Der Energieberater - Stadt Schlüsselfeld

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Der Energieberater
Stadt und Landkreis Bamberg
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Katalysatoren für Kaminöfen
• Erster Katalysator zur Nachrüstung auf Feuerstätten
mit allgemeiner baurechtlicher Zulassung des DIBT
• Bis zu 70% weniger Feinstaub und bis zu 88%
weniger Kohlenmonoxid
• Bessere Wärmeausnutzung und höherer
Wirkungsgrad der Feuerstätte nach der Installation
2
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96052 Bamberg
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Grußwort
D
er Klimaschutz ist weltweit eine der
größten Herausforderungen unseres
Jahrhunderts. Auch die Region Bamberg
hat die Zeichen der Zeit erkannt. Im Zuge der
„Klimaallianz Bamberg“ arbeiten Stadt und
Landkreis in Fragen der Energieeinsparung, der
Energieeffizienz, des Ausbaus der erneuerbaren
Energien und der Umweltbildung tatkräftig
zusammen. Eine gemeinsame Klimaschutzerklärung bildet hierfür seit September 2008 die
Grundlage.
baulichen Maßnahme umfassend bei einer neutralen und
kompetenten Stelle zu informieren. Nur so können Sie erfahren, welche Schritte wirklich nachhaltig sind und welche
Förderungsmöglichkeiten bestehen.
Energiesparen schont nicht nur die Umwelt, sondern in
den meisten Fällen auch Ihren Geldbeutel. Nutzen Sie die
Chance und packen Sie es an!
Fotos Titel: E. Huth/PIXELIO, Energieagentur Oberfranken e. V., Peter A. / PIXELIO
Wichtiger als alle Absichtserklärungen sind aber entsprechende Taten. Nicht nur kommunales, sondern auch individuelles Engagement ist für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik notwendig. Dabei helfen größere Energiesparmaßnahmen wie eine energetische Gebäudesanierung oder
der Bau einer energieeffizienten Neuimmobilie genauso
weiter wie kleinere Vorhaben, zum Beispiel die Verwendung von Energiesparlampen oder energiesparender Haushaltsgeräte. Denn viele kleine Tropfen ergeben bekanntlich
zusammen einen Fluss.
Wie man effizient Energie sparen kann, erfahren Sie in der
vorliegenden Broschüre. Sie dient insbesondere als Orientierungshilfe und Ratgeber für geplante energetische Sanierungen und Neubauten von Gebäuden und zeigt darüber hinaus die Potenziale beim täglichen Energiesparen
auf. Ferner gibt sie einen Überblick über die vielfältigen
Beratungsmöglichkeiten. Denn es ist wichtig, sich vor einer
Andreas Starke
Oberbürgermeister der Stadt Bamberg
Dr. Günther Denzler
Landrat des Landkreises Bamberg
Inhalt
Energieregion Bamberg
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Rahmenbedingungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Energiestandards . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Gebäudeenergieausweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Energiegebäudecheck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Die Gebäudehülle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Fassadendämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Dach- und Kellerdämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Fenster und Lüftung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Die Anlagentechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Optimierung der Heizungsanlage . . . . . . . . . 20
Fernwärme und Ökostrom . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Heizen mit Holz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Solarthermie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Photovoltaik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wärmepumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Blockheizkraftwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wohnen im Passivhaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Beratung und Tipps
Energiespartipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Energieberatung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Finanzierung und Förderung . . . . . . . . . . . . . . .
Ansprechpartner und Informationsstellen . .
Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Inserentenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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1
Foto: Schachspieler / aboutpixel.de
Energieregion Bamberg
Energieregion Bamberg
Klimaallianz Bamberg
ten und nachhaltigen Energiewirtschaft in Stadt und Landkreis Bamberg
ausarbeiten lassen. Die Studie kommt
zu dem Ergebnis, dass das Potenzial
an erneuerbarer Energie vorhanden ist
und die Energieautarkie im Strom- und
im Wärmebereich bis 2035 erreicht
werden kann.
Derzeit wird eine CO2-Bilanz für den
Landkreis Bamberg mit dem „Tool
Ecoregion“ des Klimabündnisses e. V.
erstellt. Die Ausarbeitung hat die Energieagentur Nordbayern übernommen.
Das Ergebnis wird im Laufe des Jahres
2012 vorliegen.
Als nächster Schritt folgte eine Endenergiebilanz im Rahmen eines Projekts der Europäischen Metropolregion für den Landkreis Bamberg, mit
einem Maßnahmenkatalog und einem
Klimaschutzfahrplan. Das Ergebnis der
Studie liegt seit Juli 2010 vor.
Im November 2011 wurde schließlich
das Solarflächenkataster zur Nutzung
von Photovoltaik- und solarthermischen Anlagen auf Frei- und Dachflächen vorgestellt. Mit diesem Projekt
ist es gelungen, bei der Ausweisung
der für Photovoltaik und Solarthermie
geeigneten Flächen auch die Belange
des Städtebaus und des Landschaftsschutzes zu integrieren.
Klima- und Energieagentur Bamberg
2
Der Klimawandel ist eine der vordringlichsten Aufgaben, denen sich unsere
Gesellschaft stellen muss. Denn die
fortschreitende Erwärmung der Erdatmosphäre hat erhebliche ökologische
und wirtschaftliche Auswirkungen.
Um dem Klimawandel entgegenzusteuern, sind Wirtschaft, der Landkreis
und die Stadt genauso gefordert wie
jeder einzelne Bürger.
Mit der Unterzeichnung der Klimaallianz Bamberg im September 2008 haben die Stadt und der Landkreis Bamberg mit seinen Gemeinden erklärt,
sich gemeinsam für die Energiewende
in der Region zu engagieren. Dabei
einigten sich die Partner auf ein gemeinsames Energieleitbild. Beide Kommunen haben sich das Ziel gesetzt,
den Energiebedarf der Region für insgesamt 210.000 Menschen bis 2035
(rechnerisch) zu 100 % eigenständig
und aus erneuerbaren Energien zu decken. Diese Form der kommunalen
Zusammenarbeit einer kreisfreien
Stadt und eines Landkreises ist in Bayern einmalig.
In einem ersten Schritt hat die Klimaallianz Bamberg eine Potenzialanalyse
zum Ausbau einer zukunftsorientier-
Foto: Landratsamt Bamberg
❙ Ein Beispiel interkommunaler
Zusammenarbeit auf dem Gebiet
des Klimaschutzes
Im Juli 2009 hat der Freistaat Bayern
ein Förderprogramm zur Gründung
von regionalen und überwiegend von
kommunalen Gebietskörperschaften
getragenen Energieagenturen aufgelegt. Mit der Förderung soll erreicht
werden, dass in jeder der 18 Planungsregionen in Bayern jeweils eine modellhafte Energieagentur als Ansprechpartner der Bürger, der Unternehmen und der Kommunen zur
Verfügung steht. Als bayernweit erste, auf eine kleinräumige Region be-
zogene Energieagentur wurde im Juni
2011 die Klima- und Energieagentur
Bamberg eingerichtet. Sie versteht
sich als Anlaufstelle der Bürgerinnen
und Bürger in Fragen des Klimaschutzes und ist zugleich die Geschäftsstelle der Klimaallianz von Stadt und
Landkreis Bamberg.
Die Aufgaben der Klima- und Energieagentur Bamberg werden sowohl im
Landratsamt Bamberg als auch im
Umweltamt der Stadt Bamberg wahrgenommen.
Die Führung der Klima- und Energieagentur Bamberg erfolgt durch Personal des Landkreises im Wechsel mit
Personal der Stadt Bamberg. Von der
Regierung von Oberfranken wird dafür
eine Zuwendung von bis zu 130.000 €
erwartet.
Aufgaben der Klima- und
Energieagentur Bamberg
ll Strategien zum Erreichen der
Klimaschutzziele in der Region
entwickeln,
ll sämtliche Klimaschutzaktivitäten
koordinieren,
ll Bürger, Handwerk, Handel, Industrie und Kommunen produktund anbieterneutral beraten und
durch eine kostenfreie Erstberatung bestehende Hemmschwellen
abbauen,
ll Informationsveranstaltungen zu
Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten durchführen,
ll mit Bürgergruppen und politischen Gremien zusammenarbeiten,
ll am Erfahrungsaustausch mit anderen regionalen Energieagenturen teilnehmen,
ll Netzwerke bilden und in Netzwerken mitwirken,
ll sämtliche Potenziale erneuerbarer
Energien ausschöpfen.
Bürgerbeteiligung
Im Gegensatz zu anderen Regionen in
Bayern gibt es in der Stadt und im
Landkreis Bamberg bisher kein auf
breiter Basis aufgebautes Bürgernetzwerk zur Durchführung von Klimaschutzprojekten. Der Aufbau einer
Bürgerbeteiligung wird daher stufenweise angegangen:
Foto: Landratsamt Bamberg
Energieregion Bamberg
Energiemesse
Die Energiemesse, die die Klima- und Energieagentur Bamberg alljährlich
auf dem Gelände des Kreisbauhofes in Memmelsdorf veranstaltet, gibt
den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich zu Themen im Bereich
„Bauen, Planen, Wohnen“ zu informieren und sich mit den Techniken der
erneuerbaren Energie, dem Energieeinsparen und der Energieeffizienz
vertraut zu machen. Bei den erfolgreichen Energiemessen der letzten
beiden Jahre waren jeweils über 50 nationale und internationale Aussteller vor Ort. Der Messeschwerpunkt liegt bei der Präsentation und dem
Verkauf von Produkten rund um das Thema Energie und energetische
Gebäudesanierung sowie Elektromobilität. Zusätzlich zur Ausstellung gibt
es ein umfangreiches Angebot an Fachvorträgen.
Beratung und Information
durch die Klima- und Energieagentur Bamberg
Seit 2009 kann jeder Bürger, einerlei
ob aus der Stadt oder aus dem Landkreis kommend, im wöchentlichen
Wechsel zwischen der Stadtverwaltung und dem Landratsamt die persönliche, kostenlose Energieberatung
wahrnehmen. Parallel zu den individuellen Beratungsstunden wurden seit
2010 auch Abendveranstaltungen zu
Themen wie „Energieeinsparungen im
Haushalt“ oder „Energetische Gebäudesanierung“ angeboten.
Außerdem führt die Klima- und Energieagentur Bamberg Informationsveranstaltungen, Tagungen und sogar
Messen durch. Sie trägt zur Förderung
der Umweltbildung und der Öffentlichkeitsarbeit bei, erarbeitet Klimaschutz- und Energiekonzepte und
pflegt den Kontakt zu überregionalen
Bündnispartnern (z. B. zur Europäischen Metropolregion Nürnberg).
Geschäftsstelle Klimaund Energieagentur Bamberg
Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg
Geschäftsführerin
Dipl. Ing. Gabriele Pfeff-Schmidt
09 51 / 85-40 0
Klimaschutzbeauftragter
des Landkreises Bamberg
Robert Martin
09 51 / 85-52 2
Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg
Klimaschutzbeauftragter
der Stadt Bamberg
Dipl. Ing. Günter Reinke
09 51 / 87-17 14
Mußstraße 28, 96047 Bamberg
[email protected]
www.klimaallianz.bamberg.de
3
Energieregion Bamberg
Gründung einer bürgerschaft- nen ausgewählte Interessenvertreter,
lichen Interessengemeinschaft Vereine, Verbände und sonstige InstiUm die Beteiligung der Bürger weiter
anzuregen, soll ein Förderverein gegründet werden mit dem Zweck einer
dauerhaften Unterstützung der von
Stadt und Landkreis Bamberg gegründeten Klimaallianz bei der Umsetzung
der gemeinsam definierten Klimaschutzziele.
Wertschöpfung vor Ort –
„Regionalwerke“
Mit der Gründung von „Regionalwerken“ soll es gelingen, die Beschaffung
erneuerbarer Energien vor Ort zu fördern und die Wertschöpfung im Raum
zu erhalten – aber auch die Betroffenen zu Beteiligten zu machen.
Durch das Zusammenwirken von „Regionalwerken“ als Dachgesellschaft
und projektbezogenen Untergesellschaften soll sichergestellt werden,
dass die kreisangehörigen Gemeinden
bei der Realisierung von Energieprojekten kompetent beraten und unterstützt werden. Dabei stehen die aktive
Beteiligung der Bürger und die Wertschöpfung in der Region an vorderster
Stelle. Das Ergebnis der Prüfung steht
noch aus.
Fachforum
„Energie und Klimaschutz“
Kompetenz und
Kreativität –
Die Fachforen der
Bamberger Agenda 21
Nachhaltigkeitsbericht
der Stadt Bamberg
Im Mittelpunkt des lokalen Agenda
21-Prozesses stehen die wesentlichen
Zukunftsfragen: Wie soll sich die Stadt
Bamberg entwickeln, um dem verbindlichen Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung zu entsprechen? Und mit
welchen Maßnahmen kann dieser
Weg beschritten werden? Viele Projekte sind seit Mitte der 1990er-Jahre
in diesem Zusammenhang entstanden
und erfolgreich umgesetzt worden.
Schauen Sie doch mal auf die Informationsseite des Agenda 21-Büros:
www.umwelt.bamberg.de
4
tutionen an der Entwicklung von Leitbildern und konkreten Projekte arbeiten. Innerhalb dieses Diskussionsprozesses wird auch den Bamberger
Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geboten, sich durch Fachkompetenz und Kreativität in den Prozess für
eine nachhaltige Stadtentwicklung
einzubringen. Über die Realisierung
und Unterstützung der in den Fachforen entwickelten Projekte entscheidet
der Stadtrat.
Eine wesentliche Grundlage für
die Agenda-Arbeit sind die sogenannten „Fachforen“: themenspezifische,
nichtöffentliche Arbeitskreise, in de-
Bereits 2006 wurde das Fachforum
„Energie und Klimaschutz“ ins Leben
gerufen. Dessen Ziel ist es, die Einsparung von Energie und die Nutzung
erneuerbarer Energien zu fördern und
damit einen Beitrag zur Sicherung und
zum Ausbau einer umwelt- und sozialverträglichen sowie ökonomisch
tragfähigen Energieversorgung in der
Stadt Bamberg zu leisten. Unter der
Beteiligung einer großen Anzahl an
Bürgern und gesellschaftlichen Gruppen wurden zahlreiche Projektvorschläge erarbeitet und zum Teil bereits
umgesetzt.
Die Neuauflage des Nachhaltigkeitsberichtes der Stadt Bamberg 2011
dokumentiert, wie nachhaltig sich die
Stadt Bamberg in den letzten zehn
Jahren entwickelt hat. Anhand von 20
Indikatoren aus den Bereichen „Ökologie“, „Ökonomie“ und „Soziales“ soll
die Fortführung des Agenda 21-Prozesses in der Stadt dokumentiert werden. Wesentliches Ziel dieses Berichtes
ist es, das Leitbild der Nachhaltigkeit
konkret zu erfassen und mit Daten,
Fakten und Zahlen zu hinterlegen.
In jedem Handlungsfeld wird der IstZustand im Bezug zur Lokalen Agenda
21, der Status der Entwicklung in Anbetracht der Zielsetzungen von Bund,
Land und Kommune sowie die Entwicklung der letzten zehn Jahre in der
Stadt Bamberg aufgezeigt. Trends und
zukünftig zu erwartende Entwicklun-
gen werden angesprochen. Ein Ampelsystem signalisiert die Dringlichkeit
des Handlungsbedarfes in den einzelnen Themenbereichen.
Bambados –
Das erste PassivhausHallenbad Europas
Das Konzept des Hallenbads Bambados der Stadtwerke Bamberg ist so
innovativ wie nachhaltig: höchste
Energieeffizienz kombiniert mit einer
Energieversorgung, die weitgehend
auf erneuerbaren Quellen beruht. Der
extrem sparsame Umgang mit Wärme
wurde mit der Zertifizierung als erstes
Passivhaus-Hallenbad Europas belohnt.
Foto: Stadt Bamberg
Energieregion Bamberg
Bambados klingt nach Karibik, aber
bei der Konzeption des Bads spielte
das oberfränkische Klima eine Hauptrolle. Um den vom Passivhaus-Institut
Darmstadt entwickelten Kriterien für
ein Passivhaus-Hallenbad zu genügen,
mussten zum Teil gemeinsam mit verschiedenen Instituten und Fachfirmen
völlig neue Bauelemente entwickelt
werden. Ursprünglich sollten die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung von 2007 um 30 % unterschritten werden – nun liegt das Bad
nochmals 50 % darunter. Verglichen
mit einem herkömmlich gebauten
Schwimmbad ohne Passivhausstandard werden pro Jahr rund 80 % oder
1.912 Tonnen weniger Kohlendioxid
verursacht. Die Wärmeverluste konnten um rund 75 % reduziert werden.
Wie all das erreicht wurde? Unter an-
derem durch eine extrem dick gedämmte und luftdicht konstruierte
Gebäudehülle sowie überdurchschnittlich gut isolierte Saunen, Glasflächen
und Bohrpfähle. Der kieselförmige
Baukörper spart wegen des günstigen
Außenfläche-Volumen-Verhältnisses
genauso Energie wie die von NordWesten bis Nord-Osten weitgehend
geschlossene Fassade. Außerdem verdunstet im Bambados extrem wenig
Wasser: Nachts wird das Außenbecken
auf der Dachterrasse mit Kunststoffbahnen abgedeckt und die Hubböden
nach oben gefahren. Drei Becken besitzen das Rinnensystem „Bamberger
Rinne“, das die Verdunstung mit Hilfe
einer ausgeklügelten Formgebung reduziert.
Energetisch optimiert sind auch die
Fenster. Weitgehende Gebäudeauto-
mation, energieeffiziente Beleuchtung
sowie hydraulisch optimierte Rohrund Kanalnetze senken den Strombedarf.
Beim Energieträger setzen die Stadtwerke Bamberg zum Teil auf Biomasse
in Form von Balsampappeln, die im
eigenen Wasserschutzgebiet gezogen
werden. Diese werden zu Hackschnitzeln verarbeitet, die in einer Holzvergasungsanlage zum Brennstoff für das
Blockheizkraftwerk des Bambados
werden. Dieses sorgt mit einer elektrischen Leistung von 125 KW und eine
thermischen Leistung von 270 KW für
rund 65 % der benötigten Energie. Und
schließlich wurde auf dem Dach des
Bads eine Photovoltaikanlage installiert, an der sich Bamberger Bürgerinnen und Bürger beteiligen konnten.
Das Bambados kostete rund 31,8 Mio. €.
Wegen seines Vorzeigecharakters erhielt das Projekt Fördermittel in Höhe
von 3,8 Mio. € von der Regierung von
Oberfranken, vom Bundeswirtschaftsministerium und vom Bayerischen Umweltministerium. Im Jahr 2010 war das
Bad einer der Preisträger im Wettbewerb „Gebäude der Zukunft – Bauen
mit Energie“ einer Forschungsinitiative
des Bundeswirtschaftsministeriums.
Weitere Informationen
www.bambados.de
Optimierung der vorhandenen Bausubstanz
Die Anpassung des vorhandenen Baubestandes an energetische und ökologische Standards ist eine der wichtigsten Aufgaben, die die Stadt Bamberg in Zukunft mit zu bewältigen hat.
Ziel ist es, die Gebäude energetisch so
zu optimieren, dass die CO2-Emissionen verringert, Ressourcen geschont
und innovative Technologien gefördert werden.
In Anbetracht eines städtischen Immobilienbestandes von ca. 200 Gebäuden
– angefangen von Schulen, Rathäusern und Museen bis hin zu Gebäuden
der sozialen Fürsorge – liegt hier ein
riesiges Einsparpotenzial, das zur wesentlichen Minimierung der Unterhaltskosten beiträgt.
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Energieregion Bamberg
Energetische Sanierung der
Grundschule Gaustadt
Mit der energetischen Sanierung der
Grundschule Gaustadt (Januar 2010
bis Mitte 2011) ist ein erster Schritt
getan, städtische Gebäude an neueste Energiestandards anzupassen. Das
Gebäude aus dem Jahr 1952 wurde
entsprechend der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) saniert. Dadurch
werden ca. 75 % der Energiekosten
eingespart, das sind ca. 30.000 €
jährlich. Der Kohlendioxidausstoß
wurde um ca. 85 %, von 115 auf
ca. 18 Tonnen reduziert.
Bewirkt werden diese Einsparungen
durch ein 18 cm starkes Wärmedämmverbundsystem, rund 200 neue Energiesparfenster mit Sonnenschutz, eine
neue Beleuchtungsanlage sowie eine
neue Holzpelletheizung. Die Gesamtkosten betrugen rund 2,3 Mio. €.
