Altbaumodernisierung in Düsseldorf - Klima-Log

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Altbaumodernisierung in Düsseldorf
Wohnqualität erhöhen
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
3
1. Altbaumodernisierung – 10 gute Gründe
4
2. Der Düsseldorfer Heizspiegel und Heizenergie-Check
6
3. Altbaumodernisierung optimieren
12
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
12
4.1 Dämmung des Daches
16
4.2 Dämmung der Außenwand
22
4.3 Dämmung der Kellerdecke
23
4.4 Die Bedeutung von Wärmebrücken
24
4.5 Dämmstoffe im Vergleich
27
4.6 Heizkostenersparnis durch richtiges Dämmen
28
4.7 Erneuerung der Fenster
32
4.8 Richtig Heizen und Lüften,
Schimmelpilze vermeiden
38
5. Gründach
43
6. Erneuerung der Heizung
56
7. Förderung und Finanzierung
59
8. Rechtsgrundlagen
61
9. Energiepass
66
10. Beratung hilft weiter: Die Serviceagentur Altbausanierung (SAGA)
70
11. Glossar
Vorwort
Zum Gruß
Schulen am Öko-Audit teil. Im Rahmen des
Masterplans werden die Heizungsanlagen von
Schulen modernisiert, Dächer und Fassaden gedämmt sowie Fenster erneuert.
2
Düsseldorf ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Als Bürgerin und Bürger können Sie mitwirken, dass es so bleibt. In unserer Stadt gibt
es rund 67.000 Wohngebäude mit etwa 326.000
Wohnungen. 80 % dieser Wohngebäude wurden
vor Inkrafttreten der 1. Wärmeschutzverordnung 1978 erbaut, also aus heutiger Sicht ohne
ausreichende Wärmedämmung und mit unzeitgemäßer Heiztechnik. Durch eine energetische
Sanierung werden sowohl der Wohnkomfort als
auch die Betriebskosten und somit die Vermietbarkeit dieser Altbauten erheblich verbessert.
Der Heizenergieverbrauch kann deutlich gesenkt
werden, womit auch die Entstehung des klimaschädigenden Treibhausgases Kohlenstoffdioxid
maßgeblich verringert würde.
Die Stadtverwaltung Düsseldorf trägt selbst mit
vielfältigen Maßnahmen zur Energieeinsparung
und zur Senkung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid bei. So gibt es z.B. für Düsseldorfer
Schulen und Kindertagesstätten das Projekt
„Gewinnen mit Energie“. Hierbei lernen die
Kinder, wie man durch bewussteres Verhalten
Energie und Wasser sparen kann. Die Hälfte der
eingesparten Kosten fließen an die Einrichtungen zurück. Außerdem nehmen Düsseldorfer
Mit der vorliegenden Broschüre möchte ich Sie
zur Durchführung einer energetischen Sanierung ermutigen. Sie erhalten wichtige Informationen über die richtige Planung eines solchen
Unternehmens, über mögliche zu treffende
Maßnahmen sowie über Ansprechpartner für die
Umsetzung. Weitergehende Hilfestellung bietet
Ihnen die neu eingerichtete Serviceagentur
Altbausanierung (SAGA) an, eine Einrichtung
der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Stadtwerke Düsseldorf AG und der Verbraucherzentrale
NRW. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der SAGA helfen Ihnen zum Beispiel bei der
Auswahl geeigneter Handwerker und Architekten aus Düsseldorf und Umgebung und halten
Informationen über mögliche finanzielle Förderungen für Sie bereit. Sie sind erreichbar unter
der Telefonnummer 01801 999439 (6 cent
pro Minute, Tarif der Deutschen Telekom) und
auf der Internetseite www.saga-duesseldorf.de.
Nutzen Sie diese Informationsquellen und
Dienstleistungen Ihrer Stadtverwaltung, um Ihre
Energiekosten zu senken, Ihre Wohnqualität in
Düsseldorf zu verbessern, die lokale Wirtschaft
zu stärken und das Klima zu schützen.
Joachim Erwin
Oberbürgermeister
1. Altbausanierung – 10 gute Gründe
Altbaumodernisierung – 10 gute Gründe
Als Besitzer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses kommen auf Sie früher oder später die unterschiedlichsten Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zu. Dieses ist der beste Zeitpunkt, Energie einsparende Maßnahmen zu berücksichtigen, denn eine energetische Sanierung kann kostengünstig durchgeführt werden, z.B. durch die Nutzung desselben Gerüstes für die Außendämmung
bei sowieso anstehenden Fassadenarbeiten oder bei kompletter Umrüstung der Heizungsanlage bei
einer notwendigen Heizkesselerneuerung.
Es gibt 10 gute Gründe, einen Altbau insbesondere in energetischer Hinsicht zu sanieren:
Durch Energiesparmaßnahmen senken Sie
Ihre Heizkosten und machen sich langfristig unabhängig von Energiepreissteigerungen.
Der Wert Ihres Hauses im Falle eines Verkaufs steigt durch den zeitgemäß geringen
Energieverbrauch.
Sie schützen die Bausubstanz Ihres Hauses
vor Feuchtigkeit und Schimmelpilz.
Sie schaffen ein angenehmes Wohnklima
und hohen Wohnkomfort, insbesondere bei
gleichzeitiger Berücksichtigung von Lärm
mindernden Maßnahmen.
Hierdurch können Sie Ihr Haus oder einzelne Wohnungen leichter dauerhaft vermieten.
Sie können die Optik Ihres Hauses durch
interessante Profilierungs- und Gestaltungsmöglichkeiten von Dämmstoffen
aufwerten.
Sie leisten mit der energetischen Sanierung
Ihres Altbaus einen persönlichen Beitrag
zum Klimaschutz.
In ohnehin anstehende Modernisierungsmaßnahmen und Schönheitsreparaturen
lässt sich eine energetische Sanierung wesentlich kostengünstiger und mit geringerem Aufwand integrieren, als dieses bei
einer nachträglichen Sanierung möglich
wäre.
Für die Durchführung der Energiesparmaßnahmen können Sie staatliche Fördergelder beantragen (s. Kapitel 7).
Außerdem bestehen seit Inkrafttreten der
Energieeinsparverordnung (EnEV) auch
bei bestehenden Gebäuden gewisse Nachrüstungspflichten (s. Kapitel 8).
Wenn Sie sich für Energie sparende Maßnahmen
an Ihrem Haus interessieren, erhalten Sie mit der
vorliegenden Broschüre Tipps für die Planung
und Durchführung sowie Hinweise auf Beratungsstellen und ausführende Unternehmen in
Düsseldorf und Umgebung.
3
2. Der Düsseldorfer Heizspiegel + Heizenergie-Check
Düsseldorfer Heizspiegel...
In Wohngebäuden wird viel Energie fürs Heizen
verbraucht. In Deutschland sind das ca. 78 % des
Energieeinsatzes der privaten Haushalte.
4
14 %
5%
2%
1%
78 %
Mit dem Düsseldorfer Heizspiegel wendet sich
die Stadt an Privathaushalte, um den Energieverbrauch von Wohnhäusern miteinander vergleichen zu können. Hierzu wurden die Energieverbräuche von Düsseldorfer Häusern erfasst und
unter Berücksichtigung von Wohngebäudetyp,
Baujahr und Wohnfläche ausgewertet. Ziel des
Heizspiegels ist es, diejenigen Gebäude zu erfassen, die deutlich mehr Energie für Heizung und
Warmwassererzeugung verbrauchen als eigentlich erforderlich wäre und die somit wirtschaftliche Sanierungspotenziale bieten. Dabei sollte es
idealerweise vier Gewinner geben:
Die Mieter:
Durch die Sanierung eines verbrauchsstarken
Hauses sinken die Heizkosten. Selbst nach Umlage der Modernisierungskosten auf die Kaltmiete
reduziert sich die Warmmiete spürbar.
Licht
Kommunikation
Warmwasser
Der Arbeitsmarkt:
Hausgeräte
Heizung
Laut Statistik des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnten in Deutschland
durch Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand 80.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen
werden.
Abb. 01: Energienutzung in privaten Haushalten
Die Eigentümer:
Durch die Sanierung gewinnt die Immobilie an
Wert. Gerade bei den heute ständig steigenden
Nebenkosten fragen viele Mieter nach der Höhe
der Warmmiete.
Die Umwelt:
„Bei der Verwirklichung des CO2-Minderungsziels der Bundesregierung spielt eine möglichst
rasche und umfassende Ausschöpfung der erheblichen Energieeinsparpotenziale im Gebäudebestand eine wichtige Rolle.“ (Klaus Töpfer,
Präsident des UN-Umweltprogramms)
2. Der Düsseldorfer Heizspiegel + Heizenergie-Check
...und Heizenergie-Check
Einen Vergleich des Heizenergieverbrauches Ihres Hauses mit dem Düsseldorfer Durchschnitt
erhalten Sie durch den Heizenergie-Check im
Internet, der aus dem Düsseldorfer Heizspiegel
resultiert. Den Heizenergie-Check finden Sie auf
der Internetseite des Umweltamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf (www.duesseldorf.
de/umweltamt/energie/heizenergie_check).
Zusätzlich können hierbei noch folgende Fragen
geklärt werden:
Sind Ihre Heizkosten zu hoch?
Sind Ihre Heiznebenkosten (Kosten für
Heizungswartung, Schornsteinfeger,
Heizkostenverteilung und Betriebsstrom
der Heizanlage) zu hoch?
Ist der Betriebsstrom zu teuer?
Der Heizenergie-Check kann jedoch keine Energieberatung und kein Gutachten vor Ort ersetzen. Der Check ist nur für Wohngebäude ggf.
mit einer zusätzlichen gewerblichen Nutzung anwendbar. Für Bürogebäude und rein gewerblich
genutzte Gebäude ist er nicht aussagekräftig.
5
3. Altbaumodernisierung optimieren
Altbaumodernisierung optimieren
6
Bevor Sie Sanierungsfirmen beauftragen, sollten
Sie den gesamten Zustand Ihres Hauses von
einem qualifizierten Energieberater feststellen
lassen. Ein Energieberater ist ein unabhängiger
und vom Bundesamt für Wirtschaft zugelassener
Architekt oder Ingenieur. Aber auch ein Handwerker mit einer Zusatzausbildung zum „Gebäudeenergieberater im Handwerk“ kann Ihnen bei
kleineren Maßnahmen weiterhelfen. Die Serviceagentur Altbausanierung (SAGA, s. Kapitel 10)
ist Ihnen bei der Suche nach einem Energieberater gerne behilflich.
Durch die Energieberatung erhalten Sie einen
Überblick über die Qualität der Bausubstanz
und der Heizungsanlage, über Sanierungsmöglichkeiten, Einsparpotenziale, Kosten und Fördermöglichkeiten. Ein Architekt oder Bauingenieur wird außerdem prüfen, ob für Ihr Vorhaben Genehmigungen nach dem Baurecht
einzuholen sind und kann gegebenenfalls die
Antragstellung für Sie übernehmen.
Schon für die Durchführung der Energieberatung können Sie Fördermittel erhalten, Ihr
Energieberater (Architekt oder Bauingenieur)
übernimmt auch hier die Antragstellung.
3. Altbaumodernisierung optimieren
Sanierungsplan
Selbst wenn Sie zunächst nur einzelne Maßnahmen ausführen können, sollten Sie bei umfangreicheren Arbeiten – am besten mit Hilfe eines Energieberaters, Architekten oder Bauingenieurs – einen
langfristigen Sanierungsplan aufstellen, um gegebenenfalls notwendige Vor- oder Folgearbeiten zu
berücksichtigen:
Planen Sie die Dämmung der Außenwände,
sollten Sie überprüfen, ob auch die Fenster
sanierungsbedürftig sind und ihre Erneuerung möglichst zusammen mit der Außenwanddämmung vornehmen lassen. Bei
dem Austausch kann durch die Wahl eines
geeigneten Schallschutzfensters der Wohnwert einer Wohnung zusätzlich erheblich
verbessert werden.
Andererseits kann der Ersatz einer alten
Einfachverglasung bei fehlender oder
mangelhafter Wärmedämmung der Außenwände dazu führen, dass überschüssige
Feuchtigkeit der Raumluft nicht mehr an
den Fensterscheiben, sondern an der kalten
Außenwand kondensiert und dort eventuell zu Schimmelbildung führt. Abhilfe
schafft hier nur die zusätzliche Dämmung
der Außenwand.
Vor der Dämmung der Außenwand können
Heizungsrohre in Mauerschlitze der Außenwand verlegt werden, wenn geplant ist, von
Einzelofenheizungen auf eine Zentralheizung umzustellen. So müssen später in den
Innenräumen keine Stemmarbeiten vorgenommen werden.
Bei der Umstellung von Einzelöfen auf Zentralheizung bietet es sich außerdem an, den
frei werdenden Kamin als Montageschacht
für Heizungs- und ggf. Solarleitungen zu
benutzen.
Wird das Dach gedämmt und neu gedeckt,
sollte der Dachüberstand breit genug gewählt werden, um eine nachträgliche Außenwanddämmung zuzulassen. Auch auf
eine geeignete Regenrohrführung muss geachtet werden. Ist eine Solaranlage geplant,
kann die Anlage gleich in die Dachhaut
integriert werden.
Die Tabelle auf der folgenden Seite zeigt Ihnen,
bei welcher Gelegenheit Sie welche weiteren Arbeiten in Angriff nehmen sollten.
