- Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft - KUNST und MUSIK im Bacherlorstudium Studiengangsbeschreibung, 06.07.2006 Diese Studiengangsbeschreibung gibt den derzeitigen Stand der Beratungen in der Fakultät wieder und wird – voraussichtlich im Zuge der weiteren Planung des Bachelorstudiums – noch ergänzt oder angepasst werden. Aktuelle Informationen und den jeweils letzten Stand dieses Dokuments finden Sie im Internet auf der Seite http://www.zfl.uni-bielefeld.de/bielefelder-modell/studium/kunstmusik Rechtlich verbindlich und vorrangig anwendbar sind die Prüfungs- und Studienordnung für das BachelorStudium an der Universität Bielefeld vom 15. Juli 2002 (BPO) und die im Verkündungsblatt der Universität veröffentlichten Fächerspezifischen Bestimmungen. (Die Studiengangsbeschreibung konkretisiert und interpretiert diese lediglich). 1 1. Allgemeine Voraussetzungen Konsekutive Studiengänge: Bachelor- und Masterstudium Gestufte Hochschulausbildung Seit dem Wintersemester 2002/2003 bietet die Universität Bielefeld in den meisten von ihr angebotenen geistes- und naturwissenschaftlichen Fächern auch und sogar ausschließlich konsekutive Studiengänge an. Mit konsekutiven (aufeinander folgenden) Studienabschlüssen können individuelle Studieninteressen besser berücksichtig werden als mit den bisherigen, überwiegend neun bis zehn Semester umfassenden Studiengängen. Für den ersten berufsqualifizierenden Abschluss Bachelor ist eine Regelstudienzeit von sechs Semestern vorgesehen. Dann kann der Wechsel in das Berufsleben erfolgen oder auch ein weiterführendes Masterstudium angeschlossen werden. Für Masterstudiengänge ist eine Regelstudienzeit von zwei bzw. vier Semestern vorgesehen. Falls dann eine wissenschaftliche Karriere angestrebt wird, besteht die Option einer anschließenden Promotion. Lehramtsoption Die Entscheidung über die Fächerwahl hängt davon ab, ob die Qualifikation für ein Lehramt oder für ein anderes Tätigkeitsfeld gewünscht wird: Wer ein Lehramt anstrebt, orientiert sich am besten an den in den Lehrerausbildungsvorschriften vorgesehenen Fächerkatalogen für die Lehrämter der jeweiligen Schulstufen und Schulformen. Im Ergebnis muss das Studium von zwei Unterrichtsfächern und von Erziehungswissenschaft nachgewiesen werden. Dies lässt sich im Bielefelder Modell durch die Fächerkombination im Bachelor- und Masterstudium erreichen. Dabei kann entweder mit dem Studium von zwei, schulisch relevanten Fächern begonnen werden oder mit einem Unterrichtsfach sowie Erziehungswissenschaft. Erziehungswissenschaft wird jeweils als Nebenfach studiert. Bei einem angestrebten Lehramt an Grundschulen ist zu bedenken, dass Deutsch oder Mathematik verpflichtende Unterrichtsfächer sind. Abschlüsse Nach erfolgreichem Studium wird der akademische Grad eines Bachelor verliehen. Bei einem sozial- oder geisteswissenschaftlichen Kernfach wird i.d.R. der „Bachelor of Arts“ (B.A.) verliehen. Module, Studiennetzpläne Entsprechend den Vorgaben der Kultusministerkonferenz und des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung ist das Bachelorstudium in Module gegliedert, die über einen Zeitraum von ein bis zwei Semestern thematisch zusammenhängende und auf ein Teilstudienziel bezogene Lehrveranstaltungen zusammenfassen. Die Fächerspezifischen Bestimmungen (FsB) regeln, welche Module in welcher Reihenfolge zu absolvieren sind. Dabei kann die Teilnahme an bestimmten Modulen von Zugangsvoraussetzungen wie dem Abschluss anderer Module, abhängig gemacht werden. In grafischen Übersichten werden Beziehungen zwischen den Modulen transparent gemacht. Diese Studiennetzpläne dienen dem schnellen Überblick über die vorgegebene Studienstruktur. Basis, Profil, Ergänzung Das Bielefelder Bacherlorstudium zeichnet sich dadurch aus, dass jedes Kern- und Nebenfach in eine fachliche Basis und verschiedene fachliche Profile gegliedert ist. Die Basismodule vermit2 teln allgemeine fachliche Grundlagen. Am Übergang zum Profilstudium soll eine Orientierung auf ein Tätigkeits- oder Berufsfeld erfolgen. Welche Profile angeboten werden, ergibt sich aus den FsB und aus Kapitel 4 dieser Studiengangsbeschreibung. Berufsorientierung Berufsfeldorientierende Studienelemente sind obligatorischer Bestandteil des Studiums. Sie erlauben es allen Studierenden, die berufliche Orientierung in ihre Studienplanung einzubeziehen. An bestimmten Stellen des Studiums sind Praxisstudien integriert, die sowohl der Orientierung als auch der sinnvollen Vorbereitung auf ein angestrebtes Tätigkeitsfeld dienen sollen. Insgesamt ist das Studienangebot in den Bielefelder Bachelorstudiengängen dadurch gekennzeichnet, dass in vielen Einzelveranstaltungen der Kern- und Nebenfächer Präsentations- und Moderationstechniken eingeübt sowie Sprach- und Medienkompetenz vermittelt werden. Studienbegleitende Leistungskontrollen Im Bachelorstudium gibt es keine separaten Prüfungsphasen. An die Stelle von Abschluss- oder Blockprüfungen treten kontinuierliche studienbegleitende Leistungskontrollen. Da sich diese Form deutlich von traditionellen Prüfungsverfahren unterscheidet, wird in der BPO nicht der Begriff „Prüfungsleistung“ sondern „Einzelleistung“ verwendet. Einzelleistungen werden regelmäßig von den Lehrenden der entsprechenden Veranstaltungen abgenommen und fließen nach Maßgabe der FsB in die Endnote ein. Die