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Forschungsvorhaben FlexPro: Flexible Pro
oduktionskapazität innovativ managen
Die flexiblen Mitarbeiter
Die flexiblen Mitarbeiter
Deutschlandweite Unternehmensbefragung zu
u Flexibilisierungsanforderungen und flexiblem Mitarbeitereinsatz
Ausgewählte Ergebnisse
Lehrstuhl für Psychologie insb. Wirtschafts‐ und Sozialpsychologie Universität Erlangen‐Nürnberg Lange Gasse 20 g
D‐90403 Nürnberg © Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Wirtschafts- und
Sozialpsychologie
1
Was ist Flexibilität?
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Lehrstuhl für Wirtschafts- und
Sozialpsychologie
2
Was ist Flexibilität?
Begriff Flexibilität“:: Begriff „Flexibilität
unzählige Definitionen in verschiedenen Fachdisziplinen, unzureichende Begriffsabgrenzung
Arbeitsdefinition:
Flexibilität = Anpassungsfäähigkeit einer Organisation tionsinterne oder ‐externe Bedingungen an sich ändernde organisa
g
g g
sowohl als Reaktion auf akktuellen Anpassungsbedarf als auch vorausschauend auf mögliche zukünftige Anforderungen
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Sozialpsychologie
3
In welchen Bereichen können Unternehmen flexibel sein?
Bereiche der Unternehmensflexibilität
•
interne vs. externe Flexibilität
Flexibilisierung kann sich auf Maßnahmen im Unternehm
Flexibilisierung
kann sich auf Maßnahmen im Unternehm
men (z B Weiterbildung der Mitarbeiter
men (z. B. Weiterbildung der Mitarbeiter, abteilungsübergreifender Mitarbeitereinsatz, Fertigungsskonzepte) beziehen oder auf die Interaktion mit der Unternehmensumwelt gerichtet sein (z. B. Outsourcing, Entleih von Zeitarbeitnehmern, Einbindung der Kunden)
•
numerische (quantitative) vs. funktionale (qualitaative) Flexibilität
Flexibilisierung kann eine flexiblere Gestaltung zahlenmääßig erfassbarer Größen (wie z. B. Anzahl der Mitarbeiter, Arbeitszeit) sowie qualitative Maßnahmen (wie z. B. Weiterbildung oder integrative Fertigung) bedeuten
Arbeitszeit) sowie qualitative Maßnahmen (wie z. B. We
iterbildung oder integrative Fertigung) bedeuten
•
subjektorientierte, objektorientierte und prozesssorientierte Flexibilisierungsstrategien
Flexibilisierungsstrategien können überwiegend auf Pers
Flexibilisierungsstrategien
können überwiegend auf Perssonen (flexibler Mitarbeitereinsatz), auf Objekte (z. B. sonen (flexibler Mitarbeitereinsatz) auf Objekte (z B
Technik, Produktionsanlagen) oder auf Prozesse (z. B. Qu
ualitätsmanagement) bezogen sein
Diese Einteilung stellt eine Systematisierung der Maß
Diese
Einteilung stellt eine Systematisierung der Maß
ßnahmen dar und keine Wertung
ßnahmen dar und keine Wertung. Als Kriterium, ob eine Maßnahme als Flexibilisierungsmaßnahme gilt ,wird betrachtet, ob diese prinzipiell i. S. der Arbeitsdefinition die Anpassungsfäähigkeit eines Unternehmens erhöhen kann.
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4
In welchen Bereichen können Unternehmen flexibel sein?
Beispiele für Flexibilisierungsmaßnahmen in den
p
g
n verschiedenen Bereichen
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5
Was ist Mitarbeiterflexibilität?
