EtherCAT

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EtherCAT
Bedienhandbuch
de
05/2016
ID 442515.01
Inhaltsverzeichnis
Bedienhandbuch EtherCAT
Inhaltsverzeichnis
1
2
3
Benutzerinformationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
5
Antriebsregler und Achse projektieren . . . . . . . . . . . . 11
5.1.2
Generelle EtherCAT-Einstellungen
konfigurieren .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
5.1.3
PDO-Übertragung konfigurieren .. . . . . . . . . . . . . . . . 13
1.1
Über dieses Handbuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.2
Darstellungskonventionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
5.1.3.1
RxPDO anpassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
1.3
Symbole, Kennzeichen, Marken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
5.1.3.2
TxPDO anpassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Allgemeine Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
5.1.4
Projektkonfiguration übertragen . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2.1
Qualifiziertes Personal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
5.1.5
Projektkonfiguration speichern . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2.2
Bestimmungsgemäße Verwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
5.1.6
ESI-Datei erstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
2.3
Transport und Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.4
Einbau und Anschluss .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.5
Entsorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
5.2
Kommunikationsmodul EC6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
3.1
4
5.1.1
EtherCAT-Netzwerk mit TwinCAT System Manager
einrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
5.2.1
ESI-Datei installieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
5.2.2
Inbetriebnahme des Geräts an EtherCAT . . . . . . . . . 16
5.2.3
Überwachung der Prozessdatenverbindung zu
TwinCAT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
5.2.4
Aktivierung der Synchronisierung bei TwinCAT
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Einbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Elektrische Installation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
4.1
Netzwerkaufbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.2
Anschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.2.1
Auswahl geeigneter Leitungen .. . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.2.2
Buchse X200, X201 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
6
Mehr zu EtherCAT? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19
6.1
Grundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
6.1.1
Funktionsweise .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
6.1.2
Zustandsmaschine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Inbetriebnahme mit TwinCAT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11
6.2
5.1
Datenübertragung mit PDO und SDO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Antriebsregler mit DriveControlSuite konfigurieren . . . . . . . . . . 11
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2
Inhaltsverzeichnis
Bedienhandbuch EtherCAT
6.2.1
6.2.2
Prozessdatenübertragung mit PDO-Service . . . . . . . 22
7.2
Abkürzungen und Formelzeichen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
6.2.1.1
7.3
Objektverzeichnis - Referenzen .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Parameterübertragung mit SDO-Service . . . . . . . . . . 24
6.2.2.1
6.3
7
Prozessdaten-Abbildung . . . . . . . . . . . . . 23
Parameteradressierung von
achsabhängigen Parametern . . . . . . . . . . 26
6.2.2.2
Expedited Transfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
6.2.2.3
Fehlercodes für SDO-Services . . . . . . . . 28
Emergency-Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
7.3.1
Kommunikationsobjekte CiA 301 Indexbereich 1000 hex - 1FFFF hex . . . . . . . . . . . . . 43
7.3.2
Kommunikationsobjekte Herstellerspezifisch Indexbereich 2000 hex - 5FFF hex . . . . . . . . . . . . . . 46
7.3.3
Kommunikationsobjekte CiA 402-2 Indexbereich 6000 hex - 65FF hex .. . . . . . . . . . . . . . 47
7.3.4
Kommunikationsobjekte ETG.6100.1 Indexbereich 6600 hex - 67FF hex . . . . . . . . . . . . . . 51
6.3.1
Gerätezustand Störung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
6.3.2
Zustandswechsel der EtherCATZustandsmaschine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
7.3.5
Kommunikationsobjekte CiA 402-2 Indexbereich 6800hex - 6DFFhex . . . . . . . . . . . . . . . 51
6.4
Synchronisierung mit Distributed Clocks . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
7.3.6
6.5
Überwachung und Diagnose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Kommunikationsobjekte Herstellerspezifisch Indexbereich A000 hex - EFFF hex . . . . . . . . . . . . . . 55
6.5.1
Verbindungsüberwachung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
6.5.2
Zustände der Buskommunikation .. . . . . . . . . . . . . . . 37
6.5.2.1
Feldbus-Gerätezustand . . . . . . . . . . . . . . 38
6.5.2.2
Zustand FSoE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
6.5.2.3
Netzwerkverbindung Feldbus .. . . . . . . . . 40
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42
7.1
Weitere Informationen und Downloads . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
7.1.1
CiA-Spezifikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
7.1.2
Website-Downloads . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
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3
1
Benutzerinformationen
Bedienhandbuch EtherCAT
1
Benutzerinformationen
1.1
Über dieses Handbuch
Diese Dokumentation behandelt die EtherCAT-Kommunikation mit SD6 und
SI6.
Sie erhalten Unterstützung bei der Montage des EtherCATKommunikationsmoduls EC6, das die Voraussetzung für die Einbindung des
Antriebsreglers SD6 in ein EtherCAT-Netzwerk ist.
Darüber hinaus erhalten Sie Informationen zur elektrischen Installation des
EtherCAT-Netzwerks.
Die Inbetriebnahme ist beispielhaft an der Steuerung Beckhoff TwinCAT
beschrieben. Die Systeme werden mithilfe der STÖBER Software
DriveControlSuite DS6 sowie der Software Beckhoff TwinCAT von konfiguriert.
Haftungsbeschränkung
Diese Dokumentation wurde unter Berücksichtigung der geltenden Normen
und Vorschriften sowie des Stands der Technik erstellt. Für Schäden, die
aufgrund einer Nichtbeachtung der Dokumentation entstehen, von der
bestimmungsgemäßen Verwendung abweichen, durch individuelle technische
Veränderungen oder die Bedienung von nicht qualifiziertem Personal
hervorgerufen wurden, übernimmt STÖBER keine Haftung. Technische
Änderungen, die der Verbesserung der Produkte dienen, sind vorbehalten.
Da diese Dokumentation wichtige Informationen zum sicheren und effizienten
Umgang mit dem Produkt enthält, bewahren Sie diese bis zur
Produktentsorgung unbedingt in unmittelbarer Nähe des Produkts und für das
qualifizierte Personal jederzeit zugänglich auf.
Bei Übergabe oder Verkauf des Produkts an Dritte geben Sie diese
Dokumentation ebenfalls weiter.
Diese Dokumentation ist verbindlich für die Antriebsregler SD6 und SI6 in
Verbindung mit der Software DriveControlSuite ab V 6.2-A und zugehöriger
Firmware ab V 6.2-A.
Originalversion
Die Originalsprache dieser Dokumentation ist deutsch.
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WE KEEP THINGS MOVING
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1
Benutzerinformationen
Bedienhandbuch EtherCAT
1.2
Darstellungskonventionen
Information
bedeutet eine wichtige Information über das Produkt oder die
Hervorhebung eines Dokumentationsteils, auf den besonders
aufmerksam gemacht werden soll.
Sicherheitshinweise sind durch Symbole gekennzeichnet. Sie weisen Sie auf
besondere Gefahren im Umgang mit dem Produkt hin und werden durch
entsprechende Signalworte begleitet, die das Ausmaß der Gefährdung zum
Ausmaß bringen.
ACHTUNG
Achtung
bedeutet, dass ein Sachschaden eintreten kann,
 falls die genannten Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
VORSICHT!
Vorsicht
mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann,
 falls die genannten Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
WARNUNG!
Warnung
1.3
Symbole, Kennzeichen, Marken
Die folgenden Namen, die in Verbindung mit dem Gerät, seiner optionalen
Ausstattung und seinem Zubehör verwendet werden, sind Marken oder
eingetragene Marken anderer Unternehmen:
Marken
EtherCAT®,
Safety over
EtherCAT®,
TwinCAT®
EtherCAT®, Safety over EtherCAT® und TwinCAT® sind
eingetragene Marken und patentierte Technologien,
lizensiert durch die Beckhoff Automation GmbH, Verl,
Deutschland.
CANopen®,
CiA®
CANopen® und CiA® sind eingetragene
Gemeinschaftsmarken des CAN in Automation e.V.,
Nürnberg, Deutschland.
Microsoft®,
Windows®,
Windows® XP
Microsoft®, Windows®, Windows® XP und das Windows®Logo sind eingetragene Marken der Microsoft Corporation
in den USA und/oder anderen Ländern.
bedeutet, dass erhebliche Lebensgefahr eintreten kann,
 falls die genannten Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
GEFAHR!
Gefahr
bedeutet, dass erhebliche Lebensgefahr eintreten wird,
 falls die genannten Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
ID 442515.01
Alle anderen, hier nicht aufgeführten Marken, sind Eigentum ihrer jeweiligen
Inhaber.
Erzeugnisse, die als Marken eingetragen sind, sind in dieser Dokumentation
nicht besonders kenntlich gemacht. Vorliegende Schutzrechte (Patente,
Warenzeichen, Gebrauchsmusterschutz) sind zu beachten.
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5
2
Allgemeine Sicherheitshinweise
Bedienhandbuch EtherCAT
2
Allgemeine Sicherheitshinweise
Von dem in dieser Dokumentation beschriebenen Produkt können Gefahren
ausgehen. Halten Sie deshalb die aufgeführten Sicherheitshinweise,
technischen Regeln und Vorschriften unbedingt ein.
2.1
Qualifiziertes Personal
Um die in dieser Dokumentation beschriebenen Aufgaben ausführen zu
können, müssen die damit betrauten Personen fachlich entsprechend
qualifiziert sein sowie die Risiken und Restgefahren beim Umgang mit dem
Produkt einschätzen können. Sämtliche Arbeiten an dem Produkt sowie
dessen Bedienung und Entsorgung dürfen aus diesem Grund ausschließlich
von fachlich qualifiziertem Personal ausgeführt werden.Bei qualifiziertem
Personal handelt es sich um Personen, die die Berechtigung zur Ausführung
der genannten Tätigkeiten, entweder durch eine Ausbildung zur Fachkraft oder
die Unterweisung durch Fachkräfte erworben haben.Darüber hinaus müssen
gültige Vorschriften, gesetzliche Vorgaben, geltende Regelwerke, diese
Dokumentation sowie die in dieser enthaltenen Sicherheitshinweise sorgfältig
gelesen, verstanden und beachtet werden.
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2.2
Bestimmungsgemäße Verwendung
Bei dem Antriebsregler SD6 handelt es sich im Sinne der DIN EN 50178 um
ein elektrische Betriebsmittel der Leistungselektronik für die Regelung des
Energieflusses in Starkstromanlagen.
Er ist zur Speisung von folgenden Motoren bestimmt:
• Synchron-Servomotoren,
• Asynchronmotoren
• Synchron-Linearmotoren
Nicht zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört der Anschluss anderer
elektrischer Lasten!
Das Zubehör EC6 ist ausschließlich dafür bestimmt, die Kommunikation
zwischen dem Antriebsregler SD6 und einem EtherCAT-Netzwerk
herzustellen.
Nicht zu bestimmungsgemäßen Verwendung gehört die Integration in andere
Kommunikationsnetzwerke.
Bei dem Antriebsregler SI6 handelt es sich im Sinne der DIN EN 50178 um
elektrische Betriebsmittel der Leistungselektronik für die Regelung des
Energieflusses in Starkstromanlagen.
Der Antriebsregler SI6 ist zur Speisung von folgenden Motoren bestimmt:
• Synchron-Servomotoren
• Asynchronmotoren
Nicht zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört der Anschluss anderer
elektrischer Lasten!
WE KEEP THINGS MOVING
6
2
Allgemeine Sicherheitshinweise
Bedienhandbuch EtherCAT
2.3
Transport und Lagerung
Untersuchen Sie die Lieferung sofort nach Erhalt auf etwaige
Transportschäden. Teilen Sie diese dem Transportunternehmen sofort mit. Bei
Beschädigungen dürfen Sie das Produkt nicht in Betrieb nehmen.
Wenn Sie das Produkt nicht sofort einbauen, lagern Sie es in einem trockenen
und staubfreien Raum.
2.4
Einbau und Anschluss
Für den Einbau von Zubehör ist es gemäß den Zubehör-Einbauanleitungen
gestattet, das Gehäuse am oberen Steckplatz zu öffnen. Das Öffnen des
Gehäuses an anderer Stelle oder zu anderen Zwecken ist nicht gestattet.
2.5
Entsorgung
Beachten Sie bitte die aktuellen nationalen und regionalen Bestimmungen!
Entsorgen Sie die einzelnen Teile getrennt je nach Beschaffenheit und aktuell
geltenden Vorschriften, z. B. als
• Elektronikschrott (Leiterplatten)
• Kunststoff
• Blech
• Kupfer
• Aluminium
• Batterie
Einbau- und Anschlussarbeiten sind ausschließlich im spannungsfreien
Zustand erlaubt!
Wenden Sie vor allen Arbeiten an der Maschine die 5 Sicherheitsregeln in der
genannten Reihenfolge an:
1. Freischalten. Beachten Sie auch das Freischalten der Hilfsstromkreise.
2. Gegen Wiedereinschalten sichern.
3. Spannungsfreiheit feststellen.
4. Erden und kurzschließen.
5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder
abschranken.
Information
Beachten Sie, dass die Entladungszeit der
Zwischenkreiskondensatoren 5 Minuten beträgt. Sie können erst
nach dieser Zeitspanne die Spannungsfreiheit feststellen.
Anschließend können Sie die Arbeiten durchführen.
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3
Kommunikationsmodul EC6
Bedienhandbuch EtherCAT
3
Kommunikationsmodul EC6
Das Kommunikationsmodul EC6 bietet eine Feldbusschnittstelle für die
Anbindung von Antriebsreglern der Baureihe SD6 an übergeordnete
Steuerungssysteme via EtherCAT.
EC6 entspricht dem EtherCAT-Standard und ermöglicht den zyklischen und
azyklischen Zugriff eines EtherCAT-Masters auf sämtliche relevanten
Antriebsparameter und Funktionen.
3.1
VORSICHT!
Gefahr des Sachschadens durch zum Beispiel elektrostatische
Entladung!
 Treffen Sie bei der Handhabung offener Leiterplatten geeignete
Schutzmaßnahmen, z. B. ESD-gerechte Kleidung, schmutz- und fettfreie
Umgebung.
 Berühren Sie nicht die Kontaktflächen.
Einbau
Einbauarbeiten sind ausschließlich bei Spannungsfreiheit erlaubt. Beachten
Sie die 5 Sicherheitsregeln.
Das Kommunikationsmodul wird am oberen Einsteckplatz des Antriebsreglers
eingebaut.
Schützen Sie die Geräte bei der Aufstellung oder sonstigen Arbeiten im
Schaltschrank gegen herunterfallende Teile (Drahtreste, Litzen, Metallteile,
usw.). Teile mit leitenden Eigenschaften können innerhalb der Geräte zu einem
Kurzschluss und damit zum Geräteausfall führen.
