Ritual & Secreto - Flamencos

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Tanzcompagnie
route
Flamencos en
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Medieninformation
«Ritual & Secreto»
Tanzcompagnie Flamencos en route
«Ritual& Secreto», die neuste Kreation der
Choreografin Brigitta Luisa Merki zieht einen
Kreis um Verhüllungen und Enthüllungen,
um Objekte und Rituale im Tanz, die das Archaische und Geheimnisvolle aufspüren.
Die Choreografie ist zum einen inspiriert von der
Malerei des spanischen Malers Francisco de
Zurbarán (1598 – 1664), insbesondere von
seinen Frauenbildnissen «Las Santas».
­Zurbaráns malerisches Werk wird als «Wunder
der Inwendigkeit» beschrieben.
Zum andern stellt die Choreografie weitere
Bezüge her zu Objekten, Instrumenten und
Gesängen aus dem reichen und komplexen
Fundus der spanischen Kultur.
Die Kreation Ritual & Secreto 2
Bilder und Objekte in der Choreografie 4
Pressestimmen5
Aufführungs- und Tourneedaten
8
Mitwirkende9
Pressematerial Links
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Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
2
Tanzcompagnie Flamencos en route
Die Kreation «Ritual & Secreto»
Quisiera yo renegar
de este mundo por entero
volver de nuevo a habitar
mare de mi corazon
volver de nuevo a habitar
por ver si en un mundo nuevo
encontraba mas verdad.
Ich möchte mich ganz
von dieser Welt lossagen
von neuem zurückkommen
Mutter meines Herzens
von neuem zurückkommen
um zu sehen, ob ich in einer neuen Welt
mehr Wahrheit finde.
Alter
Flamencogesang,
Peteneras
Foto aus
«paso por paso»por
2013:
Alex Spichale
«Las Santas», die heiligen Frauen
von Francisco de Zurbarán
Die Gemälde dieser Serie der heiligen Frauen Zurbaráns
waren zumeist Auftragswerke von religiösen Institutionen. Sie
sollten Heiliggesprochene, der Legende nach vom Schicksal
schwer getroffene Frauenfiguren zeigen, u.a. Märtyrerinnen.
Zurbarán verdeckt in seiner Darstellung das Leidvolle. Ausser
einigen charakteristischen Attributen bezüglich ihrer Leidens­
geschichte oder eines übernatürlichen Geschehens gibt es
keine Zeichen von Martirium. Er malte die Frauen wie Königin­
nen, wunderschöne Frauen, eingehüllt in kostbare Stoffe und
üppige Roben von höchster Eleganz. Im Gegensatz zu den
Darstellungen von Mönchen in asketischer Strenge strahlen
seine Bildnisse der weiblichen Heiligen stets einen andalu­
sisch anmutenden, fast zeitlos wirkenden weltlichen Charme
aus.
Zurbarán wurde zu seiner Zeit von Seiten des Klerus kritisiert
für diese pompöse, weltliche Darstellung der Frauen. Der
Maler argumentierte dagegen, dass die luxuriösen Kleider den
Figuren Würde verleihen würden. Die Bilder strahlen etwas
Verschwiegenes aus, deuten auf Rätselhaftes, auf ein tiefgrün­
diges Inneres hin.
Tanzcompagnie Flamencos en route Gedanken und Ausführungen der
(...) Brigitta Luisa
Merki istLuisa
wiederMerki
in
Choreografin
Brigitta
deren elegante, kunstvolle
zurStuttgart,
Entwicklung
der Kreation
Tanzstücke immer auch ein Nachdenken
«Ritual & Secreto»
über den Flamenco sind. Ihre Choreo­
grafien erstarren nicht in den Formen und
Floskeln der traditionellen Überlieferung,
sondern spielen frei und neugierig an
deren Grenzen, brechen den spanischen
Nationaltanz auf, konfrontieren ihn mit
anderen Kulturen. (...)
Angela Reinhardt, Esslinger Zeitung, 20.10.2015
Ritual & Secreto
3
Die Körper der Frauen scheinen ein Geheimnis zu tragen unter
ihren Gewändern. Ihr Schweigen in der Schönheit ihrer
Darstellung macht sie unfassbar und gleichzeitig glaubt man
ihre Stimmen zu hören, ihre Körper zu spüren. Die bis ins
feinste Detail ausgearbeiteten Faltenwürfe der gebauschten
und unglaublich reichen Stoffe haben eine eigenartige Anzie­
hungskraft. Man möchte diese Bilder anfassen, über die Stoffe
streichen, die Geschichte der Person darunter erahnen.