82 % dieser Summe wurden durch das
Konjunkturpaket II gefördert, sodass
die Stadt Bamberg lediglich einen Eigenanteil von rund 415.000 € zu tragen hatte.
Bamberg setzt
„Lichtzeichen“
6
Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren gehören nicht in den Hausmüll.
Sie enthalten geringe Mengen an
Quecksilber, das zwar für den Nutzer
der Lampen völlig unbedenklich ist,
aber fachgerecht recycelt werden
muss. Zudem bleiben beim Recycling
wertvolle Bestandteile der Lampen,
wie Glas und Metall, erhalten. Die bisherige Sammelquote für Energiesparlampen, die als Ersatz für die Glühlampen auf dem Markt sind, liegt nach
Angaben der Deutschen Umwelthilfe
(DUH) allerdings bisher nur bei etwa
20 %. Um diese Quote zu steigern,
beteiligt sich das Umweltamt der Stadt
Bamberg an der bundesweiten Kampagne „Setze Lichtzeichen“ der Firma
LIGHTCYCLE.
Im Rahmen dieses Projektes werden
in ganz Deutschland die Rücknahmelogistik von Altlampen organisiert und
unterschiedliche Sammelmöglichkeiten für Kommunen kostenfrei zur Verfügung gestellt. In Bamberg werden,
neben dem Wertstoffhof im Hafen, an
drei weiteren städtischen Standorten
sowie in einigen Geschäften Sammelboxen für Energiesparlampen aufgestellt. (siehe auch S. 35)
Die Biogasanlage in der Gemarkung
Pettstadt ist ein Teil des Abfallwirtschaftskonzeptes des Landkreises
Bamberg. Hier werden die anfallenden
getrennt gesammelten Biomüllmengen aus dem Landkreis, der Stadt Bamberg und anderer Gebietskörperschaften zusammen mit nachwachsenden
Rohstoffen wie z. B. Mais verarbeitet.
Aus den verarbeiteten 18.250 Tonnen
pro Jahr werden ca. 4.5 Mio. kWh
Strom und 6. Mio. kWh Wärme erzeugt. Der Strom wird ins Netz eingespeist und die Wärme wird in der angrenzenden Gärtnerei Robert Mayer
zu ca. 80 % verwertet. Hier werden
ca. 500.000 Liter Heizöl ersetzt und
das ergibt eine CO2-Einsparung von ca.
1.500 t jährlich!
Die anfallenden Gärreste gehen als
wertvoller Dünger wieder auf landwirtschaftliche Flächen zurück. Auf
diese Weise entsteht ein vollständiger
CO2- und Nährstoffkreislauf.
Auch private Haushalte
setzen auf Photovoltaik
Im Bereich Solarstrom hat sich in Stadt
und Landkreis Bamberg in den vergangenen Jahren einiges getan: Die Anzahl der installierten PhotovoltaikAnlagen ist von 3.528 im Jahr 2010 um
825 PV-Anlagen auf 4.353 im Jahr
2011 gestiegen. Dabei erhöhte sich die
installierte Leistung von 82.838 kW auf
97.254 kW. Der Stromertrag hat sich in
Foto: Stadt Bamberg
Foto: Stadt Bamberg
Foto: Landratsamt Bamberg
Biogasanlage in
Pettstadt
Foto: Landratsamt Bamberg
Energieregion Bamberg
diesem Zeitraum von 45.156.532 kWh
auf ca. 75.000.000 kWh erhöht. Den
höchsten prozentualen Zuwachs von
Anlagen konnten dabei die Gemein-
den Priesendorf, Ebrach und Lauter ebrach (308).
verzeichnen. Führend im Ranking der
Gemeinden mit den meisten PV-Anlagen sind zurzeit Bamberg (393), Burg- Flächenressourcen-
Grafik: Landratsamt Bamberg
Anzahl der PV-Anlagen in Stadt und Landkreis Bamberg
2,24 %
6,54 %
12,97 %
9,76 %
3,09 %
Landkreis
Bamberg
Anteil erneuerbarer Energien im Strombereich 2010
34,60 %
gesamt
Wind
Wasser
2,60 %
3,77 %
5,88 %
6,72 %
15 %
20,57 %
gesamt
Solarenergie
KWK
30 %
Quelle: Landratsamt Bamberg
2,98 %
0,79 %
1,73 %
5,51 %
gesamt
Biomasse
1,60 %
Klimaallianz
Stadt
Bamberg
0,01 %
Management im
ländlichen Raum
Auch in Fragen der Bauleitplanung hat
der Landkreis eine ganzheitliche Betrachtung und den sparsamen Umgang mit Energie und Ressourcen im
Blick. Ziel ist die Einsparung des Flächenverbrauchs im ländlichen Raum.
Durch eine sinnvolle Nutzung der bereits zur Verfügung stehenden Gebäude, eine Innenverdichtung der Siedlungsflächen, durch das Schließen von
Baulücken und die Nutzung innerörtlicher Brachflächen kann häufig auf die
Ausweisung neuer Baugebiete verzichtet werden. Langfristig tragen
diese Entwicklungen nicht nur zum
Erhalt von Natur- und Kulturlandschaft sowie wertvoller unversiegelter
Bodenfläche bei, sondern helfen auch
bei der Einsparung von Energie und
einem geringeren Ressourcenverbrauch. Und: Wer nicht außerhalb,
sondern im Ortskern wohnt, der muss
auch keine weiten Wege zur Arbeit
oder zum Einkauf zurücklegen – ein
unmittelbarer Beitrag zu einer energieeffizienten und umweltbewussten
Mobilität.
7
Rahmenbedingungen
Foto: Thorben Wengert / PIXELIO
Rahmenbedingungen
Gebäudedichtheit (Luftundurchlässig- Verordnung über kleine
keit) und ein maximaler spezifischer und mittlere FeuerungsTransmissionswärmeverlust der Geanlagen (1. BImSchV)
Seit 2009 gilt die Energieeinsparverord- bäudehülle. Auch die Energieausweisnung (EnEV) – mit dem Ziel, den Ener- pflicht ist in der EnEV geregelt.
Mit dieser Verordnung, deren Novelgieverbrauch für Heizung und Warmlierung im März 2010 in Kraft getreten
wasser in Gebäuden um 30 % gegen- Informationen
ist, soll die Emission von Feinstaub,
www.enev-online.de
Kohlenmonoxid (CO) und anderen
über früheren Standards zu senken.
Die EnEV definiert Mindeststandards für
Schadstoffen aus Kleinfeuerungsanladie energetische Gebäudequalität. Be- Erneuerbaregen für feste Brennstoffe wie Holz
urteilt wird jeweils die Gesamtenergiereduziert werden.
Die Verordnung betrifft sowohl neue
bilanz, in die sowohl die Eigenschaften Energien-Wärmeder Anlagentechnik als auch des bauli- gesetz (EEWärmeG)
als auch bestehende Feuerungsanlachen Wärmeschutzes mit einfließen. Bei
gen. Neue Anlagen müssen strenge
Neubau und Umbau von Wohn- und Das Wärmegesetz legt fest, dass spä- Grenzwerte für Staubemissionen und
Nichtwohngebäuden müssen die Vor- testens im Jahr 2020 14 % der Wärme Kohlenstoffmonoxid einhalten und
schriften eingehalten werden. Aber (und Kälte) in Deutschland aus erneu- bestimmte Mindestwirkungsgrade
auch bei bereits bestehenden Gebäu- erbaren Energien stammen müssen. erreichen. Bereits installierte Anlagen
den können Nachrüstungen erforder- Seit 2009 sind die Eigentümer von müssen mit einem Sekundärsystem
lich sein, wie etwa die Erneuerung des Neubauten verpflichtet, für ihre Wär- nachgerüstet oder außer Betrieb geHeizkessels oder die Regelung der Zen- meversorgung zum Teil erneuerbare nommen werden, falls die neuen
tralheizung. Bei Baudenkmälern kann Energien zu nutzen. Seit 2011 gilt dies Grenzwerte nicht eingehalten werden.
von den Anforderungen der EnEV ab- auch für die Kälteerzeugung.
Diese Nachrüstpflicht für alte Feuegewichen werden, wenn die Erfüllung Wer das nicht will, kann stattdessen rungsanlagen wird in den kommenden
der Anforderungen die Substanz oder andere klimaschonende Maßnahmen, Jahren (bis 2024) schrittweise umgedas Erscheinungsbild beeinträchtigen wie z. B. eine stärkere Dämmung oder setzt.
oder andere Energieeinsparmaßnah- die Nutzung von Abwärme, ergreifen.
men zu einem unverhältnismäßig hohen Das Gesetz fördert außerdem den Aus- Informationen erhalten Sie bei
Aufwand führen würden.
bau von Wärmenetzen. Kommunen Ihrem Schornsteinfeger oder unter
Wesentlich für die Beurteilung der Ener- können im Interesse des Klimaschutzes www.bmu.de
giebilanz ist der Primärenergiebedarf. die Nutzung eines solchen Netzes vor- (à Luft à Luftreinhaltung à Gesetze,
Verordnungen und Programme)
Dieser bezieht sich auf die beheizte schreiben.
Wohnraumfläche und berücksichtigt Die öffentliche Hand zeigt, wie man
neben dem Energiebedarf für Heizung erneuerbare Energien vorbildlich Denkmalschutz
und Warmwasser auch die Verluste, die nutzt: Das Wärmegesetz greift hier
von der Gewinnung des Energieträgers, auch bei (umfassenden) Sanierungen Auch bei historischen und denkmalgedessen Aufbereitung und Transport bis im Bestand – allerdings nur bei öffent- schützten Gebäuden können ohne
zum Gebäude und bis zur Verteilung im lichen Gebäuden, die umfassend mo- Verluste der historischen Bausubstanz
dernisiert werden.
Gebäude anfallen.
Energieeinsparungen erzielt werden.
Die Nutzung erneuerbarer Energien
Zwar bezieht sich der Schutz in der
Regel auf das gesamte Gebäude, in
wirkt sich dagegen positiv auf die Be- Informationen
à
www.erneuerbare-energien.de
(
urteilung der Gesamtenergiebilanz eiGe- der Einzelbetrachtung können jedoch
nes Hauses aus. Weitere Vorschriften setze/Verordnungen à Wärmegesetz) an einzelnen Bauteilen Veränderungen
sind eine Mindestanforderung an die
ohne Beeinträchtigung des Denkmal-
Energieeinsparverordnung (EnEV)
8
Rahmenbedingungen
schutzes vorgenommen werden. Mittlerweile gibt es außerdem eine ganze
Reihe technischer Alternativen, die
sich mit dem Erhalt historischer Bauelemente vereinen lassen. Eine Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde ist in jedem Fall erforderlich.
Da die Energieeinsparverordnung vor
allem Anforderungen an die Gesamtenergiebilanz eines Gebäudes stellt,
können schlechte Dämmeigenschaften der Gebäudehülle außerdem durch
eine effiziente Anlagentechnik, d. h.
der Heizung oder der Warmwasserbereitung ausgeglichen werden.
Bau- und Sanierungsmaßnahmen an
denkmalgeschützten Gebäuden
müssen jeweils im Einzelfall beurteilt
werden und sind immer erlaubnisbzw. genehmigungspflichtig. Informationen und Ansprechpartner
Altbau
Passivhaus
Der größte Teil der Häuser in Deutschland ist vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 entstanden.
Diese Häuser sind bei einem Verbrauch
von 300 oder mehr kWh pro Quadratmeter im Jahr häufig wahre Energieverschwender. Durch eine Verbesserung von Wärmedämmung und Anlagentechnik lassen sich bei Altbauten
aus den 50er- bis 70er-Jahren bis zu
70 % Heizenergie sparen. Mit einer
kompletten energetischen Sanierung
können modernste Energiestandards
bis hin zum Passivhausstandard erreicht werden.
Der Begriff „Passivhaus“ bezeichnet
ein Gebäude, das ohne eine herkömmliche Heizungsanlage auskommt. Im
Vergleich zum Niedrigenergiehaus
benötigt ein Passivhaus 80 % weniger
Heizenergie, im Vergleich zu einem
konventionellen Gebäude sogar über
90 %. Laut Passivhaus-Institut Darmstadt sollte der jährliche Heizwärmebedarf eines Passivhauses bei weniger
als 15 kWh pro Quadratmeter liegen.
Niedrigenergiehaus
Bis 2009 bezog sich der Begriff auf die
Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1995. Ein „NiedrigenerStadt Bamberg, Hochbauamt
giehaus“ (NEH) musste diese EnergieTeam Denkmalpflege
standards um mehr als 30 % unterUntere Sandstraße 34
schreiten. Die neue Energieeinsparver96049 Bamberg
ordnung (EnEV 2009) hat die VorgaMichael Krüger 09 51 / 87-16 85
ben so weit gesenkt, dass einige
[email protected]
Maßgaben des Niedrigenergiehauses
Landratsamt Bamberg,
nun zur Mindestanforderung geworGeschäftsbereich Planen, Bauen,
den sind (so z. B. die Vorgaben für die
Umwelt
Dämmstoffdicke). Man spricht daher
Fachbereich Denkmalpflege
auch vom Standard-NiedrigenergieLudwigstraße 23, 96052 Bamberg
haus.
Ingeborg Pager
09 51 / 85-4 03
Der Begriff unterliegt allerdings keiner
[email protected]
Norm. Der Jahresheizenergiebedarf
von Niedrigenergiehäusern liegt etwa
bei 50 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Das entspricht bei
Energiestandards
100 m2 Wohnfläche einem Verbrauch
Der Energiestandard eines Gebäudes von etwa 500 m3 Erdgas oder 500 Libezeichnet den durchschnittlichen tern Heizöl pro Jahr.
Energiebedarf pro Quadratmeter
Wohnfläche und Jahr (angegeben in Effizienzhaus
kWh/m2). Der angestrebte Energiestandard kann auf unterschiedliche Der Begriff „Effizienzhaus“ bezieht sich
Weise realisiert werden. Stellgrößen auf die Anforderungen an die Energiesind die Reduzierung der Wärmever- effizienz von Gebäuden, die die Kreluste und eine effiziente Heizanlagen- ditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für
technik. Das Nutzerverhalten der Be- die Vergabe von Förderungen stellt.
wohner beeinflusst zwar den wirkli- Diese orientieren sich an den jeweils
chen Verbrauch, hat aber keinen Ein- aktuellen Regelungen der EnEV für die
fluss auf den Energiestandard.
Sanierung oder den Neubau von Gebäuden. Das „KfW-Effizienzhaus 100“
erfüllt die EnEV 2009 genau, ein Effizienzhaus 40 darf beispielsweise nur
40 % des Primärenergiebedarfs nach
EnEV benötigen usw.
Nullenergiehaus
Als bautechnische Weiterentwicklung
des Passivhauses benötigt das Nullenergiehaus keine Energie von außen
in Form von Strom oder Energieträgern
wie Gas oder Öl. Die benötigte Energie
für Strom, Heizung oder Warmwasser
wird direkt am Haus durch Solaranlagen, Windräder oder eine Wärmepumpe gewonnen.
Sonnenhaus
Der Begriff wurde vom Verein „Sonnenhaus-Institut“ in Straubing geprägt. Mehr als 50 % des Warmwasser- und Heizwärmebedarfs sollen im
Sonnenhaus durch Solaranlagen gedeckt werden. Eine benötigte Zuheizung soll ausschließlich durch regenerative Energieträger erfolgen. Im Gegensatz zum Passivhaus ist im Sonnenhaus nicht unbedingt eine Lüftungsanlage nötig, sondern es wird v. a. auf
Flächenheizung (Wand- oder Fußbodenheizung) gesetzt, die mit einer
niedrigeren Vorlauftemperatur auskommt.
Plusenergiehaus/
Energie-Plus-Haus
Ziel eines Plusenergiehauses ist es,
mehr Energie zu erzeugen als die Bewohner verbrauchen. Dabei sollen
100 % der Energie durch regenerative
Energieträger gedeckt werden und
damit ein emissionsfreier Betrieb
gewährleistet sein. Überschüssiger
Strom, der über Photovoltaikanlagen
erzeugt wird, kann dann ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.
9
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Rahmenbedingungen
Der Gebäudeenergieausweis
S
eit 2009 muss bei jedem
Verkauf und jeder Neuvermietung von Wohnungen
oder Gebäuden – ob Wohn- oder
Nichtwohngebäude – dem zukünftigen Eigentümer oder Mieter ein
Gebäudeenergieausweis vorgelegt
werden. Denkmalgeschützte Gebäude und Gebäude im Ensembleschutz sind zunächst von dieser
Ausweispflicht ausgenommen.
Wie bekomme ich einen
Gebäudeenergieausweis?
Energieausweise werden von einem
dafür zugelassenen Energieberater ausgestellt, der die erforderlichen Daten
vor Ort aufnimmt. Die Kosten richten
sich nach dem Aufwand der Analyse.
Eine Expertensuche können Sie auf der
Internetseite der Dena (Deutsche
Energie-Agentur) durchführen:
https://effizienzhaus.zukunft-haus.info
Der Ausweis bietet dem potenziellen (à Experten à Experten finden)
Käufer oder Mieter Informationen über
die Gesamtenergieeffizienz des Gebäu- Bedarfsausweis oder
des, die dadurch – so das Ziel – zu einem Verbrauchsausweis?
Entscheidungskriterium werden soll:
Der Verkauf oder die Vermietung von Der Gebäudeenergieausweis kann auf
Gebäuden mit einem besonders hohen Grundlage des gemessenen EnergieverEnergieverbrauch dürfte dadurch in brauchs (verbrauchsorientierter Pass)
Zukunft erheblich erschwert werden. erstellt werden oder über eine genaue
Aber auch für den Eigentümer können Analyse der Bauteil- und der Anlagenso Möglichkeiten in den Blick gerückt qualität (bedarfsorientierter Pass). Gewerden, den Energieverbrauch seines bäudeeigentümer können zwischen
Hauses zu senken und damit nicht nur diesen beiden Varianten frei wählen.
Kosten zu sparen, sondern auch den Ausnahme: Wohngebäude mit weniger
Wert seiner Immobilie zu steigern.
als fünf Wohnungen, für die ein Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde
Der Gebäudeenergieausweis ist für oder solche, die nicht – z. B. durch nachzehn Jahre gültig. Nach umfangreichen trägliche Dämmung – das Niveau der
Modernisierungen sollten Sie allerdings Wärmeschutzverordnung von 1977
einen neuen Ausweis erstellen lassen, erreichen. In diesen Fällen ist ein Beum die bessere energetische Qualität darfsausweis Pflicht.
auch dokumentieren zu können.
Da der Bedarfsausweis seine Daten aus
Worüber informiert der einer standardisierten energetischen
Untersuchung des Gebäudes und der
Gebäudeenergieausweis? Heizung bezieht, enthält er die objektiveren Angaben zum Energiebedarf.
1.Konkreter Energiebedarf (Heizung Zur Ausstellung eines verbrauchsorienund Strom): Das Gebäude wird auf tierten Energieausweises werden dageeiner Farbskala von Grün (gut) bis gen lediglich die Heiz- und StromkosRot (schlecht) eingeordnet und mit tenabrechnungen der letzten drei Jahre
den heute gültigen Grenzwerten herangezogen. Der Verbrauchsausweis
verglichen.
spiegelt damit hauptsächlich das Heiz2.Energieverluste über die Gebäude- und Nutzerverhalten der Bewohner
hülle und die Anlagentechnik
wider, weniger die energetische Quali3.Modernisierungsempfehlungen: tät des Gebäudes.
Hier werden jeweils zwei mögliche
Varianten vorgestellt, um das Ge- Darüber hinaus ist für die Planung von
bäude energetisch zu optimieren Modernisierungsmaßnahmen eine geund den Energieverbrauch zu sen- naue Kenntnis des energetischen Zuken. Dabei wird jeweils auch eine standes eines Gebäudes, wie sie für den
prognostizierte Energie- und CO2- Bedarfsausweis ermittelt wird, unerErsparnis angegeben.
lässlich. Diese Informationen sind die
Grundlage für eine weiterführende
Energieberatung, bei der Kosten und
Energieeinsparungen gegenübergestellt und Amortisationszeiten ermittelt
werden. Auch für die Nachweise, mit
denen Darlehen und Zuschüsse für eine
energetische Sanierung z. B. bei der
KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)
beantragt werden, kann der Gebäudeenergieausweis die Grundlage sein.