Sie benötigen:
• Einen Torxschraubendreher TX10.
• Die dem Kommunikationsmodul beigefügte Abdeckung und Schraube.
WARNUNG!
Gefahr von Personen- und Sachschäden durch elektrischen Schlag!
 Schalten Sie vor sämtlichen Arbeiten am Antriebsregler alle Versorgungsspannungen ab! Beachten Sie, dass die Entladungszeit der
Zwischenkreiskondensatoren bis zu 5 Minuten beträgt. Sie können erst
nach dieser Zeitspanne die Spannungsfreiheit feststellen.
Kommunikationsmodul einbauen
1. Lösen Sie die Befestigungsschraube der Blindabdeckung auf der
Oberseite des Antriebsreglers.
2. Schieben Sie das Kommunikationsmodul an den Führungsschienen in
den Antriebsregler.
3. Drücken Sie auf das Modul, so dass die Stiftkontakte in die Buchsenleiste
geschoben werden.
4. Setzen Sie die Nasen der dem Kommunikationsmodul beigefügten
Abdeckung vorne schräg in die Aussparung.
5. Legen Sie die Abdeckung auf dem Antriebsregler ab, so dass die Nasen
unter der Kante liegen.
6. Befestigen Sie die Abdeckung mit beiden Schrauben.
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4
Elektrische Installation
Bedienhandbuch EtherCAT
4
Elektrische Installation
4.1
Netzwerkaufbau
Es werden immer genau ein EtherCAT-Master (z. B. Industrie-PC) und eine
beliebige Anzahl von EtherCAT-Slaves (z. B. Antriebsregler) verbunden. Alle
Teilnehmer werden in einer Linie zusammengesteckt. Der Master ist am
Anfang der Leitung angeschlossen. Danach folgen die Slaves in beliebiger
Reihenfolge. Beim letzten Teilnehmer bleibt die OUT-Buchse X201 offen.
EtherCAT-Master
(z. B. Industrie-PC)
Beim letzten Teilnehmer wird die „OUT“Buchse nicht verbunden. Schützen Sie
die „OUT“-Buchse vor Schmutz mit einer
Staubschutzabdeckung für RJ45.
4.2
Anschluss
Um das Kommunikationsmodul EC6 des SD6 oder den SI6 an weitere
EtherCAT-Komponenten anbinden zu können, steht Ihnen zwei RJ-45Buchsen zur Verfügung.
Das ankommende EtherCAT-Kabel (aus der Richtung des Masters) wird in die
X200-Buchse gesteckt. Die X201-Buchse wird mit dem nachfolgenden
Teilnehmer verbunden.
4.2.1
Auswahl geeigneter Leitungen
Als Verbindungskabel sind Ethernet-Patchkabel oder Crossoverkabel in der
Qualität CAT5e geeignet. Für ein EtherCAT-Netzwerk sind Längen von 0,2 bis
100 m erlaubt.
4.2.2
Buchse X200, X201
Der Antriebsregler verfügt über die beiden RJ-45-Buchsen X200 und X201.
X200 ist als Input mit dem vom EtherCAT-Master ankommenden Kabel zu
verbinden. X201 ist als Output mit eventuell nachfolgenden EtherCATTeilnehmern zu verbinden.
Die Pin-Belegung entspricht dem Standard EIA/TIA-T568B.
Abb. 4-1 Aufbau eines EtherCAT-Netzes
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4
Elektrische Installation
Bedienhandbuch EtherCAT
Klemmenbeschreibung X200 und X201
Pin
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Bezeichnung
1
Tx+
2
Tx-
3
Rx+
4
—
5
—
6
Rx-
7
—
8
—
Funktion
Kommunikation
Kommunikation
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5
Inbetriebnahme mit TwinCAT
Bedienhandbuch EtherCAT
5
Inbetriebnahme mit TwinCAT
Sie möchten mehrere Antriebsregler in Verbindung mit der Steuerung Beckhoff
TwinCAT über ein EtherCAT-Netzwerk betreiben.
Nachfolgende Kapitel beschreiben die Inbetriebnahme der genannten
Systeme mithilfe der STÖBER Software DriveControlSuite DS6 sowie der
Software Beckhoff TwinCAT System Manager.
Um die einzelnen Inbetriebnahmeschritte exakt nachvollziehen zu können,
setzen wir folgende Systemumgebung voraus:
• Beckhoff EtherCAT Mastersoftware TwinCAT ab der Version V 2.10 Build
1248
• Beckhoff TwinCAT System Manager ab der Version V 2.10 Build 1248
• STÖBER Antriebsregler SD6 mit Kommunikationsmodul EC6 oder
STÖBER Antriebsregler SI6
• STÖBER DriveControlSuite DS6 ab Version 6.2-A
Die Systeme müssen verkabelt und mit Steuerspannung versorgt sein.
Die Inbetriebnahme gliedert sich in folgende Schritte ...
1. DriveControlSuite: Antriebsregler konfigurieren
Die Kommunikationsmodule EC6 (nur bei SD6) sowie die Gerätesteuerung
CiA 402 werden für jeden am Bussystem teilnehmenden Antriebsregler in
der DriveControlSuite separat aktiviert. Ebenso werden zugehörige
EtherCAT-spezifische Einstellungen wie Parametrierung und Belegung der
Prozessdatenkanäle für die Datenübertragung pro Antriebsregler
konfiguriert. 
2. TwinCAT System Manager: EtherCAT-Netzwerk abbilden und
konfigurieren
Der TwinCAT System Manager bietet eine Plattform, in der die EtherCATHardware-Umgebung unter anderem abgebildet, eingerichtet und als
globale Projektkonfiguration gespeichert werden kann.
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5.1
Antriebsregler mit DriveControlSuite
konfigurieren
Um sämtliche Antriebsregler des Bussystems über die DriveControlSuite
konfigurieren zu können, müssen Sie diese im Rahmen eines Projekts
erfassen. Sie legen anschließend generelle EtherCAT-Einstellungen fest und
definieren die Prozessdaten, die übertragen werden.
Führen Sie die in nachfolgenden Kapiteln enthaltenen Schritte in der
angegebenen Reihenfolge aus!
5.1.1
Antriebsregler und Achse projektieren
Wir empfehlen, alle am Bussystem teilnehmenden Antriebsregler in der
DriveControlSuite in einem Projekt und unter einem Modul zu erfassen.
1. Starten Sie die DriveControlSuite und klicken Sie auf Neues
Standardprojekt erstellen.
 Das Projektierungsfenster öffnet sich, die Schaltfläche Antriebsregler
ist aktiv.
Antriebsregler projektieren
2. Register Eigenschaften:
Geben Sie die notwendigen Kenndaten des Antriebsreglers an.
3. Register Antriebsregler:
Wählen Sie den Gerätetyp aus, dem der Antriebsregler entspricht. Die
aktuellste Firmware-Version ist per Default aktiviert.
4. Nur bei SD6
Register Optionsmodul:
Wählen Sie das Kommunikationsmodul EC6A.
5. Register Gerätesteuerung:
Wählen Sie die Gerätesteuerung CiA 402 sowie für die Übertragung der
Prozessdaten EtherCAT Rx und EtherCAT Tx.
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5
Inbetriebnahme mit TwinCAT
Bedienhandbuch EtherCAT
Achse projektieren
6. Klicken Sie im linken Navigationsbereich auf Achse 1.
7. Register Eigenschaften:
Geben Sie die notwendigen Kenndaten der Achse an.
8. Register Applikation:
Wählen Sie die Applikation CiA 402 Controller Based.
9. Register Motor:
Wählen Sie den Motortyp, den Sie über diese Achse betreiben (z. B.
EZ402U).
10. Bestätigen Sie mit OK.
5.1.2
Generelle EtherCAT-Einstellungen
konfigurieren
Voraussetzung:
Sie haben im Rahmen der Antriebsregler- und Achsenprojektierung das EC6Modul (nur notwendig bei SD6) sowie die Gerätesteuerung Prozessdaten Rx
und Tx projektiert.
1. Markieren Sie im Projektbaum den betreffenden Antriebsregler und
klicken Sie auf Assistenten > EtherCAT.
 Der EtherCAT-Assistent öffnet sich.
2. Konfigurieren Sie EtherCAT wie folgt:
A213 
Definieren Sie, wie die PDO-Elemente bei der ÜberFeldbusskalierung tragung dargestellt (skaliert) werden. 
Zulässige Werte: 
Rohwert (Werte werden unverändert durchgereicht)
oder Ganzzahl (Werte werden umgerechnet) 
Default: Rohwert
A258 
EtherCAT PDO
Timeout
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Definieren Sie die Zeitspanne zwischen zwei
aufeinander folgenden PDO-Telegrammen der
Steuerung.
Zulässiger Werte:
0 und 65535 = deaktiviert
1 - 65532 = Timeout-Zeit in Millisekunden
65532 = Der Ausfall eines Telegramms in Folge wird
toleriert
65533 = Der Ausfall von drei Telegrammen in Folge
wird toleriert
65534 = Timeout-Zeit wird durch die Funktion
SM(SyncManager)-Watchdog vom EtherCAT-Master
aus eingestellt
Default: 20 ms
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12
5
Inbetriebnahme mit TwinCAT
Bedienhandbuch EtherCAT
5.1.3
PDO-Übertragung konfigurieren
Die PDO-Kommunikation erlaubt pro Sende- und Empfangsrichtung den
gleichzeitigen Betrieb von maximal vier unabhängigen PDO-Kanälen.
Jeder dieser PDO-Kanäle beinhaltet jeweils ein PDO mit maximal 6 (für SD6)
oder 24 (für SI6) zu übertragenden Elementen in einer definierten Reihenfolge.
Die aktuellen Default-Einstellungen sind Empfehlungen von STÖBER, um die
einwandfreie Kommunikation zwischen Steuerung und Antriebsregler zu
gewährleisten.
STÖBER Antriebsregler unterstützen eine flexible Zuordnung der zu
übertragenden Elemente zu den einzelnen PDO.
5.1.3.1
RxPDO anpassen
Voraussetzung:
Sie haben die globalen EtherCAT-Einstellungen konfiguriert.
1. Markieren Sie im Projektbaum den betreffenden Antriebsregler und
klicken Sie auf Assistenten > EtherCAT > EtherCAT RxPDO.
 Der EtherCAT RxPDO-Assistent öffnet sich.
5.1.3.2
TxPDO anpassen
Voraussetzung:
Sie haben die globalen EtherCAT-Einstellungen konfiguriert.
1. Markieren Sie im Projektbaum den betreffenden Antriebsregler und
klicken Sie auf Assistenten > EtherCAT > EtherCAT TxPDO.
 Der EtherCAT TxPDO-Assistent öffnet sich.
2. Überprüfen Sie die Default-Einstellungen und/oder konfigurieren Sie die
Prozessdaten Ihren Anforderungen entsprechend.
SD6:
A233[0] – A233[5],
A234[0] – A234[5],
A235[0] – A235[5],
A236[0] – A236[5]
Parameter, deren Werte zur Steuerung gesendet
werden.
Die jeweilige Position gibt Auskunft über die
zugehörige Übertragungsreihenfolge.
SI6:
A233[0] – A233[23],
A234[0] – A234[23]
2. Überprüfen Sie die Default-Einstellungen und/oder konfigurieren Sie die
Prozessdaten Ihren Anforderungen entsprechend.
SD6:
A225[0] – A225[5],
A226[0] – A226[5],
A227[0] – A227[5],
A228[0] – A228[5]
Parameter, deren Werte von der Steuerung
empfangen werden.
Die jeweilige Position gibt Auskunft über die
zugehörige Übertragungsreihenfolge.
SI6:
A225[0] – A225[23],
A226[0] – A226[23]
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Inbetriebnahme mit TwinCAT
Bedienhandbuch EtherCAT
5.1.4
Projektkonfiguration übertragen
Um eine Projektkonfiguration an einen oder mehrere Antriebsregler im
Rahmen eines IGB-Netzwerks übertragen zu können, müssen Sie Ihren
Rechner mit dem Netzwerk verbinden.

Voraussetzung:
Die IGB- Schnittstellen der Antriebsregler sind miteinander verbunden und das
Steuerteil ist eingeschaltet (24VDC-Versorgung).
1. Markieren Sie im Projektbaum das Modul, unter dem Sie die betreffenden
Antriebsregler erfasst haben und klicken Sie auf Verbindung herstellen.
 Das Verbindungsfenster öffnet sich.
2. Register Direktverbindung > Spalte IGB IP-Adresse: 
Markieren Sie die IP-Adresse, mit der Sie sich verbinden möchten und
bestätigen Sie mit OK.
 Das Zuordnungsfenster öffnet sich.
3. Ordnen Sie jedem Antriebsregler die Aktion An Antriebsregler senden in
der Spalte Methode zu, ordnen Sie in der Spalte Im Projekt einen
Antriebsregler zu und bestätigen Sie die Zuordnung mit Start.
5.1.5
Projektkonfiguration speichern
Voraussetzung:
Sie haben die Projektkonfiguration an einen Antriebsregler übertragen.
1. Markieren Sie im Projektbaum den betreffenden Antriebsregler und
klicken Sie auf Assistenten > Achse > Werte speichern.
 Der Speicher-Assistent öffnet sich.
2. Speichern Sie die Projektkonfiguration im Antriebsregler, indem Sie
A00[0] starten auf 1: aktiv setzen.
3. Die Konfigurationsänderungen werden erst wirksam, wenn Sie den
Antriebsregler neu starten. Klicken Sie auf Neu starten.
 Der Neustart-Assistent öffnet sich.
4. Starten Sie den Antriebsregler neu, indem Sie A09[0] starten auf 1: Aktiv
setzen.
5. Stellen Sie erneut eine Verbindung zum Antriebsregler her.
6. Übertragen und speichern Sie die Projektkonfiguration in sämtlichen
Antriebsreglern Ihres Bussystems.
 Die Projektdatei wird an die ausgewählten Antriebsregler übertragen.
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
14
5
Inbetriebnahme mit TwinCAT
Bedienhandbuch EtherCAT
5.1.6
ESI-Datei erstellen
Die Funktionen und Eigenschaften der STÖBER Antriebsregler sind in Form
unterschiedlicher Objekte beschrieben und in einer ESI-Datei
zusammengefasst.
Um die Antriebsregler im Netzwerk in einer Steuerung abbilden und
konfigurieren zu können, müssen Sie eine STÖBER-spezifische ESI erstellen.
Voraussetzung:
Sie haben die PDO-Übertragung mit der DriveControlSuite konfiguriert.