Die kühle Seide, welche die heilige Casilda von Toledo so
schwungvoll umhüllt, scheint wie verfestigt zu sein in einem
Moment höchster Eleganz. Alles scheint zu stehen und trotz­
dem strahlen die Frauenfiguren eine unglaubliche physische
Kraft aus.
Die angehaltenen Körper sind wie lautlose Zeichen des
Körperinnern, Zeichen bestürzender Würde und Präsenz.
Keine Standbilder aus einer Bewegungssequenz, sondern
Körperzeichen, die für innere Bewegtheit stehen.
Foto aus «paso por paso» 2013: Alex Spichale
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
4
Tanzcompagnie Flamencos en route
Bilder und Objekte in der
­Choreografie «Ritual & Secreto»
Der «Capote», Umhang des Stierkämpfers
Las Santas
In der tänzerischen Umsetzung erfährt das Kostüm als gestal­
tendes Objekt und in Anlehnung an die Bilder Zurbaráns eine
besondere Bedeutung. Das Kleid steht in dieser Choreografie
für Verhüllung und Enthüllung zugleich, ist Inspirationsquelle
und wird zum inhaltlichen Objekt. Die stoffliche Hülle bestimmt
die Wahl der tänzerischen Sprache und ihren Ausdruck.
In der Tradition des spanischen Tanzes beeinflussen die
Kostüme wie in keiner andern Tanzform die tänzerische
Technik und ihre Ausdrucksmittel.
So fliessen Elemente aus dem tänzerischen Kontext verschie­
dener Regionen und Epochen in die Choreografie ein.
In der tänzerischen Enthüllung offenbart sich die Individualität
und die Besonderheit jeder einzelnen Frau. Die kostbare Hülle
wird abgestreift und geopfert für den persönlichen Ausdruck.
In Verbindung mit Gesang und Musik werden Geheimnisse
aufgebrochen, das Verschwiegene sucht sich einen Weg nach
aussen.
El rondo del Torero
In einem anderen stofflich materiellen Kontext steht der
«Capote» der farbenfrohe Umhang des Stierkämpfers. Auch
der Torero bedient sich dieses schwerwiegenden Objekts in
tänzerischer Weise bevor er sein virtuoses Rondo zusammen
mit den Musikern beginnt.
Nocturno
Im Nocturno findet die Kunst des Flamenco in ihrer ursprüng­
lich rituellen Ausdrucksform eines dichten und hochkonzent­
rierten Dialogs von Tanz und Livemusik zu ihrem inneren
Geheimnis. Flamenco ist die Kunst, die sich selbst in langen
Nächten sucht.
Cante jondo und Cante chico – der profunde und der helle
Flamencogesang stehen im Einklang und in Wechselwirkung
wie die schwarze Nacht und der helle Mond. Das gemeinsame
Ritual von Gesang, Rhythmus und Musik fordert die Tänzerin­
nen und Tänzer zu gewagten Improvisationen heraus.
Musik
Barocke Melodien und Flamencoklänge verbinden sich aufs
Schönste. Die arabischen Gesänge der charismatischen
Sängerin Karima Nayt und die kehlige Stimme der Flamenco­
sängerin Rocío Soto treten in Dialog.
Alte und neue Perkussionsinstrumente, Kastagnetten und
Handtrommeln beschwören das Ritual im Tanz herauf.
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
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Tanzcompagnie Flamencos en route
Uraufführung «Ritual & Secreto»
der Flamencos en route
Neue Zürcher Zeitung, Feuilleton, 20. 12. 2015
Isabelle Jakob
(...) Es gibt sie nicht zuhauf, die Schweizer
Tanzschaffenden, die über mehrere
­D ekaden hinweg bis ins Ausland Renommee erlangt haben. Der Name Brigitta
Luisa Merki darf da sicher nicht fehlen. (...)
Heilige Eleganz
Der neue Tanzabend «Ritual & Secreto», der jetzt in Bern
uraufgeführt wurde, ist wohl die spanischste aller Choreogra­
fien von Flamencos en route – und mit Sicherheit eine ihrer
sehenswertesten.