7
Gelegenheiten
Sofort
Fassadenrenovierung
(Anstrich, Putz)
Sanierung von Betonfassaden
Schimmelprobleme,
Feuchteschäden
Mieterwechsel
Wohnungsrenovierung,
Heizkörpererneuerung
Dachausbau
Dacherneuerung
Fenstererneuerung
Heizkesselerneuerung
Schornsteinsanierung
Komfortverbesserung
(z.B. bei alten Einzelöfen)
Asbestsanierung bei alten
Nachtstromspeicheröfen
Umbau auf Zentralheizung
Brennstoff-Wechsel
(z.B. von Öl auf Gas)
Umbau auf Zentralheizung
Brennwertheizung
Bedarfsgerechte Lüftung
Wärmeschutzverglasung,
Lärmschutzfenster
Kellerdeckendämmung
Dämmung oberste
Geschossdecke / Spitzboden
Dachdämmung
Innendämmung
Maßnahmen
8
Außenwanddämmung
3. Altbaumodernisierung optimieren
Sofort
Fassadenrenovierung
(Anstrich, Putz)
Sanierung von Betonfassaden
Schimmelprobleme,
Feuchteschäden
Mieterwechsel
Wohnungsrenovierung,
Heizkörpererneuerung
Dachausbau
Dacherneuerung
Fenstererneuerung
Heizkesselerneuerung
Schornsteinsanierung
Komfortverbesserung
(z.B. bei alten Einzelöfen)
Asbestsanierung bei alten
Nachtstromspeicheröfen
Umbau auf Zentralheizung
Brennstoff-Wechsel
(z.B. von Öl auf Gas)
Solarkollektoranlage
Nachtabschaltung der
Zirkulationspumpe
Isolierung der Heizungs- und
Warmwasserrohre
Gas- oder Fernwärmeanschluss
3. Altbaumodernisierung optimieren
9
Ingenieurbüro
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Architekt AKNW
Staatlich anerkannter Sachverständiger für Schall- und Wärmeschutz
Energieberater (Zulassungs-Nr. 02189/01 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
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(u.a. für das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm)
(z.B. Energieeinsparverordnung und Energiepass)
Beratung
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4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Sanierung vom Dach bis zum Keller
12
Dach
3.000 kWh/a
Fenster
4.700 kWh/a
Wände
10.100 kWh/a
Fenster
2.520 kWh/a
Wände
2.900 kWh/a
Erdreich / Keller
1.764 kWh/a
Erdreich / Keller
714 kWh/a
Abb. 02: Jährliche Wärmeverluste ohne Wärmedämmung (links) und mit Wärmedämmung (rechts)
Bei bestehenden Wohngebäuden wird die Höhe des Heizenergieverbrauchs weitestgehend von den
Wärmeverlusten über die Gebäudehülle, also Dach, Außenwand, Fußboden und Fenster bestimmt.
Durch die Energiediagnose des Energieberaters vor der Sanierung des Gebäudes lässt sich sehr leicht
feststellen, bei welchen Gebäudeteilen die meiste Energie verloren geht. Bei der Energiediagnose wird
der Ist-Zustand des Gebäudes erfasst. Mit Hilfe eines Computerprogramms werden die Verlustanteile der verschiedenen Bauteile berechnet.
4.1 Dämmung des Daches
Ein Grund für hohe Wärmeverluste durch das
Dach ist häufig eine fehlende oder zu dünne
und nicht sorgfältig ausgeführte Dämmung. Bei
Altbauten ist die vorhandene Dämmung oftmals
zusammengesackt und lückenhaft, so dass zum
Teil nur 50 % der ursprünglichen Dämmstoffdicke vorhanden ist. Eine schlechte Dachdämmung
führt dazu, dass der Dachraum im Sommer
überhitzt und im Winter unbehaglich kalt ist.
Dämmung des Dachbodens
Die oberste Geschossdecke bzw. der Spitzboden über dem ausgebauten Wohnbereich kann
besonders einfach und kostengünstig gedämmt
werden:
Ist der Dachboden ungenutzt oder dient er lediglich als Lagerraum, kann er mit einer Dämmschicht ausgelegt werden. Bei plattenförmigen
Dämmstoffen ist eine mehrlagige, versetzte Einbringung des Materials empfehlenswert. Dämmstärken von 20 cm werden empfohlen und lassen
sich problemlos ausführen.
Grafik: www.solarpraxis.de / www.dena.de
Dach
12.120 kWh/a
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmung des Daches
In Holzbalkendecken, die unter den Bodendielen einen Hohlraum von mindestens sechs bis
acht Zentimetern haben, kann loser Dämmstoff
(Perlite, Mineralwolle- oder Zelluloseflocken)
geschüttet oder eingeblasen werden.
Bei ausgebauten Dachgeschossen ist eine ausreichende Dämmung der Spitzbodendecke, der
Dachschrägen, der Giebelwände, der Gauben
sowie der Innenwände zu kalten Dachräumen
oder Treppenhäusern notwendig. Grundsätzlich
sollte auch hier eine Dämmstoffdicke von 20 cm
angestrebt werden. Der Spitzboden und die
Giebelwände können auch durchaus dicker
als 20 cm gedämmt werden, da hier genügend
Raum zur Verfügung steht.
Dämmung der Dachschrägen
Die Dämmung zwischen den Sparren mit einer
Hinterlüftung des Dämmstoffes oberhalb der
Wärmedämmung, also zwischen Dämmstoff
und der gegen Regen und Wind schützenden
Unterspannbahn, ist das am häufigsten ausgeführte Dachdämmverfahren.
Abb. 03: Zwischensparrendämmung
1 Lüftungsebene zwischen Wärmedämmung und
Unterspannbahn
2 Lüftungsebene zwischen Dachziegel und
Unterspannbahn
13
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmung des Daches
Da hier die Dämmstoffstärke durch die Sparrentiefe begrenzt wird, sollte eine Zwischensparrendämmung mit einer Dämmung unter den
Sparren kombiniert werden.
14
Abb. 05: Vollsparrendämmung
2 Lüftungsebene zwischen Dachziegel
und Unterspannbahn
Abb. 04: Kombination aus Zwischensparren- und
Untersparrendämmung
1 Lüftungsebene zwischen Wärmedämmung
und Unterspannbahn
2 Lüftungsebene zwischen Dachziegel
und Unterspannbahn
Um die erforderliche Dämmstoffstärke von
möglichst 20 cm zu erreichen, wird zunehmend
die Vollsparrendämmung eingesetzt. Hierbei
wird die gesamte Sparrentiefe mit Dämmstoff
verfüllt und auf die Hinterlüftung verzichtet.
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmung des Daches
Die Dämmschicht der Dachschrägen muss in jedem Fall nach innen einen luftdichten Abschluss
erhalten, so dass keine feuchte Raumluft in die
Dämmstofflagen eindringen kann. Gebräuchliche Materialien hierfür sind Polyethylenfolien
(PE), beschichtete Kraftpapiere, Holzfaserplatten
oder Aluminiumfolien.
Des Weiteren ist besonderen Wert auf eine windund luftdichte Konstruktion an den Anschlusspunkten z.B. von Dachfenstern, Dachgauben,
Außen- und Giebelwänden sowie Dachdurchdringungen von Schornsteinen zu legen. Undichtigkeiten sorgen für zu hohe Wärmeverluste,
außerdem können an den genannten Stellen bei
unsachgemäßer Ausführung Wärmebrücken
entstehen.
Bei Dachneueindeckungen kann durch eine
Aufdopplung der Sparren eine ausreichend dicke
Zwischensparrendämmung erreicht werden. Alternativ wird die Kombination einer vorhandenen Vollsparrendämmung mit einer Dämmung
auf den Sparren möglich.
Abb. 06: Aufsparrendämmung
2 Lüftungsebene zwischen Dachziegel
und Unterspannbahn
Wird bei einer Sanierung der gesamte Dachstuhl
neu aufgebaut, sollte für eine Vollsparrendämmung direkt eine optimale Sparrenstärke von
25 cm gewählt werden.
15
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmung der Außenwand
4.2 Dämmung der Außenwand
16
Aufgrund ihres hohen Flächenanteils gehen im Durchschnitt 30 %
des jährlichen Heizenergieverbrauchs durch die Außenwände verloren. Ungedämmte oder schlecht gedämmte Außenwände sind oftmals eine Ursache für ein unbehagliches Wohnklima und zusammen
mit anderen Faktoren für Feuchteschäden und Schimmelbildung in
Raumecken.
Mit einer Thermografieaufnahme lassen sich Wärmeverluste an
Fassaden durch ungenügend gedämmte Flächen oder Wärmebrücken besonders gut verdeutlichen. Durchgeführt wird sie z.B. von den
Stadtwerken Düsseldorf AG oder der Verbraucherzentrale NRW.
Durch sorgfältige nachträgliche Wärmedämmung können die Energieverluste durch die Außenwände um mindestens 75 % reduziert
werden.
Für die nachträgliche Außenwanddämmung kommen in Frage:
das Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
die hinterlüftete Vorhangfassade
die Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk
die Innendämmung
die transparente Wärmedämmung
Es ist nicht ausreichend, lediglich einen Dämmputz auf die Außenwand aufzubringen. Seine Dicke ist auf 6 cm begrenzt und die
Dämmwirkung des Materials ist bei gleicher Schichtdicke etwa nur
halb so groß wie bei einem ausgewiesenen Dämmstoff.
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Thermografieaufnahmen
17
Abb. 07: Die Thermografie eines Altbaus aus den 50er-Jahren zeigt vor
der Modernisierung hohe Energieverluste (grün-gelb-rot)
Abb. 08: Die Thermografie zeigt nach der Modernisierung durch Wärmedämmung und Wärmeschutzglas geringe Energieverluste (blau-violett).
Nutzerbedingte Verluste zeigen sich bei gekippten Fenstern (rote
Streifen)
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmung der Außenwand
4.2.1 Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
18
Nach dem heutigen Stand der Technik wird der
Wärmeschutz von Außenwänden im wesentlichen durch außenseitig angebrachte Wärmedämmverbundsysteme erreicht.
Die Komponenten eines solchen Systems sind
vom jeweiligen Hersteller so aufeinander abgestimmt, dass eine Kombination verschiedener
Systeme unzulässig ist.
Wand
wird, mit wählbarer Körnung und Struktur zur
Gestaltung der Oberfläche schließt das Verbundsystem ab.
Sie können eine gedämmte Fassade mit vorgefertigten Fassadenprofilen, z.B. Stuckteilen aus Polystyrol oder Altglas, Bossenplatten mit fertiger
Nutausbildung, sowie durch farbliches Absetzen
einzelner Fassadenteile oder -elemente gestalten.
Besondere Akzente können Sie mit Flachverblendern zur Sichtmauerwerksgestaltung setzen,
ebenso mit keramischen Fliesen.
Bei Gebäuden mit erhaltenswerten Sichtmauerfassaden können die Gebäuderückseiten oder
freistehenden Giebelseiten mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen werden.
Dieses ist besonders zur gleichzeitigen Sanierung
von Rissen in der Fassade geeignet, da rissbildende Bewegungen im Mauerwerk vom Dämmstoff
aufgenommen werden.
Putz
Putzträger
Dämmung
Abb. 09: Wärmedämmverbundsystem
Ein Wärmedämmverbundsystem besteht aus
drei Schichten. Am gebräuchlichsten sind schwer
entflammbare Polystyrol-Hartschaumplatten
oder nicht brennbare Mineralfaserplatten, welche mit dem Untergrund fest verbunden werden,
als Dämmschicht. Wenn Sie sich für ein Verbundsystem mit Mineralfaserplatten entscheiden, können Sie gleichzeitig die Schalldämmung
der Außenwand um etwa 5 dB verbessern. Auf
die Wärmedämmung wird eine armierte Kunststoffspachtelmasse oder eine ebenfalls armierte mineralisch gebundene Spachtelmasse als
Putzträger aufgetragen. Eine Putzschicht, die in
der Regel vom Systemhersteller schon eingefärbt
Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Außendämmung ist ein ausreichender Dachüberstand.
Um Wärmebrücken zu vermeiden, sollten auch
die Fensterlaibungen und der Kellersockel – bis
über die Fußbodenplatte – gedämmt werden
(Perimeterdämmung). Die Bauausführung sollte
erfahrenen Handwerkern übertragen werden.
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmung der Außenwand
4.2.2 Hinterlüftete Vorhangfassade
Dämmung
Lattung
Konterlattung
In den Nachkriegsjahren wurde bei Bau und
Sanierung von Mehrfamilienhäusern oft eine
Vorhangfassade verwendet. Sie diente als Witterungsschutz. Auch zur repräsentativen Gestaltung wurde und wird die Vorhangfassade eingesetzt, da sie vielfältige interessante Möglichkeiten
hierzu bietet.
Die hinterlüftete Vorhangfassade besteht aus
vier Komponenten. Die Unterkonstruktion aus
Holz oder Aluminium wird als Lattung und
Konterlattung an der Außenwand befestigt. In
die Zwischenräume der Unterkonstruktion wird
der Dämmstoff eingebracht. In Frage kommen
einerseits Mineralfaserdämmplatten, welche
gleichzeitig schallschluckend wirken, sowie
andererseits Polystyrolplatten, Korkplatten und
Polyurethanplatten, welche ausschließlich wärmedämmende Eigenschaften haben. Die Wärmedämmung wird so eingefügt, dass ein von
Außenluft durchstömter Luftspalt von ca. 4 cm
entsteht. Dieser verbessert den Schallschutz
ebenfalls und verhindert einen Feuchtetransport
von der Wandaußenfläche in das Wandinnere.
Schließlich wird auf die Unterkonstruktion die
Außenverkleidung angebracht, welche aus Holz,
eloxiertem Aluminiumblech, lackiertem Stahlblech, Faserzement-, Ziegel- oder Schieferplatten, keramischen Platten oder Steinplatten aus
Marmor bestehen kann.
Bei der Anbringung der Unterkonstruktion
und bei dem Anschluss der Wärmedämmung an
Fenster und Türen besteht die Gefahr, dass sich
Wärmebrücken bilden, daher müssen die Arbeiten von einem erfahrenen Handwerker ausgeführt werden.
19
Holzverschalung
Hinterlüftung
Wand
Abb. 10: Vorhangfassade
4.2.3 Kerndämmung von zweischaligem
Mauerwerk
Bei der nachträglichen Kerndämmung wird der
innerhalb einer zweischaligen Außenwand bestehende Hohlraum mit einem geeigneten Dämmmaterial verfüllt. Der Hohlraum sollte durchgehend sein, d.h. vom Fußpunkt (Sockel) bis zur
Traufe eines Gebäudes in einer gleichbleibenden
Dicke von etwa 4 – 8 cm durchgängig vorhanden
sein.
