NATURSCHUTZ Aktuell Nr 102

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NATUR
RSCHUTZ
SCHUTZ
aktuell
Mitteilungsblatt des Naturschutzbund Waldbrunn e.V.
Mitglied im Naturschutzbund Deutschland e.V.
Ausgabe
102
März 2017
IMPRESSUM
IN
N EIGENER SACHE
GESTALTUNG:
Das Jahr 2017 hat mit eie
nem kräftigen Wintereinbruch
am Anfang Januar begonnen.
Zunächst wurde die LandLan
schaft durch kräftige SchneeSchne
fälle in eine Winterwunderwelt
verzaubert, bevor dann die
arktische Kälte den Schnee
ca. 3 Wochen konserviert hat.
Als die Stunde der WintervöWinterv
gel am Wochenende 07. – 08
Januar angesetzt war,
war sah
man kaum Vögel, aber nach
dem Schneefall waren dann
speziell an den Futterstellen
Herbert Arnold
Gerd Arnold
Drucken, Heften + Au
Austragen:
Holger Blumenau
Gerd Arnold
SPONSOREN:
Kreissparkasse Limburg
65549 Limburg a.d. Lahn
Steiof Omnibusreisen
65620 Waldbrunn/ Lahr
2
doch viele Vögel zu sehen.
Auch hat der NABU in seiner
Pressemitteilung bekannt gegeben, dass in diesem Jahr
weniger heimische und auch
weniger Wintergäste als sonst
gezählt wurden. Der Rückgang ist sichtbar, aber noch
nicht dramatisch. Erfreulich
ist, dass die Zahl der Teilnehmer an der Aktion „Stunde
der Wintervögel“ stark zugenommen hat. Das ist sehr
schön, denn je mehr Beobachter mitmachen, desto
exakter sind die erhobenen
Zahlen.
Beispiel Kohlmeise
Die Anzahl der gesichteten
Kohlmeisen pro Garten (dicke
Balken) war dieses Jahr besonders niedrig. Auch die
Menge der Kohlmeisen, die
als Zugvögel registriert werden, variiert jährlich (Linien).
Im Januar 2013 wurden besonders viele Kohlmeisen bei
der Stunde der Wintervögel
gemeldet, offenbar auch weil
im Herbst zuvor besonders
viele Kohlmeisen nach Mitteleuropa einflogen. Im letzten
Herbst waren es besonders
wenige „Zug-Meisen“ und
dementsprechend auch sehr
wenige
in
Deutschlands
winterlichen
Gärten.
Weitere
Informationen findet ihr unter:
Stunde der Wintervögel 2017 Bundesweite
Mitmachktion -
NABU
3
für 2017 den Waldkauz zum
Vogel dess Jahres gewählt. Mit
ihm soll für den Erhalt alter
Bäume im Wald oder in Parks
Der Waldkauz ist
„Vogel des Jahres 2017“
Waldkauz - Foto: Marcus Bosch
geworben werden und eine
breite Öffentlichkeit für die
Bedürfnisse
höhlenbewo
höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert
werden. Eulen sind unverunve
zichtbare Bestandteile der ArA
tenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre
Bestände zu stabilisieren oder
gar zu vermehren.
Wann haben Sie zuletzt in
der Nacht eine Eule rufen g
gehört? Viele Gegenden sind
von Eulen verlassen, entw
entweder weil sie keine Bruthöhlen
finden oder das Nahrungsa
Nahrungsangebot nicht mehr ausreicht.
