Antrag auf Förderung des Forschungsprojektes B E RB E R D E S HO HE N AT L AS Digitalisierung und Restaurierung einer ethnographischen Photodokumentation durch die Kulturabteilung der Stadt Wien (Magistratsabteilung 7) Eingereicht durch die Plattform für Kulturen, Integration und Gesellschaft Verein der Absolventinnen und Absolventen des Instituts für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien Durchführung: ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kraus Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien Projektdauer: 1. Oktober 2003 – 30. September 2004 1. Kurzdarstellung Das vorliegende Projekt steht im Zusammenhang der langfristigen ethnographischen und theoretischen Erforschung einer berberophonen Stammesgesellschaft im Hohen Atlas in Marokko sowie eines derzeit laufenden FWF-Forschungsprojektes. Es soll die digitale Archivierung und Restaurierung von Teilen des während mehrerer Feldforschungen in den 1980er Jahren entstandenen ethnographischen Bildmaterials ermöglichen, das den damaligen Lebensalltag in dieser in raschem Wandel begriffenen Lokalgesellschaft dokumentiert. Dieser Korpus dokumentarischer Photographien ist aufgrund unzureichender Farbstabilität des verwendeten Filmmaterials von akutem Verfall bedroht. Im Rahmen des Projektes sollen die für das professionelle Scannen der Dias anfallenden Kosten sowie geringfügige Materialkosten für CD-Rs und neue Diarahmen abgedeckt werden. Eine Abgeltung des erheblichen Arbeitsaufwandes für die digitale Restaurierung ist nicht vorgesehen. Das Bildmaterial soll dann im Rahmen einer Ausstellung im Museum für Völkerkunde präsentiert werden; auch eine Buchpublikation ist in Planung. 2. Der Hintergrund Dr. Wolfgang Kraus, derzeit außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien, zählt zu den internationalen Spezialisten für die Anthropologie der Stammesgesellschaften des Nahen Ostens und Nordafrikas. Er führt somit eine Forschungstradition weiter, die seit den Pionierarbeiten von emer. o. Univ.-Prof. Dr. Walter Dostal einen wesentlichen Schwerpunkt am Wiener Institut bildet und auch durch dessen Nachfolger o. Univ.-Prof. Dr. Andre Gingrich prominent vertreten wird. Dr. Kraus hat seit 1980 insgesamt etwa zwei Jahre zum Zweck ethnographischer Feldforschungen bei den Ayt ¡diddu zugebracht, einem Stamm von Bodenbauern und teilnomadischen Kleinviehzüchtern, der seit dem 17. Jh. einige Täler im zentralen und östlichen Hohen Atlas in Marokko bewohnt. Aus diesen Forschungen ging zunächst eine Dissertation mit dem Titel Die Ayt ¡diddu des zentralen Hohen Atlas: Tribale Struktur, dörfliche Organisation und Wirtschaft bei marokkanischen Berbern (1989) hervor. Ein APART-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften von 1994 bis 1997 gab Dr. Kraus die Gelegenheit, seine Forschungen mit einem breiter angelegten komparativen Ansatz weiterzuverfolgen. Im Mittelpunkt stand nun die Frage nach den kulturellen und konzeptuellen Grundlagen tribaler Identitäten. In diesem Rahmen konnten in den Jahren 1995–97 weitere Feldforschungen im Hohen Atlas durchgeführt werden. Das Ergebnis dieser Forschungen war neben einer Reihe anderer Publikationen (siehe Publikationsliste) eine Habilitationsschrift zum Thema Tribale Identität im Vorderen Orient: 2 Schritte zu einer historischen Anthropologie islamischer Stammesgesellschaften (2001). Derzeit findet eine Weiterführung dieser langfristigen ethnographischen Erforschung der Berberstämmen Zentralmarokkos im Rahmen einer Untersuchung über verschiedene Formen und Ebenen historischen Wissens statt, die weitere Feldforschungen (2002, 2003) einschließt. Diese Untersuchung mit dem Titel Oral Tradition and Historiography in the Moroccan High Atlas Mountains bildet eine der Teilstudien des von o. Univ.