Information zur Haustechnik

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Information zur Haustechnik
Inhaltsverzeichnis zur Haustechnik
1
Allgemeines zur Haustechnik ................................................................................................ 1
1.1
Wärmepumpe ........................................................................................................................... 1
1.1.1
1.1.2
1.1.2.1
Funktionsweise ................................................................................................................. 1
Vorteil von Wärmepumpen.............................................................................................. 1
Nutzwärme ..................................................................................................................... 1
1.1.2.2
Bezeichnungen von Elektro-Wärmepumpen ............................................................ 1
1.1.3
1.1.3.1
Heizungsanlage................................................................................................................. 2
Betriebsweise ................................................................................................................ 2
1.1.3.1.1 Monovalenter Betrieb.............................................................................................. 2
1.1.3.1.2 Monoenergetischer Betrieb.................................................................................... 2
1.1.3.1.3 Bivalenter Betrieb .................................................................................................... 2
1.1.3.2
Wärmequellen ................................................................................................................ 2
1.1.3.2.1 Wärmequelle Luft..................................................................................................... 2
1.1.3.2.2 Wärmequelle Grundwasser.................................................................................... 2
1.1.3.2.3 Wärmequelle Erdreich............................................................................................. 2
1.1.3.2.4 Erdreich-Flächenkollektor ...................................................................................... 3
1.1.3.2.5 Erdreich-Erdsonde .................................................................................................. 3
1.1.3.3
Aufstellung von Wärmepumpen ................................................................................. 3
1.2
Wohnungslüftungssysteme ................................................................................................... 3
1.2.1
1.2.2
1.3
Dezentrale Wohnungslüftungssysteme ........................................................................ 3
Zentrale Wohnungslüftungssysteme ............................................................................ 4
Warmwasserversorgung- elektronisch geregelt ................................................................. 4
1.3.1
1.3.2
1.4
Elektronische Durchlauferhitzer ..................................................................................... 4
Dezentrale Warmwasserversorgung ............................................................................. 5
Informationsquellen................................................................................................................. 5
2
Die Haustechnik für Ihr HAP(PY)-Reihenhaus..................................................................... 6
2.1
Grundgedanke.......................................................................................................................... 6
2.2
Planung ..................................................................................................................................... 6
1
Seite 1
1 Allgemeines zur Haustechnik
1.1 Wärmepumpe
1.1.1 Funktionsweise
Im Prinzip funktionieren Wärmepumpen wie ein Kühlschrank mit umgekehrter Zielsetzung:
Während dem Kühlgut im Kühlschrankinneren mit Hilfe eines Verdampfers Wärme entzogen und
diese durch einen Verflüssiger an der Geräterückseite an die Umgebung abgegeben wird,
entziehen Wärmepumpen der Umwelt Wärme und "pumpen" sie auf ein höheres Energieniveau,
um sie für Heizung und Warmwasserbereitung nutzbar zu machen.
Im Unterschied zu konventionellen Heizsystemen vollzieht sich in der Wärmepumpe jedoch kein
Verbrennungsprozess, sondern ein thermodynamischer Kreisprozess: Aufgrund seines niedrigen
Siedepunktes verdampft ein im System zirkulierendes Kältemittel unter dem Einfluss der
aufgenommenen Umweltwärme. Die dem System ebenfalls zugeführte Antriebsenergie bewirkt eine
Verdichtung des dampfförmigen Kältemittels; durch die Erhöhung des Drucks steigt zugleich dessen
Temperatur. In einem Kondensator wird das Kältemittel wieder verflüssigt, wobei es sowohl die
zugeführte Antriebsenergie als auch die Wärmeenergie aus der Umwelt auf einem höheren
Temperaturniveau an das Heizmedium abgibt. Der Kreislauf schließt sich, indem ein nachgeschaltetes
Entspannungsventil den Druck wieder vermindert.