Stellvertretend für alle Eule
Eulenarten hat der NABU und LBV
4
Auch wenn sein Name anderes vermuten lässt: Der Vogel des Jahres 2017 ist keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten
Laub- und Mischwäldern am
wohlsten fühlt. Als ideal gilt
ein Lebensraum mit einem
Waldanteil von 40 bis 80 Prozent, dazu Lichtungen und
angrenzende Felder. Längst
ist er daher auch in städtischen Parkanlagen, Gärten
oder auf Friedhöfen mit altem
Baumbestand und geeigneten
Bruthöhlen zuhause. Dabei
kommt er uns Menschen recht
nah, wenn er auch eher zu
hören als zu sehen ist. Tagsüber versteckt er sich in Höhlen oder in dichten Baumkronen. Die Anpassungsfähigkeit
bei der Wahl des Lebensraumes trägt dazu bei, dass der
Waldkauz die häufigste Eule
in Deutschland ist.
sind die Bezeichnungen der
Eule – und damit auch des
Waldkauzes – seit Jahrtausenden. In der Antike galt beispielsweise der Steinkauz als
„Vogel der Weisheit“ und war
ein ständiger Begleiter der
Göttin Athene. Seine stoische
Mimik wirkte klug und sorgte
für Ehrfurcht unter den Menschen. Im Mittelalter wandelte
sich das Bild erheblich: Die
Eule wurde zum Botschafter
von Unglück und Tod, Helfer
Satans oder Verkünder von
Seuchen und Depression. Die
frühchristliche Enzyklopädie
„Physiologus“ diffamiert die
Eule gar als Kirchenschänder
und das „Öl der Lampe der
heiligen Maria“ trinkend.
Dass die meisten Eulen
ausgerechnet die Nacht bevorzugen,
sahen
Abergläubige als Beweis für ihr
böses Wesen. Die nächtlichen
„Ku-witt“-Rufe des Waldkauzes zum Beispiel wurden als
„Komm mit“ interpretiert und
kündigten den angeblich baldigen Tod eines nahestehenden Menschen an. Wer diesem drohenden Schicksal
entkommen wollte, nagelte ei-
Glücksbringer und
Todesbote
Vogel der Weisheit und Aufklärung.
Todesbote
und
Glücksbringer. Wappenvogel
der Heilkunst und Patron der
überschwänglichen Trinklust:
So vielseitig wie gegensätzlich
5
ne getötete Eule
Scheunentor.
an
das
schleier. Der Waldkauz gehört
zu den größeren Eulen. Nur
Habichtskauz und Uhu sind
größer.
Wir hören die Rufe unseres
Jahresvogels in TV-Krimis,
TV
wenn es dunkel und unheimunhei
lich wird. Im wahren Leben
erklingt das lang gezogene
„Huu-hu-huhuhuhuu“,
huhuhuhuu“,
wenn
Waldkäuze
dkäuze balzen oder ihre
Reviere markieren – vor allem
im Herbst und Spätwinter.
Fast das ganze Jahr über mam
chen sie außerdem durch ihi
ren Kontaktruf „ku-witt“
„ku
auf
sich aufmerksam.
Das schlechte Image uns
unseres Jahresvogels und seiner
Eulenverwandtschaft h
hat sich
glücklicherweise deutlich ve
verbessert. Faszination für das
Tier löste den tief verwurze
verwurzelten Aberglauben größtenteils
ab. Eulen sind heute so b
beliebt wie nie: als Motiv in
Kunst und Literatur, Skulptur
in
Gärten
und
Galerien oder farbenfrohes
Maskottchen
chen auf Kinderkle
Kinderkleidung.
Aussehen und Stimme
Gut getarnte Eule mit
Knopfaugen
Gut getarnt
Auch wenn meist das MännMän
chen singt, können beide GeG
schlechter sowohl
sow
den Balzgesang als auch den KontaktKontak
ruf äußern, wobei der Ton des
Weibchens jeweils etwas höh
her und heiserer klingt. Zu ere
kennen sind Waldkäuze an ihi
rem kompakten Körperbau
und dem rindenfarbigen GeG
fieder. Ihr großer Kopf ohne
Federohren sitzt auf einem
gedrungenen Rumpf. Sein
freundliches Aussehen verve
dankt er seinen großen runru
den „Knopfaugen“ im Dunkel
umrahmten hellen GesichtsGesicht
Durch ihr rindenfarbiges G
Gefieder sind Waldkäuze gut g
getarnt. Typisch sind die großen
Waldkauz - Foto: Peter Kühn
Knopfaugen im Dunkel umrahmten
hellen Gesicht
Gesichts6
schleier. Der stark gekrümmte
Schnabel ist beim Waldkauz
gelblich.
