marke(ting) - Grips und Co

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MAGA ZI N
Nr. 2 | April 2016
MARKE(TING)
WARUM STARKE
MARKEN EIN
GESICHT HABEN
GUTES ONLINEMARKETING: IM
NETZ PUNKTEN
www.freixenet.de
News: RUNDSCHAU, Lidl und QS ehren Grips&Co-Sieger in Leverkusen ........... 04
Interview: Jonas Klemke, Deutschlands beste Nachwuchskraft im Handel .......... 06
QS-live: So funktioniert das QS-Prüfsystem.......................................................... 07
Top-Thema: Modernes Marketing – Vernetzung auf allen Kanälen ........................ 08
Kaufland: Wie eine Eigenmarke entsteht .............................................................. 18
Marketing & Strategie: So werden Marken gemacht ............................................ 20
Interview: Markenexperte Jon Christoph Berndt ................................................... 26
Marktforschung: Immer mehr Menschen sind online ............................................ 28
Tipps: So vermarkten Sie sich selbst ..................................................................... 30
Wissen: Neues von der Food Akademie Neuwied ................................................. 36
Grips&Co Gewinnspiel .......................................................................................... 38
VON BRAND
BUILDING
UND ONLINE
STRATEGIEN
06
S
Immer das Ziel vor
Augen: Lidl-Nachwuchskraft und
Grips&Co-Sieger
Jonas Klemke im
Interview.
MODERNES
MARKETING
08
Warum eine Online-Offline-Verknüpfung so
wichtig ist und welche Formen des Marketings
im Internet heutzutage angewandt werden.
20
Erfolgreiche Marken genießen
einen Vertrauensvorschuss
beim Verbraucher. Wie man sie
macht, lesen Sie hier.
tarke Marken haben ein
Gesicht. Das sagt jedenfalls
Markenexperte Jon Christoph
Berndt und weist damit auf ein Phänomen hin, das auch auf Menschen
anwendbar ist. Aushängeschild, Projektionsfläche, Wiedererkennungsmerkmal: Einzigartige Gesichter prägen
sich eben ein. Dabei liegt heutzutage
vor allem der ungeschminkte Look im
Trend. Verbraucher legen mehr denn je
Wert auf Transparenz, Dialog und Aufrichtigkeit. Bei der Vermarktung von
Produkten bieten die reaktionsschnellen Mechanismen des Online-Marketings deshalb neue, attraktive Chancen.
Wie Sie selbst als Marke im Gedächtnis
bleiben, zeigen unsere Tipps ab S. 30.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit dem
zweiten Grips&Co-Magazin!
Sabine Landau
Ideelle Träger:
Unter der
Schirmherrschaft des
Mit Unterstützung von:
www.gripsundco.de
EDITORIAL & INHALT
Sabine Landau
Redakteurin Grips&Co
Grips&Co: Dürfen wir vorstellen? Die Grips&Co-Markentrainer ............................ 34
NEWS
Ehre, wem Ehre gebührt:
Edith Villwock (Mitte l.) und
Sabine Landau von der
RUNDSCHAU) überreichten
Jonas Klemke (ganz l.) die
Grips&Co-Siegertrophäe und
zeichneten Nils Ahmad und
Wolfgang Gollnick (ganz r.)
von Lidl für herausragende
Ausbildungsleistung aus.
Neues Teammitglied: Sonja Pfeifer (l.) und
Caroline Thiesmeier von der Qualitätssicherungsinitiative QS-live führten Jonas Klemke in
sein Amt als Qualitätsbotschafter ein. Den
24-Jährigen erwarten spannende Aufgaben.
REIFE LEISTUNG
S
ie alle waren ins Lidl-Logistikzentrum gekommen, um Jonas
Klemke und dessen im Oktober
2015 in Köln errungenen Grips&Co-Sieg
zu feiern: Mitglieder der Lidl-Geschäftsführung, Personalverantwortliche der
Regionalgesellschaft Leverkusen, die
RUNDSCHAU, Vertreterinnen der Qualitätssicherungsinitiative QS-live, seine
Eltern und junge Kollegen.
Rapmusik und Vorträge
Die Stimmung? Exzellent. Dazu trug
gleich zum Auftakt der Preisverleihung
Klemkes Kollege Stefan Scigliuzzo mit
seinem gerappten Musikstück „Mein
Weg“ bei. Die RUNDSCHAU ehrte
Klemke im Anschluss mit der Grips&Co-
4 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
Siegertrophäe und verlieh Ausbilder
Thema Qualitätssicherung. Von ArbeitNils Ahmad und Wolfgang Gollnick
geber Lidl bekam Klemke außerdem
(Personalleiter Lidl-Regionalgesellschaft
einen Laptop spendiert und – als ganz
Leverkusen) eine Auszeichnung für
besondere Überraschung – einen Gebesondere Ausbildungsleistung.
schäftswagen, den er von nun an für
Vertreterinnen der QS-live QualitätsReisen zu offiziellen, repräsentativen
sicherungskampagne führten
Terminen nutzen darf (siehe Foto
Klemke darüber hinaus in
oben links).
seine Aufgaben als
Das ganze Grips&CoSie wollen auch bei
QS-live-QualitätsbotTeam freut sich schon
Grips&Co mitmachen?
schafter ein. In dieser
darauf, Jonas Klemke
Lassen Sie sich von Ihrem
Funktion warten eibeim Gr ips&CoAusbilder nominieren!
nige spannende
Finale 2016 in Berlin
Das Anmeldeformular steht
Events auf ihn,
zur Pokalübergabe
unter www.gripsundco.de
unter anderem der
an seine(n) Nachzum Download bereit.
Anmeldeschluss ist
Besuch der Jugendfolger(in) wiederzuder 29.4.2016
messe YOU und eine
sehen, und wünscht
Spezialschulung zum
allzeit gute Fahrt!
A P R IL 2 0 1 6
Fotos: R. Rosendahl
Jung, smart, erfolgreich: Jonas Klemke ist Deutschlands beste Nachwuchskraft im Handel
2015. RUNDSCHAU, Lidl und QS-live zeichneten den 24-Jährigen in Leverkusen offiziell aus.
2016
verkaufen lernen.
Wir danken:
Kontakt
Sponsoring: Nicole Rother
Telefon: 07225 916-270, E-Mail: [email protected]
SPONSOREN
INTERVIEW
Herr Klemke, warum ist das Grips&CoQualifizierungsprogramm für den Handelsnachwuchs attraktiv?
Grips&Co bietet eine große Bühne, auf
der man sich präsentieren kann. Das hat
natürlich positive Auswirkungen auf die
Karriere. Außerdem dient der Wettbewerb
der persönlichen Weiterentwicklung. Ich
habe zum Beispiel große Sicherheit beim
Vortragen vor vielen Zuhörern gewonnen.
Heimsieg: Jonas
Klemke gewann das
Grips&Co-Finale
2015 in Köln.
Skizzieren Sie uns bitte Ihren Werdegang in der Lebensmittelbranche.
Ich habe 2012 die Ausbildung zum
Verkäufer bei Lidl in Leverkusen begonnen und diese nach zwei Jahren mit der
Note eins abgeschlossen. Danach habe
ich ein drittes Jahr zum Kaufmann im
Einzelhandel drangehängt. Seit Ende
meiner Ausbildung im Sommer 2015
arbeite ich in einer Lidl-Filiale in Köln
und bin dort seit Dezember 2015 stellvertretender Filialleiter.
AUF DER
SONNENSEITE
Wie würden Sie potenziellen Nachwuchskräften den Lebensmittelhandel
schmackhaft machen?
Der Handel bietet jeden Tag neue Herausforderungen, vor allem aber gute und
schnelle Aufstiegschancen. Mir persönlich gefällt besonders der Kundenkontakt, die Teamarbeit in der Filiale und dass
ich so viel Verantwortung tragen darf. Es
gibt immer wieder Phasen, in denen ich
die Filiale eigenständig führe. Auch die
Ausbildung und Förderung neuer Nachwuchskräfte macht sehr viel Spaß.
Wie stellen Sie sich Ihre berufliche
Zukunft vor?
Ich würde gerne studieren und noch mehr
Verantwortung übernehmen. Die Position
des Verkaufsleiters bei Lidl würde mich
6 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
Name: Jonas Klemke. Titel: Deutschlands beste Nachwuchskraft im Handel 2015. Alter: 24 Jahre. Arbeitsort:
Köln. Position: Stellvertretender Filialleiter bei Lidl.
sehr reizen. Dieser betreut mehrere Filialen, ist Ansprechpartner für die Filialleiter
bei Problemen und für die Weiterentwicklung der Mitarbeiter zuständig.
Worauf achten Sie, wenn Sie selbst
einkaufen gehen?
Das Gesamtbild eines Marktes ist für
mich entscheidend, Sauberkeit und die
Platzierung der Ware sind besonders
wichtig. Ich achte auch auf das angebotene Sortiment. Bereiche wie Bio oder
Convenience verändern sich schnell.
Wenn Sie sich Ihren idealen Supermarkt basteln könnten, wie würde der
aussehen?
Mein idealer Supermarkt wäre nicht nur
ein Ort zum Einkaufen, sondern auch
zum Ausruhen, Kaffeetrinken oder um
einen Happen zu essen. Er hätte eine
Sonnenterrasse, wäre auf dem neuesten
Stand der Technik und alle Abläufe wären
voll automatisiert. Auch ein Drive-inSchalter, an dem die Kunden ihre zuvor
online bestellten Einkäufe abholen
können, dürfte nicht fehlen.
APRIL 2016
HALLO, JONAS!
Herzlich willkommen: Grips&Co-Sieger Jonas Klemke ist eine engagierte Nachwuchskraft im
Handel – und QS-live-Qualitätsbotschafter für ein Jahr. Doch wofür steht eigentlich QS?
Qualitätskontrolle:
Einwandfreie Hygiene
und die Einhaltung der
Kühlkette sind bei
frischen Lebensmitteln
oberstes Gebot.
Klar definierte Anforderungen
Lückenloser Lebenslauf: Futtermittelerzeuger, Landwirte, Schlachthöfe, Obst- und Gemüseerzeuger, Großhändler, Supermärkte – rund 140.000 Partner nehmen am QS-Prüfsystem teil.
