Akte : Lino Setti, Hilfsarbeiter, o7. o2. 192o, La Spezia - T

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Farben : gedreht ,  / 9o°
Akte :
Lino Setti, Hilfsarbeiter, o7. o2. 192o, La Spezia
Sign. : Sta.-Marburg / 251 Wehlheiden Nr. 2336
Archivalienkopien & Beschreibung
Anhang
1 - 2o
21 - 31
F
Seite
1
Farben : gedreht ,  / 9o°
Sign. : Sta.-Marburg / 251 Wehlheiden Nr. 2336
Lino Setti, Hilfsarbeiter, o7. o2. 192o, La Spezia , zuletzt‚ polizeili h ge eldet :
Staumühle - Sennelager, bei Paderborn
5 Jahre Zuchthaus wg. Zersetzung der Wehrkraft
Zuchthaus Münster / Einlieferungsbogen
A – Personalbogen / 19.o9. 1944 & Stempel : KS-Wehlheiden, 1.Febr. 1945
B
B – Aufnahmeverhandlung / Aufnahmeverfügung
C – Aufnahmeuntersuchung Münster aus Werl/ . . , 57 kg., arbeitsfähíg,
depressiv, Lungenkrank, z.Zt. kein aktiver Lungenprozess, wenn mögl. aus psych. Gründen Gemeinschaftshaft.
D – Vermerk / Über die Erörterung von Taten u. Vorleben . . . gewonnener Eindruck
G – Kennzeichnung [ Personenkennzchn.]
H – Übersicht / Arbeitszuweisung, Sondergewährungen, Hausstrafen, bes. Sicherungsmaßnahmen & Besuche
Aufnahmeersuchen Zhs. Werl, OstW. Paderborn, 29. o7. 1944
Feldurteil der Div. 126, Bielefeld / Im Namen des Volkes . . . , .o …
Sta .Pade o a Zhs. We l, A lage U teilsa s h ift a Setti .o .
Avis , Überstellung n. Werl / Lingen, Brgmstr. als Ortspolizeibhrd., 19. o8. 1944
Postkarte, an Zhs. Werl, r./v., z. Überstellungsbescheid n. Werl, 25. o8. 1944
Zettel, Rückgabe des Vollstreckungspapier, wg. neuen Ersuchens, Werl
Staw. Haftfeststellungsbescheid, n. Werl, 27. o7. 1944
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18, sq.
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[Eingangsstempel – Lingen, o1.o8.1944]
Karte, Anfrage Leite H A. Li ge , g. Pla ie u g spez. Gefa ge e g uppe &
Forderung d. Unterbringung andernorts, & zweitem Delinquent, 27. o7. 1944
Transportzettel, v. Paderborn – n. Lingen, 25. o7. 1944
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[Der Bürgermeister als Ortspolizeibehörde]
Protokoll / Haftverpflegung – “ hal e Haft e pflegu g“, [
Übernahmebescheinigung, 25 / 26. o7. [19]44
.o .
]
24
25
[ f. 25. : Paderborn / f. 26. : Lingen ]
Kostenvzchn. / ohne D. / o. Markierungen
Transportverfügung L ingen / Werl , 19. o8. 1944
26
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[darin : Körpergröße : 1.75 ]
http://www.jva-lingen.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=23262&_psmand=167
Seite
2
P otokoll Li ge / “ mit Mittagessen verpflegt “, . o .
28
Haftanstalt Lingen / Karte >> Ungezieferfrei <<, 21.o8. 1944
29
Übernahmebescheinigung / T a spo tp otokoll, ./ .o .
3o, sq.
Haftanstalt Lingen / Essen / Werl - verso, p. 31 : Notiz /Anschrift des Vaters des Gefangenen
Einlieferungskarte / Zchth. Münster, 19. o9. 1944
32
Untersuchungsmeldung / ungezieferfrei & transportfähig – Pd , .o .
33
Todesmeldung / Zettel an d. Anstaltsleiter – o .o .‘
34
Todesbescheinigung & Kopie/ Durchschlag, Zweitschrift - o .o .
pp. 35 – 36
3
Einlieferungsbogen p. 1 :
Seite
Mystifikationen & Verschleierung der Realität seitens der NS- Verwaltung,
einem Motiv spezifisch, formaler : > political correctness <
nach :
Setti s Körpergewicht bei der Aufnahmeuntersuchung [ N° 5 / 22.o9. 1944 / Dr. Franz Bunsmann]
im Lauf Settis Verschubung durch mehrere Zuchthäuser , betrug [*/ 25] 57 kg, bei e. Körpergröße
von 1.75 m. Die Indices legen ein Idealgewicht nah von 61 kg / 78 kg. [3w.-Automat., wohl Fem.-Variante]; anderer Schätzung, die Körpergröße zugrundelegend unter Subtraktion des Faktors > 1oo <
bei einer Toleranz +/- 1o %, läge das “No al-/ Idealgewicht zw. 67,5 & 82,5 kg. Konstatierte
57 kg unterschritten das untere “Idealge i ht“ u ca. 16 % .
Settis Nahrungsaufnahme
dokumentiert die Akte mit zwei Informationen : “Halbe Haftverpflegung“ [N° 24 / . . ] & “ it
Mittagesse e pflegt“ [N° / .o . ].
Eine weitere Unkla heit esteht zu “Hafto t“: letzte
angegebene Meldeadresse a “ Staumühle“. Überstellung ist nachvollziehbar von Paderborn in
dsgl. heute noch weitergeführte Jva. Lingen über Esse a h We l [ . . ] mit Einlieferung Settis
in Werl, am 19.09. 1944 erfolgt. Der Verwaltungsakt des Zuchthaus Münster dokumentiert mit
Stempelung – i ht de
eue li he Ve s hu , a e “Ei ga g i Zu hthaus Wehlheide , fü de o .
Febr. 1945. Am o5.o3. 1945 attestierte d. Mediziner des Zuchthaus Kassel Wehlheiden, Dr.R-/Uhl,
Lino Setti s Exitus .
[Abb., aus: Todesbescheinigng..,N° 35.]
Verurteilt worden war L. Setti : wegen
Seite
4
[ Abb.: aus N° 1 / Einlieferungsbescheid / Zuchthaus Münster ]
Li o Setti s “Klassifikation“ :
“ Ital Soldat . Flüchtling. schlechte Verständigung “
23./ 9 44 h
[ D – Vermerk / p. 6 d. Archvalienkopie ]
zeigt auch d. benannten Melde- & Aufe thaltso t “ Stau ühle / Se
elage “ [p. 1, Archivalienkopie] :
Den korrespondierenden Eintrag >> Nat. Lagersystem , 199o << nah [a.a.O., p. 1o7] : Senne / Staumühle, vid. infra, >Anhang <
Da eine Benachrichtigung der Kripo Recklinghausen [ Aufnahmeverfügung, p.4]] registriert worden war,
wurde Setti dort wohl verhaftet. Bogen > G < de Auf ah efo ula e “ Ke zei h u g “ [ p. 7,
d. A.-Kopie] stellte die Berufbezeichnung
:
― ital. Soldat ―
fest. Auch andere. Übersicht > H < / Arbeitzuweisung, Sondergewährungen, Haustrafen besondere
Sicherungsmaßnahmen und Besuche, mit einem Eintrag :
Seite
5
Das staatsanwaltliche Aufnahmeersuchen an das Zuchthaus Werl :
6
Seite
7
/ Urteil vom 23. Juni 1944
Arrest nach d. 21. April 44
.
Akte, unter fehlerhafter Darstellung der Reihenfolge d. Einlieferungen & Verlegungen. Ob hiermit Signal, staatsanwaltlichen
Aufrufs zur la desti e “So der eha dlu g“ im archaischen, juristisch-theologischen Diskurs sec. Sadismus festgeschrieben
worden war : ist nicht nachzuvollziehen.
Seite
Sennelager / Paderborn, 25.o7.44 Werl, 25.7.44,
Lingen, 21.o8.44,
Münster, 19.o9.44,
Kassel. o2.o2.45 – [ e st. o .o . ]
Das vorausgegangene >> Feldurteil << läßt sowohl zu Setti, wie bzgl. der NS-Staats- & Justizverwaltung weitere formalisiert-reduktionistische Einzelheiten erkennen, bis relational zu
aktuellen, juristischen Begründungen normativer Sozialkontrollwertungen. [Transcription : Anhang]:
Sarzana, Sarzana, eine
italienische
Seite
8
Kleinstadt am Fluss Magra in d. Provinz von
La Spezia, Ligurien. 22.144 Einwh.
Fläche: 34 km² / Wetter: 16 °C, Wikipedia
9
Seite
‘Geri htsherr‘ Genmajr. Stumm, auf der
Amerikan. Kriegsverbrecherfahndungsliste [Ed. 2oo2, rr. Druffel-Vrlg.].
Bzgl.
:
Sto ke au / [ Gestapo]: . . : Polizeiobersekr. im Geh. Staatspolizeiamt
(Polizeipräsidium B.) Zimmer 213, Bearbeiter (Dezernat V )
.
.
: Polizei-
obersekr. im Geh. Staatspolizeiamt (Polizeipräsidium B.) Zi. 14, Bearbeiter (Dezernat II D Wirtschaftspolitik, Werksabotage)
[Personale Identität nicht sicher]
Quelle :
http://www.tenhumbergreinhard.de/19331945-taeter-und-mitlaeufer/1933-1945biografien-s/index.html
Rudolf Rathei: General Stumm von Bordwehr. Ein Nachruf. In: Mitteilungen der Vereinigung
Österreichischer Bibliothekare, März 1982, S. 43-47. Die fiktive Geschichte wird darin für wahr
gehalten.
Aus: “ http://de.wikipedia.org/wiki/General_Stumm_von_Bordwehr “
Seite
General Stumm v. Bordwehr ist e. literarische Figur Robert Musils Roman ‘Der
Mann ohne Eigenschaften‘ , Held vieler komischer Szenen. In dem Roman wird die
Vorbereitung einer fiktiven "Parallelaktion" beschrieben. Gleichzeitig mit dem für das
Jahr 1918 geplanten 30-jährigen Thronjubiläum deutschen Kaisers Wilhelm II. soll in
Österreich die noch größere Feier des 70-jährigen Jubiläums der Thronbesteigung
Kaiser Franz Josefs stattfinden. General Stumm v. Bordwehr ist d. Vertreter des
Kriegsministeriums im Vorbereitungskomitee für dieses Fest. Im Zuge seiner Arbeit
besucht er auch die Hofbibliothek in Wien, die ihn zutiefst beeindruckt.
.
10
General Stumm von Bordwehr
L. Setti gehörte zu der Gruppe der seitens SS & Wehrmacht, verhafteter italien. Armee-Geiseln,
in nach der dtschn. Okkupation nicht bereits von der amerikan. Armee befreiten Regionen, die zur
Zwangsarbeit ins >> Deutsche Reich <<, bei Weigerung, interniert wurden. Setti wählte, dem zu
entgehen, erneute Wehrmachtszugehörigkeit & übersah nicht die Konsequenzen seiner naiven
Abwehrhaltung. In Italien wurden v.der SS folgende soziale Ordnungseinrichtungen betrieben :
SS / RSHA - Lager & Gefängnisse in Italien :
[ vid.: Das NS Lagersystem / Catalogue of camps and prisons in Germany and german occupied countries/ 199o, Ffm. ]
:
Ferramonti-Tarsia / Prov. Cosenca Add: Transit and Iternment camp : established June
194o, 2ooo prisoners, 5oo oft them were women, liberated 8. 9. 43
[Statement of one former inmate, no other confirmation] / Transit camp
[A.a.O., p. 657]
Weitere Durchgangslager & Gefängnisse existierten in [a.a.O, p. 291 sq.] :
Fossoli Di Carpi Prov. Modena Till Sept. 1943 PoW camp, British PoW camp, After the
armistic on 8.9. 43 this camp served as a deportation camp for political prisoners and Jews.