meisten Fächer verlangen eine Bachelorarbeit als Abschlussarbeit; der Studienaufwand für diese Arbeit ist i.d.R. unerheblich höher als für sonstige studienbegleitende Einzelleistungen, so dass ihr nicht die überragende Bedeutung von Abschlussarbeiten wie in herkömmlichen Magister- oder Diplomstudiengängen zukommt. Leistungspunkte Den jeweiligen Modulen sind Leistungspunkte (LP) zugeordnet, die den Arbeitsaufwand („workload“) für das Studium des Moduls (Präsenz und Selbststudium) widerspiegeln. Sie stellen ein quantitatives System der Erfassung und Akkumulation von Studienleistungen dar. Ein Leistungspunkt steht dabei für einen Studienaufwand von 30 Stunden (KMK Beschluss vom 24.10.1997). Die gesamte Arbeitsleistung darf im Semester einschließlich der vorlesungsfreien Zeit 900 Stunden oder im Studienjahr 1800 Stunden nicht überschreiten. Dies entspricht einem jährlichen Zeitaufwand von 45 Wochen mit je 40 Stunden. Das Nebenfachstudium umfasst die Hälfte des Studienvolumens des Kernfaches. Kernfächer und Nebenfächer sind – bis auf wenige Ausnahmen – untereinander frei kombinierbar. Allerdings ist die Kombination von drei Studienfächern in diesem Modell nicht möglich. Über Einzelheiten erteilt die Zentrale Studienberatung Auskunft. Für den erfolgreichen Abschluss des Bachelor werden 180 Leistungspunkte benötigt. 120 davon fallen auf das Kernfach und den individuellen Ergänzungsbereich. Das bedeutet für das Nebenfach Kunst und Musik das Erreichen von insgesamt 60 LP. Leistungspunkte werden vergeben, • für die regelmäßige Teilnahme, • für die Mitarbeit an den Lehrveranstaltungen, • für das Erbringen von studienbegleitenden Einzelleistungen. Einzelleistungen können benotet oder unbenotet sein. Das Bachelorstudium ist erfolgreich abgeschlossen, wenn die in den FsB enthaltenen Bedingungen erfüllt sind. Dokumentation der Studienleistungen 3 Das Leistungspunktsystem der BA-Studiengänge ist ECTS-kompatibel, d.h. ein Transfer der Leistungspunkte in andere, z.B. ausländische Studiengänge ist möglich. Hierfür erhalten Studierende beim Abschluss des Studiums mit dem Zeugnis ein „Transcript of Records“ und ein „Diploma Supplement“ (Zeugnisergänzung). In dem „Transcript“ werden alle absolvierten Module einschließlich der dafür vergebenen Leistungspunkte und Noten für erbrachte Einzelleistungen festgehalten. Im „Diploma Supplement“ werden zusätzliche Informationen über den Studiengang selbst, die durchschnittliche Notenverteilung und das Studiensystem vermerkt. Mit diesen Nachweisen können nur Absolventinnen und Absolventen, sondern auch Studierende detaillierte Informationen über Studienverlauf und Studienleistungen bei Bewerbungen oder bei einem Hochschulverband vorlegen. Studienorganisation Der Dekan oder die Dekanin der jeweils für das Studienfach zuständigen Fakultät ist für die Organisation des Studiums und der Leistungskontrolle sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Entscheidungen zuständig; diese Aufgaben können auch an andere Personen delegiert werden. Eine wichtige Rolle spielen die Modulbeauftragten. Sie sind zuständig für die Beratung der Studierenden, die Koordination von Veranstaltungen, die Kontrolle der Modulabschlüsse. Durch ein verstärktes Beratungssystem wird eine frühzeitige Orientierung über Anforderungen und Ziele des Studiums ermöglicht. 2. Das Bachelorstudium im Fach Kunst und Musik Beschreibung und Charakteristik Im Rahmen des Modellversuchs zur konsekutiven Lehrerausbildung bietet die Universität Bielefeld seit Wintersemester 2002/2003 Kunst und Musik als Nebenfach im Bachelorstudium an. Mit dem Bachelorstudium Kunst und Musik als Nebenfach ist die Lehramtsoption an Grund-, Hauptund Realschulen verbunden. Die Fächerkombinationen und andere Details regeln die Angaben zum reformierten Lehramtsstudium im Bielefelder Modell. Mit seinem konsequent durchgeführten fächerübergreifenden Ansatz stellt der Studiengang bundesweit eine Besonderheit dar. Das Bachelorstudium Kunst und Musik vermittelt praktische Fertigkeiten der ästhetischen Arbeit sowie deren theoretische Grundlagen. Es sollen Fähigkeiten im vokalen bzw. instrumentalen Bereich, Gestaltungslehren der Darstellenden Kunst, Techniken und Methoden des Umgangs mit neuen Medien sowie Kenntnisse einer fächerübergreifenden Erziehung erworben werden. Damit ist das Bachelorstudium Kunst und Musik ein anwendungsorientierter Studiengang. Die Veranstaltungen haben ein hohes Maß an Interdisziplinarität, sowohl im praktischen als auch im theoretischen Bereich; was sich u.a. in der gemeinsamen Durchführung zentraler fachübergreifender Lehrveranstaltungen widerspiegelt. Durch die Ausbildung in zwei Disziplinen verlangt der Studiengang von den Studierenden ein erhebliches Maß an Selbstständigkeit. Die Ausbildung von künstlerisch gestaltenden und musikalischen Fähigkeiten reicht über den Seminar- und Werkstattbetrieb hinaus und stellt Projektarbeit in der Profilphase in den Mittelpunkt. Voraussetzungen Voraussetzung für ein sinnvolles und erfolgreiches Studium ist nicht nur ein Interesse an den Fächern selbst, sondern ebenso an deren fächerübergreifendem Potential in der Schnittmenge der 4 Ästhetischen Erziehung. Ein Eignungsgespräch zu Beginn des Sommer- und des Wintersemesters dient der Verortung individueller Stärken und Schwächen. Es soll Aufschluss darüber geben, ob das, was