IT-Risk-Management V5: Business Continuity Management

Werbung
IT-Risk-Management
V5: Business Continuity Management
R. Grimm / N. Meletiadou
Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik
Universität Koblenz
1 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Inhaltsübersicht
1. Motivation
2.
3.
4.
5.
Begriffe
Business Continuity Planning
Fallbeispiel: Banking Services Luxemburg S.A.
Firmenumfrage (ATT, CISCO, 2005)
© R. Grimm / N. Meletiadou
2 /60
Motivation
• Gründe für das Unterbrechen von Geschäftsprozesse
–
–
–
–
mehr als 20% IT-Systemausfälle, davon
22% Naturkatastrophe
12% menschliches Verhalten
andere Unterbrechungen z.B. Materialengpass,
Maschinenausfall, Kundenabsage
• Ursachen sind schwer vorherzusehen z.B.
– Terrorismus, Sabotage
– menschliches Versagen
[v.Rössing 2005]
3 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Motivation
• Association of Britisch Insurers
– alle 2,8 Jahre unternehmenskritische Ereignisse
– 88% dieser Ereignisse in einem Bereich ohne BCP
– die Wiederherstellung dauerte in 43% der Fälle länger als 2 Mon.
• Maus im Allianz Zentrum für Technik
– 135.000 Euro Brandschäden
• 43% of U.S. businesses never reopen after a disaster -and 29% close within two years
[v.Rössing 2005]
© R. Grimm / N. Meletiadou
4 /60
Ausfallzeiten und Verluste Meta Group 2009
[Weber/Rosselet/Waser 2009]
5 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Ursachen für Ausfälle
[Weber/Rosselet/Waser 2009]
© R. Grimm / N. Meletiadou
6 /60
Gründe für Ausfälle 2009
© 2009 FRANK Robin Linux-Systems, FRANK Robin Linux-Systems [24.3.2015]
7 /60
© R. Grimm
Inhaltsübersicht
1. Motivation
2. Begriffe
3. Business Continuity Planning
4. Fallbeispiel: Banking Services Luxemburg S.A.
5. Firmenumfrage
© R. Grimm / N. Meletiadou
8 /60
Notfall
• Notfall ist ein Ereignis,
–
–
–
–
–
das dauerhaft
schwerwiegende negative Einflüsse
auf unternehmensentscheidende oder bedeutende Tätigkeiten
eines Geschäftsbereiches
oder der Infrastruktur am Standort zur Folge hat
• Unterscheide
– vorhergesehene und nicht vorhergesehene Notfälle
– versicherbare und nicht versicherbare Notfälle
[Naujocks 2003a]
9 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Notfall vs. Störung
• Notfall
– Ausfall des Gesamtgebäudes samt RZ
– Ausfall einer Filiale
– Ausfall der TK-Anlage über einen festgelegten Zeitraum hinaus
• Störung
– kurzer Stromausfall
– Ausfall der Heizungsanlage
© R. Grimm / N. Meletiadou
10 /60
Anteile des IT-Risikomanagements
• Sicherung der Werte (s.o.)
Informationssicherheit
• Sicherung der Verlässlichkeit der IT
• Verhinderung/Beherrschung eines Notfalls
– Widerstandskraft und Robustheit des Unternehmens gegen
bekannte oder unbekannte Ereignisse
• Wiederherstellung des Betriebes
• Fortführung des Betriebs
Notfallplanung
11 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Informationssicherheit und Notfallplanung
eingebettet in IT-Risk-Management
IT-Risk-Management
IT-Sicherheit
(Security und Safety)
Verlässlichkeit
Information Security
© R. Grimm / N. Meletiadou
Beherrschbarkeit
Notfallplanung
12 /60
Zeitliche Anordnung der Notfallplanung
Business Continuity Planning
Incident Response
Disaster Recovery
Proaktive Maßnahmen
Sofortige Maßnahmen
Wiederherstellungsmaßnahmen
© R. Grimm / N. Meletiadou
13 /60
Business Continuity Planning (BCP)
• „BCP is defined as:
• the identification and protection
• of critical business processes and resources required
– to maintain an acceptable level of business,
– protecting those resources
– and preparing procedures
• to ensure the survival of the organization
• in times of business disruption.“
[Hiles/Barnes P. 2001]
© R. Grimm / N. Meletiadou
14 /60
Incident Response
• „Incident response is a set of activities taken
–
–
–
–
to plan for,
detect,
and correct
the impact of an incident on information assets.
