Das schulinterne Pilotprojekt K-Null-Acht - sek

Werbung
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
Das schulinterne Pilotprojekt
K-Null-Acht
von der Grundidee zur Umsetzung im Schulalltag
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
!
Dieser Bericht wurde für das Kollegium der Sekundarschule Waldenburgertal, das AVS
(Amt für Volksschulen Abteilung Sonderpädagogik), den Schulrat und weitere Interessierte
verfasst.
01. Februar 2016
Für das Projektteam
Für die Schulleitung
Harry Barelds
Projektleiter
Hanni Flury
Schulleitung / Konrektorin
!
2
!
!
!
!
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ....................................................................................................................... 4
1.1
1.2
1.3
1.4
Ausgangslage ......................................................................................................................4
Die Trainingsraum-Methode ................................................................................................5
Projektleitung und -team ......................................................................................................5
Organisation und Vorgehen .................................................................................................6
2 Die Grundidee des Pilotprojektes ................................................................................ 7
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
„K-Null-Acht“ verändert den Blickwinkel...............................................................................7
Der Trainingsraum „K-Null-Acht“..........................................................................................8
Eigenverantwortung .............................................................................................................8
Die Verantwortung der Jugendlichen ...................................................................................9
Die Verantwortung der Lehrpersonen ..................................................................................9
Rechte und Pflichten von Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern...............................10
Die Bedeutung von Regeln ................................................................................................11
3 Die Umsetzung ............................................................................................................. 12
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
Im Unterricht ......................................................................................................................12
Im Trainingsraum „K-Null-Acht“ .........................................................................................14
Das Gespräch ....................................................................................................................15
Der Plan .............................................................................................................................15
Die Örtlichkeit.....................................................................................................................16
Wenn Schülerinnen und Schüler sich im „K-Null-Acht“ verweigern ...................................17
Der Ablauf im Überblick .....................................................................................................18
K-Null-Acht als Mediation...................................................................................................18
4 Ausblick ........................................................................................................................ 19
!
4.1
4.2
Die Evaluation ....................................................................................................................19
Das weitere Vorgehen .......................................................................................................19
Anhang .............................................................................................................................. 22
Blatt 1
Blatt 2
Blatt 3
Blatt 4
Blatt 5
Blatt 6
Blatt 7
Blatt 8
Blatt 9
Blatt 10
Blatt 11
Blatt 12
!
Ablauf bei Unterrichtsstörungen
Unterrichtsstörungen im Klassenraum
Leitfaden zum Ablauf im K-Null-Acht
Grundhaltung des K-Null-Acht-Teams
Tagesprotokoll K-Null-Acht
Anmeldeformular K-Null-Acht
Wie erstelle ich einen Plan
Mein Plan / Ziel
Die K-Null-Acht Methode im Überblick
Schulhausordnung der Sekundarschule Waldenburgertal
Projektplanung K-Null-Acht
Controlling K-Null-Acht
3
!
!
!
!
Das Pilotprojekt „K-Null-Acht“
1.
Einleitung
1.1
Ausgangslage
„K-Null-Acht“ so heisst der Name eines Pilotprojekts der Sekundarschule Waldenburgertal
in Oberdorf BL.
Die Abteilung Sonderpädagogik des Kantons Baselland hat fünf Schulen im Schuljahr
2015/16 zusätzliche Ressourcen zugesprochen, um Klassen mit vielen Schülerinnen und
Schüler mit speziellem Förderbedarf zu unterstützen. Die zusätzlichen Ressourcen können die Schulen teilautonom und gemäss ihrem Bedarf einsetzen.
An einer schulinternen Weiterbildung (SCHIWE) vor fünf Jahren haben sich die Lehrpersonen der Sekundarschule Waldenburgertal für ein Modell mit lösungsorientiertem Ansatz
(LOA) entschieden. Mit dieser Haltung setzt sich unsere Schule seit 2010 intensiv auseinander. So war es naheliegend, dass wir die zusätzlichen Ressourcen nicht nur einzelnen
SchülerInnen oder Klassen, sondern dem ganzen System zugute kommen lassen und einen Schulentwicklungsprozess in Gang setzen wollten.
Zunehmend übersteigen die Aufgaben und Anforderungen an die Lehrpersonen, Heil- und
Sozialpädagogen, die durch komplexe und vielfältige Art von Unterrichtsstörungen konfrontiert werden, ihren Berufs- und Grundauftrag.
Die Schulleitung entschloss sich zu einem Projekt, das in ihrem Auftrag und mit professioneller Leitung und Begleitung eine wirkungsvolle Verbesserung und Beruhigung erzielen
sollte.
Mit dem Projekt, dessen Arbeitstitel ursprünglich ISF+ hiess, verfolgt die Sekundarschule
Waldenburgertal folgende Ziele:
! Schülerinnen und Schüler gelangen zu einer Kompetenzerhöhung, indem sie ihr
Störverhalten reflektieren und lösungsorientierte Alternativen finden.
! Lehrpersonen werden entlastet und fachlich bei Unterrichtsstörungen unterstützt.
! Lernen wird mit Hilfe von verschiedenen Lerntechniken geübt.
! Das Ausmass an Unterrichtsstörungen wird reduziert und das Klima im Unterricht
wird lernförderlicher.
!
4
!
!
!
!
1.2
Die Trainingsraum-Methode
Die Schulleitung und das Projektteam einigten sich, dass das Projekt auf der Trainingsraum-Methode basieren sollte, die von Heidrun Bründel und Erika Simon 1, nach dem
gleichnamigen Buch „die Trainingsraum-Methode“ entwickelt und erfolgreich bereits an
verschiedenen Schulen durchgeführt wurde.
Bei dieser Methode geht es im Wesentlichen um die Förderung der Selbstverantwortung
der Schülerinnen und Schüler.
Als Grundlage dazu dienen klare Regeln, bei deren Nichteinhaltung klare Konsequenzen
folgen.
Ebenso wichtig ist die Erkenntnis, dass alle an unserer Schule Rechte und Pflichten haben:
! Jede Schülerin / jeder Schüler hat das Recht auf einen guten Unterricht und die
Pflicht, diesen störungsfrei zu ermöglichen.
! Jede Lehrperson hat das Recht auf einen störungsfreien Unterricht und die Pflicht,
diesen gut zu gestalten.
! Rechte und Pflichten von Lehrpersonen und Jugendlichen müssen gewährt, respektiert und erfüllt werden.
1.3
Projektleitung und -team
!
Die Stelle für die Projektleitung wurde ausgeschrieben und Harry Barelds, dipl. Sozialpädadoge HF und Schulsozialarbeiter der Sekundarschule Reigoldswil (Partnerschule im
Schulkreis Frenkentäler) konnte zu 60% angestellt werden. Intern meldeten sich einige
Lehr- und Fachpersonen, die interessiert waren, im Projekt mitzuarbeiten. Sie werden wöchentlich mit je einer Lektion honoriert.
Das Projektteam besteht aus sechs Mitgliedern:
Projektleitung:
Schulleitung:
ISF- und Fachlehrerin:
Heilpädagogin:
Klassenlehrerin:
Klassenlehrer:
Harry Barelds (Bh)
Hanni Flury (Fl)
Susanne Niederhauser (Ns)
Helga Macek (Mh)
Colette Spahr (Sp)
Lucio Galli (Gl)
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
1
!
Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ BELTZ Verlag
5
!
!
!
!
1.4
Organisation und Vorgehen
Das Projektteam trifft sich wöchentlich zu einer Teamsitzung und der Projektleiter bespricht sich zweiwöchentlich mit der Schulleiterin. Das Pilotprojekt wird dabei schrittweise
gemeinsam entwickelt. Aus dem Arbeitstitel „ISF+“ wurde der neue Name „K-Null-Acht“.
Dieser Name resultiert aus Diskussionen und einem Brainstorming der Projektgruppe. Er
ist identisch mit der Bezeichnung des Raumes K08, dem eigentlichen Trainingsraum.
