Infodienst Bauen und Finanzieren

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10/11/2014
Infodienst Bauen und Finanzieren
Schwerpunkt: Modernisieren und Energiesparen
Jedes zweite Wohngebäude ist über
40 Jahre alt
Gut zu wissen:
Das Ergebnis stimmt
(LBS) Mehr als die Hälfte der insgesamt rund 19 Millionen Wohngebäude in
Deutschland ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes älter als 40
Jahre, rund fünf Millionen sind sogar älter als 60 Jahre. Entsprechend groß ist
der Modernisierungsbedarf. Laut LBS-Hausbesitzertrend 2014*, eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der LBS, gibt jeder
dritte Immobilienbesitzer an, sein Haus sei renovierungsbedürftig.
Insgesamt 14 Prozent der befragten Hausbesitzer schätzen den Energieverbrauch ihres Eigenheims als „hoch“ oder sogar „sehr hoch“ ein. Abhilfe könnten energetische Modernisierungen schaffen. Sie lohnen sich nicht nur unter
umweltpolitischen, sondern auch unter finanziellen Aspekten. So haben Berechnungen der Deutschen Energieagentur ergeben, dass ein Vier-PersonenHaushalt im Jahr 2012 knapp 100 Euro mehr pro Monat für Wärme aufwenden
musste als noch im Jahr 2000 – ein spürbarer Kostenanstieg um 88 Prozent.
„Sinnvoll ist es, sich vor Beginn der Arbeiten von einem Energieexperten beraten zu lassen und mehrere Maßnahmen zu kombinieren“, rät Sabine Schmitt
von der LBS. Als Faustregel gilt: Erst die Gebäudehülle sanieren und dann die
Haustechnik nachrüsten. „Nur wenn Dach, Fassade und Fenster gut gedämmt
sind, sorgen neue Heizungs-, Warmwasser- und Strominstallationen auch für
eine hohe Energieeffizienz“, so Schmitt.
Laut LBS-Hausbesitzertrend haben acht Prozent aller Befragten im vergangenen Jahr mindestens eine energetische Modernisierungsmaßnahme durchgeführt, jeweils neun Prozent planen für 2014 oder 2015 Modernisierungsarbeiten. Zur Finanzierung ist der Bausparvertrag über alle Altersklassen hinweg
sehr beliebt. Etwa jeder vierte Hausbesitzer sorgt mit ihm für künftig anstehende Gewerke vor. „Noch deutlicher ist der Trend, sobald ein konkretes Modernisierungsvorhaben vorliegt – dann sind es sogar mehr als 40 Prozent“, sagt
Schmitt. Ein weiteres Plus für Modernisierer: Hausbesitzer, die ihre eigenen vier
Wände in Schuss halten, erhöhen nicht nur den Wohlfühlfaktor, sondern steigern auch den Wert ihrer Immobilie.
* Bei der Umfrage wurden bundesweit über 1.700 Hausbesitzer befragt.
Baujahre der Wohngebäude in Deutschland
Baujahr
■ vor 1950
■ 1950 – 1969
■ 1970 – 1989
■ nach 1990
Zensus 2011, Statistisches Bundesamt
27% 25%
23% 25%
© LBS 2014
Abdruck aller Bilder und Grafiken kostenfrei unter Angabe der Quelle (LBS).
Wer sein Eigenheim energetisch modernisiert, ist in der Regel zufrieden:
Laut LBS-Hausbesitzertrend 2014
bewerten 78 Prozent der befragten
Hausbesitzer das Ergebnis ihrer Modernisierungsmaßnahmen positiv.
Zu­dem sind 68 Prozent der Überzeugung, durch den Umbau habe sich
ihr Wohnkomfort erhöht. Und mehr
als die Hälfte der Modernisierer­­­
(55 Prozent) ist der Meinung, durch
die Maßnahmen eine deutliche Energieersparnis erreicht zu haben.
Alle Texte und Bilder unter:
> www.lbs.de/presse/bausparen
10/11/2014
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Schwerpunkt: Modernisieren und Energiesparen
Service: Nachhaltigkeit auch in der Baubranche im Trend
„Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde. Auch in der Immobilienbranche bekommt
das Thema zunehmend Gewicht. Christine Lemaitre, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), erklärt, was
Nachhaltigkeit beim Bau ausmacht.
Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Immobilienbranche?
In der Bau- und Immobilienwirtschaft beinhaltet es vor allem eine verantwortungsvolle und intelligente Gebäudeplanung, bei der auch die Knappheit von
Ressourcen sowie langfristige Kosten und ein hoher Nutzerkomfort einbezogen werden. Als Maßstab dient uns ein Katalog, der rund 40 Einzelkriterien
umfasst. Dabei werden ökologische und ökonomische Aspekte ebenso berücksichtigt wie der Standort des Gebäudes, die technische Ausstattung und
sozioökonomische Faktoren, etwa Barrierefreiheit. Dabei werden bestimmte
Kriterien stärker gewichtet. Im Fokus steht jedoch immer ein ganzheitlicher
Bewertungsansatz.
Was raten Sie einem Einfamilienhausbesitzer, der sein Haus aus den 80er
Jahren nachhaltig modernisieren will?
Wichtig ist, dass eine klare Zielvorstellung besteht, was erreicht werden soll.
Jedes Gebäude ist anders, deshalb sollte zunächst eine Analyse durchgeführt
werden, um die richtigen und effizientesten Lösungen festzulegen. Hierbei
sollte ein Fachmann hinzugezogen werden.
Tipp: Auf Stand-by-Modus
verzichten
Viele Haushaltsgeräte verbrauchen
Strom, auch wenn sie nicht aktiv
benutzt werden, sondern sich lediglich im Bereitschaftsmodus –
also auf Stand-by – befinden. Wer
den Test macht und mit einem
Strommessgerät den Verbrauch der
Geräte prüft, wird feststellen, wie
viel Strom selbst im Bereitschaftsmodus noch aufgewendet wird.
Einzelsteckdosen oder Steckdosenleisten zum Abschalten helfen, den
Energieverbrauch zu senken.
Alle Texte und Bilder unter:
> www.lbs.de/presse/bausparen
Welche Zielgruppen interessieren sich für Nachhaltiges Bauen oder Modernisieren?
Grundsätzlich ist die Nachfrage in allen Bereichen der Bau- und Immobilienbranche vorhanden. Bei Bürogebäuden wird ein Nachhaltigkeitszertifikat immer mehr zum Standard. Aber auch im privaten Bereich steigt das Bewusstsein für Nachhaltiges Bauen. Laut einer Studie der BNP Paribas Real Estate
wurden 2011 bereits 2,7 Milliarden Euro in Gebäude investiert, die ihre Nachhaltigkeit mit einem Zertifikat bescheinigt haben oder zur Zertifizierung angemeldet waren. Das Investment für nachhaltige, zertifizierte Gebäude hat
sich der Studie zufolge seit 2008 mehr als verdreifacht.
Den Katalog der Nachhaltigkeitskriterien finden Sie unter:
http://www.dgnb-system.de/de/system/kriterien/neubau_gebaeude/
Weitere Infos zur DGNB:
http://www.dgnb.de/de/
Kathrin Hartwig
Telefon 0711-183-2377
Telefax 0711-183-2085
E-Mail [email protected]
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Abdruck aller Bilder und Grafiken kostenfrei unter Angabe der Quelle (LBS).
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LBS Baden-Württemberg
Jägerstraße 36
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