First arrival of Jews in Dec. 43. On 22. 2. 44 the first transport of Jewish deportees left for
Germany. The next transports left on 5. 4. 44, 16. 5. 44, and the last on 1. 8. 44. In the
official documents oft he camp a seal was used: “Der Befehlshaber der Wehrmachtspolizei
und des SD in Italien, Durchgangslager Carpi“ [Jewish Deportees Search Co-mittee AJDC
Paris]. / [a.a.O., p.657]
Badoglios. Nachdem Mussolini am 25. 7. 1943 gestürzt worden war und der neue Ministerpräsident Badoglio am 3. 9.1943 mit den Aliierten einen Waffenstillstand geschlossen hatte,
entwaffnete die Wehrmacht schlagartig die Soldaten des ehemals verbündeten italienishcen
Heers. Die übergrosse Mehrheit der 725.ooo von Deutschen gefangenen italienischen Militärs weigerte sich in die Wehrmacht, die Waffen SS oder in das neue Heer der fascistischen
>> Repubblica Soziale Italiana << von Salo einzutreten; die nicht kooperationswilligen Mannschaften wurden sofort zur Zwangsarbeit ins Reich gebracht, überwiegend in Betriebe der
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[AJDC Paris].
[AJDC Paris].
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Seite
Vo Eugane / Prov. Padua – Deportation camp : for political prisoners and Jews
Colonia Umberto I° / – Transit camp: for political prisoners and Jews
Asti / – Transit camp: for political prisoners and Jews
Bolzano / – Transit camp: for political prisoners and Jews
Ferramonti-Tarsia / Prov. Cosenza –Transit camp: for political prisoners and Jews
Servigliano / – Transit camp: for political prisoners and Jews
Corrapoli / Prov. Terano – Transit camp: for political prisoners and Jews
San Remo / Prison :
Sulmona ― Aquila / Prison :
Salsomaggiore / Prison :
Firenze ― Florence / Prison :
Fabriano near Ancona / Prison :
Chieti / Prison :
Aprica / Prison :
Torino / Prison :
Treviso / Prison :
Possano / Prison :
Ponza / Prison :
Parma / Prison :
Venetia ― Venice / Prison :
Verrechi 35 miles of Milan / Prison :
Grosseto / Prison :
Toscana / Prison:
Gattinara / Prison :
Fossano / Prison :
Rüstungsindustrie und in Bergwerke. Die sogenannten Italienischen Militärinternierten [IMI]
wurden als ehemalige Bündnispartner, die zu >> Verrätern << geworden waren, besonders
hart behandelt. Auch die Bevölkerung war voller Ressentiments gegen >> Imis << oder >> Badoglios
<<
.
–
Nach einiger Zeit wurden sie in d. Status von Zivilarbeitern versetzt, trotzdem kamen wegen
der Schwerstarbeit , Unterernährung und Mangel an warmer Kleidung 4o.ooo – 5o.ooo
italienische Kriegsgefangene ums Leben.
Lit.: Cajani , Luigi , >> Die italienischen Militärinternierten in der dt. Kriegswirtschaft <<, [unpubl. Mscr.], Referat,
gehalten anläßl. Des Internat. Symposions Jan. 1989 in Mühlheim / Ruhr: Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefan gene und KZ-Häftlinge in der dt. Kriegswirtschaft 1939 bis 1945. Zwischenbilanz und offene Fragen. [a.a.O.,
CLVII ]
[AJDC] : American Joint Distribution Committee Council / Paris
[BNTB] : Belgian National Tracing Bureau / Quelle
Weiter ist festzustellen : die Rache frustrierter, fascistischer, niederer “ Heimat-Militärs,
SS- / Gestapo-, Polizeitruppen, Volkssturm & Flakhelfer“, &c., für den > italienischen Verrat <, hatte Hinrichtungsaktionen & wohl reflexhaft außergesetzliche Ermordungen zur
Folge, gäbe es außer “formal-rechtlich“ immer noch gesetzter, eine zu akzeptierende
Todesstrafe. Die Vergeltungsaktionen der SS & deren besondere Härte in den besetzten
Ländern - in Frankreich & den Beneluxstaaten, Polen, Rußland, bei der Okkupation der
Balkanstaaten - außer durch Anordnung, wie dem Partisanenbefehl : durch die metaphysisch- klerikale “Verratskonstruktion“. Bzgl. Italien, vide: G. Schreiber, Deutsche Kriegsverbechen
in Italien, Täter, Opfer Strafverfolgung, M., 1996
Zuchthausitinerar :
Seite
12
http://www.jva-werl.nrw.de/index.php
Zuchthaus Münster / Jetzt : JVA Münster:
Zuchthaus Münster
[ aus : Dieter Wever, JVA Münster <, JVA-Münster, Sept. 2013, pdf.]
„Im Zuchthaus Münster, aus dem ich komme, waren mehr politische als kriminelle Häftlinge inhafti er t, politische Gefangene, die zu zehn, fünfzehn Jahren und zu lebenslänglicher Haft verurteilt waren.“
(Willi Meyer-Buer) Eine Recherche zur „Normalität“ des Strafvollzuges und seiner Entwicklung zum
„verlängerten Arm“ eines brutalen Unrechtsregimes . [Historie-Das-Zuchthaus-Muenster-im-Nationalsozi
alismus-17.pdf / http://www.jva-muenster.nrw.de/beh_aktuelles/Historie-Das-Zuchthaus-Muenster-im-Nationalso
zialismus-17.pdf / = > Das Zuchthaus Münster im Nationalsozialismus Eine Recherche zur Vollzugsrealität in
den Jahren 1933 – 1945 v. Dieter Wever, JVA Münster <, JVA-Münster, Sept. 2013] >> Eine Kommission aus
dem Reichsjustizministerium in Berlin bereiste im November 1942 die Haftanstalten. Justizminister
Otto Thierack hatte mit dem Reichsführer-SS [ und Chef der Dt. Polizei, h.g.] Heinrich Himmler ausgehandelt, „die asozialen Elemente“ aus dem Strafvollzug zur „Vernichtung durch Arbeit“ an die Polizei abzugeben. Die Kommission teilte in Münster die Gefangenen in drei Gruppen ein. „In einer Woche wurden die Akten gesichtet und die Entscheidungen gefällt.“ Die Gruppe der Kranken und Schwachen, die Lebenslänglichen und die zu über acht Jahre Verurteilten sollten im Einzelfall nach Prüfung
ihrer „Sozialverträglichkeit“ ins Lager Mauthausen verlegt werden. Die zweite Gruppe sollte in Rüstungsbetrieben der Anstalt arbeiten, die dritte Gruppe sollte zum Wehrdienst eingezogen werden.
Zuchthäusler waren wehrunwürdig, was aber auf dem Gnadenwege wieder rückgängig gemacht wirden konnte. Aufgrund der hohen Verluste der deutschen Wehrmacht wurden „Wehrunwürdige“ in größerer Zahl einberufen u. in Bewährungseinheiten [„Strafbataillon 999“] zusammengefasst.<< [p.25/ pdf.]
Die wachsende Unterernährung und Auszehrung der Gefangenen führte ebenfalls zu Arbeitsunfähig
keit, zu Krankheiten und schließlich zum Tod. Der schon bei seiner Verhaftung lungenkranke Ernst
Bertram, Sekretär im kommunistischen Jugendverband und trotz straffreien Vorlebens zu 15 Jahren
Zuchthaus verurteilt, starb bereits 1938 in Haft. Die Arbeit in der staubigen Mattenflechterei soll dazu
beigetragen haben.36 [p. 24, a.a.O.] Setti, im Text D.Wevers nicht erwähnt, wurde bei d. amtsärztlichen Untersuchung > arbeitsfähig < beurteilt, obwohl unter erheblichem Untergewicht. Somit dem
vorsätzlichen Vorgang der “Vernichtung durch Arbeit“ zugewiesen.“ Für den Stichtag 1.2 .1942 hielt
der amtliche Stellenplan fest, dass beide Arztstellen unbesetzt waren“. [p.2o, a.a.O].“ Setti, nach
Protokollierung, am 22. o9. 1944 von Dr. untersucht
Der Einlieferungsvorgang in Münster führt die Überstellung in das Zuchthaus Kassel –Wehlheiden
für den o1. Febr. 1945 auf. [ 251 Wehlheiden Nr. 2336 / Formular A, p. 1 / pdf. Sta.Mrbrg.] Zuchthaus Münster
wurde am o6.o5. 1945 von der US-A
ef eit.“ [ p. ] . Der Kasseler Amtsarzt des Zuchthaus,
Medizinalrat Dr. med Ruhl, diagnostizierte als Todesursa he “allge ei e Kö pe s h ä he u d He zs h ä he“ u d füh te de letzen polizeilichen Meldeort Staumühle /Senne bei Paderborn, nicht
aber die Überstellung Lino Settis aus Zuchthaus Münster, &a., an.
Seite
1. Die Strafanstaltsdirektoren kamen in der Regel aus der Staatsanwaltschaft. Nach
Direktor Schmidt übernahm 1938 Dr. Alfred Fuchs das Amt. Fuchs war Erster Staatsanwalt beim Generalstaatsanwalt in Hamm gewesen. Er wurde 1945 v. d. britischen „Pubblic Safety Branch“ wieder als Direktor eingesetzt. Ende 1941 wechselte der ehemalige
Unteroffizier und Verwaltungsamtmann Wilhelm Nebe, Vorsteher der Strafanstalt Hagen,
nach Münster. Er ersetzte den zur Wehrmacht eingezogenen Dr. Fuchs und wurde sogleich zum Regierungsrat befördert.
2. Der Großteil des Aufsichtsdienstes war traditionell aus dem Militärdienst übernommmen worden. Der Strafvollzug galt während des Dritten Reiches als Versorgungseinrichtung für „alte Kämpfer“. Ehemalige „NS-Aktivisten“ konnten in den [ p.19 / 20] einfachen u.
mittleren Vollzugsdienst übernommen werden. In Münster scheinen es bis Mitte d. Krieges nur „Einzelfiguren“ gewesen sein. Die Vollzugsverwaltungen hatten während des
Krieges Schwierigkeiten, ausreichend Personal einzustellen. Die Relation zwischen Aufsichtspersonal und Häftlingen sank reichsweit von 1: 6 in 1939 auf 1:14 in 1944. In einer
13
V. Das Anstaltspersonal
Niederschrift über eine Besprechung des Generalstaatsanwaltes Hamm mit den Anstaltsvorständen von Februar 1944 hieß es: „Weder die Art der Beschaffung von Ersatzkräf32
ten noch die Qualität dieser Hilfskräfte entspreche dem Ansehen der Justiz.“
3. Als nebenamtlich beschäftigte Ärzte i. d. Anstalt waren der Gerichtsmediziner Professor Dr. Heinrich Többen und Dr. Franz Bunsmann tätig. Dr.Többen hatte sich 1908 als
Nervenarzt in Münster niedergelassen u. war seit dieser Zeit auch Anstaltsarzt i. Zuchthaus. 1924 wurde er zum Professor für gerichtliche Medizin und 1931 zum Leiter der im
Zuchthauslazarett angesiedelten kriminalbiologischen Forschungsstelle berufen. Ende ddreißiger Jahre wurde er Opfer
einer Rufmordkampagne.
.
Wegen des Verdachts der Bestechung und des Betruges
musste er das Professorenamt
vorübergehend aufgeben. Die
Leitung der Forschungsstelle
musste er an Dr. Bunsmann abgeben. Dr. Bunsmann und Dr.