• IR is more a reactive, than a proactive,
• with the exception of the planning
– that must occur to prepare the IR teams
– to be ready to react on an incident“
[Whitman/Mattord 2009]
15 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Disaster Recovery
• „Disaster recovery is the process that takes place
– during and
– after an organizational crisis
• to minimize business interruption
• and return the organization as quickly as possible to a
pre-crisis state“
[Smart 2002]
© R. Grimm / N. Meletiadou
16 /60
IT-Risk-Management vs. BCP
• IT-Risk-Management
– Identifikation von Gefährdung
– Vermeidung von Schadensfällen (Verlässlichkeit)
– Beherrschbarkeit
• Notfallplanung, besonders BCP
– nutzt die Ergebnisse des IT-Risk-Managements
– nach Schadenseintritt
– Minimierung der Schadensauswirkung
17 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
IT-Risk-Management vs. BCP
Risk
Management
IT-Risk
Management
IT-Security
Business
Continuity
Planning
© R. Grimm / N. Meletiadou
Financial Risk
Management
Contingency
Planning
Incident
Response
Disaster
Recovery
18 /60
Inhaltsübersicht
1. Motivation
2. Begriffe
3. Business Continuity Planning
4. Fallbeispiel: Banking Services Luxemburg S.A.
5. Firmenumfrage
19 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Ziele des BCP
• Sicherstellung der Weiterführung von
unternehmenskritischen Tätigkeiten
• Wiederaufbau der Infrastruktur
• Wiederaufnahme der Geschäftsaktivitäten
• Weiterführung der Erbringung der Dienste an die
Kunden auf einem akzeptablen Niveau
[Hiles/Barnes P. 2001] [Naujocks 2003a]
© R. Grimm / N. Meletiadou
20 /60
BCP-Prozess
Projektinitialisierung
Analyse des
Unternehmens
P+D+CA!
Testen und
Warten des
Planes
Entwicklung
des Planes
Implementierung
des Planes
21 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Projektinitialisierung
• BCP als eine Kernaufgabe des Unternehmens
• Bewusstseinsschaffung über:
– die Notwendigkeit eines BCP
– die entstehenden Kosten
• Überzeugung des Top-Managements
© R. Grimm / N. Meletiadou
22 /60
Projektinitiierung
• strategisch
– Ziel festlegen
– Mitgliedern des Top-Managements
– strategische Entscheidungen in Richtung auf Ziel
• taktisch
– Middle-Management und BCP-Experten einbinden
– Entscheidungen koordinieren und Aufgaben verteilen
– korrekte Implementierung und Ausführung des Planes zuweisen
• Operational (in Krise)
– Verantwortliche Mitarbeiter aktivieren
– die im Krisenfall speziell zugeteilten operativen Aufgaben durchführen
[Naujocks 2003a]
23 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
BCP-Prozess
© R. Grimm / N. Meletiadou
24 /60
Analyse des Unternehmens
• Business Impact Analysis (BIA)
– Schadensabschätzung
• Risk Assessment (RA)
– Wahrscheinlichkeitsberechnung
© R. Grimm / N. Meletiadou
25 /60
Business Impact Analysis (BIA)
• Monetäre Auswirkungen
– Verlust von Einnahmen oder Aktienwert
– vertraglich geregelte Geldstrafen aufgrund von nicht erbrachter
Leistung
• Nicht-monetäre Auswirkungen
– Verlust von öffentlichem Ansehen
– Verlust von Vertrauen (sowohl Kunden als auch Zulieferer)
– Verlust von Marktanteilen und Produktivität
[Naujocks 2003a]
© R. Grimm / N. Meletiadou
26 /60
Business Impact Analysis (BIA)
• Wiederherstellungsprofil
– höchstzulässige Ausfallzeiten
– Mindestkapazität
– Bestimmung des Wiederanlaufpunktes