Fotos: R. Rosendahl, QS-live
MEHR ZUM QS-PRÜFSYSTEM
Reinschauen lohnt sich: Im Grips&Co-Markentrainer
Qualitätssicherung sind alle wichtigen Informationen
rund um das QS-Prüfsystem kompakt und übersichtlich
zusammengefasst (neue Auflage im August 2016). Weitere wichtige Informationen für Nachwuchskräfte – auch
zu häufigen Verbraucherfragen – liefert die QS-liveHomepage. Dort berichten außerdem verschiedene
Systempartner aus ihrem Alltag. www.qs-live.de
A PRIL 2016
Futtermittelerzeuger, Landwirte und Tierhalter, Obst- und Gemüseerzeuger,
Schlachthöfe, Metzger, Großhändler und
Supermärkte: Rund 140.000 Systempartner tragen mit ihrer täglichen Arbeit dazu
bei, dass das blaue Prüfzeichen für den
Verbraucher ein klares Signal für den Kauf
sicherer Lebensmittel ist.
Zu den Kriterien zählen unter anderem
die tiergerechte Haltung und Fütterung,
einwandfreie Hygiene, die Einhaltung der
Kühlkette und die Rückverfolgbarkeit der
Produkte. Mehr als 24.000 Märkte des
LEH bieten frische Lebensmittel mit dem
QS-Prüfzeichen an. Dabei sind Jonas
und seine Kollegen im Supermarkt das
letzte Glied in der QS-Kette. Das heißt für
sie: Einhaltung beziehungsweise Kontrolle der Hygienebedingungen und Temperaturvorgaben von der Anlieferung bis
ins Regal. Und das mehrmals täglich.
verkaufen lernen.
Gr i ps & C o
7
QS-LIVE
D
as QS-live-Team, zu dem nun
auch Jonas gehört, sorgt beim
Verbraucher für mehr Durchblick,
wenn es um die Qualitätssicherung von
frischen Lebensmitteln geht: Die EUgeförderte Kampagne „QS-live. Initiative
Qualitätssicherung“ kommuniziert auf
anschauliche Weise die Anforderungen
des QS-Prüfsystems. Innerhalb des QSSystems erzeugen, verarbeiten und vermarkten die Partner sichere Lebensmittel
nach klar definierten Kriterien.
QS überprüft und dokumentiert die Prozesse auf allen Stufen der Verarbeitung
und Vermarktung – vom Landwirt bis zur
Ladentheke. Im Supermarkt können Kunden sich am blauen QS-Prüfzeichen
orientieren. Denn dieses gibt ihnen die
Sicherheit, dass die Produkte lückenlos
kontrolliert werden.
TOP-THEMA
MODERNES
MARKETING
Das Internet hat viele Vorgänge im Marketing enorm beschleunigt.
Kommunikation und Feedback laufen häufig in Echtzeit ab. Das
bietet zahlreiche Kontaktpunkte zum Kunden, erfordert aber gleichzeitig schnelle Reaktionen und eine Vernetzung auf allen Kanälen.
8 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
A P R IL 2 0 1 6
Auf allen Kanälen vernetzen
Mit so viel Transparenz und Inhalten hat
der Hersteller Sie vielleicht schon positiv
überrascht. Nun muss er es schaffen,
Sie an sein Produkt „zu binden“, damit
Sie seine Frucht erneut kaufen.
Die Ziele des Produktmarketings sind im
digitalen Zeitalter die gleichen wie früher
– allerdings mit ganz neuen Anforderungen. Wichtig ist eine gute Mischung aus
Online- und Offlinekommunikation.
Denn: „Konsumenten von heute wählen
und wechseln ihre bevorzugten Kommunikationskanäle nach Belieben“, sagt
Thomas Elmiger, Leiter Beratung Internet und Online-Marketing der Stämpfli
AG in Zürich. Aufgrund dieses ChannelHoppings müsse Werbung im digitalen
Zeitalter eine eindeutige Botschaft
transportieren, die der Konsument in
allen Kanälen auf unterschiedliche Weise
erkenne, fügt Antje Dittrich, Expertin für
Digitales Marketing, hinzu.
Heutzutage unerlässlich sei zum einen
ein klar erkennbares Profil, um der mittlerweile stark visualisierten Kommunikation über Anbieter wie Instagram, Facebook oder You Tube gerecht zu werden,
so die Expertin. Zum anderen solle man
die Botschaften unter einem #Hashtag
bündeln und über die verschiedenen
Kanäle vernetzen.
Durch Kontaktangebote per Mail und
Telefon sowie gemeinsame Aktionen auf
der Homepage kann ein Hersteller seinem Kunden die Möglichkeit bieten,
direkt mit ihm zu kommunizieren. Eine
Präsenz in den sozialen Medien ermöglicht es darüber hinaus, Marketingmaßnahmen breit und schnell zu streuen und
idealerweise ein positives Image zu pflegen. So schafft der Hersteller Transparenz, kann Einfluss nehmen und auf negative Kommentare umgehend reagieren.
Wie gut er daran tut, belegt eine aktuelle
Umfrage der Markenberatung Prophet.
Deren Ergebnissen zufolge richten sich
62 Prozent der deutschen Konsumenten
bei ihren Kaufentscheidungen nach dem
Urteil anderer Nutzer. Auch ist die Mehrheit (79 Prozent) bereit, in sozialen Medien positive Bewertungen zu Artikeln
abzugeben, wenn ihnen diese besonders
gut gefallen haben. Bewertungsportale,
Blogs, Foren und Unternehmensplattformen werden für die Kaufentscheidung
und den Erfolg einer Marke immer entscheidender – und sind damit im Fokus
vieler Marketingstrategen.
Selektiv ansprechen
Ein weiterer Vorteil des Online-Marketings: Der Erfolg digitaler Werbemaßnahmen ist laut Expertin Dittrich besser
messbar und lässt sich daher sehr viel
effizienter einsetzen. Ihre Analyse enthüllt
zum Beispiel, auf welcher
Website eine Anzeige angeklickt wurde, wie lange sich die
Besucher dort aufgehalten haben, welchem Link sie gefolgt
sind und wie viele ein Formular
ausgefüllt haben. Zudem sind
oft noch Zusatzinformationen
verfügbar, weiß Online-Marketing-Berater Thomas Elmiger.
„Etwa die Region, in der sich
die Internetnutzer aufhalten,
oder Stichworte, nach denen
Smoothie-Community:
Social-Media-Kanäle sind für die
Firma True Fruits ein wichtiges
Kommunikationsinstrument.
Produktneueinführungen und
neue Flaschentexte werden auf
Facebook und Instagram
gepostet. Aus der Community
gibt's promptes Feedback.
A PRIL 2016
verkaufen lernen.
Gr i ps & C o
9
TOP-THEMA
S
tellen Sie sich vor, Sie möchten
eine Banane kaufen. Sie scannen
mit Ihrem Smartphone den ausgewiesenen Code: Und schon befinden Sie
sich in der digitalen Marketingwelt rund
um die Frucht und ihren Anbieter. Hier
erhalten Sie zahlreiche ernährungsphysiologische Informationen zu diesem und
anderen Produkten und einen kompletten
Ernährungs-Check. Sie können den gesamten Weg Ihrer Banane verfolgen,
etwa, auf welcher Farm sie angebaut
wurde und eventuell auch, wie der
Mensch heißt, der sie geerntet hat.
INTERVIEW
Antje Dittrich ist
Expertin für Digitales
Marketing. Sie berät
Unternehmen aus der
Lebensmittelbranche.
Website: www.
digital-mentoring.de
TOP-THEMA
Vernetzt über
alle Kanäle
Wie macht man im digitalen Zeitalter
erfolgreich Werbung?
Werbung sollte heute stark über verschiedene Kanäle vernetzt sein und eine eindeutige Botschaft transportieren, die der
Konsument auf unterschiedliche Weise
immer erkennt, wie zum Beispiel Coca
Cola: #Tastethefeeling. Dazu gehört ein
möglichst klar erkennbares Bild. Denn:
Kommunikation wird immer stärker visualisiert – wie der Erfolg von Instagram und
Pinterest zeigt. Wichtig ist außerdem, die
Botschaften über die digitalen Kanäle mit
einem #Hashtag zu vernetzen und mit
dem Kunden im Dialog zu stehen, beispielsweise durch eine Aufforderung zu
Produktbewertungen, durch Kontaktangebote oder gemeinsame Aktionen.
Auf welche modernen Marketingstrategien sollte der Lebensmittelhandel setzen?
Moderne Marketingstrategien stellen stärker den Konsumenten in den Mittelpunkt
und versuchen zu verstehen, was der Konsument sich wann und wo an Informationen und Botschaften wünscht. Der Handel
könnte den Kunden etwa auf dem Weg zur
Arbeit über dessen Handy mit einem Angebot für Frühstückprodukte erreichen. Oder
ihn in die Müslibar der nächstgelegenen
Filiale einladen. Bezahlt wird per Handy.
Und: Der Verbraucher erhält gleich noch
einen Coupon oder ein Rezept, welche ihm
den Abendeinkauf schmackhaft machen.
Welche Vorteile hat Online-Marketing?
Es kann aufgrund seiner Messbarkeit
sehr viel effizienter eingesetzt werden.
Medien wie Facebook ermöglichen außerdem durch die vorhandenen Daten
eine selektive Ansprache von speziellen
Zielgruppen. Die generierte Reichweite
kann für die eigene Fanpage genutzt
werden. Auch neue Fans, die man für
die nächste Aktion direkt ansprechen
kann, lassen sich so gewinnen. Der Aufbau von Gemeinschaften, die sich um
eine Marke oder ein Produkt sammeln,
ist ein wichtiges Instrument, das erst die
Onlinekanäle möglich gemacht haben.
10 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
Was Kunden wollen: Direktes Feedback an Terminals vor Ort im Markt oder per Smartphone – das
gibt Unternehmen die Möglichkeit, die Bedürfnisse ihrer Kunden kennenzulernen. So kann man
gezielt auf Unzufriedenheiten reagieren, bevor negative Wertungen veröffentlicht werden.
sie gesucht haben.“ Zudem könne man
digitale Werbung auf jeden Empfänger
anpassen. Beispielsweise mit einem
Rabatt für bestehende Kunden oder
einem Gutschein für Neukunden. Medien
wie Facebook ermöglichen außerdem
durch die vorhandenen Daten eine sehr
selektive Ansprache spezieller Zielgruppen, so Antje Dittrich.
