Steckbrief - Tierschutz macht Schule

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Steckbrief Straßentaube
Foto © D. Haag-Wackernagel
Straßentaube
Lateinischer Name: Columba livia livia
Durchschnittsgewicht: Mitteleuropa Männchen ca. 350 g
, Weibchen ca.
310 g, je nach Futter, das wir finden, manchmal auch weniger.
Gefiederfärbung und Gefiederzeichnung: sehr unterschiedlich,
abhängig von den Haustaubenrassen von denen wir abstammen. Kopf und
Hals dunkelgrau, Brust mittelgrau zum Bauch hin heller, Halsgefieder mit
grün-violettem metallischem Schiller, Flügelschild mit zwei schwarzen,
nahezu parallel verlaufenden Binden, Schwungfedern dunkelgrau,
Schwanzfedern blaugrau mit schwarzen Querbinden.
Schnabel und Krallen: dunkel
Augen: Die Iris ist orangerot. Blaugrauer, schmaler Augenring.
Lebensraum: Wir Straßentauben stammen von den Felsentauben ab. Sie
brüten im Gebirge und an steilen Meeresküsten. Städte sind aus Steinen
erbaut. Sie erinnern uns daran. Deshalb fühlen wir dort wie zuhause. Wir
Straßentauben sind verwilderte Haustauben. Die Nähe von Menschen gibt
uns Unterkunft (auf den Dächern) und Futter (meist die Abfälle der Stadt).
Nahrung: Wir sind Körnerfresser zum Beispiel Wildkräutersamen, aber
auch Körner, die nach der Ernte am Feld liegenbleiben. In der Stadt
fressen wir auch Nahrungsreste, die auf der Straße als Müll liegen.
Problemfall „Tauben füttern in der Stadt“:
Manche Menschen füttern uns, weil sie uns helfen wollen. Das ist nicht
gut, weil wir uns dann stark vermehren. Wir können das ganze Jahr über
Eier legen. (siehe Brut) Dadurch vermehren wir uns sehr schnell. Je mehr
Tauben es gibt, desto größer wird unsere Konkurrenz um Brutplätze und
Futter. So kommt es vor, dass wir uns gegenseitig schwer verletzen.
Parasiten und damit Krankheiten befallen uns schneller, wenn viele
Tauben auf engem Raum leben. Außerdem ist Brot kein geeignetes Futter
für uns. Eine Taube produziert im Jahr bis zu 12 Kilogramm Kot an ihrem
Schlafplätzen auf Dachböden oder Fassaden. Durch den Kot wird das
Mauerwerk der Häuser geschädigt. Mit Hilfe von Stacheln (Spikes) oder
Netzen werden Mauern vor Tauben geschützt. Wenn es schon sehr viele
Tauben gibt, brüten wir sogar zwischen den Stacheln. Das sind keine
schönen Plätze für junge Tauben. Bitte sag es weiter: Wenn es weniger
Tauben gibt, haben diese viel bessere Lebensbedingungen. Deshalb
füttern echte TierfreundInnen keine Tauben!
Geschlechtsreife: Täubinnen frühestens 4,5 Monate, Täuber 5,5 Monate
Fruchtbarkeit: Abnahme nach dem 5. Lebensjahr
Brut: ganzjährig, abhängig vom Nahrungsangebot, normalerweise 2 Eier,
Bebrütung 17,5 Tage, Nestlingszeit bis zum Ausfliegen ca. 30 Tage,
jährlicher Fortpflanzungserfolg bis 12 Junge pro Paar, normalerweise ca. 2
Junge pro Paar und Jahr.
Wichtigste Feinde: Mensch, Steinmarder, Wanderratte, Hausmaus,
Rabenkrähe, Möwen, Wanderfalke, Habicht, Weibchen des Sperbers,
größere Eulen
Lebenserwartung in der Stadt: durchschnittlich 2,3 Jahre, Maximalalter
bis 14 Jahre.
Verfasser des Steckbriefs:
Prof. Dr. Daniel Haag-Wackernagel, Departement Biomedizin,
Anatomisches Institut der Universität Basel
Adaption: Mag. Daniela Lipka, Verein „Tierschutz macht Schule“
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