1. Markieren Sie im Projektbaum den betreffenden Antriebsregler und
klicken Sie auf Assistenten > EtherCAT
 Der EtherCAT-Assistent öffnet sich.
2. Klicken Sie auf ESI-Datei (EtherCAT Slave Information) erstellen.
 Fenster Schreibe ESI-Datei öffnet sich.
Die für die gewählte Betriebsart wichtigsten Prozessdaten sind pro
Senderichtung vorbelegt.
3. Geben Sie einen Dateinamen und Speicherort an und klicken Sie auf
Speichern.
 Die ESI-Datei ist erstellt.
ID 442515.01
5.2
5.2.1
EtherCAT-Netzwerk mit TwinCAT System
Manager einrichten
ESI-Datei installieren
Die Funktionen und Eigenschaften der STÖBER Antriebsregler sind in Form
unterschiedlicher Objekte beschrieben und in einer ESI-Datei
zusammengefasst.
Um die Antriebsregler im Netzwerk abbilden und konfigurieren zu können,
binden Sie die STÖBER-spezifische ESI in das IO-Verzeichnis Ihrer TwinCATSoftware ein.
Voraussetzung:
Sie haben die ESI mit der DriveControlSuite aus ihrem Antriebsreglerprojekt
erstellt. Der TwinCAT System Manager ist nicht aktiv.
1. Starten Sie den Windows-Explorer des PCs, auf welchem Ihre TwinCATSoftware installiert ist.
2. Navigieren Sie zu dem Verzeichnis \\TwinCAT\Io\EtherCAT und kopieren
Sie die ESI in dieses Verzeichnis.
 Der Antriebsregler steht ab dem nächsten Start des TwinCAT System
Managers zur Verfügung.
WE KEEP THINGS MOVING
15
5
Inbetriebnahme mit TwinCAT
Bedienhandbuch EtherCAT
5.2.2
Inbetriebnahme des Geräts an EtherCAT
Für die Inbetriebnahme gelten folgende Voraussetzungen:
• Sie haben TwinCAT V 2.10 Build 1248 oder höher auf dem
Inbetriebnahme-PC installiert.
• Die EtherCAT-Treiber für die Netzwerk-Karte sind installiert.
• Sie haben die ESI-Datei nach \\TwinCAT\Io\EtherCAT kopiert.
Inbetriebnahme des Geräts an EtherCAT
1. Starten Sie den TwinCAT System Manager.
2. Wählen Sie im Projektbaum E/A-Konfiguration.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf E/A-Geräte.
4. Klicken Sie im Kontextmenü auf Gerät anfügen.
5. Wählen Sie im Dialog Einfügen eines E/A-Gerätes die Auswahl EtherCAT
und dort EtherCAT aus.
6. Beenden Sie den Dialog durch Betätigen der Schaltfläche OK.
11. Klicken Sie auf den im EtherCAT gefundenen Antriebsregler Box x.
 Es erscheint der Detaildialog.
12. Klicken Sie auf den Reiter Prozess Daten.
 In diesem Dialog wird konfiguriert, welche PDO-Kanäle in den
SyncManagern und welche Parameter in den PDO-Kanälen
verwendet werden. Weil diese Einstellung bereits von STÖBER lokal
im Antriebsregler vorbereitet wurde, empfiehlt es sich, an dieser Stelle
keine Umparametrierung des Antriebs vorzunehmen, sondern die
eventuell vorhandenen Aktivierungshäkchen links neben den Feldern
PDO-Zuordnung und PDO-Konfiguration wegzuklicken. In diesem
Fall werden keine Änderungen per SDO vor dem Hochfahren des
Antriebsreglers vorgenommen.
13. Fahren Sie mit der Inbetriebnahme der TwinCAT-PLC und dem SPSProgramm fort.
 Sie haben den Antriebsregler an EtherCAT in Betrieb genommen.
7. Beenden Sie den anschließend erscheinenden Dialog Gerät an Adresse
gefunden mit der Schaltfläche Abbruch.
 Es wird der Treiber für die EtherCAT-Masterfunktion aktiviert. Im
Projektbaum wird unter E/A-Geräte das Gerät 1 (EtherCAT)
angezeigt.
8. Stecken Sie die Verkabelung von der EtherCAT-Buchse der Steuerung zu
den Teilnehmern und schalten Sie die Versorgungsspannung der Geräte
ein.
9. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im TwinCAT System Manager auf
Gerät 1 (EtherCAT).
10. Wählen Sie im Kontextmenü Boxen scannen.
 Es wird das vorher zusammengesteckte EtherCAT-Netzwerk
untersucht und die gefundenen Geräte werden im Projektbaum unter
Gerät 1 als Box x angefügt.
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
16
5
Inbetriebnahme mit TwinCAT
Bedienhandbuch EtherCAT
5.2.3
Überwachung der Prozessdatenverbindung zu
TwinCAT
Für die Überwachung der Prozessdatenverbindung muss im Master die
Watchdog-Funktion aktiviert werden. Sie richten die Funktion im TwinCAT
System Manager folgendermaßen ein:
Watchdog im TwinCAT System Manager aktivieren
5.2.4
Aktivierung der Synchronisierung bei TwinCAT
Damit die Synchronisierung mittels Distributed Clocks aktiv ist, muss bei jedem
Slave die Funktion erst aktiviert werden. Die Einstellungen hierzu befinden sich
bei TwinCAT unter den Erweiterten Einstellungen beim Slave.
Information
Nach der Aktivierung der Synchronisierung sollte ein Restart von
TwinCAT durchgeführt werden.
1. Klicken Sie im Projektbaum auf die Box x.
2. Klicken Sie im Dialog auf der rechten Seite auf den Reiter EtherCAT.
3. Betätigen Sie die Schaltfläche Erweiterte Einstellungen > Allgemein >
Verhalten….
 Es wird der Dialog angezeigt.
4. Aktivieren Sie die SM-Watchdog-Funktion, indem Sie die
Kontrollkästchen Set Multiplier und Set SM Watchdog anklicken.
 Sie können die Eingabefelder Set Multiplier und Set SM Watchdog
editieren.
5. Tragen Sie in den Eingabefeldern Set Multiplier und Set SM Watchdog die
Werte zur Berechnung der SM-Watchdog-Zeit ein. Die SM-Watchdog-Zeit
ergibt sich aus der Formel:
SM-Watchdog-Zeit = (Multiplier * 0,04 * 10-6 s) * SM Watchdog
Aktivierung der Synchronisierung
1. Slave anwählen.
2. Auf den Button Erweiterte Einstellungen drücken.
3. Distributed Clock anwählen.
4. Wählen Sie eine Betriebsart aus.
 Nach Auswahl der Betriebsart ist der Slave für die Synchronisierung
konfiguriert.
 Sie haben die Funktion SM Watchdog vollständig parametriert
(Änderungen werden erst nach einem Systemneustart bzw.
Zustandswechsel des EtherCAT-Masters von INIT zu OP wirksam).
Verwenden Sie die Werte aus dem Beispiel, haben Sie eine TimeoutZeit von 2 Sekunden parametriert.
Um die Funktion vollständig zu erhalten, muss die Timeout-Funktion noch im
Antriebsregler parametriert werden (Parameter A258).
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
17
5
Inbetriebnahme mit TwinCAT
Bedienhandbuch EtherCAT
Element
Beschreibung
1:Enable
Aktiviert die Synchronisierung über Distributed Clock.
Wenn dieses Feld aktiviert wurde, werden die weiteren
Elemente (2 – 6) aktiviert.
2:Sync Unit Zyklus
Der Wert entspricht der Zykluszeit der PLC Task. In
diesem Zyklus werden die EtherCAT-Telegramme für
den Prozessdatenverkehr versendet. Wenn dieser Wert
verändert werden soll, muss die Task-Zykluszeit
geändert werden. Dann wird diese Zeit automatisch
auch hier angepasst.
3:Zyklus Zeit
Zykluszeit vom SYNC 0 Signal.
Üblicherweise entspricht die Zykluszeit des SYNC 0
Signals auch dem Sync Unit Zyklus. In besonderen
Fällen ist es aber sinnvoll, nicht zu jedem
Prozessdatentelegramm ein Synchronisationssignal zu
generieren.
Ergibt sich z. B. für die SYNC 0 Zykluszeit ein Wert, auf
den sich der Slave nicht aufsynchronisieren kann, muss
die SYNC 0 Zykluszeit angepasst werden.
4:Faktor
Hier kann der Faktor ausgewählt werden, mit dem die
Zykluszeit für das SYNC 0 Signal basierend auf dem
Sync Unit Zyklus berechnet wird.
Üblicherweise steht hier der Faktor 1, damit entspricht
die Zykluszeit für SYNC 0 dem Sync Unit Zyklus.
5:Enable SYNC 0
Aktiviert das Synchronisationssignal SYNC 0. Auf
dieses Signal synchronisiert sich der Slave auf. Daher
muss es hier aktivert werden.
6:Shift Zeit
Dieser Wert legt die Slave User Shift Time fest.
Üblicherweise ist der Wert = 0.
ID 442515.01
Beispielkonfigurationen:
Beispiel 1: PLC arbeitet mit 1 ms Zykluszeit
Der Zyklus von 1 ms wird vom Antriebsregler unterstützt. Hier kann als Faktor
für den Sync Unit Zyklus der Wert 1 eingestellt werden.
Die entsprechende Betriebsart lautet: DC enabled (multiplier = 1)
Beispiel 2: PLC mit 500 µs Zykluszeit
Die schnellste Zykluszeit im Antriebsregler beträgt 1 ms. Daher kann sich der
Antriebsregler nicht auf das SYNC 0 Signal synchronisieren, wenn die SYNC
0 Zykluszeit 500 µs beträgt.
In diesem Fall muss die Betriebsart mit multiplier = 2 aktiviert werden.
Die Zykluszeit der Steuerung beträgt anschließend weiterhin 500 µs.
Das SYNC 0 Signal hat dann eine Zykluszeit von 500 µs * 2 = 1 ms. Bei dieser
Konfiguration muss beachtet werden, dass der Slave nur jeden zweiten von
der PLC berechneten Output-Wert erhält bzw. Input-Wert abholt.
Information
Der Antriebsregler wird nicht von PREOP nach SAFEOP wechseln,
wenn bei aktivierter Synchronisierung keine gültige Zykluszeit für
den SYNC 0 Zyklus eingestellt ist.
Bei Problemen mit der Aktivierung der Synchronisierung kann die
Fehlerursache im Parameter A261 Element abgelesen werden.
WE KEEP THINGS MOVING
18
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6
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6.1
Grundlagen
Feldbusse haben sich seit vielen Jahren in der Automatisierungstechnik
etabliert. Da einerseits die Forderung nach immer höheren Geschwindigkeiten
besteht, andererseits bei dieser Technologie die technischen Grenzen bereits
erreicht wurden, musste nach neuen Lösungen gesucht werden.
Das aus der Bürowelt bekannte Ethernet ist mit seinen heute überall
verfügbaren 100 Mbit/s zumindest theoretisch sehr schnell. Durch die dort
verwendete Art der Verkabelung und der Regeln bei den Zugriffsrechten sind
diese Art Netzwerke jedoch nicht echtzeitfähig.
Dieses Problem wurde mit EtherCAT beseitigt. EtherCAT bedeutet "Ethernet
for Controller and Automation Technology". Es wurde von Beckhoff Automation
GmbH entwickelt und wird nun von der internationalen Organisation EtherCAT
Technology Group (ETG) unterstützt. EtherCAT ist eine offene Technologie, die
in der IEC seit 2005 genormt ist.
Über EtherCAT können unterschiedliche Protokolle übertragen werden.
STÖBER bietet das weit verbreitete Kommunikationsprofil CANopen nach 
DS 301 an (Abb. 6-1).
ID 442515.01
CANopen®
Applikation
Prozessdaten
CANopen®
Prozessdaten
SDO
PDO
CoE
Mailbox
CoE
Prozessdaten
EtherCAT®
Abb. 6-1 EtherCAT-Systeme
WE KEEP THINGS MOVING
19
6
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6.1.1
Funktionsweise
Ethernet überträgt Daten innerhalb von Paketen. In anderen Echtzeit-EthernetSystemen wird jedes Paket in den Teilnehmern empfangen, per Software
aufwändig interpretiert und daraus die Prozessdaten entnommen.
Abschließend wird ein Antwortpaket generiert.
Bei EtherCAT entnehmen die Teilnehmer in der Hardwareanschaltung (siehe
Abb. 6-2) aus dem laufenden Datenstrom die für sie bestimmten Daten.
Ebenso werden die eigenen Antwortdaten in das Telegramm eingefügt. Das
Telegramm wird vom Master an den ersten Teilnehmer gesendet. Dieser und
alle weiteren Teilnehmer empfangen das Paket, ändern es in der
beschriebenen Weise ab und senden es weiter zum nächsten Teilnehmer.
IN
Kurzschluss
IN
Hin
Rück
Eingangsdaten
Hin
Ausgangsdaten
Abb. 6-3 Datenverarbeitung letzter EtherCAT-Teilnehmer
Durch die Steckreihenfolge und die Nutzung der Vollduplex-Technologie stellt
EtherCAT einen logischen Ring dar.
OUT
Rück
Hin
Eingangsdaten
Hin
Ausgangsdaten
Abb. 6-2 Datenverarbeitung EtherCAT-Teilnehmer
Wenn das Paket beim letzten Teilnehmer ankommt, stellt dieser fest, dass kein
Kabel zu einem Nachfolger gesteckt ist. Er sendet die Daten durch einen
"logischen Kurzschluss" über das andere Adernpaar durch alle Teilnehmer
zum Master zurück (Vollduplex-Verfahren).
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
20
6
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Bedienhandbuch EtherCAT
6.1.2
Zustandsmaschine
In jedem EtherCAT-Slave ist die folgende Zustandsmaschine implementiert.
Für jeden Zustand ist definiert, welche Kommunikationsdienste über EtherCAT
aktiv sind. Die Zustandsmaschine wird vom EtherCAT-Master gesteuert.
Power
on
PreOperational
(SP)
(PS)
(SI)
(OP)
(OI)
Zustand
Beschreibung
Initialising
Antriebsreglerkonfiguration startet, gespeicherte Werte
werden geladen.
Pre-Operational
Antriebsregler ist bereit für Parametrierung zur
Vorbereitung des eigentlichen Betriebs über SDO.
Safe-Operational
EtherCAT-Master liest Istwerte vom Antriebsregler über
PDO und SDO.
Operational
EtherCAT-Master und Antriebsregler tauschen Soll- und
Istwerte über PDO und SDO aus.