In Dialog treten
Kein Wunder also, dass viele Unternehmen auf Online-Marketing setzen. Einige
verzichten sogar komplett auf Printwerbung, wie etwa die Firma True Fruits. Der
Anbieter von Smoothiegetränken setzt
ausschließlich auf Social Media. „Diese
Plattformen sind für uns ein sehr wichtiges Kommunikationsinstrument, da
wir ansonsten in unseren Marketingaktivitäten sehr zurückhaltend sind“, sagt
Nicolas Lecloux, Mitgründer des Unternehmens und Geschäftsführer Marketing. Bei Produktneueinführungen setzen
die Smoothiemacher hauptsächlich auf
Kanäle wie Facebook und Instagram.
In Echtzeit reagieren
Der Marketingverantwortliche sieht im
Social-Media-Marketing vor allem zwei
Vorteile: zum einen die Schnelligkeit, mit
der man auf Facebook und Co. auf bestimmte Anlässe reagieren kann. So hat
True Fruits den Bahnstreik im vergangenen Jahr gleich zum Thema gemacht:
„Muss man nicht in einem Zug trinken.
Schmeckt auch im Bus“, so der Slogan.
„Das kam bei unserer Community gut an,
weil es die Leute in diesem Moment beschäftigt hat“, erläutert Lecloux. Zum
anderen kann das Team mit der Community direkt in Kontakt treten und sich austauschen. „Manche Leute sind vielleicht
durch unsere sehr direkten Äußerungen
verstört“, so Lecloux. „Der Großteil steht
aber hinter uns, und wir schaffen durch
diese offene Art eine noch stärkere Bindung, weil wir Charakter zeigen.“
Das Image pflegen
Weitere Möglichkeiten der Kontakt- und
Imagepflege finden sich auf den Homepages anderer Hersteller. Bei Dole etwa
kann der Konsument über einen Farmcode zurückverfolgen, von welcher Sorte
die gekaufte Banane ist und wo sie unter
welchen Bedingungen angebaut wurde.
Wem das an Hintergrundinformation
nicht genügt, der kann sich auf eine virtuelle Tour durch die verschiedenen
Bananenfarmen mitnehmen lassen. Eisproduzent Ben & Jerry's bindet seine
Kundschaft mit Kampagnen zu Engagement für Mensch und Umwelt. Hier kann
man Klimaschützer werden, eine Petition
gegen die Erderwärmung unterschreiben
– oder sich mit einer innovativen Umweltschutzidee zum nächsten „Ben & Jerry's“
wählen lassen. Die Rügenwalder Mühle
setzt auf Transparenz. In zahlreichen
A P R IL 2 0 1 6
Natürlich
besser
leben.
Mit dem natürlich hohen Hydrogencarbonat-Gehalt von 1.846 mg/l und
einer einzigartigen Mineralisation. Fein perlend oder mild moussierend im
Geschmack wird Staatl. Fachingen seit jeher von Menschen getrunken,
die auf ihre Säure-Basen-Balance achten. Beste Voraussetzungen für
unbeschwerte Lebenslust.
www.fachingen.de/hydrogencarbonat
Anwendungsgebiete: Staatl. Fachingen STILL regt die Funktion von Magen und Darm an, fördert die Verdauung und hilft bei Sodbrennen. Es fördert die Harnausscheidung bei Harnwegserkrankungen, beugt Harnsäure- und
Calciumoxalatsteinen vor und unterstützt die Behandlung chronischer Harnwegsinfektionen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Etikett und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand der Information: 01/2013.
Fachingen Heil- und Mineralbrunnen GmbH · Brunnenstraße 11 · 65626 Fachingen · www.fachingen.de
TOP-THEMA
Videos informieren Mitarbeiter den User
zu verschiedenen Themen: Wenn Kinder
von Mitarbeitern den Begriff „Fleisch
ohne Fleisch“ auf die Art der bekannten
TV-Sendung Dingsda beschreiben, findet
das sicherlich jeder sympathisch.
Doch schließt ein starkes Online-Marketing nicht einige Verbrauchergruppen
aus? „Das passiert nur dann, wenn die
Botschaften nicht in allen Kanälen angeboten werden“, sagt Antje Dittrich. Sie
empfiehlt, diese für alle Konsumenten am
PoS über Aufsteller, in Handzetteln oder
auf dem Produkt zu kommunizieren. „Mit
einer Vernetzung über alle Kanäle bis hin
zu Screens an öffentlichen Plätzen
erreicht man auch die Offliner“, ist sich
die Marketingexpertin sicher. Darüber
hinaus nutzten 2015 laut ARD/ZDFOnline-Studie 79,5 Prozent der deutschsprachigen Personen ab 14 Jahren das
Internet. Damit ist die Zahl der Onliner im
Vergleich zum Vorjahr noch einmal um
eine halbe Million Menschen gestiegen.
Da die 14- bis 49-Jährigen fast täglich im
Internet sind, geht das weiter anhaltende
Wachstum vor allem von den Älteren aus.
Online-Marketing für alle?
Die meiste Nutzungszeit verwenden die
User für Kommunikationsdienste wie
soziale Netzwerke und E-Mail. Dies alles
spricht dafür, dass der Kreis, der vom
Online-Marketing Ausgeschlossenen immer kleiner wird. Hat die konventionelle
Werbung vor diesem Hintergrund über-
haupt noch Zukunft? Aber sicher, sagt
Online-Marketing-Experte Thomas Elmiger. Schließlich biete gedruckte Werbung raue und matte Oberflächen, gezielt
gesetzte Glanzpunkte oder große Formate: „Papier kann rascheln und nach
Banane duften. Bei einem Smartphone
können Sie nie wissen, ob nicht etwa der
Ton ausgeschaltet oder das Display auf
minimale Helligkeit heruntergeregelt ist.“
Das Neben- und Miteinander von analoger
Fast 80 Prozent der
deutschsprachigen Personen
ab 14 Jahren sind online.
Quelle: ARD/ZDF-Online-Studie 2015
FORMEN DES ONLINE-MARKETINGS
Für Unternehmen bietet sich heute eine Vielzahl von Marketingformen, um für ihre Produkte und Dienstleistungen zu
werben und in Kontakt mit potenziellen Kunden zu treten. Im
Folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl vor. Viele weitere
wissenswerte Details und anschauliche Beispiele finden Sie im
Buch „Online-Marketing – Die Grundlagen im Griff“, geschrieben vom Internetexperten Thomas Elmiger (Details S. 17).
Suchmaschinenwerbung. Hier werden auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen Werbeeinträge geschaltet. Dabei
sind Suchmaschinen gesetzlich verpflichtet, diese als solche
kenntlich zu machen. So werden bezahlte Einträge beispielsweise in einer anderen Farbe dargestellt.
Displaywerbung oder auch klassische Onlinewerbung.
Klassischerweise zählen hierzu statische und animierte Banner
aber auch neuere Formate wie – unter anderem – Videowerbung, Remarketing oder Anzeigen auf Plattformen sozialer
Medien. Diese Art der Werbung hat zum Ziel, Aufmerksamkeit
für ein Angebot oder eine Marke zu erhalten – auch von Menschen, die nicht danach suchen.
Remarketing. Automatisiert erstellte Anzeigen werden eingespielt, um einem potenziellen Kunden früher bereits
besuchte Webseiten in Erinnerung zu rufen. So können
Verbraucher, die ein Produkt in einem Onlineshop zwar
angeschaut, aber nicht bestellt haben, möglicherweise durch
Werbung auf einer anderen Seite an genau dieses Produkt
erinnert und somit doch noch zum Kauf animiert werden.
Cross-Media-Marketing. Unternehmen bieten Kunden in verschiedenen Kommunikationskanälen physische und digitale
Kontaktpunkte (engl. touchpoints). So werden aufeinander
abgestimmte Informationen beispielsweise sowohl in einem
Printkatalog als auch im Onlineshop bereitgestellt.
Social Media oder soziale Medien. Digitale Medien, die es
Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und
mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten.
Dabei sind sozialen Medien drei Nutzungsaspekte gemeinsam:
Inhalte erstellen, Inhalte empfehlen oder teilen sowie
Beziehungen pflegen.
Couponing. Eine bestimmte Zielgruppe erhält einen Gutschein, der in einem gewissen Zeitraum eine vergünstigte
Leistung bietet. Die wichtigsten Coupon-Arten sind Rabatt-,
Waren- und Einkaufsgutscheine. Um Coupons online einzulösen, sind Gutscheincodes erforderlich. Diese werden während einer Onlinetransaktion erfasst und ausgewertet. Die
Code-Ausgabe kann über Online- und Offlinekanäle erfolgen.
Mobile Marketing. Der Begriff umfasst alle Marketingmaßnahmen, die mögliche Kunden über Mobilgeräte (zum Beispiel
Smartphones) ansprechen. Hierbei werden digitale Inhalte (wie
etwa Musik, Videos, Informationen und News) und deren Umfeld für die Übermittlung von Werbebotschaften genutzt. Um
die mobilen Zielgruppen anzusprechen, werden häufig traditionelle Medien (wie Plakate oder Flyer) eingesetzt. Über einprägsame Kurz-URLs oder die Kamera der Mobilgeräte (QRCode/Bilderkennung) können die Verbraucher per Smartphone
einfach auf die Mobile-Marketing-Inhalte zugreifen.
Location-based-Werbung. Eine Werbeform, welche Technologien des Geomarketings einsetzt. Auf diese Weise kann das
Mobile-Marketing-Angebot auf den Standort zugeschnitten
werden, an dem sich der Anwender gerade aufhält.
Quelle: Thomas Elmiger: Online-Marketing – die Grundlagen im Griff, Versus Verlag AG Zürich 2015.
12 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
A P R IL 2 0 1 6
Sauber
durchstarten.
Machen Sie das Beste aus Ihrer Karriere. Mit Leistung, Leidenschaft,
Kreativität und einem perfekten Auftritt. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.
Da weiß man, was man hat.
Transparenz und emotionale
Nähe: Die Rügenwalder Mühle
bietet den Besuchern ihrer
Homepage unter anderem
zahlreiche Videos, in denen
Mitarbeiter Herstellung und
Produktentwicklung erklären.
Auch ein Film, in dem die Kinder
von Mitarbeitern „Fleisch ohne
Fleisch“ in der Art der Sendung
Dingsda erklären, buhlt um die
Sympathie der Kunden.
Rezeptideen und das passende
Kochvideo gibt's noch mit dazu.