Bereiche der Mitarbeiterflexibilität
• Inhaltlich: Bereitschaft andere Aufgaben zu überneehmen, Weiterbildungsbereitschaft, Berufsflexibilität
• Räumlich: Arbeitsweg, Wohnortwechsel, Tätigkeit im Ausland
• Zeitlich: Flexibilität der Arbeitszeit (Gleitzeit, Zeitko
(
,
nto, Jahresarbeitszeit)
,
)
• Vergütung: leistungsabhängige Vergütung
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6
Stichprobe der KMU‐Erheb
bung
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7
Beschreibung der Stichprobe g
p
Anzahl der Teilnehmer und Rücklaufquote
q
Angeschrieben (nach Abzug der Unzustellbaren): 53.000
Anzahl der Teilnehmer (vollständige Bearbeitung):
Anzahl der Teilnehmer (vollständige Bearbeitung):
1.221
Rücklaufquote: 2,3 %
Anteil der Geschäftsführer und Inhaber unter den Beefragten:
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65 %
8
Beschreibung der Stichprobe II
g
p
Größe der befragten Unternehmen
g
> 10000
6
1001 bis 10000
13
501 bis 1000
18
251 bis 500
86
151
49
101 bis 250
145
51 bi
bis 100
349
204
21 bis 50
Kleinunternehmen (11‐50 MA)
373
11 bis 20
262
6 bis 10
82
2 bis 5
635
49
1
mittleres Unternehmen (51‐
250 MA))
großes Unternehmen (>250 MA)
9
keine festangestellten Mitarbeiter
Kleinstunternehmen (bis 10 MA)
11
0
50
100 150 200 250 300 350 400
Anzahl der befragten Unternehmen nach Mitarbeiterzahl
Unternehmensgröße
(nach EU‐Definition, Anzahl der Unternehmen)
Gut die Hälfte (52%) der befragten Unternehmen geh
hören zu den Kleinunternehmen mit 11 bis 50 Mitarbeitern. 7% der Unternehmen, die an der Studie teilgenommen haben, zählen laut EU‐Definition nicht zu den KMU.
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9
Beschreibung der Stichprobe III
g
p
Branche der befragten Unternehmen
g
Branchen (Anteil der Unternehmen in der Stichprobe)
Sonstiges
6,1%
Land‐ und Forstwirtschaft
0,2%
Baugewerbe
3,7%
Handel
7,1%
Dienst‐
leistungen
15,0%
Die am häufigsten genannten Branchen der produzierenden Unternehmen (in %, Mehrfachnennung möglich)
Maschinenbau
31,3
Metaallerzeugung, ‐bearbeitung und Hersttellung von Metallerzeugnissen'
g
g
30,2
Au
utomobilindustrie und Zulieferer
Industrie/ Industrie/
Produktion
67,8%
24,3
Kun
nststoff‐ und Gummierzeugnisse
13,9
Elektron
nische und optische Erzeugnisse (inklusive Haushaltswaren)
13,7
Pharm
maindustrie und Medizintechnik
9,4
0
5
10
15
20
25
30
Gut zwei Drittel der befragten Unternehmen gehören
n zu den produzierenden Unternehmen, innerhalb welcher Unternehmen aus dem Maschinenbau, der M
Metallerzeugung und der Automobilindustrie am stärksten vertreten sind.
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10
35
Flexibilität:
Selbstbild, Flexibilisierungsanforderungen und ‐strategien
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11
Selbsteinschätzung der Unternehme
g
ensflexibilität
Wie flexibel ist Ihr Unternehmen?
Wie flexibel ist Ihr Unternehmen? 500
415
5
439
400
300
200
168
152
100
2
9
29
0
äußerst gering sehr gering
gering
mittel
hocch
sehr hoch
äußerst hoch
Selbsteinschätzung der Flexibilität (absolute Anzahl der Unnternehmen je Antwortkategorie)
Die meisten Befragten (83%) schätzen die Flexibilitätt ihres Unternehmens als hoch, sehr hoch oder äußerst hoch ein.
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12
Selbsteinschätzung der Unternehme
g
ensflexibilität II
Flexibilität und Unternehmensgröße
Flexibilität und Unternehmensgröße
große Unternehmen
34
mittlere Unternehmen
38
Kleinunternehmen
52
Kleinstunternehmen
68
0
20
40
60
80
100
Selbsteinschätzung der Flexibilität
Selbsteinschätzung der Flexibilität (Anteil der Unternehmen mit der Einschätzung „sehr hoch“ oder „äußerst hoch“ in %)
JJe mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat, desto ge
h Mit b it
i U t
h
h t d t
ringer schätzen die Befragten seine Flexibilität ein. i
hät
di B f t
i Fl ibilität i
Während bei Kleinstunternehmen gut zweit Drittel d
der Befragten ihr Unternehmen als sehr flexibel oder äußerst flexibel bezeichnete, sind dies in großen Untternehmen nur ein Drittel der Befragten. © Universität Erlangen-Nürnberg
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13
Wie wichtig ist Unternehmen ihre Fl
g
lexibilität?
Mit welcher obersten Zielstellung lässt sich die U
Mit
welcher obersten Zielstellung lässt sich die Unternehmensstrategie beschreiben, die Ihr Unternehmensstrategie
U
beschreiben die Ihr
Unternehmen verfolgt?