ENERGIEAUSWEIS
für Wohngebäude
gemäß den §§ 16 ff. Energieeinsparverordnung (EnEV)
Gültig bis:
25.04.2017
1
Gebäude
Gebäudetyp
Mehrfamilienhaus
Adresse
Musterstr. 123, 12345 Musterstadt
Gebäudeteil
Vorderhaus
Baujahr Gebäude
1928
Baujahr Anlagentechnik
1982
Anzahl Wohnungen
9
Gebäudenutzfläche (AN)
575 m²
Anlass der Ausstellung
des Energieausweises
Gebäudefoto (freiwillig)
Neubau
Vermietung/Verkauf
Modernisierung
(Änderung/Erweiterung)
Sonstiges (freiwillig)
Hinweise zu den Angaben über die energetische Qualität des Gebäudes
Die energetische Qualität eines Gebäudes kann durch die Berechnung des Energiebedarfs unter standardisierten Randbedingungen oder
durch die Auswertung des Energieverbrauchs ermittelt werden. Als Bezugsfläche dient die energetische Gebäudenutzfläche nach der EnEV,
die sich in der Regel von den allgemeinen Wohnflächenangaben unterscheidet. Die angegebenen Vergleichswerte sollen überschlägige
Vergleiche ermöglichen (Erläuterungen – siehe Seite 4).
Der Energieausweis wurde auf der Grundlage von Berechnungen des Energiebedarfs erstellt. Die Ergebnisse sind auf Seite 2 dargestellt.
Zusätzliche Informationen zum Verbrauch sind freiwillig.
Der Energieausweis wurde auf der Grundlage von Auswertungen des Energieverbrauchs erstellt. Die Ergebnisse sind auf Seite 3 dargestellt.
Datenerhebung Bedarf/Verbrauch durch:
Eigentümer
Aussteller
Dem Energieausweis sind zusätzliche Informationen zur energetischen Qualität beigefügt (freiwillige Angabe).
Hinweise zur Verwendung des Energieausweises
Der Energieausweis dient lediglich der Information. Die Angaben im Energieausweis beziehen sich auf das gesamte Wohngebäude oder
den oben bezeichneten Gebäudeteil. Der Energieausweis ist lediglich dafür gedacht, einen überschlägigen Vergleich von Gebäuden zu
ermöglichen.
Aussteller
Paul Mustermann
Ingenieurbüro Mustermann
Musterstraße 45
12345 Musterstadt
26.04.2007
Datum
Unterschrift des Ausstellers
11
12
Rahmenbedingungen
Energiegebäudecheck
H
ier können Sie sich einen
ersten Überblick über die
energetischen Eigenschaften Ihres Gebäudes verschaffen. Einfach den spezifischen Verbrauch ermitteln und
anhand der Skala mit Vergleichswerten und den gängigen
Energiestandards vergleichen.
Da der Gebäudecheck ausschließlich
den Heizenergieverbrauch beurteilt,
bietet er Ihnen allerdings nur eine grobe Einschätzung. Äußere Einflüsse wie
das regionale Klima und die Witterung
oder Ihr Wohnverhalten hinsichtlich
Raumtemperaturen, Anzahl der in der
Wohnung lebenden Personen oder
Lüftungsverhalten werden nicht berücksichtigt. Für nähere Informationen
empfehlen wir Ihnen eine individuelle
Energieberatung (siehe S. 37). Die Daten, die Sie hier zusammentragen,
können dafür bereits eine wertvolle
Gesprächsgrundlage bieten.
Vergleichswerte
Passivhaus
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
15 kWh/m2a
Effizienzhaus 55 (ehemals KfW 40 Haus) . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 40 kWh/m2a
Effizienzhaus 70 (ehemals KfW 60 Haus) . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 60 kWh/m2a
Mehrfamilienhaus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60-90 kWh/m2a
EnEV Neubau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 kWh/m2a
Einfamilienhaus, gut modernisiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 150 kWh/m2a
Einfamilienhaus, Durchschnitt
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Stromverbrauch
Mit folgenden Kennwerten können Sie
Ihren Stromverbrauch selbst einschätzen. Die genannten Werte sind „mittlere Verbrauchswerte“ und gelten
ohne Verbrauch für Warmwasserer-
200-300 kWh/m2a
zeugung. Eine elektrische Warmwasserbereitung verursacht ca. 800 kWh
pro Person Mehrverbrauch. Verbrauchen Sie überdurchschnittlich viel
Strom, dann sollten Sie Ihr tägliches
Verhalten, aber auch Ihre Hausgeräte
etc. überprüfen (siehe S. 34).
Singlehaushalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.000-1.300 kWh/a
2-Personenhaushalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.900-2.400 kWh/a
4-Personenhaushalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.300-3.900 kWh/a
Allgemeine Daten
Gebäudeart
Baujahr
Schritt 1:
Ein- bis Zweifamilienhaus
Mehrfamilienhaus
Nichtwohngebäude
Gebäude
Anlagen (Heizkörper, Rohrleitungen, etc.)
Wärmeerzeuger (z. B. Heizkessel, Brenner)
Klimaanlage
Ermitteln Sie die Gebäudenutzfläche
Wohnfläche in m 2
x 1,35 =
m 2 Gebäudenutzfläche
Schritt 2: Ermitteln Sie den Verbrauch in kWh/a
Tragen Sie hier die Verbrauchsmenge Ihres Energieträgers pro Jahr ein
(Angaben bei Heizöl in l, bei Erdgas in m3 und bei Flüssiggas, Holzpellets und Holz in kg)
Jahr 2009
Jahr 2010
Jahr 2011
Für die Berechnung des spezifischen Verbrauchs müssen Sie zunächst den Energieverbrauch in Kilowattstunden
pro Jahr (KWh/a) berechnen. Für die einzelnen Energieträger gelten folgende Umrechnungsfaktoren:
Verbrauchsmenge
Schritt 3:
Verbrauch
Erdgas H (high) 10,0 kWh/m 3
Holzpellets
5,0 kWh/kg
x Umrechnungsfaktor
=
Erdgas L (low) 9,0 kWh/m 3
4,1 kWh/kg
Holz
kWh/a
Ermitteln Sie den spezifischen Verbrauch des Gebäudes
kWh/a / Gebäudenutzfläche
m2 =
kWh/m 2a
Schritt 4: Beurteilen Sie das Ergebnis anhand von Vergleichswerten
Anhand der Skala des verbrauchsorientierten Energieausweises nach Energieeinsparverordnung (EnEV) können Sie nun den
spezifischen Energieverbrauch Ihres Gebäudes im Vergleich zu anderen beurteilen.
Quelle: Stadt Bamberg
Öl EL (extra leicht) 10,2 kWh/l
Flüssiggas
13,0 kWh/kg
13
Foto: Rainer Sturm / PIXELIO
Gebäudehülle
Die Gebäudehülle
Foto und Thermografie: Ronald Walter,
www.energiekamin.de
Eine schlechte Dämmung geht nicht
nur zulasten des Wohnkomforts, sondern schlägt mittlerweile auch finanziell empfindlich zu Buche. Den Verlust
wertvoller Heizungswärme können Sie
verhindern, indem Sie die Gebäudehülle möglichst lückenlos dämmen.
Beheizte Räume – auch Keller oder
Wintergarten – sollten dabei innerhalb
des gedämmten Bereichs liegen, unbeheizte Räume wie Dachboden oder
Garage können außerhalb der Dämmung bleiben.
Wärmere Stellen am Gebäude erscheinen auf der Thermografieaufnahme in Gelb- oder Rottönen, während die gut isolierten Gebäudeteile
außen kalt sind und auf der Aufnahme blau oder violett erscheinen.
Doch wo genau sind eigentlich die
Schwachstellen Ihres Gebäudes? Welche Sanierungsmaßnahme lohnt sich
wirklich? Einer energetischen Gebäudesanierung sollte eine qualifizierte
Energieberatung vorausgehen, um
zunächst den Ist-Zustand des Gebäudes zu ermitteln (siehe S. 37).
14
in der Gebäudehülle sein, an denen
die Wärmedämmung unterbrochen
ist, z. B. nicht gedämmte Rollladenkästen oder Heizungsnischen, Gebäudeecken, aber auch die Anschlüsse von
Balken, Wand, Fenster, Decken, Dach
und Balkonplatte. Solche Schwachstellen machen sich umso deutlicher bemerkbar, je besser die Wärmedämmung der übrigen Bauteile ist.
Wärmebrücken können auch zu Bauschäden führen. Denn innen sind solche Stellen kälter als die umliegenden
Bereiche. Dadurch kondensiert dort
die Feuchtigkeit der Raumluft und es
entstehen Wandfeuchte und Schimmelpilze.
Oberflächentemperaturen am Gebäude ermittelt. Aussagefähige Bilder
entstehen dann, wenn eine Temperaturdifferenz von etwa 15-20° C zwischen Innen und Außen besteht.
Schlecht gedämmte Dächer oder Wände sowie Wärmebrücken sind dann
deutlich wärmer, weil sie die Heizwärme nach außen abgeben.
Im Rahmen der Förderung einer „VorOrt- Beratung“ werden Thermografieaufnahmen durch das Bundesamt für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
(BAFA) gefördert.
Thermografieaufnahmen
Luft-Dichtheitstest
Eine thermografische Aufnahme des
Gebäudes ist ein hilfreiches Mittel zum
Erkennen von energetischen Schwachstellen. Mit einer Wärmebildkamera
werden während der Heizperiode die
Informationen und Antragstellung
unter www.bafa.de
Mit diesem Differenzdrucktest wird geprüft, wie luftdicht ein Gebäude oder
eine Wohnung ist. Bei einer nachträglichen Dämmung kann auf diese Weise
festgestellt werden, ob alle Arbeiten
wirklich luftdicht ausgeführt wurden.
Kleine Maßnahmen – große Wirkung
Ohne größeren finanziellen Aufwand können Sie einfache Dichtungs- und
Dämmmaßnahmen selbst vornehmen.
ll Fenster und Türen können Sie selbst abdichten, indem Sie alte Dichtungslippen durch neue ersetzen. Dadurch wird der Luftaustausch über
die Fugen stark verringert.
ll Rollladenkästen können ohne großen finanziellen Aufwand vom Fachmann abgedichtet und gedämmt werden.
ll Heizungsrohrleitungen können Sie mit kostengünstigen, vorgefertigten
Dämmschläuchen aus dem Baumarkt ganz einfach selbst dämmen.
Wärmebrücken
Beispiel aus der Praxis
Wärmebrücken sind die Stellen am
Gebäude, die deutlich mehr Wärme
nach außen abgeben als angrenzende
Bereiche. Das können Schwachstellen
1 m Rohrleitung mit 2 Absperrschiebern ungedämmt . . ca. 79 € im Jahr
1 m, Leitung und Absperrschieber nach EnEV gedämmt . . . . . . . ca. 48 €
Ersparnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 €
Ungedämmte Rohrleitung
Quelle: Ronald Walter, www.energiekamin.de
Energieverluste und
Schwachstellen
Gebäudehülle
Fassadendämmung
E
ine Dämmung der Außenwände ist die effektivste
Art Energie zu sparen. Hier
können Sie konsequent Ihren
Energieverbrauch senken und
haben noch weitere Vorteile: Eine
Vorbeugung gegen Schimmelbildung und einen Zugewinn an
Behaglichkeit, da die Wände nicht
mehr kalt abstrahlen. Zunächst
sollten Sie die Konstruktion Ihrer
Außenwände prüfen. Nicht jede
Dämmung eignet sich für jeden
Wandaufbau.
Innendämmung
Dämmstoffe
Für eine Innendämmung ist zwar kein
Gerüst nötig, sie ist allerdings bauphysikalisch problematisch und sollte daher
nur dann angewendet werden, wenn
andere Maßnahmen nicht möglich sind.
Das kann beispielsweise bei denkmalgeschützten Gebäuden der Fall sein. Ein
geeigneter Anlass für eine Innendämmung sind Malerarbeiten oder der Austausch von Heizkörpern. Eine Innen-
Bei der Auswahl der Dämmstoffe haben Sie die Qual der Wahl zwischen
den verschiedensten Materialien. Da
lohnt es sich, das Etikett genau zu studieren. Wesentliche Eigenschaft eines
Dämmstoffes ist seine Wärmeleitfähigkeit (λ bzw. Lambda-Wert). Ein
guter Dämmstoff sollte eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(mK) oder
weniger haben. Weitere Kriterien, die
dämmung erfordert Kompetenz bei der
Auswahl und Kombination der richtigen
Materialien sowie Sorgfalt bei der Ausführung, z. B. um Wärmebrücken an
Geschossdecken und Innenwänden zu
vermeiden. Auf eine gute Fachberatung
sollten Sie also auch hierbei auf gar keinen Fall verzichten. Unsachgemäße
Innendämmung kann außerdem
Bauschäden durch Feuchtigkeit verursachen. Um die Kondensation von
Feuchtigkeit hinter der Dämmschicht zu
vermeiden, brauchen die meisten
Dämmstoffe eine Dampfsperre.
Sie bedenken und abstimmen sollten,
sind die Brennbarkeit – von nicht
brennbar (A) bis normal entflammbar
(B2) –, der Anwendungstyp (Für welche Verwendung ist der Dämmstoff
zulässig?), der Widerstand gegen
Feuchtigkeit, die Trittfestigkeit, das
Gewicht und die ökologische Verträglichkeit. Und nicht zuletzt spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Auf dem
Etikett ist außerdem entweder das
CE-Zeichen (= Dämmstoff entspricht
einer Europäischen Norm) oder das ÜZeichen (= Dämmstoff stimmt mit nationalen Normen überein) vermerkt.
Für ausschließlich mit CE gekennzeichnete Dämmstoffe sollten Sie bei gleicher Wärmeleitfähigkeit mit 20 %
mehr Dicke gegenüber Dämmstoffen
mit Ü-Zeichen rechnen.
Informieren Sie sich auch über nachwachsende Dämmstoffe. Diese haben
vielfältige Vorteile.
Bei der Außendämmung wird die
Dämmschicht auf die Außenfläche der
Wand aufgebracht. Sie schützt die
Wand vor Witterung, das Haus vor Wärmeverlusten und auch Wärmebrücken
werden dadurch gut verpackt. Und
nicht zuletzt spielt auch die Optik eine
Rolle: Eine Außendämmung bietet oft
die Chance, die Fassade aufzuwerten.
Umgekehrt ist sie aber z. B. für Sichtfachwerk oder Gebäude mit historischem Fassadenschmuck nicht geeignet. Eine Außendämmung empfiehlt
sich insbesondere bei einem einschaligen Wandaufbau, z. B. bei massivem
Mauerwerk oder einer Holzständerkonstruktion. Je nach Aufbau der Außendämmung wird die Wand dadurch wesentlich dicker. Prüfen Sie also auch, ob
dafür genügend Platz zur Verfügung
steht – beispielsweise an Grundstücksgrenzen oder wenn Ihr Haus unmittelbar an den öffentlichen Gehweg grenzt.
Die Novelle des Baurechts kommt hier
den Sanierungswilligen entgegen.
Kerndämmung
Besteht Ihre Außenwand aus zweischaligem Mauerwerk und wollen Sie die
Fassade nicht verkleiden, so bietet sich
eine Kerndämmung an. Dafür wird der
Dämmstoff in den Hohlraum zwischen
den Mauern geblasen oder geschüttet.
Vorher sollten Sie unbedingt einen Bauphysiker hinzuziehen, der eine Wärmeund Feuchteschutzberechnung der
Wand vornimmt. Denn nicht selten
entstehen durch unsachgemäße Kerndämmung Bauschäden.
Foto: Stadt Bamberg
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Gebäudehülle
Dach- und Kellerdämmung
Beispiele
aus der Praxis
Dach oder oberste
Geschossdecke?
Warme Luft steigt nach oben. Über das
Dach geht daher viel Wärme verloren.
Die Dämmung der Dachschräge ist
dann sinnvoll, wenn Sie den Dachraum
als Wohnraum nutzen wollen. Bei nicht
genutzten Spitzböden ist dagegen die
Dämmung der obersten Geschossdecke die leichteste und preiswerteste
Dämmmaßnahme. Und mit etwas Geschick können Sie die Arbeiten auch
selbst erledigen.
Um effektiv Energie zu sparen, muss
die Wärmedämmschicht die beheizten
Räume möglichst lückenlos vor dem
unbeheizten Bereich bzw. der Außenluft schützen. Jede Lücke bildet eine
Wärmebrücke, erhöht die Gefahr der
Schimmelpilzbildung an dieser Stelle
und steigert die Energieverluste. Der
Dämmstoff wird einfach auf dem Dachboden verlegt, ausgerollt oder als
Schüttung aufgebracht. Auch hier ist
je nach Hersteller und Dämmsystem
eine Dampfsperre erforderlich. Bei plattenförmigen Dämmstoffen ist eine
mehrlagige, versetzte Einbringung des
Achtung
Bei Abdichtmaßnahmen bzw. bei
Anbringung von Dampfbremsen
und Dampfsperren muss das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erstellt werden!
Materials empfehlenswert. Häufig
kann der Dämmstoff auch lose, in Form
von schüttfähigen oder einblasbaren
Dämmstoffen eingebracht werden. Um
den Dachboden auch weiterhin begehen zu können, sollte die Dämmung
eine oberseitige Abdeckung erhalten,
z. B. Spanplatten mit Nut und Feder.
Auch sie kann lose verlegt werden.
Die oberste Geschossdecke sollten Sie
mindestens 14 cm dick dämmen.
Aber: 16-20 cm Dämmstoffdicke erhöhen die Kosten nur unwesentlich,
steigern aber die Energieeinsparung
deutlich.
Dämmung der Kellerdecke
Fläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 m2
Dämmstoffdicke . . . . . . . . . . . 12 cm
Kosten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.400 €
U-Wert alt. . . . . . . . . . 1,11 W/(m2K)
U-Wert neu . . . . . . . 0,23 W/(m2K)
Einsparung . . . . . 304 l Heizöl/Jahr
Amortisation. . . . . . . . . . . < 8 Jahre
decke eingebaute Kellerfenster –
begrenzt sein. Die Platten werden angedübelt oder aufgeklebt und bei Bedarf mit Gipskarton oder HolzwolleLeichtbauplatten verkleidet.
Auch Kellerdecken mit unebener oder
gekrümmter Unterseite (Kappenoder Gewölbedecken) sind mit Hilfe
einer Unter- oder Tragkonstruktion
nachträglich dämmbar. Als Material
für solche Deckenkonstruktionen sind
biegsame Dämmstoffe am besten geeignet. Etwas komplizierter ist in solchen Fällen eine Konstruktion, bei der
Kellerfußboden oder
erst die Unterkonstruktion mit Verkleidung eingebaut und nachträglich
Kellerdecke
der Hohlraum mit Dämmstoff ausgeDurch die Wärmedämmung des Kellers blasen wird.
besteht die Möglichkeit, mit geringem
finanziellen Aufwand Energie zu sparen. Durch einen verbesserten Wärmeschutz können Sie außerdem Ihren
Wohnkomfort verbessern. Denn das
Ergebnis ist ein wärmerer Fußboden
im Erdgeschoss.
Nutzen Sie Ihren Keller als beheizten
Wohnraum? Dann ist es sinnvoll, die
Kellerwände und den Boden zu dämmen. Ist der Keller ein unbeheizter
Raum, dann sollten Sie die Kellerdecke
zum Wohnraum hin dämmen. Empfehlenswert ist hier eine Dämmstoffdicke von etwa 8 cm. Die maximal Hier fehlt die Dämmung der obersten Geschossdecke.
mögliche Dämmstoffstärke kann – Dadurch gibt es große Wärmeverluste. Eine Dämmung
z. B. durch direkt unterhalb der Keller- ist hier unbedingt erforderlich.
Foto: Ronald Walter, www.energiekamin.de
Schadhafte Zwischensparrendämmung. Hier hat die Dämmung keine Wirkung mehr.
Fläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 m2
Dämmstoffdicke . . . . . . . . . . . 16 cm
Kosten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.080 €
U-Wert alt. . . . . . . . . . 1,11 W/(m2K)
U-Wert neu . . . . . . . 0,18 W/(m2K)
Einsparung . . . 1.306 l Heizöl/Jahr
Amortisation. . . . . . . . . . . < 6 Jahre
Quelle: Ronald Walter, www.energiekamin.de
Foto: Ronald Walter, www.energiekamin.de
Innendämmung des Daches
17
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gegen Mauerfeuchte und Schimmelbefall
Mauerfeuchte ist ein respektloser Angreifer: Sie schädigt das Mauerwerk, beeinträchtigt das Wohnklima, verringert die Wärmedämmung,
bringt Schimmel, zerstört den Putz und wertvolle Bausubstanz. Doch
heutzutage lässt sich jedes Mauerwerk dauerhaft nachträglich abdichten
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Unsere neuen Methoden und Technologien sorgen dafür, dass eine wirksame
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23.05.2012 9:43:15 Uhr
Gebäudehülle
Fenster und Lüftung
Spürbare Zugluft und Feuchtigkeit an
den Glasscheiben oder auf dem Fensterbrett sind die deutlichsten Anzeichen dafür, dass über Ihre Fenster zu
viel Wärme verloren geht. Eine Thermografieaufnahme liefert Ihnen dazu
messbare Ergebnisse (siehe S. 14).
Neue Wärmeschutzfenster können die
Wärmeverluste gegenüber einer üblichen Isolierverglasung noch einmal um
die Hälfte reduzieren. Sie bestehen in
der Regel aus drei Scheiben mit einer
speziellen Beschichtung und einer
Edelgasfüllung. Aber nicht nur die Verglasung spielt eine Rolle: Die höchsten
Falls der Fensterrahmen energetisch
noch dem Stand der Technik entspricht
(gedämmter Rahmen), stellt sich die
Frage, ob wirklich die kompletten
Fenster ausgetauscht werden müssen
oder ob ein Austausch der Fensterscheiben genügt. Bedenken Sie hierbei
jedoch, dass am Rahmen die höchsten
Wärmeverluste auftreten und dass
nachgerüstete Dichtungen zwischen
Rahmen und Fensterflügel oft nur eine
kurze Lebensdauer haben.
Nach dem Erneuern oder Abdichten
der Fenster kann es bei ungenügender
Wanddämmung und unzureichender
Lüftung zu Feuchteschäden und
Schimmelpilzbildung an den Außen-
Achtung
Achtung: Lüftungskonzept nach DIN
1946-6 erforderlich!
Thermografie: PaX AG, www.pax.de
Fenster
Im Thermobild sichtbar: Bei diesem Gebäude geht die
Wärme hauptsächlich über die Fenster verloren.
Foto: bbroianigo / PIXELIO
Lüftung
Wärmeverluste treten am Rahmen auf.
Besonders energiesparend sind Fenster mit speziell gedämmten Rahmen
oder Rahmen aus Mehrkammerprofilen. Bei der Wahl des Fensterrahmens
gilt: Holz- oder Kunststoffrahmen geben meist weniger Energie nach außen
ab als Rahmen aus Metall. Glasteilende Sprossen erhöhen dagegen den
Wärmeverlust des Fensters.
Achten Sie auf jeden Fall auf einen
fachmännischen Einbau der Fenster.
Die DIN 4108 ist beim Fenstereinbau
einzuhalten. Sie besagt u. a., dass eine
Ausschäumung allein keine winddichte Abdichtung darstellt und hier eine
zusätzliche, innere Dichtebene nötig
ist, um die geforderte Dichtheit zu
erreichen.
wänden kommen. Daher ist es sinnvoll,
die Modernisierung von Fenstern und
Fassade gleichzeitig durchzuführen. In
diesem Fall sollte dann auch über die
Lage des Fensters nachgedacht werden: Energetisch und häufig auch optisch vorteilhaft ist ein Verschieben
nach außen. Wenn die Fenster bündig
mit der Wärmedämmschicht abschließen, erspart das die Dämmung der
Laibungen.
Über dem Fenster eingebaute Rollladenkästen gelten als energetische
Schwachstellen, wenn sie nicht wärmegedämmt und luftdicht sind. Deswegen sollten sie beim Einbau von
Fenstern direkt mit gedämmt werden.
Sind die neuen Fenster eingebaut,
dann muss ausreichend gelüftet werden – mindestens zweimal täglich
Stoßlüftung (Querlüftung). Wesentlich
komfortabler ist eine automatische
Lüftungsanlage, die die verbrauchte
Raumluft kontinuierlich gegen gefilterte Frischluft austauscht. Solche Anlagen werden vermehrt auch in Einfamilienhäusern installiert. Auch bei der
Sanierung eines älteren Hauses ist der
nachträgliche Einbau einer Lüftungsanlage möglich.
Moderne Lüftungssysteme arbeiten
mit Wärmerückgewinnung, sodass die
wertvolle Heizwärme nicht verlorengeht: Frischluft von außen wird vor
dem Einleiten in die Wohnräume über
einen Wärmetauscher temperiert, und
zwar mit der Wärme, die der abgesaugten Luft entzogen wird. Die
Lüftungsanlage dient damit zugleich
der Energieeinsparung, reguliert die
Feuchtigkeit (schützt damit das Gebäude vor Schimmelpilzbildung) und
dient schließlich auch dem Wohnkomfort. Denn die Räume werden mit
Frischluft versorgt, während Feinstaub, Pollen oder Insekten draußen
bleiben.
19
Die Anlagentechnik
D
en Energieverbrauch senken, Heizkosten sparen,
umweltverträgliche Lösungen finden – um diesen Zielen ein
Stück näher zu kommen, haben Sie
vielseitige Möglichkeiten. Mit
modernen Technologien können
Sie Ihre Heizungsanlage optimieren und Energie effizienter nutzen.
Optimierung der
Heizungsanlage
Ein neuer Heizkessel
Egal ob Sie durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) zum Austausch
Ihres alten Heizkessels verpflichtet sind
oder nicht: Ein alter Heizkessel arbeitet
meist ineffizient und verbraucht unnötig viel Brennstoff. Häufig ist der alte
Kessel zu groß und das Haus soweit
gedämmt und modernisiert, dass eine
deutlich niedrigere Kesselleistung sinnvoll ist.
Optimierung des Heizsystems
(1- bis 2-Familienwohnhaus)
Heizungscheck
Einstellung der Regelung auf Nutzerverhalten
Hydraulischer Abgleich
Isolierung der Absperrhähne sowie der nicht isolierten Wärmeverteilleitungen
ll Einbau einer Effizienzpumpe
Investition. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 2.500-4.000 €
Ersparnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 15-20 %
Fördermöglichkeiten . . . KfW-Zuschuss bzw. -Kredit
ll
ll
ll
ll
20
Quelle: Ronald Walter, www.energiekamin.de
Beispiel aus der Praxis
Mit einem modernen Brennwertkessel
senken Sie den Energieverbrauch (gegenüber einem alten Standard- oder
Niedertemperaturkessel). Er passt sei-
ne Leistung automatisch an die Außenzungsanlage sogar vorgeschrieben.
temperatur an und nutzt Abgase und ll Auch über die Erneuerung der HeizWasserdampf, die bislang mit hohen
körper sollten Sie nachdenken: Sind
Temperaturen über den Schornstein
die alten Heizkörper zu der optiverloren gingen, zusätzlich zur Wärmemierten Anlage und im Hinblick auf
gewinnung.
eine gedämmte Gebäudehülle noch
Wird der Heizkessel ohnehin erneuert,
richtig dimensioniert? Mit großen
dann lohnt es sich auch, über den EinAbstrahlflächen, etwa bei einer
satz erneuerbarer Energieträger nachWand- oder Fußbodenheizung, erzudenken. Informationen dazu finden
zielen Sie bereits bei geringen HeizSie auf den folgenden Seiten.
wassertemperaturen eine behagliche Wärme. Auch das spart auf
Weitere Möglichkeiten
Dauer Heizkosten.
ll Viel Heizenergie geht auf dem Weg
ll Damit der Heizkessel das Heizungsvom Kessel zu den Heizkörpern verwasser nicht stärker erhitzt als nöloren. Eine nachträgliche Dämmung
tig, sollte die Vorlauftemperatur
der vorhandenen Heizungsrohre ist
entsprechend geregelt werden. Im
kostengünstig und dank vorgeferHerbst und Frühling reicht eine
tigter Dämmschläuche aus dem
niedrigere Vorlauftemperatur.
Baumarkt einfach einzubauen.
ll Mit einer mehrstufigen, geregelten
Heizungspumpe können Sie Strom Öl- oder Gasheizung?
sparen. Sie passt ihre Laufzeit und
Leistung der benötigten Heizleis- Wer sich trotz steigender Rohstoffpreitung an. Wird die volle Leistung se und Klimawandel dafür entscheidet,
nicht benötigt, wird die Pumpe au- bei fossilen Brennstoffen zu bleiben,
tomatisch heruntergeregelt. Hier der spart vor allem die Kosten, die
steckt ein Einsparpotenzial von bis z. B. beim Ausbau eines alten Heizölzu 25 %!
tanks anfallen würden. Ein neuer
ll Damit genau die Wärmemenge in Brennwertkessel lässt sich problemlos
die Räume gelangt, die dort auch an den bereits bestehenden Tank anbenötigt wird, ist ein hydraulischer schließen. Wer von Öl auf umweltAbgleich des Heizungswassers not- freundlicheres Gas umstellt, der kann
wendig. Er sorgt dafür, dass auch in Zukunft auf den Tank im Haus verweit entfernte Räume warm und zichten, spart den Aufwand der Heizandere Räume nicht mit Wärme ölbeschaffung und gewinnt unter Umüberversorgt werden. Ohne eine ständen wertvollen Wohnraum.
solche Regelung müssen Pumpen- Gefördert werden Umstellungen,
leistung oder Vorlauftemperatur Nachrüstungen und Erneuerungen von
erhöht werden. Die Folge: Der Ener- Öl- und Gasheizungen durch das Bungieverbrauch steigt. Wenn Sie für desamt für Wirtschaft und AusfuhrIhre Modernisierungsmaßnahmen kontrolle (BAFA) oder durch kurzfristieine KfW-Förderung erhalten, ist ge Förderangebote der KfW und der
ein hydraulischer Abgleich Ihrer Hei- örtlichen Energieversorger.
Foto: chocolat01 / PIXELIO
Anlagentechnik
Anlagentechnik
Fernwärme und Ökostrom
Erkundigen Sie sich für Ihren Wohnstandort in Bamberg oder Hallstadt
(Industriegebiet Laubanger) nach der
Möglichkeit, Fernwärme zu beziehen
und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn Fernwärme
entsteht durch die Nutzung von Abwärme, die sonst ungenutzt vernichtet
wird. Über das Fernwärmenetz wird
die Abwärme der Müllverbrennungsanlage Bamberg an die Kunden geliefert. Zusätzliche Spitzenheizwerke
werden nur zu Hochlastzeiten angefahren.
Eine weitere Möglichkeit der sinnvollen Erzeugung von Heizenergie ist die
Nahwärme. Basis eines jeden Konzeptes ist eine Heizzentrale mit Nutzung
regenerativer Energie in Verbindung
mit einem BHKW. Durch die Bünde- Ihre persönliche
lung der Abnehmer in einem Wärme- Energiewende
netz ist der technische optimale Betrieb der Erzeugungsanlagen gege- mit Ökostrom
ben. Die wirtschaftliche Größe und
Effizienz des Nahwärmenetzes ist Seit 1998 können Verbraucher ihren
Stromanbieter frei wählen. Auf diese
immer einzeln zu bewerten.
Weise kann man sich nicht nur für ein
Damit ist Fernwärme und Nahwärme kostengünstiges, sondern auch für
hoch effizient und ökologisch. Denn ein umweltfreundliches Stromangedie Primärenergie und der CO2-Aus- bot entscheiden. Ökostromtarife mit
stoß einer eigenen Heizanlage wer- Gütesiegel fördern den Ausbau erden eingespart. Da die Wärmeerzeu- neuerbarer Energien gegenüber kongung extern erfolgt, haben Sie weder ventionell produziertem Strom.
einen Heizkessel oder Brenner im
Haus – sparen also Platz, Anschaf- Der ausgewählte Stromanbieter muss
fungs- und Wartungskosten gegen- sich dabei nicht in der eigenen Wohnüber einer herkömmlichen Heizung region befinden oder hier Kraftwerke
– noch müssen Sie den Brennstoff zu betreiben. Voraussetzung ist nur, dass
Hause lagern. Die Wärme wird in der Anbieter das entsprechende GeForm von Heißwasser über isolierte biet beliefert. Und ein StromanbieterRohrleitungen direkt zu Ihnen nach wechsel ist einfacher als gedacht.
Hause transportiert und in einer klei- Alles was Sie brauchen, ist Ihre Zähnen, kompakten Übergabestation lernummer, Ihre Kundennummer
auf Ihren Heizwasserkreislauf über- beim alten Stromanbieter und Ihren
tragen.
letzten Jahresstromverbrauch. Diese
Daten finden Sie auf Ihrer letzten JahWeitere Informationen:
resabrechnung.
Fernwärme Bamberg GmbH
Margaretendamm 28
Der Begriff Ökostrom bezeichnet
96052 Bamberg 0951/77-9001
Strom, der aus erneuerbaren [email protected]
quellen erzeugt wird, also aus Wasser,
www.fernwaerme-bamberg.de
Wind, Sonne, Geothermie oder Bio-
Foto: Stadtwerke Bamberg
Fernwärme
masse. Bei einigen Anbietern gehört
aber auch Strom aus fossilen KraftWärme-Kopplungsanlagen dazu. Hier
stammt der Strom also nicht aus regenerativen Energieträgern, wird
aber als ökologisch verträglich eingestuft. Es lohnt sich also, sich über
tatsächlichen Strommix des jeweiligen Stromanbieters, d. h. über die
Zusammensetzung des gelieferten
Stroms aus den unterschiedlichen
Energiequellen, zu informieren.
Mittlerweile gibt es eine Reihe von
Zertifikaten und Gütesiegeln, die die
Übersicht auf dem Ökostrommarkt
erleichtern sollen. Sie garantieren
Herkunft und Zusammensetzung des
Stroms oder binden an weitere Kriterien zur ökologischen und nachhaltigen Stromerzeugung, so z. B. die
Labels „OK power“ oder das „GrünerStromLabel“. Sogenannte RECS- und
EECS-Zertifikate sind dagegen lediglich Herkunftsnachweise, die unabhängig vom eigentlichen Strom gehandelt werden. Denn Betreiber von
Kohle- oder Kernkraftwerken haben
die Möglichkeit, solche Zertifikate zu
erwerben und darüber den erzeugten
Strom als Ökostrom quasi „umetikettieren“ zu lassen.
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Heizen mit Holz
Kaminofen und
Scheitholzkessel
Ein offenes Kaminfeuer im Wohnraum
ist behaglich, die Energieausnutzung
ist allerdings uneffizient: 70 bis 80 %
der Energie geht ungenutzt durch den
Schornstein verloren. Moderne Kaminöfen mit einer geschlossenen
Brennkammer verzeichnen hingegen
deutlich geringere Verluste von oft nur
15 bis 20 %. Sie eignen sich vor allem
als kostensparende Ergänzung zur
Zentralheizung. Die Nachteile liegen
im Komfortbereich: Der Ofen muss
manuell mit Holz bestückt und angefeuert werden. Der Schornsteinfeger
muss bei der Aufstellung befragt werden, um Schadstoffemissionen in den
Wohnräumen auszuschließen.
Größeren Komfort bietet ein Holzvergaserkessel, der mit Scheitholz gefeuert wird. Die Bestückung läuft auto-
matisch über einen Vorratsbehälter,
der alle 1-3 Tage manuell nachgefüllt
werden muss. Durch eine automatische Regelung der Verbrennung erreichen solche Kessel Wirkungsgrade von
über 90 %.
Holzpellets- und
Hackschnitzelheizung
Damit heizen Sie genauso komfortabel
wie mit einer Gas- oder Ölheizung. Die
Regelung und Beschickung der Anlage
läuft vollautomatisch. Bei einem optimal abgestimmten Brennvorgang erreichen Pelletheizungen einen Wirkungsgrad von 95 %. Bei modernen
Anlagen sorgt Brennwerttechnik dafür, dass die wertvolle Wärme aus der
Abgasluft dem Heizsystem wieder
zugeführt und dadurch der Wirkungsgrad nochmals gesteigert wird.
Holzpellets bestehen aus zerkleinerten
Holzresten (Hobelspäne, Sägemehl
u. ä.), die ohne Zusatzstoffe zu kleinen
Presslingen verarbeitet werden. Die
Anlieferung ist unproblematisch: Ein
Silowagen bläst das Material in das
Lager. Voraussetzung ist ein Vorratsraum, in dem eine größere Menge
Pellets trocken gelagert werden kann.
Ist dafür kein Kellerraum vorhanden,
dann lassen sich die Pellets aber auch
in einem speziellen Silo oder einem
Kaminöfen umweltfreundlich betreiben
Nicht nur wegen der mittlerweile
großen Zahl der Kaminöfen führt der
CO2-neutrale Brennstoff Holz aber
auch zu Problemen: Besonders im
Winter steigt in Städten und Dörfern
der Schadstoffgehalt in der Luft.
Gründe sind häufig technische Mängel und fehlerhafte Bedienung der
Kaminöfen. Hier einige Tipps zum
umweltfreundlichen Befeuern Ihres
Kamins:
ll Verwenden Sie nur naturbelassenes Scheitholz oder daraus hergestellte Briketts (gemäß DIN 51731
und EN 14961-3). Altholz enthält
zu viele Schadstoffe, Rindenbriketts erzeugen eine zu hohe
Staubemission.
ll Brennholz, das nicht ausreichend
trocken ist, erzeugt nur geringe
Temperaturen, bei denen die
brennbaren Gase nicht vollständig
verbrennen können. Die Folge
ist eine höhere Schadstoff- und
Staubemission.
ll Heizen Sie das Feuer von oben an!
So treten weniger unverbrannte
Gase aus, als wenn von unten angeheizt wird.
ll Vermindern Sie die Luftzufuhr,
sobald das Feuer entfacht ist.
ll Legen Sie kleine Holzmengen
nach, und zwar erst kurz bevor
die Flamme erlischt.
Weitere Informationen erhalten Sie
bei Ihrem Schornsteinfeger und
unter:
www.lfu.bayern.de
(à Themen à Energie à Bioenergie)
Foto: chocolat01 / PIXELIO
H
olz ist ein CO2-neutraler
Brennstoff: Wer mit Holz
heizt, der führt nur soviel
CO2 in den Naturkreislauf zurück,
wie der Baum beim Wachsen
gebunden hat. Mit Holz lässt sich
nicht nur ein einfaches Kaminfeuer entfachen, sondern es eignet
sich optimal als Brennstoff für
moderne Heizungsanlagen.
wasserundurchlässigen Erdtank lagern. Für die Lagerung einer Pelletmenge, die dem Energiegehalt von
3.000 l Heizöl entspricht, benötigt
man etwa 13,5 m3 Raum. Pellets sollten nach DINplus oder ÖNORM M7135
zertifiziert sein. Minderwertige Pellets
können gesundheitsschädliche Rückstände und Verunreinigungen durch
Leime, Lacke oder Kunststoffe von
Althölzern enthalten.
Pufferspeicher
Sowohl bei Scheitholzkesseln als auch
bei einer Holzpelletsheizung benötigen
Sie einen Pufferspeicher, der die überschüssige Wärme aufnehmen und bei
Bedarf abgeben kann. Auf diese Weise kann die Anlage immer bei optimalen Betriebsbedingungen arbeiten. Der
Pufferspeicher ermöglicht zudem eine
sinnvolle Kombination mit einer thermischen Solaranlage (siehe S. 25).
FAZIT
ll CO2-neutraler, regional nach-
wachsender Brennstoff
ll hohe Energieeffizienz
ll Unabhängigkeit von steigenden
Gas- und Ölpreisen
ll Ein Stückholzkessel muss regel-
mäßig bestückt werden. Für
Zeiten längerer Abwesenheit
benötigen Sie daher eine Zusatzheizung.
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14.06.2012 15:17:23 Uhr
Anlagentechnik
Solarthermie
Solarthermie
Mit einer thermischen Solaranlage
wird Warmwasser als Brauchwasser
(Bad, Dusche, Küche usw.) und zur
Unterstützung des Heizungssystems
bereitet. Der Energiebedarf zur Brauchwasser-Erwärmung kann in den Sommermonaten bereits zu 100 % über
eine Solaranlage gedeckt werden. Eine
Vollversorgung ist zurzeit noch nicht
möglich: In den Wintermonaten muss
ein zusätzlicher Heizkessel fehlende
Wärme für die Heizung hinzuliefern.
Trotzdem spart eine solarthermische
Anlage über das ganze Jahr hinweg bis
zu 40 % Brennstoffe – und damit
Brennstoffkosten und CO2-Emission.