Durch eine zugelassene Fachfirma erfolgt eine
sorgfältige Sichtkontrolle der Hohlräume mittels
eines Technoskops durch Bohrungen in den
Fugen des äußeren Verblendmauerwerks. Überprüft wird die Durchgängigkeit des Hohlraumes,
Zahl und Zustand der vorhandenen Maueranker, das Vorhandensein von Mörtelresten und
Bauschutt insbesondere im Fußpunkt und der
Zustand der Mörtelfugen der Außenwand. Die
Materialien für eine Kerndämmung müssen
bauaufsichtlich zugelassen sein. Die Zulassung
umfasst auch das von der Fachfirma anzuwendende Verarbeitungsverfahren. Die zugelassenen
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmung der Außenwand
Materialien sind wasserabweisend (hydrophobiert) gemacht. Als Materialien kommen Mineralfaserflocken oder Perlite-Granulat in Frage.
20
Das Dämmmaterial wird im Einblasverfahren in
den Hohlraum gefüllt. Das Material wird durch
kleine Bohrungen von einem Meter Abstand
eingeblasen. Nach Verfüllung der Bohrungen
bleiben keine sichtbaren Veränderungen der
Fassaden.
Ziegel
Putz
Luft-/Dämmschicht
Vormauerziegel
4.2.4
Innendämmung
Grundsätzlich sollten Außenwände an der
Außenseite gedämmt werden. So können die
Wärmeverluste durch Wärmebrücken z.B. an
Deckenabschlüssen und Heizungsnischen minimiert werden. Es gibt allerdings auch Gebäude,
deren Außenwände nicht von außen gedämmt
werden können oder sollen, da die Fassade erhalten bleiben soll (Sichtfachwerk, Sichtmauerwerk
etc.) oder weil das Gebäude oder die Fassade
unter Denkmalschutz stehen. Oftmals weisen
gerade diese Fassaden aus dünnem Fachwerk
oder stark wärmeleitenden Vollziegeln einen
schlechten Wärmeschutz auf. Wärmeschutz und
Wohnbehaglichkeit können hier durch eine Innendämmung erheblich verbessert werden. Der
Wärmeverlust durch die Wand kann um mehr
als 60 % verringert werden.
Eine Innendämmung kann außerdem Schimmelpilzbefall verhindern: Durch die Dämmung
wird die Oberflächentemperatur auf der Innenoberfläche der Außenwand soweit erhöht, dass
keine Raumluft mehr an den vormals kalten
Flächen kondensiert.
Abb. 11: Kerndämmung
Für die Innendämmung wird eine Tragkonstruktion, meist eine Holzlattung, an der Wand befestigt und dazwischen der Dämmstoff in einer
Stärke von 6 bis 8 cm eingebracht. Zur Innenverkleidung können Profilbretter, Gipsfaser- oder
Gipskartonplatten verwendet werden.
Unsachgemäße Innendämmung kann erhebliche
Bauschäden durch Feuchtigkeit verursachen.
Je nach verwendetem Dämmmaterial und Außenwandaufbau ist zwischen Dämmschicht und
Verkleidung eine Dampfsperre vorzusehen, diese
besteht meist aus 0,2 – 0,3 mm starken Polyethylenfolien.
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmung der Außenwand
Es werden auch Verbundplatten mit integrierter
Dampfsperre angeboten, bei denen die Deckplatte bereits mit dem Dämmstoff verklebt ist.
Eine weitere Alternative bieten sogenannte kapillaraktive Dämmmaterialien aus Calziumsilikat oder Lehm. Diese Materialien geben
Feuchtigkeit ohne Schäden in den Innenraum
zurück und dürfen daher keine Dampfsperre
enthalten.
Wichtig für eine sachgemäße Innenraumdämmung ist die Auswahl und Bemessung der Komponenten sowie ihre Abstimmung aufeinander
und auf den Außenwandaufbau. Lassen Sie sich
unbedingt von einem Fachmann beraten und im
besten Fall eine Wasserdampfdiffusions-Berechnung vorlegen, welche die Unbedenklichkeit der
Maßnahme nachweist.
Innenverkleidung
Dampfsperre
Innenwand
Außenwand
Abb. 12: Innendämmung
21
Abb. 13: Schimmelpilzbildung
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Innendämmung und Dämmung des Kellers
Folgende Punkte sind bei der Ausführung
der Innendämmung unbedingt zu beachten:
22
An den Kontaktstellen von Außen- und
Innenwänden sowie von Außenwänden
und Geschossdecken muss die Dämmung
mit einem etwa 50 cm breiten Dämmstreifen oder Dämmkeil in den Raum hinein
geführt werden. Dämmkeile oder -streifen
müssen unter Umständen ebenfalls durch
eine Dampfsperre gegen Tauwasserausfall
gesichert werden.
Fenster- und Außentürlaibungen sind auf
jeden Fall in die Innendämmung einzubeziehen.
Für in der Außenwand liegende Kaltwasseroder Heizungsrohre besteht Frostgefahr, da
die Wand nicht mehr von innen „beheizt“
wird. Die Rohre sollten entweder ausreichend wärmeisoliert oder innen, innerhalb
der Fußleisten, verlegt werden.
Verwenden Sie keine Dämmtapeten!
Sie sind als Wärmeschutz zu dünn. Es besteht Schimmelgefahr.
4.2.5 Transparente Wärmedämmung
Die transparente Wärmedämmung ist derzeit
noch wesentlich teurer als die bereits genannten
Verfahren, dafür handelt es sich hierbei gleichzeitig um eine solare Raumheizung: Durchsichtige Röhren oder Kapillaren vor einer schwarzen
Schicht fangen hierbei die Sonnenenergie ein.
Die dahinter liegende massive Wand nimmt die
entstehende Wärme auf und gibt sie zeitverzögert als angenehme Strahlungswärme in den
Innenraum ab – wenn die Sonne schon untergegangen ist. Voraussetzung hierfür ist eine hohe
Wärmespeicherkapazität der Außenwand, dieses
ist bei Wänden aus Mauerwerk oder Beton gewährleistet.
4.3 Dämmung der Kellerdecke
Spätestens beim Spielen mit Kleinkindern auf
dem Wohnzimmerfußboden fällt im Erdgeschoss
von schlecht gedämmten Gebäuden die Fußkälte
auf. Weil die Kellerdecke häufig gar nicht oder
nur gering gegenüber dem nicht beheizten Keller
gedämmt ist, entstehen relativ niedrige Temperaturen an der Fußbodenoberfläche. Eine Kellerdeckendämmung kann hier Abhilfe schaffen. Die
einfachste Art der nachträglichen Wärmedämmung von ebenen Massivdecken ist das Ankleben oder Andübeln von Dämmstoffplatten an
der Unterseite der Kellerdecke.
Die Dämmstoffdicke richtet sich häufig nach der
Raumhöhe im Keller. Falls die Stehhöhe ausreicht, sollten 8 bis 12 cm Dämmstoff eingeplant
werden. Installationsleitungen (Wasser, Heizung,
Elektrik) bedürfen einer besonderen Beachtung.
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Wärmebrücken
Es besteht auch die Möglichkeit, erst eine Unterkonstruktion mit Verkleidung einzubauen
und nachträglich den Hohlraum mit Dämmstoff
ausblasen zu lassen. Dieses Verfahren bietet sich
bei Kellerdecken mit ungerader oder unebener
Unterseite (Kappen- oder Gewölbedecken) an.
Wird eine Kellerdecke zusammen mit einer
Außenwand gedämmt, so sollte die Außenwanddämmung bis unter das Kellerdeckenniveau
heruntergezogen werden (so genannte Perimeterdämmung mit wasserabweisenden Platten),
um Wärmebrücken zu vermeiden. Insbesondere
bei durchgehenden Kellerdecken aus Beton besteht ansonsten die Gefahr von Bauschäden und
Schimmelbildung.
Ein beheizter Keller sollte an den Innenwänden und – um kostspielige Aushubarbeiten zu
vermeiden – am Boden gedämmt werden. Bei
feuchten Kellern allerdings sollte wiederum eine
Perimeterdämmung durchgeführt werden.
Wärmebrücken führen zu zusätzlichen Wärmeverlusten und bewirken außerdem eine niedrigere Oberflächentemperatur des Bauteils auf der
Rauminnenseite. An besonders kalten Stellen
kann im Winter Feuchtigkeit aus der Raumluft
kondensieren und auf Dauer zu Schimmelbildung führen. Die Sporen der Schimmelpilze
können Allergien verursachen. Auf organischen
Baustoffen wie Holz können sich zudem holzzerstörende Pilze ansiedeln.
Schwachpunkte bei Außenwänden von Altbauten sind oft:
Innenwand- und Deckenanschlüsse,
Außenecken,
Heizkörpernischen,
Fenster- und Türanschlüsse,
Rollladenkästen,
4.4 Die Bedeutung von Wärmebrücken
Wärmebrücken am Gebäude (oft auch Kältebrücken genannt) sind Stellen mit einer erhöhten Wärmeleitung in den Außenbauteilen. Die
hohe Wärmeleitung wird entweder durch eine
hohe Wärmeleitfähigkeit des Baustoffes, etwa
bei ungedämmten Stahlbetondecken, -stürzen
oder -stützen, die innen und außen frei liegen,
verursacht, oder durch eine auf der Außenseite
wesentlich größere Oberfläche als auf der Innenseite, z.B. eine auskragende Balkonplatte oder
eine Gebäudeecke.
auskragende Bauteile wie Balkone.
Es ist wichtig, solche Wärmebrücken zu erkennen, z.B. mittels Thermografie, und sie durch
gezielte Dämmmaßnahmen soweit wie möglich
zu beseitigen.
23
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmstoffe
4.5 Dämmstoffe im Vergleich
Für die Wärmedämmung von Gebäuden stehen verschiedene Dämmstoffe zur Verfügung, die für
unterschiedliche Anwendungen zum Einsatz kommen.
24
Matten und Filze
Mineralische Dämmstoffe
Platten
Schüttungen
Perliteplatten
Schaumglas
Kalzium-Silikatplatten
Mineralschaumplatten
Perliteschüttungen
Expandierter Glimmerschiefer
Künstliche
Mineralfaserflocken
Mineralisch-synthetische
Dämmstoffe
(Glaswolle, Steinwolle)
Künstliche
Mineralfasern
Künstliche
Mineralfaserplatten
Synthetische Dämmstoffe
Polyestervlies
Polyestervlies
Polyurethanschaumplatten (PUR, PIR)
Polystyrolplatten (EPS, XPS)
Pflanzliche Dämmstoffe
Kokosfasern
Baumwolle
Flachs
Hanf
Korkplatten
Schilfrohrplatten
Holzfaserdämmplatten
Zellulosedämmstoff
Baumwollflocken
Holzspäne
Holzfasern
Zellulosedämmstoffflocken
Animalische Dämmstoffe
Schafwolle
Strohplatten
Schilfrohrplatten
Holzwolle-Faserplatten
Holzwolle-Leichtbauplatten
Blähton
Sonstige Dämmstoffe
Tab. 01: Dämmstoffübersicht
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmstoffe
25
Bei der Auswahl der Dämmstoffe können verschiedene Kriterien berücksichtigt werden.
Pflanzliche, tierische und einige mineralische
Dämmstoffe weisen beispielsweise die niedrigsten Primärenergieeinsätze bei der Herstellung
auf. Sie können nach ihrer Nutzung auch wieder
problemlos in das Ökosystem eingegliedert
werden. Dagegen sind vollsynthetische Dämmstoffe besonders preiswert, jedoch häufig sowohl
bei der Herstellung energieintensiv als auch bei
der Entsorgung problematisch.
Je nach Einsatzgebiet und Art des Bauvorhabens
sind entweder nicht brennbare (Kennzeichnung
A), schwer entflammbare (B1) oder höchstens
normal entflammbare (B2) Dämmstoffe zu verwenden.
Um eine gute Dämmwirkung zu erreichen, sollte
das Material eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit ist, desto dünner kann die Dämmschicht
sein im Vergleich zu Materialien mit höherer
Wärmeleitfähigkeit. Die Dämmstoffe sind in
Wärmeleitgruppen eingeteilt. Zum Erreichen
der hohen Wärmeschutzanforderungen sollten
Materialien ausgewählt werden, die in der Wärmeleitgruppe von 040 oder niedriger sind, d.h.
deren Wärmeleitfähigkeit höchstens 0,040 Watt
pro Meter und Kelvin (W/(mK)) beträgt.
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Dämmstoffeigenschaften
Die folgende Tabelle zeigt die Eigenschaften und Wärmeleitfähigkeiten einiger der gebräuchlichsten
Dämmstoffe:
26
Dämmstoff
Eigenschaften
Wärmeleitfähigkeit
W/(mK))
Blähton (feinporige, feste Tonperlen)
Nicht brennbar
0,08 – 0,2
Perlite (aufgeblähtes Lavagestein)
Nicht brennbar
0,045 – 0,06
Zellulosedämmstoffflocken oder
-platten (aus zerfasertem Altpapier)
• Beständig gegen Schimmel und Ungeziefer
• Normal entflammbar
0,045
Flachs
Normal entflammbar
0,035 – 0,045
Hanf
Normal entflammbar
0,045 – 0,07
Schilf
Normal entflammbar
0,055 – 0,075
Stroh
Normal entflammbar
0,09 – 0,13
Baumwolle
Normal entflammbar
0,04
Schafwolle
Normal entflammbar
0,035 – 0,045
Polystyrol (PS)
Partikelschaumplatten
• Druckfest
• Beständig gegen Fäulnis, Schimmel und Ungeziefer
• Schwer entflammbar
0,035 – 0,040
Polystyrol (PS)
Extruderschaumplatten
• Druckbelastbar
• Unempfindlich gegen Feuchte, Fäulnis, Schimmel und
Ungeziefer
• Schwer entflammbar
0,025 – 0,040
Polyurethan (PU)
Hartschaumplatten
• Druckfest
• Unempfindlich gegen Feuchte, Fäulnis, Schimmel und
Ungeziefer
• Schwer entflammbar
0,025 – 0,035
Holzfaserdämmplatten
(aus Resthölzern bzw. Abfall aus
Sägewerken mit Bindemittel und ggfs.