41%
Qualitätsführerschaft
28%
Flexibilität
12%
Innovationsführerschaft
10%
Technologieführerschaft
6%
andere Strategie
3%
Preisführerschaft
0%
5%
10%
15%
20%
2
25%
30%
35%
40%
45%
Anteil der befragten Unternehm
men, die die jeweilige Strategie als oberste Zielstellung benannten
Flexibilität wird am zweithäufigsten als oberste Unternehmensstrategie genannt.
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14
Flexibilisierungsanforderungen g
g
Flexibilisierungsbedarf entsteht v. a. durch Änderunge
Flexibilisierungsbedarf
entsteht v. a. durch Änderungeen der Nachfrage, Preisdruck der Mitbewerber sowie en der Nachfrage, Preisdruck der Mitbewerber sowie
neue Technologien.
64
Änderungen der Nachfrage erfordern Produktanpassungen
g
g
p
g
54
Preisdruck der Mitbewerber
49
Anpassung an neue Technologien
28
Änderungen der Lieferbedingungen der Zulieferer
25
Produktinnovationen der Mitbewerber
20
Änderungen politischer/ rechtlicher Rahmenbedingungen
19
ausbleibende oder verzögerte Zahlungen der Kunden
Änderungen der Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter
7
0
20
40
60
80
Anteil der Un
Anteil der Un
nternehmen, die die Flexibilisierungsanforderung „häufig“ oder „immer
nternehmen, die die Flexibilisierungsanforderung „häufig
oder „immer“ erleben
erleben
Unternehmen unterschiedlicher Größe unterscheiden
n sich nicht in den wahrgenommenen Flexibilisierungs‐
anforderungen. Lediglich den Preisdruck durch Mitbewerber erleben größere Unternehmen etwas stärker. © Universität Erlangen-Nürnberg
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15
Flexibilisierungsstrategien im Person
g
g
naleinsatz
Anteil der Unternehmen, die die jeweilige Flexibilisie
Anteil
der Unternehmen, die die jeweilige Flexibilisierungsmaßnahme in mittlerem, hohem oder sehr rungsmaßnahme in mittlerem, hohem oder sehr
hohem Umfang einsetzen
Mehrarbeit 89%
Interne Personalverschiebungen
n 53%
Schichtarbeit 38%
Zeitarbeitnehmer 29%
Gleitzeit 51%
Outsourcing Outsourcing
24%
26%
23%
Entlassungen
l
9%
Teilzeit 35%
Neueinstellungen 27%
Teilaufträgge an Subunterneehmer ehmer
Aushilfen, Praktikanten
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Überstundenabbau 79%
Befristete Verträge 21%
%
Heim‐/Telearbeit 5%
16
Flexibilisierungsstrategien im Person
g
g
naleinsatz II
Flexibilisierungsstrategien und Unternehmensgrröße
Flexibilisierungsstrategien und Unternehmensgr
Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat, in desto ggrößerem Umfang werden eingesetzt:
• Befristete Verträge
• Schichtarbeit
• Leiharbeit
• Neueinstellungen bei guter Auftragslage (aber auuch etwas häufiger Entlassungen bei schlechter Auftragslage)
• Gleitzeit
l
Kleinere Unternehmen setzen häufiger Outsourcing eeinzelner Funktionen ein.
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17
Zeitarbeit als Flexibilisierungsstrategie
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18
Einsatz von Zeitarbeit
40% der befragten Unternehmen haben Erfahru
40% der befragten Unternehmen haben Erfahru
ungen mit dem Einsatz von Zeitarbeitnehmern
ungen mit dem Einsatz von Zeitarbeitnehmern.
70
große Unternehmen
60
mittlere Unternehmen
33
Kleinunternehmen
9
Kleinstunternehmen
0
20
40
60
80
100
Einsatz von Zeitarbeit (Anteil der Unternehmen ddie Zeitarbeit einsetzen in %)
Während bei Kleinstunternehmen der Einsatz von Zeeitarbeitnehmer die Ausnahme ist, setzen 70% der großen Unternehmen Zeitarbeitnehmer ein.
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19
Einsatz von Zeitarbeit in verschieden
nen Branchen
Wie häufig wird Zeitarbeit in den verschiedenen
Wie häufig wird Zeitarbeit in den verschiedenen
n Branchen eingesetzt?
n Branchen eingesetzt?
Industrie/Produktion (N=828)
Dienstleistung (N=192)
Handel (N=90)
20 8
20,8
22 2
22,2
47,6
ja
52,4
79,2
nein
77,8
Während fast die Hälfte der produzierenden Unterneehmen Zeitarbeitnehmer einsetzt, beschäftigt nur etwa jedes fünfte Unternehmen der Dienstleistungsb
branche bzw. im Handel Zeitarbeitnehmer.
