AUSSTELLUNGSGEBÄUDE SIM

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Ausstellungsgebäude - Raumprogramm & Funktionen
Wesentliche Merkmale der Bauaufgabe
Ausstellungsobjekte, welche gezeigt werden, müssen definiert sein (sie bestimmen die Dimensionen des
Ausstellungsbereichs und der Lagerflächen).
Anzahl der Besucher, die etwa gleichzeitig ins Gebäude kommen wird mit ca. 600 Personen angenommen.
Diese Anzahl ist bestimmend bei der Dimensionierung der Eingangshalle bzw. Aula und des Vortragssaales
inkl. Folgeeinrichtungen wie Garderoben, Toiletten, Fluchtstiegen, etc.).
Besucherbereich
Eingangsbereich: gute Erkennbarkeit des Eingangs von außen.
Eingangshalle- ev. Aula soll für Eröffnungszeremonien, Veranstaltungen und Sonderprogramme z.B.
Modeschau etc. geeignet sein.
Klare räumliche Orientierung, v.a. betreffend Ticketverkauf, Garderobe (3-4 m tief, Pultlänge: 1 m pro 60-80
Besucher) und Zugang zum Ausstellungsbereich.
Achtung: Überschneidungen bei der Wegführung möglichst vermeiden, um Staus zu umgehen. Anrichte für
Büffet und Toiletten („versteckt“, aber gut auffindbar). Für die Dimensionierung der Flächen ist mit ca. 500-600
Personen zu rechnen. (0,6 m² pro Person)
Ausstellungsfläche
Die Ausstellungsfläche soll zwischen 2.000 – 2.500 m² Grundfläche und mind. 5-8m Raumhöhe je nach
Ausstellungsobjekten und Gebäudeform betragen. Ausstellungsobjekte können nicht nur Kunstwerke, sondern
auch Industrieobjekte sein.
Bei allen Ausstellungsflächen ist zu berücksichtigen, dass die Objekte aus verschiedenen Materialien bestehen
können (Papier, Holz, Lackarbeiten, Porzellan, Keramik, Metall, Stein, Gemälde, Film-, Fotomaterial etc.) und
daher verschiedene Temperaturen, Luftfeuchtigkeit (Klimaanlage) und Belichtung fordern. Im Gegensatz zu
Museen, werden bei Ausstellungsbauten nur zwei verschiedene Ausstellungsflächen mit evtl. verschiedenen
Raumhöhen und getrennten Klimazonen vorgesehen. Dementsprechend werden die Ausstellungsobjekte
ausgewählt.
Die Wegführung soll zur Besichtigung von Einzelobjekten ein „Einbahnsystem“ von der Eingangshalle und
wieder zurück aufweisen, allerdings können „unterwegs“ Flächen vorgesehen werden, wo sich die Besucher
zwecks Führung oder Diskussion etwas länger aufhalten können. Für die Erholung soll ein Büffet mit Toiletten
an einer geeigneten Position vorgesehen werden. Auf jeden Fall soll bevor die Besucher das Gebäude
verlassen, im Eingangsbereich ein Café und ein Raum für den Verkauf von einschlägigen Artikeln eingerichtet
sein. Das Café soll von außen gut sichtbar sein und einen Zugang auch von außen für externe Besucher haben,
um eine höhere Frequentierung und Nutzung des Cafés außerhalb der Öffnungszeiten der Ausstellung zu
ermöglichen.
Folgeeinrichtungen (für Besucher nicht zugängliche Räume):
Zulieferung in die Ausstellungsräume und in die Lagerräume
Zufahrt und anschließend Aufzüge:
Je nach Größe der Ausstellungsobjekte Zufahrt mindestens 4 m hoch. Eine Laderampe und Umkehrmöglichkeit
sind vorzusehen.
Es sind zwei Lagerräume mit jeweils getrennt steuerbarem Raumklima vorzugesehen. Sie müssen ebenso wie
die Ausstellungsräume ab dem Anlieferbereich temperiert und klimatisiert sein.
Verschiedene Objekte haben unterschiedliche Anforderungen. z.B. sind für großformatige Objekte 5-6m
Raumhöhe, Regal- und Hängesysteme vorzusehen.
Ein möglichst geradliniger Transport von Anlieferung zu den Lagerräumen muss gewährleistet sein.
Vor den Lagerräumen muss ein Packbereich vorgesehen werden, von wo der Weg über einen Lastenlift mit
einer Kabinengröße von 3 x 6 m Grundfläche und 5 m Höhe in die Ausstellungsräume führen soll.