bisher an Kenntnissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten etc. mitgebracht wird, eine geeignete Grundlage für die Aufnahme des Studiums ist. Bildnerische und musikalische Fähigkeiten des/der Kandidaten/in sollen im Hinblick auf die Anforderungen des Studiums nachgewiesen und erörtert werden. Es handelt sich dabei um keine Aufnahmeprüfung. Der Ablauf des Eignungsgesprächs kann etwa so aussehen: Im musikbezogenen Teil sollen die musikalischen Fähigkeiten der Bewerber/innen erörtert werden. Erwartet wird, dass die Bewerber/innen auf einem Instrument ihrer Wahl ein bis zwei Stücke vortragen können, darunter kann auch ein eigenes (improvisiertes) Stück sein; ein vorbereitetes Lied vorsingen; sich zu vorgetragener und gehörter Musik äußern; einfache Höraufgabe bewältigen (Tonfolgen nachsingen, Rhythmus nachvollziehen, Intervalle bestimmen); über Grundkenntnisse in Musiklehre und Musikgeschichte verfügen.1 Im kunstbezogenen Teil des Eignungsgespräches sollen die Bewerber/innen eine geordnete Mappe mit Arbeiten vorlegen, die zeigen, mit welchen gestalterischen Bereichen sie sich schwerpunktmäßig beschäftigt haben; spontan kleine Gestaltungsarbeiten ausführen; grundlegende kunstgeschichtliche Kenntnisse zeigen und vorgelegte Kunstreproduktionen annähernd zuordnen und kommentieren; zu eigenen Arbeiten Stellung nehmen. Die Teilnahme wird im Anschluss bescheinigt. Beschreibung der Profile Der Studiengang ermöglicht in der Profilphase die spezifische Vertiefung von Grundqualifikationen für die dort angebotenen Berufsfelder. Im Nebenfach Kunst und Musik werden zwei Profile angeboten: • Ästhetische Erziehung • Medienästhetik Eine Besonderheit ist die Binnenstruktur des Profils „Ästhetische Erziehung“, da es auf zwei Berufsfelder hin ausgerichtet ist, zum einen das Berufsfeld Schule (GHR), zum anderen außerschulische Bildung. Inhaltlich unterscheiden sie sich in der speziellen Didaktik. Es werden Didaktikveranstaltungen angeboten, die sowohl auf den Bereich Lehramt (GHR) als auch auf außerschulische Bildungsbereiche ausgerichtet sind. Im Berufsfeld „Schule“ werden entsprechende Praxisstudien vor dem Hintergrund einer fächerübergreifenden ästhetischen Erziehung angeboten. Die Praxisstudien der außerschulischen Bildung sind auf Aspekte der Freizeitpädagogik und Erwachsenenbildung etc. hin ausgerichtet. Die Profilphase zeichnet sich in der Lehre durch eine hohe Verknüpfungsstruktur mit relevanten Fakultäten (z.B. Pädagogik, Mediengestaltung u.a.) sowie mit außeruniversitären Bildungseinrichtungen aus, was den Studierenden eine breitere Ausbildung garantiert. Die in allen Profilen vorhandene Schwerpunktsetzung auf Projektarbeit kommt nicht nur dem fächerübergreifenden Aspekt in beiden Profilen entgegen, sondern initiiert und fördert ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit. Die Durchlässigkeit zwischen beiden Profilen ist bis zum vierten Semester gewährleistet. Hinweise zur Lehramtsoption Zusätzlich zur Lehramtsoption GHR „Kunst & Musik“ besteht die Möglichkeit im Bachelorstudiengang die Fakultas für jeweils eines der Fächer Kunst oder Musik zu erhalten. Voraussetzung 1 Etwa: Ulrich Michels, dtv-Atlas zur Musik Bd. 1, z. B. S. 66 – 67, S. 84 – 85, S. 96 – 97; Musikgeschichte: Epochen seit ca. 1500. 5 dafür ist die obligatorische Teilnahme an drei zusätzlichen Lehrveranstaltungen im Umfang von je 2 SWS bzw. jeweils 3 LP. Diese teilen sich wie folgt auf: Eine Veranstaltung im Modul BT.1 oder BT.2, eine Veranstaltung im Modul BD.1 oder BD.2, sowie eine Veranstaltung im Modul BW. Um die Fakultas für Kunst oder Musik zu erteilen, ist sicherzustellen, dass mindestens 35 SWS in einem der beiden Fächer absolviert wurden. Struktur und Prüfungsmodalitäten Die Lehrenden des Faches Kunst und Musik verfolgen in der Organisationsstruktur des Studiums nicht nur einen integrativen Ansatz, sondern geben der freien Arbeit verhältnismäßig großen Raum. Daher stellen die Lehr- und Lernformen größtenteils Werkstätten und Projektarbeit dar. Präsentation und Dokumentation der eigenen Arbeit wird vom ersten bis zum letzten Semester große Bedeutung beigemessen, um das eigene ästhetische und pädagogische Tun anderen vorzustellen, zu begründen und theoretisch zu reflektieren. Hierauf ausgerichtet sind vor allem die Prüfungsmodalitäten in den Werkstätten und Projekten. Hausarbeiten in kunst- und musiktheoretischen Veranstaltungen folgen – wie in anderen Fächern auch – den üblichen Bedingungen. Um die Vergleichbarkeit zwischen beiden Disziplinen sowie den Kernfächern zu wahren, sind für die Abfassung und die Bewertung von wissenschaftlichen Hausarbeiten und praktischen Arbeiten Infoblätter verfasst worden, die auch auf der Internetpräsenz der Abteilung abzurufen sind. Sowohl bestandene als auch nicht bestandene Einzelleistungen können grundsätzlich beliebig oft wiederholt werden. Ist eine Einzelleistung mehrfach bestanden, wird die beste Note in den Berechnungen der Modul- bzw. Gesamtnote berücksichtigt. Das Kaleidoskop stellt den Abschluss des Bachelorstudiums dar. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Präsentation künstlerischer Studieninhalte. Während im Modul „Ästhetische Erziehung“ der Vokal- und Instrumentalvortrag integrativer Bestandteil der Präsentation ist, wird er im Profil „Medienästhetik“ gesondert abgeschlossen. Einzelheiten zur Ausgestaltung des Moduls Kaleidoskop sind den Modulbeschreibungen in dieser Studiengangsbeschreibung zu entnehmen. Eine weitere Besonderheit stellt ein obligatorisches Orientierungsgespräch (OG) im vierten Semester dar. Es ist Voraussetzung für die Profilmodule. In diesem Gespräch werden die individuellen Fähigkeiten vor dem Hintergrund des angestrebten Tätigkeitsfeldes diskutiert, um eine optimale Betreuung zu gewährleisten. Der/Die in diesem Zusammenhang frei gewählte Lehrende begleitet die/den Studierende(n) als Tutor bis zum Ende des Bachelorstudiums. Die zweimal im Jahr stattfindenden internationalen Akademien dienen der Ergänzung und Vertiefung gestalterischer Fähigkeiten. Sie sind interdisziplinär und werden als Zusätze mit der Möglichkeit des Erwerbs von Leistungspunkten angeboten. Tätigkeitsbereiche Je nach Kombination des Faches Kunst und Musik mit einem anderen Fach und/oder weiterer fachwissenschaftlicher Qualifizierung eröffnen sich etwa die folgenden Tätigkeitsfelder: • • • • • Lehrer/-in in der Grund-, Haupt- oder Realschule (MA); Tätigkeit als Lehrende an Institutionen der Erwachsenenbildung im Bereich der Ästhetischen Erziehung; Tätigkeit bei Institutionen im Bereich Kulturarbeit; Tätigkeit in Bereichen ästhetischer Medienpraxis (Studios, Theater etc.); Tätigkeit bei Verlagen, Entwicklung von Lehrmaterial zur ästhetischen Erziehung (MA, Promotion). 6 Für das Berufsfeld Schule (GHR) ist eine zweisemestrige Masterphase an das Bachelorstudium anzuschließen. 3. Modulübersichten Die folgenden Übersichten sind den Fächerspezifischen Bestimmungen des Bachelorstudiums Kunst und Musik entnommen. Der Buchstabe „B“ zu Beginn der abgekürzten Modulbezeichnung steht für „Bachelor“. Eine genaue Beschreibung der jeweiligen Module findet im Kapitel 4 statt. Basismodule im Bachelorstudiengang Kunst und Musik Modulbezeichnung BGK BGM BT BW BE Summe: Einzelleistung Benotet Unbenotet Empfohlenes Fachsemester LP SWS 9 9 6 6 1-2 1-2 2 2 1 1 9 6 2-3 1 2 8 4 3–4 1 1 36 2 24 3–4 Mind. je 3 LP in BGK und BGM BGK, BGM BT 1 5 6 Voraussetzung Profilmodule im Bachelorstudiengang Kunst und Musik Profil: Ästhetische Erziehung Modulbezeichnung LP Empfohlenes Fachsemester SWS Einzelleistung Benotet Unbenotet BD 8 8 4–5 1 BP 8 8 5–6 1 8 4 5–6 1 24 20 BGK, BGM, BT, OG 1 Kaleidoskop Summe: 3 Voraussetzung BGK, BGM, OG BGK, BGM, BT, BW, BE, OG 1 Profilmodule im Bachelorstudiengang Kunst und Musik Profil: Medienästhetik Modulbezeichnung BPr LP 8 SWS 8 Empfohlenes Fachsemester 4–5 7 Einzelleistung Benotet Unbenotet 1 Voraussetzung BGK, BGM, BT, OG BP Kaleidoskop Summe: 4. 4.1 8 8 5–6 1 8 4 5–6 2 24 20 4 1 BGK, BGM, OG BGK, BGM, BT, BW, BE, OG 1 Modulbeschreibung Basismodule Jedes Modul besteht aus drei bis sieben Komponenten (Lehrveranstaltungen) und ist aus Seminaren, instrumentalem und vokalem Unterricht, Werkstätten und Exkursionen zusammengesetzt. Angelehnt an die spezifischen Fachdidaktiken und Schlüsselqualifikationen der Disziplinen Kunst und Musik sind die Lehrveranstaltungen mit Bezeichnungen versehen, die jeweilige Themenkomplexe thematisch und inhaltlich fokussieren. Die benotete Einzelleistung wird durch eine schriftliche Hausarbeit, ein ausführliches Referat oder durch eine praktische Arbeit erbracht. Die Basismodule (1. bis 4. Semester) sind Voraussetzung für die anschließenden Profilmodule (4. bis 6. Semester). Der Abschluss eines Moduls sollte im Regelfall zwei Semester nicht überschreiten. Das Lehrangebot ermöglicht den Abschluss von Modulen innerhalb von einem bis zwei Semestern. Die Abteilung ist bemüht, in der Stundenplangestaltung Kollisionen mit in Kombination mit Kunst und Musik häufig gewählten Kernfächern zu vermeiden. BGK (Modul Gestaltung Kunst) BG.1 Punkt und Linie zu Fläche Gestaltungslehre 1: zweidimensionaler Bereich. BG.2 Aspekte des Körperhaften Gestaltungslehre 2: dreidimensionaler Bereich. BG.3 Prozesse, Situationen, Abläufe Gestaltungslehre 3: von der Statik zur Dynamik. In den Veranstaltungen werden die theoretischen und praktischen Voraussetzungen für die weitere Arbeit verankert. Es sind sogenannte Grundwerkstätten, in denen vorwiegend in Kleingruppen und individuell unter Anleitung praktisch gearbeitet wird. Die Teilnehmerzahl in den Gruppen sollte 15 nicht überschreiten. Als Eingangsqualifikationen sind die im Rahmen des Eignungsgespräches eingereichten künstlerischen Arbeiten anzusehen. Der Anteil der Eigenarbeit ist hoch. In jeder Werkstatt wird eine Einzelleistung in Form praktischer Arbeiten und deren Dokumentation erbracht. Die praktische Arbeit aus zwei Veranstaltungen wird benotet. Die Einzelleistung einer Veranstaltung bleibt unbenotet. Die Reihenfolge der Werkstätten kann variiert werden. Für den Abschluss des Moduls sind insgesamt 9 LP zu erreichen, die sich wie folgt aufteilen: 2 LP für aktive Teilnahme, 1 LP für die Anfertigung praktischer Arbeiten und deren Dokumentation im Umfang von ca. 30 h. Dieses Modul wird üblicherweise in den ersten beiden Semestern studiert. Lehrende: Berkau, Bock, Kräussl, Schmidt, Sommer, Thienenkamp, Wäschle 8 BGM (Modul Gestaltung Musik) BG.4 Musik ist die Mitte I Instrumentaler (Klavier, Gitarre etc.) und vokaler Unterricht. BG.5 Vom Klang zum Klanggefüge Musikalische Praxis. BG.6 Musik und Bewegung Performativer Tanz. In BG.4 werden vor allem praktische Grundlagen erworben, die