Der Untertitel (Slogan): „Mein Weg - mein Ziel, 8-sam erreich ich viel“ ist gleichzeitig entstanden. Das Logo symbolisiert eine „liegende Acht“ und gleichzeitig den Fluss des Prozesses (Übernahme der Eigenverantwortung).
Die Umsetzung wird zunächst vorwiegend im Niveau A stattfinden. Über den Verlauf des
Projekts wird regelmässig auf der Homepage informiert.
Das Projekt wird zu Beginn nur im Niveau A umgesetzt. Zum einen, weil es einfacher ist,
erste Erfahrungen nur in einem Teil der Schule zu machen und zum andern, weil im Niveau A am meisten Schülerinnen und Schüler mit speziellem Förderbedarf vorhanden
sind.
Am 7. und 14. September 2015 führten wir je eine Informationsveranstaltungen durch; den
Klassen- und Fachlehrpersonen des Niveaus A wurde das Projekt vorgestellt.
Am 9. November 2015 fand eine weitere Infoveranstaltung für Fachlehrpersonen und Interessierte statt. Am 7. Dezember 2015 organisierten wir eine gemeinsame Eltern- / Schülerinnen und Schüler Infoveranstaltung, an der auch Delegierte des Schulrats anwesend
waren.
!
6
!
!
!
!
2
Die Grundidee des Pilotprojektes
2.1
„K-Null-Acht“ verändert den Blickwinkel
„Störungen sind sichtbare und konkrete Handlungen, wie z.B. mit dem Nachbar quatschen, Geräusche machen, in die Klasse rufen, mit dem Stuhl kippeln, Handgreiflichkeiten
etc. Handlungen sind einerseits wahrgenommene Körperbewegungen, anderseits müssen
sie vom Beobachter als Handlung verstanden und interpretiert werden.“ 2
Die Wahrnehmung von Störungen ist subjektiv. So können die Konsequenzen einer Störung entweder positiv oder auch negativ für einen selbst gesehen werden, genauso wie
ein Glas Wasser als halb voll (positiv) oder halb leer (negativ) betrachtet werden kann.
Zwischen Absicht und Verhalten zu trennen, setzt ein Umdenken (ein veränderter Blickwinkel) aufseiten der Lehrpersonen voraus sowie ein Unterbrechen des üblichen negativen Interpretationskreislaufs.
Es unterscheiden sich nicht nur Lehrerinnen und Lehrer untereinander, was ihre Störungsempfindlichkeit anbetrifft, sondern diese hängt auch von der jeweiligen Stimmung,
der Tagesform, der Müdigkeit und der Gelassenheit der einzelnen Lehrpersonen ab.
Aus dem Teufelskreis einer negativen Ursachenbeschreibung sollten Lehrerinnen und
Lehrer herauskommen, den/die störende/n SchülerIn nicht in ihrer/seiner Persönlichkeit
abwerten. Sie sollten in der Störung eine Handlung sehen, für die sie im Moment zwar
keine Erklärung finden können, aber den störenden Jugendlichen nachvollziehbare Gründe zubilligen. Er stört, weil er etwas bezwecken, bzw. erreichen will.
Störungen sind offene oder verdeckte Botschaften, die entschlüsselt werden müssen.
Im Idealfall müssten die Lehrpersonen gemeinsam mit den störenden Jugendlichen herausfinden, welche Intention seinem Verhalten zugrunde lag, und mit ihm einen Weg zur
Vermeidung der Störung suchen. Dieser soll sich verstanden wissen und bereit sein, sein
Verhalten zu kontrollieren und nicht störende Verhaltensweisen zu zeigen.
Dies ist jedoch im Unterricht nicht möglich, denn dazu müssten die Lehrpersonen ihren
Unterricht unterbrechen, und andere Schülerinnen und Schüler würden nicht zu ihrem
Recht auf störungsfreien Unterricht kommen.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
2
!
!Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 25!
7
!
!
!
!
2.2
Der Trainingsraum „K-Null-Acht“
Die Wahrnehmung der Störung durch die Lehrperson und die entsprechende Reaktion
geschieht im Unterricht.
Die Reflexion über das Störverhalten sowie der Versuch, den Jugendlichen zu einer Änderung seines Verhalten zu motivieren, erfolgt im „K-Null-Acht“.
Der Trainingsraum ist der passende Ort, in den störende Jugendliche gehen können, die
sich nicht an Regeln halten können oder wollen. Dort haben sie die Gelegenheit, mit Hilfe
der „K-Null-Acht“-Fachperson über ihr bisheriges Verhalten nachzudenken und Ideen für
ein alternatives Verhalten in Form eines Planes zu finden und zu entwickeln.
Wichtig ist zu erkennen, dass Jugendliche, die in den Trainingsraum „K-Null-Acht“ gehen,
sich selbst dazu entschieden haben und zwar entweder nach einer ersten Störung oder
nach einer zweiten Störung. In jeden Fall findet eine eigene Entscheidung statt.
Das Ziel von „K-Null-Acht“ heisst Förderung und Hilfe zur Eigenverantwortung.
Es wird angestrebt, das Bewusstsein für Regeln - Regeleinhaltung und Regelverletzung - zu stärken und die Jugendlichen zu (eigen-)verantwortlichem Handeln
motivieren.
2.3
Eigenverantwortung
Grundsätzlich gilt, dass jedes Individuum für sein eigenes Tun Verantwortung trägt.
Das gilt nicht nur für die Familie und die Schule, sondern auch für den gesamten gesellschaftlichen Bereich. Keiner kann für das Verhalten anderer zur Verantwortung gezogen
werden.
Die Grundidee von Eigenverantwortung in der Schule:
! Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler tragen Verantwortung für ihr eigenes Tun.
! Die Lehrpersonen sind für das Lehren verantwortlich und für das, was sie „aussenden“,
nicht für das, was ankommt und was die Schülerinnen und Schüler daraus machen.
! Die Schülerinnen und Schüler sind für das Lernen verantwortlich. Lernen ist Selbstorganisation.
! Die Lehrpersonen und die Jugendlichen müssen Abschied nehmen von der Meinung,
sie könnten andere Individuen mit Druck verändern: Druck erzeugt Gegendruck. 3
Statt Druck, der Gegendruck erzeugt ! Von Strafe zur eigenverantwortliches
Handeln und Denken.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
3
!
Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 44
8
!
!
!
!
2.4
Die Verantwortung der Jugendlichen
Schülerinnen und Schüler sind für ihr Verhalten in der Schule selbst verantwortlich und
zwar sowohl für ihr soziales Verhalten, als auch für ihr Lernverhalten. Lernen ist Selbstorganisation, Selbstbewegung und Eigengestaltung.
Lehrpersonen können ihnen zwar Hilfestellungen geben, Lerntechniken vermitteln, aber
ob die Schülerinnen und Schüler die Hilfen annehmen, liegt nicht in ihrer Hand. Lehrpersonen können Jugendlichen das Lernen selbst nicht abnehmen. Alle Lernschritte unterliegen der Eigenverantwortung jedes einzelnen Jugendlichen.
Eigenverantwortung heisst für Schülerinnen und Schüler zu lernen, mit inneren Wünschen
und Antrieben, den daraus erfolgten Reaktionen, angemessen umzugehen. 4
Die Verantwortung für das eigene Tun liegt beim Jugendlichen selbst.
2.5
Die Verantwortung der Lehrpersonen
Lehrpersonen sind für das Lehren verantwortlich. Darunter ist nicht nur das Bemühen um
einen guten didaktischen und methodischen Unterricht zu verstehen, sondern auch das
Bemühen, ein gutes Klassenklima und gute Beziehungen zu den Jugendlichen herzustellen. Unterricht ist erziehender Unterricht. Unterricht ist nie nur Fachunterricht, Methodik
und Fachdidaktik, sondern immer zugleich auch Erziehung.
