TZN Testzentrum Nordost-Park Nürnberg Fraunhofer

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TZN Testzentrum Nordost-Park Nürnberg
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
Erläuterungstext
Baukunstbeirat
13.06.2012
Staab Architekten, Schlesische Str. 27, 10997 Berlin
TZN Testzentrum Nordost-Park Nürnberg
Erläuterungsbericht
13.06.2012
Grundlagen/ Planungsauftrag
Im Rahmen eines VOF-Verfahrens im Frühjahr 2011 sollte ein Konzept für den
Neubau eines Testzentrums für Lokalisierungs-, Kommunikations- und Logistiktechnolgie für das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ausgearbeitet
werden.
Der Auftrag wurde nach der Präsentation der Ergebnisse und einer Überarbeitungsphase an Staab Architekten erteilt.
Allgemein
Das Grundstück für den Neubau liegt in Nürnberg im Bereich des Gewerbegebiets
Nordostpark. Das Areal stellt sich als hochwertiger Gewerbe- und Dienstleistungspark mit hoher Durchgrünung dar. Hier sind überwiegend Großbetriebe angesiedelt, die vorrangig im Bereich Forschung und Entwicklung von High-TechProdukten tätig sind. Im Osten grenzt an das Grundstück ein Logistikzentrum an.
Das IIS ist zur Zeit mit einem Teil seiner Fachbereiche in einem Mietgebäude in
der Nähe des Baugrundstücks untergebracht.
Auf dem Grundstück befindet sich momentan im rückwärtigen östlichen Bereich eine Teststrecke in Bau. Auf der südlichen Hälfte wird aktuell eine Testhalle errichtet.
Der Neubau des Instituts wird zweiseitig an die dann bereits in Betrieb befindliche
Testhalle angeschlossen.
Im Norden und Osten des Grundstücks ist starker Baumbestand vorhanden.
Städtebau
Der Neubau des Testzentrums schließt aus funktionalen Gründen zweiseitig an eine aktuell im Bau befindliche Testhalle an, dies gibt die Position des Baukörpers
auf dem Grundstück vor.
Die geschwungene Form des Baukörpers entsteht durch den bewaldeten nördlichen und östlichen Teil des Grundstücks. Das Gebäude reagiert auf diesen Waldsaum mit einer geschwungenen Fassade, die den Baumbestand berücksichtigt.
Der Baukörper setzt sich leicht schwingend entlang der Straße Nordostpark fort
und bildet sich hier als straßenbegleitende Bebauung aus, die sich auch vor der
Westseite der Testhalle fortsetzt und diese in den Hintergrund bringt. Dadurch erfolgt eine klare Definition des Straßenraums.
Das Gebäude ist viergeschossig und passt sich somit an die Höhen in der Umgebung an. Der Gebäudeteil vor der Testhalle ist dreigeschossig, dadurch wird der
lange Baukörper entlang der Straße gegliedert.
Der Haupteingang befindet sich an der Straße Nordostpark im nördlichen Bereich
des Baukörpers in Blickachse der Einmündung bzw Kreuzung.
Die Andienung und Anlieferung des Gebäudes sowie die Zufahrt zu den oberirdischen Stellplätzen und der Tiefgarage erfolgen an der nördlichen Grenze des
Grundstücks durch den rückwärtigen Teil des Grundstücks.
Die Erschließung des Testgeländes und der Teststrecke wird über eine Zufahrt
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Erläuterungsbericht
13.06.2012
südlich der Testhalle entlang der südlichen Grundstücksgrenze realisiert.
Entwurf/ Architektonisches Konzept
Der Baukörper entwickelt seine Spannung aus dem Gegensatz der inneren Struktur um den zentralen Patio, der an die Testhalle anschließt, und der frei schwingenden Außenhülle, die auf den Baumbestand reagiert. Um den orthogonalen Patio werden die Mess- und Regelräume platziert, die Vielzahl der Büros ist entlang
der Außenhülle angeordnet. Diese verfügen somit jeweils über einen Ausblick in
den grünen Außenraum.