Stand: 17.10.2012
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Lagerfläche (30% der Ausstellungsfläche) im Keller, für Zwischenlagerung von Ausstellungsobjekten. Im
Gegensatz zu Museumsbauten haben reine Ausstellungsbauten keine oder nur wenig Sammlungen, weswegen
die Lagerfläche hauptsächlich nur der vorübergehenden Lagerung von Ausstellungsobjekten dient.
Die Zwischenlagerung von gleichzeitig 2 Ausstellungsprogrammen muss möglich sein, damit das Gebäude für
häufig wechselnde Ausstellungen geeignet ist.
Dementsprechend wird man mit einem regen Besuch verschiedener Zielgruppen rechnen können.
Die Lagerungszeit kann mehrere Wochen betragen.
Zulieferung und Müllentsorgung für Buffets, Cafés muss beachtet werden.
Werkstätten (gelten als Arbeitsräume mit natürlicher Belichtung, mit Garderoben, Toiletten und
Waschräumen) hauptsächlich für den hausinternen Gebrauch (häufige Änderungen in der Aufstellung der
Ausstellungen, etc.) Tischlerei, Schlosser, Elektriker (plus Lager), Techniker (für Heizung, Klima, etc.).
Die natürliche Belichtung dieser Räume kann im Keller durch die Anordnung von Fenstern im unteren Bereich
der Fassade erreicht werden, vorausgesetzt, dass das Erdgeschoßniveau dementsprechend erhöht wird.
Verwaltungsräume für DirektorIn, SekretärIn und MitarbeiterInnen (insgesamt 15 Personen) mit Garderoben,
Toiletten und eigenem Personaleingang. Platzbedarf 10-12m² pro Person inkl. Bewegungsfläche.
Die Verwaltungsräume verlangen einen anderen Konstruktionsraster als die Ausstellungshallen. Die
Anordnung in einem konstruktiv getrennten Bauteil ist möglich.
Fluchtwege: Die zwei Ausstellungshallen sind jeweils eigene Brandabschnitte, die im Brandfall automatisch
abgeriegelt werden können. Jeder Brandabschnitt muss über Zugänge zu zwei Fluchtstiegen (maximaler
Fluchtweg 40 m) verfügen, die direkt ins Freie führen.
(Maximale Größe eines Brandabschnittes beträgt 1.600 m²)
Stiegen: Neben eventuellen repräsentativen Stiegen zu den Ausstellungsräumen sind zusätzliche geschlossene,
brandsichere Fluchtstiegen unerlässlich.
Technik: Klimatechnik (Heizung/Kühlung, Luftfeuchtigkeit) im Kellergeschoß.
Achtung: Raumhöhen von 6 m notwendig! Für die Kanäle sind Schächte einzuplanen, die in die verschiedenen
Räume führen. Für etwaige Reparaturen bzw. Tausch der Maschinen ist ein direkter Zugang von außen mit
ausreichend großem Zugangstor über eine Rampe vorzusehen. Geräte für Zu- bzw. Abluft sind gesondert
neben oder auf dem Gebäude anzuordnen (ergänzende Information, die im Entwurfsplan nicht berücksichtig
werden muss: Achtung auf Schall- und Vibrationsschutz).
Gestaltung
Hallenartige Räume
Architektur ist Raumkunst, daher sollen Eingangshalle/Aula und Ausstellungsräume architektonisch interessant
(Proportion, Konstruktion!) gestaltet werden.
Bemerkungen
Universal Design, Berücksichtigung von Körperbehinderten (Rollstuhlfahrer, etc.) in den Ausstellungsräumen
und in jedem Geschoss der Verwaltung bezüglich Wegführung, Sanitäranlagen, geeigneter Aufzüge, etc. ist
erforderlich.
Fortsetzung des Entwerfens im SS
Die oben erwähnten Konstruktionen bei hallenartigen Räumen stellen besonders bei Fortsetzung des
Entwerfens „Angewandte Ästhetik“ im SS, im Rahmen des Entwerfens „Katastrophenvorbeugung“ eine
interessante Aufgabe dar, indem diese in widerstandsfähige Konstruktionen gegen verschiedene
Naturgewalten (Erdbeben, Hangrutsch, Lawinengefahr etc.) weiterentwickelt werden sollen.
In diesem Fall muss die Konstruktion detaillierter gelöst werden.
Weitere Informationen bezüglich Katastrophenvorbeugung erhalten Sie im Sommersemester.
Stand: 17.10.2012
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Unterlagen für den Entwurf von öffentlichen Gebäuden - Museen
Museen
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Räume
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Ausstellungsräume für künstlerische und wissenschaftliche Werke sollen diese
1. schützen vor Zerstörung, Diebstahl, Feuchtigkeit, Trockenheit, Sonne und Staub und
2. im besten Lichte zeigen (im weit gehenden Sinne), das geschieht zweckmäßig
durch Teilung des Ausstellungsgutes
a) in ein solches für das Studium (Kupferstiche, Handzeichnungen usw.); diese werden
verwahrt in Mappen und aufgehoben in Schränken (mit Zügen) etwa 80 cm tief, 1,60 m
hoch;
b) in ein solches für das Publikum (Ölbilder, Wandgemälde, wechselnde Ausstellungen
und dgl.)