Füllstoffen)
Normal oder schwer entflammbar, je nach Herstellung
0,05 – 0,06
Holzwolle-Leichtbauplatte
Schwer entflammbar
0,09
Korkdämmplatten
(aus geblähtem Korkschrot mit korkeigenen Harzen oder Bindemitteln)
Normal entflammbar
0,045 – 0,055
Mineralfaserdämmplatten, -matten
oder -filze
(Stein- oder Glasfaser mit Kunstharz
gebunden)
• Schalldämmend
• Beständig gegen Fäulnis, Schimmel und Ungeziefer
• Nicht brennbar
0,035 – 0,040
Schaumglas
(geschäumte Platten aus Silikatglas)
• Extrem druckfest und formbeständig
• Nicht brennbar
Hartschaumplatten
0,045 – 0,055
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Effekte der Dämmung
4.6 Heizkostenersparnis durch richtiges Dämmen
Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele für Heizkostenersparnisse nach zusätzlicher Dämmung
von vorhandenen Außenwänden und Dächern.
Für die Berechnung der Heizkosten wurde ein Erdgaspreis von 4,4 Cent je Kilowattstunde und ein
Nutzungsgrad des Heizkessels von 85 % zugrunde gelegt.
Außerdem wurde von einem Dämmstoff der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040 ausgegangen.
Vorhandene Außenwände
Wandbaumaterial
Mit verbesserter Dämmung
Aussenwanddicke
ohne Putz (cm)
Naturstein
Stahlbeton
Fachwerk
45
40
12
Naturstein
Vollziegel
Kalksand-Vollstein
80
25
24
Vollziegel
Leichtbeton
Stahlbeton
+ 2,5 cm Holzwolle-Leichtbauplatte
38
24
24
21,5
Hochlochziegel
Leichtbeton- Hochblockstein
Leichtziegel
36,5
30
24
Jährliche Heizkosten
(€/m2Jahr)
Zusätzliche
Dämmschicht (cm)
Heizkosteneinsparung (%)
12,5
8
10
12
15
85
88
89
91
8,70
8
10
12
15
80
83
86
88
7,85
8
10
12
15
78
82
84
87
5,20
8
10
12
15
70
75
78
82
Vorhandene Dächer
Beschreibung
Leichtes geneigtes Dach,
„Dämmung“ mittels HolzwolleLeichtbauplatte
Leichtes geneigtes Dach mit
ungenügender Zwischensparrendämmung
Mit verbesserter Dämmung
Jährliche Heizkosten
(€/m2Jahr)
Zusätzliche
Dämmschicht (cm)
Heizkosteneinsparung (%)
7,60
12
18
Zwischensparrendämmung
85
89
3,95
10
16
Untersparrendämmung
71
79
27
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Die Fenster
4.7 Erneuerung der Fenster
28
Fenster stellen in Altbauten häufig den größten Schwachpunkt der Außenhülle dar, da sie bei den
meisten Gebäuden den geringsten Wärme- und Schallschutz bieten. Meist sind Isolier- oder Einfachverglasung in Altbauten vorzufinden. Bei allen anstehenden Sanierungen sollte jedoch Wärmeschutzverglasung und an stark befahrenden Straßen oder anderen stark störenden Lärmquellen
Schallschutzfenster eingesetzt werden.
Die Energieeinsparverordnung EnEV berücksichtigt die Energieverluste über die Verglasung
(Ug-Wert), den Fensterrahmen (Uf -Wert) und das gesamte Fenster (Uw-Wert) mit jeweils eigenen
Werten. Bei erstmaligem Einbau, Ersatz oder Erneuerung von Fenstern, Fenstertüren und Dachflächenfenstern muss gemäß EnEV ein Uw-Wert für das Fenster von 1,7 W/m²K eingehalten werden.
Wird nur das Fensterglas erneuert, ist ein Ug-Wert von 1,5 W/m²K einzuhalten.
Das Glas
Wenn neue Fenster eingebaut werden, handelt
es sich in der Regel um Zwei-Scheiben-Wärmeschutzglas. Hatte das früher verwendete ZweiScheiben-Isolierglas den Wärmeverlust gegenüber einer Einscheibenverglasung bereits halbiert, so reduziert das Wärmeschutzglas den
Wärmeverlust nochmals um die Hälfte.
Gewicht und Abmessung sind mit dem herkömmlichen Isolierglas vergleichbar, das Glas
lässt sich ohne Probleme auch in vorhandene
Fensterrahmen einbauen. Für die Dämmeigenschaften sorgt eine nicht sichtbare Metallbedampfung auf der raumseitigen Scheibe sowie
eine Edelgasfüllung im Scheibenzwischenraum.
Eine weitere Halbierung des Energieverlustes
wird mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzglas erreicht. Südlich orientierte Fenster werden zu Solarkollektoren: Die Sonneneinstrahlung ist in der
Heizperiode höher als der Wärmeverlust. Mit
zunehmendem Wärmedämmwert steigt auch
die Oberflächentemperatur der Innenscheibe im
Winter, dies führt zu einer erheblich verbesserten Wohnqualität.
Hohe Ansprüche an Wohnkomfort können mit
Multifunktionsgläsern befriedigt werden. Sie vereinen z.B.
Wärmeschutz (Ug=1,0 W/m²K)
Sicherheit (durchwurfhemmend)
Lärmschutz (ab Schutzklasse 3).
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Die Fenster
Ug-Wert kWh/m²K
(nur Glas)
Bezeichnung
1-Scheibenglas
Oberflächentemperatur
der Scheibe (bei -10 °C)
5,6
- 1 °C
2-Scheiben-Isolierglas
2,9 – 3,1
+ 8,4 °C
2-Scheiben Wärmeschutzglas
1,1 – 1,6
+ 13,8 – 15,5 °C
3-Scheiben Wärmeschutzglas
0,4 – 0,8
+ 16,8 – 17,3 °C
Tab. 02: Oberflächentemperatur der Scheibe
– 10 °C
Außen
– 1 °C
Innen
– 10 °C
Außen
Abb. 14: Einfachverglasung
Rahmenmaterial
+ 16 °C
Innen
Abb. 15: Wärmeschutzglas
Uf -Wert W/(m²K)
(nur Rahmen)
Oberflächentemperatur
bei -10 °C
Holz
1,4 – 1,8
14,8 °C
Kunststoff
PVC
PUR Integralschaum
1,4 – 2,8
1,7 – 2,1
+ 12 – 15 °C
+ 12 – 17 °C
Aluminium
ohne Isoliersteg
mit Isoliersteg
5,8
1,5 – 4,9
+ 2,8 – 3,5 °C
+ 6,9 – 8,6 °C
Tab. 03: Oberflächentemperatur des Rahmens
Der Rahmen
Bei Fenstern entscheidet
auch das Rahmenmaterial
über die Energieeinsparung.
15 bis 35 % der Fensteröffnung entfallen bei Wohngebäuden auf den Rahmen.
Die Wärmedämmqualität
von Rahmenmaterialien ist
sehr unterschiedlich. Holzoder Kunststofffenster geben meist weniger Energie
nach außen ab als Rahmen
aus Metall.
Aus ökologischer Sicht sind
Holzfenster aus heimischer
Forstwirtschaft die empfehlenswerteste Lösung. Sie
zeigen die günstigste Ökobilanz von der Herstellung bis
zur Entsorgung, brauchen
allerdings auch regelmäßige
Pflege. Hierdurch wird ihre
durchschnittliche Lebensdauer von 40 auf 80 Jahre
verlängert.
Einige Hersteller in Deutschland bieten Holzrahmen
mit dem FSC-Siegel an.
Dieses Siegel gewährleistet
eine ökologische und sozial
verträgliche Nutzung der
Wälder und wird auch für
die witterungsbeständigeren
Tropenhölzer vergeben.
29
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Grafiken: www.solarpraxis.de / www.dena.de
Die Fenster
Fenster
30
Laibungsdämmung
außen
Außendämmung
Fenster in der
Wand ohne
Wärmedämmung
Außendämmung
Fenster mit
Außenwand- und
Laibungsdämmung
Fenster bündig
mit der Innenseite
der Wärmedämmung
Abb. 16: Einbausituation des Fensters
Dämmung
Fenster
außen
Rollladenkasten
in der Laibung
Abb. 17: Rollladenkasten
Ist die Substanz der vorhandenen Rahmen noch gut, kann sich eine Sanierung lohnen. Die Vorteile sind Kostenund Materialeinsparung. Insbesondere
bei denkmalgeschützten Häusern
bleibt das Erscheinungsbild erhalten.
Tischler- oder Glasfachbetriebe sagen
Ihnen, ob der Zustand des Rahmens
eine Sanierung zulässt.
Der Einbau
Nur mit einem sorgfältigen Einbau
und einer fachgerechten dauerelastischen inneren Abdichtung der Fuge
zwischen Fenster und Maueranschluss
lassen sich die Dämmeigenschaften
der Fenster auch voll nutzen. Montageschaum ist hier nicht ausreichend!
Wenn die Fenstererneuerung mit
einer Außendämmung kombiniert
wird, sollte auch die Lage der Fenster
überprüft werden. Energetisch und
häufig auch optisch vorteilhaft ist eine
Verschiebung nach außen. Wenn die
Fenster bündig mit der Wärmedämmschicht abschliessen, erspart man sich
die Dämmung der Laibungen.
Rollladenkasten
außen
Unter der Internetadresse www.fscdeutschland.de finden Sie Listen mit
Herstellern und Anbietern von Fensterrahmen mit diesem Siegel.
Rollladenkasten
vor der Fassade
Über den Fenstern eingebaute Rollladenkästen gelten als Schwachstellen
im Wärme- und Schallschutz, wenn
sie nicht gedämmt und luftdicht sind.
Die meisten Rollladenkästen können
innen mit Dämmmaterial ausgekleidet
werden. Sie können auch Fugen und
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Die Fenster
Gurtdurchführungen mit speziellen Gummistopfen oder Bürsten
abdichten. Außen aufgesetzte Kästen haben geringere Energieverluste.
Im Übrigen können Schieb- und Klappläden vor den Fenstern denselben Zweck wie Rollläden erfüllen.
31
Schallschutz
Leider bieten Fenster mit hohen Wärmedämmwerten nicht den besten Schallschutz, sodass Sie im Einzelfall abwägen müssen, ob Sie z.B.
zu einer stark befahrenen Straße hin Fenster mit höherem Schallschutz einbauen, während Sie die übrigen Wände mit hoch wärmedämmenden Fenstern ausstatten.
Abhängig von ihren schalldämmenden Eigenschaften sind Fenster
gemäß einer VDI-Richtlinie in Schallschutzklassen eingeteilt. Die
Zugehörigkeit eines Fensters zu einer bestimmten Schallschutzklasse
wird in einem amtlichen Prüfzeugnis nachgewiesen. In der folgenden Tabelle finden Sie die für bestimmte Straßenverkehrsverhältnisse
empfohlenen Schallschutzklassen.
Empfohlene
Schallschutzklasse
Verkehrsaufkommen (Kfz/h)
Abstand zwischen Haus
und Straße (m)
1
10 – 15
> 35
2
10 – 15
26 – 35
3
50 – 200
26 – 35
4
1000 – 3000
100 – 300
5
1000 – 3000
36 – 100
6
3000 – 5000
< 100
Tab. 04: Übersicht Schallschutzklassen
Eine sehr gute Schalldämmung bieten Doppel- oder Kastenfenster:
Zwei getrennt zu öffnende Fensterflügel mit großem Scheibenabstand
sind durch eine Zarge miteinander verbunden. Sie eignen sich außerdem sehr gut für die Erhaltung denkmalgeschützter Fassaden, weil
der Einbau originalmaßstäblicher Sprossen ohne relevante Wärmeverluste möglich ist.
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Behaglichkeit schaffen
4.8 Richtig Heizen und Lüften, Schimmelpilze vermeiden
32
Frische Luft muss sein. Frische Luft ist unverzichtbar für Gesundheit und Wohlbefinden der
Bewohner. Über den Luftaustausch müssen neben der anfallenden Feuchtigkeit auch Gerüche
und Schadstoffe aus der Wohnung entfernt werden. Der Mensch gibt pro Tag mit der Atemluft
1 bis 2 Liter Wasser ab. Mit Kochen, Duschen
und Zimmerpflanzen kommen noch einmal
2 bis 3 Liter hinzu. Bei schlecht gedämmten
Gebäuden und unzureichender Lüftung besteht
die Gefahr von Feuchteschäden und Schimmelbildung.
Häufig wird nach Sanierungsmaßnahmen über
zu dichte Fenster geklagt. Dahinter steht die falsche Annahme, undichte Fensterrahmen, Fugen
und Ritzen in den Außenbauteilen könnten den
notwendigen Luftaustausch gewährleisten. Tatsächlich erfolgt der Luftaustausch durch Fugen
und Ritzen unkontrolliert und unbeständig.
Gerade in Bad, WC und Küche besteht deutlich höherer Lüftungsbedarf als die verfügbaren
Fugen ermöglichen könnten. Und es drohen
Bauschäden: Strömt feuchte Raumluft durch
Fugen nach außen, kondensiert im Winter der
Wasserdampf im Bauteil aus.
Um eine deutliche Energieeinsparung nach
einer Sanierung sicher zu stellen, die Wohnung
mit ausreichend frischer Luft zu versorgen und
Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, helfen nur
richtiges Heizen und Lüften oder der Einbau
einer Lüftungsanlage.
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Behaglichkeit schaffen
Folgende Tipps zum Heizen und Lüften sollten Sie beherzigen:
Durchlüften: Die beste Art per Hand zu
lüften ist regelmäßige „Stoßlüftung“. Einmal täglich Lüften genügt nicht. Mehrmals
täglich, am besten alle zwei Stunden durch
das Öffnen von Türen und Fenstern für
Durchzug sorgen. Nach 5 Minuten (Winter) bis 10 Minuten (Frühjahr und Herbst)
ist die verbrauchte, feuchte Raumluft ausgetauscht, ohne dass einzelne Bauteile zu
sehr auskühlen und anschließend wieder
aufgeheizt werden müssen.
Dampf ablassen: Bei Kochen und Duschen
entsteht viel Dampf. Diesen sollte man
möglichst schnell ins Freie lassen, da er sich
sonst in der ganzen Wohnung verteilt.