Natürliche SchallSchal
dämpfer
Wie alle Eulen fliegen WaldWal
käuze nahezu geräuschlos:
Ein besonders dichtes und
samtartiges Polster auf der
Oberseite der Flügel und
kammartige Zähnchen an den
Kanten der äußersten FlügelFlüge
federn verwirbeln den LuftLuf
strom beim Fliegen und unu
terdrücken so jedes GeG
räusch.
Waldkäuze sehen ausgeausg
zeichnet im Dunkeln, solange
noch ein wenig Restlicht vorvo
handen ist. Ihre großen Augen
nehmen besonders viel Licht
auf, die Iris kann das einfaleinfa
lende Licht perfekt regulieren
und garantiert
rt so eine optimaoptim
le Sichtleistung am Tage und
in der Nacht. Eulenaugen sind
im Gegensatz zu den meisten
anderen Vogelaugen nach
vorne gerichtet und ermögliermögl
chen ein räumliches Sehen.
Entfernungen können so besbe
ser eingeschätzt
werden.
Waldkauz im Flug - Foto: Marcus
Bosch
Die lautlosen Jäger werden
mit 40 bis 42 Zentimetern
Länge etwa so groß wie Kr
Krähen und bringen 400 bis 600
Gramm auf die Waage. Die
Weibchen sind etwas größer
und um ein Viertel schwerer
als ihre Partner. Unabhängig
vom Geschlecht oder Alter hat
ein Teil der Waldkäuze eine
graubraune
raubraune Grundfärbung des
Federkleides, andere eine
rotbraune. Man spricht von
zwei verschiedenen Farbmo
Farbmorphen, ähnlich den unte
unterschiedlichen Haar- und A
Augenfarben beim Menschen. In
jedem Fall sind die Käuze
durch ihr Rindenfarbenes Äußeres meist gut getarnt.
nt.
Bei völliger Dunkelheit
Dunkel
verlassen sich jagende WaldkäuWaldkä
ze ausschließlich auf ihr GeG
hör: Geräusche werden durch
die Trichterwirkung des GeG
7
sichtsschleiers schallverstärkt
an die unter den Federn ve
versteckten großen Ohren we
weitergeleitet. Die leicht asy
asymmetrische Anordnung der O
Ohren
en führt dazu, dass Gerä
Geräusche von anvisierten Beuteti
Beutetieren mit minimalem Zeitunte
Zeitunterschied wahrgenommen we
werden. Das hilft dem Waldkauz
Waldkauz,
seine Beute genau anzupe
anzupeilen.
Das Weibchen brütet allein.
Nur in den Brutpausen und
zur Nahrungsübergabe kommt
das Männchen hinzu.
Eulen sind bereits im ersten
Lebensjahr
geschlechtsreif.
Ab Herbst erklingt der weithin
hörbare, heulende ReviergeRevierg
sang während der Balz: In
dieser Zeit wird der Bund eie
nes bestehenden Brutpaares
erneuert, das den Sommer
über zwar im gleichen Revier,
aberr eher alleine verbracht
hat. Fehlt ein Weibchen, muss
das Männchen mit dem GeG
sang erst einmal eine PartnePartn
rin anlocken. Im Spätwinter
beginnt die Brutzeit – und
damit ein weiterer Höhepunkt
der Ruf- und Gesangsaktivität.