14 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
Dialog am PoS
Es gibt natürlich auch weniger pflegeintensive Alternativen, um mit seinen
Kunden in Kontakt zu treten und herauszufinden, was sie möchten – zum Beispiel
das Kundenfeedbacksystem der Firma
Honestly. An Terminals im Geschäft vor
Ort oder per QR-Code und Smartphone
kann der Verbraucher Dienstleistungen
oder Produkte bewerten. Der Auftraggeber erhält die getanen Äußerungen in
Echtzeit und kann die Daten mit einer
Webanwendung direkt auswerten und
analysieren. Im Folgenden kann er dem
Kunden auf dessen Smartphone dann
auch seine Antworten senden.
Marketing 2026
Wie wird das Marketing der Zukunft aussehen? Die Forschung verspricht sich viel
von Computern mit optimierter Spracherkennung. „Auf die Frage ‚Wo bekomme
ich reifen Camembert?‘ bietet mir das
Gerät den Bio-Dorfladen oder das Angebot im nächsten Supermarkt zur Auswahl
an. Zudem kann ich gleich hineindiktieren, ob ich das Produkt abholen oder
liefern lassen möchte“, sagt Thomas
Elmiger. „Vieles wird aber 2026 noch sehr
ähnlich sein wie heute. Nicht wegen der
Technik, sondern wegen der Menschen,
die dann zwar alle ein Jahrzehnt älter
sind, womöglich aber keine Lust haben,
sich umzugewöhnen.“
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Fotos: Fotolia (pico, Pure Solution), privat, Rügenwalder Mühle www.ruegenwalder.de, Ben & Jerry’s, Honestly.
TOP-THEMA
Klimaschützer: Eis-Hersteller
Ben & Jerry's setzt mit seinen
Marketingaktivitäten stark auf
das Thema Umweltschutz. So
kann man online eine Petition
gegen die Erderwärmung
unterschreiben und das
innovativste Projekt (etwa zum
Thema Recycling) wählen. Bei
der Movie Nights Tour wird das
Klimathema dann bei gratis
Kinofilmen und Eis erneut
aufgegriffen und Online- mit
Offline-Marketing verknüpft.
und digitaler Kommunikation werde deshalb noch lange sehr wichtig bleiben.
Schließlich muss trotz der zahlreichen
Vorteile, die modernes Marketing bietet,
immer klar sein, dass gerade Onlinewerbung auch ihre Herausforderungen
mit sich bringt. Vor allem das Marketing
in den sozialen Netzwerken ist kein
Selbstläufer, sondern bedarf kontinuierlicher Pflege. Denn wer auf diesen Plattformen als Unternehmen präsent ist,
muss gegen negatives Verbraucherfeedback bis hin zum gefürchteten „Shitstorm“ (dt. Empörungswelle) gewappnet
sein. Die Einträge sollten von einem Moderator oder Content Manager überwacht werden, der notfalls eingreifen
kann, um Schlimmeres zu verhindern.
Qualität ist das beste Rezept.
Dreifach gut!
Pizza!
Burger!
Was hat das Würstch
en
mit dem Hund zu tun
?
Hot Dog!
Der neue Pizzaburger Hot Dog ist dreifach gut, weil er drei beliebte Snacks vereint: Pizza, Burger und Hot Dog! Guten Appetit!
Unter dem Namen „Ho
t Dog“
wurde der Snack zum
Ende des
19. Jahrhunderts in den
USA
bekannt. Die Idee, eine
knackige,
saftige Wurst im Brötch
en zu
verkaufen, ist jedoch älte
r:
1850 tauchte in Frankf
urt eine
längliche, gebogene Wu
rst mit
dem Spitznamen „Dacke
lwurst“
auf – heute besser bek
annt
als „Frankfurter“. Deuts
che
Immigranten verkauften
diese
dann in den USA als „red
hot
dachshund sausage“
– im
Brötchenmantel und mit
Sauerkraut belegt.
APP:
Kurzform von
Applikation; Programm, das sich auf
einem Mobilgerät
installieren lässt.
BANNER:
CONTENTMARKETING:
TOP-THEMA
CUSTOMER
JOURNEY:
Ausgewählte, für eine
bestimmte Zielgruppe
relevante Inhalte werden
dieser kostenlos zur
Verfügung gestellt.
Werbefläche für eine
Onlineanzeige, die
in verschiedenen
Formaten verfügbar ist.
Englisch für „Reise des
Kunden“. Ein Wirkungsphasenmodell, bei dem die Kunden
fünf Phasen durchlaufen:
Inspiration, Interesse,
Wunsch, Kaufabsicht,
Kauf.
LINKBUILDING:
Aufbau von Links zu einer
Website mit dem Ziel, eine
bessere Positionierung
dieser Website bei
Suchmaschinen
zu bewirken.
Die Sprache des modernen
Marketings verwendet in erster
Linie Begriffe und Abkürzungen
aus dem Englischen. Die
Bubbles auf dieser Seite
bilden eine kleine Auswahl
an Schlagworten ab, die
Sie kennen sollten.
PERMISSIONMARKETING:
Versand von werblichen
Informationen an Empfänger,
welche dem ausdrücklich
zugestimmt haben.
TOUCHPOINT:
Kontaktpunkt zwischen
Unternehmen und Verbraucher auf seiner
Kundenreise.
QR-CODE:
Der Quick Response
Code ist ein zweidimensionaler Matrixcode für Textinformationen. Diverse Apps
ermöglichen es, den Code mit
der Kamera eines Mobilgerätes zu erfassen
und die Information
zu lesen.
URL:
Kurzform von Uniform
Resource Locator. Dieser
bezeichnet eine Internetadresse,
die im Browser zu einer bestimmten Website führt. Seine Kurzversion
– der sogenannte Kurz-URL –
eignet sich für einen Versand
in Kurznachrichten oder kann
einfach vom Interessenten
abgetippt werden.
Quelle: Thomas Elmiger: Online-Marketing – die Grundlagen im Griff, Versus Verlag AG Zürich 2015.
16 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
A P R IL 2 0 1 6
BUCHTIPP
Der Autor
Thomas Elmiger ist Leiter Beratung
Internet und Online-Marketing bei der
Stämpfli AG, Bern/Zürich, zertifizierter
Google-AdWords-Spezialist seit 2012
und bereits seit über fünfundzwanzig
Jahren in Unternehmen und Agenturen
für Kommunikation, Marketing und
Internet tätig.
Das Buch
Das Internet beschleunigt die Pulsfrequenz
im Marketing. Online-Medien und OnlineWerbemittel bieten sich für Kampagnen
an. Touchpoints sind online und offline aufeinander abzustimmen. Alles ist personalisierbar: von der
Produktentwicklung
über den Vertrieb und
die Preisgestaltung
bis zur Kommunikation. Thomas Elmiger
vermittelt das Thema
Online-Marketing
mit dem Blick fürs
Ganze, mit einprägsamen Definitionen,
Praxisbeispielen und
Glossar.
Auf seinem Cross-Media-Blog berichtet Thomas Elmiger unter anderem
darüber, wie das Buch entstand.
www.blog.thomas-elmiger.ch
Elmiger, Thomas
Online-Marketing –
Die Grundlagen im Griff
Versus-Verlag
ISBN: 978-3-03909-310-6
1. Auflage 2015, 48 Seiten,
14,90 Euro
KAUFLAND
Wie im Schlaraffenland: Debora Haido (l.) und
Stephanie Köhli fühlen sich inmitten von
Kaufland-Eigenmarken sichtlich wohl. Das
umfangreiche Sortiment reicht von der
Babywindel über Pasta bis zum Trüffelöl.
IM REICH DER
EIGENMARKEN
Von Preiseinstieg bis Premium: Debora Haido und Stephanie Köhli absolvieren ihre Ausbildung
zur Industriekauffrau bei Kaufland – und lernen dort, wie man Eigenmarken kreiert. In diesem
Beitrag erklären die beiden jungen Frauen den vielschichtigen Entstehungsprozess.
18 Grips&Co
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A P R IL 2 0 1 6
Fotos: Thomas Schindel
Umfangreicher Prozess
Haido ist momentan im Bereich Drogerie
eingesetzt, Köhli verstärkt den Bereich
Kaffee und Tee. „Man ist schon stolz,
wenn man die Produkte am Ende im
Regal stehen sieht. Außerdem entdeckt
man viel Neues, vor allem hinsichtlich der
Kundenpräferenzen im internationalen
Vergleich“, sind beide sich einig.
Doch wie genau entstehen Eigenmarken
wie K-Classic, K-Bio oder die seit Ostern
2015 eingeführte Kaufland-Premiumrange Exquisit? Das Team aus Einkauf,
Produktmanagement und Qualitätsmanagement legt gemeinsam fest, wie
das neue Eigenmarkenprodukt sein soll.
Dabei werden unter anderem die Beschaffenheit, die Sensorik, die Haptik und
die Verpackung definiert. Es fließen
A PRIL 2016
Markttrends, gesetzliche Vorgaben, Anforderungen von Testmagazinen und viele
weitere Rechercheergebnisse mit ein. All
diese Punkte werden in sogenannten
Spezifikationen festgehalten und an
potenzielle Produzenten per Ausschreibung übermittelt. Die Lieferanten senden
anschließend ihre Geschmacks- und Verpackungsmuster nebst Preisvorstellung
ein. Der Partner mit dem besten PreisLeistungs-Verhältnis wird ausgewählt.
„Danach wird die Ware gefertigt, an das
Logistik-Verteilzentrum ausgeliefert und
dort zunächst gesperrt“, erklärt Haido. In
der Wareneingangsprüfung wird der gesperrte Artikel noch einmal genauestens
unter die Lupe genommen. Ist die Produktqualität wie gefordert? Sind Verpackungsstärke und Druckbild wie vereinbart? Erst wenn das Produkt all diese
Prüfungen besteht, darf es ins Regal.
Übrigens: Der gesamte Entstehungsprozess dauert im Durchschnitt ein halbes
Jahr, je nach Warengruppe auch länger
oder kürzer. „Die Entwicklung geht bei
Reis oder Mehl schneller als bei Pizza
oder Pralinenmischungen“, so Köhli.
Oben v.l.n.r.: Wie viele Haselnüsse
sollen in der neuen Schokolade
stecken? Die sensorische
Begutachtung von Wettbewerbsprodukten dient der Optimierung
des eigenen Artikels. Tube, Tiegel
oder Faltschachtel? Auch die Wahl
der Verpackung muss genau
überlegt sein. Qualität ist dabei das
A und O. Schließlich stehen
Eigenmarkenartikel mehr als alle
anderen Produkte für den
Lebensmittelhändler, der sie
anbietet. Unten: Damit auch
zubereitungsintensivere Artikel
gründlich überprüft werden können,
verfügt Kaufland über mehrere
Verkostungsküchen.