Solarkollektoren
Solarkollektoren nehmen die Wärmestrahlung der Sonne auf und geben
diese an einen gut gedämmten Warmwasserspeicher (Pufferspeicher) ab.
Der Speicher enthält entweder Trinkwasser zur direkten Nutzung oder
Heizungswasser, das das Brauchwasser erwärmt und dann auch für die
Raumwärme genutzt werden kann.
Durch diesen Zwischenspeicher wird
das schwankende Energieangebot der
Sonne ausgeglichen. In den Wintermonaten heizt ein zusätzlicher Kessel
die fehlende Wärme im Speicher nach.
Man unterscheidet zwischen Flachkollektoren und Vakuum-Röhrenkollektoren. Flachkollektoren sind kostengünstiger, in ihrem Röhrensystem
entstehen allerdings Wärmeverluste.
Vakuum-Röhrenkollektoren können
daher höhere Wirkungsgrade erzielen.
Voraussetzungen
Voraussetzung für den Einsatz einer
Solaranlage ist eine weitgehend unverschattete Dachfläche. Die benötigte Kollektorfläche richtet sich danach,
ob die Anlage nur Trinkwasser erwärmen oder auch die Heizung unterstützen soll. Eine reine Brauchwasseranlage für einen 4-Personen-Haushalt
sollte eine Größe von ca. 6 m² haben.
Beispiele aus der Praxis
Öl-/Gasbrennwertanlage + 2 Solarkollektoren zur
Brauchwasserbereitung
Investition. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 7.000-8.000 €
Ersparnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 20-25 %
Fördermöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KfW-Zuschuss bzw. -Kredit
Investition. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 20.000-22.000 €
Einsparung Energiebeschaffungskosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 40 %
Fördermöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KfW-Zuschuss bzw. -Kredit
oder
BAFA Zuschuss (Stand Mai 2012)
je m² Kollektorfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 €
Kesseltauschbonus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 500 €
Kombibonus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 500 €
Solarpumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 €
Wirtschaftlichkeit
Die Preise für thermische Solaranlagen
sind in den vergangenen Jahren gesunken, und dabei ist die Leistungsfähigkeit der Anlagen gestiegen, sodass
sich deren Wirtschaftlichkeit stetig
verbessert. In Ihre Kalkulation sollten
Sie auch die Einsparung der Brennstoffkosten mit einbeziehen – vor allem vor dem Hintergrund steigender
Preise für fossile Energieträger. Wer
einmal in eine Solaranlage investiert,
nutzt Sonnenenergie kostenlos. Dadurch amortisiert sich die Anlage, je
nach Ertrag und der Entwicklung der
Energiepreise, in 12-15 Jahren. Bei modernen Solaranlagen können Sie mit
einer durchschnittlichen Lebensdauer
von 20-30 Jahren rechnen.
Tipp: Wenn Sie für Ihr Warmwasser
Sonnenenergie nutzen, kann es sinnvoll sein, auch die Spülmaschine und
die Waschmaschine ans Warmwasser
anzuschließen. Dadurch sind Einsparungen beim Stromverbrauch von bis
zu 70 % möglich.
FAZIT
ll Einsparung von Brennstoffkos-
Quelle: Ronald Walter, www.energiekamin.de
Holzpelletkessel + 5 Solarkollektoren zur
Brauchwasserbereitung und Heizungsunterstützung
Bei einer Heizungsunterstützung sollte auf jeden Fall eine Größe von 12 m²
gewählt werden. Ist ausreichend Platz
vorhanden, sollte die Anlage jedoch
größer ausgelegt werden.
Das Dach sollte nach Süden ausgerichtet sein und eine Neigung von 25°-60°
aufweisen. Eine steile Aufstellung ist
von Vorteil, da in den Winter- und
Übergangsmonaten, wenn die Sonne
tiefer steht, hohe Erträge erzielt werden können. Auch eine Aufstellung im
Garten ist möglich und bietet den Vorteil einer optimalen Ausrichtung.
Foto: Claudia Hautum / PIXELIO
W
ährend fossile Brennstoffe wie Erdöl oder
Erdgas nur noch
begrenzt vorhanden sind, steht
uns die Energie der Sonne
unbegrenzt und kostenlos zur
Verfügung. In unserer Region
können Sie mit rund 1.500
Sonnenstunden im Jahr rechnen.
Über mittlerweile effiziente und
langjährig erprobte Technologien
kann diese Energie zur Wärmegewinnung (Solarthermie) und
zur Stromerzeugung (Photovoltaik) eingesetzt werden.
ten bis zu 40 %
ll Klimafreundlich: Einsparung von
CO2-Emission
ll Heizkessel,
Durchlauferhitzer
usw. können in den Sommermonaten ganz abgeschaltet bleiben,
sodass sich deren Verschleiß verringert.
ll Förderung nur noch für Solarthermieanlagen mit Heizungsunterstützung
25
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Ž   €    ­ €   €   Anlagentechnik
Foto: Rainer Sturm / PIXELIO
Photovoltaik
M
it einer Photovoltaikanlage können Sie umweltfreundlichen Strom
erzeugen. Wichtige Voraussetzungen sind die Ausrichtung des
Daches (Süd, Südost, Südwest),
die Statik und der allgemeine
Zustand des Daches. Am Dach
sollten die nächsten 20-25 Jahre
keine größeren Reparaturen oder
Sanierungen durchgeführt werden
müssen. Wenn ohnehin eine Dachsanierung ansteht, bietet sich die
Installation einer Photovoltaikanlage natürlich an.
Technik und Anlage
Netz entnommen werden. Dort, wo
eine netzgekoppelte Anlage nicht
möglich ist, kann der erzeugte Strom
in einem Akku gespeichert und bei
Bedarf genutzt werden.
Strom einspeisen heißt Strom verkaufen, denn Sie erhalten dafür vom örtlichen Stromversorger eine Einspeisevergütung, deren Höhe durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für
20 Jahre festgelegt ist. Seit 2009 wird
sogar die Selbstnutzung des produzierten Stroms (ebenfalls für die Dauer von
20 Jahren) durch einen Aufschlag extra vergütet. Mit diesen Einkünften und
einer Lebenserwartung der Solarmodule von 20-25 Jahren gleicht die Investition in eine Photovoltaikanlage
einer fest verzinsten Kapitalanlage.
Auch wenn die Einspeisevergütung
aktuell stark gekürzt wurde, sorgen
sinkende Modulpreise und die stärkere
Betonung des Eigenverbrauchs dafür,
dass eine PV-Anlage weiterhin eine
lohnende Investition darstellt.
Und: Die Einspeisung von Solarstrom
führt auf Dauer dazu, dass andere
Kraftwerke heruntergefahren werden.
Auf diese Weise verringern private Solarstromanlagen die Emission existierender Kraftwerke und leisten einen
aktiven Beitrag zum Umweltschutz.
In Solarzellen wird Lichtenergie in elektrische Energie umgewandelt. Um eine
gewünschte Leistung zu erzielen, werden viele Solarzellen zu Solarmodulen
zusammengefasst. Es gibt verschiedene Zelltypen, die sich hinsichtlich Herstellungsaufwand und damit Kosten
und Wirkungsgrad unterscheiden. Hier
sollten Sie intensiv vergleichen.
Da Solarzellen Gleichspannung abgeben, Verbrauchsgeräte und das öffentliche Stromnetz aber mit Wechselspannung arbeiten, benötigen Sie einen
Wechselrichter, der die Spannung umwandelt. Er sorgt außerdem dafür, dass
die Anlage bei optimaler Spannung Leistung und
arbeitet und eine maximale Leistung Wirkungsgrad
abgibt. Achten Sie beim Kauf auch auf
den Wirkungsgrad dieses Wechselrich- Die Leistung einer Photovoltaik-Anlage
ters, damit bei der Umwandlung keine wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeEnergie verloren geht.
ben. Mit Peak ist hier die Spitzenleistung
bei optimalen Bedingungen gemeint. In
Strom einspeisen
unserer Region können mit einer 1 kWpPhotovoltaik-Anlage (ca. 7 m2 Fläche)
Bei einer netzgekoppelten Solaranlage etwa 1.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt
gleicht das öffentliche Stromnetz Leis- werden. Zum Vergleich: Der durchtungsschwankungen aus. Überschüs- schnittliche Jahres-Stromverbrauch eisiger Strom kann ins Netz eingespeist nes Vier-Personen-Haushalts liegt in
werden. Falls die Leistung dagegen Deutschland etwa bei 4.000 kWh.
nicht ausreicht, kann Strom aus dem Der Wirkungsgrad einer Anlage gibt
an, wie viel Prozent der eingestrahlten
Sonnenenergie in elektrischen Strom
umgewandelt werden können. Die
vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrade weichen allerdings wegen
der Verluste durch Verschmutzung,
Reflexion und Wechselrichterverlusten
häufig vom realen Wirkungsgrad ab.
Auch eine ungünstige Dachneigung,
geringfügige Verschattungen durch
Bäume, Nachbarhäuser o. ä. können
den Stromertrag deutlich reduzieren.
Tipp: Einen ersten Anhaltspunkt, wie
viel Strom Sie auf Ihrer Dach- oder Fassadenfläche produzieren könnten, liefert die Berechnungshilfe auf den Seiten der Klimaallianz Bamberg:
www.bamberg.de
(à Umwelt & Energie à Klimaallianz
Stadt & Land à Solarrechner)
Für die Montage von Solarkollektoren und Solarmodulen benötigen Sie
in der Regel keine behördliche Genehmigung. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder im Bereich eines
Ensembleschutzes ist dafür allerdings eine denkmalrechtliche Erlaubnis durch die Stadt oder das
Landratsamt Bamberg erforderlich.
Stadt Bamberg, Hochbauamt
Team Denkmalpflege
Untere Sandstraße 34
96049 Bamberg
Michael Krüger 09 51 / 87-16 85
[email protected]
Landratsamt Bamberg,
Geschäftsbereich Planen,
Bauen, Umwelt
Fachbereich Denkmalpflege
Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg
Ingeborg Pager
09 51 / 85-4 03
[email protected]
FAZIT
ll Klimafreundlich: Einsparung von
CO2 -Emission
ll Stromkosteneinsparung und
evtl. zusätzlich Einkünfte durch
Stromeinspeisung
ll Dachneigung und -ausrichtung
sowie Verschattungen und Statik
beachten
ll Auch die Kosten für eine Versicherung der Anlage z. B. gegen
Witterungsschäden müssen mit
einbezogen werden.
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Anlagentechnik
Wärmepumpe
Wärmequellen
Optimal ist es, wenn die Wärmequelle
über das ganze Jahr hinweg eine
gleichbleibende Temperatur hat. Sowohl das Erdreich als auch das Grundwasser bieten dafür geeignete Bedingungen. Die Außenluft ist starken
Schwankungen unterworfen. Dafür
muss sie als Wärmequelle nicht zusätzlich erschlossen werden. Für die Erschließung der Wärmequellen Erdreich
und Grundwasser sind dagegen Kosten zu kalkulieren, welche von den
geologischen Bedingungen des Anlagenstandortes abhängig sind.
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit,
Ihre Heizungsanlage multivalent zu betreiben: In der kalten Jahreszeit schaltet
sich dann z. B. eine Öl- oder Gasheizung
hinzu, um den Heizbedarf zu decken.
Erdwärme
Erdwärme wird durch im Boden versenkte Erdreichkollektoren oder Erdsonden nutzbar gemacht. Für erstere
muss eine größere, unversiegelte Fläche
zur Verfügung stehen, auf der die Kollektoren in einer Tiefe von 1-1,5 m waagerecht verlegt werden. Für eine Erdsonde muss eine Tiefenbohrung von bis
zu 100 m vorgenommen werden. Die
Tiefe des Bohrlochs hängt von den örtlichen Gegebenheiten und der benötigten Wärmeleistung ab. In unserer Region sind die geologischen Voraussetzungen weniger günstig. Bohrungen können aus Gründen des Grundwasserschutzes vielfach nur bis max. 40 m
erlaubt werden. Erdreichkollektoren
sind wegen der entfallenden Tiefenbohrung günstiger als Erdwärmesonden. In der geringeren Tiefe stehen allerdings niedrigere Temperaturen und
ein schwankendes Temperaturniveau
zur Verfügung, sodass der Wirkungsgrad einer Erdwärmesonde höher ist.
Grundwasser
Um die Wärme des Grundwassers zu
nutzen, müssen zwei Brunnen angelegt werden. Der eine fördert das
Grundwasser, mit dem die Wärmepumpe versorgt wird, über den zweiten wird das abgekühlte Wasser wieder ins Erdreich abgegeben. Ist oberflächennahes Grundwasser vorhanden, dann ist eine Grundwasser-Wärmepumpe eine gute Wahl.
Wirkungsgrad
Der Kreislauf einer Wärmepumpe wird
mit Strom (seltener mit Gas) angetrieben. Das heißt, die Ökobilanz wird
durch den CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung verschlechtert. Aber: Eine
effiziente Anlage liefert bis zu viermal
mehr Wärme, als sie an Strom verbraucht! Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird in der Leistungszahl
(COP) gemessen, dem Verhältnis aus
der benötigten Antriebsenergie und
der nutzbaren Wärmemenge. Je höher
die Leistungszahl, desto besser wird
also die Energie genutzt. Den höheren
Leistungszahlen von Erdwärme- und
Wasser-Wärmepumpen stehen die
geringeren Investitionskosten für eine
Luftwärmepumpe entgegen. Vergleichen sollte man hier die Amortisationszeiten des jeweiligen Systems, die
sich aus Kosten (für Anschaffung, Installation, Betrieb), Energieeinsparung
und Fördermitteln ergeben.
Heizanlage anpassen
Die Wärmeabgabe sollte auf einem
möglichst niedrigen Temperaturniveau
(kleiner als 50°C) erfolgen. Dies ist
etwa bei Fußboden- oder Wandflächenheizungen der Fall. Für konventionelle Heizkörper, die mit einer Heizwassertemperatur von 55-70°C optimal arbeiten, ist eine Niedertemperaturwärmepumpe nicht zu empfehlen.
Hochtemperaturwärmepumpen, welche die notwendigen Vorlauftemperaturen für Heizkörpersysteme erzeugen können, haben eine niedrigere
Leistungszahl und einen entsprechend
hohen Strombedarf.
Grafik: www.alphainnotec.de
D
as Prinzip kennen Sie von
Ihrem Kühlschrank: Wird
ein Medium abgekühlt,
dann entsteht Wärme. Eine Wärmepumpe nutzt dieses Prinzip in
umgekehrter Weise. Sie kühlt eine
Wärmequelle ab, entnimmt ihr
also die vorhandene Wärmeenergie und nutzt diese zum Heizen.
Durchschnittliche Leistungszahlen
Luft-Wärmepumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 2,7-3,7
Erdreichkollektoren-Wärmepumpe . . . . . . . . . . ca. 3,0-4,5
Tiefenbohrung-Wärmepumpe . . . . . . . . . . . . . . . ca. 4,0-5,5
Grundwasser-Wärmepumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 4,0-5,5
Sowohl für die Tiefenbohrung als auch für die Nutzung
des Grundwassers muss eine Genehmigung durch die
Stadt oder das Landratsamt Bamberg erteilt werden. In
Wasserschutzgebieten ist eine Tiefenbohrung generell
nicht erlaubt. Erdreichkollektoren, auch außerhalb von
Wasserschutzgebieten, sind anzeigepflichtig. Informationen und Genehmigungsverfahren:
Fachkundige Stelle des Wasserwirtschaftsamtes:
Stadt Bamberg, Amt für Umwelt,
Brand- und Katastrophenschutz
Sachgebiet Technischer Umweltschutz
Mußstraße 28, 96047 Bamberg
Ullrich Wagner
09 51 / 87-17 15
[email protected]
Stadt Bamberg, Amt für Umwelt, Brand- und
Katastrophenschutz, Sachgebiet Umweltrecht,
Wasser- und Bodenschutzrecht
Mußstraße 28, 96047 Bamberg
Berthold Denzlein
09 51 / 87-17 04
[email protected]
Landratsamt Bamberg,
Geschäftsbereich Planen, Bauen, Umwelt
Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg
Karl-Josef Neser
09 51 / 85-7 1 0
[email protected]
Gerd Groh
09 51 / 85-5 04
[email protected]
FAZIT
ll Nur bei Flächenheizungen (Fußbodenheizung, Wand-
heizung) sinnvoll (optimal: Niedrigenergiehäuser mit
Flächenheizung)
ll 75 % der Wärme aus regenerativer Energie
ll Kombination mit Öl- oder Gasheizung möglich
ll Kombination mit Photovoltaikanlage (Eigenstromverbrauch) ideal
29
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Anlagentechnik
Blockheizkraftwerk
Kraft-Wärme-Kopplung
Der Strom erzeugende Generator wird
z. B. durch einen Verbrennungsmotor
(oder Stirlingmotor) angetrieben. Die
dabei entstehende Wärme wird durch
einen Wärmetauscher auf den hauseigenen Wasserkreislauf für Heizungsund Brauchwasser übertragen. Blockheizkraftwerke können mit fossilen
Brennstoffen betrieben werden (Heizöl oder Gas), aber auch mit regenerativen Energieträgern.
Zunächst wurden Blockheizkraftwerke
vor allem für große Gebäudekomplexe, Krankenhäuser, Wohnsiedlungen
oder Schwimmbäder eingesetzt. Seit
einigen Jahren gibt es jedoch MiniBlockheizkraftwerke – kleinere Anlagen, bei denen Stromgenerator, Wärmetauscher und Regelungstechnik in
einem kompakten Block montiert sind.
Diese Kleinkraftwerke für zu Hause
sind nicht größer als eine Tiefkühltruhe und eignen sich auch von ihrer Leistungsgröße her bereits für Ein- oder
Zweifamilienhäuser.
Grafik: SenerTec
Bei der Stromerzeugung entsteht Wärme, die in konventionellen Großkraftwerken ungenutzt bleibt. Ein hoher
Energieverlust – mit dieser Wärmeenergie könnte man Deutschland
2,3 mal beheizen! – der vermieden
werden kann, wenn das Kraftwerk
dort steht, wo die Wärme auch genutzt wird. Blockheizkraftwerke
(BHKW) verbinden direkt vor Ort die
Stromerzeugung mit der Bereitstellung
von Wärme für Heizung und Warmwasser und bieten damit eine wesentlich effizientere Nutzung des Energieträgers. So können Gesamtwirkungsgrade des Systems von über 90 %
erreicht werden.
sondern vor allem die mögliche Wärmenutzung. Denn der überschüssige
Strom wird – gegen eine entsprechende Vergütung (siehe S. 27) – ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
Wirtschaftlichkeit
Planung und Auslegung
Damit das Blockheizkraftwerk wirtschaftlich laufen kann, sollte es dem
Wärmebedarf des Gebäudes angepasst sein. Bei hohem Eigenstromverbrauch steigt die Wirtschaftlichkeit.
Da der Bedarf an Heizwärme jedoch
Schwankungen unterworfen ist, passen leistungsmodulierende Anlagen
die thermische Leistung dem entsprechenden Bedarf an. Eine Alternative
bietet der Ausgleich über einen Pufferspeicher, der im Falle einer BAFAFörderung sogar vorgeschrieben ist.
Bei der Umstellung kann ein Blockheizkraftwerk an die bestehende Heizungsanlage problemlos angeschlossen werden. Der erzeugte Strom wird
für den Eigenbedarf verwendet. Trotzdem ist für die Planung der Größe und
Leistungsfähigkeit eines Blockheizkraftwerks nicht die voraussichtlich
benötigte Strommenge entscheidend,
In der Anschaffung ist ein Blockheizkraftwerk teurer als ein herkömmlicher
Brennwertkessel. In Ihre Kalkulation
sollten Sie aber auch die Einsparung
der Stromkosten und die Einspeisevergütung für den überschüssigen Strom
mit einbeziehen. Dadurch hat sich ein
Blockheizkraftwerk häufig nach wenigen Jahren amortisiert.