Das Ausstellungsgut soll vom Publikum ganz und ohne Ermüdung gesehen werden. Das bedingt
begrenzte, weiträumige Anordnung, Abwechslung und entsprechende Raumform und -folge. Für jede
Bildgruppe möglichst eigenen Raum, für jedes Bild eigene Wand. Das bedingt kleinere Räume. Diese
bieten zudem mehr Wandfläche im Verhältnis zur Grundfläche als große, die für große Bilder
erforderlich sind. Denn Raumgröße ist abhängig von Bildgröße.
Menschlicher Normalblickwinkel 54° oder vom Auge ab 27° nach oben ergibt bei einer Sichtweite gut
beleuchteter Bilder von 10 m = 4,9 m Behanghöhe —> über Augenhöhe und etwa 70 cm darunter.
Nur bei größeren Bildern wird man bis zur Sockelhöhe und über den Blickwinkel nach oben
hinausgehen. Kleinere Bilder hängen mit ihrem Schwerpunkt (= Horizontebene im Bild) am besten in
Augenhöhe. Platzbedarf je Bild
3- 5m2 Behangfläche
Platzbedarf je Bildwerk
6-10 m2 Grundfläche
Platzbedarf je 400 Münzen
1 m2 Schaukastenfläche
Funktionsschema
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Belichtung
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Die Lichtberechnungen für Museen sind sehr
theoretisch, die Güte des Lichtes ist entscheidend. In
letzter Zeit immer größere Verwendung künstlicher
Beleuchtung, statt wechselnden Tageslichtes, selbst
bei Nord-Oberlichtfenstern. Günstige Behangfläche
zwischen 30° und 60° bei 6,70 m Raumhöhe und 2,13
m Brüstungshöhe für Bilder oder 3,04-3,65 m.
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Ausstellungsflächen
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Gesamtanlage: Kein endloser Rundgang, sondern vom Eingang austrahlende Flügel. Abseits Räume für
Verpackung, Versand, Verwaltung, Lichtbildstelle, Werkstätten für Erneuerung, Vortragssäle Burgen,
Schlösser, Klöster u. dgl., die leer stehen, weil sie nicht mehr zu nutzen sind, eignen sich meist gut für
Museen.
Besonders für historische Objekte, für die solche Bauten einen passenderen Rahmen abgeben, als
kalte, sogenannte moderne Museen.
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Beispiele
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Ordrupgaard Museum in Kopenhagen
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Das Anwesen Ordrupgaard befindet sich im von
Villen geprägten Norden Kopenhagens, unweit des
ausgedehnten königlichen Tiergartens. Inmitten eines
Parks ließ sich der 1868 geborene Wilhelm Hansen,
der als Gründer einer Versicherung zu Reichtum
gekommen war, von dem Architekten Gotfred Tvede
seinen Wohnsitz errichten. Zunächst als Sommerresidenz konzipiert, wurde zum Standort der Kunstsammlung, die Wilhelm und seine Frau Henny
zusammentrugen. Westlich des in zeittypischem
Landhaus-Neoklassizismus errichteten Wohnhauses und mit diesem durch einen Wintergarten
verbunden errichtete Tvede ein lang gestrecktes Galeriegebäude mit Oberlicht. Landhaus und Galerie
waren 1918 fertig gestellt, und schon damals - wenn auch nur an einem Tag in der Woche - für die
Öffentlichkeit zugänglich. Die fünf historischen Räume im Landhaus und der Galerietrakt boten in der
Vergangenheit viel zu wenig Platz, um die seit 1953 dem dänischen Staat übereignete hochkarätige
Sammlung angemessen zu präsentieren; ganz zu schweigen von konservatorischen Problemen in den
historischen Wohnräumen sowie fehlenden Flächen für Sonderausstellungen und nötige Zusatzräume.
In einem eingeladenen Wettbewerb unter sieben Teilnehmern für die Erweiterung des Ensembles
konnte sich 2001 das Projekt von Zaha Hadid durchsetzen, das mit 500 weiteren Quadratmetern die
bestehende Ausstellungsfläche ungefähr verdoppelt. Dazu kamen ein neuer Eingangsbereich, ein Cafe
und ein multifunktionaler Vortragssaal.