Es gibt sie nicht zuhauf, die Schweizer Tanzschaffenden, die
über mehrere Dekaden hinweg bis ins Ausland Renommee
erlangt haben. Der Name Brigitta Luisa Merki darf da sicher
nicht fehlen. Die Choreografin konnte vergangenes Jahr das
30-jährige Bestehen ihrer Tanzkompanie «Flamencos en route»
feiern und hatte aus diesem Anlass vier neue Produktionen auf
die Bühne gebracht. Als hätte das Jubiläum der ohnehin
fleissigen Choreografin einen zusätzlichen Kreativitätsschub
verliehen, präsentierte sie am Wochenende in Bern nun schon
wieder ein neues Werk.
«Ritual & Secreto» ist inspiriert vom reichen Werk des spani­
schen Malers Francisco de Zurbarán (1598–1664). Er gilt
als Vertreter des iberischen Barocks und hat sich in erster
Linie als Auftragsmaler religiöser Institutionen einen Namen
gemacht. Merki war besonders von seinen «Las Santas»
angetan, einer Gemäldeserie von heiliggesprochenen Frauen.
Entgegen der Tradition malte Zurbarán die Heiligen nicht als
Märtyrerinnen, sondern inszenierte sie mit pompösen Roben
wie stolze Herrscherinnen, die für einen kurzen Ruhmes­
moment die Bildfläche betreten. Exakt diesen Moment scheint
«Ritual & Secreto» festzuhalten, und man kommt nicht umhin,
aus Merkis künstlerischer Entourage Carmen Perez Mateos
separat zu erwähnen: Die Kostümbildnerin hat textile Meister­
werke geschaffen, welche die fünf Tanzenden wie lebendige
Abbilder der «Santas» erscheinen lassen. Immer neue Stoff­
schichten kommen zum Vorschein und unterstützen die
­Choreografie auf harmonischste Weise.
Merki konzentriert sich wiederum ganz auf die Kraft und das
Rituelle des Flamenco-Tanzes. «Vielleicht ist es die ‹spanischs­
te› aller Choreografien, die ich kreiert habe», sagt sie. Für die
Musik hat sie die beiden charaktervollen Vokalistinnen Karima
Nayt und Rocío Soto engagiert, hinzu kommen zwei Gitarristen
und ein Perkussionist, die arabischen Gesang, barocke
Melodien und Flamenco-Klänge geschmackvoll kombinieren.
In diese schmiegt sich eine extrem kraftvolle, von Stolz und
Eleganz geprägte Choreografie: Ja, «Ritual & Secreto» ist wohl
der spanischste aller Abende von Flamencos en route – und
mit Sicherheit einer ihrer sehenswertesten.
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
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Tanzcompagnie Flamencos en route
Flamencos en route:
Hypnotischer Dialog mit der Welt
Der Bund, 20. 12. 2015
Marianne Mühlemann
(...) An Schlüssselstellen dringen die
Stimmen in den tänzerischen Dialog ein
und kolorieren ihn mit Klangfarben, die
tiefste Gefühle an die Oberfläche holen.
Dafür ist diese Kunst da, dass dem Zuschauer nicht nur ob all der tänzerischen
Virtuosität die Augen aufgehen, sondern
durch Berührung auch das Herz. (...)
Wenn einem Augen und Herz aufgehen: Mit der Uraufführung von «Ritual & Secreto» triumphiert Brigitta Luisa
Merkis grossartiges Ensemble.
Der Stier ist still. Aber seinen Körper hat er bolzengerade
aufgerichtet. Der Hals ragt in die Höhe. Auf dem Kopf liegen
die Hörner als gebogene Sichel, spitz und fein, als hätte
Picasso persönlich sie ins Dunkel geritzt. Der Tauro ist nicht
allein, in der Finsternis gibt es zwei weitere. Gut, man könnte
die Stahlobjekte auch nüchtern betrachten.Dann wären sie
nicht Stiere, sondern bloss Stühle mit hohen Lehnen. Oder
Kleiderständer und die Hörner gebogene Haken, an denen die
drei Tänzerinnen ihre Kostüme aufhängen. Es sind einige an
diesem an Verwandlungen reichen Abend, der im ersten Teil
inspiriert ist durch die Santas, die heiligen Frauen des spani­
schen Barockmalers Francisco de Zurbaran.