FAZIT:
ll Umweltfreundlich durch hohe
Energieeffizienz
ll Kann mit fossilen oder regene-
rativen Energieträgern betrieben werden
ll Eine möglichst gleichmäßige
Wärmeabnahme sollte gesichert sein.
ll Vergleichsweise hohe Anschaffungskosten, aber:
ll Einsparung der Stromkosten aus
dem öffentlichen Netz, während die Heizwärme quasi als
Nebenprodukt anfällt
ll Einkünfte durch die Einspeisevergütung
31
Foto: Pia Regner, www.ingplusarch.eu
Passivhaus
Wohnen im Passivhaus
E
in Forschungsvorhaben und
die Zielsetzung ein Haus mit
höchster Energieeffizienz,
thermischer Behaglichkeit, guter
Raumluftqualität und Wirtschaftlichkeit zu erzielen, stand am
Anfang. Das von Dr. Wolfgang
Feist entwickelte PassivhausGebäude steht nun seit 1991 und
beweist, dass ein extrem geringer
Heizwärmebedarf bei gleichzeitig
hohem Wohnkomfort möglich ist.
Inzwischen sind in Deutschland über
10.000 Passivhäuser unterschiedlicher
Nutzung entstanden. Neben Ein- und
Mehrfamilienhäusern sind zahlreiche
öffentliche Gebäude in diesem Energiestandard errichtet worden. Neben dem
geringen Energieverbrauch überzeugen
vor allem der hohe Wohn- und Nutzerkomfort und die Wirtschaftlichkeit.
Passivhaus und
Plusenergiehaus
Zum Beheizen des Gebäudes reicht im
Wesentlichen die passive Nutzung der
Sonneneinstrahlung durch die Fenster
sowie die Wärmeabgabe von Geräten
und Bewohnern. Durch eine starke
Verringerung der Wärmeverluste des
Hauses wird dies möglich. Beim Plusenergiehaus wird in der Regel das Passivhaus durch eine große Photovoltaikanlage ergänzt. Übers Jahr betrachtet wird hierdurch mehr Energie am
Gebäude erzeugt als im Gebäude
verbraucht wird.
32
pro m2 und Jahr – in Öl ausgedrückt
sind dies 1,5 l pro m2 jährlich. Die
Nebenkosten für die Beheizung von
150 m2 Wohnfläche liegen deshalb in
der Regel nur bei 150,- bis 300,- € im
Jahr. Zum Vergleich: Unsere unsanierten Bestandsgebäude in Deutschland
verbrauchen in der Regel jährlich
20-30 Liter pro m2.
Um diese hohe Energieeffizienz beim
Passivhaus zu erreichen, werden Bauteile mit einem sehr guten Wärmeschutz, dreifachverglaste Fenster, eine
hohe Luftdichtheit der Gebäudehülle
und hocheffiziente Lüftung und Haustechnik eingesetzt. Die thermische
Behaglichkeit für die Bewohner des
Gebäudes wird durch warme Wandtemperaturen deutlich verbessert und
die Luftqualität im Gebäude ist durch
den Einsatz von Lüftungsanlagen kontinuierlich gut.
Das Passivhaus –
bereits heute ein Gewinn
Die Mehrkosten für ein EinfamilienPassivhaus liegen bei 5-12 % der Gesamtaufwendungen. Die monatliche
Belastung durch Energiekosten und
Rückzahlungen von Baudarlehen sind
jedoch gegenüber dem üblichen Baustandard geringer. Und das Passivhaus
ist auch deshalb wirtschaftlich, weil
bei dem niedrigen Energieverbrauch
von 15 kWh/(m2a) die Heizwärmeverteilung durch die Lüftungsanlage erfolgen kann – die Kosten für HeizungsVerteilleitungen und Heizkörper verringern sich dadurch deutlich.
Die Mehrkosten für Dämmung, RestWenig Verbrauch
heizung, Lüftung und Fenster sind seit
bei hohem Komfort
dem Bau der ersten Passivhäuser erDer Heizenergiebedarf eines Passiv- heblich gesunken. Durch die Verringehauses beträgt nur noch 15 kWh rung der zusätzlichen Investitionskos-
ten und dadurch steigende Nachfrage
wird das Passivhaus voraussichtlich in
fünf Jahren der übliche Standard sein.
Darüber hinaus hat das Europäische
Parlament 2009 eine Novelle der Richtlinie für Energieeffizienz in Gebäuden
verabschiedet, die vorgibt, dass Neubauten ab 2019 nur noch als annähernde „Null-Energie-Gebäude“ ausgelegt werden dürfen.
Wärmedämmung
Ein Passivhaus ist nicht begrenzt auf
eine bestimmte Bauweise, sondern
kann in Massiv-, Stahl- oder Holzbauweise hochwärmegedämmt ausgeführt werden. Der benötigte U-Wert
von Außenbauteilen beim Passivhaus
liegt je nach Größe und Kompaktheit
des Gebäudes zwischen 0,15 W/m2K
(beim kompakten Mehrfamilienhaus)
und 0,1 W/m2K (beim freistehenden
Einfamilienhaus).
Zum Vergleich: Der durchschnittliche
U-Wert bei einem Gebäude, gebaut
nach dem gesetzlichen EnEV Standard,
liegt bei 0,2-0,3 W/m2K. Dabei können
alle üblichen Dämmstoffe eingesetzt
werden, also auch Naturbaustoffe wie
Zellulose, Kork, Flachs, Holzweichfaserplatten.
Wärmebrücken
Geometrische Wärmebrücken sind
kaum zu vermeiden. Sie treten auf,
wenn die Außenoberfläche größer als
die Innenoberfläche ist, zum Beispiel
an jeder Außenecke. In der Regel sind
diese Wärmebrücken bei durchgehender Dämmung nahezu unbedeutend.
Konstruktive Wärmebrücken entstehen durch ungünstig ausgebildete
Details wie Durchdringungen, Auskra-
Passivhaus
Fenster und Behaglichkeit
Hochwärmedämmende Fenster sind
wesentliche Bauteile im Passivhaus.
Durch Dreifachverglasung (Ug = 0,50,8 W/m2K) und gut gedämmte Fensterrahmen (Uf < 0,80W/m2K) beträgt
selbst bei einer Außentemperatur von
-12° C die Temperatur auf der Innenseite des Fensters mehr als 17,5° C. So
wird auch ohne Heizkörper eine optimale Behaglichkeit in Fensternähe
erreicht.
Der Anteil des Rahmens bei einem herkömmlichen Fenster wird oft unterschätzt, er beträgt jedoch immerhin
30 bis 40 %. Herkömmliche Rahmen
mit einem U-Wert von 1,4 bis 2 W/m2K
haben etwa doppelt so große Wärmeverluste wie gedämmte Rahmen mit
einem U-Wert von 0,8 W/m2K.
Beim Passivhaus werden die Fenster in
die Dämmschicht der Außenbauteile
gesetzt. Der Fensterrahmen wird überdämmt, um Anschlussverluste zu vermeiden. Dadurch erreicht auch das
eingebaute Fenster einen U-Wert von
weniger als 0,85 W/m2K. Bei Passivhäusern mit südorientierten Glasflächen deckt die passive Nutzung der
Sonneneinstrahlung durch die Fenster
etwa 40 % des Wärmebedarfs. Verschattungsfreiheit ist vorteilhaft, aber
auch Passivhäuser in weniger sonnenverwöhnten Lagen wurden von erfahrenen Planern bereits realisiert.
1981 vorgeschrieben. Neu beim Passivhaus ist ein konsequent luftdichter
Anschluss der einzelnen Bauteile untereinander.
Grafik: Pia Regner, www.ingplusarch.eu
gungen, Rippen oder Dämmstoffunterbrechungen. Solche konstruktiven
Schwächen in der Gebäudehülle können bei Passivhäusern durch sorgfältige Planung vermieden werden. Von
einer wärmebrückenfreien Gebäudekonstruktion spricht man, wenn der
Wärmebrückeneffekt des ganzen Gebäudes gleich Null ist. Die Vermeidung
von Wärmebrücken ist eine der wirtschaftlichsten Einsparmaßnahmen.
Frische Luft
Die kontrollierte Wohnungslüftung
mit Wärmerückgewinnung ist beim
Passivhaus unverzichtbar. Sie sorgt für
hygienisch einwandfreie, staubfreie
Luft. Frische gefilterte Zuluft wird den
Wohn- und Schlafräumen zugeführt
und verbrauchte Abluft wird aus Toiletten, Bad und Küche abgesaugt. Um
den gleichen Luftwechsel mit herkömmlicher Fensterlüftung zu erreichen, müssten alle drei Stunden die
Fenster 15 Minuten lang geöffnet
werden. Doch bei einer Fensterlüftung
würde mit der verbrauchten Luft auch
die in ihr enthaltene Wärme verloren
gehen. Bei einer Lüftungsanlage mit
effizientem Wärmetauscher werden
über 80-90 % der Wärme aus der Abluft für die Erwärmung der Frischluft
wieder genutzt.
Hochwertige, zertifizierte Geräte haben bei sorgfältiger Planung einen
geringen Stromverbrauch. Und besonders Allergiker können im Passivhaus
befreit aufatmen, da lästige Pollen mit
speziellen Filtern aus der Zuluft entfernt werden. Die Wartung für die
Bewohner besteht übrigens im Wesentlichen aus der Überprüfung und
Erneuerung der Filter.
Heizkörper können entfallen
Die Beheizung des Passivhauses mit
seinem geringen Heizenergieverbrauch kann über die Lüftungsanlage
erfolgen. Wird eine individuelle Regelung der Temperatur in den einzelnen
Räumen gewünscht, kann ein zusätzliches wassergeführtes Heizsystem
einen höheren Nutzerkomfort bieten.
Die Luftdichtheit
Beheizung
Die Luftdichtheit des Passivhauses
senkt Wärmeverluste und steigert die
Effektivität der Lüftungsanlage. Eine
luftdichte Gebäudehülle hilft außerdem Bauschäden zu vermeiden und
erhöht den Schallschutz. Auch konventionelle Mauerwerkswände mit gewissenhaft ausgeführtem Innenputz sind
bereits luftdicht. Bei Fenstern ist die
Luftdichtheit in Deutschland schon seit
Auch ein Passivhaus benötigt noch
Heizenergie. Wärmeverluste werden
im Passivhaus größtenteils durch interne Wärmequellen und solare Gewinne
ausgeglichen. Der verbleibende Restwärmebedarf kann mit Öl, (Bio-)Gas,
Holz, Solarenergie, Wärmepumpe
usw. gedeckt werden.
Die Heiztechnik und der Brennstoff
sind neben den Wärmeverlusten des
Wohnraumlüftung und Wärmerückgewinnung
im Passivhaus
Gebäudes ausschlaggebend für die
Höhe des Primärenergiebedarfs. Bei
der Wahl von Biomasse als Brennstoff
(CO2-neutral und nachwachsend, z. B.
Holzpellets) ist der berechnete Primärenergiebedarf sehr gering.
Eine weitere mögliche Komponente
für ein Passivhaus ist der Erdwärmetauscher. Ein solcher sorgt während
der Heizperiode für die Vorerwärmung
der Frischluft, im Winter von beispielsweise -12° C auf 0° C. Im Sommer kann
durch das kältere Erdreich das Gegenteil, nämlich eine Kühlung der Zuluft
erreicht werden.
Sanieren mit
Passivhauskomponenten
Die unterschiedlichen Bauteile eines
Gebäudes müssen in der Regel nach
20-50 Jahren erneuert werden. Allein
aus wirtschaftlichen Gründen wird
somit der Energiestandard eines Gebäudes, das heute energetisch saniert
wird, für die nächsten Jahrzehnte festgelegt. Ein gutes Argument für größere Dämmstärken, bessere Fenster, gute
Luftdichtheit und eine effektive Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung! Mit dem Einsatz von bewährten
Passivhauskomponenten bei der Sanierung wird ein Wärmebedarf des
Altbaus von 20-30 kWh/(m2a) erreicht.
Das entspricht einer Energieeinsparung von bis zu 90 %.
Pia Regner, Dipl.-ING. (FH)
ING+ARCH Partnerschaft
www.ingplusarch.eu
Weitere Informationen zum Thema
Passivhaus unter:
www.passiv.de
33
Energiespartipps
U
m effektiv Energie
einzusparen, sollten Sie
nicht nur die energetischen Eigenschaften Ihres
Hauses oder Ihrer Wohnung
unter die Lupe nehmen, sondern
auch Ihr alltägliches Verhalten.
Mit ein paar kleinen Tricks und
Verhaltensregeln kann viel
Energie eingespart oder besser
genutzt werden, ohne dass Sie
auf Komfort verzichten müssen.
Effizient heizen
34
Nicht nur durch eine neue oder verbesserte Heizanlage, sondern auch
durch das richtige Heizverhalten lassen
sich Energie und damit Heizkosten einsparen. Hier einige Tipps:
ll Natürlich ist die als behaglich empfundene Raumtemperatur individuell unterschiedlich. Zu hohe Raumtemperaturen allerdings steigern
die Erkältungsgefahr und kosten
unnötig Energie. Nur ein Grad weniger spart bis zu 6 % Heizkosten.
ll Die Nachtabsenkung der Heizung
von 20° C auf 15° C spart bis zu 6 %
Heizenergie. Die Temperatur sollte
aber nicht um mehr als 5° C abgesenkt werden, weil sonst durch eine
lange Aufheizzeit wiederum mehr
Energie erforderlich ist.
ll Bei längerer Abwesenheit reicht
eine Durchschnittstemperatur von
15° C und das Thermostatventil
kann auf die Frostschutzposition
eingestellt werden.
ll Müssen überhaupt alle Zimmer
ständig beheizt werden? Bedenken
Sie dies vor allem für Ihr Schlafzimmer, Gästezimmer oder andere
selten genutzte Räume.
ll Sinnvoll ist auch der Einbau von ll Mit einer Zeitschaltuhr können Sie
programmierbaren Heizkörpertherdie Bereitstellung des warmen
Brauchwassers auf Ihren Tagesmostaten, die die Raumtemperatur
dann automatisch und angepasst
rhythmus einstellen.
an Ihren Tagesrhythmus regeln.
ll Mit einem Durchflussbegrenzer
ll Damit sich die Wärme ungehindert
lässt sich z. B. beim Duschen etwa
im Raum verteilen kann, sollten
die Hälfte des Wassers sparen – und
Heizkörper generell nicht verkleidamit auch viel Energie zur Warmdet, durch Möbel zugestellt oder
wasserbereitung: Die Düse wird
durch Vorhänge zugehängt sein
einfach auf den Wasserhahn oder
und regelmäßig entlüftet werden.
an den Duschschlauch montiert,
vermindert die durchlaufende WasRichtig lüften
sermenge und mischt dem Wasser
Luft bei.
Die Frischluftzufuhr bei ständig gekippten Fenstern ist gering. Dafür hei- Energieeffiziente
zen Sie währenddessen munter aus Haushaltsgeräte
dem Fenster hinaus. Dauerlüftung
durch gekippte Fenster kann den Ener- 55 % des Haushaltsstroms werden
gieverbrauch um das Vierfache erhö- durch Geräte zum Kühlen, Waschen,
hen! Sinnvoller ist eine kräftige Stoß- Spülen oder Trocknen verbraucht. Die
lüftung bzw. Querlüftung: Öffnen Sie größten Verbraucher sind i.d.R. die
mehrere Fenster kurz (5 Minuten) und Heizungspumpen, der Kühlschrank,
weit, so dass ein Durchzug entsteht, die Gefriertruhe, der Wäschetrockner
der die Luft schnell austauscht.
und die Waschmaschine. Vor allem
Und generell gilt: Ist ein Fenster ge- ältere Haushaltsgeräte sind häufig rekippt oder auf, dann muss der Heiz- gelrechte Stromfresser. Wer beim Kauf
körper immer abgedreht sein.
eines neuen Geräts darauf achtet, dass
der laufende Stromverbrauch gering
Warmwasser
ist, entlastet die Umwelt und kann auf
Dauer viel Geld sparen. Denn betrachAuch hier können Sie neben einer tet man Kaufpreis und Betriebskosten
energiesparenden Technik zur Warm- über die Lebenszeit eines Geräts hinwasserbereitung auch durch einen weg, dann entpuppt sich ein effizienbewussten Umgang mit dem kostba- tes Modell häufig als günstiger als
ren Warmwasser viel erreichen.
seine zunächst billigere Alternative.
ll Eine kurze Dusche verbraucht etwa Bestimmte Haushaltsgeräte müssen
20 – 40 l Wasser, während Sie für ein EU-Energielabel tragen, ein Etikett
ein Wannenbad bis zu 150 l er- mit Angaben über Energieverbrauch
wärmtes Wasser benötigen.
und andere Leistungsmerkmale. Dazu
ll In der Regel reicht es, die Tempera- gehören Kühl- und Gefriergeräte,
tur des vorgehaltenen Warmwas- Waschmaschinen und Trockner, Eleksers von den üblichen 70 Grad auf troherde, Lampen und Klimageräte.
60 Grad zu reduzieren.
Weitere Informationen und aktuelle
Foto: Haushaltsgeld.net / PIXELIO
Beratung und Tipps
Beratung und Tipps
Listen besonders sparsamer Haushaltsgeräte erhalten Sie bei den Verbraucherzentralen und im Internet:
www.ecotopten.de
www.stromeffizienz.de
Vorsicht Stromklau
Viele Haushaltsgeräte verbrauchen
Strom, während sie ihre eigentliche
Funktion gar nicht erfüllen. Solche
Stromräuber verursachen in einem
durchschnittlichen Haushalt jährliche
Kosten von bis zu 100 €. Durch das
Vermeiden solcher Leerlaufverluste
können Sie also mächtig einsparen.
Lassen Sie Ihre Geräte z. B. nicht unnötig im Bereitschaftsbetrieb bzw.
Standby-Betrieb. Fernseher oder Stereoanlage sollten vollständig abgeschaltet sein, wenn sie eine Zeitlang,
etwa über Nacht, nicht verwendet
werden.
Manche Geräte – dazu gehören etwa
Computerzubehör oder Hi-Fi-Geräte
– lassen sich überhaupt nur „scheinbar“ ausschalten. Sie verbrauchen
weiterhin Strom, auch wenn der
Hauptschalter ausgeschaltet ist. Auch
Halogenleuchten ziehen Strom, wenn
der Transformator eingesteckt bleibt.
Es gibt sogar Geräte, die gar keinen
Netzschalter besitzen, sondern nur
heruntergeregelt werden können. Ungenutzt verbrauchen auch sie rund um
die Uhr Strom. Mit einem Energiekosten-Messgerät können Sie feststellen, welche Geräte zu welchem Zeitpunkt wie viel Strom verbrauchen. Ein
Kabelschalter oder eine Steckdosenleiste mit Schalter trennt solche Geräte vollständig vom Strom.
Tipp: Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten darauf, dass eingespeicherte Informationen, wie z. B. programmierte Stationstasten bei Radio
oder DVD-Rekorder, nicht verlorengehen, wenn das Gerät länger ohne
Strom ist.
Beleuchtung
Etwa 10 % des im Haushalt verbrauchten Stroms werden für die Beleuchtung verwendet. Da lässt sich durch
Energiesparlampen einiges einsparen.
Denn herkömmliche Glühlampen sind
wahre Verschwender: 90 % des verbrauchten Stroms gehen nutzlos als
Wärme verloren.
Neue Trinkwasserverordnung –
Neue Pflichten für Eigentümer und Verwalter!
Entgegen dem Bestreben, aus energetischen
Gründen ein Heizungs- und Trinkwasserystem
mit niedrigen Temperaturen zu betreiben, kann
das für die Trinkwasserbereitung fatale Folgen
haben. Denn bei Temperaturen von 25-55 °C
und stagnierendem Wasser vermehren sich
Legionellen besonders gut. Und eine Infektion
durch Einatmen vernebelter Wassertröpfchen
kann tödlich enden.
Um der Gefahr einer Legionelleninfektion entgegenzuwirken, schreibt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) seit November 2011 strengere Regeln vor, die nahezu alle vermieteten
Mehrfamilienhäuser in Deutschland betreffen.
Kommen Sie diesen Pflichten nicht nach, tragen
Sie das Haftungsrisiko.
Betroffen sind Trinkwasseranlagen, die
ll über Duschen oder wasservernebelnde Ein-
richtungen verfügen
ll im Rahmen einer gewerblichen oder öffent-
lichen Tätigkeit Trinkwasser abgeben
ll im Sinne der TrinkwV eine Großanlage dar-
stellen: Warmwasserspeicher > 400 l und/
oder Rohrleitungsinhalt > 3 l (vom Speicher
bis zur Entnahmestelle)
Die Stadtwerke Bamberg beraten Sie kostenlos
über die Novellierung der neuen TrinkwV und
unterstützen bei der Umsetzung:
Stefan Loskarn
09 51 / 77 61 44
[email protected]
Peter Palatzky
09 51 / 77 61 41
[email protected]
Energiesparlampen
an deren Effizienz heran. Als punktförmige, dezentral verteilte Lichtquellen
Energiesparlampen verbrauchen im können LED-Leuchten außerdem eine
Vergleich zu normalen Glühlampen ganz besondere Beleuchtungswirkung
80 % weniger Strom, und das bei etwa entfalten.
gleicher Lichtmenge. Hinzu kommt,
dass die Lebensdauer hochwertiger Licht aus!
