Die Gesundheit in den Mittelpunkt von Umweltschutzfragen rücken

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Die Gesundheit in den Mittelpunkt von Umweltschutzfragen rücken
EPHA Environment Network
Über EEN
Wer wir sind:
Eine internationale nichtstaatliche Organisation (NGO), die Vertretern von Netzwerken und
Gruppen aus dem Non-Profit-Sektor als Mittel zur Verbesserung der Gesundheit und des
Wohlbefindens Folgendes bietet: eine Plattform zum Austausch von Informationen und Know-how,
zur Entwicklung von gemeinsamen Strategien und zur Förderung des Umweltschutzes.
EEN wurde gegründet als eine Initiative der Mitgliedorganisationen der European Public Health
Alliance, einer Dachorganisation von mehr als 90 Netzwerken und Einrichtungen, die sich für eine
Förderung der Gesundheit auf europäischer Ebene einsetzen. EEN konnte bereits neue Mitglieder
aus dem Gesundheits- und Umweltschutzsektor für sich gewinnen.
Die politischen Prioritäten werden auf der Jahresversammlung beschlossen und vom
Exekutivausschuss eingesetzt. EEN zielt darauf ab, das benötigte Know-how nutzbar zu machen,
um der Gesundheits- und Umweltschutzpolitik größeres Gewicht zu verleihen.
Unsere Ziele:
–
Die europäischen Bürger und NGOs besser über politische Veränderungen informieren, die
den Fortschritt hin zu einer nachhaltigen Entwicklung verbessern oder aber behindern können.
– Die Beteiligung der Bürger an der politischen Gestaltung auf europäischer Ebene unterstützen
und ihre Interessen vertreten.
– Die EU-Politik im Hinblick auf einen besseren Schutz der Gesundheit und der Umwelt stärken.
– Wichtige Forschungsergebnisse mit Empfehlungen zu politischen Aktionen verknüpfen.
Was wir für Sie tun können:
–
Sie darüber auf dem Laufenden halten, was die nationalen und internationalen Agenturen
unternehmen, um Antworten auf Ökologie- und Gesundheitsfragen zu finden.
– Sicherstellen, dass Ihre Organisation Teil der unabhängigen Stimme zu Gesundheits- und
Umweltschutzfragen in Europa ist.
– Eine Plattform bieten, auf der Sie einen Beitrag zur Bildung einer Vision leisten können, die
zum Erreichen einer sichereren Umwelt für die Gesundheit erforderlich ist.
– Gelegenheiten bieten, auf denen Ihre Organisation ihre Arbeit präsentieren kann.
Was Mitglieder über uns sagen:
„Als unabhängiges Gesundheits- und Umweltschutznetzwerk ist EEN ein wichtiger Gegenpol zu
den mächtigen Industrielobbys in Brüssel.“
Marie Kranendonk, Women in Europe for a Common Future
„EEN hilft uns, die Botschaften verschiedener Gesundheits- und Umweltschutzgruppen zu
kombinieren, um eine gemeinsame Vision zu erstellen.“
Fiona Godfrey, European Respiratory Society
„Als Mitglied von EEN erhalten wir neue Argumente für unsere Empfehlungen.“
Paul de Raeve, Standing Committee of Nurses of the EU (PCN)
„EEN kann uns dabei helfen, die Leugnung der Verknüpfung von Gesundheit und Umweltfaktoren
zu bekämpfen.“
Maureen Butter, Dutch Monitoring Group for Health and Environment
Wer kann sich uns anschließen:
–
Vollmitglieder. Das sind nichtstaatliche Organisationen (NGOs), auf lokaler Ebene (Gemeinde,
Bezirk usw.), regionaler, nationaler, europäischer oder internationaler Ebene.
– Beigeordnete Mitglieder. Das sind andere Non-Profit-Organisationen und Fachgremien wie
akademische Einrichtungen und Berufsverbände, Regierungsbehörden und ehrenamtliche
Agenturen.
Wenn sie sich uns sofort anschließen wollen, besuchen Sie www.env-health.org.
Wie wir finanziert werden:
Unsere derzeitigen Hauptfinanzquellen sind die GD Umwelt der Europäischen Kommission und die
Mitgliedsbeiträge.
EINE SICHERERE UMWELT BEDEUTET BESSERE GESUNDHEIT
Was wir essen und trinken, die Luft, die wir atmen, und unsere Lebensweise sind allesamt unentwirrbar mit
unserer Umgebung und unserer Gesundheit verknüpft. Wenn wir unsere Umwelt verbessern, dann
verbessern wir die Gesundheit aller.
• ESSEN
Die übermäßige Verwendung von Pestiziden und anderen Giftstoffen bedeutet, dass wir mit Spuren
schädlicher Chemikalien in der Nahrungskette in Berührung kommen, von denen sich einige in unserem
Körper ansammeln.
Die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Giftstoffe umfassen Schäden am Immunsystem und den
Geschlechtsorganen sowie verschiedene Krebsarten. Chemikalien können Probleme bei der körperlichen
und geistigen Entwicklung von Kindern verursachen.
Darum ist es erforderlich,
– nach und nach auf schädliche Chemikalien und Pestizide zu verzichten, die bei der Erzeugung der von
uns verzehrten Lebensmittel verwendet werden
– die als REACH bekannte, starke EU-Gesetzgebung im Bereich der Sicherheit von Chemikalien zu
verabschieden, und
– die Verbraucher über diese gesundheitlichen Auswirkungen zu informieren.