Das Verhüllen und Enthüllen mit üppigen Stoffen (Carmen
Perez Mateos) gehört in «Ritual & Secreto» zum Konzept. Und
auch die Illusionen gehören dazu, welche durch die Reibung
von Tanzbewegung, Perkussion und Musik entfacht werden.
Wie in früheren Stücken lässt Choreografin Brigitta Luisa
Merki die Künste perfekt verschmelzen. Die Tänzer sind auch
Musiker, die Musiker und Sängerinnen auch Darsteller.
An Schüsselstellen dringen die Stimmen in den tänzerischen
Dialog ein und kolorieren ihn mit Klangfarben, die tiefste
Gefühle an die Oberfläche holen. Dafür ist diese Kunst da,
dass dem Zuschauer nicht nur ob all der tänzerischen Virtuosi­
tät die Augen aufgehen, sondern durch Berührung auch das
Herz.
Zwei Seiten eines Grundgefühls
Ein stehender Klang erfüllt die voll besetzte Dampfzentrale.
Man kann sich seiner suggestiven Kraft nicht entziehen. Es ist
erst der Anfang. Wie die samtig-dunkle Stimme der Algerierin
Karyma Nayt den tiefblauen Raum mit einem Schleier aus
Melancholie überzieht und die Spanierin Rocío Soto ihn wenig
später durch die Klage ihrer rauen Stimme wieder aufreisst:
Man erlebt dies wie die zwei Seiten eines einzigen Grundge­
fühls. Brigitta Luisa Merki vertraut in ihrer jüngsten Kreation
auf die archaische Kraft des traditionellen Flamenco und
ermöglicht eine Lesart, die aktueller ist denn je. Das wehmüti­
ge «Ay» wird zum hypnotischen Dialog ohne Worte mit dem
Publikum und der Welt.
In diesem physischen Schrei ist alles drin, was man mit
Flamenco verbindet. Und mehr. Er spiegelt die Klage und den
Schmerz in der wechselvollen Geschichte der Andalusier,
erzählt von Verfolgung und Heimatlosigkeit und macht gleich­
zeitig den Schmerz der schweigenden Massen hörbar, die
heute auf der Flucht sind.
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
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Tanzcompagnie Flamencos en route
Der Bund, 20. 12. 2015
Marianne Mühlemann
(...) Ein stehender Klang erfüllt die voll
besetzte Dampfzentrale. Man kann sich
seiner suggestiven Kraft nicht entziehen.
Es ist erst der Anfang. Wie die samtigdunkle Stimme der Algerierin Karima Nayt
den tiefblauen Raum mit einem Schleier
aus Melancholie überzieht und die Spanierin Rocío Soto ihn wenig später durch die
Klage ihrer rauen Stimme wieder aufreisst:
Man erlebt dies wie die zwei Seiten eines
einizigen Grundgefühls. (...)
Zauberei mit fliegendem Stoff
Und der Tanz? Bis in die geschliffenen Details ist er ausgear­
beitet. Tänzerische Form und Funktion bedingen sich wie Licht
und Schatten. Stimmig sind die Wechsel von Kollektiven und
Soli. Ein Höhepunkt ist die grandiose Farruca, die Eloy Aguilar
mit seinem Capote hinlegt. Während auf seinem schwarzen
Hemd wie Schweissperlen Glitzersteine funkeln, wirbelt der
Tänzer den tellerförmigen Mantel, mit dem der Torero den
Stier reizt, mit einer Handbewegung durch die Luft. Und der
fliegende Stoff bleibt vor ihm stehen wie eine Krachlederne;
es grenzt an Zauberei. Der erste Teil des Abends – mit der
Trilogie «Santas de Zurbaran», dem Solo «La sombra del toro»
und dem Gruppenstück «Hortus conclusus» – wirkt künstle­
risch überraschender als die auf virtuose Nummern aufgebau­
te «Nocturno flamenco» im zweiten Teil. Insgesamt lebt der
Tanz wie die Musik durch Akzente und scharfe ­B rüche.
Grandios, wie die Körper zu Statuen gerinnen und in messer­
scharfen Pirouetten die Dunkelheit zerschneiden oder als
biegsame Schnürlischrift lautlos durch den Raum gleiten, als
wäre unter ihren Füssen Eis.