Durch „kollerndes“ Nestlocken
weisen
en verliebte Käuze der
Dame ihres Herzens den Weg
zu geeigneten Bruthöhlen. Bei
der Balzfütterung präsentieren
sie ihre Jagdkünste. Stimmt
die Qualität und Menge der
Beute und gefällt der WaldWal
kauzdame der Brutplatz, enten
scheidet sie sich für eine
meist lebenslang
nslang andauernde,
treue Paarbeziehung.
Verhalten und
Lebensweise
Im Herbst und Winter ist der
Ruf des Waldkauzes am
meisten
ten zu hören, denn dann
ist Balzzeit und Partnerwahl.
Vor allem mit Jagdkünsten
Waldkautz beim Füttern Foto: D. Hopf
kann das Männchen überze
überzeugen. Während das Weibchen
alleine brütet, ist der männl
männliche Waldkauz tapferer Verte
Verteidiger der Brut.
8
Reviere verteidigen WaldkäuWaldkä
ze ebenfalls sehr aggressiv
gegen Rivalen – auch gegen
andere Eulenarten.
Tapferer Kauz
Clevere Frühstarter
Waldkauz - Foto: Manfred Delpho
Waldkäuze brüten nur einmal
jährlich. Legebeginn ist dabei
je nach Witterung im Februar
oder März. In Städten sind sie
früher dran – oft schon im JJanuar – im Wald dagegen sp
später. Ist das Nahrungsangebot
schlecht, kann die Brut in e
einem Jahr auch ausfallen. Das
Weibchen brütet allein. Nur in
den Brutpausen und zur Na
Nahrungsübergabe kommt das
Männchen hinzu.
Der Waldkauz ist als stre
strenger Wächter seiner Brut b
bekannt.. Kreischend setzt er
sich gegen Feinde zur Wehr,
seine
Gegenwehr
erfolgt
meist von hinten und ohne
Vorwarnung. Lautlos nähert er
sich Brutstörern im Flug,
streift sie mit den Schwingen
oder dem Körper und hinte
hinterlässt mit seinen Krallen tei
teilweise blutende Wunden bei
seinen Widersachern. Ihre
Waldkauzästlinge - Foto: Diana Gevers
Die Jungen wiegen nach
dem Schlupf nur 28 Gramm.
Noch blind, können sie sich
bereits am zehnten Tag selbst
aufsetzen und sechs Tage
später stehen. Die WaldWal
kauzmutter bleibt während der
Brutzeit fest auf dem Gelege,
das in der Regel aus zwei bis
vier Eiern besteht, die meist in
zweitägigem Abstand gelegt
werden.
en. In Ausnahmefällen
befinden sich auch mal ein bis
sieben Eier im Nest. Die Brut
beginnt häufig schon nach der
Ablage des ersten Eis und
dauert für jedes Ei 28 bis 29
Tage.
Im Alter von etwa einem
Monat verlassen die noch
9
nicht flugfähigen Jungen das
Nest und sitzen meist –
scheinbar verlassen – auf
Zweigen in Nestnähe. Sie
werden dann Ästlinge genannt
und geben ihre Position durch
ständige heisere „Kszik“
„Kszik“-Rufe
kund. Zwei bis drei Wochen
später sind sie flugfähig, we
werden aber erst mit drei Mon
Monaten selbstständig.
stständig. Bis dahin
kümmern sich die Eltern we
weiter um die Jungen. Zu Beginn
der Herbstbalz werden sie
dann aus dem elterlichen R
Revier vertrieben und müssen
sich ein eigenes suchen. Nur
die Hälfte der Jungvögel übe
überlebt das erste Lebensjahr.
Einmal erwachsen,
en, können
sie in freier Natur bis zu 19
Jahre alt werden.
Waldkauz mit „Lieblingsspeise“ Maus Foto: LBV/Dieter Hopf
Bei Waldkäuzen im SiedSie
lungsraum stellen Vögel oft
den Großteil der Nahrung.
