Der Energieberater Stadt und Landkreis Bamberg ChimCat® RETRO – Katalysatoren für Kaminöfen • Erster Katalysator zur Nachrüstung auf Feuerstätten mit allgemeiner baurechtlicher Zulassung des DIBT • Bis zu 70% weniger Feinstaub und bis zu 88% weniger Kohlenmonoxid • Bessere Wärmeausnutzung und höherer Wirkungsgrad der Feuerstätte nach der Installation 2 Dr Pley Environmental GmbH Kronacher Str. 39 96052 Bamberg www.dr-pley.com Grußwort D er Klimaschutz ist weltweit eine der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Auch die Region Bamberg hat die Zeichen der Zeit erkannt. Im Zuge der „Klimaallianz Bamberg“ arbeiten Stadt und Landkreis in Fragen der Energieeinsparung, der Energieeffizienz, des Ausbaus der erneuerbaren Energien und der Umweltbildung tatkräftig zusammen. Eine gemeinsame Klimaschutzerklärung bildet hierfür seit September 2008 die Grundlage. baulichen Maßnahme umfassend bei einer neutralen und kompetenten Stelle zu informieren. Nur so können Sie erfahren, welche Schritte wirklich nachhaltig sind und welche Förderungsmöglichkeiten bestehen. Energiesparen schont nicht nur die Umwelt, sondern in den meisten Fällen auch Ihren Geldbeutel. Nutzen Sie die Chance und packen Sie es an! Fotos Titel: E. Huth/PIXELIO, Energieagentur Oberfranken e. V., Peter A. / PIXELIO Wichtiger als alle Absichtserklärungen sind aber entsprechende Taten. Nicht nur kommunales, sondern auch individuelles Engagement ist für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik notwendig. Dabei helfen größere Energiesparmaßnahmen wie eine energetische Gebäudesanierung oder der Bau einer energieeffizienten Neuimmobilie genauso weiter wie kleinere Vorhaben, zum Beispiel die Verwendung von Energiesparlampen oder energiesparender Haushaltsgeräte. Denn viele kleine Tropfen ergeben bekanntlich zusammen einen Fluss. Wie man effizient Energie sparen kann, erfahren Sie in der vorliegenden Broschüre. Sie dient insbesondere als Orientierungshilfe und Ratgeber für geplante energetische Sanierungen und Neubauten von Gebäuden und zeigt darüber hinaus die Potenziale beim täglichen Energiesparen auf. Ferner gibt sie einen Überblick über die vielfältigen Beratungsmöglichkeiten. Denn es ist wichtig, sich vor einer Andreas Starke Oberbürgermeister der Stadt Bamberg Dr. Günther Denzler Landrat des Landkreises Bamberg Inhalt Energieregion Bamberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Rahmenbedingungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Energiestandards . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Gebäudeenergieausweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Energiegebäudecheck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Die Gebäudehülle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Fassadendämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Dach- und Kellerdämmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Fenster und Lüftung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Die Anlagentechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Optimierung der Heizungsanlage . . . . . . . . . 20 Fernwärme und Ökostrom . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Heizen mit Holz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Solarthermie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Photovoltaik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wärmepumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Blockheizkraftwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wohnen im Passivhaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 25 27 29 31 33 Beratung und Tipps Energiespartipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Energieberatung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Finanzierung und Förderung . . . . . . . . . . . . . . . Ansprechpartner und Informationsstellen . . Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Inserentenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 37 41 45 46 48 48 1 Foto: Schachspieler / aboutpixel.de Energieregion Bamberg Energieregion Bamberg Klimaallianz Bamberg ten und nachhaltigen Energiewirtschaft in Stadt und Landkreis Bamberg ausarbeiten lassen. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Potenzial an erneuerbarer Energie vorhanden ist und die Energieautarkie im Strom- und im Wärmebereich bis 2035 erreicht werden kann. Derzeit wird eine CO2-Bilanz für den Landkreis Bamberg mit dem „Tool Ecoregion“ des Klimabündnisses e. V. erstellt. Die Ausarbeitung hat die Energieagentur Nordbayern übernommen. Das Ergebnis wird im Laufe des Jahres 2012 vorliegen. Als nächster Schritt folgte eine Endenergiebilanz im Rahmen eines Projekts der Europäischen Metropolregion für den Landkreis Bamberg, mit einem Maßnahmenkatalog und einem Klimaschutzfahrplan. Das Ergebnis der Studie liegt seit Juli 2010 vor. Im November 2011 wurde schließlich das Solarflächenkataster zur Nutzung von Photovoltaik- und solarthermischen Anlagen auf Frei- und Dachflächen vorgestellt. Mit diesem Projekt ist es gelungen, bei der Ausweisung der für Photovoltaik und Solarthermie geeigneten Flächen auch die Belange des Städtebaus und des Landschaftsschutzes zu integrieren. Klima- und Energieagentur Bamberg 2 Der Klimawandel ist eine der vordringlichsten Aufgaben, denen sich unsere Gesellschaft stellen muss. Denn die fortschreitende Erwärmung der Erdatmosphäre hat erhebliche ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen. Um dem Klimawandel entgegenzusteuern, sind Wirtschaft, der Landkreis und die Stadt genauso gefordert wie jeder einzelne Bürger. Mit der Unterzeichnung der Klimaallianz Bamberg im September 2008 haben die Stadt und der Landkreis Bamberg mit seinen Gemeinden erklärt, sich gemeinsam für die Energiewende in der Region zu engagieren. Dabei einigten sich die Partner auf ein gemeinsames Energieleitbild. Beide Kommunen haben sich das Ziel gesetzt, den Energiebedarf der Region für insgesamt 210.000 Menschen bis 2035 (rechnerisch) zu 100 % eigenständig und aus erneuerbaren Energien zu decken. Diese Form der kommunalen Zusammenarbeit einer kreisfreien Stadt und eines Landkreises ist in Bayern einmalig. In einem ersten Schritt hat die Klimaallianz Bamberg eine Potenzialanalyse zum Ausbau einer zukunftsorientier- Foto: Landratsamt Bamberg ❙ Ein Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Klimaschutzes Im Juli 2009 hat der Freistaat Bayern ein Förderprogramm zur Gründung von regionalen und überwiegend von kommunalen Gebietskörperschaften getragenen Energieagenturen aufgelegt. Mit der Förderung soll erreicht werden, dass in jeder der 18 Planungsregionen in Bayern jeweils eine modellhafte Energieagentur als Ansprechpartner der Bürger, der Unternehmen und der Kommunen zur Verfügung steht. Als bayernweit erste, auf eine kleinräumige Region be- zogene Energieagentur wurde im Juni 2011 die Klima- und Energieagentur Bamberg eingerichtet. Sie versteht sich als Anlaufstelle der Bürgerinnen und Bürger in Fragen des Klimaschutzes und ist zugleich die Geschäftsstelle der Klimaallianz von Stadt und Landkreis Bamberg. Die Aufgaben der Klima- und Energieagentur Bamberg werden sowohl im Landratsamt Bamberg als auch im Umweltamt der Stadt Bamberg wahrgenommen. Die Führung der Klima- und Energieagentur Bamberg erfolgt durch Personal des Landkreises im Wechsel mit Personal der Stadt Bamberg. Von der Regierung von Oberfranken wird dafür eine Zuwendung von bis zu 130.000 € erwartet. Aufgaben der Klima- und Energieagentur Bamberg ll Strategien zum Erreichen der Klimaschutzziele in der Region entwickeln, ll sämtliche Klimaschutzaktivitäten koordinieren, ll Bürger, Handwerk, Handel, Industrie und Kommunen produktund anbieterneutral beraten und durch eine kostenfreie Erstberatung bestehende Hemmschwellen abbauen, ll Informationsveranstaltungen zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten durchführen, ll mit Bürgergruppen und politischen Gremien zusammenarbeiten, ll am Erfahrungsaustausch mit anderen regionalen Energieagenturen teilnehmen, ll Netzwerke bilden und in Netzwerken mitwirken, ll sämtliche Potenziale erneuerbarer Energien ausschöpfen. Bürgerbeteiligung Im Gegensatz zu anderen Regionen in Bayern gibt es in der Stadt und im Landkreis Bamberg bisher kein auf breiter Basis aufgebautes Bürgernetzwerk zur Durchführung von Klimaschutzprojekten. Der Aufbau einer Bürgerbeteiligung wird daher stufenweise angegangen: Foto: Landratsamt Bamberg Energieregion Bamberg Energiemesse Die Energiemesse, die die Klima- und Energieagentur Bamberg alljährlich auf dem Gelände des Kreisbauhofes in Memmelsdorf veranstaltet, gibt den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich zu Themen im Bereich „Bauen, Planen, Wohnen“ zu informieren und sich mit den Techniken der erneuerbaren Energie, dem Energieeinsparen und der Energieeffizienz vertraut zu machen. Bei den erfolgreichen Energiemessen der letzten beiden Jahre waren jeweils über 50 nationale und internationale Aussteller vor Ort. Der Messeschwerpunkt liegt bei der Präsentation und dem Verkauf von Produkten rund um das Thema Energie und energetische Gebäudesanierung sowie Elektromobilität. Zusätzlich zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Angebot an Fachvorträgen. Beratung und Information durch die Klima- und Energieagentur Bamberg Seit 2009 kann jeder Bürger, einerlei ob aus der Stadt oder aus dem Landkreis kommend, im wöchentlichen Wechsel zwischen der Stadtverwaltung und dem Landratsamt die persönliche, kostenlose Energieberatung wahrnehmen. Parallel zu den individuellen Beratungsstunden wurden seit 2010 auch Abendveranstaltungen zu Themen wie „Energieeinsparungen im Haushalt“ oder „Energetische Gebäudesanierung“ angeboten. Außerdem führt die Klima- und Energieagentur Bamberg Informationsveranstaltungen, Tagungen und sogar Messen durch. Sie trägt zur Förderung der Umweltbildung und der Öffentlichkeitsarbeit bei, erarbeitet Klimaschutz- und Energiekonzepte und pflegt den Kontakt zu überregionalen Bündnispartnern (z. B. zur Europäischen Metropolregion Nürnberg). Geschäftsstelle Klimaund Energieagentur Bamberg Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg Geschäftsführerin Dipl. Ing. Gabriele Pfeff-Schmidt 09 51 / 85-40 0 Klimaschutzbeauftragter des Landkreises Bamberg Robert Martin 09 51 / 85-52 2 Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg Klimaschutzbeauftragter der Stadt Bamberg Dipl. Ing. Günter Reinke 09 51 / 87-17 14 Mußstraße 28, 96047 Bamberg [email protected] www.klimaallianz.bamberg.de 3 Energieregion Bamberg Gründung einer bürgerschaft- nen ausgewählte Interessenvertreter, lichen Interessengemeinschaft Vereine, Verbände und sonstige InstiUm die Beteiligung der Bürger weiter anzuregen, soll ein Förderverein gegründet werden mit dem Zweck einer dauerhaften Unterstützung der von Stadt und Landkreis Bamberg gegründeten Klimaallianz bei der Umsetzung der gemeinsam definierten Klimaschutzziele. Wertschöpfung vor Ort – „Regionalwerke“ Mit der Gründung von „Regionalwerken“ soll es gelingen, die Beschaffung erneuerbarer Energien vor Ort zu fördern und die Wertschöpfung im Raum zu erhalten – aber auch die Betroffenen zu Beteiligten zu machen. Durch das Zusammenwirken von „Regionalwerken“ als Dachgesellschaft und projektbezogenen Untergesellschaften soll sichergestellt werden, dass die kreisangehörigen Gemeinden bei der Realisierung von Energieprojekten kompetent beraten und unterstützt werden. Dabei stehen die aktive Beteiligung der Bürger und die Wertschöpfung in der Region an vorderster Stelle. Das Ergebnis der Prüfung steht noch aus. Fachforum „Energie und Klimaschutz“ Kompetenz und Kreativität – Die Fachforen der Bamberger Agenda 21 Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Bamberg Im Mittelpunkt des lokalen Agenda 21-Prozesses stehen die wesentlichen Zukunftsfragen: Wie soll sich die Stadt Bamberg entwickeln, um dem verbindlichen Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung zu entsprechen? Und mit welchen Maßnahmen kann dieser Weg beschritten werden? Viele Projekte sind seit Mitte der 1990er-Jahre in diesem Zusammenhang entstanden und erfolgreich umgesetzt worden. Schauen Sie doch mal auf die Informationsseite des Agenda 21-Büros: www.umwelt.bamberg.de 4 tutionen an der Entwicklung von Leitbildern und konkreten Projekte arbeiten. Innerhalb dieses Diskussionsprozesses wird auch den Bamberger Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geboten, sich durch Fachkompetenz und Kreativität in den Prozess für eine nachhaltige Stadtentwicklung einzubringen. Über die Realisierung und Unterstützung der in den Fachforen entwickelten Projekte entscheidet der Stadtrat. Eine wesentliche Grundlage für die Agenda-Arbeit sind die sogenannten „Fachforen“: themenspezifische, nichtöffentliche Arbeitskreise, in de- Bereits 2006 wurde das Fachforum „Energie und Klimaschutz“ ins Leben gerufen. Dessen Ziel ist es, die Einsparung von Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern und damit einen Beitrag zur Sicherung und zum Ausbau einer umwelt- und sozialverträglichen sowie ökonomisch tragfähigen Energieversorgung in der Stadt Bamberg zu leisten. Unter der Beteiligung einer großen Anzahl an Bürgern und gesellschaftlichen Gruppen wurden zahlreiche Projektvorschläge erarbeitet und zum Teil bereits umgesetzt. Die Neuauflage des Nachhaltigkeitsberichtes der Stadt Bamberg 2011 dokumentiert, wie nachhaltig sich die Stadt Bamberg in den letzten zehn Jahren entwickelt hat. Anhand von 20 Indikatoren aus den Bereichen „Ökologie“, „Ökonomie“ und „Soziales“ soll die Fortführung des Agenda 21-Prozesses in der Stadt dokumentiert werden. Wesentliches Ziel dieses Berichtes ist es, das Leitbild der Nachhaltigkeit konkret zu erfassen und mit Daten, Fakten und Zahlen zu hinterlegen. In jedem Handlungsfeld wird der IstZustand im Bezug zur Lokalen Agenda 21, der Status der Entwicklung in Anbetracht der Zielsetzungen von Bund, Land und Kommune sowie die Entwicklung der letzten zehn Jahre in der Stadt Bamberg aufgezeigt. Trends und zukünftig zu erwartende Entwicklun- gen werden angesprochen. Ein Ampelsystem signalisiert die Dringlichkeit des Handlungsbedarfes in den einzelnen Themenbereichen. Bambados – Das erste PassivhausHallenbad Europas Das Konzept des Hallenbads Bambados der Stadtwerke Bamberg ist so innovativ wie nachhaltig: höchste Energieeffizienz kombiniert mit einer Energieversorgung, die weitgehend auf erneuerbaren Quellen beruht. Der extrem sparsame Umgang mit Wärme wurde mit der Zertifizierung als erstes Passivhaus-Hallenbad Europas belohnt. Foto: Stadt Bamberg Energieregion Bamberg Bambados klingt nach Karibik, aber bei der Konzeption des Bads spielte das oberfränkische Klima eine Hauptrolle. Um den vom Passivhaus-Institut Darmstadt entwickelten Kriterien für ein Passivhaus-Hallenbad zu genügen, mussten zum Teil gemeinsam mit verschiedenen Instituten und Fachfirmen völlig neue Bauelemente entwickelt werden. Ursprünglich sollten die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung von 2007 um 30 % unterschritten werden – nun liegt das Bad nochmals 50 % darunter. Verglichen mit einem herkömmlich gebauten Schwimmbad ohne Passivhausstandard werden pro Jahr rund 80 % oder 1.912 Tonnen weniger Kohlendioxid verursacht. Die Wärmeverluste konnten um rund 75 % reduziert werden. Wie all das erreicht wurde? Unter an- derem durch eine extrem dick gedämmte und luftdicht konstruierte Gebäudehülle sowie überdurchschnittlich gut isolierte Saunen, Glasflächen und Bohrpfähle. Der kieselförmige Baukörper spart wegen des günstigen Außenfläche-Volumen-Verhältnisses genauso Energie wie die von NordWesten bis Nord-Osten weitgehend geschlossene Fassade. Außerdem verdunstet im Bambados extrem wenig Wasser: Nachts wird das Außenbecken auf der Dachterrasse mit Kunststoffbahnen abgedeckt und die Hubböden nach oben gefahren. Drei Becken besitzen das Rinnensystem „Bamberger Rinne“, das die Verdunstung mit Hilfe einer ausgeklügelten Formgebung reduziert. Energetisch optimiert sind auch die Fenster. Weitgehende Gebäudeauto- mation, energieeffiziente Beleuchtung sowie hydraulisch optimierte Rohrund Kanalnetze senken den Strombedarf. Beim Energieträger setzen die Stadtwerke Bamberg zum Teil auf Biomasse in Form von Balsampappeln, die im eigenen Wasserschutzgebiet gezogen werden. Diese werden zu Hackschnitzeln verarbeitet, die in einer Holzvergasungsanlage zum Brennstoff für das Blockheizkraftwerk des Bambados werden. Dieses sorgt mit einer elektrischen Leistung von 125 KW und eine thermischen Leistung von 270 KW für rund 65 % der benötigten Energie. Und schließlich wurde auf dem Dach des Bads eine Photovoltaikanlage installiert, an der sich Bamberger Bürgerinnen und Bürger beteiligen konnten. Das Bambados kostete rund 31,8 Mio. €. Wegen seines Vorzeigecharakters erhielt das Projekt Fördermittel in Höhe von 3,8 Mio. € von der Regierung von Oberfranken, vom Bundeswirtschaftsministerium und vom Bayerischen Umweltministerium. Im Jahr 2010 war das Bad einer der Preisträger im Wettbewerb „Gebäude der Zukunft – Bauen mit Energie“ einer Forschungsinitiative des Bundeswirtschaftsministeriums. Weitere Informationen www.bambados.de Optimierung der vorhandenen Bausubstanz Die Anpassung des vorhandenen Baubestandes an energetische und ökologische Standards ist eine der wichtigsten Aufgaben, die die Stadt Bamberg in Zukunft mit zu bewältigen hat. Ziel ist es, die Gebäude energetisch so zu optimieren, dass die CO2-Emissionen verringert, Ressourcen geschont und innovative Technologien gefördert werden. In Anbetracht eines städtischen Immobilienbestandes von ca. 200 Gebäuden – angefangen von Schulen, Rathäusern und Museen bis hin zu Gebäuden der sozialen Fürsorge – liegt hier ein riesiges Einsparpotenzial, das zur wesentlichen Minimierung der Unterhaltskosten beiträgt. 5 Energieregion Bamberg Energetische Sanierung der Grundschule Gaustadt Mit der energetischen Sanierung der Grundschule Gaustadt (Januar 2010 bis Mitte 2011) ist ein erster Schritt getan, städtische Gebäude an neueste Energiestandards anzupassen. Das Gebäude aus dem Jahr 1952 wurde entsprechend der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) saniert. Dadurch werden ca. 75 % der Energiekosten eingespart, das sind ca. 30.000 € jährlich. Der Kohlendioxidausstoß wurde um ca. 85 %, von 115 auf ca. 18 Tonnen reduziert. Bewirkt werden diese Einsparungen durch ein 18 cm starkes Wärmedämmverbundsystem, rund 200 neue Energiesparfenster mit Sonnenschutz, eine neue Beleuchtungsanlage sowie eine neue Holzpelletheizung. Die Gesamtkosten betrugen rund 2,3 Mio. €. 