KAUFLAND
S
ehen, riechen, fühlen, hören,
schmecken: Bei der erfolgreichen
Entwicklung von Eigenmarken
kommen alle fünf Sinne zum Einsatz.
Schokolade verkosten, Hautcreme auftragen, den Duft von Shampoo beurteilen
– für Debora Haido (20 J.) und Stephanie
Köhli (25 J.) haben all diese vermeintlich
alltäglichen Tätigkeiten eine tiefere Bedeutung. Die beiden jungen Frauen
machen eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Kaufland und sind dort seit
rund einem halben Jahr in den Bereich
Eigenmarken International festversetzt.
Hier lernen sie nicht nur Markttrends zu
beobachten und neue Produkte zu entwickeln, sondern auch, bereits bestehende Sortimente in Deutschland und
Osteuropa an sich stets ändernde Marktund Kundenanforderungen anzupassen.
Karriere bei Kaufland
Von A wie Abiturientenprogramm
bis Z wie Zusatzqualifikation: Das
Handelsunternehmen Kaufland
bietet mehr als 20 verschiedene
Ausbildungsberufe und über zehn
duale Studiengänge an. Auch Praktika, Traineeprogramme oder der
Direkteinstieg sind möglich. Weitere
Infos: arbeitgeber.kaufland.de
verkaufen lernen
Gr i ps & C o
19
MARKETING & STRATEGIE
MARKEN
MACHEN
Warum sind manche Marken über Generationen
hinweg erfolgreich am Markt? Lesen Sie in diesem
Beitrag, was starke Marken richtig machen und
warum der Verbraucher ihnen Vertrauen schenkt.
20 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
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Emotionen auslösen
Wer die Aufmerksamkeit des Verbrauchers gewinnen will, muss also seine
Gefühle ansprechen. Dabei kommt es
laut Wala nicht darauf an, emotional zu
sein, sondern tatsächliche Gefühle auszulösen. Dazu müssten Marketingverantwortliche in die Welt ihrer Kunden eintau-
chen und ihnen echtes Interesse entgegenbringen. Dabei seien auch Werte
wichtige Faktoren erfolgreicher Markenführung, schreibt Wala. Medien und soziale Netzwerke würden kritischer denn
je beobachten, ob Unternehmen selbst
gesetzten und gesellschaftlich relevanten
Ansprüchen tatsächlich gerecht werden
– und sie daran messen, ob sie sozial
verantwortlich handeln.
1911
1935
2007
MARKETING & STRATEGIE
W
ir sehen eine blaue Cremedose und schon steigen Erinnerungen auf, wie Oma uns
als Kind das Gesicht eingecremt hat.
„Marken sind emotional geprägte Bilder
im Kopf des Kunden“, bringt Hermann
Wala in seinem Buch „Meine Marke“
dieses Phänomen auf den Punkt. Denn
starken Marken gelinge es, so der Autor
weiter, Produkte erfolgreich mit positiven
Emotionen aufzuladen: Sie verknüpfen ihr
Produkt mit guten Gefühlen, einem Sicherheits-, Genuss- oder Statusversprechen, mit etwas Neuem, Aufregendem.
Vertrauen schenken
Fest steht: Transparenz und Offenheit
schaffen Vertrauen. Doch nicht Fehlerlosigkeit, sondern vor allem der überzeugende Umgang mit Fehlern sei die Basis
hierfür, so Wala. Starke Marken sollten
daher auf Kontinuität, Ehrlichkeit und
Glaubwürdigkeit setzen.
Wie entscheidend diese Faktoren für
den Markterfolg einer Marke sein können,
zeigen aktuelle Umfrageergebnisse der
Markenberatung Prophet. Hier gaben
Blaues Wunder: In fast jedem deutschen
Badezimmer dürfte Nivea-Creme zu finden
sein. In der wiedererkennungsstarken
blauen Dose kommt sie bereits seit 1925
in den Handel.
www.anuga.de
TASTE THE FUTURE
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KÖLN, 07.–11.10.2017
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Gr i ps & C o
21
INTERVIEW
Dr. Wolfgang
Adlwarth, Insight
Director Consumer
Panels bei der
Gesellschaft für
Konsumforschung
(GfK) in Nürnberg.
MARKETING & STRATEGIE
Herstellermarken
legen wieder zu
Herr Adlwarth, wie schätzen Sie den
Markenmarkt momentan ein?
Der langjährige Trend, dass Marken zugunsten der Handelsmarken Marktanteile
verlieren, wurde im vergangenen Jahr
unterbrochen. Während 2014 der Anteil
der Herstellermarken 63,3 Prozent betrug,
konnten sie diesen im Jahr 2015 auf 64
Prozent ausbauen. Ob es sich dabei eher
um ein kurzfristiges Hoch handelt oder
um eine echte Trendwende, lässt sich aber
noch nicht definitiv sagen. Es spricht aber
viel dafür, dass sich die Markenprodukte
auch weiterhin positiv entwickeln werden.
Was ist der Grund für den Anstieg?
Aufgrund der guten Konjunktur in
Deutschland sind die Menschen bereit,
mehr Geld auszugeben. Obwohl der Preis
von Lebensmitteln hierzulande nach wie
vor eine große Rolle spielt, achten immer
mehr Verbraucher bei ihrer Ernährung
auch auf Qualität. Schon in den letzten
Jahren haben wir beobachtet, dass die
Kunden verstärkt von den Preiseinstiegsprodukten zu den teureren Mehrwerthandelsmarken gewechselt haben. Jetzt
machen sie den nächsten Schritt und
wechseln von der Mehrwertmarke zur
Marke. Man möchte sich wieder etwas
gönnen und das „Mehr“, welches eine
Marke bietet, genießen.
Bei welchen Warengruppen legen die
Kunden Wert auf Markenprodukte?
Je höher das persönliche „Risiko“ ist,
desto eher greift der Kunde zum Markenprodukt. Das Qualitätsrisiko etwa bezieht
sich auf alles, was die eigene Gesundheit
betrifft, zum Beispiel Kosmetika. Dann gibt
es noch das soziale Risiko: Als Mitbringsel
muss es etwa der Markensekt sein, weil
man sonst als geizig gelten könnte.
Generell sind Marken besonders im
Bereich der Genussprodukte relevant, wie
etwa bei Alkoholika oder Pralinen.
Sogenannte Low-Involvement-Artikel wie
Alufolie, Papierprodukte, Milch oder Butter
werden dagegen weiterhin bevorzugt von
Handelsmarken beziehungsweise im
Preiseinstiegssegment gekauft.
22 Grips&Co
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Was ist lila und steht auf
der Wiese? Bereits seit
1973 ist die lila Kuh die
zentrale Werbefigur der
Marke Milka und ihrer
Produkte.
rungen mit ihr gemacht
hat. Vor allem Traditionsmarken haben sich
über viele Jahrzehnte
einen hohen Vertrauensvorschuss erarbeitet und profitieren hiervon, zitiert Wala das Ergebnis einer
Umfrage von Reader's Digest. Hinter Traditionsmarken stünden zudem meist
gute Geschichten, schreibt Wala.
Seit mehr als 100
Jahren bieten die
Produkte von
Schwarzkopf Pflege für
die Haare. Der schwarze Scherenschnittkopf verleiht der Marke dabei
ihr unverkennbares Gesicht.
Logenplatz im Kundenkopf
70 Prozent der Befragten an, in unsicheren Zeiten vor allem Marken zu kaufen, denen sie vertrauen.
Doch natürlich ist nicht allein Unsicherheit der Grund, weshalb Menschen Marken kaufen. Vertraut ein Kunde einer
Marke, schreibt Wala, erleichtert ihm das
die Entscheidung für ein bestimmtes
Produkt. Er müsse dann nicht tagelang
recherchieren und Testberichte studieren,
sondern könne einfach auf die Qualität
der vertrauten Marke setzen. Da ist es für
die Marke von Vorteil, wenn der Kunde
sie schon lange kennt und gute Erfah-
1907
Persil
1959
Persil 59
1987
Flüssig
Mit einer interessanten Story grenze man
sich außerdem wirksam von seinen Mitbewerbern ab. Und: Gute Geschichten
hinter dem Produkt lieferten Stoff für
Mundpropaganda, weil sie einen emotionalen Mehrwert böten. Autor Wala erklärt dies am Beispiel der Entstehungsgeschichte der Marke „Linie Aquavit“: Ein
Kapitän soll im 19. Jahrhundert AquavitFässer nach Übersee ausliefern, das
misslingt und er nimmt die Fässer wieder
mit zurück. Zu Hause erweist sich das
vermeintliche Ärgernis aber als Glücksfall, denn der Schnaps hat durch die
1998
Tabs
2013
Duo-Caps
Da weiß man, was man kriegt: Hersteller Henkel setzt bei den Verpackungen von Persil seit mehr
als 100 Jahren auf Kontinuität in Rot, Weiß und Grün mit großem, klarem Schriftzug.
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PREMIUMQUALITÄT
für Kenner
& Genießer.
Die Vielfalt des Frühlings.
NOORD HOLLANDER
CANTENAAR
BELLE BLANCHE
HOT CHILI
BRENNNESSEL
1893
1902
1916
Eine Weltmarke wird geboren: Lange hatte John Stith Pemberton nach einer Formel für
einen Sirup gesucht, der gegen Müdigkeit helfen sollte. 1886 erfand er schließlich eine
Rezeptur, die mit Sodawasser gemischt ein erfrischendes Getränk ergab.
1933
Marken es erfolgreich geschafft haben,
sich „eindeutig, klar, unterscheidbar und
einzigartig“ zu machen, wie Wala die
Schlagworte für eine gelungenen Positionierung zusammenfasst. Dabei gehe es
gar nicht um faktische Unterschiede,
sondern um die Wahrnehmung durch
den Kunden. Wer einmal einen „Logenplatz im Kundenkopf“ erobert habe, der
habe die Nase vorn, so der Experte.
Doch wie verleihen Werber einer Marke
ihr unverwechselbares Gesicht? „Eine
Marke ist viel mehr als ein Logo und
1956
1979
1986
Corporate Colors – das sind nur die
Insignien“, sagt Sebastian Strubel, Head
of Strategy bei Leo Burnett. „Viel wichtiger beim Aufbau einer Marke ist es,
dass die innere Überzeugung und Haltung der Ursprung sind – und alles konsequent daran ausgerichtet wird.“ Beim
Logo-Design spielten unter anderem Einzigartigkeit und Wiedererkennbarkeit eine
zentrale Rolle, so Strubel. Auch Rüdiger
Goetz, Geschäftsführer Kreation bei
KW 43 Branddesign, sieht für den Aufbau
einer Marke keinen allgemeingültigen
RECHTLICHE DEFINITION VON MARKEN
2001
Locker flockig: 1891
entwickelt Dr. August Oetker
ein lagerfähiges, geschmacksneutrales Backpulver. Diese
Neuerung revolutioniert das
Backen. Den Namen Backin
verbinden viele seither mit
„Gelingsicherheit“.
