Neue Monte-Rosa

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PRÄSENTATION SWISSBAU BASEL
12. – 16. Januar 2010
NEUE MONTE-ROSA-HÜTTE SAC
PROJEKTORGANISATION
PLANERVERZEICHNIS
REALISIERUNGSPHASE, 2007 – 2009
Auftraggeber | ETH Zürich
Prof. Dr. Ralph Eichler, Präsident ETH Zürich
Prof. Dr. Meinrad K. Eberle, Leiter Jubiläum 150
Jahre ETH Zürich
Initiative und Projektentwicklung
Prof. Dr. Meinrad K. Eberle
Architektur | ETH-Studio Monte Rosa,
Departement Architektur, ETH Zürich,
Prof. Andrea Deplazes, Marcel Baumgartner
(Projektleiter), Kai Hellat;
Bearth & Deplazes Architekten AG, Chur und
Zürich, Daniel Ladner
Projektleitung | Philippe Carrard, Leiter gta
Ausstellungen, Departement Architektur, ETH
Zürich;
Prof. Dr. Lino Guzzella, Institut für Dynamische
Systeme und Regelungstechnik, Departement
Maschinenbau und Verfahrenstechnik, ETH
Zürich;
Prof. Sacha Menz, Leiter Institut für Technologie
in der Architektur, Departement Architektur,
ETH Zürich
Konzept Inhalt | Marcel Baumgartner,
ETH-Studio Monte Rosa, Departement Architektur, ETH Zürich;
Samuel Fux, Institut für Dynamische Systeme
und Regelungstechnik, Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik, ETH Zürich;
Dr. Simon Schubiger, Procedural, Zürich
Fotografie | Tonatiuh Ambrosetti, Lausanne
Texte | Alexander Felix, Architekturredaktor
Tec 21, Zürich
Übersetzung | Jean-Pierre Lewerer, Genf
Gestaltung | Yvonne Meier, gta Ausstellungen,
Departement Architektur, ETH Zürich
Grafik | Pascale Haefeli, gta Ausstellungen,
Departement Architektur, ETH Zürich
Realisation | Emanuel Biland, Kevin Dröscher,
Elisabeth Fritsch, Tobias Häfliger,
Peter Leibacher, Jan Leu, Theo Manolakis,
Daniela Meyer, Michael Pfister, Tanja Risch,
Nadine Spindler, Samuele Tirendi
Institut für Geschichte und Theorie der Architektur
Departement Architektur, ETH Zürich
ETH Zürich, Hönggerberg
Wolfgang-Pauli-Strasse 15
CH 8093 Zürich
Telefon 044 633 29 36
[email protected]
www.ausstellungen.gta.arch.ethz.ch
Idee | Dr. Rose Marie Eberle-Haegi
Projektpartnerschaft | ETH Zürich
und Schweizer Alpen-Club SAC
Bauherrin | SAC Sektion Monte Rosa
Projektleitung Jubiläum 150 Jahre ETH Zürich
Prof. Dr. Meinrad K. Eberle (Gesamtleitung)
Projektsteuerung | Franz Steinegger (Vorsitz),
Ingrid Alder, Christen Baumann,
Prof. Dr. Meinrad K. Eberle, Reto Jenatsch,
Prof. Dr. Otto Künzle, Peter Planche,
Prof. Dr. Gerhard Schmitt, Daniel Suter,
Niklaus Tobler
Projektsteuerungsausschuss | Prof. Dr. Meinrad
K. Eberle (Vorsitz Phasen Forschung + Entwicklung I, Forschung + Entwicklung II),
Reto Jenatsch (Vorsitz Realisierungsphase),
Prof. Dr. Otto Künzle, Peter Planche,
Prof. Dr. Gerhard Schmitt, Niklaus Tobler
Baukommission Monte Rosa
Reto Jenatsch (Vorsitz), Peter Büchel,
Prof. Dr. Meinrad K. Eberle, Prof. Dr. Otto Künzle,
Peter Planche, Niklaus Tobler
Kommunikation | Eva-Martina Keller
Generalplaner
Gesamtleitung Ausführungsplanung
Bearth & Deplazes Architekten AG, Chur und
Zürich, Daniel Ladner (Leiter Generalplaner
2007 – 2009)
Bauleitung | Architektur + Design GmbH,
Zermatt, Hans Zurniwen (Leiter Generalplaner
ab 2009)
Energie- und Gebäudetechnik | Lauber IWISA
AG, Naters, Matthias Sulzer (Gesamtleitung),
Cedric Cina, Martin Andres
Bauprozess | architektur + bauprozess!, Zürich,