Többen waren auf dieser mit etwa 30 Gefangenen belegten
sogenannten Beobachtungsstation mit detaillierten Vermessungs- und Erfassungspraktiken befasst. Man ging damals
von einem Zusammenhang von biologischer Disposition und Kriminalität, von der „Einheit von Tat und Täter“ aus. Die Forschung zur „nationalen Rassenhygiene“ wurde auch
praktisch. Dr. Bunsmann veröffentlichte eine Untersuchung über die „Beobachtung von
entmannten Sittlichkeitsverbrechern im Zuchthaus Münster i.W.“. Für den Stichtag 1. 2.
1942 hielt der amtliche Stellenplan fest, dass beide Arztstellen unbesetzt waren. Das Bild
unten zeigt den Untersuchungsraum der „Beobachtungsstation“.
32 Zitat bei Hottes, Strafvollzug, S. 19
...
VI. Verschärftes Strafrecht und Radikalisierung im Krieg
1. Das Kriegsstrafrecht
Die für politische Delikte zuständigen Gerichte bekamen während des Krieges neue Aufgaben. Neben der Aburteilung von „Wehrkraftzersetzungs- und Heimtückesachen“ waren
sie auch zuständig für das Abhören von Auslandssendern.
Der Milchhändler Ernst Möse aus Höxter wurde nach der Denunziation durch eine Kundin im
Juni 1940 verhaftet und einen Monat später wegen „Rundfunkver re hens“ und „gehässiger Äußerungen“ zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Er kam zunächst ins Zuchthaus Münster und verstarb im Konzentrationslager Wesendorf/Bergen-Belsen am 11.3.1945 aus Mangel an Ernährung.
[p. 21, a.a.o., Wever, pdf.]
Seite
. . . “Als i h i s Zu hthaus ka , also i Okt. /No . 1 1, ar der Bau it et a oo is oo Ma
elegt.“ . . . Nachdem die ersten Zuchthäuser und KZ von den Nazis geräumt werden mußten, kamen ganze Belegschaften von Zuchthäusern zusätzlich in unseren Bau, so daß wir in den Herbstmonaten 1944 bis zum Frühjahr 1945 zeitweise bis zu 3ooo Häftlinge beherbergten. Dabei stieg
die Zahl der Insassen der sogenannten Gemeinschaftzellen , die ursprünglich drei Mann hatten,
auf fünf oder sechs, dann später auf sieben bis neun, und in den Wintermonten 1944 mußten ausländische Häftlinge der Transporte oft bis zu 17 od. 19 Mann wochenlang in einer solchen Gemeinschaftszelle zubri ge .“ . . . [ I te ie , Willi Höh , Sp e he de “Ge ei s haft de ehe . Spanienfreiwil-
14
Zuchthaus Kassel-Wehlheiden, jetzt JVA ~
lige i.d. B‘D“, de
g. “Vorbereitung z. Ho h e at“ i Zu hthaus Wehlheide i haftie t a , it
Christine Fischer-Defroy, 1977, in : Volksgemeinschaft und Volksfeinde Kassel 1933 - 1945, 1984, p. 3o2/3o3 ]
Die große Anzahl gefangener Geiseln, auch französischer, russischer Zwangsarbeiter / Zivilarbeitern weiterer Länder, erklärt möglicherweise die erstaunliche staatlich Ignoranz zuständiger Verwaltungen, Verweigerung der “E ts hädigu gsu ter eh e “ is 2ooo verursachend, 55jahre
nach Ende WKII. – unter perrenierender Zurückweisung Dt. Gerichte & erst vor kurzem erneut,
der Entschädigungsanträge Italienischer Opfer von SS-Vergeltungsmassakern in Oberitalien und
gesamt, den griechischen Entschädigungsforderungen : dies Vorgehen findet, ausschließlich unter > formalen Aspekten < eine Entsprechung in den Friedensverhandlungen, erheblich vor-dergründig, anankastisch - zeremoniell, zur Beilegung so bena te “ o-jährige Krieges“ i Mü ster & Osnabrück, ca. 1628/163o – 1648, währendessen Kämpfe weiterliefen : juristisch-theologisches Procedere unter : abstrakter Interessen – Mystifikation . . . auch wenn hier keine Einzelpersonen &/ Opfergruppen ‘Restituio sgege sta d‘ aren , wurde der Westf. Friede mit dem
Versailler bis 1945 verglichen – angeblichen Nachweis französischer Hegemonieinteressen
wegen.
Marzabotto - paradigmatisch
:
Bzgl. des Umgangs mit Informationen zum Vorgehen der SS bei Vergeltungsaktivitäten gegen Widerstandshandlungen fallen die während perenierender Kontrolle vieler gesellschaftlicher Berei-che
seitens den NS-Fascismus getragen habender Generationen besonderer Verleugnung & manipulativer Gegenbesetzung.
Der neo-fascistische, auch mit Bundesmitteln geförderten Schild-Ve lag, Mü he , … “1953 brach die
Finanzierung zusammen. Damerau schloss - um die Finanzlücke zu schließen – einen Fördervertrag mit dem
Bundespresseamt, der ihm monatlich 11.000 DM einbrachte. Das Interesse des Bundespresseamtes war die
Einflussnahme auf die Veteranen und Veteranenverbände im Rahmen der Wiederbewaffnung der Bundesrepu blik. Die inhaltliche Einflussnahme des Bundespresseamtes auf die Zeitungsinhalte scheiterte, die Förderung
[14]
wurde 1954 ein-gestellt. 1957 stoppte die Bundesregierung die Subvention, ihr war im Rahmen der Wiederbewaffnung die Blattlinie nicht bundeswehrfreundlich genug “ . . . H g. des “Dt. Soldate kale de “ & de
Seite
http://www.kultur-koenigstein.de/KuGVeranstaltungsaufstellung.pdf
Das Ha d u h “Dt. ‘e htse t e is us“ , J. Me kle u g B.,
, füh t U. Be i h i A tikel “Bu d
der Goden – A eitsge ei s haft des Gode ates de eligiöse Ve ei igu g die Gode e. V.“, u te
eh e e “Vo t age de “ d. o –Jahre, auf [p.372 ].
Zur Vereinigung informiert > http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/BdGoden.htm < nach d.
15
späte o D . F e aus Fi a zie u gsg ü de ü e o
e e “Soldate zeitu g“ , a hte
&
zu desse Ojäh ige Bestehe , i “Soldate kale de “ ei e Ve lags-Annonce [p. 271], zu Titeln
rhetorischer Pseudo- Lite atu , ie : “Die Wah heit ü e Mal ed “ & “Die Lüge o Ma za otto“,
de.: L. G eil, dsgl. We u g fü : “Is ael / T au u d Wi kli hkeit“ DDD . F a z Josef S heidl, D t o Do zo s “ De Geist ‘ußla ds“ u d >> Die Zeit de K e hts haft ist vorbei <<,
Ei d ü ke aus de VA‘ “ . . . die Ve fasse i , Vo sitze de de Deuts h-Arabischen
Vereinigung schildert mit großer Sachkenntnis und natürlicher Lebendigkeit ihre Begegnungen mit Menschen und Dingen in der arabischen Welt am Nil und in Syrien und
stellt da ei a he o gefasste Mei u g i htig.“ , hieß es do t. Autorin war : Ursula
Beyrich.
A
. Aug.
ga U sula Be i h, P äside ti d. “Deuts h-Arabischen-Ve ei igu g“ d. Vo t agsa e d: “Vo Kai o is Da askus“ i d. “Kö igstei e Kultu gesells haft“ [ Kö igstei / Ts.].
Mecklenburg-Artikel. Der : > http://www.infoladen.de/il/sljena/future/F10.htm#_Toc496017165 < Eintrag, zum :
“Bund der Goden“ / An der Spitze des 1990 gegründeten „Bundes der Goden. Arbeitsge-
meinschaft des erweiterten Godenrates der religionswissenschaftlichen Vereinigung > Die Goden < e.V.“ steht August-F. Ventker, Alter Herr der Burschenschaft Askania Hamburg und
Unterzeichner des revisionistischen „Appells der 100“. Auf Veranstaltungen machen u.a. Hu ginn+Muninn“ und die österreichische Monatszeitschrift „Eckartbote“ aufmerksam. Den neugermanisch-heidnischen Gruppen zuzurechnen, sind desweiteren neben der „Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft“, einer Gründung des ehem. SA-Referenten Herbert Böhme,
auch die „Thors Wikinger“(Kopf: Ex-AO-Mitglied, Harry Radegeis, der einen „Thors förlag“
betreibt), die positive Ansätze im Dritten Reich erblicken, und die „Tempelhofgesellschaft“
(THG). Großkomptur (Ordensritter) der extrem konspirativ abgeschotteten “ Tempelhofgesellschaft“ (Organ: „Babilu“) ist Hans Günther Fröhlich, ehemals 2. Bundesvorsitzender u.
Bundesorganisationsleiter d. 1986 gegründeten Neonazi-Partei „Die Deutschen“ (DD), die
1991 mit der Kölner REP-Abspaltung „Die Bürger“ fusionierte. O-Ton Fröhlich: „Der Geist
des Ur-Nordens, des alten Atlantis, Thules, des freien Germaniens wird über die dampfenden
Schlachtfelder hinziehen u. uns die Gnade des Sieges gewähren, die Aufgabe d. Neuordnung
auferlegen, die Vollendung der Zeiten übertragen“. Nicht nachgewiesen konnte Fröhlich die
Urheberschaft als Erfinder des antisemitischen Spiels „Jud ärgere Dich nicht“ werden. Aus
Kreisen der offiziell aufgelösten österreichischen THG entstammen die in rechtsextremen
Kreisen kursierenden Nazi-UFO-Videos.“
Trotz & gegen die Diskussion zum
[DIE SUCHE NACH DER WAHRHEIT]
“Schrank der Schande“[http://www.santannadistazzema.org/sezioni/GEDENKEN/pagine.asp?idn=1148 ]:
Der Sitz der Militär-Oberstaatsanwaltschaft Rom befindet sich im Palazzo Cesi, einem aus
dem 16. Jahrhundert stammenden Gebäude in der Via degli Acquasparta. Hier wurden
nach d. Befreiung von Faschismus u. Besatzung sämtliche Akten gesammelt, die die hunderte von Verbrechen betrafen, welche von den Nazis an der italienischen Zivilbevölkerung begangen wurden.
Auf den Ordnern waren die Namen der Opfer, die Namen der Mörder u. d. Schauplätze d.
Verbrechen vermerkt. Für jede Untersuchung gab es eine Ordner und für jeden Prozess
eine Untersuchung. Als verantwortliche Institutionen hätten sich die Militär-Bezirksstaatsanwaltschaften darum kümmern müssen.
Statt dessen blieb alles im Palazzo Cesi verborgen. Es gab weder Untersuchungen noch
wurden Prozesse eröffnet. Beweise, Zeugenaussagen, Namen - alles verharrte umgeben
von tiefem Schweigen.
Durch Zufall wurde im Mai 1994 ein Schrank im Palazzo Cesi entdeckt. Er war mit einem
Schloss gesichert und mit den Türen zur Wand gedreht. Im Schrank der Schande befand
sich ein 2273 Punkte umfassendes Verzeichnis, in dem stand, was der Schrank enthielt
oder enthalten hatte: 695 Ordner. In 415 Ordnern fand man Namen von Tätern.
In Ordner Nr.1 über d. Massaker in den Ardeatinischen Höhlen standen Herbert Kappler,
Erich Priebke und andere Mörder. Sie alle konnten dank dieses Schranks 50 Jahre Freiheit
genießen, genauso wie die Nazi-Mörder von Sant’Anna di Stazzema, Marzabotto, Fivizzano, etc.