Bauplan: „Natürlich gelten bestimmte
Grundmechaniken der Wahrnehmung,
dennoch lassen die Schwerpunkte des
Markendesigns fast nie eine einfache
Handlungsempfehlung zu.“ Bei der Farbwahl etwa müssten verschiedenste, zum
Teil widersprüchliche Aspekte berücksichtigt werden: Ist die bestehende Markenfarbe gelernt, hat sie Branchenbezug
und wie wird sie wahrgenommen? Ähnliche Anforderungen stellten sich unter
anderem im Hinblick auf den Markennamen und das Markenzeichen.
DAS BUCH
Eine Marke (engl. Brand) bezeichnet zum einen ein Produkt oder eine Produktreihe,
das bzw. die – aus Sicht der Konsumenten – ganz besondere, typische Eigenschaften besitzt. Den Prozess, eine Marke zu etablieren und durch Werbung ihren
Bekanntheitsgrad zu steigern, nennt man Branding. Zum anderen können Unternehmen ihre Waren oder Dienstleistungen als Marke schützen lassen; dann
genießen diese Produkte einen gewissen Rechtsschutz. Im letzteren Fall spricht
man von Warenzeichen, die bekannten Kennzeichen hierfür sind:
= amtlich registrierte Marke
TM „trademark“ = nicht registrierte Marke
„Als Marken können alle Zeichen, insbesondere Wörter (einschließlich Personennamen), Abbildungen, Buchstaben, Abkürzungen, Zahlen, Hörzeichen, dreidimensionale Gestaltungen, die Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige
Aufmachungen in Form und Farbe geschützt werden, durch die sich Waren oder
Dienstleistungen eines Unternehmens von denen anderer unterscheiden lassen.“
Quelle: Helmut Geyer, Praxiswissen BWL, Rudolf Haufe Verlag 2007
24 Grips&Co
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Hermann H. Wala: Meine Marke –
Was Unternehmen authentisch,
unverwechselbar und langfristig
erfolgreich macht. Redline Wirtschaft 2011, 304 Seiten, 24,99 Euro,
ISBN: 978-3-86881-305-0
A P R IL 2 0 1 6
Foto: Fotolia (Sergey Nivens), Baiersdorf, Mondeléz International, ® Coca Cola, Dr. Oetker, Henkel Beauty Care / Konzernarchiv Henkel
MARKETING & STRATEGIE
Reise an Geschmack gewonnen. Fazit:
Nicht trockene Fakten, die den Einfluss
von Seeluft und Temperaturschwankungen auf den Geschmack des Getränks erklären, sondern die Story verleiht
dem Produkt seine Einzigartigkeit.
Anderes Thema: Was assoziieren Sie mit
Rolex, was mit Steiff? Vielleicht sind
Ihnen jetzt Begriffe durch den Kopf
gegangen wie „exklusive Uhren“ oder
„hochwertige Plüschtiere“. Das wäre
jedenfalls ein Zeichen dafür, dass beide
aus Nachbars
Garten
www.suedtirolerapfel.com
Video
„ 13 Südtiroler Apfelsorten – garantiert aus
integriertem oder biologischem Anbau.
So wachsen beste Äpfel. Südtirol schmeckt.“
Karl Dietl, Apfelbauer aus Schlanders
Erfolgreiche Marken haben
ein Gesicht – wie ein Mensch,
sagt Jon Christoph Berndt.
Der Experte erklärt, warum
das wichtig ist, was Unternehmen bei Aufbau und
Pflege ihrer Brand beachten
müssen – und wie sie ihr
Arbeitgeberimage am besten
polieren können.
Herr Berndt, wie geht man vor, wenn
man eine Marke machen will?
Erst mal analysieren wir den Ist-Zustand:
Wo steht das Unternehmen, welche Zielgruppen und Wettbewerber hat es, was
bietet es an, wie sieht der Markt aus?
Natürlich berücksichtigen wir dabei auch,
wie das Unternehmen sich bisher selbst
sieht und wie es wahrgenommen wird.
Darüber hinaus schauen wir uns an, wie
es kommuniziert – durch Werbung und
PR, auf Messen oder zum Beispiel im
Internet. Dann diskutieren wir, wie es in
Zukunft gesehen werden will. Schließlich
positionieren wir es – mit sehr wenigen
und dafür umso klareren Aussagen zu
dem, was es verspricht, welche Werte
ihm wichtig sind und welche die zentralen
Kernbotschaften sind.
Und wie geht es dann weiter?
Wenn das alles steht, wird die Kommunikation neu darauf ausgerichtet. Die Mitarbeiter werden informiert und dazu ver26 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
pflichtet, die Marke auch tatsächlich zu
leben und für Außenstehende überall
erlebbar zu machen. Man nennt sie dann
Markenbotschafter.
Was kennzeichnet erfolgreiche
Marken generell?
Sie haben ein Gesicht – wie ein Mensch.
Damit stechen sie aus dem Regal hervor.
Egal, ob sie das ganz besonders markenstarke Joghurt repräsentieren, die vermeintlich beste Schokolade oder das
Olivenöl schlechthin sind. Solche Produkte sprechen vor allem das Herz an
und nicht so sehr den Kopf. Man findet
sie einfach toll, man will sie haben.
Erfolgreiche Markenprodukte brauchen
nicht „Kauf mich!“ zu rufen, bei denen ist
der Preis eher Nebensache. Erfolgreiche
Marken sind auch nicht für alle und jeden,
sondern sie haben eine klar definierte
Zielgruppe: Müllermilch spricht mit Produkten wie „Die Ecke mit was drin“ zum
Beispiel vor allem die verspielten, emoti-
onsgeladenen Kunden an, Landliebe
setzt mit seiner traditionellen Bildsprache
eher auf Käufer, die auf Nummer sicher
gehen. Jeder wirbt entsprechend anders.
Und deshalb kommen sich die Produkte
im Regal auch nicht in die Quere, obwohl
es sich bei beiden um ganz normalen
Joghurt handelt.
Was muss eine Marke bieten, damit
Kunden – zum Beispiel bei Lebensmitteln – das Markenprodukt kaufen?
Sie darf den Kunden nie enttäuschen.
Und wenn sie mal einen Fehler macht,
ist das nicht schlimm, sondern menschlich – solange sie offen und ehrlich alles
zugibt und alles dafür tut, das in sie gesetzte Vertrauen nicht zu beschädigen.
Warum sind einige Marken im LEH
nicht durch Eigenmarken verdrängt
worden, andere dagegen schon?
Meist liegt es daran, dass Letztere nicht
mit der Zeit gehen. Marken müssen sich
A P R IL 2 0 1 6
Foto: Fotolia (Rawpixel.com), Philipp Wulk
MARKETING & STRATEGIE
BRANDING
SO GEHT'S
Apropos: Was muss denn ein Unternehmen als Marke
heute bieten, um für Arbeitnehmer interessant zu sein?
Er muss für die Bedürfnisse und Wünsche seiner potenziellen
Angestellten offen sein. Dazu gehören zum Beispiel auch
Angebote für Auszeiten, Vaterschutz, Teilzeit und Telearbeit und
vor allem echte Aufstiegschancen mit richtig guten Angeboten
zur weiteren Qualifizierung. Pseudocoole Azubi-Rekrutierungsfilme auf You Tube sind da viel zu wenig.
Stichwort Employer Branding: Was könnte zum Beispiel
der deutsche Lebensmitteleinzelhandel tun, um als Arbeitgeber noch attraktiver zu werden?
Er muss Menschen mehr Verantwortung geben – und die Möglichkeit, sich zu entfalten. Dazu gehört auch das TätigkeitenHopping: Wer immer nur an der Käsetheke bedient oder Regale
einräumt, wird ein professioneller Käsethekenbediener oder
Regaleinräumer, aber niemals ein verantwortlich Mitdenkender,
der das Einkaufen zum echten (Marken-)Erlebnis macht.
ZUM AUTOR
Der Politologe Jon Christoph
Berndt® ist Spezialist für Profilierung und Vermarktungserfolg.
Mit der „brandamazing“-Unternehmensberatung begleitet er
markenorientierte Unternehmen
und Menschen dabei, ihren
Erfolg planbar zu machen.
Das Buch
J. C. Berndt, S. Henkel: Benchmarken: Wie Unternehmen
mit der Kraft der Marke ganz nach vorn kommen – und die
anderen auf Abstand halten.
Printamazing Verlag 2016,
256 Seiten,19,99 Euro,
ISBN: 978-3981723106
Meinungsaustausch mit Prof.
Sven Henkel, angereichert mit
vielen Beispielen dazu, wie die
konsequent gelebte Marke den
Wettbewerbsvorsprung sichert.
MARKETING & STRATEGIE
immer wieder neu anpassen. An veränderte Ansprüche und
Gewohnheiten, Marktbedingungen und Wettbewerbssituationen. Wer nicht jung und attraktiv bleibt, hat auf dem Markt
keine Daseinsberechtigung.
Hlift biem Kontenzrieren.
Seeberger wünscht dem Nachwuchs im Lebensmittelhandel viel Erfolg.
So köstlich kann natürlich sein.
Große Marketing-Plattform: Deutsche sind immer häufiger online
Fast 80 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren haben
2015 das Internet genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr
ist diese Zahl mit nur einem leichten Zuwachs um 0,5
Millionen Nutzer nahezu stabil geblieben. Allerdings
sind die Menschen hierzulande immer häufiger
online. Vor allem der Anteil an Frauen wächst bei der
täglichen Internetnutzung überproportional.
44 %
MARKTFORSCHUNG
betrug der Anstieg der täglichen
Internetnutzung in der Gruppe
der über 70-Jährigen.
Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2015
63 %
Um
der Bevölkerung gingen 2015
täglich ins Internet. Das waren 3,5 Millionen Menschen
(+ 8,9 %) mehr als 2014.
6%
ist der Anteil an Frauen in Bezug auf die tägliche Internetnutzung
2015 gestiegen. Bei Männern beträgt der Zuwachs nur 3,4 %.