Energiesparlampen um bis zu zehnmal
höher ist als die herkömmlicher Glüh- Welche Leuchtmittel Sie auch verwenlampen. Das macht sich bezahlt: Bei den: In den Räumen, in denen sich
einer Lebensdauer von 10.000 Stun- gerade niemand aufhält, sollte Licht
den spart die Energiesparlampe 60- immer ausgeschaltet werden. Und:
150 € an Stromkosten. Die Zukunft Muss die Außenbeleuchtung Ihres
gehört ohnehin der energiesparenden Hauses die ganze Nacht hindurch
Beleuchtung: Bis 2015 werden watt- brennen? Zeitschaltuhren, Bewestarke Glühlampen und zuletzt auch gungsmelder oder Dämmerschalter
ineffiziente Halogenlampen schritt- bieten einfache Lösungen.
weise vom Markt genommen.
LED-Leuchten
Die Leuchtdiode, eigentlich „Licht
emittierende Diode“ (LED) ist ein Halbleiterkristall, der durch Strom zum
Leuchten gebracht wird. Bisher sind
vor allem farbige LED für Spezialanwendungen gebräuchlich, z. B. für
Ampeln, Kfz-Rückleuchten oder für
Anzeigen elektronischer Geräte. Die
jeweilige Lichtfarbe hängt vom verwendeten Kristallmaterial ab. Für weißes Licht wird daher das Licht von
roten, grünen und blauen Dioden in
einer Leuchte überlagert. Auch wenn
die Lichtausbeute bisher noch nicht
ganz so hoch ist wie bei einer Energiesparleuchte, reichen weiße Hochleistungs-LED-Leuchten mittlerweile fast
Richtig entsorgen
Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren gehören
nicht in den Hausmüll, sondern müssen fachgerecht
recycelt werden. (Siehe auch S. 6)
Sammelboxen für Energiesparlampen in Bamberg:
ll Infothek im Rathaus Maxplatz
(Mo.-Do. 8.00-18.00 Uhr und Fr. 8.00-14.00 Uhr)
ll Umweltamt, Mußstraße 28
(Mo.-Do. 8.00-16.00 Uhr und Fr. 8.00-12.00 Uhr)
ll Entsorgungs- und Baubetrieb
(EBB), Margaretendamm 40
(Mo.-Do. 8.00-16.00 Uhr und Fr. 8.00-12.00 Uhr)
Darüber hinaus gibt es Sammelstellen bei einigen
Bamberger Geschäften. Eine Liste der beteiligten
Geschäfte und weitere Informationen unter:
www.lichtzeichen.de
35
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Beratung und Tipps
Energieberatung
Neutrale
Beratungsangebote
Einen ersten Überblick können Sie sich
bei einer Energieberatung der Stadt oder
im Landratsamt verschaffen. Hier erhalten Sie Tipps und Adressen für eine VorOrt-Energieberatung, bei der Ihr Gebäude genau analysiert wird. Kostenlos
oder gegen geringe Gebühr bieten außerdem verschiedene Stellen in der Stadt
und im Landkreis Energieberatungen an.
Hier erhalten Sie eine grundsätzliche
und allgemeine Beratung sowie Informationen zu weiteren Ansprechpartnern, Fördermöglichkeiten etc.
Beratungsangebot für Kunden
der Stadtwerke Bamberg
Kostenlose Energiesparberatung für
die Kunden der Stadtwerke Bamberg
– von alltäglichen Verhaltenstipps bis
zur Verbrauchsanalyse vor Ort, kostenlose Verleihung von Strommessgerä-
ten, Beratung zur energetischen Sanierung von Gebäuden, Informationen
über Förderprogramme und Vermittlung von Energieberatern für die von
der BAFA geförderte Vor-Ort-Energieberatung
Stadtwerke Bamberg
Dipl.-Ing. (FH) Peter Palatzky
09 51 / 77-61 41
[email protected]
www.stadtwerke-bamberg.de
* 0,14 € pro Min. aus dem dt. Festnetz,
max. 0,42 € pro Min. für Mobilfunk
Bis auf die Telefongebühren ist die
Beratung durch qualifizierte Energieberater aus der Region für Bürgerinnen
und Bürger kostenfrei!
Energieagentur
Oberfranken e. V.
Die Energieagentur Oberfranken mit
Sitz in Kulmbach wurde bereits 1998
von den oberfränkischen Landkreisen
gegründet, um Bürger und Kommunen unabhängig und produktneutral
beraten zu können. Die Energiespezialisten informieren objektiv und ohne
wirtschaftliche Interessen über folgende Themen: Energiesparen und Energieeffizienz, energieoptimiertes Bauen
und Sanieren (Neubau und Altbau),
Realisierung von Anlagen zur Nutzung
erneuerbarer Energien sowie Nutzung
von Förderprogrammen. Auf der
Homepage der Energieagentur Oberfranken können Sie außerdem den
„Förderkompass Energie“ in der jeweils aktuellsten Ausgabe herunterladen. Hier erhalten Sie auf 36 Seiten
einen Überblick über die wichtigsten
Förderprogramme im Bereich energetische Sanierung.
www.energieagentur-oberfranken.de
Energieberatung durch die Stadt und
das Landratsamt Bamberg
Das Umweltamt der Stadt Bamberg
und das Landratsamt Bamberg bieten
in wöchentlichem Wechsel eine kostenlose Beratung zur energetischen
Gebäudesanierung an. Durchgeführt
wird diese ca. 45-minütige Beratung
vom Verein Energieberater Franken
e. V. und von der Energieagentur
Nordbayern. Dadurch erhalten Sie
hier eine professionelle und produktneutrale Beratung, wertvolle Informationen und Tipps rund um die
energetischen Aspekte des Bauens
Energieagentur Oberfranken e. V.
Kressenstein 19, 95326 Kulmbach
„Hotline Energie“ für private Energieverbraucher
01 80 / 5 36 31 80*
(Mo.-Fr. 8.00-12.00 Uhr,
Mi. und Do. 16.00-20.00 Uhr)
und Sanierens, zum Energieausweis,
zum Einsatz erneuerbarer Energien
und vieles mehr.
Beratungstermine:
jeden Mittwoch 12.00-18.00 Uhr
Anmeldung und Terminabsprache
erforderlich:
Umweltamt der Stadt Bamberg
Mußstraße 28
09 51 / 87-17 24
Landratsamt Bamberg
Ludwigstraße 23
09 51 / 85-5 54
Foto: Energieagentur Oberfranken e. V.
W
ann immer Sie eine
größere Sanierungsmaßnahme an Ihrem
Gebäude planen, sollten Sie auf
jeden Fall einen Fachmann zurate
ziehen. Aber das ist leichter
gesagt als getan! Die Bezeichnung „Energieberater“ ist nicht
geschützt, es gibt kein klar
definiertes Berufsbild und viele
Anbieter sind alles andere als
neutral. Was also können Sie von
einer guten Energieberatung
erwarten?
Verbraucherzentrale Bayern
Informationen und Beratung zu allen
Fragen rund um den effizienten Energieeinsatz im Haushalt: baulicher Wärmeschutz, Heizungs- und Regelungstechnik, Solarenergie, Stromsparen,
Wärmepumpen, Förderprogramme,
Wechsel des Energieversorgers und
alle weiteren Themen des privaten
Energieverbrauchs.
Kostenbeteiligung: 5 €
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Dipl.-Ing. Univ. Architekt Michael Merz
Beratungszeiten: Mi. 17.00-19.30 Uhr
Terminvereinbarungen 09 51 / 2 82 oder
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Beratung und Tipps
Energieberatung
Ingenieure und Handwerker
in einem Boot
Der Verein „Energieberater Franken
e. V.“ mit ca. 300 Mitgliedern ist ein
Zusammenschluss von qualifizierten
Fachleuten mit dem Ziel, Bauherren
sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) über die Belange
des umweltgerechten und sparsamen
Energieeinsatzes in Gebäuden unabhängig und anbieterneutral zu informieren. Weitere Aufgaben des Vereins
sind die Vertretung der Interessen
seiner Mitglieder und Weiterbildungsmaßnahmen anzubieten. Zur Erfüllung
dieser Ziele und Aufgaben werden
verschiedene Kooperationen zu Städten, Landratsämtern, Bildungseinrichtungen, Banken, Kammern (HWK/
IHK), Bundesverbänden etc. unterhalten und gepflegt. Darüber hinaus findet ein reger Austausch mit Herstellern, Handwerksbetrieben, aber auch
können. Zunächst wird das Gebäude
der Politik statt.
in Bezug auf Wärmedämmung und
Anlagentechnik genau untersucht und
Energieberater Franken e. V.
Ronald Walter
09 51 / 29 91 31 eine Energiebilanz erstellt. Auf der
[email protected]
Grundlage dieser Bewertung können
www.energieberater-ev.de
Verbesserungsmöglichkeiten und Einsparpotenziale erarbeitet und InvestiEnergieberatung vor Ort tionskosten für mögliche Alternativen
berechnet werden. Der Energieberater
Für eine Vor-Ort-Beratung kommt ein informiert Sie außerdem über den EinEnergieberater zu Ihnen ins Haus, um satz umweltfreundlicher Energieträger
sich ein genaues Bild vom Gebäude und unterstützt Sie bei der Wahl gemachen und Sie individuell beraten zu eigneter Geräte, Anlagen, Baumaterialien und -maßnahmen. Durch einen
Vergleich zwischen dem Ist-Zustand
Ihres Gebäudes und möglichen EnerTipp für kleine und
gieeinsparungen in der Zukunft kann
mittelständische
schließlich die Wirtschaftlichkeit der
Unternehmen
einzelnen Maßnahmen analysiert werUnter anderem die folgenden Stel- den, so dass Sie entsprechende Emplen bieten Informationsveranstaltun- fehlungen erhalten. Die Ergebnisse der
gen sowie Arbeits- und Informati- Analyse erhalten Sie in einem ausführonsmaterialien zum Thema Energie: lichen schriftlichen Bericht, den Ihnen
ein guter Energieberater in einem Gespräch noch einmal erläutern wird.
Handwerkskammer für
Oberfranken
Gebäudeenergieberater
www.hwk-oberfranken.de
Industrie- und Handelskammer
für Oberfranken Bayreuth
www.bayreuth.ihk.de
Ein guter Energieberater sollte vor allem über qualifiziertes und aktuelles
Fachwissen verfügen und neutral beraten. Eventuelle Bindungen an Her-
Foto: E. Huth/PIXELIO
Energieberater Franken
steller- und Vertriebsfirmen oder sonstige Institutionen mit individuellen
Interessen sollten stets offengelegt
werden. Für unabhängige Energieberater gibt es außerdem eine Zertifizierung: Das Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt
offizielle Zulassungen für qualifizierte
Energieberater. Um Fördergelder für
eine Energieberatung zu erhalten,
muss der Energieberater BAFA-zertifiziert sein.
Weitere Informationen und
Energieberater-Datenbanken unter
www.bafa.de
www.energie-effizienz-experten.de
Der Verein „Energieberater Franken
e. V.“, ein Zusammenschluss von qualifizierten Energieberatern, bietet
ebenfalls eine Energieberater-Liste für
die Region:
www.energieberater-ev.de
Bei größeren und umfassenden Sanierungen empfiehlt es sich unbedingt, die Planungsleistungen eines
Architekten oder Bauingenieurs in
Anspruch nehmen!
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Beratung und Tipps
Finanzierung und Förderung
Durchblick im
Förderdschungel
Um ihre Klimaschutzziele langfristig
umzusetzen, fördern vor allem die
Bundesregierung, aber auch die Bayerische Staatsregierung Anstrengungen in diesem Bereich durch finanzielle Angebote an die Bauherrn. Mit Ihren
privaten Sanierungs- oder Bauvorhaben profitieren Sie besonders häufig
von diesen Fördermaßnahmen.
Gefördert werden vor allem Heizungsmodernisierung, Solarkollektor- und
Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen,
Holz- oder Biomasseanlagen, Blockheizkraftwerke und Lüftungsanlagen
mit Wärmerückgewinnung, aber auch
Einzelmaßnahmen für einen verbesserten Wärmeschutz, wie Wärmedämmung an Dach, Wand, Kellerdecke
oder neue Fenster.
sche Anlagentechnik oder energiesparende Neubauprojekte ist groß, aber
auch ständig im Wandel. Die Vielfalt
der Programme und Konditionen für
einzelne Fördermaßnahmen ist mittlerweile zu einem unübersichtlichen „Förderdschungel“ geworden. Und die
häufigen oft sehr kurzfristigen Änderungen machen es gerade dem privaten
Bauherrn schwer, den Überblick zu behalten. Durchblick im Förderdschungel
Das Förderangebot für energetische bieten Förderdatenbanken im Internet.
Sanierungen, effiziente und ökologi-
Förderdatenbanken
Aktuelle Informationen zu bestehenden Fördermöglichkeiten finden Sie vor allem über die Förderdatenbanken
im Internet. Hier können Sie gezielt nach Förderangeboten zu den von Ihnen geplanten Modernisierungs- oder
Neubauvorhaben suchen.
Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen, die
Konditionen und die Höhe der zu vergebenden Darlehen
und Zuschüsse sowie Hinweise zur Antragstellung erhalten Sie auf den Internetseiten der KfW, der BAFA und des
Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Nutzen Sie außerdem eine
professionelle Energieberatung (siehe S. 37).
www.bafa.de
Informationen zu Förderprogrammen des Bundesamtes
für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
www.energieagentur-nordbayern.de
(à Bürgerberatung à Förderkompass)
Förderkompass Energie für private Energieverbraucher,
Unternehmen und Kommunen
www.energieregion.de
(à Fördermittel à Beratung)
Fördermittelkompass der Energieregion Nürnberg
www.energiefoerderung.info
Förderdatenbank des BINE Informationsdienstes und
der Deutschen Energie-Agentur (dena)
www.foerderdatenbank.de
Förderdatenbank des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Technologie
www.foerderinfo.bund.de
Förderberatung „Forschung und Innovation“
des Bundes
www.kfw.de
Informationen zu Förderprogrammen der
KfW-Bankengruppe
www.solarfoerderung.de
Interaktiver Förderberater für Solaranlagen
www.stmwivt.bayern.de
(à Förderprogramme à Förderprogramme
im Energiebereich)
Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für
Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie zu
Förderprogrammen und -maßnahmen auf Bundesebene sowie zu Bayerischen Förderprogrammen
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Eigenwohnraumförderung
durch den Freistaat Bayern
Wie wird gefördert?
ll befristet zinsverbilligte staatliche Darlehen und Zu-
schüsse (Bayerisches Wohnungsbauprogramm)
ll befristet zinsverbilligte Förderkredite (Bayerisches Zins-
verbilligungsprogramm)
Was wird gefördert?
Neubau, Ersterwerb und Zweiterwerb (im Bayerischen
Wohnungsbauprogramm auch Gebäudeänderung und
Gebäudeerweiterung) von angemessen großen Eigenheimen und Eigentumswohnungen
Förderantrag
ll vor Baubeginn oder Abschluss des Vertrages über den
Erwerb der zu fördernden Wohnung bei der zuständigen
Bewilligungsstelle (Landratsamt Bamberg und Stadt
Bamberg)
Kinderleicht
ins eigene Heim
Wohnraumförderung im Freistaat Bayern
Weitere Informationen über zinsverbilligte
Darlehen und Zuschüsse finden Sie unter
 www.wohnen.bayern.de · www.bayernlabo.de
Das Förderinstitut der BayernLB
Zuschussförderung im Bayerischen
Wohnungsbauprogramm
Haushalte mit Kindern erhalten einen einmaligen Zuschuss
in Höhe von 1.500 € je Kind im Sinn des § 32 Abs. 1 bis 5
des Einkommensteuergesetzes. Das Gleiche gilt, wenn die
Geburt eines Kindes oder mehrerer Kinder aufgrund einer
bestehenden Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Förderentscheidung zu erwarten ist.
Kombiförderung
Ein Förderkredit aus dem Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm kann allein oder ergänzend mit einem staatlichen
Darlehen und gegebenenfalls mit einem Zuschuss aus dem
llzu viele Bürger/innen kennen die EigenBayerischen Wohnungsbauprogramm beantragt, aber nicht
wohnraumförderung durch
den Freistaat
zusammen mit einem Darlehen aus dem KfW-Wohneigenblabo_AZ_energieberater-bamberg_90x127_2012-04-23_v02_sb.indd
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Bayern noch nicht. Besonders Haushalte mit
tumsprogramm in Anspruch genommen werden.
Kindern scheuen deshalb am Ende das finanzielle
Die aktuellen Förderkonditionen werden jeweils im InterRisiko und geben den Traum von den eigenen vier
net unter www.bayernlabo.de veröffentlicht. Darüber hiWänden wieder auf. Das muss nicht sein.
naus berät die zuständige Bewilligungsstelle (Landratsamt
Bamberg/Stadt Bamberg) individuell über die FördermögIm Bayerischen Wohnungsbauprogramm sowie im Bayeri- lichkeiten.
schen Zinsverbilligungsprogramm werden nämlich nicht nur
neue Eigenheime und Eigentumswohnungen gefördert, sonBayernLabo
dern auch Gebrauchtimmobilien, die teilweise deutlich preisDie Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo)
günstiger sind als Neubauten.
ist das Förderinstitut der Bayerischen Landesbank (BayEntspricht ein Gebäude nicht mehr dem aktuellen WohnernLB) und als Organ der staatlichen Wohnungspolitik für
und energetischen Standard, sind auch im Zuge des Erdie Wohnraumförderung im Freistaat Bayern zuständig.
werbs anfallende Modernisierungs- und Instandhaltungskosten förderfähig. Zusätzlich können die durch die BayZuständige Bewilligungsstellen
ernLabo ausgereichten Fördermittel mit den zinsgünstigen
Landratsamt Bamberg
energetischen Förderprogrammen der KfW kombiniert
Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg
werden.
Peter Wächtler
09 51 / 85-4 34
A
Wer wird gefördert?
ll Haushalte, die bestimmte Einkommensgrenzen einhal-
42
ten (und die sind höher, als allgemein vermutet wird)
ll eine individuelle Einkommensberechnung erstellt das
Landratsamt Bamberg bzw. die Stadt Bamberg als zuständige Bewilligungsstelle, die eigenverantwortlich
über jeden Förderantrag entscheidet
[email protected]
Christina Einwich
[email protected]
09 51 / 85-4 35
Stadt Bamberg
Untere Sandstraße 34, 96049 Bamberg
Verena Haupt
09 51 / 87-16 72
[email protected]
Beratung und Tipps
Finanzierung und Förderung
So planen Sie richtig
Foto: Andreas Morlok / PIXELIO
Bei größeren Sanierungsvorhaben sollten Sie in jedem Fall eine kompetente
Energieberatung in Anspruch nehmen.
Die Vor-Ort-Beratung wird auch weiterhin durch die BAFA gefördert. Wenn
Sie sich über Art und Umfang der geplanten Maßnahmen im Klaren sind,
muss zunächst ein schriftliches Angebot eingeholt werden. Denn nur auf
dieser Grundlage kann ein Förderantrag gestellt werden. Der Auftrag und
der Baubeginn dürfen erst erfolgen,
wenn eine Förderbewilligung oder
eine Bewilligung für einen vorzeitigen
Maßnahmenbeginn erteilt wurden.
Auch hier gibt es allerdings Ausnahmen (z. B. das „Marktanreizprogramm
des Bundes zur Förderung erneuerbarer Energien“ z. B. für Solarthermie
oder Pelletheizungen).
Förderprogramme
KfW – Kreditanstalt für
Wiederaufbau
Die umfangreichsten Förderprogramme
werden durch die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt. Die Antragstellung für eine
KfW-Förderung kann über alle Sparkassen und Banken erfolgen. Die Förderungen werden in Form von zinsgünstigen Darlehen, Tilgungszuschüssen
oder als direkte Zuschüsse gewährt.