Mit Rahmentrommel und Kastagnetten entfalten die Tänzer
und Musiker – Juan Gomez, Pascual de Lorca (Gitarren), Raúl
Botella (Perkussion) – ein bezwingendes Gesamtkunstwerk,
das die Dampfzentrale mit vibrierender Energie auflädt. Erst
mit einer Zugabe ist der euphorische Applaus zu besänftigen.
Und der Stier? Auch nach zwei Stunden steht er still in der
Ecke. Mehr kann man sich nicht wünschen.
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
Veranstaltungsorte/Termine
«Ritual & Secreto»
Bern, Dampfzentrale
Uraufführung
Freitag 18. Dezember 2015
Samstag 19. Dezember
Montag 28. Dezember
Dienstag 29. Dezember
Mittwoch 30. Dezember
jeweils 20 Uhr
Marzilistrasse 47, 3005 Bern
Vorverkauf: www.dampfzentrale.ch
Weitere Aufführungen:
Düsseldorf, Museum Kunstpalast
Robert-Schumann-Saal
6. und 7. Januar 2016
jeweils 20 Uhr
Im Rahmenprogramm der aktuellen
­Ausstellung
«Zurbarán. Meister der Details»
Ehrenhof 4-5, D 40479 Düsseldorf
Vorverkauf: www.smkp.de
0049 211 274 000
www.flamencos-enroute.com
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Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
Mitwirkende
Tanz
Mitwirkende
Musik
Gesang
Gitarre
Perkussion
Choreografie und Künstlerische Leitung
Kostüme
Licht
Ton
Administration
Bühnentechnik
Schneiderei
Carmen Coy
Carmen Iglesias
Delara Tiv
Eloy Aguilar
Isaac Tovar
Karima Nayt, Rocío Soto
Juan Gomez, Pascual de Lorca
Raúl Botella
Brigitta Luisa Merki
Carmen Perez Mateos
Karl Egli
Markus Luginbühl, audiopool
Pitt Hartmeier
Esther Rast, Dani Ott
Carmen Perez Mateos, Eva Hulst, Silvia Merki, Margrit Siegrist
PR
Judith Voegele
Administrative Mitarbeit
Daria Reimann
Fotos
Alex Spichale
Grafik
Rose Müller
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Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
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Leitung Tanzcompagnie Flamencos en route
Brigitta Luisa Merki
Choreografin und künstlerische Leitung
Tanzcompagnie Flamencos en route
Pitt Hartmeier
Geschäftsleitung, Technischer Leiter
Tanzcompagnie Flamencos en route
1984 gründet sie die Tanzcompagnie Flamencos en route, für
welche sie seit 1994 die künstlerische Verantwortung trägt.
Sie hat bis heute 30 Choreografien für die Compagnie kreiert.
2004 wurde Brigitta Luisa Merki für ihr innovatives Wirken im
Tanz mit dem Hans-Reinhart-Ring, der höchsten Auszeichnung
im Theaterschaffen der Schweiz, geehrt.
Die Choreografin fand ihre eigene Handschrift in der langfristi­
gen Entwicklung einer zeitgenössischen Tanzsprache aus dem
Geist des spanischen Tanzes. Sie entstaubt den Flamenco,
renoviert ihn und gibt ihm einen Platz in der Tanzkunst der
Gegenwart. 1999 erhielt sie den Kulturpreis der AZ-Medien­
gruppe Schweiz.
Für ihre Choreografien lässt sie sich inspirieren von Lyrik
ebenso wie vom aktuellen Zeitgeschehen. Ihre Zusammenar­
beit über Sparten hinweg bedingt die Kunst des Vertrauens in
Tradition und künstlerische Zukunftsvision und den Dialog
zwischen verschiedenen Kulturen.
Seit vielen Jahren widmet sich Brigitta Luisa Merki einer
intensiven pädagogischen und choreografischen Tätigkeit im
In- und Ausland.
2007 gründet sie den Tanzzyklus tanz & kunst königsfelden, ein
spartenübergreifendes Tanzprojekt, das Tanz, Musik und
Visuelle Künste vereint. Im Zweijahresrhythmus entstehen
Gesamtkunstwerke, die eigens für die Klosterkirche Königsfel­
den in Windisch / AG kreiert werden. Seit 2012 ist tanz & kunst
königsfelden ein «Kultureller Leuchtturm» des Kantons Aargau.