Doch darauf greift der Vogel
des Jahres nur zurück, wenn
Kleinsäuger
wie
Mäuse,
Maulwürfe, Ratten oder JungJun
kaninchen nicht zu finden
sind.
Sogar Höhlenbrüter angelt
er geschickt mit den langen
Beinen durch das Flugloch
hindurch. Bis zu 300 Gramm
schwere Tiere kann der WaldWal
kauz überwältigen und aba
transportieren. Dabei frisst er
gelegentlich
gentlich auch kleinere EuE
len, wie den RaufußRaufuß oder den
Sperlingskauz. Frösche, KröKr
ten, Käfer und sogar RegenRege
würmer sind ebenfalls NahNa
rungsquellen für ihn.
Am liebsten Mäuse
Nahrung des Waldkauzes
Ganz oben auf dem Speis
Speiseplan unseres Jahresvogels
stehen neben Maulwürfen,
Ratten oder Jungkaninchen
vor allem Mäuse. Sind diese
Kleinsäuger nicht zu haben,
weichen Waldkäuze auf Vögel
Mit Haut und Haaren
Selten wurden die lautlosen
Jäger sogar beim Fischen beb
10
obachtet. Im Vergleich zu anderen Eulenarten ist ihre Na
Nahrungswahl sehr flexibel – sicher einer der Gründe dafür,
dass der Waldkauz unsere
häufigste Eule ist.
nicht verdaut werden
w
können,
formt er in seinem Magen
Gewölle aus Beuteresten und
würgt diese wieder hervor.
Forscher analysieren diese
Gewölle und können so herhe
ausfinden, was der Kauz geg
fressen hat und welche Tiere
in der Umgebung vorkommen.
Beuteüberschuss
teüberschuss
deponiert
unser
ser Jahresvogel ganzjährig
für „schlechte Zeiten“ in HöhHö
len, Balken oder ähnlichen
Verstecken.
Lebensraum, Verbreitung
und Bestand des
Waldkauzes
Der Waldkauz fühlt sich in
lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten. Fast 90
Prozent seines VerbreitungsVerbreitung
gebietes liegt in Europa.
Weltweilt gibt es rund eine
Million
lion Brutpaare. Der BeB
stand wird als stabil eingeeing
schätzt.
Waldkauz bei der Jagd - Foto: NABU
Waldkäuze beginnen etwa
zwanzig Minuten nach So
Sonnenuntergang mit der Na
Nahrungssuche. Sie sind sehr
wendige Ansitzjäger, aber bei
der Jagd am Boden ebenso
geschickt. Wirbellose und
Beutetiere bis Mausgröße
verschlingt der Waldkauz vol
vollständig, große Beute zerteilt
er zumindest grob.
Da Federn, Haare und Knochen
Foto: Helge May
11
In alten Bäumen finden die
Käuze Platz zum Brüten.
im Wald zu Hause, obwohl er
sich in lichten LaubLaub und Mischwäldern am wohlsten
fühlt. Als ideal gilt ein LebensLeben
raum mit einem Waldanteil
von 40 bis 80 Prozent, LichLic
tungen, Waldrändern und ana
grenzenden Feldern.
Fe
Reine
Nadelwälder hingegen wählt
unser Jahresvogel nur selten
als Brut- und Lebensraum, da
es dort nicht genug Nahrung
für ihn gibt.
„Suche Revier mit 25 bis 30
Hektar Größe für Familie
Familiengründung mit alten Höhle
Höhlenbäumen, Ansitzwarten, einem
ganzjährig leicht erreichbaren
Nahrungsangebot und ung
ungestörten Tagesverstecken“ – so
etwa könnte die Wohnung
Wohnungsanzeige des Waldkauzes fo
formuliert sein. Er wäre ein tre
treuer Mieter: Als Standvogel
bleibt er das ganze Jahr über
in seinem Revier. Unters
Untersuchungen zufolge blieben ssogar 80 bis 90 Prozent der b
beringten Paare zeitlebens im
gleichen
Umfeld.