30,7 Millionen 158 Minuten
Menschen gaben an, zumindest selten das Internet
unterwegs zu nutzen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung
betrug damit 43 Prozent.
waren Onliner mit mobilem Zugang 2015 täglich im
Internet unterwegs. Durchschnitts-Onliner kamen auf
108 Minuten.
MEHR USER
NEUE CHANCEN
Die deutschen Verbraucher entscheiden sich wieder öfter für Markenprodukte. Zudem sind
sie immer häufiger im Internet unterwegs. Auch die mobile Onlinenutzung nimmt zu. Diese
Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten für modernes Marketing.
Herstellermarkenkonsum steigt wieder
Nach jahrelangem Wachstum der Handelsmarken können Markenprodukte wieder Marktanteile zurückgewinnen.
Ob es sich dabei um eine echte Trendwende zugunsten der Marken handelt, muss sich aber erst noch zeigen.
Marktanteile (Wert) in %
2013
2014
2015
63,8
63,3
64,1
Herstellermarken
Mehrwerthandelsmarken
Preiseinstiegshandelsmarken
12,7
13,0
12,9
23,5
23,7
23,0
36,2
36,7
35,9
Handelsmarken gesamt
Quelle: GfK Consumer Scan 2016
28 Grips&Co
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A P R IL 2 0 1 6
Verbraucher setzen in der Krise verstärkt auf Marken
43 Prozent der Bundesbürger fühlen sich von den Krisen in der Welt verunsichert und wollen ihren Konsum einschränken, wie eine aktuelle Befragung ergibt. Starke Marken scheinen jedoch von diesen Bedenken zu profitieren. So wollen 70 Prozent der Befragten in unsicheren Zeiten vor allem Marken kaufen, denen sie vertrauen.
Gerade in unsicheren Zeiten kaufe ich
Marken, denen ich vertraue, die mich
begeistern und die mir einen echten
Nutzen bringen.
6%
Stimme eher nicht zu
Stimme eher zu
Stimme überhaupt nicht zu
Grundsätzlich müssen Marken und Produkte
mich inspirieren, mir neue Möglichkeiten
eröffnen und auch immer wieder etwas Neues
bieten, damit ich ihnen treu bleibe.
7%
21 %
5%
23 %
24 %
MARKTFORSCHUNG
Krise hin oder her. Es gibt
Produkte und Marken, auf die ich
in meinem Leben einfach nicht
verzichten möchte.
Stimme voll zu
19 %
20%
28 %
45 %
50 %
52 %
Quelle: Online-Umfrage der Markenberatung Prophet zum Thema „Wie verändert sich Ihr Konsumverhalten in unsicheren Zeiten?“. Hierzu wurden Ende Januar 2016 1.000 Erwachsene in Deutschland befragt.
Hans Henglein & Sohn GmbH, D-91183 Abenberg
Marktführer*
* meistverkaufte Packung in Deutschland.
(Quelle: Nielsen Market, LEH ohne Discount, 01.01.2015-31.12.2015, im jeweiligen Produkt-Segment)
Teigwaren gekühlt
MÄ RZ 2016
verkaufen lernen.
www.henglein.de
Gr i ps & C o
29
Frischteige gekühlt
Teigwaren gekühlt
MARKETING IN
EIGENER SACHE
TIPPS
Am Arbeitsplatz zählen fachliche Kompetenz
und gute Umgangsformen. Dabei gilt immer
noch die Regel: Der berühmte erste Eindruck
ist entscheidend und lässt sich später nur
schwer korrigieren. Mit diesen Tipps von
Knigge-Expertin Sabine Bleumortier können
Sie sich sichtbar machen.
Geben Sie
konstruktives Feedback.
So signalisieren Sie
Interesse für ein Thema
beziehungsweise für das
Unternehmen.
Bieten Sie
Ihren Kollegen Ihre
Unterstützung an. Wer sich
immer nur auf sich selbst
konzentriert, gilt schnell als Egoist.
Denken Sie daran: Eine Hand
wäscht die andere!
Wählen
Sie zu Ihrer Tätigkeit,
zur Veranstaltung oder zum
Umfeld passende Kleidung. Ihr Äußeres
trägt viel dazu bei, wie Sie von
anderen wahrgenommen
werden.
Stellen Sie sich
klar und verständlich
mit Vor- und Nachnamen vor.
Das ist höflich und für einen
professionellen Auftritt unabdingbar.
Grüßen Sie Kollegen
und Kunden immer freundlich. Jeder arbeitet gerne mit
Menschen zusammen, die
gut gelaunt sind.
30 Grips&Co
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Erzählen Sie, in welcher Filiale
Sie gerade eingesetzt werden oder
an welchem Projekt Sie gerade arbeiten.
So bleiben Sie Ihrem Gegenüber gut
im Gedächtnis.
Machen
Sie sich Notizen,
wenn neue Aufgaben
erklärt werden. Fragen Sie nach,
wenn Sie etwas nicht
verstanden haben.
A P R IL 2 0 1 6
Pizza
ck
Sna
Salat
www.saupiquet.de
Pasta
Kommen Sie pünktlich
an Ihren Arbeitsplatz. Unpünktlichkeit sorgt bei Vorgesetzten
gleich für Minuspunkte!
Auch wenn es gut läuft,
sollten Sie nicht überheblich
werden. Wer gute Leistungen bringt
und natürlich bleibt, muss keine
Neider fürchten.
Sorgen Sie bei einem Filialwechsel
dafür, dass Sie Ihrem Ausbildungsleiter
oder Filialleiter im Gedächtnis bleiben. Schreiben
Sie im Nachgang eine Dankesmail oder schauen
Sie immer mal wieder in der
alten Filiale vorbei.
Gehen Sie mit Ihren Kollegen aus
der Abteilung immer mal wieder zum
Mittagessen. Damit signalisieren Sie,
dass Sie dazugehören möchten.
ÜBER DIE EXPERTIN
Sabine Bleumortier:
„Junge Leute wollen ernst genommen und wertgeschätzt werden. Es ist wichtig, dass sie von ihren Kollegen schnell integriert und als gleichberechtigte Mitarbeiter behandelt werden. Sie wünschen sich von
ihrem Arbeitgeber eine individuelle Ausbildung, während der sie gut betreut werden. Die Generation YZ
schätzt herausfordernde, sinnvolle Tätigkeiten. Sie
möchte mitgestalten – auch und vor allem bei der
eigenen Ausbildung. Zudem schätzt sie eine Kommunikation auf Augenhöhe und flache Hierarchien.“
Bauen Sie sich ein
Netzwerk im Unternehmen auf und pflegen
Sie diese Kontakte
regelmäßig.
Foto: www.bleumortier.de / Angelika Güc
TIPPS
Melden Sie sich freiwillig
für Projekte – aber in einem
ausgewogenen Verhältnis; sprich
nicht dauernd, aber auch nicht
zu selten.
Achten Sie
auch bei E-Mails auf gut
und höflich formulierte Sätze. Vergessen Sie nicht, dass auch in einem
Mailing die Satzzeichen und Regeln
der Rechtschreibung gelten.
Zur Person:
Früher Ausbildungsleiterin – heute Ausbildungsexpertin. Mit diesem Hintergrund
hält Sabine Bleumortier heute Knigge-Trainings für Auszubildende ab und qualifiziert Ausbilder wie Ausbildungsbeauftragte. Die selbstständige Beraterin hält zudem Vorträge und Keynotes rund um die Berufsausbildung. Weitere Informationen
unter: www.bleumortier.de
32 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
A P R IL 2 0 1 6
Ihr Haustier, unsere Leidenschaft.
Wir bei PURINA® sind der Meinung, dass Menschen und Tiere zusammen
einfach glücklicher sind.
Haustiere sind unsere Leidenschaft. Wir teilen mit ihnen unser Leben und sie bereichern
unser Dasein. Aus diesem Grund ist es für PURINA® eine echte Herzensangelegenheit, das
Wohlbefinden und die Gesundheit von Haustieren durch innovative Nahrungen nachweislich
zu fördern – für ein langes, gesundes und glückliches Zusammenleben von Mensch und Tier.
Hierfür geben 18.000 Mitarbeiter an 60 Standorten in 50 Ländern ihr Bestes. Im Mittelpunkt
steht dabei unser Ziel, kontinuierlich neue Ernährungskonzepte für das Wohlbefinden und
die Gesundheit von Hunden und Katzen zu entwickeln.
WISSEN AUS
DER BOX
NEUust
ab Aug
2016
W
achsen Ananas auf Bäumen? Was versteht man
unter dem Begriff Kaffeegürtel? Und wie wird eigentlich Bratwurst
hergestellt? Wer die Antwort auf solche
und ähnliche Fragen gerne kennen
würde, der sollte schnell einen Blick in
unsere Grips&Co-Markentrainer werfen.
Diese vermitteln kompakt und übersichtlich jede Menge Handelswissen zu den
verschiedensten Warengruppen.
Auf zum Grips&Co-Erfolg!
Egal- ob Pressesortiment, Hundenahrung, Limonade, Tiefkühlgemüse, Heilwasser oder Brot & Backwaren – unsere
Markentrainer stecken voller Informationen zu Waren- und Verkaufskunde. Und:
Sie sind ein wichtiges Lernmittel auf dem
Warenkunde aus der Box: Die Grips&CoMarkentrainer liefern Handelswissen satt.
2016/17 neu mit dabei: Mineralwasser,
Thunfisch, Geschützte Spezialitäten,
Katzennahrung, Laktosefreie Milchprodukte und
Fruchtgummi.
34 Grips&Co
verka u f e n le r n e n .
Weg zum Grips&Co-Sieg. Denn während
des gesamten Wettbewerbs werden auch
Fragen aus den Themenbereichen der
aktuellen Box gestellt.
Wer in diesem Jahr in Berlin Deutschlands beste Nachwuchskraft im Handel
werden möchte, sollte sich also intensiv
mit allen 39 Bänden beschäftigen. Darüber hinaus eignen sich die Grips&CoMarkentrainer natürlich auch für den
betrieblichen Unterricht oder zur selbstständigen Weiterbildung im Handel.
Und das ist drin:
•
•
•
•
Waren und Verkaufskunde
Fakten zum Markt
Aktuelle Trends und Entwicklungen
Zahlreiche Grafiken zum besseren
Verständnis
• Wissenstest zu jeder Warengruppe /
ausführliche Checklisten
• Übersichtliches Glossar
Markentrainer vorbestellen
Immer bestens informiert mit der
neuesten Ausgabe der Grips&CoMarkentrainer: Nachwuchskräfte/
Berufsschüler, die unsere „Neuen“
für das Jahr 2016/17 vorbestellen
möchten, können dies ab sofort
über unsere Internetseite tun. Dort
steht ein Vorbestellformular zum
Download bereit. Sie haben noch
keine Markentrainerbox und wollen
sofort mit dem Lernen loslegen?