• IT-Abhängigkeit definieren
– Abbildung IT-Funktionen auf Geschäftsprozesse
– Berechnung der Wirkung des IT-Funktionsausfalls auf
Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse
• Identifizierung des Funktionsausfalls
• Kosten des Ausfalls
© R. Grimm / N. Meletiadou
27 /60
Business Impact Analysis (BIA)
• Standorte, Gebäude, Anlagen, Maschinen
– technische maximal Kapazität
– Kapazität unter Berücksichtigung von Gesetzen und Auflagen
• Kunden- und Lieferantenbeziehungen
– Top-30-Kunden, Konzentration auf bestimmte
Kundenbeziehungen
– Top-5-Märkte und -Lieferanten
– gegebenenfalls Erwirtschaftung eines bedeutenden Anteils mit
Produkten aus einem bestimmten Markt
• IT-Infrastruktur und Versorgungseinrichtungen
– Erhebung ertragskritischer Daten und Anwendungen
– Verfügbarkeit von Daten und Anwendungen
– Analyse der Datensicherungsstrategie
[Engel 2005]
© R. Grimm / N. Meletiadou
28 /60
Business Impact Analysis (BIA)
• Durchführung
– Entwicklung eines Fragebogens
– Identifizierung von geeigneten Personen
– Erstellung einer Auswertung
• Auswertung
– Beschreibung von Schlüsselprozessen
– Interdependenzen der Unternehmenseinheit mit anderen
Unternehmenseinheiten, Zulieferern, Kunden
– Konsequenzen eines Ausfalls der Unternehmensfunktion für
verschiedene Zeitperioden
– entstehende Kosten durch Ausfall der Unternehmensfunktion
– minimal benötigte Ressourcen, um Schlüsselprozesse wieder
aufzunehmen
[AudiNet 2001]
29 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
BIA einer Bank [Naujocks 2003b]
© R. Grimm / N. Meletiadou
30 /60
BIA einer Bank [Naujocks 2003b]
31 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Typen von Risiken
[Pow99]
© R. Grimm / N. Meletiadou
32 /60
Risk Assessment
„Risk Assessment is the term used to describe
the probability of occurrence of an incident/ disaster“
[Elliott/Swartz/Herbane 2002]
33 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Risk Assessment
•
•
•
•
Ursachenanalyse
(Wirkung als Teil des BCP oben abgehandelt)
Umfeld der Mechanismen bedenken
Wahrscheinlichkeit zuordnen
© R. Grimm / N. Meletiadou
34 /60
Risk Assessment
• Wahrscheinlichkeiten, zum Beispiel (grob granuliert):
– sehr gering (weniger als in 100 Jahren)
– gering (mehr als einmal in 100 Jahren,
aber weiniger als einmal in 25 Jahren)
– mittel (mehr als einmal in 25 Jahren)
– hoch (mehr als einmal in 5 Jahren)
– sehr hoch (mehr als einmal im Jahr)
35 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Zusammenführung von BIA und RA
(Beispielhafte Belegung)
groß
IT-Zusammenbruch
Terroranschlag
Industrie-Unfall
Kunden-Konkurs
Auswirkung (Impact)
Sabotage
Feuer
Wirtschaftskriminalität
Bedienungsfehler an ...-Anlage
Börse-Crash
niedrig
Wahrscheinlichkeit
hoch
Denial-of-Service-Angriff
IT-Fehler
Überschwemmung
Stromausfall
© R. Grimm / N. Meletiadou
Zulieferer-Konkurs
gering
36 /60
BCP-Prozess
Projektinitialisierung
Analyse des
Unternehmens
Testen und
Warten des
Planes
Entwicklung
des Planes
Implementierung
des Planes
37 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Entwicklung eines BCPs
• Soll der Plan alle oder nur besonders kritische
Unternehmenseinheiten abdecken?
• Soll der Plan sich ausschließlich auf
Informationstechnologie konzentrieren?
• Wie weit soll die sofortige Wiederherstellung der
Unternehmensprozesse im Falle eines Ausfalls gehen?