• ATMEN
Schadstoffemissionen, wie z.B. Der Rauch von Tabak, von Koch- und Heizapparaten sowie der Staub, der
von zerfallenden asbest- oder bleihaltigen Baustoffen gebildet wird, sind die Hauptursachen für die
Verschmutzung der Luft im Innern von Gebäuden (wo die Menschen mittlerweile 90 % ihrer Zeit
verbringen). Saubere Luft, sowohl innerhalb von Gebäuden als auch im Freien, ist für unsere Gesundheit
von größter Bedeutung.
Asbestfasern und über 60 Chemikalien im Tabakrauch haben erwiesenermaßen oder vermutlich eine Krebs
erregende Wirkung. Blei und andere Schwermetalle hemmen bekanntlich die geistige Entwicklung bei
Kindern.
Darum ist es erforderlich,
– Richtlinien zur Luftqualität im Gebäudeinnern auszuarbeiten, um das Niveau an Giftstoffen zu reduzieren
– die Ratifizierung des WHO-Rahmenabkommens zur Tabakkontrolle sicherzustellen, und
– die Verwendung von Blei und Asbest in sämtlichen Baustoffen umfassend zu verbieten.
• BEWEGEN
Die Vorrangstellung des Privatfahrzeugs führt im Zusammenspiel mit unserem modernen, inaktiven
Lebensstil zu schlechter körperlicher Leistungsfähigkeit, Fettleibigkeit, Luftverschmutzung und einer zu
hohen Anzahl von Verkehrsunfällen.
Bis zu 30 % der Bevölkerung einiger Mitgliedstaaten der EU ist klinisch fettleibig, was zu einem erhöhten
Herzerkrankungs-, Krebs- und Diabetesrisiko führt. Die Luftverschmutzung ist ebenfalls verantwortlich für
Erkrankungen der Atemwege und für Herzanfälle und kann Krebs verursachen. Darüber hinaus stellt sie
ein großes Problem für Asthmatiker dar. Verkehrsunfälle in den 25 Ländern der EU führen jährlich zu
etwa 40.000 Todesfällen und zu vielen weiteren Hospitalisierungen. Die schwächeren
Verkehrsteilnehmer, darunter die Kinder, sind hiervon überproportional betroffen.
Darum ist es erforderlich,
– den öffentlichen Personentransport, das Zufußgehen und Radfahren als Transportmittel zu unterstützen
und zu fördern.
– eine angemessene Umsetzung der Luftqualitätsgesetzgebung der EU sicherzustellen, und
– die EU-Strategie „Städtische Umwelt“ in konkrete Aktionen umzumünzen, bei denen die Gesundheit im
Vordergrund steht.
• SICH BETEILIGEN
Um eine nachhaltige, gerechte Zukunft für alle zu erzielen, müssen wir sicherstellen, dass die Bürger
Europas die Gelegenheit erhalten, sich informiert an den umweltpolitischen Entscheidungsprozessen in
der EU zu beteiligen. Die Gesundheit der benachteiligten Personen und Kinder, die bei der Artikulation
ihrer Standpunkte auf Schwierigkeiten stoßen, wird sich eher verbessern, wenn ihre Perspektiven und
Ansichten auf mehr Gehör stoßen.
Darum ist es erforderlich,
– die Aarhus-Konvention zum Recht auf Information, auf effektive Beteiligung bei der Entscheidungsfindung
und auf rechtmäßigen Zugang zur Justiz zu fördern,
– die Ratifizierung und Implementierung aller internationalen Gesundheits- und Umweltschutz-abkommen
sicherzustellen, und
– Sie sich der EEN anzuchließen, um Informationsquellen und Gelegenheiten zur Teilnahme an
Kampagnen zu erhalten.
Die Aufgabe des EPHA Environment Network besteht darin, die Umwelt in Europa als Mittel
zur Förderung der Gesundheit aller in Europa lebenden Menschen zu schützen und die
Beteiligung der Bürger an der politischen Entscheidungsfindung in Umwelt- und
Gesundheitsfragen auf europäischer Ebene sicherzustellen.
Folgenden Fakten sind zu bedenken:
– Ökologische Faktoren tragen etwa 30 % zur gesamten Krankheitsbelastung bei.
– Europäer tragen in ihrem Körper 500 Chemikalien, die in derjenigen Menschen, die vor den
1920er Jahren lebten, nicht vorhanden waren.
– Allergien werden immer häufiger. Bis 2015 wird die Hälfte aller Europäer unter einer Allergie
leiden.
– Die Gehirnentwicklung der europäischen Jugendlichen wird durch Bleivergiftung gehemmt. Eine
neuere Umfrage zeigt auf, dass bis zu 30 % der in Städten lebenden Kinder ein erhöhtes
Bleiniveau in ihrem Blut aufweisen.
– Im Gesundheitswesen übersteigen die kombinierten Kosten von Verkehrsunfällen und
Luftverschmutzung 2 % des BIP in den EU-Mitgliedstaaten.
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Frau Genon K. Jensen
Director
EPHA Environment Network (EEN)
39-41 Rue d'Arlon, B-1000 Brüssel
Tel: +32 2 233 3875 Fax: +32 2 233 3880
E-Mail: [email protected]
Website: www.env-health.org
Dieses Faltblatt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission erstellt.
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