Fenster im Winter nicht Dauerkippen: Immer nur kurz lüften. Durch Dauerlüften in
Kippstellung wird der Luftaustausch behindert, die Wände kühlen aus und Heizenergie wird verschwendet.
Auch bei Regen lüften: Wenn es nicht gerade ins Fenster hinein regnet, ist die kalte
Außenluft im Winter immer noch trockener als die warme Raumluft und kann beim
Erwärmen Wasserdampf aufnehmen.
Heizung beim Lüften abdrehen: Die Heizkörper sollten beim Lüften abgeschaltet
werden, da sich das Thermostatventil automatisch öffnet und dann „zum Fenster
hinaus“ geheizt wird.
Raumtemperatur überprüfen: Schon mit
einem Grad weniger können 6 % Energie
eingespart werden. In Wohnzimmer und
Küche sind 20 °C zu empfehlen, im Bad
21 °C und im Schlafzimmer 14 °C.
Thermostatventil nutzen: Wenn das Ventil
in Mittelposition steht, sorgt es selbständig
und zuverlässig für die optimale Raumtemperatur.
Abstand halten: Große Möbelstücke nicht
direkt an eine Außenwand stellen, sondern
einen Abstand von etwa 5 cm lassen, damit
die Luft an der Wand entlang streichen
kann.
Heizkörper nicht verdecken: Darauf achten,
dass der Heizkörper und das Thermostatventil nicht durch Möbel oder Vorhänge
verdeckt werden.
Türen schließen: Zwischen den unterschiedlich beheizten Räumen sollten die
Türen geschlossen werden, sonst kann sich
in den kälteren Räumen Feuchtigkeit niederschlagen.
33
4. Sanierung vom Dach bis zum Keller
Frische Luft in den vier Wänden
Lüftungsanlagen
Wenn starker Lärm von außen oder eine Pollenallergie die Lüftung von Hand unzumutbar
werden lässt, bietet sich der Einbau einer mechanischen Lüftungsanlage an.
34
Für die Nachrüstung von Altbauten sind am
besten einfache Lüftungsanlagen geeignet: Über
einen kleinen zentralen Abluftventilator wird die
verbrauchte feuchte Luft aus Bad und Küche abgesaugt und ins Freie geleitet. Mehrere dezentrale Zuluftöffnungen befinden sich in den Wohnund Schlafräumen. Sie sitzen zweckmäßig über
den Heizkörpern oder im oberen Fensterblendrahmen, damit sich die kalte einströmende
Luft mit der aufsteigenden warmen Raumluft
mischen kann und somit Zugerscheinungen vermieden werden. Die Nachströmöffnungen verfügen über einen Grobfilter für Schmutzpartikel
und Insekten, sie können aber auch mit Pollenfiltern ausgestattet werden. Besonders geräuscharm arbeiten Zuluftgebläse.
Die Antriebsleistung der Lüftungsanlage für eine
Wohnung sollte unter 30 Watt, für ein Einfamilienhaus unter 50 Watt liegen.
Abluft
Abb. 18: Lüftungsanlage
1 Abluftöffnungen in Küche und Bad
2 Zuluftöffnungen mit Luftfilter
3 Abluftventilator
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5. Gründach
Gründach
höhe im Schnitt zwischen 5 und 7 Geschossen,
sieht man von extremen Ausnahmen ab. Abschließend ist die Unterversorgung mit Grünflächen zu erwähnen.
Abb. 19: Detail einer Dachbegrünung
Abb. 20: Schrägdachbegrünung
Die hohen Temperaturen, die oft mit Schwüle
einhergehen, werden insbesondere von Kindern,
älteren und kreislauflabilen Menschen als belastend empfunden.
flächenanteil in der Innenstadt erhöht werden,
um somit Beschattung, Verdunstungsrate und
Wärmehaushalt positiv zu beeinflussen.
Der Gebäudebestand in der Innenstadt bleibt
weiter erhalten. Um dennoch dem WärmeInsel-Effekt gezielt zu begegnen, muss der Grün-
© Deutscher Dachgärtner Verband
38
Gerade im Hochsommer leiden die Düsseldorfer
in ihrer Innenstadt – wie auch in vielen anderen
Ballungsräumen – unter dem Wärme-InselEffekt. Das bedeutet, dass nachts innerstädtisch
höhere Temperaturen erreicht werden als im
Umland. Im Extremfall – bei hohen Temperaturen und geringen Luftbewegungen – kann die
Temperaturdifferenz bis zu 8 °C betragen.
Für das unangenehme Innenstadtklima sind verschiedene Ursachen verantwortlich: Zunächst ist
die Versiegelung zu nennen. Manche innerstädtischen Bereiche Düsseldorfs sind nahezu vollständig versiegelt. Dazu kommen die Baumassen:
In Düsseldorfs Zentrum rangiert die Gebäude-
Das kann mittels Dachbegrünung geschehen. Sie
nimmt keinen zusätzlichen Raum in Anspruch
und ist verglichen mit der Fassadenbegrünung
pflegeleichter und vielseitiger einsetzbar, da sie
weitestgehend unabhängig von der Nutzung und
der äußeren Gestaltung des Gebäudes aufgebracht werden kann.
5. Gründach
Gründach
Intensiv begrünte Dächer
Die Substratschicht ist zwischen 12 und 20 bzw.
100 cm dick – je nach Bewuchs: 12 – 20 cm
reichen für eine kräuterreiche Wiese (einfachintensive Dachbegrünung), sollen Stauden und
Gehölze wachsen, muss die Substratschicht deutlich dicker sein. In diesem Fall ist der Pflegeaufwand mit einem Garten vergleichbar. Intensiv
begrünte Dächer benötigen spezielle Speicherelemente und eine Bewässerungssystem. Vor Beginn
der Arbeiten ist in jedem Fall die Tragfähigkeit
des Daches zu prüfen.
Abb. 21: Intensive Dachbegrünung
Übrigens:
Zwischen den hohen Gebäuden der Innenstadt kann eine Dachbegrünung ihre Wirkung
am besten in Bodennähe entfalten. Also etwa
auf Tief- oder Sockelgaragen und auf niedriggeschossigen, kleinteiligen Gewerbebauten in
Blockinnenhöfen.
Das Land NRW und die Landeshauptstadt Düsseldorf fördern Dachbegrünungsmaßnahmen.
Ökologische Wirkung:
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Düsseldorf:
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Je nach Vegetation, Substratdicke und Pflegeaufwand unterscheidet man zwei Typen von Dachbegrünungen:
Extensiv begrünte Dächer
Die Substratschicht ist 5 – 15 cm dick. Die Vegetation anspruchslos, robust, und verträgt gut
trockene Perioden. Die Pflege beschränkt sich
auf 1 – 2 Kontrollgänge pro Jahr, ein künstliches
Bewässerungssystem ist nicht notwendig.
Bepflanzte Dächer erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sorgen für Abkühlung. Dies
wirkt sich besonders in den angrenzenden
Wohn- und Büroräumen aus.
In Ballungsräumen kann sogar das Kleinklima
verbessert werden – hier macht es die Masse.
Ein etwa 100 qm großes Gründach kann
jährlich 200 kg Staub aus der Luft herausfiltern
Insbesondere extensive Dachbegrünung
zeichnet sich durch einen hohen Artenreichtum aus.
Gründächer können die Schalldämmung
des Daches um bis zu 8 Dezibel verbessern.
39
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6. Erneuerung der Heizung
Erneuerung der Heizung – der richtige Zeitpunkt
Die Heizungsanlage liefert nicht nur die behagliche Wärme für das Gebäude, sondern sollte auch
einen geringen Energieverlust aufweisen, niedrige Schadstoffemissionen verursachen und wirtschaftlich betrieben werden. Wer mit der Erneuerung der Heizung wartet bis sie defekt ist, hat oft nicht die
Zeit, sich über die vielfältigen Modernisierungsalternativen beraten zu lassen.
Eine Modernisierung der Heizungsanlage ist in Betracht zu ziehen, wenn
die Heizungsanlage älter als 15 Jahre ist
die Abgasverluste über 10 % liegen
der Heizkessel mit konstant hoher Temperatur (90 / 70 °C) betrieben wird,
im Schornstein Feuchteschäden auftreten,
die Temperatur im Heizraum 20 °C übersteigt.
Nach derzeitigem Stand der Technik sind folgende Heizungsarten ökologisch und ökonomisch
sinnvoll:
den in Düsseldorf durch die Nutzung von Fernwärme im Vergleich zur individuellen Ölheizung
die CO2-Emissionen um rund 2/3 reduziert.
Fernwärme
Ist kein Fernwärmeanschluss vorhanden, ist ein
Gasheizkessel einem Ölheizkessel aus Umweltschutzgründen vorzuziehen.
In Düsseldorf wird an drei Standorten Fernwärme produziert: Als Nebenprodukt der Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung in den
Kraftwerken Lausward und Flingern und in erdgasbetriebenen Heißwasserkesseln im Heizwerk
Garath. Dabei wird Wärmeenergie in Form von
130 °C heißem Wasser gewonnen und über ein
geschlossenes Leitungssystem dem Verbraucher
zugeleitet. In den Haushalten wird das heiße
Wasser zum Heizen oder für die Warmwasserbereitung eingesetzt und kühlt dabei auf 70 bis
60 °C ab. Anschließend wird es wieder ins Heizwerk gepumpt und erneut erhitzt.
Wer heute einen neuen Heizkessel einbaut, kann
sich auf eine Kesseltechnik verlassen, die im hohen Maße energiesparend und umweltschonend
arbeitet. Die Nutzungsgrade der Heizkessel sind
in den zurückliegenden mehr als 15 Jahren von
rund 60 % bis 70 % auf 90 %, beim Brennwertkessel sogar auf über 100 % (bezogen auf den
Heizwert) verbessert worden. Der Schadstoffausstoß konnte um über 80 % reduziert werden.
Die Abnehmer der Fernwärme können sich so
die Kosten für die Anschaffung und Wartung
eines eigenen Heizkessels sparen, außerdem wer-
Bei der Niedertemperaturtechnik wird die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit der Außentemperatur geregelt. Das Kesselwasser wird jeweils
Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel
43
6. Erneuerung der Heizung
Der Heizkessel
nur so weit erwärmt, wie es notwendig ist, um
das Haus bei der gerade herrschenden Außentemperatur zu beheizen. An kalten Tagen liegt
diese Temperatur somit höher als an warmen
Tagen.
44
Brennwert-Kessel stellen das heutige Optimum
der Heizkesseltechnik dar. Sie sind eine Weiterentwicklung der Niedertemperaturkessel und
erzielen deutlich geringere Schadstoffemissionen
und eine bis zu 11 % bessere Brennstoffausnutzung. Dies wird erreicht, indem ein Teil des im
Abgas enthaltenen Wasserdampfes im Kessel
kondensiert wird.
Abb. 22: Brennwertkessel
1
2
3
4
5
6
7
8
Heizungsvorlauf
Heizungsrücklauf
Gas
Verbrennungsluft
Abgas
Wärmetauscher
Wärmetauscher (kondensierend)
Kondensatablauf
Das neue Gerät sollte
eine hohe Energieausnutzung und
einen geringen Schadstoffausstoß haben.
Alte Umwälzpumpen in Heizanlagen haben oft
eine zu hohe Leistung, laufen unter Volllast und
verursachen hohe Stromkosten. Pumpen mit
veränderbarer Drehzahl passen sich dem Förderbedarf an.
Beim Kesselaustausch sollte auf keinen Fall die
Leistung des alten Heizkessels zur Dimensionierung der neuen Anlage übernommen werden.
Alte Kessel sind oft erheblich überdimensioniert.
Bei Mehrfamilienhäusern ist die Kesselleistung
stets nach der maximalen Heizlast des Gebäudes
(DIN 4701 oder VDI 3808) zu berechnen. Ein
gut gedämmtes Einfamilienhaus weist in der Regel nur noch eine Heizlast von 6 kW auf. Wegen
der erforderlichen Leistung zur Erwärmung des
Warmwassers liegt die Kesselleistung oft zwischen 15 bis 20 kW.
Die Niedertemperatur- und Brennwerttechnik
kann optimal genutzt werden, wenn die Größe
der Heizkörper auf diese Heizungssysteme abgestimmt sind. Je größer die Heizflächen, um so
niedriger kann die Temperatur des Heizwassers
sein und um so geringer sind die Verluste. In der
Regel sind bei älteren Gebäuden die Heizkörper
groß genug, um auch bei niedrigeren Wassertemperaturen die Räume ausreichend zu beheizen.
6. Erneuerung der Heizung
Der Heizkessel
Die beste Technik nützt nichts, wenn sie nicht
durch den Fachmann sorgfältig einreguliert
wird. Dazu gehört ein hydraulischer Abgleich
und die korrekte Einstellung der Nennleistung.
Beim Austausch eines alten Heizkessels muss
die Eignung des Schornsteins überprüft werden,
damit dieser nicht durchfeuchtet oder versottet.
Bei der Brennwerttechnik ist eine bauaufsichtlich zugelassene feuchte- und korrosionsunempfindliche Abgasanlage zwingend erforderlich, da wegen der geringen Abgastemperaturen
Kondensat im Schornstein anfällt. Aber auch bei
Niedertemperaturkesseln kann die Abgastemperatur auf Werte bis zu 80 °C sinken. Das neue
Abgasrohr kann in der Regel in den bestehenden
Schornstein eingezogen werden. Der Bezirksschornsteinfegermeister prüft die Eignung des
vorhandenen Schornsteins für den Einbau einer
Abgasleitung und sorgt für die erforderliche feuerungstechnische Abstimmung.
45
Abb. 23: Energieverlust bei Stillstand
1 Strahlungsverlust
2 Auskühlung durch Luftströmung
Nicht nur den Brenner austauschen!
Abb. 24: Energieverlust bei Betrieb
Heizkessel können lange heizen, die Frage ist
nur, zu welchem Preis. Alte Kessel haben meist
hohe Abgas-, Strahlungs- und Auskühlverluste.