• Zurück zum „business as usual“ oder nur „operation in
survival mode“?
• Welche finanziellen Mittel stehen zur Verfügung?
© R. Grimm / N. Meletiadou
38 /60
Entwicklung eines BCPs
• Welche Organisation steuert alle relevanten Aktivitäten
für den Wiederanlauf?
• Wer sind die Ansprechpartner und mit welchen
Kompetenzen ist das BC-Team ausgestattet?
• Wer ist verantwortlich für die Krisenkommunikation,
etwa gegenüber Kunden und Lieferanten?
[Schmidt H. 2005]
39 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
BCP-Strategie
• Vorbeugung oder genügt Spontan-Reaktion?
• Schnelle Wiederversorgung
• Alternativer Standort
– kalte Lösung
– warme Lösung
– heiße Lösung
• Alternative Kundenversorgung
• Versicherung
© R. Grimm / N. Meletiadou
40 /60
BSI-Standard 100-4 Notfall-Management
Beispiel einer BCP-Strategie
MTPD = Maximum Tolerable Period of Disruption
RTO = Return To Operations
41 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Business-Continuity-Plan
•
•
•
•
•
•
•
•
Beschreibung der BC-Strategie
Beschreibung des Szenarios und der erwarteten funktionalen
Auswirkungen
Ziel des (konkreten) Planes, Beschreibung von
Minimalanforderungen
Geltungsbereich des BC-Planes und Prozesseigner
Definition der Rolle betroffener Organisationseinheiten
Beschreibung der operativen Maßnahmen
Ergänzende Informationen, etwa Standortinformationen,
Lagepläne, Sicherheitseinrichtungen, etc.
Hinweise auf notwendige Übungen und Übungsrhythmen
[Engel 2005]
© R. Grimm / N. Meletiadou
42 /60
Realisierung von BCP
Projektinitialisierung
Analyse des
Unternehmens
Testen und
Warten des
Planes
Entwicklung
des Planes
Implementierung
des Planes
43 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Implementierung
• Abschluss von Verträgen
• Verteilung von Rollen und Aufgaben
• Entwicklung von Prozessen, Vorgehensweise
– Benachrichtigungsprozedur
• Eskalation
– Wiederherstellung
• sofortige Reaktion
• sofortige Wiederherstellung
• langfristige Wiederherstellung
• Ausarbeiten der endgültigen Lösung
© R. Grimm / N. Meletiadou
44 /60
Implementierung
• Dokumentation des Planes
–
–
–
–
–
Ziele und Umfang des Business Continuity-Planes
Rollen, Verantwortlichkeiten, Aufgaben der Mitarbeiter
Darstellung strukturierter Vorgehensweisen im Katastrophenfall
Kontakte (interne und externe Schlüsselpersonen)
jedem Mitarbeiter verdeutlichen, welche Aufgaben er in einem
Katastrophenfall wie zu erfüllen hat
– Information der Stakeholder
• Anpassung des Plans an realistische Gegebenheiten
45 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
BCP-Prozess
Projektinitialisierung
Analyse des
Unternehmens
Testen und
Warten des
Planes
Entwicklung
des Planes
Implementierung
des Planes
© R. Grimm / N. Meletiadou
46 /60
Test und Wartung
• Ausarbeiten eines Testplans
– Theoretische Überprüfung des Planes durch das TopManagement
• Praktischer Test einzelner Komponenten
– Benachrichtigungsketten
– Großangelegter Test Durchführen
•
•
•
•
•
•
Dokumentieren
Auswerteten
Revidieren
Verbessern und Umsetzen
Schulung
Weiterentwicklung
47 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Inhaltsübersicht
1. Motivation
2. Begriffe
3. Business continuity planning
4. Fallbeispiel: Banking Services Luxemburg S.A.
5. Firmenumfrage
© R. Grimm / N. Meletiadou
48 /60
Fallbeispiel BSL – Banking Services Luxembourg
• Banking Services Luxembourg S.A.
• Unterstützung des IT Recovery Planning der Kunden
• Gegründet von einer Luxemburger Bankenkooperation
– zunächst zwei Gründungsmitglieder
– später Gewinnung weiterer Banken,
die die Dienstleistungen nutzen wollen
• Ziel:
– Cost Sharing, d.h.