Prof. Sacha Menz, Daniel Schweizer
Weitere Planer
Bauingenieur | WGG Schnetzer Puskas
Ingenieure AG, Basel, Tivadar Puskas (Gesamtleitung), Jan Stebler (Projektleiter), Remo Bürgin,
Thomas Gutzwiller, Alexander Radovanovic;
Matterhorn Engineering AG, Zermatt,
Dr. Philipp Teysseire, Antonino Maesano
Holzbauingenieur | Holzbaubüro Reusser GmbH,
Winterthur, Hansbeat Reusser;
SJB Kempter Fitze AG, Herisau, Christian Keiser
Photovoltaikplanung | Lauber IWISA AG,
Naters, Matthias Sulzer;
Muntwyler Energietechnik AG, SolarCenter,
Zollikofen, Urs Muntwyler
GÖNNER UND SPONSOREN
Bachelor-Partner
Nobel-Partner
Anonyme Gönner
Ciba Spezialitätenchemie, Basel
Credit Suisse, Brig
Endress + Hauser Metso AG, Reinach
Ernst Göhner Stiftung Zug, Zug
Ernst Schweizer AG, Hedingen
ETH-Rat, Zürich
Feller AG, Horgen
Gemeinde Zermatt, Zermatt
Glas Trösch AG, Bützberg
Hermann Gerber, Bern
Lonza AG, Basel
Lotteriefonds des Kantons Zürich, Zürich
Mammut Sports Group AG, Seon
Matterhorn glacier paradise, Zermatt
Matterhorn Gotthard Bahn /
Gornergrat Bahn, Brig
myclimate – The Climate Protection
Partnership, Zürich
EH Europe GmbH – Division Oerlikon, Aesch BL
Rainer Seibold
Raiffeisenbanken Oberwallis
Sandoz Family Office, Pully
Seiler Hotels Zermatt, Zermatt
Siemens Schweiz AG, Zürich
SWF – Stiftung für wissenschaftliche Forschung
Swisscom AG, Bern
UBS AG
Velux Schweiz AG, Trimbach
Walliser Kantonalbank, Sitten
WICONA Hydro Building Systems AG, Mägenwil
Holcim (Schweiz) AG,
Zürich
Gastroplanung | Gastra Visp AG, Harry Schmid,
Claus Dukovitsch
Digitale Fabrikation | Assistenzprofessur für
Architektur und Digitale Fabrikation, Departement Architektur, ETH Zürich, Assistenzprof.
Fabio Gramazio, Assistenzprof. Matthias Kohler,
Tobias Bonwetsch, Ralph Bärtschi
Gebäudeautomation Forschung + Entwicklung II
Institut für Dynamische Systeme und Regelungstechnik, Departement Maschinenbau und
Verfahrenstechnik, ETH Zürich, Prof. Dr. Lino
Guzzella, Roland Bucher, Samuel Fux;
Visualisierung: Dr. Simon Schubiger
Alpiq Energie Schweiz,
Lausanne
Bundesamt für Umwelt
(BAFU), Bern
Master-Partner
Beratung Brandschutz | Institut für Baustatik und Konstruktion, Departement Bau,
Umwelt und Geomatik, ETH Zürich,
Prof. Dr. Mario Fontana
Stiftung Propter Homines,
Vaduz
Karl Steiner AG, Zürich
Beratung Energie- und Gebäudetechnik /
Projektpartner Forschung + Entwicklung II
Zentrum für Integrale Gebäudetechnik, Technik
& Architektur, Hochschule Luzern, Horw,
Urs-Peter Menti (Leitung), Ivan Plüss,
Adrian Tschui, Stefan Mennel;
Siemens (Suisse) SA, Building Technologies
Group, Dr. Jürg Tödtli, Markus Gwerder
Geberit AG, Jona
Sika AG, Baar
Beratung Nachhaltigkeit | Institut für Umweltingenieurwissenschaften, Departement Bau,
Umwelt und Geomatik, ETH Zürich,
Prof. Dr. Stefanie Hellweg, Yvonne Tissot
Rigips AG, Mägenwil
Saint-Gobain Isover AG,
Lucens
Brandschutzbeauftragter | Holzbaubüro
Reusser GmbH, Winterthur, Hansbeat Reusser
Bauphysik | BWS Bauphysik AG, Winterthur,
Christoph Keller
Bundesamt für Energie
(BFE), Bern
Geologie | R&M Geologie Geotechnik Naturwissenschaft, Visp, Charles-Louis Joris
Geometer | Klaus Aufdenblatten Geomatik AG,
Zermatt, Klaus Aufdenblatten, Christian Grütter
Elektroplanung | Cygnus Engineering, Brig,
Oliver Meyer;
Elpro Engineering, Brig, Georg Miethig,