Diese
Standorttreue hilft den Eulen,
auch harte Winter zu überl
überleben, kennen sie doch sämtl
sämtliche Nahrungsquellen und
Verstecke sehr
hr genau. Die
selbstständig
gewordenen
Jungvögel streichen auf der
Suche nach einem eigenen
Revier nur im ersten Herbst
umher, wobei auch sie sich zu
90 Prozent nicht weiter als 50
Kilometer von ihrem Geburt
Geburtsort entfernen.
Auch wenn sein Name a
anderes vermuten
rmuten lässt: Unser
Jahresvogel ist keinesfalls nur
Nicht nur im Wald
Waldkäuze in Baumhöhle - Foto: Rosl
Rössner
Findet unser Jahresvogel
keine geeigneten Baumhöhlen
als Brutplatz, nimmt er auch
ruhige Winkel von Gebäuden,
Scheunen oder Nistkästen an.
Hier darf es lediglich an guten
Einflug-Möglichkeiten
Möglichkeiten
nicht
mangeln. Längst ist er daher
auch in städtischen ParkanlaParkanl
gen, Alleen, alten Scheunen,
Weiter auf Seite 14
1
12
07. April
22. April
25. April
30. April
30. April
30. Mai
03. Juni
05. Juni
21. Juni
Thorsten Mais
Nico Eckert
Hildegard Arnold
Burkhard Hackenberg
Marcel Klein
Pia Jeuck
Jürgen Kratzheller
Verena Schmidt
Thorsten Seelbach
Es war eine Schnupftabakdose,
die hatte Friedrich der Grosse,
sich selbst geschnitzt aus Nussbaumholz.
Und darauf war sie natürlich stolz.
Da kam ein Holzwurm gekrochen,
der hatte den Nussbaum gerochen.
Die Dose erzählte im lang und breit,
von Friedrich dem Grossen und seiner Zeit.
Sie nannte den alten Fritz generös,
da wurde der Holzwurm nervös
und sagte, in dem er zu bohren begann:
„Was geht mich Friedrich der Grosse an!“
---------- Joachim Ringelnatz ---------13
50 Jahre
20 Jahre
60 Jahre
50 Jahre
25 Jahre
60 Jahre
50 Jahre
20 Jahre
45 Jahre
Burgen und Ruinen, Gärten
oder auf Friedhöfen mit altem
Baumbestand zuhause. Dabei
kommt er uns Menschen recht
nah, wenn er auch eher zu
hören als zu sehen ist. Tagsüber versteckt er sich sowohl
in Höhlen als auch gern in
dichten Baumkronen oder
immergrünen Efeugebüschen.
In „ausgeräumten“ Feldfluren ohne Bäume als Ansitzwarten lässt sich unser Jahresvogel nicht blicken. In höheren Gebirgslagen hingegen
gibt es die Art bis in die Nähe
der Baumgrenze – jedoch nur
auf der Sonnenseite von Hängen, die relativ früh schneefrei
werden. Die Anpassungsfähigkeit bei der Wahl des Lebensraumes und der Beutetiere tragen sicher dazu bei,
dass der Waldkauz die häufigste Eule in Deutschland ist.
und des Irans sowie den Libanon und Israel. Vom Himalaya bis an die chinesische
Pazifikküste brütende Käuze
werden inzwischen nicht mehr
zur Art Waldkauz gezählt,
sondern als eigene Art
Himalayakauz
(Strix
nivicolum) abgetrennt.
Auch innerhalb ihres Verbreitungsgebietes sind nicht
alle Waldkäuze gleich. So
singen die Vögel des Atlasgebirges beim mittleren Laut des
Balzrufes ein zweisilbiges
„huhu“ statt eines einsilbigen
„hu“, und die Vögel aus dem
Kaukasus haben eine tiefere
Stimme. Entsprechend werden Waldkäuze auch in verschiedene Unterarten eingeteilt, sind aber immer sofort
als Waldkäuze zu erkennen.