Der erzieherische Einfluss der Lehrperson liegt im positiven Kontakt zu ihren Schülerinnen
und Schüler, in dem Bemühen, eine gute Beziehung zu ihnen aufzubauen und in ihrem
Vorbildverhalten. Dazu gehört vor allem ein respektvoller Umgang mit den Schülerinnen
und Schülern.
Erziehender Unterricht hat das Ziel, die Einstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der
Jugendlichen hervorzubringen, die nicht nur ihre kognitiven, sondern auch ihre emotionalen und sozialen Kompetenzen zu stärken. Diese liegen vor allem in der Rücksichtnahme
auf andere und in der Verantwortungsübernahme für eigenes Handeln.
Diejenigen, die lernen wollen, müssen störungsfrei lernen können und diejenigen, die wiederholt stören, brauchen Hilfe, Zeit und Unterstützung. 5
Erziehung zur Selbständigkeit und Eigenverantwortung ist ein langer Prozess.
Gut Ding will Weile haben.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
4
5
!
Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 47!
!Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 47 / S. 48!
9
!
!
!
!
2.6
Rechte und Pflichten von Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern
Verantwortungsübernahme bedeutet auch Anerkennung des Gebots, dass Lehrpersonen,
Schülerinnen und Schüler sowohl Rechte als auch Pflichten haben (siehe unter 1.2)
Die Rechte und Pflichten von Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern sind in etwa
gleich verteilt. Die Verpflichtung zum „guten Unterricht“ wird zwar von den Lehrpersonen
gefordert,
jedoch in diesem Programm nicht eigens überprüft. Das ist Aufgabe der Schulleitung.
Die Unterrichtsqualität von Lehrpersonen muss durch andere Massnahmen gesichert werden, wie z. B. durch Unterrichtsbesuche, Supervision, Intervision, Evaluation, Feedback,
Gespräche mit Kolleginnen oder Kollegen, sowie mit der Schulleitung.
Die Ziele von „K-Null-Acht“ entsprechen auch den Leitideen des aktuellen Lehrplans des
Kantons Baselland, wozu Schülerinnen und Schülern am Ende der Sekundarschule fähig
sein sollen:
!
!
!
!
Selbständig Wissen zu erwerben und anzuwenden
Eine eigene Meinung zu formulieren und zu vertreten
Gleichberechtigt mit Partnerinnen und Partnern im Team zu arbeiten
Sich neue Herausforderungen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen
Das „K-Null-Acht“-Team kann bei Bedarf mit beratender Funktion zur Seite stehen.
!
10
!
!
!
!
2.7
Die Bedeutung von Regeln
„Regeln und Vereinbarungen sind unerlässlich für das Zusammenleben in Familie und
Schule. Regeln stecken den Rahmen für wünschenswertes Verhalten ab und geben Schülerinnen und Schülern Orientierung und Sicherheit. Schülerinnen und Schülern möchten
wissen, woran sie sind und was sie tun dürfen oder unterlassen sollen. Regeln setzen
zwar ihrem Verhalten Grenzen, dafür vermitteln sie jedoch innerhalb dieser Grenzen Klarheit und Zuverlässigkeit.
Optimal ist es, wenn Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler gemeinsam ihre Regeln
des Zusammenlebens festlegen, und dafür sollten sie sich Zeit nehmen.
Regeln des Zusammenlebens haben nicht nur für die Schülerinnen und Schüler eine
grosse Bedeutung, sondern auch für die Lehrpersonen.
Regeln ermöglichen, wenn diese eingehalten werden, einen weitgehend störungsfreien
Unterricht.“ 6
„Wenn Schülerinnen und Schüler den Unterricht stören, sind sie sich meistens nicht bewusst, dass sie dabei die Rechte anderer verletzen. Sie wollen eigentlich nur spontan das
erreichen, was sie gerade anstreben, ob dies nun darin besteht, die Aufmerksamkeit der
anderen Mitschülerinnen und Mitschülern zu erhalten, sich mit etwas anderem als den
Unterrichtsinhalten zu beschäftigen, oder die Lehrperson zu ärgern. Die meisten Störungen entstehen jedoch nicht aus böser Absicht, sondern aus Gedankenlosigkeit darüber,
dass das eigene Verhalten andere in ihren Rechten beeinträchtigen könnte.“ 7
Diese Gedankenlosigkeit soll mit der Trainingsraum-Methode des eigenverantwortlichen
Denkens und Handelns aufgehoben sowie die Verantwortungsübernahme der Jugendlichen für ihr Verhalten gestärkt werden. Ihr Bewusstsein für die Notwendigkeit der Einhaltung von Regeln in der Schule soll wieder wachgerufen werden. Die Regeln sind ein integraler Bestandteil vom Projekt „K-Null-Acht“.
Verantwortlich zu denken, Entscheidungen zu treffen, darüber nachzudenken, was man
eigentlich will und welches die Folgen des eigenen Tuns sind, dies sind die Ziele von Projekt „K-Null-Acht“ im eigenverantwortlichen Denken und Handeln.
Regeln bieten Orientierung und unterstützen das eigenverantwortliche Denken
und Handeln.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
6
7
!
!Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 50!
Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 52!
11
!
!
!
!
3
Die Umsetzung
3.1
Im Unterricht
Fühlt die Lehrperson sich im Unterricht gestört oder bemerkt, dass andere Schülerinnen
oder Schüler sich gestört fühlen, reagiert sie (vielleicht) anders als bisher.
Die Lehrperson versucht, der Schülerin/dem Schüler bewusst zu machen, dass ihre/seine
Handlung eine Störung darstellt und lässt sie/ihn die Regel benennen, gegen die sie/er
verstossen hat. Er stellt sie/ihn vor die Entscheidung: Zu bleiben und weiter am Unterricht
teilzunehmen, ohne zu stören, oder aber ins „K-Null-Acht“ zu gehen, wo eine Fachperson
in aller Ruhe das Störverhalten mit ihr/ihm bespricht. Es geht dabei immer wieder darum,
dass sich die/der störende Schülerin/Schüler bewusst ist, dass es ihre/seine Entscheidung
ist.
Der Frageprozess sieht in etwa aus wie folgt:
Der Frageprozess
1. „Was machst du?“
2. „Wie lautet die Regel, gegen die du verstossen hast?“
3. „Wie entscheidest du dich?“
4. „Du weißt, bei der nächsten Störung gehst du ins K-Null-Acht.“
„Die Fragen 1, 2 und 4 sind sehr wichtig und haben die grösste Wirkung. Die Erfahrung
zeigt, dass schon bei Frage 1 nicht nur die betreffende Schülerin/der betreffende Schüler
aufmerksam und ruhig wird, sondern meistens zugleich auch alle anderen Schülerinnen
und Schüler der Klasse, denn sie kennen die Konsequenzen. Es ist wichtig, die Schülerin /
den Schüler die Regel benennen zu lassen, gegen die sie/er verstossen hat, weil er sich
oftmals keines Regelverstosses bewusst ist und erst, wenn er den Regelverstoss nennt,
dessen gewahr wird, dass sein Verhalten eine Störung darstellte.“ 8
Die vierte Frage ist enorm wichtig, weil sie die Schülerinnen und Schüler daran erinnert,
dass sie bei einer zweiten Störung den Klassenraum verlassen und ins „K-Null-Acht“ gehen. Bei einer zweiten Störung werden die Fragen 1 – 4 nicht mehr gestellt, sondern dann
sagt die Lehrperson nur noch: „Du hast dich entschieden ins „K-Null-Acht“ zu gehen“
Kein Schüler wird ins „K-Null-Acht“ geschickt, denn in jeden Fall hat er sich
zuvor durch sein Verhalten mehr oder weniger bewusst selbst dazu entschieden.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
8
!
Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 53
12
!
!
!
!
Dieser Frageprozess ist natürlich nur ein Beispiel um das Grundthema zu verstehen.
Selbstverständlich können auch andere Formulierungen benutzt und die Fragen individuell
gestellt werden.
