Kiezküche „Alte Mensa“ in ehemaliger Schule

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Bezirk Lichtenberg
Bauherrenpreis 2013
Denkmalpflege
und Sanierung
02
Preisträger
Projekt: Kiezküche „Alte Mensa“ –
Ausbildungsküche mit Restaurant,
Atzpodienstraße 45, 46
Bauherr: Kiez-Küchen-AusbildungsgGmbH, Bildungsmarkt e.V., Berlin
Eigentümer: BA Lichtenberg, Abt.
Bürgerdienste, Ordnungsangelegenheiten und Immobilien
Entwurf: Ingenieurbüro TIMM, Berlin
Bauzeit: 2005-2006
Die Kiez-Küchen-AusbildungsgGmbH hat gemeinsam mit dem
Bezirk und begleitet durch das
Arbeitsamt Ost und den Hotelund Gaststättenverband BerlinBrandenburg ein gastronomisches
Ausbildungszentrum für ca. 120
Jugendliche in dem ehemaligen
Schulgebäude errichtet.
Kiezküche „Alte Mensa“
in ehemaliger Schule
Die ehemalige Gemeindeschule, errichtet 1894, ist ein typisches Beispiel
für die Berliner Schularchitektur des späten 19. Jahrhunderts.
Das 4-geschossige Gebäude ist massiv gebaut. Die Klinkerfassade und die
Fenster waren größtenteils noch original erhalten. Im Inneren fanden jedoch
starke Veränderungen statt, lediglich die Treppenhäuser mit ihren Geländern
sind noch original vorhanden. Das Gebäude wird durch zwei Treppenhäuser
erschlossen. Das Dach ist ein Berliner Dach. Die Geschossdecken waren
als Massivdecken (Koensche Voutenplatten) ausgebildet.
Das Nutzungskonzept für die Ausbildungsstätte sah im Erdgeschoss den
Einbau einer Ausbildungsküche und eines Restaurants mit 80 Plätzen,
einschließlich der erforderlichen Sanitäranlagen, vor. Im 1. und 2. Obergeschoss sind die Seminar- und Übungsräume untergebracht.
Die Hausanschluss- und Technikräume, die Vorbereitungs- und Kühlräume
sowie eine Wäscherei befinden sich im Kellergeschoss.
Oben: Fassade vor der Sanierung
Unten: Lageplan des Grundstücks
Mit der Sanierung und dem Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes
wurde die vertikale und horizontale Sperrung erneuert. Die Hof- und
Straßenfassade ist nach dem ursprünglichen Erscheinungsbild instandgesetzt worden. Einige Klinkersteine mussten ersetzt werden. Die beiden
straßenseitigen Eingangstüren wurden saniert und dienten als Vorbild für
die hofseitigen Eingangstüren. Die dreigeteilten Fenster in den Geschossen
wurden, bis auf drei erhaltenswerte Fenster, nach dem alten Vorbild als
Kastenfenster neu hergestellt. Die Treppenhausfenster mit Einfachverglasung
sind ebenfalls originalgetreu nachgebaut. Die Giebelflächen erhielten ein
10 cm starkes Wärmedämmverbundsystem. Im Erdgeschoss und den Obergeschossen wurden alle nichttragenden Wände entfernt. Neue Wände
wurden in Gipskarton erstellt. Die Küche und die Sanitärräume wurden
vollständig gefliest. Die Türen zwischen Fluren und Treppenhäusern sind
als dicht- und selbstschließende Stahlglastüren hergestellt, die Türen zu den
Räumen als Holztüren. Die Decken wurden teilweise gedämmt sowie in den
Seminarräumen zur Verbesserung der Raumakustik abgehängt und neue
Fußbodenbeläge angelegt. Zur behindertengerechten Ausstattung wurden
Aufzüge eingebaut.
Der Vorgarten wurde neu gestaltet, mit einer behindertengerechten Rampe
und einer Terrasse für das Restaurant ausgestattet. Auch im Hofbereich gibt
es einen Kaffegarten, Grünflächen, Bänke und Fahrradständer.
BGF: ca. 2.100 m²
Restaurant: 80 Plätze + 100 Außenplätze
Baukosten: 4 Mio €
Förderprogramm: Bundesprogramm Gemeinschaftsaufgabe „Förderung
zur Verbesserung der kommunalen Infrastruktur“
Oben: Entwurfsplanung Grundriss Erdgeschoss
Unten: Schnittdarstellungen
Pflanzbeet
Terrasse /
Kaffeegarten
Gebäude von der Gartenseite
Terrasse gepflastert
Zugang
für Rollstuhlfahrer
Kiesfläche mit
Gräsern und
Wasserspiel
Fahrradstellplätze
Fahrr
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Spielbereich mit
Sandkasten und
Spielgeräten
Bezirksamt Lichtenberg, Abteilung Stadtentwicklung
Herstellung: Planungsgruppe WERKSTADT
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