1.1.2 Vorteil von Wärmepumpen
Wärmepumpen sind Heizsysteme, die ein Mehrfaches der aufgewendeten Endenergie als
Nutzwärme abgeben und dem Bauherren dadurch helfen langfristig viel Geld einzusparen. Grund:
Sie nutzen die gespeicherte Sonnenenergie in den Wärmequellen Grundwasser, Außenluft und
Erdreich. Auch Prozesswärme aus Abluft, Abwasser und Kühlung, deren Energieinhalt
normalerweise nicht genutzt wird, ist eine gute Wärmequelle.
1.1.2.1
Nutzwärme
Die Nutzwärme setzt sich zusammen aus der Wärmemenge, die der Wärmequelle durch
Abkühlung entzogen wird, und der Menge, die der aufgewendeten Antriebsenergie entspricht, um
die Wärmepumpe zu betreiben. Das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand, also von Heizarbeit zu
Antriebsarbeit, wird Arbeitszahl genannt. Sie wird mit β (Beta) bezeichnet. Da die Heizarbeit
(Nutzwärme) stets größer als die Antriebsarbeit ist, liegt die Arbeitszahl immer über 1. Mit
Wärmepumpen wird heute etwa 3 bis 5 mal mehr Heizwärme erzeugt, als Aufwand an elektrischer
Energie notwendig ist. Das entspricht Jahresarbeitszahlen von 3 bis 5. Die Jahresarbeitszahl mit
100% multipliziert ist eine vergleichbare Größe zum Jahresnutzungsgrad von Öl- oder
Gasheizungen.
1.1.2.2
Bezeichnungen von Elektro-Wärmepumpen
Medium der Wärmequelle
Medium der Heizungsanlage
Bezeichnung Elektro-Wärmepumpe
Luft
Wasser
Luft/Wasser-Wärmepumpe
Erdreich (Kollektor/Sonde)
Wasser
Sole/Wasser-Wärmepumpe
Wasser
Wasser
Wasser/Wasser-Wärmepumpe
Je nach Wärmequelle und je nach Wärmeträger im Heizsystem wird von Luft/Luft-, Luft/Wasser-,
Wasser/Wasser- oder Erdreich/Wasser-Wärmepumpenanlagen gesprochen. Hierbei steht jeweils
zuerst die Wärmequelle und dann der Wärmeträger im Heizsystem, an den die Wärme abgegeben
wird.
1
Seite 1
1.1.3 Heizungsanlage
Die Wärmeabgabe erfolgt wie bei jeder Zentralheizung über Heizkörper (Konvektoren, Radiatoren) oder
integrierte Heizflächen, wie z. B. eine Fußbodenheizung. Die Warmwasserversorgung erfolgt zentral
über einen Speicher. Sie kann auch getrennt von der Wärmepumpenanlage dezentral über
Durchlauferhitzer und Kleinspeicher vorgesehen werden.
1.1.3.1
Betriebsweise
Die Betriebsweise wird vorrangig durch die Wärmequelle bestimmt. Daneben können die Auslegung
des Heizsystems in vorhandenen Anlagen oder das Tarifmodell des jeweiligen
Energieversorgungsunternehmens die Wahl der Betriebsweise beeinflussen.
1.1.3.1.1 Monovalenter Betrieb
Durchgesetzt hat sich der monovalente Betrieb, hier ersetzt die Wärmepumpe den traditionellen
Heizkessel. Sie deckt den Wärmebedarf des Gebäudes das ganze Jahr über zu 100 %. Dieser
Anwendungsart sollte, wenn möglich, der Vorzug gegeben werden. In der Regel werden
Sole/Wasser- oder Wasser/Wasser-Wärmepumpen monovalent betrieben.
1.1.3.1.2 Monoenergetischer Betrieb
Die Wärmepumpe deckt einen Großteil der benötigten Wärmeleistung ab. An wenigen Wintertagen mit
besonders niedrigen Temperaturen ergänzt ein elektrischer Heizstab die Wärmepumpe. Diese
Betriebsart ist u.U. bei der Luft/Wasser-Wärmepumpe sinnvoll.