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20
Motive für den Einsatz von Zeitarbeiit
Hauptmotive für den Einsatz von Zeitarbeitnehm
Hauptmotive
für den Einsatz von Zeitarbeitnehm
mern sind das Abfangen von Auftragsspitzen
mern sind das Abfangen von Auftragsspitzen und die Möglichkeit, den Einsatz schnell und unbürokratisch zu beenden.
87
Abf
Abfangen von Auftragsspitzen.
A ft
it
77
Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis schnell und unbürokratisch zu beenden
46
Ersatz kranker Mitarbeiter
Ersatz kranker Mitarbeiter
36
Personalbeschaffung einfacher/schneller als direkt über den Arbeitsmarkt
20
Outsourcing von Personalauswahl und verwaltung
Outsourcing von Personalauswahl und ‐verwaltung 11
Kosten sparen. 6
Abdecken spezifischer Qualifikationen
Abdecken spezifischer Qualifikationen
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Anteil der U
Unternehmen, für die das jeweilige Motiv „eher zutrifft“ oder „voll zutrifft“ (in %)
Die Motive kleiner, mittlerer und großer Unternehmeen für den Einsatz von Zeitarbeit unterscheiden sich nicht.
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21
Warum verzichten Unternehmen auf den Einsatz von Zeitarbeit?
Gründe, warum Unternehmen keine Zeitarbeitn
,
nehmer einsetzen
Die Arbeitsaufgaben erfordern spezifisches Wissen, das Leiharbeiter nicht mitbringen. 77
39
Wir haben keinen Bedarf an zusätzlichem Personal.
33
Wir möchten nicht, dass betriebsinternes Wissen an exteren Leiharbeiter geht.
Durch Leiharbeit entstünden uns zu hohe Kosten
Durch Leiharbeit entstünden uns zu hohe Kosten.
25
Leiharbeit lehnen wir aus moralischen Gründen ab, denn Leiharbeit ist Ausbeute.
25
24
Wir zweifeln an der Zuverlässigkeit und der Loyalität von Leiharbeitern.
19
Der Einsatz von Leiharbeit könnte den Betriebsfrieden im Unternehmen stören.
14
Wir haben uns noch nicht mit den Möglichkeiten der Leiharbeit auseinandergesetzt.
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
Anteil der Unternehm
men, die der Aussage zustimmen („stimme eher zu“ und „stimme voll zu“ in %)
Fehlende aufgabenspezifische Qualifikationen sind de
Fehlende
aufgabenspezifische Qualifikationen sind deer Hauptgrund, warum Unternehmen keine er Hauptgrund warum Unternehmen keine
Zeitarbeitnehmer einsetzen. Ein Drittel der Unternehm
men fürchtet Know‐how‐Verlust an Externe und ein Viertel der Befragten lehnt Zeitarbeit aus moralischen
n Gründen ab. © Universität Erlangen-Nürnberg
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22
Welche Unternehmen verzichten eh
her auf Zeitarbeit?
Unterschiede in den Ablehnungsgründen nach Unternehmensgröße und Branche
Unterschiede in den Ablehnungsgründen nach U
Unternehmensgröße
U
und Branche
Je kleiner ein Unternehmen ist, desto eher lehnt es Zeitarbeit …
• „aus moralischen Gründen“ ab
• ab, weil Zeitarbeitnehmer nicht das nötige aufgabbenspezifische Wissen mitbringen
• ab, weil das Unternehmen Know‐How‐Verlust an
b
il d U
h
K
H
V l
Externe fürchtet
E
fü h
Dienstleistungsunternehmen lehnen Zeitarbeit eherr ab …
• als produzierende Unternehmen, weil Sie den Knnow‐how‐Verlust an Externe fürchten
• als produzierende Unternehmen und Handel, we
als produzierende Unternehmen und Handel weeil Zeitarbeitnehmer nicht das nötige Wissen mitbringen
eil Zeitarbeitnehmer nicht das nötige Wissen mitbringen
• weil sie sich (ebenso wie der Handel) noch nicht in dem Maße mit den Möglichkeiten der Zeitarbeit auseinandergesetzt haben
auseinandergesetzt haben
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23
Weltwirtschaftskrise und Un
nternehmenserfolg
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Auswirkungen der Weltwirtschaftsk
g
rise
In wie weit war Ihr Unternehmen negativ von de
g
er Weltwirtschaftskrise 2009 betroffen?