Initializing
(IP)
(PI)
Zustandstabelle:
Operational
(SO)
SafeOperational
(OS)
Abb. 6-4 EtherCAT-Zustandsmaschine
Zustandsübergänge:
Übergang
Aktionen
IP
Start Mailbox Kommunikation
PI
Stop Mailbox Kommunikation
PS
Start Input Update
SP
Stop Input Update
SO
Start Output Update
OS
Stop Output Update
OP
Stop Output Update, Stop Input Update
SI
Stop Input Update, Stop Mailbox Kommunikation
OI
Stop Output Update, Stop Input Update, Stop Mailbox
Kommunikation
Üblicherweise wird von einer SPS der Hochlauf in dieser Zustandsabfolge
ausgeführt:
Initialising – Pre-Operational – Safe-Operational – Operational
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
21
6
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Bedienhandbuch EtherCAT
Kommt zum Beispiel die Software TwinCAT von Beckhoff Automation GmbH
zum Einsatz, können diese Schritte im System Manager automatisch oder bei
Bedarf auch einzeln ausgeführt werden. Wird ein Steuerungsprogramm in der
TwinCAT-PLC gestartet, wird der Hochlauf automatisch ausgeführt.
Antriebsregler mit EtherCAT-Zubehör
Parameterkanal
PDO(rx)
6.2
Datenübertragung mit PDO und SDO
Da der Nutzdatenaustausch die wesentliche Aufgabe eines EtherCATSystems darstellt, wird mit der Beschreibung der Kommunikationsdienste PDO
und SDO begonnen.
SDO
In dem Parameterkanal können durch den SDO-Service (SDO = Service Data
Object) alle Parameter des Antriebsreglers gelesen bzw. verändert werden.
Innerhalb eines SDO-Telegramms wird der gewünschte Parameter
(Kommunikationsobjekt) durch Index und Subindex adressiert.
Antriebsregler mit EtherCAT-Zubehör
Parameterkanal
SDO(tx)
SDO(rx)
Vorrat aller
Kommunikationsobjekte
Parameter, Anzeigen
(Istwerte),
Steuerbefehle,
Sollwerte, Aktionen
Vorrat aller “mappbaren”
Kommunikationsobjekte
Mit “PDO”
gekennzeichnete
Parameter
PDO(tx)
6.2.1
Prozessdatenübertragung mit PDO-Service
Prozessdaten werden vom Master zyklisch nach jedem Durchlauf der PLCTask übertragen. Die Geräte von STÖBER bieten vier PDO-Kanäle an. Jeder
PDO-Kanal besitzt aus Sicht des Geräts eine Empfangsrichtung (rx) und eine
Senderichtung (tx).
Es ist möglich, gleichzeitig bis zu vier unabhängige PDO-Kanäle zu betreiben.
Alle Daten von allen PDO-Kanälen werden bei EtherCAT direkt hintereinander
übertragen.
Die Parameter, die als Inhalt dieser PDOs definiert sind, erscheinen in dem
Steuerungsprogramm des EtherCAT-Masters als Variablen.
PDO
Ein PDO-Telegramm (PDO = Process Data Object) dient der Übertragung von
Daten, die zur Steuerung und Beobachtung des laufenden Prozesses
verwendet werden und bei denen eine kurze Übertragungszeit gefordert ist. Im
Telegramm werden keine Objekte adressiert, sondern direkt die Inhalte von
zuvor ausgewählten Parametern gesendet.
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
22
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6.2.1.1
Prozessdaten-Abbildung
Mit der Prozessdatenabbildung wird festgelegt, welche Parameter
(Kommunikationsobjekte) über den Prozessdatenkanal (PDO-Service)
übertragen werden. Die Geräte von STÖBER Antriebstechnik unterstützen
eine flexible Abbildung der Kommunikationsobjekte auf die PDO-Kanäle.
Dieser Mechanismus wird PDO-Mapping genannt.
PDO-Mapping
Für jeden PDO-Kanal existiert im Antriebsregler für jede Senderichtung ein
Parameter mit sechs Subelementen. In die Subelemente werden die Adressen
der Parameter eingetragen, deren Inhalte über den PDO-Kanal übertragen
werden. Je nach Zahl und Größe der eingetragenen Objekte erwartet der
Antriebsregler eine entsprechende Anzahl von Bytes im PDO-Telegramm.
Einstellung ...
Das Mapping kann über zwei Methoden eingestellt werden:
• In der Parameterliste der Software DriveControlSuite (dieses wird
empfohlen)
• Im EtherCAT-Master (z. B. bei Beckhoff-Steuerungen TwinCAT System
Manager)
Bei beiden Mechanismen wird der Mapping-Parameter bzw. eines seiner
Subelemente adressiert. Im SDO-Telegramm wird er mit der EtherCAT-, in der
DriveControlSuite mit der STÖBER-Adresse angesprochen.
Als Beispiel ist untenstehend die Auswahl des Parameters 2808hex/0
(Parameter E08 n-Motor mit 16 Bit Datenbreite) dargestellt, wie es in einem
SDO-Telegramm übertragen wird. Soll der Parameter an erster Stelle auf den
1.PDO (rx)-Kanal gemappt werden, muss das Telegramm an den Parameter
mit Index 1600hex und Subindex 1 adressiert werden.
LSB
MSW
1. Byte
2. Byte
3. Byte
4. Byte
Länge
Subindex
LSB
MSB
in Bit
Index
Länge
Subindex
10hex
00hex
Index
08hex
28hex
... über DriveControlSuite
Sie stellen das Mapping in der Software DriveControlSuite in der
Parameterliste oder im Assistenten ein.
In der Parameterliste des Globalbereichs rufen Sie den zum jeweiligen Kanal
gehörigen Parameter auf (im Bild: A225). In den Parameterelementen 0 bis 5
werden die Koordinaten der Parameter eingetragen, die auf das 1. PDO (rx)Telegramm abgebildet werden sollen. In Abb. 6-5 ist der Parameter A515 der
erste gemappte Parameter.
... über EtherCAT mit SDO-Telegramm
Ein Subelement des Mapping-Parameters ist vier Byte lang. Es wird durch das
SDO-Telegramm mit Index, Subindex und optional der Bitlänge des
abzubildenden Parameters beschrieben. Die Bitlänge des gemappten
Parameters muss beim Senden zum Antriebsregler nicht angegeben werden;
sie wird beim Lesen aus dem Antriebsregler geliefert.
Abb. 6-5 Mapping in der Parameterliste der DriveControlSuite
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
23
6
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Bedienhandbuch EtherCAT
Falls Sie den Assistenten verwenden möchten, wählen Sie in der
DriveControlSuite in einem geöffneten Projekt den Antriebsregler aus und
betätigen Sie im unteren Bereich die Schaltfläche Assistenten. Wählen Sie im
Assistenten-Dialog EtherCAT aus. Auf den Unterseiten können Sie die
Einstellungen für das Mapping vornehmen.
Beachten Sie unabhängig von Ihrem Weg: Werden Parameter aus einer Achse
gemappt, muss das Präfix angegeben werden:
2.B11 (Motornennleistung, Parameter der zweiten Achse)
Liste der auf Prozessdaten abbildbaren Parameter
Das PDO-Mapping kann nicht bei allen Parametern angewandt werden. Die
abbildbaren Parameter werden in der Parameterliste beim Merkmal Mapping
mit Ja gekennzeichnet.
Sinnvolle Prozessdaten für Applikationen
Bei der Verwendung einer Applikation mit der Steuerung über Feldbus werden
die Prozessdatenkanäle vorbelegt.
ESI-Datei
Um Ihre Parametrierung der Steuerung bekannt zu geben, benötigen Sie eine
ESI-Datei (EtherCAT Slave Information), die Ihre Einstellungen enthält. Sie
erhalten eine ESI-Datei, indem Sie nach der Parametrierung im Assistenten
auf der obersten EtherCAT-Seite die Schaltfläche ESI-Datei (EtherCAT Slave
Information) erstellen betätigen:
6.2.2
Parameterübertragung mit SDO-Service
Über den SDO-Service (CANopen DS-301) wird das Lesen und Schreiben von
Parametern des Antriebsreglers ermöglicht. Beim SDO-Service werden Daten
immer im Format Ganzzahl (4 Byte) übertragen (außer Strings).
Die Steuerung startet einen Auftrag mit einem SDO-Request (Anfrage). Darin
wählt sie ein Kommunikationsobjekt (Parameter) mit Index und Subindex aus.
Daraufhin antwortet der Antriebsregler mit der entsprechenden SDOResponse (Antwort).
Die SDO-Nachrichten werden über den Mailbox-Dienst von EtherCAT
übertragen. Abb. 6-6 zeigt den Aufbau einer SDO-Nachricht.
6 Byte
2 Byte
8 Byte
Mailbox-Header
CoEExpedited SDO-Message
Header
Abb. 6-6 Aufbau einer SDO-Nachricht
ID 442515.01
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6 Bit 2 4
4
Priorität
Typ
Reserve
16 Bit
Kanal
16 Bit
Adresse
Die Mailbox setzt sich aus dem Mailbox-Header und den Mailbox-Daten
zusammen. Im Header steht, dass sich in den Daten ein CANopen over
EtherCAT-Telegramm befindet. Das Telegramm besteht aus dem CoE-Header
und den CoE-Daten. Im CoE-Header wird spezifiziert, dass die folgenden
Daten eine SDO-Request-Message (Nachricht) enthält.
Abb. 6-7 zeigt den Aufbau des Mailbox-Headers.
Länge
6
Abb. 6-7 Aufbau des Mailbox-Headers
Im Feld Länge steht die Anzahl der Bytes, die nach dem Header in der Mailbox
folgen. Der Eintrag Adresse enthält die EtherCAT-Adresse des betreffenden
Slaves. In dem Feld Typ wird unterschieden, welches Protokoll sich innerhalb
der Mailbox befindet. Hier ist der Wert 3 für CANopen over EtherCAT
einzutragen. Die anderen Felder Kanal, Priorität und Reserve werden nicht
benötigt, die Inhalte bleiben jeweils auf 0.
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
25
6
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6.2.2.1
Parameteradressierung von achsabhängigen
Parametern
Bei der Adressierung achsabhängiger Parameter von logischen Achsen (SD6)
über SDO muss die Achse vorgewählt werden. Die Voranwahl erfolgt mit Hilfe
des Parameters A11.1. Die Adressierung des Parameters selbst erfolgt gemäß
den im Anhang "Kommunikationsobjekte Herstellerspezifisch - Indexbereich
2000 hex – 5FFF hex " beschriebenen Regeln.
Bei der Adressierung achsabhängiger Parameter von physikalischen Achsen
(SI6) über SDO können die Parameter direkt adressiert werden. Die
Adressierung des Parameters selbst erfolgt gemäß den im Anhang
"Kommunikationsobjekte Herstellerspezifisch - Indexbereich 2000 hex – 5FFF
hex " und "Kommunikationsobjekte Herstellerspezifisch - Indexbereich A000
hex – EFFF hex" beschriebenen Regeln.
6.2.2.2
Expedited Transfer
Für alle Parameter, die einen Datentyp von bis zu 4 Byte haben, wird die
vereinfachte (beschleunigte) Übertragungsart Expedited Transfer beim SDOVerkehr angewendet. Bei dieser Übertragungsart passen alle vier Datenbytes
in ein Telegramm. Die Datenanordnung auf dem Bus ist nach dem Intel-Format
angeordnet: Höherwertiges Byte/Wort steht an höherwertiger Adresse im
Speicher bzw. wird später auf dem Bus gesendet (Little-endian).
1. Byte
2. Byte
3. Byte
23hex
LSB
MSB
Command
Index
1. Byte
2. Byte
3. Byte
60hex
LSB
MSB
Command
ID 442515.01
Index
4. Byte
SubIndex
4. Byte
SubIndex
5. Byte
6. Byte
7. Byte
8. Byte
LSB
MSB
LSB
MSB
LSW-Data
MSW-Data
5. Byte
6. Byte
7. Byte
8. Byte
LSB
MSB
LSB
MSB
1. Byte
2. Byte
3. Byte
40hex
LSB
MSB
Command
Index
1. Byte
2. Byte
3. Byte
42hex
LSB
MSB
Command
Index
1. Byte
2. Byte
3. Byte
80hex
LSB
MSB
Command
Index
4. Byte
5. Byte
6. Byte
7. Byte
8. Byte
LSB
MSB
LSB
MSB
SubIndex
4. Byte
unused
5. Byte
LSB
SubIndex
4. Byte
SubIndex
6. Byte
7. Byte
8. Byte
MSB
LSB
MSB
LSW-Data
MSW-Data
5. Byte
6. Byte
7. Byte
8. Byte
LSB
MSB
LSB
MSB
ErrorCode
ErrorClass
Additional-Code
Der gesamte Service besteht aus folgenden Telegrammen:
Schreiben eines Parameters
1. Der Client (CANopen-Master) sendet Initiate Domain Download Request.
2. Der Server (Antriebsregler) quittiert die Anforderung mit positiver Antwort
mit Initiate Domain Download Response.
Lesen eines Parameters, einer Anzeige
1. Der Client (Steuerung) sendet Initiate Domain Upload Request.
2. Der Server (Antriebsregler) quittiert die Anforderung mit positiver Antwort
mit Initiate Domain Upload Response.
unused
WE KEEP THINGS MOVING
26
6
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Negative Antwort auf Schreib- oder Leseversuch
Im Fehlerfall antwortet der Server (Antriebsregler) auf Upload- oder DownloadRequest mit Abort Domain Transfer.
Beispiel:
Parameter I22 Positionsfenster auf 14500 einstellen:
1. Index und Subindex anhand der Beschreibung im Anhang: Index =
3016hex, Subindex = 0
2. Zahlwert 2500 in Hexadezimalzahl umwandeln: 38A4hex
3. Die Bytes an richtige Stellen des Initiate Domain Download Request
Service eintragen:
1. Byte
2. Byte
3. Byte
23hex
LSB
MSB
Command
Index
4. Byte
SubIndex
5. Byte
6. Byte
7. Byte
8. Byte
LSB
MSB
LSB
MSB
LSW-Data
30 16 Hex
23
ID 442515.01
16
30
MSW-Data
00 00 38 A4 Hex
00
A4
38
00
00
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27
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6.2.2.3
Fehlercodes für SDO-Services
Bei der negativen Beantwortung eines SDO-Dienstes, unabhängig ob
expedited oder segmented, liefern STÖBER Geräte im Falle eines Fehlers im
Abort SDO Transfer Protocol eine der folgenden Fehlerbeschreibungen in den
Datenbytes mit:
Fehlercode Bedeutung
hexadezimal
Fehlercode Bedeutung
hexadezimal
0607 0013
Falscher Datentyp oder Länge des Service-Parameters zu
klein.