Es ist aber von grosser Bedeutung, dass die Lehrpersonen die Fragen ohne Vorwurf und
Drohung, freundlich und in einem respektvollen Ton stellen. Damit ermöglichen sie den
Schülern Selbstreflexion, die sich in vier Phasen aufteilen lässt:
!
!
!
!
Von der Selbstbeobachtung zur Selbststeuerung
Von der Selbststeuerung zur Selbstkontrolle
Von der Selbstkontrolle zur Selbstverantwortung
Von der Selbstverantwortung zur Selbstveränderung
Hier noch ein weiteres Beispiel:
Erweiterter Frageprozess
1. „Was tust du gerade?“
„Beschreibe einmal, was du gerade tust!“ (Falls
die Schülerinnen und Schüler sagen: „Wieso?
Nichts!“, dann kann man sagen: „Ich sehe, dass
du.... machst“.
2. „Wie lautet unsere Regel?“
„Gegen welche Regel verstösst du mit deinem
Verhalten?“
3. „Wofür entscheidest du dich?“
„Was möchtest du?
Möchtest du über dein Störverhalten nachdenken oder möchtest du dein Störverhalten aufgeben und in der Klasse bleiben? Du kannst dich
jetzt entscheiden!“
4. „Du weißt, wenn du wieder störst, gehst du ins K-Null-Acht.“
Bleiben oder gehen? Diese Frage macht einen Entscheidungsprozess notwendig.
Die Schülerinnen und Schüler müssen entscheiden, was sie wollen: Am Unterricht teilnehmen ohne zu stören oder ins „K-Null-Acht“ gehen und über ihr Störverhalten nachdenken. Diese Entscheidung wird ihnen nicht abgenommen, und es wäre nicht im Sinne von
„K-Null-Acht“, sie einfach ins „K-Null-Acht“ zu schicken, ohne ihnen die Entscheidungsfrage gestellt zu haben.
Wenn die Schülerin / der Schüler allerdings das zweite Mal stört, werden ihr / ihm keine
Fragen mehr gestellt, denn nun kann die Lehrperson davon ausgehen, dass die Schülerin
/ der Schüler sich durch sein Handeln entschieden hat, ins „K-Null-Acht“ zu gehen, denn
sie / er wusste ja, was passieren würde, wenn er wieder stört. Die zweite Störung hat er
dann mehr oder weniger in Kauf genommen und muss somit auch die Konsequenzen seines Tuns tragen.
Damit die Schülerinnen und Schüler die Fragen stets vor Augen haben und daran erinnert
werden, dass sie sich entscheiden können, ist es hilfreich, wenn in jeder Klasse ein Klas!
13
!
!
!
!
senplakat aufgehängt ist, aus dem der Frageprozess noch einmal hervorgeht (Blatt 1, LP
Information).
3.2
Im Trainingsraum „K-Null-Acht“
„K-Null-Acht“ ist das Herzstück des Programms. Hier finden die eigentlichen Lernprozesse
statt. Sie bestehen vor allem in der Reflexion über das eigene Verhalten.
Die Bereitschaft sich selbst und sein Verhalten in den Mittelpunkt selbstreflexiver Beobachtung zu stellen, ist bei Schülerinnen und Schülern sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Die Fähigkeit zur Selbstregulation kann bei Schülerinnen und Schülern nicht unbedingt
vorausgesetzt, sondern muss angeregt, hervorgerufen und trainiert werden. Dabei helfen
ihnen die Fachpersonen im „K-Null-Acht“.
Mit ihrer Hilfe soll ein Denkprozess in Gang gesetzt werden, der das vorherige Verhalten
an die geltenden Regeln bindet und es ihr/ihm ermöglicht, in einer ruhigen, entspannten
und vorwurfsfreien Atmosphäre Ideen zu entwickeln, wie sie/er ihre/seine Ziele und Wünsche erreichen kann, ohne dass dabei die Rechte der anderen Mitschülerinnen und Mitschülern verletzt werden.
Manche Jugendliche kommen mit aufgeschaukelten Gefühlen ins „K-Null-Acht“, sind wütend und fühlen sich ungerecht behandelt. Dann sollten sie sich erstmals beruhigen, sich
an einen der Tische setzen und schon einmal über ihr Verhalten nachdenken. Sie werden
in jedem Fall respektvoll behandelt und ohne Vorwürfe oder gar Sanktionen erwartet. Die
Schülerin/ der Schüler übergibt der „K-Null-Acht“-Fachperson das Anmeldeformular (Blatt
6, LP Vorlage) auf dem die Klassen- oder Fachlehrperson die erste und auch die zweite
Störung kurz notiert hat.
Dies alles geschieht in einer freundlichen und ruhigen Atmosphäre. Es kommt vor, dass
mehrere Jugendliche gleichzeitig oder kurz nacheinander in den Raum kommen. Sie
sprechen nicht miteinander, sondern sitzen an Einzeltischen und beschäftigen sich gedanklich mit ihrem Verhalten in der Klasse. Im „K-Null-Acht“ gibt es also ebenfalls Regeln.
Die „K-Null-Acht“-Fachperson berät und unterstützt die Jugendlichen in ihrem Prozess zur
Selbstreflexion und eigenverantwortlichem Handeln.
Im Buch „Die Trainingsraum-Methode“ finden sich einige Beispiele von Trainingsraumgesprächen, die als wertvolle Hilfen für AnfängerInnen und Ungeübte dienen.
„Damit Schülerinnen und Schüler ihr neues Verhalten auch wirklich dauerhaft umsetzen,
nicht in alten Verhaltensweisen zurückfallen und sich nicht durch irgendwelche Nebeneffekte von ihren vorgenommenen Handlungen abbringen lassen, besprechen die K-NullAcht-Fachpersonen mit den Schülerinnen und Schülern besonders die positiven Haupteffekte ihres geplanten Handeln. Es gilt zu verhindern, dass Schülerinnen und Schülern dem
!
14
!
!
!
!
Plan zwar zustimmen, aber insgeheim sehr wohl davon ausgehen, ihn nicht umzusetzen.“ 9
Die Pläne werden von der „K-Null-Acht“-Fachperson überprüft. Die Schülerin / der Schüler
legt eigenständig ein Überprüfungstermin fest.
3.3
Das Gespräch
Die „K-Null-Acht“-Fachperson spricht in der zeitlichen Abfolge ihres Ankommens nacheinander mit jeder Schülerin / jedem Schüler. Die Gespräche finden überwiegend in Frageform statt. Fragen an den Jugendlichen bilden den Hauptbestandteil des Gesprächs, denn
nur durch Fragen kann die „K-Null-Acht“-Fachperson herausfinden, was vorgefallen ist,
was die Schülerin/der Schüler mit seinem Verhalten bezweckt, was sie/er mit ihrer/seiner
Störung beabsichtigt hat und was sie/er tun kann, um ihre/seine Ziele zu erreichen und
dabei Störungen zu vermeiden. Es handelt sich dabei nicht um Ausfragen, sondern um
den Wunsch herauszufinden, was genau im Unterricht vorgefallen ist.
Die Frage heisst nicht „Warum“, sondern „Wie“. Gleichzeitig lässt sich die „K-Null-Acht“Fachperson die Regel nennen, gegen welche die Schülerin/der Schüler verstossen hat.
3.4
Der Plan
Jedes „K-Null-Acht“-Gespräch mündet in einen Plan, in dem die Schülerinnen und der
Schüler beschreiben, wie sie das nächste Mal versuchen wollen, die Störung zu vermeiden, und was sie sich vornehmen, anders zu machen. Einen guten Plan zu erstellen, ist
nicht so einfach. Die „K-Null-Acht“-Fachperson muss den Jugendlichen dabei Hilfstellungen bieten und ihnen die Hand reichen (Blatt 7, LP Information).
Im Plan wird immer vom vorherigen Störverhalten des Jugendlichen ausgegangen. Der
Plan gibt nicht den ganzen Inhalt des Gespräches wieder, sondern beschränkt sich auf die
wesentlichen Veränderungsaspekte, die/der Jugendliche sich vorgenommen hat.