– Senkung der Business-Continuity-Kosten
durch gemeinsames Notfallzentrum
[Velenz/Weil 2003]
49 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Fallbeispiel BSL
• BSL garantiert Wiederanlauf innerhalb einer Stunde
• BSL stellt eine Workplace Recovery Site zur Verfügung
– Platz für maximal zwei Banken zur selben Zeit
• maximal sechs Kunden
• die Hauptsitze zweier Kunden dürfen nicht zu nahe
beieinander liegen
© R. Grimm / N. Meletiadou
50 /60
Ergebnis der BIA einer Bank (Beispiel)
Priorität
Zeitrahmen der
Wiederherstellug
Geschäftsprozesse
1
bis 1 Stunde
Handel, Private Banking,
Kasse
2
1 – 6 Stunden
Abwicklung Wertpapiere,
Service Private Banking,
Poststelle
3
6 Stunden – 4 Tage
Wertpapierverwaltung,
Risikocontrolling,
Rechnungswesen
4
mehr als 4 Tage
Revision, Recht,
Personalwirtschaft,
Steuerung/Organisation
© R. Grimm / N. Meletiadou
51 /60
Risiken am Bankenstandort Luxemburg
• allgemeine Risiken (Bsp.)
– Flugzeugabsturz (Stadt Luxemburg befindet sich in
Einflugschneise des Flughafens)
– Überschwemmung, Großbrand etc. (Luxemburg ist aufgrund
seiner geringen Größe insgesamt stärker von
Naturkatastrophen betroffen)
– Verkehrsunfälle (Gebäude befinden sich in der Innenstadt mit
hohem Verkehrsaufkommen, auch Lkw und
Gefahrguttransporte)
© R. Grimm / N. Meletiadou
52 /60
Risiken am Bankenstandort Luxemburg
• branchenspezifische Risiken (Bsp.)
– Diebstahl (hohe materielle Werte in Gebäuden)
– Vandalismus (Gebäude öffentlich zugänglich)
– Hacking (Bank verfügt über viele vertrauliche Daten)
• geographisch bedingte Risiken
– hohe Anzahl von Banken auf engstem Raum, dadurch bei
großflächigen Zwischenfällen Versorgungsengpässe möglich
• IT-Risiken
–
–
–
–
DDoS
Virenbefall
Spionage
… usw.
© R. Grimm / N. Meletiadou
53 /60
Ausstattung der Recovery Site
• 24 Arbeitsplätze mit Network Computer, Telefon,
USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung)
• 2 Reuters-Terminals, 1 Bloomberg-Terminal
• Kopierer, Fax und Aktenvernichter
• ISDN-Primärmultiplexanschluss oder Standleitung
• Server-Raum
–
–
–
–
limitierter Zugang
Closed Shop
USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung)
Feuerschutz
© R. Grimm / N. Meletiadou
54 /60
Recovery Prozedur einer Bank
• Im Vorfeld:
– Anzahl und Art der Arbeitsplätze bestimmen
– Installation notwendiger Applikationen auf dem Terminalserver
• Bei Eintritt des Notfalls:
1. BSL (Banking Service Luxemburg) informieren
2. BSL stellt Wachpersonal und IT-Spezialisten
3. Telekommunikationsdienstleister informieren (Umleiten der
Rufnummern)
4. Beschaffung der Backup-Platten
5. Booten des Systems
55 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Inhaltsübersicht
1.
2.
3.
4.
Motivation
Begriffe
Business continuity planning
Fallbeispiel BSL
5. Firmenumfrage (ATT, CISCO, 2005)
© R. Grimm / N. Meletiadou
56 /60
„Musste Ihre Firma je wichtige betriebliche Prozesse aufgrund
einer Katastrophe einstellen?“
© R. Grimm / N. Meletiadou
57 /60
„Wann wurden Ihre BCP-Pläne zum letzten Mal erprobt?“
[ATT und Cisco 2005]
© R. Grimm / N. Meletiadou
58 /60
„Welche Gefährdung ist am schwierigsten vorherzusehen und
vorzubeugen? “
[ATT und Cisco 2005]
59 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
„Was sind die Hauptrisiken im Fall einer
Geschäftsunterbrechung in Ihrer Firma?“
[ATT und Cisco 2005]
© R. Grimm / N. Meletiadou
60 /60
Literaturverzeichnis (1)
ATT und Cisco: Business Continuity Notfallplanung für Geschäftsprozesse. ATT, Cisco und
Economist Intelligence Unit, White Paper 2005.
