PRA_Salzsaeure_Leitfaehigkeit_Bs

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CH / Bs
PRAKTIKUM
PROTOLYSEN
SALZSÄURE aus CHLORWASSERSTOFF
GERÄTE:
Netzgerät (Wechselspannung) oder Netztrafo, 2 Multimeter, Kabel, Krokodilklemmen, Stativmaterial, Becherglas (50 mL, hohe
Form), Spritze (10 mL), Glasstab
CHEMIKALIEN:
Salzsäure, konz. [C], dest. Wasser
VERSUCHSAUFBAU:
▫ Du erhältst vom Lehrer einen Korkstopfen, in den drei Kanülen eingebracht sind. Befestige einen dieser Korkstopfen so an
einem Stativ (Korkstopfen mit Klemme fixieren), dass die Kanülen
möglichst weit in ein untergestelltes Becherglas eintauchen.
▫ Baue nun einen Stromkreis gemäß folgender Schaltskizze auf (befestige
mit Hilfe der Krokodilklemmen die Kabel an den beiden äußeren
Kanülen):
▫ Einstellung am Voltmeter: 30 V Wechselspannung
▫ Einstellung am Ampèremeter: 200 mA Wechselstrom
▫ Lasse die Schaltung vor Inbetriebnahme vom Lehrer abnehmen.
DURCHFÜHRUNG:
▫ Fülle nun in das Becherglas so viel dest. Wasser ein, dass die Kanülen
ca. 1 cm tief eintauchen und schalte die Stromversorgung und die
Messgeräte ein.
▫ Notiere Stromstärke und Spannung in der unten stehenden Tabelle.
▫ Entnimm nun der auf dem Lehrertisch stehenden Flasche mit der
konzentrierten Salzsäure eine Probe von V = 10 mL gasförmigem
Chlorwasserstoff. Dazu gehst du folgendermaßen vor:
Eine Spritze (ohne Kanüle wird auf die Öffnung der Flasche aufgesetzt
und dann langsam durch Hochziehen des Kolbens bis zur 10 mL-Marke
mit dem über der Lösung stehenden Chlorwasserstoffgas gefüllt. Die
Flasche mit der konz. Salzsäure ist sofort wieder zu verschließen.
▫ Setze nun diese Spritze auf die mittlere Kanüle auf und drücke langsam das Gas aus der Spritze in die Flüssigkeit im
Becherglas. Rühre dabei vorsichtig die Flüssigkeit im Becherglas mit dem Glasstab um.
▫ Notieren Stromstärke und Spannung.
▫ Nimm die Spritze von der Kanüle und hole dir eine weitere Probe Chlorwasserstoffgas.
Verfahre analog wie vorher; wiederhole dies bis insgesamt V = 100 mL Chlorwasserstoffgas in die Flüssigkeit eingeleitet
wurden.
▫ Gib einige Tropfen Bromthymolblau-Lösung in die Lösung im Becherglas.
WERTETABELLE:
V(HCl) in mL
U in V
I in mA
R in 
 in mS
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
NACHBEREITUNG und ENTSORGUNG:
▫ Schalte das Netzgerät und die Messgeräte aus.
▫ Ziehe den Kolben aus der Spritze, reinige beide mit dest. Wasser
▫ Gieße die Lösung im Becherglas in den Entsorgungsbehälter "Saure Lösungen"
▫ Löse die Krokodilklemmen von den Kanülen, entnimm den Korkstopfen und spüle die Kanülen gründlich mit dest. Wasser
aus. Gib den Korkstopfen mit den Kanülen beim Lehrer ab.
AUSWERTUNG:
1 Berechne in der Tabelle die Werte der Spalten "Widerstand" und "elektrische Leitfähigkeit".
INFO:
Der elektrische Widerstand ist der Quotient aus Spannung (in V) und Stromstärke (in A) und wird in  angegeben.
Die elektrische Leitfähigkeit ist der Kehrwert des elektrischen Widerstandes und wird in S (Siemens) gemessen:
1
1S 
1
2
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4
Fertige ein Diagramm "Elektrische Leitfähigkeit" über "Volumen Chlorwasserstoffgas" an.
Formuliere zu diesem Versuch eine Reaktionsgleichung.
Erkläre den Verlauf der Kurve in deinem Diagramm.
HINWEISE FÜR DEN LEHRER:
D:\747089214.doc
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PRAKTIKUM
PROTOLYSEN
Vorbereitung der Korkstopfen:
In die Korkstopfen mit einem möglichst dünnen Bohrer oder einer alten Kanüle drei Löcher
bohren. Erst in diese Bohrungen die neuen Kanülen einsetzen, da diese sonst durch
Korkmehl verstopft werden können.
Nachbereitung:
Die mit dest. Wasser gereinigten Kanülen im Trockenschrank trocknen. Damit wird
Rostbildung vermieden und die Anordnung kann mehrmals benutzt werden.
Die Angabe über die Einstellung der Messgeräte hängt von den Messgeräten ab, die in der
Sammlung vorhanden sind, das muss evtl. angepasst werden.
Das Chlorwasserstoff wird am besten der Vorratsflasche mit konz. Salzsäure entnommen,
da hier die höchste Konzentration vorliegt. Bei vielen Entnahmen während der
Versuchsreihe empfiehlt es sich, die Flasche zwischendurch (verschlossen) zu schütteln um
eine möglichst hohe Chlorwasserstoffkonzentration im Gasraum zu erreichen.
Eine Weiterführung bzw. Alternative (Klasse 11) kann ein entsprechender Versuch mit
Benzin bzw. einem Alkohol statt Wasser sein.
D:\747089214.doc
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