Die Veränderungsvorhaben der Schülerinnen und Schüler sind weder spektakulär noch
grossartig. Sie enthalten auch keine Gedanken, die die ganze Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler betreffen, sondern beziehen sich auf die spezifischen Störungen und
deren Vermeidung.
Im Plan sollten kleinschrittige, sichtbare, beobachtbare, messbare und kontrollierbare Verhaltensweisen festgehalten werden. Diese sollten IMMER positiv formuliert sein. Schülerinnen und Schüler sollten also NICHT schreiben, was sie nicht mehr machen wollen,
sondern das, was sie in Zukunft ändern wollen.
Jede NICHT-Aussage kann die „K-Null-Acht“-Fachperson in eine „Stattdessen Aussage“ verwandeln, indem die „K-Null-Acht“-Fachperson die Schülerin / den Schüler fragt:
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
9
!
Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 61
15
!
!
!
!
„Okay, du willst nicht mehr stören, aber was kannst du stattdessen tun?“ Oder: „Was willst
du anders machen als bisher?“ Oder: „Wie willst du es machen?“
Am Ende eines Planes steht jeweils, wen die Schülerinnen und Schüler nach den Hausaufgaben und nach dem versäumten Unterrichtsinhalt fragen werden. Die verpasste Zeit
soll/muss minimiert werden, das heisst die Rückkehr sollte unmittelbar nach dem erstellten
Rückkehrplan erfolgen. Nach dem „K-Null-Acht“-Besuch liegt es in der Verantwortung der
Schülerinnen und Schülern mit dem Klassen- bzw. Fachlehrperson wieder in Kontakt zu
treten und mit ihr/ihm über ihre Pläne zu „verhandeln“. Das Aushandeln der Pläne nimmt
einen wichtigen Platz im Programm des eigenverantwortlichen Denkens und Handelns ein.
Es ermöglicht Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern, das Herstellen und Festigen einer guten Beziehung nicht aus dem Auge zu verlieren. Meistens sind die Pläne so geschrieben, dass die Klassen- und Fachlehrpersonen sie akzeptieren können/müssen.
Ganz selten kommt es vor, dass sie mit den Plänen nicht einverstanden sind. Dann ist es
die Aufgabe von K-Null-Acht, mit den Jugendlichen zu sprechen, so dass sie ihre Pläne
gegebenenfalls korrigieren können.
Werden die Pläne jedoch akzeptiert, nehmen die Klassen- bzw. Fachlehrpersonen diese
an sich und ermuntern die Schülerinnen und Schüler sich daran zu halten. Es ist auch
günstig, sie in den folgenden Unterrichtsstunden von Zeit zu Zeit daran zu erinnern und
sie zu loben, wenn sie ihre Pläne einhalten. Es wäre ein pädagogischer Fehler, die Pläne
einfach wegzustecken und sich nicht mehr darum zu kümmern.
Die Schüler empfinden es als Hilfe und Unterstützung, wenn sie wissen, dass ihre Lehrpersonen sie in ihrem Veränderungsvorhaben begleiten. 10
3.5
Die Örtlichkeit
Die Örtlichkeit stellte sich bei uns als ein relativ schwieriges Unterfangen heraus. Da wir
zugleich Mangel an Gruppenräumen für die spezielle Förderung hatten, stellte die Schule
ein Klassenzimmer zur Verfügung, welches mit schalldämmenden Vorhängen ausgestattet
wurde. Es wurde mit Tischen und Stühlen eingerichtet und einem Pult für den Projektleiter.
Nach ein paar Monaten kamen immer mehr Rückmeldungen, dass diese Einteilung keine
Anonymisierung für die K-Null-Acht-Kunden gewährleiste. Auch dämmten die Vorhänge
nicht immer zufriedenstellend, vor allem, wenn auch die Projektsitzungen im Raum stattfanden. Die Synergien und Kontakte mit den ISF-Lehrpersonen wurden jedoch sehr geschätzt.
Nach knapp einem Semester fiel der Entscheid, die Örtlichkeit zu wechseln und „K-NullAcht“ im Gruppenraum des Lesezentrums unterzubringen.
Leider erwies sich diese neue Lösung nach kurzer Zeit als praxisuntauglich. Zuviel Lärm –
links das vielbenutzte Lesezentrum und rechts der DaZ-Unterricht, beide optisch nur durch
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
10
!
Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 79 bis S. 84
16
!
!
!
!
eine Glaswand getrennt – machten die „K-Null-Acht“-Arbeit praktisch unmöglich. Die
Nachteile waren noch viel schwerwiegender als im richtigen K08-Zimmer.
Projekte sind dazu da, verschiedene Möglichkeiten ohne komplizierte Abläufe und Administration auszuprobieren. Deshalb wechselt das „K-Null-Acht“ nach einem Monat wieder
zurück ins K08. Diesmal wird die Einteilung mit einem verbesserten diskreteren Eingang
angepasst.
Das „K-Null-Acht“ ist nach Möglichkeit während des ganzen Schultags mit einer „K-NullAcht“-Fachperson besetzt. In der Regel ist dies der Projektleiter selber. Kann er die Präsenz nicht gewährleisten, gibt es einen Merkzettel an der Türe, wo und wann er zu erreichen ist. Hier gibt es aber noch Optimierungsbedarf.
3.6
Wenn Schülerinnen und Schüler sich im „K-Null-Acht“ verweigern
Verweigern sich Schülerinnen und Schüler im „K-Null-Acht“, wollen dort nicht mitarbeiten
oder stören, werden ihnen dieselben Fragen wie im Klassenraum gestellt, und sie können
sich nun wiederum entscheiden, entweder im „K-Null-Acht“ mitzuarbeiten oder aber nach
Hause zu gehen, nachdem die „K-Null-Acht“-Fachperson nach Hause telefoniert hat. Die
„Kardinalfrage“ lautet jeweils wieder: „Was möchtest du?“ Die Schüler wissen, das sie am
nächsten Morgen nur in Begleitung ihrer Eltern oder Erziehungsberechtigten wieder in die
Schule kommen dürfen und zunächst wieder ins „K-Null-Acht“ gehen müssen, wenn sie
sich dazu entscheiden, nach Hause zu gehen.
Wichtig ist es, ihnen die Entscheidung zu überlassen. Wenn die Schüler auf die Frage:
„Weißt du was passiert, wenn du hier nicht mitarbeitest?“ antworten: „Dann gehe ich nach
Hause“, sollte sich die „K-Null-Acht“-Fachperson noch einmal vergewissern, ob die Schülerin / der Schüler über die Konsequenzen Bescheid weiss. Sie stellt die Frage: „Und du
weißt, dass du dann Morgen mit deinen Eltern zusammen zu einem Gespräch zur Schule
kommen musst?“. Bejaht die Schülerin / der Schüler diese Frage, könnte die „K-Null-Acht“Fachperson ihr/ihm noch eine Chance geben: „Und du willst das?“
Wenn die Schülerin/der Schüler auch diese Frage mit Ja beantwortet, wird die „K-NullAcht“-Fachperson versuchen die Eltern zu kontaktieren, damit die Schülerin / der Schüler
nach Hause gehen kann.
Wenn die Schülerin / der Schüler aus irgendeinem Grund nicht nach Hause gehen kann
(die Eltern arbeiten, sie müssen warten bis sie abgeholt werden, etc.) bleiben sie bis zum
regulären Unterrichtsschluss in der Schule, an einem Ort unter Aufsicht, notfalls auch im
„K-Null-Acht“. 11
Alle Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern wurden anlässlich der Informationsveranstaltungen über diesen Aspekt informiert. Gemäss Erfahrungen der Schulen, die
mit der Trainingsraum-Methode arbeiten, kommt dies aber sehr selten vor.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
11
!
Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 87!
17
!
!
!
!
3.7
Der Ablauf im Überblick
!
