Presseinformation 08/2016

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Presseinformation 08/2016
Flüchtlingswohnprojekt in Ziegelbauweise
Das viergeschossige Flüchtlingswohnprojekt in
Hannover: Im April ziehen hier über 50 Bewohner
ein. Die Außenwände bestehen aus dem Poroton-S10-MW von Wienerberger in der Stärke 42,5
Zentimeter.
Foto: Wienerberger / Jens Krüger
Hannover, April 2016 (PRG) – Wohnungsnot in Deutschland – Unterkünfte für Flüchtlinge sind dabei ein vieldiskutiertes Thema. Darüber hinaus mangelt es jedoch
schon seit Jahren an bezahlbaren Wohnungen etwa für
Geringverdiener und Studenten – besonders in Ballungsgebieten und Hochschulstandorten. Der Strom der Zuwanderer hat der übergreifenden Aufgabenstellung eine
besondere Dynamik verliehen. Viel wird über temporäre
Projekte wie Zelte, Turnhallen oder Container diskutiert; für
langfristig taugliche Lösungen bleibt wenig Raum.
Wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig
Abdruck frei | Beleg erbeten
Pressekontakt
PR-Agentur Große & Partner
Astrid Große
Grabbeallee 59 | 13156 Berlin
Tel.: (030) 49 98 94 00
Fax: (030) 49 98 94 020
www.pr-grosse.de
Wienerberger GmbH
Oldenburger Allee 26
30659 Hannover
Tel.: (0511) 610 70-0
[email protected]
www.wienerberger.de
Vorzeigeprojekte, wie etwa ein Bauvorhaben in der niedersächsischen Landeshauptstadt, bieten dringend notwendige Impulse für den Dialog der Entscheider, um zukunftsfähige Modelle umzusetzen. Auch die Stadt Hannover sieht sich seit Längerem damit konfrontiert, geeignete Wohnprojekte für Schutzsuchende zu entwickeln.
Die kommunale Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH) wurde erstmals 2013 mit dem Neubau
von vier Flüchtlingswohnheimen für je 50 Personen betraut. Auftraggeber war die Landeshauptstadt Hannover.
Das städtische Wohnungsbauunternehmen realisiert jetzt
weitere Wohnprojekte für Flüchtlinge. Bemerkenswert:
Die Gebäude werden in konventionellem Mauerwerksbau mit zeitgemäßen energetischen Standards und nach
wirtschaftlich sowie ökologisch nachhaltigen Gesichtspunkten geplant und gebaut.
Passend zum städtebaulichen Kontext
Zurzeit entsteht im Stadtteil Nordstadt von Hannover ein
Viergeschosser, der über 50 Menschen ab April 2016 ein
Zuhause bietet. Das Gebäude mit Flugdachelementen wird
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in monolithischer Ziegelbauweise errichtet. Im Inneren ist
das Projekt als Vierspänner konzipiert. 13 Wohngruppen
sind vorgesehen. Jeweils vier Personen verfügen über ein
gemeinsames Bad und eine Küche. Die Zimmer in Einzelbelegung sind circa zehn Quadratmeter groß und bilden
einen Rückzugsort für die Bewohner. Im Erdgeschoss
sind 150 Quadratmeter an Gewerbefläche eingeplant; dort
werden unter anderem die Betreiber der Unterkunft ihre
Büros eröffnen.
Hochwertiger energetischer Standard
Der Auftrag der GBH sah vor, dieses Haus mit einer Nettogrundrissfläche von 209,95 Quadratmetern nach DIN
277 in einer kurzen Bauzeit, zu niedrigen Miet- sowie
Betriebskosten und mit flexiblen Grundrissen zu errichten.
Das Büro ksw architekten + stadtplaner empfahl daraufhin eine hochwärmedämmende Gebäudehülle aus dem
Poroton-S10-MW von Wienerberger in der Wandstärke
42,5 Zentimeter. Um eine nahezu wärmebrückenfreie
Außenkonstruktion zu erzielen, sahen die Planer zahlreiche
Ergänzungsprodukte aus gebranntem Ton vor. Beispielsweise Laibungsziegel und wärmegedämmte Anschlagschalen für Fenster- und Balkontürbereiche sowie Deckenrandschalen. Letztere um den Decken-Wand-Knoten auch
wärme- und schallschutztechnisch zu optimieren. Der
U-Wert der Außenwand mit 1,5 Zentimetern Innen- und
2,0 Zentimetern Außenputz beträgt 0,22 W/m²K und passt
im Ergebnis zum geforderten Niveau KfW-Effizienzhaus
70. Der Jahresprimärenergiebedarf bei dem mit Fernwärme versorgten Projekt beträgt 11,66 kWh/m²a.
Niedrige Wartungskosten
Neben den brandschutztechnischen und den statischen
Qualitäten des Poroton-S10-MW sorgt der Ziegel auch für
die schallschutztechnische Optimierung dieses Gebäudes,
in dem zahlreiche Menschen leben werden.