82 % dieser Summe wurden durch das Konjunkturpaket II gefördert, sodass die Stadt Bamberg lediglich einen Eigenanteil von rund 415.000 € zu tragen hatte. Bamberg setzt „Lichtzeichen“ 6 Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren gehören nicht in den Hausmüll. Sie enthalten geringe Mengen an Quecksilber, das zwar für den Nutzer der Lampen völlig unbedenklich ist, aber fachgerecht recycelt werden muss. Zudem bleiben beim Recycling wertvolle Bestandteile der Lampen, wie Glas und Metall, erhalten. Die bisherige Sammelquote für Energiesparlampen, die als Ersatz für die Glühlampen auf dem Markt sind, liegt nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) allerdings bisher nur bei etwa 20 %. Um diese Quote zu steigern, beteiligt sich das Umweltamt der Stadt Bamberg an der bundesweiten Kampagne „Setze Lichtzeichen“ der Firma LIGHTCYCLE. Im Rahmen dieses Projektes werden in ganz Deutschland die Rücknahmelogistik von Altlampen organisiert und unterschiedliche Sammelmöglichkeiten für Kommunen kostenfrei zur Verfügung gestellt. In Bamberg werden, neben dem Wertstoffhof im Hafen, an drei weiteren städtischen Standorten sowie in einigen Geschäften Sammelboxen für Energiesparlampen aufgestellt. (siehe auch S. 35) Die Biogasanlage in der Gemarkung Pettstadt ist ein Teil des Abfallwirtschaftskonzeptes des Landkreises Bamberg. Hier werden die anfallenden getrennt gesammelten Biomüllmengen aus dem Landkreis, der Stadt Bamberg und anderer Gebietskörperschaften zusammen mit nachwachsenden Rohstoffen wie z. B. Mais verarbeitet. Aus den verarbeiteten 18.250 Tonnen pro Jahr werden ca. 4.5 Mio. kWh Strom und 6. Mio. kWh Wärme erzeugt. Der Strom wird ins Netz eingespeist und die Wärme wird in der angrenzenden Gärtnerei Robert Mayer zu ca. 80 % verwertet. Hier werden ca. 500.000 Liter Heizöl ersetzt und das ergibt eine CO2-Einsparung von ca. 1.500 t jährlich! Die anfallenden Gärreste gehen als wertvoller Dünger wieder auf landwirtschaftliche Flächen zurück. Auf diese Weise entsteht ein vollständiger CO2- und Nährstoffkreislauf. Auch private Haushalte setzen auf Photovoltaik Im Bereich Solarstrom hat sich in Stadt und Landkreis Bamberg in den vergangenen Jahren einiges getan: Die Anzahl der installierten PhotovoltaikAnlagen ist von 3.528 im Jahr 2010 um 825 PV-Anlagen auf 4.353 im Jahr 2011 gestiegen. Dabei erhöhte sich die installierte Leistung von 82.838 kW auf 97.254 kW. Der Stromertrag hat sich in Foto: Stadt Bamberg Foto: Stadt Bamberg Foto: Landratsamt Bamberg Biogasanlage in Pettstadt Foto: Landratsamt Bamberg Energieregion Bamberg diesem Zeitraum von 45.156.532 kWh auf ca. 75.000.000 kWh erhöht. Den höchsten prozentualen Zuwachs von Anlagen konnten dabei die Gemein- den Priesendorf, Ebrach und Lauter ebrach (308). verzeichnen. Führend im Ranking der Gemeinden mit den meisten PV-Anlagen sind zurzeit Bamberg (393), Burg- Flächenressourcen- Grafik: Landratsamt Bamberg Anzahl der PV-Anlagen in Stadt und Landkreis Bamberg 2,24 % 6,54 % 12,97 % 9,76 % 3,09 % Landkreis Bamberg Anteil erneuerbarer Energien im Strombereich 2010 34,60 % gesamt Wind Wasser 2,60 % 3,77 % 5,88 % 6,72 % 15 % 20,57 % gesamt Solarenergie KWK 30 % Quelle: Landratsamt Bamberg 2,98 % 0,79 % 1,73 % 5,51 % gesamt Biomasse 1,60 % Klimaallianz Stadt Bamberg 0,01 % Management im ländlichen Raum Auch in Fragen der Bauleitplanung hat der Landkreis eine ganzheitliche Betrachtung und den sparsamen Umgang mit Energie und Ressourcen im Blick. Ziel ist die Einsparung des Flächenverbrauchs im ländlichen Raum. Durch eine sinnvolle Nutzung der bereits zur Verfügung stehenden Gebäude, eine Innenverdichtung der Siedlungsflächen, durch das Schließen von Baulücken und die Nutzung innerörtlicher Brachflächen kann häufig auf die Ausweisung neuer Baugebiete verzichtet werden. Langfristig tragen diese Entwicklungen nicht nur zum Erhalt von Natur- und Kulturlandschaft sowie wertvoller unversiegelter Bodenfläche bei, sondern helfen auch bei der Einsparung von Energie und einem geringeren Ressourcenverbrauch. Und: Wer nicht außerhalb, sondern im Ortskern wohnt, der muss auch keine weiten Wege zur Arbeit oder zum Einkauf zurücklegen – ein unmittelbarer Beitrag zu einer energieeffizienten und umweltbewussten Mobilität. 7 Rahmenbedingungen Foto: Thorben Wengert / PIXELIO Rahmenbedingungen Gebäudedichtheit (Luftundurchlässig- Verordnung über kleine keit) und ein maximaler spezifischer und mittlere FeuerungsTransmissionswärmeverlust der Geanlagen (1. BImSchV) Seit 2009 gilt die Energieeinsparverord- bäudehülle. Auch die Energieausweisnung (EnEV) – mit dem Ziel, den Ener- pflicht ist in der EnEV geregelt. Mit dieser Verordnung, deren Novelgieverbrauch für Heizung und Warmlierung im März 2010 in Kraft getreten wasser in Gebäuden um 30 % gegen- Informationen ist, soll die Emission von Feinstaub, www.enev-online.de Kohlenmonoxid (CO) und anderen über früheren Standards zu senken. Die EnEV definiert Mindeststandards für Schadstoffen aus Kleinfeuerungsanladie energetische Gebäudequalität. Be- Erneuerbaregen für feste Brennstoffe wie Holz urteilt wird jeweils die Gesamtenergiereduziert werden. Die Verordnung betrifft sowohl neue bilanz, in die sowohl die Eigenschaften Energien-Wärmeder Anlagentechnik als auch des bauli- gesetz (EEWärmeG) als auch bestehende Feuerungsanlachen Wärmeschutzes mit einfließen. Bei gen. Neue Anlagen müssen strenge Neubau und Umbau von Wohn- und Das Wärmegesetz legt fest, dass spä- Grenzwerte für Staubemissionen und Nichtwohngebäuden müssen die Vor- testens im Jahr 2020 14 % der Wärme Kohlenstoffmonoxid einhalten und schriften eingehalten werden. Aber (und Kälte) in Deutschland aus erneu- bestimmte Mindestwirkungsgrade auch bei bereits bestehenden Gebäu- erbaren Energien stammen müssen. erreichen. Bereits installierte Anlagen den können Nachrüstungen erforder- Seit 2009 sind die Eigentümer von müssen mit einem Sekundärsystem lich sein, wie etwa die Erneuerung des Neubauten verpflichtet, für ihre Wär- nachgerüstet oder außer Betrieb geHeizkessels oder die Regelung der Zen- meversorgung zum Teil erneuerbare nommen werden, falls die neuen tralheizung. Bei Baudenkmälern kann Energien zu nutzen. Seit 2011 gilt dies Grenzwerte nicht eingehalten werden. von den Anforderungen der EnEV ab- auch für die Kälteerzeugung. Diese Nachrüstpflicht für alte Feuegewichen werden, wenn die Erfüllung Wer das nicht will, kann stattdessen rungsanlagen wird in den kommenden der Anforderungen die Substanz oder andere klimaschonende Maßnahmen, Jahren (bis 2024) schrittweise umgedas Erscheinungsbild beeinträchtigen wie z. B. eine stärkere Dämmung oder setzt. oder andere Energieeinsparmaßnah- die Nutzung von Abwärme, ergreifen. men zu einem unverhältnismäßig hohen Das Gesetz fördert außerdem den Aus- Informationen erhalten Sie bei Aufwand führen würden. bau von Wärmenetzen. Kommunen Ihrem Schornsteinfeger oder unter Wesentlich für die Beurteilung der Ener- können im Interesse des Klimaschutzes www.bmu.de giebilanz ist der Primärenergiebedarf. die Nutzung eines solchen Netzes vor- (à Luft à Luftreinhaltung à Gesetze, Verordnungen und Programme) Dieser bezieht sich auf die beheizte schreiben. Wohnraumfläche und berücksichtigt Die öffentliche Hand zeigt, wie man neben dem Energiebedarf für Heizung erneuerbare Energien vorbildlich Denkmalschutz und Warmwasser auch die Verluste, die nutzt: Das Wärmegesetz greift hier von der Gewinnung des Energieträgers, auch bei (umfassenden) Sanierungen Auch bei historischen und denkmalgedessen Aufbereitung und Transport bis im Bestand – allerdings nur bei öffent- schützten Gebäuden können ohne zum Gebäude und bis zur Verteilung im lichen Gebäuden, die umfassend mo- Verluste der historischen Bausubstanz dernisiert werden. Gebäude anfallen. Energieeinsparungen erzielt werden. Die Nutzung erneuerbarer Energien Zwar bezieht sich der Schutz in der Regel auf das gesamte Gebäude, in wirkt sich dagegen positiv auf die Be- Informationen à www.erneuerbare-energien.de ( urteilung der Gesamtenergiebilanz eiGe- der Einzelbetrachtung können jedoch nes Hauses aus. Weitere Vorschriften setze/Verordnungen à Wärmegesetz) an einzelnen Bauteilen Veränderungen sind eine Mindestanforderung an die ohne Beeinträchtigung des Denkmal- Energieeinsparverordnung (EnEV) 8 Rahmenbedingungen schutzes vorgenommen werden. Mittlerweile gibt es außerdem eine ganze Reihe technischer Alternativen, die sich mit dem Erhalt historischer Bauelemente vereinen lassen. Eine Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde ist in jedem Fall erforderlich. Da die Energieeinsparverordnung vor allem Anforderungen an die Gesamtenergiebilanz eines Gebäudes stellt, können schlechte Dämmeigenschaften der Gebäudehülle außerdem durch eine effiziente Anlagentechnik, d. h. der Heizung oder der Warmwasserbereitung ausgeglichen werden. Bau- und Sanierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden müssen jeweils im Einzelfall beurteilt werden und sind immer erlaubnisbzw. genehmigungspflichtig. Informationen und Ansprechpartner Altbau Passivhaus Der größte Teil der Häuser in Deutschland ist vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 entstanden. Diese Häuser sind bei einem Verbrauch von 300 oder mehr kWh pro Quadratmeter im Jahr häufig wahre Energieverschwender. Durch eine Verbesserung von Wärmedämmung und Anlagentechnik lassen sich bei Altbauten aus den 50er- bis 70er-Jahren bis zu 70 % Heizenergie sparen. Mit einer kompletten energetischen Sanierung können modernste Energiestandards bis hin zum Passivhausstandard erreicht werden. Der Begriff „Passivhaus“ bezeichnet ein Gebäude, das ohne eine herkömmliche Heizungsanlage auskommt. Im Vergleich zum Niedrigenergiehaus benötigt ein Passivhaus 80 % weniger Heizenergie, im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude sogar über 90 %. Laut Passivhaus-Institut Darmstadt sollte der jährliche Heizwärmebedarf eines Passivhauses bei weniger als 15 kWh pro Quadratmeter liegen. Niedrigenergiehaus Bis 2009 bezog sich der Begriff auf die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1995. Ein „NiedrigenerStadt Bamberg, Hochbauamt giehaus“ (NEH) musste diese EnergieTeam Denkmalpflege standards um mehr als 30 % unterUntere Sandstraße 34 schreiten. Die neue Energieeinsparver96049 Bamberg ordnung (EnEV 2009) hat die VorgaMichael Krüger 09 51 / 87-16 85 ben so weit gesenkt, dass einige [email protected] Maßgaben des Niedrigenergiehauses Landratsamt Bamberg, nun zur Mindestanforderung geworGeschäftsbereich Planen, Bauen, den sind (so z. B. die Vorgaben für die Umwelt Dämmstoffdicke). Man spricht daher Fachbereich Denkmalpflege auch vom Standard-NiedrigenergieLudwigstraße 23, 96052 Bamberg haus. Ingeborg Pager 09 51 / 85-4 03 Der Begriff unterliegt allerdings keiner [email protected] Norm. Der Jahresheizenergiebedarf von Niedrigenergiehäusern liegt etwa bei 50 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Das entspricht bei Energiestandards 100 m2 Wohnfläche einem Verbrauch Der Energiestandard eines Gebäudes von etwa 500 m3 Erdgas oder 500 Libezeichnet den durchschnittlichen tern Heizöl pro Jahr. Energiebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr (angegeben in Effizienzhaus kWh/m2). Der angestrebte Energiestandard kann auf unterschiedliche Der Begriff „Effizienzhaus“ bezieht sich Weise realisiert werden. Stellgrößen auf die Anforderungen an die Energiesind die Reduzierung der Wärmever- effizienz von Gebäuden, die die Kreluste und eine effiziente Heizanlagen- ditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für technik. Das Nutzerverhalten der Be- die Vergabe von Förderungen stellt. wohner beeinflusst zwar den wirkli- Diese orientieren sich an den jeweils chen Verbrauch, hat aber keinen Ein- aktuellen Regelungen der EnEV für die fluss auf den Energiestandard. Sanierung oder den Neubau von Gebäuden. Das „KfW-Effizienzhaus 100“ erfüllt die EnEV 2009 genau, ein Effizienzhaus 40 darf beispielsweise nur 40 % des Primärenergiebedarfs nach EnEV benötigen usw. Nullenergiehaus Als bautechnische Weiterentwicklung des Passivhauses benötigt das Nullenergiehaus keine Energie von außen in Form von Strom oder Energieträgern wie Gas oder Öl. Die benötigte Energie für Strom, Heizung oder Warmwasser wird direkt am Haus durch Solaranlagen, Windräder oder eine Wärmepumpe gewonnen. Sonnenhaus Der Begriff wurde vom Verein „Sonnenhaus-Institut“ in Straubing geprägt. Mehr als 50 % des Warmwasser- und Heizwärmebedarfs sollen im Sonnenhaus durch Solaranlagen gedeckt werden. Eine benötigte Zuheizung soll ausschließlich durch regenerative Energieträger erfolgen. Im Gegensatz zum Passivhaus ist im Sonnenhaus nicht unbedingt eine Lüftungsanlage nötig, sondern es wird v. a. auf Flächenheizung (Wand- oder Fußbodenheizung) gesetzt, die mit einer niedrigeren Vorlauftemperatur auskommt. Plusenergiehaus/ Energie-Plus-Haus Ziel eines Plusenergiehauses ist es, mehr Energie zu erzeugen als die Bewohner verbrauchen. Dabei sollen 100 % der Energie durch regenerative Energieträger gedeckt werden und damit ein emissionsfreier Betrieb gewährleistet sein. Überschüssiger Strom, der über Photovoltaikanlagen erzeugt wird, kann dann ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. 9 Wilfried Müller GmbH & Co. KG Heizung · Sanitär · Solar · Kundendienst Unterauracher Straße 1 a · 96135 Stegaurach-Debring Tel. 09 51/29 69 40 · Fax 09 51/29 67 04 Heizung • Lüftung • Sanitär • Wärmepumpen • Solaranlagen • Industriebau Dr.-Noddack-Straße 4 • 96135 Stegaurach • Fon 09 51 - 99 20 00 - 0 • Fax 09 51 - 99 20 00 - 5 Dr.-Noddack-Straße 4 · 96135 Stegaurach · Fon 0951 992000-0 · Fax 0951 992000-5 www.albertundbergmann.de • E-Mail: [email protected] E�ma il �Al ber t�und�Ber gma nn� t�onl ine�de ALTERNATIVE ENERGIEN! Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten der effizienten und umweltschonenden Energieerzeugung auf: • Solaranlagen • Solaranlagen •• Wärmepumpen Wärmepumpen • Holzpellets-Anlagen • Holzpellets-Anlagen •• Kraft - Wärme Kraft-WärmeKopplungsanlagen Kopplungsanlagen Schiller G M B H HEIZUNG SANITÄR STEIGERWALDSTRASSE 5 96138 BURGEBRACH 10 W W W . S C H I L L E R - H A U S T E C H N I K . D E Rahmenbedingungen Der Gebäudeenergieausweis S eit 2009 muss bei jedem Verkauf und jeder Neuvermietung von Wohnungen oder Gebäuden – ob Wohn- oder Nichtwohngebäude – dem zukünftigen Eigentümer oder Mieter ein Gebäudeenergieausweis vorgelegt werden. Denkmalgeschützte Gebäude und Gebäude im Ensembleschutz sind zunächst von dieser Ausweispflicht ausgenommen. Wie bekomme ich einen Gebäudeenergieausweis? Energieausweise werden von einem dafür zugelassenen Energieberater ausgestellt, der die erforderlichen Daten vor Ort aufnimmt. Die Kosten richten sich nach dem Aufwand der Analyse. Eine Expertensuche können Sie auf der Internetseite der Dena (Deutsche Energie-Agentur) durchführen: https://effizienzhaus.zukunft-haus.info Der Ausweis bietet dem potenziellen (à Experten à Experten finden) Käufer oder Mieter Informationen über die Gesamtenergieeffizienz des Gebäu- Bedarfsausweis oder des, die dadurch – so das Ziel – zu einem Verbrauchsausweis? Entscheidungskriterium werden soll: Der Verkauf oder die Vermietung von Der Gebäudeenergieausweis kann auf Gebäuden mit einem besonders hohen Grundlage des gemessenen EnergieverEnergieverbrauch dürfte dadurch in brauchs (verbrauchsorientierter Pass) Zukunft erheblich erschwert werden. erstellt werden oder über eine genaue Aber auch für den Eigentümer können Analyse der Bauteil- und der Anlagenso Möglichkeiten in den Blick gerückt qualität (bedarfsorientierter Pass). Gewerden, den Energieverbrauch seines bäudeeigentümer können zwischen Hauses zu senken und damit nicht nur diesen beiden Varianten frei wählen. Kosten zu sparen, sondern auch den Ausnahme: Wohngebäude mit weniger Wert seiner Immobilie zu steigern. als fünf Wohnungen, für die ein Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde Der Gebäudeenergieausweis ist für oder solche, die nicht – z. B. durch nachzehn Jahre gültig. Nach umfangreichen trägliche Dämmung – das Niveau der Modernisierungen sollten Sie allerdings Wärmeschutzverordnung von 1977 einen neuen Ausweis erstellen lassen, erreichen. In diesen Fällen ist ein Beum die bessere energetische Qualität darfsausweis Pflicht. auch dokumentieren zu können. Da der Bedarfsausweis seine Daten aus Worüber informiert der einer standardisierten energetischen Untersuchung des Gebäudes und der Gebäudeenergieausweis? Heizung bezieht, enthält er die objektiveren Angaben zum Energiebedarf. 1.Konkreter Energiebedarf (Heizung Zur Ausstellung eines verbrauchsorienund Strom): Das Gebäude wird auf tierten Energieausweises werden dageeiner Farbskala von Grün (gut) bis gen lediglich die Heiz- und StromkosRot (schlecht) eingeordnet und mit tenabrechnungen der letzten drei Jahre den heute gültigen Grenzwerten herangezogen. Der Verbrauchsausweis verglichen. spiegelt damit hauptsächlich das Heiz2.Energieverluste über die Gebäude- und Nutzerverhalten der Bewohner hülle und die Anlagentechnik wider, weniger die energetische Quali3.Modernisierungsempfehlungen: tät des Gebäudes. Hier werden jeweils zwei mögliche Varianten vorgestellt, um das Ge- Darüber hinaus ist für die Planung von bäude energetisch zu optimieren Modernisierungsmaßnahmen eine geund den Energieverbrauch zu sen- naue Kenntnis des energetischen Zuken. Dabei wird jeweils auch eine standes eines Gebäudes, wie sie für den prognostizierte Energie- und CO2- Bedarfsausweis ermittelt wird, unerErsparnis angegeben. lässlich. Diese Informationen sind die Grundlage für eine weiterführende Energieberatung, bei der Kosten und Energieeinsparungen gegenübergestellt und Amortisationszeiten ermittelt werden. Auch für die Nachweise, mit denen Darlehen und Zuschüsse für eine energetische Sanierung z. B. bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) beantragt werden, kann der Gebäudeenergieausweis die Grundlage sein. ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude gemäß den §§ 16 ff. Energieeinsparverordnung (EnEV) Gültig bis: 25.04.2017 1 Gebäude Gebäudetyp Mehrfamilienhaus Adresse Musterstr. 