Markus Supersaxo
Kanton Wallis über die
Departemente Volkswirtschaft und Raumentwicklung sowie Gesundheit,
Sozialwesen und Energie
Loterie Romande
Neue Monte-Rosa-Hütte SAC
Ein autarkes Bauwerk im hochalpinen Raum
Beiträge von Lieferanten und Unternehmern
Holzbau AG, Mörel
Zimmerei Ferrari, St. Niklaus
E. Lauber & Sohn Hoch- & Tiefbau AG, Zermatt
Lauber IWISA AG, Visp
Tschugge Elektro AG, Zermatt
Fux Vitus AG, Visp
3S Swiss Solar Systems AG, Lyss
Silent Gliss AG (SGCH), Lyss
Meier Schreinerei AG, Weinfelden
Schreinerei Schnidrig AG, Visp
Aufdenblatten & Co, Zermatt
Jansen AG, Oberriet
Terra Link GmbH, Zürich
Bringhen AG, Visp
Imwinkelried Lüftungen AG, Visp
Brugg Rohrsysteme AG, Kleindöttingen
Ende September 2009 wurde in der Nähe von
Zermatt auf 2883 Meter Höhe die Neue MonteRosa-Hütte SAC eröffnet. Dieses innovative
Projekt ist in der Zusammenarbeit von der ETH
Zürich, dem Schweizer Alpen-Club SAC sowie
vielen spezialisierten Fachleuten und Herstellern
entstanden. Die Neue Monte-Rosa-Hütte SAC
leitet durch die Verbindung von hervorragender
Architektur mit wegweisender Technologie ein
neues Kapitel im nachhaltigen Bauen ein.
Die Präsentation an der Swissbau 2010 ist die
erste einer Serie von Ausstellungen, die in der
Schweiz und im Ausland gezeigt werden.
TRAGSTRUKTUR UNTER EXTREMBEDINGUNGEN: FÜNF MONATE
BAUZEIT DURCH VORGEFERTIGTEN HOLZBAU
DIGITALE FABRIKATION: VOM VIRTUELLEN
OPTIMIERUNGSWERKZEUG ZUM REALEN
MEHRWERT
Die Tragstruktur der Neuen Monte-Rosa-Hütte besteht aus 420 vorgefertigten Holzelementen, die per Helikopter zum exponierten
Bauplatz transportiert wurden. Ein sternförmiger Stahltisch auf zehn
in den Fels eingebundenen Einzelfundamenten und einer zentralen
Schubnocke bildet die Basis für den Holzelementbau. Diese Konstruktion nimmt die Vertikalkräfte aus Eigen- und Nutzlast sowie die Horizontalkräfte aus Wind (bis 250 km/h) und Erdbeben auf. Zugleich löst
sie das warme Gebäude vom empfindlichen Permafrostboden ab.
Der Essraum ist der zentrale Begegnungsort
in der neuen Hütte. Die moderne Ornamentierung des sichtbaren Tragwerks unterstreicht
seine Bedeutung. In Anlehnung an traditionelle
Holzverzierungen wurden an der ETH Zürich
mittels digitaler Entwurfs- und Fabrikationsmethoden «digitale Schnitzereien» entworfen.
Ähnlich den Jahresringen eines Baumes
überzieht ein zusammenhängendes dreidimensionales Linienmuster die Oberflächen des
Fachwerks. Die Kerbtiefe der Schnitzereien ist
an die jeweiligen statischen Anforderungen
angepasst. Die gesamte Fertigung erfolgte auf
einer computergesteuerten Abbundmaschine.
Das so applizierte zusätzliche Informationssystem erzeugt eine veränderte Wahrnehmung
der Materialität.
Auf fünf Achsen radial angeordnete Innenwände bilden das Haupttragwerk; dazwischen sind die Deckenelemente gespannt. Die passgenaue Fügung erfolgt durch Holz-zu-Holz-Verbindungen oder eingebaute Stahlteile. Die gedämmten Aussenwände sind selbsttragend
und übernehmen zusammen mit der Kaskadentreppe die Torsionskräfte. Um die Holzkonstruktion im Inneren sichtbar zu machen,
wurde der klassische Rahmenbau in den oberen Stockwerken umgedreht, sodass die Stäbe sichtbar auf den Platten sitzen. Im Erdgeschoss sind die Schotten ganz in Fachwerke aufgelöst, um den grosszügigen Raumeindruck zu stärken.