Zum besseren Verständnis haben wir den Ablauf der Methode in einer Grafik dargestellt.
Diese ist im Anhang zu finden unter (Blatt 9, LP Information)
3.8
K-Null-Acht als Mediation
Es ist nicht immer leicht für Lehrpersonen zu erkennen, welcher Jugendliche eine Störung
hauptverantwortlich verursacht hat, weil manchmal mehrere Jugendliche zugleich daran
beteiligt sind.
Lehrpersonen rufen dann meistens denjenigen auf, von dem sie wahrnehmen, dass er am
deutlichsten gestört hat. Es kann jedoch vorkommen, dass dies nicht zu erkennen ist oder
dass zwei oder mehrere Jugendliche dabei sind, miteinander ein Konflikt austragen, der in
Gewalttätigkeiten auszuarten droht.
In diesen Situationen können Lehrpersonen die Schülerinnen/den Schülern die Möglichkeit anbieten, ihren Konflikt im „K-Null-Acht“ im Sinne einer Streitschlichtung, bzw. Mediation beizulegen.
Dies setzt jedoch voraus, dass beide Parteien es auch wollen, denn Mediation ist immer
freiwillig, niemand kann dazu verpflichtet werden.
Wenn „K-Null-Acht“ von zwei oder mehreren Jugendlichen gleichzeitig aufgesucht wird
und auf den Laufzetteln der Begriff „Streitschlichtung“ oder „Mediation“ vermerkt ist, dann
weiss die betreffende „K-Null-Acht“-Fachperson, dass nach den Regeln des Mediationsgesprächs vorgegangen werden muss.
!
18
!
!
!
!
4
Ausblick
4.1
Die Evaluation
Das Pilot-Projekt dauert zu diesem Zeitpunkt 6 Monate, also ein Semester. Das ist noch
keine lange Zeit, um eine aussagekräftige Darstellung über Erfolg und Gelingen des Vorhabens zu machen. Dies gilt es bei der Evaluation zu berücksichtigen.
Was wir bis jetzt haben (Stand 01. Februar 2016):
! Die Projektplanung (siehe Anhang)
! Statistik nach vorliegenden Monats- und Tagesauswertungen (siehe Anhang)
! Protokolle der wöchentlichen Sitzungen (können jederzeit eingesehen werden)
Was wir noch planen:
! Evaluation und Befragung der Lehrpersonen an der SCHIWE vom 18. April 2016
! Interviews, bzw. Aussagen von betroffenen Schülerinnen und Schülern
4.2
Das weitere Vorgehen
Der vorliegende Bericht wird allen Lehrpersonen der Sekundarschule Waldenburg anfangs
Februar 2016 abgegeben. Das Ziel dabei ist, dass alle Lehrpersonen die Grundidee von
„K-Null-Acht“ verstehen, auch wenn sie das Buch nicht gelesen haben und bis anhin noch
nichts mit „K-Null-Acht“ zu tun haben oder vielleicht auch ganz neu an die Schule kommen.
Im April 2016 wird der Entscheid des Kantons fallen, ob das Projekt weiter geführt werden
kann und die Ressourcen wieder bewilligt werden. Das Projekt-Team wird sich nach dem
hoffentlich positiven Entscheid an die Arbeit machen und die Umsetzung im nächsten
Schuljahr 2016/17 auch auf die Niveaus E und P ausdehnen.
„Eine moderne Schule entwickelt sich ständig und reagiert als gesellschaftliche Institution
auf Veränderungen in der Lebenssituation ihrer Schüler.“ 12
Die Trainings-Methode „K-Null-Acht“ versteht sich als Beitrag zur Schulentwicklung.
Oberdorf, im Januar 2016
Für das Pilotprojekt:
Harry Barelds, Projektleiter K-Null-Acht
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
12
!
Heidrun Bründel und Erika Simon: „Die Trainingsraum-Methode“ S. 169!
19
!
!
!
!
Informationen zur Schule finden Sie unter:
!
!
www.sek-waldenburgertal.ch
!
20
!
!
!
!
Anhang
Blatt 1
Ablauf bei Unterrichtsstörungen
Blatt 2
Unterrichtsstörungen im Klassenraum
Blatt 3
Leitfaden zum Ablauf im K-Null-Acht
Blatt 4
Grundhaltung des K-Null-Acht-Teams
Blatt 5
Tagesprotokoll K-Null-Acht
Blatt 6
Anmeldeformular K-Null-Acht
Blatt 7
Wie erstelle ich einen Plan
Blatt 8
Mein Plan / Ziel
Blatt 9
Die K-Null-Acht Methode im Überblick
Blatt 10
Schulhausordnung der Sekundarschule Waldenburgertal
Blatt 11
Projektplanung K-Null-Acht
Blatt 12
Controlling K-Null-Acht
Hinweis:
In der Fusszeile ist jeweils angemerkt, ob es sich um eine Information (LP Information)
oder um eine Vorlage (LP Vorlage) für die Lehrpersonen handelt.
!
!
!
!
Ablauf bei Unterrichtsstörungen
1. Was tust du gerade?
" Beschreib einmal, was du gerade tust!
" Falls die sie/er antwortet: „Wieso? Nichts!“
kann man entgegnen: „Ich sehe, dass du ..... machst.“
2. Wie lautet die Regel, gegen die du verstossen hast?
" „Gegen welche Regel verstösst du mit deinem Verhalten?“
3. Wofür entscheidest du dich?
" „Was möchtest du?
Möchtest du über dein Störverhalten im K-Null - Acht nachdenken, oder möchtest du
dein Störverhalten aufgeben und in der Klasse bleiben?
Du kannst dich jetzt entscheiden!“
4. Du weißt, bei der nächsten Störung gehst du ins K-Null-Acht.
" „Und wenn ich dich noch einmal ermahnen muss, gehst du ins K-Null-Acht.“
" „Es ist deine Entscheidung, deine Verantwortung.“
Blatt 1
LP Information
!
!
!
!
Unterrichtsstörungen im Klassenraum
Wenn du im Unterricht gegen Klassenregeln verstösst, stellt dir die Lehrperson Fragen,
und du sollst dich entscheiden:
„Was tust du gerade?“
„Du kennst die Regeln der Klasse?“
„Wofür entscheidest du dich?“
„Möchtest du im K-NULL-ACHT über dein Verhalten nachdenken oder möchtest du
dein Störverhalten aufgeben und in der Klasse bleiben?“
„Deine Entscheidung!“
„Wenn du nach diesen Fragen noch einmal störst, hast du dich durch diese Störung
entschieden, ins K-NULL-ACHT zu gehen.“
„Denke daran:
Es ist deine Entscheidung, wo du sein möchtest!!!“
Blatt 2
LP Vorlage
!
!
!
!
Leitfaden zum Ablauf im K-NULL-ACHT
1. Anklopfen und eintreten
2. Begrüssung
3. Übergabe des Laufzettels
4. SuS setzt sich an den Sitzungstisch
5. SuS signalisiert Gesprächsbereitschaft
6. SuS schildert ihre/seine Sicht der Dinge
7. Regelverstoss benennen
8. Absichten / Ursachen / Hintergründe erforschen
9. Ideen für das zukünftige Verhalten von SuS sammeln lassen
10. SuS trifft eine Entscheidung
11. SuS schreibt den Plan
12. Abmachungen werden getroffen (siehe Vorlage „Blatt 7: Mein Plan / Mein Ziel“)
13. Plan kopieren
14. Verabschiedung
Blatt 3
LP Information
!
!
!
!