Stabiler Weltbestand
Der europäische Brutbestand wird auf 30.000 bis
940.000 Brutpaare geschätzt.
Weltweit gibt es damit etwa
700.000 bis 1,2 Millionen
Brutpaare. Europaweit können
zumindest in den letzten 25
Jahren keine Bestandsveränderungen festgestellt werden.
Der deutsche Brut-bestand
beträgt nach den Daten von
Verbreitung
Der Waldkauz ist fast überall in Europa zu finden. Nur in
Irland, Nordskandinavien sowie im europäischen Russland fehlt er. Außerhalb Europas besiedelt er Teile Westsibiriens, das Atlasgebirge in
Nordafrika, Teile der Türkei
14
ADEBAR, dem aktuellen Atlas
deutscher
Brutvogelarten,
43.000 bis 75.000 Brutpaare.
Das sind etwa acht bis neun
Prozent des europäischen
Bestandes. Im Ver-
Trend unklar
Der Bestand des Waldkauzes
in Deutschland wird langfristig
als stabil eingeschätzt. GeG
nauere Daten liegen ab 1988
vor. Demnach war von 1988
bis etwa 1997 ein deutlicher
Rückgang festzustellen, seitsei
dem hält sich der Bestand
aber wieder auf konstanter
konstant
Höhe mit den üblichen jährlijährl
chen Schwankungen, die
durch den Bruterfolg und die
Nahrungsverfügbarkeit
im
Winter entstehen. Der BeB
standstrend des Waldkauzes
wird
im
Rahmen
des
„Monitoring Greifvögel und
Eulen
len in Europa“ von freiwillifreiwill
gen Vogelkundlern in immer
gleichen UntersuchungsgebieUntersuchungsgebi
ten erfasst. Geht die Zahl der
Reviere in diesen Gebieten
zurück oder steigt an, so ist
dies mit hoher WahrscheinWahrschei
lichkeit in ganz Deutschland
der Fall. Für eine Schätzung
des gesamten Bestandes
muss ab und zu im ganzen
Land nach Waldkäuzen geg
sucht werden. Das geschah
zuletzt 2005-2009
2009 im Rahmen
der Kartierungen für Atlas
deutscher Brutvogelarten.
Verbreitung des Waldkauzes - Grafik:
NABU Deutschland
gleich zu anderen heimischen
Vogelarten ist dies ein sehr
hoher Anteil. Das zeigt die
große Bedeutung des deu
deutschen Brutbestandes für den
Erhalt dieser Vogelart. In
Deutschland
kommt
der
Waldkauz fast überall
berall vor, ist
aber im Westen häufiger als
im Osten. In den am dichte
dichtesten besiedelten Gebieten fifinden sich über 50 Reviere auf
100 Quadratkilometern. Er
fehlt nur in den waldarmen
Küstenbereichen der Nordsee
und auf den vorgelagerten
Nordseeinseln.
15
(Strigiformes) regelmäßig in
Deutschland, die uns bei der
nächtlichen Suche nach dem
Waldkauz ebenfalls begegnen
können.
Gestatten: Kauz
Der Waldkauz gehört
zur Familie der Eulen
Zehn Arten aus der Familie
der Eulen brüten regelmäßig
in Deutschland. Manche sind
sehr verbreitet, einige sehr
selten. Während der Wal
Waldkauz in unserer Region eher
eine „Allerweltseule“ ist, war
der Uhu bereits fast ausg
ausgestorben.
Waldohreule
hreule und SchleierSchleie
eule sind weit verbreitet und
können auch in unseren StädStä
ten und Dörfern
fern vorkommen.
vorko
Der koboldhafte
boldhafte Steinkauz ist
nur in einigen Regionen anzua
treffen und be
evorzugt Streuobstwiesen
sen sowie Grünland.