HOCHALPINE ARCHITEKTUR: SOLARE SCHUTZHÜTTE UND
INTERDISZIPLINÄRER FORSCHUNGSTRÄGER
ENERGIE- UND GEBÄUDETECHNIK: EIN HOCHEFFIZIENTES
SYSTEM MIT ZUVERLÄSSIGEN KOMPONENTEN
Weithin sichtbar thront die Neue Monte-Rosa-Hütte 2883 Meter ü. M.
auf einem Felsrücken über dem Monte-Rosa-Gletscher. Das markante
kristalline Gebäude mit seiner reflektierenden Aluminiumhaut wurde
am ETH-Studio Monte Rosa in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit
verschiedenen Fachspezialisten entwickelt.
Die Insellage der Neuen Monte-Rosa-Hütte fernab gewohnter Infrastruktur erfordert eine weitgehende Selbstversorgung und eine
grosse Robustheit des Systems. Neben nachhaltigem Umgang mit
Energie und Wasser bietet die neue Hütte bislang ungewohnte
Annehmlichkeiten.
Der unregelmässige achteckige Grundriss ist in zehn gleiche Segmente gegliedert, sodass ein dichtes Gefüge aus fünfzig trapezförmigen Raumzellen entsteht. Der Essraum und die Küche im Erdgeschoss
bestimmen als flächengrösste Elemente den Fussabdruck der Hütte.
In den oberen vier Etagen befinden sich 18 Gästeräume, die Sanitärräume und die Wohnung des Hüttenwarts. Mit dem nach oben abnehmenden Platzbedarf verjüngt sich der Baukörper, wodurch die Hüllfläche minimiert wird. Eine Kaskadentreppe verbindet alle Etagen der
Hütte zu einer Raumsequenz und folgt in einer Spiralbewegung der
Aussenwand. Begleitet wird sie von einem Fensterband, das sich,
die grosse südgerichtete Photovoltaikanlage durchbrechend, einmal
rund um das Gebäude windet und einen Rundblick auf die spektakuläre Bergwelt ermöglicht.
Die Photovoltaikanlage bildet zusammen mit einem thermischen
Solarkollektor das Kraftwerk der Hütte – bei Bedarf ergänzt durch ein
kleines rapsölbetriebenes Blockheizkraftwerk. Zur Versorgung der
Hütte mit Frischwasser wird im Sommer Schmelzwasser in einer oberhalb gelegenen Felskaverne gesammelt. Gefiltert steht es als Warmund Kaltwasser zum Kochen und Duschen zur Verfügung. Das Abwasser wird in einer biologischen Mikrofilterkläranlage gereinigt und
als Grauwasser in Toiletten und Waschmaschinen erneut verwendet.
Das überschüssige Abwasser wird gereinigt an die Umgebung abgegeben. Eine Lüftungsanlage sorgt für Wärmerückgewinnung, versorgt alle Räume mit Frischluft und dient bei Bedarf zur Beheizung;
dabei funktioniert das Treppenhaus als Zuluftkanal. Sämtliche Räume
haben elektrisches Licht.
GEBÄUDEAUTOMATION IM HÖHENTRAINING: VORAUSSCHAUENDE REGELUNG
FÜR ALLE LEBENSLAGEN
Die Gebäudetechnikanlage der Neuen MonteRosa-Hütte ermöglicht durch eine intelligente
Vernetzung der Einzelteile einen Autarkiegrad
von 90 Prozent. Die Steuer- und Regelstrategien für das komplexe Gesamtsystem wurden
am Institut für Dynamische Systeme und Regelungstechnik der ETH Zürich entwickelt. Die
modellbasierte vorausschauende Regelung
berücksichtigt neben bekannten Parametern
auch Wetter- und Besucherprognosen, um
nicht nur den momentanen Betrieb der Hütte
sicherzustellen, sondern darüber hinaus die
Unabhängigkeit über mehrere Tage zu gewährleisten.
Die Steuerung der Anlage wird laufend überwacht und verbessert. Künftig werden die
dort gewonnenen Erkenntnisse helfen, auch
die Energieeffizienz bei normalen Bauaufgaben
im Flachland zu optimieren.
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