Grundhaltung des K-NULL-ACHT-TEAMS
1. Begrüsse die SuS freundlich!
2. Erfrage ihre/seine Bereitschaft zur Mitarbeit!
3. Achte auf ihre/seine Gefühle und spreche diese an!
4. Stelle deine Fragen ruhig und sachlich!
5. Lasse sie/ihn möglichst genau die Störungssituation schildern!
6. Versuche, sie/ihn in seiner Absicht zu verstehen!
7. Lasse sie/ihn die Regel nennen, gegen die sie/er verstossen hat!
8. Spreche mit ihr/ihm nur über das eigene Störverhalten und nicht über das eines anderen SuS!
9. Gesprächsthema ist das zurückliegende und das zukünftige Verhalten der betreffenden SuS.
10. Bringe sie/ihn bei Ausflüchten zum eigenen Verhalten zurück!
11. Lasse sie/ihn selbst nach alternativem Verhalten suchen!
12. Helfe ihr/ihm Entscheidungen zu treffen!
13. Gebe ihr/ihm Zeit, sich „durch den Lösungsprozess zu kämpfen“!
14. Helfe ihr/ihm bei der Erstellung des Plans!
Blatt 4
LP Information
!
!
!
!
Tagesprotokoll K-Null-Acht vom: __________________________________
Name
Blatt 5
Klasse
Eintritt
Rückkehr
Bemerkungen
Visum
LP Information
!
!
!
!
Anmeldeformular K-Null-Acht
Schüler/in:
Klasse:
Verstösse gegen die Regeln
(Bitte 1. und 2. Störung notieren)
Weitere Verstösse nach der Entscheidung des Schülers / der Schülerin, den Klassenraum zu verlassen:
!
weigert sich, in den Trainingsraum zu gehen
!
Lehrer/in:
Datum:
Stunde:
Zeit:
!
Blatt 6
LP Vorlage
!
!
!
!
Wie erstelle ich einen Plan
1. Ich konzentriere mich auf etwas, worin ich mich verbessern will.
2. Ich setze mir ein Ziel, dass ich auch erreichen kann.
3. Wie will ich mein Ziel in Handlungen umsetzen?
4. Benötige ich noch Unterstützung von anderen Personen? Wenn ja, von wem?
5. Woran (an welchen Handlungen) kann meine Lehrerin / mein Lehrer erkennen, dass
ich mir einen Plan überlegt habe?
6. Woran erkenne ich oder eine andere Person, dass ich mein Ziel erreicht habe?
Blatt 7
LP Information
!
!
!
!
Mein Plan / Ziel
Schüler/in:
Klasse:
Was habe ich gemacht?
Welche Regel habe ich gebrochen?
1. Störung:
2. Störung:
Mein genauer Plan:
Wen fragst du nach versäumtem Unterrichtsstoff und Hausaufgaben?
Wem zeigst du diesen Plan?
Wann?
Vereinbarung
Ich möchte wieder im Klassenverband lernen, mein Recht auf störungsfreien Unterricht
wahrnehmen und die Regeln einhalten.
Ich verpflichte mich, meinen Plan bis
einzuhalten.
Meine Unterschrift:
Visum K-Null-Acht:
Visum Lehrer/in:
Blatt 8
LP Information
!
!
!
!
!
Die K-Null-Acht Methode im Überblick
!
!
!
!"#$$%&$'()#('*&
!"#$%!!"#$%!!
!"#$%"&'#($)*+
!"#$%&'(#)$*"#$+#,#%)-$'./0
!"#$%&#$'"$("$
!"#$%#&%#
!"#$%!!"#$
!"#$%&'()%*+,%-.!%/%
!"#$%&'(&)**(&!
!"#$%"&'&($)#!!"#$%&'()%
!"#!$%&#'()*%&$'!'(+#
!"#$
!"!"##"!"#$%&'%()#)*
!"#$%&'$()#&*'$+,!"#$%&'()(")*#!!"
!"#$%&"'()
!
!!!"#$%&&#'()*!
!"#$%&'()&*+!!"#$%&"$
!!!""#$%&'(&)'#&*+,--#
!"#$%&'('$)*'$+,&-'
Blatt 9
!"#$%&#$'"$("$
"!!"#"$%&'()*%+++!
!!!"#$%&'(#)*&'+
"!!"#$%!!"
"!!"#$%&'(%"")$*
"!!"#"$%"&'(!!!"#$%!
!!!"#$%$%&'"#()*+!
"!!"#$"%&"'"#()*+,-(%./'%!
!!!#!"###!"#$!!"#$%&'"#
!
!"#$%&'()%**%&
!"#$%#&%#
LP Information
!
!
!
!
Schulhausordnung der Sekundarschule Waldenburgertal vom Juni 2011
Einleitung:
Regeln verpflichten und schaffen Sicherheit und Vertrauen. Dies ordnet und
erleichtert das Zusammenleben in einer Schulgemeinschaft. Regeln unterstützen die
Gleichberechtigung.
Umgang miteinander:
1. Ich übernehme die Verantwortung für mein Verhalten in der Schule.
2. Ich verhalte mich meinen Mitschülerinnen und Mitschülern gegenüber so, wie
ich auch gerne behandelt werden möchte und schliesse niemanden aus.
3. Ich verhalte mich respektvoll gegenüber Erwachsenen, Mitschülerinnen und
Mitschülern.
Regeln im Schulhaus und Schulareal:
4. Ich bewege mich im Schulhaus und auf dem Schulareal rücksichtsvoll.
5. Ich benutze während der Schulzeit keine fahrenden Geräte (Kick-Board,
Inline-Skates, Rollbrett, andere).
6. Ich erscheine pünktlich zum Unterricht.
7. Elektronische Geräte sind weder hörbar noch sichtbar.
8. Drogen, Alkohol, Rauchen und Suchtmittel jeder Art sind untersagt.
9. Ich verlasse das Schulareal weder während der Schulzeit noch in den Pausen
und halte mich in den vereinbarten Bereichen auf.
Regeln während des Unterrichts:
10. Ich bemühe mich um eine positive, interessierte und konzentrierte
Arbeitshaltung.
11. Alle elektronischen Geräte sind ausgeschaltet (wird zurzeit überarbeitet – Februar
2016).
12. Ich kaue keine Kaugummis.
13. Ich trage keine Mütze.
14. Ich benutze nach Möglichkeit die Toilette nur in der Pause.
Umgang mit Sachen:
15. Ich trage Sorge zum Schulhaus, der Umgebung, dem Mobiliar, dem Werkzeug
und dem Schulmaterial.
16. Ich entsorge Abfälle in die dafür vorgesehenen Behälter und setze mich aktiv
für eine saubere Schulanlage ein.
17. Ich akzeptiere das Eigentum anderer und lasse es in Ruhe
!
Blatt 10
LP Information
!
!
!
!
Controlling
!
!
!
!
Projektplanung K-Null-Acht 2015 / 2016
01.08.15
01.09.15
01.10.15
01.11.15
01.12.15
01.01.16
01.02.16
01.03.16
01.04.16
01.05.16
01.06.16
01.07.16
Start Pilotprojekt ISF+
1. treffen Projektgruppe
20.08.15
Klassen A Niveau
Kurzinfo K-Null-Acht
Informationsveranstaltung
KLP Niveau A
07.09.15
Informationsveranstaltung
FLP Niveau A
14.09.15
09.11.15
Niveau A Eltern/SuS informationsabend
07.12.15
Information Website
02.11.15
Einführung LP Informationsmappe
01.02.16
Controlling
erste Rückmeldebesprechung zu Organisation, Einsatz und Wirkung der zusätzlichen Förderlektionen (AVS)
23.11.15
Evaluation K-Null-Acht
SCHIWE 18.04.16
Entscheid weiterführung
schriftliches Konzept erstellen
Sitzungen Projektgruppe (mit Protokoll)
wöchentliche Führung der Statistik
Regelmässige Info an die Schulleitung
wöchentlicher Austausch mit SL (Hanni Flury)
Blatt 11
20.08.15 / 27.08.15 / 03.09.15 / 10.09.15 / 17.09.15 / 24.09.15 / 01.10.15 / 22.10.15 / 29.10.15 / 06.11.15 / 12.11.15 / 19.11.15 / 26.11.15 / 03.12.15 / 10.12.15
!"#!$#$%!&'('%"#%!#!)'('!*#%!#!)'('$!#%!#!)'('$+#%!#!)