-Prof. Dr. Andre Gingrich geleiteten FWFProjektes Literacy, Local Culture and Constructions of Identity in the Muslim World (Projekt-Nr. P14598-SPR, s. http://www.univie.ac.at/voelkerkunde/literacy/). Im Rahmen dieser Teilstudie erfolgte auch eine Aufarbeitung des bisher erarbeiteten ethnographischen Materials. In methodischer Hinsicht lag der Schwerpunkt der empirischen Erhebungen auf teilnehmender Beobachtung und der Durchführung unterschiedlich strukturierter Formen qualitativer Interviews. Dabei kamen auch mehrere Formen audiovisueller Dokumentation zum Einsatz: Tonaufnahmen, die mit der Unterstützung des Phonogrammarchivs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zustande kamen und zum Teil auch von dieser Institution archiviert worden sind, weiters Videoaufnahmen, und schließlich eine photographische Dokumentation des Lebensalltags und der Umwelt der Ayt ¡diddu. Diese Photodokumentation steht im Mittelpunkt des vorliegenden Projektes. 3. Zielsetzung und Begründung des Projektes Bei der Durchsicht des in den 1980er Jahren entstandenen ethnographischen Bildmaterials zeigte sich, daß die Farbdias – trotz relativ günstiger Lagerungsbedingungen – einem bestürzenden und rasch fortschreitenden Verfall ausgesetzt sind. Dieser äußert sich in erster Linie in einem Ausbleichen eines Teils der Farbstoffe, wodurch ein Verblassen der Dias und Farbverschiebungen eintreten. Daneben kommt es auch zur Bildung von Flecken und partiellem Farbverlust. Von diesen Erscheinungen sind insbesondere jene – die interessantesten – Aufnahmen betroffen, die im Zuge wissenschaftlichen wie populären Vermittlung der Forschungsergebnisse sowie der akademischen Lehre öfter projiziert wurden. Das Ziel des vorliegenden Projektes ist es, die wichtigsten unter den insgesamt ca. 2000 Farbdias, die in den Jahren 1980 bis 1985 entstanden sind, zu scannen und so im gegenwärtigen Zustand zu konservieren. In der Folge ist auch eine digitale Restaurierung vorgesehen, die von Dr. Kraus selbst durchgeführt wird und trotz erheblichen Arbeitsaufwandes keine zusätzlichen Kosten verursacht. Das besondere Interesse des ethnographischen Bildmaterials aus den 1980er Jahren – zu den Farbbildern kommen noch zahlreiche Schwarzweißaufnahmen, die nicht gefährdet sind – liegt in dem Umstand begründet, daß die Ayt ¡diddu einerseits aufgrund kultureller und historischer 3 Bedingungen eine besonders „traditionelle“ Stammesgruppe darstellen und daß ihre Mikrogesellschaft andererseits in der Gegenwart Veränderungen unterworfen ist, die sich auf soziale und wirtschaftliche Strukturen ebenso erstrecken wie auf die materielle Kultur, die im Mittelpunkt der zu archivierenden Photodokumentation steht. Das zu erhaltende Bildmaterial zeigt daher einen Zustand, der heute keineswegs zur Gänze der Vergangenheit angehört, der aber einem kontinuierlichen und tiefgreifenden Wandel unterliegt. Um ein Beispiel zu geben: von den beiden Unterstämmen der Ayt ¡diddu haben die Frauen des einen ihre traditionelle Tracht, die die soziale Zugehörigkeit der Trägerin zur tribalen Gruppe eindeutig zur Schau stellt, bereits weitestgehend aufgegeben. Bei der anderen Gruppe wird diese Tracht noch getragen, ihre Auflösung ist jedoch absehbar. Dieser Wandel ist keineswegs nur von folkloristischem Interesse. Die durch die Gruppenzugehörigkeit determinierte Kleidung, die im Prinzip vorgegeben ist und von allen Frauen in der gleichen Form getragen wird, symbolisiert nicht nur den Partikularismus der tribalen Gruppe; sie steht auch für einen sozialen Zustand, in dem die Gemeinschaft bestimmender ist als der individuelle Ausdruck der Persönlichkeit. Wenn sich heute die Bekleidungsgewohnheiten zugunsten einer individuelleren und zugleich weniger regionalspezifischen Form ändern, so ist dies das äußere Anzeichen einer tiefgehenden sozialen Veränderung. Andere Aufnahmen dokumentieren heute verschwundene Rituale wie etwa das Fest der kollektiven Erstverheiratung, die bis in die 1980er Jahre praktiziert wurde, sich verändernde wirtschaftliche Tätigkeiten und dergleichen. Der Schwerpunkt des geplanten Projektes liegt somit in der Erhaltung und