 2011 sein 25-jähriges Jubiläum. Von 1986 bis 1995
war ATZE mit Liederprogrammen für Kinder enorm erfolgreich. Bis heute wurden 17 MusikCDs veröffentlicht. Seit 1996 hat sich ATZE als Musiktheater für Familien entwickelt und
gilt als größtes und beliebtestes Berliner Theater für Kinder im Grundschulalter. Das ATZE
Musiktheater wurde 2013 in Berlin von ca. 88.000 Zuschauern besucht. Im Oktober 2010
wurde das Theater von der INTHEGA (dem bundesweiten Interessenverband aller Städte
mit Theatergastspielen) mit dem Sonderpreis für „richtungsweisendes Kinder- und
Jugendtheater“ ausgezeichnet. Beflügelt durch diesen Theaterpreis liegt die Besucherzahl
bei ATZE Gastspielen und Tourneen im gesamten Bundesgebiet inzwischen bei über 25.000
Zuschauern pro Jahr. Die Produktion „Keloglan und die 40 Räuber“ wurde mit dem
Sonderpreis der Jury beim „junge ohren preis 2011“ ausgezeichnet. Im September 2012
wurde die ATZE Inszenierung „Frau Holle“ mit dem „IKARUS 2012“ als herausragende
Berliner Theaterinszenierung für Kinder prämiert. 2014 wurde „Das doppelte Lottchen“ für
den IKARUS 2014 nominiert und „Spaghettihochzeit“ mit dem IKARUS 2014 ausgezeichnet.
Beide Inszenierungen stehen ebenso wie „Matti und Sami …“ für das neue ATZE Konzept,
das sich kurz und knapp als „modernes Sing-Spiel“ charakterisieren lässt.
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