Die Staatsräson hatte d. Unterschlagung der Akten durchgesetzt. Grund dafür war d. Kalte Krieg. Die Welt war in zwei Blöcke geteilt, Deutschland sollte der Nato beitreten und
als Bollwerk gegen einen sowjetischen Vormarsch dienen. Man zog es vor, die Verbrechen des Nazismus zu verschweigen und ein neues Kapitel aufzuschlagen. Bis heute gibt es
viele offene Fragen, die eine ganze Nation wie Wunden schmerzen: Wer gab die Anweisung zur Unterschlagung? Wer lud sich diese dramatische Verantwortung auf? Wer wird im
Namen des Staates angesichts dieser kolossalen Ungerechtigkeit um Entschuldi gungbitten? . . . entschieden Deutsche Gerichte auch bei den italienischen Ent-
Fall Deutschland gegen Italien vor dem Internationalen Gerichtshof / Nov.-Dez. 2011
Seite
Immunität für NS-Täter? / geschrieben von AK Distomo Zum
16
schädigungsklagen wg. der SS-Massaker ― gegen zu die Entschädigenden.
[auch : www.spiegel.de/spiegel/print/d-19022469.htm ]
17
Seite
Dass es Deutschland auch darum geht, für die eigenen Kriegsverbrechen der Gegenwart und Zukunft
nicht in die Haftung genommen zu werden, war nicht Gegenstand der Verhandlung. Darauf hinzuweisen, blieb der Protestkundgebung zu Beginn der Verhandlung vor dem Gerichtshof vorbehalten.
Orginaldokumente unter: http://www.icjcij.org/docket/index.php?p1=3&p2=3&k=60&case=143&code=ai&p3=2
.
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag verhandelte vom 12. bis zum 16. September 2011 öffentlich über eine Klage Deutschlands, die zum Ziel hat, Entschädigungsansprüche von griechischen und
italienischen NS-Opfern auszuhebeln. Dieser Prozess ist nicht nur für alle Opfer von NS-Verbrechen
von großer Bedeutung, er wird auch Auswirkungen auf Schadensersatzansprüche von Überlebenden
heutiger Kriegsverbrechen und Verbre-chen gegen die Menschheit haben.
Seit Jahrzehnten verweigern bundesdeutsche Regierungen den Opfern von NS-Verbrechen in ehemals von Nazi-Deutschland besetzten Ländern Entschädigungsleistungen. Die Überlebenden der Massaker von Distomo, Kalavryta, Civitella oder Marzabotto haben wie die meisten anderen Opfer von NSVerbrechen niemals vom deutschen Staat eine Ent-schädigung erhalten. Dies gilt auch für viele ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Klagen vor deutschen Gerichten blieben erfolglos.
Griechische und italienische Gerichte bestätigten hingegen die Ansprüche der Opfer.
Der Kassationshof in Rom erklärte bereits im Jahr 2004 die Klage eines ehemaligen NS-Zwangsarbeiters (Ferrini) für zulässig und die italienischen Gerichte für zuständig. Im Juni 2008 ermöglichte er die
Zwangsvollstreckung gegen deutsches Eigentum in Italien im Fall Distomo und erkannte entsprechende Urteile griechischer Gerichte als rechtmäßig und vollstreckbar an. (Dies führte unter anderen
zur Pfändung der im deutschen Eigentum befindlichen Villa Vigoni am Comer See). Die Bundesregierung missachtet diese Entscheidungen.
Deutschland erhob am 23. Dezember 2008 Klage gegen Italien vor dem Internationalen Gerichtshof,
um endgültig alle Entschädigungsprozesse und Vollstreckungsmaßnahmen jetzt und für die Zukunft
zu stoppen. Die Bundesregierung versucht, den Internationalen Gerichtshof dafür zu missbrauchen,
die Ansprüche der Opfer von NS-Verbrechen weiter zu torpedieren und die Unabhängigkeit der italienischen Gerichte außer Kraft zu setzen. Angeblich habe die italienische Justiz die Staatenimmunität
Deutschlands nicht beachtet.
Der Einwand der Staatenimmunität ist auch das zentrale juristische Argument, welches Deutschland
als Allzweckwaffe einsetzt, um sich gegen Klagen im Ausland abzuschotten. Auf die eigene Justiz kann
sich die Bundesrepublik verlassen, -diese entscheidet im Zweifel zugunsten der Staatsräson und zum
Schutze des deutschen Haushalts. Doch ausländische Gerichte reagieren nicht immer wie gewünscht
auf Druck aus Berlin. Besonders unbotmäßig zeigte sich der Kassationshof in Rom. Dieser wagte es,
Deutschland die Staatenimmunität in Fällen von »Verbrechen gegen die Menschheit« abzusprechen,
die Nazi-Deutschland begangen hat. Hierzu zählen auch jene Hunderte von Massakern, die deutsche
Besatzungstruppen an der Zivilbevölkerung besetzter Länder begingen.
Die deutsche Delegation erklärte im Gerichtssaal, dass man ja versucht habe, die italienische Regierung dazu zu bewegen, eine Umkehr bei der italienischen Justiz zu bewirken. Doch leider habe die sich
auf die Unabhängigkeit ihrer Gerichte berufen. Deutschland reklamiert also die Unantastbarkeit seiner staatlichen Souveränität, während es gleichzeitig alles unternimmt, die Souveränität Italiens und
seiner Justiz zu unterlaufen: Eine Verkehrung der Tatsachen!
Und so hoffte Deutschland vermutlich darauf, dass die italienische Regierung, welche sich unter freiwilligem Druck auf den Prozess in Den Haag einließ, kein allzu ernsthafter Gegner sein würde. Doch
ganz ging die Rechnung nicht auf. Die italienische Delegation ließ die Attacken der Deutschen gegen
die italienische Justiz nicht unbeantwortet. Auf den politischen Generalangriff der Deutschen folgte
eine dezidierte Darstellung der Säumnisse Deutschlands bei der Entschädigung von NS-Opfern und
die hieraus folgenden Konsequenzen. Hatten die deutschen Vertreter noch versucht, die Entschädig-
ungsfrage aus dem Prozess herauszuhalten, so legten die Italiener den Finger in die Wunde. Deutschland habe die Opfer von Kriegsverbrechen nicht entschädigt. Eine Entschädigungspflicht für die
von Nazideutschland begangenen Verbrechen, so die italienischen Juristen, sei aber ein zwingendes
Gebot des Internationalen Rechts. Daher konnte der Kassationshof in Rom auch gar nicht anders, als
den Grundsatz der Staatenimmunität einzuschränken, anderenfalls hätte er die Rechte der Opfer und
damit ein widerstreitendes und höherrangiges Rechtsprinzip verletzt.
Am 16. September endete die Verhandlung. Wann ein Urteil gesprochen wird blieb offen, in welche
Richtung der Gerichtshof tendiert ebenfalls.
resistenza.de /
Italien unter deutscher Besat-
zung : http://www.resistenza.de/
la resistenza / Beiträge zu Faschismus,deutscher Besatzung und dem Widerstand in Italien (2)
http://www.broschuere.resistenza.de/material/la-resistenza-2.pdf
Ob nun ein gerade großer emanzipativer Fortschritt darin zu sehen sein kann, von rechtsradikaler
Aufforderung mittels Verleugnungsliteratur, die zur Shoa wie ergänzend, anfgns. d. 6ojahre, zu
Gerichtsentscheiden, übe 4ojahre später, die mit Klageabweisungen enden, zu gelangen, auch
wenn in ganz unvergleichbar erscheinenden gesellschaftlichen Bereichen, steht dahin. Vergleichbar
hingegen erscheinen die Massaker an der Zivilbevölkerung in den besetzten Ländern der W-SS &
andere NS-Organe – mit den Hinrichtungen an Zivil- & vor allem Zwangsarbeitern in den letzten
Kriegstage i “ Dt. Rei h“ , seitens RSH / “Gestapo & Polizei “ . . .
Dazu unter :
http://vernetztes-erinnern-hildesheim.de/pages/home/hildesheim/themen/die-massenhinrichtungen-der-hildesheimer-gestapo.php
Wenig exakter Überblick : http://de.wikipedia.org/wiki/Endphaseverbrechen
Dann kam der Krieg, der in einigen Monaten ganz Deutschland glauben ließ, daß seine Macht unwiderstehlich wäre und daß es zur Welteroberung ausziehen könnte. All das Grausame u. Ungeheuerliche lag in Hitlers Worten: »Demgegenüber müssen wir Nationalsozialisten unverrückbar an unserer Außenpolitik festhaltten, nämlich dem deutschen Volk den ihm gebührenden Grund und Boden auf dieser Erde zu sichern. Und diese Aktion ist die einzige, die vor Gott und unserer deutschen Nachwelt einen Bluteinsatz g erechtfertigt erscheinen läßt.« [»Mein Kampf«.] Und dies wurde entwickelt. Hitler sagte in einer Ansprache
über die Ostgebiete am 16. Juli 1941, L-221: »Wir werden also wieder betonen, daß wir gezwungen waren,
ein Gebiet zu besetzen, zu ordnen und zu sichern;... Es soll also nicht erkennbar sein, daß sich damit eine endgültige Regelung anbahnt! Alle notwendigen Maßnahmen – Erschießen, Aussiedeln, etc. – tun wir trotzdem und
können wir trotzdem tun.«
Und weiter: »Dieser Partisanen-Krieg hat auch wieder seinen Vorteil: er gibt uns die Möglichkeit, auszurotten, was sich gegen uns stellt.«
Dasselbe Thema wurde aufgegriffen und zynisch verkündet durch die Wortführer des Staates:
Dieser Prozeß hat dazu das Echo abgegeben: Eine Rede Himmlers, Dokument 1919-PS:
»Das, was in den Völkern an gutem Blut unserer Art vorhanden ist, werden wir uns holen, indem wir ihnen,
Seite
Aus derselben Rede: »Wenn mir einer kommt und sagt: Ich kann mit den Kindern oder den Frauen
den Panzergraben nicht bauen, das ist unmenschlich, denn dann sterben sie daran! Dann muß ich sagen: Du bist ein Mörder an deinem eigenen Blut, denn, wenn der Panzergraben nicht gebaut wird, dann
sterben deutsche Soldaten, und das sind Söhne deutscher Mütter!«
18
wenn notwendig, die Kinder rauben und sie bei uns großziehen. Ob die anderen Völker in Wohlstand lebe n oder
ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen,
anders interessiert mich das nicht. Ob bei dem Bau eines Panzergrabens zehntausend russische Weiber an
Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur soweit, als der Panzergraben für Deutschland fertig wird. «
Und über die Ausrottung der Juden:
»Wir wollen nicht am Schluß, weil wir einen Bazillus ausrotteten, an dem Bazillus krank werden
und sterben.« . . . »Wir hatten... die Pflicht gegenüber unserem Volk, dieses Volk, das uns umbringen
wollte, umzubringen.« . . . »Und wir haben keinen Schaden in unserem Innern, in unserer Seele, in
unserem Charakter daran genommen.«
Eroberung des Lebensraumes, das heißt von Gebieten, die unter Anwendung aller Mittel, auch der
Ausrottung von ihrer Bevölkerung, geleert worden sind. Dies ist die große Idee der Partei, des Regimes, des Staates und somit dieser Männer, die an der Spitze der hauptsächlichen Staats- und Parteistellen standen.
Hier die große Idee, in deren Dienst sie sich gestellt, für die sie gearbeitet haben. Um sie zu verwirklichen, waren ihnen alle Mittel gut: die Verletzung von Verträgen, Invasionen und die Unterjochung
schwacher und friedlicher Nachbarn im tiefen Frieden, Angriffskriege, totale Kriege mit allem Grauen,
das dieses Wort beinhaltet.
[Der Nürnberger Prozeß: Einhundertneunundachtzigster Tag.
Montag, 29. Juli 1946. Der Nürnberger Prozess, S. 25183 - 25183
(vgl. NP Bd. 19, S. 608 ff.) http://www.digitale-bibliothek.de/band20.htm ]
Justizformalistik nach, zur Rechtmäßigkeit des Vorgehens der Staatsverwaltung i. III. Reich,
e istie te de “Befehl des Füh e s“, et ifft: “Bildu g ei es Fliege de Sta dge i htes“.