0609 0011
Subindex existiert nicht.
0609 0030
Ungültiger Wert des Parameters (nur bei Schreibzugriff).
0609 0031
Wert des Parameters zu groß.
0609 0032
Wert des Parameters zu klein.
0609 0036
Maximalwert unterschreitet Minimalwert.
0800 0000
Allgemeiner Fehler
0800 0020
Daten können nicht in Anwendung übertragen oder
gespeichert werden.
0503 0000
Toggle-Bit hat sich nicht geändert.
0504 0000
SDO-Protokoll Timeout abgelaufen.
0504 0001
Ungültiges Kommando empfangen.
0504 0005
Nicht genügend Speicher.
0601 0000
Zugriff auf Objekt (Parameter) wird nicht unterstützt.
0601 0001
Leseversuch auf einen Parameter, der nur geschrieben
werden darf.
0800 0021
Daten können nicht in Anwendung übertragen oder
gespeichert werden, wegen lokaler Steuerung.
0601 0002
Schreibversuch auf einen Parameter, der nur gelesen werden
darf.
0800 0022
Daten können nicht in Anwendung übertragen oder
gespeichert werden, wegen Gerätezustand.
0602 0000
Objekt (Parameter) ist nicht im Objektverzeichnis aufgeführt.
0800 0023
0604 0041
Objekt (Parameter) ist nicht auf PDO abbildbar.
0604 0042
Anzahl oder Länge der zu übertragenden Objekte
überschreitet PDO-Länge.
Dynamische Generierung des Objektverzeichnisses
fehlgeschlagen oder kein Objektverzeichnis verfügbar (Gibt
es eine gültige Konfiguration im Antriebsregler?).
0604 0043
Allgemeine Parameterinkompatibilität.
0604 0047
Allgemeine interne Geräteinkompatibilität.
0606 0000
Zugriff verweigert wegen eines Hardwarefehlers.
0607 0010
Falscher Datentyp oder Länge des Service-Parameters
stimmt nicht.
0607 0012
Falscher Datentyp oder Länge des Service-Parameters zu
groß.
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
28
6
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Bedienhandbuch EtherCAT
6.3
Emergency-Nachrichten
Der Antriebsregler verlässt die Störung:
Emergency-Nachrichten werden im EtherCAT-Slave beim Auftreten von
geräteinternen Fehlern oder Störungen ausgelöst und über den MailboxMechanismus zum EtherCAT-Master gesendet. In STÖBER Geräten können
Emergency-Nachrichten ausgelöst werden durch:
• Fehlerhafte Syncmanager-Parametrierung beim EtherCAT-Systemstart
• Eintritt oder Verlassen des Gerätzustandes Störung (wie bei CANopen)
• Fehler bei einem Zustandswechsel der EtherCAT-Zustandsmaschine
6.3.1
Gerätezustand Störung
Zur Erfüllung des in CANopen beschriebenen Mechanismus beobachtet der
Antriebsregler ständig den Gerätezustand. Wechselt dieser in den Zustand
Störung oder Störungsreaktion aktiv, wird genau ein Mal die EmergencyNachricht mit einem der unten beschriebenen Fehlercodes gesendet. Wird der
Zustand Störung durch eine Quittierung verlassen, wird die EmergencyNachricht mit dem Fehlercode Kein Fehler gesendet. Durch diesen Ablauf wird
der Master automatisch über jedes Auftreten und Verlassen einer Störung und
über die genaue Störungsursache informiert.
Innerhalb der Nachricht gibt der Antriebsregler drei Informationen über die Art
der Störung gemäß der Vorgaben in CANopen an:
1. Byte 2. Byte
00
3. Byte
00
Emergency
Error Code
"Kein Fehler"
00
4. Byte 5. Byte 6. Byte 7. Byte 8. Byte
1Ehex
0
0
0
0
frei
Error
Register
E82 Ereignis-Art = "Kein Fehler"
"Kein Fehler"
Die Codierung von Error Code im ersten und zweiten Byte und Error Register
im dritten Byte entspricht den Vorgaben aus den Profilen CiA/DS-301 und CiA
DSP402; Im vierten Byte befindet sich der Wert des STÖBER Parameters E82
Ereignis-Art, im fünften Byte steht der Inhalt von E43 Ereignis-Ursache.
Abb. 6-8 zeigt den Aufbau der Mailbox bei einer Emergency-Nachricht:
6 Byte
2 Byte
8 Byte
Mailbox-Header
CoEEmergency-Message
Header
Abb. 6-8 Aufbau der Mailbox bei einer Emergency-Nachricht
Abb. 6-9 zeigt ein Beispiel der Störung 41:Temperatur Motor TMS im Detail:
0A 00 00 00 00 03 00 10 43 10 08 29 00 00 00 00
Der Antriebsregler wechselt nach Störung 41:Temperatur Motor TMS:
1. Byte
2. Byte
3. Byte
43
10hex
01hex
Emergency
Error Code
Temperature
Drive
ID 442515.01
Error
Register
Temperature
4. Byte 5. Byte 6. Byte 7. Byte 8. Byte
29hex
0
0
0
frei
Mailbox-Header
CoEEmergency-Message
Header
Abb. 6-9 Emergency-Nachricht für Störung 41: Temperatur Motor TMS
0
Beim Einsatz der Software TwinCAT als EtherCAT-Master wird die EmergencyNachricht im Fenster Logger-Ausgabe des System Managers angezeigt.
E43 Ereignis-Ursache
Ereignis Temperatur Motor TMS
WE KEEP THINGS MOVING
29
6
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Liste der möglichen Codierungen in der Emergency-Nachricht:
Error Code
Error Register
Hex-Wert: Bezeichnung Hex-Wert: Bez.
E82 Ereignis-Code
Dez. Wert:
Bezeichnung
0hex: no error
0: no error
30: Kein Ereignis
2110hex: short circuit
earth
2: current
31: Kurz-/Erdschluss
2230hex: intern short
circuit earth
2: current
32: Kurz-/Erdschluss
intern
2310hex: continous
overcurrent
2: current
Error Code
Error Register
Hex-Wert: Bezeichnung Hex-Wert: Bez.
E82 Ereignis-Code
Dez. Wert:
Bezeichnung
4380hex: temperature
drive I2t
8: temperature
45: Übertemperatur
Motor i2t
3120hex: mains
undervoltage
4: voltage
46: Unterspannung
8311hex: excess torque
1: generic error
47: M-Max Grenze
1000hex: generic error
1: generic error
48: Bremse
Lüftüberwachung
8600hex: positioning
controller
1: generic error
51: Virtueller Master
Endschalter
33: Überstrom
5200hex: device hardware 1: generic error
34: Hardware-Defekt
6010hex: software reset
1: generic error
35: Watchdog
7500hex: communication
10: communication
52: Kommunikation
3110hex: mains
overvoltage
4: voltage
36: Überspannung
8500hex: position control
1: generic error
53: Endschalter
8611hex: following error
1: generic error
54: Schleppabstand
7303hex: resolver 1 fault
1: generic error
37: Encoder
1: generic error
55: Optionsplatine
4210hex: temperature
device
8: temperature
38: Übertemperatur Gerät
Sensor
5200hex: device hw
control
1: generic error
56: Overspeed
4280hex: temperature
device I2t
8: temperature
8400hex: Velocity speed
control
6010hex: internal software 1: generic error
57: Laufzeitlast
6320hex: loss of
parameters
1: generic error
7304hex: resolver 2 fault
1: current
58: Encodersimulation
8: temperature
4310hex: temperature
drive
8: temperature
4280hex: temperature
device I2t
59: Übertemperatur Gerät
i2t
FF00hex: user software
1: generic error
60: Applikationsereignis 0
7110hex: brake chopper
8: temperature
42: Temparatur BremsWiderstand
FF01hex: user software
1: generic error
61: Applikationsereignis 1
FF02hex: user software
1: generic error
62: Applikationsereignis 2
44: Externe Störung 1
FF03hex: user software
1: generic error
63: Applikationsereignis 3
FF04hex: user software
1: generic error
64: Applikationsereignis 4
FF09hex: external error
ID 442515.01
1: generic error
39: Übertemperatur Gerät
i2t
40: Ungültige Daten
41: Temperatur Motor
TMS
WE KEEP THINGS MOVING
30
6
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Bedienhandbuch EtherCAT
Error Code
Error Register
Hex-Wert: Bezeichnung Hex-Wert: Bez.
E82 Ereignis-Code
Dez. Wert:
Bezeichnung
FF05hex: user software
1: generic error
65: Applikationsereignis 5
FF06hex: user software
1: generic error
66: Applikationsereignis 6
FF07hex: user software
1: generic error
67: Applikationsereignis 7
FF0Ahex: external error
1: generic error
68: Externe Störung 2
7120hex: motor
1: generic error
69: Motoranschluss
6320hex: data record
1: generic error
70: ParameterKonsistenz
7110hex: brake chopper
1: generic error
72: Bremsentest Timeout
7110hex: brake chopper
1: generic error
73: Achse 2 Bremsentest
Timeout
7110hex: brake chopper
1: generic error
74: Achse 3 Bremsentest
Timeout
7110hex: brake chopper
1: generic error
75: Achse 4 Bremsentest
Timeout
7304hex: resolver 2 fault
1: generic error
76: Lageencoder
7304hex: resolver 2 fault
1: generic error
77: Masterencoder
8700hex: brake chopper
1: generic error
78: Positionslimit zyklisch
7304hex: resolver 2 fault
1: generic error
79: MotorLageüberwachung
1000hex: generic error
1: generic error
80: Ungültige Aktion
1000hex: generic error
1: generic error
81: Motorzuordnung
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
31
6
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6.3.2
Zustandswechsel der EtherCATZustandsmaschine
Tritt beim Zustandswechsel des Antriebsreglers ein Fehler auf, sendet dieser
eine entsprechende Emergency-Nachricht. Diese Nachricht ist ähnlich der
Nachricht bei einer Gerätestörung aufgebaut:
Emergency-Nachricht bei Fehler im Statewechsel
1. Byte 2. Byte
A0hex
00hex
Emergency
Error Code
3. Byte
01hex
Error
Register
4. Byte 5. Byte 6. Byte 7. Byte 8. Byte
02hex
0
0
0
0
Das Error Register gibt den Zustand der EtherCAT-Zustandsmaschine zu dem
Zeitpunkt an, in dem die Emergency-Nachricht gesendet wird. Die folgende
Tabelle zeigt die möglichen Kodierungen:
Error Register
Zustand der EtherCAT-Zustandsmaschine
1hex
Initialising
2hex
Pre-Operational
3hex
Safe-Operational
4hex
Operational
Der Wert DiagCode gibt Auskunft über die Ursache des Fehlers:
DiagCode
DiagData 1 und 2
DiagCode Bedeutung
00hex
SyncManager an unzulässiger Adresse
01hex
SyncManager an unzulässiger Adresse
02hex
PDO Länge ist nicht korrekt
03hex
SyncManager falsch parametriert
Emergency Error Code Bedeutung
04hex
SyncManager an unzulässiger Adresse
A000hex
Übergang von Pre-Operational nach Safe-
Operational war nicht erfolgreich.
05hex
SyncManager an unzulässiger Adresse
06hex
PDO Länge ist nicht korrekt
Übergang von Safe-Operational nach Operational
war nicht erfolgreich.
07hex
SyncManager falsch parametriert
08hex
SyncManager an unzulässiger Adresse
09hex
SyncManager an unzulässiger Adresse
0ahex
PDO Länge ist nicht korrekt
0bhex
SyncManager falsch parametriert
Die Codierung des Emergency Error Codes im ersten und zweiten Byte und
Error-Register im dritten Byte entsprechen den Vorgaben von IEC 61158-2612. Die folgende Tabelle gibt die möglichen Codierungen für den Emergency
Error Code an:
A001hex
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
SyncManager 0
(Mailbox schreiben)
SyncManager 1
(Mailbox lesen)
SyncManager 2
(Prozessdaten out)
32
6
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Bedienhandbuch EtherCAT
Sie aktivieren die Synchronisierung folgendermaßen:
DiagCode Bedeutung
0chex
SyncManager an unzulässiger Adresse
0dhex
SyncManager an unzulässiger Adresse
0ehex
PDO Länge ist nicht korrekt
0fhex
SyncManager falsch parametriert
Synchronisierung aktivieren
SyncManager 3
(Prozessdaten in)
1. Aktivieren Sie die Synchronisierung im EtherCAT-Master. Beachten Sie
dazu die Dokumentation des EtherCAT-Masters (bei TwinCAT als Master
siehe 5 Inbetriebnahme mit TwinCAT).
Die Werte DiagData 1 und 2 werden benötigt, falls Sie sich an unseren
technischen Support wenden.
2. Geben Sie im Antriebsregler im Parameter A291 = -300 µs ein, um den
Phasenoffset der geräteinternen PLL auf einen erfahrungsgemäß bei den
meisten Anwendungen robusten Wert einzustellen.
6.4
3. Falls Sie die Synchronisierung überwachen möchten, stellen Sie
Parameter A260 = 1 ein. Beachten Sie dazu die Beschreibung in den
folgenden Abschnitten.
Synchronisierung mit Distributed Clocks
Bei zeitkritischen Anwendungen mit mehreren Antrieben, die zeitgleich
koordinierte Bewegungen ausführen müssen, ist die Synchronisierung der
Achsen untereinander und mit der Steuerung notwendig.
4. Bringen Sie das EtherCAT-Netz in den Zustand Operational.
 Die Synchronisierung ist aktiv.
VORSICHT!
Laufzeitüberschreitung!
Die Überwachung der Synchronisierung erhöht die Laufzeitlast!
 Kontrollieren Sie, ob das Aktivieren der Überwachung die Zykluszeit des
Antriebsreglers unzulässig verlängert. Beachten Sie dazu die folgenden
Abschnitte.
Information
Beachten Sie, dass bei gleichzeitiger Nutzung eines Feldbusses
und des IGB-Motionbusses keine Synchronisation der
Feldbuskommunikation auf die Steuerung möglich ist.
ID 442515.01
Falls Sie das Ergebnis nicht erreichen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Kontrollieren Sie den Parameter A261.0. Zeigt er den Wert 0 an, funktioniert
die Synchronisierung fehlerfrei. Bei anderen Anzeigen gehen Sie wie folgt vor:
1. Wert 1: Sync Manager 2 und Sync Manager 3 haben unterschiedliche
Zykluszeiten. Korrigieren Sie die Zeiten im Master.