Seit 1986 administrativer Leiter der Tanzcompagnie Flamen­
cos en route, verantwortlich für Finanzen, Organisation,
Tourneen und Produktionsleitung. Herstellung diverser Büh­
nenbilder für Flamencos en route.
1982–1986 Administrativer Leiter des Theaters Claque in
Baden. Ab 1982 Aktivitäten in verschiedenen kulturpolitischen
Gremien u.a. Mitbegründer des damaligen VTS, dem jetzigen
Act, Verband der freien Theaterschaffenden der Schweiz.
1991–2003 Einsitz in der Theaterkommission des Kantons
Aargau, Mitverantwortlicher für die Durchführung des ­
1. Theatersymposiums in Boswil (1990)
1993–1995 Technischer Leiter der aargauischen Theatertage
Lenzburg. 1996/97 Technischer Leiter des Musikfestivals
Lenzburgkontakt.
1994–2011 Präsident des Vereins Theater im Kornhaus Baden.
Seit 2007 Produktionsleiter von tanz & kunst königsfelden.
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
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Tanzensemble Flamencos en route
Carmen Coy
Tanz
Carmen Iglesias
Tanz
Delara Tiv
Tanz
Seit 2015 Mitglied der Tanzcompagnie Flamencos en route.
Geboren in Murcia, Spanien. Umfassende Tanzausbildung im
Spanischen Tanz: Flamenco, Folklore, klassischer spanischer
Tanz im «Taller del Ballet Español de Murcia» unter der Leitung
von Carmen und Matilde Rubio.
2006 bis 2012 Mitglied des Ballet Nacianal de España als
Gruppentänzerin und Solistin. Internationale Tourneen und
Engagements als Solistin in verschiedenen renommierten
Flamenco-Compagnien bekannter Choreografen: u.a. Javier
La Torre, Compañia Marco Flores, Ballet Flamenco de Cecilia
Gomez, Nuevo Ballet de Angel Rojas, Companía Andaluza de
Danza, Rafaela Carrasco.
Seit 2009 Mitglied der Tanzcompagnie Flamencos en route.
Diplom in «Danza Española» am «Real Conservatorio de
Madrid» und 1998 lizenziert in «Bellas Artes» an der Universi­
dad Complutense Madrid. Ergänzt ihre Ausbildung in den
Disziplinen klassischer, spanischer und zeitgenössischer Tanz
sowie Flamenco u.a. bei Ciro, La China, Paco Romero,
Carmela Greco, Cristóbal Reyes, La Tati, Carmina Ocaña,
Dagmara Brown. Solotänzerin in den renommiertesten spani­
schen Tanzcompagnien wie der Cia La Tati und der Cia Rafael
Amargo. Engagements bei den Cias Joaquin Cortés, Carmen
Cortés, María Pagés, José Greco und im Ballet Antología.
Auftritte u.a. auf den Bühnen des Theaters Bolshoi in Moskau,
im City Center und der Town Hall in New York, den Opern in
Frankfurt, Dresden, Hannover und Hamburg, dem Théâtre
Châtelet in Paris, dem Liceo de Barcelona, der Opera Jackie
Gleason in Miami und im Lope de Vega in Madrid.
Seit 2015 Mitglied der Tanzcompagnie Flamencos en route.
Geboren im Iran übersiedelte sie mit 14 Jahren nach Vancou­
ver, Canada. Nach ihrem Studium in spanischer Literatur
entdeckte sie mit 18 Jahren den Flamenco und begann ihr
professionelles Tanzstudium bei renommierten Flamencokünst­
lerinnen und -künstlern in Barcelona und Madrid. Seit 2008
lebt und arbeitet sie in Madrid. Auftritte in den bekannten
Tablaos u.a. Café de Chinitas, Casa patas, El Candela. Sie
kreiert ihre eigenen Soloprogramme zusammen mit Flamenco­
musikern, mit denen sie internationale Gastauftritte hat.
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
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Tanzensemble Flamencos en route
Eloy Aguilar
Tanz
Isaac Tovar
Tanz
Seit 2004 Mitglied der Tanzcompagnie Flamencos en route.