Auch die aktuelle Ausgabe 2015/16
kann noch kostenfrei in unserem
Onlineshop erstanden werden. Es
fallen lediglich die Portokosten an.
www.gripsundco.de
A P R IL 2 0 1 6
Fotos: S. Brückner, Unternehmen
GRIPS&CO
Dürfen wir vorstellen:
unsere Grips&CoMarkentrainer. Noch
moderner, noch aktueller,
noch informativer. Lesen
lohnt sich – nicht nur für
Grips&Co-Anwärter.
DasBeste fürIhrenUmsatz!
ECHT GUTE
WURST
TOP MARKE TOP UMSATZ:
SCHNELL EINRÄUMEN
...WEIL NOCH SCHNELLER WEG!
T FÜR WURS
S
R
T
WU
UNTEERSTÜTZT DURRCH EIN
MediaKooperationen
KOMMUNIKATIONSPAKET
WoM
PR
Online
POS
Maßnahmen
Sampling &
Verkostung
Events
ZUM
*Marktführer im Bereich Thüringer Rostbratwurst | GfK-Consumer-Panel 2015
wolf-wurst.de
facebook.com/derneuewolf
ERFOLG
!
MARKE(TING)
1. In welcher Regalhöhe werden
hochpreisige Produkte platziert?
a) Bückzone
1. Was bedeutet der Ausdruck
„Unique Selling Proposition“
übersetzt?
b) Greifzone
a) Einziges Verkaufsargument
c) Sichtzone
b) Alleinstellungsmerkmal
d) Reckzone
c) Alleiniges Verkaufsrecht
a) Ich wähle nur Herstellermarken aus.
b) Ich präsentiere nur Handelsmarken.
c) Der Kunde bekommt generell keine
Warenvorlage, um ihn nicht zu
beeinflussen.
d) Ich kombiniere Hersteller- und
Handelsmarken.
Lösung:
2. Welches der folgenden Rechte
hat der Markeninhaber laut
Markengesetz nicht?
a) Alleiniges Benutzungsrecht
b) Unterlassungsanspruch
c) Auskunftsanspruch
d) Lebenslanges Patent
Lösung:
KAUFMANN/-FRAU
BETRIEBSWIRT/IN
1. Wenn der Handelsmarkenanteil
im Sortiment erhöht und Herstellermarken ausgelistet werden,
nennt man das...
1. Wie hoch ist der Haftungshöchstbetrag bei Personenschäden
nach dem Produkthaftungsgesetz?
a) Trading-Down
a) 100 Mio. Euro
b) Trading-Up
b) 55 Mio. Euro
c) Trending-Down
c) 85 Mio. Euro
d) Trend-Up
d) 5 Mio. Euro
2. Wie lange beträgt die Schutzdauer einer Registrierung beim
Europäischen Markenamt?
2. Welcher Entscheidungsbereich
gehört nicht zur Kontrahierungspolitik?
a) 5 Jahre
a) Preispolitik
b) 7 Jahre
b) Konditionenpolitik
c) 10 Jahre
c) Absatzfinanzierungspolitik
d) So lange, bis diese gelöst wird
d) Qualitätspolitik
1a, 2c
Lösung:
Lösung:
Impressum
Grips&Co – das Qualifizierungsprogramm für Nachwuchskräfte im Handel
Herausgeber und Verlag: medialog GmbH & Co. KG
Medienplatz 1, 76571 Gaggenau
Konzept und Inhalt: RUNDSCHAU für den
Lebensmittelhandel, www.rundschau.de
Chefredaktion: Linda Schuppan
Projektleitung: Sabine Landau
Redaktion: Sabine Landau, Ulrike Reitz
Layout: Claudia Kolb, René Söllner
Marketing: Tanja Willmann, Edith Villwock
Leitung Sponsoring: Nicole Rother,
Telefon: 07225 916-270
Titelbild: Fotolia (Raman Maisei)
Druck: Senefelder Misset B.V.,
Mercuriusstraat 35, NL-7006 RK Doetinchem
Alle Rechte vorbehalten. Jede Vervielfältigung des
Qualifizierungsprogramms Grips&Co oder von Teilen
daraus bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlages.
Grips&Co-Shop:
Bestellung Tel. 0531 708-8608, Fax -8619
E-Mail: [email protected]
www.gripsundco.de
Foto: Food Akademie / Privat
2. Welche Auswahl treffen Sie, wenn
Sie einem Kunden die Warenvorlage präsentieren?
d) Einzigartige Beratungs- und Verkaufstechnik
1c, 2d
WISSEN
FACHWIRT/IN
1c, 2d
N
eben den
klassischen
Herstellermarken gewinnen
Handelsmarken an
Relevanz und Beliebtheit. Doch welchen Vorteil bieten
Christina Wendler,
sie dem Händler?
Trainee an der
Food Akademie
Der Händler verNeuwied
fügt über die Markenrechte und bestimmt damit Preis, Qualität und Produkt.
Er kann sein Alleinstellungsmerkmal nutzen und hebt sich somit vom Wettbewerb
ab. Wenn das Produkt überzeugt, bindet
er außerdem den Konsumenten an sein
Unternehmen. Dies sind einige der
Gründe, die dazu beitragen, dass Handelsmarken einen immer höheren Stellenwert erlangen: Immer häufiger werden sie
in Augenhöhe oder in der Greifzone
positioniert. Denn die Handelsmarke ist
heute nicht mehr nur im Preiseinstieg situiert. Verstärkt positionieren sich Handelsunternehmen mit eigenen Qualitätsmarken, Premiummarken oder Biomarken – und fokussieren sich dabei bewusst
auf die Nennung ihres Namens auf den
Produkten. www.food-akademie.de
VERKÄUFER/IN
1b, 2d
Die angehende MarketingDozentin Christina Wendler
erklärt, welche Vorteile die
Eigenmarke einem Händler
bieten kann.
Die amCOSTA Pacific Prawns: nelen
bes ten verkauften Gar
in Deutschland.*
www.costa.de
*Quelle: The Nielsen Company, LEH+DM o. Disc. Umsatz, MAT 2015 bis KW 53
t
COSTA riesr bei
Marktfüfrhüchten
Meeres chfilets*
und Fis
GEWINNSPIEL
GEWINNSPIEL
So geht’s: Kreuzen Sie die richtigen Antworten im untenstehenden Fragebogen an und schicken diesen per Post
oder Fax an uns zurück. Alternativ können Sie den Fragebogen auch online auf www.gripsundco.de/gewinnspiel
ausfüllen. Teilnahmeschluss ist der 29. April 2016. Zu gewinnen gibt es 1 x 500 Euro, 2 x 250 Euro und 50 x 100
Euro. Alle richtig ausgefüllten Lösungsbogen nehmen an der Ziehung der 53 Geldpreise teil. Viel Glück!
FRAGE 1
FRAGE 2
FRAGE 3
Wie viel Prozent der deutschsprachigen Personen ab
14 Jahren nutzen das Internet?
Was gehört zu den typischen
Formen des modernen OnlineMarketings?
Wie viele Phasen umfasst das
Modell, das als Customer Journey
bezeichnet wird?
a) 54 %
b) 79,5 %
c) 98 %
a) Kundenmagazin
b) Handzettel
c) Remarketing
a) Fünf
b) Zehn
c) Drei
FRAGE 4
FRAGE 5
FRAGE 6
Wie nennt man den Prozess, eine
Marke zu etablieren und durch
Werbung bekannt zu machen?
Welches dieser Zeichen drückt
aus, dass eine Marke amtlich
registriert ist?
Wie viele Minuten waren Onliner
mit mobilem Zugang 2015 pro Tag
im Internet unterwegs?
a) Banning
b) Boring
c) Branding
a) @
b)
c) TM
a) 158 Minuten
b) 210 Minuten
c) 104 Minuten
Der komplett ausgefüllte Fragebogen geht in einem
ausreichend frankierten Umschlag an:
Jetzt teilnehmen!
Meine Antworten:
Frage 1 a ■ b ■ c
Frage 4 a ■ b ■ c
■
■
Frage 2 a
Frage 5 a
■ b■ c■
■ b■ c■
RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel
Grips&Co Gewinnspiel Runde 2
Medienplatz 1, 76571 Gaggenau
Frage 3 a
Frage 6 a
■ b■ c■
■ b■ c■
Angaben zum Arbeitgeber (Zentrale):
Vor- und Zuname
E-Mail:
Name des Handelsunternehmens
Adresse:
Straße und Hausnummer
Name des Ausbilders (Zentrale)
Adresse:
Straße und Hausnummer
PLZ und Ort
Alter:
Telefon:
PLZ und Ort
Oder Antwortbogen zufaxen:
Fax: 07225 916-161
Teilnahmebedingungen
Gibt es mehr Teilnehmer als Preise vorhanden, entscheidet
das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner
werden von uns schriftlich benachrichtigt und unter www.
gripsundco.de veröffentlicht. Teilnahmeberechtigt sind nur
Mitarbeiter aus dem Lebensmittelhandel bis einschließlich Jahrgang 1988. Bitte beachten Sie die Hinweise zum
Datenschutz unter www.gripsundco.de. Wir weisen darauf
hin, dass das im Rahmen dieses Wettbewerbs gewonnene
Preisgeld steuerlich als Arbeitslohn beurteilt werden könnte.
Bitte unterrichten Sie Ihren Arbeitgeber über das von Ihnen
gewonnene Preisgeld, damit dieser eine korrekte steuerliche
Einordnung vornehmen kann, da der Arbeitgeber im Falle
einer Steuer- und Beitragspflicht für die Abführung der
Lohnsteuer und der Sozialversicherungsbeiträge verantwortlich ist. Für den Fall, dass ich gewinne, erkläre ich mich bereit,
der medialog GmbH & Co. KG meine Kontodaten anzugeben,
damit die Gewinnauszahlung erfolgen kann.
Sie haben Fragen zum Grips&Co-Qualifizierungsprogramm? Schreiben Sie an: [email protected]
Foto: Fotolia (akf)
RUNDE 2
Preise im Gesamtwert von 6.000 Euro zu gewinnen!
sinalco.de/blog
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