[“A salo , Wehrmachtstrafrecht Nr. 89 auf p. 221 mit weiteren Ausführun-gen ebda., p. 221 sq.; IfZ, MA-325/649342
sq., Vgl. auch die Befehle des Chefadjudanten der Wehrmacht und Chef des Heerespersonalamtes betr. Besetzung des
Gerichts vom 9.3.1945 und 12.3.1945 in ebda. 64934o und 649343 sq.
Vide et. unter d.
16.9.1939, 14.4.1940, 21.12.194o, 6.1.1942, 2.4.1942, 4.3.1943, 21.6.1942, 25.6.1943 und 2o.9.1944. ]
Der Führer
Hauptquartier, den 9. 3. 1945
1. Es ird sofort ei “Fliege des Sta dgeri ht“ erri htet.
2. Das Gericht untersteht mir unmittelbar und erhält Aufträge von mir.
3. Gerichtsherr ist der dienstälteste Offizier des Gerichts. Er leitet die
Ermittlungen und führt nach seinem Ermessen den Vorsitz der Hauptverhandlung
4. Das fliegende Standgericht ist zuständig für strafbare Handlungen von
Angehörige alle Wehrmachtsteile und der Waffen-SS ohne Unterschied
des Ranges.
Der Gerichtsherr kann außerdem jede strafbare Handlung unter Meldung
am mich an sich ziehen, auch wenn schon ein Verfahren schwebt.
5. Der Gerichtsherr hat bei allen Urteilen des Gerichts das uneingeschränkte
Bestätigungsrecht.
Er trifft die Volltstreckungsentscheidung.
6. In Sachen von ganz besonderer Bedeutung kann der Gerichtsherr vor der Entscheidung
über die Bestätigung meine Weisung einholen.
7. Das Gnadenrecht entfällt .
8. Alle Dienststellen haben dem Gericht jede Unterstützung zu leisten.
gez. Adlolf Hitler
Seite
Formulierung nach, eine Exculpationsvorgabe mit Bezug auf Rechtmäßigkeit des Vorgehen –
post rem & Einstieg in die Straffreiheit , nach der Unbescholtenheitskonstruktionen der Denazification aus juristisch flexibel gewendeten Paradigmen, Desinformation, Mystifikation & Ignoranz . . . Der Adressierung nach scheinen doch Informationen zum Vorgehen der W-SS & anderer Einheiten ins Führerhauptquarier gelangt zu sein, dieser formalen Reaktivität.
19
N°. > 39o < [p. 483], in : FÜHRER-ERLASSE 1939 -1945/ Zusammengestellt & eingeleitet vom
Martin Moll, Sttgrt., 1997.
Die Ermordung und Mißhandlung der Zivilbevölkerung erreichte ihren Höhepunkt in der Behandlung der Bürger der Sowjetunion und Polens. Etwa vier Wochen vor d. Invasion Rußlands wurden auf Befehl Himmlers, Sonderabteilungen der Sipo und des SD, Einsatzgruppen
genannt, gebildet, um den deutschen Armeen nach Rußland zu folgen, Partisanen und Mitglieder der Widerstandsbewegung zu bekämpfen, und Juden und kommunistische Führer, sowie andere Teile der Bevölkerung auszurotten. Anfänglich wurden vier derartige Einsatzgruppen gebildet, von denen eine in den baltischen Staaten tätig war, eine in der Gegend von
Moskau, eine in der Gegend von Kiew, während sich die letzte im Süden Rußlands betätigte.
[Der Nürnberger Prozeß: Urteil , S. 802
(vgl. NP Bd. 1, S. 263-264)
http://www.digitale-bibliothek.de/band20.htm ]
[ “Einsatzgruppen“, vide: Ktlg. > Wehrmachsausellung < I./II.]
Nach der Besetzung Italien, wechselte Massaker gewohntes militärisches NS-Führungspersonal
von der Russischen an die Italienische Front & v. v.
Statue zum Gedenken an das Massaker von Sant' Anna di
NS- Kriegsverbrechen:
Verfahren zu SS-Massaker in Italien
eingestellt Mindestens 560 Menschen starben,
Stazzema: Rund 560 Tote /
25-Pfg.-Sondermarke „Gedenkstätte
Oradour sur Glane“ der DDR-Post
1966mit dem Mahnmal von Oradour
(Serie
Internationale
Mahn- u.
Gedenkstätten)
darunter viele Frauen und mehr als 100 Kinder. Seit
zehn Jahren ermittelte die Staatsanwaltschaft
Stuttgart wegen des NS-Kriegsverbrechens in dem
italienischen Bergdorf Sant' Anna di Stazzema. Jetzt
teilte die Behörde mit: Für eine Anklage reichen die
Ergebnisse nicht.[http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ss-massak
er-in-sant-anna-di-stazzema-verfahren-wird-eingestellt-a-858910.html ]
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.mianaville.com%2Fimages%2Fmarzabotto1.jpg&imgrefurl=http%3A%
2F%2Fwww.mianaville.com%2Fmarzabotto.php&h=447&w=994&tb nid=hjChhpxERjz8zM%3A&zoom=1&docid=Y_SrG_mpQJ9w2M&
ei=5iBlU-XFBKeu4ATP04DYBg&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1315&page=2&start=18&ndsp=23&ved=0CLgBEK0DMB8
Seite
20
Marzabotto
Anhang :
Feldurteil / Transcription
[unbeglaubigte]
:
Gericht der Division Nr. 176
Begl . Abschrift
. St.L. V Nr. 395/44
F e l d u r t e i l
im Namen des
deutschen
Volkes !
In der Strafsache gegen den Kanonier Lino S e t t i [ital.
Soldat] 4. / Battr. 2. Ital Art. Reg. in Sennelager – Staumühle ,
geboren 7. 2. 192o in Sarzano [La Spezia] , ledig, katholisch,
wegen Zersetzung der Wehrkraft
hat das am 23. April 1944 in Bielefeld
zusammengetretene Feldkriegsgericht, an dem teilgenommen haben
als Richter :
Kriegsgerichtsrat Dr. Storkebaum,
Hptm. Heide, Gren. Ers.Btl. 184, Herford,
O.Gefr. Bergamo, ital. Div.Kdo.
als Verhandlungsleiter,
als Beisitzer
“ “
als Vertreter der Anklage :
Hptm. Tillmann, zum Gericht kommandiert
als Urkundsbeamter der Geschäftstelle
Gefr. Rismel
für Recht erkannt :
Seite
21
Der Angeklagte wird wegen Zersetzung der Wehrkraft gemäß § 5
Ziffer 2 KSSVO zu 5–fünf–Jahren Zuchthaus und zum Verlust der
Wehrwürdigkeit verurteilt.
G r ü n d e :
Seite
22
Der Angeklagte ist 24 Jahre alt, ledig und von Beruf Träger. Am 3.2.
194o ist er,nach seinen Angaben, zur früheren ital. Wehrmacht einberufen
worden und hat Kämpfe in Kroatien mitgemacht. Nach dem Umsturz in Italien
wurde er einem Internierungslager in Deutschland überwiesen. Im Dezember 1943 verpflichtete er sich im Internierungslager Meppen für die
republikanisch-fascistische Wehrmacht . Am 9.2.1944 wurde er auf die neue
fascistische Regierung vereidigt. Gerichlich ist er angeblich nicht
vorbestraft, ebenso nicht disziplinarisch im alten italienischen Heer.
In der neuen ital. Wehrmacht ist er am 15.3. 44 mit 5 Tagen strengen
Arrest bestraft , weil er sich am 13. Und 16.3 44 nicht zum Antreten begab
und aus der Stube geholt werden mußte. In der Beurteilung heißt es, er
sei faul, nachlässig, gleichgültig und unaufrichtig und halte weder sich
selbst noch seine Uniform sauber. Er sei ein Soldat, dem man keine Aufgabe anvertrauen könne. Seine Führung wird mit sehr schlecht bezeichnet.
Am 19.Juli1944 besuchte B. MussAm 21.4.44 saßen die Zeugen Uffz. Barberi und Uffz. Branchi zusammen
mit einem neu eingetroffenen ital. Rekruten in der Kantine 2 des Senneolini d. Sennelager: “Auf dem Trupplagers und tranken dort ein Glas Bier. Zu diesen Dreien gesellte sich
enübungsplatz wurde 1944 eine
nach kurzer Zeit der Angeklagte. Dieser erzählte seinen Kameraden unaufneue italienische Infanteriegefordert, durch einen Bombenangriff wenige Tage zuvor seien das LazaDivision, die Division "Littorio",
rett,die Krankenstube und andere Baracken im Sennelager zerstört
f. Mussolinis fascistischen Rumworden,dies habe er mit eigenen Augen gesehen. Diese Angabe entsprachen
pfstaat Repubblica Sociale Italijedoch nicht den Tatsachen, denn in Wirklichkeit war ein Bombenangriff
ana [RSI] ausgebildet.“
.
auf das Sennelager gar nicht erfolgt. Trotzdem die Zeugen den Angeklagten
[http://www.lz.de/home/nachrichten_aus_lippe/au
auf die Unglaubwürdigkeit seiner Angaben aufmerksam machten, blieb er
gustdorf/augustdorf/8593190_Italienische_Division_
hierbei. Im Verlaufe der Unterhaltung erzählte er weiter, er sein im Inim_Sennesand.html ]
ternierungslager von den Deutschen sehr schlecht behandelt und sogar
mißhandelt worden,man habe ihn behandelt wie Mörder, Gauner und Lumpen.
Er hoffe jedoch, daß bald die Zeit kommen würde, wo er sich rächen könne,
denn den Deutschen hänge der Strick schon um den Hals. Er hoffe deshalb, daß wir den Krieg möglichst schnell verlieren würden, damit er sein
Rachegefühl befriedigen könne.
Dieser Sachverhalt beruhe auf der Einlassung des Angeklagten und den
Aussagen der Zeugen Barberi und Branchi. Auf Befragen hat der Angeklagte
zugegeben im Internierungslage gar nicht mißhandelt worden zu sein,
er habe nur wenig zu essen bekommen und trotzdem arbeiten müssen. Weiter hat er eingestanden,sich nur deshalb zur Aufnahme in die neue ital.
Wehrmacht gemeldet zu haben, um aus dem Internierungslager herauszukommen.
Der Angeklagte hat es hiernach unternommen, mit seinen unwahren und
lügenhaften Behauptungen gegenüber seinen Kameraden die Manneszucht in
der verbündeten neuen ital. Wehrmacht zu untergraben. Er war daher gemäß
§ 5 Ziff.2 KdSVO. zu bestrafen.
Das erkennende Gericht hat einen minder schweren Fall angenommen. Der
Angeklagte war erst kurze Zeit bei der neuen ital. Wehrmacht und mit dieser
noch keinewegs so verwachsen, wie es wünschenswert ist. Auf Grund
seiner Mentalität hat er überhaupt noch nicht die Einstellung gefunden,
wie sie von einem deutschen Soldaten und auch von vielen seiner Kameraden vertreten wird. In der Hauptverhandlung machte er zudem keinen besonders intilli- / [sic!]
genten Eindruck,sodaß er sich wahrscheinlich der vollen Tragweite seiner
Redensarten nicht bewußt gewesen ist. Die Annahme eines minder schweren
Falles erschien daher nach der Überzeugung des erkennenden Gerichts gerechtfertigt. Andererseits war jedoch festzustellen, daß der Angeklagte
nach dem ärztlichen Gutachten für seine Redensarten voll verantwortlich
ist.