11.08.15 / 24.08.15 / 31.08.15 / 14.09.15 / 22.09.15 / 29.09.15 / 19.10.15 / 03.11.15 / 09.11.15 / 24.11.15 / 30.11.15 / 15.12.15 / 12.01.16 / 19.01.16
Controlling K-Null-Acht
LP Information
!
!
!
!
Controlling K-Null-Acht
!"*-1
/4")),
<=><?>=@
<A><?>=@
<B><?>=@
<C><?>=@
<@><?>=@
<D><?>=@
<E><?>=@
<?><?>=@
<F><?>=@
=<><?>=@
==><?>=@
=A><?>=@
=B><?>=@
=C><?>=@
=@><?>=@
=D><?>=@
=E><?>=@
=?><?>=@
=F><?>=@
A<><?>=@
A=><?>=@
AA><?>=@
AB><?>=@
AC><?>=@
A@><?>=@
AD><?>=@
AE><?>=@
A?><?>=@
AF><?>=@
B<><?>=@
B=><?>=@
!"#$%&'()(*!&+,-.
Blatt 12
67084,(
67084,(9%
!"#$%&'()*+,("*-%.
67084,(
67084,(9%
/,(%*0,1,%&2,(&3,.,4#,()*5)),
:$*"4
:$*"4&;
,
Controlling K-Null-Acht
LP Information
!
!
!
!
Controlling K-Null-Acht
!"*-1
/4")),
<=><?>=@
<A><?>=@
<B><?>=@
<C><?>=@
<@><?>=@
<D><?>=@
<E><?>=@
<F><?>=@
GE"
<?><?>=@
=<><?>=@
==><?>=@
=A><?>=@
=B><?>=@
=C><?>=@
=@><?>=@
=D><?>=@
=E><?>=@
=F><?>=@
=?><?>=@
A<><?>=@
A=><?>=@
AA><?>=@
GE+
AB><?>=@
AC><?>=@
A@><?>=@
GE+
AD><?>=@
AE><?>=@
AF><?>=@
GE+
A?><?>=@
B<><?>=@
67084,(
=
67084,(9%
!"#$%&'()*+,("*-%.
67084,(
67084,(9%
/,(%*0,1,%&2,(&3,.,4#,()*5)),
=
:$*"4&;
=
1
!"#$%&'(")*(+*,"-.#+0
=
=
I0J)9)70,&K,L"4*
=
2
=
=
M6I"))H"1INM
=
3
=
=
O%(-0,
=
4
*5678.)&0*&9:&'.2;1<
Blatt 12
!"#$%&'(")*(+*,"-./+0
G+4,%H,%
:$*"4
4
Controlling K-Null-Acht
LP Information
!
!
!
!
Controlling K-Null-Acht
!"*-1
/4")),
<=>=<>=?
<@>=<>=?
<A>=<>=?
<B>=<>=?
<?>=<>=?
<C>=<>=?
<D>=<>=?
<E>=<>=?
<F>=<>=?
=<>=<>=?
==>=<>=?
=@>=<>=?
=A>=<>=?
=B>=<>=?
=?>=<>=?
=C>=<>=?
=D>=<>=?
=E>=<>=?
=F>=<>=?
@<>=<>=?
@=>=<>=?
@@>=<>=?
GD"
@A>=<>=?
GD"
@B>=<>=?
@?>=<>=?
@C>=<>=?
@D>=<>=?
@E>=<>=?
@F>=<>=?
A<>=<>=?
GD"
A=>=<>=?
#$%&'()*#)+,-(".!/
Blatt 12
67084,(
=
67084,(9%
=
!"#$%&'()*+,("*-%.
67084,(
67084,(9%
=
/,(%*0,1,%&2,(&3,.,4#,()*5)),
=
=
8+,(H(8I,%
(,9%(,2,%
:$*"4
:$*"4&;
=
=
!
"
8+,(H(8I,%
"
Controlling K-Null-Acht
LP Information
!
!
!
!
Controlling K-Null-Acht
!"*-1
/4")),
67084,(
<=>==>=?
<@>==>=?
<A>==>=?
<B>==>=?
<?>==>=?
<C>==>=?
DE"
A
<E>==>=?
<G>==>=?
<H>==>=?
=<>==>=?
==>==>=?
=@>==>=?
=A>==>=?
=B>==>=?
=?>==>=?
=C>==>=?
=E>==>=? DE"&R&DE+
@
=G>==>=?
=H>==>=?
A
@<>==>=?
@=>==>=?
@@>==>=?
@A>==>=?
@B>==>=?
@?>==>=?
@C>==>=?
=
@E>==>=?
B
@G>==>=?
@H>==>=?
A<>==>=?
67084,(9%
!"#$%&'()*+,("*-%.
67084,(
67084,(9%
/,(%*0,1,%&2,(&3,.,4#,()*5)),
=
"%)70(,9,%&69*F%"70+"(
:$*"4&;
A
!
P,S"4*
A
"
8+,(T(8U,%
A
#
P,S"4*
VP(-TT,W&(,9%(,2,%
=
B
$%
$&
IJKLM'3DJ6:DN:OJP&KNQ
=
@
=
B
'()*+,-./01203,4%$5
Blatt 12
:$*"4
$&
Controlling K-Null-Acht
LP Information
!
!
!
!
Controlling K-Null-Acht
!"*-1
/4")),
67084,(
<=>=?>=@
AB7
?
<?>=?>=@
<C>=?>=@
<D>=?>=@
<@>=?>=@
<E>=?>=@
<F>=?>=@
<B>=?>=@
<G>=?>=@
=<>=?>=@
==>=?>=@
AB7
D
=?>=?>=@
=C>=?>=@
=D>=?>=@
=@>=?>=@
=E>=?>=@
=F>=?>=@ 'F"&J&AF"
?
=B>=?>=@
'LALM
D
=G>=?>=@
?<>=?>=@
?=>=?>=@
??>=?>=@
?C>=?>=@
?D>=?>=@
?@>=?>=@
?E>=?>=@
?F>=?>=@
?B>=?>=@
?G>=?>=@
C<>=?>=@
C=>=?>=@
+4567/8'9':;'(/!<3=
Blatt 12
67084,(9%
!"#$%&'()*+,("*-%.
67084,(
67084,(9%
?
/,(%*0,1,%&2,(&3,.,4#,()*5)),
?
:$*"4&;
!
8+,(H(8I-%.
D
1
K4")),%(,.,4#,()*$))
#,()*$))&.,.>&N"-)$(2%-%.
?
D
2
3!
(,2,%
:$*"4
"#$%&'()#*+),+-#./',+'(#/0/*-*
=
D
3!
Controlling K-Null-Acht
LP Information
!
!
!
!
Controlling K-Null-Acht
!"*-1
/4")),
<=><=>=?
<@><=>=?
<A><=>=?
<B><=>=?
<C><=>=?
DE7
<?><=>=?
<G><=>=?
<E><=>=?
<H><=>=?
=<><=>=?
==><=>=?
=@><=>=?
=A><=>=?
=B><=>=?
=C><=>=?
=?><=>=?
=G><=>=?
=E><=>=?
DE7
=H><=>=?
DG"
@<><=>=?
@=><=>=?
@@><=>=?
@A><=>=?
@B><=>=?
@C><=>=?
@?><=>=?
@G><=>=?
@E><=>=?
@H><=>=?
A<><=>=?
A=><=>=?
$%&'()*+,-+.)"/!0
Blatt 12
67084,(
67084,(9%
!"#$%&'()*+,("*-%.
67084,(
67084,(9%
=
=
=
=
/,(%*0,1,%&2,(&3,.,4#,()*5)),
:$*"4
:$*"4&;
F%(-0,&-%2&670-41"*,(9"4&%970*&2"+,9
=
!
(,2,%
670-40"-)$(2%-%.&IJ:KL
=
=
"
#
=
#
Controlling K-Null-Acht
LP Information
!
Herunterladen