Restaurierung eines Korpus von Photographien, der das Alltagsleben und die Wirtschaftsweise einer marokkanischen Stammesgesellschaft dokumentiert und – vor allem im Zusammenhang mit den in den 1990er Jahren entstandenen Aufnahmen und der geplanten Weiterführung dieser visuellen Dokumentation – auch die Veränderungen dieser Lokalgesellschaft sichtbar macht. Das Interesse des zu erhaltenden Bildmaterials ist zu einem guten Teil in dem Umstand begründet, daß es nicht nur eine Momentaufnahme eines bestimmten historischen Zustandes darstellt, sondern in eine langfristige wissenschaftliche Auseinandersetzung eingebunden ist. Der schlechte Erhaltungszustand der Dias mag in Anbetracht ihres relativ geringen Alters überraschen. Das damals verwendete Filmmaterial (Agfachrome-Filme, zum Großteil CT 21) ist heute jedoch für seine mangelnde Langzeitstabilität bekannt. Es wurde bereits an die Firma Agfa mit dem Ersuchen um eine Förderung des Projektes herangetreten. Die Firma teilte jedoch mit, daß auf derartige Ansuchen seitens der Firmenleitung grundsätzlich nicht eingegangen wird. Hinter dieser ablehnenden Haltung steht vermutlich die Sorge, daß aus dem Eingeständnis einer weit unterdurchschnittlichen Langzeitstabilität des Materials Gewährleistungsansprüche abgeleitet werden könnten. Im Hinblick auf die Verwendung des Bildmaterials soll das Projekt möglichst viele Optionen offenhalten. Technisch bedeutet das, daß nur professionelle Trommelscans in hoher Auf4 lösung in Frage kommen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist eine Ausstellung im Museum für Völkerkunde im Gespräch. In diesem Zusammenhang ist auch ein Bildband in Form einer visuellen Ethnographie vorgesehen, an der der Verlag Böhlau Wien (durch Frau Dr. ReinholdWeisz) bereits Interesse angemeldet hat. Im Vordergrund steht jedoch die Rettung der damaligen Aufnahmen, soweit ihr Inhalt und ihre Qualität diesen Aufwand rechtfertigen, um sie für die wissenschaftliche Auswertung zu erhalten. 4. Durchführung Von den 180 wichtigsten der in den Jahren 1980 bis 1985 auf Agfachrome-Filmen aufgenommenen Farbdias sollen professionelle Trommelscans im A4-Format (21 x 31,5 cm bei 350 dpi) hergestellt werden, die für eine Weiterbearbeitung und -verwendung der Bilder die optimalen Voraussetzungen bieten. Hierfür liegt von der Firma Pixelstorm, Kostal & Schindler OEG (Würthgasse 14/15, 1190 Wien) ein sehr günstiges Angebot vor. Dieser Schritt sollte möglichst rasch durchgeführt werden, um einem weiteren Verfall der Dias zuvorzukommen. Diese Scans werden samt Sicherheitskopien auf CD-R archiviert und dann digital restauriert. Das heißt, die Originalfarben sollen wiederhergestellt werden und ungleichmäßige Verfärbungen und Flecken soweit wie möglich durch manuelle Retusche am Computer behoben werden. Dieser Arbeitsvorgang, der längere Zeit in Anspruch nehmen wird, kann von Dr. Kraus selbst durchgeführt werden, der sich die erforderlichen Fachkenntnisse bereits erarbeitet hat. Die dafür nötige Computerausstattung und Software steht am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie bzw. privat zur Verfügung. Die restaurierten und retuschierten Bilder sollen wiederum samt Sicherheitskopien auf CD-R archiviert werden. Schließlich sollen die gescannten Originaldias in neuen Diarahmen gerahmt werden. 5 5. Kostenplan Das Angebot der Firma Pixelstorm ist besonders günstig, da im Hinblick auf die Menge zu verarbeitender Dias und eine flexible Termingestaltung ein Rabatt von 50% gegenüber den üblichen Preisen gewährt wird. Die Qualität dieses Angebots wurde anhand einiger Probescans bereits überprüft. Personalkosten oder Kosten für die Nutzung von Computerinfrastruktur oder Software fallen im Rahmen des Projektes nicht an. 180 Trommelscans A4 à 17,45 3.141,00 75 CD-Rs à 1,10 82,50 200 Diarahmen 17,50 Projektgesamtkosten 3.241,00 Bild 1: Ein besonders dramatisches Beispiel 6 Bild 2: Das verblasste und verfärbte Originaldia Bild 3: Das digital