1.1.3.1.3 Bivalenter Betrieb
Die Wärmepumpe deckt den Wärmebedarf zum größten Teil allein. Unterhalb einer bestimmten
Außentemperatur arbeitet die Wärmepumpe und der zweite Wärmeerzeuger, z.B. eine Ölheizung,
zusammen oder der zweite Wärmeerzeuger übernimmt die Heizung allein. Diese Betriebsart kam
bei der Renovierung von Altbauten unter Beibehaltung des vorhandenen Kessels zum Einsatz,
wird jedoch heute kaum noch angewendet. Grund: Der bivalente Betrieb ist nur bedingt zu
empfehlen. Zwei Heizsysteme benötigen zusätzliche Stellflächen im Keller. Zudem ist durch
Wärmedämmmaßnahmen, z.B. Austausch der Fenster, ein zweites Heizsystem nicht notwendig.
Hier bietet sich ein Austausch wegen der heute ausreichend hohen Arbeitstemperaturen von
Wärmepumpen auch bei niedrigen Temperaturen an. Es gibt diese Geräte für Innen- und
Außenaufstellung , d. h. auch der Verdampfer ist im Innenbereich aufgestellt.
1.1.3.2
Wärmequellen
1.1.3.2.1 Wärmequelle Luft
Luft als Wärmequelle ist leicht zu erschließen. Der bauliche Aufwand ist gering. Ventilatoren führen
die Außenluft durch den Verdampfer der Wärmepumpe, wobei ihr Wärme entzogen wird. Die um
ca. 5K abgekühlte Luft wird nach außen zurückgeführt. Der große Vorteil dieser Wärmequelle liegt
darin, dass sie überall vorhanden ist und fast überall genutzt werden kann. Die Wärmequelle Luft
hat über den Zeitraum der Heizperiode jedoch eine schwankende Temperatur, die die
Jahresarbeitszahl beeinflusst.
1.1.3.2.2 Wärmequelle Grundwasser
Grundwasser ist ein idealer Wärmespeicher. Der Vorteil liegt in der über das ganze Jahr
konstanten Wassertemperatur. Selbst an kalten Wintertagen besitzt das Wasser noch eine
Temperatur von + 7 bis + 12° C. Wo Grundwasser als Wärmequelle genutzt werden kann, lohnt
sich der Einsatz. Mit Hilfe einer Förderpumpe wird das Grundwasser zum Verdampfer der
Wärmepumpe transportiert. Hier wird es durch die Wärmepumpe um bis zu 5 K abgekühlt. Das
Wasser wird in seiner chemischen Beschaffenheit nicht verändert. Anschließend wird das
abgekühlte Wasser über einen Schluckbrunnen wieder dem Grundwasser zugeführt.
1.1.3.2.3 Wärmequelle Erdreich
Das Erdreich speichert eingestrahlte Sonnen-energie in Form von Wärme aus Regen und Wind
sowie durch die direkte Sonneneinstrahlung. Der Wärmegewinn aus dem Erdinneren ist dagegen
vernach-lässigbar klein. Die gespeicherte Wärme wird über die horizontal oder vertikal verlegten
Erdwärmetauscher – auch als Erdkollektoren oder Erdsonden bezeichnet – entzogen.
Seite 2
1.1.3.2.4 Erdreich-Flächenkollektor
Das Erdreich ist ein guter Wärmespeicher, um eine monovalente Elektro-Wärmepumpe
wirtschaftlich zu betreiben. Die Temperatur im Erdreich nahe der Oberfläche liegt entsprechend
der Jahreszeit zwischen -5° C und +17° C. Ein Rohrschlangensystem wird ca. 0,2 m unterhalb der
Frostgrenze (in etwa 1 bis 1,2 m Tiefe) verlegt (Bild 6). Bei Neubauten ist die Verlegung
problemlos möglich, da sowieso zahlreiche Erdarbeiten vorgenommen werden müssen.