Hadid konzipierte den durch einen Übergang mit dem Galerietrakt verbundenen neuen Flügel als
Erweiterung im Osten des bestehenden Komplexes. Ließ schon die gegenüber dem Wohnhaus nach
vorne und hinten vorspringende Galerie den Maßstab in andere Dimensionen gleiten, haben sich mit
dem Anbau, der grundsätzlich parallel zur Galerie entwickelt wurde, die Proportionen nun noch einmal
vergrößert. Auch die Bewegungslogik innerhalb der Gebäude hat sich mit dem Neubau verändert: Man
betritt nun zuerst den Neubau und wechselt dann über die Galerie von 1918 in das Wohnhaus, Der
dortige Eingang wurde stillgelegt. Dass der Neubau zum Hauptbau wird und der Altbau als Annex
erscheint, diese Gefahr hat Hadid souverän umschifft. Wo auch immer man steht: Hadids Baukörper ist
perfekt eingepasst, erscheint eher als Gartenpavillon denn als eigentliches Gebäude. Auch wenn die
Gesamtfläche des Neubaus ungefähr der Fläche der bestehenden Bauten entspricht, ist erstaunlich, wie
zurückhaltend sich der Annex in das Ensemble einfügt. Das hat damit zu tun, dass Hadid ihr Gebäude
aus dunkelgrau eingefärbtem Beton als Vermittlung zwischen Architektur und Landschaft versteht. Im
Norden - vom Museumsvorplatz aus sichtbar - entwickelt sich der schmale Baukörper aus einer hügelartig anschwellenden Modellierung des Bodens, im Süden gabelt er sich in zwei wellenartige, über
dem leicht abfallenden Terrain schwebende, unterschiedlich große Gebäudestirnen. Fast hat es den
Anschein, als sei dort, wo der Parkrasen in den Wald übergeht, eine Welle aus Beton und Glas erstarrt.
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Denn die lang gestreckte Ostfassade - nur hier wird der Annex in seiner gesamten Länge sichtbar -ist
fast vollständig verglast; der Beton bildet das Band des Dachs, das schließlich im Süden, an der
Gebäudestirn, in den Boden einschwingt. Die Fassadenfront selbst ist gekurvt, so dass sich überaus
reizvolle Lichtreflexe ergeben. Im größeren der Enden befindet sich ein multifunktionaler Vortragssaal,
im kleineren das Cafe - entlang der Glasfront im Osten verbindet eine Rampe diese Zone mit der
inmitten des Gebäudes gelegenen Rezeption. Dass man von hier aus in zwei Ausstellungsbereiche
gelangt, erstaunt beim ersten Besuch - glaubt man doch, das Gebäude eigentlich schon in seinen
wesentlichen Bestandteilen erfasst zu haben. Ein zweigeteilter, Z-förmiger und separater Ausstellungsbereich wird über einen schmalen Gang nördlich des Eingangs erschlossen; der Zugang zu den
südlichen Sälen befindet sich unmittelbar neben dem keilförmig in den Raum vorstoßenden
Empfangstresen. Fünf dieser im Grundriss als Parallelogramme und Trapeze organisierten Kabinette
liegen im Inneren des Gebäudes, umschlossen von Cafe, Verbindungsgang und Rezeption. Sie sind
kompakt zusammengefügt, hinter- und nebeneinander gestaffelt; ihre Form resultiert aus der
dynamischen Gesamtausrichtung des Gebäudes. Das sechste Kabinett dient als brückenartige
Verbindung zum bestehenden Galerietrakt.
Die Ausstellungsräume haben keine Fenster; der Farbton des schwarzen Sichtbetons herrscht auch hier
vor. Trotz mancher spitzwinkliger Ecken und der durch Rampen oder Treppenstufen ausgeglichenen
Niveauunterschiede zeigt sich die Atmosphäre vergleichsweise ruhig. Tageslicht fällt einzig durch
unterschiedlich lange, streifenartige Deckenausschnitte in die Säle und dient der allgemeinen
Raumbeleuchtung. Die Kunstwerke werden, abgestimmt auf die jeweilige Lichtempfindlichkeit, durch
verstell- und regulierbare Deckenstrahler beleuchtet. Mit ihren mirakulösen, dunklen Raumzellen tritt
Zaha Hadid bewusst in Gegensatz zu der lichten Stimmung in den vorhandenen Sälen. Ohne Zweifel
lehnt sie sich an den Typus der Schatzkammer an, doch wirken ihre Räume keinesfalls preziös. Bei aller
dunklen Materialität entsteht durch die ungewöhnlichen Proportionen, die Niveausprünge und den
leichten Schwung der Decke räumliche Eleganz. Dazu kommen die verglasten, als Verkehrsfläche und
Aufenthaltsbereiche dienenden Bauteile, die den Park ins Haus holen und damit für die Besucher das
erlebbar machen, was die Impressionisten bewegte; das Phänomen der Landschaft im Wechsel der
Jahreszeiten.
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