Tanzstudium in Granada in der «Escuela de Danza Española»
von Maite Galan. Flamencostudium mit Mariquilla, Juan
Andrés u.a. Tänzerische Engagements: Tablaos in Granada
u.a. Corral del Principe, Reina Mora, Venta Los Gallos,
Granada. Mitglied in diversen Compagnien u.a. Cia Maria
Pages, Cia España Baila, Cia Antonio Marquez, Cia Libertan­
go Camerta, Cia Rafael Aguilar Aida Gomez, José Huertas,
Belén Lopez u.a.
Studium «estudios superiores de danza» an der Universität
Rey Juan Carlos in Madrid.
Seit 2014 Mitglied der Tanzcompagnie Flamencos en route.
Tanzausbildung in Danza Española im Conservatorio Profesio­
nal de Danza in Sevilla. Engagements in renommierten spani­
schen Tanzcompagnien, u.a. Cia Rafael Aguilar, Fundación
Antonio Gades, Cia Aída Gomez, Cia BPF, Cia Nuevo Ballett
Español. 2008 gewinnt er den ersten Preis am «Certamen de
Coreografía» in Madrid für die Choreografie «XY».
2005 bis 2010 tanzt er im «Ballet Nacional de España», als
erster Solist in der Choreografie «Elegía» y «Golpes de la
vida» von José Antonio. Er arbeitet mit den Choreografen
Fernando Romero, Antonio Canales, Carlos Rodriguez y Migu­
el Angel Rojas. Seit 2014 ist er Mitglied des «Ballet Flamenco
de Andalucia» unter der Leitung von Rafaela Carrasco.
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
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Musikensemble Flamencos en route
Karima Nayt
Gesang
Seit 2009 Mitglied der Tanzcompagnie Flamencos en route.
Ausbildung zur Tänzerin am nationalen Konservatorium in
Algier, 1989 Abschluss mit dem ersten Preis der Jury.
1994 Mitgründerin der zeitgenössischen Tanzcompagnie
«Expression Algérie». 1996 / 1997 Schauspielerin Bühne und
Film in Algerien. 1997–2007 Solotänzerin an der Oper Kairo
unter der Leitung von Walid Aouni. Engagement als Sängerin
bei der Gruppe Sharkiat unter der Leitung von Fathy Salama,
Tournee in Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Schweden,
Libanon, Algerien, Aegypten. 2004 erste Maxi-Aufnahme «les
disques sérieux» in Paris. 2004 Preis als beste Schauspielerin
am «festival international du théâtre expérimental» mit dem
Stück «on the table listening to wagner» von Mohamed Shafik.
2007 «résidence de recherche» mit der Cia Nacera Belaza,
Paris. 2008/2009 Tänzerin bei der Cia Dubai Héritage Vision.
2013 gewinnt sie in Schweden den Worldmusic Award für
ihre CD «Quoi d’autre».
Rocío Soto
Gesang
Seit 2009 Mitglied der Tanzcompagnie Flamencos en route.
Geboren in Jerez de la Frontera, widmet sie sich seit ihrer
Jugend dem Flamencogesang. Sie singt in diversen Flamenco­
lokalen und Events in Andalusien u.a. «jueves flamencos» in
Cadiz und «viernes flamencos» sowie «Taberna flamenca» in
Jerez de la Frontera. Auftritte mit namhaften Flamencokünst­
lern wie Moraito Chico, Diego Carrasco, Vicente Soto Sorde­
ra, José Galvez. Im Jahr 2000 Tournee mit der Cia Carmen
Cortes und dem Gitarristen Gerardo Nuñez.
2007 singt sie im Tablao «El Cordobés» in Barcelona.
2008 reist sie nach Japan mit dem Gitarristen Antonio Malena.
In Valencia Auftritte im «Palau de la música» mit der Produk­
tion «Flamencos del mundo».
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
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Musikensemble Flamencos en route
Juan Gomez
Gitarre
Pascual de Lorca
Gitarre
Raúl Botella
Perkussion
Seit 2000 Mitglied der Tanzcompagnie Flamencos en route.