Der ärztliche Sachverständige hat sich jedoch auch dahingehend geäußert, daß
der Angeklagte sich häufig grundlos krank gemeldet und Krankheiten vorgebracht habe, die gar nicht vorhanden gewesen seien. Offenbar habe er sich
hierdurch der Pflicht gegenüber dem Vaterlande entziehen wollen. Der als
Zeuge vernommene Hauptfeldwebel das Angeklagten, der Feldwebel [A]mbrosini
hat sich dahi n geäußert, die Führung des Angeklagten sei immer sehr
schlecht gewesen,ernste Verweise hätten zu keinem Erfolg geführt, selbst
Seitenwechsel / Orig.
selbst auf energische Verwarnungen habe er keinen Wert gelegt sondern
hierzu nur gelächelt , offenbar ist der Angeklagte Drückeberger, der
bisher noch nichts geleistet hat, sondern sich nur ein bequemes Leben
in der republikanisch-fascistischen Wehrmacht verschaffen will.
Den Angeklagten mußte daher eine empfindliche Strafe treffen. Unter
Abwägung aller Umstände erschien eine Zuchthausstrafe von 5 Jahren
als angemessene Sühne. Der Verlust der Wehrwürdigkeit beruht auf
§ 31 Ziff.1 WStGb.
gez. Dr. Storkebaum
Kriegsgerichtsrat.
27. 6. 1944
Verfügung
Bielefeld, den 3. Juli 1944
i.] Ich bestätige das Urteil .
2.] Die Strafe ist zu vollstrecken.
3] Die in die Zeit des Kriegszustandes fallende Vollzugszeit wird nicht
. auf die Strafzeit angerechnet .
Der Gerichtsherr:
gez. S t u m m
Generalmajor
Seite
...“Die Besatzungspolitik in Jugoslawien verlief völlig konträr zu dem Stellenwert, den dieser Staat bis dahin in Hitlers Vorstellungen hatte. S hließli h a Jugosla ie o h
als “zu e lässige F eu d Deuts hla ds“ a gesehen worden und im Laufe des
Krieges gedrängt worden dem Dreimächtepakt beizutreten. Erst die Unterzeichnung des Vertrages am 25. März 1941 löste zwei
Tage / später den antideutschen Staatsstreich in Belgrad und kurz darauf den deutschen Überfall aus, der wohl allein aufgrund
militärisch-strategischer Erwägungen stattfand. Erst mit dem Putsch vom 27.März sah Hitle “Ve at“ i Spiel – ähnlich wie im
Fall der italienischen Kapitulation vom 8. Sept. 1943. Und dennoch kam es im Südosten zu ganz anderen Reaktionsmustern. So
hatte die seit dem 31. März 1941 geplante Bombardierung Belgrads, bei der ganz bewußt zuerst zivile Ziele sowie die Bevölkerung getroffen werden sollten, um durch Brandbomben eine ausreichende Beleuchtung zu schaffen für die zweite nächtliche
Bomberwelle, die dann militärische Ziele treffen sollte, eindeutig Strafcharakter. Als im Sept. 1943 das bis dahin verbündete Italien sein staatserhaltendes renversement des alliances betrieb und von der Wehrmacht besetzt wurde, sprach Kesselrings Generalstabschef Westphal zwar die Drohung aus, die Stadt Rom zu bombardieren, um die italienischen Truppen zur kampflosen Kapitulaltion zu zwingen. Doch eine Bombardierung der Ewigen Stadt unterblieb. Selbst Neapel, dessen Bevölkerung der Wehrmacht mit dem Aufstand vom 27. bis 3o. Sept. 1943 beträchtlichen Widerstand geleistet hatte, wurde auf Kesselrings Anordnung hin von einer Bombardierung verschont, wie sie der rußlanderprobte Kommandierende General des XIV. Panzerkorps,
Hube, vorgeschlagen hatte. Wie Rom blieb auch Paris sowohl bei der Einnahme als auch beim Rückzug von Zerstörungen seines
architektonischen Bestands weitgehend verschont – obwohl doch Frankreich in Hitlers Denken stets als Erbfeind betrachtet
u de u d Hitle das o a his he Italie das Ve ats ezi htigt hatte u d de Vatika als Zuflu htso t de “Ve äte “ a sah.“
[Dipper / Hudemann / Petersen, Fascismus und Fascismen im Vergleich, Festschr. W. Schieder, Köln, 1998 _____ p. 2oo/sq.]
23
Die Gültigkeit der Abschrift wir begl.
Bielefeld, den 3.7.1944
Schwäbisches tageblatt.de / o9. o9. 2oo9
http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/land-welt_artikel,-Das-Ende-des-letzten-Tabus-_arid,76887.html
Nach jahrzehntelanger Diskussion hebt der Bundestag alle NS-Kriegsverräter-Urteile
auf / Das Ende des letzten Tabus / 64 Jahre hat es gedauert. Jetzt ist das letzte Tabu gefallen. Nach jahrzehntelangen Diskussionen sind die
wg. Kriegsverrats verurteilten Wehrmachtssoldaten im Bundestag pauschal
rehabilitiert worden . . . Ludwig Baumann, 87, hat seit Jahren für die pauschale
Rehabilitierung der Kriegsverräter gekämpft. Er weiß, wie es ist, zum Tode verurteilt
zu werden. Er wurde es als Deserteur. Und er musste Jahrzehnte als Vorbestrafter
im Nachkriegsdeutschland leben. "Dreckschwein" u. "Vaterlandsverräter" nannten die
Leute ihn, als er im Dezember 1945 zurück in seine Heimatstadt Hamburg kam . . .
Erst 2002 konnte Baumann feiern. Da rehabilitierte der Bundestag per Gesetz die
während des NS-Regimes verurteilten Homosexuellen und Deserteure pauschal. Die
Kriegsverräter aber blieben außen vor. Würden sie noch leben, sie hätten sich weiter
einer Einzelfallprüfung unterziehen müssen, um nicht mehr vorbestraft zu sein. Das
Argument gegen ihre Berücksichtigung glich stark dem, das über Jahre gegen die
Deserteure verwendet worden war: Sie hätten mit ihren Taten womöglich das Leben
anderer gefährdet. Dass dies im Einzelfall passiert ist, kann auch niemand ausschließen, sagt der Historiker Professor Sönke Neitzel, weil 180 000 Akten der NS-Feldgerichte noch nicht systematisch ausgewertet worden sind. Bisher gibt es aber keinen
Fall, in dem die Gefährdung bewiesen wurde, sagt d.
Militärgeschichtsexperte Professor Manfred Messerschmidt, 82. Er war stets für eine Rehabilitierung.
Schließlich sei die NS-Militärjustiz genauso wenig
rechtsstaatlich und ihre Urteile genauso Ausdruck der
Nazi-Ideologie gewesen wie die Entscheidungen des
Volksgerichtshofs, die bereits 1985 aufgehoben wurden. Insgesamt verhängte die NS-Militärjustiz in 30
000 Fällen die Todesstrafe gegen Wehrmachtssoldaten, 20 000 Mal wurde sie [offfen, h.g.] vollstreckt.
Biographie: Ludwig Baumann, Niemals gegen das Gewissen, Plädoyer des letzten Wehrmachtsdeserteurs, Frbrg i. B. , 2o14
Staumühle :
Seite
Ich möchte die Frage der weiteren Verfahrensgestaltung vor diesem Gerichtshof erörtern.
Über 45000 Personen haben in schriftlichen Mitteilungen an den Gerichtshof um Vernehmung im
Zusammenhang mit den Anklagen gegen Organisationen gebeten. Die große Anzahl dieser Anträge
hat Befürchtungen für den weiteren Verfahrensablauf hervorgerufen. Zweifellos sind noch nicht alle
Schwierigkeiten überwunden, aber meine Prüfung deutet darauf hin, daß die Schwierigkeiten stark
übertrieben werden.
Es steht durchaus im Ermessen des Gerichtshofs, ob er einem Vernehmungsantrag stattgeben will.
Die Anklagebehörde ist selbstverständlich darauf bedacht, daß jedem notwendigen Antrag stattgegeben wird, nicht nur, um wirklich Gerechtigkeit zu üben, sondern auch um den Eindruck zu vermeiden,
daß wir weniger täten, als die Gerechtigkeit erfordert. Wir sind nicht der Ansicht, daß die Beschleunigung dieses Prozesses so wichtig ist wie die Ausnutzung jeder geeigneten Möglichkeit, alle wirklich
erheblichen Tatsachen vorzubringen.
Eine Untersuchung der Umstände, die diese Flut von Anträgen hervorgebracht haben, läßt erkennen, daß ihre Bedeutung in keinem Verhältnis zu ihrer Anzahl steht. Der Gerichtshof versandte 200000
gedruckte Bekanntmachungen über das Recht, vor ihm zu erscheinen und sich zu verteidigen; sie wurden an alliierte Kriegsgefangenen- und Internierungslager versandt. Die Bekanntmachung war in
24
[Der Nürnberger Prozeß: Siebzigster Tag. Donnerstag,
den 28. Februar 1946.
Der Nürnberger Prozess,
S. 9154 - 9157 (vgl. NP Bd. 8, S. 409 ff., 412 )
http://www.digitale-bibliothek.de/band20.htm ]
deutschsprachigen Zeitungen veröffentlicht und wieder-holt über das Radio bekanntgegeben worden.
Nachforschungen ergaben, daß die Bekanntma-chung in allen Lagerbaracken angeschlagen war, und
daß sie überdies in vielen Lagern den Gefangenen vorgelesen worden war. Die 45000 Personen, die
mit Anträgen auf Vernehmung antworteten, kamen im wesentlichen aus ungefähr 15 Kriegsgefangenen- und Internierungslagern unter britischer oder amerikanischer Aufsicht. Unter den eingegangenen
Antworten kamen etwa 12000 aus Dachau, 10000 aus Langwasser, 7500 aus Auerbach, 4000 aus
Staumühle, 2500 aus Garmisch und mehrere Hundert aus jedem der anderen Lager.
Wir haben diese Anträge, genau so wie die Absendung der Bekanntmachung geprüft und würden
gern jede Auskunft, die wir erhalten haben, dem Gerichtshof zur Verfügung stellen.
Im Lager Auerbach in der amerikanischen Zone wurde eine Untersuchung angestellt, hauptsächlich
um festzustellen, aus welchen Gründen diese Anträge erfolgten, und auf welche Weise sie zustande
kamen. Diese Untersuchung wurde von Oberstleutnant Smith Brookhart, Hauptmann Drexel Sprecher
und Hauptmann Krieger, die alle diesem Gerichtshof bekannt sind, durchgeführt. Das Lager Auerbach
ist für Kriegsgefangene, und zwar überwiegend für Mitglieder der SS bestimmt. Die Belegschaft beträgt 16964 Mannschaften und 923 Offiziere. Die Bekanntmachung des Internationalen Militärgerichtshofs war in jeder Baracke angeschlagen und wurde allen Insassen vorgelesen. Alle Anträge an den
Gerichtshof wurden ohne irgendwelche Zensur weitergeleitet. 7500 Mitglieder der SS stellten Verteidigungsanträge.
Die Erhebungen zeigen, daß diese Anträge die unmittelbare Antwort auf die Bekanntmachung darstellten, und daß von irgendeiner anderen Stelle innerhalb oder außerhalb des Lagers nichts in die
Wege geleitet oder angeregt wurde. Alle Vernommenen behaupteten, daß sie nichts von irgendwelchen SS-Verbrechen oder verbrecherischen Zwecken der SS gewußt hätten, sondern zeigten lediglich
Besorgnis um ihr persönliches Schicksal, weniger im Interesse der Verteidigung der Organisation.
Die Berichte unserer vernehmenden Beamten gaben keinen Hinweis darauf, daß sie irgendwelches
zusätzliche Beweismaterial oder Auskunft über die allgemeine Frage des verbrecherischen Charakters
der SS als Organisation zu unterbreiten hätten. Sie schienen der Ansicht zu sein, es sei nötig, den Antrag hier zu stellen, um sich selber zu schützen.
Die Prüfung der Anträge selbst ergibt schon auf den ersten Blick, daß die meisten Mitglieder
zugeben, kein Beweismaterial für die allgemeinen, hier zur Verhandlung stehenden Fragen zu haben.