für die anschließende musikalische Arbeit von Bedeutung sind, wie z.B. der Gebrauch der Stimme hinsichtlich korrektem Singen und Sprechen sowie instrumental technische Fertigkeiten. Liedanleitung- und Ensembleleitung findet in BG.5 statt. Dort werden Grundtechniken des einfachen Anleitens von Liedern, Kanons sowie Grundfertigkeiten des Ensemblespiels etc. erprobt. BG. 6 fördert die Verbindung zwischen eigener Körperwahrnehmung und Musik. BG.4 wird als unbenoteter Einzelunterricht erteilt, die anderen beiden als Gruppen- oder Kleingruppenunterricht. Der Arbeitsaufwand ist in allen Veranstaltungen hoch. Als Eingangsqualifikationen gelten die Leistungen des Eignungsgespräches. Das Modul BGM besteht aus drei Veranstaltungen, in denen je eine Einzelleistung in den Bereichen Musikalische Praxis und Performativer Tanz in Form eines Vorspiels und/oder einer Klausur und/oder eines Veranstaltungsberichts erbracht werden; zwei davon sind unbenotet, eine benotet. Für den Abschluss des Moduls sind insgesamt 9 LP zu erreichen; je 3 LP pro Veranstaltung. Sie teilen sich folgendermaßen auf: 2 LP für aktive Teilnahme, 1 LP für eine praktische Arbeit (Vorspiel, Dirigieren, Liedanleitung etc.) Auch dieses Modul wird üblicherweise in den ersten zwei Semestern studiert. Lehrende: Clausen, Lang, Rühl, Unterrichtsbeauftragte (Vokal- u. Instrumentallehrer) BT (Modul theoretische u. praktische Grundlagen und Methoden) BT.1 Das Bild der Welt in der Bilder- und Klangwelt Geschichte und Theorie der Künste in Epochen und systematischen Einheiten. BT.2 Kunst und Musik im analytischen Prozess Methoden der Kunst- und Musikbetrachtung, Musik und Kunstanalyse. BT.3 Musik ist die Mitte II Vertiefung des Instrumental- und Gesangunterrichts. In diesem Modul wird sowohl praktisch als auch theoretisch gearbeitet, wobei Vortrag, Informationserarbeitung, Anwendung und Übung sich abwechseln. Klein- und Großgruppenarbeit geschehen ebenfalls im Wechsel. Eingangsvoraussetzung ist die Teilnahme an mindestens einer Übung aus dem Modul BGM/BGK. Die drei Einzelleistungen werden in Form einer Klausur, Referat oder Hausarbeit, wahlweise in Kunst- oder Musikgeschichte sowie in Form einer musikalischen Prüfung erbracht. Eine Vokal- und Instrumentalleistung in BT.3 wird als unbenotete Einzelleistung erbracht. Die Teilnahme an zusätzlichen kunst- oder musikgeschichtlichen Veran- 9 staltungen wird empfohlen. Die Teilbereiche unterliegen keiner Reihenfolge, sind also austauschbar. Es sind auch hier insgesamt 9 LP zu absolvieren, die sich wie folgt aufteilen: 2 LP für aktive Teilnahme, 1 LP für Klausur, Hausarbeit, Referat (oder musikalische Prüfung in BT.3). Letztere wird nicht benotet. Eine der beiden Einzelleistungen in BT.1 oder BT.2 wird benotet. Zeitpunkt ist das 2.-3. Semester. Lehrende: Clausen, Kahrmann, Kräussl, Lang, Schmidt, Thienenkamp, Unterrichtsbeauftragte (Vokal- u. Instrumentallehrer) BW BW.1 BW.2 BW.3 BW.4 BW.5 BW.6 BW.7 (Modul Werkstatt: Spezialisierung in der Gestaltung) Malerei Grafik und Drucken Plastik und Skulptur Fotografie und Film Computerbilder – Computertöne Komposition in Bild und Ton Arrangement Die Werkstätten dienen der Spezialisierung und der besonderen Vertiefung in einem individuell gewählten praktischen Bereich. Die Teilnahme an mindestens zwei Werkstätten im Umfang von je 4 LP ist Pflicht. Eine davon muss musikalische Anteile enthalten (BW.5-7). Als Voraussetzung gilt der Abschluss der Module BGK und BGM. Die benotete Einzelleistung wird in Form einer Präsentation von künstlerischen Arbeiten mit einer darauf bezogenen Dokumentation erbracht. Es sind insgesamt 8 LP zu absolvieren, die sich wie folgt aufteilen: 2 LP für aktive Teilnahme, 2 LP für die Anfertigung praktischer Arbeiten und deren Dokumentation im Umfang von ca. 60 h. Die praktische Arbeit aus einer Werkstatt muss benotet werden. Zeitpunkt ist das 3.-4. Semester. Lehrende: Berkau, Clausen, Kahrmann, Kräussl, Lang, Sommer, Thienenkamp, Wäschle BE (Exkursionen) Exkursionen dienen kunst-, musik- und kulturgeschichtlichen Studien. Sie werden regelmäßig angeboten, pro Semester mindestens eine. Sie sollten ab dem 4. Semester wahrgenommen werden. Sie umfassen eine betreute Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Voraussetzung ist der Besuch von BT 1. Verpflichtend sind halb- und ganztägige Exkursionen im Gesamtumfang von 1 LP. Zu einer Exkursion gehören die Vorbereitung, die Durchführung und die Nachbereitung. Die unbenotete Einzelleistung wird in Form eines Exkursionsberichts erbracht, der den Verlauf der Exkursion vor einem theoretischen Hintergrund reflektiert. Dieses Modul wird mit 1 LP bemessen. Es wird empfohlen, an Exkursionen über das vorgeschrieben Maß teilzunehmen, da damit gleichzeitig Ressourcen erschlossen werden, die z.B. im Berufsfeld Schule von Nutzen sein können. Lehrende: Clausen, Kahrmann, Kräussl, Lang, Thienenkamp 4.2 Profile 10 Die beiden Profilmodule bestehen aus drei bis sieben Komponenten. Im Mittelpunkt steht die Projektarbeit, in der der integrative Charakter beider Disziplinen unter Anleitung praktisch umgesetzt werden soll. Dementsprechend werden im Modul Didaktik die Fachdidaktiken unter fächerübergreifenden Aspekten erarbeitet und in berufsfeldbezogenen Praxisstudien erprobt. Über den Erwerb von fachlichen Qualifikationen hinaus sollen die Studierenden