Die KfW fördert vor allem Sanierungsmaßnahmen, die das Haus zum KfWEffizienzhaus machen (siehe S. 9). Darüber hinaus sind aber auch Einzelmaßnahmen (zur Wärmedämmung
oder zur Modernisierung der Anlagentechnik) und Kombinationen aus Einzelmaßnahmen förderungsfähig. Hierfür werden bestimmte Anforderungen
an die Bauteile gestellt und neuerdings
auch an die Bauausführung und die
Baubegleitung bzw. Energieberatung.
Bauherren sollen damit die Sicherheit
erhalten, dass der gewünschte Effizienzhausstandard in der Praxis auch
tatsächlich erreicht wird.
Informationen:
www.kfw.de
BAFA – Bundesanstalt für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
sereinsparung und eine CO2-Minderung infolge der Modernisierung. Die
Konditionen dieses Programms orientieren sich im Wesentlichen an den
Die Nutzung erneuerbarer Energien, KfW-Förderprogrammen. Anträge
z. B. durch Solarkollektoren, Wärme- können bei der Regierung von Oberpumpen oder Biomasseanlagen wie franken gestellt werden.
Pelletöfen, wird sowohl durch KfWFörderprogramme also auch durch das Informationen:
„Marktanreizprogramm zur Förderung www.regierung.oberfranken.bayern.de
von Maßnahmen zur Nutzung erneu- (à Bauen à Energieeffizientes Planen
erbarer Energien im Wärmemarkt“ der und Bauen)
Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.
Strom einspeisen
Informationen:
www.bafa.de
(à Energie à Erneuerbare Energien)
Förderung durch den
Freistaat Bayern
Wenn Sie eine Photovoltaikanlage
oder ein Blockheizkraftwerk (KraftWärme-Kopplung) planen, gehen zusätzlich zu den Förderungen die möglichen Einkünfte durch die Einspeiseund Eigenverbrauchsvergütung bei der
Stromeinspeisung auf Ihr Konto. Maßgeblich dafür sind die Regelungen im
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
und im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
(KWKG).
Mit dem „Bayerischen Modernisierungsprogramm“ fördert der Freistaat
Bayern die Modernisierung von Mietwohnraum in Mehrfamilienhäusern
sowie von Pflegeplätzen in stationären
Altenpflegeeinrichtungen. Ziele der Informationen:
Förderung sind nicht nur die Verbes- www.bafa.de (à Energie
serung der allgemeinen Wohnverhält- à Kraft-Wärme-Kopplung)
nisse, sondern auch Energie- und Was-
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Fax
0 95 22/707510
97483 Eschenbach www.meisel-kachelofen.de
Speckstein- und Kachelofenbau
BurgeBrach - Tel. 0 95 46/83 57
www.angefeuert.de
44
Beratung und Tipps
Ansprechpartner und Informationsstellen
Ansprechpartner
Stadt Bamberg
Ansprechpartner im
Landratsamt Bamberg
Weitere
Ansprechpartner
Klimaschutzbeauftragter
Klima- und Energieagentur Bamberg
Amt für Umwelt, Brand- und
Katastrophenschutz
Mußstraße 28
09 51 / 87-17 14
96047 Bamberg
Dipl. Ing. (FH) Günter Reinke
[email protected]
www.umwelt.bamberg.de
Ansprechpartner Klima- und
Energieagentur Bamberg
Geschäftsführung:
Gabriele Pfeff-Schmidt 09 51 / 85-4 00
Landratsamt Bamberg
Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg
[email protected]
Energieagentur Oberfranken e. V.
Kressenstein 19, 95326 Kulmbach
„Hotline Energie“ für private
Energieverbraucher 01 80 / 53 63 18 0*
(Mo.-Fr. 8.00-12.00 Uhr,
Mi. und Do. 16.00-20.00 Uhr)
0,14 € pro Min. aus dem dt. Festnetz,
max. 0,42 € pro Min. für Mobilfunk
Geschäftsbereich A –
Recht, Baukultur,
Bürgerservice Bauberatung,
Nachhaltige Entwicklung
Technisches Rathaus
Fachbereich A 1 – Klimaschutz
Untere Sandstraße 34
Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg
96049 Bamberg
09 51 / 87-17 61 Verw.-Fachwirt Robert Martin
[email protected]
09 51 / 85-5 22
www.bauberatung.bamberg.de
[email protected]
www.klimaallianz.bamberg.de
Hochbauamt, Team Denkmalpflege
Untere Sandstraße 34, 96049 Bamberg Geschäftsbereich Planen,
Michael Krüger
09 51 / 87-16 85 Bauen, Umwelt
Fachbereich Denkmalpflege
[email protected]
Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg
Ingeborg Pager
09 51 / 85-4 03
[email protected]
www.energieagentur-oberfranken.de
Energieberater Franken e. V.
Ronald Walter
09 51 / 29 91 31
[email protected]
www.energieberater-ev.de
Fernwärme Bamberg GmbH
Margaretendamm 28
96052 Bamberg 09 51 / 77-90 01
[email protected]
www.fernwaerme-bamberg.de
Stadtwerke Bamberg
Margaretendamm 28, 96052 Bamberg
Dipl.-Ing.(FH) Peter Palatzky
09 51 / 77-61 41
[email protected]
www.stadtwerke-bamberg.de
Weiterführende Informationen im Internet
www.bayerisches-energieforum.de
Bayerisches Energie-Forum, Bayern
Innovativ, Gesellschaft für Innovation
und Wissenstransfer
www.bine.info
Fachinformationen des BINE Informationsdienstes zu Themen der Energieforschung, Service des Fachinformationszentrums (FIZ) Karlsruhe, gefördert vom Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie (BMWi)
www.byak.de
Informationen der Bayerischen Architektenkammer auch für Bauherren,
zum Thema Energie und Ökologie
www.carmen-ev.de
Informationen des Centralen AgrarRohstoff-Marketing und Entwicklungs-Netzwerkes zum Thema nachwachsende Rohstoffe
www.dena.de
Aktuelle Informationen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)
www.energymap.info
Informationen der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS): Zusammenstellung der Leistung der
Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien im Bundesgebiet
www.lfu.bayern.de
Aktuelle Informationen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt
www.oekologisch-bauen.info
Internetportal zum Thema Ökologisch Bauen
www.energie-verstehen.de
www.solarserver.de
Informationsportal für Verbraucher
Internetportal zum Thema Sonnendes Bundesministeriums für Wirtenergie
schaft und Technologie (BMWi)
www.solarwaerme-plus.info
www.energienetz.de
Informationen für Hausbesitzer und
Informationen des Bundes der
Handwerker zum Thema Solarthermie
Energieverbraucher
www.thema-energie.de
www.energiesparen-im-haushalt.de
Internetportal der Deutschen EnerInformationen für private Verbraugie-Agentur GmbH (dena) zu allen
cher zur Erzeugung und Nutzung von
Aspekten der Erzeugung und NutEnergie
zung von Energie
www.erneuerbare-energien.de
www.vpb.de
Aktuelle Informationen des BundesInformationen des Verbandes privater
ministeriums für Umwelt zu regeneBauherren rund ums Bauen und Sarativen Energien
nieren
45
Foto: Kurt Bouda / PIXELIO
Beratung und Tipps
Glossar
A/V-Verhältnis
(auch Formfaktor)
Kenngröße für die Kompaktheit eines
Gebäudes, Verhältnis zwischen der
(wärmeübertragenden) Oberfläche
und dem (beheizten) Innenvolumen
eines Gebäudes. Je kleiner dieses Verhältnis, desto kompakter das Gebäude
und desto geringer die Wärmeverluste
BAFA
COP (Coefficient Of Performance)
Gebäudenutzfläche
Leistungszahl bzw. thermischer Wirkungsgrad einer Wärmepumpe. Für
die energetische Bewertung der gesamten Wärmepumpenheizungsanlage ist das Mittel über ein Jahr, die
sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ),
entscheidend.
Rechengröße der EnEV, Größe der
Energiebezugsfläche bei Wohngebäuden, die sich aus dem beheizten Gebäudevolumen errechnet. Diese Fläche
ist i. d. R. größer als die eigentliche
Wohnfläche, weil z. B. auch indirekt
beheizte Flure und Treppenhäuser mit
einbezogen werden.
Dampfbremse/Dampfsperre
Schicht (meistens Folie), die auf der
Bundesamt für Wirtschaft und Aus- warmen Seite eines Bauteils angefuhrkontrolle
bracht wird und die begrenzt oder gar
nicht durchlässig für Wasserdampf ist.
BHKW
Sie wirkt der Durchfeuchtung der
Blockheizkraftwerk, kompaktes Kraft- Dämmschicht entgegen.
werk, in dem gleichzeitig Strom und
Wärme erzeugt werden
Druckdifferenztest
Test zur Ermittlung der Luftdichtheit
BImSchV
eines Gebäudes
Bundesimmissionsschutzverordnung,
u. a. Verordnung über Kleinfeueranla- EEG
gen, die z. B. Grenzwerte für die Ab- Erneuerbare-Energien-Gesetz, Gesetz
gase von Feuerungsanlagen festlegt zur Förderung und zum Ausbau von
Strom- und Wärmeerzeugung aus erBrennwert
neuerbaren Energiequellen. Darin ist
Wärmepotenzial bzw. Menge an ther- unter anderem die Einspeisevergütung
mischer Energie, die in einem Brenn- für Solarstrom festgelegt.
stoff enthalten ist. Der Brennwert wird
bei festen Brennstoffen in Kilowatt- EnEV
stunde pro Kilogramm (kWh/kg), bei Energieeinsparverordnung, Verordflüssigen Brennstoffen in Kilowatt- nung über energiesparenden Wärmestunde pro Liter (kWh/l) und bei gas- schutz und energiesparende Anlagenförmigen in Kilowattstunde pro Kubik- technik bei Gebäuden
meter (kWh/m3) angegeben.
Brennwertkessel
Erdreichkollektor
Bauelement zur Nutzung von Erdwärmoderner Heizkessel, der durch die me in geringer Tiefe
zusätzliche Nutzung der im Abgas enthaltenen Wärme besonders hohe Wir- Erdsonde
kungsgrade erzielt
Bauelement zur Nutzung von Erdwärme, das durch eine Tiefenbohrung im
Erdreich versenkt wird
46
Heizlast
Wärmezufuhr (in Watt), die zur Aufrechterhaltung einer bestimmten
Raumtemperatur notwendig ist
Heizwärmebedarf
Energiemenge in Kilowattstunde pro
Quadratmeter Gebäudenutzfläche pro
Jahr (kWh/m2a), die an einen beheizten
Raum abgegeben wird (z. B. über die
Heizkörper)
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
gleichzeitige Erzeugung von Strom
und Wärme, z. B. in einem Blockheizkraftwerk
Kontrollierte
Wohnraumlüftung (KWL)
Anlage zum kontrollierten Luftaustausch in Gebäuden mit hoher
Luftdichtheit. Wärmetauscher zur
Wärmerückgewinnung sorgen dafür,
dass möglichst wenig Wärme der Innenluft verlorengeht.
Luftdichtheit
Die Luftdichtheit eines Gebäudes wird
mit dem n50-Wert (Einheit 1/h) angegeben. Dieser Wert gibt als Maß den
Luftwechsel an: Wievielmal wird das
Innenraumvolumen eines Gebäudes
pro Stunde umgesetzt? Die EnEV legt
dafür bestimmte Grenzwerte fest.
Foto: Rainer Sturm / PIXELIO
Beratung und Tipps
Niedertemperaturkessel
Thermografie
Wärmedurchgangskoeffizient
Heizkessel, der mit besonders niedriger Vorlauftemperatur betrieben wird.
Das ermöglicht geringere Bereitschafts- bzw. Stillstandsverluste sowie
geringere Abgasverluste.
Die Aufnahme mit einer Infrarot- oder
Wärmebildkamera kann energetische
Schwachstellen und Wärmebrücken
an einem Gebäude sichtbar machen.
sogenannter U-Wert (Einheit: W/m2K):
Er gibt an, wieviel Wärme (in Watt W)
pro Quadratmeter Fläche je Grad Temperaturdifferenz (in Kelvin K) zwischen
Innen und Außen durch ein Bauteil
fließen.
Photovoltaik
Stromerzeugung durch Sonnenlicht
Primärenergiebedarf
Energiebedarf eines Gebäudes unter
Berücksichtigung auch der Energiemengen, die bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt werden. Zur Ermittlung des Primärenergiebedarfs wird
der eigentliche Energiebedarf mit einem für den entsprechenden Energieträger spezifischen Primärenergiefaktor multipliziert.
Transmissionswärmeverlust
Wärmeverlust eines Gebäudes durch
Außenwände, Fenster, Dach, Keller
usw. Während der Wärmedurchgangskoeffizient die bestimmten Eigenschaften einzelner Bauteile angibt,
wird damit der Gesamtverlust der Gebäudehülle bemessen oder im Durchschnitt ermittelt.
Dieser Wert (Lambda-Wert, λ bzw.
WL) gibt an, wie viel Wärme durch
einen Stoff oder ein Bauteil hindurchgeht (Einheit W/m2K). Dämmstoffe
haben also eine besonders geringe
Wärmeleitfähigkeit.
U-Wert (früher: k-Wert)
Wärmeleitgruppe (WLG)
Wärmeleitfähigkeit
Baustoffe sind häufig in eine Wärmeleitgruppe eingeordnet. Diese ergibt
Vorhangfassade
sich durch Multiplikation des Wärmebezogen auf die Wärmedämmung: leitfähigkeits-Wertes mit 1000.
Dämmsystem, bei dem zwischen dem
Dämmmaterial und einer vorgehäng- Wärmepumpe
Regenerative Energien
Energieformen, die dauerhaft verfüg- ten Fassade (als Witterungsschutz) Gerät zur Nutzung der Wärmeenergie
bar sind bzw. sich regelmäßig erneu- eine Hinterlüftungsschicht liegt
aus der Umwelt (Erdwärme, Grundern (z. B. Sonnenenergie, Windenerwasser oder Außenluft)
gie, Wasserkraft oder nachwachsende Wärmebrücke
Rohstoffe)
Schwachstellen in der Baukonstruktion Wärmerückgewinnung (WRG)
und Bauteile, die deutlich mehr Wärme Nutzbarmachung von Abwärme, z. B.
Solarkollektor
nach außen abgeben als angrenzende bei einem Brennwertkessel oder bei
Bauelement zur Gewinnung von Son- Bereiche
einer Lüftungsanlage. Der Wärmenenwärme
rückgewinnungsgrad wird in Prozent
Wärmedämmverbundsystem angegeben.
Solarmodul
siehe Wärmedurchgangskoeffizient
(WDVS)
Bauelement, das mit Hilfe von Solar- Wärmedämmsystem, bei dem Dämmzellen Lichtenergie in elektrische Ener- material, Putzträger und Außenputz
gie umwandelt
unmittelbar verbunden sind. Dabei dürfen nur aufeinander abgestimmte EinSolarthermie
zelkomponenten verwendet werden.
Nutzung der Strahlungswärme der
Sonne für Heizung und Brauchwassererwärmung
Wirkungsgrad
Verhältnis (in %) zwischen nutzbarer
Leistung (z. B. der aus der Verbrennung
eines Brennstoffes entstehenden Wärme) und dem zugeführten Aufwand.
Stichwort nicht gefunden?
Ein umfangreiches Lexikon zum Thema finden
Sie unter www.thema-energie.de (à Energie-Glossar)
47
Inserenten • Impressum
Die folgenden Inserenten haben mit ihrer Anzeige die kostenlose Verteilung dieser Broschüre ermöglicht.
Altbausanierung
Gebr. Gröger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Stuckateur Richard BAUER . . . . . . . . . . . 22
Architekt
Architektur PAPTISTELLA architekten. . 40
Architekturbüro Hermann Spies. . . . . . 40
Architekturbüro
Fritz Hofmann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Harald Schmidt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Trykowski. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Banken
VR Bank Bamberg eG . . . . . . . . . . . . . . U3
Baubiologie
Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Mackert . . . . . . . 40
Bauphysik
BASIC Gesellschaft für Baushysik. . . . . 16
Bauplanung
Oertel-Baustoffe. . . . . . . . . . . . . . . . 36, 44
Bausanierungen
Demuth Bausanierungen . . . . . . . . . . . . 38
Baustoffe
BayWa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Dennert Baustoffwelt . . . . . . . . . . . . . . . 36
Oertel-Baustoffe. . . . . . . . . . . . . . . . 36, 44
Bautenschutz Johann Katz. . . . . . . . . . . . . 18
Bauunternehmen Jürgen Schütz. . . . . . . . 16
BiogasPark Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . 28
Blockheizkraftwerk
SenerTec-Center . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Dach + Wand
Willi & Jürgen Rattel. . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Ralf Strickroth Stuckgeschäft . . . . 22
Dachdecker
Zimmerei-Holzbau Engert . . . . . . . . . . . 38
Dennert-Massivhaus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Dienstleistungen in Stadt und Land
MR Maschinenring Bamberg. . . . . . . . . 36
Energetische Sanierungen Holzbau
Bosselmann. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Energie SCHÜTZ energie . . . . . . . . . . . . . . U3
Energieberatung
Architekturbüro Sebastian Selig. . . . . . 40
Ingenieurgemeinschaft
Kistner • Kühhorn . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Energieberater Franken. . . . . . . . . 38
Menk Haustechnik GmbH. . . . . . . . . . . . 26
PAPTISTELLA architekten GmbH . . . . . 40
EnergieKamin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Energieversorgung E.ON Bayern. . . . . . . . 28
Erneuerbare Energien
Josef Söhnlein. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Fenster reitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Fensterbau Rauh SR Fensterbau. . . . . . . . 16
Finanzierung
Sparkasse Bamberg . . . . . . . . . . . . . . . . . U4
VR Bank Bamberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . U3
Markus P. Zenkel
Zenkel & Kollegen. . . . . . . . . . . . . . 28
Förderinstitut Bayern Labo
Bayerische Landeskreditanstalt . . . . . . 42
Großhandel
Richter+Frenzel
48
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
12
Haustechnik
Gebr. Gröger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Schiller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Heiztechnik Lindner Heiztechnik . . . . . . . 10
Heizung
Albert & Bergmann Heizungs- und
Lüftungsbau. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Fritz Müller Versorgungstechnik . . . . . 26
Menk Haustechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Heizungsbau
Herbert Hümmer. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Wilfried Müller. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Hochbau Bauunternehmen
Jürgen Schütz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Industriebau Albert & Bergmann
Heizungs- und Lüftungsbau. . . . . . . . . . 10
Isolierung G+H Isolierung. . . . . . . . . . . . 16
Kachelofen Meisel Kachelofenbau. . . . . 44
Kachelofenbau Lamprecht . . . . . . . . . . . . . 44
Kamintechnik Decker . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Katalysatoren Dr Pley Environmental . . U2
Massivhaus Dennert Massivhaus . . . . . . . 22
Rechtsanwalt Manfred Deinlein . . . . . . . . 36
Solar
Fritz Müller Versorgungstechnik . . . . . 26
Wilfried Müller. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Solarstrom Voltum . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Solartechnik
Heizungsbau Herbert Hümmer. . . . . . . 10
Sparkasse Bamberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . U4
Umweltanalytik Ingenieurbüro
Dipl.-Ing. Mackert . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Versicherungen Markus P. Zenkel
Zenkel & Kollegen . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Vollwärmeschutz
Richard Bauer Stuckateur . . . . . . . . . . . 22
Willi & Jürgen Rattel. . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Wärme-Messdienst G. Hofmann . . . . . . . 36
Wärmepumpen Voran. . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Wärmeschutz BASIC . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Zimmerei HBS Pfeufer . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Zimmerei-Holzbau Engert. . . . . . . . . . . . . . 38
Niedrigenergiehäuser
Zimmerei Treppenbau Stöcklein. . . . 36
Passivhausplanung
PAPTISTELLA architekten. . . . . . . . . . . . 40
Photovoltaik
F.E.E. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
ps photovoltaik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Schütz energie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . U3
Planung
Architekturbüro Hermann Spies . . . . . 40
Planungsbüros
Planungsbüro Erich Burkert . . . . . . . . . . 24
Planungsbüro Faatz . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
ps photovoltaik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
U = Umschlagseite
Unsere Inserenten finden Sie auch im
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Im Auftrag der Stadt Bamberg und des
Landkreises Bamberg
2. Auflage, Ausgabe 2012
Impressum
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Redaktion Stadt Bamberg:
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(Energieberater Franken e. V.)
Redaktion Landratsamt Bamberg:
Robert Martin
Anzeigenberatung: Horst Schmidt
Layout/Satz: Caroline Strobel
Druck: Wünsch Offset-Druck GmbH,
Neumarkt/OPf.
(PN 708)
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