2. Wert 2: Die Zykluszeit des SYNC0-Signals ist kleiner als 1 ms eingestellt.
Stellen Sie im Master die Zeit auf einen größeren Wert.
3. Wert 3: Die Zykluszeit des SYNC0-Signals muss ein ganzzahliges
Vielfaches von 1000 µs sein. Stellen Sie die Zeit im Master auf ein
ganzzahliges Vielfaches von 1 ms.
4. Wert 4: Die geräteinterne PLL konnte nicht gestartet werden. Kontrollieren
Sie den Parameter G95.
WE KEEP THINGS MOVING
33
6
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Bedienhandbuch EtherCAT
Der Parameter A298 zeigt den Zustand der PLL-Regelung
1. Bit 0 und/oder Bit 1 ungleich 0: Die Zykluszeit des SYNC0-Signals muss
ein ganzzahliges Vielfaches der Zykluszeit A150 sein. Stellen Sie die
Zykluszeit des SYNC0-Signals im Master auf ein ganzzahliges Vielfaches
von A150.
2. Bit 4 = 1: Die gemessene Zykluszeit ist größer als die vorgegebene. Die
Zykluszeit des SYNC0-Signals muss ein ganzzahliges Vielfaches der
Zykluszeit A150 sein. Stellen Sie die Zykluszeit des SYNC0-Signals im
Master auf ein ganzzahliges Vielfaches von A150.
3. Bit 5 = 1: Die PLL-Regelung ist deaktiviert. Kontrollieren Sie, ob die PLLRegelung in A290 manuell deaktiviert wurde.
Falls diese Fehlerbeschreibungen Ihnen nicht weiterhelfen, oder falls Sie den
Phasenoffset der internen PLL optimal auf Ihre Anwendung abgleichen
möchten, wenden Sie sich mit einer Fallbeschreibung an uns.
Der zyklische Prozessdatenverkehr bei EtherCAT basiert auf einem
Telegramm, das alle Slaves durchläuft. Das Telegramm enthält die Sollwerte
für alle Slaves und nimmt die Istwerte entgegen. Wegen der Signallaufzeit des
Telegramms werden die angeschlossenen Slaves jedoch nicht zeitgleich mit
den Sollwerten versorgt.
Zur Synchronisierung der Slaves mit dem Master wird das Konzept der
verteilten Uhren eingesetzt (distributed clocks, DC). Jeder Slave besitzt eine
hochgenaue Uhr mit eigener Zeitbasis. Diese Uhren werden vom Master mit
einer Referenzuhr abgeglichen und laufen dann selbstständig synchron weiter.
Aufgrund der Ringstruktur des Netzes können die Laufzeitunterschiede
gemessen und beim Abgleich der Uhren berücksichtigt werden.
ID 442515.01
Insgesamt werden beim Abgleich drei Zeiten berücksichtigt und im Master
eingestellt:
• Die Master Shift Time stellt die Telegrammlaufzeit durch alle
angeschlossenen EtherCAT-Teilnehmener dar. Diese Zeit wird vom Master
ausgemessen. Um einen Jitter des Telegramms abzufangen, kann eine
Reservezeit addiert werden, zum Beispiel 10 % der SPS-Zykluszeit.
• Durch Erhöhen der Master User Shift Time kann die Sicherheit gegenüber
Jittern weiter erhöht werden.
• Die Slave User Shift Time gibt die Phasenlage des SYNC0-Signals
bezogen auf die Summe aus Master Shift Time und Master User Shift Time
an. Durch diesen Wert kann die Phasenlage des SYNC0-Signals in
positiver und negativer Richtung verschoben werden, um zum Beispiel
dem Jittern des Slaves entgegen zu wirken. Beachten Sie, dass Sie diese
Zeit getrennt für jeden Slave einstellen.
WE KEEP THINGS MOVING
34
6
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Bedienhandbuch EtherCAT
Datengenerierung im Master
Information
Der Jitter der PLL im Antriebsregler kann nur im Master
berücksichtigt werden, z. B. über die Slave User Shift Time.
PLC
Task
Master
Shift Time
Übertragung
zu den Slaves
EtherCAT
Laufzeit
Master User
Shift Time
10 %
Reserve
Dauer für alle
Teilnehmer
gleich
U
Slave User
Shift Time
Dauer für jeden
Teilnehmer
unterschiedlich
einstellbar
U
Übernahme der Daten
in den Slave
SYNC0-Signal
wird beim Slave
generiert
Antriebsregler
Task
Abb. 6-10 Einfluss verschiedener Zeiten auf SYNC0-Signal
Das Laufzeitsystem des Antriebsreglers wird auf das SYNC0-Signal mittels
einer geräteinternen Software-PLL aufsynchronisiert (A290 = 1:aktiv). Nach
der Synchronisierung ist die Zykluszeit A150 im Antriebsregler synchron zum
SYNC0-Signal. Zulässige Zykluszeiten für das SYNC0-Signal sind
ganzzahlige Vielfache der Zykluszeit A150. Beachten Sie, dass bei
unzulässigen Zykluszeiten des SYNC0-Signals der Antriebsregler nicht in den
Zustand Safe-Operational wechselt. Beispiel:
A150 = 5: 2 ms -> zulässige Zykluszeiten SYNC0: 2 ms, 4 ms, 6 ms, 8 ms, usw.
Synchronisierung überwachen
Sie aktivieren die Überwachung der Synchronisierung, in dem Sie Parameter
A260 = 1 einstellen. Bei aktiver Überwachung prüft der Antriebsregler, ob das
EtherCAT-Telegramm innerhalb eines festgelegten Zeitfensters in Bezug auf
das SYNC0-Signal eintrifft. War der Jitter zu hoch, wird der Fehlerzähler in
A261.2 inkrementiert. Der Fehlerzähler wird beim Einschalten des
Antriebsreglers zurückgesetzt.
Jitter
Beschreibung
PLL im Antriebsregler
Telegramm (abhängig vom Master, kann
nicht durch Antriebsreglereinstellungen
beeinflusst werden)
SYNC0Signal
Jitter
typisch
maximal
20 µs
40 µs
< 10% der
keine Angaben
SPS-Zykluszeit
möglich
typ.
20 µs
Antriebsregler
Task
typ.
20 µs
Antriebsregler
Task
Antriebsregler
Task
Abb. 6-11 Jitter der PLL-Regelung
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
35
6
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Bedienhandbuch EtherCAT
6.5
Überwachung und Diagnose
6.5.1
Verbindungsüberwachung
Damit der Antriebsregler einen Ausfall der Kommunikation erkennt, kann die
Überwachung der PDO-Kommunikation mit Hilfe einer Watchdog-Funktion
durchgeführt werden.
Die Watchdog-Funktion wird durch Festlegung eines Überwachungs-Timeout
in A258 aktiviert. Damit Änderungen in A258 wirksam werden, muss diese
Einstellung mit A00 nichtflüchtig gespeichert und anschließend der
Antriebsregler neu gestartet werden.
Wert
A258
Beschreibung
0
Überwachung inaktiv
165531
Überwachung durch Watchdog im
Antriebsregler ist aktiv.
Timeout-Zeit in
Millisekunden.
Bei Werten kleiner als in
Parameter A150 wird
A150 als Timeout-Wert
verwendet.
65532
Überwachung durch Watchdog im
Antriebsregler ist aktiv.
Der Ausfall eines
Telegramms in Folge
wird toleriert.
65533
Überwachung durch Watchdog im
Antriebsregler ist aktiv.
Der Ausfall von drei
Telegrammen in Folge
wird toleriert.
ID 442515.01
Wert
A258
Beschreibung
Kommentar
65534
Überwachung durch Watchdog im
Antriebsregler ist aktiv.
Timeout-Zeit wird durch
die Funktion
SM(SyncManager)Watchdog vom
EtherCAT-Master aus
eingestellt.
Diagnose über A259.
65535
Überwachung inaktiv
Kommentar
Der aktiverte Watchdog löst im EtherCAT-Zustand Operational (siehe A255)
die Störung 52:Kommunikation mit der Störungsursache 6:EtherCAT PDO aus,
wenn keine neuen PDO-Daten per EtherCAT innerhalb der eingestellten
Timeout-Zeitspanne empfangen werden. Wird die Kommunikation vom
EtherCAT-Master ausgehend regulär beendet (Verlassen des Zustands
Operational), löst die Überwachung nicht aus.
WE KEEP THINGS MOVING
36
6
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6.5.2
Zustände der Buskommunikation
STÖBER Antriebsregler verfügen über Diagnose-Leuchtdioden, die den
Zustand des Antriebsreglers sowie die Zustände der physikalischen
Verbindung und der Kommunikation visualisieren.
Abb. 6-12 Platzierung der Diagnose-Leuchtdioden auf der SD6-Gerätefront
und -Geräteoberseite.
Abb. 6-13 Platzierung der Diagnose-Leuchtdioden auf der SI6-Gerätefront und
-Geräteoberseite.
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
Zustand des Antriebsreglers
Netzwerkverbindung Service
IGB-Gerätezustand
Feldbus-Gerätezustand
Netzwerkverbindung Feldbus (variiert je nach eingesetztem
Kommunikationsmodul)
ID 442515.01
Feldbus-Gerätezustand
Zustand FSoE (nur bei Option SY6)
Zustand des Antriebsreglers
Netzwerkverbindung Service
Netzwerkverbindung Feldbus
WE KEEP THINGS MOVING
37
6
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6.5.2.1
Feldbus-Gerätezustand
2 Leuchtdioden auf der Gerätefront geben Auskunft über den FeldbusGerätezustand.
Bedeutung der grünen LED (RUN Indicator nach ETG.1300)
LED
Verhalten
Zustand nach
ETG
Beschreibung
Aus
Init State
Keine Kommunikation
zwischen Master und
Antrieb.
Blinken
Preoperational
Kein
Prozessdatenverkehr
möglich.
1-faches
Blinken
Safeoperational Istwerte des Antriebs
werden zum Master
übermittelt. Sollwerte
können nur per SDO an
den Antrieb gesendet
werden.
Ein
Operational
Abb. 6-14 Leuchtdioden für den Feldbus-Gerätezustand auf der SD6Geräteoberseite.
1
2
Grün: RUN
Rot: ERROR
Der vollständige
Prozessdatenverkehr ist
aktiv. Jetzt können
Sollwerte zum Antrieb
gesendet und Istwerte
vom Antrieb empfangen
werden.
Abb. 6-15 Leuchtdioden für den Feldbus-Gerätezustand auf der SI6Gerätefront.
1
2
Rot: ERROR
Grün: RUN
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
38
6
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Bedeutung der roten LED (ERROR Indicator nach ETG.1300)
LED
6.5.2.2
Verhalten
Fehler nach
ETG
Beschreibung
Aus
No Error
Kein Fehler.
Blinken
Invalid
Configuration
Konfiguration ungültig.
1-faches
Blinken
Unsolicited
State Change
Antriebsregler hat den
Feldbus-Gerätezustand
selbständig gewechselt.
2-faches
Blinken
Application
Watchdog
Timeout
Antriebsregler hat keine
neuen PDO-Daten
innerhalb der eingestellten
Timeout-Zeitspanne
empfangen.
Bedeutung der grünen LED (FSoE Status nach IEC61784-3-12_2012)
LED
Zustand FSoE
Verfügt der Antriebsregler über die Option SY6 (STO über FSoE), informiert
eine Leuchtdiode auf der Gerätefront über den FSoE-Zustand.
Dieser kann in Parameter S20 FSoE Status ausgelesen werden.
Möglich im
Beschreibung
FSoE-Zustand
Aus
Pre-Reset
Blinken
Reset, Session, Bereit für die
Parametrierung.
Connection,
Parameter
Ein
Process Data
Normaler Betrieb.
1-facher
Flash
Failsafe Data
Failsafe-Kommando
vom FSoE-Master
empfangen.
Blitzen
All
Undefinierter
Verbindungsfehler.
Blitzen mit
1-fachem
Blinken
Parameter
Fehler in den
sicherheitsrelevanten
Kommunikationsparametern.
Blitzen mit
2-fachem
Blinken
Parameter
Fehler in den
sicherheitsrelevanten
Applikationsparametern.
Blitzen mit
3-fachem
Blinken
Connection
Falsche FSoEAdresse.
Abb. 6-16 FSoE-Leuchtdiode auf der SI6-Gerätefront.
1
Verhalten
Initialisierung.
Grün: FSoE
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
39
6
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LED
Verhalten
Blitzen mit
4-fachem
Blinken
Möglich im
Beschreibung
FSoE-Zustand
All
All
Blitzen mit
6-fachem
Blinken
All
Netzwerkverbindung Feldbus
Die LEDs LA ECIN und LA ECOUT an den Klemmen X200 und X201 auf der
Geräteoberseite zeigen den Zustand der Netzwerkverbindung an.
Blitzen mit
5-fachem
Blinken
Unerlaubtes
Kommando über die
FSoEKommunikationsschnittstelle
empfangen.
6.5.2.3
Watchdog-Fehler.
CRC-Fehler.
Abb. 6-17 Leuchtdioden für den Zustand der Netzwerkverbindung auf der SD6Geräteoberseite.
1
2
3
4
ID 442515.01
Grün: LA ECIN an X200
Gelb: Ohne Funktion
Grün: LA ECOUT an X201
Gelb: Ohne Funktion
WE KEEP THINGS MOVING
40
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6
Abb. 6-18 Leuchtdioden für den Zustand der Netzwerkverbindung auf der SI6Geräteoberseite.
1
2
3
4
Grün: LA ECOUT an X201
Gelb: Ohne Funktion
Grün: LA ECIN an X200
Gelb: Ohne Funktion
Bedeutung der grünen LEDs (LA)
LED
ID 442515.01
Verhalten
Beschreibung
Aus
Keine physikalische Verbindung vorhanden.
Ein
Physikalische Verbindung zu weiterem
Ethernet-Teilnehmer vorhanden.
Blinken
Datenaustausch mit weiterem EthernetTeilnehmer aktiv.
WE KEEP THINGS MOVING
41
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
7
Anhang
7.1
Weitere Informationen und Downloads
7.1.1
Die in der folgenden Tabelle aufgelisteten Dokumentationen liefern weitere
relevante Informationen zur Anreihtechnik. 
Aktuelle Dokumentversionen finden Sie unter www.stoeber.de (Service).