123, 12345 Musterstadt Gebäudeteil Vorderhaus Baujahr Gebäude 1928 Baujahr Anlagentechnik 1982 Anzahl Wohnungen 9 Gebäudenutzfläche (AN) 575 m² Anlass der Ausstellung des Energieausweises Gebäudefoto (freiwillig) Neubau Vermietung/Verkauf Modernisierung (Änderung/Erweiterung) Sonstiges (freiwillig) Hinweise zu den Angaben über die energetische Qualität des Gebäudes Die energetische Qualität eines Gebäudes kann durch die Berechnung des Energiebedarfs unter standardisierten Randbedingungen oder durch die Auswertung des Energieverbrauchs ermittelt werden. Als Bezugsfläche dient die energetische Gebäudenutzfläche nach der EnEV, die sich in der Regel von den allgemeinen Wohnflächenangaben unterscheidet. Die angegebenen Vergleichswerte sollen überschlägige Vergleiche ermöglichen (Erläuterungen – siehe Seite 4). Der Energieausweis wurde auf der Grundlage von Berechnungen des Energiebedarfs erstellt. Die Ergebnisse sind auf Seite 2 dargestellt. Zusätzliche Informationen zum Verbrauch sind freiwillig. Der Energieausweis wurde auf der Grundlage von Auswertungen des Energieverbrauchs erstellt. Die Ergebnisse sind auf Seite 3 dargestellt. Datenerhebung Bedarf/Verbrauch durch: Eigentümer Aussteller Dem Energieausweis sind zusätzliche Informationen zur energetischen Qualität beigefügt (freiwillige Angabe). Hinweise zur Verwendung des Energieausweises Der Energieausweis dient lediglich der Information. Die Angaben im Energieausweis beziehen sich auf das gesamte Wohngebäude oder den oben bezeichneten Gebäudeteil. Der Energieausweis ist lediglich dafür gedacht, einen überschlägigen Vergleich von Gebäuden zu ermöglichen. Aussteller Paul Mustermann Ingenieurbüro Mustermann Musterstraße 45 12345 Musterstadt 26.04.2007 Datum Unterschrift des Ausstellers 11 12 Rahmenbedingungen Energiegebäudecheck H ier können Sie sich einen ersten Überblick über die energetischen Eigenschaften Ihres Gebäudes verschaffen. Einfach den spezifischen Verbrauch ermitteln und anhand der Skala mit Vergleichswerten und den gängigen Energiestandards vergleichen. Da der Gebäudecheck ausschließlich den Heizenergieverbrauch beurteilt, bietet er Ihnen allerdings nur eine grobe Einschätzung. Äußere Einflüsse wie das regionale Klima und die Witterung oder Ihr Wohnverhalten hinsichtlich Raumtemperaturen, Anzahl der in der Wohnung lebenden Personen oder Lüftungsverhalten werden nicht berücksichtigt. Für nähere Informationen empfehlen wir Ihnen eine individuelle Energieberatung (siehe S. 37). Die Daten, die Sie hier zusammentragen, können dafür bereits eine wertvolle Gesprächsgrundlage bieten. Vergleichswerte Passivhaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 kWh/m2a Effizienzhaus 55 (ehemals KfW 40 Haus) . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 40 kWh/m2a Effizienzhaus 70 (ehemals KfW 60 Haus) . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 60 kWh/m2a Mehrfamilienhaus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60-90 kWh/m2a EnEV Neubau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 kWh/m2a Einfamilienhaus, gut modernisiert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 150 kWh/m2a Einfamilienhaus, Durchschnitt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stromverbrauch Mit folgenden Kennwerten können Sie Ihren Stromverbrauch selbst einschätzen. Die genannten Werte sind „mittlere Verbrauchswerte“ und gelten ohne Verbrauch für Warmwasserer- 200-300 kWh/m2a zeugung. Eine elektrische Warmwasserbereitung verursacht ca. 800 kWh pro Person Mehrverbrauch. Verbrauchen Sie überdurchschnittlich viel Strom, dann sollten Sie Ihr tägliches Verhalten, aber auch Ihre Hausgeräte etc. überprüfen (siehe S. 34). Singlehaushalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.000-1.300 kWh/a 2-Personenhaushalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.900-2.400 kWh/a 4-Personenhaushalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.300-3.900 kWh/a Allgemeine Daten Gebäudeart Baujahr Schritt 1: Ein- bis Zweifamilienhaus Mehrfamilienhaus Nichtwohngebäude Gebäude Anlagen (Heizkörper, Rohrleitungen, etc.) Wärmeerzeuger (z. B. Heizkessel, Brenner) Klimaanlage Ermitteln Sie die Gebäudenutzfläche Wohnfläche in m 2 x 1,35 = m 2 Gebäudenutzfläche Schritt 2: Ermitteln Sie den Verbrauch in kWh/a Tragen Sie hier die Verbrauchsmenge Ihres Energieträgers pro Jahr ein (Angaben bei Heizöl in l, bei Erdgas in m3 und bei Flüssiggas, Holzpellets und Holz in kg) Jahr 2009 Jahr 2010 Jahr 2011 Für die Berechnung des spezifischen Verbrauchs müssen Sie zunächst den Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr (KWh/a) berechnen. Für die einzelnen Energieträger gelten folgende Umrechnungsfaktoren: Verbrauchsmenge Schritt 3: Verbrauch Erdgas H (high) 10,0 kWh/m 3 Holzpellets 5,0 kWh/kg x Umrechnungsfaktor = Erdgas L (low) 9,0 kWh/m 3 4,1 kWh/kg Holz kWh/a Ermitteln Sie den spezifischen Verbrauch des Gebäudes kWh/a / Gebäudenutzfläche m2 = kWh/m 2a Schritt 4: Beurteilen Sie das Ergebnis anhand von Vergleichswerten Anhand der Skala des verbrauchsorientierten Energieausweises nach Energieeinsparverordnung (EnEV) können Sie nun den spezifischen Energieverbrauch Ihres Gebäudes im Vergleich zu anderen beurteilen. Quelle: Stadt Bamberg Öl EL (extra leicht) 10,2 kWh/l Flüssiggas 13,0 kWh/kg 13 Foto: Rainer Sturm / PIXELIO Gebäudehülle Die Gebäudehülle Foto und Thermografie: Ronald Walter, www.energiekamin.de Eine schlechte Dämmung geht nicht nur zulasten des Wohnkomforts, sondern schlägt mittlerweile auch finanziell empfindlich zu Buche. Den Verlust wertvoller Heizungswärme können Sie verhindern, indem Sie die Gebäudehülle möglichst lückenlos dämmen. Beheizte Räume – auch Keller oder Wintergarten – sollten dabei innerhalb des gedämmten Bereichs liegen, unbeheizte Räume wie Dachboden oder Garage können außerhalb der Dämmung bleiben. Wärmere Stellen am Gebäude erscheinen auf der Thermografieaufnahme in Gelb- oder Rottönen, während die gut isolierten Gebäudeteile außen kalt sind und auf der Aufnahme blau oder violett erscheinen. Doch wo genau sind eigentlich die Schwachstellen Ihres Gebäudes? Welche Sanierungsmaßnahme lohnt sich wirklich? Einer energetischen Gebäudesanierung sollte eine qualifizierte Energieberatung vorausgehen, um zunächst den Ist-Zustand des Gebäudes zu ermitteln (siehe S. 37). 14 in der Gebäudehülle sein, an denen die Wärmedämmung unterbrochen ist, z. B. nicht gedämmte Rollladenkästen oder Heizungsnischen, Gebäudeecken, aber auch die Anschlüsse von Balken, Wand, Fenster, Decken, Dach und Balkonplatte. Solche Schwachstellen machen sich umso deutlicher bemerkbar, je besser die Wärmedämmung der übrigen Bauteile ist. Wärmebrücken können auch zu Bauschäden führen. Denn innen sind solche Stellen kälter als die umliegenden Bereiche. Dadurch kondensiert dort die Feuchtigkeit der Raumluft und es entstehen Wandfeuchte und Schimmelpilze. Oberflächentemperaturen am Gebäude ermittelt. Aussagefähige Bilder entstehen dann, wenn eine Temperaturdifferenz von etwa 15-20° C zwischen Innen und Außen besteht. Schlecht gedämmte Dächer oder Wände sowie Wärmebrücken sind dann deutlich wärmer, weil sie die Heizwärme nach außen abgeben. Im Rahmen der Förderung einer „VorOrt- Beratung“ werden Thermografieaufnahmen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Thermografieaufnahmen Luft-Dichtheitstest Eine thermografische Aufnahme des Gebäudes ist ein hilfreiches Mittel zum Erkennen von energetischen Schwachstellen. Mit einer Wärmebildkamera werden während der Heizperiode die Informationen und Antragstellung unter www.bafa.de Mit diesem Differenzdrucktest wird geprüft, wie luftdicht ein Gebäude oder eine Wohnung ist. Bei einer nachträglichen Dämmung kann auf diese Weise festgestellt werden, ob alle Arbeiten wirklich luftdicht ausgeführt wurden. Kleine Maßnahmen – große Wirkung Ohne größeren finanziellen Aufwand können Sie einfache Dichtungs- und Dämmmaßnahmen selbst vornehmen. ll Fenster und Türen können Sie selbst abdichten, indem Sie alte Dichtungslippen durch neue ersetzen. Dadurch wird der Luftaustausch über die Fugen stark verringert. ll Rollladenkästen können ohne großen finanziellen Aufwand vom Fachmann abgedichtet und gedämmt werden. ll Heizungsrohrleitungen können Sie mit kostengünstigen, vorgefertigten Dämmschläuchen aus dem Baumarkt ganz einfach selbst dämmen. Wärmebrücken Beispiel aus der Praxis Wärmebrücken sind die Stellen am Gebäude, die deutlich mehr Wärme nach außen abgeben als angrenzende Bereiche. Das können Schwachstellen 1 m Rohrleitung mit 2 Absperrschiebern ungedämmt . . ca. 79 € im Jahr 1 m, Leitung und Absperrschieber nach EnEV gedämmt . . . . . . . ca. 48 € Ersparnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 € Ungedämmte Rohrleitung Quelle: Ronald Walter, www.energiekamin.de Energieverluste und Schwachstellen Gebäudehülle Fassadendämmung E ine Dämmung der Außenwände ist die effektivste Art Energie zu sparen. Hier können Sie konsequent Ihren Energieverbrauch senken und haben noch weitere Vorteile: Eine Vorbeugung gegen Schimmelbildung und einen Zugewinn an Behaglichkeit, da die Wände nicht mehr kalt abstrahlen. Zunächst sollten Sie die Konstruktion Ihrer Außenwände prüfen. Nicht jede Dämmung eignet sich für jeden Wandaufbau. Innendämmung Dämmstoffe Für eine Innendämmung ist zwar kein Gerüst nötig, sie ist allerdings bauphysikalisch problematisch und sollte daher nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht möglich sind. Das kann beispielsweise bei denkmalgeschützten Gebäuden der Fall sein. Ein geeigneter Anlass für eine Innendämmung sind Malerarbeiten oder der Austausch von Heizkörpern. Eine Innen- Bei der Auswahl der Dämmstoffe haben Sie die Qual der Wahl zwischen den verschiedensten Materialien. Da lohnt es sich, das Etikett genau zu studieren. Wesentliche Eigenschaft eines Dämmstoffes ist seine Wärmeleitfähigkeit (λ bzw. Lambda-Wert). Ein guter Dämmstoff sollte eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(mK) oder weniger haben. Weitere Kriterien, die dämmung erfordert Kompetenz bei der Auswahl und Kombination der richtigen Materialien sowie Sorgfalt bei der Ausführung, z. B. um Wärmebrücken an Geschossdecken und Innenwänden zu vermeiden. Auf eine gute Fachberatung sollten Sie also auch hierbei auf gar keinen Fall verzichten. Unsachgemäße Innendämmung kann außerdem Bauschäden durch Feuchtigkeit verursachen. Um die Kondensation von Feuchtigkeit hinter der Dämmschicht zu vermeiden, brauchen die meisten Dämmstoffe eine Dampfsperre. Sie bedenken und abstimmen sollten, sind die Brennbarkeit – von nicht brennbar (A) bis normal entflammbar (B2) –, der Anwendungstyp (Für welche Verwendung ist der Dämmstoff zulässig?), der Widerstand gegen Feuchtigkeit, die Trittfestigkeit, das Gewicht und die ökologische Verträglichkeit. Und nicht zuletzt spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Auf dem Etikett ist außerdem entweder das CE-Zeichen (= Dämmstoff entspricht einer Europäischen Norm) oder das ÜZeichen (= Dämmstoff stimmt mit nationalen Normen überein) vermerkt. Für ausschließlich mit CE gekennzeichnete Dämmstoffe sollten Sie bei gleicher Wärmeleitfähigkeit mit 20 % mehr Dicke gegenüber Dämmstoffen mit Ü-Zeichen rechnen. Informieren Sie sich auch über nachwachsende Dämmstoffe. Diese haben vielfältige Vorteile. Bei der Außendämmung wird die Dämmschicht auf die Außenfläche der Wand aufgebracht. Sie schützt die Wand vor Witterung, das Haus vor Wärmeverlusten und auch Wärmebrücken werden dadurch gut verpackt. Und nicht zuletzt spielt auch die Optik eine Rolle: Eine Außendämmung bietet oft die Chance, die Fassade aufzuwerten. Umgekehrt ist sie aber z. B. für Sichtfachwerk oder Gebäude mit historischem Fassadenschmuck nicht geeignet. Eine Außendämmung empfiehlt sich insbesondere bei einem einschaligen Wandaufbau, z. B. bei massivem Mauerwerk oder einer Holzständerkonstruktion. Je nach Aufbau der Außendämmung wird die Wand dadurch wesentlich dicker. Prüfen Sie also auch, ob dafür genügend Platz zur Verfügung steht – beispielsweise an Grundstücksgrenzen oder wenn Ihr Haus unmittelbar an den öffentlichen Gehweg grenzt. Die Novelle des Baurechts kommt hier den Sanierungswilligen entgegen. Kerndämmung Besteht Ihre Außenwand aus zweischaligem Mauerwerk und wollen Sie die Fassade nicht verkleiden, so bietet sich eine Kerndämmung an. Dafür wird der Dämmstoff in den Hohlraum zwischen den Mauern geblasen oder geschüttet. Vorher sollten Sie unbedingt einen Bauphysiker hinzuziehen, der eine Wärmeund Feuchteschutzberechnung der Wand vornimmt. Denn nicht selten entstehen durch unsachgemäße Kerndämmung Bauschäden. Foto: Stadt Bamberg Außendämmung Achtung Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erforderlich! Nähere Infos unter www.fnr.de 15 Gesellschaft für Bauphysik Akustik Sonderingenieurwesen Consultance mbH Ausführung sämtlicher Hoch- und Tiefbauten • Planung • Altbausanierung • Außenanlagen • Umbauarbeiten • Pflasterarbeiten • Landschaftsbau Jürgen Schütz Angerweg 2 96185 Steinsdorf Tel.: 0 95 49 98 98 798 Fax : 0 95 49 98 98 799 mobil: 01 75 36 60 580 38 Schuetz-Bau, 90 x 83 mm, 708 Energie Bamberg, 39825 Unse r L e i s tu n g s s p e k t rum : Holz-Fenster IV 68, IV 78, IV 92 Holz-Alu-Fenster/Holz-Baubronce-Fenster/Passivhaus-Fenster/ Sicherheits-Fenster WK2, WK3/ Renovierungsfenster Haustüren aus Holz oder Holz-Alu Pfosten-Riegel-Fassaden/Wintergärten und Dachverglasung/Klapp- und Schiebeläden in Holz und Alu/Sonnenschutz - wie Raffstoreanlagen, Rollos, Markisen/Insektenschutzgitter oder -rollos FENSTER • HAUSTÜREN Ihr kompetenter Partner für Raumakustik • Bauakustik • Lärmschutz • Wärmeschutz • Gebäudeenergetik • Qualitätssicherung • Gebäude- und Bauteilsanierung • Tages- und Kunstlichttechnik etc. Mittelstraße 5 • 96163 Gundelsheim • Tel. +49 951 7004505 Wirthstraße 2 • 95445 Bayreuth • Tel. +49 921 1510520 Hamburger Straße 4a • 41540 Dormagen • Tel. +49 2133 246621 Geschäftsführer: Dr. Wilfried Krah (öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Bauphysik) Dipl. Ing. (FH) Walter Kopp Internet: www.basic-ing.de HBS Pfeufer Zimmerei GmbH Ziegeleindeckungen, Trapezblecheindeckungen und Gerüstbauarbeiten Manfred Pfeufer Herzogenreuth 5 91332 Heiligenstadt Wir bessern aus alles im und ums Haus Telefon 0 95 05/80 62 60 · 0 95 05/13 76 Fax 0 95 05/80 62 61 · Mobil 01 52/02 41 86 68 FASSADEN • WINTERGÄRTEN Ihr kompetenter Dienstleister in den Bereichen … Ob Fenster, Türen oder Wintergärten - wir, die Firma Rauh SR Fensterbau GmbH, sind zuverlässiger Partner von Planern, Gestaltern, Architekten und Bauherren im privaten und öffentlichen Bereich. 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Über das Dach geht daher viel Wärme verloren. Die Dämmung der Dachschräge ist dann sinnvoll, wenn Sie den Dachraum als Wohnraum nutzen wollen. Bei nicht genutzten Spitzböden ist dagegen die Dämmung der obersten Geschossdecke die leichteste und preiswerteste Dämmmaßnahme. Und mit etwas Geschick können Sie die Arbeiten auch selbst erledigen. Um effektiv Energie zu sparen, muss die Wärmedämmschicht die beheizten Räume möglichst lückenlos vor dem unbeheizten Bereich bzw. der Außenluft schützen. Jede Lücke bildet eine Wärmebrücke, erhöht die Gefahr der Schimmelpilzbildung an dieser Stelle und steigert die Energieverluste. Der Dämmstoff wird einfach auf dem Dachboden verlegt, ausgerollt oder als Schüttung aufgebracht. Auch hier ist je nach Hersteller und Dämmsystem eine Dampfsperre erforderlich. Bei plattenförmigen Dämmstoffen ist eine mehrlagige, versetzte Einbringung des Achtung Bei Abdichtmaßnahmen bzw. bei Anbringung von Dampfbremsen und Dampfsperren muss das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erstellt werden! Materials empfehlenswert. Häufig kann der Dämmstoff auch lose, in Form von schüttfähigen oder einblasbaren Dämmstoffen eingebracht werden. Um den Dachboden auch weiterhin begehen zu können, sollte die Dämmung eine oberseitige Abdeckung erhalten, z. B. Spanplatten mit Nut und Feder. Auch sie kann lose verlegt werden. Die oberste Geschossdecke sollten Sie mindestens 14 cm dick dämmen. Aber: 16-20 cm Dämmstoffdicke erhöhen die Kosten nur unwesentlich, steigern aber die Energieeinsparung deutlich. Dämmung der Kellerdecke Fläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 m2 Dämmstoffdicke . . . . . . . . . . . 12 cm Kosten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.400 € U-Wert alt. . . . . . . . . . 1,11 W/(m2K) U-Wert neu . . . . . . . 0,23 W/(m2K) Einsparung . . . . . 304 l Heizöl/Jahr Amortisation. . . . . . . . . . . < 8 Jahre decke eingebaute Kellerfenster – begrenzt sein. Die Platten werden angedübelt oder aufgeklebt und bei Bedarf mit Gipskarton oder HolzwolleLeichtbauplatten verkleidet. Auch Kellerdecken mit unebener oder gekrümmter Unterseite (Kappenoder Gewölbedecken) sind mit Hilfe einer Unter- oder Tragkonstruktion nachträglich dämmbar. Als Material für solche Deckenkonstruktionen sind biegsame Dämmstoffe am besten geeignet. Etwas komplizierter ist in solchen Fällen eine Konstruktion, bei der Kellerfußboden oder erst die Unterkonstruktion mit Verkleidung eingebaut und nachträglich Kellerdecke der Hohlraum mit Dämmstoff ausgeDurch die Wärmedämmung des Kellers blasen wird. besteht die Möglichkeit, mit geringem finanziellen Aufwand Energie zu sparen. Durch einen verbesserten Wärmeschutz können Sie außerdem Ihren Wohnkomfort verbessern. Denn das Ergebnis ist ein wärmerer Fußboden im Erdgeschoss. Nutzen Sie Ihren Keller als beheizten Wohnraum? Dann ist es sinnvoll, die Kellerwände und den Boden zu dämmen. Ist der Keller ein unbeheizter Raum, dann sollten Sie die Kellerdecke zum Wohnraum hin dämmen. Empfehlenswert ist hier eine Dämmstoffdicke von etwa 8 cm. Die maximal Hier fehlt die Dämmung der obersten Geschossdecke. mögliche Dämmstoffstärke kann – Dadurch gibt es große Wärmeverluste. Eine Dämmung z. B. durch direkt unterhalb der Keller- ist hier unbedingt erforderlich. Foto: Ronald Walter, www.energiekamin.de Schadhafte Zwischensparrendämmung. Hier hat die Dämmung keine Wirkung mehr. Fläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 m2 Dämmstoffdicke . . . . . . . . . . . 16 cm Kosten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.080 € U-Wert alt. . . . . . . . . . 1,11 W/(m2K) U-Wert neu . . . . . . . 0,18 W/(m2K) Einsparung . . . 1.306 l Heizöl/Jahr Amortisation. . . . . . . . . . . < 6 Jahre Quelle: Ronald Walter, www.energiekamin.de Foto: Ronald Walter, www.energiekamin.de Innendämmung des Daches 17 /JFXJFEFSGFVDIUF.BVFSO BCGBMMFOEFS1VU[4DIJNNFMPEFS8BTTFSJN,FMMFS %BVFSIBGUF5SPDLFOMFHVOH"CEJDIUVOHVOE %JFCFTUF"SUGFVDIUF,FMMFS)¼VTFSVOE ,FMMFSTBOJFSVOHcXJFOFVnBVDIPIOF"VGHSBCFO 8PIOVOHFOTDIOFMMVOEHÔOTUJHUSPDLFOVOE LPTUFOHÔOTUJHNJUEFN)4,*OKFLU4ZTUFN TDIJNNFMGSFJ[VNBDIFO /VSWPN'BDICFUSJFCTFJUÔCFS+BISFO ÔCF S UFOMPTF JDILPT BSFO MF H O F C TU "NCF SBUVOHWFSFJO U#F 7PS0S +B ISF CBVUFOTDIVU[KPILBU[(NC)5FM 3JOHTUSB·F3FEOJU[IFNCBDIXXXCKLEF BAUTENSCHUTZJOHANNKATZ Seit dreißig Jahren bietet Bautenschutz Johann Katz nachhaltige Lösungen gegen Mauerfeuchte und Schimmelbefall Mauerfeuchte ist ein respektloser Angreifer: Sie schädigt das Mauerwerk, beeinträchtigt das Wohnklima, verringert die Wärmedämmung, bringt Schimmel, zerstört den Putz und wertvolle Bausubstanz. Doch heutzutage lässt sich jedes Mauerwerk dauerhaft nachträglich abdichten und trockenlegen. 