Sie versichern fast ausnahmslos, daß der Antragsteller Verbrechen, die der Organisation zur Last gelegt werden, weder begangen, noch mitangesehen, noch von ihnen etwas gewußt habe. Bei richtiger Begrenzung der Streitfragen ergibt sich, daß ein derartiger Antrag unzulänglich ist, um ein persönliches
Auftreten zu rechtfertigen.
Eine sorgfältige Prüfung der Bekanntmachung des Gerichtshofs, auf die diese Anträge die Antwort
darstellen, wird meiner Meinung nach zeigen, daß diese Bekanntmachung mit keinem Wort die Mitglieder, besonders wenn sie Laien sind, über die enge Begrenzung der hier zur Verhandlung stehenden
Fragen aufklärt; sie belehrt sie auch nicht darüber, daß sie im Falle und zur Zeit ihrer Strafverfolgung
Gelegenheit haben, ihre persönlichen Verteidigungs-gründe vorzubringen. Andererseits erweckt die
Bekanntmachung, wie mir scheint, besonders auf Laien den Eindruck, daß jedes Mitglied von diesem
Gerichtshof verurteilt und bestraft werden kann und seine einzige Gelegenheit, gehört zu werden, hier
besteht. Ich denke, daß eine sorgfältige Prüfung dieser Bekanntmachung jenen Eindruck bestätigen
wird; eine genaue Prüfung der Anträge wird fernerhin zeigen, daß sie die Folge dieses Eindruckes
sind.
Unter Juristen gibt es gewöhnlich Meinungsverschiedenheiten darüber, welches Verfahren man am
besten einzuschlagen hat; dieser Fall bildet keine Ausnahme: es gibt auch hier verschiedene Ansichten. Ich werde bestimmte Vorschläge machen, wie wir am besten vorgehen sollten, um eine billige und
brauchbare Beurteilung dieser Fragen zu erzielen.
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Karte/Truppenubungsplatze/Sennelager.htm
Seite
Der Truppenübungsplatz Sennelager wurde 1851 als Kavallerie-Übungsplatz für die Kavallerie-Einheiten der
Garnisonen Paderborn und Neuhaus angelegt. Er liegt im ostwärtigen Teil der Münsterschen Bucht und ist dem
Höhenzug des Teutoburger Waldes nach Südwesten vorgelagert. Bereits 1852 wurde der Platz durch Zukäufe
erweitert und 1891 zum Militärübungsplatz erklärt. Am 5. Juli 1892 begann dann an einem regnerischen Tag der
Übungsbetrieb. Gleichzeitig begann man mit dem Bau der ersten Schießbahn und eines Barackenlagers (dem
"Senne-Lager"). Während der Kaiserzeit wurden 1905 und 1908 auf dem Übungsplatz die berühmten "Kaiser-
25
Truppenübungsplatz Sennelager
manöver" abgehalten. Im Ersten Weltkrieg war der Übungsplatz nicht nur zur Ausbildung junger Rekruten verwendet worden, er diente auch als Kriegsgefangenenlager. Bei Kriegsende 1919 befanden sich folgende Dienststellen im Lager: Kommandantur Sennelager, Bewachungs-Kompanie Kriegsgefangenenlager Senne, Wachkompanie Senne, Pferdelazarett, Heimkehrerlager Senne, Russen-Lager Senne und die Verwaltungsstelle für die
Deutschrussen, Litauer, Letten und Esten im Bereich des Wehrkreiskommandos VI. Nach dem Krieg wurde der
Platz dann intensiv von der Reichswehr genutzt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden auch
auf dem Truppenübungsplatz Sennelager größere Veränderungen vorgenommen: So entstanden 1933 vier große
Munitionshäuser, 1934 vier neue MG-Schießstände und 1935 eine eigene Munitionsanstalt für den Truppenübungsplatz. Außerdem entstanden im Zuge der Motorisierung der Heeresverbände eine 50.000-Liter-Tankanlage
und Kfz-Hallen und -Werkstätten. Durch immer weitere Ankäufe wuchs die Größe des Platzes bis zum Kriegsende 1945 auf fast 10.000 ha an, heute ist der Platz 11.600 ha groß.
Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das Lager zur Aufstellung neuer Verbände genutzt. So wurde ab d.
1. August 1940 die 16. Infanterie-Division im Sennelager aufgestellt. Von Oktober 1940 bis Juni 1941 wurde die
126. Infanterie-Division aufgestellt, im Juli 1942 das Artillerie-Regiment 6 neu aufgestellt und im Juli 1944 das
Grenadier-Regiment 18.Am 10. Mai 1943 begann die Aufstellung der Tiger-Abteilung "Groß-Deutschland" im
Sennelager, auch die meisten anderen Tiger-Abteilungen wurden im Sennelager aufgestellt oder erhielten hier
ihre Gefechtsausbildung. Seit 1944 wurden auch italienische Einheiten im Sennelager aufgestellt. Am 19. Juli
1944 besuchte Mussolini den Truppenübungsplatz, um die 2. italienische Infanterie-Division "Littorio"[f.,
h.g.] zu besuchen.
Am 10. Juli 1941 trafen die ersten russischen Kriegsgefangenen auf dem Truppenübungsplatz ein und wurden
notdürftig untergebracht. Weitere Transporte folgten, ein neues Kriegsgefangenenlager entstand.
Nach der Invasion in Frankreich wurde im Sennelager eine "Auffangstelle West" eingerichtet, um aus versprengten Einheiten und Soldaten neue Einheiten zu formen. Bei Kriegsende eroberten amerikanische Einheiten den
Platz und übergaben ihn anschließend an ihre britischen Alliierten. Diese begannen ab dem 1. August mit der eigenen Nutzung. Dabei wurde der Platz abermals erweitert, teile der Ortschaften Berlebeck und Hiddesen wurden dem Platz einverleibt. Im April 1946 besuchte Feldmarschall Montgomery den Platz und ließ sich einen instand gesetzten Tiger-Panzer bei einer Tauchfahrt vorführen. Nach der Gründung der Bundeswehr nutzten auch
ihre Verbände wieder den Truppenübungsplatz. Das Grenadier-Bataillon 12 aus Höxter feuerte im Sept. 1956
den ersten Schuss ab. 1965 und 1977 nahm die britische Königin Elisabeth Paraden auf dem Übungsplatz ab,
letztere zu ihrem silbernen Thronjubiläum.
Der Truppenübungsplatz 1944 mit den
Schießbahnen.
Das Gedicht zum Sennelager ist folgendes im
Jahr 1940 gewesen:
"Sennesand, du heißer Sand,
Wie oft bin ich durch dich gerannt.
In dir verlor ich manchen Schweiß, vallera
Du aber machst mich nicht mehr heiß.
Seite
Unser lieber Herr Major,
Der nahm uns öfter selber vor
Und war die Senne ihm zu klein, vallera
Ging's in den Teutoburger Wald hinein."
26
Hauptmann, wenn ich dein gedenk,
Dann zittert mir das Handgelenk.
Du triebst uns in der Senn' umher, vallera
Mit einem Affen zentnerschwer.
Kommandanten des Übungsplatzes 1892 - 1945
Proklamation d. Vernichtungsbefehls
Generalmajor von Trotha, 29. März 1892 / Personelle Idendität nicht sicher :
[Bearbeiten] / Ggn. Herero & Nama
Generalmajor von Einem, 8. April 1893
Oberst von Quast, 20. Mai 1896
Generalmajor Freiherr von Fürstenberg, 22. Februar 1898
Generalmajor Freiherr von Toll, 18. Februar 1902
Generalmajor Herwarth von Bittenfeld, 21. April 1908
Generalmajor von Pawel, 20. Februar 1912
Oberst Pietsch, 12. November 1914
Generalmajor von Graevenitz, 30. August 1915
Lothar von Trotha, um
Oberst Dohme 29. November 1918
1905 [ Magdeburg, 3. Juli 1848 -31. März
Generalmajor Freiherr zu Innhausen und Knyphausen 22. März 1919
1920, Bonn ]
Oberst Bauernstein 7. Mai 1920
Generalmajor Heinrich Schmedes 1. Oktober 1920 - 31. März 1924
Wortlaut des Befehls
[Bearbeiten]
Oberst Wottrich, 1. April 1924 - 31. Januar 1927
Oberst Eugen Sachsse 1. Februar 1927 - 31. Januar 1928
Oberst Graf von Plettenberg 1. Februar 1928 - 31. Oktober 1930
Oberst Johann-Hugo Dickmann 1. November 1930 - 30. September 1932
Oberstleutnant von Uechtritz u. Steinkirch, 1. Okt. 1932 - 31. Mai 1933
Oberstleutnant von Geldern-Crispendorf, 1. Juni 1933 - 30. Juni 1933
Oberst Friedrich-Wilhelm von Loeper, 1. Juli 1933 - 31. Juli 1935
Generalmajor Hermann Leythäuser, 1. August 1935 - 15. April 1940
Generalmajor Ernst Groschupf, 16. April 1940 - 31. Oktober 1941
Oberst Pahl, 1. November 1941 - 15. November 1944
Generalmajor Paul Goerbig, 16. November 1944 - 2. April 1945
Die, hier abgebildet,, aufgeschlagenen Zelte, im Krieg 1870/71 gegen Frankreich erbeutet, dienten den 1892 in die Senne einrückenden Truppen als erste Unterkunft.
[Text , modifiziert ]
http://lippe2web.eu/truppenuebungsplatz-senne/
it / Ei t äge i
Natio alsozialistis he Lage s ste
Senne I / Kr. Bielefeld
Zivilarbeitslager [1o7, 450]
CWC : O.H. Windel in Windelsbleiche , 12o Pers. [Arbeitsamt Bielefeld].
CWC : Metallwerk, Windelsbleiche Nr. 8o / 6o.Pers. [BNTB Tracing Report]
,
Seite
Weitere Lager der Region :
Se e & Se elage / K . Bielefeld steht
27
„Vernichtungsbefehl“ bekannt
Aktuelle Nutzung / Staumühle :
Die Justizvollzugsanstalt Hövelhof liegt am Ostrand der Gemeinde Hövelhof im Kreis Paderborn. Sie
war früher bekannt als “Lager Staumühle“. Vo d ei Seite u s hließt de„Ich
u der
te große
itischer
VerwaltGeneral
der
ung stehende Truppenübungsplatz Senne das Gelände der Justizvollzugsanstalt, welches früher ebenfalls zu diesem Bereich gehörte. [nach : wickypedia]
Sennelager Kdo.
Kdo. Buchenwald [107]
CCKdo. Buchenwald / established 26.11.1944 Panzerausbild.-Reg. Code name Sennelager,
last mentioned 1o. [o]4. [19]45 , average strength 1o pris. [daily strength report]
Sennelager Krs. Bielefeld Kdo. Buchenwald [107]
Sennelager Bauleitung W-SS
Kdo. Buchenwald [566]
Engineering / 26. 11. 1944 – 1o/3o Pers. / - o5.o4.1945
Sennerstr. 129 / Brackwede
Lager 62 / 42o women
Zivilarbeitslager [45o]
25 / Gefangenen -Transportdokumentation 25./27 Juli 1944 – Paderborn / Staumühle - Lingen
Abb . : aus der aktuellen 3w.-p.:
Seite
28
http://www.jva-kassel1.justiz.hessen.de/irj/JVA_Kassel_I_ Internet
Die JVA Kassel I ist eine Justizvollzugsanstalt höchster Sicherheitsstufe.
Sie ist zuständig für die Vollstreckung von Freiheitsstrafen an männlichen Erwachsenen (Kurzstrafen, Freiheitsstrafen
bis zu 24 Monaten und von mehr als 24 Monaten nach Maßgabe der Einweisungsabteilung der JVA Weiterstadt) und
darüber hinaus für den Vollzug der Untersuchungshaft an männlichen Erwachsenen. Zudem ist sie mit dem angegliederten Zentralkrankenhaus landesweit zuständig für männliche wie auch weibliche Gefangene, die einer ständigen ärztlich en Betreuung oder einer stationären Krankenhausbehandlung bedürfen.