restaurierte Bild 7 6. Lebenslauf Dr. Wolfgang Kraus Adresse: Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie, A–1010 Wien, Universitätsstraße 7; Tel. (+43 1) 42 77/485 14; Fax (+43 1) 42 77/9485 Privat: A–1060 Wien, Stumpergasse 5/21; Tel. (+43 1) 595 30 33 e-mail: [email protected] Persönliche Daten: Geboren am 18. Mai 1958 in Wien; österreichische Staatsbürgerschaft Gegenwärtige Position: Außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien Ausbildung: Humanistisches Gymnasium BG Wien 9, Wasagasse, Matura 1976. Studium der Kulturtechnik und Wasserwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien im WS 1976/77. Seit dem SS 1977 Studium der Völkerkunde und Musikwissenschaft an der Universität Wien. Promotion zum Dr. phil. 1989. Sprachen: Englisch sehr gut, französisch gut, berberisch gut Berufliche Tätigkeiten: Seit Oktober 1990 Univ.-Lektor am Institut für Völkerkunde (jetzt Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie) der Universität Wien; daneben freiberufliche photographische Tätigkeit. Seit 1. 1. 1999 Vertragsassistent, seit 1. 10. 2001 Vertragsdozent am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie. Forschung: Seit 1980 Spezialisierung auf die Ethnologie Nordafrikas und des Nahen Ostens. 1989 Disseration zu Wirtschaft und Sozialstruktur eines marokkanischen Berberstammes (betreut von o. Univ.-Prof. Dr. Walter Dostal). August 1990 bis Mai 1992 Durchführung des Forschungsprojektes „Die systemimmanenten Wesensmerkmale und die Funktionslogik patrilinearer Verwandtschaftsordnung“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Leitung: o. Univ.-Prof. Dr. Walter Dostal). Mai 1994 bis April 1997 APART-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Projekttitel: „Strukturelle und kulturelle Grundlagen tribaler Identität im islamischen Orient: Kontinuität und Wandel“. Seit 1996 Teilnahme am interdisziplinären Forschungsprogramm „Individual and Society in the Muslim Mediterranean World“ der European Science Foundation (ESF), Strasbourg. Seit 1. 1. 2001 Mitarbeiter und Projektkoordinator im Forschungsprojekt „Literacy, Local Culture and Constructions of Identity in the Muslim World“ (FWF-Projekt Nr. P14598-SPR, Leitung: o. Univ.-Prof. Dr. Andre Gingrich. Fallstudie zum Thema „Oral Tradition and Historiography in the Moroccan High Atlas Mountains“. 2001 Habilitation zum Thema „Tribale Identität im Vorderen Orient: Schritte zu einer historischen Anthropologie islamischer Stammesgesellschaften“. 8 Feldforschungen im zentralen Hohen Atlas, Marokko (September 1980, September bis Dezember 1983, Mai bis Dezember 1985, April bis Dezember 1995, April und September 1996, August bis September 1997, September bis Oktober 2002, Juni bis Juli 2003). Archivstudien in Rabat, Marokko (Mai 1985) und in Paris (September und Oktober 1990, Juni 1997). Lehre: Lehrveranstaltungen am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien zur Ethnologie Nordafrikas und der Berber, zur Ethnosoziologie und Theorie der Ethnologie sowie zur Visuellen Anthropologie. Gastlehraufenthalte an der Brunel University, West London und der National University of Ireland, Maynooth Gegenwärtige Forschungsschwerpunkte: Tribale Identität und Organisation in islamischen Gesellschaften Westasiens und Nordafrikas; marokkanische Berber; lokales historisches Wissen; Islam; ethnologische Theorie und Theoriengeschichte; Ethnosoziologie; Visuelle Anthropologie Neuere Beiträge zu Konferenzen und Symposien: Symposion „Wir und die Anderen: Islam, Literatur und Migration“, Wien, 23.–26. 3. 1998 (Österr. Gesellschaft für Literatur) Symposion „Mechanismen der Konfliktlösung im Islamischen Orient“, Wien, 4. 6. 1998 (Österr. Orientgesellschaft Hammer-Purgstall) Konferenz „Individual and Society in the Mediterranean Muslim World“, Istanbul, 3.–5. 7. 1998 (ESF) Workshop „Politischer Kontext und innere Dynamik tribaler Gesellschaften Arabiens“, Wien, 29.–30. 1. 