ihre Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten sowie ihre Fähigkeiten zu selbständiger Arbeit durch Zusammenarbeit in Gruppen und in der Durchführung von Projekten erweitern. Studienergänzende Praxisstudien dienen einer berufsrelevanten und akademischen Grundausbildung. Profil A: Ästhetische Erziehung BD (Modul Didaktik) BD.1 Das System der inneren Bilder Zur Entwicklung des bildnerischen Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen. BD.2 Klänge und Spuren Zur Entwicklung des musikalischen Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen. BD.3 Kunst und Musik als pädagogischer Prozess Bedingungen und Entscheidungen bildnerischer und musikalischer Rezeption Produktion in Verbindung mit Praxisstudien. und Voraussetzung für dieses Modul ist der Abschluss der Module BGK und BGM sowie die Teilnahme am Orientierungsgespräch. In diesem Modul wird an verschiedene Formen der Vermittlung künstlerischer und musikalischer Inhalte und Fertigkeiten theoretisch und praktisch herangeführt. BD.3 kann folgende Inhalte umfassen: • Fragestellungen hinsichtlich pädagogischer Wirklichkeiten, spezieller Bildungseinrichtungen sowie deren Umfeld vor dem Hintergrund ästhetischer Erziehung; • Entwicklung didaktischer Modelle; • Unterrichtsbeobachtung und -reflexion. Studierende, die sich für das Berufsfeld Schule (Lehramt GHR) qualifizieren wollen, absolvieren in diesem Zusammenhang Praxisstudien für dieses Berufsfeld. Studierende, die sich für das Berufsfeld Außerschulische Bildung qualifizieren wollen, absolvieren Praxisstudien in außerschulischen Bildungseinrichtungen. Es sind insgesamt 8 LP zu erreichen, die sich wie folgt aufteilen: 2 LP für aktive Teilnahme an BD.1, 2 LP für aktive Teilnahme an BD.2, 4 LP für Praxisstudien inkl. Begleitseminar und detailliertem, benotetem Bericht. Zeitpunkt ist das 4.-5. Semester. Lehrende: Clausen, Kahrmann, Lang, Thienenkamp BP Projektarbeit (BP) BP.1 Ohr und Auge Musik und Kunst im biografischen Kontext. 11 BP.2 Zeitströme Musikalische und künstlerische Theorie und Praxis in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. BP.3 Räume und Wege Musik, Bewegung und Bild in räumlichen Beziehungen. BP.4 MixTour Neue und alte Medien in mediengestalterischen Dialogen. BP.5 Innen und Außen Ästhetische Antworten in transkulturellen Zusammenhängen. Voraussetzung für dieses Modul ist der Abschluss der Module BGK und BGM sowie die Teilnahme am Orientierungsgespräch. Die Projekte bilden den Kern des Studiums. Sie verlangen sehr viel Engagement, gruppenorientiertes Arbeiten und selbstorganisiertes Vorgehen. Sie beinhalten die Möglichkeit einer Spezialisierung und somit Vorbereitung auf das Kaleidoskop. Die Teilnahme an zwei Projekten ist Pflicht. Es wird empfohlen bei weiteren mit zu arbeiten. Die Betreuung der Projektgruppe erfolgt in Gruppen und individuell. Eine sinnvolle Ergänzung finden die Projektmodule in den internationalen Akademien, die im Fachbereich angeboten werden. Die Teilnehmerzahl pro Veranstaltung sollte 15 nicht überschreiten. Insgesamt sind 8 LP zu erreichen, in jedem Projekt 4 LP: 2 LP für aktive Teilnahme, 2 LP für die Planung und Anfertigung eigenständiger praktischer Arbeiten, deren Dokumentation und Präsentation im Umfang von ca. 60h. Eines der Projekte muss benotet werden, das andere bleibt unbenotet. Zeitpunkt ist das 4.-5. Semester. Lehrende: Clausen, Kahrmann, Kräussl, Lang, Schmidt, Thienenkamp BK Kaleidoskop Vorbereitung und Gestaltung der Bachelorarbeit BK.1 Integration ist A und O Integratives Arbeiten. Musik ist die Mitte III Instrumental- und Gesangunterricht als Teil der Bachelorarbeit. BK.2 Voraussetzung für dieses Modul ist der Abschluss der Module BGK, BGM, BT, BW und BE sowie die Teilnahme am Orientierungsgespräch. Im Profil „Ästhetische Erziehung“ sollen musikalische und bildnerische Inhalte integrativ präsentiert werden. Das Modul darf frühestens zum 5. Semester belegt werden. Das Kaleidoskop vertieft den theoretisch-praktischen Aspekt der einzelnen Disziplinen Kunst und Musik und ihre integrativen Qualitäten. Es schließt mit einer benoteten Einzelleistung ab. Nach Absprache mit den Lehrenden werden musikalische und künstlerisch-praktische Anteile Gegenstand der benoteten Einzelleistung. Kaleidoskop stellt den künstlerischen und wissenschaftlichen Abschluss des Bachelorstudiums dar. Die Präsentation der künstlerischen und musikalischen Arbeit soll mindestens 30 Minuten und darf nicht länger als 45 Minuten dauern. Sie muss einen mind. 10minütigen instrumentalen oder vokalen Vortrag enthalten. Für die Erbringung der Einzelleistung wird der Zeitraum von einem Semester als ausreichend betrachtet. Die Prüfung wird von zwei Prüfungsberechtigten, je einem aus dem Bereich 12 Musik und einem aus dem Bereich Kunst, abgenommen und beurteilt. Die Bewertung des Moduls ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der beiden Einzelbewertungen. Es sind insgesamt 8 LP zu absolvieren, die sich wie folgt aufteilen: 2 LP für das Teilmodul „Musik ist die Mitte III“, 1 LP für ein begleitendes Kolloquium, 5 LP für praktische Arbeit, deren Dokumentation und Präsentation. Zeitpunkt ist das 5.