Seit Januar 2010 gehören die Abteilung des offenen Vollzuges in Baunatal sowie die Abteilung in Kaufungen für den geschlossenen Vollzug für Frauen und weibliche Jugendliche der JVA Kassel I an.
Unsere Grundlagen


Wir erfüllen als Teil der Landesverwaltung und der Justiz einen gesellschaftlichen und gesetzlichen Auftrag.
Wir sind aufmerksam für die Ziele eines modernen Straf- und Untersuchungshaftvollzugs. Wir sind ausgebildet, motiviert und engagiert für eine sach- und problemgerechte Umsetzung.
Gefangenenbezogene Ziele
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



Wir begegnen den Gefangenen mit der erforderlichen Nähe und der gebotenen Distanz und sind uns unserer
Vorbildfunktion stets bewusst.
Wir setzen klare Regeln für ein geordnetes Zusammenleben im Vollzug und achten darauf, dass sie eingehalten werden.
Wir nehmen die Gefangenen ernst und behandeln sie menschlich und gerecht.
Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe und fördern eigen- und sozialverantwortliches Denken und Handeln der Gefangenen.
Durch differenzierte Angebote und auf den einzelnen Gefangenen ausgerichtete Betreuung und Behandlung
eröffnen wir Wege zur Veränderung von Verhaltensweisen und Einstellungen und leisten damit einen Beitrag
für eine erfolgreiche Eingliederung in die Gesellschaft und ein Leben ohne Straftaten.
Mitarbeiterbezogene Ziele

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Wir verpflichten uns im beruflichen Alltag eines fairen, kollegialen Umgangs, eines leistungs-orientierten Verhaltens, der gegenseitigen sach- und problemgerechten Information und einer konstruktiven Zusammenarbeit.
Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und abzugeben.
Wir brauchen Lob und Anerkennung und sind offen für Kritik und bereit zur Selbstkritik.
Wir erhöhen unsere Aufmerksamkeit und Sensibilität in Sicherheitsbelangen der Anstalt und im Umgang mit
den Gefangenen durch anstaltsinterne Aus- und Fortbildung und schaffen verlässliche Strukturen für die Zusammenarbeit miteinander.
Wir nehmen Angebote zur Weiterbildung wahr und setzen neue Erkenntnisse um.
Gesellschaftsbezogene Ziele
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Wir gewährleisten die Sicherheit der Anstalt durch effektiven Personaleinsatz und klare Organisationsstrukturen sowie durch die Schaffung der erforder-lichen technischen und baulichen Rahmenbedingungen.
Wir lassen uns in unserer täglichen Arbeit mit ihren beruflichen Anforderungen von den Grundsätzen der neuen Verwaltungssteuerung leiten.
Wir setzen in wirtschaftlicher Eigenverantwortung Material und Energie effizient, sparsam u. umweltschonend
ein.
Wir vermitteln der Gesellschaft durch agierende statt reagierende Öffentlichkeitsarbeit u. durch eine transparente Gestaltung unserer Arbeit ein realistisches Bild des Justizvollzugs.
Wir treten in der Öffentlichkeit korrekt und höflich auf.
Wir identifizieren uns mit unserer Arbeit und orientieren uns dabei an unserem Leitbild.
Seite
Als ich seinerzeit vom Rias eingeladen wurde, über ästhetische Normen und Leitbilder der Gegenwart zu
sprechen, erklärte ich mich für ungeeignet, einen Begriff wie den des Leitbilds zu übernehmen und positiv anzuwenden. Die Formulierung einer wie immer auch gearteten allgemein-normativen, invarianten Ästhetik heute
dünkt mir unmöglich. Nur unter der Voraussetzung, daß ich diese Position ausdrücken könnt. e, wäre es mir
möglich, den Gegenstand zu behandeln. Liberalerweise hat mir die Leitung d. Funk-Universität das konzediert.
Ich will und kann also nicht als Schnellmaler Leitbilder an die Wand zaubern oder, nach der einstweilen immer
noch verbreiteten ontologischen Mode, mehr oder minder verbrämt etwas von künstlerischen Ewigkeitswerten
29
Parva Aesthetica / Ohne Leitbild / Anstelle einer Vorrede
schwafeln. Erörtern kann ich, fragmentarisch genug, Leitbilder u. Normen einzig als Problem. Ich befinde mich
in einer ähnlichen Lage wie der in einem philosophiehistorisch berühmten Text ausgesprochenen: »Was in einem bestimmten gegebenen Zeitmoment zu tun ist, unmittelbar zu tun ist, hängt natürlich ganz und gar von den
gegebenen historischen Umständen ab, worin zu handeln ist. Jene Frage aber stellt sich in Nebelland, stellt sich
also in der Tat ein Phantomproblem, worauf ihre einzige Antwort – die Kritik der Frage selber sein muß.«
Das Wort Leitbild, mit seinem leise militärischen Klang, dürfte in Deutschland erst nach dem zweiten Weltkrieg populär geworden sein. Es ist heimisch im Bereich einer konservativ-restaurativen Kulturkritik diesseits
und jenseits der Grenze zur DDR, die von Motiven der früheren deutschen Romantik, zumal solchen von
Novalis und Friedrich Schlegel, zehrt. Zugrunde liegt meist die negative Reaktion auf die zeitgenössische Kunst.
Diese sei zerrissen, von subjektiver Willkür durchherrscht, abstoßend, unverständlich, im elfenbeinernen Turm
vermauert. Die Gestalt, welche die moderne Kunst in all ihren Manifestationen aus der Konsequenz ihrer
sachlichen Entwicklung angenommen hat, wird als Schuld einer esoterischen, volksfremden und womöglich
wurzellosen Gesinnung den Produzierenden aufgebürdet, allenfalls ihrem beklagenswerten Schicksal zugeschrieben. Man wird die Affinität von solchen Überlegungen zu den unter den totalitären Systemen beider Spielarten
gängigen auch dann nicht überhören, wenn sie im Westen einstweilen humanerer Terminologie sich bedienen.
Sie operieren mit einer Vulgärsoziologie. Die frühere Gesellschaft, die feudale, etwa auch die frühbürgerlich-absolutistische sei geschlossen gewesen, die gegenwärtige offene entrate des verpflichtenden Gesetzes . . .
[ § : hier, aesthetische, h.g.]
[Band 10: Kulturkritik und Gesellschaft I/II: Ohne Leitbild.
Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 7872 - 7874
(vgl. GS 10.1, S. 291 sqq. ) http://www.digitale-bibliothek.de/band97.htm ]
Radikale Isolierung und radikale Reduktion auf stets dasselbe hoffnungslose Nichts sind identisch. Der Mensch
im Zuchthaus ist das virtuelle Bild des bürgerlichen Typus, zu dem er sich in der Wirklichkeit erst machen soll.
Denen es draußen nicht gelingt, wird es drinnen in furchtbarer Reinheit angetan. Die Rationalisierung der Existenz von Zuchthäusern durch die Notwendigkeit, den Verbrecher von der Gesellschaft abzusondern, oder gar durch seine Besserung, trifft nicht den Kern. Sie sind das Bild der zu Ende gedachten bürgerlichen Arbeitswelt, das
der Haß der Menschen gegen das, wozu sie sich machen müssen, als Wahrzeichen in die Welt stellt. Der Schwache, Zurückgebliebene, Vertierte muß qualifiziert die Lebensordnung leiden, in die man selbst sich ohne Liebe
findet, verbissen wird die introvertierte Gewalt an ihm wiederholt. Der Verbrecher, dem in seiner Tat die Selbsterhaltung über alles andere ging, hat in Wahrheit das schwächere, labilere Selbst, der Gewohnheitsverbrecher ist
ein Debiler.
Gefangene sind Kranke. Ihre Schwäche hat sie in eine Situation geführt, die Körper und Geist schon angegriffen hat und immer weiter angreift. Die meisten waren schon krank, als sie die Tat begingen, die sie hineinführte: durch ihre Konstitution, durch die Verhältnisse. An-dere haben gehandelt wie jeder Gesunde in der gleichen Konstellation der Reize und Motive gehandelt hätte, sie haben nur Unglück gehabt. Ein Rest war böser und
grausamer als die meisten Freien, so böse und grausam in Person wie die faschistischen Herren der Welt durch
ihre Stellung. Die Tat der gemeinen Verbrecher ist engstirnig, persönlich, unmittelbar destruktiv. Die Wahrscheinlichkeit ist, daß die lebendige Substanz, die in jedem dieselbe ist, auch bei den äußersten Taten dem gleich
starken Druck der körperlichen Verfassung und des individuellen Schicksals von Geburt an, die den Verbrecher
dazu führten, sich in keiner Gestalt hätte entziehen können, daß du und ich, ohne die Gnade der Einsicht, die uns
durch Verkettung von Umständen zuteil geworden, gehandelt hätten wie jener, da er den Mord beging. Und nun
als Gefangene sind sie bloß Leidende, und die Strafe an ihnen ist blind, ein entfremdetes Geschehen, ein Unglück wie der Krebs oder der Einfall eines Hauses. Gefängnis ist ein Siechtum. Das verraten auch ihre Mienen,
der vorsichtige Gang, die umständliche Art des Denkens. Sie können wie Kranke nur von ihrer Krankheit sprechen.
[Band 3: Dialektik der Aufklärung: Aus einer Theorie
des Verbrechers. T.W. Adorno: Ges. Schriften, S. 1513
Seite
Werteten größere Teile der CDU/ CSU die auch marxistoide, vor allem aber sozialphilosophisch/empiri[Band 3: Dialektik der Aufklärung: Aus einer Theorie des
sche Kritik der Remigranten d. “F a kfu te S hule“ , auch
der 5o-jahre
in Adorno:
mehreren
Studien,S. 1513
ab d.
Verbrechers.
Theoder W.
Ges. Schriften,
(vgl. GS 3, S. 258 ff. ) http://www.digitale-bibliothek.de/band97.htm]
späten 9o-Jah e ,s ., als “Ho t des Te o is us“, andere als unmodern & überholt . . . adaptierten
NS-Einstellungen fast a h, u te d ü kte ei e hte ‘a d sozialde ok atis he I tellektuelle du h
Ignorieren oder maß gleich mobbend, Begriffe, wie > li kse t e e “Spi e “ < zu . . . Wie aber zu einer
adaequaten Description : behaupten auch ideologisch-partikulare Darstellungen, vor allem fundamentalistisch, klerikal Orientierte aller säkularen & orthodo e St e u ge , et as ie “O jekti ität“ mit
Allgemeingültigkeit. Die te de Disku s o “Gottesgnadentum“, primär einer Rechtfertigung der
Herrschaft, strengte Hitler noch die Vorsehung an, im mehr & mehr sich bemächtigen industrieller Interessen am Bildungssektors, spricht sich mit wachsender Macht, der professorale & anders selektive
Beamtenzensur ausübende Bereich diese fiktionale[n] Mystifikation[en] in demokratischen Prozessen,
einfach nun selbst zu . . . war das Problem bereits
hal gelöst [“T ois I posteu s“, A o
us]
30
(vgl. GS 3, S. 259) http://www.digitale-bibliothek.de/band97.htm ]
http://www.altertuemliches.at/files/lochnerapostelmartyrien_linker_fluegel_g1.jpg
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dermorgenspiegelonline-echtzeit-nachrich-ten-am-2-mai-2014-a965987.html
o4.o5. 2o14
Seite
©
31
http://ffffound.com/image/0a533d5d115e1a46a10108f8f3233bea7b47a1eb
http://ffffound.com/image/a1dff501cd853ba2635be716ca3f017cdb0278f
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