Die Spielzeit 2015/2016 vo

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Pressemitteilung Verein Städtetourismus in Thüringen e.V.
Alles Theater in den Thüringer Städten:
Die Spielzeit 2015/2016 von Altenburg bis Weimar
Ein Schrei ging im Sommer durch die deutschen Feuilletons: ausgerechnet das
Theaterland Thüringen, das Goethe, Schiller, Jean Paul und Ingo Schulze
inspirierte, in dem Bach, Liszt, Strauss und Reger dirigierten, plant seine
Theaterlandschaft zu „reorganisieren“. Es wird – zumeist hinter verschlossenen
Türen – über Zusammenlegungen und Schließungen diskutiert. Es geht um
Geld. Im 9,3-Milliarden-Euro-Haushalt des Freistaates sind 65 Millionen Euro
für die Kulturförderung vorgesehen. Hinzu kommen die Mittel, die die
Kommunen und Landkreise für „Ihre“ Häuser ausgeben. 15 feste Theater und
Orchester sind auch für deutsche Verhältnisse ein Wort. Vor allem wenn man
sich vorstellt, dass die Musentempel auch in Städten mit unter 30.000
Einwohnern stehen und als oft historische Gebäude auf ein langes Erbe als
Investition eines der zahlreichen Thüringer Kleinfürsten zurück blicken können.
Für die Besucher Thüringens ist die Qual der Wahl an oft nur 30 bis 50
Kilometer voneinander entfernten Angeboten ein Vergnügen. Denn die Theater
wehren sich trotz knapper Mittel mit abwechslungsreichen Spielplänen, die ein
Kulturwochenende in einer der vielen Residenzstädte des Landes auf ganz
unaufgeregte Weise anregend machen.
Im Landestheater Altenburg wechseln sich Uraufführungen und Klassiker ab:
das Ballett KEIMZEIT mit der gleichnamigen Musikgruppe oder das Stück
SEIDE nach dem gleichnamigen Roman von Alessandro Baricco mit dem
FABIAN Erich Kästners oder der sprühenden Operette VICTORIA UND IHR
HUSAR aus den 20iger Jahren. Die Theaterkooperation Altenburg-Gera setzt
sich in Themenreihen mit aktuellen Situationen und Fragestellungen
auseinander: die Goldenen 20er, Wegemarken der Geschichte, Vom Himmel
hoch – Glaube und Gesellschaft. Das Ensemble der beiden Fünf-SpartenHäuser ist international. 307 Beschäftigte aus 26 Ländern arbeiten hier
zusammen. Theater steht auch für Integration.
Das Theater im Schlossgarten in Arnstadt gehörte einst zum Ensemble des
Wasserschlosses Neideck. Die fürstliche Reitbahn wurde erstmals 1839 für
Theatervorstellungen zu Verfügung gestellt. Nur drei Jahre später veranlasste
man den Umbau von einer Reitbahn in ein offizielles Theater. Vor 20 Jahren
wurde das renovierte und rekonstruierte Theater dem Arnstädter Theaterverein
übergeben, der das Haus nun mit verschiedensten Gastspielen betreibt.
Das Landestheater Eisenach ist Teil der „Kulturstiftung Meiningen-Eisenach“
und ein Drei-Sparten-Haus mit Ballett, Schauspiel und Orchester. Zu den
Höhepunkten der Spielzeit zählen die Balletturaufführung BROKEN DREAMS
von Andris Plucis mit der Musik von Tom Waits, Arthur Schnitzlers Drama
LIEBELEI sowie die Opera buffa DON PASQUALE von Gaetano Donizetti.
Musikfreunde dürfen sich außerdem auf das Chanson-Schauspiel DAS
KUNSTSEIDENE MÄDCHEN nach Irmgard Keun sowie die Wiederaufnahme
der ROCKY HORROR PICTURE SHOW freuen. Die Landeskapelle Eisenach
bietet neben Sinfoniekonzerten auch die Reihe der Mittagsmusiken in der
Georgenkirche an. Hier predigte Luther, wurde Bach getauft und musizierte
Telemann.
Das Theater Erfurt arbeitet in dieser Spielzeit unter dem Motto „Zeit.Raum”.