Grü
Die kleinen
nen Raufußkäuze
Ra
und
Sperlingskäuze
besiedeln Nadelwälder,
in
denen
der
Waldkauz eher
nicht
vorkommt.
Der
Uhu, die größte
Eule weltweit,
war
in
Deutschland
schon
fast
ausgestorben,
breitet
tet sich dank strengem
Schutz aber erfreulicherweise
wieder aus. Sumpfohreule,
Habichtskauz
kauz und ZwergohrZwergoh
eule
ule sind in Deutschland extex
rem selten.
Familie der Eulen
Sein bekannter Ruf und seine
weite Verbreitung
tung machen u
unseren Jahresvogel hierzula
hierzulande zur „Allerweltseule“. Insg
Insgesamt brüten aber zehn Arten
aus der Ordnung der Eulen
Pressedienst des NABU Deutschland
16
Einladung zur Jahreshauptversammlung des
NABU Waldbrunn e.V.
Hiermit laden wir alle Mitglieder und Naturfreunde mit Partnern zu
unserer Jahreshauptversammlung 2017
am Freitag, den 31. März 2017
20.oo Uhr
in unser Vereinslokal „Nassauer Hof“
in der Oberdorfstraße in Hintermeilingen ein
-- Tagesordnung –
Top 1
Top 2
Top 3
Top 4
Top 5
Top 6
Top 7
Top 8
Top 9
Top 10
Top 11
Top 12
Top 13
Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Totenehrung
Protokoll der JHV 2016
Jahresbericht des Vorsitzenden
Kassenbericht
Bericht der Kassenprüfer
Entlastung des Vorstandes
Neuwahl eines Kassenprüfers
Ehrungen
Grußworte unserer Gäste
Vorschau auf das vor uns liegende Jahr
Sachstand zur Windkraft
Verschiedenes
Anträge zur Tagesordnung können bis zum 10.03.2017 eingereicht werden.
Der Vorstand bittet alle Mitglieder und Naturfreunde um rege Beteiligung an unserer Jahreshauptversammlung.
NABU Waldbrunn e.V.
Der Vorstand
17
Auflösung aus
NATURSCHUTZ
aktuell Nr. 101
Lösungswort lautet:
FRAKTION
Finde heraus, was die Zeichnungen
darstellen,
und
schreibe die Wörter auf. Nun
streichst oder veränderst du
die Buchstaben wie es vorgegeben ist. Aus den restlichen
Buchstaben ergibt sich die
Lösung.
LÖSUNG:
R 121
18
Zwei Buben stehen im Zoo
vor einem großen Tierdenkmal: „Mensch“. Sagt der eine,
„es würde mich schon interessieren was das für ein Vieh
ist?“ Meint der andere:“Hau
ihm doch ein Bein ab, dann
steht es morgen in der Zeitung!“
Tisch lege und du legst noch
vier Eier dazu – wie viele Eier
sind es dann?“ Schüler: „Herr
Lehrer, ich kann keine Eier legen!“
Wie man ein Holzfeuer
macht hatte die kleine Sarah
vorher noch nie gesehen. Sie
sah fasziniert zu, alle anderen
hörten auf zu reden, und es
war so still, das man das Zischen des Streichholzes, das
Züngeln der Flammen und
das Knistern des Holzes hören konnte. In diese Stille hinein ertönte auf einmal Sarahs
Stimme: „Du, Onkel Frank, zu
Hause machen wir das nicht
so, wir haben schon Strom!“
Ehestreit. Er: „Ich warne
dich! Reiz bloß nicht das Tier
in mir!“ Sie: „Glaubst du etwa
im Ernst, dass ich Angst vor
einem Esel habe?“
Der Lehrer zum Schüler:
„Wenn ich drei Eier auf den
19
20
Herunterladen