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Um die Wartungskosten über die gesamte Standzeit niedrig zu halten, empfahlen die Architekten, auf jegliche künstliche Dämmung an der Fassade zu verzichten. „Wir sahen
das als eindeutige Alternative – bei nahezu vergleichbaren Kostengrößen“, so Architekt Dipl.-Ing. Eckhard Wunderling von ksw architekten: „Die einfache und robuste
Ziegelkonstruktion bietet zudem den Vorteil eines rissfreien Putz-untergrundes. So werden auf Jahrzehnte hin
die Kosten für die Bestandserhaltung der Gebäudehülle
sehr niedrig ausfallen.“
Zukunftsfähige Adaptionen
Weitsicht bewiesen Auftraggeber und Projektbeteiligte
zudem mit einem modifizierbaren Nutzungskonzept nach
zehn Jahren. In dem Flüchtlingswohnprojekt entstehen dann Sozialwohnungen. Deshalb wurde ein Teil der
Innenwände in Leichtbauweise so umgesetzt, dass Grundrissänderungen problemlos sind. Vorgesehen sind dann
20 Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen von 37 bis 85
Quadratmetern.
Die Zuwanderung nach Deutschland hat den grundsätzlichen Mangel an günstigem Wohnraum noch deutlich
verschärft. Benötigt werden kurzfristige, aber zukunftsfähige Konzepte, denn in Ballungsgebieten und Universitätsstädten mangelt es weiterhin an Sozial- und Studentenwohnungen. Das Hannoveraner Projekt zeigt, dass
Massivbauten aus Ziegeln, in nur sechs Monaten errichtet, langfristig eine optimale Entscheidung sind. Auch,
wenn Planer und Auftraggeber mit einem Budget von nur
4,6 Millionen Euro brutto, inklusive der Gewerberäume,
rechnen mussten, beziehen die Flüchtlinge ein attraktives Wohngebäude in zeitgemäßer Architektur. Die Stadt
Hannover verfügt mit diesem Flüchtlingswohnheim über
ein für die Bundesrepublik beispielgebendes Projekt.
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Weitere Informationen zum Unternehmen:
www.wienerberger.de
Die Broschüre „Wohnraum für alle“ zum Download:
www.wienerberger.de/broschuere-wohnraum-fuer-alle.html
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Die Pressemitteilung als .zip-Archiv (Worddatei und
Bildmaterial in 300 dpi) finden Sie hier zum Download.
Die Poroton-Anschlagschalen wurden hier umlaufend vermauert. Kombiniert mit den Laibungsziegeln reduzieren sie Wärmebrücken in den
Fensterlaibungen und damit in der Außenwand.
Das Wohnprojekt erfüllt die Anforderungen von
KfW-70-Effizienzhäusern.
Foto: Wienerberger / Jens Krüger
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Auch die Fensterbank wurde sorgfältig eingearbeitet – diese Details wurden von den Architekten
mauerwerksgerecht geplant.
Foto: Wienerberger / Jens Krüger
Die Balkonaustrittstüren sind geschosshoch ausgebildet. Auch hier wurden passende PorotonAnschlagschalen in Kombination mit den Laibungsziegeln verarbeitet, um Wärmebrücken
zu minimieren. Die Fußpunkte der Tür wurden
eingedichtet.
Foto: Wienerberger / Jens Krüger
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Deckenrandschalen kamen oberhalb der Fensterlaibung zum Einsatz. Der Wand-Decken-Knoten
wurde so schall- und wärmetechnisch optimiert
und ein einheitlicher Putzgrund geschaffen. Zusätzlich sahen die Planer Wärmedämmstürze aus
dem Poroton-Sortiment vor.
Foto: Wienerberger / Jens Krüger
Das Flüchtlingswohnprojekt in der Nordstadt von
Hannover integriert sich in das städtebauliche
Konzept des Quartiers. Architektonisch und typologisch bildet das Gebäude den Abschluss der
Wohnanlage. Auch dadurch sicherten Auftraggeber und Planer eine zukunftsfähige Nutzung.
Grafik: ksw architekten
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Architekt Dipl.-Ing. Eckhard Wunderling vom Büro
ksw architekten setzte sich zusammen mit seinen
Kollegen für eine monolithische Außenwandkonstruktion aus mit Mineralwolle verfüllten PorotonZiegeln von Wienerberger ein. Dadurch entstand
ein nachhaltiges und dauerhaftes Gebäude, dessen Standzeit mehr als 100 Jahre überdauern
kann.
Foto: ksw architekten
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