Gerät/Software
Dokumentation
Inhalte
ID
Antriebsregler SD6
Handbuch
Systemumgebung,
Technische Daten,
Installation,
Kommunikation,
Diagnose
442425
Antriebsregler SD6
Inbetriebnahmeanleitung
Technische Daten,
Installation,
Inbetriebnahme,
Funktionstest
442536
Technische Daten,
Einbau, Anschluss,
Inbetriebnahme,
Betrieb, Service,
Diagnose
442730
Technische Daten,
Installation,
Inbetriebnahme,
Funktionstest
442730
Anreihtechnik mit SI6
und PS6
Antriebsregler SI6
ID 442515.01
Handbuch
Inbetriebnahmeanleitung
CiA-Spezifikationen
CiA-Spezifikationen
• CANopen Kommunikationsprofil; diese Spezifikation beschreibt die
maßgeblichen Dienste und Protokolle unter CANopen: 
CiA DS 301 V4.02 – CANopen application layer and communication profile
•
CANopen Framework für programmierbare Geräte: 
CiA DSP 302 V3.0 – CANopen application layer and communication profile
•
CANopen Geräteprofile; diese Spezifikationen beschreiben das Verhalten
vieler Geräteklassen:
CiA DS 402 V2.0 – CANopen device profile drives and motion control,
CiA DS 40x
•
Empfehlungen für Kabel und Steckverbinder: 
CiA DRP 303-1, ISO 11898-2
•
CANopen – Standardisierung als Europäische Norm: 
EN 50325-4 2002 Part 4: CANopen
7.1.2
Website-Downloads
Informationen rund um CANopen
Weitere generelle Informationen zu CAN und CANopen erhalten Sie auf der
CiA-Website "CAN in Automation" (www.can-cia.org).
Unterschiedliche CiA-Spezifikationen sowie ein Wörterbuch rund um die CANeigene Terminologie bietet der CiA-Downloadbereich (siehe www.can-cia.org/
index.php?id=6).
WE KEEP THINGS MOVING
42
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
7.2
Abkürzungen und Formelzeichen
7.3.1
Abkürzungen
EtherCAT
Ethernet for Control Automation Technology
CB
Controller Based
CiA
CAN in Automation
DBT
Distributor
E/A
Eingang/Ausgang (engl.: I/O)
EMCY
Emergency (~ Message, dt.: Fehlernachricht)
GND
Ground
IGB
Integrated Bus
LSB
Least Significant Byte
LSW
Least Significant Word
MSB
Most Significant Byte
MSW
Most Significant Word
NMT
Network Management (dt.: Netzwerkmanagement)
PDO
Process Data Object (dt.: Prozessdatenobjekte)
RxD
Received Data (dt.: Empfangsdaten)
RTR
Remote Transmit Request (dt.: Anforderungs nachricht)
SDO
Service Data Object (dt.:Servicedatenobjekte)
SPS
Speicherprogrammierbare Steuerung (engl.: PLC)
SYNC
Synchronization (~Message, dt.: Synchronisationsnachricht)
TxD
Transmitted Data (dt.: Sendedaten)
ID 442515.01
7.3
Objektverzeichnis - Referenzen
Kommunikationsobjekte CiA 301 Indexbereich 1000 hex - 1FFFF hex
Kommunikationsobjekte CiA 301 CoE – Indexbereich 1000 hex – 1FFFF
hex
Nachfolgende Tabelle beinhaltet die im SD6 und SI6 unterstützen
Kommunikationsobjekte des standardisierten Profils CiA 301 CANopen
application layer and communication profile für CANopen over EtherCAT
(CoE), sowie deren Abbildung auf die entsprechenden STÖBER-spezifischen
Parameter.
Diese Kommunikationsobjekte finden in den Gerätesteuerungen
Prozessdaten EtherCAT Rx und Prozessdaten EtherCAT Tx Verwendung.
Index
Subindex Name
Parameter
Kommentar
1000hex
0hex
Device type
–
00020192hex
1001hex
0hex
Error register
E82
1008hex
0hex
Manufacturer device
name
E50
1009hex
0hex
Manufacturer
hardware version
E52[1]
100Ahex 0hex
1018hex
0hex
Manufacturer software E52[3]
version
Identity object,
Highest sub-index
supported
WE KEEP THINGS MOVING
—
Konstanter
Wert 
43
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index
1018hex
Subindex Name
1hex
Parameter
Identity object: Vendor —
ID
Kommentar
B9hex = Nr. für
STÖBER
Antriebstechni
k GmbH & Co.
KG
1018hex
2hex
Identity object:
Product code
—
Nennleistung
in 0,1 kW
1018hex
3hex
Identity object:
Revision number
—
SWBuildnummer
1018hex
4hex
Identity object: Serial
number
E52
1600hex
1600hex
1600hex
1601hex
1601hex
0hex
1 – 6hex
7 – 22hex
0hex
1 – 6hex
ID 442515.01
–
1st receive PDO
mapping, Highest subindex supported
1st receive PDO
mapping, Mapping
object
A225[0] A225[5]
1st receive PDO
mapping, Mapping
object
A225[0] A225[21]
2nd
—
receive PDO
mapping, Highest subindex supported
2nd receive PDO
mapping, Mapping
object
A226[0] A226[5]
Konstanter
Wert 6 bei SD6
Konstanter
Wert 22 bei SI6
Index
Subindex Name
Parameter
Kommentar
A226[6] A226[21]
Nur bei SI6
1601hex
7 – 22hex
2 receive PDO
mapping, Mapping
object
1602hex
0hex
—
3rd receive PDO
mapping, Highest subindex supported
1602hex
1 – 6hex
3rd receive PDO
mapping, Mapping
object
A227[0] A227[5]
1602hex
7 – 22hex
3rd receive PDO
mapping, Mapping
object
A227[6] A227[21]
1603hex
0hex
4th receive PDO
—
mapping, Highest subindex supported
1603hex
1 – 6hex
4th receive PDO
mapping, Mapping
object
A228[0] A228[5]
1603hex
7 – 22hex
4th receive PDO
mapping, Mapping
object
A228[6] A228[21]
Nur bei SI6
Konstanter
Wert 6 bei SD6
Konstanter
Wert 22 bei SI6
nd
1A00hex 0hex
—
1st transmit PDO
mapping, Highest subindex supported
WE KEEP THINGS MOVING
Konstanter
Wert 6 bei SD6
Konstanter
Wert 22 bei SI6
Nur bei SI6
Konstanter
Wert 6 bei SD6
Konstanter
Wert 22 bei SI6
Nur bei SI6
Konstanter
Wert 6 bei SD6
Konstanter
Wert 22 bei SI6
44
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index
Subindex Name
st
Parameter
A233[0] A233[5]
1A00hex 1 – 6hex
1 transmit PDO
mapping, Mapping
object
1A01hex 0hex
—
2nd transmit PDO
mapping, Highest subindex supported
1A01hex 1 – 6hex
2nd transmit PDO
mapping, Mapping
object
1A02hex 0hex
3rd transmit PDO
—
mapping, Highest subindex supported
1A02hex 1 – 6hex
1A02hex 7 – 22hex
A235[0]
A235[5]
3rd transmit PDO
mapping, Mapping
object
A235[6]
A235[21]
1A03hex 0hex
—
4th transmit PDO
mapping, Highest subindex supported
1A03hex 1 – 6hex
4th
ID 442515.01
Konstanter
Wert 6 bei SD6
Konstanter
Wert 22 bei SI6
A234[0] A234[5]
3rd transmit PDO
mapping, Mapping
object
transmit PDO
mapping, Mapping
object
Kommentar
Konstanter
Wert 6 bei SD6
Konstanter
Wert 22 bei SI6
Index
Subindex Name
Parameter
Kommentar
Nur bei SI6
1A03hex 7 – 22hex
4 transmit PDO
mapping, Mapping
object
A236[6] A236[21]
1C00hex 0hex
Sync manager
communication type,
Highest sub-index
supported
–
1C00hex 1hex
Sync manager
communication type,
Communication type
sync manager 0
–
1C00hex 2hex
Sync manager
communication type,
Communication type
sync manager 1
–
1C00hex 3hex
Sync manager
communication type,
Communication type
sync manager 2
–
1C00hex 4hex
Sync manager
communication type,
Communication type
sync manager 3
–
1C12hex 0hex
Sync manager 2,
Highest sub-index
supported
–
1C12hex 1hex
Sync manager 2, PDO –
receive assign 1st
PDO
Nur bei SI6
Konstanter
Wert 6 bei SD6
Konstanter
Wert 22 bei SI6
th
A236[0] A236[5]
WE KEEP THINGS MOVING
45
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index
Subindex Name
1C12hex 2hex
Parameter
Sync manager 2, PDO –
receive assign 2nd
PDO
1C12hex 3hex
Sync manager 2, PDO –
receive assign 3rd
PDO
1C12hex 4hex
Sync manager 2, PDO –
receive assign 4th
PDO
1C13hex 0hex
1C13hex 1hex
1C13hex 2hex
1C13hex 3hex
1C13hex 4hex
ID 442515.01
Sync manager 3,
Highest sub-index
supported
–
Sync manager 3, PDO –
transmit assign 1st
PDO
Sync manager 3, PDO –
transmit assign 2nd
PDO
Sync manager 3, PDO –
transmit assign 3rd
PDO
Sync manager 3, PDO –
transmit assign 4th
PDO
Kommentar
7.3.2
Kommunikationsobjekte Herstellerspezifisch Indexbereich 2000 hex - 5FFF hex
Nachfolgende Tabelle beinhaltet die im SD6 und SI6 Achse A unterstützen
herstellerspezifischen Kommunikationsobjekte sowie deren Abbildung auf die
entsprechenden STÖBER-spezifischen Parameter. Diese
Kommunikationsobjekte finden in den Gerätesteuerungen Prozessdaten
CANopen Rx + Tx (Nur SD6), Prozessdaten EtherCAT Rx und Prozessdaten
EtherCAT Tx Verwendung.
Index (hex)
Parameterbereich STÖBER
2000 – 21FF
A00 – A511
2200 – 23FF
B00 – B511
2400 – 25FF
C00 – C511
2600 – 27FF
D00 – D511
2800 – 29FF
E00 – E511
2A00 – 2BFF
F00 – F511
2C00 – 2DFF
G00 – G511
2E00 – 2FFF
H00 – H511
3000 – 31FF
I00 – I511
3200 – 33FF
J00 – J511
3400 – 35FF
K00 – K511
3600 – 37FF
L00 – L511
3800 – 39FF
M00 – M511
3A00 – 3BFF
N00 – N511
3C00 – 3DFF
O00 – O511
3E00 – 3FFF
P00 – P511
4000 – 41FF
Q00 – Q511
4200 – 43FF
R00 – R511
WE KEEP THINGS MOVING
46
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index (hex)
Parameterbereich STÖBER
4400 – 45FF
S00 – S511
4600 – 47FF
T00 – T511
4800 – 49FF
U00 – U511
4A00 – 4BFF
V00 – V511
4C00 – 4DFF
W00 – W511
4E00 – 4FFF
X00 – X511
5000 – 51FF
Y00 – Y511
5200 – 53FF
Z00 – Z511
5400 – 5FFF
Reserviert
Um den Index zu berechnen, wird die dezimale Zeilennummer eines
Parameters hexadezimal zum jeweiligen Startindex addiert. 
Der Subindex entspricht der Elementnummer des Parameters, die bei
normalen Parametern immer 0 ist (nur bei Array- und Struct-Parametern von
Bedeutung).
Beispiel
Sie möchten Parameter A154[2] erreichen.
Berechnung
Startindex der Parametergruppe A: 2000hex
Zeile des Parameters: 154dez = 9Ahex
Damit ergeben sich Index und Subindex wie folgt:
Index: 2000hex + 9Ahex = 209Ahex
Subindex: 2
ID 442515.01
7.3.3
Kommunikationsobjekte CiA 402-2 Indexbereich 6000 hex - 65FF hex
Nachfolgende Tabelle beinhaltet die im SD6 und SI6 Achse A unterstützen
Kommunikationsobjekte des standardisierten Profil CiA 402 Drives and motion
control device profile – Part 2: Operation modes and application data zur
Bewegungssteuerung, sowie deren Abbildung auf die entsprechenden
STÖBER-spezifischen Parameter.
Diese Kommunikationsobjekte finden in den Applikationen CiA 402 Controller
Based, CiA 402 Controller Based HiRes Motion und CiA 402 Drive Based
Verwendung.