18 Unsere neuen Methoden und Technologien sorgen dafür, dass eine wirksame und für Feuchtigkeit dauerhaft undurchdringbare Sperre nachträglich in Altbauten eingebaut werden kann. Mit dem HSK-Injekt-Verfahren ohne von außen aufgraben zu müssen. Auch für Tiefgaragen, Betonkeller, u. a. Ausführung bundesweit! Weitere Informationen, Beschreibung der Lösungen, Online-Broschüre und Terminvereinbarung finden Sie unter www.bautenschutz-katz.de energieberater_katz_bautenschutz.indd 1 23.05.2012 9:43:15 Uhr Gebäudehülle Fenster und Lüftung Spürbare Zugluft und Feuchtigkeit an den Glasscheiben oder auf dem Fensterbrett sind die deutlichsten Anzeichen dafür, dass über Ihre Fenster zu viel Wärme verloren geht. Eine Thermografieaufnahme liefert Ihnen dazu messbare Ergebnisse (siehe S. 14). Neue Wärmeschutzfenster können die Wärmeverluste gegenüber einer üblichen Isolierverglasung noch einmal um die Hälfte reduzieren. Sie bestehen in der Regel aus drei Scheiben mit einer speziellen Beschichtung und einer Edelgasfüllung. Aber nicht nur die Verglasung spielt eine Rolle: Die höchsten Falls der Fensterrahmen energetisch noch dem Stand der Technik entspricht (gedämmter Rahmen), stellt sich die Frage, ob wirklich die kompletten Fenster ausgetauscht werden müssen oder ob ein Austausch der Fensterscheiben genügt. Bedenken Sie hierbei jedoch, dass am Rahmen die höchsten Wärmeverluste auftreten und dass nachgerüstete Dichtungen zwischen Rahmen und Fensterflügel oft nur eine kurze Lebensdauer haben. Nach dem Erneuern oder Abdichten der Fenster kann es bei ungenügender Wanddämmung und unzureichender Lüftung zu Feuchteschäden und Schimmelpilzbildung an den Außen- Achtung Achtung: Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erforderlich! Thermografie: PaX AG, www.pax.de Fenster Im Thermobild sichtbar: Bei diesem Gebäude geht die Wärme hauptsächlich über die Fenster verloren. Foto: bbroianigo / PIXELIO Lüftung Wärmeverluste treten am Rahmen auf. Besonders energiesparend sind Fenster mit speziell gedämmten Rahmen oder Rahmen aus Mehrkammerprofilen. Bei der Wahl des Fensterrahmens gilt: Holz- oder Kunststoffrahmen geben meist weniger Energie nach außen ab als Rahmen aus Metall. Glasteilende Sprossen erhöhen dagegen den Wärmeverlust des Fensters. Achten Sie auf jeden Fall auf einen fachmännischen Einbau der Fenster. Die DIN 4108 ist beim Fenstereinbau einzuhalten. Sie besagt u. a., dass eine Ausschäumung allein keine winddichte Abdichtung darstellt und hier eine zusätzliche, innere Dichtebene nötig ist, um die geforderte Dichtheit zu erreichen. wänden kommen. Daher ist es sinnvoll, die Modernisierung von Fenstern und Fassade gleichzeitig durchzuführen. In diesem Fall sollte dann auch über die Lage des Fensters nachgedacht werden: Energetisch und häufig auch optisch vorteilhaft ist ein Verschieben nach außen. Wenn die Fenster bündig mit der Wärmedämmschicht abschließen, erspart das die Dämmung der Laibungen. Über dem Fenster eingebaute Rollladenkästen gelten als energetische Schwachstellen, wenn sie nicht wärmegedämmt und luftdicht sind. Deswegen sollten sie beim Einbau von Fenstern direkt mit gedämmt werden. Sind die neuen Fenster eingebaut, dann muss ausreichend gelüftet werden – mindestens zweimal täglich Stoßlüftung (Querlüftung). Wesentlich komfortabler ist eine automatische Lüftungsanlage, die die verbrauchte Raumluft kontinuierlich gegen gefilterte Frischluft austauscht. Solche Anlagen werden vermehrt auch in Einfamilienhäusern installiert. Auch bei der Sanierung eines älteren Hauses ist der nachträgliche Einbau einer Lüftungsanlage möglich. Moderne Lüftungssysteme arbeiten mit Wärmerückgewinnung, sodass die wertvolle Heizwärme nicht verlorengeht: Frischluft von außen wird vor dem Einleiten in die Wohnräume über einen Wärmetauscher temperiert, und zwar mit der Wärme, die der abgesaugten Luft entzogen wird. Die Lüftungsanlage dient damit zugleich der Energieeinsparung, reguliert die Feuchtigkeit (schützt damit das Gebäude vor Schimmelpilzbildung) und dient schließlich auch dem Wohnkomfort. Denn die Räume werden mit Frischluft versorgt, während Feinstaub, Pollen oder Insekten draußen bleiben. 19 Die Anlagentechnik D en Energieverbrauch senken, Heizkosten sparen, umweltverträgliche Lösungen finden – um diesen Zielen ein Stück näher zu kommen, haben Sie vielseitige Möglichkeiten. Mit modernen Technologien können Sie Ihre Heizungsanlage optimieren und Energie effizienter nutzen. Optimierung der Heizungsanlage Ein neuer Heizkessel Egal ob Sie durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) zum Austausch Ihres alten Heizkessels verpflichtet sind oder nicht: Ein alter Heizkessel arbeitet meist ineffizient und verbraucht unnötig viel Brennstoff. Häufig ist der alte Kessel zu groß und das Haus soweit gedämmt und modernisiert, dass eine deutlich niedrigere Kesselleistung sinnvoll ist. Optimierung des Heizsystems (1- bis 2-Familienwohnhaus) Heizungscheck Einstellung der Regelung auf Nutzerverhalten Hydraulischer Abgleich Isolierung der Absperrhähne sowie der nicht isolierten Wärmeverteilleitungen ll Einbau einer Effizienzpumpe Investition. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 2.500-4.000 € Ersparnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 15-20 % Fördermöglichkeiten . . . KfW-Zuschuss bzw. -Kredit ll ll ll ll 20 Quelle: Ronald Walter, www.energiekamin.de Beispiel aus der Praxis Mit einem modernen Brennwertkessel senken Sie den Energieverbrauch (gegenüber einem alten Standard- oder Niedertemperaturkessel). Er passt sei- ne Leistung automatisch an die Außenzungsanlage sogar vorgeschrieben. temperatur an und nutzt Abgase und ll Auch über die Erneuerung der HeizWasserdampf, die bislang mit hohen körper sollten Sie nachdenken: Sind Temperaturen über den Schornstein die alten Heizkörper zu der optiverloren gingen, zusätzlich zur Wärmemierten Anlage und im Hinblick auf gewinnung. eine gedämmte Gebäudehülle noch Wird der Heizkessel ohnehin erneuert, richtig dimensioniert? Mit großen dann lohnt es sich auch, über den EinAbstrahlflächen, etwa bei einer satz erneuerbarer Energieträger nachWand- oder Fußbodenheizung, erzudenken. Informationen dazu finden zielen Sie bereits bei geringen HeizSie auf den folgenden Seiten. wassertemperaturen eine behagliche Wärme. Auch das spart auf Weitere Möglichkeiten Dauer Heizkosten. ll Viel Heizenergie geht auf dem Weg ll Damit der Heizkessel das Heizungsvom Kessel zu den Heizkörpern verwasser nicht stärker erhitzt als nöloren. Eine nachträgliche Dämmung tig, sollte die Vorlauftemperatur der vorhandenen Heizungsrohre ist entsprechend geregelt werden. Im kostengünstig und dank vorgeferHerbst und Frühling reicht eine tigter Dämmschläuche aus dem niedrigere Vorlauftemperatur. Baumarkt einfach einzubauen. ll Mit einer mehrstufigen, geregelten Heizungspumpe können Sie Strom Öl- oder Gasheizung? sparen. Sie passt ihre Laufzeit und Leistung der benötigten Heizleis- Wer sich trotz steigender Rohstoffpreitung an. Wird die volle Leistung se und Klimawandel dafür entscheidet, nicht benötigt, wird die Pumpe au- bei fossilen Brennstoffen zu bleiben, tomatisch heruntergeregelt. Hier der spart vor allem die Kosten, die steckt ein Einsparpotenzial von bis z. B. beim Ausbau eines alten Heizölzu 25 %! tanks anfallen würden. Ein neuer ll Damit genau die Wärmemenge in Brennwertkessel lässt sich problemlos die Räume gelangt, die dort auch an den bereits bestehenden Tank anbenötigt wird, ist ein hydraulischer schließen. Wer von Öl auf umweltAbgleich des Heizungswassers not- freundlicheres Gas umstellt, der kann wendig. Er sorgt dafür, dass auch in Zukunft auf den Tank im Haus verweit entfernte Räume warm und zichten, spart den Aufwand der Heizandere Räume nicht mit Wärme ölbeschaffung und gewinnt unter Umüberversorgt werden. Ohne eine ständen wertvollen Wohnraum. solche Regelung müssen Pumpen- Gefördert werden Umstellungen, leistung oder Vorlauftemperatur Nachrüstungen und Erneuerungen von erhöht werden. Die Folge: Der Ener- Öl- und Gasheizungen durch das Bungieverbrauch steigt. Wenn Sie für desamt für Wirtschaft und AusfuhrIhre Modernisierungsmaßnahmen kontrolle (BAFA) oder durch kurzfristieine KfW-Förderung erhalten, ist ge Förderangebote der KfW und der ein hydraulischer Abgleich Ihrer Hei- örtlichen Energieversorger. Foto: chocolat01 / PIXELIO Anlagentechnik Anlagentechnik Fernwärme und Ökostrom Erkundigen Sie sich für Ihren Wohnstandort in Bamberg oder Hallstadt (Industriegebiet Laubanger) nach der Möglichkeit, Fernwärme zu beziehen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn Fernwärme entsteht durch die Nutzung von Abwärme, die sonst ungenutzt vernichtet wird. Über das Fernwärmenetz wird die Abwärme der Müllverbrennungsanlage Bamberg an die Kunden geliefert. Zusätzliche Spitzenheizwerke werden nur zu Hochlastzeiten angefahren. Eine weitere Möglichkeit der sinnvollen Erzeugung von Heizenergie ist die Nahwärme. Basis eines jeden Konzeptes ist eine Heizzentrale mit Nutzung regenerativer Energie in Verbindung mit einem BHKW. Durch die Bünde- Ihre persönliche lung der Abnehmer in einem Wärme- Energiewende netz ist der technische optimale Betrieb der Erzeugungsanlagen gege- mit Ökostrom ben. Die wirtschaftliche Größe und Effizienz des Nahwärmenetzes ist Seit 1998 können Verbraucher ihren Stromanbieter frei wählen. Auf diese immer einzeln zu bewerten. Weise kann man sich nicht nur für ein Damit ist Fernwärme und Nahwärme kostengünstiges, sondern auch für hoch effizient und ökologisch. Denn ein umweltfreundliches Stromangedie Primärenergie und der CO2-Aus- bot entscheiden. Ökostromtarife mit stoß einer eigenen Heizanlage wer- Gütesiegel fördern den Ausbau erden eingespart. Da die Wärmeerzeu- neuerbarer Energien gegenüber kongung extern erfolgt, haben Sie weder ventionell produziertem Strom. einen Heizkessel oder Brenner im Haus – sparen also Platz, Anschaf- Der ausgewählte Stromanbieter muss fungs- und Wartungskosten gegen- sich dabei nicht in der eigenen Wohnüber einer herkömmlichen Heizung region befinden oder hier Kraftwerke – noch müssen Sie den Brennstoff zu betreiben. Voraussetzung ist nur, dass Hause lagern. Die Wärme wird in der Anbieter das entsprechende GeForm von Heißwasser über isolierte biet beliefert. Und ein StromanbieterRohrleitungen direkt zu Ihnen nach wechsel ist einfacher als gedacht. Hause transportiert und in einer klei- Alles was Sie brauchen, ist Ihre Zähnen, kompakten Übergabestation lernummer, Ihre Kundennummer auf Ihren Heizwasserkreislauf über- beim alten Stromanbieter und Ihren tragen. letzten Jahresstromverbrauch. Diese Daten finden Sie auf Ihrer letzten JahWeitere Informationen: resabrechnung. Fernwärme Bamberg GmbH Margaretendamm 28 Der Begriff Ökostrom bezeichnet 96052 Bamberg 0951/77-9001 Strom, der aus erneuerbaren [email protected] quellen erzeugt wird, also aus Wasser, www.fernwaerme-bamberg.de Wind, Sonne, Geothermie oder Bio- Foto: Stadtwerke Bamberg Fernwärme masse. Bei einigen Anbietern gehört aber auch Strom aus fossilen KraftWärme-Kopplungsanlagen dazu. Hier stammt der Strom also nicht aus regenerativen Energieträgern, wird aber als ökologisch verträglich eingestuft. Es lohnt sich also, sich über tatsächlichen Strommix des jeweiligen Stromanbieters, d. h. über die Zusammensetzung des gelieferten Stroms aus den unterschiedlichen Energiequellen, zu informieren. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Zertifikaten und Gütesiegeln, die die Übersicht auf dem Ökostrommarkt erleichtern sollen. Sie garantieren Herkunft und Zusammensetzung des Stroms oder binden an weitere Kriterien zur ökologischen und nachhaltigen Stromerzeugung, so z. B. die Labels „OK power“ oder das „GrünerStromLabel“. Sogenannte RECS- und EECS-Zertifikate sind dagegen lediglich Herkunftsnachweise, die unabhängig vom eigentlichen Strom gehandelt werden. Denn Betreiber von Kohle- oder Kernkraftwerken haben die Möglichkeit, solche Zertifikate zu erwerben und darüber den erzeugten Strom als Ökostrom quasi „umetikettieren“ zu lassen. 21 MIT SICHERHEIT DAS BESSERE HAUS! N QU U A ÄTSVER IT B L BE D E R W IE UM LT geprüft BE T E WUS TER B S Ihr kompetenter Meisterbetrieb für Innenputz • Außenputz • Gerüstbau Vollwärmeschutz • Fassadenanstriche Maler- und Tapazierarbeiten Marmorspachtel ENERGIE SPAR HAUS • gedämmte Bodenplatte • gedämmte, vollmassive Gebäudehülle • Gasbrennwert- und Wärmepumpentechnik • Solaranlage • Wassergeführter Kaminofen zur Heizungsunterstützung • Fußbodenheizung INDIVIDUALITÄT in Serie TOP-QUALITÄT als Prinzip SICHERHEIT als Grundausstattung Jahnstraße 44 • 96114 Hirschaid Tel.: 0 95 43 - 70 54 • Fax: 0 95 43 - 37 97 Mobil: 01 77 - 6 96 41 22 [email protected] • www.strickrothralf.de ICON ist das einzige Massivhaus, das nach dem Vorbild des Automobilbaus wohnfertig und lückenlos qualitätsüberwacht im Werk gebaut wird. Jetzt live erleben: MUSTERHÄUSER A3/Ausfahrt Schlüsselfeld Weil jeder ein Haus besitzen sollte! 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Sie eignen sich vor allem als kostensparende Ergänzung zur Zentralheizung. Die Nachteile liegen im Komfortbereich: Der Ofen muss manuell mit Holz bestückt und angefeuert werden. Der Schornsteinfeger muss bei der Aufstellung befragt werden, um Schadstoffemissionen in den Wohnräumen auszuschließen. Größeren Komfort bietet ein Holzvergaserkessel, der mit Scheitholz gefeuert wird. Die Bestückung läuft auto- matisch über einen Vorratsbehälter, der alle 1-3 Tage manuell nachgefüllt werden muss. Durch eine automatische Regelung der Verbrennung erreichen solche Kessel Wirkungsgrade von über 90 %. Holzpellets- und Hackschnitzelheizung Damit heizen Sie genauso komfortabel wie mit einer Gas- oder Ölheizung. Die Regelung und Beschickung der Anlage läuft vollautomatisch. Bei einem optimal abgestimmten Brennvorgang erreichen Pelletheizungen einen Wirkungsgrad von 95 %. Bei modernen Anlagen sorgt Brennwerttechnik dafür, dass die wertvolle Wärme aus der Abgasluft dem Heizsystem wieder zugeführt und dadurch der Wirkungsgrad nochmals gesteigert wird. Holzpellets bestehen aus zerkleinerten Holzresten (Hobelspäne, Sägemehl u. ä.), die ohne Zusatzstoffe zu kleinen Presslingen verarbeitet werden. Die Anlieferung ist unproblematisch: Ein Silowagen bläst das Material in das Lager. Voraussetzung ist ein Vorratsraum, in dem eine größere Menge Pellets trocken gelagert werden kann. Ist dafür kein Kellerraum vorhanden, dann lassen sich die Pellets aber auch in einem speziellen Silo oder einem Kaminöfen umweltfreundlich betreiben Nicht nur wegen der mittlerweile großen Zahl der Kaminöfen führt der CO2-neutrale Brennstoff Holz aber auch zu Problemen: Besonders im Winter steigt in Städten und Dörfern der Schadstoffgehalt in der Luft. Gründe sind häufig technische Mängel und fehlerhafte Bedienung der Kaminöfen. Hier einige Tipps zum umweltfreundlichen Befeuern Ihres Kamins: ll Verwenden Sie nur naturbelassenes Scheitholz oder daraus hergestellte Briketts (gemäß DIN 51731 und EN 14961-3). Altholz enthält zu viele Schadstoffe, Rindenbriketts erzeugen eine zu hohe Staubemission. ll Brennholz, das nicht ausreichend trocken ist, erzeugt nur geringe Temperaturen, bei denen die brennbaren Gase nicht vollständig verbrennen können. Die Folge ist eine höhere Schadstoff- und Staubemission. ll Heizen Sie das Feuer von oben an! So treten weniger unverbrannte Gase aus, als wenn von unten angeheizt wird. ll Vermindern Sie die Luftzufuhr, sobald das Feuer entfacht ist. ll Legen Sie kleine Holzmengen nach, und zwar erst kurz bevor die Flamme erlischt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Schornsteinfeger und unter: www.lfu.bayern.de (à Themen à Energie à Bioenergie) Foto: chocolat01 / PIXELIO H olz ist ein CO2-neutraler Brennstoff: Wer mit Holz heizt, der führt nur soviel CO2 in den Naturkreislauf zurück, wie der Baum beim Wachsen gebunden hat. Mit Holz lässt sich nicht nur ein einfaches Kaminfeuer entfachen, sondern es eignet sich optimal als Brennstoff für moderne Heizungsanlagen. wasserundurchlässigen Erdtank lagern. Für die Lagerung einer Pelletmenge, die dem Energiegehalt von 3.000 l Heizöl entspricht, benötigt man etwa 13,5 m3 Raum. Pellets sollten nach DINplus oder ÖNORM M7135 zertifiziert sein. Minderwertige Pellets können gesundheitsschädliche Rückstände und Verunreinigungen durch Leime, Lacke oder Kunststoffe von Althölzern enthalten. Pufferspeicher Sowohl bei Scheitholzkesseln als auch bei einer Holzpelletsheizung benötigen Sie einen Pufferspeicher, der die überschüssige Wärme aufnehmen und bei Bedarf abgeben kann. Auf diese Weise kann die Anlage immer bei optimalen Betriebsbedingungen arbeiten. Der Pufferspeicher ermöglicht zudem eine sinnvolle Kombination mit einer thermischen Solaranlage (siehe S. 25). FAZIT ll CO2-neutraler, regional nach- wachsender Brennstoff ll hohe Energieeffizienz ll Unabhängigkeit von steigenden Gas- und Ölpreisen ll Ein Stückholzkessel muss regel- mäßig bestückt werden. Für Zeiten längerer Abwesenheit benötigen Sie daher eine Zusatzheizung. 23 „Der Experte für erneuerbare Energien“ · Biomasse (Hackschnitzel, Holz, Pellets) · Wärmepumpen · Wärme durch Sonne (Solaranlagen) · Strom durch Sonne (Photovoltaik) Bergstraße 70 · 91347 Aufseß/Neuhaus Tel. (0 92 74) 17 18 · Fax (0 92 74) 8 05 89 [email protected] www.josef-soehnlein-gmbh.de Digitales Bauschild Die inix Baugebietsvermarktung Wer Neubaugrundstücke sucht, informiert sich heute in erster Linie im Internet. Auch wenn viele Bauplatzkäufer einen regionalen Bezug haben, wird die Ansprache überregional suchender Interessenten immer wichtiger. Potenzielle Käufer erwarten neben den Angaben zu Lage, Größe und Preis eines Grundstücks viele zusätzliche Informationen bei gleichzeitig übersichtlicher Präsentation. inixmedia bietet Kommunen mit dem „Digitalen Bauschild“ die Möglichkeit ihre Grundstücke detailliert zu präsentieren. Sie liefern uns dafür alle wichtigen Daten zu Ihrem Baugebiet in digitaler Form, und wir übernehmen für Sie die Ersterfassung Ihres Angebots. Dazu zählen das Anlegen der Bauplatzdatenbank und die Erstellung eines interaktiven Grundstücksplans. Nach der Erfassung können Sie Ihr Angebot in Ihrem geschützten persönlichen Login-Bereich jederzeit und von überall aus verwalten und bearbeiten. inixmedia Bayern GmbH Kronacher Straße 41 · 96052 Bamberg Tel. 09 51/7 00 86 90 00_bauschild_bayern.indd 1 24 14.06.2012 15:17:23 Uhr Anlagentechnik Solarthermie Solarthermie Mit einer thermischen Solaranlage wird Warmwasser als Brauchwasser (Bad, Dusche, Küche usw.) und zur Unterstützung des Heizungssystems bereitet. Der Energiebedarf zur Brauchwasser-Erwärmung kann in den Sommermonaten bereits zu 100 % über eine Solaranlage gedeckt werden. Eine Vollversorgung ist zurzeit noch nicht möglich: In den Wintermonaten muss ein zusätzlicher Heizkessel fehlende Wärme für die Heizung hinzuliefern. Trotzdem spart eine solarthermische Anlage über das ganze Jahr hinweg bis zu 40 % Brennstoffe – und damit Brennstoffkosten und CO2-Emission. Solarkollektoren Solarkollektoren nehmen die Wärmestrahlung der Sonne auf und geben diese an einen gut gedämmten Warmwasserspeicher (Pufferspeicher) ab. Der Speicher enthält entweder Trinkwasser zur direkten Nutzung oder Heizungswasser, das das Brauchwasser erwärmt und dann auch für die Raumwärme genutzt werden kann. Durch diesen Zwischenspeicher wird das schwankende Energieangebot der Sonne ausgeglichen. In den Wintermonaten heizt ein zusätzlicher Kessel die fehlende Wärme im Speicher nach. Man unterscheidet zwischen Flachkollektoren und Vakuum-Röhrenkollektoren. Flachkollektoren sind kostengünstiger, in ihrem Röhrensystem entstehen allerdings Wärmeverluste. Vakuum-Röhrenkollektoren können daher höhere Wirkungsgrade erzielen. Voraussetzungen Voraussetzung für den Einsatz einer Solaranlage ist eine weitgehend unverschattete Dachfläche. Die benötigte Kollektorfläche richtet sich danach, ob die Anlage nur Trinkwasser erwärmen oder auch die Heizung unterstützen soll. Eine reine Brauchwasseranlage für einen 4-Personen-Haushalt sollte eine Größe von ca. 6 m² haben. Beispiele aus der Praxis Öl-/Gasbrennwertanlage + 2 Solarkollektoren zur Brauchwasserbereitung Investition. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 7.000-8.000 € Ersparnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 20-25 % Fördermöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KfW-Zuschuss bzw. -Kredit Investition. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 20.000-22.000 € Einsparung Energiebeschaffungskosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 40 % Fördermöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KfW-Zuschuss bzw. -Kredit oder BAFA Zuschuss (Stand Mai 2012) je m² Kollektorfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 € Kesseltauschbonus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 500 € Kombibonus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 500 € Solarpumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 € Wirtschaftlichkeit Die Preise für thermische Solaranlagen sind in den vergangenen Jahren gesunken, und dabei ist die Leistungsfähigkeit der Anlagen gestiegen, sodass sich deren Wirtschaftlichkeit stetig verbessert. In Ihre Kalkulation sollten Sie auch die Einsparung der Brennstoffkosten mit einbeziehen – vor allem vor dem Hintergrund steigender Preise für fossile Energieträger. Wer einmal in eine Solaranlage investiert, nutzt Sonnenenergie kostenlos. Dadurch amortisiert sich die Anlage, je nach Ertrag und der Entwicklung der Energiepreise, in 12-15 Jahren. Bei modernen Solaranlagen können Sie mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 20-30 Jahren rechnen. Tipp: Wenn Sie für Ihr Warmwasser Sonnenenergie nutzen, kann es sinnvoll sein, auch die Spülmaschine und die Waschmaschine ans Warmwasser anzuschließen. Dadurch sind Einsparungen beim Stromverbrauch von bis zu 70 % möglich. FAZIT ll Einsparung von Brennstoffkos- Quelle: Ronald Walter, www.energiekamin.de Holzpelletkessel + 5 Solarkollektoren zur Brauchwasserbereitung und Heizungsunterstützung Bei einer Heizungsunterstützung sollte auf jeden Fall eine Größe von 12 m² gewählt werden. Ist ausreichend Platz vorhanden, sollte die Anlage jedoch größer ausgelegt werden. Das Dach sollte nach Süden ausgerichtet sein und eine Neigung von 25°-60° aufweisen. Eine steile Aufstellung ist von Vorteil, da in den Winter- und Übergangsmonaten, wenn die Sonne tiefer steht, hohe Erträge erzielt werden können. Auch eine Aufstellung im Garten ist möglich und bietet den Vorteil einer optimalen Ausrichtung. Foto: Claudia Hautum / PIXELIO W ährend fossile Brennstoffe wie Erdöl oder Erdgas nur noch begrenzt vorhanden sind, steht uns die Energie der Sonne unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung. In unserer Region können Sie mit rund 1.500 Sonnenstunden im Jahr rechnen. Über mittlerweile effiziente und langjährig erprobte Technologien kann diese Energie zur Wärmegewinnung (Solarthermie) und zur Stromerzeugung (Photovoltaik) eingesetzt werden. ten bis zu 40 % ll Klimafreundlich: Einsparung von CO2-Emission ll Heizkessel, Durchlauferhitzer usw. können in den Sommermonaten ganz abgeschaltet bleiben, sodass sich deren Verschleiß verringert. ll Förderung nur noch für Solarthermieanlagen mit Heizungsunterstützung 25 ­ ­ ­ ­ 26 ­ Anlagentechnik Foto: Rainer Sturm / PIXELIO Photovoltaik M it einer Photovoltaikanlage können Sie umweltfreundlichen Strom erzeugen. Wichtige Voraussetzungen sind die Ausrichtung des Daches (Süd, Südost, Südwest), die Statik und der allgemeine Zustand des Daches. Am Dach sollten die nächsten 20-25 Jahre keine größeren Reparaturen oder Sanierungen durchgeführt werden müssen. Wenn ohnehin eine Dachsanierung ansteht, bietet sich die Installation einer Photovoltaikanlage natürlich an. Technik und Anlage Netz entnommen werden. Dort, wo eine netzgekoppelte Anlage nicht möglich ist, kann der erzeugte Strom in einem Akku gespeichert und bei Bedarf genutzt werden. Strom einspeisen heißt Strom verkaufen, denn Sie erhalten dafür vom örtlichen Stromversorger eine Einspeisevergütung, deren Höhe durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für 20 Jahre festgelegt ist. Seit 2009 wird sogar die Selbstnutzung des produzierten Stroms (ebenfalls für die Dauer von 20 Jahren) durch einen Aufschlag extra vergütet. Mit diesen Einkünften und einer Lebenserwartung der Solarmodule von 20-25 Jahren gleicht die Investition in eine Photovoltaikanlage einer fest verzinsten Kapitalanlage. Auch wenn die Einspeisevergütung aktuell stark gekürzt wurde, sorgen sinkende Modulpreise und die stärkere Betonung des Eigenverbrauchs dafür, dass eine PV-Anlage weiterhin eine lohnende Investition darstellt. Und: Die Einspeisung von Solarstrom führt auf Dauer dazu, dass andere Kraftwerke heruntergefahren werden. Auf diese Weise verringern private Solarstromanlagen die Emission existierender Kraftwerke und leisten einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. In Solarzellen wird Lichtenergie in elektrische Energie umgewandelt. Um eine gewünschte Leistung zu erzielen, werden viele Solarzellen zu Solarmodulen zusammengefasst. Es gibt verschiedene Zelltypen, die sich hinsichtlich Herstellungsaufwand und damit Kosten und Wirkungsgrad unterscheiden. Hier sollten Sie intensiv vergleichen. Da Solarzellen Gleichspannung abgeben, Verbrauchsgeräte und das öffentliche Stromnetz aber mit Wechselspannung arbeiten, benötigen Sie einen Wechselrichter, der die Spannung umwandelt. Er sorgt außerdem dafür, dass die Anlage bei optimaler Spannung Leistung und arbeitet und eine maximale Leistung Wirkungsgrad abgibt. Achten Sie beim Kauf auch auf den Wirkungsgrad dieses Wechselrich- Die Leistung einer Photovoltaik-Anlage ters, damit bei der Umwandlung keine wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeEnergie verloren geht. ben. Mit Peak ist hier die Spitzenleistung bei optimalen Bedingungen gemeint. In Strom einspeisen unserer Region können mit einer 1 kWpPhotovoltaik-Anlage (ca. 7 m2 Fläche) Bei einer netzgekoppelten Solaranlage etwa 1.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt gleicht das öffentliche Stromnetz Leis- werden. Zum Vergleich: Der durchtungsschwankungen aus. Überschüs- schnittliche Jahres-Stromverbrauch eisiger Strom kann ins Netz eingespeist nes Vier-Personen-Haushalts liegt in werden. Falls die Leistung dagegen Deutschland etwa bei 4.000 kWh. nicht ausreicht, kann Strom aus dem Der Wirkungsgrad einer Anlage gibt an, wie viel Prozent der eingestrahlten Sonnenenergie in elektrischen Strom umgewandelt werden können. Die vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrade weichen allerdings wegen der Verluste durch Verschmutzung, Reflexion und Wechselrichterverlusten häufig vom realen Wirkungsgrad ab. Auch eine ungünstige Dachneigung, geringfügige Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser o. ä. können den Stromertrag deutlich reduzieren. Tipp: Einen ersten Anhaltspunkt, wie viel Strom Sie auf Ihrer Dach- oder Fassadenfläche produzieren könnten, liefert die Berechnungshilfe auf den Seiten der Klimaallianz Bamberg: www.bamberg.de (à Umwelt & Energie à Klimaallianz Stadt & Land à Solarrechner) Für die Montage von Solarkollektoren und Solarmodulen benötigen Sie in der Regel keine behördliche Genehmigung. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder im Bereich eines Ensembleschutzes ist dafür allerdings eine denkmalrechtliche Erlaubnis durch die Stadt oder das Landratsamt Bamberg erforderlich. Stadt Bamberg, Hochbauamt Team Denkmalpflege Untere Sandstraße 34 96049 Bamberg Michael Krüger 09 51 / 87-16 85 [email protected] Landratsamt Bamberg, Geschäftsbereich Planen, Bauen, Umwelt Fachbereich Denkmalpflege Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg Ingeborg Pager 09 51 / 85-4 03 [email protected] FAZIT ll Klimafreundlich: Einsparung von CO2 -Emission ll Stromkosteneinsparung und evtl. zusätzlich Einkünfte durch Stromeinspeisung ll Dachneigung und -ausrichtung sowie Verschattungen und Statik beachten ll Auch die Kosten für eine Versicherung der Anlage z. B. gegen Witterungsschäden müssen mit einbezogen werden. 27 Neu in der Familie: die E.ON EnergieSpar-Sanierung Jetzt neu von E.ON Bayern: die E.ON EnergieSpar-Sanierung. Wir übernehmen die energetische Sanierung Ihres Hauses und bieten Ihnen ein „Rundum-sorglos-Paket” aus Analyse, Konzept, Fördermittelcheck, Ausschreibung, Bau- und Qualitätsüberwachung. Alles aus einer Hand! 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Zenkel e.K. · Güntersdorf 2 · 96132 Schlüsselfeld Tel. 09548 98228 10 · [email protected] · www.zenkel-kollegen.de Anlagentechnik Wärmepumpe Wärmequellen Optimal ist es, wenn die Wärmequelle über das ganze Jahr hinweg eine gleichbleibende Temperatur hat. Sowohl das Erdreich als auch das Grundwasser bieten dafür geeignete Bedingungen. Die Außenluft ist starken Schwankungen unterworfen. Dafür muss sie als Wärmequelle nicht zusätzlich erschlossen werden. Für die Erschließung der Wärmequellen Erdreich und Grundwasser sind dagegen Kosten zu kalkulieren, welche von den geologischen Bedingungen des Anlagenstandortes abhängig sind. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Ihre Heizungsanlage multivalent zu betreiben: In der kalten Jahreszeit schaltet sich dann z. B. eine Öl- oder Gasheizung hinzu, um den Heizbedarf zu decken. Erdwärme Erdwärme wird durch im Boden versenkte Erdreichkollektoren oder Erdsonden nutzbar gemacht. Für erstere muss eine größere, unversiegelte Fläche zur Verfügung stehen, auf der die Kollektoren in einer Tiefe von 1-1,5 m waagerecht verlegt werden. Für eine Erdsonde muss eine Tiefenbohrung von bis zu 100 m vorgenommen werden. Die Tiefe des Bohrlochs hängt von den örtlichen Gegebenheiten und der benötigten Wärmeleistung ab. In unserer Region sind die geologischen Voraussetzungen weniger günstig. Bohrungen können aus Gründen des Grundwasserschutzes vielfach nur bis max. 40 m erlaubt werden. Erdreichkollektoren sind wegen der entfallenden Tiefenbohrung günstiger als Erdwärmesonden. In der geringeren Tiefe stehen allerdings niedrigere Temperaturen und ein schwankendes Temperaturniveau zur Verfügung, sodass der Wirkungsgrad einer Erdwärmesonde höher ist. Grundwasser Um die Wärme des Grundwassers zu nutzen, müssen zwei Brunnen angelegt werden. Der eine fördert das Grundwasser, mit dem die Wärmepumpe versorgt wird, über den zweiten wird das abgekühlte Wasser wieder ins Erdreich abgegeben. Ist oberflächennahes Grundwasser vorhanden, dann ist eine Grundwasser-Wärmepumpe eine gute Wahl. Wirkungsgrad Der Kreislauf einer Wärmepumpe wird mit Strom (seltener mit Gas) angetrieben. Das heißt, die Ökobilanz wird durch den CO2-Ausstoß bei der Stromerzeugung verschlechtert. Aber: Eine effiziente Anlage liefert bis zu viermal mehr Wärme, als sie an Strom verbraucht! Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird in der Leistungszahl (COP) gemessen, dem Verhältnis aus der benötigten Antriebsenergie und der nutzbaren Wärmemenge. Je höher die Leistungszahl, desto besser wird also die Energie genutzt. Den höheren Leistungszahlen von Erdwärme- und Wasser-Wärmepumpen stehen die geringeren Investitionskosten für eine Luftwärmepumpe entgegen. Vergleichen sollte man hier die Amortisationszeiten des jeweiligen Systems, die sich aus Kosten (für Anschaffung, Installation, Betrieb), Energieeinsparung und Fördermitteln ergeben. Heizanlage anpassen Die Wärmeabgabe sollte auf einem möglichst niedrigen Temperaturniveau (kleiner als 50°C) erfolgen. Dies ist etwa bei Fußboden- oder Wandflächenheizungen der Fall. Für konventionelle Heizkörper, die mit einer Heizwassertemperatur von 55-70°C optimal arbeiten, ist eine Niedertemperaturwärmepumpe nicht zu empfehlen. Hochtemperaturwärmepumpen, welche die notwendigen Vorlauftemperaturen für Heizkörpersysteme erzeugen können, haben eine niedrigere Leistungszahl und einen entsprechend hohen Strombedarf. Grafik: www.alphainnotec.de D as Prinzip kennen Sie von Ihrem Kühlschrank: Wird ein Medium abgekühlt, dann entsteht Wärme. Eine Wärmepumpe nutzt dieses Prinzip in umgekehrter Weise. Sie kühlt eine Wärmequelle ab, entnimmt ihr also die vorhandene Wärmeenergie und nutzt diese zum Heizen. Durchschnittliche Leistungszahlen Luft-Wärmepumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 2,7-3,7 Erdreichkollektoren-Wärmepumpe . . . . . . . . . . ca. 3,0-4,5 Tiefenbohrung-Wärmepumpe . . . . . . . . . . . . . . . ca. 4,0-5,5 Grundwasser-Wärmepumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . ca. 4,0-5,5 Sowohl für die Tiefenbohrung als auch für die Nutzung des Grundwassers muss eine Genehmigung durch die Stadt oder das Landratsamt Bamberg erteilt werden. In Wasserschutzgebieten ist eine Tiefenbohrung generell nicht erlaubt. Erdreichkollektoren, auch außerhalb von Wasserschutzgebieten, sind anzeigepflichtig. Informationen und Genehmigungsverfahren: Fachkundige Stelle des Wasserwirtschaftsamtes: Stadt Bamberg, Amt für Umwelt, Brand- und Katastrophenschutz Sachgebiet Technischer Umweltschutz Mußstraße 28, 96047 Bamberg Ullrich Wagner 09 51 / 87-17 15 [email protected] Stadt Bamberg, Amt für Umwelt, Brand- und Katastrophenschutz, Sachgebiet Umweltrecht, Wasser- und Bodenschutzrecht Mußstraße 28, 96047 Bamberg Berthold Denzlein 09 51 / 87-17 04 [email protected] Landratsamt Bamberg, Geschäftsbereich Planen, Bauen, Umwelt Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg Karl-Josef Neser 09 51 / 85-7 1 0 [email protected] Gerd Groh 09 51 / 85-5 04 [email protected] FAZIT ll Nur bei Flächenheizungen (Fußbodenheizung, Wand- heizung) sinnvoll (optimal: Niedrigenergiehäuser mit Flächenheizung) ll 75 % der Wärme aus regenerativer Energie ll Kombination mit Öl- oder Gasheizung möglich ll Kombination mit Photovoltaikanlage (Eigenstromverbrauch) ideal 29 ARCHITEKTURBÜRO TRYKOWSKI Passivhaus Energieberatung Ökologisches Bauen Design Planung Nullenergiehaus Energetische Bestandssanierung Projektleitung Schlüsselfertiges Bauen Architekturbüro Trykowski - Dipl. Ing TU Lonnershof 2 · 96158 Frensdorf · Tel. 0 95 02/80 80 · Fax 72 98 www.passivhaus-design.de · [email protected] 57_energbam_tyrowski, 90 x 61 mm, 708 Energie Bamberg, 42624 Wir sind: Ein erfolgreicher Verlag im Bereich der kommunalen Printmedien mit eingeführten Produkten – ein Beispiel halten Sie in Ihren Händen. Wir suchen: Selbstständige Außendienstmitarbeiter/innen mit Spaß am Verkauf, gern auch branchenfremd, für die Region Bayern. Wir bieten: Sorgfältige Einarbeitung, regelmäßiges leistungsgerechtes Einkommen, eine interessante und lukrative Tätigkeit im Außendienst. inixmedia GmbH · Kronacher Straße 41 · 96052 Bamberg · Tel. 09 51/70 08 69-0· [email protected] 30 www.inixmedia.de Anlagentechnik Blockheizkraftwerk Kraft-Wärme-Kopplung Der Strom erzeugende Generator wird z. B. durch einen Verbrennungsmotor (oder Stirlingmotor) angetrieben. Die dabei entstehende Wärme wird durch einen Wärmetauscher auf den hauseigenen Wasserkreislauf für Heizungsund Brauchwasser übertragen. Blockheizkraftwerke können mit fossilen Brennstoffen betrieben werden (Heizöl oder Gas), aber auch mit regenerativen Energieträgern. Zunächst wurden Blockheizkraftwerke vor allem für große Gebäudekomplexe, Krankenhäuser, Wohnsiedlungen oder Schwimmbäder eingesetzt. Seit einigen Jahren gibt es jedoch MiniBlockheizkraftwerke – kleinere Anlagen, bei denen Stromgenerator, Wärmetauscher und Regelungstechnik in einem kompakten Block montiert sind. Diese Kleinkraftwerke für zu Hause sind nicht größer als eine Tiefkühltruhe und eignen sich auch von ihrer Leistungsgröße her bereits für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Grafik: SenerTec Bei der Stromerzeugung entsteht Wärme, die in konventionellen Großkraftwerken ungenutzt bleibt. Ein hoher Energieverlust – mit dieser Wärmeenergie könnte man Deutschland 2,3 mal beheizen! – der vermieden werden kann, wenn das Kraftwerk dort steht, wo die Wärme auch genutzt wird. Blockheizkraftwerke (BHKW) verbinden direkt vor Ort die Stromerzeugung mit der Bereitstellung von Wärme für Heizung und Warmwasser und bieten damit eine wesentlich effizientere Nutzung des Energieträgers. So können Gesamtwirkungsgrade des Systems von über 90 % erreicht werden. sondern vor allem die mögliche Wärmenutzung. Denn der überschüssige Strom wird – gegen eine entsprechende Vergütung (siehe S. 27) – ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Wirtschaftlichkeit Planung und Auslegung Damit das Blockheizkraftwerk wirtschaftlich laufen kann, sollte es dem Wärmebedarf des Gebäudes angepasst sein. Bei hohem Eigenstromverbrauch steigt die Wirtschaftlichkeit. Da der Bedarf an Heizwärme jedoch Schwankungen unterworfen ist, passen leistungsmodulierende Anlagen die thermische Leistung dem entsprechenden Bedarf an. Eine Alternative bietet der Ausgleich über einen Pufferspeicher, der im Falle einer BAFAFörderung sogar vorgeschrieben ist. Bei der Umstellung kann ein Blockheizkraftwerk an die bestehende Heizungsanlage problemlos angeschlossen werden. Der erzeugte Strom wird für den Eigenbedarf verwendet. Trotzdem ist für die Planung der Größe und Leistungsfähigkeit eines Blockheizkraftwerks nicht die voraussichtlich benötigte Strommenge entscheidend, In der Anschaffung ist ein Blockheizkraftwerk teurer als ein herkömmlicher Brennwertkessel. In Ihre Kalkulation sollten Sie aber auch die Einsparung der Stromkosten und die Einspeisevergütung für den überschüssigen Strom mit einbeziehen. Dadurch hat sich ein Blockheizkraftwerk häufig nach wenigen Jahren amortisiert. FAZIT: ll Umweltfreundlich durch hohe Energieeffizienz ll Kann mit fossilen oder regene- rativen Energieträgern betrieben werden ll Eine möglichst