Im Inneren des Gebäudes verbindet eine zentrale Halle mit einem Luftraum die
einzelnen Geschosse. Die vertikale Erschließung erfolgt über einläufige Treppen,
die den Luftraum an verschiedenen Stellen überspannen. Die Halle dient der Begegnung und inneren Kommunikation der Mitarbeiter.
In den Raumbereichen im Anschluss an die Testhalle gibt es unterschiedlich stark
ausgeprägte Verbindungen in die Testhalle. Vor allem im Demonstrationsraum im
EG ist eine Durchsicht zur Testhalle über entsprechende Sichtfenster gegeben. Im
2.OG gibt es Türverbindungen zur Galerie der Testhalle.
Fassade
Die Außenfassade wird geprägt durch geschwungene, helle metallische Bänderungen vor den Deckenstirnen, die der Krümmung des Baukörpers folgen. Zwischen den einzelnen geschosshohen Glaselementen sind vertikale Metallschwerter angeordnet, welche die Fassade rhythmisieren. Sie dienen auch als Führungsschienen für den außen liegenden Sonnenschutz sowie als Anschlusspunkte für
die Trennwände im Inneren. Durch die Detaillierung mit geraden Glasscheiben in
polygonaler Anordnung, den an den Knickpunkten befindlichen Schwertern und
den geschwungenen Geschossbändern wird gestalterisch die Rundung unterstützt,
ohne ausschließlich auf gebogene Bauteile zurückzugreifen.
Im Bereich des Hallenvorbaus befindet sich die Zufahrt zur Testhalle mit einem
großen Tor, die daneben liegenden Werkstattbereiche sind zweigeschossig ausgebildet und erhalten ebenfalls entsprechend der Funktion mehrere hoheTore.
Gebäudeorganisation/ Nutzungskonzept
Die Haupterschließung erfolgt über den Eingang an der Straße Nordostpark im
nördlichen Bereich des Baukörpers. Von hier gelangt man über das Foyer zu den
halböffentlichen Bereichen wie der Mensa/ Cafeteria, dem Vortragsraum, einem
kleineren Schulungsbereich sowie dem "Demonstrationsraum" mit Sichtbezug in
die Testhalle. Diese Raumbereiche öffnen sich großzügig zum Patio. Die Mensa/
Cafeteria öffnet sich zum Grünraum auf der Ostseite des Gebäudes.
Die Anlieferung des Instituts erfolgt über einen weiteren Eingang auf der Ostseite
des Gebäudes. Die Anlieferung der Küche der Cafeteria ist ebenfalls im Osten angelagert und führt direkt in die Lagerräume der Küche. Auch die Zufahrt zur Tiefgarage wird über die Ostseite geführt.
In den drei Obergeschossen sind die einzelnen Abteilungen des Instituts untergebracht. Die Büros befinden sich jeweils an der Außenseite, die Mess- und Regelräume am Hof. Angelagert an die Halle mit der zentralen Erschließung befinden
sich in jedem Geschoss große Besprechungsbereiche.
Der Gebäudeteil vor der Testhalle entlang der Straße nimmt im EG die erforderlichen Werkstätten und die Zufahrt zur Testhalle auf, im 2. Obergeschoss sind hier
Institutsräume angeordnet.
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Erläuterungsbericht
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Im Untergeschoss befinden sich neben den Hausanschlussräumen und Technikzentralen sowie einigen Lagerflächen eine Tiefgarage mit 58 Stellplätzen.
Auf dem Dach werden Lüftungs- und Kältegeräte aufgestellt. Über den Mess- und
Regelräumen sind Experimentierflächen für die Fachbereiche vorgesehen.
Freiraumplanung
Die Außenraumgestaltung nimmt die fließende Form der Waldränder und des
Neubaus auf.
Die Grundstückszufahrt zu den Parkplätzen und zum Wirtschaftshof binden nördlich der Lichtung an die Strasse Nordostpark an. Damit wird der Neubau in einem
großzügigen Umfeld aus Buchen- und Eichengruppen weitestgehend freigestellt
und präsentiert sich ungestört zum öffentlichen Straßenraum.