Ein frostsicherer Hilfskreislauf (Sole) nimmt die Erdwärme auf und überträgt diese Wärme über
den Verdampfer auf das Arbeitsmittel der Elektro-Wärmepumpe. Die Wärmeleitfähigkeit des
Erdreiches nimmt mit steigendem Wasser-gehalt zu. Ideal sind daher lehmig-feuchte Böden. Die
Erfahrung zeigt, dass hier im Mittel ständig eine Leistung von ca. 25 W/m² entnommen werden
kann.
1.1.3.2.5 Erdreich-Erdsonde
Eine Alternative zum Wärmeentzug aus dem Erdreich mit Kollektoren sind Erdsonden. Das
Erdreich hat von ca. 10 m Tiefe an das ganze Jahr über eine relativ konstante Temperatur von
etwa 8 – 10° C. Ein frostsicherer Hilfskreislauf nimmt hier ebenfalls die Erdwärme auf und
überträgt diese Wärme über den Verdampfer auf das Arbeitsmittel der Wärmepumpe. Für die
Erdsonde wird in einem Spül- oder Hammerbohrverfahren eine Bohrung mit einem Durchmesser
von ca. 20 cm erstellt. In diese Bohrung wird die Erdsonde eingebracht. Diese vertikalen
Erdsonden reichen in Tiefen von 50 m bis zu 100 m. Das System bietet sich beim Neubau von Einund Mehrfamilienhäusern, selbst bei kleinsten Grundstücken, an.
1.1.3.3
Aufstellung von Wärmepumpen
Ein nicht zu Wohnzwecken verwendeter Raum, wie z. B. ein Kellerraum, ein Abstellraum, ein
Hausarbeitsraum oder auch die Garage, können für die Aufstellung einer Wärmepumpe genutzt
werden. Der Platzbedarf ist dabei nicht größer als für einen konventionellen Heizkessel.
Zusätzlicher Platzbedarf ist gegebenenfalls für einen Pufferspeicher und/oder einen
Warmwasserspeicher zu berücksichtigen. Wärmequellenanlage und Wärmepumpe sollten nicht
weit voneinander entfernt liegen, um lange Leitungswege und damit Wärmeverluste zu vermeiden.
Für die Außenaufstellung konzipierte Geräte werden vor allem als Luft/Wasser-Wärmepumpe
angeboten. Hier ist zu beachten, dass das Gehäuse in ausreichender Form gegen Korrosion
geschützt ist. Die Herstellerangaben sind unbedingt zu beachten. Bei außen aufgestellten
Wärmepumpen müssen Luftschallemissionen durch Strömungs- und Ventilatorgeräusche beachtet
werden, die vor allem bei Luft/Wasser-Wärmepumpen auftreten können. Hier ist es wichtig, bereits
im Vorfeld den Geräuschemissionspegel vom Hersteller zu erfragen.
1.2 Wohnungslüftungssysteme
1.2.1 Dezentrale Wohnungslüftungssysteme
Über einen Wärmeüberträger wird ein Großteil der in der Abluft enthaltenen Wärme an die Zuluft
übertragen und in den Raum zurückgeführt. In Kombination mit einem Speicherkern bilden sie ein
vollwertiges Heizsystem. Dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung sparen Energie
und sorgen für hygienisch einwandfreie Raumluft. Die Geräte sind für den Neubau nach
Niedrigenergiehausstandard konzipiert oder für den gut wärmegedämmten, sanierten Altbau. Sie
werden für die Be- und Entlüftung sowie die Beheizung von Einzelräumen eingesetzt und sind als
Abluft-/Zuluftgeräte z.B. in Fensterkonstruktionen, an Außenwänden oder in Fensterstürzen
einbaubar. Wie die Geräte für die zentralen Anlagen sind die Raumlüftungsgeräte mit einem
hochwertigen Kreuzstrom-Wärmeaustauscher für die Lüftung mit Wärmerückgewinnung,
Filtersystemen für Zuluft/Abluft und einer integrierten Heizung ausgestattet. Die Luftleistung je
Gerät beträgt - je nach Größe - 15 bis 30 m3/h.