-6. Semester. Lehrende: Clausen, Kahrmann, Kräussl, Lang, Thienenkamp Profil B: Medienästhetik BPr Medienpraxis BPr.1 BPr.2 BPr.3 Digitale Bild- und Klangproduktion Analoge Bild- und Klangproduktion Praxisstudien Voraussetzung für dieses Modul ist der Abschluss der Module BGK, BGM und BT sowie die Teilnahme am Orientierungsgespräch. Dieses Modul dient der Vertiefung in einem praktischen Bereich. BPr.1 +2 flankieren die Durchführung der Praxisstudien. In BPr.3 stehen Erfahrungen in Produktion, Distribution sowie Praxisstudien in Institutionen wie Radio oder Theater im Mittelpunkt. Zum Abschluss ist ein detaillierter Bericht anzufertigen. Dieser bildet die Grundlage für die Modulnote. Es sind 8 LP zu erreichen, die sich wie folgt aufteilen: 2 LP für aktive Teilnahme an BPr.1, 2 LP für aktive Teilnahme an BPr.3, 4 LP für Praxisstudien inkl. Begleitseminar und detailliertem, benotetem Bericht. Zeitpunkt ist das 4.-5. Semester. Lehrende: Clausen, Kahrmann, Kräussl, Lang, Thienenkamp BP Projektarbeit (BP) BP.1 Digitale Bild- und Klangproduktion Musik und Kunst im biografischen Kontext. BP.2 Zeitströme Musikalische und künstlerische Theorie und Praxis in Vergangenheit, Gegen Zukunft. BP.3 Räume und Wege Musik, Bewegung und Bild in räumlichen Beziehungen. BP.4 MixTour Neue und alte Medien in mediengestalterischen Dialogen. BP.5 Innen und Außen Ästhetische Antworten in transkulturellen Zusammenhängen. wart und Voraussetzung für dieses Modul ist der Abschluss der Module BGK und BGM sowie die Teilnahme am Orientierungsgespräch. Die Projekte bilden den Kern des Studiums. Sie verlangen 13 sehr viel Engagement, gruppenorientiertes Arbeiten und selbstorganisiertes Vorgehen. Sie beinhalten die Möglichkeit einer Spezialisierung und somit Vorbereitung auf das Kaleidoskop. Die Teilnahme an zwei Projekten ist Pflicht. Es wird empfohlen bei weiteren mit zu arbeiten. Die Betreuung der Projektgruppe erfolgt in Gruppen und individuell. Eine sinnvolle Ergänzung finden die Projektmodule in den internationalen Akademien, die im Fachbereich angeboten werden. Die Teilnehmerzahl pro Veranstaltung sollte 15 nicht überschreiten. Insgesamt sind 8 LP zu erreichen, in jedem Projekt 4 LP: 2 LP für aktive Teilnahme, 2 LP für die Planung und Anfertigung eigenständiger praktischer Arbeiten, deren Dokumentation und Präsentation im Umfang von ca. 60h. Eines der Projekte muss benotet werden, das andere bleibt unbenotet. Zeitpunkt ist das 4.-5. Semester. Lehrende: Clausen, Kahrmann, Kräussl, Lang, Schmidt, Thienenkamp BK Kaleidoskop BK.1 Integration ist A und O Integratives Arbeiten - Kolloquium Musik ist die Mitte III Instrumental- und Gesangunterricht als Teil der Bachelorarbeit BK.2 Voraussetzung für dieses Modul ist der Abschluss der Module BGK, BGM, BT, BW und BE sowie die Teilnahme am Orientierungsgespräch. Im Profil Medienästhetik müssen musikalische und bildnerische Medien im Kaleidoskop verbunden werden. Das Modul darf frühestens zum 5. Semester belegt werden. Nach Absprache mit den Lehrenden werden musikalische und künstlerisch-praktische Anteile Gegenstand der benoteten Einzelleistungen. Musik ist die Mitte III bedeutet den Abschluss der Instrumental- und Vokalausbildung im Studium. Die Veranstaltung beinhaltet eine benotete Einzelleistung in Form eines instrumentalen und vokalen Vortrags im Umfang von ca. 20 Minuten. Ein Lehrender des Faches Musik und die Instrumental- und Gesanglehrer benoten den Vortrag gemeinsam. Das Kaleidoskop ist produktorientiert und schließt mit der Präsentation einer medienübergreifenden Abschlussarbeit. Sie wird im Rahmen des Kolloquiums BK.1 vorbereitet und muss integrative Elemente enthalten. Die Präsentation der Arbeit soll mindestens 20 Minuten und darf nicht länger als 30 Minuten dauern. Die Prüfung wird von zwei Dozenten, je einem aus dem Bereich Musik und einem aus dem Bereich Kunst, abgenommen und beurteilt. Die Bewertung des Moduls ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der beiden Einzelbewertungen. Es sind insgesamt 8 Leistungspunkte zu absolvieren, die sich wie folgt aufteilen: 3 LP für das Teilmodul „Musik ist die Mitte III“, 1 LP für ein begleitendes Kolloquium, 4 LP für die medienübergreifende praktische Arbeit und deren Präsentation. Zeitpunkt ist das 5.-6. Semester. Lehrende: Clausen, Kahrmann, Kräussl, Lang, Thienenkamp 4.3 Lehrende und Verantwortlichkeit 14 Die Lehrenden der Abteilung Kunst und Musik haben sich der konsequenten fächerübergreifenden Arbeit verpflichtet und stehen während der gesamten Studienzeit den Studierenden als Impulsgeber und/oder Tutor zur Seite. Der erfolgreiche Abschluss eines Moduls ist durch eine Modulbescheinigung zu dokumentieren, die von den für das jeweilige Modul zuständigen Lehrenden des Faches Kunst und Musik ausgestellt werden. Die einzelnen Modulbeauftragten ergeben sich aus folgender Aufstellung: Modul Lehrende BGK: BGM: BT: BW: BE: BD: BP: BPr: Prof. Dr. Klaus-Ove Kahrmann Prof. Dr. Bernd Clausen (JunProf.) Dr. Lothar Kräussl Prof. Dr. Klaus-Ove Kahrmann/Dr. Robert Lang Prof. Dr. Bernd Clausen (JunProf.)/Heike Thienenkamp Dr. Robert Lang/Martina Schmidt Prof. Dr. Bernd Clausen (JunProf.)/Heike Thienenkamp/Martina Schmidt Dr. Lothar Kräussl Für den Instrumental und Vokalunterricht ist die Fachgruppe Musik (Clausen/Lang) zuständig. Das Kaleidoskop wird vom gewählten Tutor betreut. 5. 