Geboren in Cadiz. Mit 10 Jahren beginnt er das Studium der
Flamencogitarre bei Meister «Don Manuel Vicenti». Während
vielen Jahren begleitet er Sänger und Sängerinnen und
ver­s chiedene Tanzgruppen aus Cadiz in den Flamenco-Peñas:
«La Perla», «Enrique el Mellizo». 1992 Kurs bei Manolo Sanlu­
car. Mit 21 beginnt seine professionelle Laufbahn mit bekann­
ten Flamencokünstlern in Spanien: u.a. Maria Cornejo, Panse­
quito, Capullo de Jerez. In der Tanzcompagnie von Joaquin
Grilo im Sommerfestival von Jerez in der Produktion «Jacara»
sowie in der «Fiesta de Buleria 2000». Galas mit Javier Baron.
Internationale Tourneen mit div. Flamencoensmbles. Tanzbe­
gleitung für Brigitta Luisa Merki an internationalen Sommer­
kursen in Bolzano, Zürich, Dresden, Salzburg, Châteauroux.
Seit 2008 Mitglied der Tanzcompagnie Flamencos en route
Geboren in Lorca, zieht er mit 16 Jahren nach Jerez de la
Frontera zu den Wurzeln des Flamenco. Er studiert mit den
besten Lehrern und spielt bald in verschiedenen Tanzcompag­
nien, mit denen er um die ganze Welt reist, u.a. mit dem Ballet
Albarizuela de Fernando Belmonte, den legendären Flamenco­
tänzer Joaquín Grilo, Domingo Ortega, Manuel Marín.
Seit 10 Jahren spielt und komponiert er für die Cia Antonio el
Pipa. Er begleitet namhafte Flamencosänger wie Chano
Lobato, Manuel Soto Sordera, Rancapino, Lebrijano, Salmo­
nete, Melchora Ortega, Mariana Cornejo; Aufnahme von CD‘s
mit diesen Künstlern.
Diverse Auszeichnungen und Preise: Premio de guitarra
»Bordón Minero, del cante de las minas». Premio de acompa­
ñamiento al cante en Sanlucar de Barrameda «Diego Gomez».
2010 Premio Copa Jerez por la Cátedra de Flamencología.
Geboren in Cadiz begann er 2001 seine professionelle
Laufbahn als Perkussionist mit dem Flamencotänzer Mistela.
Mehrere Produktionen und auf internationalen Tourneen mit
dem Ballet Andaluz unter der Leitung von José Antonio. Im
Ballet Nacional de España spielt er in «Grito» von Antonio
Canales und «Leyenda» und «Café chinitas» zusammen mit
dem Pianisten Chano Dominguez. Er komponierte unter der
Direktion der berühmten Cristina Hoyos sowie Fernando
Romero. Er begleitet viele bekannte Flamencokünstler u.a.
Juan Ogalla, Rafaela Carrasco, Joaquin Grilo, Isabel Bayón.
Zusammenarbeit mit vielen bekannten Gitarristen und Sängern.
Mitglied der Compañia Eva Yerbabuena, internationale Festi­
vals und Tourneen mit den Produktionen «Santo y Seña», «A
cuatro voces», «Lluvia», «Cuando yo era …» und «Federico
según Lorca».
Tanzcompagnie Flamencos en route Ritual & Secreto
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Links Pressematerial
«Ritual & Secreto»
Druckfähige Bilder
Programmblatt
Gedanken der Choreografin zu ihrem Programm
«Ritual & Secreto» unter:
www.flamencos-enroute.com/
47-0-Pressematerial+Ritual+und+Secreto.html
(Presse/Download)
Pressestimmen unter:
www.flamencos-enroute.com/
19-0-Produktion+Detail.html?id=58
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Weitere Informationen zur aktuellen ­Ausstellung im Museum
Kunstpalast, Düsseldorf
«Zurbarán. Meister der Details»
(10.10. 2015 bis 31.1. 2016)
Kurator: Beat Wismer mit Odile Delenda und Mar Borobia
Das Museum Kunstpalast widmet dem spanischen Barock­
maler Francisco de Zurbarán (1598 –1664) erstmalig in
Deutschland eine Retrospektive mit rund 70 Werken.
Zurbarán gilt neben Velázquez nicht nur als einer der
bedeutendsten Vertreter des glanzvollen Goldenen Zeit­
alters in Spanien, er zählt auch zu den Großen der
­e uropäischen Malerei.
Medieninformation «Ritual & Secreto»
21. Dezember 2015
www.flamencos-enroute.com
Gönnerkreis Flamencos en route
Kanton Aargau
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