gleichmäßige Wärmeabnahme sollte gesichert sein. ll Vergleichsweise hohe Anschaffungskosten, aber: ll Einsparung der Stromkosten aus dem öffentlichen Netz, während die Heizwärme quasi als Nebenprodukt anfällt ll Einkünfte durch die Einspeisevergütung 31 Foto: Pia Regner, www.ingplusarch.eu Passivhaus Wohnen im Passivhaus E in Forschungsvorhaben und die Zielsetzung ein Haus mit höchster Energieeffizienz, thermischer Behaglichkeit, guter Raumluftqualität und Wirtschaftlichkeit zu erzielen, stand am Anfang. Das von Dr. Wolfgang Feist entwickelte PassivhausGebäude steht nun seit 1991 und beweist, dass ein extrem geringer Heizwärmebedarf bei gleichzeitig hohem Wohnkomfort möglich ist. Inzwischen sind in Deutschland über 10.000 Passivhäuser unterschiedlicher Nutzung entstanden. Neben Ein- und Mehrfamilienhäusern sind zahlreiche öffentliche Gebäude in diesem Energiestandard errichtet worden. Neben dem geringen Energieverbrauch überzeugen vor allem der hohe Wohn- und Nutzerkomfort und die Wirtschaftlichkeit. Passivhaus und Plusenergiehaus Zum Beheizen des Gebäudes reicht im Wesentlichen die passive Nutzung der Sonneneinstrahlung durch die Fenster sowie die Wärmeabgabe von Geräten und Bewohnern. Durch eine starke Verringerung der Wärmeverluste des Hauses wird dies möglich. Beim Plusenergiehaus wird in der Regel das Passivhaus durch eine große Photovoltaikanlage ergänzt. Übers Jahr betrachtet wird hierdurch mehr Energie am Gebäude erzeugt als im Gebäude verbraucht wird. 32 pro m2 und Jahr – in Öl ausgedrückt sind dies 1,5 l pro m2 jährlich. Die Nebenkosten für die Beheizung von 150 m2 Wohnfläche liegen deshalb in der Regel nur bei 150,- bis 300,- € im Jahr. Zum Vergleich: Unsere unsanierten Bestandsgebäude in Deutschland verbrauchen in der Regel jährlich 20-30 Liter pro m2. Um diese hohe Energieeffizienz beim Passivhaus zu erreichen, werden Bauteile mit einem sehr guten Wärmeschutz, dreifachverglaste Fenster, eine hohe Luftdichtheit der Gebäudehülle und hocheffiziente Lüftung und Haustechnik eingesetzt. Die thermische Behaglichkeit für die Bewohner des Gebäudes wird durch warme Wandtemperaturen deutlich verbessert und die Luftqualität im Gebäude ist durch den Einsatz von Lüftungsanlagen kontinuierlich gut. Das Passivhaus – bereits heute ein Gewinn Die Mehrkosten für ein EinfamilienPassivhaus liegen bei 5-12 % der Gesamtaufwendungen. Die monatliche Belastung durch Energiekosten und Rückzahlungen von Baudarlehen sind jedoch gegenüber dem üblichen Baustandard geringer. Und das Passivhaus ist auch deshalb wirtschaftlich, weil bei dem niedrigen Energieverbrauch von 15 kWh/(m2a) die Heizwärmeverteilung durch die Lüftungsanlage erfolgen kann – die Kosten für HeizungsVerteilleitungen und Heizkörper verringern sich dadurch deutlich. Die Mehrkosten für Dämmung, RestWenig Verbrauch heizung, Lüftung und Fenster sind seit bei hohem Komfort dem Bau der ersten Passivhäuser erDer Heizenergiebedarf eines Passiv- heblich gesunken. Durch die Verringehauses beträgt nur noch 15 kWh rung der zusätzlichen Investitionskos- ten und dadurch steigende Nachfrage wird das Passivhaus voraussichtlich in fünf Jahren der übliche Standard sein. Darüber hinaus hat das Europäische Parlament 2009 eine Novelle der Richtlinie für Energieeffizienz in Gebäuden verabschiedet, die vorgibt, dass Neubauten ab 2019 nur noch als annähernde „Null-Energie-Gebäude“ ausgelegt werden dürfen. Wärmedämmung Ein Passivhaus ist nicht begrenzt auf eine bestimmte Bauweise, sondern kann in Massiv-, Stahl- oder Holzbauweise hochwärmegedämmt ausgeführt werden. Der benötigte U-Wert von Außenbauteilen beim Passivhaus liegt je nach Größe und Kompaktheit des Gebäudes zwischen 0,15 W/m2K (beim kompakten Mehrfamilienhaus) und 0,1 W/m2K (beim freistehenden Einfamilienhaus). Zum Vergleich: Der durchschnittliche U-Wert bei einem Gebäude, gebaut nach dem gesetzlichen EnEV Standard, liegt bei 0,2-0,3 W/m2K. Dabei können alle üblichen Dämmstoffe eingesetzt werden, also auch Naturbaustoffe wie Zellulose, Kork, Flachs, Holzweichfaserplatten. Wärmebrücken Geometrische Wärmebrücken sind kaum zu vermeiden. Sie treten auf, wenn die Außenoberfläche größer als die Innenoberfläche ist, zum Beispiel an jeder Außenecke. In der Regel sind diese Wärmebrücken bei durchgehender Dämmung nahezu unbedeutend. Konstruktive Wärmebrücken entstehen durch ungünstig ausgebildete Details wie Durchdringungen, Auskra- Passivhaus Fenster und Behaglichkeit Hochwärmedämmende Fenster sind wesentliche Bauteile im Passivhaus. Durch Dreifachverglasung (Ug = 0,50,8 W/m2K) und gut gedämmte Fensterrahmen (Uf < 0,80W/m2K) beträgt selbst bei einer Außentemperatur von -12° C die Temperatur auf der Innenseite des Fensters mehr als 17,5° C. So wird auch ohne Heizkörper eine optimale Behaglichkeit in Fensternähe erreicht. Der Anteil des Rahmens bei einem herkömmlichen Fenster wird oft unterschätzt, er beträgt jedoch immerhin 30 bis 40 %. Herkömmliche Rahmen mit einem U-Wert von 1,4 bis 2 W/m2K haben etwa doppelt so große Wärmeverluste wie gedämmte Rahmen mit einem U-Wert von 0,8 W/m2K. Beim Passivhaus werden die Fenster in die Dämmschicht der Außenbauteile gesetzt. Der Fensterrahmen wird überdämmt, um Anschlussverluste zu vermeiden. Dadurch erreicht auch das eingebaute Fenster einen U-Wert von weniger als 0,85 W/m2K. Bei Passivhäusern mit südorientierten Glasflächen deckt die passive Nutzung der Sonneneinstrahlung durch die Fenster etwa 40 % des Wärmebedarfs. Verschattungsfreiheit ist vorteilhaft, aber auch Passivhäuser in weniger sonnenverwöhnten Lagen wurden von erfahrenen Planern bereits realisiert. 1981 vorgeschrieben. Neu beim Passivhaus ist ein konsequent luftdichter Anschluss der einzelnen Bauteile untereinander. Grafik: Pia Regner, www.ingplusarch.eu gungen, Rippen oder Dämmstoffunterbrechungen. Solche konstruktiven Schwächen in der Gebäudehülle können bei Passivhäusern durch sorgfältige Planung vermieden werden. Von einer wärmebrückenfreien Gebäudekonstruktion spricht man, wenn der Wärmebrückeneffekt des ganzen Gebäudes gleich Null ist. Die Vermeidung von Wärmebrücken ist eine der wirtschaftlichsten Einsparmaßnahmen. Frische Luft Die kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung ist beim Passivhaus unverzichtbar. Sie sorgt für hygienisch einwandfreie, staubfreie Luft. Frische gefilterte Zuluft wird den Wohn- und Schlafräumen zugeführt und verbrauchte Abluft wird aus Toiletten, Bad und Küche abgesaugt. Um den gleichen Luftwechsel mit herkömmlicher Fensterlüftung zu erreichen, müssten alle drei Stunden die Fenster 15 Minuten lang geöffnet werden. Doch bei einer Fensterlüftung würde mit der verbrauchten Luft auch die in ihr enthaltene Wärme verloren gehen. Bei einer Lüftungsanlage mit effizientem Wärmetauscher werden über 80-90 % der Wärme aus der Abluft für die Erwärmung der Frischluft wieder genutzt. Hochwertige, zertifizierte Geräte haben bei sorgfältiger Planung einen geringen Stromverbrauch. Und besonders Allergiker können im Passivhaus befreit aufatmen, da lästige Pollen mit speziellen Filtern aus der Zuluft entfernt werden. Die Wartung für die Bewohner besteht übrigens im Wesentlichen aus der Überprüfung und Erneuerung der Filter. Heizkörper können entfallen Die Beheizung des Passivhauses mit seinem geringen Heizenergieverbrauch kann über die Lüftungsanlage erfolgen. Wird eine individuelle Regelung der Temperatur in den einzelnen Räumen gewünscht, kann ein zusätzliches wassergeführtes Heizsystem einen höheren Nutzerkomfort bieten. Die Luftdichtheit Beheizung Die Luftdichtheit des Passivhauses senkt Wärmeverluste und steigert die Effektivität der Lüftungsanlage. Eine luftdichte Gebäudehülle hilft außerdem Bauschäden zu vermeiden und erhöht den Schallschutz. Auch konventionelle Mauerwerkswände mit gewissenhaft ausgeführtem Innenputz sind bereits luftdicht. Bei Fenstern ist die Luftdichtheit in Deutschland schon seit Auch ein Passivhaus benötigt noch Heizenergie. Wärmeverluste werden im Passivhaus größtenteils durch interne Wärmequellen und solare Gewinne ausgeglichen. Der verbleibende Restwärmebedarf kann mit Öl, (Bio-)Gas, Holz, Solarenergie, Wärmepumpe usw. gedeckt werden. Die Heiztechnik und der Brennstoff sind neben den Wärmeverlusten des Wohnraumlüftung und Wärmerückgewinnung im Passivhaus Gebäudes ausschlaggebend für die Höhe des Primärenergiebedarfs. Bei der Wahl von Biomasse als Brennstoff (CO2-neutral und nachwachsend, z. B. Holzpellets) ist der berechnete Primärenergiebedarf sehr gering. Eine weitere mögliche Komponente für ein Passivhaus ist der Erdwärmetauscher. Ein solcher sorgt während der Heizperiode für die Vorerwärmung der Frischluft, im Winter von beispielsweise -12° C auf 0° C. Im Sommer kann durch das kältere Erdreich das Gegenteil, nämlich eine Kühlung der Zuluft erreicht werden. Sanieren mit Passivhauskomponenten Die unterschiedlichen Bauteile eines Gebäudes müssen in der Regel nach 20-50 Jahren erneuert werden. Allein aus wirtschaftlichen Gründen wird somit der Energiestandard eines Gebäudes, das heute energetisch saniert wird, für die nächsten Jahrzehnte festgelegt. Ein gutes Argument für größere Dämmstärken, bessere Fenster, gute Luftdichtheit und eine effektive Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung! Mit dem Einsatz von bewährten Passivhauskomponenten bei der Sanierung wird ein Wärmebedarf des Altbaus von 20-30 kWh/(m2a) erreicht. Das entspricht einer Energieeinsparung von bis zu 90 %. Pia Regner, Dipl.-ING. (FH) ING+ARCH Partnerschaft www.ingplusarch.eu Weitere Informationen zum Thema Passivhaus unter: www.passiv.de 33 Energiespartipps U m effektiv Energie einzusparen, sollten Sie nicht nur die energetischen Eigenschaften Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung unter die Lupe nehmen, sondern auch Ihr alltägliches Verhalten. Mit ein paar kleinen Tricks und Verhaltensregeln kann viel Energie eingespart oder besser genutzt werden, ohne dass Sie auf Komfort verzichten müssen. Effizient heizen 34 Nicht nur durch eine neue oder verbesserte Heizanlage, sondern auch durch das richtige Heizverhalten lassen sich Energie und damit Heizkosten einsparen. Hier einige Tipps: ll Natürlich ist die als behaglich empfundene Raumtemperatur individuell unterschiedlich. Zu hohe Raumtemperaturen allerdings steigern die Erkältungsgefahr und kosten unnötig Energie. Nur ein Grad weniger spart bis zu 6 % Heizkosten. ll Die Nachtabsenkung der Heizung von 20° C auf 15° C spart bis zu 6 % Heizenergie. Die Temperatur sollte aber nicht um mehr als 5° C abgesenkt werden, weil sonst durch eine lange Aufheizzeit wiederum mehr Energie erforderlich ist. ll Bei längerer Abwesenheit reicht eine Durchschnittstemperatur von 15° C und das Thermostatventil kann auf die Frostschutzposition eingestellt werden. ll Müssen überhaupt alle Zimmer ständig beheizt werden? Bedenken Sie dies vor allem für Ihr Schlafzimmer, Gästezimmer oder andere selten genutzte Räume. ll Sinnvoll ist auch der Einbau von ll Mit einer Zeitschaltuhr können Sie programmierbaren Heizkörpertherdie Bereitstellung des warmen Brauchwassers auf Ihren Tagesmostaten, die die Raumtemperatur dann automatisch und angepasst rhythmus einstellen. an Ihren Tagesrhythmus regeln. ll Mit einem Durchflussbegrenzer ll Damit sich die Wärme ungehindert lässt sich z. B. beim Duschen etwa im Raum verteilen kann, sollten die Hälfte des Wassers sparen – und Heizkörper generell nicht verkleidamit auch viel Energie zur Warmdet, durch Möbel zugestellt oder wasserbereitung: Die Düse wird durch Vorhänge zugehängt sein einfach auf den Wasserhahn oder und regelmäßig entlüftet werden. an den Duschschlauch montiert, vermindert die durchlaufende WasRichtig lüften sermenge und mischt dem Wasser Luft bei. Die Frischluftzufuhr bei ständig gekippten Fenstern ist gering. Dafür hei- Energieeffiziente zen Sie währenddessen munter aus Haushaltsgeräte dem Fenster hinaus. Dauerlüftung durch gekippte Fenster kann den Ener- 55 % des Haushaltsstroms werden gieverbrauch um das Vierfache erhö- durch Geräte zum Kühlen, Waschen, hen! Sinnvoller ist eine kräftige Stoß- Spülen oder Trocknen verbraucht. Die lüftung bzw. Querlüftung: Öffnen Sie größten Verbraucher sind i.d.R. die mehrere Fenster kurz (5 Minuten) und Heizungspumpen, der Kühlschrank, weit, so dass ein Durchzug entsteht, die Gefriertruhe, der Wäschetrockner der die Luft schnell austauscht. und die Waschmaschine. Vor allem Und generell gilt: Ist ein Fenster ge- ältere Haushaltsgeräte sind häufig rekippt oder auf, dann muss der Heiz- gelrechte Stromfresser. Wer beim Kauf körper immer abgedreht sein. eines neuen Geräts darauf achtet, dass der laufende Stromverbrauch gering Warmwasser ist, entlastet die Umwelt und kann auf Dauer viel Geld sparen. Denn betrachAuch hier können Sie neben einer tet man Kaufpreis und Betriebskosten energiesparenden Technik zur Warm- über die Lebenszeit eines Geräts hinwasserbereitung auch durch einen weg, dann entpuppt sich ein effizienbewussten Umgang mit dem kostba- tes Modell häufig als günstiger als ren Warmwasser viel erreichen. seine zunächst billigere Alternative. ll Eine kurze Dusche verbraucht etwa Bestimmte Haushaltsgeräte müssen 20 – 40 l Wasser, während Sie für ein EU-Energielabel tragen, ein Etikett ein Wannenbad bis zu 150 l er- mit Angaben über Energieverbrauch wärmtes Wasser benötigen. und andere Leistungsmerkmale. Dazu ll In der Regel reicht es, die Tempera- gehören Kühl- und Gefriergeräte, tur des vorgehaltenen Warmwas- Waschmaschinen und Trockner, Eleksers von den üblichen 70 Grad auf troherde, Lampen und Klimageräte. 60 Grad zu reduzieren. Weitere Informationen und aktuelle Foto: Haushaltsgeld.net / PIXELIO Beratung und Tipps Beratung und Tipps Listen besonders sparsamer Haushaltsgeräte erhalten Sie bei den Verbraucherzentralen und im Internet: www.ecotopten.de www.stromeffizienz.de Vorsicht Stromklau Viele Haushaltsgeräte verbrauchen Strom, während sie ihre eigentliche Funktion gar nicht erfüllen. Solche Stromräuber verursachen in einem durchschnittlichen Haushalt jährliche Kosten von bis zu 100 €. Durch das Vermeiden solcher Leerlaufverluste können Sie also mächtig einsparen. Lassen Sie Ihre Geräte z. B. nicht unnötig im Bereitschaftsbetrieb bzw. Standby-Betrieb. Fernseher oder Stereoanlage sollten vollständig abgeschaltet sein, wenn sie eine Zeitlang, etwa über Nacht, nicht verwendet werden. Manche Geräte – dazu gehören etwa Computerzubehör oder Hi-Fi-Geräte – lassen sich überhaupt nur „scheinbar“ ausschalten. Sie verbrauchen weiterhin Strom, auch wenn der Hauptschalter ausgeschaltet ist. Auch Halogenleuchten ziehen Strom, wenn der Transformator eingesteckt bleibt. Es gibt sogar Geräte, die gar keinen Netzschalter besitzen, sondern nur heruntergeregelt werden können. Ungenutzt verbrauchen auch sie rund um die Uhr Strom. Mit einem Energiekosten-Messgerät können Sie feststellen, welche Geräte zu welchem Zeitpunkt wie viel Strom verbrauchen. Ein Kabelschalter oder eine Steckdosenleiste mit Schalter trennt solche Geräte vollständig vom Strom. Tipp: Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten darauf, dass eingespeicherte Informationen, wie z. B. programmierte Stationstasten bei Radio oder DVD-Rekorder, nicht verlorengehen, wenn das Gerät länger ohne Strom ist. Beleuchtung Etwa 10 % des im Haushalt verbrauchten Stroms werden für die Beleuchtung verwendet. Da lässt sich durch Energiesparlampen einiges einsparen. Denn herkömmliche Glühlampen sind wahre Verschwender: 90 % des verbrauchten Stroms gehen nutzlos als Wärme verloren. Neue Trinkwasserverordnung – Neue Pflichten für Eigentümer und Verwalter! Entgegen dem Bestreben, aus energetischen Gründen ein Heizungs- und Trinkwasserystem mit niedrigen Temperaturen zu betreiben, kann das für die Trinkwasserbereitung fatale Folgen haben. Denn bei Temperaturen von 25-55 °C und stagnierendem Wasser vermehren sich Legionellen besonders gut. Und eine Infektion durch Einatmen vernebelter Wassertröpfchen kann tödlich enden. Um der Gefahr einer Legionelleninfektion entgegenzuwirken, schreibt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) seit November 2011 strengere Regeln vor, die nahezu alle vermieteten Mehrfamilienhäuser in Deutschland betreffen. Kommen Sie diesen Pflichten nicht nach, tragen Sie das Haftungsrisiko. Betroffen sind Trinkwasseranlagen, die ll über Duschen oder wasservernebelnde Ein- richtungen verfügen ll im Rahmen einer gewerblichen oder öffent- lichen Tätigkeit Trinkwasser abgeben ll im Sinne der TrinkwV eine Großanlage dar- stellen: Warmwasserspeicher > 400 l und/ oder Rohrleitungsinhalt > 3 l (vom Speicher bis zur Entnahmestelle) Die Stadtwerke Bamberg beraten Sie kostenlos über die Novellierung der neuen TrinkwV und unterstützen bei der Umsetzung: Stefan Loskarn 09 51 / 77 61 44 [email protected] Peter Palatzky 09 51 / 77 61 41 [email protected] Energiesparlampen an deren Effizienz heran. Als punktförmige, dezentral verteilte Lichtquellen Energiesparlampen verbrauchen im können LED-Leuchten außerdem eine Vergleich zu normalen Glühlampen ganz besondere Beleuchtungswirkung 80 % weniger Strom, und das bei etwa entfalten. gleicher Lichtmenge. Hinzu kommt, dass die Lebensdauer hochwertiger Licht aus! Energiesparlampen um bis zu zehnmal höher ist als die herkömmlicher Glüh- Welche Leuchtmittel Sie auch verwenlampen. Das macht sich bezahlt: Bei den: In den Räumen, in denen sich einer Lebensdauer von 10.000 Stun- gerade niemand aufhält, sollte Licht den spart die Energiesparlampe 60- immer ausgeschaltet werden. Und: 150 € an Stromkosten. Die Zukunft Muss die Außenbeleuchtung Ihres gehört ohnehin der energiesparenden Hauses die ganze Nacht hindurch Beleuchtung: Bis 2015 werden watt- brennen? Zeitschaltuhren, Bewestarke Glühlampen und zuletzt auch gungsmelder oder Dämmerschalter ineffiziente Halogenlampen schritt- bieten einfache Lösungen. weise vom Markt genommen. LED-Leuchten Die Leuchtdiode, eigentlich „Licht emittierende Diode“ (LED) ist ein Halbleiterkristall, der durch Strom zum Leuchten gebracht wird. Bisher sind vor allem farbige LED für Spezialanwendungen gebräuchlich, z. B. für Ampeln, Kfz-Rückleuchten oder für Anzeigen elektronischer Geräte. Die jeweilige Lichtfarbe hängt vom verwendeten Kristallmaterial ab. Für weißes Licht wird daher das Licht von roten, grünen und blauen Dioden in einer Leuchte überlagert. Auch wenn die Lichtausbeute bisher noch nicht ganz so hoch ist wie bei einer Energiesparleuchte, reichen weiße Hochleistungs-LED-Leuchten mittlerweile fast Richtig entsorgen Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen fachgerecht recycelt werden. (Siehe auch S. 6) Sammelboxen für Energiesparlampen in Bamberg: ll Infothek im Rathaus Maxplatz (Mo.-Do. 8.00-18.00 Uhr und Fr. 8.00-14.00 Uhr) ll Umweltamt, Mußstraße 28 (Mo.