Seite 3
1.2.2 Zentrale Wohnungslüftungssysteme
Die Technik der Wärmerückgewinnung macht es möglich, einen großen Teil der Wärme, die in der
Abluft enthalten ist, wieder zu verwerten. Lüften ist grundsätzlich der Austausch von warmer,
feuchter und verbrauchter Raumluft mit Außenluft. Beim Niedrigenergiehaus soll jeglicher
Energieverbrauch möglichst gering sein. Dicht schließende Fenster verhindern allerdings den
notwendigen Luftaustausch, ohne den ein ungesundes Raumklima und Schimmelpilz drohen. Was
kann man für ein gesundes Raumklima tun? Beim ständigen Öffnen der Fenster ginge wertvolle
Heizenergie verloren. Die Lösung ist die Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Dabei
werden Wohn- und Schlafräume dauernd mit gefilterter Frischluft versorgt. Aus Küche, Bad und
WC führt das Zentralgerät die verbrauchte Luft nach außen. Die Energieeinsparung erfolgt dabei
durch die im Zentralgerät integrierte Wärmerückgewinnung, die die Abluftwärme auf die Zuluft
überträgt und bis zu 80 % und mehr des Lüftungswärmeverlustes vermeidet. Etwa das Achtfache
des Stromeinsatzes für das Lüftungssystem wird über die Wärmerückgewinnung an Heizwärme
eingespart, wobei die Luft im Gebäude durch das Gerät alle zweieinhalb Stunden einmal komplett
ausgetauscht wird.
1.3
Warmwasserversorgung- elektronisch geregelt
Warmes Wasser sollte so Energie und Kosten sparend wie möglich bereitet werden. Deshalb ist
die Platzierung der Entnahmestellen und die Auswahl der Geräte bei der Planung zu beachten. Zur
Frage "zentrale oder dezentrale Warmwasserversorgung": Längere Warmwasserleitungen kosten
mehr Geld, Wasser und Energie. Die Leitungen müssen deshalb so kurz wie möglich sein. Als
Energie verschwendend haben sich Zirkulationsleitungen erwiesen. Sie sollten vermieden werden.
Liegen die Entnahmestellen weit auseinander, ist es zweckmäßig, für jede ein separates ElektroWarmwassergerät vorzusehen. Elektro-Warmwassergeräte lassen sich dabei ohne
Einschränkungen überall installieren. Befinden sich in einem Raum mehrere Entnahmestellen
nahe beieinander, lassen sie sich vorteilhaft über einen geeigneten Elektro-Wasserwärmer
versorgen. Er wird möglichst nah an der meistbenutzten Entnahmestelle installiert. Der
elektronische Durchlauferhitzer ist hier besonders geeignet. Er passt seine Heizleistung der
jeweiligen Warmwasserentnahme stufenlos an. Hierdurch kann die Auslauftemperatur unabhängig
von der jeweiligen Auslaufmenge exakt auf dem gewünschten Wert gehalten werden. Der Komfort
dieser Art der Warmwasserbereitung ist mit einer zentralen Versorgung, die eine
Zirkulationsleitung hat, vergleichbar. Darüber hinaus zeichnet sich der Elektro-Durchlauferhitzer
durch vergleichsweise geringe Investitionskosten aus. Eine weitere umweltfreundliche Variante ist
die Nutzung von Sonnenenergie mit einer Solarkollektoranlage. Wird die erforderliche
Nacherwärmung mit dezentralen Elektro-Warmwassergeräten ausgeführt, lässt sich der
Energieeinsatz für die Nacherwärmung minimieren.