Dafür verantwortlich sind überdimensionierte
Kesselleistungen, hohe Kesseltemperaturen,
schlechte Wärmedämmung und geringe Regelbarkeit. Vom Schornsteinfeger werden nur die
Abgasverluste ermittelt, sie liegen bei alten Kesseln oft zwischen 10 bis 15 %. Werden die anderen Verluste hinzu genommen, so kann der
Gesamtverlust sogar 40 bis 50 % betragen. Ein
neuer Brenner reduziert zwar die Abgasverluste,
die Auskühl- und Strahlungsverluste werden
nicht beeinflusst.
1 Strahlungsverlust
2 Abgasverlust
6. Erneuerung der Heizung
Zentrale Heizungsanlagen und Warmwasserbereitung
Zentrale Heizungsanlagen
46
Die raumweise Beheizung mit Einzelöfen oder
gar strombetriebenen Nachtspeicherheizungen
ist nicht mehr zeitgemäß. Eine zentrale Heizungsanlage ist aber auch einem System aus
dezentralen Gas-Etagenheizungen vorzuziehen.
Obwohl der Warmwasserkomfort moderner
Etagenheizungen mit Gas-Kombi-Thermen
inzwischen recht gut ist, bietet ein zentrales System einige Vorteile: Die Investitionskosten sind
geringer, die Energieausnutzung besser und die
regelmäßige Wartung muss nur für ein Gerät
durchgeführt werden. Bei einer Erneuerung der
Heizungsanlage sollte deshalb geprüft werden,
ob sich die Umstellung von mehreren dezentralen Wärmeerzeugern auf eine zentrale Anlage
bzw. der Anschluss an das Fernwärmenetz lohnt.
Dabei sollte die Warmwasserbereitung unbedingt mit umgestellt werden. Eine dezentrale
Warmwassererzeugung durch strombetriebene
Warmwasserspeicher ist unter Kosten- und Umweltgesichtspunkten die ungünstigste Lösung.
Warmwasserversorgung
Im Haushalt wird etwa ein Achtel des Energieverbrauchs für die Warmwasserbereitung aufgewendet. Der durchschnittliche Wasserverbrauch
eines Haushaltes liegt bei rund 125 Litern pro
Person und Tag. Davon wird im Mittel ein Viertel als warmes Wasser benötigt.
Die Höhe des Energiebedarfs zur Bereitstellung
des warmen Wassers ist abhängig vom vorhandenen Warmwassersystem. Die Jahresnutzungsgrade können stark schwanken (zwischen 25
und 85 %).
Bei älteren Öl- und Gaszentralheizungen mit
integrierter Warmwasserbereitung beträgt die
Kesselwassertemperatur ständig 70 bis 90 °C, um
jederzeit warmes Wasser liefern zu können. Besonders im Sommer bringen diese Anlagen eine
sehr schlechte Ausnutzung des Brennstoffes, da
hohe Abstrahlverluste auftreten. Deshalb wurde
früher oft die Abkopplung der Warmwasserbereitung von der Heizung empfohlen.
Die modernen Niedertemperatur- und Brennwertkessel haben auch bei der Warmwasserbereitung im Sommer einen guten Nutzungsgrad. Zu
empfehlen ist deshalb eine zentrale Warmwasserbereitung mit einem Warmwasserspeicher, der
durch einen gas- oder ölbetriebenen Kessel indirekt beheizt wird. Bei der Wahl des Warmwasserspeichers sollte geprüft werden, ob die sofortige
Installation oder eventuell spätere Nachrüstung
mit einer Solaranlage oder sogar eine solarthermische Unterstützung der Heizungsanlage vorgesehen werden soll.
Bei der zentralen Versorgung ist es wichtig, dass
zusätzlich zu den Heizungsrohren auch die
Warmwasserleitungen gut gedämmt sind.
In vielen Häusern wurden Zirkulationsleitungen
verlegt, um an jeder Zapfstelle möglichst schnell
warmes Wasser zu haben. Auch die Zirkulationsleitungen sind zu dämmen. Die Leistung der
Pumpen sollte dem Bedarf angepasst sein und
ist gemäß Energieeinsparverordnung durch eine
Zeitschaltuhr zu steuern.
6. Erneuerung der Heizung
Heizen mit Pellets
Regenerative Energien
Holzpelletheizung
Das nahezu vollständig regenerative Heizen mit Holzpellets erfüllt alle Eigenschaften, die man von
einem modernen Heizsystem erwartet: Bequem wie eine Gas- oder Ölheizung, sicher und umweltgerecht durch den nachwachsenden Rohstoff Holz. Das Heizen mit Holzpellets erfolgt schwefelfrei und
nahezu CO2-neutral. Beim Verbrennen von Holz wird nur soviel CO2 frei, wie zuvor vom wachsenden Holz der Umwelt entzogen wurde. Selbst unter Berücksichtigung der bei der Herstellung und
beim Transport der Pellets freigesetzten Mengen an CO2 bleibt die Umweltbilanz des Brennstoffes
Holzpellets denen von Gas und Öl weit überlegen. In Kombination mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung steht ein zukunftweisendes und zukunftsicheres Heizsystem zur Verfügung.
Pellets sind nur 6 mm dick und halb so lang
wie Streichhölzer. Hergestellt wird der Brennstoff aus Resten der Sägeindustrie ohne Zusatz
chemischer Bindemittel. Aus einem Lagerraum
transportiert eine Förderschnecke die Pellets automatisch in den Brenner. Eine automatische Regeltechnik steuert Menge und Geschwindigkeit.
Die Verfügbarkeit der Pellets ist im Gegensatz
zu fossilen Brennstoffen durch das Nachwachsen des Holzes sichergestellt. Als nachwachsender Brennstoff ist er von der Öko-Steuer befreit.
Da es sich um ein landwirtschaftliches Produkt
handelt, beträgt der Mehrwertsteueranteil nur 7
Prozent. Der Brennwert der Pellets von 5 kWh
je kg lässt einen sparsamen Verbrauch und eine
nahezu restlose Verbrennung zu. Der Jahresbedarf eines durchschnittlichen Haushaltes liegt
bei ca. 5,8 t bzw. 9,3 m3, was in etwa der Größe
eines herkömmlichen Öllagerraumes entspricht.
Transport und Lieferung des Heizstoffes erfolgt
risikolos in Tankwagen. Vor Ort wird er mit
einer Pumpe in den Lagerraum eingeblasen.
Erhältlich sind Holzpellets beim Hersteller, im
Brennstoffhandel sowie bei großen Sägewerken
und Holzverarbeitungsbetrieben.
Zur Verbrennung der Pellets wurden spezielle
Heizkessel entwickelt, die als Einzelöfen oder als
Zentralheizung erhältlich sind. Sie werden überwiegend im Leistungsbereich bis 50 kW eingesetzt, jedoch kommen auch größere Holzkessel
mit einer Leistung von mehreren 100 kW zum
Einsatz.
Abb. 25: Pellet-Zentralheizung und Förderschnecke
47
6. Erneuerung der Heizung
48
Sonnenenergie
Sonnenenergie ist unerschöpflich und steht kostenlos zur Verfügung. Warum also nicht für den
eigenen Wärme- und Strombedarf nutzen?
Der optimale Zeitpunkt, über den Einbau von
Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie nachzudenken, ist eine anstehende Sanierung der
äußeren Gebäudehülle.
Bei einer Aufstockung oder bei einer Sanierung
des Dachaufbaus bietet sich die Chance, das
Dach ganz oder teilweise mit solaren Elementen zu decken. Es gibt mittlerweile Systeme, die
garantiert regendicht sind und vom Dachdecker
einfach auf ein herkömmliches Unterdach montiert werden. Die konventionelle Dachdeckung
wird hierdurch ersetzt. Selbst in die Dächer von
denkmalgeschützten Häusern dürfen unter Umständen Solarzellen integriert werden.
Auch bei einer Fassadensanierung können solare
Elemente die äußere Haut ersetzen und eröffnen
somit neue gestalterische Möglichkeiten. Des
Weiteren ist es möglich, Balkonbrüstungen mit
solaren Elementen auszustatten.
Die Entwicklung der unterschiedlichen Solaranlagen ist soweit fortgeschritten, dass diese in der
Anschaffung mittlerweile preiswerter sind als Sie
denken!
Heizen mit der Sonne: Solarkollektoranlagen
In Sonnenkollektoren wird die Wärmeenergie
der Sonne direkt gespeichert und über einen
Wärmeträger, z.B. Wasser mit Frostschutzzusatz,
in den Wärmetauscher des Brauchwasserspeichers abgeführt. So können bei einer optimal geplanten und ausgeführten Anlage mit 4 bis 6 qm
Kollektorfläche 50 bis 70 % des jährlichen Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung einer
fünfköpfigen Familie abgedeckt werden.
Wenn die Sonnenenergie witterungsbedingt
nicht mehr ausreicht, sorgen die Kollektoren für
die Vorerwärmung des kalten Wassers, den Rest
liefert Ihr Heizkessel. Alle Systemkomponenten,
besonders die Kollektorfläche und das Speichervolumen, müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, um eine maximale Ausbeute zu
erreichen.
6. Erneuerung der Heizung
Wird die Kollektorfläche größer und ein passender Solarspeicher gewählt, kann die Anlage
auch die Raumheizung unterstützen. Hochentwickelte Regel- und Speichersysteme machen
eine zusätzliche Gas- oder Ölheizung über weite
Teile des Jahres überflüssig. Moderne Solaranlagen arbeiten heute auch bei bedecktem Himmel
erstaunlich effektiv. Aber zur kalten Jahreszeit
reicht das nicht aus. Eine ökologisch sinnvolle
Anlagenkonstellation ist die Kombination einer
Solarkollektoranlage mit einer Brennwertheizung. Vollständig regenerativ und nahezu CO2frei sind Systeme, bei denen Solarkollektoren
mit Holzkesseln zusammenarbeiten.
Solare Deckung in %
Die Solarkollektoranlage
49
Abb. 26: Deckung des Energiebedarfs zur Warmwasserbereitung
Kollektor
Brauchwasserspeicher
Warmwasser
TemperaturDifferenz-Regler
Wärmetauscher
(Zusatzheizung)
Heizkessel
Ausdehnungsgefäß
Umwälzpumpe
Abb. 27: Solarkollektoranlage
Wärmetauscher
(solar)
Kaltwasser
6. Erneuerung der Heizung
Strom aus Sonne: Fotovoltaik
50
Ihnen sind die bläulich schimmernden Flächen
auf manchen Hausdächern sicherlich schon aufgefallen. Hierbei handelt es sich um Solarzellen,
die größtenteils aus Silizium hergestellt werden
und durch den so genannten fotoelektrischen
Effekt aus Sonnenenergie Strom erzeugen. Diese
Solarzellen finden Anwendung z.B. in Taschenrechnern oder Armbanduhren. In großer Anzahl
zu einer Fotovoltaik-Anlage ausgebaut liefern sie
Sonnenstrom für den eigenen Haushalt. Hierfür
muss der erzeugte Gleichstrom lediglich mittels
Wechselrichter in netzkonformen Wechselstrom
mit der üblichen Spannung von 230 Volt umgewandelt werden. Auf einer Dachfläche von 10 qm
lassen sich Solarzellen mit einer Leistung von
etwa 1kWpeak (kW Spitzenleistung) installieren,
dieses entspricht einer Stromproduktion von
etwa 600 kWh bis 1000 kWh pro Jahr.
Die fotovoltaische Stromerzeugung hat viele
Vorteile:
Beim Betrieb entstehen weder Lärm noch
Abgase.
Es gibt keine beweglichen Teile, daher ist
die Lebensdauer sehr hoch: Für Solarmodule werden Garantiezeiten von 20 Jahren
und mehr gewährt.
Abb. 28: Schema einer Solaranlage zur
Stromerzeugung
1
2
3
4
5
Solargenerator
Generatoranschlusskanten
Netzeinspeisegerät
Zähler
Netzanschluss
Die Herstellung, der Betrieb und auch die
Entsorgung von Silizium-Solarzellen sind
ökologisch vollkommen unproblematisch.
Silizium ist das zweithäufigste Element der
Erdrinde, daher ist der Rohstoff nahezu
unbegrenzt verfügbar.
6. Erneuerung der Heizung
Zusätzlicher sonnenbeheizter Wohnraum:
Wintergärten
Ein Wintergarten bringt mehr Wohnqualität:
Mehr Licht, mehr Raum und mehr Naturkontakt. Die Benutzer von Wintergärten sind draußen, aber nicht ungeschützt, oder sie sind drinnen, aber nicht in abgeschlossenen vier Wänden.
An rund 40 % der Tagesstunden kann der Wintergarten bei behaglicher Temperatur genutzt
werden. Wichtig ist hierbei, dass er ausschließlich durch Sonnennutzung temperiert wird und
massive Steinböden, Sitzmauern und Wände
die Sonnenenergie speichern können. Es sind
vielfältige Formen und Ausführungen möglich:
Neben dem klassischen, einstöckigen Anbau, der
auf drei Seiten verglast ist, zählen dazu verglaste Balkone, Veranden und Gebäudeeinschnitte
ebenso wie mehrstöckige Glasanbauten.
Folgende Grundsätze zur Planung sind zu
beachten:
Wintergärten sollten so gebaut werden, dass
die verglasten Wände eine Ausrichtung zwischen Südosten und Südwesten aufweisen.
Schmale, dem Gebäude anliegende Wintergärten sind energetisch vorteilhafter als
vorspringende.
Hohe Wintergärten überheizen weniger
und lassen sich im Sommer gut lüften.
Wenn möglich, sollten mehrere Geschosse
einbezogen werden.
Der Wintergarten muss winddicht ausgeführt werden.
Der Energieeinspareffekt eines Wintergartens
für die angrenzenden Wohnräume wird häufig
überschätzt. Zwar reduziert die Pufferzone den
Wärmeverlust aus dem Haus, aber eine Wärmedämmung der Fassade ist deutlich effektiver.
Zwar ist es an sonnigen Wintertagen möglich,
erwärmte Luft aus dem Wintergarten ins Gebäude zu führen, aber falsche Bedienung der Fenster,
Türen oder Luftklappen zwischen Wintergarten
und beheizten Räumen kann im ungünstigsten
Fall sogar zu einem Mehrverbrauch an Heizenergie führen.