Dabei wird der Bogen über fünf Jahrhunderte Operngeschichte gespannt: von
den Anfängen der frühbürgerlichen Oper über die revolutionären Umbrüche des
Musikdramas bis zum heutigen „pluralistischen Musiktheater”. Das Repertoire
reicht von DON GIOVANNI, MACBETH und CARMEN zu gegenwärtigen
Stücken, wie SID, DIE SCHLANGE, DIE SINGEN WOLLTE, DER MANN, DER
SEINE FRAU MIT DEM HUT VERWECHSELTE oder der
Uraufführungsproduktion von GUTENBERG von Volker David Kirchner. Zu den
DomStufen-Festspielen 2016 wird TOSCA von Giacomo Puccini zu genießen
sein.
Die Bühnen der Stadt Gera präsentieren als Uraufführungen die vergnüglichnachdenkliche Rockerette BARBAROSSA AUSGEKYFFT, betrachtet im Ballett
zwei starke Frauen: PIAF - LA VIE EN ROSE und ANITA BERBER, GÖTTIN
DER NACHT und setzt im Schauspiel erstmalig den Roman KRUSO von Lutz
Seiler um. Zu Weihnachten gibt es die berührende Oper AMAHL und die
nächtlichen Besucher von Gian-Carlo Menotti, in der der Junge Amahl die drei
Könige und ein Wunder erlebt sowie jede Menge Musik der Geraer
Philharmonie.
Das Ekhof-Theater auf Schloss Friedenstein in Gotha gilt als das älteste
Barocktheater der Welt und ist an sich schon eine Sehenswürdigkeit. Zum
jährlichen Ekhof-Festival im Juli/August lohnt es sich früh, Karten zu besorgen.
Auf dem Programm stehen immer barocke Stücke; im kommenden Jahr von
Molière LE BOURGIOS GENTILHOMME – DER BÜRGER ALS ADELSMANN,
eine quirlige Satire. Der Vorverkauf startet am 1. November. Ein perfektes
Weihnachtsgeschenk!
Das Theaterhaus in Jena stellt seine Spielzeit unter das Motto „Sei glücklich!“
und beweist seit 25 Jahren, dass mit Engagement und Neugier, mit
Risikobereitschaft und Fantasie fast aus dem Nichts ein Theater wachsen kann,
das mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Theaterlandschaft ist. In
Stücken wie DIE ZOFEN, DIE LÄCHERLICHE FINSTERNIS, MACBETH oder
PROJEKT WOYZECK begeben sich die Figuren auf die Suche nach ihrem
Glück.
Meiningen verdankt seinen Ruf als Theaterstadt nicht nur dem Theaterherzog
Georg II., der nicht nur sein kleines Land, sondern ein großes Theater leitete. In
diesem Jahr feiert die Meininger Hofkapelle ihren 325. Geburtstag und so
wundert es kaum, dass das Jahresprogramm des Hauses ein neugierig
machendes Potpourri anbietet. Von Richard Strauss stammt das leichtfertige
Konversationsstück CAPRICCIO, Albert Lorzing thematisiert in seiner Oper
REGINA die 1848er Revolution, Friedrich Hebbel nahm mit den
NIBBELUNGEN einen urdeutschen Stoff auf und Andris Plucis wird zu Victor
Hugos GLÖCKNER VON NOTTRE DAME ein Ballett als Uraufführung
choreographieren.
Die Kilianikirche in Mühlhausen ist das Domizil des Vereins „3KTheaterwerkstatt“. Die Nutzung der Kirche als Bürgertheater gilt in Deutschland
als gelungenes Beispiel für eine profan genutzte Kirche. Das Repertoire des
Theaters reicht von Stücken für Kinder und Erwachsene bis hin zu
theaterpädagogischen Angeboten. Aktuelle Stücke sind DER GLÖCKNER VON
NOTRE DAME und ALLEIN IN DER SAUNA. In der Wintersaison ist generell
MÄRCHENZEIT, so wird es an allen vier Adventssonntagen 2015 eine
Vorstellung in der Reihe THEATERTEE geben.
Das Theater Nordhausen verbindet in dieser Spielzeit Schauspiel mit Musik.
Das Musical DIE PÄPSTIN erzählt von einer wagemutigen Frau, der „Faust“Stoff wird als Doppelfaust sowohl als Charles Gounods Oper FAUST als auch
mit FAUST EINS als Schauspiel mit Musik auf die Bühne gebracht. Eine
deutschsprachige Erstaufführung ist das Musical THE PIRATE QUEEN.