1.3.1 Elektronische Durchlauferhitzer
Elektronische Durchlauferhitzer besitzen einen hohen Komfort. Die Wassertemperatur kann, je
nach Wunsch, gradgenau an der Temperaturanzeige eingestellt und verändert werden. Eine
Zumischung von Kaltwasser entfällt. Sie versorgen ein bis mehrere Zapfstellen im Bad und können
-falls Küche und Bad eine gemeinsame Installationswand besitzen auch die Küchenspüle mit einer
anderen Temperatur versorgen. Gegenüber der Vorgängergeneration - den hydraulischen
Durchlauferhitzern, sind sie sparsamer und komfortabler - Temperaturschwankungen beim
Wechsel der Entnahmemenge gehören der Vergangenheit an. Ändert sich die Wassermenge, z.B.
durch gleichzeitige Entnahme warmen Wassers an einer anderen zugeschalteten
Verbrauchsstelle, so regelt die Elektronik die Leistungsaufnahme des Gerätes und die
Wassertemperatur bleibt konstant. So ist auch die Versorgung mehrerer nahe beieinander
liegender Zapfstellen (z.B. Dusche und Waschtisch) ohne Komfortverlust gewährleistet.
Kleindurchlauferhitzer und Kompaktdurchlauferhitzer eignen sich besonders für Küchenspülen und
Waschbecken. Es entstehen wie bei allen Durchlauferhitzern keine Bereitschaftsverluste. Durch
ihre geringen Abmessungen lassen sie sich überall leicht integrieren.
Seite 4
1.3.2 Dezentrale Warmwasserversorgung
Die dezentrale Warmwasserbereitung mit Strom ist besonders wirtschaftlich und energiesparend.
Die Erwärmung des Wassers erfolgt genau dort, wo es gebraucht wird - an der Spüle in der Küche,
am Waschtisch, an der Dusche oder der Wanne im Bad. Durch die verbrauchsnahe Installation
werden Wärmeverluste in den langen Warmwasserleitungen einer zentralen Anlage vermieden.
Darüber hinaus wird der Wasserverbrauch selbst deutlich verringert. Der unproblematische Einbau
der Geräte ist auch bei Sanierungsvorhaben oder der Ausstattung weiterer Räume wie z.B. einem
Hobbyraum oder Gästezimmer vorteilhaft. Die Produktpalette umfasst vielfältige Gerätevarianten,
es kommen Durchlauferhitzer und Speicher mit unterschiedlich Leistungsstufen und Ausführungen
in Frage. In Mehrfamilienhäusern ermöglicht die dezentrale Warmwasser-Versorgung eine exakte,
verbrauchsabhängige Kostenabrechnung - jeder zahlt über die Stromrechnung nur soviel, wie er
wirklich verbraucht hat. Zusätzliche Kosten, die bei zentralen Systemen außer den
Brennstoffkosten anfallen, wie Abrechnungsgebühren, Erfassungskosten und Stromkosten für
Pumpen und Hilfsaggregate entfallen.
1.4
†
†
Seite 5
Informationsquellen
www.waerme-plus.de
www.stiebel-eltron.de
2 Die Haustechnik f ür Ihr HAP(PY)-Reihenhaus
2.1
Grundgedanke
Damit Sie sich einen Überblick über die verschiedenen Haustechnikangebote machen können,
haben wir Ihnen die unter Kapitel 1 dargestellte Möglichkeiten dargestellt.
2) Für uns ist wichtig, mit der Haustechnik das Herz des 3-Liter-Hauses in Ihr HAP(PY)-Reihenhaus
einzusetzen. Die Haustechnik für Ihr HAP(PY)-Reihenhaus wird entsprechend der Hausgröße und
der Wärmebedarfsberechnung konzipiert.
1)
2.2
1)
2)
3)
4)
5)
6)
Planung
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung: Kapazität entsprechend Hausgröße und entsprechend
der Wärmebedarfsberechnung.
Wärmeerzeugung entsprechend Hausgröße und Wärmebedarfsberechnung, Anlage als
Luftwasserwärmepumpe oder systembedingter alternativer Komponentenzusammenstellung.
Steuerung zur Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einschließlich Pumpe und Steuerung
Kombinierter
Warmwasserund
Pufferspeicher
oder
systembedingter
alternativer
Warmwasserbereitung, auch dezentral
Zuluftleitungen und Abluftleitungen für Kanalsystem.
Heizkörper: Formschöne, moderne und reinigungsfreundliche Platten- bzw. Kompakt-Heizkörper,
fertig lackiert mit Thermostatventil oder systembedingte alternative Heizfläche.
Seite 6
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