Wo eine Wärmedämmung der Gebäudehülle notwendig ist, empfiehlt es sich, auch
den Fassadenabschnitt zu dämmen, an den
der Wintergarten angrenzt.
Planung und Bau eines Wintergartens sind komplexe Aufgaben, die eine Fachfirma erfordern.
Eine geeignete Belüftung – möglichst mechanisch – ist unerlässlich.
Eine verglaste Trennung zwischen Wintergarten und Wohnraum ist nicht nur wegen
des Ausblicks auf den Wintergarten eine
gute Lösung, sondern auch energetisch, da
die Verluste durch die Innenverglasung eine
Wärmeeinstrahlung bis in den Wohnraum
ermöglichen.
Zur Vermeidung von Schwitzwasser sollte die Verglasung einen Wärmedämmwert
(Ug-Wert) unter 1,8 W/m²K aufweisen.
Denken Sie an Sonnenschutz und an Frostschutz.
51
6. Erneuerung der Heizung
Wärmepumpen (Geothermie)
Wärmepumpen entziehen der Umwelt Wärmeenergie aus dem Erdreich oder dem Grundwasser und geben sie auf einem höheren Temperaturniveau an einen Heizkreis ab. Hierzu muss
allerdings zusätzlich Energie eingesetzt werden.
52
Abb. 29: Erdwärmepumpe
Die meisten Wärmepumpen werden mit Strom
betrieben, da Erdgas-Wärmepumpen noch sehr
teuer sind. Auch sind für die Erschließung der
Wärmequellen Erdreich und Grundwasser hohe
Investitionen erforderlich. Kann die Wärmepumpe den Heizwärmebedarf alleine decken,
spricht man vom monovalenten Betrieb. Im bivalenten Betrieb wird sie mit einem zusätzlichen
Heizsystem kombiniert.
Wärmepumpen arbeiten umso effektiver, je
geringer der Temperaturunterschied zwischen
Wärmequelle und Heizfläche ist. Ideal sind Fußbodenheizungen oder Flächenheizungen mit
geringen Vorlauftemperaturen. Unbedingtes
„Muss“ ist eine sorgfältige Planung.
Abb. 30: Grundwasserwärmepumpe
Erdreichwärmepumpen nutzen das Erdreich als
Wärmequelle. Steht genügend Gartenfläche zur
Verfügung, können Erdkollektoren eingesetzt
werden. In ca. 1,5 m Tiefe werden druckbeständige Rohre verlegt, in denen Sole, eine Mischung
aus Wasser und Frostschutz, zirkuliert. Als Faustformel gilt: Heizleistung in Kilowatt multipliziert
mit 35 ergibt den Flächenbedarf in Quadratmetern.
Grundwasserwärmepumpen nutzen die weitgehend konstante Temperatur des Grundwassers.
Selbst an frostigen Wintertagen besitzt das Wasser eine Temperatur von +7 bis +12° C. Für den
Betrieb ist ein Förder- und ein Sickerbrunnen
6. Erneuerung der Heizung
erforderlich. Bei Anlagen für Einfamilienhäuser
sollte der Brunnenabstand etwa 15 m betragen.
Im Sommer kann das Grundwasser auch zur Gebäudekühlung genutzt werden.
Wichtig ist, dass Wassermenge und Qualität für
einen Wärmepumpenbetrieb auch ausreichen.
Eine Wasseranalyse ist ebenso erforderlich wie
die Genehmigung durch das Umweltamt – Untere Wasserbehörde.
53
Endenergie (kWh/m2a)
Primärenergie (kWh/m2a)
CO2-Emission (kg/m2a)
Öl-Niedertemperaturkessel
Gas-Brennwertgrerät
Gas-BW/
Solaranlage
Direktel.
Versorgung
Abb. 31: Vergleich der unterschiedlichen Heizungsanlagen
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Funkenflug,
bei Abwesenheit,
4 - verlängerbar).
5fache heizen
Wärmeleistung,
kein keine Rauchbelästigung,
umweltschonende
Verbrennung.
Dakeine
jedeRauchbelästigung,
Kassette genau
Funkenflug, Heizen bei
Abwesenheit,
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der Form und
den MaßenDa
Ihres
Kamins
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umweltschonende
Verbrennung.
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Kassette
genau
wird,
sie nicht
wie Maßen
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Ihr Kamin
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der Form
und den
Ihres Kamins
schlicht,
elegant
oder rustikal
soll, bestimmen
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wird, wirkt
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7. Förderung und Finanzierung
Fördermöglichkeiten
56
Energiesparmaßnahmen im Gebäudebestand
werden derzeit durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes gefördert. Es
lohnt sich, hierüber frühzeitig noch vor Beginn
der Sanierung bei den zuständigen Stellen oder
der Energieberatung zu informieren.
Informationen über die Landesförderung gibt
es beim Amt für Wohnungswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf, Abteilung Wohnungsbauförderung, unter der Telefonnummer
0211 89-96341.
Die Fördermittel des Bundes werden als zinsgünstige Förderkredite von der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW) vergeben. Die Hausbank
des Gebäudeeigentümers wickelt die Kreditvergabe ab. Informationen über die derzeit gültigen
Förderprogramme „Programm zur CO2-Minderung“, „Programm zur CO2-Gebäudesanierung“
und „Wohnraummodernisierungsprogramm“
gibt es bei der KfW unter der Telefonnummer
0180 1335577 sowie im Internet (www.kfw.de).
Im Internet findet man auch die derzeit gültigen
Zinssätze und sämtliche Fördermodalitäten.
Die Serviceagentur Altbausanierung (SAGA, siehe Kapitel 10) mit ihren Partnern Stadtsparkasse
Düsseldorf und Volksbank Düsseldorf-Neuss
hält weitere Informationen über die auf Sie zutreffenden Fördermöglichkeiten für Sie bereit.
Wir nehmen Ihr Haus in Schutz
Abdichtungen für das nächste Jahrhundert
Professionelle Bauwerksabdichtung
Das Problem kennen Sie:
Durch Feuchtigkeit oder einlaufendes Wasser geschädigte
Keller. Mit diesem Problem werden nicht nur Sie als Eigentümer,
sondern auch Verwalter, Architekten und Bauunternehmer
konfrontiert. Soll saniert werden, gilt es, eine wirksame und
dauerhafte Lösung zu finden.
Feuchtigkeitsschäden an erdberührten Bauteilen entstehen
durch unzureichende, unsachgemäße, unvollständige
oder unwirksam gewordene Abdichtungsmaßnahmen.
Sie sind nicht nur ein Problem alter Bauwerke, sondern
vermehrt auch bei Neubauten zu finden.
Zu viele Bausanierer verfügen oft nicht über ausreichende
Erfahrung auf diesem speziellen Gebiet oder sind meist
auf ein einziges Sanierungssystem festgelegt. Dies kann
zu gravierenden Fehleinschätzungen und ungeeigneten
Abdichtungsmaßnahmen führen.
Chemische Produkte und neue Sanierungstechniken zum Beispiel
sind nicht für jedes Projekt gleichermaßen geeignet. Sie finden
dort Anwendung, wo die üblichen Standardabdichtungen nicht
anwendbar sind, z.B. unterhalb von Anbauten wie Terrassen,
Garagen oder Wintergärten.
Schönheitsreparaturen, z.B. das Neuverputzen, Kaschieren
oder Überstreichen verdecken die Schäden nur für kurze Zeit.
Diese treten anschließend in verstärktem Maße wieder auf.
Die Lösung bieten wir Ihnen:
Sie heißt professionelle Bauwerksabdichtung.
Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass sich die S&S ausschließlich
auf die Abdichtung von Bauwerken spezialisiert hat. Das ermöglicht
die Auswahl und Kombination der Abdichtungsmethoden, die für
Ihr Projekt das beste Ergebnis garantieren.
Ein wirklicher Sanierungserfolg wird nur durch die Beseitigung
der Ursache erreicht. Die Voraussetzung hierfür ist eine sorgfältige Analyse des Bauwerkes und der örtlichen Bedingungen.
Nach eingehender Beratung durch unsere Sachverständigen
wird ein wasserdichtes Konzept für eine erfolgreiche Abdichtung erarbeitet.
Das bedeutet für Sie Lösungen auch bei gravierenden
Problemfällen, wie z.B. das nachträgliche Abdichten gegen
Druckwasser.
Für die Abdichtung von Bauteilen, die von Außen nicht mehr
erreicht werden können oder wo ein Freilegen der Außenmauern
unmöglich oder vollkommen unwirtschaftlich wäre, verfügen wir
über Technologien, die es ermöglichen ein Bauwerk auch ohne
Ausschachten, Aufstemmen oder Aufsägen abzudichten.
Wir schaffen Abdichtungen, die in der Belastbarkeit und Lebensdauer neue Maßstäbe setzen.
Als Spezialunternehmen sind wir in der Lage, auch Ihr Feuchtigkeitsproblem zu lösen.
Sie sollen mit dem Ergebnis unserer Arbeit vollkommen zufrieden sein – ein Leben lang!
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8. Rechtsgrundlagen
Rechtsgrundlagen
Die Energieeinsparverordnung (EnEV)
Die „Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik
bei Gebäuden“ (Energieeinsparverordnung) gilt
seit dem 1.2.2002 und ersetzt zwei bis dahin getrennte Verordnungen für energetische MindestStandards von Gebäuden: Die WärmeschutzVerordnung und die Heizanlagen-Verordnung.
Ziel der neuen Verordnung ist es, die erheblichen
Einsparpotenziale von Wohngebäuden zu erschließen und unnötige Kohlendioxid-Emissionen zu vermeiden.
Für bestehende Gebäude gilt vom Grundsatz her
weiterhin das Prinzip des Bestandschutzes. In
drei Fällen fordert die Energieeinsparverordnung
(EnEV) jedoch auch bei bestehenden Gebäuden
Nachrüstungen (§ 9):
Heizkessel, mit Gas oder Öl betrieben, die
vor dem 1.10.1978 eingebaut wurden, sind
bis 31.12.2006 außer Betrieb zu nehmen,
bei Einhaltung bestimmter Grenzwerte erst
bis 31.12.2008.
Heizungs- und Warmwasserrohre in nicht
beheizten Räumen, die zugänglich sind und
bisher nicht gedämmt waren, müssen bis
31.12.2006 gedämmt werden.
Oberste Geschossdecken beheizter Räume
sind – sofern der Dachraum „nicht begehbar aber zugänglich“ ist – bis 31.12.2006 zu
dämmen.
Wenn Sanierungen vorgenommen werden, darf
sich die energetische Qualität des Gebäudes
nicht verschlechtern (§ 8). Wenn z.B. eine Fassade erneuert oder ein Dach neu gedeckt wird,
muss gleichzeitig ein bestimmter energetischer
Standard erreicht werden, denn eine ohnehin
anstehende Sanierung ermöglicht eine besonders
wirtschaftliche Wärmedämmung.
Bei erstmaligem Einbau, Ersatz und Erneuerung
von Bauteilen müssen – wenn mehr als 20 %
einer Bauteilfläche betroffen ist – so genannte
bedingte Anforderungen an die energetische
Qualität eines Bauteils erfüllt werden. Diese
Qualität wird durch den U-Wert, das Maß für
den Wärmeverlust, ausgedrückt.
Freigestellt von allen Nachrüstpflichten sind
die Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die selbst darin wohnen. Erst bei einem
Eigentümerwechsel muss der neue Eigentümer
diese Nachrüstpflicht innerhalb von zwei Jahren
erfüllen.
Anforderungen bei Erneuerung der
Heizungsanlage
Die erste Hürde für alle öl- und gasbefeuerten
Heizungsanlagen, ob in Mietwohngebäuden
oder Eigenheimen, stellt die Einstufungsmessung, d.h. die Messung des Abgasverlusts, durch
den Schornsteinfeger nach dem Bundesimissionsschutzgesetz (BImSchG) dar. Werden die
angegebenen Abgasverluste – abhängig von der
Leistung des Heizungskessels – überschritten, ist
die Anlage bis zum 1.11.2004 außer Betrieb zu
nehmen.
Die EnEV stellt zusätzlich Anforderungen an
Heizungsanlagen, die vor dem 1.11.1978 eingebaut wurden. Diese alten Anlagen müssen bis
Ende 2006 außer Betrieb genommen werden.
Hierzu gibt es Ausnahmen: Wenn die Abgasverluste die BImSchG-Grenzwerte unterschritten
werden und nach dem 1.11.1996 ein neuer Brenner eingebaut wurde, verlängert sich die Frist bis
Ende 2008.
59
8. Rechtsgrundlagen
Rechtsgrundlagen
Bei selbst bewohnten Ein- und Zweifamilienhäusern tritt die Forderung der EnEV zur Stilllegung
alter Anlagen wiederum nur bei einem Eigentümerwechsel in Kraft. Der neue Eigentümer kann noch
zwei Jahre mit der Stilllegung warten, so dass sich, je nach Zeitpunkt des Eigentumüberganges, im
Einzelfall eine bis zu zweijährige Fristverlängerung ergeben kann.
60
Bei Einbau von Heizungsanlagen ist folgendes zu erfüllen:
Neue Heizkessel für Öl und Gas müssen die
CE-Kennzeichnung besitzen und Niedertemperatur- oder Brennwertkessel sein.
Neue Zentralheizungen müssen über zentral selbsttätig wirkende Einrichtungen zur
Verringerung und Abschaltung der Wärmezufuhr sowie zur Ein- und Ausschaltung
elektrischer Antriebe in Abhängigkeit von
Außentemperatur und Zeit verfügen. Bei
bestehenden Anlagen sind diese nachzurüsten.
Neue Warmwasserheizungen sind mit
selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur
raumweisen Regelung der Raumtemperatur auszustatten. Bei bestehenden Anlagen
muss eine Nachrüstung erfolgen.
Werden in Heizkreisen von Zentralheizungen – mit einer Heizleistung über 25 kW
– neue Umwälzpumpen eingebaut oder
ersetzt, so müssen sie ihre elektrische Leistungsaufnahme dem betriebsbedingten
Förderbedarf selbsttätig in mindestens drei
Stufen anpassen können.