1999 (Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie, Wien, und CNRS/EHESS, Paris) Symposion „Customary Law in Muslim Societies: Contributions to the Problem of ‘urf and •arå‘a Law“, Wien, 7.–10. 5. 1999 (ESF) Konferenz „The Active Individual in a Social World“ Castelvecchio Pascoli (Toskana), 24.–27. 5. 2001 (ESF) Wissenschaftliche Mitgliedschaften: European Association of Social Anthropologists; Society for Moroccan Studies, London. 9 7. Publikationen 1989a Die Ayt ¡diddu des zentralen Hohen Atlas: Tribale Struktur, dörfliche Organisation und Wirtschaft bei marokkanischen Berbern. Phil. Diss., Universität Wien. 1989b Segmentation and genealogy: The Ayt ¡diddu of the central High Atlas, Morocco, in Andre Gingrich et al. (Hg.), Kinship, Social Change and Evolution: Proceedings of the Symposion Held on the Occasion of Walter Dostal’s 60th Birthday in Vienna, 7th and 8th April 1988 (Wiener Beiträge zur Ethnologie und Anthropologie 5). S. 86–100. Horn & Wien: Berger. 1991 Die Ayt ¡diddu: Wirtschaft und Gesellschaft im zentralen Hohen Atlas. Ein Beitrag zur Diskussion segmentärer Systeme in Marokko (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Veröffentlichungen der Ethnologischen Kommission 7, SBph 574). Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. [Rezensionen: G. vom Bruck, Ethnos 57 (3–4), 1992: 258–260; H. Claudot-Hawad, Journal of the Economic and Social History of the Orient 34, 1993: 293–294; W. Creyaufmüller, Tribus 41, 1992: 226; H. List, Orient 34 (1), 1993: 142; E. Gellner, Social Anthropology 1 (1B), 1993: 163–164; C. Rivière, Anthropos 87 (4–6), 1992: 604.] 1992 Ein Töpfer im Hohen Atlas, Marokko, Archiv für Völkerkunde 46: 149–156. 1993 Tribale Struktur und Fremdheit in Marokko, in Thomas Fillitz et al. (Hg.), Kultur, Identität und Macht: Ethnologische Beiträge zu einem Dialog der Kulturen der Welt. Frankfurt am Main: IKO. 1995 Segmentierte Gesellschaft und segmentäre Theorie: Strukturelle und kulturelle Grundlagen tribaler Identität im Vorderen Orient, Sociologus (N.F.) 45 (1): 1–25. 1997a Zum Begriff der Deszendenz: Ein selektiver Überblick, Anthropos 92 (1): 139–163. 1997b Glücksspiel und Frauen im Hohen Atlas: Zur ethnographischen Quellenkritik, Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 127: 99–109. 1997c Tribal land rights in central Morocco: A call for comparative research, Morocco (N.S.) 2: 16–32. 1998 Contestable identities: Tribal structures in the Moroccan High Atlas, Journal of the Royal Anthropological Institute 4 (1): 1–22. 1999 Der Okzident des Orients: Der Maghreb und Europa, in Walter Dostal, Helmuth A. Niederle & Karl R. Wernhart (Hg.), Wir und die Anderen: Islam, Literatur und Migration (Wiener Beiträge zur Ethnologie und Anthropologie 9). S. 265–272. Wien: WUV Universitätsverlag. 2001 Tribale Identität im Vorderen Orient: Schritte zu einer historischen Anthropologie islamischer Stammesgesellschaften. Habilitationsschrift, Universität Wien. 2001 [gemeinsam mit Sylvia Haas] Bibliographie et filmographie de Walter Dostal relatives au 10 Mashreq, in Walter Dostal, L’univers du Mashreq: Essais d’anthropologie (Hg. Édouard Conte und Andre Gingrich). S. xv–xxv. Paris: Éditions de la Maison des sciences de l’homme. i.Dr. a Islamische Stammesgesellschaften: Tribale Identitäten im Vorderen Orient in sozialanthropologischer Perspektive. Wien: Böhlau. i.Dr. b [Mitherausgeber mit Walter Dostal] Shattering Tradition: Custom, Law and the Individual in the Muslim Mediterranean. London: Tauris. i.Dr. c Tribal law in the Moroccan High Atlas: Traditional legal practice and its transformations, in Walter Dostal & Wolfgang Kraus (Hg.), Shattering Tradition: Custom, Law and the Individual in the Muslim Mediterranean. London: Tauris. i.Dr. d Der Heilige in der Kanone: Volksislam und politischer Widerstand in Zentralmarokko, in Hermann Mückler, Manfred Kremser & Werner Zips (Hg.), Geschichten der Begegnungen (Wiener Beiträge zur Ethnologie und Anthropologie 14). Wien: WUV. 11