-Do. 8.00-16.00 Uhr und Fr. 8.00-12.00 Uhr) ll Entsorgungs- und Baubetrieb (EBB), Margaretendamm 40 (Mo.-Do. 8.00-16.00 Uhr und Fr. 8.00-12.00 Uhr) Darüber hinaus gibt es Sammelstellen bei einigen Bamberger Geschäften. Eine Liste der beteiligten Geschäfte und weitere Informationen unter: www.lichtzeichen.de 35 ANWALTSKANZLEIBAMBERG.DE Rechtsanwälte / Fachanwälte in Bürogemeinschaft Manfred Deinlein Kostenabrechnung • Wärmezähler • Wasserzähler • Rauchmelder Obere Au 17 • 97514 Kirchaich Telefon: 0 95 49 - 85 60 • Fax: 0 95 49 - 88 19 E-Mail: [email protected] 36 Rechtsanwalt /Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Bau- und Architektenrecht Willy-Lessing-Straße 5 · 96047 Bamberg Tel 09 51 / 9 86 45 - 0 · Fax 09 51/9 86 45 - 20 [email protected] Beratung und Tipps Energieberatung Neutrale Beratungsangebote Einen ersten Überblick können Sie sich bei einer Energieberatung der Stadt oder im Landratsamt verschaffen. Hier erhalten Sie Tipps und Adressen für eine VorOrt-Energieberatung, bei der Ihr Gebäude genau analysiert wird. Kostenlos oder gegen geringe Gebühr bieten außerdem verschiedene Stellen in der Stadt und im Landkreis Energieberatungen an. Hier erhalten Sie eine grundsätzliche und allgemeine Beratung sowie Informationen zu weiteren Ansprechpartnern, Fördermöglichkeiten etc. Beratungsangebot für Kunden der Stadtwerke Bamberg Kostenlose Energiesparberatung für die Kunden der Stadtwerke Bamberg – von alltäglichen Verhaltenstipps bis zur Verbrauchsanalyse vor Ort, kostenlose Verleihung von Strommessgerä- ten, Beratung zur energetischen Sanierung von Gebäuden, Informationen über Förderprogramme und Vermittlung von Energieberatern für die von der BAFA geförderte Vor-Ort-Energieberatung Stadtwerke Bamberg Dipl.-Ing. (FH) Peter Palatzky 09 51 / 77-61 41 [email protected] www.stadtwerke-bamberg.de * 0,14 € pro Min. aus dem dt. Festnetz, max. 0,42 € pro Min. für Mobilfunk Bis auf die Telefongebühren ist die Beratung durch qualifizierte Energieberater aus der Region für Bürgerinnen und Bürger kostenfrei! Energieagentur Oberfranken e. V. Die Energieagentur Oberfranken mit Sitz in Kulmbach wurde bereits 1998 von den oberfränkischen Landkreisen gegründet, um Bürger und Kommunen unabhängig und produktneutral beraten zu können. Die Energiespezialisten informieren objektiv und ohne wirtschaftliche Interessen über folgende Themen: Energiesparen und Energieeffizienz, energieoptimiertes Bauen und Sanieren (Neubau und Altbau), Realisierung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie Nutzung von Förderprogrammen. Auf der Homepage der Energieagentur Oberfranken können Sie außerdem den „Förderkompass Energie“ in der jeweils aktuellsten Ausgabe herunterladen. Hier erhalten Sie auf 36 Seiten einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme im Bereich energetische Sanierung. www.energieagentur-oberfranken.de Energieberatung durch die Stadt und das Landratsamt Bamberg Das Umweltamt der Stadt Bamberg und das Landratsamt Bamberg bieten in wöchentlichem Wechsel eine kostenlose Beratung zur energetischen Gebäudesanierung an. Durchgeführt wird diese ca. 45-minütige Beratung vom Verein Energieberater Franken e. V. und von der Energieagentur Nordbayern. Dadurch erhalten Sie hier eine professionelle und produktneutrale Beratung, wertvolle Informationen und Tipps rund um die energetischen Aspekte des Bauens Energieagentur Oberfranken e. V. Kressenstein 19, 95326 Kulmbach „Hotline Energie“ für private Energieverbraucher 01 80 / 5 36 31 80* (Mo.-Fr. 8.00-12.00 Uhr, Mi. und Do. 16.00-20.00 Uhr) und Sanierens, zum Energieausweis, zum Einsatz erneuerbarer Energien und vieles mehr. Beratungstermine: jeden Mittwoch 12.00-18.00 Uhr Anmeldung und Terminabsprache erforderlich: Umweltamt der Stadt Bamberg Mußstraße 28 09 51 / 87-17 24 Landratsamt Bamberg Ludwigstraße 23 09 51 / 85-5 54 Foto: Energieagentur Oberfranken e. V. W ann immer Sie eine größere Sanierungsmaßnahme an Ihrem Gebäude planen, sollten Sie auf jeden Fall einen Fachmann zurate ziehen. Aber das ist leichter gesagt als getan! Die Bezeichnung „Energieberater“ ist nicht geschützt, es gibt kein klar definiertes Berufsbild und viele Anbieter sind alles andere als neutral. Was also können Sie von einer guten Energieberatung erwarten? Verbraucherzentrale Bayern Informationen und Beratung zu allen Fragen rund um den effizienten Energieeinsatz im Haushalt: baulicher Wärmeschutz, Heizungs- und Regelungstechnik, Solarenergie, Stromsparen, Wärmepumpen, Förderprogramme, Wechsel des Energieversorgers und alle weiteren Themen des privaten Energieverbrauchs. Kostenbeteiligung: 5 € Verbraucherzentrale Bayern Theatergassen 4, 96047 Bamberg Energieberater: Dipl.-Ing. Univ. Architekt Michael Merz Beratungszeiten: Mi. 17.00-19.30 Uhr Terminvereinbarungen 09 51 / 2 82 oder 0 18 / 8 09 80 24 00* * 0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer www.verbraucherzentraleenergieberatung.de www.verbraucherzentrale-bayern.de 37 Foto: Wohnheimmel / PIXELIO 43_bamberg_engert.indd 1 08.03.2012 14:29:00 Unser -Silikonharzsystem ( VSS 1-90) wurde nach WTA-Merkblatt 4-4-04/D/drucklose Injektion geprüft und dann mit dem WTA-Zertifikat für geprüfte Wirksamkeit ausgezeichnet. Diese Prüfung im Institut für Bauforschung Aachen wurde mit einem außergewöhnlich guten Ergebnis bestanden. Dies ohne jede Vorbehandlung des Mauerwerks. Praktisch 100% Wirksamkeit (im Mittel 99%) wurden bei der drucklosen Injektion mit erreicht. ! UNSERE ERFAHRUNG IHR VORTEIL ! Feuchte Wände? Schimmel? Modergeruch? Nasse Keller? • Salzausblühungen? • abfallender Putz? • Salpeter? Wir helfen Ihnen! - Mauertrockenlegung schnell • dauerhaft • preiswert 38 Demuth Bausanierungen GmbH & Co. KG • 96114 Hirschhaid Tel.: 0 95 43 - 41 71 60 • www.veinal.info Beratung und Tipps Energieberatung Ingenieure und Handwerker in einem Boot Der Verein „Energieberater Franken e. V.“ mit ca. 300 Mitgliedern ist ein Zusammenschluss von qualifizierten Fachleuten mit dem Ziel, Bauherren sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) über die Belange des umweltgerechten und sparsamen Energieeinsatzes in Gebäuden unabhängig und anbieterneutral zu informieren. Weitere Aufgaben des Vereins sind die Vertretung der Interessen seiner Mitglieder und Weiterbildungsmaßnahmen anzubieten. Zur Erfüllung dieser Ziele und Aufgaben werden verschiedene Kooperationen zu Städten, Landratsämtern, Bildungseinrichtungen, Banken, Kammern (HWK/ IHK), Bundesverbänden etc. unterhalten und gepflegt. Darüber hinaus findet ein reger Austausch mit Herstellern, Handwerksbetrieben, aber auch können. Zunächst wird das Gebäude der Politik statt. in Bezug auf Wärmedämmung und Anlagentechnik genau untersucht und Energieberater Franken e. V. Ronald Walter 09 51 / 29 91 31 eine Energiebilanz erstellt. Auf der [email protected] Grundlage dieser Bewertung können www.energieberater-ev.de Verbesserungsmöglichkeiten und Einsparpotenziale erarbeitet und InvestiEnergieberatung vor Ort tionskosten für mögliche Alternativen berechnet werden. Der Energieberater Für eine Vor-Ort-Beratung kommt ein informiert Sie außerdem über den EinEnergieberater zu Ihnen ins Haus, um satz umweltfreundlicher Energieträger sich ein genaues Bild vom Gebäude und unterstützt Sie bei der Wahl gemachen und Sie individuell beraten zu eigneter Geräte, Anlagen, Baumaterialien und -maßnahmen. Durch einen Vergleich zwischen dem Ist-Zustand Ihres Gebäudes und möglichen EnerTipp für kleine und gieeinsparungen in der Zukunft kann mittelständische schließlich die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen einzelnen Maßnahmen analysiert werUnter anderem die folgenden Stel- den, so dass Sie entsprechende Emplen bieten Informationsveranstaltun- fehlungen erhalten. Die Ergebnisse der gen sowie Arbeits- und Informati- Analyse erhalten Sie in einem ausführonsmaterialien zum Thema Energie: lichen schriftlichen Bericht, den Ihnen ein guter Energieberater in einem Gespräch noch einmal erläutern wird. Handwerkskammer für Oberfranken Gebäudeenergieberater www.hwk-oberfranken.de Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth www.bayreuth.ihk.de Ein guter Energieberater sollte vor allem über qualifiziertes und aktuelles Fachwissen verfügen und neutral beraten. Eventuelle Bindungen an Her- Foto: E. Huth/PIXELIO Energieberater Franken steller- und Vertriebsfirmen oder sonstige Institutionen mit individuellen Interessen sollten stets offengelegt werden. Für unabhängige Energieberater gibt es außerdem eine Zertifizierung: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt offizielle Zulassungen für qualifizierte Energieberater. Um Fördergelder für eine Energieberatung zu erhalten, muss der Energieberater BAFA-zertifiziert sein. Weitere Informationen und Energieberater-Datenbanken unter www.bafa.de www.energie-effizienz-experten.de Der Verein „Energieberater Franken e. V.“, ein Zusammenschluss von qualifizierten Energieberatern, bietet ebenfalls eine Energieberater-Liste für die Region: www.energieberater-ev.de Bei größeren und umfassenden Sanierungen empfiehlt es sich unbedingt, die Planungsleistungen eines Architekten oder Bauingenieurs in Anspruch nehmen! 39 ARCHITEKTEN MIT ENERGIE UMWELTANALYTIK – BAUBIOLOGIE Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Mackert GmbH Roschlaub 22 · 96110 Scheßlitz Fon 09 51/5 72 07 Fon 0 95 42/77 42 74 Fax 0 95 42/77 42 75 tox@imt­mackert.de www.imt­mackert.de Innenraumschadstoffe Altlasten Schimmelpilze Feuchtigkeit Elektrosmog Planung Bauleitung • Energieberatung • Thermographie • SiGeKo • Blower Door • Spies Dipl.Ing. (FH); M.A. Architekt Sachverständiger §2 ZVEnEV Planung Energieberatung Thermografie Digitale Vermessung Oberer Kapellberg 41 | 96103 Hallstadt-Dörfleins Tel.: 09 51 - 309 306 80 | Mail: [email protected] Planungsbüro Faatz Photovoltaik-Dachbörse seit 1985 Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001/2000, TRGS 519 und VDI 6022A (RLT-Anlagen) IngenIeurgemeInschaft KIstner • Kühhorn • H e r m a n n Thorackerstraße 2 96052 Bamberg Tel.: 09 51 / 96 83 03 50 Fax: 09 51 / 96 83 03 52 www.kistner-kuehhorn.de Nutzen Sie schon Ihren selbsterzeugten Strom? Wir planen und montieren Photovoltaikanlagen! Planungsbüro Faatz GmbH Limbach 41 96178 Pommersfelden 28_Energie_Bamb_Faatz, 90x 83 mm, 708 Energie Bamberg, 38684 Architekturbüro Harald Schmidt • Energieberatung • Planung und Betreuung v. Neubauten • Beratung und Betreuung bei Sanierungen • Planung von Umbauten 40 Brunnleite 2 · 96135 Mühlendorf Telefon: 09 51 - 2 96 85 55 E-Mail: [email protected] Tel.: 0 95 48 - 92 10 48 ENERGIEBERATER • PB al ual en i ut unn gg •vorbeugender •Brandschutz • Energieausweis und • SicherheitsGesundheitsschutz ARCHITEKTURBÜRO SELIG Industriestrasse�17,�96138�BURGEBRACH Te l . 0 9 5 4 6 / 9 2 11 8 0 F a x . 9 2 11 8 1 [email protected] w w w. a r c h i t e k t - s e l i g . d e 31 Selig Architekturbüro, 90 x 83 mm, 708 Energie Bamberg, 38953 Foto: Thorben Wengert / PIXELIO Beratung und Tipps Finanzierung und Förderung Durchblick im Förderdschungel Um ihre Klimaschutzziele langfristig umzusetzen, fördern vor allem die Bundesregierung, aber auch die Bayerische Staatsregierung Anstrengungen in diesem Bereich durch finanzielle Angebote an die Bauherrn. Mit Ihren privaten Sanierungs- oder Bauvorhaben profitieren Sie besonders häufig von diesen Fördermaßnahmen. Gefördert werden vor allem Heizungsmodernisierung, Solarkollektor- und Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Holz- oder Biomasseanlagen, Blockheizkraftwerke und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, aber auch Einzelmaßnahmen für einen verbesserten Wärmeschutz, wie Wärmedämmung an Dach, Wand, Kellerdecke oder neue Fenster. sche Anlagentechnik oder energiesparende Neubauprojekte ist groß, aber auch ständig im Wandel. Die Vielfalt der Programme und Konditionen für einzelne Fördermaßnahmen ist mittlerweile zu einem unübersichtlichen „Förderdschungel“ geworden. Und die häufigen oft sehr kurzfristigen Änderungen machen es gerade dem privaten Bauherrn schwer, den Überblick zu behalten. Durchblick im Förderdschungel Das Förderangebot für energetische bieten Förderdatenbanken im Internet. Sanierungen, effiziente und ökologi- Förderdatenbanken Aktuelle Informationen zu bestehenden Fördermöglichkeiten finden Sie vor allem über die Förderdatenbanken im Internet. Hier können Sie gezielt nach Förderangeboten zu den von Ihnen geplanten Modernisierungs- oder Neubauvorhaben suchen. Informationen zu den einzelnen Förderprogrammen, die Konditionen und die Höhe der zu vergebenden Darlehen und Zuschüsse sowie Hinweise zur Antragstellung erhalten Sie auf den Internetseiten der KfW, der BAFA und des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Nutzen Sie außerdem eine professionelle Energieberatung (siehe S. 37). www.bafa.de Informationen zu Förderprogrammen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) www.energieagentur-nordbayern.de (à Bürgerberatung à Förderkompass) Förderkompass Energie für private Energieverbraucher, Unternehmen und Kommunen www.energieregion.de (à Fördermittel à Beratung) Fördermittelkompass der Energieregion Nürnberg www.energiefoerderung.info Förderdatenbank des BINE Informationsdienstes und der Deutschen Energie-Agentur (dena) www.foerderdatenbank.de Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie www.foerderinfo.bund.de Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes www.kfw.de Informationen zu Förderprogrammen der KfW-Bankengruppe www.solarfoerderung.de Interaktiver Förderberater für Solaranlagen www.stmwivt.bayern.de (à Förderprogramme à Förderprogramme im Energiebereich) Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie zu Förderprogrammen und -maßnahmen auf Bundesebene sowie zu Bayerischen Förderprogrammen 41 Anzeige Eigenwohnraumförderung durch den Freistaat Bayern Wie wird gefördert? ll befristet zinsverbilligte staatliche Darlehen und Zu- schüsse (Bayerisches Wohnungsbauprogramm) ll befristet zinsverbilligte Förderkredite (Bayerisches Zins- verbilligungsprogramm) Was wird gefördert? Neubau, Ersterwerb und Zweiterwerb (im Bayerischen Wohnungsbauprogramm auch Gebäudeänderung und Gebäudeerweiterung) von angemessen großen Eigenheimen und Eigentumswohnungen Förderantrag ll vor Baubeginn oder Abschluss des Vertrages über den Erwerb der zu fördernden Wohnung bei der zuständigen Bewilligungsstelle (Landratsamt Bamberg und Stadt Bamberg) Kinderleicht ins eigene Heim Wohnraumförderung im Freistaat Bayern Weitere Informationen über zinsverbilligte Darlehen und Zuschüsse finden Sie unter www.wohnen.bayern.de · www.bayernlabo.de Das Förderinstitut der BayernLB Zuschussförderung im Bayerischen Wohnungsbauprogramm Haushalte mit Kindern erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 1.500 € je Kind im Sinn des § 32 Abs. 1 bis 5 des Einkommensteuergesetzes. Das Gleiche gilt, wenn die Geburt eines Kindes oder mehrerer Kinder aufgrund einer bestehenden Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Förderentscheidung zu erwarten ist. Kombiförderung Ein Förderkredit aus dem Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm kann allein oder ergänzend mit einem staatlichen Darlehen und gegebenenfalls mit einem Zuschuss aus dem llzu viele Bürger/innen kennen die EigenBayerischen Wohnungsbauprogramm beantragt, aber nicht wohnraumförderung durch den Freistaat zusammen mit einem Darlehen aus dem KfW-Wohneigenblabo_AZ_energieberater-bamberg_90x127_2012-04-23_v02_sb.indd 1 23.04.2012 11:37:16 Bayern noch nicht. Besonders Haushalte mit tumsprogramm in Anspruch genommen werden. Kindern scheuen deshalb am Ende das finanzielle Die aktuellen Förderkonditionen werden jeweils im InterRisiko und geben den Traum von den eigenen vier net unter www.bayernlabo.de veröffentlicht. Darüber hiWänden wieder auf. Das muss nicht sein. naus berät die zuständige Bewilligungsstelle (Landratsamt Bamberg/Stadt Bamberg) individuell über die FördermögIm Bayerischen Wohnungsbauprogramm sowie im Bayeri- lichkeiten. schen Zinsverbilligungsprogramm werden nämlich nicht nur neue Eigenheime und Eigentumswohnungen gefördert, sonBayernLabo dern auch Gebrauchtimmobilien, die teilweise deutlich preisDie Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) günstiger sind als Neubauten. ist das Förderinstitut der Bayerischen Landesbank (BayEntspricht ein Gebäude nicht mehr dem aktuellen WohnernLB) und als Organ der staatlichen Wohnungspolitik für und energetischen Standard, sind auch im Zuge des Erdie Wohnraumförderung im Freistaat Bayern zuständig. werbs anfallende Modernisierungs- und Instandhaltungskosten förderfähig. Zusätzlich können die durch die BayZuständige Bewilligungsstellen ernLabo ausgereichten Fördermittel mit den zinsgünstigen Landratsamt Bamberg energetischen Förderprogrammen der KfW kombiniert Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg werden. Peter Wächtler 09 51 / 85-4 34 A Wer wird gefördert? ll Haushalte, die bestimmte Einkommensgrenzen einhal- 42 ten (und die sind höher, als allgemein vermutet wird) ll eine individuelle Einkommensberechnung erstellt das Landratsamt Bamberg bzw. die Stadt Bamberg als zuständige Bewilligungsstelle, die eigenverantwortlich über jeden Förderantrag entscheidet [email protected] Christina Einwich [email protected] 09 51 / 85-4 35 Stadt Bamberg Untere Sandstraße 34, 96049 Bamberg Verena Haupt 09 51 / 87-16 72 [email protected] Beratung und Tipps Finanzierung und Förderung So planen Sie richtig Foto: Andreas Morlok / PIXELIO Bei größeren Sanierungsvorhaben sollten Sie in jedem Fall eine kompetente Energieberatung in Anspruch nehmen. Die Vor-Ort-Beratung wird auch weiterhin durch die BAFA gefördert. Wenn Sie sich über Art und Umfang der geplanten Maßnahmen im Klaren sind, muss zunächst ein schriftliches Angebot eingeholt werden. Denn nur auf dieser Grundlage kann ein Förderantrag gestellt werden. Der Auftrag und der Baubeginn dürfen erst erfolgen, wenn eine Förderbewilligung oder eine Bewilligung für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt wurden. Auch hier gibt es allerdings Ausnahmen (z. B. das „Marktanreizprogramm des Bundes zur Förderung erneuerbarer Energien“ z. B. für Solarthermie oder Pelletheizungen). Förderprogramme KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau Die umfangreichsten Förderprogramme werden durch die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt. Die Antragstellung für eine KfW-Förderung kann über alle Sparkassen und Banken erfolgen. Die Förderungen werden in Form von zinsgünstigen Darlehen, Tilgungszuschüssen oder als direkte Zuschüsse gewährt. Die KfW fördert vor allem Sanierungsmaßnahmen, die das Haus zum KfWEffizienzhaus machen (siehe S. 9). Darüber hinaus sind aber auch Einzelmaßnahmen (zur Wärmedämmung