5.1 Studieninformationen Organisationsstruktur des Faches Der Lernbereich Kunst und Musik als Abteilung der Fakultät Linguistik und Literaturwissenschaft vereinigt hauptamtlich Lehrende beider Disziplinen, Lehr- und Unterrichtsbeauftragte sowie eine Werkmeisterin. Hinzu kommen studentische Hilfskräfte, die einzelne Arbeitsbereiche (Ton-, Videostudio, Foto- und Medialabor etc.) betreuen sowie das Sekretariat für die Erledigung administrativer Aufgaben. Die Fachversammlung trifft sich unregelmäßig, mindestens aber dreimal im Semester. Studierende der Abteilung haben eine sogenannte kleine Fachschaft gewählt, um die Belange der Studierenden des Faches Kunst und Musik in die Fachschaft der Fakultät zu tragen. Bei Problemen, Beschwerden und dergleichen können sich die Studierenden insbesondere an die Sprecher des Faches Kunst und Musik bzw. seines Vertreters wenden. Bei studienbedingten persönlichen Schwierigkeiten ist über die zentrale Studienberatung (ZSb) auch eine psychologische Beratung möglich. Fachsprecher Prof. Dr. Klaus-Ove Kahrmann Universität Bielefeld Abteilung Kunst und Musik Postfach 10 01 31 33501 Bielefeld E-Mail: [email protected] Telefon: 0521-106-6086 Raum S3-119 Stellvertretener Fachsprecher 15 Dr. Robert Lang Universität Bielefeld Abteilung Kunst und Musik Postfach 10 01 31 33501 Bielefeld E-Mail: [email protected] Telefon: 0521-106-6087 Raum T0-233 5.2 Studienberatung Die allgemeine Studienberatung erfolgt durch die zentrale Studienberatung der Universität (ZSb). Sie erstreckt sich auf Studienanforderungen, Studienmöglichkeiten, Studienaufbau und Studieninhalte. Zu Beginn jedes Semesters (in der Regel eine Woche vor dem Beginn der Vorlesungszeit) bieten Lehrende des Faches eine eintägige Einführungsveranstaltung an. Die studienbegleitende Beratung (Tutorat) bezieht sich insbesondere auf Fragen der sinnvollen Gestaltung der Module und auf Schwerpunktsetzungen sowie auf künstlerische und musikalische Belange. Die studienbegleitende Fachberatung erfolgt durch die Lehrenden im Fach, die BA-Beraterin und -berater und durch eine studentische Studienberatung. (Stand: 06.07.2006) BA-Berater (Musik) Dr. Bernd Clausen (JunProf.) Universität Bielefeld Abteilung Kunst und Musik Postfach 10 01 31 33501 Bielefeld BA-Beraterin (Kunst) Heike Thienenkamp Universität Bielefeld Abteilung Kunst und Musik Postfach 10 01 31 33501 Bielefeld E-Mail: [email protected] Telefon: 0521-106-6076 Raum T0-242 E-Mail: [email protected] Telefon: 0521-106-6075 Raum T0-240 6. Praxisstudien Obgleich für das Nebenfach Praxisstudien nicht obligatorisch sind, sind im Bachelorstudiengang Kunst und Musik im Modul BD Praxisstudien im Umfang von 4 LP vorgesehen. Neben dem zeitgleich stattfindenden Orientierungsgespräch (OG) haben diese Praxisstudien einen bedeutenden Stellenwert. Sie dienen einer Orientierung über das prospektive Berufsfeld und sind so ausgerichtet, dass im Studium erworbene Wissen zu überprüfen, ggf. zu erproben und somit auch das Studienverhalten zu beeinflussen. 6.1 Organisation und Struktur Es gibt zwei Modelle von Praxisstudien: Semesterbegleitend und kompakt. Die Praxisstudien werden von einem oder zwei Lehrenden des Faches im Rahmen eines Kolloquiums (Umfang: 0,5 LP) begleitet. Das Kolloquium findet zweitägig vorbereitend statt. 16 Die Abteilung hat einen Praxisstudienpool eingerichtet, der die Angebote bündelt und damit eine bessere Übersicht und Auswahl ermöglicht. Das Angebot umfasst Praxisstudien • an verschiedenen Schulen, inkl. Laborschule, • an der Musik und Kunstschule Bielefeld, • bei Radio Hertz, • beim Ästhetischen Zentrum der Universität Bielefeld. Eigene Vorschläge der Studierenden werden i.d.R. problemlos akzeptiert. Die Abteilung bemüht sich, Einblicke in profilbezogene Berufsfelder zu ermöglichen. 6.2 Abschlussbericht Die Benotung des Moduls BD stützt sich auf den benoteten Abschlussbericht der Praxisstudien. Dieser soll Inhalte und Abläufe im Umfang von ca. 12 Seiten reflektiert darstellen. 7. Schlüsselqualifikation Der Bachelorstudiengang Kunst und Musik initiiert und fördert entscheidende Schlüsselqualifikationen aufgrund seiner interdisziplinären Natur und vollzieht die Ausbildung in Lehr- und Lernformen, die ein breites Spektrum an Schlüsselqualifikationen für Beruf und privates Leben abdecken. Da die fachlichen Diskurse über Schlüsselqualifikationen in wissenschaftlichen Diskursen keine Einheitlichkeit und Verbindlichkeit anbieten, werden im folgenden der Erwerb von Schlüsselqualifikationen im Bachelorstudiengang Kunst und Musik an vier für das Fach spezifischen Kategorien verdeutlicht. 7.1 Wissenschaftliches Arbeiten: • Recherche und sachkundige, kritische Bearbeitung von Fachliteratur und deren Verschriftlichung; • Analyse ästhetischer Sachverhalte. In den Modulen: BGK, BT, BD, K. 7.2 • • • • Präsentation: Medial unterstützte Vortragstechniken; Kritische ästhetische Analyse von Präsentationsergebnissen und Medieneinsatz; Ausstellungen konzipieren, organisieren und durchführen; Moderation und Durchführung musikalischer Vorträge. In den Modulen: BGK, BGM, BT, BW, BP, BPr, K. 7.3 • • • • Handwerk: Üben als wichtiges Lernprinzip internalisieren; Erlernen handwerklicher Techniken künstlerischer und musikalischer Grundlagen; Körperschulung; Stimmschulung. In den Modulen: BGK, BGM, BW, BT, K. 7.4 Sozialkompetenz: • Entwicklung gestalterischer Zusammenhänge in Gruppen; 17 • Anleitung von Gruppen. In den Modulen: BGK, BGM, BW, BP, BD. ______ Prof. Dr. Bernd Clausen (JunProf.) Bielefeld, den 06.07.2006 18