Index
Subindex Name
Parameter
603Fhex 0hex
Error code
A514
6040hex
0hex
Controlword
A515
6041hex
0hex
Statusword
A516
605Ahex 0hex
Quick stop option
code
A536
605Ehex 0hex
Fault reaction option
code
A540
6060hex
0hex
Modes of operation
A541
6061hex
0hex
Modes of operation
display
A542
6064hex
0hex
Position actual value
A545
6065hex
0hex
Following error
window
A546
6066hex
0hex
Following error time
out
A547
606Chex 0hex
Velocity actual value
A553
6071hex
Target torque
A558
0hex
WE KEEP THINGS MOVING
Kommentar
47
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index
Subindex Name
Parameter
6072hex
0hex
Max torque
A559
6077hex
0hex
Torque actual value
A564
6078hex
0hex
Current actual value
A565
6079hex
0hex
DC link circuit voltage A566
Kommentar
607Ahex 0hex
607Bhex 0hex
Target position
A567
Position range limit,
Highest sub-index
supported
–
Konstanter
Wert 2
607Bhex 1hex
Position range limit,
Min. position range
limit
A568[0]
Ohne Funktion
607Bhex 2hex
Position range limit,
Max. position range
limit
A568[1]
607Chex 0hex
607Dhex 0hex
Home offset
A569
607Dhex 1hex
Software position limit, A570[0]
Min. position range
limit
607Dhex 2hex
ID 442515.01
Software position limit,
Highest sub-index
supported
Software position limit, A570[1]
Max. position range
limit
Wird als
Umlauflänge
verwendet
Index
Subindex Name
Parameter
Kommentar
Bit 7 position
polarity wird für
die Soll- und
Istwerte von
Position,
Geschwindigk
eit und
Drehmoment/
Kraft benutzt
607Ehex 0hex
Polarity
A571
607Fhex 0hex
6081hex 0hex
Max profile velocity
A572
Profile velocity
A574
Nur bei Drive
Based
6083hex
0hex
Profile acceleration
A576
Nur bei Drive
Based
6084hex
0hex
Profile deceleration
A577
Nur bei Drive
Based
6085hex
0hex
Quick stop
deceleration
A578
6091hex
0hex
Gear ratio, Highest
sub-index supported
–
6091hex
1hex
Gear ratio, Motor
revolutions
A584[0]
6091hex
2hex
Gear ratio, Shaft
revolutions
A584[1]
6092hex
0hex
Feed constant,
Highest sub-index
supported
–
6092hex
1hex
Feed constant, Feed
A585[0]
WE KEEP THINGS MOVING
Konstanter
Wert 2
Konstanter
Wert 2
48
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index
Subindex Name
Parameter
Kommentar
6092hex
2hex
Feed constant, Shaft
revolutions
A585[1]
60BDhex 0hex
Touch probe pos2 neg A599
value
6098hex
0hex
Homing method
A586
60C0hex 0hex
A600
6099hex
0hex
Homing speeds,
Highest sub-index
supported
–
Interpolation sub
mode select
60C1hex 0hex
Interpolation data
record, Highest
sub-index supported
–
Konstanter
Wert 1
Nur bei
Controller
Based
Konstanter
Wert 2
Index
Subindex Name
Parameter
Kommentar
6099hex
1hex
Homing speeds,
Speed during search
for switch
A587[0]
6099hex
2hex
Homing speeds,
Speed during search
for zero
A587[1]
60C1hex 1hex
Interpolation data
record, 1st set-point
A601
Nur bei
Controller
Based
609Ahex 0hex
Homing acceleration
A588
60C2hex 0hex
–
60A3hex 0hex
Profile jerk use
A589
Nur bei Drive
Based
Interpolation time
period, Highest subindex supported
60A4hex 0hex
Profile jerk
A590
Nur bei Drive
Based
2
Nur bei
Controller
Based
60C2hex 1hex
A602[0]
60B1hex 0hex
Velocity offset
A592
Interpolation time
period, Interpolation
time period value
Nur bei
Controller
Based
60B2hex 0hex
Torque offset
A593
60C2hex 2hex
Touch probe function
A594
Touch probe status
A595
Interpolation time
period, Interpolation
time index
A602[1]
60B8hex 0hex
60B9hex 0hex
Nur bei
Controller
Based
60BAhex 0hex
Touch probe pos1 pos A596
value
60C4hex 0hex
60BBhex 0hex
Touch probe pos1 neg A597
value
Interpolation data
–
configuration, Highest
sub-index supported
60BChex 0hex
Touch probe pos2 pos A598
value
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
Konstanter
Wert 5
Nur bei
Controller
Based
49
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index
Subindex Name
Parameter
Kommentar
Index
Subindex Name
Parameter
60C4hex 1hex
Interpolation data
configuration,
Max.buffer size
A603[0]
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
60E3hex 1hex –
14hex
Supported homing
methods, 1st - 19th
supported homing
method
60C4hex 2hex
Interpolation data
configuration, Actual
buffer size
A603[1]
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
60E4hex 0hex
Additional position
actual value, Highest
sub-index supported
60E4hex 1hex
Additional position
actual value, 1st
additional position
actual value
A620
60F2hex 0hex
Positioning option
code
A621
60F4hex 0hex
Following error Actual A632
value
60FDhex 0hex
60FEhex 0hex
Digital inputs
60FEhex 1hex
Digital outputs,
Physical outputs
A637
60FFhex 0hex
Target velocity
A638
6502hex
Supported drive
modes
60C4hex 3hex
Interpolation data
configuration, Buffer
organisation
A603[2]
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
60C4hex 4hex
Interpolation data
configuration, Buffer
position
A603[3]
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
60C4hex 5hex
Interpolation data
configuration, Size of
data record
A603[4]
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
60C4hex 6hex
Interpolation data
configuration, Buffer
clear
A603[5]
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
60C5hex 0hex
Max. acceleration
A604
60C6hex 0hex
Max. deceleration
A605
60E3hex 0hex
Supported homing
methods, Highest subindex supported
ID 442515.01
0hex
Kommentar
A619[0] –
A619[19]
Konstanter
Wert 1
Nur bei Drive
Based
A636
Digital outputs,
Highest sub-index
supported
Konstanter
Wert 1
Konstanter
Wert 19
WE KEEP THINGS MOVING
50
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
7.3.4
Kommunikationsobjekte ETG.6100.1 Indexbereich 6600 hex - 67FF hex
Kommunikationsobjekte CiA 402-4 – Indexbereich 6600hex – 67FFhex
Nachfolgende Tabelle beinhaltet die im SI6 mit Sicherheitsmodul SY6
unterstützen Kommunikationsobjekte der ETG.6100.1 für Fail Safe over
EtherCAT (FSoE), sowie deren Abbildung auf die entsprechenden STÖBERspezifischen Parameter.
Index
Subindex Name
Parameter
6600hex
0hex
Time unit
–
6620hex
0hex
Safety controlword,
Highest sub-index
supported
–
6620hex
1hex
Safety controlword, 1st S544[0]
byte
6620hex
2hex
Safety controlword,
2nd byte
S544[1]
6621hex
0hex
Safety statusword,
Highest sub-index
supported
–
Kommentar
Konstanter
Wert 2
Index
Subindex Name
Parameter
Kommentar
6650hex
0hex
SS1 command
–
Konstanter
Wert 1
6651hex
0hex
SS1 time to STO
S593
7.3.5
Nachfolgende Tabelle beinhaltet die im SI6 Achse B unterstützen
Kommunikationsobjekte des standardisierten Profil CiA 402 Drives and motion
control device profile – Part 2: Operation modes and application data zur
Bewegungssteuerung, sowie deren Abbildung auf die entsprechenden
STÖBER-spezifischen Parameter.
Diese Kommunikationsobjekte finden in den Applikationen CiA 402 Controller
Based, CiA 402 Controller Based HiRes Motion und CiA 402 Drive Based
Verwendung.
Index
Konstanter
Wert 2
Kommunikationsobjekte CiA 402-2 Indexbereich 6800hex - 6DFFhex
Subindex Name
Parameter
683Fhex 0hex
6840hex 0hex
Error code
A514
Controlword
A515
6841hex
Statusword
A516
0hex
6621hex
1hex
Safety statusword, 1st S545[0]
byte
685Ahex 0hex
Quick stop option
code
A536
6621hex
2hex
Safety statusword, 2nd S545[1]
byte
685Ehex 0hex
Fault reaction option
code
A540
6640hex
0hex
STO command
6641hex
0hex
ID 442515.01
STO restart
acknowledge
behaviour
–
–
Konstanter
Wert 1
Konstanter
Wert 0
6860hex
0hex
Modes of operation
A541
6861hex
0hex
Modes of operation
display
A542
6864hex
0hex
Position actual value
A545
6865hex
0hex
Following error
window
A546
WE KEEP THINGS MOVING
Kommentar
51
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index
Subindex Name
Parameter
6866hex
0hex
Following error time
out
A547
686Chex 0hex
Velocity actual value
A553
6871hex
0hex
Target torque
A558
6872hex
0hex
Max torque
A559
6877hex
0hex
Torque actual value
A564
6878hex
0hex
Current actual value
A565
6879hex
0hex
DC link circuit voltage A566
687Ahex 0hex
687Bhex 0hex
687Bhex 1hex
687Bhex 2hex
687Chex 0hex
687Dhex 0hex
687Dhex 1hex
ID 442515.01
Target position
A567
Position range limit,
Highest sub-index
supported
–
Position range limit,
Min. position range
limit
A568[0]
Position range limit,
Max. position range
limit
A568[1]
Home offset
A569
Software position limit,
Highest sub-index
supported
Software position limit, A570[0]
Min. position range
limit
Kommentar
Index
Subindex Name
Parameter
687Dhex 2hex
Software position limit, A570[1]
Max. position range
limit
687Ehex 0hex
Polarity
A571
687Fhex 0hex
Max profile velocity
A572
6881hex
0hex
Profile velocity
A574
Nur bei Drive
Based
6883hex
0hex
Profile acceleration
A576
Nur bei Drive
Based
6884hex
0hex
Profile deceleration
A577
Nur bei Drive
Based
6885hex
0hex
Quick stop
deceleration
A578
6891hex
0hex
Gear ratio, Highest
sub-index supported
–
6891hex
1hex
Gear ratio, Motor
revolutions
A584[0]
6891hex
2hex
Gear ratio, Shaft
revolutions
A584[1]
Konstanter
Wert 2
Wird nicht
verwendet
Wird als
Umlauflänge
verwendet
Kommentar
WE KEEP THINGS MOVING
Bit 7 position
polarity wird für
die Soll- und
Istwerte von
Position,
Geschwindigk
eit und
Drehmoment/
Kraft benutzt
Konstanter
Wert 2
52
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index
Subindex Name
Parameter
Kommentar
Index
6892hex
0hex
Feed constant,
Highest sub-index
supported
–
Konstanter
Wert 2
68BBhex 0hex
Touch probe pos1 neg A597
value
68BChex 0hex
6892hex
1hex
Feed constant, Feed
A585[0]
Touch probe pos2 pos A598
value
6892hex
2hex
Feed constant, Shaft
revolutions
A585[1]
68BDhex 0hex
Touch probe pos2 neg A599
value
6898hex
0hex
Homing method
A586
68C0hex 0hex
A600
6899hex
0hex
Homing speeds,
highest sub-index
supported
–
Interpolation sub
mode select
68C1hex 0hex
Interpolation data
record, Highest
sub-index supported
–
Konstanter
Wert 1
Nur bei
Controller
Based
Konstanter
Wert 2
Subindex Name
Parameter
Kommentar
6899hex
1hex
Homing speeds,
Speed during search
for switch
A587[0]
6899hex
2hex
Homing speeds,
Speed during search
for zero
A587[1]
68C1hex 1hex
Interpolation data
record, 1st set-point
A601
Nur bei
Controller
Based
689Ahex 0hex
68A3hex 0hex
Homing acceleration
A588
68C2hex 0hex
–
Profile jerk use
A589
Nur bei Drive
Based
Interpolation time
period, Highest subindex supported
68A4hex 0hex
Profile jerk
A590
Nur bei Drive
Based
Konstanter
Wert 2
Nur bei
Controller
Based
68B1hex 0hex
68B2hex 0hex
Velocity offset
A592
68C2hex 1hex
A602[0]
Torque offset
A593
Interpolation time
period, Interpolation
time period value
Nur bei
Controller
Based
68B8hex 0hex
Touch probe function
A594
68C2hex 2hex
A602[1]
68B9hex 0hex
Touch probe status
A595
68BAhex 0hex
Touch probe pos1 pos A596
value
Interpolation time
period, Interpolation
time index
Nur bei
Controller
Based
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
53
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
Index
Subindex Name
Kommentar
Index
–
Interpolation data
configuration, Highest
sub-index supported
Konstanter
Wert 5
Nur bei
Controller
Based
68C6hex 0hex
68E3hex 0hex
Max. deceleration
68C4hex 1hex
Interpolation data
configuration,
Max.buffer size
A603[0]
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
68E3hex 1hex –
14hex
Supported homing
methods, 1st - 19th
supported homing
method
68C4hex 2hex
Interpolation data
configuration, Actual
buffer size
A603[1]
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
68E4hex 0hex
Additional position
actual value, Highest
sub-index supported
68E4hex 1hex
A620
Interpolation data
configuration, Buffer
organisation
A603[2]
Additional position
actual value, 1st
additional position
actual value
68F2hex 0hex
Positioning option
code
A621
Interpolation data
configuration, Buffer
position
A603[3]
68F4hex 0hex
Following error actual A632
value
68FDhex 0hex
Digital inputs
68C4hex 5hex
Interpolation data
configuration, Size of
data record
A603[4]
Ohne Funktion
68FEhex 0hex
Digital outputs,
Highest sub-index
supported
68C4hex 6hex
Interpolation data
configuration, Buffer
clear
A603[5]
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
68FEhex 1hex
Digital outputs,
Physical outputs
A637
68FFhex 0hex
6D02hex 0hex
Target velocity
A638
68C4hex 0hex
68C4hex 3hex
68C4hex 4hex
68C5hex 0hex
ID 442515.01
Max. acceleration
Parameter
A604
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
Ohne Funktion
Nur bei
Controller
Based
Subindex Name
Parameter
Kommentar
A605
Konstanter
Wert 19
Supported homing
methods, Highest subindex supported
A619[0] –
A619[19]
Konstanter
Wert 1
Nur bei Drive
Based
A636
Konstanter
Wert 1
Supported drive
modes
WE KEEP THINGS MOVING
54
7
Anhang
Bedienhandbuch EtherCAT
7.3.6
Kommunikationsobjekte Herstellerspezifisch Indexbereich A000 hex - EFFF hex
Nachfolgende Tabelle beinhaltet die SI6 Achse B unterstützen
herstellerspezifischen Kommunikationsobjekte sowie deren Abbildung auf die
entsprechenden STÖBER-spezifischen Parameter. Diese
Kommunikationsobjekte finden in den Gerätesteuerungen Prozessdaten
EtherCAT Rx und Prozessdaten EtherCAT Tx Verwendung.
Index (hex)
Parameterbereich STÖBER
A000 – A1FF
A00 – A511
A200 – A3FF
B00 – B511
A400 – A5FF
C00 – C511
A600 – A7FF
D00 – D511
A800 – A9FF
E00 – E511
AA00 – ABFF
F00 – F511
AC00 – ADFF
G00 – G511
AE00 – AFFF
H00 – H511
B000 – B1FF
I00 – I511
B200 – B3FF
J00 – J511
B400 – B5FF
K00 – K511
B600 – B7FF
L00 – L511
B800 – B9FF
M00 – M511
BA00 – BBFF
N00 – N511
BC00 – BDFF
O00 – O511
BE00 – BFFF
P00 – P511
C000 – C1FF
Q00 – Q511
C200 – C3FF
R00 – R511
C400 – C5FF
S00 – S511
ID 442515.01
Index (hex)
Parameterbereich STÖBER
C600 – 4CFF
T00 – T511
C800 – C9FF
U00 – U511
CA00 – CBFF
V00 – V511
CC00 – CDFF
W00 – W511
CE00 – CFFF
X00 – X511
E000 – E1FF
Y00 – Y511
E200 – E3FF
Z00 – Z511
E400 – EFFF
Reserviert
Um den Index zu berechnen, wird die dezimale Zeilennummer eines
Parameters hexadezimal zum jeweiligen Startindex addiert. 
Der Subindex entspricht der Elementnummer des Parameters, die bei
normalen Parametern immer 0 ist (nur bei Array- und Struct-Parametern von
Bedeutung).
Beispiel
Sie möchten Parameter A154[2] erreichen.
Berechnung
Startindex der Parametergruppe A: A000hex
Zeile des Parameters: 154dez = 9Ahex
Damit ergeben sich Index und Subindex wie folgt:
Index: A000hex + 9Ahex = A09Ahex
Subindex: 2
WE KEEP THINGS MOVING
55
Notizen
ID 442515.01
WE KEEP THINGS MOVING
56
Weltweite Kundennähe
STÖBER
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Schweiz
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Deutschland
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57
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