AudiNet: Business Impact Analysis - Business Unit/Cost Center Questionnaire. AuditNet
http://www.auditnet.org/audit_programs/business-impact-analysis-questionnaire
[24.3.2015]
BSI, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: BSI-Standard 100-4, NotfallManagement. Version 1.0, 2008.
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/ITGrundschutz/ITGrundschutzStandards
/ITGrundschutzStandards_node.html [124.3.2015]
Engel H.: Gesprengte Ketten- Absicherung der Supply Chain durch ein
unternehmensweites Business Continuity Management in RISKNEWS 05/2005
Elliott D., Swartz E., Herbane B: Business Continuity Management - A crisis management
approach, 2002. London, New York: Routledge
Gibb, F.; and Buchanan, S.: A framework for business continuity management. International
Journal of Information Management 26 (2006), Elsevier, 128–141.
Hiles A., Barnes P. (2001). The Definitive Handbook of Business Continuity Management,
Chichester, New York, Weinheim: JohnWiley and Sons.
Moser, Keye (2012), SIZ Informatikzentrum Bonn: Risiken im Fokus – Umfassendes
Notfallmanagement. W&S Sicherheitsmagazin, Wirtschaftsschutz und
Sicherheitstechnik, 2/2012, I.G.T. Verlag München, S. 20-21.
http://www.sicherheit.info/si/cms.nsf/si.ArticlesByDocID/1123065?Open [24.3.2015]
(guter Überblicksartikel!)
61 /60
© R. Grimm / N. Meletiadou
Literaturverzeichnis (2)
Naujoks U.(2003a): Notfallplanung in einer globalisierten Bank, in Business Continuity,
Wieczorek M., Naujoks U., Bartlett B., Springer Verlag 2003.
Naujoks U.(2003b): Der Business Continuity Plan, Keine Schrankware, sondern sehr
„lebendig“, Computas Fachkonferenz „IT-Risk-Management”.
von Rössing R.: Betriebliche Kontinuität als Teil eines integriertes Risikomanagement. In
RISKNEWS 05/2005. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/risk.v2:5/issuetoc
[24.3.2015]
Schmidt H.: Rüsten für den Notfall – Business Continuity Management und
Risikovorsorge. In RISKNEWS 05/2005.
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/risk.v2:5/issuetoc [24.3.2015]
Smart R. (2002): What is the difference between business continuity and disaster
recovery? globalcontinuity.com
Velenz U., Weil F.J.: Erstellen eines vollständigen Umfeldes für das Überleben einer
Bank, in Business Continuity, Wieczorek M., Naujoks U., Bartlett B., Springer Verlag
2003.
Weber, Thomas; Rosselet, Olivier; und Waser, Fabian: Business Continuity und Disaster
Recovery. Itris Computer Services, vmware. Spreitenbach, 3.3.2009.
http://www.itris.ch/
Whitman M., Mattord H.: Principles of Information Security, Thomson course technology,
3rd Edition, Boston, MA, 2009, 570 pages.
© R. Grimm / N. Meletiadou
62/60
Prüfungsfragen
1.
2.
3.
4.
Anhand der Definition für den Begriff Notfall definieren Sie den
Begriff Störung.
Definieren Sie den Begriff Business Continuity Planning und
grenzen Sie diesen von dem Begriff IT-Risk-Management ab.
Erläutern Sie die Begriffe Business Impact Analysis und Risk
Assessment: in welcher Beziehung stehen die beide Begriffe?
Erläutern Sie den Business Continuity Planning-Prozess und
geben Sie für jeden Schritt ein Beispiel.
© R. Grimm / N. Meletiadou
63/60
Herunterladen