50,6
50
35
31
40
30
23
25
21
10
17 3
17,3
20
9
10
5
0
Umsatz
2
23,6
17
20
15
30
18,4
15,6
14,9
16,1
Mitarbeiterzahl
14,4
9,5
4,2
4,9 4,6
4,7
1,1
0
überhaupt nicht
gering
mittelmäßig
stark
sehr stark
Ab
bnahme Abnahme Abnahme gleich Zunahme Zunahme Zunahme m
mehr als 10 bis bis 10% geblieben bis 10%
10 bis mehr als 20%
20%
20%
20%
Ei hät
Einschätzung der Betroffenheit durch die Wirtschaftskrise d B t ff h it d h di Wi t h ft k i
E twicklung von Umsatz und Mitarbeiterzahl 2009 im Vergleich zu 2008
Entw
i kl
U
t
d Mit b it
hl 2009 i V l i h 2008
(Anteil der Unternehmen in %)
(Ante
eil der Unternehmen in %)
Jedes zehnte Unternehmen gab an, von der Wirtscha
Jedes
zehnte Unternehmen gab an von der Wirtschaaftskrise überhaupt nicht betroffen zu sein, während aftskrise überhaupt nicht betroffen zu sein während
fast jedes fünfte sehr stark betroffen war. Zwischen kkleinen, mittleren und großen Unternehmen gab es keine signifikante Unterschiede, wohingegen sich deu
utliche Branchenunterschiede zeigten. © Universität Erlangen-Nürnberg
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Auswirkungen der Weltwirtschaftsk
g
rise
Umsatzentwicklung und Entwicklung der Mitarb
g
g
beiterzahl im Branchenvergleich
g
70
60
60
50
50
40
40
30
30
20
20
10
10
0
0
Abnahme
gleich Zunahme Abnahme gleich Zunahme Abnahme gleich Zunahme
geblieben
geblieben
geblieben
Industrie/Produktion
Dienstleistung
Handel
Abnahme gleich Zunahme Abnahme gleich Zunahme Abnahme gleich Zunahme
geblieben
geblieben
geblieben
Industrie/Produktion
Dienstleistung
Handel
Entwicklung des Umsatzes 2009 im Vergleich zu 2008
Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter 2009 im Vergleich zu 2008
(Anteil der Unternehmen in %)
(Anteil der Unternehmen in %)
Industrieunternehmen wiesen einen signifikant stärkkeren Rückgang des Umsatzes und der beschäftigten Mitarbeiter auf als Unternehmen in der Dienstleistun
ngsbranche und im Handel. © Universität Erlangen-Nürnberg
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26
Zusammenfassungg
• Die meisten Befragten schätzen ihr Unternehmenn als sehr flexibel oder äußerst flexibel ein.
• Je weniger Mitarbeiter ein Unternehmen hat, des
Je weniger Mitarbeiter ein Unternehmen hat dessto höher beurteilt es seine Flexibilität.
sto höher beurteilt es seine Flexibilität
• Häufigste Flexibilisierungsanforderungen: • veränderte Nachfrage, die Produktanpassungen e
veränderte Nachfrage die Produktanpassungen erfordert
e
• Preisdruck durch Mitbewerber
• neue Technologien
• Häufigste Strategien zur Erreichung personaler Flexibilität: • Mehrarbeit bzw. Überstundenabbau • flexible Arbeitszeit
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27
Zusammenfassungg
• Zeitarbeit wird um so eher eingesetzt, je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat. Außerdem wird n genutzt. Zeitarbeit v. a. von produzierenden Unternehmen
• Hauptmotive für den Einsatz von Zeitarbeit (unabbhängig von der Unternehmensgröße):
• Abfangen von Auftragsspitzen
• Möglichkeit, den Einsatz externer Mitarbeiter schhnell und unbürokratisch zu beenden
• Hauptgrund für Ablehnung von Zeitarbeit: Fehlenn des notwendigen aufgabenspezifischen Wissens
• Dienstleistungsunternehmen und Unternehmen im Handel haben sich häufiger als produzierende Unternehmen noch nicht mit dem Thema Zeitarb
beit auseinandergesetzt.
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28
Kontakt
Prof. Dr. Klaus Moser Lehrstuhl für Psychologie insb. Wirtschafts‐ und Sozzialpsychologie Universität Erlangen‐Nürn
nberg Lange Gasse 20 D‐90403
D
90403 Nürnberg Nürnberg
Dipl.‐Psych. Cynthia Send e
Fon: 0911/5302‐147
/
Mail: Cynthia.Sende@wis o.uni‐erlangen.de
Dr. Nathalie Galais
Dr.
Nathalie Galais
Fon: 0911/5302‐247
Mail: Nathalie.Galais@wi so.uni‐erlangen.de
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