Claude-Michel Schönberg und Alain Boublil, die Schöpfer von „Les Misérables“
und „Miss Saigon“, wählten dafür einen Stoff aus der irischen Geschichte und
schufen eine packende Musik. Die letzte, aber wohl bekannteste der MusicalLadys Nordhausens ist Eliza Doolittle in MY FAIR LADY.
Das Programm in Rudolstadt wird in Kooperation mit dem Theater Nordhausen
und anderen Partnern gestaltet. Liebhaber der Thüringer Klassiker können sich
in diesem Jahr auf den FAUST EINS und DIE RÄUBER freuen. Ein besonderer
Termin für den kommenden Sommer ist das Open Air Sommerspektakel mit
Molières L’AVARE DER GEIZIGE , das auf der mächtigen Heidecksburg
gespielt wird. Für alle Schillerfans ist Rudoldstadt seit der Verfilmung von „Die
geliebten Schwestern“ ein Muss, für Freunde der Weltmusik mit dem
Folkfestival sowieso.
Sonderhausen ist stolz auf das traditionsreiche, 1619 gegründete LohOrchester, das an außergewöhnlichen Orten zu spielen gewöhnt ist. Die
Schlosskonzerte und After-Work-Konzerte finden im stilvollen Ambiente der
Residenz der Schwarzburger Fürsten statt und lassen sich immer mit einem
Menü oder einem Aperitif in der Hofküche verbinden. Im Sommer pilgert man zu
den Loh-Konzerten im Achteck-Haus im Schlosspark. Die Sinfoniekonzerte
finden im Haus der Kunst statt. Das Neujahrskonzert im Erlebnisbergwerk ist
das Konzert im tiefsten Konzertsaal Europas! Für die Schlossfestspiele im Juni
und Juli sollte man früh an Kartenvorbestellung denken. Im Schlosshof ist dann
das Ohrwurm-Musical ANATEVKA zu genießen.
Im Congress Centrum Suhl kann man fast mit Blick auf die Wanderwege am
Rennsteig vom großartigen Klassik-Konzert über volkstümliche Unterhaltungsund Theaterabende, Schlager- und Rockkonzerte bis hin zur Kleinkunst die
unterschiedlichsten Veranstaltungen, sogar Fernsehshows und
Liveübertragungen für ein Millionen-Publikum jährlich erleben. Das Kunst- und
Literaturfestival "Provinzschrei" im Herbst und das Marionetten-Theater
erfrischen müde Wanderer.
Das Walhalla der deutschen Literatur, Weimar, stellt sein Publikum vor die
Wahl: den Klassiker am klassischen Ort oder die Auseinandersetzung mit
zeitgenössischen und nicht weniger unterhaltsamen Stoffen. Am Deutschen
Nationaltheater gilt das Prinzip einer klug gewählten Mischung. Mit Schillers
MARIA STUART und der FLEDERMAUS von Johann Strauß startet man mit
zwei Publikumslieblingen in die Spielzeit. In Kooperation mit dem Erfurter
Theater werden die MEISTERSINGER VON NÜRNBERG auf die Weimarer
Bühne kommen. MY FAIR LADY und EIN SOMMERNACHTSTRAUM haben im
zweiten Halbjahr in der Redoute Premiere. Im Repertoire ist zudem die überaus
erfolgreiche FAUST-Inszenierung oder auch WALLENSTEIN mit Dominique
Horwitz in der Hauptrolle. Zeitgenössische Schauspiele sind vor allem im EWerk zu sehen.
Gez. Christine Büring/Elisabeth Fahrig
für den Verein Städtetourismus in Thüringen e.V.
KONTAKTE:
Verein Städtetourismus in Thüringen e.V.
c/o weimar GmbH
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Kongress- und Touristikservice
UNESCO Platz 1
99423 Weimar
[email protected]
http://www.thueringer-staedte.de/
Altenburg und Gera: http://www.tpthueringen.de/
Arnstadt: http://www.theater-arnstadt.de/
Eisenach: http://www.theater-eisenach.de/
Erfurt: http://www.theater-erfurt.de/
Gotha: http://www.ekhof-festival.de/
Jena: http://www.theaterhaus-jena.de/
Nordhausen und Sondershausen: http://www.theater-nordhausen.de/
Meiningen: http://www.das-meininger-theater.de/
Mühlhausen: http://3k-theaterwerkstatt.de/
Rudolstadt: http://www.theater-rudolstadt.de/
Suhl: http://www.suhl-ccs.de/
Weimar: http://www.nationaltheater-weimar.de/
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