oder zur Modernisierung der Anlagentechnik) und Kombinationen aus Einzelmaßnahmen förderungsfähig. Hierfür werden bestimmte Anforderungen an die Bauteile gestellt und neuerdings auch an die Bauausführung und die Baubegleitung bzw. Energieberatung. Bauherren sollen damit die Sicherheit erhalten, dass der gewünschte Effizienzhausstandard in der Praxis auch tatsächlich erreicht wird. Informationen: www.kfw.de BAFA – Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sereinsparung und eine CO2-Minderung infolge der Modernisierung. Die Konditionen dieses Programms orientieren sich im Wesentlichen an den Die Nutzung erneuerbarer Energien, KfW-Förderprogrammen. Anträge z. B. durch Solarkollektoren, Wärme- können bei der Regierung von Oberpumpen oder Biomasseanlagen wie franken gestellt werden. Pelletöfen, wird sowohl durch KfWFörderprogramme also auch durch das Informationen: „Marktanreizprogramm zur Förderung www.regierung.oberfranken.bayern.de von Maßnahmen zur Nutzung erneu- (à Bauen à Energieeffizientes Planen erbarer Energien im Wärmemarkt“ der und Bauen) Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Strom einspeisen Informationen: www.bafa.de (à Energie à Erneuerbare Energien) Förderung durch den Freistaat Bayern Wenn Sie eine Photovoltaikanlage oder ein Blockheizkraftwerk (KraftWärme-Kopplung) planen, gehen zusätzlich zu den Förderungen die möglichen Einkünfte durch die Einspeiseund Eigenverbrauchsvergütung bei der Stromeinspeisung auf Ihr Konto. Maßgeblich dafür sind die Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG). Mit dem „Bayerischen Modernisierungsprogramm“ fördert der Freistaat Bayern die Modernisierung von Mietwohnraum in Mehrfamilienhäusern sowie von Pflegeplätzen in stationären Altenpflegeeinrichtungen. Ziele der Informationen: Förderung sind nicht nur die Verbes- www.bafa.de (à Energie serung der allgemeinen Wohnverhält- à Kraft-Wärme-Kopplung) nisse, sondern auch Energie- und Was- 43 EnergieKamin Mühlendorfer Str. 4 · 96135 Stegaurach · Tel. 09 51/29 70 80 48 · www.EnergieKamin.de Energieberatung · Energieeinsparberatung · Förderberatung nach kfw Energieausweise · Schimmelberatung · Raumhygiene · Heizungscheck Kachelöfen · Grundöfen Brot- und Pizzaöfen Kundendienst · Fliesenarbeiten Gerhard Meisel Telefon 0 95 22/65 09 Eltmanner Str. 15 Fax 0 95 22/707510 97483 Eschenbach www.meisel-kachelofen.de Speckstein- und Kachelofenbau BurgeBrach - Tel. 0 95 46/83 57 www.angefeuert.de 44 Beratung und Tipps Ansprechpartner und Informationsstellen Ansprechpartner Stadt Bamberg Ansprechpartner im Landratsamt Bamberg Weitere Ansprechpartner Klimaschutzbeauftragter Klima- und Energieagentur Bamberg Amt für Umwelt, Brand- und Katastrophenschutz Mußstraße 28 09 51 / 87-17 14 96047 Bamberg Dipl. Ing. (FH) Günter Reinke [email protected] www.umwelt.bamberg.de Ansprechpartner Klima- und Energieagentur Bamberg Geschäftsführung: Gabriele Pfeff-Schmidt 09 51 / 85-4 00 Landratsamt Bamberg Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg [email protected] Energieagentur Oberfranken e. V. Kressenstein 19, 95326 Kulmbach „Hotline Energie“ für private Energieverbraucher 01 80 / 53 63 18 0* (Mo.-Fr. 8.00-12.00 Uhr, Mi. und Do. 16.00-20.00 Uhr) 0,14 € pro Min. aus dem dt. Festnetz, max. 0,42 € pro Min. für Mobilfunk Geschäftsbereich A – Recht, Baukultur, Bürgerservice Bauberatung, Nachhaltige Entwicklung Technisches Rathaus Fachbereich A 1 – Klimaschutz Untere Sandstraße 34 Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg 96049 Bamberg 09 51 / 87-17 61 Verw.-Fachwirt Robert Martin [email protected] 09 51 / 85-5 22 www.bauberatung.bamberg.de [email protected] www.klimaallianz.bamberg.de Hochbauamt, Team Denkmalpflege Untere Sandstraße 34, 96049 Bamberg Geschäftsbereich Planen, Michael Krüger 09 51 / 87-16 85 Bauen, Umwelt Fachbereich Denkmalpflege [email protected] Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg Ingeborg Pager 09 51 / 85-4 03 [email protected] www.energieagentur-oberfranken.de Energieberater Franken e. V. Ronald Walter 09 51 / 29 91 31 [email protected] www.energieberater-ev.de Fernwärme Bamberg GmbH Margaretendamm 28 96052 Bamberg 09 51 / 77-90 01 [email protected] www.fernwaerme-bamberg.de Stadtwerke Bamberg Margaretendamm 28, 96052 Bamberg Dipl.-Ing.(FH) Peter Palatzky 09 51 / 77-61 41 [email protected] www.stadtwerke-bamberg.de Weiterführende Informationen im Internet www.bayerisches-energieforum.de Bayerisches Energie-Forum, Bayern Innovativ, Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer www.bine.info Fachinformationen des BINE Informationsdienstes zu Themen der Energieforschung, Service des Fachinformationszentrums (FIZ) Karlsruhe, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) www.byak.de Informationen der Bayerischen Architektenkammer auch für Bauherren, zum Thema Energie und Ökologie www.carmen-ev.de Informationen des Centralen AgrarRohstoff-Marketing und Entwicklungs-Netzwerkes zum Thema nachwachsende Rohstoffe www.dena.de Aktuelle Informationen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) www.energymap.info Informationen der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS): Zusammenstellung der Leistung der Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien im Bundesgebiet www.lfu.bayern.de Aktuelle Informationen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt www.oekologisch-bauen.info Internetportal zum Thema Ökologisch Bauen www.energie-verstehen.de www.solarserver.de Informationsportal für Verbraucher Internetportal zum Thema Sonnendes Bundesministeriums für Wirtenergie schaft und Technologie (BMWi) www.solarwaerme-plus.info www.energienetz.de Informationen für Hausbesitzer und Informationen des Bundes der Handwerker zum Thema Solarthermie Energieverbraucher www.thema-energie.de www.energiesparen-im-haushalt.de Internetportal der Deutschen EnerInformationen für private Verbraugie-Agentur GmbH (dena) zu allen cher zur Erzeugung und Nutzung von Aspekten der Erzeugung und NutEnergie zung von Energie www.erneuerbare-energien.de www.vpb.de Aktuelle Informationen des BundesInformationen des Verbandes privater ministeriums für Umwelt zu regeneBauherren rund ums Bauen und Sarativen Energien nieren 45 Foto: Kurt Bouda / PIXELIO Beratung und Tipps Glossar A/V-Verhältnis (auch Formfaktor) Kenngröße für die Kompaktheit eines Gebäudes, Verhältnis zwischen der (wärmeübertragenden) Oberfläche und dem (beheizten) Innenvolumen eines Gebäudes. Je kleiner dieses Verhältnis, desto kompakter das Gebäude und desto geringer die Wärmeverluste BAFA COP (Coefficient Of Performance) Gebäudenutzfläche Leistungszahl bzw. thermischer Wirkungsgrad einer Wärmepumpe. Für die energetische Bewertung der gesamten Wärmepumpenheizungsanlage ist das Mittel über ein Jahr, die sogenannte Jahresarbeitszahl (JAZ), entscheidend. Rechengröße der EnEV, Größe der Energiebezugsfläche bei Wohngebäuden, die sich aus dem beheizten Gebäudevolumen errechnet. Diese Fläche ist i. d. R. größer als die eigentliche Wohnfläche, weil z. B. auch indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser mit einbezogen werden. Dampfbremse/Dampfsperre Schicht (meistens Folie), die auf der Bundesamt für Wirtschaft und Aus- warmen Seite eines Bauteils angefuhrkontrolle bracht wird und die begrenzt oder gar nicht durchlässig für Wasserdampf ist. BHKW Sie wirkt der Durchfeuchtung der Blockheizkraftwerk, kompaktes Kraft- Dämmschicht entgegen. werk, in dem gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt werden Druckdifferenztest Test zur Ermittlung der Luftdichtheit BImSchV eines Gebäudes Bundesimmissionsschutzverordnung, u. a. Verordnung über Kleinfeueranla- EEG gen, die z. B. Grenzwerte für die Ab- Erneuerbare-Energien-Gesetz, Gesetz gase von Feuerungsanlagen festlegt zur Förderung und zum Ausbau von Strom- und Wärmeerzeugung aus erBrennwert neuerbaren Energiequellen. Darin ist Wärmepotenzial bzw. Menge an ther- unter anderem die Einspeisevergütung mischer Energie, die in einem Brenn- für Solarstrom festgelegt. stoff enthalten ist. Der Brennwert wird bei festen Brennstoffen in Kilowatt- EnEV stunde pro Kilogramm (kWh/kg), bei Energieeinsparverordnung, Verordflüssigen Brennstoffen in Kilowatt- nung über energiesparenden Wärmestunde pro Liter (kWh/l) und bei gas- schutz und energiesparende Anlagenförmigen in Kilowattstunde pro Kubik- technik bei Gebäuden meter (kWh/m3) angegeben. Brennwertkessel Erdreichkollektor Bauelement zur Nutzung von Erdwärmoderner Heizkessel, der durch die me in geringer Tiefe zusätzliche Nutzung der im Abgas enthaltenen Wärme besonders hohe Wir- Erdsonde kungsgrade erzielt Bauelement zur Nutzung von Erdwärme, das durch eine Tiefenbohrung im Erdreich versenkt wird 46 Heizlast Wärmezufuhr (in Watt), die zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Raumtemperatur notwendig ist Heizwärmebedarf Energiemenge in Kilowattstunde pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche pro Jahr (kWh/m2a), die an einen beheizten Raum abgegeben wird (z. B. über die Heizkörper) Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme, z. B. in einem Blockheizkraftwerk Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) Anlage zum kontrollierten Luftaustausch in Gebäuden mit hoher Luftdichtheit. Wärmetauscher zur Wärmerückgewinnung sorgen dafür, dass möglichst wenig Wärme der Innenluft verlorengeht. Luftdichtheit Die Luftdichtheit eines Gebäudes wird mit dem n50-Wert (Einheit 1/h) angegeben. Dieser Wert gibt als Maß den Luftwechsel an: Wievielmal wird das Innenraumvolumen eines Gebäudes pro Stunde umgesetzt? Die EnEV legt dafür bestimmte Grenzwerte fest. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO Beratung und Tipps Niedertemperaturkessel Thermografie Wärmedurchgangskoeffizient Heizkessel, der mit besonders niedriger Vorlauftemperatur betrieben wird. Das ermöglicht geringere Bereitschafts- bzw. Stillstandsverluste sowie geringere Abgasverluste. Die Aufnahme mit einer Infrarot- oder Wärmebildkamera kann energetische Schwachstellen und Wärmebrücken an einem Gebäude sichtbar machen. sogenannter U-Wert (Einheit: W/m2K): Er gibt an, wieviel Wärme (in Watt W) pro Quadratmeter Fläche je Grad Temperaturdifferenz (in Kelvin K) zwischen Innen und Außen durch ein Bauteil fließen. Photovoltaik Stromerzeugung durch Sonnenlicht Primärenergiebedarf Energiebedarf eines Gebäudes unter Berücksichtigung auch der Energiemengen, die bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt werden. Zur Ermittlung des Primärenergiebedarfs wird der eigentliche Energiebedarf mit einem für den entsprechenden Energieträger spezifischen Primärenergiefaktor multipliziert. Transmissionswärmeverlust Wärmeverlust eines Gebäudes durch Außenwände, Fenster, Dach, Keller usw. Während der Wärmedurchgangskoeffizient die bestimmten Eigenschaften einzelner Bauteile angibt, wird damit der Gesamtverlust der Gebäudehülle bemessen oder im Durchschnitt ermittelt. Dieser Wert (Lambda-Wert, λ bzw. WL) gibt an, wie viel Wärme durch einen Stoff oder ein Bauteil hindurchgeht (Einheit W/m2K). Dämmstoffe haben also eine besonders geringe Wärmeleitfähigkeit. U-Wert (früher: k-Wert) Wärmeleitgruppe (WLG) Wärmeleitfähigkeit Baustoffe sind häufig in eine Wärmeleitgruppe eingeordnet. Diese ergibt Vorhangfassade sich durch Multiplikation des Wärmebezogen auf die Wärmedämmung: leitfähigkeits-Wertes mit 1000. Dämmsystem, bei dem zwischen dem Dämmmaterial und einer vorgehäng- Wärmepumpe Regenerative Energien Energieformen, die dauerhaft verfüg- ten Fassade (als Witterungsschutz) Gerät zur Nutzung der Wärmeenergie bar sind bzw. sich regelmäßig erneu- eine Hinterlüftungsschicht liegt aus der Umwelt (Erdwärme, Grundern (z. B. Sonnenenergie, Windenerwasser oder Außenluft) gie, Wasserkraft oder nachwachsende Wärmebrücke Rohstoffe) Schwachstellen in der Baukonstruktion Wärmerückgewinnung (WRG) und Bauteile, die deutlich mehr Wärme Nutzbarmachung von Abwärme, z. B. Solarkollektor nach außen abgeben als angrenzende bei einem Brennwertkessel oder bei Bauelement zur Gewinnung von Son- Bereiche einer Lüftungsanlage. Der Wärmenenwärme rückgewinnungsgrad wird in Prozent Wärmedämmverbundsystem angegeben. Solarmodul siehe Wärmedurchgangskoeffizient (WDVS) Bauelement, das mit Hilfe von Solar- Wärmedämmsystem, bei dem Dämmzellen Lichtenergie in elektrische Ener- material, Putzträger und Außenputz gie umwandelt unmittelbar verbunden sind. Dabei dürfen nur aufeinander abgestimmte EinSolarthermie zelkomponenten verwendet werden. Nutzung der Strahlungswärme der Sonne für Heizung und Brauchwassererwärmung Wirkungsgrad Verhältnis (in %) zwischen nutzbarer Leistung (z. B. der aus der Verbrennung eines Brennstoffes entstehenden Wärme) und dem zugeführten Aufwand. Stichwort nicht gefunden? Ein umfangreiches Lexikon zum Thema finden Sie unter www.thema-energie.de (à Energie-Glossar) 47 Inserenten • Impressum Die folgenden Inserenten haben mit ihrer Anzeige die kostenlose Verteilung dieser Broschüre ermöglicht. Altbausanierung Gebr. Gröger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Stuckateur Richard BAUER . . . . . . . . . . . 22 Architekt Architektur PAPTISTELLA architekten. . 40 Architekturbüro Hermann Spies. . . . . . 40 Architekturbüro Fritz Hofmann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Harald Schmidt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Trykowski. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Banken VR Bank Bamberg eG . . . . . . . . . . . . . . U3 Baubiologie Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Mackert . . . . . . . 40 Bauphysik BASIC Gesellschaft für Baushysik. . . . . 16 Bauplanung Oertel-Baustoffe. . . . . . . . . . . . . . . . 36, 44 Bausanierungen Demuth Bausanierungen . . . . . . . . . . . . 38 Baustoffe BayWa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Dennert Baustoffwelt . . . . . . . . . . . . . . . 36 Oertel-Baustoffe. . . . . . . . . . . . . . . . 36, 44 Bautenschutz Johann Katz. . . . . . . . . . . . . 18 Bauunternehmen Jürgen Schütz. . . . . . . . 16 BiogasPark Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . 28 Blockheizkraftwerk SenerTec-Center . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Dach + Wand Willi & Jürgen Rattel. . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Ralf Strickroth Stuckgeschäft . . . . 22 Dachdecker Zimmerei-Holzbau Engert . . . . . . . . . . . 38 Dennert-Massivhaus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Dienstleistungen in Stadt und Land MR Maschinenring Bamberg. . . . . . . . . 36 Energetische Sanierungen Holzbau Bosselmann. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Energie SCHÜTZ energie . . . . . . . . . . . . . . U3 Energieberatung Architekturbüro Sebastian Selig. . . . . . 40 Ingenieurgemeinschaft Kistner • Kühhorn . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Energieberater Franken. . . . . . . . . 38 Menk Haustechnik GmbH. . . . . . . . . . . . 26 PAPTISTELLA architekten GmbH . . . . . 40 EnergieKamin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Energieversorgung E.ON Bayern. . . . . . . . 28 Erneuerbare Energien Josef Söhnlein. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Fenster reitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Fensterbau Rauh SR Fensterbau. . . . . . . . 16 Finanzierung Sparkasse Bamberg . . . . . . . . . . . . . . . . . U4 VR Bank Bamberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . U3 Markus P. Zenkel Zenkel & Kollegen. . . . . . . . . . . . . . 28 Förderinstitut Bayern Labo Bayerische Landeskreditanstalt . . . . . . 42 Großhandel Richter+Frenzel 48 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Haustechnik Gebr. Gröger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Schiller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Heiztechnik Lindner Heiztechnik . . . . . . . 10 Heizung Albert & Bergmann Heizungs- und Lüftungsbau. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Fritz Müller Versorgungstechnik . . . . . 26 Menk Haustechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Heizungsbau Herbert Hümmer. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Wilfried Müller. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Hochbau Bauunternehmen Jürgen Schütz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Industriebau Albert & Bergmann Heizungs- und Lüftungsbau. . . . . . . . . . 10 Isolierung G+H Isolierung. . . . . . . . . . . . 16 Kachelofen Meisel Kachelofenbau. . . . . 44 Kachelofenbau Lamprecht . . . . . . . . . . . . . 44 Kamintechnik Decker . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Katalysatoren Dr Pley Environmental . . U2 Massivhaus Dennert Massivhaus . . . . . . . 22 Rechtsanwalt Manfred Deinlein . . . . . . . . 36 Solar Fritz Müller Versorgungstechnik . . . . . 26 Wilfried Müller. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Solarstrom Voltum . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Solartechnik Heizungsbau Herbert Hümmer. . . . . . . 10 Sparkasse Bamberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . U4 Umweltanalytik Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Mackert . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Versicherungen Markus P. Zenkel Zenkel & Kollegen . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Vollwärmeschutz Richard Bauer Stuckateur . . . . . . . . . . . 22 Willi & Jürgen Rattel. . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Wärme-Messdienst G. Hofmann . . . . . . . 36 Wärmepumpen Voran. . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Wärmeschutz BASIC . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Zimmerei HBS Pfeufer . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Zimmerei-Holzbau Engert. . . . . . . . . . . . . . 38 Niedrigenergiehäuser Zimmerei Treppenbau Stöcklein. . . . 36 Passivhausplanung PAPTISTELLA architekten. . . . . . . . . . . . 40 Photovoltaik F.E.E. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 ps photovoltaik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Schütz energie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . U3 Planung Architekturbüro Hermann Spies . . . . . 40 Planungsbüros Planungsbüro Erich Burkert . . . . . . . . . . 24 Planungsbüro Faatz . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 ps photovoltaik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 U = Umschlagseite Unsere Inserenten finden Sie auch im Internet unter: www.markt-bamberg.de Eine Onlineversion dieser Broschüre finden Sie unter: www.energie-bamberg.proaktiv.de Im Auftrag der Stadt Bamberg und des Landkreises Bamberg 2. Auflage, Ausgabe 2012 Impressum Konzept und Betreuung: inixmedia Bayern GmbH Geschäftsführer: Maurizio Tassillo, Dipl.-Kfm. 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