Neu eingebaute Zirkulationspumpen zur
Warmwasserversorgung müssen über
selbsttätig wirkende Einrichtungen zur Einund Ausschaltung verfügen.
Neu installierte oder ersetzte Heizungsund Warmwasserleitungen sind nach den
Anforderungen der EnEV zu dämmen.
Inwieweit für die geplanten Maßnahmen Genehmigungen nach dem Baurecht einzuholen sind,
sollte Ihr Architekt oder Bauingenieur prüfen.
Für Neubauten sind die wesentlichen Daten zum Wärmebedarf des Gebäudes und über die eingesetzte Heizungsanlage in einem Energiebedarfsausweis zusammenzustellen. Vergleichbar einem
Fahrzeugschein werden darin die wichtigsten technischen Daten über die energetische Qualität dokumentiert. Auch bestehende Gebäude benötigen dann einen Energiebedarfsausweis, wenn entweder
das beheizte Volumen um mehr als die Hälfte erweitert wird oder innerhalb eines Jahres mindestens
drei Außenbauteile (Dach, Wand, Fenster) wärmetechnisch modernisiert und gleichzeitig die Heizung erneuert wird. Ab dem Jahr 2006 fordert eine EU-Gebäuderichtlinie jedoch für alle bestehenden Gebäude einen so genannten Energiepass.
9. Energiepass
Energiepass
Gibt es Wohngebäude, die sparsam im Verbrauch sind? Eine Frage, die sich künftig öfter
stellen wird, denn ab Januar 2006 – so sieht es
die europäische Gebäuderichtlinie vor – ist allen
Miet- und Kaufverträgen von Immobilien ein
Energiepass beizufügen.
Der Energiepass gibt über eine Kenngröße den
Energiebedarf eines Gebäudes an – ganz ähnlich
dem seit geraumer Zeit gebräuchlichen System
beim Kauf von Kühlschränken und anderen
Elektrogeräten. Darüber hinaus ist eine Analyse
des Energiebedarfs vorgesehen: Gebäudehülle,
Heizungsanlage, Lüftung, Warmwasserbereitung
und eingesetzte Energieträger stehen auf dem
Prüfstand. Abschließend werden Modernisierungsvorschläge formuliert.
Hinter der EU-Gebäuderichtlinie steht die Idee, gut
gedämmte und mit moderner Heizungsanlage ausgestattete Gebäude mit einem Wettbewerbsvorteil
auszuzeichnen.
Entsprechend schneiden Gebäude mit hohem
Energieverbrauch schlecht ab. Somit ist die
Grundlage gegeben, dass der Energieverbrauch
eines Gebäudes als ein entscheidungsrelevantes
Kriterium bei der Auswahl der Wohnung oder
des Hauses herangezogen werden kann. Somit
objektiviert der Energiepass und schafft Vergleichbarkeit und Transparenz für den Endverbraucher.
Letztlich steht hinter der EU-Gebäuderichtlinie
die berechtigte Hoffnung, Gebäudeeigentümer
schlecht ausgestatteter Gebäude zu motivieren,
energetische Sanierungsmaßnahmen an ihren
Gebäuden durchführen zu lassen. Somit profitiert nicht zu letzt die Umwelt: Der Energiepass
wird langfristig helfen, Energie einzusparen, den
CO2-Ausstoß zu reduzieren und dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken.
Die Deutsche Energie Agentur hat einen Prototypen eines Energiepasses entwickelt. Und die
Verbraucherzentrale NRW hat zehn Modellkommunen ausgewählt, um mit ihnen gemeinsam
diesen Prototypen im Jahr 2004 zu testen und zu
optimieren. Düsseldorf gehört dazu!
Im Dialog mit der Ingenieurkammer
Bau NRW hat die Landeshauptstadt Düsseldorf gestaffelte Preise je nach Größe der zu untersuchenden Immobilie formuliert.
Diese sind nicht rechtsverbindlich,
sondern gelten als Orientierungshilfe. In jedem Fall aber liegen sie deutlich niedriger als die zu erwartenden
Preise ab 2006.
61
9. Energiepass
Energiepass
Impressum
Herausgeber
Umweltamt
Landeshauptstadt Düsseldorf
62
Fotos
Seiten 13 – 15:
Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach e.V. im
Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. und
SAINT-GOBAIN ISOVER G + H AG
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zu den in Düsseldorf festgelegten Preisen Energiepässe auszustellen.
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jeglicher Art oder Übertragung in irgendeiner Weise ist nur mit schriftlicher
Genehmigung des Herausgebers bzw.
Verlages gestattet.
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10. Beratung hilft weiter: Die Serviceagentur Atlbausanierung (SAGA)
Beratung hilft weiter: Die Serviceagentur Atlbausanierung (SAGA)
Mit der vorliegenden Broschüre sollen Hauseigentümern ein paar Informationen über energetische
Altbausanierung vermittelt werden. Bevor Sie jedoch mit der Sanierung beginnen, sollten Sie auf
jeden Fall qualifizierte Energieberatung in Anspruch nehmen. Da kann Ihnen die Serviceagentur Altbausanierung (SAGA) der Landeshauptstadt Düsseldorf weiterhelfen.
66
Was ist die SAGA?
Die SAGA ist eine Einrichtung, die Hausbesitzer
bei der energetischen Altbausanierung berät und
unterstützt. Sie wird von der Landeshauptstadt
Düsseldorf, den Stadtwerken Düsseldorf AG und
der Verbraucherzentrale NRW getragen.
Unterstützend tätig ist ein Netzwerk aus erfahrenen Institutionen:
Gesamtverband des Deutschen Brennstoffund Mineralölhandels
Haus und Grund Düsseldorf und Umgebung e.V., Landesgeschäftsstelle NRW
des Bundesfachverbands Wohnungs- und
Immobilienverwalter e.V., Mieterverein
Stadtsparkasse Düsseldorf und
Volksbank Düsseldorf-Neuss eG
Architektenkammer NRW,
Ingenieurkammer-Bau NRW
Wem hilft die SAGA?
Handwerkskammer Düsseldorf,
Kreishandwerkerschaft Düsseldorf,
Innungen verschiedener Gewerke
Die SAGA unterstützt alle privaten Hauseigentümer, insbesondere von Mehrfamilienhäusern.
Hier besteht ein großer Nachholbedarf bei der
energetischen Sanierung. Dabei ist es gerade für
Vermieter besonders wichtig, ihre Gebäude für
den Markt energetisch fit zu machen, damit sie
auch in Zukunft vermietbar bleiben.
10. Beratung hilft weiter: Die Serviceagentur Atlbausanierung (SAGA)
Beratung hilft weiter: Die Serviceagentur Atlbausanierung (SAGA)
Was bietet die SAGA? Die SAGA bietet:
Broschüren über energetische Altbausanierung
Ratgeber zur Förderung
Steuertipps für Mehrfamilienhausbesitzer
Tipps zur reibungslosen Planung und Umsetzung von Energiesparmaßnahmen
Informationen zu Baurecht und Denkmalschutz und über die Energieeinsparverordnung
Wie bekomme ich diese Dienstleistungen?
Sie erhalten diese Dienstleistungen über die
Info-Hotline.
Rufen Sie einfach an unter der Telefonnummer 01801 999439 (6 ct pro Minute, Tarif
der Deutschen Telekom). Sie erhalten Montags bis Freitags jeweils von 9 bis 13 Uhr und
von 14 bis 17 Uhr wertvolle Informationen
rund um das Thema „energetische Altbausanierung“.
Egal ob es um fachliche Fragen geht, um Fragen
zu finanziellen Förderung oder zu Energieberatung, die Mitarbeiter der SAGA helfen Ihnen in
jedem Fall weiter.
Rechtsratgeber für Vermieter und Mieter
Energieverbrauchs-Checks im Internet
Vermittlung von Energieberatung:
Vom Grob-Check bis zum Detailgutachten,
bei Bedarf auch vor Ort
Listen von Energieberatern, Architekten
und Ingenieure mit Altbausanierungserfahrung sowie von Handwerkern
Auf der Internetseite www.saga-duesseldorf.de
finden Sie viele wichtige Informationen, die Sie
zur energetischen Altbausanierung brauchen;
angefangen von Bestelladressen für Informations-Broschüren über Förderratgeber, Hinweise
zur Energieeinsparverordnung, Energie-Checks
für Ihr Haus bis hin zu Listen von Energieberatern, Architekten und Handwerkern.
Was kostet das?
Vermittlung von „Sanierungsbegleitern“,
die den Eigentümer bei vielen Schritten der
energetischen Altbausanierung unterstützen.
Der Service der SAGA ist kostenlos. Er ist eine
Dienstleistung, die von der Landeshauptstadt
Düsseldorf, den Stadtwerken Düsseldorf AG und
der Verbraucherzentrale NRW für Sie erbracht
wird.
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11. Glossar
Glossar
Brennwerttechnik
70
Die Brennwerttechnik ist eine Weiterentwicklung der Niedertemperaturtechnik. Ein Teil des
im Abgas enthaltenen Wasserdampfes wird im
Kessel kondensiert. Dadurch erzielt man einen
deutlich geringeren Schadstoffausstoß und eine
bis zu 11 % bessere Brennstoffausnutzung.
Heizenergiebedarf
Der Heizenergiebedarf ist der zusätzlich zu den
Wärmegewinnen (solare und interne Wärmegewinne) erforderliche Wärmebedarf, um ein
Gebäude auf einer gewünschten Innentemperatur zu halten.
Heizlast
Die Heizlast ist die über eine bestimmte Zeitspanne, z.B. ein Jahr, erforderliche Heizwärme,
um eine bestimmte Innentemperatur im Gebäude zu erreichen.
Jahresnutzungsgrad
Der Jahresnutzungsgrad gibt an, wie viel Prozent
des eingesetzten Brennstoffs über ein Jahr gesehen für die Beheizung der Wohnräume genutzt
wird.
Kohlendioxid, Kohlenstoffdioxid, CO2
Bei der Verbrennung von Öl, Erdgas und Holz
entsteht Kohlendioxid. Dieses wird als Hauptverursacher des Treibhauseffektes und der hieraus
resultierenden Erwärmung der Erdatmosphäre
angesehen.
11. Glossar
Niedertemperaturtechnik
Thermografie
Bei der Niedertemperaturtechnik wird das Wasser in der Heizungsanlage in Abhängigkeit der
Außentemperatur geregelt. Das Kesselwasser
wird jeweils nur so weit erwärmt, wie es notwendig ist, um das Haus bei der gerade herrschenden
Außentemperatur zu beheizen. An kalten Tagen
liegt diese Temperatur höher als an warmen
Tagen.
Die Thermografie ist die Aufnahme von Gebäuden mit einer Wärmebildkamera. Die
unterschiedlichen Oberflächentemperaturen
des Gebäudes sind farblich unterschieden. Der
Betrachter kann somit warme und kalte Flächen
und Wärmebrücken erkennen.
U-Wert
Norm-Nutzungsgrad
Der Norm-Nutzungsgrad ist das Verhältnis der
über eine bestimmte Zeitspanne, z.B. ein Jahr,
von der Heizungsanlage in die Räume abgegebene Wärme zum eingesetzten Brennstoff.
Perimeterdämmung
Der U-Wert (früher k-Wert) gibt an, wie viel
Wärme durch einen Quadratmeter Bauteil bei
einer Temperaturdifferenz von einem Grad
zwischen der Außenluft und dem Gebäudeinneren hindurchgeht. Mit dem U-Wert in Watt pro
Quadratmeter und Kelvin (W/m²K) kann die
energetische Qualität eines Bauteils oder Werkstoffs bewertet werden. Je kleiner der U-Wert,
desto besser die Wärmedämmung.
Die Perimeterdämmung ist die Außendämmung
des Kellers eines Gebäudes.
Wärmeleitfähigkeitsgruppe
Primärenergie
Primärenergie ist die ursprüngliche Energieform
von natürlichen Vorkommen, wie Steinkohle,
Erdöl, Erdgas usw., bevor diese gewonnen, umgewandelt und transportiert werden.
Die Dämmstoffe sind in Wärmeleitfähigkeitsgruppen eingeteilt. Um eine gute Dämmwirkung
zu erreichen, sollte das Material ein möglichst
geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit ist, desto dünner
kann die Dämmschicht sein im Vergleich zu Materialien mit höherer Wärmeleitfähigkeit.
Regenerative Energie
Energieformen, die dauerhaft zur Verfügung stehen, wie Sonnenenergie, Erdwärme, Windkraft,
oder aus nachwachsenden Rohstoffen produziert
wird.
Wasserdampfdiffusion
Die Wasserdampfdiffusion ist der Feuchtetransport vom Wohnraum in Dämmschicht und Außenwand nach außen.
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Hauptsitz Düsseldorf-Eller
Am Kleinforst 5 • 40627 Düsseldorf-Eller
Tel: (0211) 9 26 04-0 • Fax (0211) 27 25 62
Niederlassung Hilden
Zur Verlach 12 • 40723 Hilden • Tel: (02103) 6 30 27 • Fax (02103) 6 30 28
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Deichstraße 73 - 77 • 41541 Dormagen • Tel: (02133) 25 43-0 • Fax (02133) 25 43-14
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Vergleich der jährlichen Brennstoffkosten für Heizöl und Erdgas seit 1997
Basis: Jahresverbrauch von 3.000 l Heizöl EL bzw. 33.540 kWhHs Erdgas
1.551,–
1.500,–
1.250,–
1.000,–
750,–
1.083,–
1.070,–
794,–
659,–
1.050,–
1.212,–
1.250,–
1.137,–
1.512,–
1.454,–
1.034,–
1.093,–
789,–
500,–
250,–
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
276,–
424,–
261,–
38,–
414,–
420,–
419,–
0,–
Preisvorteil
in EUR
Heizöl EL
Erdgas
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 17, Reihe 7, alte Bundesländer, bei Abnahme von 3.000 l Heizöl bzw. 2.300 kWh s Erdgas/Monat
H
(11,18 kWh s entsprechen 1 Liter Heizöl EL). Für einen vollständigen Heizkostenvergleich sind neben den Brennstoffkosten auch die betriebsH
und kapitalgebundenen Kosten eines Heizsystems zu berücksichtigen.
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