Um wertvolle Baumgruppen und Solitärbäume erhalten zu können, reagiert die Erschließungsstruktur im Außenraum mit einem entsprechend angepassten Verlauf.
Nebenanlagen, wie Müll- und Wertstofflage oder Fahrradstellplätze werden in remisenartigen Leichtbauten an der Zufahrt auf der Rückseite des Gebäudes unterbracht.
Im Patio nehmen Bodenwellen das bewegte Relief des Außenraumes auf. Auf den
daraus entstehenden überhöhten Bereichen mit entsprechenden Substratstärken
werden einige Solitärbäume gruppiert, die das Grün von außen in den Patio tragen.
Zur Minimierung der Fahrverkehrsflächen liegen Stellplatzanfahrten, TG-, Wirtschaftshof- und Fahrradzufahrt auf einer gemeinsamen Trasse.
Vom Wirtschaftshof führt eine Bedarfsverbindung zur Teststrecke. Sie wird über
ein Tor kontrolliert um Testbetriebsstörungen zu vermeiden.
Nach Stellplatzsatzung sind neben den 58 PKW- Stellplätzen in der Tiefgarage
weitere 50 oberirdische Stellplätze nachzuweisen, die im nördlichen Teil des
Grundstücks angeordnet werden. Daran schließt ein Reserve-Kontingent von weiteren 15 Stellplätzen an.
10 Besucher- und 3 Behinderten-Stellplätze liegen dagegen nördlich des Haupteingangs in einer Einbahnspange parallel zur öffentlichen Straße.
Die 18 Fahrradstellplätze nach Stellplatzsatzung sind einschl. der Nutzervorgabe
weiterer 18 Stellplätze überdacht in der Nähe des rückwärtigen Personaleingangs
an der Wirtschaftshofzufahrt untergebracht.
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FRAUNHOFER - INSTITUT FÜR INTEGRIERTE SCHALTUNGEN IIS
TESTZENTRUM NORDOSTPARK
NORDOSTPARK 84
90411 NÜRNBERG
BAUKUNSTBEIRAT 28.JUNI 2012
STAAB ARCHITEKTEN, SCHLESISCHE STRASSE 27, 10997 BERLIN
Luftbild Grundstück
Nordostpark 84, Nürnberg
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IV
Te
sts
tre
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Grundstücksgrenze
ke
329,07 ü NN=-1,03
Zweiradremise
I
ze
ren
sg
ck
tü
ds
III
Wertstoffremise
Anlieferung Küche
329,39 ü NN=-0,71
329,67 ü NN=-0,43
un
Gr
329,00 ü NN=-1,10
Zufahrt Testhalle
330,10 ü NN=±0,00
Laderampe
330,10 ü NN=0,00
Eingang
329,39 ü NN=-0,71
Testfläche
rdo
No
Bürogebäude
Noplan G.b.R
stp
OK Dach Testhalle
342,78 ü NN=+12,68
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Testfläche
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343,05 ü NN=+12,95
1
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3
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e
Haupteingang
329,39 ü NN=-0,71
Nordostpark
Anlieferung, Zufahrt Teststrecke
330,08 ü NN=-0,02
Zufahrt Testhalle
330,10 ü NN=0,00
I
Nordostpark
V
IV
Lageplan
I
I
Blick von Norden
Blick von Nordwesten
Modellfotos
Blick von Südwesten
Aussenperspektive von Nordosten
Stand VOF-Verfahren, August 2011
Innenperspektive Zentrale Halle Obergeschosse und Foyer Erdgeschoss
Fassadenausschnitt MST 1:50
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
2,72
105
1,05
20.12.2011
15
25 5
2,00
+ 9.60
2,72
105
375
17
50
2,825
375
+ 6.40
3,385
375
+ 3.20
375
±0.00
TZN
Bauherr:
Fraunhofer-Gesellschaft
Hansastr. 27c
Fassadenausschnitt 1:50
Planung:
staab ARCHITEKTEN GmbH
10997 Berlin-Kreuzberg
Telefon +49 (0) 30 617 914-0
Fax +49 (0) 30 617 914-11
[email protected]
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